Telos IV (Telos-System)

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Das Asteroidenfeld war nun schön in der Fluglinie und man musste verdammt gut aufpassen das man nicht einen aus versehen übersieht, denn dies wäre nicht gut für die Lackierung des Schiffes geschweige von dem Aussehen des Piloten danach. Langsam aber sicher wurden es immer mehr Asteroiden, kleine, große und verdammt komisch aussehende, kurz gesagt es machte immer mehr Spaß ihnen auszuweichen. Er brauchte nicht lange überlegen ob S?yyto wieder aufgeholt hatte oder nicht, da sauste sich schon wieder an ihm vorbei und versuchte ihn zu ärgern mit Spielereien. Aber das kann er auch, wenn nicht sogar besser, er versetzt sein Fighter in leichter Schräglage und wartete bis seine Gegnerin den nächsten Brocken auswich. Dank seiner Sensoren konnte er die Oberflächenstruktur des Asteroiden bestimmen.

Was für ein Glück, längliche, geschwungene Form. Perfekt für dieses Manöver, Dany gab nun Vollgas und mehrere Spiralen direkt auf den Fels. Zwischen dem TIE und der Oberfläche des Asteroiden war nur wenig Platz aber durch seine Beschleunigung und den Schub der durch das Abstoßen zustande gekommen ist, entwickelte der TIE eine solche Geschwindigkeit das er sich wieder vor S?yyto setzten konnte. Die Überholung war aber nicht einfach links oder rechts vorbei, nein. Dany wollte sie mit ihren eigenen Waffen aufziehen, er Überholte sie mit einer Drehung und zusätzlich eine Spirale um sie.


?Huhhhhhjaaaaa!!?

Was für ein Spaß, das letzte mal das er sowas erleben durfte war nur gegen Piraten und die haben ja nicht mal den Mumm gehabt in der Atmosphäre mit ihm zu duellieren. Jaja das sind die Piloten die kein Talent hatten oder einfach nichts können. Aber das hier war was ganz anderes hier geht es nicht um Leben oder Tot, um seine Ehre oder seinen Stolz. Er will nur herausfinden ob er es schafft sie zu besiegen in diesen Fighter.
Es dürfte nur noch wenige Klicks bis zum Ende des Feldes sein, er muss noch mehr Schwung aus den Asteroiden sammeln damit er nicht im freien All zu stark abgehängt wird.



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~| ETA-2 |~| Telos-System |~| Asteroidenfeld |~


Nicht, das er sie einfach überholte und sich vor sie setzte, nein, er zahlte es ihr eins zu eins zurück. Umflog ihren Jäger und setzte sich mit kurz wackelnden Tragflächen vor sie. Nichtsdestotrotz störte es sie überraschender Weise nicht, sondern sie begann ein wenig Respekt für den jungen Piloten zu entwickeln, wenngleich sie ihn noch immer für einen etwas jungen Heißsporn hielt, der etwas zu mehr abgebissen hatte, als er wohl kauen konnte.
Es war ihr jedoch ein leichtes an dem TIE dranzubleiben und ihn stets im Sichtfeld zu behalten und an dessen Heck zu kleben. So leicht, würde sie gewiss nicht locker lassen, auch wenn das Umfeld gerade nicht das einfachste war. S?yyto würde sicherlich gewinnen, dessen war sie so sicher, wie die Tatsache das es einfach feststand, das ihr Jäger schneller war.
Doch die nächsten Gedanken wurden ihr geraubt, als sich ein wahres Monstrum von Asteroid in ihr Sichtfeld schob. Viel konnte sie nicht mehr tun, sie war zu schnell als das sie noch hätte ausweichen können und deaktivierte so aus Reflex ihr Steuerbordtriebwerk. Ruckartig riss es sie gegen die Cockpit wand und ihren Jäger in einer mehr al scharfen Kurve herum.
Bedrohlich weit kroch die schwärze in ihr Sichtfeld, doch sie fing sich wieder, aktivierte das Triebwerk wieder und riss den Steuerknüppel nach backbord, vollführte eine viertel Rolle nach Steuerbord und sauste nun nur knapp über die Oberfläche das Asteroiden hinweg.

Nachdem sie ihn passierte hatte, zog sie den Steuerknüppel langsam zu sich heran und löste sich somit von der Oberfläche des Asteroiden und erblickte für einen kurzen Moment, wie der TIE etwas unter und vor ihr dahin sauste. Offenbar war er unter dem Asteroiden hindurch getaucht. Wie dem auch sei. Nun galt es Boden gut zu machen und aufzuholen. Sachte schlug sie einen Kurs ein, der sie wieder hinter ihn bringen würde.
Doch noch ehe sie nur einige hundert Meter hinter sich gebracht hatte, kreuzte erneut ein Asteroid ihre Bahn und machte anstallten, sie nicht gewähren zu lassen. Doch S?yytos Daumen wanderte kurzer Hand zum Abzug und die Laserkanonen spukten dem Felsen destruktive Energie entgegen. Sekunden später prasselten dessen Überreste über die Außenhülle des Jägers und S?yyto machte sich Gedanken, ob ihr Gefährt das überstehen würde, doch nach wenigen Sekunden war sie durch die Splitterwolke hindurch und ihr Jäger noch unbeschadet. Erleichtert atmete sie auf und machte sich wieder daran Dany einzuholen. Nicht das der am Ende wirklich noch gewann.

Doch als sie einen Blick auf den Schirm warf, stellte sie erstaunt fest, das das Ende des Asteroidenfeldes schon gefährlich nahe war, gerade Mal anderthalb Klicks entfernt und dieser Mensch war kurz davor es zu verlassen. Mörderische Entschlossenheit schlich sich in ihr Bewusstsein und langsam aber sicher, beschleunigte sie ihren Jäger immer weiter. Riss den Steuerknüppel hin und her und vollführte waghalsige Manöver die sie hin und wieder nur um Haaresbreite an den Felsbrocken vorbei führten. Doch es half dennoch nichts und sie musste mit ansehen, wie der Mensch ein gutes Stück vor ihr die Asteroiden hinter sich ließ, und Telos wieder ansteuerte. ?Verdammt!? fluchte sie und biss sich auf die Unterlippe. Doch noch ehe sie sich weitere Gedanken machen konnte, schoss auch sie an den letzten Ausläufern des Asteroidenfeldes vorbei und schwang den ETA-2 sachte auf Kurs nach Telos. Langsam aber sicher begann das ?Klickpolster? das sich der Mensch angesammelt hatte zu schwinden. Im Hintergrund wurde die Scheibe, welche Telos darstellte immer größer und größer...




~| ETA-2 |~| Telos-System |~| Anflug auf Telos |~
 
.: TIE-Abfangjäger .::. Telos-System .::. vor Telos .::. Dany ~ S'yyto im ETA-2 :.


Es war nicht mehr weit bis das renne zu ende ist, nur noch eine Umdrehung um Telos und dann in den Raumhafen. Der einfache Teil ist jetzt vorbei, jetzt muss er es nur schaffen vorne zu bleiben und das wird sehr schwierig, denn sie hat mehr Power in ihrem Schiff. Telos war nur noch ein paar Klicks entfernt, langsam drückte er seinen Steuerknüppel Richtung Steuerbord, er gab nun mehr Schub hinein. Bisher gab es keine größeren Probleme, aber nun kommt S’yyto immer näher und versucht ihren Platz wieder einzunehmen.
Sie war nun gleich auf wie er, Kopf an Kopf rasten sie nebeneinander her, ab und zu kam ihn ein kleinere Frachter entgegen aber diesem war schnell ausgewichen. Es war nun die Hälfte des Planeten umkreist worden langsam wird es spannend, Dany konnte sich gut vorstellen das sie immer noch mit ihm spielt und noch ein As im Ärmel hatte.

Irgendwas muss er doch noch aus dieser Schüssel raus bekommen, wieso muss er auch immer die am schlechtesten geeigneten Schiffe klauen? Bald ist ja das Rennen vorbei und er kann sein Kuss abholen, aber dazu muss er dieses Ding noch in dem Raumhafen, in diesem kleinen Kaff, landen. Opropo Raumhafen war nicht in der Nähe der von Hafen von Thani, der Hauptstadt?


„Ohhhhhhhhhh Scheize!!!“

Mit seinen schnellen Reflexen schaffte er es gerade noch den Gallofree Yards GR-75 Transporter auszuweichen. Er zog den Steuerknüppel nach oben, er spürte einen leichten Stoß, welcher von der Hinterseite seines TIE kommen. Als er den Transporter überwunden hat, konnte er alles aber nicht sich erholen von dem Schock. Das war nicht nur ein eizelner, nein es war ein ganzer Konvoi von Transporter und alle mussten genau da auftauchen wo die Rennstrecke lang führt. Mit einer schnellen Drehung nach Backbord schaffte er es den nächsten Transporter gerade so auszuweichen und diesmal ohne ihn zu schleifen. Er bemerkte wie ein Warnsignal auf seinen Display blinkte.

„Scheize der Chrash!“

Der Konvoi war nun Gottseidank zu ende und ¾ der strecke zu vorbei, es wurde zeit in die Atmosphäre einzutreten. S‘yyto war immer noch, leider genau gleich mit ihm auf. Nun wird sich entscheiden wer gewinnt.


.: TIE-Abfangjäger .::. Telos-System .::. fast in der Atmosphäre .::. Dany ~ S'yyto im ETA-2 :.
 
