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SWTOR Stirbt The Old Republic?

Dieses Thema im Forum "Spiele (Legends, bis 2014)" wurde erstellt von Space Warrior, 23. August 2012.

  1. Space Warrior

    Space Warrior Prinz Eugen's Boyfriend

    Hi,

    The Old Republic ist meiner Ansicht nach unkomplett auf den Markt gekommen, um vor Weihnachten nochmal abzusahnen, die Spielerzahlen sind zurückgegangen, das Bezahlsystem wurde auf free-to-play umgestellt und die Comics scheinen auch nicht der Renner zu sein.

    Kann es sein, dass das Spiel stirbt? Oder war es schon von Anfang an eine Totgeburt?

    Ich habe sehr schnell die Lust dran verloren. Es fing mit den geringen Möglichkeiten in der Charaktererstellung an, was es mir sehr schwer macht mich mit meinem Chakater zu identifizieren. Das Kampfsystem ist nichts neues und die Grafik nützt nichts, wenn ich mit meinem Charakter nicht klarkomme. Genauso ist die Interaktion mit anderen Spielern gering, aber genau darum geht es für mich in einem MMOG.

    Die 10€ im Monat war es mir nicht wert und Free-to-Play kann ich auch nicht leiden.

    Ich weiß nicht, wie die Spielerzahlen jetzt aussehen, aber auf jeden Fall hat das Spiel nicht den von Lucasarts, Bioware, Electronic Arts und der Star-Wars-Fangemeinde erwarteten Erfolg gehabt.

    Knights of the Old Republic I und II finde ich viel besser. Von denen ist letztens ein Bundle für 20$ rausgekommen das ich mir auch noch besorgen werde, während TOR einem auf Amazon.com für 15$ nachgeschmissen wird. Wenn ich daran denke, wie ich mit KOTOR nicht aufhören konnte, bis spät in die Nacht gespielt habe und nach der Schule gleich an den PC bin, ja, bei TOR kann ich davon nur träumen.

    MMOGs sind generell nicht so meine Sache, aber da es ja Star Wars ist und ich davon ein großer Fan bin, habe ich es mal ausprobiert, kostet ja was (jetzt nicht mehr). Wem's Spaß macht, bitte, mir nicht. Heute fragen mich noch Leute, ob ich WoW spiele oder Dark Orbit, nie im Leben habe ich das getan, aber über TOR redet kein Mensch.

    Was sagt ihr dazu?

    nette Grüße, Jacen
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. August 2012
  2. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    ...geschweige denn die Romane.

    Die ganze Sache war für mich nur ein großer Hype, wie es so viele davor gab. Etwas neues, etwas großes, dann noch mit Revan (der Hype-Figur, bevor Starkiller die Kinderzimmer unsicher machte) und schon dachten alle, dass dies automatisch zum Erfolg führen müsste.

    Und ja: die Elemente sind auch cool, wenn auch zum Teil imo uninspirierter als andere Epochen der Saga. Aber es sind keine bahnbrechenden Dinge, die ein solches Multimedia-Projekt auf Dauer tragen können.

    Grad im MMORPG Sektor wurde hier niemand vom Thron gestoßen und man müsste sich schon etwas ganz anderes einfallen lassen, um hier über Jahre Marktführer zu bleiben.

    Ein Hype... schnell entfacht, schnell verebbt. Aber ein Teil der Saga und auf gewisse Art und Weise auch liebenswert.
     
  3. Stone Qel-Droma

    Stone Qel-Droma Jedi-Meister

    Was gibts dazu zusagen:

    Es hatte Potential, das aber nicht genutzt wurde, anstatt für guten Content zusorgen die gebraucht wurden, kam man lieber mit neuer Ausrüstung. Wo blieb den die Erweiterten Klassenstorys, die Gilden Schiffe und die Sprechblasen?
    Aber anstatt für den Content zusorgen, wurden Mitarbeiter Entlassen und dem Abomodel die Schuld an die schwindende Spielerzahl gegeben, weil man seinen Fehler ja nicht eingestehen will. Nun wird SWToR FTP, damit EA noch den letzten Tropfen Milch aus der Kuh herausholen kann, bevor sie zum Schlachter geht.

