Weltraum (Imperium)

Hyperraum - kleines Imperiales Schiff - mit Finlow

Camie öffnete die Augen als das laute Piepen des Rücksturzalarms durchs Cockpits erscholl. Sie löste die Beine aus dem mediationssitz und erhob sich vom Fußboden. Finlow und der Droide befanden sich in ihrer Kabine. Mit einem Seufzer ließ sie sich auf dem Pilotensitz nieder und ihre hände flogen über die Amaturen. Dann tauchte er vor ihr auf. Ein großer löchriger Asteroid, der nichts mehr war als ein Häufchendreck im Raum. Es wieder Camie jetzt schon an überhaupt landen zu müssen. Doch würde sie sonst nicht nach Eriador kommen. Nach zwei kurzen Funksprüchen hatte sie bereits eine Landeerlaubnis in einem Abgeschotteten bereich, auf Grund der Imperialen Insignien in der ID des Schiffes.
Camie verließ das Schiff und verschloß es Gründlich hintersich. Das Gesicht unter der Kaputze verborgen. Begann sie mit der Macht das kleine Städchen abzutasten und nach Nathen zu suchen. Sie fand ihn schließlich und machte sich auf den Weg. Die Inquisitorin landete in einer herunter gekommen Spelunke. Augen wandten sich ihr neugierig zu als sie sich auf den Eriadorianer zu bewegte. Einige Hände glitten nervös zu ihren Blaster.
Camie blieb vor Nathen stehen, der an einem Tisch saß.


Ich glaube du hast eine Verabredung mit mir!


Mieser, kleiner, verkommener Asteroid ? so was wie ein Raumhafen - Spelunke ? mit Nathen
 
Namenloser Eisplanet - ATR 'Fat Trader' - in seinem abgedunkelten Quartier - Bru-Th - Blaine


Eine Prüfung war nie einfach und es lag auch nicht in der Natur einer Prüfung einfach zu sein, ... ganz besonders einer Abschlussprüfung. In gewisser Weise war der Test, den sein Padawan Blaine gerade ablegte, eine solche Prüfung, doch wollte Bru-Th ihn nicht so nennen, denn man könnte aus einer solchen Definition den Trugschluss ziehen, dass die Ausbildung eines Jedi damit beendet wäre, und dem war nicht so. Die Macht zu ergründen, ihren teilweise undurchsichtigen Manifestationen zu folgen und dabei stets ein Auge für sich und seine Umgebung, sein Umfeld zu haben, war eine Prüfung, die niemals endete. Selbst der weiseste Jedi Meister - Bru-Th gestattete sich ein kurzes Lächeln - lernte niemals aus, geschweige denn konnte er von sich behaupten, dass er die Macht durch und durch verstünde.

Als Bru-Th seinen Padawan vor sich sitzen sah, diesen einstmals jungen und wilden Zabrak, der sich nicht scheute jedem und allem die Stirn zu bieten, wurde ihm abermals bewusst, wie groß das Universum und wie mannigfaltig die Macht in all ihren Erscheinungen war und immer sein würde. Erkenntnis - Konsequenz - Erkenntnis - Konsequenz ... gleich einer Kreisbewegung, die augenscheinlich nie endete, wohl aber in Etappen zu unterteilen war. Eine dieser Etappen hatte Blaine nun genommen.


"Ich muss es wohl mir selbst und meinen Lehrmethoden ankreiden", räumte Bru-Th ein, "dass du nicht das mit Worten auszudrücken vermagst, was dein Geist dir sagt, Blaine."

Es fiel Blaine immer schwer, sich adäquat zu artikulieren und seine teils wiedersprüchlichen Emotionen und Gedanken in passende Worte zu kleiden. Bru-Th wusste darum, hatte ihn während der Ausbildung immer wieder ermutigt und seinem Padawan versucht Wege aufzuzeigen, was das Wort als Mittel, u. a. aber auch als Waffe fähig war zu bewirken. Doch in dieser Hinsicht musste Bru-Th nun - am Ende von Blaines Ausbildung - wohl ehrlich sein, am meisten zu sich selbst. Aus seinem Padawan würde nie ein wirklich guter Diplomat, ein herausragender Redner oder Lehrer im klassischen Sinne werden. Für Blaine stellten Worte in gewisser Weise einen Umweg da, einen Umweg, den zu gehen der junge Zabrak ungeachtet möglicher Vorteile und Alternativen nicht bereit war. Diese Entscheidung konnte man auch dafür verantwortlich machen, warum er augenscheinlich in diesem letzten Test scheiterte.
Die Antwort Blaines entsprach nicht dem, was Bru-Th sich vorgestellt hatte, als er diese letzte Prüfung ansetzte, doch entschied er, und dies nicht grundlos, dass er in diesem speziellen Fall den Worten des widerspenstigen Iridonianers nicht trauen durfte. Sein Padawan urteilte richtig, darin bestand für Bru-Th kein Zweifel. Er hatte in den vergangenen Jahren viel gelernt und viel gesehen. Blaine war stark in der Macht, seine Aura wirkte gefestigt und schimmerte hell orange, fast wie das Lichtschwert, dass sein Schüler vor wenigen Wochen konstruiert hatte. Gleichwohl er noch immer aufbrausend, störrisch und mit einem Ehrgefühl ausgestattet war, das Bru-Th in letzter Instanz wohl nie würde nachvollziehen können, so hatte er doch gelernt sich zu konzentrieren, hatte gelernt zuzuhören und seine Emotionen zu bremsen. Bru-Th wusste, dass Blaine sich gut ein eigenes Bild von jeder Lage machen konnte, was er nicht zuletzt auf Coruscant mehrfach bewiesen hatte. Es wäre also unfair und eines Jedi Meisters kaum würdig, resümierte der hochgewachsene Corellianer gedanklich, wenn er nur mit den Ohren hörte, jedoch nicht mit dem Herzen.


"Stell dich hin, Blaine",

forderte Bru-Th seinen Padawan dann auf und tat selbiges, wobei er in der Bewegung nach seinem schwarzen Lichtschwert langte, die Klinge aktivierte und diese kerzengerade vor sein Gesicht hielt. Bru-Th bereute ein wenig, dass Blaine nicht vom Jedi Rat selbst, ihm höchsten Turm des Jedi Tempels diese Ehrung erhalten würde, doch letztlich zeigte sich eben auch darin, was der Krieg bereits alles gefordert hatte. Besonders die schönen und erbaulichen Momente gingen vor diesem als erstes in die Knie. Ohne großen Pomp verkündete Bru-Th daher auch:

"Im Namen des Ordens der Jedi und in Stellvertretung des Rates der Jedi erhebe ich dich, Blaine Oaton, in den Rang eines Jedi Ritters."

Mit einem freudigen Lächeln im Gesicht sah Bru-Th seinen bisherigen Schüler an. Er gönnte dem Jungen von ganzem Herzen, was er sich in nicht immer einfachen Lektionen erarbeitet hatte. Bru-Th wusste, dass er ein recht eigenwilliger Lehrer war und tat das Folgende entsprechend umso lieber. Mit einer raschen Bewegung, die nur ein Jedi in der Art ausführen konnte, schwang der Jedi Meister sein Lichtschwert, ließ es knapp an Blaines Wange vorbei schnellen, um dann in einer harmonischen Bewegung den kurzen geflochtenen Zopf - das Zeichen der Padawanschaft - von Blaines übriger Mäne zu trennen. Das Lächeln des großen Corellianers wurde breiter, doch zugleich wollte er diesen Moment nicht ungenutzt lassen:

"Das brauchst du wohl nicht mehr, doch solltest du den Zopf gut verwahren, denn er erinnert dich immer daran, dass ein Jedi nie damit auf hören sollte", ... Bru-Th betonte die Worte, "zu lernen."

"Alles Gute zu deiner Ernennung, mein ehemaliger Padawan. Mögest du weiser und stärker in der Macht werden, als es mir jemals möglich sein wird."


Namenloser Eisplanet - ATR 'Fat Trader' - in seinem abgedunkelten Quartier - Bru-Th - Blaine
 
[Eisplanet | ATR ?Fat Trader?, Quartiere] Blaine, Bru-Th

Was Bru-Th antwortete, schien anfangs keinen Sinn zu ergeben. Blaine erwartete ein Urteil, ein Richtig oder Falsch oder zumindest eine Meinung? und stattdessen begann sein Meister, bei sich selbst den Fehler zu suchen. Blaine war noch nie in der Lage gewesen, sich und seine Gedanken geradewegs so auszudrücken, wie er sie in seinem Inneren aneinander gesetzt hatte. Ob es an Bru-Th lag, dies zu ändern? Mehr noch: ob er es konnte? Blaine war so oft aus verschiedenen Ecken prophezeit worden, dass er dieses Unvermögen keineswegs ablegen würde, nie allerdings von seinem Meister. Nicht einmal damals, als er gestanden hatte mit den meisten Sprichwörtern oder aber allgemein bildlicher Sprache nichts anfangen zu können, waren seitens Bru-Th seltsame Blicke oder Kommentare gefolgt. Das war so völlig unerwartet gekommen, dass es sogar dazu beigetragen hatte, den Jedi ein Stück weit mehr als Meister zu akzeptieren.