~| ETA-2 |~| Telos |~| Orbit |~


Mittlerweile, mit der großen runden Kugel Telos neben ihnen hatten sie vor wenigen Sekunden in die Umrundung des Planeten eingeschwenkt und waren nun am letzten Teil der Strecke. Eigentlich, hätte sie sich jetzt längst zurück lehnen können und schon einiges an Vorsprung ausarbeiten können. Doch sie wollte dem Jungspund ja nicht einfach so seine Aussicht auf Erfolg nehmen. Deshalb, war sie fast bis sie Telos erreicht hatten, hinter oder direkt an seinem Heck geblieben. Und offenbar klappte es auch, denn so wie er flog, zeigte er nicht wirklich sonderlich große Anstrengungen oder Manöver oder dergleichen um noch mehr Vorsprung zu erarbeiten. Seit sie das Asteroidenfeld verlassen hatten, war das Grinsen nicht mehr aus ihrem Gesicht gewichen und auf Grund ihrer Hautfärbung sah es unglaublich finster aus, war jedoch eine aus purer Freude heraus, denn sie wusste, dass sie gewinnen würde. Doch nicht aus Hochmut oder Selbstüberschätzung heraus, sondern aus den bestehenden Fakten heraus. Das, was Dany ihr erzählt hatte schloss darauf, dass er nicht sonderlich lange auf der Akademie gewesen war. Vielleicht hatte er sie beendet, aber das war unwahrscheinlich, das sagte ihr zumindest ihr Gefühl. Und wenn man davon ausging, dann war sie deutlich im Vorteil. Länger Ausbildung, Flugerfahrung mit einer Staffel über Jahre hinweg und, und, und. Doch all das musste sie erneut von sich schieben, als sie plötzlich in einen Konvoi gerieten.

Ein Ruck ging durch den ETA-2 als sie den Steuerknüppel nach vorne riss und ihren Jäger somit unter einem der Transporter durchtauchen ließ, doch damit war es nicht zu Ende. Denn direkt dahinter, in ihrer Flugbahn, war der nächste Frachter, dem sie mit ach und Krach auswich und den Konvoi unbeschadet hinter sich ließ. Das einzige was von dem noch zeugte, waren die wütenden Stimmen die über die Commanlage aus den Lautsprechern kreischten. Mit einem kleinen schmunzeln schüttelte sie kurz den Kopf, meinte lediglich das sie es eilig hatten einen Termin zu erreichen und es ihnen leid tue. Da offenbar nichts geschehen war, verstummten sie wieder und sie widmete sich erneut voll und ganz dem Rennen.
Dany war noch immer vor ihr, doch innerlich wusste sie, dass das nicht mehr lange so bleiben würde. Genüsslich beschleunigte sie ihren Jäger auf vollen Schub und zog an dem TIE Interceptor vorbei. Mittlerweile war es auch nicht mehr weit bis zum Raumhafen. Den sie nun deutlich vor Dany erreichte.

S?yyto steig, nur eine knappe Minute später aus ihrem Cockpit, als plötzlich ein ohrenbetäubendes schaben erklang und als sie den Kopf zur Geräuschquelle herumriss, entdeckte sie den TIE. Er zog eine lange Rauchfahne hinter sich her und hatte wohl etwas zu früh auf dem Betonfeld aufgesetzt und rutschte nun mit einiges an Geschwindigkeit, in ihre Richtung. S?yyto musste sich die Ohren zuhalten, als der Jäger an ihr vorbeirutschte und dann nach ein paar Metern endlich zum stillstand kam.
Soviel also, zum guten Jägerpiloten, dachte sie scherzhaft.
Dann öffnete sich scheppernd die Luke des TIEs und der Mensch kam fluchend heraus. Doch als er sie erblickte und sah, das sie lachte, schlich sich auf sein Gesicht auf ein Lachen und er stapfte dann gemütlich auf sie zu.


?Soviel also dazu, das die Akademie auf Bastion nur die besten hervorbringt, was??
Meinte sie mit einem lachen auf den Lippen und blickte den TIE genauer an.
?Schade, die Credits, die ich für den bekommen hätte, hätte ich gut gebrauchen können??



~| Telos |~| Dorf |~| Raumhafen |~
 
.: Telos .::. irgend ein Kaff .::. Raumhafen des Kaffs .::. Dany ~ S'yyto :.


Toll, verloren und zusätzlich den Fighter zu Brei gemacht. Alles wegen diesen Transporter und weil er mal wieder übertrieben hat, er kloppte den Staub von seinen Sachen, schaute sich sein ehemaliges Schiff an und ging zu S?yyto. Sie lachte natürlich, aber da hat sie auch recht es sieht wahrscheinlich extrem lustig aus wie er am Anfang geprallt hat und nun paar Meter neben dieser Konservendose steht.

?Hey hast du jemals einen so perfekten Abstürzt hinbekommen? Das schaffen ja nicht mal Elite Piloten!?

Mit einem dicken Grinsen zuckte er mit den Schultern und schaute sich kurz um.

?Nee mein Heck hatte bei den Transportern was abbekommen, da der TIE nicht schnell genug reagieren konnte und da hats einen Zusammenstoß bekommen. Irgendwas ist da abgefallen und kaputt gegangen, hab aber keine Ahnung was genau, noch nicht nachgeschaut. Leider waren auch die Triebwerke nicht gerade ganz geblieben, da du ja so ein schnellen Flitzer hattest muste ich sie überlasten und das haben sie nicht lange genug bis zur Landung durchgehalten.?

Was das wohl war, was ihn aus dem Rennen geworfen hatte, aber man kann jetzt es jetzt ey nicht mehr nachvollziehen. Er griff in seine Hosentasche und überschlug wie viel Credits er noch hatte, mhh waren nicht genug um die kosten für den TIE ihr zu bezahlen.

?Ok leider kann ich dir nicht genügend anbieten, das meinem TIE ersetzt aber ich lade dich noch auf paar Runden ein ok??

Bevor sie wieder in die Kneipe gingen sprach S?yyto mit dem Aufsichtspersonal, wahrscheinlich wollte sie nur das der Schrott weggeräumt wird und nicht in der Gegend rum liegt. In der Kneipe angekommen setzten sie sich wieder an die Theke, diesmal aber an die entfernteste Ecke der Theke. Er bestellte gleich zwei Juma-Säfte und wand sich seiner hübschen Gewinnerin zu.

?Du wolltest wissen wieso ich von der Akademie gegangen bin? Naja ich war, ich sag ma, anders als sie. Alle waren strikt auf Ordnung und Disziplin, alle auser ich. Ich machte gerne mal Waghalsige Manöver oder beutze die Kanäle nicht zum regulären Funkverkehr. Kurz gesagt ich war dem Director einen Dorn im Auge.?

Er nah meinen kräftigen Schluck und schaute sie mit einem Grinsen an.

?Leider konnte er mich deshalb nicht rausschmeißen, nur Ermahnungen. Leider habe ich dann aber mal den Director so stark provoziert das er ausgeflippt ist und da musste ich fliehen sonst hätte ich jetzt nicht die Möglichkeit mit dir zu reden.?

S?yyto schaute ihn an, sie wollte wissen was er gemacht hat, klar das will jeder. Aber bisher hat er noch niemanden gesagt was er genau gemacht. Wie sagt man aber so schön Wettschulden sind Ehrenschulden und sie hat es sich verdient.

?Ok ich hatte was mit der Tochter des Directors und der hat mich dann bei ihr erwischt:?

Nun war sein Grinsen nicht mehr in seinem Gesicht zu übersehen, er versuchte es mit einem weiteren Schluck seines Saftes zu überdecken, was natürlich nicht klappte.

?Aber du wolltest mir auch was sagen, soweit ich es noch weis.?

Da er schon kein Kuss bekommt, will er wenigstens wissen warum sie gewonnen hat, allein das Schiff kann es nichts ein, sie war perfekt gewesen, irgendwas ist da noch.


.: Telos .::. irgend ein Kaff .::. Kneipe in dem Kaff .::. Dany ~ S'yyto :.
 
~| Telos |~| Dorf |~| Raumhafen |~


Der Kommentar den der Mensch dann noch gab, auf ihre Bemerkung hin, brachte sie erneut zum lachen, ehe sie sich dann gemeinsam Richtung des Ausgangs drehten und langsam drauf zu schlenderten. Doch bevor sie ihn komplett verließen und wieder zurück in die Bar gingen, da er sie auf einen weiteren Juma-Saft eingeladen hatte, sprach sie kurz mit ein paar Angestellten des Aufsichtspersonals, das sie sich den Jäger mal ansehen sollten und vermutlich ein leichter schaden am Triebwerk, die Leistung soweit beschnitten hatte das es schließlich zum defekt gekommen war. Mit einem kurzen nicken machten sie sich an die Arbeit. Die Entschuldigungen, die er aufbrachte prallten an ihr ab, wie der Schuss eines E-11ers an den Schilden eines X-Wings. Selbst wenn sie es ihm gerne glaubt, so waren Entschuldigungen nicht akzeptabel. Ganz die Chiss, wölbte sie jedoch daraufhin nur leicht die Braue und erwiderte nichts. Er hatte verloren und dabei würde es bleiben, egal wie schön er es sich redete und wie ungerecht er das nun fand.