    Also ja SWToR liegt in Sterben, mein Abo habe ich nun auch gekündigt.


    Vor allem finde ich es schade was man aus Revan gemacht hat.:(
     
  4. Darth Stassen

    Darth Stassen Imperialer Bürokrat Premium

    Also wenn ich mir die momentanen Spielerzahlen so anschaue, dann sind derzeit auf imperialer Seite konstant zwischen 20 und 40 Spielern auf den einzelnen Planeten und so ca. 100 Spieler auf der Flotte. Damit ist das Spiel wieder auf dem Niveau, das von Januar bis März normal war, wenn auch durch das Zusammenlegen der Server insgesamt weniger Spieler da sind.

    Es mag auch stimmen, dass man knapp eine Million Spieler verloren hat, aber ich habe schon öfters von dort aktiven Spielern das Gerücht gehört, wonach selbst WoW mittlerweile nur noch weniger als eine Million aktive Spieler haben soll und die oft genannten 10 Millionen sich nur noch auf geparkte und inaktive Chars und Accounts beziehen würden. So gesehen glaube ich eher, dass aus dem kompletten MMORPG-Genre gerade etwas die Luft draußen ist, ich vermute wegen Übersättigung.

    Das F2P-Modell sehe ich recht gelassen. Ich war zwar zu Beginn auch ein starker Gegner eines solchen Bezahlmodells, doch da man das Abo wie bisher weiter laufen lassen kann sehe ich es eher als neue Chance, denn als Totengräber des Spiels.

    Es ist schon ewig her, seit ich dort einen Testaccount hatte (das war noch vor dem zweiten Add-On), aber wenn ich mich richtig zurückerinnere, dann hat auch WoW nicht mehr Optionen. Ich persönlich finde den Editor mehr als ausreichend, mir zumindest ist es noch nicht passiert, dass ich einen Char getroffen hätte, der genau so ausschaut wie mein eigener. Und was Rassen und Körperformen angeht, so muss man einfach bedenken, dass dafür jedes Mal sämtliche Rüstungsmodelle angepasst werden müssten. Irgendwann lohnt sich der Aufwand dann einfach nicht mehr.

    Ist aus meiner Sicht ein Pluspunkt. Dadurch kann ich die Story wenigstens auch alleine abschließen un dmuss nicht immer hoffen, dass jemand das Gleiche machen will wie ich. Beim Kampfsystem fehlt mir auch ganz ehrlich die Vorstellungskraft, wie man das denn anderst lösen will, denn rundenbasierte Systeme oder solche, die während des Kampfes pausieren lassen können bei einem MMO schon aufgrund der Konzeption nunmal nicht funktionieren.

    Dann wird es für dich aber sehr schwer werden, überhaupt ein MMO zu finden.

    Bei KotOR1 gebe ich dir recht, aber zumindest die Storys des Agenten und (bis jetzt) des Inquisitors schlagen die Story von KotOR2 mMn.
     
  5. Lord Barkouris

    Lord Barkouris Darth Aggregate

    Was mir gerade sehr gefallen hat - Darth Stassen hat noch einmal konkret ausgeführt, dass vom Grundgedanken bis hin zu konkreten Umsetzungen durchaus nicht alles schlecht an TOR wohl ist.

    In sofern finde auch ich es gerade schade zu hören, wie es offenbar um TOR und seine Zukunft bestellt ist. Gespielt aber - das kann ich gerne nach wie vor offen eingestehen - hatte ich es bislang nie.
    ACK - sowohl wunderbar inspiriert wie inspirierend fand ich gerade auch z. B. die schön ausführlich eingearbeitete TOR-Timeline und die Cinematic-Trailer, die einem regelrecht die Freudentränen in die Augen trieben, so toll sahen die aus.
    Und dann schoben sie für TOR selbst die Dinge nach, die - zumindest auf mich - nicht uninspirierender hätten wirken können, wie die z. B. "die Hutten-Arena" o. a. "Die Revan-Endlösung".

