Wie hat dir The Mandalorian & Grogu gefallen?

Wie hat dir The Mandalorian & Grogu gefallen? (1 bis 10 Punkte)


  • Umfrageteilnehmer
    6
Ich zitiere mich hinsichtlich meines Ersteindrucks dann einfach mal selbst. ;)
Im Prinzip war das für mich ein Film auf dem selben Niveau bzw. der selben Relevanz wie SOLO. Ist unterhaltsam, sieht gut aus, kann man leicht schauen und tut keinem weh, aber ich würde jetzt nicht sagen, dass man ein großes Kinoevent verpasst, wenn man ihn nicht sieht bzw. auf die Disney+-Auswertung wartet. Im Prinzip hätten das auch einfach 3-4 Folgen der Serie sein können, die man am Stück schaut. Das merkt man insbesondere daran, dass die Story des Films eigentlich zwei Handlungsbögen sind, die zwar aufeinander aufbauen aber im Prinzip in sich abgeschlossen sind. Es gab im Film eine Stelle, an der ich mir gedacht habe, dass der Film jetzt vorbei sei und dann ging er gefühlt nochmal genauso lang.
Unterm Strich gebe ich mal 6 Punkte. Im anderen Thread habe ich zwar dem Vorposter hinsichtlich einer 5/10-Bewertung zugestimmt, aber im Vergleich dazu, dass ich SOLO damals 7 Punkte gegeben habe, erscheint mir das dann doch etwas wenig (und im Gegenzug erscheinen mir auch die 7 Punkte für SOLO mittlerweile einen Tick zu hoch).
 
Ich zitiere mich auch selbst.

Es waren im Grunde drei oder vier Serien-Folgen am Stück. Man hat sogar die „Schnittstellen“, die Anfänge und Enden bemerkt. Besonders die erste Mission. (…) Der Film hätte da enden können. Irgendwie stellt sich die Frage: Warum konnten die Autoren den Stoff nicht in die Struktur eines Spielfilmdrehbuchs portieren? Zeitmangel?
Das hat mich am meisten gestört. Dieses Werk fühlt sich einfach nicht wie ein Spielfilm an. Obwohl er ganz unterhaltsam war und seine Momente hatte, ist er für mich der schlechteste Star Wars-Film.
 
Ersteindruck:

Der Film ist tatsächlich besser als Episode 9. ;)

Positiv:
- Es ist einfach schön, mit meinem Vater wieder einen neuen SW-Film im Kino zu sehen. Hatten wir lange nicht mehr.

- Mir gefällt die prinzipielle Ausrichtung des Films. Wir müssen nach TROS nicht wieder ein Feuerwerk auf galaktischer Ebene abfeuern.

- Nach den letzten beiden für SW-Verhältnisse deutlich ernsteren Serien (Andor und Maul-Shadow Lord) finde ich so ein leichtfüssiges Abenteuer eine gute Abwechslung.

- Der Film steht derart für sich alleine, dass man unabängig vom restlichen Franchise theoretisch sehen kann. Und das obwohl man nur die Unterwelt-Lore leicht vertieft und diverse Elemente verbindet. Das ist ziemlich schlau.

- Der Abschnitt (Folge 3 von 4 quasi), wo der Film das Tempo rausnimmt und Grogu mit nahezu non-verbalem Storytelling eine Zeit lang verfolgt … Das macht den Charme der Serie aus. Das sticht nicht nur im Kontext des Films raus … sondern generell mit sämtlichen SW-Blockbustern. Das ist zwar insgesamt nichts Neues, bin aber trotzdem überrascht, dass sowas es in den fertigen Film geschafft hat.

- Rotta gefiel mir! Ist unabhängig von seinem Vater, will seinen eigenen Weg gehen. Ist ein Gladiator Hutte, was schön zum Rest seiner Rasse heraussticht. Und trotzdem nicht zu cool, auch mit Grogu zu spielen, über seinen Schatten zu springen und sich mit Mando anzufreunden oder gar sich der Neuen Republik anzuschliessen.

- Ludwig Göransson liefert durch die Bank ab. Auch wie spielerisch die Credits waren, fand ich gut.

- Embo ist Embo und Embo ist cool wie immer. Embo war nie für mehr als Aura-Farming gedacht, er ist klar eine Bedrohung für Mando … Zweck im Film völlig erfüllt.


Negativ:
- TMAG ist im Prinzip ein Soft-Reboot des TCW-Films:
In beiden Fällen wurden Plots für mehreren Folgen der jeweiligen Filmen aneinandergetackert und ins Kino befördert. Da oben drauf bei beiden Filmen Dave Filoni fürs Drehbuch verantwortlich ist, finde ich die Parallelen in der Plot-Struktur stellenweise noch auffälliger als vergleichsweise zwischen ANH & TFA. (Nach 20 Minuten geht erst die Handlung los, nachdem die bisherige Action lose damit zusammenhang. Danach geht es darum Rotta the Hutt zu befreien. Kaum ist Rotta aber befreit in der Hälfte befreit, müssen wir das Ende hinauszögern. Also in dem er wieder entführt wird, genügend Action (inkl. Raumjäger-Schlacht) gibt, etc.)