Als Bru-Th ihn dazu aufforderte, erhob der Zabrak sich ? und wollte den Atem anhalten. War die Szenerie bis zu diesem Moment völlig unklar und verwirrend gewesen, wirkte das Leuchten des Lichtschwertes wie ein Wegweiser, obwohl Blaine dieses nicht als solchen sah. Doch erinnerte ihn das Halten der Klinge in Kombination mit der Herrichtung des Raumes und der Atmosphäre so stark an ein Ritual, dass es sich um gar nichts anderes handeln konnte. Wie auf Coruscant?
Nicht lange brauchte Blaine zu zweifeln, ob er richtig lag, ob es tatsächlich sein konnte, dass? Denn Bru-Th sprach eben die Worte aus, von denen sein Padawan zeitweise geglaubt hatte, sie niemals hören zu dürfen. Jetzt, da er in den Rang eines Jedi-Ritters erhoben worden war, sprengte das Innere Chaos sein Auffassungsvermögen.

Blaine glaubte nicht, dass er erleichtert war, obwohl er diesen Moment einmal so sehr herbei gesehnt hatte, um Bru-Th nicht länger als Meister an seiner Seite dulden zu müssen. Diese Einstellung war lange abgelegt. So schlimm war die Zeit war nicht gewesen. Genau genommen befürchtete Blaine, dass er sie vermissen konnte, denn mittlerweile mochte er Bru-Th und er wusste, dass beide durch die Macht stark verbunden waren.
Primär wollte Blaine das schnellere Schlagen seiner Herzen auf den Erfolg schieben. Darauf, dass er sich über das freute, was er erreicht hatte? oder er und Bru-Th und er glaubte, dass er damit richtig lag.

Dies zu realisieren dauerte jedoch und entgegen aller Plötzlichkeit erschreckte der Zabrak sich nicht, als Bru-Ths Lichtschwertklinge knapp an seinem Gesicht vorbei durch seine Haare geschwungen wurde. Dass der Jedi-Meister den Zopf bei all diesen Haaren finden konnte? nun? es waren viele, ja, viel mehr als bei anderen Zabrak, doch war Blaine sich immer noch nicht im Klaren darüber, was genau die Leute nun hin und wieder daran störte. Von wegen wüst?
Den abgetrennten Zopf, den sein ehemaliger Meister ihm entgegen hielt, nahm Blaine in die Hand und sein Blick fiel unwillkürlich darauf. Ein Zeichen. Stumm nickte der Iridorianer und steckte das geflochtene Haarteil gut weg. An einem anderen Ort als an seinem Körper selbst konnte er es in diesen Tagen kaum aufbewahren, denn es war nicht einmal sicher, ob er das Schiff so schnell wieder betreten würde, verließ er es einmal. Davon abgesehen gehörte es Bru-Th und Blaine konnte nicht sagen, ob sich ihre Wege bereits jetzt trennen würden.


?Danke??

brachte der soeben ernannte Jedi-Ritter gerade einmal heraus,

?Meister.?

Vermutlich lag es jetzt an ihm, etwas zu sagen, doch fiel ihm das bekanntermaßen schwer. Gerade dann, wenn es auf jedes Wort ankam. Doch Bru-Th würde sicher verstehen, so wie immer, besser als er selbst.

?Ich werde Euch nicht enttäuschen.?

Langsam wich die vor emotionaler Verwirrung starre Miene einem erfreuten Lächeln und glitt dann mehr und mehr in Blaines typisches, selbstsicheres Grinsen über. Er war stolz, freute sich und zugleich unsicher wegen dem, was jetzt kommen mochte. Doch war und blieb er Blaine Oaton, der sich so schnell von nichts und niemandem bezwingen ließ ? wenn nicht sogar unbezwingbar war, doch ausnahmsweise kam ihm der Gedanke an dieser Stelle nicht.
Zumindest für den Moment hatten die beiden Jedi kein bestimmtes Ziel. Gerade eben waren sie den Fängen des Imperiums entkommen und auf diesem kleinen, namenlosen Planeten gelandet, um sich selbst zu regenerieren und das Schiff zu reparieren. Beides war nun vollendet. Was offen stand, war der Auftrag den Bru-Th vor geraumer Zeit erhalten und von dem er Blaine bislang nichts Genaueres erzählt hatte.


?Und? ich habe auch nicht mehr vor, die Seite zu wechseln, wenn wir Differenzen haben,?

fügte Blaine grinsend an. Nur zu gut erinnerte er sich an die Drohungen, die er auf Ryloth ausgesprochen hatte ? und wusste selbstredend mittlerweile, wie überaus durchdacht und umsetzbar diese Idee gewesen war. Nein. Die Sith stellten einen Großteil des Übels dieser Galaxis dar. Keine Ausbildung, kein Wissen, keine Fähigkeit der Welt war es wert, sich ihren Lehren zu widmen!


?Aufrichtigkeit und Ehre sind mir wichtig, das wisst Ihr. Ich werde nicht von der Seite der Jedi weichen und mein Bestes geben, für ihre Ideale und Prinzipien einzustehen.?

Blieb zu hoffen, dass dies die richtigen Worte waren, doch immerhin erschienen sie Blaine nicht völlig fehl am Platze.

[Eisplanet | ATR ?Fat Trader?, Quartiere] Blaine, Bru-Th

[OP] So far. Sorry, Leute, ich habe keine Ahnung, wie ich weiter posten soll wenn Blaine die Mission nicht kennt. oO Kruluk wird sie ihm ja kaum verraten können? Natürlich kann ich das auch alles indirekt machen? nur braucht man so einer Situation schon nen guten Grund um plötzlich aufzustehen und daran zu denken? Kann ja ggf noch was anfügen.[/OP]
 
Namenloser Eisplanet - ATR 'Fat Trader' - in seinem abgedunkelten Quartier - Bru-Th - Blaine


Er selbst war unter gänzlich anderen Umständen zum Ritter ernannt worden, erinnerte sich Bru-Th. Zwar war er damals etwas älter als Blaine, doch im Grunde seines Herzen war er zu diesem Zeitpunkt noch immer ein Rumtreiber gewesen, kaum fähig für sich, geschweige denn für die Galaxis Verantwortung zu übernehmen. Diskutieren und sich gegen die Obrigkeit mit allerlei kessen Thesen zu behaupten, das war alles, was er damals wirklich beherrschte, dachte der hünenhafte Corellianer insgeheim und schaute nun, da die Ausbildung seines eigenen Padawans ein Ende gefunden hatte, um so gelassener darauf zurück, insbesondere wenn man bedachte, was Blaine für lehrreiche Erfahrungen sich hatte zu eigen machen können.

Bru-Th stimmte in das neckische Grinsen seines ehemaligen Padawans mit ein, befestigte wieder das Lichtschwert an seinem Gürtel und konterte ironisch:


"Ah, gut das du das sagst! ... Ich werde jetzt vermutlich um einiges besser schlafen, besonders ... da sich der Rat nun mit deiner Sturrheit herumschlagen muss."

Kurz legte der hochgewachsene Jedi Meister dem frischgebackenen Jedi Ritter den Arm auf die Schulter, klopfte damit zweimal auf Blaines Schulter und betätigte dann in weiser Voraussicht schon einmal den Öffnungsmechanismus der Tür. Es wurde Zeit, dass sie dem pfundigen Händler mal wieder ordentlich die Sporen gaben und endlich von hier verschwanden. Da weder Kruluk noch Blaine wussten, um was es bei der anstehenden Mission ging, und Bru-Th nicht sonderlich Lust hatte, alles zwei Mal zu erzählen, war es wohl besser, sie gingen ins Cockpit.

"Doch wie es die Ereignisse so wollen, benötige ich deine Hilfe, Blaine. ... Der Rat hat uns nach Thustra entsandt, um dort Nachforschungen zu betreiben. ... Doch Kruluk sollten wir nicht im Dunkeln stehen lassen. Nun ja," Bru-Th nahm Bezug auf den Lärm der Triebwerken, "wie es jedoch scheint, ist er ohnehin genauso gespannt wie ich, ob die Fat Trader wieder fliegt."