    Ganz genau dass war es, was mich letztlich vom Kauf des Spiels abgehalten hatte und davon, es zu spielen. Zu groß war nach KotOR I (und dem durchaus nicht immer nur gutem) KotOR II das regelrechte "Versprechen" gewesen, dass eine "vergangene Liebe" durch eine "neue Liebe" aufgewertet werden würde können.
    Zu groß war also die "Enttäuschungs-Spanne" - und ja, für mich bereits schon vor dem endgültigen Release des Spiels.
    Schade finde ich einfach, dass es bei all den Spieler-Erwartungen und der gesamten hervorzuhebenden sonst sehr guten Arbeit an TOR es wohl nun doch auszulaufen scheint.
    Schade auch deshalb, weil auch die Erwartungen und Hoffnungen der Entwickler selbst und von LF/LA nicht gerade gering waren (sozusagen hinsichtlich dessen, TOR als Nachfolge-Alternative zu SWG einsetzen zu können).
    Aber es ist wie Minza schon andeutete: Ein paar erfolgsheischende Implemente oder aussichtsreiche Faktoren machen noch kein vollständig tolles und erfolgreiches Produkt aus.

    Als MMORPG hatte TOR IMO ganz hervorragende Aussichtsqualitäten schon in der Vorkonzeption versprechen lassen, doch IMO war auch schon von Anfang die Verknüpfung der typischen Bioware-RPGs mit dem MMO-Aspekt ein durchaus gewagtes, ernstzunehmendes Risiko gewesen.
    Als zu starr, linear bindend und zu unflexibel hatte ich das, was zuvor die BW-RPGs als Singleplayer-Games ausgezeichnet hatte, für die realen Ansprüche eines MMORPGs empfunden: Das Quest- und Bonus-Quest-System.
    Und fast mit Erschrecken vernahm ich seinerzeit, als Bioware verkündete, JEDER Spieler sollte seine ganz ureigene, individuelle Storyline spielen, ja regelrecht seine ganz eigene Abenteuer-Geschichte durchleben können. Das empfand ich einfach als sehr hohes, gewagtes Spiel, was die Entwickler sich dort auf die Fahnen geschrieben hatten.
    Schade auch deshalb, weil ihnen die Erfahrungen vieler MMORPG-Entwickler zuvor regelrecht zu Füßen lagen und sie nur hinschauen hätten müssen.
     
  6. Stone Qel-Droma

    Stone Qel-Droma Jedi-Meister

    Sie sprachen da von den Klassenstorys und dies haben sie auch geschafft. Das Problem liegt nicht an der Story oder den vorhandenen Quests, sondern von den zulangen Laufwegen, die sehr schnell Öde werden und den einfach nicht vorhandenen Endcontent. Man hat schnell sein Char und Twinks auf Level 50 gehabt, nur was dann?
    Für RPler gibt es reingar nichts, nicht mal Namens Einschränkungen. (Wie oft habe ich schon Namen gemeldet). Das gleiche bei den Gilden, man hat nichts für die Gilden, sogar das einladen in eine Gilde ist schon recht aufwendig. Und ehrlich die ausrede das EA keine MMORPG Erfahrung haben zieht nicht, da sie schon vorher MMOS hatten und sogar noch immer mit Warhammer Online, neben SWToR eins am laufen haben.
    Hinzukommt auch das bei vielen, SWToR den Rechner nach 5 Min Neustarten lässt.

    Das sind die großen Probleme, weshalb die Spieler SWToR den Rücken kehren, aber es gibt ja noch viele kleinere.
    Der größte Witz ist aber der, das behauptet wird das man nun mehr Content liefern will und das in 2 Monatigen Abständen, aber das hat man nicht mal mit dem Vollbesetzten Team hinbekommen, wie will man das nun mit dem übrig gebliebenen Team schaffen?
     
  7. Master Kenobi

    Master Kenobi Bring you Wisdom, I will. Mitarbeiter

    Ich denke, die Umstellung auf das F2P-Modell wird dem Spiel ganz gut tun, vielleicht sogar der nötige Impuls oder die Rettung sein. Je nachdem was man genau kaufen kann, könnte ich mir auch den Wechsel auf F2P vorstellen. Aber erstmal auf die Details warten.
    Nach den Servertransfers kehrte zwar wieder Leben ein, aber inzwischen hat man meist 40-50 Spieler auf einem Planeten und das ist für ein MMO zu wenig. Vor kurzem sichtete man auf den Startwelten noch Spieler in dreistelliger Zahl, jetzt sind es auch hier meistens nur noch 50-60 Leute.