Lange brauchten sie dann nach dem verlassen des Raumhafens nicht bis sie wieder in der Bar waren und sich erneut niedergelassen hatten. Einige der Gäste blickten sie an, während sie wieder nach nicht allzu langer Zeit, in die Bar einkehrten, schenkten ihnen jedoch kaum merklich Aufmerksamkeit. An einem Tisch angekommen, bestellte der Mensch dann zwei Juma-Säfte und begann dann zu entrollen warum er auf der Akademie nicht geblieben war, warum er geflüchtet war und den TIE gestohlen hatte. Und das was er erzählte, überraschte ihn nicht, denn auch jetzt war er nicht gerade anders, aber warum auch? Immerhin war er deswegen geflogen, oder nicht? Nicht ganz, wie er dann eröffnete, S?yyto hatte sich zwar schon gedacht das es diese Prahlerei oder eher undisziplinierte Einstellung nicht ganz gewesen sein konnte, denn bei allem das über das Imperium im Umlauf war, so diktatorisch, war es dann doch nicht. Kurz kochte in ihr gleißend hell der Hass hoch, doch spülte sie den schnell mit einem Schluck Juma-Saft herunter, das hatte hier nicht zu suchen, am Ende würde sie ihm noch etwas darüber erzählen. Und soweit, waren die beiden bei weitem noch nicht.

Die Tatsache, dass der Mensch etwas mit der Tochter des Leitenden Offiziers angefangen hatte überraschte sie nicht, zumindest weniger, als manch anderen vielleicht. Nun gut, vielleicht war die Wahl wirklich nur unglücklich getroffen, oder er hatte gezielt daraufhin gearbeitet. Immerhin sagte er selber ?provoziert?. Aber solche Vermutungen, standen ihr nicht zu? jedenfalls wollte sie diesem Gedanken nicht weiter folgen, fand es aber doch recht amüsierend, wie der Offizier ihn und seine Tochter erwischte. Gerade Dany, den er laut dessen Erzählungen so oder so schon auf dem Kicker gehabt hatte. Ein leichtes Schmunzeln schlich über ihr Gesicht. Und dann kam er darauf zu sprechen, was sie ihm hatte erzählen wollen.


?Da erinnerst du dich richtig. Ich wollte dir sagen warum ich gewonnen habe. Nun, einmal davon abgesehen, das mein Jäger schneller und besser beschleunigt als der Standard TIE Abfangjäger, habe ich nicht vor kurzem erst die Akademie hinter mich gebracht. Ich bin vor fast 20 Jahren in die Akademie der Flotte des Chiss-Imperiums eingestiegen und habe die Ausbildung zur Jägerpiloten als Jahrgangs dritt Beste abgeschlossen und danach mehr als 8 Jahre innerhalb der Flotte gedient. Und danach habe ich mir allerlei andere Spielereien angeeignet als ich mindestens 6 Jahre mit einer Staffel auf Corellia, bestehend aus Dieben und Schmugglern, geflogen bin.?

Die Worte, die sie eben gesprochen hatte, hatten sichtlich ihre Wirkung erreicht. Der Mensch konnte es wohl kaum fassen. Aber was sie realisierte, als sie ihm dies erzählte, war zum einen die Bereitwilligkeit es überhaupt preiszugeben und zum anderen die Tatsache, weil lange das alles schon her war. Schmerz überkam sie als S?yyto wieder an ihre Eltern auf Csilla und ihre gestorbene Familie dachte. Hass keimte auf, als ihr wieder bewusst wurde das das Imperium daran Schuld war. Und weil eben dieses Imperium das Chiss Reich annektiert hatte, konnte sie auch nicht einfach so zurück? Wenn sie sich nur bei ihren Eltern gemeldet hätte. Als S?yyto aufblickte, sah man in ihrem Gesicht keine Regung und ihre Augen blickten ihn an wie unbewegte Ozean aus Schnee. Vielleicht würde er sie beim nächsten Mal schlagen? Etwas verwundert über den Gedanken, schob sie ihn mit einem Schluck Juma-Saft auf Distanz.



~| Telos |~| Dorf |~| Kneipe |~
 
.: Telos .::. irgend ein Kaff .::. Kneipe in dem Kaff .::. Dany ~ S'yyto :.


Was, will sie ihn veräppeln? Das kann doch nicht war sein, nicht das sie bei der Flotte war, nein sie war mindestens 34 alt. Ok er hat wirklich viel gedacht aber das nicht, sie sieht aus wie paarn 20. Darauf muss er sein Becher leeren und gleich eine neue Runde bestellen. Das hat er wirklich nicht erwartet, aber für ihr Alter hat sie sich verdammt gut gehalten, das muss er zugeben. Aber das sie eine so erfahrene Pilotin ist war auch sehr überraschend für ihn. Dritt Beste bei den Chiss, nicht schlecht, er weis nur zu gut wie gut diese Rasse im fliegen ist. Er hatte einen der besten als Flügelmann, wenn nicht sogar der beste Flügelmann. In einer Staffel war sie auch schon, 8 Jahre lang und weitere 6 in einer Piratenstaffel.

?Nicht schlecht, du hast mich gleich in zwei Dingen überrascht. Ich hatte gedacht du wärst in die Zwanzig, aber um so gut zu sein wie du muss man wahrscheinlich schon viel Erfahrung im Leben haben. Aber ich würde sagen das zwei Dinge die du gesagt hast unrelevant sind. Erstens das mit dem Schiff, ein guter Pilot kann auch mit einem schwächeren Schiff gegen einen Piloten mit einem besseren gewinnen. Zweitens sind Noten oder andere Bewertungen nicht aussagekräftig, denn jeder hat eine andere Ansicht und findet das die oder die andere Möglichkeit die bessere ist. Auserdem sind Simulationsflüge was ganz anderes als echtes fliegen und als wenn wirklich was davon abhängt. Das Talent ist das wichtigste, aber nicht nur das Talent das jemand schon von seinen Kinderschuhen an sehr gut fliegen kann, nein. Auch das Talent zu üben und zu trainieren wenn man es nicht in die Wiege gelegt bekommen hat. Das allein ist der ausschlagende Punkt. Du hast Talent in fliegen von der Wiege aus, das sieht man, du hast aber auch zusätzlich daran gearbeitet. Ich gebe offen zu ich war und bin faul. Ich lerne keine Taktik oder Aufstellung sowie Angriffszüge, aber was ich weis ist, das man nur so gut ist wie der Pilot rechts und links von dir. Denn das ist die wahre Kraft des Piloten, seine Flügelleute.?

Ok was war denn bei ihm los, er wusste gar nicht wieso er das sagte, er wollte nur sagen das sie recht hat aber ok, schauen wir mal was sie sagt. Ein was er aber vergessen zu sagen. Er nahm noch einen starken Schluck seines Juma-Saftes.

?Ich bin nicht gerade der beste in Geschichte, aber ein was lässt mich nicht in Ruhe, wenn du für das Chiss-Imperium geflogen bist, warst du dann nicht in der Flotte des Galaktischen Imperium? Ich weis nicht wie lange die Chiss dem Imperium schon angeschlossen haben, auf jeden fall war ich da noch zu jung gewesen.?

Den Blick den er nun von ihr bekam verwirrte ihn, hat er was falsches gesagt oder ist ihr nur schlecht von dem Getränken? Jedenfalls sah er in ihren schwarzen Augen so etwas wie Abscheu, er kann nicht sagen wieso er das dachte oder dies sah, aber es war so.


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Die Überraschung, die ihm ins Gesicht geschrieben stand, ließ die… Nun, was war sie eigentlich? Eine Frau der Menschen, die nur sehr anders aus sah? Oder eine Chiss? Obgleich ihres Aussehens, war sie auf Csilla aufgewachsen, hatte dort ihre Kindheit verbracht, wurde von ihren Eltern als Chiss erzogen und hatte in deren Flotte gedient. Es hatte Kraft gekostet, in die Flottenakademie zu kommen, aber sie hatte es geschafft. Und S’yyto hatte sich bewiesen, mehr als einmal. Somit, ist es nicht verkehrt, sie auch als Chiss zu bezeichnen. Ein ihr bekanntes Sprichwort, dessen Ursprung sie jedoch nicht kannte hieß: Familie ist dicker als Blut. Und so war es nun einmal Ihre wahren Eltern hatte sie nie kennen gelernt, ihre Eltern waren Chiss gewesen die sie adoptiert hatten. Dennoch bezeichnete S’yyto sie als Muter und Vater. Nun denn, die Chiss war von dem, was sie in seinem Gesicht lesen konnte erheitert und trank sonnigen Gemüts einen weitern Schluck des Juma-Saftes, der daraufhin auch schon wieder leer war. Doch war Dany von dem Schock offenbar so mitgenommen, das er direkt zwei neue bestellt, nachdem er mit entgeisterter Miene seinen in einem Zug geleert hatte.

Die Worte, die nachdem der zweite Juma-Saft gekommen war nun seine Lippen verließen, brachten S’yyto dazu ihm genau und wirklich konzentriert zuzuhören. Denn mit diesem Kommentar, zeigte er was für ein Wesen er wirklich war, was für ein Geist ihm inne wohnte. Obgleich sie die Tatsache mit dem Jäger anzweifelte, konnte sie, ließ man einmal die Noten und Kommentare weg, damit ganz gut übereinstimmen, das der Flügelmann mit die wichtigste Person war, die man im Kampf an seiner Seite brauchte. Zu aller erst, schenkte sie jedoch einem Lachen das Leben, das sich auf Grund seines Kommentars bezüglich ihres Alters seinen Weg an die Freiheit bahnte.