Beide Jedi machten sich auf in Richtung Cockpit, was soweit auch wieder gut möglich war, denn die nötigsten Reperaturen waren abgeschlossen, die Gänge wieder von all dem technischen Equipment, den Ersatzteilen und anderweitigem Gut, das aus den beschädigten Kojen geräumt werden musste, befreit. Bru-Th spürte eine große Zufriedenheit, nicht nur bei sich, auch bei seinem ehemaligen Schüler, der ruhig und gelassen neben ihm her lief, den Blick nach vorn gerichtet. Ja, es war ein gutes Gefühl, nicht mehr nur einen vertrauten Schüler, sondern einen Freund in der bevorstehenden Mission an seiner Seite zu haben.

Im Cockpit hatte es sich ihr Wegbereiter bereits bequem gemacht und saß an einem der seitlichen Konsolen, die lidlosen Augen starr auf einen der Monitore gerichtet, der offenbar in irgendeiner Art und Weise Informationen über den Reaktorkern des Schiffes ausspuckte. Kruluk bemerkte sie daher erst entsprechend spät. Während der große Corellianer langsam den Stuhl des Kommandanten umrunde, fragte er fast beiläufig:


"Alle Lichter grün? Alles startbereit? ... Wenn ja, dann schlage ich vor, dass wir keine Zeit mehr verlieren. In zwei Tagen erwartet man uns auf Thustra, um dort an einem Gala-Dinner teilzunehmen und nicht zuletzt, um Gerüchten von einem imperialen Überläufer nach zu gehen."

Ein leichtes Schmunzeln konnte sich Bru-Th nicht verkneifen, wenn er an Kruluk und Blaine dachte, wie diese sich fein gestriegelt in eleganter Garderobe durch die Reihen einer elitären, fremden Gesellschaft bewegen würden. Genau genommen konnte er selbst mit diesen und anderen diplomatischen Zirkeln auch nicht viel anfangen, doch man sagte ihm nach, dass er solche Situation recht routiniert meistere, was rückwirkend betrachtet wohl zu dem Dilemma geführt hatte, dass der Rat ihm immer wieder solche etikettenlastige Aufgaben anvertraute. Doch es war wichtig und so musste man eigene Ansprüche zurückstellen.


Namenloser Eisplanet - ATR 'Fat Trader' - im Cockpit - Bru-Th - Blaine - ein überraschter Kruluk
 
[Namenloser Eisplanet - ATR 'Fat Trader' - Cockpit] - Bru-Th, Blaine, Kruluk


Gebannt starrte er auf die hauchdünnen Anzeigenadeln, die zart hin- und herzitterten und von asymmetrischen Schwingungen zeugten, die die Triebwerke durch ihre improvisierte Neugestaltung verursachten. Kruluk fragte sich ernsthaft, welcher Feuerrochen ihn geritten hatte zu glauben, er könne tatsächlich ein ganzes Schiff wieder auf Vordermann bringen.
Er war nur ein Hilfstechniker! Das hier war kein Seichtwasser-Tauchgang! Was war nur los mit ihm?
Ein weiteres Stottern lief durch das Schiff, er spürte die Erschütterungen bis ins Mark. Kurzzeitig schrillte ein unangenehmer Alarm durch das Schiff, brach dann jedoch ab, als der Quarren den Ausstoß regulierte und ordentlich Schub gab. Die Triebwerke brüllten kurz, und dann war Ruhe, alles fiel auf Normalwerte zurück und blieb einigermaßen stabil.


[Gut durchgepustet. Bereit für den Tanz auf dem Vulkan, Fettbeutel?],

murrte er dem Schiff zu, während er immer wieder einen kleinen Hebel umlegte, um die Hydraulik der Wärmetauscher zu überprüfen. Gerne hätte er das Schiff geheilt, und hätte er tatsächlich eine Art Gespräch führen können, so hätte er dem Händler beruhigend auf die Schulter geklopft und gesagt, daß dieser sich keine Sorgen zu machen brauchte.
Auch wenn Kruluk damit gelogen hätte.
Kopfschüttelnd klopfte er auf den Kasten, der die Messgeräte koppelte und selbst einige Störungen zu haben schien. Es schien keine Wirkung zu zeigen, noch immer liefen die Triebwerke unrund und erzeugten gefährliche Resonanzen. Mehr konnte er jedoch nicht tun, sein Wissen war so begrenzt, und er schämte sich dafür. Wiedermal wünschte er sich seinen alten Kumpel Crock herbei, der ihm hierbei sicherlich problemlos geholfen hätte, nicht ohne seine Scherze mit dem Quarren zu machen. Wenigstens die Werte des Repulsorfeldes und des Reaktors waren stabil. Die wenigen Anzeigen, die er hier auf dem grün flackernden Monitor deuten konnte, zeigten Normalwerte und keinerlei Probleme. Einer sicheren Reise durch den Hyperraum stand nichts im Wege, sie alle mussten es nur bis dahin schaffen.

Plötzlich wurde er unsanft aus den Gedanken gerissen und bemerkte die Neuankömmlinge erst, als sie direkt hinter ihm standen und Bru ihn ansprach. Beide schienen irgendwie verändert, stolz. Beide schienen ein Stück gewachsen zu sein und Blaine streckte seine Brust raus. Irgendetwas sehr Wichtiges musste zwischen ihnen in der Stunde in diesem Gespräch vorgefallen sein, doch konnte sich Kruluk keinen Reim darauf machen. Eine Angelegenheit der Jedi hatte ihn nichts anzugehen.
Verwirrt und mürrisch rieb sich der Quarren über die Augen und setzte zu einer Antwort an:

[Alles in Ordnung- meisten Systeme arbeiten wieder und sind grün- nur die Triebwerke machen mir große Sorgen.]

Er zögerte, bevor er langsam auf Basic weitersprach:

„Wir- Achtung!“

Nicht, dass er feige oder gar ein Korallenpflücker war, doch fand er diese Warnung mehr als angebracht. Die Wahrheit war zwingend notwendig. Beiläufig fragte er noch:

„Was- sein- Galadinna?“


[Namenloser Eisplanet - ATR 'Fat Trader' - Cockpit] - Bru-Th, Blaine, Kruluk
 
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- Hyperraum nach Bastion - VSD I Basileia - Kabine von Seifo Dias - Seifo Dias -

Seifo sammelte die Akten, Notizen und kleineren Beweismittel zusammen und wartete den Rücksprung in den Normalraum ab. Das Gespräch, welches er bald mit Captain Fogerty haben würde, war von äußerster Wichtigkeit, denn es war entscheidend, wie sie weiter mit den Piraten verfahren bzw. gegen sie vorgehen würden. Seifo schnaubte wütend. Er musste an den Angriff der Piraten denken. Den extremen Schaden an der Starcraft und die zahlreichen Verletzten und Toten. Und das von einer anarchistischen, unorganisierten Gruppe Gesetzloser! Doch ganz so unorganisiert konnten sie nicht sein. Märkte auf zahlreichen Planeten innerhalb des Imperiums und mit Sicherheit auch außerhalb, bestochene Offiziere, Informanten, Codes, Mittel und eine ordentliche Führung. Noch dazu das Überraschungselement und dir Verborgenheit. Erschreckend, wie eine derartig groß eine solche Organisation werden konnte, ohne dass es das Imperium geschweige denn die anderen Organisationen bemerkten.

Ein Ruck ging durch das Schiff und Seifo wusste, dass sie nun über Bastion schwebten. Er nahm sein Kom:
?Öffnen sie eine gesicherte Verbindung zu Captain Fogerty in mein Quartier!?
Seifo stellte sich auf das Aufnahmefeld vor dem Empfänger und wartete geduldig auf den Aufbau der Verbindung.


- Bastion - Orbit - VSD I Basileia - Kabine von Seifo Dias - Seifo Dias -
 
[Eisplanet | ATR ‚Fat Trader’, Quartiere] Blaine, Bru-Th

„Hey,“


knurrte Blaine mit einem leicht amüsierten Unterton,

„ich bin nicht Stur. Ich habe Recht.“


Er setzte dem ein Grinsen nach und und folgte seinem nun ehemaligen Meister durch die soeben geöffnete Tür. Viel Zeit, glaubte Blaine, blieb ihnen jetzt nicht. Bru-Th erweckte ganz und gar den Anschein, als wolle er aufbrechen und wenn Blaine sich richtig erinnerte, war ihnen der nächste Auftrag bereits längst erteilt worden – und genau dieses Thema sprach der Jedi-Meister einen Moment später an.