    Gründe? Zum einen die Technik. Das Spiel kam nicht fertig auf den Markt, hatte viele Fehler, ruckelte zu Beginn teils unerträglich (inzwischen kann ich sogar Flashpoints mit aktivierten Schatten spielen). Zum anderen gingen die Spielerzahlen erst zurück, als SWTOR technisch besser lief, denn dann mangelte es an neuen Inhalten. Es gab dieses Jahr nur zwei Inhaltspatches in Form von einem Kriegsgebiet, einer OP und einem Flashpoint sowie der beiden der Serverevents, und das ist für ein Spiel mit Abosystem nicht genug. Und während der erste Serverevent sehr gut angekommen ist, war beim zweiten eher das Gegenteil der Fall. Bioware müßte öfter was neues bringen, und ich meine neue Planeten, Flashpoints und Operationen, nicht das 20. Rüstungsset.
    Das Volk will unterhalten werden. Und da fragt man sich neben den "großen" Inhalten auch, warum eine keine kleinen gibt. Soll heißen, warum gibt keine Minigames? Pazaak, Sabacc, Podrennen, Whack the Gungan, Holoschach... wo sind sie? Ich glaube, jedes Raumschiff hat den Holoschachtisch an Bord. Auf Nar Shaddaa gibts sogar ein Casino. Das Ding ist wirklich groß, man rennt für eine Quest mal durch und ansonsten ist es Zierde. :facep:

    Was noch dazu kommt: Der MMO-Markt ist umkämpft und SWTOR war für viele Spieler auch nur eine Zwischenstation. Es füllte die Lücke zwischen World of Warcraft und Diablo 3 oder Guild Wars 2. Und man darf eines nicht vergessen, bei einem nicht gerade kleinen Teil der (einst) aktiven handelt es sich nicht um Star Wars Fans, sondern um MMO-Fans. Die verbinden nicht viel mit Star Wars und ziehen weiter. Im Chat waren mehr als genug Kommentare wie "Ich spiele das hier nur, bis XYZ erscheint" zu lesen.

    Was den Charakter angeht: SWTOR bietet da im Vergleich zu anderen MMOs schon recht wenig. Die Auswahl an Gesichtern ist je nach Rasse ziemlich gering (bei den Twi’leks sehen viele der Gesichter fast völlig identisch aus), die Rassen sind recht einfallslos und vier Körpermodelle sind auch sehr wenig (ich hätte gerne mal eine großen hageren Charakter wie Lee van Cleef). Und das Auge spielt auch noch mit: Die Jedi-Rüstungen sind zum Teil wirklich elend häßlich. Mein Hüter sieht inzwischen aus wie ein Klotz. Die Rüstung meiner Marodeurin ist zwar deutlich schöner, aber sie ist schwarz-grün.... ein Sith in grün! Das man die Rüstung nach Wunsch einfärben kann, sollte schon drin sein.
     
  8. durango95

    durango95 Senatsmitglied Premium

    Die letzten Meldungen, die ich gelesen habe, sprachen von einem fantastischen Start mit 1,7 Mio. Abonnenten im Februar und einem darauf folgenden Abfall um fast ein Viertel auf 1,3 Mio., was aber bei einer benötigten halben Million immer noch recht profitabel ist.
     
  9. Master Kenobi

    Master Kenobi Bring you Wisdom, I will. Mitarbeiter

    Was ich zuletzt gehört habe, sollen die Zahlen auf etwa 600.000 Spieler Spieler gefallen sein. Offiziell ist es mehr als eine halbe, aber weniger als eine Million.
     
  10. Ceffet

    Ceffet Tabletopfan Premium

    Zum Threadtitel: SW Tor ist schon seit dem 19. Dezember 2011 tot, war was anderes behauptet hat keine Ahnung /Sarkasmus off

    Sw:Tor ist Mittelmaß, so sehe ich das. Es gibt keinen Übermäßig großen Endcontent, die Quests sind nur ,,töte X und Sammel Z", die Grafik hübsch aber nicht überragend und das Kampfsystem 08/15. Die einzigen Pluspunkte sind wirklich die Charstory und die Star Wars Lizenz. Jedoch denke ich nicht das das spiel ,,tot" ist. Selbst Wow wo seit Jahren ,,tot" sein soll und momentan mit einigen leereren Servern zu kämpfen hat steht fest auf seinen Beinen und auf meinem Heimatserver ist (obwohl er nur als ,,mittel" gilt) die Hölle los.

