Weltraum (Neue Republik)

{Irgendwo/MC18 von Cethra/Cockpit} mit Cethra, Nen-Axa und Meredith

Zusätzlich zu Cethra kehrte auch Meredith zurück in das Cockpit. Sie ging davon aus dass sie keinen Piraten auf den Leim gegangen waren....das oder es waren einfach schlechte/faule Piraten gewesen. Auch Tzun bezweifelte das sie mit Absicht in eine Falle geraten waren, ihm kam es eher so vor als wären sie "zufällig" in ein altes Minenfeld geflogen und hatten dabei das Pech gehabt, an eine Mine zu geraten welche noch funktionierte. Er erwiderte ihr, immer optimistisch wirkendes, lächeln leicht auch wenn sein Kopf pochte vor den Schmerzen seiner kleinen Wunde und der Konzentration auf die Umgebung des Raumschiffes. Cethra indes steuerte das Raumschiff souverän in die von ihm angezeigte Richtung und erkannte den Planeten ebenfalls auf ihren Sensoren, jedoch waren keine genaueren Daten möglich: Sie mussten jetzt wirklich Glück haben. Vorsichtig bewegte Cethra sie auf den Planeten zu, als Tzun etwas spürte, leblos, dunkel wie vieles um den Raumfrachter herum, doch deutlich anders als die Asteroiden. Kein Schrott, dagegen sprach die Struktur die er erspüren konnte. Das war also nur eines, reflexartig klammerte er sich in den Sessel auf dem Cethra saß und wollte gerade sie warnen, als diese Vollgas gab. Sie hatte es ebenfalls gespürt.

Mit einem Wagemutigem Manöver steuerte Cethra das Schiff an einem Asteroidenhaufen vorbei, in der Hoffnung die Minen, welche sie verfolgten, abzuschütteln. Tzun klammerte sich weiter fest an den Sessel als er spürte wie die Minen detonierten, die Asteroiden auseinandergebrochen wurden und diese Brocken die Schilde trafen. Die Kontrollen begannen Rot zu leuchten und schrien ihren Protest heraus als sie das Asteroidenfeld verließen und den Planet erreichten. Das Feuer des Wiedereintritts in der Atmosphäre brannte um das Raumschiff, kochte sie im Innerem aber nicht. Cethra tat was sie konnte, vergeblich wie es schien. Mit einem lautem Knall und einem starkem Ruck knallte das Schiff gegen etwas, sie alle wurden umhergeschleudert und Tzun spürte wie sein kompletter Körper schmerzte, überall stach etwas in seinen Rücken und sein Kopf pochte extremst schmerzhaft. Er blinzelte die Sterne weg welche vor seinen Augen tanzten und rieb sich die Augen, bevor er sich langsam etwas aufrichtete. Er war gegen eine Wand mit Kontrollen geschleudert worden, Cethra war gegen die Flugkontrollen gestoßen worden, das schwere Stöhnen von ihr zeigte das sie noch am Leben war. Meredith lag auf dem Boden, Nen-Axa zum Teil auf ihr und konnte sich ebenfalls langsam aufrappeln. Mit schwerem Atem beugte sich Tzun zu Meredith hinunter und drehte sie so, das er in ihr Gesicht blicken konnte. Ihr Atem ging ebenfalls schwer, aber sie schien ebenfalls durch den Aufprall große Schmerzen zu haben, wie es ihren Flügeln ging ganz zu schweigen. Nun konnte Tzun auch einen Blick durch das Fenster des Cockpits werfen, dunkle Flüssigkeit waberte davor, sie befanden sich unter Wasser!

Ob das Glück oder Unglück war, soweit konnte er sich noch nicht dazu durchringen dies zu beurteilen. Er blickte zu Nen-Axa der sich um seine Padawan kümmert so wie er nach Meredith geschaut hatte.


"Geht es euch und Cethra gut? Ich müsste euch bitten auch auf Meredith acht zu geben, ich kann das Schiff verlassen und nachschauen wie tief wir uns befinden. Mit Glück ist ein Ufer in der Nähe, dann können wir uns in Sicherheit bringen."

Auch wenn man dem Arconier gut ansah das es ihm ebenfalls nicht wirklich gut ging war es ihre einzige Chance hier das Schiff zu verlassen, auch wenn Tzun eigentlich Meredith nicht von der Seite weichen wollte bis er wusste wie es ihr genau ging, konnte er als Amphibie problemlos im Wasser schwimmen und schauen wo sie sich befanden. Nen-Axa stimmte seiner Idee zu und Tzun begann mit schmerzenden Beinen aus dem Aufenthaltsraum ein Kom zu holen, welches er Nen-Axa brachte damit sie Kontakt halten konnten. Er selbst ging zu seinen Sachen, welche er im Aufenthaltsraum gelagert hatte und welche nun überall verstreut waren. Nach kurzem suchen hatte er sein Komlink gefunden und lief zur Andockschleuse, hier konnte er problemlos das Schiff verlassen, ohne den Rest zu fluten und sie alle damit in Gefahr zu bringen. Der Notstrom reichte sogar aus damit alles funktionierte, sehr gut. Tzun legte seine Jedi-Robe zur Seite und nahm das Komlink fest in seine Hand als er die Kontrollen betätigte, auf seiner Seite öffnete sich nun das erste Schott der Schleuse damit er hinein treten konnte. In der Mitte gab es eine Kontrolle, womit er die Tür hinter sich schließen konnte und die andere Schleuse hinaus in das Wasser öffnen konnte. Als er die Schleuse öffnete flutete sofort das Wasser den kleinen Raum und durchnässte seine Kleidung, welche jedoch nicht zu schwer für ihn wurden. Mit einem kraftvollem Stoß katapultierte sich Tzun aus der Schleuse hinaus und blickte sich um. Das Schiff war flach aufgeschlagen und hatte sich in einen großen Haufen Schlamm gebohrt. Nur wenige Meter waren es von der Oberseite des Schiffes bis hinauf zur Luft und sie befanden sich sehr nahe an einem Strand. Innerlich erschauderte Tzun als er daran dachte wie knapp es gewesen war, wären sie einige Meter weiter weg aufgeschlagen wären sie wohl alle tot.

Mit eleganten Schwimmbewegungen, welche für Tzun so selbstverständlich waren wie für andere das Laufen, kam er locker bis zur Wasseroberfläche und streckte seinen Kopf aus dem Wasser, wenige Meter entfernt befand sich wirklich schon ein Strand, ein breiter Streifen Erde der über ging in ein Waldstück welches sich nach Links und Rechts erstreckte. Langsam schwamm er hinüber bis zum Strand um dort ersteinmal sich umzusehen und seinen Geist auszustrecken. Er spürte die lebendige Aura der Lebensformen die sich hier versammelt hatten um zu Leben, die Luft war gesund und das Wetter zwar aktuell bewölkt aber warm. Er nahm das Komlink hoch und begann hinein zu sprechen um Nen-Axa zu erreichen. Sein Blick wanderte dabei über die Schulter zum Wasser welches sich bis zum Horizont erstreckte, sie befanden sich an einem Meer.


"Nen-Axa, bitte kommen hier spricht Tzun Suz. Wir haben Glück, wir befinden uns unmittelbar an einem Strand, wahrscheinlich ist aktuell Flut und deswegen ist unser Schiff so "bequem" gelandet. Wie geht es Meredith und Cethra? Wenn ihr Zustand stabil ist würde ich vorschlagen das wir das Schiff räumen und bei Ebbe den Schaden inspizieren."

{Unbekannter Planet/Strand} Allein
 
[Weltraum (Neue Republik) | Irgendwo zwischen Lianna und Ruusan | Unbekannter Planet | unter Wasser | Cethra Jaynes MC30 | Cockpit] Nen-Axa, Cethra Jayne, Tzun Suz, Meredith Clay

Ächzend kroch der Jediritter von Meredith herunter - irgendwie war er auf sie gestürzt. Für sie war das sicherlich sehr unangenehm, denn er war um einiges schwerer als die zierliche Halb-Diathim. Sobald er stand, reichte er ihr die (noch immer) unverletzte rechte Hand, um ihr aufzuhelfen. Sie machte einen ziemlich ramponierten Eindruck, aber sie konnte aufstehen. Auch Tzun Suz war schon wieder auf den Beinen und machte sogar einen ziemlich wachen und gefassten Eindruck: Der Kaminoaner schien zäher zu sein, als seine schlanke Gestalt vermuten ließ. Allerdings lag Cethra Jayne noch auf dem Boden des Cockpits und schien nicht bei Bewusstsein zu sein. Sofort machte der Arcona zwei schnelle Schritte auf sie zu und kniete dann bei ihr nieder. Hätte er in diesem Moment klar gedacht, dann hätte er sie nicht bewegt - schließlich war es möglich, dass sie eine Verletzung der Wirbelsäule erlitten hatte. Doch er war innerlich zu aufgewühlt, um daran zu denken. Er griff unter ihre linke Schulter und den Nacken und hob sie leicht vom Boden auf, um ihren Kopf auf sein Knie zu betten. Im ersten Augenblick reagierte sie nicht und er fürchtete das Schlimmste - doch dann spürte er in der Macht, dass sie am Leben war, und im nächsten Moment begann sie, sich zu bewegen. Erleichtert seufzte er, als seine Schülerin zu sich kam.

Nen-Axa konnte es kaum fassen: Sie waren alle am Leben. Das Schiff hatte den ruppigen Flug durch die Atmosphäre und die Notlandung auf dem fremden Planeten überstanden, ohne dabei in Stücke zu brechen. Und obwohl sie alle mächtig herumgeworfen worden waren und die eine oder andere zusätzliche Blessur davon getragen hatten, war kein Mitglied des Teams ums Leben gekommen. Wie leicht hätte diese Reise mit einer Katastrophe enden können! Während des kaum kontrollierten Sinkflugs hatte er echte Todesangst gelitten und in gleichem Maße um seine Gefährten gefürchtet. Er hatte insbesondere große Sorge um seine Padawan gehabt. Am quälendsten war jedoch der Gedanke gewesen, dass seine Kinder vergeblich auf die Rückkehr ihres Vaters warten und zu Waisen werden könnten. Diese Vorstellung hatte ihn beinahe in den Wahnsinn getrieben. Doch der Aufschlag und ein paar Momente der geistigen Umnachtung hatten ihn von dieser Seelenqual erlöst und nun, nach dem Erwachen, zeigte sich, dass alles gut gegangen war. Nunja, zumindest weit besser, als es hätte kommen können.

»Geht es Euch und Cethra gut?« fragte Tzun Suz.

»Wir sind keine Ärzte, aber eins ist sicher: Es hätte tausendmal schlimmer kommen können!« lautete Nen-Axas Antwort. »Die Macht war mit uns, und glücklicherweise auch Cethras Fähigkeiten als Pilotin!«

Der nächste Satz des Kaminoaners irritierte ihn. Wie tief? Ufer? Sein Blick fiel auf die Sichtfenster. Dahinter sah er nur Schwärze. Er ließ seine Machtsinne nach draußen schweifen und merkte schnell, dass das Schiff weder von Vakuum noch von Atmosphäre umgeben war.

»Ist das Wasser? Verdammt!«

Das war wirklich keine gute Nachricht. Das Wissen, dass die Schiffe der MC30-Klasse zugleich als U-Boote fungieren konnten, beruhigte ihn nicht wirklich. Der Arcona kam von einem Planeten, auf dem es keine Gewässer gab. Zusammenhängende Wasserflächen, selbst in der Größe von Gartenteichen, waren für ihn noch immer eine ziemlich exotische Sache. Er liebte Wasser - den Anblick, den Geschmack, das Gefühl auf seiner borkigen Haut. Aber das bedeutete nicht, dass er gerne mittendrin sein wollte. Die Vorstellung, dass er komplett davon umgeben war und eine Wassersäule unbekannter Höhe auf die möglicherweise beschädigte Schiffshülle drückte, löste ein klaustrophobisches Angstgefühl bei ihm aus. Sicherlich hätte es ihn beruhigt, den Druckmesser abzulesen, der bescheinigte, dass sie nicht in allzu großer Tiefe waren und der Rumpf des MC30 der Belastung standhielt - aber das konnte er nicht.

»Ihr wollt wirklich da hinaus?« fragte er Ritter Suz hinterher, doch der war bereits in Richtung Aufenthaltsraum verschwunden. Nen-Axa beneidete ihn um die Entschlossenheit, mit der er auf diese Krise reagierte. Er selbst bemühte sich um Fassung, doch es gelang ihm bei weitem nicht so gut wie dem ehemaligen Padawan von Rätin Skywalker-Master. Unbeirrt von den offenkundigen Zweifeln des Arcona machte Tzun Suz sich bereit, das Schiff durch die Druckschleuse zu verlassen, obwohl er nicht wissen konnte, welche Gefahren ihn dort draußen erwarteten. Aber er hatte natürlich Recht: Sie mussten sich einen Überblick über ihre Lage verschaffen, und da sie sich auf die Sensoren des MC30 längst nicht mehr verlassen konnten, war ein Kundschafter von unschätzbarem Wert. Er verzichtete darauf, es dem Kaminoaner ausreden zu wollen, und hoffte einfach, dass alles gut ging.

Bewaffnet mit seinem Comlink beobachtete er von der inneren Schleusentür aus Tzuns Ausstieg. Die schlanke Gestalt geriet in dem trüben Wasser sofort außer Sicht.


»Dein Meister weiß was er tut«, sagte er zu Meredith, für den Fall, dass sie ein paar beruhigende Worte vertragen konnte. Allerdings wusste er nicht, ob seine sorgenerfüllten Gedanken für sie ebenso deutliche Worte sprachen.

Es dauerte nicht lange, bis der Kaminoaner sich meldete, aber Nen-Axa war die Zeit weit länger vorgekommen. Seine Stimme zu hören und zu erfahren, dass es ihm gut ging, war sehr beruhigend.

»Macht Euch um uns keine Sorgen, hier ist die Lage unverändert«, antwortete er. »Die Atmosphäre ist also atembar? Dann müssen wir zusehen, dass wir an Land kommen. Könnt ihr beiden schwimmen?«

Diese Frage war an Cethra und Meredith gerichtet. Doch er musste sie sich auch selbst beantworten. Nen-Axa war alles andere als ein guter Schwimmer. Während seiner Ausbildung hatte er die Grundlagen gelernt, so dass er grundsätzlich wusste, wie er sich bewegen musste, um nicht einfach unterzugehen wie ein Stein; aber er hatte so gut wie keine Übung darin. Noch nie war er in einem undurchsichtigen, schlammigen Gewässer getaucht. Er würde es wagen, wenn es notwendig war, aber jede Alternative war ihm lieber.

»Cethra, reicht die Notenergie vielleicht, um das Schiff aus dem Schlamm zu ziehen und an den Strand zu manövrieren? Wenn nicht, müssen wir wohl wirklich auf die Ebbe warten und... Augenblick! Ritter Suz, Ihr sprecht von Gezeiten - ist das um uns herum etwa Meerwasser? SALZwasser!?«

Das wäre jedenfalls fatal. Natriumchlorid war für Arcona weit giftiger als für die meisten humanoiden Völker. Hinzu kam die starke Suchtgefahr. Und natürlich Nen-Axas persönliche Lebensgeschichte, wegen der er nicht Gefahr laufen wollte, auch nur die kleinste Menge Kochsalz zu verschlucken. Das Schiff zu verlassen, solange es von Salzwasser umgeben war, kam für ihn nie und nimmer in Betracht!

[Weltraum (Neue Republik) | Irgendwo zwischen Lianna und Ruusan | Unbekannter Planet | unter Wasser | Cethra Jaynes MC30 | bei der Schleuse] Nen-Axa, Cethra Jayne, Meredith Clay; Com-Verbindung zu Tzun Suz (am Strand)
 
Weltraum ( Neue Republik) - Zwischen Lianna und Ruusan- unbekannter Planet- Cethras Schiff- mit Tzun Suz, Cethra und Nen-Axa

Sie fühlte sich von Murphys Gesetz verfolgt. Schlimme Dinge zogen andere, noch schlimmere Dinge nach sich. Das Minenfeld an sich war ja schon ein Abenteuer gewesen, doch der Absturz danach hätte wirklich nicht mehr sein müssen. Das Schiff zerschellte zwar nicht an irgendeiner Steinkugel, schlug jedoch hart genug auf um alles aus den Verankerungen zu reissen, dass bis jetzt noch gehalten hatte. Meredith hatte gehofft, wieder ihre halbwegs sichere Zuflucht unter dem Tisch zu erreichen. Doch dieses Mal hatte sie nicht so viel Glück und die Welt um sie herum versank im Chaos, bevor sie auch nur halbwegs in der Nähe war. Sie spürte noch, wie sie rückwärts an eine der Wände geworfen wurde. Der Flügel, der immernoch in der albernen Schiene klemmte, konnte nicht anders und brach zusammen mit seinem Geschirr. Doch das Mädchen kam nicht mehr dazu, Schmerz zu empfinden. Beinahe gütig umfing sie die Dunkelheit der Bewusstlosigkeit. Sie kam gerade wieder zu sich, als ihr Meister sie umdrehte und bereute es fast Augenblicklich. Ihr Körper schien nur noch aus Schmerz zu bestehen. Meredith versuchte, sich zu bewegen, doch es ging irgendwie nicht. Ein Blick nach unten zeigte ihr, das Nen-Axa auf ihr lag. Sie wusste nicht, warum. Aber das wenigstens Cethras Meister "weich" gelandet war, brachte sie gerade zum Lachen. Doch sie merkte schnell, dass sie das besser lassen sollte.

Der Arcona zwang sich einen Augenblick später hoch und war dann auch so freundlich, ihr aufzuhelfen. Ihr rechtes Knie gab unter dem Gewicht ihres Körpers komisch nach, doch Meredith ignorierte das erstmal und stellte sich halt auf das Linke. Besorgt beobachtete sie, wie sich Nen-Axa um Cethra kümmerte. Die andere Padawan sah übel aus und einen Moment hielt das Mädchen den Atem an, bis sie sah, wie sich Cethras Brust hob und senkte. Zumindest keine Toten. Das war doch schonmal ne gute Nachricht.

Meredith blieb an die Wand gelehnt stehen und beobachtete, wie ihr Meister das Schiff verlies. Dem Arcona schien das mehr Sorgen zu bereiten als ihr und er versuchte sie zu beruhigen, dass der Kaminoaner wusste was er tat.

Natürlich. Er ist von uns allen hier am Besten für diesen Ausflug geeignet. Meister Suz dürfte sich da draussen wie zu Hause fühlen.