„Thustra…“


wiederholte Blaine als müsse er sicher gehen, tatsächlich richtig gehört zu haben. Er erinnerte sich daran, dass Bru-Th diesen Planeten bereits einmal erwähnt hatte, doch ging es ihm damals zu schlecht um sich größere Gedanken darüber zu machen.

„Na, wenn der Rat es so will dass wir beide dorthin reisen, werdet Ihr Euch wohl doch noch eine Weile mit meiner Sturheit herumschlagen müssen.“

Blaine fühlte sich wohl, durch und durch, er war zufrieden. Mehr noch: er fühlte sich frei. Jedenfalls freier, als es jemals der Fall gewesen war. Dass die Änderung des Ranges dabei eine untergeordnete Rolle spielte, dämmerte ihm wohl. Viel eher ging es um seine Einstellung. Ohne es realisiert zu haben, war Blaine nicht bei Bru-Th geblieben weil er es musste, sondern weil er wollte. Und nun, abermals ohne tatsächlich ins Bewusstsein zu dringen, war froh und erleichtert, zumindest noch eine Zeit lang an seiner Seite kämpfen zu dürfen.

Im Cockpit angekommen grüßte Blaine den Quarren mit einem Kopfnicken in dessen Richtung und setzte sich, wie immer und gewohnt, auf den Sitz des Copiloten – also auf den Platz, der mittlerweile seiner war. Selbst fliegen wollte er gar nicht.
Zumindest mit den sich vor ihm befindlichen Konsolenteilen war der Jedi – Ritter inzwischen vertraut und so machte er sich gleich daran, alle in sein Zuständigkeitsfeld fallenden Anlagen hochzufahren und deren Status zu überprüfen. Nach und nach flackerten LED – Leuchten auf und die Anzahl derer, die mit ihrer grünen Farbe die Normalität der Gerätschaften kundtaten, deren Zustand sie anzeigten, überwog deutlich. Alles lief best….


„Gala-WAS?!“

Blaine hielt inne, als er gerade die Meldung auf dem links befindlichen Monitor bestätigen wollte, und fuhr herum als habe Bru-Th das Ende des Universums verkündet.
Ein Gala-Dinner?! … Bedauerlicher Weise machte es keinen Sinn ihn zu fragen, ob das tatsächlich sein Ernst war. Man erwartete ihn, Blaine und Kruluk tatsächlich zu einem Gala – Dinner auf Thustra. Ein… ein… ein Gala – Dinner! Blaine wusste nicht einmal, nach welchem Prinzip diese Leute die Art des Bestecks auswählten, mit dem sie zu essen gedachten, geschweige denn in welcher Reihenfolge sie welche Gläser nutzten. Und das, was sie gemein hin als Essen bezeichneten, klang alles andere als genießbar. Einer der Brüder seines besten Freundes, damals zu Hause auf Iridonia, hatte ihm von diesen sogenannten gesellschaftlichen Anlässen erzählt. Da seine Freundin, eine junge Omwati aus gutem Hause, dieser gehobenen Schicht angehörte und er so wohl oder übel gezwungen war dann und wann genau solchen Anlässen beizuwohnen, wusste er viel von der High Society zu erzählen… und seine Geschichten klangen alles andere als einladend. Ein Moment, in dem Blaine froh gewesen wäre dass ein Jedi für gewöhnlich keine Beziehung eingehen konnte, hätte er daran gedacht.


„Dann will ich hoffen, dass an den Gerüchten was dran ist und wir schnell herausfinden, was das ist.“


Blaine seufzte und ließ sich rückwärts gegen die Lehne des Co-Pilotensessels sinken, während er mit der flachen Hand gegen seine Stirn stieß.

„Danach brauche ich richtige Zivilisation. Seid Ihr schon mal auf Iridonia gewesen?“

Mit einem ungenierten Grinsen und einer deutlich gefassteren Mine aufgrund der Aussicht auf zu Hause und den vertrautem und mittlerweile doch ersehnten Umgang bestätigte Blaine nun endlich die Systemmitteilung, die ihm via Monitor schon seit einem längeren Moment entgegen starrte.
Er wusste, dass es sich um einen wichtigen Auftrag handelte und mitnichten wollte er dies anfechten. Gesellschaftlich hohe Anlässe waren ihm allerdings so fremd wie einem Wesen der Stadt die mitunter rauen Rituale seines Volkes. Kruluk würde ihn da sicher verstehen, auch wenn er sich dessen noch nicht bewusst war.


„Das Gala – Dinner, Kruluk, das wird härter als der Kampf gegen die Sith,“

erklärte der Zabrak seinem Leidensgenossen kurz, um somit auf dessen Frage zu antworten.


„Aber erstmal muss uns dieses Schiff dahin bringen. Hier sieht alles startbereit aus…“


[Eisplanet | ATR ‚Fat Trader’, Cockpit] Blaine, Bru-Th, Kruluk
 
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[Hyperraum nach Dorin - Dark Saber - Cockpit] alleine

Der junge Sith blickte in das unendliche Feld des Hyperraums. Seine Gedanken schweiften ab und waren bei seiner Geliebten. Er wusste nicht wie lange er auf Coruscant gewesen war, bis er diese komische Information bekommen hatte, das auf Dorin etwas nicht mit Rechten Dingen zu ging. Viele Schmuggler waren dort hin aufgebrochen habe er gehört. Er hatte kurze Infos über den Planeten gesammelt und hatte heraus gefunden, dass das Imperium über ihn eine Blockade erhängt hatte. Das ein paar Schmuggler dort ein großes Geschäftet witterten war ihm schon klar, aber wo das Gerücht aufgekommen war, dass die Jedi angebliche ihre Hände im Spiel hatten, wurde der junge Apprentice hellhörige. Nur deswegen war er auf Coruscant gewesen und Spuren der Jedi zu finden. Zwar waren das nur Gerüchte, aber seine neugier trieb ihn dazu, zu überprüfgen ob dieses Gerücht wahr ist.

Er vertiefte sich in seine Gedanken. Wie sollte er auf Dorin vorgehen? Wenn dort wirklich Jedi sein sollten, wären es sicherlich mehrere und mindestens ein Meister wäre bei ihnen. Jedoch müsste er ja keinen Kampf anzetteln, oder wollte ja nur Infos sammeln, ob sich die Jedi versuchen wieder auszubreiten. Den dieser Gedanken verfolgte ihm, seitdem beginn des Bürgerkrieges. Und langsam schien es keine Hirngespenste zu sein, sondern die Wirklichkeit, doch das würde sich zeigen, wenn er auf Dorin angekommen war.

Er verließ das Cockpit und bewegte sich in Richtung des Aufenthaltsraums des Schiffes. Das Licht war auf minimale Beleuchtung gestellt. Im dem großen Raum des Schiffes welcher ziemlich zentral lag angekommen, setzte er sich auf auf den Boden schloss seine Augen und begann zu meditieren. Es viel ihm schwer innere Ruhe zu finden. Er musste als an Aleah denken und wo sie gerade war. Sie war nicht im Hotel gewesen, wo er sie abholen wollte. War ihr was passiert? Wurde sie entführt oder gar getötet? Doch diese Gedanken schüttelte er sich schnell wieder ab. Sie war eine Starke und Selbstbewusste Frau. Genau deswegen hegte der junge Echani solche Gefühle für die Frau. Sie würde schon auf sich aufpassen. Und auf Dorin könnte er vielleicht nicht auf sie aufpassen.

Nachdem er diesen Gedanken endlich aus seinem kopf verdrängt hatte, fiel er in seinen Geist und begann seine Mitte zu finden. Sein Atem wurde ruhiger und er vertiefte komplett in der Mediation ....