    Für mich sind die Charoptionen alle ausreichend, die Geschichte spannender als so manche Questreihe in WoW aber es hat SW:Tor wirklich an das Gefehlt was in Wow zuhauf existiert. Großen Endcontent, einen stabilen Stamm und die Bugfreiheit für die die Wow Entwickler gut 7 Jahre und Millionen zur Verfügung haben.

    Meine Meinung: SW:Tor hatte es nie zum Wow Killer drauf und ich denke das mit f2p nochmal etwas die Spielerzahlen ansteigen werden, Content wieder etwas regelmäßiger kommt und das Spiel ,,gerettet" wird. Zum neuen Genreprimus wird es Sw:tor aber niemals schaffen, zumindest solange nicht wie bei Wow die Spielerzahlen ins Bodenlose einbrechen und noch große Konkurrenz wie Gw2 oder RoM existiert. Eher wird es im Mittelfeld bleiben, eine Alternative für diejenigen die mehr Wert auf eine gute Geschichte und alleine Questen legen.
     
  11. Lord Barkouris

    Lord Barkouris Darth Aggregate

    Ah, okay... Aber eigentlich ist das ja dann noch schlimmer, als das was ich meinte. Und es hängt IMO auch damit zusammen.
    Als RPG/MMORPG-Entwickler muss man eigentlich IMO mit der Erfahrung, die BW mitbrachte, einen gut geübten Blick vor allem für das Ganze haben. So, wie Du es jetzt eben beschrieben hast, deutet das an, das die Quest- und Anschluss-Quest-Strukturen nicht nur zu linear, sondern schlichtweg (räumlich bzw. zeitlich) zu enggrenzig gefasst waren. Immerhin gibt es doch im Spiel für die "langen Laufwege" bestimmte Transportmittel für den Spieler, um diese abzukürzen.
    Doch auch das will IMO sehr geschickt eingesetzt werden, weil heutige Spieler..
    a) nicht ewig viel Spielzeit am Rechner verbringen wollen oder können und...
    b) ...andererseits das Spielgeschehen dennoch aber auch genießen wollen können.

    Grob gesagt - und das war ja auch ein Punkt, den ich oben für kritisch hielt - haben sich also die Entwickler viel zu sehr auf die möglichst storytechnisch ausgefeilte Ausarbeitung und Niederschrift der Quest-Inhalte konzentriert, wobei es hingegen vielleicht wichtiger gewesen wäre, die Dramaturgie zwischen den Quest eindeutiger im Auge zu behalten.

    Aber insgesamt bestätigt mich das umso mehr darin, das es gut, war TOR nicht zu spielen.
    Schon in BWs (bzw. und Obsidians) ersten beiden KotOR-RPGs hatten mich zu enge räumliche und quest-story-technische Begrenzungen etwas gestört gehabt, aber da insgesamt diese als SP-RPGs eine in sich geschlossene, eigene Story erzählten, die mir gefiel, konnte ich damit gut leben.

    Ein MMORPG aber muss IMO dann doch völlig anders funktionieren. Im Gegenteil tut man sich dort mit etwaigen "abgesteckten Fight-Places" (Sry, ich weiß nicht mehr, wie die Kampf-Zonen bei TOR hießen) oder einer zu streng aufeinander aufbauenden Quest-Struktur keinen entwicklungstechnischen Gefallen. Gerade als MMORPGler würde ich mich viel freier entscheiden und bewegen können und trotzdem gewissen Quests-Stories folgen können. Lange Laufwege sind dabei selbstverständlich dann immer noch ebenso ein Problem, wie zu rasche Level-Aufstiege in zu kurzer Zeit.
    Ersteres kann man aber durch ein heute in Videogame-Mechaniken IMO absolut nicht mehr so problematisches, ausgefeiltes Vehikel-Kontroll-System lösen und Letzteres entweder durch ein sensibleres Erfahrungspunkte-Sammel-System oder durch eine Erweiterung oder gar Aufhebung der Level-Obergrenze.