Ihre Worte waren ruhig und voller Vertrauen in die Fähigkeiten des Jedi-Ritters. Natürlich hätte es bessere Vorraussetzungen geben können. Keine Verletzungen und ein bekanntes Gewässer zum Beispiel. Aber sie glaubte fest daran, dass ihr Meister sich bald melden würde. Während sie wartete, humpelte Meredith wieder in Richtung Cockpit. Dort hatte sie den Erste-Hilfe-Kasten das letzte Mal gesehen. Gerade als sie ihn aufgehoben hatte und aus dem Fenster sah, entdeckte sie eine grosse Kreatur mit entsprechend grossen Zähnen, die lautlos am Fenster vorbei schwamm. Na Prima. Sofort kehrte sie- immer an der Wand lang - zum Aufenthaltsraum zurück. Gerade rechtzeitig um zu hören, wie Nen-Axa "SALZwasser" sagte. Nein, er sagte es nicht, er schrie es fast in das Com. Meredith suchte Blickkontakt zu dem Jedi-Ritter und fand mehr als nur Sorge in seinen Augen. Er hatte Angst. Sie blickte ihn verständnisvoll an. Schliesslich hatte er Familie. Lächelnd ging sie zu ihm und nahm nun ihrerseits beruhigend seine Hand.


Meister Nen-Axa. Keine Angst, wir kommen alle wieder zurück nach Hause. So fies kann das Schicksal nicht sein und euren Kindern auch noch den Vater nehmen. Wir können da eh nicht so raus. Da ist grad was grosses, hungriges vorbeigeschwommen. Wenn wir jetzt raus gehen, sind wir nicht mehr Cethra, Meister Nen-Axa und Meredith sondern Vorspeise, Hauptgang und Dessert.

Aber so leicht wollte das Mädchen nicht aufgeben und sie fing an nachzudenken. Sie waren unter Wasser, welches für ein Gruppenmitglied giftig war. Das Schiff an die Oberfläche zu bringen, war im Moment wahrscheinlich nicht möglich. Schliesslich hatten sie ja nichtmal genug Energie gehabt, um normal zu landen. Hier bleiben konnten sie auch nicht. Die Lebenserhaltungs-Systeme waren schon länger überbrückt und der Sauerstoff ging langsam zur Neige. Wie zufällig sah sie auf die Tür, die zum Frachtraum führte und ihr Blick hellte sich auf.

Natürlich! Meister Nen-Axa, ihr müsst nicht schwimmen!Wir nehmen Frachtkisten! Die sind erstens Luftdicht- also geht auch kein Wasser rein. Aber es ist Luft drin, also müssten sie aufsteigen. Ausserdem sind die zu gross für das Vieh da draussen. So ne Kiste sieht wahrscheinlich eh nicht besonders appetietlich aus. Also zumindest nicht so sehr wie ein Schwimmer. Wir müssten nur alles aus dem Frachtraum hier rein holen, was nicht im Meer verschwinden soll. Noch mehr Chaos fällt aber nicht auf hier. Dann 4 Kisten. Je eine für einen für uns plus eine mit dem, was wir oben brauchen. Proviant, Verbandsmaterial, Wasseraufbereitungs-Kapseln. Eine Kiste bräuchte 3 Löcher, aber ich denke, da könntet ihr mir sicher helfen. Und bevor ihr Fragt: Ich muss meine Kiste von innen verriegeln können, was schlecht geht, wenn die Klammern aussen sind. Also spann ich ein Seil innen, das den Deckel an den Boden zieht. Darum 3 Löcher: 1 im Deckel und zwei im Boden. Und bevor ihr Fragt, warum ich das machen soll: Erstens vertrag ich Salzwasser im Gegensatz zu euch und zweitens bin ich auch leichter als Cethra, weswegen ich schneller an der Oberfläche sein sollte , als Wasser in die Kiste läuft. Dann gehen wir in die Kisten und machen es wie mein Meister. Tür auf, raus und hoch. Meister Suz hat mir gesagt, er seie besonders gut im Levitieren. Er könnte uns das ja mal beweisen und die Kisten ans Ufer holen, sobald sie an der Oberfläche auftauchen. Gut, wir werden wahrscheinlich ordentlich durchgeschüttelt, wenn das Wasser uns aus dem Frachtraum spült, aber das sind wir jetzt ja schon gewohnt.

Als nächstes bedachte sie den Jedi-Ritter mit einem Blick.


Und Öl sollten wir mitnehmen. In Küstennähe ist auch die Luft salzhaltig. Ich weiss ja nicht, wie empfindlich ihr auf Salz reagiert, aber ich denke, dass das Salz aus der Luft mit der Zeit auch gefährlich wird für euch. Wenn ihr euch regelmässig einölt, wird zumindest die Gischt abgehalten. Dass ihr es einatmet, werden wir wohl nicht verhindern können- es sei denn, ihr habt da noch eine gute Idee. Aber zumindest die Aufnahme über die Haut ist so blockiert.

Das Mädchen hielt kurz inne und blickte zwischen Cethra und deren Meister hin und her.


Klingt das halbwegs nach einem Plan oder hab ich arg eins an den Kopf bekommen?

Weltraum ( Neue Republik) - Zwischen Lianna und Ruusan- unbekannter Planet- Cethras Schiff- mit Cethra und Nen-Axa- Tzun Suz am Strand
 
[Unbekannter Planet - Cethra's MC18, unter Wasser] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa

In den ersten Minuten, nachdem sie das Bewusstsein wieder erlangt hatte, fühlte sich Cet noch zu benommen, um groß auf ihre Umwelt zu reagieren. Sie spürte, dass ihr Miester ihren Kopf auf seinen Knien hielt und dass da noch jemand im Schiff war. Aber zuerst wollte ihr zu niemandem der beiden ein Name einfallen und auch bei ihrem eigenen war es etwas schwammig- Aber nach und nach fand sie weiter in die Realität zurück, erinnerte sich an die Namen und registrierte auch, dass die Stimme von Merrys Meister über ein Komm-Gerät zu kommen schien. Als sie versuchte erleichtert zu seufzen bereute sie es sofort...sowohl das seufzen, als auch wach zu sein. Ihr Brustkorb tat höllisch weh. Das atmen schmerzte fürchterlich und ging nur in kurzen, flachen Atemzügen.

"Ich...ich, hab auch noch...eine...Idee..." presste Cethra hervor. Ihre ersten Worte seit der Landung, abgehackt und kurzatmig. Sie sah zu ihrem Miester empor. "Ich...hab...einen...Raumanzug. Hat auch...keine eigene... Luftversorgung....und keine Heizung. Ist nur...für Druckverlust...innerhalb...des Schiffes gedacht. Sollte aber...bis zum Ufer...reichen. Au...verd..."

Sie legte sich eine Hand auf die Schulter und versuchte einen Moment lang ihre Atmung unter Kontrolle zu bekommen, ohne Schmerzen zu leiden und trotzdem nicht zu ersticken. SIe hatte Merrediths Vorschlag gehört. Ansich war es ein guter Vorschlag. Sie konnte sich auch nicht viele Tiere vorstellen, die eine Frachtkiste fressen würden. Andererseits wiederstrebte ihr der Gedanke, sich in einer Kiste ins Wasser zu begeben und dabei ihr halbes Schiff zu fluten. Was davon ihr mehr Angst machte, war ihr nicht ganz klar.

"Wir sollten...aber trotzdem...versuchen....die Personenluft...schleuse zu benutzen. Schiff...muss...ganz bleiben... Die schmalen Kisten...passen vielleicht...durch. Wird eng drin...und jemand muss...die Schleuse bedienen..."

Mehr brachte sie im Moment nicht heraus. Mit einem Schmerzerfüllten Stöhnen richtete sie sich langsam auf und lehnte sich gegen die nahe Wand. Sie hielt ihr Gesicht gesenkt. Mit einem Mal überkam sie das furchtbare Gefühl versagt zu haben. Sie hatte alle anderen in Gefahr gebracht. Ihren Meister, Meredith und Tzun Suz. Es war ihre Verantwortung gewesen, als Schiffsführerin. Auch wenn sie sah, dass die Auren der anderen beiden kräftig und lebendig waren, machte sie sich in diesem Moment große Vorwürfe.

[Unbekannter Planet - Cethra's MC18, unter Wasser] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa
 
{Unbekannter Planet/Strand} Allein

Tzun schluckte kurz als Nen-Axa fragte ob es sich um Salzwasser gehandelt hatte in das sie geraten waren. Er erinnerte sich an die Worte des Arconiers, das Salz für seine Spezies eine Gefahr darstellte und ihn aus dem Schiff zu bekommen war damit eine schwierige Angelegenheit, der Kontakt mit einer solchen Menge Salzwasser würde ihn wahrscheinlich umbringen. Dem Kaminoaner fiel ein Stein vom Herzen als er hörte das es den beiden gut ging, die Macht war wahrlich mit ihnen gewesen. Meredith sprach ebenfalls in die Comeinheit und hatte eine wahrlich grandiose Idee, sie sollten sich in Frachtkisten setzen und dann sich zur Oberfläche treiben lassen. Tzun konnte dann mithilfe der Macht ihren Aufstieg beschleunigen und sie an das Ufer lotsen, wodurch sie in kürzester Zeit unbeschadet bis ans Ufer gelangen konnten. Cethra warf, schwer atmend, irgendetwas ein, weswegen Tzun nocheinmal nachfragte. Nen-Axa wiederholte die Worte seiner Padawan, sie bot einen Raumanzug für ihren Meister an, wodurch dieser geschützt wäre vor dem Salzwasser und auch die Luftschleuse betätigen könnte.

"Wunderbare Idee Meredith, ich würde vorschlagen das wir wie folgt vorgehen: Das Notwendigste in eine Kiste, dazu noch Meredith und Cethra in je eine andere. Diese wie von Meredith vorgeschlagen versiegeln und ihr Nen-Axa nehmt den Raumanzug, zieht diesen bitte bald an. Wenn ihr nämlich die Luftschleuse wieder versiegelt und auf eurer Seite öffnet fließt das Wasser hinaus und ich möchte nicht das ihr einem Risiko ausgesetzt seid. Ihr öffnet die Schleuse und marschiert den Strand hinauf bis hier hoch, ich werde versuchen die Kisten hier hoch zu lotsen. Dann schauen wir weiter, wenn die Flut verschwindet können wir uns um das Schiff kümmern und weitere Gegenstände hinaus schaffen die wir benötigen."

Andere Alternativen hatten sie kaum, weswegen der Plan angenommen wurde. An Bord zu bleiben war extremst riskant da die Lebenserhaltungssysteme den Geist aufgeben konnten und man dann qualvoll ersticken würde. Wenn sie einen Überblick über den Schaden hatten der angerichtet worden war konnten sie versuchen die wichtigsten Systeme wieder zu stabilisieren und dann zum nächsten bewohnten Planeten fliegen um dort Hilfe zu holen. Wichtig war in erster Linie das die Kommunikation an Bord funktionieren sollte um einen Notruf abzusetzen. Wenn sie danach noch Lebenserhaltung, Schilde, Sublicht- und Hyperantrieb sowie Sensoren wieder auf stabile Leistungen bringen konnten wären sie im Nu weg von diesem Planeten. Tzun ging am Strand in die Knie und legte seine Hände in den Schoss um sich zu beruhigen. Es war wichtig die Kisten hier hoch zu manövrieren und er durfte sich nicht erlauben das irgendetwas schief ging. Langsam legte er seine Hände zusammen, in denen sich das Komlink befand. Er wartete, beruhigte seinen Geist und öffnete ihn um sich vollkommen auf diese Aufgabe konzentrieren zu können, er untersuchte das nahe gelegene Wasser. Er spürte die Lebensformen die dort umherkrabbelten und Schwammen, kleine Insekten und Krebse wie auch Fische und Quallen, jedoch nichts was akut bedrohlich wirkte. Das Wesen was Meredith erwähnt hatte war wohl woanders jagen gegangen. Er hörte wie Nen-Axa funkte das sie nun die Schleuse öffnen würden, Tzun richtete seinen Geist auf das Raumschiffwrack. Er spürte die Lebenszeichen des Jedis und der beiden Padawane hell pulsierend im Wasser, wie auch daneben die Kiste für ihr Proviant. Er lies das Komlink in seinem Schoss liegen und streckte die Hände nach Links und nach Rechts aus, seinen Atem in Gleichklang bringend. Die Kisten stiegen nach oben, jedoch sehr langsam und sie mussten noch zum Ufer gelangen. Leicht krümmte Tzun seine Fingerspitzen, als würde er ein Tuch hochziehen wollen, und begann leicht seine Hände zu heben, sein Geist konzentrierte sich und er spürte wie die Kisten von Meredith und Cethra nach oben gezogen wurden, in Richtung des Ufers. Nen-Axa stapfte indes durch das Wasser zum Ufer hoch, langsam aber zielstrebig. Es dauerte nicht lange bis die Kisten kurz vor dem Ufer waren, und Tzun seine Aufmerksamkeit dann auf die dritte Kiste richten konnte, welche er ebenfalls ans Ufer zog.

Er ließ die Hände sinken, als die Frachtkisten ans Ufer gespült wurden, zuerst die beiden von Meredith und Cethra, dann kurz darauf die mit den Gegenständen. Tzun erhob sich und lief zu der Kiste von Meredith um diese zu öffnen, als er sie offen hatte grinste ihn seine Padawan breit ihn, was den Kaminoaner zum schmunzeln brachte. Trotz ihrer misslichen Lage war sie immer noch eine Frohnatur und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Während er zu Cethras Kiste ging trat Nen-Axa aus dem Wasser ans Ufer und gesellte sich zu ihnen.


"Meredith, helf bitte Nen-Axa dabei den Anzug auszuziehen. Geht etwas weiter weg dann ist er sicher nicht in Kontakt mit dem Wasser zu geraten."

sprach er zu seiner Padawan, während er Cethras Kiste öffnete und ihr aus dieser heraus half. Sie atmete schwer und abgehakt, und obwohl es ihr wohl gut ging sollten sie sich das einmal genauer ansehen um zu schauen, was die Padawan abbekommen hatte und ob sie noch etwas Ruhe brauchte.

"Geht es allen soweit gut? Ich schlage vor wir suchen uns einen Unterschlupf in der Nähe und bringen dort die dritte Kiste hin, dann können wir dort die Ebbe abwarten und weiterschauen."

{Unbekannter Planet/Strand} mit Nen-Axa, Meredith, Cethra
 
[Weltraum (Neue Republik) | Irgendwo zwischen Lianna und Ruusan | Unbekannter Planet | unter Wasser | Cethra Jaynes MC30 | bei der Schleuse] Nen-Axa, Cethra Jayne, Meredith Clay; Com-Verbindung zu Tzun Suz (am Strand)

Merediths Idee zeugte von Einfallsreichtum, das stand fest. Aber Nen-Axa war sich nicht sicher, ob sie das wirklich zu Ende gedacht hatte. Er hielt den Plan für ziemlich wahnsinnig. Unheimlich viel konnte schiefgehen. Es gab keine Garantien, keine Absicherung. Keinen Plan B, falls etwas schief ging. Sie setzten damit alles auf eine Karte und auf so gewagte Spekulationen wie die, dass das fremdartige Raubtier eine Frachtkiste nicht attackieren würde. Es gab eine Menge Tiere, die kreativ oder hartnäckig genug waren, um einen solchen Behälter zu knacken, wenn sie rochen, dass es drinnen etwas zu Fressen gab. Frische Padawane zum Beispiel. Es gab tausend Gründe, es nicht zu versuchen. Aber er schwieg. Denn er wusste, dass es ebenso viele Gründe gab, nicht an Bord zu bleiben. Wenn er die Wahl gehabt hätte, dann hätte er es sich einfach an Bord bequem gemacht, bis die Ebbe kam und man einfacher bis hinüber zum Strand gelangen konnte. Aber diverse Systeme des Schiffes hatten bei der Bruchlandung etwas abbekommen. Es gab im Moment keine Möglichkeit, verlässlich zu bestimmen, wie groß der angerichtete Schaden tatsächlich war. Strahlungslecks konnten entstehen und sie alle töten, bevor sie überhaupt merkten, dass etwas nicht stimmte. Feuer konnte aus- oder Wasser einbrechen. Die Klimakontrolle könnte verrückt spielen und sie entweder einfrieren oder kochen. Und in jedem Korridor und jedem Raum gab es etwas, das explodieren konnte. Es war generell ratsam, ein abgestürztes Schiff so schnell wie möglich zu verlassen und es erst einmal von außen und aus sicherer Entfernung zu inspizieren, bevor man sich wieder näher heran wagte. Er musste also einsehen, dass Merediths Plan der beste war, den sie hatten. Sie mussten es riskieren. Nen-Axa hatte nun die Wahl, ob er sich ebenfalls in einen Frachtcontainter einschließen lassen oder in einem Raumanzug den Fußmarsch zum Strand wagen wollte. Er entschied sich für Letzteres. Damit war zwar ein Angriff durch die hungrige Kreatur oder ein anderes Wesen wahrscheinlicher, aber er würde es zumindest kommen sehen und könnte darauf reagieren. Sein neues Lichtschwert war so konzipiert, dass es auch unter Wasser funktionieren sollte. Das hatte er nie getestet, aber es gab Grund zur Zuversicht. Das Problem, dass der Raumanzug nicht über eine eigene Luftversorgung verfügte, war indes nicht weiter dramatisch, denn dafür hatte er eine Lösung parat.

»Ertrinken muss niemand«, erklärte er. »Unter den Dingen, die wir von Lianna mitgebracht haben, sind Atemgeräte. Wartet hier, wir holen sie.«

In den umgefallenen und umhergeschleuderten Gepäckstücken suchte er nach den handlichen Geräten.

»Man klemmt sie zwischen die Lippen - so - und schaltet sie hier an der Seite ein. Im Grunde sind es künstliche Kiemen: Sie filtern das Wasser und versorgen euch mit Atemluft. Hier, zwei für Sauerstoffatmer und eins für einen Arcona. Wenn die Sache mit den Containern nicht funktionieren sollte, könnt ihr damit bis zum Ufer schwimmen oder tauchen.