[Hyperraum nach Dorin - Dark Saber - Aufenthaltsraum] alleine

[OP: sry muss mich erstmal wieder einposten! :OP]
 
[Eisplanet | ATR ‚Fat Trader’, Cockpit] - Blaine, Bru-Th, Kruluk

Wiedereinmal hatte er keine Ahnung von den Dingen, von denen seine neuen Freunde sprachen. Vermutlich hing es mit dem Ereignis zusammen, dass in Brus Quartier vorgefallen war. Es gab nur eine Sache, die ihn noch neugieriger machte: das Problem der Triebwerke.
So fragte er nicht weiter, und ließ Begriffe wie ‚Iridoria’, ‚Galadinner’ und ‚Sith’ unkommentiert im Raum stehen. Dazu war später noch Zeit. Nervös rutschte er in seinem Sessel umher, versuchend, alle Instrumente gleichzeitig im Auge zu behalten. So abgelenkt bemerkte er nur unterbewusst, wie Bru feixte und gut aufgelegt schien, auf den Starter schlug und den Repulsor aktivierte.
Sogleich begann sich der fette Händler zu erheben, als sich das Antigravitationsfeld aufbaute. Tatsächlich, schon ging die Reise los. Bru steuerte sicher und mit einer stoischen Gelassenheit, die den Quarren dann doch herumfahren ließ. Bru schien äußerst entspannt, und Kruluk fragte sich, ob das aufgrund seiner Fähigkeiten so war oder ob es eine ihm innewohnende Ruhe war, selbst die widerspenstigen Triebwerke fügten sich ein. Zwar gab es ein hässliches Geräusch, als der Jedi Vollschub gab, doch das Schiff flog.
Schon zogen die ersten schneebedeckten Gipfel vorbei, doch der Quarren verkrampfte immer mehr und krallte sich unbewusst in seinem Sitz fest. Einige Alarme blinkten, harte Resonanzen sprangen auf das Schiff über. Es dauerte nicht lange, dann wurde es dunkel.
Die Sterne begrüßten die Raumfahrer zurück in ihrem Reich. Immer noch mit einem mulmigen Gefühl im Magen starrte Kruluk gebannt auf seinen Monitor. Dann kam der kritische Moment…
Harte G´s kamen durch und ein Rütteln erfasste das gesamte Schiff. Die Sprungmarke war fast erreicht, nun musste das Schiff eine atemberaubende Geschwindigkeit erreichen, einen Zustand, den man verharmlosend ‚Hyperraum’ nannte. Doch bis der Reaktor seine ganze Kraft hierhin entfalten konnte, mussten alle Triebwerke mitfeuern. Maximale Belastung für siebeneinhalb Sekunden. Siebeneinhalb Schläge auf seiner Magengrube. Vorsichtig zählte er die klackenden Ticks aus dem Lautsprecher mit.
Drei, vier, fünf…
Das Schiff brüllte. Scheinbar gefiel es ihm nicht, aus der Lethargie gerissen worden zu sein, wie aus einem schönen Traum. Kruluks Sessel knackte bedrohlich, er wurde noch tiefer in seinen Sessel gedrückt, bis ihm die Luft weg blieb.
Sechs, sieben…
Ihm wurde schlecht, sein Magen schien sich in andere Körperzonen verschieben zu wollen. Seine Haut verzog sich, seine Tentakeln gruben sich in seinen Hals.
Acht!
Als der Sprung einsetze, hörte schlagartig alles auf. Schwer atmend fiel der Quarren nach vorne auf den Monitor, Mundschleim tropfte auf seine Konsole. Er war still, nur das Stöhnen der anderen und das leichte Surren des Hyperantriebes war zu vernehmen, Thustra piepte vergnügt auf dem Navcomputer.

[Seid ihr in Ordnung?]

Nur langsam kam er zu Sinnen, blickte sich um. Draussen sah er die blauen Streifen der Sterne. Bru schien es wie ihm zu gehen, nur Blaine sah besser aus.
Bei allen tausend Feuerrochen, sie hatten es geschafft!



[Eisplanet | ATR ‚Fat Trader’, Cockpit] - Blaine, Bru-Th, Kruluk


[OP: weiter auf THUSTRA]
 
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Orbit um Coruscant - an Bord der Diamantenfeuer

Bald hatte sie den Planeten umrundet. Hier waren viele Schiffe unterwegs gewesen, aber niemand hatte sich um den alten schäbig aussehenden und verkommenen Frachter gekümmert. Früher wäre es Mara alles andere als lieb gewesen, ihr geliebtes Schiff in diesem Zustand zu sehen, aber andere Zeiten erforderten andere Maßnahmen und im Moment kam es ihr mehr als gelegen, dass alles so hinfällig aussah.

Sie hatte sich in aller Ruhe eine geeignete Stelle gefunden, wo sie zum Landeanflug ansetzen konnte. Bei der irrsinnig dichten Bebauung des Planeten war es gar nicht so leicht. Hier konnte man nicht mal eben, ein stilles abgelegenes Plätzchen suchen und dort niedergehen. Hier ragten Gebäude in den Himmel des Planeten, die man beinahe schon aus dem Orbit einzeln erkennen konnte.

Mara entschied sich für die zwielichteste Gegend auf Coruscant, die sie noch von früher kannte. Dort waren üble dunkle siffige Kneipen direkt neben heruntergekommen abgegrabbelten Bordellen, die sämtliche Wünsche erfüllten, welche die Unendlichkeit zu bieten hatte, schmierige Waffenverkäufer neben gewieften Trickbetrügern, die einem durch bloßes Anschauen bald die credits aus der Tasche sogen. Aber hier war Mara genau richtig. Ihr Schiff war genügend gesichert, hier nicht unerlaubt abhanden zu kommen und sie würde in den dunklen muffigen Gassen der unteren Ebenen sicher finden, was sie suchte.

Sie lenkte ihren Frachter hinunter zur Planetenoberfläche. Noch immer niemand, der sich ihr in den Weg stellte oder sie zur Abgabe irgendwelcher IDs oder Informationen bezüglich ihrer Fracht aufforderten. Als sie durch die unterschiedlichen Luftschichten Coruscants brach, überkamen sie wieder alte Erinnerungen. Sie war nur eine begrenzte Zeit ihres bisherigen Lebens auf diesem Planeten gewesen, aber diese Zeit hatte sich in ihr Hirn eingebrannt, wie kaum etwas anderes. Als sie um die Häuserschluchten der City flog und dabei immer tiefer zu den unteren Ebenen hinabstieß, um zu einem der etwas entfernteren außerhalb liegenden Raumhäfen zu gelangen, entdeckte sie etwas in ihren Systemen und sie wußte nun genau, wohin sie sich zu begeben hatte.


Coruscant - untere Ebene - an Bord der Diamantenfeuer

[op: Weiter auf Coruscant]
 
-Hyperraum, Mistral mit Wyn, Visas und Vincent-


Schnell ging es an Board, danach gleich in den Hyperraum. Sie wollten keine Zeit verlieren, denn eigentlich sollten sie schon lange auf Dorin sein. Das mit Alderaan war ja eigentlich nicht geplant aber dennoch ging die junge Rätin ihrer Vision nach, nicht das letzte Mal.

Alle schienen recht gespannt zu sein, was sie dort erwarten würde. Allerdings mussten sie sich der dortigen Begebenheit anpassen, also Masken mitnehmen. Ansonsten würden sie dort nicht lange überleben.


"Dorin ist kein einladender Ort aber was solls."

Um die Stille ein wenig zu brechen warf die Kupferrothaarige ein Kommentar in die Gruppe. Selbst Wyn schien recht ruhig aber da wusste sie schon warum. Man merkte sehr wohl den sehnsüchtigen Blick an. Fast beneidenswert, denn sie selbst hatte niemanden. Doch damit konnte sie sich jetzt nicht befassen. Zuerst kamen die Anderen, dann sie selbst.

"Warst Du schon auf Dorin Vincent oder jemand von Euch?"

Wieder ein Kommentar in die Gruppe. So ganz wollte Dhemya die Stille nicht genießen.


-Hyperraum, Mistral mit Wyn, Visas und Vincent-
 
[Hyperraum nach Dorin - an Bord der "Minstrel"] mit Dhemya, Wyn und Vincent


Sie waren schnell von Alderaan verschwunden, nachdem sie Vincent eingesammelt hatten. Ihr nächstes Ziel hieß Dorin. Wieder ein Planet, über den Visas nichts wusste und auf dem sie noch nie zuvor gewesen war.

"Nein, ich war noch nicht auf Dorin und ich weiß auch sonst nichts über diesen Planeten, aber wieso ist Dorin kein einladender Ort, Meisterin?"

Sie überlegte, was so uneinladend an Dorin sein könnte. Dhemya musste irgendwas dort erledigen, sie erinnerte sich nur nicht mehr an was, vor kurzem erst hatte sie eine Nachricht an wen geschickt. Sie fühlte sich etwas müde und vor allem wollte sie sich wieder ihre Robe anziehen.

"Wie lang wird es etwa bis Dorin dauern? Ich würde mich sonst gerne ein wenig hinlegen, ansonsten gehe ich nur eben auf meine Kabine und ziehe mir meine Robe an."

Es war recht still im Cockpit. Wyn war in Aldera so rasch und zügig gegangen. Irgendwas stimmte nicht mit ihr. Sie vermisste sicherlich Tryst. Sie war schon arm dran, gerade mit dem charmanten Ex-Imperialen zusammengekommen und schon trennten sich ihre Wege wieder. Das blonde Mädchen tat Wyn irgendwie Leid.

Vincent die neue männliche Begleitung verhielt sich bisher ruhig und hatte auch noch nicht auf die Frage der Jedi-Rätin geantwortet.