    ACK, letztlich ist dann genau dadurch das geschehen, was Du ja selbst eben kritisch angemerkt hast: BW war aufgrund anderweitiger Entwicklungsnotwendigkeiten regelrecht "gezwungen", die nötige Enwicklungsmenge an Quest-Contents auf "Nachrage/Nachreichung" hin in die Zukunft zu verschieben und nun kommen sie damit nicht nach, weil es ihnen andererseits nicht gelungen ist, die Spieler ausreichend dauerhaft in/an das Spiel bzw. den MMO-Account zu binden (was soll ein MMO-Gamer auch Geld dafür ausgeben, wenn es für ihn nichts mehr zu entdecken gibt und für ihn sozusagen das Spiel zu Ende gespielt ist!!!).

    Merkst Du es: Ihr Versprechen, JEDEM Spieler ein einzigartige, individuelle Spielerfahrung durch eine eigene Abenteuer-Story zu ermöglichen, was einfach viel zu viel - WEIL sich das nur über die Quests und ihre Struktur lösen lässt.
     
  12. Ben

    Ben This is a rebellion, isn't it? Mitarbeiter Premium

    Also ist es so, wie WoW.
     
  13. Ceffet

    Ceffet Tabletopfan Premium

    Hat SW:Tor das? Oder sowas? Das hat Wow unter anderem öfters.

    Auserdem hat Wow wenn ich mich Recht erinnere: 66 Dungeons, viele in 2 Schwierigkeitsgraden, 28 Raids, mehrere Schlachtfelder, relativ Bugfreies Spielen, eine Welt mit 5 Kontinenten, 12 Rassen, 10 Klassen usw.

    Deswegen ist es auch unmöglich das so bald ein Wow Killer rauskommt, um DAS Aufzuholen da muss eine Firma Jahrelang Entwicklungszeit und Milliarden investieren.

    Sorry das war der Fanboy in Mir^^ Jetzt ab in die Heia :D
     
  14. Ben

    Ben This is a rebellion, isn't it? Mitarbeiter Premium

    Du sagst es selbst. WoW hat SWTOR viele Jahre voraus, wie kann man da also ernsthaft den Anspruch haben, dass SWTOR schon bei Erscheinen der ultimative WoW-Killer ist? Übrigens, hat WoW vollvertonte Dialoge? Hat WoW Quests, die Spaß machen?
     
  15. reaggyray

    reaggyray junger Botschafter

    nun natürlich hat es das nicht, jedoch hatte WoW das auch nicht von anfang an,
    fakt ist einfach, dass Wow der verreiter war, der sich kleine macken erlauben konnte!

    bei einem jetzt erschienen MMORPG sollte es wenn möglich keine 7 jahre dauern diesen Umfang zu erreichen, aber es ist wohl kaum möglich ein solches spiel auf einen schlag herraus zu geben!
     
  16. Oberon

    Oberon loyaler Abgesandter

    Hehe, das ist vielleicht wirklich ein bischen die Fanboy Brille. Im Endgame interessieren einem die vielen Kontinente und Dungeons ja an sich nicht im geringsten. Da geht man auch nur in ein oder zwei Raidinstanzen und gut ist. Oder man durchläuft zum hundertsten Mal Dungeons um Punkte zu farmen und sich zu langweilen.

    Aber zum Thema:

    SWTOR stirbt mit Sicherheit nicht. Damals hieß es, man brauche 500.000 Spieler damit das Spiel laufend erfolgreich ist. Die Zahlen mögen zwar gesunken sein, aber zu weit weg sollte man sich von dieser Grenze nicht befinden. Und selbst wenn, andere Spiele laufen und liefen lange genug mit weniger Spielern.

    Eine anständige f2p Umstellung wird mit Sicherheit dafür sorgen, dass das Spiel noch lange Zeit laufen wird. Auch hier halten sich bedeutend minderwertigere Titel am Markt.