- Ich bin stand Schreiben des Textes seit 2 Stunden aus dem Kino raus … und mir fällt nicht eine neue Idee ein, die mir der Film präsentiert haben könnte. (Das Unkonventionellste war der Weg des ”A long time ago …”-Schriftzuges sowie das Fehlen über den ganzen Film hinweg.)

- Hauptprobleme aus der Serie ziehen sich weiter:
i) Mando bleibt komplett blass. Keine Charakterentwicklung, nach 3+Staffeln und dazu noch ein Film … weiterhin gar nichts.
ii) Künstliches Drama: Oh, nein! Mando wird der Helm abgenommen, er kann sich bei seinen Leuten nie wieder zei … Der muss nach Mandalore baden gehen. Warum versucht man das als Schicksalsschlag zu verkaufen.

- Alien die Basic sprechen, zeigt für mich einfach die Faulheit der Macher auf. Die PT hat es vereinfacht und seit TCW ist es überall so. (Habe mich in Skeleton Crew schon darüber ausgelassen. Will mich nicht wiederholen. Das ist im Filoniverse halt Standard.)

- Ich hänge mich eigentlich nie an Optik auf. Aber gerade wenn das Bild hell ausgeleuchtet ist, wirken sämtliche CGI-Figuren (Hutten, Zeb & Drachenschlange) derart unecht … Da sehen teilweise die CGI-Figuren aus AOTC besser aus. Das darf im Jahr 2026 einfach nicht sein.

- Der letzte Punkt ist etwas, dass mich bei Filoni halt seit dem TCW-Film 2008 permanent nervt und teilweise so einfach zu umgehen wäre: Der Dialog, teilweise im Zusammenspiel dem Non-Verbalen Storytelling, ist so schwach, dass er einfach unnötig permanent Handlungslücken innerhalb weniger Szenen erzeugt, über den gesamten Hauptplot oder einfach nur da ist um Filmzeit zu fressen (Manchmal sogar Mehreres davon):

A) Janu Coin ist Derjenige den Mando sucht: Für wen sollte das bitte ein Reveal sein? Jedenfalls nicht für die Serien-Zuschauer, die Coin in Staffel 3 bereits im Schattenrat gesehen haben. Beim Kennenlernen von Mando & Rotta wurde explizit die Info, warum Mando überhaupt Rotta rausboxen will, ausgelassen, damit man nochmal eine Verfolgungsjagd mit Rotta inszenieren kann ehe man auf die Suche nach Coin geht. (Warum ist der gekidnappte Kinderwagen von Grogu so schnell wie Rottas Speeder, was das Äquivalent zu einem Auto in unserer Welt wäre?)

B) Mando will einerseits den Job und entsprechend die neue Razor Crest nicht annehmen … ohne weiteres Abklären ist es aber absolut kein Problem mit dem Schiff von einer Militärbasis abzufliegen. Ja, Mando soll ”cool” wirken. Aber so wird doch nicht mit militärischen Befehlshabern gesprochen?

C) Hugo Durant (gesp. von Marin Scorsese) hat Riesen Angst über einen Hutten zu sprechen … Obwohl es von Rotta öffentlich Werbung auf der Strasse gibt? Und als Mando aufklärt, um wen es geht, ist es für Hugo kein Problem mehr. An welchen Hutten hat Hugo denn bitte sonst als Erstes denken können? Der Stadtplanet Shakari wirkt im Kontext von Sumpfplanet Nal Hutta nicht wie das zweite Zuhause für riesige Nacktschnecken.

=> Warum kriegen wir eigentlich immer noch mehr Planeten von der selben Art aber vertiefen diese nicht wirklich. Gerade bei Stadtplaneten in den letzten Jahren ist es extrem (Coruscant & Nar Shadaa zunächst nur … Jetzt noch Dayu, Janix und neu Skarai) Da wird mir zu sehr in die Breite und zu wenig in die Tiefe geschrieben.

D) Am Anfang wurde klar gemacht, dass der Flugraum über Nal Hutta streng überwacht wird … Weshalb das Schiff der Anzellaner möglichst versucht unter dem Radar der Patroullie durchzufliegen … Aber trotzdem schafft es der winzige, mitentführte Anzellaner von der Hutten-Festung aus das kleine Schiff vom blossen Auge zu sehen und direkt zu der Stelle im tiefen Wald zu rennen, wo die kleinen Racker ihr Schiff parkiert haben? Während Embo gleichzeitig später nicht in der Lage über Tage in denselben paar Quadratmeter den ohnmächtigen Mando zu finden? Das soll doch wohl ein schlechter Scherz sein.