„Oh… so jung? Nun gut, ich bin 37, also hast du dich da wohl etwas vertan, Kleiner!“
S’yyto war wohl ein der Frauen, die kein Problem damit hatte, ihr Alter zu verraten, zumal sie nach diesem Kompliment, sie sähe noch so jung aus, auch keine Bedenken hatte die wahre Zahl zu äußern, was war schon dabei? Leugnen machte sie auch nicht jünger. Somit lachte sie kurz amüsiert auf und trank einen großzügigen Schluck Juma.

„Bei der Strecke, die wir eben geflogen sind, wäre das möglich, aber wenn wir einfach nur eine Umrundung von Telos geflogen wären, sähe das schon wieder anders aus, aber egal, im Prinzip hast du recht – das stimmt. Was die Noten, oder viel mehr die Bewertung angeht, das stimmt nicht. Gerade an der Akademie lernst du den Teamgeist, das gemeinsam fliegen, ohne einander, wenn jeder allein darauf los fliegt ist eine Staffel wertlos, er st der Zusammenhalt, die Teamarbeit macht 12 Jäger so stark. Natürlich braucht man auch Talent, keine Frage, aber ohne gelernt zu haben, effektiv im Team oder zu zweit oder in der Rotte zu fliegen, angriffe zu koordinieren, bist du in einem Gefecht verloren… Und, ich habe sowohl Simulations- als auch Einsatzflüge hinter mir, was ich ja schon gesagt habe. Aber um mal die Beweihräucherung von mir abzuwenden. Du hast zweifelsfrei auch Talent, so ist es nicht. Die Tatsache das du mit dem TIE überhaupt soweit gekommen bist von Bastion aus, zeugt ja schon von großem Glück wenn so bedenkt was man sich alles über die TIEs erzählt…“

Beide brachen in lautes Gelächter aus, das in der Geräuschkulisse der derzeit Spielenden Band unterging. Es war klar, dass der Alkohol nun seinen Dienst antrat und begann die beiden aufzulockern. Dany und S’yyto ebenso, doch vertrug durch die lange Kneipentour, die sie quer durch die Galaxis unternommen hatte seit Corellia einiges an Drinks, ehe sich wirklich ernsthafte folgen zeigten, ihre Stimmung und Hemmungen wurden jedoch so langsam aber sicher abgebaut. Doch auch das konnte sie nicht vor dem Schlag retten der ihr erteilt wurde, als er auf das Imperium und die Verbindung die es mit den Chiss eingegangen war, zu sprechen kam. Etwas unsicher und nach den rechten Worten suchend, begann sie zu leise etwas zu murmeln, trank aber doch noch schnell einen Schluck Juma und begann dann etwas lauter und ein klein wenig heiser.

„Nun… ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Während ihr noch dort war, hatten die Chiss zwar einen Pakt mit dem Imperium, aber vollkommen vereint waren sie nicht, jedenfalls habe ich nichts davon mitbekommen. Vielleicht wollte ich auch nichts davon sehen, ich weiß es nicht, jedenfalls bin ich froh, nicht unter deren Fuchtel geflogen zu sein… sondern unter der, stolzer, freier Chiss!“
Ja, sie war Stolz auf ihr Volk, das Volk das sie ihr eigen nannte. Das Volk das sie kritisch beäugte, bis auf zwei Chiss die sie von Anfang an geliebt hatten. Das Vol, welches S’yyto noch immer anzweifelte, weil sie anders war, obgleich ihres Dienstes, der es ihr jedoch um einiges leichter gemacht hatte. Sie war trotz allem Stolz, so erzogen worden zu sein, auch wenn nicht allzu viel davon hängen geblieben war, trat es hin und wieder in manchen Zügen zum Vorschein. S’yyto war schlichtweg stolz. Stolz unter der Flagge der Chiss geflogen zu sein und nicht der, des so sehr verhassten Imperiums.
Ein erneuter Schluck des Juma Saftes brachte sie wieder ins hier und jetzt und ließ ihren Blick kurz über die Bar schweifen, ehe sie Dany wieder anblickte.



~| Telos |~| Dorf |~| Kneipe |~
 
.: Telos .::. irgend ein Kaff .::. Kneipe in dem Kaff .::. Dany ~ S'yyto :.


Er weis gar nicht der wievielte Juma-Saft das schon jetzt war, aber langsam merkte er doch die Wirkung des Alkohols. Sie hat ihn falsch verstanden mit den Noten und der Beurteilung, er verstand es auch da es doch ziemlich unklar ausgedrückt wurden ist.

?Nein da hast du was mißverstanden, ich meine ja gar nicht, das man ohne Taktik und ohne Kommunikation besser dran ist. Ich meinte nur das was einen an Taktik beigebracht wird ist für den Gegner am leichtesten zu durchblicken, denn er kann diese Taktik auch gelernt haben. Man muss intuitiv handeln und immer den Augenblick in Betracht nehmen. Das gleiche gilt auch die Kommunikation, ich habe nicht die Zeit 30mal was zu verschlüsseln um nur zu sagen das ich bereit bin oder das ich verfolgt werde. Was mich auch schon Ganzheit brennend interessiert wie bist du zu deinem Spitznamen gekommen, in meiner ganzen Piloten-Karriere habe ich nie einen bekommen, das kann vielleicht daran liegen das wir uns nicht gerade alle gut verstanden in der Akademie.?

Er schaute sie an und trank wieder was von seinem neuen Juma-Saft. Er dachte viel über die Worte von S?yyto nach, sie hatte etwas warauf sie stolz sein konnte, die Chiss. Aber was hatte er? Seine Familie, die Stock imperial war? Oder über seine Heimat Anaxes, die sich nicht mehr in ihre große Pracht zeigte wie sie einmal war und das nur wegen diesem verweichlichten Gouverneur? Nein das einzigste worauf er stolz drauf sein kann war er selber. Er hat viele geschafft wo andere scheiterten, er hat sich selber zu einen der besten Newcomer in der Akademie gebracht, ja er hatte viel worauf er stolz sein kann, aber irgendwie machte sie ihn doch neidisch.
?Die ganze Zeit, wenn ich das Imperium erwähne veränderst du dich und deine Aussage vorhin über das Imperium war auch nicht gerade die beste. Was hat es dir angetan oder hat es dir geliebte Menschen genommen???

Als er das sagte schaute sie verdutz und doch traurig, sie nahm einen kräftigen Schlug und stellte ihr Becher wieder hin.

?Wenn du es nichts agen willst kannst du es auch für dich behalten, will ja nicht das es dir schlechter geht, tut mir leid.?


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S?yyto war froh, das sie hier nur zwischen stopp machte und bald wieder weiter ziehen würde. Denn hier leben, das würde sie nicht gern, überhaupt nicht. Zu klein, wenn man einmal davon absah, das sie gerade in einem weniger großen Ort eingekehrt waren. Zudem war Telos an sich überhaupt viel zu weit weg vom Kern als das sie hier hätte leben wollen. Wollte sie das überhaupt? Wollte sie sich niederlassen und ihrem Lebensabend entgegen dümpeln? Nein. Das würde sie nicht durchstehen. Das nichts tun verleitete sie nur dazu, ständig wieder zurück zu denken, zurück nach Corellia und den Tag, der ihr Leben komplett über den Haufen geworfen hatte. Ganz so, als wenn dies die Rache dafür war, das sich an dem Tag als sie Zarrk wieder getroffen hatte, ihr Leben plötzlich in eine positive Bahn gebracht hatte. Als wäre S?yyto dafür bestimmt ewig abgeschieden und allein zu leben?
Seufzend trank sie einen weiteren Schluck des Jumas und stellte erstaunt fest, dass bereits die obligatorische Wärme, erzeugt durch steigenden Alkoholskonsum, in ihren Körper kroch.
S?yyto wurde jedoch abgelenkt, als Dany wieder anfing zu sprechen. Nachdem er fertig war, konnte sie das grinsen nicht mehr unterdrücken.


?Ach? du glaubst doch nicht wirklich, das man jedes Manöver und alle Methoden wie man später im Gefecht fliegt, in der Akademie eingetrichtert bekommt? Natürlich muss man auch individuell reagieren, das ist doch klar und das wird ja auch gefordert, aber nicht so, das man immer zu auf sich allein fliegt, man muss füreinander da sein und damit die Mission für die man in die Schlacht zieht, gelingt. Sicher könnte der Gegner darauf leicht reagieren aber lassen wir das, du wirst noch früh genug merken was ich meine??

Kurz legte sie eine Pause ein, um sich zurück zu erinnern, wie sie an ihren Spitznamen gelangt war, ehe sie ihm dann wieder in die Augen blickte und zu erzählen begann.

?Naja? du siehst ja das ich keine ?richtige? Chiss bin, aber dennoch auf Csilla, deren, ich meine unserer Hauptwelt aufgewachsen bin. Das kommt daher das ich in einer Fluchtkapsel gefunden wurde und von Chiss adoptiert wurde. Ich wurde als Chiss erzogen, als Chiss behandelt und lebe als Chiss. Wobei viele sagen würden, dass ich, selbst wenn sie über mein Äußeres hinwegsehen, keine Chiss bin. Ich weiß, dass ich mich nicht immer wie eine verhalte, aber in mir drin, in meinem Herzen bin ich eine von ihnen. Familie ist mehr als Blut.
Und meinen Spitznamen erhielt ich von meiner Mutter. Sie musste immer an ein Wesen aus Geschichten ihrer Kindheit denken. Und ich behielt ihn bei, passt ja irgendwie, oder??