Hautkontakt mit dem Salz dürfte eigentlich keine Probleme bereiten: Das Öl und so etwas werden wir nicht brauchen.« Arconische Haut war dick und undurchlässig. Sie verfügte kaum über Poren, denn sie war dafür gemacht, im wasserlosen Wüstenklima seiner Heimatwelt vor Austrocknung zu schützen. Dass er darüber Salz aufnehmen würde, war unwahrscheinlich. »Aber den Anzug nehme ich gerne. Wir geben zu, ich fühle mich damit etwas wohler.«

Sie beeilten sich, den wagemutigen Plan in die Tat umzusetzen. Sie füllten einen Container mit Materialien, die sie zum Überleben auf der fremden Welt benötigen würden. Lebensmittel, Trinkwasser, Erste-Hilfe-Material, Feuerzeug und Brennstoffwürfel, eine Zeltplane und etwas Werkzeug. Viel mehr konnten sie nicht hinein packen, sonst wäre er zu schwer und würde nicht an die Oberfläche steigen. Dann kletterten auch Meredith und Cethra in einen der Behälter. Nen-Axa hatte den Eindruck, dass es seiner Schülerin nicht besonders gut ging - nicht nur körperlich, was offensichtlich eine Folge der Notlandung war, sondern auch emotional. Es schien sie zu schmerzen, dass sie ihr Schiff, das zugleich ihr Zuhause war, auf diese Weise zurücklassen musste. Aber auch sie sah wohl ein, dass sie nicht bleiben durften. So ironisch es klang, die Tauchfahrt im Frachtcontainer durch ein unbekanntes Gewässer war sicherer, als in dem Wrack zu bleiben. Der Jediritter bediente die Luftschleuse und sorgte dafür, dass die beiden Padawane und ihr Überlebenspaket ausgeschleust wurden. Dann trat er selbst in die Schleuse und ließ sie mit Wasser fluten. Panik drohte ihn zu überwältigen, als der Wasserspiegel ihm erst bis zu den Knien, dann bis zur Brust und schließlich bis ans Kinn reichte. Trotz des Druckanzugs und des Atemgeräts fühlte er sich dem fremden Element schutzlos ausgeliefert. Es war mit nichts vergleichbar, das er bisher erlebt hatte. Und das Wissen, dass es sich um eine Lösung von NaCl handelte - jener gefährlichen, süchtig machenden Chemikalie, die seine Frau getötet und seine Familie zerstört hatte - war schwer zu ertragen. Nur dank der viel erprobten Meditationstechniken konnte er die nötige Ruhe bewahren. Als die kleine Kammer ganz mit Wasser gefüllt war, nahm er seinen Mut zusammen und öffnete das äußere Schott, um hinaus auf den Meeresgrund zu steigen. Er wusste nicht, wieviel Wasser über ihm lastete: Der Anzug bewahrte ihn vor dem Druck. Es war finster, nur mühsam kam er voran. Er wollte kein Licht machen, um keine hungrigen Wesen anzulocken, aber der Boden war viel zu uneben, um sich im Dunkeln vorzutasten. Sein Temperatursinn nützte ihm hier kaum etwas: Alles war gleichermaßen kalt und dementsprechend kontrastlos. Also hatte er keine Wahl, als sich auf seine unscharfen Augen zu verlassen. Er griff nach der Laterne, die er an seinem Gürtel befestigt hatte, entschied sich dann aber anders. Es war Zeit, die Wasserfestigkeit seiner Waffe zu erproben. Also nahm er das Lichtschwert zur Hand und zündete es. Fauchend und prasselnd aktivierte es sich. Millionen kleiner Gasblasen stiegen von seiner Klinge auf, als das umliegende Wasser verdampfte. Das pinkfarbene Licht reichte nicht weit in die Dunkelheit, half ihm aber, sich besser zurechtzufinden.

Er erreichte schließlich das sichere Ufer. Eine Begegnung mit dem hungrigen Wassertier war ihm erspart geblieben, er hatte aber deutlich gespürt, dass es ihn aus einiger Entfernung neugierig und misstrauisch zugleich begutachtet hatte. Sie würden auch weiterhin vorsichtig sein müssen, wenn sie sich in das Wasser wagten. Der Arcona hatte vorerst allerdings genug vom nassen Element. Und vom Salz sowieso. Tzun Suz schlug vor, an einer sicheren Stelle zu warten, bis die Ebbe kam, und Nen-Axa stimmte ihm zu.


»Wir schlagen vor, dort drüben bei den großen Felsen. Das sieht geschützt aus. Aber Vorsicht, wer weiß, ob das nicht auch andere Wesen so sehen. Auf einer fremden Welt kann jedes Tier, jede Pflanze, jedes Bakterium gefährlich sein. Also seht euch genau um, bevor ihr euch irgendwo niederlasst. Niemand sollte hier allein unterwegs sein. Tzun, haltet Eure Waffe griffbereit. Eine Welt, die große Raubtiere im Wasser hervorgebracht hat, hält vielleicht auch an Land oder in der Luft ähnliche Überraschungen bereit.«

Es war gut, aus dem Schiff und dem Wasser heraus zu sein. Aber das bedeutete nicht, dass sie sich nun zu sicher fühlen durften. Vielleicht übertrieb der Arcona etwas: Das Land sah friedlich und ungefährlich aus. Aber er war skeptisch. Vielleicht, weil er sich verantwortlich fühlte für die Lage, in der sie sich befanden. Er hatte die Reise nach Ruusan angeregt und dafür plädiert, die Padawane mitzunehmen. Objektiv gesehen traf ihn keine Schuld an der Lage, in die sie geraten waren - einen solchen Zwischenfall hatte er unmöglich vorhersehen können. Doch das beruhigte sein Gewissen nicht. Er machte sich Sorgen, wie dieses Abenteuer wohl enden mochte. Ja, sie hatten bisher Glück gehabt - aber nicht alles war in Butter. Nein, wirklich nicht. Gestrandet auf einem unbekannten Planeten, das war kein schönes Szenario.

Meredith schien es nach wie vor recht gut zu gehen. Sie hatte ihm geholfen, sich aus dem Druckanzug zu pellen. Bisher nahm sie das Abenteuer recht locker. Vielleicht war sie tapferer, als ihr zartes Äußeres vermuten ließ; vielleicht hatte sie aber auch den ernst der Lage noch gar nicht richtig erfasst. Um Cethra Jayne stand es nicht ganz so gut. Das war schon an Bord des Schiffes nicht zu übersehen gewesen. Nen-Axa versuchte gar nicht, seine Sorge zu verbergen, als er zu ihr ging und fragte:

»Du bist verletzt, nicht wahr? Bitte sag uns was los ist - ohne etwas zu beschönigen.«

[Weltraum (Neue Republik) | Irgendwo zwischen Lianna und Ruusan | Unbekannter Planet | Strand] Nen-Axa, Cethra Jayne, Meredith Clay, Tzun Suz
 
|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ bei riesigem Zeltlager || ▫ Azgeth ▫ Miron ▫ Shee’ra & Ureinwohner

Nach eingehendem Austausch der beiden Besucher durfte sie nun fortfahren. Sie hatte von ihren ersten Missionen erzählt und von der Verzweiflung und dem Leid das sie verbreitet hatten. Marrac’khar war damals recht stark verletzt worden. Einer der wenigen schwachen Momente des heutigen Herrschers des Imperiums. Damals hatte sie sich noch um ihn gesorgt und war voller Fürsorge gewesen. Nun, alles änderte sich, sagte man nicht so? Sie waren zurückgekehrt und irgendwann war sie dann zur Apprentice befördert worden. Der erste Schritt auf der Sith-Werdung. Dazu hatte auch ihr erster Schüler gehört: Slayer. In ihm hatte sie ihren einzigen Erfolg gefunden. Doch dabei war es nicht geblieben, sie hatte sich weiter entwickelt. Zeuge dessen waren ihre Kämpfe während der Xell – Games gewesen. Ihrer Erznemesis Ranik Dran hatte sie dort eine hochverdiente Niederlage beschert und war anschließend gegen ihren eigenen Meister angetreten. Zumindest im Schwertkampf hatte es den Eindruck gemacht als wären sie ebenbürtig. Sein Sieg war schlussendlich wohl halb Glück, halb ein Zugeständnis an seine größere Erfahrung. Jedenfalls hatte sich gezeigt wie grundlegend ein Jeder sich verschätzte, der sie als unfähig ansah. Dann war der große Moment gekommen, bzw. die Schlacht, die sie zu ihrem Schicksal hätte führen sollen. Wie sehr sie sich selbst getäuscht hatte.

Das Gefecht um Corellia und den Jedi – Orden sollte ihr ihre Rache bescheren, die Genugtuung für das ihr angetane Leid. Und so war es auch gekommen. Der Sturm des Imperiums. Miron schien geradezu jedes ihrer Worte mit hochwissenschaftlicher Präzision zu bemessen. Wusste er etwas darüber? Karyn konnte es sich zumindest gut vorstellen. Was auch immer der Grund sein mochte, von nun an unterdrückte er jedweden Kommentar und übersetzte einfach nur. Sie erzählte von dem Angriff auf das Ordensgebäude ihres Feindes. Von den Kämpfen gegen normale Soldaten aber auch gegen vier der Jedi. Ihr Begegnung mit einer der Jevarin – Schwestern, die sie fast auf die dunkle Seite gelockt hätte. Von ihrem letzten Kampf gegen einen nahezu übermächtigen Gegner, der sie über alle Maßen strapaziert hatte. Doch sie hatte sich durchgesetzt, hatten sich in das Feuer der Hölle begeben und war gerade so nicht verbrannt worden. Dies war der Moment gewesen. Das was ihre ganze Existenz ausgemacht hatte. Vollstreckte Rache, Erfüllung ihres Wunsches den Feind für ihren Verlust zu bestrafen. Welche Wonne hatte sie gefühlt. Sie beschrieb diesen Moment, denn er war wichtig um die darauffolgende Erkenntnis zu verdeutlichen. Noch vom Sieg berauscht war sie durch die gebeutelte Stadt gewandert, unbesiegbar und erhaben. Doch was war am Ende davon geblieben?

Als sie einen jungen Menschen gesehen hatte, der ihrem Bruder erstaunlich ähnlich sah, als sie die Illusionen erkannte, die sie über Jahre in die Irre geführt hatte, war ihr die ungeschönte Wahrheit ins Gesicht geschleudert worden. Als hätte ein dämonischer Magier den täuschenden Vorhang beiseite gerissen, war die Aussichtslosigkeit ihrer Hoffnungen offenbart worden. Karyn hatte bereits erkannt, dass dies einer der wichtigen Wendepunkte gewesen war. Anstatt die richtigen Schlüsse aus diesem Moment der Wahrheit zu ziehen, hatte sie einfach weitergemacht und war so vollständig der Dunkelheit verfallen und zu ihrem Diener mutiert. Doch die weiteren Ereignisse sollten Geschichten anderer Tage sein. Sowohl aus zeitlicher als auch aus dramaturgischer Sicht machte dies durchaus Sinn. So verabschiedete die ehemalige Imperiale ihre beiden Gesprächspartner erneut um anschließend mit ihren Gedanken allein zu bleiben. Ein wenig störte sie die Zeit zwischen den Besuchen, denn es gab nicht viel mehr für sie zu tun, als zu essen und zu schlafen. Nun, ihre Geschichte war irgendwann auch beendet und dann würde sich herausstellen, ob all die Zeit und der Aufwand es überhaupt wert waren.


Es gab für sie tatsächlich nicht viel zu tun, aber das glückliche war, die Zeit verging immer, ob nun langsam oder schnell, aber sie verging. So begab sich die Ex – Sith zur Nachtruhe um für den morgigen Tag neue Kraft zu schöpfen. Auch in dieser Nacht gab es niemanden der ihren kurzen Schlaf in einen ewigen verwandeln wollte. So tat sie am nächsten Morgen wieder die notwendigen Dinge und versuchte weiterhin ihren Lagerplatz einigermaßen vorzeigbar zu halten. Nach einiger Zeit spürte sie ihre Besucher dann wieder nahen und begrüßte sie wie am Vortag. Da es sich nun schon um mehrere Tage handelte, war sie sich nicht zu schade, darauf hinzuweisen, dass sie durch die langen Gespräche nicht dazu käme sich Nahrung zu suchen, und entsprechende Anpassungen gemacht werden mussten. Karyn hatte mit einer längeren Auseinandersetzung gerechnet oder sogar mit einer unwirschen Reaktion aufgrund eines "diplomatischen Fehlgriffs", doch die "Schamanin" erwiderte nur, es wäre kein Problem für sie Essen mitzubringen. Ein misstrauischer Ausdruck trat auf die Züge der einstigen Dunkelseitenutzerin, doch offenbar meinte die andere Frau es ernst sodass ihr nichts anderes übrig blieb als zustimmend zu nicken. Nachdem sie sich bedankt hatte, schlug sie vor dieses Mal doch in das Zelt zu gehen, da der Himmel sich zuzog und die ersten Tropfen bereits den Weg auf die Oberfläche fanden.

Dies stellte offenbar ein Problem dar, denn die Wachen wollten ihre heilige Frau nicht so nahe an die Fremde heranlassen und sie passten nicht alle in das Zelt. Schon zu dritt wäre es sehr eng. Schließlich konnten die Wachmänner soweit überredet werden, dass sie direkt am Eingang des Zelts saßen, wo sie nur eine Waffenreichweite von der seltsamen Besucherin entfernt waren. Es schien sie nicht zu stören, dass sie da draußen trotzdem durchweicht wurden wie ein Schwamm. Nun, solange alles friedlich blieb, konnte Karyn damit leben. Auch wenn dies alles sehr "zutraulich" wurde. Wie auch immer. Wie sie schon mehrere Male festgestellt hatte, es hätte schon unzählige bessere Momente gegeben sie loszuwerden und ähnliches. Nun galt es die unterbrochene Geschichte vom Vortag fortzuführen. Eine Aufgabe der sie unverzüglich nachkam. Nach der Schlacht hatte sie sich mit ihrer damaligen Freundin Skye auf einem abgelegenen Planeten getroffen und einige Dinge über sie erfahren. Es war ihre letzte Begegnung gewesen. Zurück auf der Hauptwelt des Imperiums und dem Sitz des Ordens hatte sie sich der Aufgabe verschrieben, einzigartige Lichtschwerter zu kreieren. Man sagte immer der Kristall wäre mit dem Erschaffer verbunden, und dies hatte die Schwarzhaarige sehr wörtlich genommen. Wochen- teilweise monatelang hatte sie meditiert und sich mit den Edelsteinen Stück für Stück verbunden. Ein großer Teil ihrer Erinnerungen und Erfahrungen hatten die Kristalle aufgenommen und waren somit mit ihr verschmolzen.

Die Mühe hatte sich gelohnt. Das Ergebnis hatte sich sehen, bzw. spüren lassen können. Mit beiden Klingen aktiviert und kampfbereit hatte sie das Gefühl gehabt quasi in einer Art Kampfverbund zu sein. Ihre Wahrnehmung war erweitert worden und sie hatte Tiefen der Hingabe erfahren, die ihr bis dahin unbekannt gewesen waren. Da sie darauf bestanden hatte von ihrem Meister zur Kammer von Korriban geführt zu werden, hatte es ein wenig Zeit benötigt, bis sie schließlich den letzten Schritt zur vollwertigen Sith tun konnte. Sie hatte sich den Visionen und Schmerzen gestellt um das so begehrte Sith – Taith zu erlangen. Nur um zu erkennen, wie sehr sie erneut ins Verderben gerannt war. Erst die nebeneinander liegenden Arme hatten ihr gezeigt, dass nun ein zweites Sklavenmal ihre Arme zierte. Dieses Mal auch noch auf eigenen Wunsch, denn sie hatte nicht weitergedacht. Die Unterwerfung war erfolgt ohne über die Konsequenzen nachzudenken, die wahre Bedeutung nicht erkannt worden. Um zu verdeutlichen was sie meinte, streckte sie beide Arme aus und zeigte zum einen ihren Handrücken, zum anderen ihren Unterarm. Auf dem einen das Zeichen einer wahren Sith, auf dem anderen ein verblasster Sklavencode. Da offenkundig eine nähere Erläuterung notwendig war erfolgte diese. Sie erkannte einen schwer deutbaren Blick in den Zügen des Menschenmannes, aber weitere Worte gab es nicht. Die Geschichte sollte weitergehen. Nun denn.

Diese Einsicht in die Dinge hatte den weiteren Weg geebnet. Vermutlich war dies die Erleuchtung gewesen, die sie langsam in den Wahnsinn getrieben hatte. Ihre beginnende Paranoia. Als nächstes war eine Mission erfolgt die von ihrem alten Schüler Slayer initiiert worden war. Teyr, ein echtes Desaster, doch letztendlich hatte es keine weitere Bedeutung gehabt. Sie hatten das Hauptziel erreicht. Sie hatte dort das erste Mal einen wahren Machtsturm entfesselt, der sie beinahe zur Besinnungslosigkeit ausgesaugt hätte. Und sie hatte endlich den Namen ihres ersten Jedi – Gegners erfahren, dem sie so viele Jahre zuvor auf Belgaroth begegnet war. Ihre Freundschaft zu Alaine hatte sich gefestigt, sie hatten versucht ein gemeinsames Zimmer zu beziehen, sie hatte erfahren, dass diese ein Kind verloren hatte, und sie waren Zeugen gewesen, wie der frisch beförderte Allegious den Wächter Charon einfach erschlagen hatte, um das Prestigeobjekt Alisah Reven zu bekommen. Exodus‘ Tochter. Verrückt. Schließlich war es zur Spaltung des Ordens gekommen. Ihre Erzählungen hatten einen weiteren Tag in Beschlag genommen und es musste erneut eine Vertagung erfolgen. Es war seltsam so viel zu sprechen. Selbst Miron stellte keine Fragen mehr, dabei hätte sie gerne erfahren was nun endlich mit ihm war, und wie er hierher passte. Aber so wie es den Anschein hatte, wollten sie ihre Geschichte von vorne bis hinten hören. Egal wie lange es dauerte.

Also verbrachte sie auch diesen Abend und diese Nacht um ihren Besuch am nächsten Tag wieder zu empfangen. Miron und Shee’ra erschienen wie üblich mit ihren beiden Wachen, doch diesmal erkannte sie weitere Einheimische, die an der Erhöhung des nächsten Hügels warteten. Miron erklärte sie seien mitgekommen um ein Zelt aufzubauen, welches groß genug war, um den Sicherheitsansprüchen der Wächter zu genügen. Außerdem hatten sie Essen und Wasser dabei. Ein Zelt? Ihre Nachfrage ob die die Wächter die ganze Zeit bei dem Zelt bleiben würden, und damit direkt in ihrer Nähe wenn sie schlief konnte verneint werden. Nun, dann war grundsätzlich ja nichts dagegen einzuwenden, oder? Schließlich stimmte sie zu, denn wenn es noch einmal regnete, oder auch allgemein betrachtet, wäre ein geräumiges Zelt wohl doch keine schlechte Idee. So setzten sie sich also nieder und die Geschichtsstunde wurde fortgesetzt. Ja der Sith – Krieg. Loyalisten gegen Separatisten. Eine sinnlose Spaltung die aufgrund dreier Egos großes Chaos anrichtete. Sie hatte damals Allegious die Treue zugesichert, obwohl es ihr zu diesem Zeitpunkt bereits egal gewesen war, wer sich als neuer Herrscher hervortat. Für sie waren sie eh alle Verräter an sich selbst und den Idealen der Sith. Ränkeschmiede, die wahre Propheten in ihren Reihen nicht erlaubten. Schließlich hatte sie ihren neuen Schüler wegen angeblichen Verrats an ihr um ein Haar getötet, sowie Slayer verstoßen, da sie ihn als jüngst beförderter Warrior verloren geglaubt hatte.