    Und wer behauptet, das Spiel wäre an sich nur Hype und Inhaltlich leer, der tut ihm meiner Meinung nach Unrecht. Man muss allerdings EA und Bioware vorwerfen, dass sie logistisch und Gameplaytechnisch versagt haben.

    Erst wird das Spiel auf EA Wunsch drei Monate zu früh auf den Markt geworfen, damit auch noch schön das Weihnachtsgeschäft aufgenommen wird und die Zahlen das Quartal schönen. Ergebnis daraus war, dass noch einige Bugs vorhanden waren und viele Features nicht enthalten. Dann hat man vollkommen falsch gehandelt und einen Server nach dem anderen aufgemacht, damit auch ja niemand warten muss. Schön für alle am Anfang, aber das logische Ergebnis waren Geisterserver.

    Und noch schlimmer, um den angerichteten Schaden zu beheben musste man sich auf die Servertransfers und f2p konzentrieren und konnte keine Inhaltsupdates liefern, die wichtig sind um die Community bei Laune zu halten.

    Dazu kommt noch die Tatsache, dass das Spiel Gameplaytechnisch veraltet ist. Ich meine dabei nicht die Grafik oder die Engine. WoW ist nunmal der Marktführer und hat Standards gesetzt, die die Leute heutzutage in einem Spiel erwarten. Sei es einen Dualspec, Dungeonfinder (oder zumindest einen festen Chat für so etwas), anpassungsfähiges UI, anständige Raideinstellung, nachträgliche Charakteranpassungen usw. Sorry, Bioware, aber sowas gehört heutzutage von Start an in ein Spiel, nicht erst nach und nach. Rift hat gezeigt, dass es geht.

    Rein vom Inhalt her ist TOR für mich trotzdem gelungen und steht Questtechnisch weit vor einem WoW oder Rift. Klar, die Quests an sich sind stumpf, aber sie sind wenigstens schön verpackt. Und die ein oder anderen Storys sorgen dafür, dass man über langweiliges "Töte 10 hiervon" hinwegsehen kann, eben weil vielleicht noch mal etwas interessantes in der Questreihe passiert. Quests, die mich bei WoW beeindruckt haben lassen sich an einer Hand abzählen.

    Von daher ist SWTOR an sich nicht überflüssig und liegt auch nicht im sterben. Man muss sich nur auf seine Stärken besinnen. Und selbst wenn das nur ein Storytelling sein sollte, wie es kein anderes Spiel hat.
     
  17. Ceffet

    Ceffet Tabletopfan Premium

    Leider wird genau das von den ganzen ,,Weltuntergangspropheten" immer ignoriert, die Vorteile übertrieben angepriesen und sich gewundert wieso nicht jeder Wow Spieler nach Release zu dem neuen Spiel wechselt. Momentan läuft das mit Gw2 in den Wow und D3 foren.

    Nein, nur wenige ,,wichtige" Charaktere in einzelnen Storyquestreihen sind vertont, beispielsweise der Kriegshäuptling und die Untotenkönigin haben während einer Quest eine eigene Stimme, der Orc der die Befehle weiterleitet jedoch keine. Der Grund dafür ist einfach und wurde von mir bereits erwähnt, SWTOR legt mehr Wert auf eine gute Geschichte und den ,,RP" Aspekt, während Wow mehr auf den Endcontent mit Bosse besiegen, PVP Betreiben und Raids bestreiten ausgelegt ist.

    Logo, es gibt immer wieder andere Quests die man erledigen kann und nicht alle laufen nach Schema F ab. Es gibt Quests wo man ein Fahrzeug steuert um gegen Überstarke Gegner anzutreten, Schleicheinlagen in denen man Bomben sabotiert, einen Kampf mit einem Fliegenden Drachen wo man zur richtigen Zeit ein Item nutzen muss um diesen zu schwächen. Auch positiv in Erinnerung geblieben ist die Eroberung einer Hauptstadt durch den Spieler und einer Horde an NPCS, am Anfang schlägt man sich durch Reihen an Gegnern, schießt mit Katapulten Untote Kolosse ab bis man gegen Ende gegen einen Boss kämpft und mit einer Fabelhaften Filmsequenz und guten Items belohnt wird. Wow besitzt viele Abwechslungsreichere Quests als früher zum Grundspiel oder 1. Addon, eben weil dies sich Technisch erst so ,,kurz" realisieren lässt. Anno 2004 hätte auch ein Kampfsystem wie TERA es hat denke ich kaum funktioniert.