Amüsiert grinste sie. Ihre Mutter war eine wahrhaft stolze Chiss gewesen, ungewöhnlich warmherzig, aber dennoch eine überaus stolze und zugleich auch angesehene Chiss.
Erneut seufzend nahm sie einen weiteren Schluck und blickte dann kurze Zeit in den Juma Saft. Ihr Kopf fuhr hoch, als er sie auf die Beziehung zum Imperium ansprach. Voller Trauer senkte sie ihren Blick und wich dem seinen aus. Schmerz zuckte durch ihr Herz und lähmte ihren Geist zunehmend, doch sie schaffte es mühsam und leicht heiser ein paar Worte heraus zu pressen.


?Ich? ich? ja, das habe ich? aber? ich will nicht darüber sprechen, noch nicht.?
Damit beendete sie das Thema und wischte sich, bevor sie den Juma leerte, eine stumme Träne aus dem Gesicht.


~| Telos |~| Dorf |~| Kneipe |~
 
.: Telos .::. irgend ein Kaff .::. Kneipe in dem Kaff .::. Dany ~ S'yyto :.


Natoll, da hat er wohl wirklich das falsche Thema angeschnitten, wieso kann er nicht einmal das richtige erwischen, naja jetzt muss er das beste daraus machen. Er packte in seine Tasche und nahm ein sauberes Taschentuch, welches er ihr gab. Er zeigte den Barkeeper zum zichtenmal das er eine weitere Runde Juma-Saft haben will. Dieser war auch fast gleichzeitig bei den beiden Piloten, als ob der Barkeeper die schon auf Vorrat hingestellt hatte. Es kann aber auch nur sein das er sich das wegen dem Alkoholspiegel auch nur einbildet. Er blickte nun wieder zu S?yyto, welche sich nun wieder beruhigt hatte und auch schon den Juma-Saft trank.

?Hast du noch andere Hobbys auser das Fliegen und jungen Männern den Kopf zu verdrehen??

Jetzt zeichnete sich wieder ein lächeln auf ihren Lippen ab, gottseidank hat er sie wenigstens zum lächeln gebracht.

?Schön das du wieder gut drauf bist, so ein Gesicht darf man nicht mit Tränen beleidigen. Du hast doch bestimmt in deienr Zeit als Pilotin bei den Chiss oder als Freibeuterin, wenn man das so nennen kann, viel erlebt auserhalb des Cockpits und ich kann mir nicht vorstellen das ihr nur über Schiffe und anderer Pilotentypischesachen geredet habt.?

Erwartet wartete er auf ihr Antwort um mehr zu erfahren über sie. S?yyto hat ihn schon ein wenig fasziniert, er weis nicht wieso aber sie war spannend. Er drehte sich ein bißchen zum Eingang und erblickte einen Mann der mit dem Barkeeper sprach, leider zeigte dieser genau in die Richtung von den beiden. Der Mann schaute zu ihnen und ging langsam zu seinem Ziel, die beiden Piloten.
Schön, das hat mir gerade noch gefehlt. Der Typ ist zwei Köpfe größer als ich und hat ein Kreuz wie so ein Schrank und er sah auch nicht so aus als wollte er nur reden. Er sah leicht grimmig aus, hoffentlich keiner der Transportflieger. Schnell sprang Dany von seinem Platz und krempelte seine Ärmel hoch, naja so hat er wenigstens eine Sache erreicht die er sich vorgestellt hat.



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Für sie war es nun, da der Mensch sie auf die Gedanken gebracht hatte, schwer davon abzulassen und sich wieder anderen Dingen zu widmen. Das einzige was sie noch klar als differenzierten Gedanken wahrnahm, war der, der ihr sagte, dass ihr Juma bald leer sein würde. Doch der Mensch war so gut und bestellte erneut zwei weitere Juma. Der wirt schien wohl langsam zu wissen, was hier lief und war prompt da, genauso wie Dany kam es ihr vor, als wenn er die erneute Bestellung gerochen hatte.
Sein Kommentar, nachdem die Bedienung dann wieder verschwunden war, brachte sie dann unerwartet doch zum Schmunzeln. Seine Worte waren, jedenfalls ein klein wenig, Balsam auf ihrer gesplitterten Seele. Etwas, das gut tat und sie ein kleines Stück weit wieder aufrichtete. Dankend wischte sie mit dem Taschentuch die Tränen weg die auf ihre Wange getreten waren und blickte ihn auf seine Frage hin wieder an.


„Naja, was heißt viel erlebt. Du solltest wissen, dass die Chiss sehr, sehr strikt und sehr, sehr streng sind. Bei weitem viel mehr an Disziplin und Einhaltung der Pflicht gebunden als deine Akademie auf Bastion und so sind sie nicht nur im Militär, überall und zu jeder Zeit. Aber es sind geistreiche und wunderbare Wesen, jedenfalls ein paar mit denen ich zu tun hatte. Aber du solltest jetzt nicht denken, das das fliegen mit ihnen langweilig ist. Sie sind tödliche Piloten, wirklich tödlich und besitzen einen Schneid der nur von wenigen Menschen erlangt wird. In der Freizeit bei den Chiss, saßen wir im Simulator oder haben uns in unseren Quartieren ausgeruht. Als ich in den Streitkräften war, war meine Staffel auf einem Kreuzer stationiert, der die grenzen unseres Reiches entlang patrouillierte.

Später auf Corellia, als Freibeuterin, da habe ich meine gesamte freie Zeit für alles mögliche genutzt, ich habe mir den Planeten angesehen, andere Welten, Museen, Kunstgalerien… was man eben so tut, wobei dort die Freizeit weitaus angenehmer war, zwar rauer, aber angenehmer. Viel angenehmer und auch wärmer, man war eben aufeinander angewiesen und die Regierung die uns im Nacken saß, konnte ja auch jeden Moment zuschlagen. Brisant aber eine gute Zeit…“

Mit einem verträumten Nicken schloss sie ihre Worte ab und trank einen Schluck Juma. Es hatte auch gute Seiten sich zurück zu erinnern, schoss es plötzlich durch ihren Kopf. Erstaunt darüber, kippte sie direkt noch einen Schluck hinterher. Als sie bemerkte, in wie weit ihr Körper nun reagierte, beschloss sie das dies der vorerst letzte Juma war, den sie trank. Den sie so schnell trank…

„Und du, Dany Cusa, was treibst du wenn du nicht gerade die Tochter deines Ausbilders verführst?“

Doch er konnte nicht mehr Antworten, irgendjemand; S’yyto befand das es ein Riese war, wollte ihnen oder ihm ans Leder, der Mensch der daher spazierte, war bullig gebaut und durchtrainiert, nicht unbedingt ein Zeichen von Können oder Kraft, aber er roch förmlich nach animalischer Gewalt. Etwas entsetzt, das das Gespräch eine solche Wendung nahm, blickte sie mit etwas aufgerissenen Augen zwischen den beiden Menschen hin und her. ‚Was soll das denn er hat doch nichts getan, oder?’ Dachte sie verzweifelt und ihre Gedanken rasten, so schnell sie konnten dahin. Irgendetwas musste sie doch unternehmen…


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Nun hat auch S?yyto den Mann mitbekommen, toll wieso gerade jetzt er hatte wieder den faden in diesem Gespräch gehabt, naja eine Schlägerei bringt auch wieder Gesprächsthemen. Mit ersten Blick schaute nun Dany diesen Typen an, vielleicht 2-3 Knochenbrüche oder eine Ausgekugelte Schulter. Der Typ wird es noch bereuen sich mit Dany Cusa angelegt zu haben. Doch was passierte jetzt statt sich auf Dany zustürzen lächelte der typ ihn an. Nein jetzt bitte keiner vom andern Ufer.

?Janz ruhig Glenner, will euch nichts tun. Wollte nur wissen ob ihr dat ward vorhin mit den Jächern? Also dat Rennen.?

Ach du Scheize, wie er doch diesen Akzent hasste, der müsste doch irgendwo aus dem östlichen Teil der Galaxie kommen. Aber wieso interessiert es ihn wegen dem Rennen, will er vielleicht beide verwarnen oder ihrer Jäger beschlagnahmen, da Rennen hier verboten ist? Ok vielleicht ist es auch nicht verboten, woher solle r das denn wissen. Aber was will er schon machen, der TIE ist ej im Schrott und S?yyto wird nicht so einfach hier Schiff hergeben.

?Ja das waren wir, war doch spannend das Rennen oder, leider habe ich nur knapp gegen diese bezaubernde Frau da verloren. Aber sag mir was interessiert es dich??

Jaja die Ehrlichkeit, vielleicht bringt sie ja heute mal mehr als sonst.

?Ik war ener der Piloten inden Transporter, die ihr geschnitten habt, ne.?

Na du heilige, der will ne Abfindung wegen dem Rempler, wo ist nur der Ausgang?

?Wir arbeiten für de FoH und ik finde eigentlich ihr seit jute Piloten. Uf Bekadan sind paar von uns, da dürfte oh ener von de Flotte rumhupen. Wenn ihr Interesse habt fliegt ma da hin, wegen Arbeit und so. Sagt den aber dat ik euch jeschickt hab, bin Berl Inne, ok janke schon mal und viel Erfolg wenn ihr da hin macht.?

Was? Das was er verstanden hat war was von FoH und Belkadan und auch noch von der Flotte. Man die sollen endlich mal Basic richtig lernen und nicht immer ihren Akzent da rein mischen. Da hätte man doch gut einen Übersetzungsdroide gebraucht, ja auf Anaxes hatte er einen.
Der Pilot ging nun langsam zur Theke und bestellte was, mhh wahrscheinlich wird der noch bissel hier bleiben bei weiteren Fragen könnte man ihn ja noch mal fragen.