Der Siegesball hatte alle Stränge zusammengeführt. An diesem Tag hatte Janem seinen Angriff gestartet und sämtliche höherrangigen Sith hatten sich im Thronsaal eingefunden um sich den Schädel einzuschlagen. Wenn sie daran zurückdachte, welche Mächte dort insgesamt entfesselt worden waren, dann konnte sie sich gut vorstellen, warum der normale Bürger einen mächtigen Sith als eine Inkarnation eines Dämons bezeichnete. Ihr Kampf mit Ranik Dran war ähnlich gelaufen wie der bei den Xell – Games. Auch damals hatten sie beide keine Rücksicht auf Verluste genommen. Sie hatte Blitzsalven und Wunden von seiner Raserei einstecken müssen, während sie ihm mit Machtstößen und ihren außergewöhnlichen Lichtschwertfähigkeiten zugesetzt hatte. Wieder einmal war es ihr nicht vergönnt gewesen, nach Ablauf seines Ausnahmezustandes den finalen Schlag zu landen, er war wieder einmal entkommen. Das Ende der Geschichte hatte zur Flucht der Separatisten, zu deren Niederlage, und letzten Endes zur Inthronisierung ihres einstigen Meisters geführt. Nun wurde sie doch von einer Reaktion des Menschen unterbrochen, der das Ganze einfach nur unglaublich fand. Selbst die einheimische Frau schien zu erkennen, dass ein Imperator etwas Besonderes war, doch natürlich konnte sie sich keine echten Vorstellungen machen. Aber da dieser Schritt zum neuen Herrscher nicht sofort erfolgt war, hatte sie davon später erfahren. Doch erst war noch etwas anderes passiert.

Während sie immer weiter dem Wahn verfallen war, heute konnte sie dies ganz offen zugeben, es entsprach schlicht der Wahrheit, hatte sie eine völlig neue Geisteshaltung entwickelt. Und dabei auch gleich einen neuen Namen und eine neue "Identität" geschaffen. Darth Ilumina, die Erleuchtete, die allen die Wahrheit verkündete. Ihre Wahrheit des Schmerzes und des Leids. Die Grundsäulen ihres Glaubens, veranschaulicht in den Namen, die ihre beiden Lichtschwerter trugen. Und als sich Ord Biniir als eine der ersten Welten einer Revolutionsbewegung gegen die Knute des Imperiums erhoben hatte, unter Federführung eines sogenannten Propheten hatte sie sofort um ein "Mandat" gebeten. Eine Erlaubnis, diesen Scharlatan zur Strecke zu bringen und die Ordnung wiederherzustellen. Auch diesmal hatte sie ihre Freundin Alaine an der Seite gehabt, zudem zwei Sith – Flottenoffizier - Hybrid – Damen. Beim Namen "Kratas" schien Miron neugierig aufzuschauen doch Karyn ließ sich nicht unterbrechen. So waren sie also mit zwei Sternenzerstörern aufgebrochen und hatten sich zum Gouverneurssitz begeben. Alaine und andere hatten sich an Informationsbeschaffung gemacht, während sie schon einmal ihre suchenden Fühler ausgestreckt hatte. Leider war das alles nicht so schnell vonstattengegangen wie sie es sich erhofft hatten. Bevor sie die wahren Verantwortlichen hatten ausmachen können, waren sie in einige Straßen- und Häuserkämpfe verwickelt worden, damit die Anführer dieses feigen Packs sich verschanzen konnten.

Doch letztendlich war alles nur eine Frage der Zeit gewesen und sie hatten den "Propheten" in einem verlassenen Museum gestellt. An ein gewaltsames Eindringen war nicht zu denken gewesen, denn trotz aller Fähigkeiten konnten die Sith nicht einfach Sprengladungen in Nichts auflösen. Notgedrungen hatte sie sich an Alynn Kratas wenden müssen, die dies gleich mal zum Anlass genommen hatte, die Mission an sich zu reißen. Sowohl die Sprengfallen waren deaktiviert wie auch Verhandlungen aufgenommen worden. Die Wahnsinnige hatte nie erfahren was die Terroristen mit der Sith besprochen hatten, doch am Ende war es - wie immer - zum Kampf gekommen. Und es hatte sich auch offenbart, das wie zu vermuten, die Jedi ebenfalls ihren Weg dorthin gefunden hatten. So war die Dunkelhaarige einem Kel’Dor gefolgt der kläglich versucht hatte ihr zu entkommen. Trotz der multiplen Hindernisse hatten sie ihn schließlich gestellt, doch erst nachdem er Unterstützung in Form einer blonden Frau erhalten hatte. Eine Art wehmütiges Lächeln tanzte über die Züge der Suchenden. Ja Chesara, sie war schon ein Unikat. Nachdem schnell klar geworden war, dass das Blondchen eine wesentlich lustigere Spielpartnerin war, hatte sich die Prophetin ihr gestellt. Auf verschiedenen Ebenen hatten sie sich gemessen, mit dem Lichtschwert, der Macht, und zuletzt mit Worten. Karyn gab sich Mühe diese Begegnung möglichst ausführlich zu beschreiben, schließlich stellte sie den eklatanten Wendepunkt ihres Lebens dar.

Das stumpfe Beharren der Jedi darauf, dass es zu jedem Zeitpunkt möglich sei sich frei zu entscheiden, wie man sein Leben verbringen wollte. Karyn hatte in der Sith – üblichen Art und Weise nur eine Närrin gesehen. Eine verblendete Jedi, die ihre verquere Weltsicht nicht durchbrechen wollte. Gut ein halbes Dutzend Mal hatte die damalige Sith versucht dieses nerv-tötende Insekt zu zerquetschen, doch Chesara war zu stark gewesen. Trotz allem hatte sie es nicht geschafft die Rätin zu besiegen. Und während sie langsam die Geduld und Ideen verlor, hatte dieses Jedi - Weib auf sie eingeredet. Diesen beiden Zuhörern erklärte sie, dass sie den Grund warum sie am Ende zugehört hatte, nicht erklären konnte, auch sich selbst gegenüber nicht. Doch irgendwann waren die Worte zu ihr durchgedrungen. Warum an diesem Ort und zu dieser Zeit? Keine Ahnung. Warum hatte es bei anderen nicht geklappt? Keine Ahnung. Doch ein Teil von ihr hatte durch die Worte wohl erkannt, dass sie nur noch diese eine Chance hatte, sich aus der Sklaverei und aus der vollkommenen Verzweiflung der dunklen Seite zu lösen. Zuerst schien dies nicht besonders erstrebenswert, doch ein verborgener, noch menschlicher Teil hatte den Kampf um die Freiheit aufgenommen. Wenn man so wollte um ihre Seele. Also hatte sie sich dem Sog, dem unsäglichen Strom des Hasses, der Wut, der Dunkelheit, der blinden Rache entgegengestellt.

Zu diesem Zeitpunkt war ihr nicht wirklich rational bewusst gewesen, wofür sie eigentlich kämpfte, doch sie hatte es getan. Fast schon in einer Art Resignation hatte sie jede Überlegung weggelassen und einfach geschaut was passierte. In dem Moment hatte es nicht den Eindruck gemacht als hätte sie etwas zu verlieren. Was genau passiert war, konnte wohl niemand sagen, doch sie hatte einen ersten Schritt gemacht. Sie erinnerte sich noch gut an die anschließende Kraftlosigkeit. Die Intensität ihres Hasses auf ihre Feinde war implodiert, nur noch ein erbärmlicher Abklatsch des zuvor gezeigten Feuers. Der Kampf gegen die Jedi war in diesem Moment vorbei gewesen. Chesara hatte zugesagt ihr anschließend zu helfen, was auch immer dies in dem Moment bedeuten sollte. Karyn hatte es selbst nicht gewusst, aber ohne Anleitung, ohne Führung wäre gar nichts passiert. Wie angekündigt hatten die beiden erst im Laufe der Zeit zusammen herausgefunden worum es eigentlich ging. Um den Weg überhaupt weitergehen zu können, war es natürlich notwendig den Jedi die Flucht zu ermöglichen, und zu diesem Zweck hatte sie sich gegen ihre einstige Freundin stellen müssen. Wie musste sich Alaine gefühlt haben? Grenzenloser Zorn und unendliche Enttäuschung mussten sich ihrer bemächtigt haben. Es war heute wohl müßig darüber zu spekulieren, dennoch plagten sie gelegentlich Schuldgefühle. Doch nutzte es zu diesem Zeitpunkt noch etwas? Wohl kaum.


Nach dieser ziemlich ausführlichen Erzählung schloss sie mit den Worten:
"Und so machte ich mich mit der Jedi auf den Weg zu einer dicht bevölkerten Welt um diesen Kampf für die Freiheit … oder für was auch immer … zu führen."

|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ bei riesigem Zeltlager || ▫ Azgeth ▫ Miron ▫ Shee’ra & Ureinwohner
 
Imperialer Weltraum-Chiss-Sektor: Markus`Raumschiff: Medistation:Elise und Markus, im Cockpit: Zoey, Kestrel, Sane, Wendon, Yui? Sari und Q`Tahem


Kestrel verzog nur kurz verwirrt das Gesicht, als sich Wendon merkwürdig auf ihre Kritik äußerte. Das hatte sie doch so gar nicht gemeint! Doch der Jedi-Meisterin blieb keine Zeit mehr. Hektisch tippte sie immer wieder auf die Konsole und hoffte inständig, dass sie sich bei all der Hektik nicht vertippte. Immerhin durfte sie nicht alle lebenswichtigen Programme ausschalten. Zumindest wurde es dadurch leerer im Cockpit, da nicht alle in diesem kleinen Raum Anschnaller vorfinden konnten und Sauerstoffgeräte. Kestrel wartete lang genug, bis alle saßen und kontrollierte dies mit einen flüchtigen Blick auf die Überwachungskameras des Frachters. Mark hatte sich zu ihr gesellt und gab nun eine entscheidende Idee von sich. Ungläubig über diesen Vorschlag sah sie den Mann an, doch diese Idee war vielleicht ihre einzige Rettung.


„Also gut…versuchen wir’s und nein, davon habe ich noch nichts gehört, aber ich habe mein Hobby ...also das Fliegen auch seit meiner Ausbildung als Jedi über Board geworfen.“


Erklärte Kestrel und erinnerte sich gerne an die Zeiten, wo sie noch mehr Zeit für sich gehabt hatte, um alleine durch die Galaxis zu reisen, um schließlich sogar Corellia zu erreichen, um eine Jedi zu werden.

Kestrel änderte wie befohlen den Kurs und verließ sich dabei zunächst auf die Instrumentenanzeigen, doch dann viel mehr auf die Macht, um diesen Effekt auslösen zu können. Kestrel sah fast kaum noch hin, sondern versank in der Macht und öffnete ihre Augen erst wieder, als sich plötzlich alles vor ihr drehte. Der Planet Thearterra drehte sich nun, bzw. das Schiff drehte sich so sehr, dass es so wirkte, als ob der Planet so stark herumwirbelte.



„Unsere Gegner haben wir ein Stück abgehängt. Bei unserer unklaren Flugbahn werden sie es auch schwer haben uns zu treffen. Gute Idee, Mark!“


Lobte sie den noch schwer hustenden Menschen und traf dann die letzten Vorbereitungen für den Hyperraumsprung. Nach einer gefühlten Ewigkeit ertönte endlich der Signalton und Kestrel zögerte nicht länger und riss den Hebel nach vorne und schon schossen sie in den Hyperraum. Die Sterne um sie herum wurden zu Linien und ihre Gegner waren nicht mehr auf dem Schirm. Schweißnass sank die Jedi zurück in die Rückenlehne und atmete entspannt aus.


„Ich hoffe…das wars endlich mit Überraschungen. Holt mich hier raus, ich bin eine Jedi!“


Sprach Kestrel erleichtert aus und zitierte dabei eine billige Holo-Unterhaltungssendung.


„Das hätte ich auf Thearterra viel früher rufen sollen, dann wäre uns vielleicht so einiges erspart geblieben… .“


Murmelte Kestrel, auch wenn sie nicht sicher war, ob sie irgendwer gehört hatte.


„An alle an Board. Wir sind endlich im Hyperraum. Ich schalte Gravitationssysteme und Sauerstoff wieder ein. Die Schilde brauchen für den Hyperraum nicht so hoch zu sein. Ihr könnt euch also wieder frei bewegen. Laut Computer sind wir in ca. 2 Wochen wieder auf Lianna.“

Verkündete Kestrel via Lautsprecher und wandte sich dann an Markus.

„Falls es dir schlechter geht und die Medizin an Board deinen Zustand nicht verbessern oder halten kann, dann sag bescheid, Markus, dann landen wir irgendwo zwischen. Ich kann die Medistationen aber hier im unbekannten Sektor nicht wirklich empfehlen. “


Meinte sie eindringlich zu Markus und lächelte dann.

"Wie geht es dir?"

Kestrel erhob sich dann aus dem Pilotensitz und hängte ihre Sauerstoffmaske wieder an den Platz wo sie auch hin gehörte und begab sich wieder auf die winzige Medistation an Board und überließ Sarissia wieder das Cockpit.


Die nächsten Wochen wurden zu dem regen Treiben auf Thearterra fast schon eintönig und lang. Kestrel wünschte sich nichts sehnlicher als eine ordentliche Medistation und irgendwie auch mehr Platz für Bewegung. Kestrel war ein sehr aktiver Mensch und ihr viel schnell die Decke auf den Kopf. Reisen im Hyperraum hatte sie daher nie gemocht. Genauso wenig wie Brianna. Kestrel huschte diesbezüglich oft ein Lächeln über das Gesicht. Oftmals ging Kestrel einfach nur auf und ab im Schiff, um sich irgendwie die Beine zu vertreten oder gesellte sich zu den Anderen und spielte Holoschach oder stand hinter Zoey, um sie bei ihrer Schreiberei zu berichtigen und Kontrolle zu lesen. Immerhin gab es Dinge, die nichts für die Öffentlichkeit war und unter Geheimhaltung stand.
Training für ihre Padawane Sarissia und Q'Tahem vertagte sie auf Lianna. Die beiden brauchten dringend Ruhe!

Der Sprung aus dem Hyperraum kündigte sich mit einem stetigen Signalton an und Kestrel kümmerte sich zusammen mit ihrer Padawan Sarissia um den Austritt aus dem Hyperraum. Als Lianna sich nun leuchtend schön vor ihnen befand, überkam Kestrel wohlige Wärme. Endlich zu Hause! Doch jene Freude wurde bereits getrübt, als es um die Landeerlaubnis ging.



„… wir können ihnen daher keine Landung in der Landebucht B-62 erlauben. Bitte landen sie in der Sicherheitszone ZA-5. Dort werden sie gebeten für mindestens zwei Wochen in Quarantäne zu bleiben. Ich wiederhole! Ihr Schiff kommt aus den unbekannten Regionen und laut ihrer Missionsdaten kommen sie von einem Planeten namens Thearterra! Ein Planet der noch als völlig unerforscht gilt. Wir können ihnen daher keine Landung in der Landebucht B-62 erlauben. Bitte landen sie in der Sicherheitszone ZA-5. Dort werden sie gebeten für mindestens zwei Wochen in Quarantäne zu bleiben.“


Sagte eine Droidenstimme immer wieder und Kestrel schlug die Hände über den Kopf. Na ganz toll! Nichts mit frischer Luft und Auslaufmöglichkeit. Immerhin war die Krankenstation auf Lianna gut. Vor allem für Markus. Kestrel stellte die Dauerdurchsage des Droiden für alle Crewmitglieder auf dem Schiff durch, damit alle bescheid wussten. Kestrel hatte gerade nicht die Nerven es ihnen selbst zu sagen.


„Hier Transporter MC-18. Hier spricht Kestrel Skyfly. Ich erbitte um Landeerlaubnis in der Jedi-Basis und bestätige die Aufforderung der Quarantänebestimmung.“


„Bitte nennen sie mir Ladung und Passagiere, Miss Skyfly.“


„8 Passagiere und ein Droidenmädchen. Mehr oder weniger ein Cyborg. Dann Artefakte, Waffen von Lianna und Vorräte.“


„Landeerlaubnis bestätigt. Bitte landen sie auf Landebucht ZA-5. Sie werden bereits erwartet und werden medizinisch betreut.“


Kestrel begann nun mit der Landung auf Lianna.

Republikanischer Weltraum-Orbit von Lianna: Markus`Raumschiff: Medistation:Elise und Markus, Aufhenthaltsraum: Zoey, Sane, Wendon, Yui , und Q`Tahem, im Cockpit: Kestrel, Sarissia

Nachricht an Brianna Kae-Sicherheitsstufe hoch


Liebe
Brianna!

Wir erreichen so eben Lianna! Soweit sind alle munter, wenn auch nicht alle gesund. Besonders
Markus Finn hat es ziemlich erwischt. Aber wir haben es alle lebend von Thearterra runter geschafft. Es war sehr knapp…und insbesondere Janus und Arica haben uns das Leben am Ende schwerer gemacht, als der eigentliche Planet. Kaum vorstellbar, aber wahr. Janus und Arica haben wir auf dem Planeten zurück gelassen, doch wie mir scheint…so haben es wahrscheinlich beide lebend von Thearterra zurück geschafft, wenn man sich die Holonachrichten ansieht. Mal abgesehen davon, dass Arica ein saftiges Kopfgeld auf mich ausgesetzt hat. Und dies nicht nur auf mich, sondern auf alle Mitglieder von Thearterra. Das gefällt mir gar nicht und muss ich dringend dem Rat berichten und mit ihm besprechen. Ich hoffe, dass ich dich bald wieder sehe. Ich vermisse dich. Wann kommst du nach Lianna? Geht es dir gut? Bitte komm schnell! Ich muss dringend mit dir reden!

Möge die Macht mit dir sein!

Deine dich vermissende Meisterin und Freundin.


Nachricht Ende
Weiter auf Lianna/Jedi-Basis!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hyperraum nach Lianna/ Markus' Raumschiff/ Schlafkabine/ Sane, Zoey

Das Wackeln hatte mittlerweile aufgehört. Hatten die Chiss von ihnen abgelassen? Der Sprung in den Hyperraum war vollbracht? Waren sie nun sicher? All das konnte Sane noch nicht beantworten, aber es lag gerade auch nicht in seiner Hand. Die Sicherheit der Gruppe hing von den Piloten im Cockpit ab, allen voran Finn, der ein ausgebildeter Kampfpilot war. Wie Skyfly darauf kam, dass die beiden Infiltratoren ebenso eine derartige Ausbildung hatten, war ihm nach wie vor schleierhaft. Aber er hatte andere Probleme.

Zoey hatte ihm aufmerksam zugehört und ihr Gesichtsausdruck hatte sich von zunächst ängstlich zu mitfühlend verwandelt. So naiv, Sane beneidete sie beinahe darum. Sie konnte sich um ihre Forschungen und Stundeten kümmern, irgendwann heiraten, Kinder bekommen, alt werden. Das wahre Gesicht der Galaxie würde sie nicht sehen.

"So etwas wie Moral gibt es nicht. Sie wurde erschaffen, um etwas als 'böse' oder 'schlecht' zu bezeichnen und gleichzeitig um von den eigenen Untaten abzulenken."

Auch die Neue Republik war davon nicht verschont. Es überraschte, wie sehr sie doch dem Imperium in den Taten ähnelte. Schmutzige Tricks hatten beide auf Lager, oder wieso sollte die Republik sonst Institutionen wie die Guerillias, Infiltratoren oder den Geheimdienst benötigen? Diese asynchrone Kriegsführung hatte zwar zu Erfolgen geführt, aber moralisch oder das, was man sich eben unter 'Moral' vorstellte, war sie nicht.