    Dem Stimme ich zu das Wow auch zum Release verbugt war bis zum geht nicht mehr, das Spiel Unbalanciert das es zum weinen war und manche Klassen im PVE nur eine Aufgabe hatten, beispielsweise die Klasse des Paladins:
    Er machte keinen Schaden, seine Heilung war brutal teuer und sehr gering und ausgehalten hat er soviel wie eine Brotscheibe. Dafür konnte er einen 5 Minuten anhaltenden Buff verteilen, der als einer der besten des Spiels galt. Kurz: Er war in jedem Raid nur dazu da jeden der 39 anderen Raidmitglieder+Begleiter den Buff zu geben, und war er fertig damit konnte er von neu beginnen.

    Wow war aber kein Vorreiter, es gab damals sehr wohl bereits ,,MMO Primusse" wie Ultima Online oder Everquest. Wow war zur damaligen Zeit jedoch das Einsteigerfreundlichste Spiel, relativ gesehen. 2004 war das finstere Mittelalter des MMORPG Genres, selbst Everquest das damals erfolgreichste MMO kam nie über 2 Millionen Spieler.
    Auch Wow hat SEHR lange gebraucht um zu dem Super Spiel zu werden an dem sich alle messen müssen, beispiele für Prominente Bugs sind u.a. die ,,Zul´gurub Seuche" Jedoch wird KEINER auf die Idee kommen das Classic Wow mit einem neuen Spiel zu vergleichen, jedes Neu erscheinende Spiel muss sich mit dem jetzigem Wow messen können, und das kann eben keines. Punkt. Der einzige ,,Wow Killer", kann nur Blizzard selbst mit Titan liefern, traurig aber wahr.

    EDIT: @Oberon stimmt der momentane PVE Content besteht aus 14 Instanzen und 6 Raids, nachzusehen und zu zählen hier. Auch habe ich ja bereits erwähnt, SW:Tor ist ein super Spiel für Leute die Wert auf eine Geschichte und Dialoge setzen wie z.b. ich. Jedoch macht mir Wow einfach mehr Spaß, die Grafik ist hübsch in meinen Augen und seit Wc3 bin ich Warcraft Fan. Sobald SW:Tor f2p ist schau ich immer wieder rein um die Geschichte zu erleben, für PVE und Rp bleibe ich bei Wow.^^ Das ich auch eine Gilde habe bei der ich mich wohl fühle tut sein übriges um beim Spiel zu bleiben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. August 2012
  18. moses

    moses Botschafter

    Kann es eigentlich sein das SWOTOR nicht so doll läuft weil es auf einer Vorlage basiert?
    HdR Online läuft ja auch nicht besser.
     
  19. Ceffet

    Ceffet Tabletopfan Premium

    @moses Bezweifle ich, im Gegenteil ich denke das ist sogar ein Plus. Wieviele hier im PSW hätten niemals mit SW:TOR angefangen, wenn es kein Star Wars gewesen wäre? Auch Wow hat die Warcraftlizenz und läuft gut. Die Primärgrunde hat finde ich Oberon u.a. gut dagelegt.
     
  20. Darth Stassen

    Darth Stassen Imperialer Bürokrat Premium

    Die SW-Vorlage sehe ich im Gegenteil als plus (ansonsten hätte ich zumindest wohl kaum angefangen), ich würde eher sagen, dass es das falsche Setting hat. Durch das TOR-Setting spricht man ja im Grunde eher die KotOR-Spieler an als die Filmfans, und selbst zu den KotOR-Spielen herrscht sowohl im Design als auch in der Timeline bereits eine gehörige Distanz. Ich würde stark vermuten, dass ein Setting, welches in der Nähe der Filme angesiedelt ist (z.B. Klonkriege oder Thrawn-Kampagne) wohl auch mehr Filmfans als Spieler angesprochen hätte. Storytechnisch wäre das dann natürlich mit größeren Einschränkungen verbunden, die Jedi-Ritter-Kampagne wäre z.B. in der jetzigen Form überhaupt nicht möglich.
     

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