?Alles verstanden? Ich nur grobe Stücke, aber das was es war interessant, leider habe ich ja kein Schiff mehr und werde somit länger hier bleiben bis ich mir eine Fahrt leisten kann.
Aber ich bin dir ja noch eine Antwort offen. Als erstes hat sie mich verführt und sonst spiele ich Pazaak. Manchmal auch andere Spiele die man in Kneipen spielen kann und in meiner Zeit in der Akademie hatte ich nicht viel Freizeit höchstens mal abends in Clubs oder Bars. Also nichts besonderes.?




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Entgegen aller Erwartugnen, selbst der des MEnschen, dem man es am deutlichsten ansah, wollte dieser Kerl, so bullig er auch war, nicht Kämpfen, sondern mit ihnen sprechen. Erstaunt weiteten sich ihre Augen. Doch, die Art und Weise wie er sprach, war nicht sonderlich gut verständlich für sie. Offenbar niemand der aus dem Kern stammte, oder die dortige Sprache gelernt hatte, wahrscheinlich hier aus der Gegend. Angestrengt und den Alkohol in ihrem Körper der nun seinen Tribut forderte, ausblendend lauschte sie dem Mann und versuchte die Worte zu entschlüsseln. Was ihr, wie sie fand auch ganz gut, wenngleich mühsam gelang.
Wie sich herausstellte, war er einer der Frachterpiloten von eben gewesen und S?yyto dachte schon, das s nun so richtig ärger geben würde, oder eine Strafe, Forderungen nach Geld oder was wusste sie denn nicht alles. Sie ging, wie damals auf Corellia als sie stets mit dem Gedanken der Behörden im Nacken auf Raubzügen gewesen waren, stets vom schlimmsten aus. Doch was sie vernahm war, das er für die Forces of Hope tätig war. Was sie ziemlich überraschte, doch, wenn das was sie gehört hatte, stimmte, war Telos nicht allzu weit entfernt von Belkadan dem angeblichen Refugium, welches der Frachterpilot bestätigte.

Die Forces of Hope. Ehemalige Anhänger der Republik die aufgebrochen waren um den Kampf zum Imperium zu tragen, das zu verteidigen, was sie leibten, was sie besaßen und ihr eigen nannten. Nicht so wie die Republik, stumm dasitzen und abwarten bis der Sturm kam oder vorüber war. Erstaunt ließ sie das alles auf sich wirken. Das war eine Möglichkeit, wieder etwas mit ihrem Leben anzufangen. Etwas verdattert ging sie auf die Worte von Dany ein.


?Nicht wenn die Techniker am Raumhafen den TIE repariert haben, den kannst du behalten, ich brauche keine zwei Jäger, außerdem was will ich damit wenn meiner besser ist, oder? Du kannst deinen TIE ruhig behalten, egal was wir ausgemacht hatten, so böse bin ich nicht, das ich dich einfach hier ohne Jäger zurück lasse , wo wir uns gerade erst kennen gelernt haben...?
Schmunzelte sie ihn an und sprach dann, mit dem Blick abwesend gen Boden gerichtet weiter.
?Ich will nach Belkadan? Und du kannst gerne mitkommen, ich denke, das ist eine gute Chance, unser Talent einzusetzen, oder was meinst du??

Fragend suchte sie seinen Blick und blieb dann auf dem seinigen liegen. Kurz darauf ertappte sie sich dabei wie sie gedankenverloren in seine Augen blickte und versuchte diese zu ergründen. Warum auch immer, blieb ihr verschlossen. S?yyto fuhr sich kurz mit ihrer rechten durch ihre langen weißen Haare und dachte für sich nach. Die Forces of Hope waren genau das, was sie eigentlich gesucht hatte, wenn man so wollte, sie würden ihr die Möglichkeit geben, ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben und das was sie erlitten hatte, zurück zu zahlen. Ein ums andere Mal, doch dazu mussten sie erst einmal nach Belkadan und sie mussten auch wirklich aufgenommen werden.
?Und wenn die Techniker es nicht geschafft haben den TIE zum laufen zu bringen, dann mach ich das, bis jetzt hat mir noch keine Maschine widerstanden und ist einfach kaputt geblieben??
Sprach sie zusammenhanglos und verschwörerisch, sowie halblaut daher, wahrte jedoch zugleich einen schelmischen Ton und Gesichtsausdruck, sowie grinsen, das sie Dany schenkte.


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.: Telos .::. irgend ein Kaff .::. Kneipe in dem Kaff .::. Dany ~ S'yyto :.



Damit hatte er jetzt aber nicht gerechnet, sie gibt ihm seinen TIE zurück und lässt ihn auch noch reparieren? Das kann doch nicht war sein, sie ist echt was besonderes und wirklich aufrichtig. Aber das kann er nicht annehmen, das würde er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren und sie hat wahrscheinlich auch nur wegen dem Alkohol so geredet. Denn kein andere Mensch oder Lebewesen würde die Credits ablehnen, die man für den TIE bekommen würde.

?Ich nehme ihn nicht zurück, nicht ohne das wir darum spielen ok? Wenn ich gewinne bekomme ich den TIE ohne Nebenkosten zurück aber wenn ich verliere werde ich dir den TIE nur leihen und für die Reparatur bezahlen. Alles andere kann ich nicht annehmen, würde mir da weh tun.?

Dabei klopfte er auf seine rechte Brustseite. Im normalen Zustand hätte er sofort angenommen, aber im berauschten sieht es anders aus, naja Deal ist Deal.
S?yyto schlägt ohne zu zögern ein, sie muss sich auch ihren Teil denken, aber er ist sich sicher.

?Wir spielen Pazaak, wer zu erst 3 Runden gewinnt hat das ganze Spiel gewonnen. Hier nimm meine Karten schenke ich dir gleich mal.?

Sie nahm die Karten danken an schaute sie an und mischte sie. Das Spiel begann, es war eigentlich ziemlich unausgeglichen gewesen, er war stark in der Führerrolle. Er gewann alle drei Spiele hintereinander und nach seiner Auffassung hatte sich seine Gegenspielerin angestrengt. Ein kleines lächeln streifte sein Freude über den Sieg, aber er wollte es nicht so stark zeigen, sie war keine Spielerin und er mochte Schadenfreude bei ungleichen Spielen sowieso nicht.

?Ok damit ist es ja klar, wir fliegen nach Belkadan. Aber ich glaube da es schon recht spät ist sollten wir schlafen gehen und morgen früh uns dann auf den Weg machen zu unserem Ziel.?

Er lächelte sie an, dann erhob sie sich und verabschiedete sich von ihm. Sie beugte sich zu ihm und gab ihm ein Gutennachtkuss, er wurde blitzartig rot, damit hatte er nicht gerechnet. Sie ging nun mit einen lächeln aus der Kneipe um zu schlafen. Doch bevor Dany gehen wollte bestellte er sich noch ein Juma-Saft. Er redete noch eine weile mit dem Barkeeper und trank noch einige Säfte.

Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, toll das waren dann wohl doch paar Jumas zuviel gewesen. Warte mal wo war er denn? Immer noch in der Kneipe, hat er hier übernachtet? Scheize wie spät war es? Schnell rannte er zum Raumhafen!



.: Telos .::. auf dem Weg zum Raumhafen .::. Dany :.
 
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Die Ablehnung, bezüglich ihres Angebots rief bei S?yyto dann doch ein wenig Verwunderung hervor. Damit hätte sie bei ihm ebenso wenig gerechnet, wie er damit gerechnet hatte, dass sie ihm den Jäger zurückgeben würde. Nun denn, dann wollte er eben nicht annehmen. Das Kartenspiel, das er vorschlug, überraschte sie dann nochmals. Hatte sie doch noch nie zuvor mit solchen Dingen zu tun gehabt. Den Worten die er gesprochen hatte, war sie noch mit Mühe gefolgt, denn der Alkohol stieg immer höher in ihr auf und sie konnte sich schon bald des leichten Gefühles, das die Welt sich unter ihr schneller zu drehen begann nicht mehr verschließen. Die Partie Pazaak verlor sie ganz klar, jede der drei Runden gewann er und somit war der Jäger wieder ihm. Wie auch immer, dachte S?yyto und nickte ihm anerkennend zu. Ihr Mund war wie zugeklebt und sie hatte das Gefühl, sobald sie sich auch nur sonderlich davon ablenken würde, nicht einzuschlafen oder die Wirkung des Alkohols weiter vor zu lassen, käme ihr das Mittagessen wieder hoch. Und deshalb nickte sie nur stumm, als er meinte, dass sie nun schlafen gehen sollten. Mehr brachte sie nicht zustande und erhob sich dann, nachdem er wieder verstummt war. Als sie bei ihm angelangt war, hauchte S?yyto einen zarten Kuss mit ihren Lippen auf die sanften Wangen des Menschen und verschwand dann durch den Eingang der Kneipe.

Doch noch während sie den Weg zu ihrem Zimmer abschritt, rannen ihr die Tränen heiß über die Wangen. Der Weg, der eigentlich nur knappe 50 Schritt bemaß, schien ewig zu dauern und als S?yyto endlich ankam, riss sie die Tür förmlich auf und, nachdem selbige wieder verschlossen war, schmiss sie sich selber aufs Bett. Ihr Gesicht drückte sie in das Kissen, welches am Kopfende lag und laut begann sie zu schluchzen während immer mehr Tränen das Kissen befeuchteten?