[Hyperraum nach Dorin - an Bord der "Minstrel"] mit Dhemya, Wyn und Vincent
 
[Hyperraum nach Dorin - an Bord der "Minstrel" - Vincent mit Dhemya, Wyn und Visas

Der schnelle Aufbruch überrumpelte den Coruscanti, schnell waren sie in das Raumschiff gestiegen und hatten den Planeten nach der Identifikation und der Scan Überprüfung passiert. Nun fühlte sich Vincent noch stärker auf der Flucht, schließlich ging es hier nicht nur um ihn, sondern um drei Jedi die im imperialen Gebiet agierten. Er wurde vom imperialen Verbrecher zum Staatsfeind Nr. 1 sobald er dem Jedi Orden vollständig beitreten würde. Bis die Republik wieder erstarken würde, wäre er auf der Flucht, seinen Heimatplaneten Coruscant würde er auch nicht so schnell wiedersehen.

Während er die wabernde blaue Manifestation des Hyperraums durch das Transparistahlfenster beobachtete, bemerkte er die allumfassende Stille die im Raumschiff herrschte. Er beobachtete Wyn, zurückgezogen und in sich gekehrt, ein Kontrast zu der wortgewandten Frau die er noch vor wenigen Stunden im Restaurant kennen gelernt hatte.
War dies alles eine Täuschung und zeigten die Jedi jetzt ihr wahres Gesicht? Was würde dieses wahre Gesicht, wenn er es noch nicht kannte, sein? Viele Gerüchte herrschten um diesen Orden, Vincent würde nun dabei sein herauszufinden, ob die Gerüchte wahr oder falsch sein würden.


?Ich war noch nie auf Dorin, ich habe bis eben noch nicht mal von diesem Planeten gehört.?

Eben hatte er doch noch auf Aldera die Kupferhaarige gefragt wo Dorin liege, erst als sie ihre Frage an alle richtete, bemerkte er dass dies eher ein Versuch war ein Gespräch ins Rollen zu bringen. Als die blinde Frau fragte, weshalb denn Dorin kein einladender Ort sei, horchte der Coruscanti ebenfalls auf. Was hatte es sich mit Dorin auf sich?

[Hyperraum nach Dorin - an Bord der "Minstrel" - Vincent mit Dhemya, Wyn und Visas
 
-Hyperraum, an Board der Mistral, Wyn, Visas und Vincent-


Bis auf Wyn wollte man wissen was es mit Dorin aufsich hat. Dies wunderte die Kupferrothaarige schon ein wenig, denn eigentlich hatte sie bis jetzt immer eine recht aktive junge Frau kennengelernt. Die Sehnsucht musste grösser sein als gedacht.

"Nun...Dorin ist ein sauerstoffarmer Ort. Dort werden wir Sauerstoffmasken brauchen, ansonsten überleben wir dort keine Sekunde."

Begann die junge Rätin langsam. Mit den Gedanken das Wyn vielleicht doch noch ein Kommentar von sich gab. Denn die junge Frau wusste eigentlich viel mehr über die Planeten als sie.

"Dort leben die Kel Dor, die haben sich der Atmosphäre angepasst. Wir haben sogar ein paar Kel Dor bei den Jedi, die wir auch besuchen werden."

Mehr wusste sie selbst über den Planeten auch nicht. Planetenkunde gehörte überhaupt nicht zu ihren Fachgebiet, auch wenn sie schon fast überall herumirrte. Aber dann noch die Theorie darüber, dies wäre ihr zuviel.

"Mehr weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Soviel Informationen gibt es eigentlich nicht aber besser als nichts."

Lächelte die junge Rätin am Ende, gefolgt von einem Achselzucken.

"Naja...Planetenkunde ist auch nicht mein Fachgebiet. Da bin ich mal froh überhaupt was zu wissen."


-Hyperraum, an Board der Mistral, Wyn, Visas und Vincent-
 
[OP: Und wieder einmal im Schnelldurchgang: Nächster Beitrag auf Dorin. ;-)]

[Hyperraum nach Dorin - an Bord der Minstrel] mit Dhemya, Visas und Vincent

Wortlos hörte Wyn dem Gespräch der anderen zu und starrte weiter hinaus in den Hyperraum. Erst als Dhemya schließlich sagte, dass sie nicht viel über Dorin wisse und Planetenkunde ohnehin nicht ihr Spezialgebiet sei, ergriff Wyn mit leiser, tonloser Stimme das Wort.

"Dorin? Wie Ihr schon erwähnt habt, Meisterin, die Atmosphäre des Planeten beinhaltet kaum Sauerstoff und ist damit für die meisten Spezies nahezu umgehend tödlich. Man erstickt einfach", erklärte sie ohne den Blick zu heben. "Und der Planet liegt genau zwischen zwei schwarzen Löchern, was auch der Grund dafür ist, dass Dorin ein ziemlich isolierter Planet ist.

"Nur wenige Reisende besuchen Dorin und noch weniger bleiben lange dort..."
, schloss sie schließlich, genau in dem Augenblick, in dem sie den Hyperraum verließen und Dorin inmitten der zwei schwarzen Löcher die Transparistahlscheibe ausfüllte.

Mit sicheren, aber irgendwie ein wenig kraftlos erscheinenden Bewegungen, steuerte Wyn das Schiff schließlich auf den Planeten zu. Durch die Gravitationsanomalien, die von den schwarzen Löchern hervorgerufen wurden, gestaltete sich der Flug ein wenig unruhiger als üblich, aber am Ende erreichten sie doch die Atmosphäre des Planeten sicher und wohlbehalten.


"Wo müssen wir landen?", fragte sie schließlich, immer noch mit distanziert klingender Stimme, als sie über die unter ihnen liegenden Landstriche hinwegflogen.

[Dorin - an Bord der Minstrel] mit Dhemya, Visas und Vincent
 
Mieser, kleiner, verkommener Asteroid – so was wie ein Raumhafen - Spelunke – mit Camie Npcpost

Nathen sah auf. Immerhin hatte er fast eine Woche auf diesen schäbigen Asteroiden zugebracht. Inzwischen musste Taneth seine Aufgabe erfüllt haben. Mit kleinen unterschieden. Nathen hatte dafür gesorgt das aus dem Radan gefangen nehmen ein Töten wurde. Sie beide waren im dienst des Fahlen Königs. Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder Camie zu. Sie war eindeutig eine sehr gute Patie. Selbst wenn sie eine Sith war. Dann kam Nathens Blick jedoch wieder auf den Eridorianischen Holoprojektor. So rückständig wie die Eridorianer auch waren somit hatten sie genug Technik um sich Nachrichten zu schicken oder Pressekonferenzen zu geben wie es schien. Der Holoprojektor offenbarte Radan in seiner Amtlichen Rüstung und vor einer großen menge. Er musste in der Eridorianischen Hauptstadt gewesen sein. Die Nachricht musste ein paar Tage alt sein. Einer von Nathens engsten Vertrauten hatte sie ihm übermittelt. Doch selbst diese Simple Übermittlung hatte Stunden von Eriador bis hier her gebraucht.

"Also Schicke ich schweren Herzens 2000 weitere Soldaten zu den Grenzen. Obwohl ich es in vollen vertrauen darauf tue das dass Ende dieses Brutalen Konflikts endlich in Sicht ist. Aus der Hauptstadt verjagt. vertrieben aus Porto Gallum. In die Westreiche gescheucht. Wir mein Bruder einen hohen Preis dafür zahlen was er dem Hause Tulon angetan hat"

Nathen verkniff die Augen und ballte eine Hand zur Faust. Er sah Camie nicht sofort an. Auf welcher Seite sie auch stand fest stand das sie Nathen am Leben lassen musste um zu Radan zu kommen. Dessen war sich der Eridorianer sicher,

"Hat Radan das bei euch gelernt seine Macht zur Schau zu stellen?"

Erkundigte er sich verkniffen und verschränkte die Arme. Auch Radan machte eine Pause und wie es sich anhörte einen Applaus über sich ergehen.

"Und falls meine Aussagen den Eindruck erwecken das die schwierigsten Entscheidungen schon hinter uns Liegen. Möchte ich schnell hinzufügen das es noch viel zu tun gibt. Soviel Wiederaufbau und Neuordnung. An euch werde ich mich wenden wenn ich euch brauche um das Eridorianische Gesetz dieser neuen Epoche anzupassen

Und schließlich wende ich mich an euch an euch alle um einen neuen Geist in der Hauptstadt zu erwecken und auf Eriador. So das das Licht der Freiheit weiterhin leuchtet. So das wir uns auf Tausend Jahre Frieden freuen können und Tausend danach. Bis der Krieg selbst von unserem Planeten verbannt wurde."


