Truuine

[Innerer Rand | Truuine-System | Truuine | Äquator | Abyston | Wasserbezirk | Rand des Festlandsockels | Schiffswerft | HQ] Matthew, Nira, Major Cestus Varro, Leibwachen, Offiziere und Lokale Sicherheitstruppen sowie Republikanische Sicherheitskräfte(NPCs)


Der Zugriff auf das Hauptquartier war ebenso rasch beendet gewesen, wie er begonnen hatte.

Nachdem die Kreuzung genommen worden war, hatten sich die verbleibenden Räume ohne nennenswerte Gegenwehr sichern lassen. Tür um Tür war geöffnet, überprüft und anschließend unter Kontrolle gebracht worden. Vereinzelte republikanische Sicherheitskräfte hatten noch versucht, sich zu sammeln, waren jedoch entweder entwaffnet oder mit Betäubungsschüssen kampfunfähig gemacht worden. Technisches Personal war festgesetzt, Datenträger gesichert und laufende Prozesse unterbrochen worden, bevor weitere Löschversuche greifen konnten.

Die beschädigte äußere Schleuse hatte sich als ungewollter Vorteil erwiesen. Der blockierte Fluchtweg hatte die letzten Beteiligten in einen Abschnitt gezwungen, der sich ohne größere Auseinandersetzung abriegeln ließ. Aquatische Arbeiter waren aus der Situation herausgeführt und medizinisch untersucht worden; niemand hatte ernsthafte Verletzungen davongetragen.

Innerhalb kurzer Zeit hatte die Anlage nicht mehr wie ein umkämpfter Ort gewirkt, sondern wie eine unter militärische Verwaltung gestellte Infrastruktur. Sicherungstrupps hatten feste Posten bezogen, Protokolle waren aufgenommen, erste Bestandslisten erstellt worden. Die operative Kontrolle war vollständig auf die Kräfte Truuines übergegangen.

Matthew hatte sich noch davon überzeugt, dass sämtliche relevanten Datenarchive physisch isoliert und keine externen Verbindungen mehr aktiv waren. Erst danach hatte er die unmittelbare Einsatzleitung an die zuständigen Sicherheitsstäbe übergeben. Weitere Maßnahmen – Auswertung, Transport, personelle Zuordnung – waren Routine.

Die eigentliche Arbeit begann erst nach dem Ende eines solchen Zugriffs.


[Moraband – einige Tage später]


Die Rückkehr in die Hauptstadt hatte eine andere Art von Stille mit sich gebracht.

Kein gedämpftes Dröhnen von Maschinen, kein metallisches Echo enger Gänge – stattdessen die kontrollierte Ordnung administrativer Räume. Das Praxeum erhob sich wie gewohnt über der Stadt, seine klaren Linien wirkten beinahe unbeteiligt an den Ereignissen, die sich nur wenige Tage zuvor unter der Meeresoberfläche abgespielt hatten.

Matthew ließ sich anmelden, wie es die Protokolle verlangten. Persönliche Verhältnisse änderten nichts an der Struktur, die Gouverneur Solaris bewusst aufgebaut hatte. Als er schließlich eintrat, war seine Haltung die eines Amtsträgers, nicht die eines Kriegers.

„Ridley“, begann er wenig förmlich und neigte leicht den Kopf. „Es ist schön zu sehen, dass die Jedi dich unversehrt zurück geschickt haben. Ich nehme an, dass meine ständigen Ausflüge zu deinen Akolyhten jetzt endlich ein ende haben? Auch wenn ich die Gelegenheit zum Üben meiner Machtblendung positiv nutzen konnte, das ständige hin und her fliegen war doch etwas lässtig. Vorallem wärhend der Grundausbildung.“

Er legte ein Datenpad auf den Tisch, aktivierte die Darstellung und ließ mehrere Projektionen aufscheinen: Bevölkerungsmodelle, Altersverteilungen, Langzeitprojektionen.

Die Sicherung der Werft ist, wie du weißt abgeschlossen. Die Auswertung der sichergestellten Unterlagen sollte bald fertig sein. Ich möchte jedoch einen anderen Punkt mit dir besprechen. Einen, der langfristig erheblich größere Auswirkungen haben könnte.“

Ein Diagramm verschob sich, zeigte nun genetische und soziologische Parameter.

„Die yevethanischen Kriegsgefangenen“, fuhr Matthew ruhig fort, „Ich wurde informiert, das die Verwaltung einen Plan für ein Pilotprojekt zur Umerziehung frischen Nachwuchses auf den Weg gebracht hat. Mata und ich haben uns die Daten nochmals angesehen. Unter der Voraussetzung einer kontrollierten Umerziehung und Integration ergab sich ein interessanter Plan."

Er vergrößerte eine Projektion. Wachstumsraten erschienen, daneben Arbeitskraftverteilungen und Anpassungsindizes.

„Wenn wir die erste Generation unter einen 20 Jährigen Vertrag stellen, ähnlich unser bisherigen Strafarbeiter, dann könnten wir wenn wir eine vollständige Fortpflanzung der Arbeiter erlauben, eine Ausreichend große Bevölkerungsdichte an Yevethanern haben, in der die Verbleibenden ursprünglichen Kriegsgefangenen mit ihrer veralteten Doktrin völlig untergehen würden. Bei konsequenter administrativer Begleitung ließe sich innerhalb weniger Jahrzehnte ein stabiler, nützlicher, yevethanischer Bevölkerungsanteil etablieren, sofern das Pilotprojekt tatsächlich eine erfolgreiche Umerziehung nachweißt, versteht sich.“

Matthew ließ eine kurze Pause.

„Gleichzeitig könnten wir auf diesem Wege den Kriegsgefangenen ein Incentive geben es sich nicht mit den hiesigen Imperialen zu verscherzen. Wenn wir gute 10 tausend Eier pro Jahr von Ihnen in Verwahrung nehmen und sie begrenzenten und stark überwachten Zugang zu ihren Nachkommen erhalten, geben wir ihnen einen Grund als Gruppe dafür zu sorgen das Aufstand und Sabotage sich nicht lohnt.“


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