?Zarrk, es tut mir so leid?ich?ich?oh Zarrk! Wieso wurdest du mir genommen!! Warum?! Warum nur ausgerechnet du!?? Schmerzhaft wie erhitzter Stahl schnitt ihr der Gedanke, dass sie ihn, sein Andenken verraten hatte, durch ihr Hirn. Wieso hatte sie das getan? Seit wann ließ sie sich von Alkohol zu solchen Dingen verleiten? Es dauerte lange, bis sich ihre Gedanken wieder halbwegs beruhigt hatten und S?yyto nur noch leise schluchzend und kaum noch weinend in ihrem Bett lag. Als sie sich aufrichtete, rannen die letzten Tränen über ihre Wangen. Betrübt wischte sie diese mit dem Handrücken fort und schniefte kläglich. ?Zarrk??

Es dauerte lange, bis sie sich vollkommen beruhigt hatte um einzuschlafen. Lange hatte sie gegrübelt um zu ergründen warum sie diesem Menschen einen Kuss auf die Wange gegeben hatte. An und für sich war dies ja nichts besonderes. Aber noch immer fühlten sich die Erinnerungen an ihren verstorbenen Mann und ihre Tochter so frisch an, obwohl es mehr als ein Jahr her war. Aber sie waren ihr ein und alles gewesen. Ein Jahr lang war sie ohne Antrieb umher getrieben, ohne Ziel, ohne den Willen etwas zu verändern, ohne die Disziplin etwas zu ändern. Eine Schande für jeden Chiss. Aber das war ihr egal, ziemlich sogar?
Schlussendlich war S?yyto zu dem Schluss gekommen, das es einfach daran gelegen haben musste, dass er ihre Gesellschaft gesucht hatte, ihr gezeigt hatte das es da draußen, außerhalb ihrer Welt aus Trauer und Einsamkeit noch etwas anderes gab. Doch sie war noch nicht bereit loszulassen. Sie selbst wusste dies nur unbewusst, aber noch klammerte sie sich zu sehr an die Erinnerungen. Um den Schmerz zu überwinden, musste S?yyto lernen loszulassen. Und bis dahin, würde der Schmerz bleiben? bis dahin würde sie leiden.

Am nächsten Morgen maßte sich irgendjemand, sie wusste nicht wer, jedenfalls war diese jemand so dreist ihr gleich dutzende gleißend heller Lanzen in die Augen zu rammen. Wenigstens verursachten die nur Kopfschmerzen. Und mit ein par Schritten zum Waschbecken und zwei drei Handfüllungen kalten Wassers, war S?yyto wach genug um den Tag zu beginnen. Auch wenn ihr Körper sich ordentlich dagegen sträubte. Heute würde sie mit Dany nach Belkadan aufbrechen. Auf zu den Forces of Hope.
Dany. Kurz blickte sie düster drein, doch er konnte nichts dafür. Und so wischte sie die aufkeimende Wut hinfort und packte alles was sie benötigte zusammen um dann zum Raumhafen aufzubrechen und den Menschen zu erwarten.
So etwas wie gestern, würde ihr nicht noch einmal passieren, das schwor sie sich, genauso, wie sie sich schwor ab sofort etwas weniger exzessiv zu trinken. Äußerlich war nicht zu sehen mit welchen Dingen sie sich gerade beschäftigte. Man erkannte lediglich eine unausgeschlafene Frau, die ihren Jäger schnell wartete und das Licht durch zahlreiche Flüche mit allerlei Insekten und Ungeziefer in Verwandtschaft brachte. Als der Mensch dann kam, ging alles relativ schnell und innerhalb von nicht einmal einer halben Stunde, waren die beiden mit ihren Jägern über den Orbit hinaus und im Hyperraum. Bald, sehr bald schon würde sie an ihrem Zielort sein. Dann galt es zu sehen, was dort zu erreichen war.



~| ETA-2 |~| Hyperraum |~| Zielort: Belkadan |~

[oP: Weiter im FoH Belkadan Thread. ;) /OP]
 
[Outer-Rim -Telos – am Fluss – Iouna]

Iouna setzte sich auf einen mit weichem Moos bedeckten Baumstamm am Fluss und sah erneut auf das Display ihres Commlink. Nichts. Wieder nichts. Keine neuen Aufträge. Sie seufzte. Nur noch einen guten Auftrag brauchte sie, allerhöchsten zwei, dann wäre sie endlich frei.

Die dunkelhaarige rutschte auf den modrigen Boden herunter, lehnte sich mit dem Rücken an die raue Fläche des Baumes und ließ den Blick über das im Mondlicht schimmernde Wasser gleiten. Sie bereute ihre Entscheidung nicht, Telos zu verlassen. Etwas Angst hatte sie schon. Und es reichte ihr offensichtlich nur an Angst zu denken, um sie wachsen zu spüren. Sie fröstelte auf einmal, zog die Beine an den Körper und legte die Arme um sie.

Warum hatte sie ihrer Mutter davon erzählen müssen? Diese brach gleich in Tränen aus - wie üblich, wenn etwas nicht nach ihrem Sinn ging. Sie flehte Iouna an, in Telos zu bleiben, bei ihr zu bleiben, und weil ihr Einreden nichts brachte, drohte sie Iouna sogar, sie im Haus einzusperren. Arme Mama. Unvernünftige Mama. Woher sollte Iouna jemals so viele Credits aufbringen, um nachher eine anständige Ausbildung machen zu dürfen? War es ihrer Mutter unwichtig, dass sie für die Credits für andere Leute illegale Dinge erledigen musste? Verstand die Mutter gar nicht, dass es für alle besser sei, wenn Iouna weg wäre?

Iouna nahm aus dem Rücksack ihre warme Jacke und warf sie um die Schulter.

Sie musste einfach weg von hier.
Gehörte sie nicht in eine geeignete Schule? Verdiente eine machtsensitive Person wie sie nicht eine richtige Ausbildung, eine angemessene Förderung und zwar in dem einen Bereich, in dem sie stark und kompetent sein könnte?

Iouna schlüpfte in die Jacke und zog den Reißverschluss hoch bis zum Kinn.

Jedenfalls nicht bei den Jedi! Sie würde niemals so wie ihr Vater werden wollen.

Die junge Frau atmete tief durch. Und hätte sie nicht schon früher diese Entscheidung treffen sollen? Viel zu lange hatte sie gezögert. Und was stand ihr im Weg? Nicht nur die fehlenden Credits, denn es gab schon Zeitenperioden, in denen es viele, gute Aufträge gab. Ihr Charakter stand ihr im Weg, ihre Schwäche, Feigheit, Bequemlichkeit und ihre Angst.

Iouna seufzte und als ob sie sich von ihren Fähigkeiten noch einmal überzeugen wollte, nahm sie einen kleinen, weißen Stein in die Hand, der zwischen ihren Füßen lag, legte ihn auf dem Handteller und konzentrierte sich auf ihn. Sie spürte, wie sie unbeholfen an der Macht kratzte. Wie sie schabte an der Macht wie mit den Fingernägeln an einer Tafel, die nicht nachgeben will. Als der Stein doch noch begann zu zucken, schmunzelte sie süffisant. Du Machtdilettantin!

Es galt nun also, genug Credits aufzutreiben und die passende Gelegenheit nicht zu verpassen, um von hier wegzukommen. Dann würde sie weiter sehen. Dann würde sie ihr Leben umstülpen, wie einen Strumpf.

Sie zuckte als das Commlink in ihrer Hosentasche vibrierte. Eine Nachricht. Sie starrte ungläubig auf das Display. James Dice? Was zum…

Selbst unter der flauschigen Jacke fühlte sie, wie die Kälte ihren Rücken hinauf kroch, sie sprang auf, klopfte den Schmutz von ihrer Hose ab und trat an das Ufer. Der Fluss schien sich jetzt nicht mehr zu bewegen, wie festgefroren. Starr. Ein unwirkliches Hologramm. Wie alles hier auf Telos. Iouna befühlte den Stein, den sie immer noch in ihrer Hand hielt, er fühlte sich jetzt hautwarm und feucht an. Sie holte aus und schleuderte ihn wütend fort. Der Stein wirbelte durch die Luft wie ein winziger Propeller, und stürzte mit einem lauten Plumps ins Wasser. Noch eine Weile schaute Iouna auf die gleitenden Wellen, sie kamen eine nach der anderen auf sie zu und zerbrachen vor ihren Füßen. Dann steckte sie das Commlink zurück in die Hosentasche und ging durch den Wald zurück zum Haus ihrer Mutter.


[Outer-Rim - Telos – am Fluß – Iouna]
 
[Outer-Rim ~ Telos ~ Thani ~ Straßen] Dan

Nun war es soweit. Nach längerer Pause, hatte Dan nun endlich wieder einen Auftrag bekommen. Er sollte einen jungen Mann finden und zu Deir Hambrett bringen. Er wusste nicht viel von dieser Person; außer, dass er Crix Dice heißt und, dass eine menge Kopfgeld auf ihn gesetzt ist. Viele Credits würden Dan erwarten, wenn er diesen jungen Mann findet. Er würde mit diesen Vermögen so viel machen können. Endlich könnte er sich ein neues Raumschiff kaufen, denn sein altes ist mehr als kapputt gewesen, als er es verschrottet hatte. Sein Gefühl sagte ihm nun, dass dieser Auftrag ein spannendes Erlebnis sein wird.