Was Zoey über Wendon sagte entsprach der Wahrheit. Selbstverständlich konnte Skyfly nicht wissen, dass sie mit ihrer Aussage einen Nerv treffen würde, das hatte Sane auch gesagt. Doch der Sani musste sich eingestehen, dass er nicht besser war als sein Kamerad. Auch er hatte einen größeren Hang zu unkontrollierten Wutausbrüchen, was er im Unterwassertempel groß zur Schau gestellt hatte, indem er Q'Tahem beinahe sein Messer in den Hals gerammt hatte. So gesehen waren sie beide eine Gefahr für Zivilisten.

"Das sind gefährliche Leute, mich mit eingeschlossen, da hast du recht. Ich kann selbst nicht zu 100% sagen, inwiefern er das gesagte ernst meint. Was ich aber weiß ist, dass er besseres zu tun hat als Jedi nachzustellen. Hinzu kommt, dass Skyfly auf sich aufpassen kann. Und wenn ich ihm Stimmungsaufheller spritze, was ich nicht tun werde, sollte ich das auch bei mir vornehmen. Ich bin nicht besser als er, nur anders. Vielleicht sollte ich eine Empfehlung an den Kommandostab weitergeben, dass Spezialeinheiten nicht eingesetzt werden, wenn Zivilisten an der Mission teilnehmen."

Nachdem er sich ausgezogen hatte, näherte sich die Archäologin ihm zum ersten mal wieder. Sie war sichtlich geschockt, das hatte er auch erwartet. Dies war ja auch der Grund, weshalb er es noch geheim halten wollte. Zoey hatte gleich mehrere wilde Theorien und Vorschläge.

"Mein Blut habe ich untersucht, keine Zellen verändern sich. Ein deutlicher Unterschied zu der Blutprobe, die ich von Elise habe. Ich weiß auch nicht ob es Gift ist. Alles was ich sagen kann ist, dass in meinem Körper ein enorm hoher, nicht identifizierter Wert vorzufinden ist. An Bacta habe ich natürlich auch schon gedacht, aber das könnte genauso gut nach hinten losgehen. Danke für dein Verständnis."

Er legte die Bandagen wieder an. Auch sein graues T-Shirt und die schwarze Lederjacke zog er sich wieder an, immerhin war es nicht warm genug auf dem Schiff um im Unterhemd herumzulaufen. Skyfly hatte mittlerweile seine Vermutung per Lautsprecherdurchsage bestätigt. Sie waren im Hyperraum.

"Scheint so, als seien wir nochmal davongekommen."

Kurz hielt er inne und betrachtete Zoey. Das ausgerechnet diese hysterische, aufgeregte, naive und manchmal nervtötende Frau diejenige war, mit der er seine Gefühle teilte, hätte er nicht gedacht. Sah sie ihn nun in einem anderen Licht? Hatte sie Angst vor ihm? Hasste sie ihn vielleicht für die Taten, die er angedeutet hat? Wieso interessierte ihn das überhaupt? Ansonsten war es ihm doch auch egal, was andere von ihm dachten. Es war nie wichtig für ihn gewesen. Und jetzt? Er konnte die Frage für sich nicht eindeutig beantworten.

Hyperraum nach Lianna/ Markus' Raumschiff/ Schlafkabine/ Sane, Zoey
 
Weltraum, Hyperraum: Frachter: Schlafkabine: Zoey und Sane


Sane sprach von Moral. Moral, die Stütze und Eckpfeiler einer jeden Gesellschaft! Er sprach auf eine Art und Weise darüber, die ihr befremdlich erschien. Wurde man so, wenn man als Soldat benutzt wurde, Befehlen zu gehorchen und auszuführen!? Sie würde niemals Befehlen gehorchen, nur sich selbst und sich stets eigene Gedanken zu allem machen und konnte damit immer einfach”Nein!” sagen! Dies war ein gutes Gefühl, welches sich augenblicklich in ihr breit machte!

“Ich dachte immer, wir sprechen innerhalb der Neuen Republik von der gleichen Moral bzw. verstehen das Selbe darunter! Mir war klar, dass das Imperium wohl eine andere Sichtweise dazu und gänzlich andere Prinzipien hat! Ich wusste nicht, dass das Militär oder Teile davon ebenfalls außen vor stehen und eine andere Betrachtungsweise haben! Es ist ernüchternd, um nicht zu sagen, erschreckend! Hast du das vorher gewusst oder geahnt, ehe du zu den Infiltratoren gegangen bist?”

Ihre Unterhaltung wurde nicht besser! Zoey musste hören, dass er sich selbst als gefährlich bezeichnete! Doch warum empfand sie ihn genau jetzt, wo er dies von sich selbst behauptete und zugab, nicht so, wie beim Betreten des Raumes, nämlich gefährlich und bedrohlich?! Sie horchte nochmals und nochmals in sich hinein. Nein, Angst verspürte sie vor ihm jetzt nicht unbedingt! Hatte sie nie gehabt, bis auf den kurzen Moment vorhin!

“Ja, Kestrel kann auf sich aufpassen und ihr zwei habt mich doch nicht beschützt, um mir jetzt etwas an zu tun, nur weil dumme laute Worte gewechselt wurden!? Schall und Rauch! Eine Empfehlung schreiben?! Wenn Zivilisten daran teilnehmen?! Gerade Zivilisten brauchen euch doch besonders! Jetzt übertreibe es nicht! Hör`auf damit! Wir sollten uns glücklich schätzen, es überlebt zu haben, wir, die Nichtmachtnutzer! Drei Tempel haben wir überstanden! Drei! Ohne diese Machtkräfte! Aber, allen Widrigkeiten waren wir mit ausgesetzt wie die Machtnutzer und den dunklen Machtnutzern waren wir völlig ausgesetzt! Wir Drei, Wendon, du und ich! Hörst du, Sane! Wir Drei! Yui, kam ja erst später hinzu und ist etwas anders! Sie muss man extra zählen!”

Zoey musste lächeln und ihr wurde richtig warm ums Herz oder lag es daran, dass sie immer noch im Thermoschneeanzug steckte? Sie musste aus dem Anzug dringend raus! Obwohl es im Weltraum relativ kühl war, war es ihr unglaublich warm nach den frostigen Temperaturen im Eistempel und dem Aufenthalt in der Schneewüste Thearterras an Bord des Frachters!

Als er ihr nun sein Geheimnis um seine Gesundheit anvertraute, wies er darauf hin, dass er einen zusätzlichen Wert gemessen hatte. Er hatte also etwas im Blut, einen Wert, der dort nicht hin gehörte, der fremd, unbekannt und ungewiss war!

“Ich will dich ja nicht beunruhigen, aber, Hauptsache, es steckt nicht an! Die Vorschriften besagen, dass, wenn man aus den unbekannten Regionen kommt, das habe ich gelesen, ehe ich dorthin aufbrach, in Quarantäne muss! Die Frage ist, ob du dies so verheimlichen darfst und dann nach Lianna einschleppen solltest! Du selbst bist Arzt und für alle, einschließlich dir, verantwortlich! Es liegt mir fern, dir etwas einreden zu wollen, noch etwas zu melden! Ich überlasse es völlig dir! Aber, denke gut darüber nach!”

Da stand Zoey dem Mann gegenüber, der sie gerade in ein riesiges Geheimnis eingeweiht und der ihr außerdem seine Vergangenheit offenbart hatte. Warum? Scheinbar hatte er jemanden gebraucht, um sich mal zu öffnen. Anders konnte sie es sich nicht erklären. Er hatte es schon mal im ersten Tempel, nachdem alle mit übelsten Visionen gefoltert und wohl mit ihren stärksten Ängsten und Problemen konfrontiert wurden, versucht. Sie saßen damals nebeneinander, völlig fertig an die Wand angelehnt! Damals war es nur konfuser, was er ihr erzählt hatte. Manchmal kam dies so. Er tat immer sehr kühl und reserviert, vielleicht hatte er sich an sie aber dennoch während der langen Mission gewöhnt?! Er legte mühsam die Bandage wieder um. Mit einer Hand ging dies schlecht. Zoey kam ihm nun zu Hilfe. Während sie ihm die Binde umwickelte, kam sie auf das erste Thema zurück.

Sane, vielleicht glaubt hier jeder nach solchen Missionen, dass sie einen ein wenig verändert hätten?! Wir wissen es auch nicht genau! Ich möchte nicht mit Sicherheit sagen, dass ich noch die Selbe bin, die von Naboo aufgebrochen ist und Thearterra angeflogen ist! Bin ich noch die Selbe nach der Folter, den Ängsten, Schmerzen, Herausforderungen?! Sane, du warst nicht dabei. Ich habe den irren Sith-Doktor Hybris mit Blasterschüssen durchsiebt, ihm mein Messer in den Hals, in die Brust und mein Skalpell in die Nieren gerammt! Ich hätte nie gedacht, dass ich zu so etwas fähig bin und so etwas je tun müsste, um Q`Tahem und mein eigenes Leben zu retten! Und überhaupt, die ganzen Strapazen! Der dunkle düstere Hauch, der einem vom Beginn des Betretens des ersten Tempels nicht mehr losließ! Es kann einem Angst machen, wenn man zu viel darüber nach denkt! Ich werde alles nieder schreiben und es wird wie eine Psychotherapie sein, aber ob dies ausreichen wird, ist bei dem Ausmaß fraglich!?“


Weltraum, Hyperraum: Frachter: Schlafkabine: Zoey und Sane
 
S-K-System/ nahe Thearterra/ Markus' Raumschiff/ Schlafkabine/ Sane, Zoey Medistation: Yui ; Cockpit: Sarissa, Kestrel Markus; Frachtraum: Wendon, Q'Tahem

Der Hyperaum. Unglaublich groß unglaublich lang und unglaublich langweilig. Zumindest für Yui. Fast zwei Wochen dauerte die Reise und es gab nicht wirklich viel zu tun. Es erholten sich lle sehr viel und yui die in dem Sinn keine Erholung brauchte beschäftigte sich ein wenig mit den Daten die sie gesammelt hatte. Sie versuchte die anderen außer Zoey so gut als möglich zu meiden. Sie hatte Angst. Angst weil sie immer noch nicht wusste was die Motive der meisten waren. Vor allem vor Kestrel, Sarissa Wendon, Sane und Markus eigentlich war sie sich nur bei Zoey und Q sicher. Sie versuchte sogar einmal einen heimlichen Anschlag auf Q allerdings schlug dieser fehl. Der Versuch war die einzige Chance gewesen die sie in den ganzen 2 Wochen bekommen hatte. Verfluchte Jedi.

Endlich erreichten sie das Ende und verließen wieder den Hyperaum. Yui blickte interessiert aus dem Fenster und sah den Planeten immer näher und näher kommen. Sie war noch nie auf Lianna gewesen. Sie waren alle im Cockpit versammelt und Kestrel steuerte mit Hilfe des Computers auf den Raumhafen zu. Yui war noch immer nicht hinter irgendwelche Motive gekommen. Eine der besten Methoden war wahrscheinlich bald einmal die Gestalt zu ändern und dann vollkommen von der Bildfläche zu verschwinden. Immerhin wussten jetzt schon einige wer sie war, aber sie konnte als ganz jemand neues auftauchen und dann würde sie niemand mehr erkennen. Vielleicht die Jedi aber nur mit sehr viel Glück. Wenn sie sich von denen dann fernhielt. Wenn Zoey wirklich ihre abmachung einhielt und die beiden nach Ryloth flogen. Dort würde sie ihre Eltern wiedersehen und dann würde der Alptraum nach guten 8 Jahren endlich vorbei sein. Yui würde eine normale Kindheit haben. Innerlich hatte sie zwar ein wenig zweifel, dass das so funktionieren würde, aber sie musste sich einfach nur selbst davon überzeugen.

Doch was als nächstes geschah... sie hätte Kestrel im nächsten moment am liebsten umgebracht. Die Jedi gab doch tatsächlich an den Hangardroiden durch, was Yui in Wirklichkeit war. Yui musste sich zusammenreißen nicht sofort zur Tat zu schreiten und sagte sich selbst i Stillen vor dass es genau das war was die Jedi erwartete und die Gelegenheit nutzen würde yui aus dem Weg zu räumen. Wenigstens wusste yui jetzt, dass Kestrel zu ihren Feinden gehörte. Yui überlegte für einen Moment. Sie hatte noch eine Chance, sie musste in das Kontrollsystem und das Protokoll löschen bevor ihre Feinde es einsehen konnten. Die zweiwöchige Quarantäne ging ihr dabei noch mehr gegen den Strich. Leider war das dort eine Hochsicherheitszone und Yui konnte nicht einfach abhauen. Hoffentlich hatten nicht zu viele Leute das Protokoll gelesen bevor sie da raus kam. Es ar ein Leck das Yui so schnell wie möglich schließen musste. Danach alle assassinieren , die das Protokoll gelesen haben. Keine leichte Aufgabe. Es war wohl sehr unwahrscheinlich dass ihr das gelingen würden und selbst wenn es ihr gelang hatte sie noch immer das Problem, dass Kestrel wohl weiter Yuis Feinden die Information oder andere geben würde. Sie musste irgendwie ausgeschaltet werden. Die anderen würden hoffentlich dicht halten und so war es zum Glück die einzige Gefahr. Doch Kestrel war nicht so einfach umzubringen. Abgesehen davon, dass sie eine Jedi war, war sie nicht alleine. Sie hatte verbündete. Sie musste ihre Autorität untergraben sie musste dafür sorgen dass sie Feinde unter ihren eigenen Leuten hatte. Ein Plan musste her und zwar ein guter. Sie würde jetzt dann zwei Wochen Zeit haben.

S-K-System/ nahe Thearterra/ Markus' Raumschiff: alle
weiter auf Lianna
 
Hyperraum nach Lianna/ Markus' Raumschiff/ Schlafkabine/ Sane, Zoey

Wo an anderen Tagen, oder mit anderen Leuten, das Gespräch für den Soldaten schon lang beendet gewesen wäre, hielt ihn etwas davon ab, die Türe zu entriegeln und sich zu verziehen. Immerhin hatte er zu tun. Er wollte nach Wendon schauen, auch Finn musste weiterhin im Auge behalten werden, da sein Zustand nach wie vor kritisch war. Wie er den Jedi zwei ganze Wochen versorgen sollte, war ihm bis hierhin noch ein Rätsel. Zoey stellte währenddessen interessante Fragen, über die er ehrlich gesagt noch nie nachgedacht hatte. Wusste er, auf was er sich einließ, als er der Auswahl zum Training der Infiltratoren zustimmte? Der Beitritt zur Armee war für ihn immerhin alternativlos. Als Flüchtling war er auf Carratos in die Hände von republikanischen Einheiten gefallen, mit denen er vom Planeten fliehen konnte. Von dort aus war der Weg zum Rekrutierungsbüro nicht weit. Dann die Ausbildung zum Sanitäter, das war mitunter eine Entscheidung für sein Gewissen, aber auch zukunftsorientiertes Kalkül. Er wollte Arzt werden und die Streitkräfte konnten sein Studium finanzieren, auch wenn er aufgrund der vielen Einsätze wenig Zeit dafür hatte und die Seminare und Vorlesungen lediglich in kleinen Häppchen abarbeiten konnte. Die Ausbildung zum Infiltrator versprach eine höhere Besoldung, doch Sane war es nie ums Geld gegangen, da hätte er gleich bei seinen Eltern bleiben können. Hinzu kamen, dass die Spezialeinheiten seine Fähigkeiten verbesserten und somit seine Überlebenschancen. Auf der Kehrseite waren die Missionen riskanter. Er antwortete schließlich ausweichend.

"Es ist eine große Anerkennung der eigenen Fähigkeiten, für die Infiltratoren vorgeschlagen zu werden."

Dem darauf folgenden hatte Sane schon mehr entgegenzusetzen. Die Archäologin konnte sich anscheinend nicht vorstellen, wie ein zu ihrem Schutz abgestellter Soldat ihr etwas antun konnte, vor allem nach dem ganzen Chaos, was sie erlebt haben. Auch der Teil mit dem Empfehlungsschreiben schmeckte ihr anscheinend nicht.

"Wir haben dich beschützt, weil es uns befohlen wurde, nicht weil wir es wollten. Weißt du, dass die Soldaten in Garnisonen keine Einsätze haben? Keine Straßenpatrouillen oder Beaufsichtigungen von Menschenmassen. Das übernimmt die Infanterie in Zusammenarbeit mit den lokalen Sicherheitskräften. Der Kommandostab vermutet ein Massaker an Zivilisten, wenn die Spezialeinheiten bei so etwas teilnehmen. Hier wurde die Beleidigung unserer Kameraden nur angedeutet und die Reaktion Wendons hast du ja gesehen. Stell dir nun vor, er würde von wütenden Demonstranten angeschrien und mit Dosen beworfen werden. Und falls es dir entgangen ist, es gibt noch zwei weitere Nichtmachtnutzer, die es nicht in dieses Raumschiff geschafft haben."

Zu First Trooper Calder, der nach dem Anlegen am Strand verschwunden ist und dem Wookie Rharrbarr, der vermutlich den Sith zum Opfer gefallen ist, wurde kein Wort gesagt. Der Verlust war bedauerlich, aber Sane versank deshalb nicht in tiefe Trauer. Er hatte beide kaum gekannt und wirklich sympathisch waren sie auch nicht.

"Die Instrumente hätten mich gewarnt, wenn eine Ansteckungsgefahr bestünde. Allerdings spielt der Faktor 'Unbekannt' noch mit... Ich werde mit den Jedi auf Lianna reden."

Zoey näherte sich ihm schließlich und half ihm, den Verband wieder anzulegen. Die Berührung und die Nähe der jungen Frau machte ihn plötzlich unruhig und schweigend schaute er ihr zu, wie sie die Bandagen mit geschickten Fingern um Hände und Arme wickelte. Die Archäologin durchbrach die Stille, indem sie von eigenen Erfahrungen sprach. Davon, was sie mit Hybris durchmachen musste und was sie ihm angetan hatte und das Thearterra sie verändert hat.

"Das wusste ich nicht, Zoey. Das hätte nicht geschehen dürfen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte dieser merkwürdige Doktor sofort einen Blasterschuss zwischen die Augen bekommen, aber Skyfly hatte das letzte Wort. Hast du Familie? Einen Freund oder Ehemann? Ich glaube, dass das die beste Therapie ist. Zu wissen, das man nicht allein damit ist."

Hyperraum nach Lianna/ Markus' Raumschiff/ Schlafkabine/ Sane, Zoey
 
Imp. Weltraum, Hyperraum: Frachter: Schlafkabine: Zoey und Sane


Sane hatte ihr seinen Grund für sein Mitmachen bei den Infiltratoren genannt. Nun, man kannte derartige Bewegründe auch durchaus aus dem zivilen Bereich. Da war dieser gewisse Stolz, den man verspürte, für eine höhere Laufbahn oder für ein besonderes Projekt vorgeschlagen zu werden und dem lagen meist Spitzenleistungen zu Grunde, die einen zu derartigem befähigten.

Sane, ich kann auch dies nach vollziehen. So kam ich wohl zu dem Thearterra-Auftrag! Es war eine besondere Anerkennung, dass die Jedi-Meisterin Kestrel Skyfly auf meine Wenigkeit stieß und mich fragte, ob ich als begleitende Archäologin mitmachen würde.”