Nathen schaltete den Holoprojektor ab und sah mit Hasserfüllten Augen zu Camie.

"Was denkt mein Bruder sich mich zum Staatsfeind zu machen? "

Erkundigte er sich waren die Sith daran Schuld? Hatte Camie etwas damit zu tun. Taneth erhob sich immernoch Hasserfüllt und warf Camie einen Blick zu der nicht freundlich war.

Mieser, kleiner, verkommener Asteroid – so was wie ein Raumhafen - Spelunke – mit Camie
 
- Hyperraum nach Carida - VSD I Basileia - Kabine von Seifo Dias - Seifo Dias -

Seifo saß in seiner Kabine und dachte nach. Er hatte den Büro-Kram erledigt und bis sie Carida erreichen würde es noch dauern. Er beschloss das umzusetzen, was er bereits nach der 1.Schlacht gegen die Piraten geplant hatte: Ein persönliches Logbuch, in dem er wichtige Informationen für einen Freund, Kollegen oder seinen Nachfolger aufbewahrte, damit dieser weitermachen könnte, wenn Seifo nicht mehr in der Lage dazu sein würde.
Er nahm sich ein leeres Datapad und fing an es zu programmieren:


------ Persönliches Logbuch ------
Seifo Dias, Captain
VSD I Basileia
Sicherheitsstufe: Rot
Passwort: *********

------ Eintrag Start ------
Ich gehe erst seit kurzer Zeit gegen Silver Moon Piraten vor, doch jetzt erkenne ich bereits, dass es sich bei dieser illegalen Organisation um eine ernstzunehmende und eine unbekannte Bedrohung für das Imperium handelt. Zwar kann diese Organisation im Moment noch nichts gegen das gesamte Imperium ausrichten, doch sie sind bereits in der Lage kleine Handelkolonnen oder Kreuzer zu überfallen und das derartig organisiert, dass es blitzschnell geschieht, bevor Verstärkung eintreffen kann oder Hinweise auf sie zurückzuführen sind.
Ich habe es geschafft mit Verstärkung einen Angriff auf einen Strikekreuzer, der Starcraft unter der Führung von Captain Fogerty, zurück zu schlagen.
Außerdem habe ich im Mustafar-System einige Schwarzmärkte ausgeschalten und habe erschreckende Informationen erhalten, dass einige Schwarzmärkte jener Organisation gehören und sie bereits auf dem illegalen Markt bereits hoch auf der liste stehen. Es ist mir gelungen einige Informationen aus einem Mitglied herauszubekommen. Leider stellten sie sich als wertlos heraus, was mit dem Sicherheitssystem dieser Piraten zusammenhängt. Sie geben jedem befugtem Mitglied nur so viele Informationen, damit es seine Arbeit verrichten kann, die Informationen aber selbst nicht gegen die Organisation nutzen oder verkaufen kann. Sinn ergeben sie erst, wenn man sie mit den Informationen von 3 oder 4 anderen Mitgliedern zusammenbringt, was sich aber in Anbetracht der unterschiedlichen Zeitpunkte der “Aktualisierung” der Informationen von den Mitgliedern als beinahe unmöglich erweist. Ich habe einige Passwörter, Daten und allgemeiner Einkaufsinformationen und Rekrutierungsinformationen in dieser Reihenfolge hier aufgelistet:
DELTA03
ZZ54
AKKA887
TRUNG554665
556647354
6645536455362
53455KENG
342007KTR
86859768

Station Delta 3 - Planet 010 (?)
Station Alpha X - Planet 445 (?)
Station Gamma 9 - Planet 454 (?)
Station Alpha 14 - Planet 454 (?)
Station Phi 1 - Planet XXX (?)
Station X 1 - Planet XXX (?)

15 Detonatoren
20 Mienen
10 Jäger
2 Bomber
10 Raketenwerfer
1000 Schuss Blaster-Munition
50 Blaster
30 Meter Kabel
15 Tonnen Weltraum-Abfall

10 Piloten
10 Soldaten
1 Kommandant
4 rein 3 raus (?)
5 zu 8 (?)
20 da 1 zu viel (?)

Ich werde weiterhin die Organisation im Auge behalten und versuchen ihr so gut zu schaden, wie nur möglich. Möglicherweise kann ich bald die Daten und andere unbekannte Elemente entschlüsseln, da es Captain Fogerty gelungen ist einen Informanten zu finden und er wird hoffentlich verwertbare Informationen herausbekommen.

------ Eintrag Ende ------


Seifo schaltete das Datapad aus. Es gab einen sanften Ruck und kurz darauf erhielt er eine Nachricht von Mace: Sie hatten Carida erreicht.
Der Captain erhob sich und begab sich aus seiner Kabine zum nächsten Turbolift.

- Carida - Orbit - VSD I Basileia - Turbolift - Seifo Dias -
 
[Hyperraum – Richtung Bastion – Fähre] – Nergal

Eigentlich hatte Nergal dem Großadmiral noch etwas sagen wollen. Einiges um genau zu sein, nun gut, er hatte einige Gedanken gehabt, die ihn beschäftigt hatten, doch die Recht schroffe Begegnung der beiden hatte das nicht zugelassen. Als wäre er selbst es gewesen, der ihn auf Teyr verwundet, der Ventar zur Revolte und wusste wer sonst noch was zu verantworten hatte. Das Misstrauen des Großadmirals gegenüber den Sith saß so unsagbar tief, es war beinahe ein Wunder, das er dergleichen Wesen in seiner Flotte duldete und nicht sofort erschießen ließ. Andrerseits wusste Nergal um die Verbindung zwischen ihm und diKastro. Gut möglich das das der Auslöser für seine, beinahe konnte man es… nein. Es war eine Drohung gewesen. Kein heißes darum herum reden. Er selbst konnte sich das wenig erklären. Hätte das Ganze auch am liebsten nur mit einem tiefen Brummen beantwortet, aber stattdessen stumm den Worten des Mannes gelauscht, der zur Zeit der wahrhaft mächtigste Mann in der Galaxis war. Der Nachfolger jenes ‚Titels’ würde mit Nichten ein intaktes Erbe antreten. Mit dem was Nergal mitgenommen hatte, war klar, dass sich bald einige Dinge ändern würden. Sehr bald. Und so spielte er die Nachricht die ihm Janem hatte zukommen lassen ein weiteres Mal ab. Er hätte wahrhaftig anderes erwartet, aber mit dieser Aufforderung blieb alles so, wie es sein sollte. Nergal würde gleichzeitig den Wünschen von Allegious als auch von Menari entsprechen. Nur kurz huschte ein Grinsen über seine Lippen. Das entband ihn aber nicht der Notwendigkeit, in dem Kampf der zweifelsfrei stattfinden würde, letzten Endes Partei zu ergreifen. Es sei denn er verzog sich fernab des Hauptaktes und reinigte die Gänge des Ordensgebäudes. Seien das nun Verräter oder Loyalisten. Allerdings könnte das weitaus gefährlicher ausgehen, als wenn er sich klar und deutlich auf eine Seite schlagen würde. Aber was machte er sich darum jetzt schon Gedanken? Er hatte noch ganze sieben Tage Zeit, ehe der Chiss nach Bastion vorstoßen würde. Sieben Tage…

Nergal, dessen Fähre bereits lange, lange Zeit im Hyperraum weilte, lehnte sich auf dem Pilotensessel weiter zurück. Die Lichtschwerter die er mit sich führte hatte er schon zu beginn abgelegt, auf das sie ihm nicht die Bequemlichkeit raubten, derer man auf diesen unsagbar nervigen Flügen bedurfte. Und während er, ein wenig mehr als entspannt, so dort lag gingen seine Gedanken ein weiteres Mal auf Wanderschaft. Sieben Tage würde es noch dauern – setzte er beim letzten Ablegen des Fadens wieder ein – bis der Exekutor der Verdammten Bastion im Sturm nehmen wollte. Ohne wirklich zu wissen, was er da tat, hatte Nergal sein Komlink ergriffen und war bereits am Tippen einer Nachricht. Lieber so, als das er sie via der Schiffssystem abschickte und so in Erfahrung gebracht werden konnte, was er getan hatte. Wer außer ihm rührte schon das winzige, flache Komlink an, das sein eigen war? Niemand. Punktum, damit hatte sich jene Frage auch erledigt.


~~~~~~~~~~~~| Verschlüsselte Nachricht an das Oberkommando auf Carida |~~~~~~~~~~~~

Menari will Bastion in 7 Tagen angreifen.
Was auch immer er zur Verfügung hat, wird sich bis dahin sammeln.
Sie können damit mehr anfangen und Vorbereitungen treffen, als ich…

Nergal