Mit wachsamen Augen durchforstete die Straßen nach seiner Kontaktperson. Deir hatte sie sehr undetailiert geschildert. Er sagte nur, dass Dan diese Person ohnehin aufallen würde. Sehr schön, dachte Dan mit einen sehr ironischen Dialekt. Wieder einmal bekam er nur brüchige Details. Imemr das selbe.
zögernd nahm er sein Com-Link aus der Tasche.


"Ich bin es. Ich finde diese Kontaktperson nicht. Wo genau soll sie stehen? Ich befinde mich hier in der Camberrastreet am Airbridge-Hotel."


Dan war sichtlich sauer über diese Inkompetenz seines Auftraggebers.

"Ich habe dich geortet. Noch drei Schritte weiter und du kannst die Person küssen."

Dan schaute sich aufeinmal hektisch um, und tatsächlich: Vor ihm stand eine kleine vermumte Person. Sie war in einen großen Umhang gewickelt und hatte gelbe stechende Augen.

"Sie müssen meine Kontaktperson sein. Ich suche Crix Dice. Wir waren verabredet."

[Outer-Rim ~ Telos ~ Thani ~ Straßen] Dan, Kontaktperson
 
[Telos 4-Hautpstadt-Büro einer Frachterfirma]James Dice, Gesamte Belegschaft

Kurz ging James einige Akten auf seinem Datapad durch bevor er es auf die Seite legte und sich rückwärts in den Sessel fallen ließ. Nurnoch eine halbe Stunde dann war Dienstfrei aber vorher musste er Iouna benachrichtigen und herbeordern. Seine Chefs wollen unbedingt die Daten von einem Konkurrenten haben und Iouna schien für James die perfekte Person zu sein. Entschlossen griff er zu seinem Komlink und suchte die Nummer von Iouna heraus bevor er auf einen Knopf drückte und eine Nachricht hineinsprach.
Iouna, James hier. Habe von meinen Chefs noch einen Auftrag für dich, du weist ja in welchem Büro du mich finden kannst. Meine Sekretärin weis das sie dich durchlassen soll. James ende. sprach er hinein bevor er sich zu einer Sprechanlage bückte und dort auf einen Knopf drücktze.
Silvia, in kürze kommt eine Junge Frau vorbei und möchte mich sehen, schicken sie sie zu mir durch. sprach er hinein und sofort kam ein Verstanden Sir aus der Anlage. James beugte sich zurück und atmete kurz tief ein. Der Auftrag war simpel, in die Wohnung eines Chefs der Konkurrenz einsteigen und Daten klauen. Was einfaches für Iouna aber besser als nicht für sie. Kommen wird sie bestimmt, er weis das sie Geld braucht und dieser Auftrag bringt Geld.


[Telos 4-Hautpstadt-Büro einer Frachterfirma]James Dice, Gesamte Belegschaft
 
[Outer-Rim -Telos – Stadtrand -Zu Hause – Iouna]


Iouna glaubte, James Dice hätte es längst begriffen, dass sie sich lieber aus dem Weg gehen sollten. Nun schickte er ihr eine Nachricht, indem er ihr einen Job anbot.

Die Telosianerin las sie aufmerksam noch einmal durch und versuchte einen möglichen versteckten Unterton zwischen den Zeilen zu entdecken.

„James hier. Habe von meinen Chefs noch einen Auftrag für dich, du weist ja in welchem Büro du mich finden kannst. Meine Sekretärin weis das sie dich durchlassen soll. James ende.“

Sie vertraute James nicht. Oder besser gesagt: nicht mehr. Vor einem halben Jahr trennten sich die beiden, nachdem James handgreiflich wurde. Sie wusste zwar noch genau, was ihn so aus der Fassung gebracht hatte, aber der Schreck saß immer noch tief in ihren Knochen.

Missgestimmt betrachtete Iouna die schlaff hängenden Kleider in ihrer Garderobe, schließlich entschied sich für ein hellgraues Kostüm und eine rosa Bluse. Sie würde darin elegant, aber auch distanziert wirken, unmissverständlich sollte der Eindruck sein. Sie streifte den Rock über die Hüfte, dann ging sie zu dem hinter einem Holobild versteckten Tresor, gab die Geheimnummer ein, vertippte sich, dann noch einmal, dann klappte es endlich und das Türchen sprang knarzend auf. Seitdem sie für die Black Sun arbeitete, verließ sie nur selten das Haus ohne eine Vibroklinge. Sie stieß den Atem aus. Unbewaffnet würde sie James’ Firma nicht mehr betreten.

Die Telosianerin steckte die Vibroklinge in das extra dafür eingearbeitete Futteral im Rock, streifte die Bluse über die Schulter und flocht die Haare zu einem Dutt. Zeit zu gehen. Eilig schnappte sie das Jackett und die Tasche, schlüpfte in die Schuhe, rief ein Taxi und stürmte aus dem Haus. Sie wollte es so schnell wie möglich hinter sich bringen. Das Taxi wartete auch schon auf sie.

Damals sehnte sie sich nach einem Menschen. Als sie glaubte, bald vor Einsamkeit verrückt zu werden, trat James unerwartet in ihr Leben. Er berührte sie. Und was war das für ein unbeschreibliches Gefühl, von einem Menschen auf diese Art berührt zu werden! Ohne es bewusst zu wissen, machte er sie wieder lebendig. Mehr war es aber nicht. Mehr wollte er von ihr aber auch nicht. Er schirmte sie von seiner Familie penibel ab, was die heimlichen Treffs zu einem aufregenden Abenteuer machte. Manchmal dachte Iouna, dass er mit der Tochter eines Jedi nur aus dem kindlichen Trotz seinem Vater gegenüber zusammen war.

Iouna versank sich im dem weichen Polster der Sitze im Taxi, das sie lautlos nach Thani flog. Für einen kurzen Moment erfasste sie ein Gefühl der Unwirklichkeit.

An dem entscheidenden Tag traf Iouna James nicht in seinem Büro, sondern in einem Hotelzimmer. Sie fielen übereinander her, glühend vor Leidenschaft stieß sie James an die Wand, küsste sie, und im blinden Liebeswahn bemühte er sich vergeblich, den Reißverschluss ihres Kleides zu öffnen. Der Reißverschluss klemmte. Als James hastig daran zerrte, später nur wie wild ruckelte, riss der feine Stoff, seine Hand verrutschte, der Fingernagel bohrte sich unter die Haut auf ihrem Rücken und ritzte eine tiefe Schramme auf. Überrascht von dem blitzartigen Schmerz schrie Iouna gellend auf. Dann krallte sie fest die Finger in seine Haare und raunte mit einer eindringlichen Sinnlichkeit, die sie dann selbst nicht verstand, die über sie kam und aus ihr heraussprudelte, über die sie eigentlich nicht mehr damals und nicht mehr jetzt nachdenken wollte. „Du willst mit mir doch nicht das machen, was du mit deinem Bruder (Ian) gemacht hast!“

Iouna bezahlte und stieg aus dem Taxi. Das Firmengebäude lag im Dunkeln, nur unten am Empfangstresen brannte ein schwaches Licht. Die Telosianerin blickte hinauf zu dem einzigen beleuchteten Fenster im oberen Stockwerk. James wartete noch auf sie. Sie betrat das Gebäude, nickte der Frau am Empfang, die sie nicht mehr wieder zu erkennen schien, ging zum Aufzug und drückte auf den Knopf.

Sie erinnerte sich an den entsetzten Blick von James und wie er durch die Zähne zischte: „Du sagst das nie wieder!“ Im nächsten Augenblick drückte er ihr die Kehle zu, hängte sich an ihr wie ein Pitbullfest und ließ nicht mehr los. Auf den Angriff vollkommen unvorbereitet, versuchte Iouna zwar noch etwas zu sagen, sich mit Worten zu wehren, schließlich gab sie aber nur einen undefinierbaren Gurgellaut von sich. Auch mit ihrem Fuß trat sie, doch sie verfehlte sein Schienbein. In der nahenden Todesangst suchte sie eine Verbindung zur Macht, fand sie, sehr schwach, aber vorhanden. Sie fiel hinein, panisch ergriff sie die erstbeste winzige Machtwelle und nutzte sie, um wenigstens die elektrische Ladung ihres Körpers zu erhöhen und somit James etwas zu schwächen. Von dem viel stärker als gedacht erzeugten Stromschlag getroffen, brüllte James auf und schnellte von ihr ab.

Die schöne Telosianerin zögerte noch einen kleinen Moment, bevor sie James’ Büro betrat. Vielleicht war das alles doch eine Falle. In ihrem Beruf lernte man schnell das Misstrauen. Vielleicht hatte James auf einmal eine Überzeugung entwickelt, dass sie für ihn unbequem sei. Bis zu dem einen Tag damals, glaubte er, dass von diesen Schandtaten an seinem Bruder niemand wusste. Ob Iouna überhaupt so wichtig war, um für ihn eine potenzielle Bedrohung sein zu können? Sie zuckte mit den Schultern. Sie wusste es nicht.

Die Frau streifte mit der Hand die Vibroklinge, die in ihre Hüfte drückte, atmete tief durch und betrat das Zimmer.

James hob den Kopf von dem Holobildschirm des Kommunikationsmoduls, blickte zuerst auf die Chronouhr, dann sah er sie an und ein Lächeln erstrahlte auf seinem schönen Gesicht.


„Du lässt deine Sekretärin lange arbeiten“, sagte sie.


[Outer-Rim -Telos – Thani - James' Frachterfirma– Iouna - James Dice]
 
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