Zoey lächelte nun verschmitzt. Doch da das Thema wieder ernster wurde, blieb ihr dieses Lächeln nicht lange erhalten. Der Vergleich, den Sane wählte, ließ ihr einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Zum Schluss klärte Sane sie darüber auf, dass sie eigentlich zwei Nichtmachtnutzer mehr gewesen waren! An die beiden Gefallenen hatte sie wirklich nicht mehr gedacht! Wie konnte sie die Zwei nur vergessen? Es lag wohl daran, dass sie kaum mit ihnen zu tun gehabt hatte! Sie nickte nur betroffen und schaute beschämt und betroffen auf ihre Fußspitzen. Noch einmal wurde ihr bewusst, wieviel Glück sie gehabt hatte, dieses Abenteuer zu überleben! Die Geschichte für ihr Buch würde atemberaubend spannend werden, denn die besten Geschichten spielten im wahren Leben! Mal ehrlich, wer konnte sich so was schon ausdenken?!

Sane war so vernünftig, wie es ein Arzt sein musste und er würde mit den Jedi über seinen zusätzlichen Wert im Blut, dem Faktor, den es nicht geben dürfte, reden. Ansteckend dürfte es laut Messgeräten nicht sein. Wieder nickte Zoey nur.

Der Verband war nun drum und sie half Sane beim T-Shirt überziehen.

“Schmerzt es sehr?”

Dabei besprachen sie nun das Thema der Änderung ihrer Persönlichkeit und über das, was Zoey getan hatte. Sane meinte, dass er das alles nicht gewusst hatte. Woher auch? Das dies nicht hätte geschehen dürfen.

“Es war nicht zu verhindern gewesen!”

Nun hatte sie sich ihm auch anvertraut, sich ihm geöffnet und ihm etwas ebenso erzählt, was man nicht jedem erzählen würde. Er konnte sicher nachvollziehen, wie man in solche Situationen geraten konnte! Es war nichts , worüber sie stolz sein sollte und dennoch war! Es ließ sich nicht einmal leugnen! Es war ein ungleicher Kampf gewesen und sicherlich hatte das Schicksal, ihnen günstig gesinnt, in die Hände gespielt.

Sane, ich wollte dies nie jemandem antun, selbst ihm nicht, auch wenn er ein Sith war, denn schließlich war er ein Mensch, doch es ging Letztens nur um Leben oder Tod, entweder er oder wir!”

Sie seufzte auf. Sane fragte sie, ob sie einen Ehemann oder Familie hätte.

“Ich habe meine Familie auf Naboo! Eine eigene Familie habe ich noch nicht gegründet. Ich habe bisher immer nur für die Wissenschaft gelebt und viel gearbeitet. Ich bin Single. Aber, meine Familie und meine Heimat wird mich schon aufmuntern! Hoffe ich doch!”

Sane konnte sehr sympathisch herüber kommen, dies wurde ihr wieder einmal klar und so richtig bewusst wurde ihr es jetzt, am Ende der Mission. Sie lächelte und sagte ihm dann:

“Entschuldige, ich muss dringend aus meinen Thermosachen raus und brauche ein Bactabad gegen meine vielen Prellungen. Dennoch bin ich aus dem letzten Tempel wesentlich unbeschadeter entkommen als aus dem Zweiten! Danke für das Gespräch!”

Zoey entriegelte nun die Tür und verschwand auf die Krankenstation, die genügend Bäder hatte. Eine Stunde später fühlte sie sich wie ein neuer Mensch. Ihr Haar war frisch gewaschen und duftete nach Shampoo. Etwas, was sie lange vermisst hatte.

Ihr erster Gang danach war, Yui suchen und finden!

Yui, bitte, behalte ein Auge auf mich, wenn ich schlafen gehe. Ich werde jetzt ein Bett aufsuchen!!”

Scheinbar dachte Yui eher an Q`Tahem als Bedrohung, denn davon war ja Yui total besessen! Zoey hielt ihr Wort und brachte Wendon nie ins Gespräch! Doch sicherlich würde Yui alle im Visier haben. Dies beruhigte daher Zoey. Die Archäologin ging Wendon stets aus dem Weg. Sah sie ihn dennoch in der Nähe, da das Schiff nun einmal nicht besonders weitläufig war, dann sah sie weg. Sie schaute ihn nie direkt an.

Besondere Aufmerksamkeit legte Zoey auf ihre Arbeit, auf ihr Buch und sie nutzte die Zeit und war fleißig! Gesundheitlich ging es ihr ja vergleichsweise gut! Zoey diktierte ihre Geschichte dem Computer! Fast jeder schaute ihr mal kurz über ihre Schultern und gab mal einige Tipps dazu, besonders Kestrel. Dazu benutzte sie ihr Tagebuch! Außerdem nahm sie Kontakt nach Naboo auf. Ihre Agentin plante längst den Druck der Erstausgabe und die Lesereise.

Mitten auf dem Flug stolperte die Archäologin im Holonet auf eine Fahndungsliste. Sie standen fast alle darauf! Auch auf Zoey war ein hohes Kopfgeld ausgesetzt! Zoey raufte sich die Haare! Was nun?! Zoey war froh, dass Hybris tot war und nun dies! Sie hatte gehofft ohne Personenschutz klar zu kommen! ?


Sane, Yui kommt mal her!”

Sie rief die Zwei herbei, die sich gerade in ihrer Rufnähe aufhielten.

“Schaut euch die Liste mal an! Sane, Wendon und du, ihr steht auch drauf! Yui, nun werde ich auch gejagt!”

Verzweifelt betrachtete Zoey die Liste! Sie waren kurz vor Lianna und doch konnte Zoey sich nicht völlig freuen. Was würde dies für sie bedeuten? Wie würde sie ihre Lesereise bewerkstelligen?! Wie frei konnte sie sich bewegen?


Orbit von Lianna, Markus`Frachter: Zoey, Yui und Sane und Wendon usw.

Weiter auf Lianna
 
|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ bei riesigem Zeltlager || ▫ Azgeth ▫ Miron ▫ Shee’ra & Ureinwohner

Karyn war sich nicht sicher ob die machtbegabte Frau (Shee‘ra) alles richtig verstand, doch sie hörte zu und fragte was sie wissen musste oder wollte. Für diesen Tag war ihr Gespräch beendet, doch morgen würden sie genauso weitermachen. Das Zelt stand, die anderen Einheimischen hatten es ein paar Stunden vor Sonnenuntergang fertig aufgebaut. So hatten sie einen Unterstand für weniger wetterfreundliche Tage und die Wächter hatten auch genug Platz. Jeder war zufrieden. Und noch etwas musste geschehen sein. Immer mehr Angehörige dieser Spezies sahen die Fremde und konnten erkennen, dass sie keine Gefahr war. Sie hoffte dass dies eine Art Garantie für dauerhaften, gegenseitigen Frieden darstellte. Sie würde es sehen. Da ihrer Bitte nach Nahrung und Wasser entsprochen worden war, konnte sie der ganzen Sache ein wenig entspannter entgegen sehen. Nach dem Gespräch verschwanden sämtliche "Besucher" und der einst von Zorn Zerfressenen blieben nur die eigenen Gedanken. Das Problem war, sie konnte sich keine Gedanken über die Zukunft machen, da sie das Ergebnis hiervon nicht einschätzen konnte. Und über die Vergangenheit hatte sie zur Genüge nachgegrübelt. Also machte sie Sport bis sie verschwitzt und ausgepowert war. Im Anschluss ließ sie den Abend ruhig ausklingen und legte sich schlafen. Mittlerweile empfand es die Suchende nicht mehr als merkwürdig, wenn sich ihr Tag auch bei Sonnenuntergang dem Ende neigte.

Mit der Dunkelheit legte man sich auch schlafen. Dem natürlichen Rhythmus schien man sich irgendwie automatisch anzupassen. Wie dem auch sein mochte, der Körper der Kämpferin holte sich die Regeneration die er für diesen einen Tag benötigte und weckte den Geist als die ersten Sonnenstrahlen den Horizont violett färbten. Was zu tun war, bevor ihr Besuch kam, wurde erledigt, auch die Reste einer merkwürdig schmeckenden Wurzel wurden verzehrt damit ihr Magen schon etwas zu tun hatte, wenn sie die weiteren Stationen ihres Lebens darlegte. Irgendwann kamen die vier bekannten Personen und sie setzten sich in das jüngst aufgestellte Zelt. Die Frau schien sich ein wenig wohler zu fühlen als sie auf einem seltsamen Fell-Sitz Platz nahm. So ließ sie sich ebenfalls auf einer solchen Sitzgelegenheit nieder und befand diese als überraschend angenehm. Nun, dann konnte es wohl weitergehen. Nachdem sie alle zusammen Alaine aus dem Verkehr gezogen hatten, war sie mit Chesara und einer jungen Frau von Ord Biniir geflohen, geradezu durch die Absperrung die von der dummen, rothaarigen Planschkuh Alynn Kratas verhängt worden war. Tja, einen Pierre LesGray hielt eben nichts so schnell auf. Damals war es ihr nur Recht gewesen, zusätzliche Schwierigkeiten wären nicht gerade vorteilhaft gewesen. Die Jedi hatte sie tatsächlich nach Coruscant geführt, einen überbevölkerten Planeten voll von Feinden.

Doch in der Realität hatte die absurde Bevölkerungsdichte dieses Moloch – Planeten eine stabile Anonymität gewährleistet, sodass Chesara mit ihr einen Ort hatte suchen können, wo sie …hmm … "reden konnten". An die Anfangszeit hatte sie nur vage und unvollständige Erinnerungen. Teilweise nichts weiter als undeutliche Bruchstücke. In ihr hatte ein brachialer, sie innerlich halb zerreißender Konflikt stattgefunden. Der Wunsch frei zu sein, gegen den allesumfangenen Einfluss der dunklen Seite. Mehrere Male hatte sie Chesara angegriffen, schlicht in dem Wunsch sie zu vernichten. Im Nachhinein fragte sich Karyn wie viele solcher Angriffe die Jedi wohl noch erlaubt hätte bevor sie ihre Bemühungen als gescheitert angesehen hätte. Die Geduld der Rätin wäre mit Sicherheit nicht unendlich gewesen. Einmal jedoch, daran konnte sie sich noch schwach erinnern, hatte sie die blonde Frau allerdings bezwungen und niedergeworfen. Wie das gelungen war, wusste sie nicht mehr, aber sie konnte sich an das Gefühl erinnern als ihr bewusst geworden war, dass sie sich selbst zurückgehalten und Chesara das Leben "geschenkt" hatte. Während das "Sith – Ich" dieses Versagen nicht verstanden hatte, war ihrem anderen, noch zu befreiendem Ich der Erfolg klar geworden. Eigene Entscheidungen, fern von Blutdurst und purer Tötungswut. Danach war sie unzählige Male den reißenden Strömen der Dunkelheit ausgesetzt worden. Körper und Geist waren auf einen Art und Weise gequält worden, wie es wohl sonst nicht möglich war.

Zorneswellen hatten Phasen von purer Verzweiflung und Trauer abgewechselt, stets im Wechselspiel bis der Verstand vornüber kippte. Sie hatte ihre Wohnung verwüstet, hatte den Vermieter anschließend angegriffen und war blind durch die Straßen und Gassen des Stadtplaneten gestolpert. Dämonen waren ihr auf Schritt und Tritt gefolgt, hatten sie in Schuld und Verzweiflung gebadet, bis sie glaubte zu zerbrechen. Die meisten und größten Erinnerungslücken stammten von diesem Zeitabschnitt. Jedenfalls hatte die damalige Azgeth geglaubt von toten Seelen und gnadenlosen Richtern gerichtet zu werden. Und sie hatte diese Schuld auf sie genommen, hatte akzeptiert, dass es für sie keine Erlösung, keine Gnade geben konnte. Völlige Verzweiflung hatte ihre Seele zerfetzt und ins Nichts der Verfluchten geschleudert. Was sonst noch geschehen war, wusste sie ehrlich nicht, doch was sie noch wusste war, dass sie in dem Unterschlupf von ein paar Obdachlosen wieder zu sich gekommen war. Diese hatten aufgrund der bei ihr gefundenen Lichtschwerter geglaubt eine Jedi den Behörden übergeben zu können. Doch dazu waren sie gar nicht erst gekommen, denn der Verstand der Gebeutelten war schnell genug zurückgekehrt um dies nicht geschehen zu lassen. Das Tier war erneut erwacht, die Dunkelheit hatte erneut Besitz von ihr ergriffen und sie diese Leute umbringen lassen. Alle bis auch einen.

Absurderweise war dies damals schon ein positiver und bemerkenswerter Schritt gewesen, denn sie hatte Teile von Selbstkontrolle besessen oder bewahren können, wo sonst nur blinde Gier nach Zerstörung war. Der Kampf war danach Tag für Tag neu ausgefochten worden. Aufgrund ihrer Flucht vor sich selbst war sie an einem völlig fremden Ort auf Coruscant gelandet. In dem Moment war es ihr als das Beste erschienen zurückzukehren um Chesara zu finden. Dabei war sie auf verschiedene Schwierigkeiten gestoßen, wie zum Beispiel den Weg zurückzufinden, oder genug Geld aufzutreiben um sich Essen, Übernachtung oder Transport leisten zu können. All die kleinen Dinge, die im Normalfall keine allzu große Probleme verursachten, aber für jemanden der außerhalb des Systems stand und nur Gewalt und Brutalität kannte, kompliziert erschien. Diese Reise zurück zu der Wohnung in der sie mit Chesara ihre Unterredungen gehalten hatte, hatte den Beginn des folgenden Lernprozesses dargestellt. Die dunkle Seite hatte nach der Bluttat an den Obdachlosen viel von ihrem Einfluss verloren. So war sie nun fähig gewesen voranzuschreiten. Dies hatte zu der Erkenntnis geführt, dass dieses Wiedersehen mehr oder weniger nicht mehr notwendig war, denn was sie lernen musste, konnte nur selbst ergründen. Dennoch hatte sie die Reise dorthin abgeschlossen und ein letztes Mal mit der Rätin gesprochen.

Diese hatte wohl eine ähnliche Einschätzung der Situation, jedenfalls hatte sie nicht interveniert. In sehr vielen Dingen hatte sie der Gefallenen einfach vertraut, in einigen aus ihrer Sicht vielleicht zu viel, doch darüber hatte sie lediglich spekulieren können. So hatten sie sich endgültig getrennt und Karyn war ihren Weg allein weitergegangen. Ab diesem Moment hatte sie sich völlig alleine durchgeschlagen. Zuerst war sie auf dem Stadtplaneten geblieben um dort eine Arbeit zu finden. Wenn es in der gesamten Galaxis einen Ort gab wo ein jeder für seine Fähigkeiten eine passende Beschäftigung finden konnte, dann war es diese überbevölkerte Kugel. Nach einiger Zeit war sie tatsächlich auch fündig geworden. Ohne erlernten Beruf oder sonstige Erfahrungen war wenig geblieben bis auf körperliche Arbeiten ohne große Fachkenntnisse. Also war sie in einer Werkstatt gelandet und hatte dort hauptsächlich Repulsoraggregate aus- und eingebaut. Nichts allzu Spannendes, doch sie war nicht wählerisch gewesen. Leider hatten sich durch diese Wahl einige Komplikationen ergeben, die sich nicht eingeplant hatte. Da sie die einzige Frau in dem Laden gewesen war, abgesehen von der Sekretärin, hatte sie leider wieder einmal erleben müssen, wie sich Männer verhielten, wenn sie unter sich waren.

Mit den Wochen hatten die Anspielungen, die Witze und die angeberische und selbstbeweihräuchernde Art der Kerle sie einfach nur noch wütend gemacht. Nach einem Wutanfall ihrerseits, der zum Glück niemandem Schaden zugefügt hatte, war sie freundlich aber bestimmt vor die Tür gesetzt worden, was sie zu dem Zeitpunkt nicht allzu sehr gestört hatte. Doch sie war nun wieder auf Planquadrat A. Ganz am Anfang. Ohne Credits ging nun mal gar nichts, und sie hatte bereits erlebt, wie schnell diese aufgebraucht sein konnten, wenn nicht regelmäßig etwas dazukam. Zudem hatte der Ausraster, der zu ihrer Kündigung geführt hatte, ihr gezeigt, dass sie noch immer in großer Gefahr war sich und ihre Macht nicht unter Kontrolle zu behalten. So war sie zu dem Schluss gekommen den Planeten zu verlassen um einen friedlicheren und weniger bevölkerten zu suchen. Doch dazu brauchte sie, wie schon festgestellt, mehr Geld. Da sie mit normaler Arbeit dafür ziemlich lange brauchen würde, kam sie auf die Idee etwas Risiko einzugehen und etwas zu tun, dass ihr schnell Gewinn einbrachte. Nur dazu hatte sie in die unteren Bereiche des Planeten gemusst.

Dort war sie unglücklicherweise an ein paar Straßenräuber/Gangschläger geraten die sich nicht hatten abwimmeln lassen. Und so war sie wieder in die Situation gekommen zwei Leben nehmen zu müssen. Wo früher Genugtuung und Entzücken vorgeherrscht hatten, wurde sie nun von Trauer und Niedergeschlagenheit ergriffen wenn es zu diesem finalen Urteil ihrerseits kam. Ein guter Schritt in die richtige Richtung, doch das Erschreckende war, dass es ihr weiterhin so leicht von der Hand ging wie das Essen. Doch immerhin hatte sie den Kampf nicht gestartet und hatte versucht vernünftig mit den Angreifern zu reden. An deren eigener Überschätzung und Uneinsichtigkeit trug sie keine Schuld. Jedenfalls hatte sie ihr Weg weiter durch die Schatten des Stadtplaneten geführt, bis sie endlich fündig geworden war. Ihre Idee war im Prinzip ganz einfach gewesen. Im den Bereichen in denen es kein Gesetz gab, entstanden alle Arten von Kurzweil und Vergnügen und selbstverständlich gab es so etwas wie Arena- bzw. Schaukämpfe für wettsüchtiges Publikum. Da Kämpfen das Einzige war, dass Karyn wirklich konnte, hatte sie sich in den Kopf gesetzt bei einer solchen Veranstaltung mitzumachen um sowohl das Preisgeld als auch die Gewinne der Wetten auf sich selbst einzustreichen.