~~~~~~~~~~~~| Nachricht Ende |~~~~~~~~~~~~

Bevor der Sith jedoch auf den Knopf zum überstellen jener Nachricht drückte, hatte er noch einen Moment des Wartens vor sich. Im Hyperraum – musste er ehrlich zugeben, hatte er keinerlei Ahnung ob seine Nachricht überhaupt würde übermittelt werden können. Der Flug nach Bastion hatte sich allerdings bereits drastisch verkürzt, sodass der Timer auf einem der Displays gerade ansprang und die letzten Sekunden seiner Reise anzeigte. Mit einem kurzen, kaum spürbaren Rucken machte die Fähre den Sprung zurück in den Normalraum, wo lange weiße Linien langsam aber sicher zu den allseits bekannten weißen Punkten wurden. Überraschenderweise sah das System um Bastion mittlerweile, was die Anzahl der stationierten Schiffe anging, deutlich anders aus. Ein Großteil davon war schlicht und einfach verschwunden. Vielleicht ob der sich anbahnenden Krise an strategisch wichtigen Positionen eingesetzt? Er konnte nur die Schultern zucken, würde man ihn dazu befragen, betätigte derweil den ‚Senden’ Knopf sodass seine Nachricht übermittelt wurde. Unterdessen passierte die Fähre einen Inneren Ring der Verteidigungsanlagen und wurde mit einem Kurs zum Sith Orden versehen.

Nergal, dem es herzlich egal war ob er landete, oder der Autopilot schaltete selbigen ein und begab sich nach hinten. Ließ das Cockpit hinter sich um all seine Waffen wieder an seinem Gürtel zu befestigen und auch seinen Umhang wieder anzulegen. Jetzt wieder in den Klamotten die er zuvor getragen hatte, fühlte er sich deutlich wohler, als in der Kleidung die er zur Zeremonie hatte anlegen müssen. Zeitgleich mit dem Anlegen seiner Lichtschwerter wurde das Ordensgebäude immer größer, bis es das Cockpitfenster vollkommen ausfüllte…



[Landeanflug auf den Sith Orden – Fähre – kurz vor der Landung in einem Ordenshangar] – Nergal
 
Luftraum um Coruscant - an Bord der Diamantenfeuer - bei Jo, Mara Selaren, Quietschi, Stochi

Und? Welcher Planet darf's denn sein?

Nach Jo's zurückhaltenden Hinweisen, war Mara richtig gespannt auf den Zielort. Während sie noch auf die Koordinaten wartete, startete sie bereits den Motor des Schiffes und steuerte in den Orbit von Coruscant.

Noch immer waren hier viele Patruillen unterwegs und auch das ein oder andere Kriegsschiff des Imperiums flog hier noch umher. Wieder war Mara glücklich über ihre alte Frachter-ID. Auch war sie froh, dass sie auf dem Hinweg bereits als Frachter aufgetreten war und nun eine gute Erklärung dafür haben würde, warum sie den Planeten wieder verließ. Immerhin hätte sie genug Zeit gehabt, ihre Fracht loszuwerden und neue einzusammeln, was sie ja gewissermaßen auch getan hatte.


Luftraum von Coruscant - an Bord der Diamantenfeuer - bei Jo, Mara Selaren, Quietschi, Stochi
 
Luftraum von Coruscant - an Bord der Diamantenfeuer – mit Mara Jade, Mara Selaren, Quietschi, Stochi

Tief schnaufte Jo durch als sie sich auf den Sitz in Mara J. Cockpit fallen lies. Nein, sie waren noch nicht weg hier und sie waren auch alles andere als in Sicherheit. Aber dieses Schiff und vor allem seien Besitzerin war ein Hoffnungsstrahl, mit dem Jo nicht einmal Ansatzweise gerechnet hatte. Um so erleichterter war sie das beides hier war.

Bald haben wir Coruscant verlassen. So wie du es wolltest Mara. Ich hoffe, das du nun endlich etwas besser zur Ruhe kommst.

Wandte sich Jo an Mara S. während sie beide im Cockpit saßen und auf Mara J. warteten.

Wenn du Ruhe brauchst, frag Mara. Es gibt hier sicher eine Kabine, in die du dich kurz zurück ziehen kannst.
Aber… nun ja, … ich würde mich freuen, wenn du die Kraft findest mit mir und vielleicht auch Mara zusammen ein wenig zu trainieren, bevor wir auf Calamari ankommen.


Ein aufmunterndes Lächeln schenkte Jo ihrer Padawan noch, bevor Mara J. dann auch zu ihnen stieß und die Diamantenfeuer bald darauf in den Himmel schoss.

Mon Calamari!

Erwiderte Jo erst einmal knapp auf Mara J. Frage, welcher Planet nun ihr Ziel sein sollte.
Doch allein bei der knappen Information wollte es Jo nicht bewenden lassen. Sie waren nun in sicherem Raum. Kein Grund mehr in Rätsel’n und Andeutungen zu sprechen.


Wir erwarten dort auf die Flotte der Neuen Republik zu treffen und Mara will sich einer neu gegründeten Staffel anschließen, in der Jedi integriert werden sollen!
Direkt wie für Mara gemacht, diese neue Idee der Flotte. Manchmal denke ich ja schon fast, das sie mir Krank wird wenn sie nicht ab und an fliegt.


Jo lächelte verschmitzt vor sich hin, wurde dann aber wieder ernster und erzählte weiter.

Die Information zu dieser Staffel erhielt ich noch als wir auf Ossus in der verborgenen Basis waren und ich wusste gleich, das es etwas für Mara ist. Allein, die Entscheidung musste sie selbst treffen.
Doch bevor es zu einer Entscheidung kam, brachte uns unser Weg nach Coruscant. Mehrere kehrten mit uns zurück. Sinaan, Tom, Sen, Mara, Vorin, Steven, Arkon und Jor.
Sie alle begleiteten uns. Und ich glaubte es wäre der richtige Weg. Es zog mich so sehr wieder zurück zu jenem Ort den wir damals, als Padawan, Zuhause nannten
Aber…


Jo stockte und wandte sich kurz Mara S. zu bevor sie leise weiter sprach.

…nun, ich habe einigen bösen Visionen meiner Padawan nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt und ein Mädchen, das ich eigentlich als meine zweite Padawan annehmen wollte, starb in den dunklen Gassen der unteren Ebene. Sen’s Tod hat eine tiefe Wunde hinterlassen. Bei uns allen.

Mehr konnte Jo im Moment nicht sagen und eigentlich wollte sie es auch nicht, so lange Mara S. dabei war. Später, wenn Mara J. es wollte, konnte Jo mehr sagen und vielleicht würde es ihr sogar gut tun mit ihrer alten Freundin über all die Zweifel zu sprechen, die sie belasteten. Aber jetzt war wohl kaum der Moment dafür.
Ein Ruck ging durch das Schiff und Sternenlinien zog nun an den Fenstern des Schiffes vorbei! Der Hyperraum. Sie waren fort von Coruscant und Jo verlor noch immer nicht das Gefühl einen Ort zu verlassen, an dem sie bald gebraucht würde. Aber sie durfte diesem unbestimmten Gefühl nicht nachgeben. Erst recht wo sie noch nie ein Talent für Vorahnungen und Derlei hatte. Wahrscheinlich war es nur ein rein privates Gefühl, das sie lieber hätte auf Coruscant bleiben lassen wollen. Shane! Warum kam er und dieser Abend im Arboretum immer wieder in den Sinn?
Ohne das sie es direkt bemerkte lächelte Jo kurz, fasste sich dann aber wieder, fokussierte ihre Gedanken auf das hier und jetzt und kramte nun die Datenkarte heraus, auf der sie alle Eckdaten zu ihrem Ziel kopiert hatte. Hier waren auch die Kenncodes, genaue Koordinaten und andere Nützlichkeiten für ihren Anflug und die Identifikation verzeichnet.


Hier, die Daten haben wir damals per Kurier bekommen. Damit dürfte es nur geringe Schwierigkeiten geben, wenn wir unser Ziel erreichen.

Jo legte die Datenkarte auf ein kleines, ausgeklapptes Tischchen direkt neben Mara J. und lies sich dann tief in den Sitz zurück sinken in dem sie gerade saß. Dann legte sich wieder ein breites, hintergründiges Grinsen auf ihr Gesicht und sie meinte mit deutlichem Amüsement in der Stimme.

Ich bin ja schon gespannt was die für Augen machen wenn sich da eine blinde Jedi meldet und nach der neu zu gründenden Jägerstaffel fragt.

Hyperraum in Richtung Mon Calamari - an Bord der Diamantenfeuer – mit Mara Jade, Mara Selaren, Quietschi, Stochi
 
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