Man kann mir viel erzählen. Aber Niemand mit Kompetenz und/oder Mut gegenüber Filoni ein Veto einzulegen, hat dieses Drehbuch nochmal durchgeelsen.


Gemischtes / Neutrales:
- Woher wussten die Mechaniker, wohin Mando verschleppt worden ist? Einfach Rotta gesehen und gehofft, Mando ist auf Nal Hutta? Weil Grogu kann es ihnen ohne sprechen zu können, ja nicht gesagt haben … Ok, kleiner Stretch. Aber in Ordnung.

- Von der Lore finde ich es ok. Teilweise sinnige Verbindungen: Auch bei den Hutten-Zwilligen aus TBOBF & Skeleton Crew gibt es eine Falltür. Können sie sich gut von ihrem Cousin Jabba abgeschaut haben. Die Falltür bringt eienn aber nicht zu einem Rancor sondern zu einer im Wasser lebenden Drachenschlange, wo man bereits seit TCW weiss, dass diese auf Nal Hutta aktiv sind. Das passt.

Was nicht passt: Dass die Hutten kein aktuelleres Foto von Rotta als vor (in-universe) über 30 Jahren haben. Weil es das letzte Mal ist, wann der Zuschauer Rotta zum letzten Mal gesehen hat … Obwohl die Zwillinge Rotta mehrfach gesehen haben in der Zwischenzeit. Da wurde halt mehr nach Fanservice als nach Motiven geschrieben.

- Das Thema Väter und wie mit dem Vermächtnis umgehen wird wiederholt angekratzt. Im Vergleich zwischen Rotta und Grogu auch eine super Idee … und praktisch nichts daraus gemacht.

- Zeb kriegt ein nette Szenen, wo er wieder der coole Onkel wie in Rebels sein darf … Über den Grossteil der Laufzeit bleibt Zeb aber wie ab der zweiten Hälfte von Rebels leider mehr auf der Ersatzbank und darf maximal an die Raumschiffkanonen ran.



Der Film ist für mich, wie gesagt, schon fast eine Kopie des TCW-Films und entsprechend fällt auch die Wertung aus.

Wem ich den Film empfehlen würde:
- Wenn man generell die Optik von SW mag.
- Wenn man TCW- und/oder Mandalorian-Fan ist (Oder zumindest TCW-Nostalgiker ist)
- Wenn man einfach einen netten, eher seichten Weltraum-Abenteuerfilm sehen will.

Der Film ist ok und rettet sich für mich knapp trotz Fehlern knapp aufgerundet ins genügend mit …

5,5 von 10 Anooba-Hunden
 
Zuletzt bearbeitet:
Komme gerade aus dem Kino. Grundsätzlich hat er mir Spaß gemacht.

Der Film ist in Ordnung, als Star Wars Fan kann man sich den ruhigen Gewissens anschauen. Für manche vielleicht ein bisschen zu viel Action, aber ich mag das.
Es ist aber ehrlich gesagt auch nichts besonderes. Der Film ist im Prinzip genau das, was man sich unter einem Film zu der Serie "The Mandalorian" vorstellt. Wenn man wartet, bis er auf Disney+ erscheint, verpasst auch nichts.
Vielleicht gehe ich irgendwann mal auf einzelne Punkte ein.

An der Stelle muss ich aber erstmal einen Schwenk zum aktuellen Star Wars allgemein machen, weil ich das loswerden will:
Disney macht seit Jahren Projekte, die für Star Wars Fans "in Ordnung" sind. Nichts besonderes, aber als Unterhaltung für Zwischendurch für Leute, die Freude an diesem Universum haben, völlig ausreichend.
Das reicht irgendwann aber nicht mehr. Das kann man machen, wenn man mehr oder weniger regelmäßig fette Filme auf die Leinwand haut für die große Zuschauerschaft. Und dazwischen eben Content für die Fans, die einfach noch öfter in die Welt von Star Wars eintauchen möchten. Dann passt auch sowas wie Book of Boba Fett oder Ahsoka. Oder eben The Mandalorian & Grogu.
Dass diese Serien teilweise so zerrissen werden, liegt glaube auch daran, dass gefühlt ewig keine Kinofilme mehr gekommen sind und alle auf den nächsten Banger warten. Und das können diese Projekte eben nicht bieten.
So einen Film wie hier kann man bringen, um die Zeit zwischen zwei Episoden zu überbrücken. Aber nicht als Wiedereinstieg auf die Leinwand nach 7 Jahren. Da dürfte die Enttäuschung für viele vorprogrammiert sein.

Das klang jetzt vielleicht alles etwas negativ, bezieht sich aber eher auf Star Wars allgemein als konkret auf diesen Film.
Wie gesagt, ich hatte durchaus Spaß und wenn er auf Disney+ erscheint, werde ich ihn sicherlich noch mal gucken.
Ich gebe jetzt mal 7 Punkte, aber mit dem Hinweis, dass das für Leute gilt, denen die Serie gefallen hat (zu denen ich gehöre).
 
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