Die Anmeldung hatte für kurze Zeit ein Problem dargestellt, doch ihre Beharrlichkeit hatte dies schnell beseitigt. Der zweite Punkt auf der Tagesordnung hatte sich auch zufriedenstellend gelöst, als ihr der Zufall, bzw. die Macht günstig zu Hilfe gekommen war. Dort war sie Jace Chorios begegnet, der sich als ehemaliger Pilot des Imperiums entpuppt hatte. Zudem besaß er ein eigenes Schiff, was für ihre weiteren Schritte äußerst nützlich war. Dieser Mann hatte für sie die Wetten platziert, so dass ihr so niemand irgendetwas unterstellen konnte. Zwar hatte dies ein Risiko dargestellt, doch der Verlauf des Abends hatte gezeigt, dass sie richtig gehandelt hatte. Mehrere Runden hatte sie sich durch das Turnier kämpfen und auch einige unnötige Verletzungen einstecken müssen, damit die Quoten günstig blieben, doch in der Gesamtsumme hatte sich alles zum gewünschten Ergebnis gefügt. Am Ende hatte sie einen soliden fünfstelligen Betrag zu Buche stehen und auch noch eine Möglichkeit eine Passage zu ergattern. Zusammen mit Jace hatte sie den Abend mit einer Feier ausklingen lassen, bevor er verschwunden war um alles für den Abflug zu klären. Bis zu diesem künftigen Zeitpunkt hatte sich die ehemalige Sith um alles Sonstige gekümmert. Am Raumhafen angekommen hatten sie eine schicke Yacht und eine zusätzliche Passagierin (Noa) erwartet.

Doch dies war noch nicht alles gewesen, denn es war noch jemand aufgetaucht. Exodus Wingston. Selbst Miron riss überrascht die Augen auf, als er diesen Namen in ihrer Geschichte hörte. Diese zeigte auf, dass es tatsächlich "Zufall" gewesen war, dass sie auf ein und dem gleichen Schiff gelandet waren. Schmunzelnd erinnerte sie sich an die völlig konfuse Situation. Ein imperialer Ex – Pilot, zwei Ex – Sith und eine Widerstandskämpferin, die offenbar völlig ahnungslos in diese Grube geworfen worden war. Die Dunkelhaarige hatte sich mustergültig in allen Belangen des Zickig – seins verhalten, doch konnte man es ihr vorwerfen? Das Ganze war gleichzeitig lustig und haarsträubend gewesen, doch andererseits so auch alles andere als langweilig. Der einstige Exekutor und sie hatten sich kurz unterhalten, dabei auch über seine Tochter Alisah gesprochen. Es war eins der kuriosesten Gespräche ihres Lebens überhaupt gewesen, doch irgendwie auch erstaunlich vertraulich.

Wie auch immer, bevor sie ihr Zwischenziel erreicht hatten, dort wo sie von Bord gehen wollte, hatte sie von Jace eine gefälschte republikanische ID erhalten, damit sie keine größeren Probleme auf der Republik – Welt bekam. Ab diesem Zeitpunkt hatte sie einen neuen Namen getragen. Seit ihrer Ankunft auf Naboo lautete ihr Name Karyn Steed. Mittlerweile war ihr der neue Name so vertraut wie ihr gebürtiger. War das verwerflich? Die Machtbegabte sah es als einen Neuanfang. Warum konnte ein neues Leben nicht unter einem neuen Namen geführt werden? Sie hatte so entschieden und so war sie auch den Kontrolleuren entgegen getreten die ihr unter dieser neuen Identität den Aufenthalt auf ihrer Welt gestattet hatten. Mit diesem Gefühl des Neuanfangs hatte sie all die ehemaligen Imperialen hinter sich gelassen und war mit diesem neuen Ich der Zukunft entgegen gegangen.


|| Planet "GPR 7645-KE-743" ▫ Grasebene ▫ bei riesigem Zeltlager || ▫ Azgeth ▫ Miron ▫ Shee’ra & Ureinwohner
 
[Unbekannter Planet, am Strand] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa

Auch wenn es bisher nur selten vorgekommen war, so hatte sich Cet doch schon einmal in einem Raumanzug ins Vakuum des Weltalls hinaus gewagt und es gut überstanden. Das, was das Schiff nun umgab war, vom Schlamm auf der Unterseite mal abgesehen, nur Wasser. Einfaches Meerwasser, und noch nicht einmal sehr tief, so wie sie bisher sehen konnten. Aber dennoch war es äußerst beklemmend und beängstigend, als sie in die Kiste kroch und schließlich hörte, wie um sie herum die Luftschleuse geflutet wurde. Es rauschte und gurgelte und die Kiste wurde nach wenigen Sekunden bereits vom Boden gehoben. Ein seltsames Gefühl, surreal. Schlecht wurde es Cethra nicht, für so etwas war sie in keiner Weise anfällig, aber trotz ihrer Machtsicht drohte sie, die Orientierung zu verlieren. Sie sah das Schiff um sich zuerst noch, außerhalb ihrer Kiste Nen-Axa und Meredith in der nächsten Kiste. Aber als sie die Luftschleuse verließen waren sie im freien Wasser. Das Schiff war weg, nicht mehr um sie herum. Stattdessen nahm sie für einen Moment überdeutlich das millionenfache Leben des Meeres wahr. Nicht nur Fische oder ähnliches, auch der Hauch des Glitzerns von mikroskopischen Krebschen, oder was es auch sein mochte. Es fühlte sich an, wie im Weltraum zu schweben. Dann prallte Cethras Kiste gegen Merediths und der Schmerz, der ihr dabei durch die Rippen fuhr, holte sie sofort in die Realität zurück. Sie konnte wahrnehmen, wie die Gestalt ihres Schiffes zurück blieb und der diffuse nebel des Meeres sich lichtete. Strand. Das Ufer. Sie spürte, wie ihre Kiste wieder festen Boden unter sich hatte. Kurz darauf öffnete sich der Deckel und Cethra spürte, wie warmes Sonnenlicht und salzige Luft ihre haut berührte.

Über ihr beugte sich Tzun Suz und half ihr aus der Kiste. Sie musste sich erst einmal auf den rand dieser setzen.

"Danke." presste sie hervor, an den Kaminoaner gerichtet. Ihr ganzer Brustkorb fühlte sich an, als wäre sie in ein viel zu enges Korsett aus Stahl eingepackt sein. Nicht, dass sie je ein Korsett getragen hätte, aber die Dinger sahen so aus, als würde es sich ähnlich unangenehm anfühlen.

Besorgt kam ihr Meister zu ihr. Er erkannte sofort, dass sie verletzt war und Cethra konnte es auch nicht überspielen.

"Ich weiß nicht genau...was los ist." sagte sie. Jetzt, wo sie aufrecht saß und sich auf ihre Atmung konzentrierte, ging es mit dem Sprechen einfacher. Trotzdem tat noch jeder Atemzug weh.
"Ich muss wohl härter auf dem Deck...aufgeprallt sein, als ich dachte. Hab mir wohl die Rippen geprellt...oder gebrochen. Der ganze Brustkorb schmerzt...stark. Die linke Seite."

Dass sie sich die Lippe aufgeschlagen hatte, ließ sie weg. Zum einen war es deutlich zu sehen, zum anderen war das nicht wild. Als Kind hatte sie sich so oft etwas aufgeschlagen, wenn sie auf einem Raumschiff herum getollt hatte, dass sie so etwas meist mit einem Achselzucken ab tat.

Während sie so dasaß richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf das Wasser. Sie konnte den Schatten des Frachters im Nebel des Wassers erkennen. Es lag nicht tief und nicht weit vom Ufer, immerhin konnte sie es noch wahrnehmen, ohne sich stärker zu konzentrieren. Sie hoffte, dass es zu retten war.

"Es tut mir leid Meister. Ich hab meine Pflicht als Pilotin wohl...ziemlich in den Sand gesetzt. Das hätte nicht passieren sollen. Aber bestimmt kann das Schiff...wieder flott gemacht werden...hoffe ich."

[Unbekannter Planet, am Strand] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa
 
Weltraum - kleine Koje auf einem Linientransporter Richtung Lianna - Jo alleine

Noch nie war Jo so lange von ihren Pflichten fern geblieben. Noch nie hatte sie sich so ganz zurück gezogen, doch nach diesen Verhandlungen, nach dem Zusammentreffen mit den Vertretern des Imperiums und letztlich die erdrückende Präsenz dieses Imperators....
Ja, sie alle hatten einen Vertrag ausgehandelt und Jo hatte bis zum letzten Moment durchgehalten und ihre Pflicht getan, doch dann war sie wie ausgebrannt gewesen. Sie hatte nicht gleich zurück gekonnt, sie musste erst für sich selbst wieder ihre Mitte finden um sich und im gleichen Maße ihre Umgebung nicht in Gefahr zu bringen der dunkle Seite Zugang zum Inneren zu gewähren.
Sie hatte gewusst, das Matthew und Summer sicher waren und ohnehin war es für die Kinder wichtig einmal kontinuierlich die Schule zu besuchen. In der Hinsicht waren sie ja versorgt und eigentlich hatte Jo auch nicht vor gehabt so lange fort zu bleiben, doch kaum bei ihren Brüdern auf Toola hatte Jo sich eine Krankheit eingefangen, die sie dann noch länger hatte fort bleiben lassen. Nun war sie wieder genesen und mittlerweile auf dem Weg zurück nach Hause!
Ja, Zuhause! Die Jedi waren ihr Zuhause, das war nun wieder Zweifelsfrei klar für sie.
Sie konnte es kaum erwarten wieder zurück zu sein, auch wenn ihr nach der langen Abwesenheit durchaus unerfreuliche Dinge bevorstehen konnten. Zum Einen war sie Rätin. Oder vielmehr war sie es damals gewesen. Aus ihrer Sicht wäre es durchaus logisch wenn ihre Ratskollegen dies mittlerweile wieder geändert hatten. Sie rechnete fast damit.
Und auch ihre beiden Padawane. es wäre durchaus denkbar, dass diese neuen Meistern zugeteilt worden sind, oder das sie selbst dies wollten. All dem würde Jo sich stellen wenn sie zurück war und sie würde auch eine solche Entscheidung akzeptieren, auch wenn sie sich wünschte, das dem nicht so war.
Mehrfach hatte sie begonnen eine Nachricht an Summer und Matthew auf zu nehmen doch bis zum heutigen Tag hatte sie die Nachricht nicht fertig bekommen, wie nur sollte sie sich bei den Beiden melden. Ein "Hallo hier bin ich wieder " reichte da wohl kaum aus!
Jetzt glaubte sie aber die richtigen Worte gefunden zu haben ohne sich in langatmige Erklärungen zu verzetteln.


****Comnachricht für Matthew und Summer****

Hallo ihr Beiden
und bitte entschuldigt, dass ich so lange nichts von mir habe hören lassen. Es waren persönliche Gründe die mich fern hielten , Gründe, die ich euch nur zu gerne persönlich erklären möchte, wenn ihr dies noch wollt.
Ich bin soeben auf dem Weg zurück nach Lianna und werde bald ankommen. Ich würde mich freuen euch dort wieder zu sehen.

In der Hoffnung dass es euch gut geht,

Jo

****Comnachricht Ende****


Mit dieser Nachricht war sie erst einmal zufrieden doch sie musste sich auch beim Rat melden und so nahm sie direkt eine kurze Mitteilung auf, in der sie in knappen Worten darlegte weshalb sie so lange fern geblieben war und dass sie bald wieder auf Lianna eintreffen würde, wo sie dann genau erklären können wie es zu ihrer langen Auszeit gekommen war.
Als beide Nachrichten abgesandt waren, legte sie sich schlafen und wenn sie aufwachte würde sie fast schon angekommen sein! Ein schöner Gedanke, der sie schnell einschlafen ließ


Weltraum - kleine Koje auf einem Linientransporter Richtung Lianna - Jo alleine
 
Unbekannter Planet- am Strand- mit Tzun Suz, Nen-Axa und Cethra

Ihr Plan war umgesetzt worden. Zwar nicht ganz genau, aber doch so, dass alle am Ende wohlbehalten am Strand ankamen. Meredith hatte sich in ihrer Kiste so verkeilt, dass sie nicht noch einmal mit ihrem Flügel irgendwo anschlagen konnte. Erst, als sich das wilde Trudeln der Kiste in der Strömung stabilisierte und sie fühlen konnte, wie ihr Meister sie in Richtung Strand zog, hatte sie eine bequemere Haltung angenommen. Irgendwann änderte sich die Geräusch-Kulisse um die Kiste herum und ein sanfter Ruck der Kiste sagte ihr, dass sie wohl angekommen war. Tatsächlich öffnete sich nur wenig später ihre Kiste und ihr Meister blickte sie an. Das Mädchen freute sich darüber, dass alles so gut geklappt hatte und grinste darum vergnügt vor sich hin. Das sie dem Arcona aus dem Anzug helfen sollte, war für sie selbstverständlich und sie wartete am Strand, bis der Jedi aus den Fluten stieg. Zuerst sah sie nur an einer Stelle eine kleine Dampfsäule aufsteigen, die sich immer weiter dem Strand näherte. Als nächstes tauchte eine pinkfarbene Klinge auf, gefolgt von dem Helm des Druckschutz-Anzugs. Als Nen-Axa das Wasser verlassen hatte, ging sie mit ihm ein Stück vom Wasser weg, während sie sich das Oberteil ihrer Tunika auszog. Zum Glück bestand sie ja eh aus mehreren Lagen, so dass sie nicht gleich halb nackt da stand.

Wartet kurz. Ich trockne den Helm etwas ab, damit euch kein Meerwasser in den Nacken tropft.

Sie lächelte und beseitigte das Wasser rasch vom Helm, bevor sie dem Jedi dabei half, sich aus dem Anzug zu schälen und legte das Kleidungsstück dann zum Trocknen über einen Stein. Verständlicherweise wandte sich Nen-Axa dann sofort seiner Padawan zu. Auch Meredith blickte zu Cethra und erschrak etwas. Die junge Frau sah sehr blass aus und atmete immernoch schwer . Aber auch ihr Meister sah nicht besonders fit aus.

Hätten wir nicht auf einer Welt mit MedCenter abstürzen können?

fragte sie und ging zunächst auf Cethra zu, welche sich erneut für ihr vermeintliches Versagen als Pilotin entschuldigt.

Cethra, du hast sicher nicht versagt. Du hast uns das Leben gerettet. Wir hätten schon im Minenfeld als Feuerball enden können, doch wir sind noch da. Das war eine grosse Leistung . Also ich würde jederzeit wieder mit dir fliegen.

Merediths Stimme war weich und sie lächelte ihre Mitschülerin beruhigend an. Dann sah sie kurz zwischen Cethra und ihrem Meister hin und her. Sie wusste nicht, wie gut das Verhältnis zwischen den beiden war und um sich die Brust der Frau ansehen zu können, würde sie deren Tunika öffnen und sie entblössen müssen.

Ähm. Ich würde mir das gern mal ansehen. Soll dein Meister hierbleiben oder etwas weg gehen?

fragte sie und wartete ab, bis das soweit geklärt war. Erst dann nahm sie Cethra erstmal den Gürtel ab.

Ich denke, wenn du den erstmal etwas weg lässt, bekommst du schon besser Luft, oder? Dann hat das Zwerchfell schonmal mehr Platz.

Nachdem sie auch die Tunika der jungen Frau etwas geöffnete hatte, fiel ihr schnell eine Besonderheit auf. An einer Stelle bewegte sich der Brustkorb Cethras gegenläufig zum Rest. Als sie einatmete, fiel er an der Stelle etwas ein und beim Ausatmen entstand eine kleine Beule. Vorsichtig tastete sie die Stelle etwas ab. Ihre Hände berührten die Haut der Frau kaum, aber Meredith konnte dennoch die Position der Rippen darunter ausmachen. Zumindest schienen sie nicht verschoben zu sein, was schonmal gut war. Auch "knisterte" die Haut an der Bruchstelle nicht, was auf eine Verletzung der Lunge hindeuten würde.

Ich fürchte, du kommst nicht nur mit einer Beule davon, Cethra. Das sieht da stark nach einem Rippenbruch aus. Aber zumindest scheint es nicht verschoben zu sein. Warte kurz, ich hol schnell mal den Erste-Hilfe-Rucksack, den ich von Lianna mitgenommen hab. Der ist besser ausgerüstet als das Köfferchen von deinem Schiff.

Gesagt- getan. Der Rucksack war wirklich ein Schmuckstück, das musste man dem Jedi-Orden lassen. Neben dem üblichen Verbandmaterial befanden sich auch andere nützliche Dinge darin. Einige Medikamente, eine Flasche mit Sauerstoff plus Maske und viele andere tolle Sachen. Zweiteres holte sie schon gleich mal raus und legte Cethra einen kleinen Schlauch unter die Nase, über den sie zusätzlichen Sauerstoff bekam. Schliesslich atmete die Frau schon etwas länger schwer, was zu einem Sauerstoffmangel führen konnte. Meredith kramte als nächstes ein kleines Messgerät heraus und klemmte es Cethra an den Zeigefinger.

Das ist ein cooles Teil. Das misst den Sauerstoffgehalt in deinem Blut. Ich hab mit sowas schonmal rumgespielt und war total begeistert.

Erneut grinste Meredith breit und kramte wieder in der Tasche rum. Diesmal sah sie sich die Medikamente an und nahm Schmerzmittel und etwas gegen Hustenreiz raus.

Hier, dass ist was gegen Schmerzen und das hier ist Paracodein. Das ist gegen Hustenreiz, der kommt gerne mal bei solchen Verletzungen. Aber Husten tut dir nur noch mehr weh, also solltest du drauf achten. Wenn du den Hustenreiz bekommst und den so nicht unterdrücken kannst, nimmst du ein paar von den Tropfen. Schmeckt nicht soo schlecht, keine Angst.

Das kleine Gerät an Cet´s Finger piepte und Meredith nahm es weg und sah auf die Anzeige, bevor sie sie Cet zeigte.

Siehst du. Du hast gerade eine Sauerstoffsättigung von 85,8% im Blut. Normal sind 90-96%. Aber keine Sorge, das ändert sich gleich wieder. Du schnupperst ja schon dran. Schau jetzt erstmal, dass du deinen Oberkörper nicht zu sehr belastest. Lass den Gürtel weg, trag kein Zeug durch die Gegend und vielleicht magst du noch deinen BH loswerden. Der engt gerade auch nur ein. Wenn wir irgendwann mal ne Runde schlafen müssen wir mal gucken. Vielleicht ist es angenehmer für dich, wenn du mit leicht aufgerichtetem Oberkörper schläfst. Wenn du flach liegst, könnte dir das zu sehr auf die Rippen drücken. Aber das gucken wir uns dann an. Mehr können wir hier eh erstmal nicht machen. Du gehörst zu nem richtigen Arzt- auch wenn die meistens auch nicht mehr machen als ich jetzt . Ein Gutes hat es. Auch wenn Rippenbrüche weh tun wie verrückt und lange brauchen, um zu heilen- gerne mal bis zu 12 Wochen- heilen sie meistens problemlos. Das Schlimmste, was dir jetzt noch passieren kann, ist dass du doch nochmal hinfällst und der Bruch verrutscht oder du dir ne Lungenentzündung zuziehst. Das Risiko ist jetzt leider etwas grösser. Das kommt aber meistens durch einen zu geringen Sauerstoff-Umsatz in der Lunge . Sprich du schnupperst auf jeden Fall so lange an der Sauerstoff-Flasche bis sie leer ist. Es sollte für etwa 12 Stunden Sauerstoff drin sein, bis dahin kommen wir hoffentlich wieder an dein Schiff, da gäbe es dann mehr. Damit können wir es hoffentlich verhindern. Ein Verband oder so würde dir nicht viel bringen. Der drückt dann nur noch mehr auf die Lunge und ist sonst für nichts gut.

Damit entlies sie Cethra erstmal und drehte sich zu den beiden Männern um.

So, wer ist der Nächste?

fragte sie , sah aber ihren Meister dabei an. Für sie war klar, dass er Platz Zwei der Schwer-Verletzten hier belegte und damit wohl auch als Nächstes behandelt werden müsste. Die frage war jetzt nur, ob sie es auch tun durfte.

Unbekannter Planet- am Strand- mit Tzun Suz, Nen-Axa und Cethra
 
[Unbekannter Planet, am Strand] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa

Trotz der Schmerzen musste Cet unwillkürlich lächeln, als Meredith fragte, ob Nen-Axa etwas beiseite gehen sollte, wenn sie unter die Tunika der Miraluka blickte. Hätte Merry nicht gerade jetzt sie darauf angesprochen, wäre es Cet nie in den Sinn gekommen, dass es vielleicht ihr unangenehm sein könnte, wenn sie Haut zeigte. Aber das war es nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass ihr Meister einer gänzlich unterschiedlichen Spezies angehörte, und mit Menschen oder Beinahe-Menschen, ohnehin nichts anfangen konnte (das selbe mochte auch für Tzun Suz gelten), machte sich Cethra vor allem in diesem Moment nicht die geringsten Gedanken darüber. Solange Merry irgendetwas machen konnte, dass sie wieder alle zusammen nach einem Ausweg hier heraus suchen konnten, würde cet sich notfalls sogar komplett entblättern. Nun, auf jeden Fall wäre sie gerade jederzeit bereit, Oberteil gegen Schmerzmittel zu tauschen.

"Nein, ist okay. Ich hab kein Problem damit."

Sie hatte sich schon oft in der Gegenwart von Männern (oder Wesen eines anderen Geschlechts) umziehen müssen. Wichtig war nur, dass man denjenigen vertrauen konnte, dass sie keine Dummheiten anstellten, während man gerade nur halb bekleidet da stand. Und den hier anwesenden Personen konnte Cet vertrauen, daran zweifelte sie mittlerweile keine Sekunde mehr.
Meredith half ihr zuerst den Gürtel abzunehmen und dann die Tunika zu öffnen. Mit einer schnellen Untersuchung stellte sie fest, was die Miraluka schon selbst befürchtet hatte: Eine Rippe war gebrochen. Das war großartig, ganz und gar phantastisch. Verzweifelt biss die Padawan sich auf die Lippe und kämpfte die Wut auf sich selbst nieder. So war sie doch für niemanden etwas nütze. Aber sie durfte solche Gedanken nicht zu lassen, sie musste sich darauf konzentrieren, trotz allem zu funktionieren. Irgendwie.
Mittlerweile hatte sich Cet auch ihres leichten Unterhemdes entledigt und saß obenrum lediglich in ihrem BH da, damit Meredith sie weiter untersuchen konnte. Als diese die Tasche mit den Erste Hilfe Sachen von Lianna holte, bekam Cethra sogleich Sauerstoff verpasst. Zuerst war es seltsam und störend, aber plötzlich merkte sie, dass es stimmte, was die junge, leuchtende Frau vor ihr sagte. Als Mensch hätte sich wohl Staunen und Erleichterung in ihren Augen gespiegelt. So war nur zu sehen, dass sich ein leichtes Lächeln um die Mundwinkel bildete, als sich fast sofort eine Besserung einstellte. Erst jetzt merkte Cet richtig, wie schwer doch das Atmen gefallen war und wie kurzatmig sie gewesen war. Sie hatte ja nicht einmal einen vollständigen Satz heraus bringen können. Aber die Zufuhr half...und auch die Schmerzmittel, die Merry ihr gegeben hatte. Während sie den Ausführungen der Anderen lauschte (es beruhigte, jemanden dabei zu haben, der wenigstens halbwegs wusste, was er mit Medikamenten anfangen konnte), merkte sie, wie die Mittel langsam begannen zu wirken. Der Schmerz in ihrem Brustkorb ebbte ein wenig ab, wurde zu einem etwas dumpferen Pochen, und der Stahlring, der sich um sie gelegt hatte, lockerte sich ein wenig. Beinahe fühlte Cethra sich so, als könnte sie wieder tief einatmen...nein, als sie es versuchte durchzuckte ein scharfer Schmerz ihren Körper und sie ließ es. Aber davon abgesehen ließ es sich jetzt schon um Welten besser aushalten.

"Danke, Merry. Danke. Es wird schon besser, die Mittel wirken und du hattest Recht mit dem Gürtel. Und ich glaube auch mit dem...BH. Aber ich brauche dazu deine Hilfe."

Es war Cet unmöglich, ihre Arme hinter den Rücken zu bewegen und so das Wäschestück zu öffnen. Mit einer leichten Fingerbewegung ihrer Kollegin war das Teil offen und ein leichtes Rotieren ihrer Schultern, ließ die Träger Cets Arme hinunter gleiten. So gut es ging bedeckte sie mit dem rechten Arm ihre Brüste. Es blitzte genug, doch momentan war es ihr egal. Auch, dass sie normal gut sitzende (und haltende) Unterwäsche vorzog, war ihr gerade egal. Wieder einmal hatte die medizinisch versierte Padawan Recht behalten, als sich der fehlende Druck auf den Brustkorb sofort erleichternd bemerkbar machte.

Nachdem Cet ein oder zwei Sekunden einfach dagesessen und ausgeruht hatte, versuchte sie mit der linken nach ihrer Kleidung zu angeln. So recht wollte es ihr nicht gelingen und sie kam sich unglaublich ungeschickt vor.

"Entschuldigung, aber..." murmelte sie. Dann nahm sie auch den rechten Arm dazu, obwohl sie sich kurz völlig entblößte, schnappte sich das Unterhemd und stülpte es sich über den Kopf. Mit etwas ziehen glitt der leichte Stoff schnell über ihren Oberkörper. Sie hoffte, dass niemand ihr das eben übel nahm, aber sie konnte nicht zulassen, dass sich alles die ganze Zeit nur um sie drehte. Meredith war offensichtlich der Meinung, das Cet überleben würde. Also konnte sie sich anderem zuwenden. Deswegen war es ihr wichtig, sich wieder anzuziehen, um wenigstens den Schein von Normalität zu waren. Auch wenn der BH und Gürtel auf dem Boden den Schein schnell als solchen entlarvten.
Die Tunika schaffte sie auch sich über zu streifen, auch wenn sie dabei das Gesicht verzog, und sie musste sie offen hängen lassen, da ja kein Gürtel sie halten konnte.

Einen Moment lang dachte Cet nach. Was konnten sie jetzt tun? Wie konnten sie herausfinden, wo sie überhaupt waren und wie sie wieder von hier weg kamen. Nach ein paar Sekunden griff sie langsam aber entschlossen in das Halfter ihres Gürtels und zog den Blaster heraus und legte ihn sich auf die Knie. Sie spürte, wie das Leben hier pulsierte, nicht nur im Wasser.
Dann wandte sie sich ihrem Meister zu, während Merry scheinbar Tzun Suz versorgen wollte.

"Meister...können wir denn das Schiff bergen? Ich meine, so wie die Trainingsobjekte, mit der Macht? So wie den Tee aus der Tasse...obwohl es hier eher umgekehrt ist, glaube ich. Wenn wir heran kämen, könnten wir die Sensordaten durchsehen. Vielleicht wurde in der Nähe eine Siedlung aufgezeichnet, irgendwas? Ich hatte keine Zeit gehabt die Anzeigen zu beachten...'im Auge behalten', sagt man. Vielleicht ist der Schaden gar nicht so schlimm. Er kann nicht so schlimm sein, das Schiff ist weder voll gelaufen, noch dekomprimiert. Es kann bestimmt wieder flott gemacht werden."

Die letzten Sätze hatte sie, auch wenn sie es nicht zugeben würde, hauptsächlich ausgesprochen, um sich selbst Mut zu machen. Um sich selbst zu versichern, dass sie nicht komplett versagt hatte.

[Unbekannter Planet, am Strand] mit Tzun Suz, Meredith Clay und Nen Axa
 
Von Lianna

[ Hyperraum richtung Coruscant / 'Silberstreif' / Meditationskammer ] Arlen


Zweieinhalb Tage. Das hatte der Navigationscomputer errechnet wie lange sie unterwegs sein würden. Zweieinhalb Tage, die der Hyperraumantrieb Klasse 2, mit dem die Silberstreif ausgestattet war, brauchen würde um sie nach Coruscant zu bringen. Zweieinhalb Tage die alle an Bord des Schiffes zu Training und Meditation nutzten.

Ein bereits auf Lianna einstudierter Tagesablauf wurde kurzerhand beibehalten, mit dem einzigen Unterschied dass man die Mahlzeiten gemeinsam mit dem Granpiloten, Pete, einnahm und sich sogar einigermaßen mit ihm anfreundete. In jeder freien Minute zog sich ein Insasse der Silberstreif jedoch zurück.

In Gedanken war
Arlen bei seinem Lichtschwert und den Kristallen die er einfügen wollte. Wie schon auf Lianna leisteten die bunten Fragmente hartnäckig Widerstand und schienen sich partout nicht einfügen zu wollen. Die Kraytperle zersplitterte als erstes. Der Sith hatte sie grade glänzend geschliffen und wollte sie in Form bringen, da gab es einen hellen, klingenden Ton und weiße Splitter rieselten durch seine Hände.

Den anderen Kristallen erging es nicht besser und seine Geduld war mehr als einmal versucht es ihnen gleichzutun. Oft war er versucht sein Vorhaben einfach hinzuwerfen, das Knochenschwert Knochenschwert sein zu lassen und sich eine Waffe aus gewöhnlichen Materialien zu bauen. Doch immer wenn diese Gedanken kamen, meditierte er und rief sich ins Gedächtnis dass auch Frieden – nach dem sein Schwert ja benannt war – auch nicht an einem Nachmittag mal eben zu erschaffen sei. Und so ging er irgendwann dazu über nicht mehr auf seine fehlerhaften Hände zu vertrauen, sondern die Macht zu nutzen um so exakt zu arbeiten wie er es brauchte.

Und schließlich war es soweit. Der letzte Kristall der noch nicht zersplittert war, ein hellblaues und unscheinbares Stück durchsichtiger Materie, lag in seinen mentalen Händen und drehte sich schneller um sich selbst, als es das humanoide Auge erfassen konnte. Immer wieder lösten sich kleine Fragmente ab und fielen klickend zu Boden, während der Kristall durch
Arlens Gedanken in Form gebracht wurden.

Genau davor saß der Sith, die Augen geschlossen und die Hände auf seine im Schneidersitz verschränkten Knie gelegt. Er verharrte bereits seit einer Stunde in dieser Position, streng darauf bedacht dass nichts seine Konzentration störte. Der letzte Versuch war genau daran gescheitert und die Fragmente des Kristalls hatten sich zu dem bunten Staubhaufen in der Ecke gesellt.

Plötzlich löste sich ein größeres Fragment und der Kristall begann sich langsamer zu drehen, bis er schließlich still im Raum schwebte. Langsam öffnete
Arlen die Augen und streckte die Rechte aus, um den Kristall aus der Luft zu pflücken. In seiner Magengegend breitete sich ein warmes Gefühl aus. Er hatte es geschafft. So vorsichtig als behandle er ein Neugeborenes legte er das blaue Fragment auf den Tisch und verließ im Laufschritt den Meditationsraum, um den anderen bescheid zu sagen, dass er endlich bereits war sein Lichtschwert zu vollenden. Er fand Chesara, Faith und Pete im Aufenthaltsraum, wo die Padawan und der Pilot unter dem wachsamen und belustigten Auge der Rätin eine Partie Dejarik vor dem Zubettgehen spielten. Sie erhoben sich jedoch sofort als der Sith die Neuigkeit verkündete und folgten in den Meditationsraum.

Arlen atmete noch einmal tief durch, dann setzte er sich in die Mitte der Kammer und schloss die Augen. Langsam erhoben sich die Teile des Lichtschwertes in die Luft, diesmal begleitet von dem Kristall, der langsam, aber zielstrebig auf die Mitte zuflog. Schließlich, als alles in Position war, begannen die Teile sich zusammenzufügen und in den knöchernen Griff zu schweben. Es klickte einige Male laut, dann schwebte der Knochengriff in die Hand des Sith, der sich erhob.

Mit trockenem Mund und leicht nervös suchte sein Daumen den Aktivierungsknopf und drückte ihn dann. Ein Summen und bläuliches Licht erfüllte den Raum als eine große und zwei kleine blaue Klingen aus dem bleichen Knochen hervorschossen. Sie flackerten kurz, doch dann wurden sie endlich zu einem festen Energiestrahl und ein großartiges Gefühl durchfloss den Sith.


[ Hyperraum richtung Coruscant / 'Silberstreif' / Meditationskammer ] Arlen, Chesara, Faith und Pete
 
{Unbekannter Planet/Strand} mit Nen-Axa, Meredith, Cethra

Während sich Cethra kurz auf den Rand der Kiste setzte um zu Atem zu kommen stimmte Nen-Axa zu bis zur Ebbe abzuwarten, während er gleichzeitig Tzun in Erinnerung rief das sie den Planeten überhaupt nicht kannten und daher Vorsicht walten lassen sollten. Es stimmte was er sagte, jede Welt besaß ein eigenständiges Ökosystem und je nach Gefährlichkeit dieses Ökosystems besaß dieses eine sicherlich sehr gefährliche Anzahl an Jägern und an Beutetieren mit verschiedensten Überlebensmethoden. Vorsichtshalber nahm er sein Lichtschwert wirklich zur Hand, auch vielleicht nur um etwas in der Hand zu haben und nicht unschlüssig herumzustehen. Die Aufmerksamkeit der anderen richtete sich daraufhin auf Cethra, welche alles andere als Gesund wirkte. Wie ein Blitz war jedoch sofort Meredith bei ihr und begann sich um die Mirakula zu kümmern, welche sich Vorwürfe machte als Pilotin versagt zu haben. Seine aufgeweckte Padawan hingegen schmetterte sofort die Bedenken der Mirakula weg und begann sich ausgiebig um Cethra zu kümmern, mit einer Vorbereitung und einer fachlichen Ausdrucksweise die Tzun mehr als beeindruckte. Er wusste zwar das Meredith sich im Medizinischem Bereich auskannte und da auch etwas unternehmen wollte....das sie hier aber eine ausgiebige Untersuchung mit den spärlichen Mitteln die sie besaßen durchführen konnte überstieg doch etwas den Erwartungshorizont des Kaminoaners. Er war zuerst überrascht, dann Stolz auf seine Padawan. Das "Dilemma", das sich Cethra entkleiden musste störte die beiden Jedi garantiert nicht....nicht nur das sie anderen, den Menschen sehr unterschiedlichen, Spezies angehörten auch bei Tzun kam noch dazu das er als Amphibie nichts sonderlich beeindruckendes in der Oberweite einer Frau fand. Anstatt aber nun Wurzeln zu schlagen wies Tzun auf die Kiste mit den von Bord geretteten Ausrüstungsgegenständen.

"Nen-Axa könntet ihr bitte die Ausrüstung aus der Kiste holen? Ich werde mir den Felsen ansehen, ich denke mal diese kurze Distanz kann ich auch alleine zurücklegen. Wenn alles soweit frei ist werden wir dort unser Lager aufschlagen damit sich Cethra noch etwas auskurieren kann."

schlug er vor und umgriff fester sein Lichtschwert um in Richtung des Felsens zu marschieren, während Meredith sich weiterhin um die andere Padawan kümmerte. Der Weg bis zum Felsen war kein Problem und schnell überwunden, dort angekommen umrundete der Kaminoaner vorsichtig die große Gesteinsformation. Der Fels befand sich unmittelbar an der Grenze von Strand zu Waldstück und war an den Seiten von hohen Bäumen flankiert, welche das trübe Licht der Sonne weiter verdeckten. Der Fels war gut einige Meter hoch und massiv, also ein Schutz vor den Gezeiten und Wetterverhältnissen auf dieser Welt. Als er den Felsen fast umrundet hatte fiel ihm die ganz leichte Halbmondförmigkeit des Felsens auf, die Höhe und Form bot einen idealen Schutz vor den Wetterverhältnissen die aus Richtung Meer kommen konnten, jedoch hatten sie darin auch keinen Blick zum Meer solange sie nicht auf den Felsen kletterten. Tiere konnte Tzun noch keine entdecken, auch wenn er das Leben im Innerem des Waldes deutlich hören und spüren konnte. Als alles friedlich war marschierte er zurück zu Nen-Axa, Meredith und Cethra. Seine Padawan war mit ihrer Leidensgenossin fertig und warf nun einen eindeutigen Blick zu ihrem Meister, welcher sie nur anblickte und leicht mit der Hand abwinkte.

"Schau dir lieber Nen-Axa an Meredith oder ob du nicht selber etwas abbekommen hast. Nur eine Prellung am Kopf oder eine Platzwunde ist das, ich habe keine großartigen Schmerzen."

erklärte er ihr, während er sich weiter der Gruppe nährte und noch Cethras Fragen an ihren Meister mitbekam. Die Verzweiflung war ihr fast aus der Stimme herauszuhören, die Mirakula nahm sich die ganze Geschichte sehr zu Herzen und hing natürlich an ihrem Raumschiff. Wie groß der Schaden war wagte der Kaminoaner nicht zu schätzen, dafür waren sein Technisches Verständnis zu gering, aber ihm war klar das es alles andere als gut aussah. Und das Schiff zu bergen....

"Wie der Schaden aussieht können wir feststellen wenn wir eine sichere Zweitunterkunft besitzen und uns das Schiff genauer ansehen können. Ich bin mir aber sicher das wir das Schiff wieder flott bekommen, die Schäden mögen zwar gravierend sein aber euer Schiff ist zäh Cethra, das muss es sein sonst wären wir alle beim Eintritt in die Atmosphäre verglüht.

Ich würde jedoch lieber die Ebbe abwarten, auch wenn die Macht die Möglichkeiten bietet größere Objekte zu bewegen so ist es doch ein Unterschied ob wir nun eine Tasse oder ein Raumschiff levitieren lassen wollen: Von eventuell auftretenden Schäden aufgrund der Bewegungen bis hin zu dem Risiko das es uns einfach nicht möglich ist unsere Konzentration aufrecht zu erhalten und dadurch Schäden entstehen mal abgesehen. Der Fels besitzt eine leicht geschwungene Form und ist hoch genug um uns Schutz zu bieten, ich schlage vor das du Meredith nach Nen-Axa schaust und danach dich weiterhin um Cethra kümmerst. Wenn ihr euch dazu im Stande seht Nen-Axa würde ich vorschlagen das wir beide die Ausrüstung hinter den Felsen bringen und anfangen ein Lager aufzubauen. Danach können wir uns alle dort nieder lassen und mehr oder minder bis zur Ebbe warten."


{Unbekannter Planet/Strand} mit Nen-Axa, Meredith, Cethra
 
Zurück
Oben