Tagespolitik allgemein

Ja aber die Grünen bestätigen das ja nun nicht, in dem sie damit um die Ecke kommen, Straffreiheit für Pädophile zu verlangen. Das sind jetzt was, dreißig Jahre mit klarer Position dagegen? Und die Linke ihrerseits will halt auch nicht die Mauer hochziehen oder die eigenen Leute an der Grenze erschießen lassen. Das ist schon ein ziemlich großer Unterschied zur FDP die, kaum dass sie mal wieder hochkommt, sogleich ins selbe Horn bläst wie zuvor.
 
Das ist schon ein ziemlich großer Unterschied zur FDP die, kaum dass sie mal wieder hochkommt, sogleich ins selbe Horn bläst wie zuvor.

Ja, ist es. Die Forderung nach der Wiedereinführung von Studiengebühren mag dir nicht gefallen, ist aber selbstredend ein ganz, ganz anderes Kaliber, als die Legalisierung von Pädosexualität oder die von Parteivorsitzenden bestätige Rechtsnachfolge einer Partei, die u.a die Morde an der innerdeutschen Grenze zu verantworten hat.
 
Ich kann mich erinnern, dass die grüne Jugend (heißen die so?) erst letztes Jahr nach der Legalisierung von Inzest geschrien haben. Natürlich, haben die in der Partei eher wenig zu melden, aber für mich sagt das mehr als Bände über diese Partei und ihre Mitglieder - auch deren Nachwuchs - aus.
 
Und beide Parteien vertreten diese Sachen nicht mehr (oder haben sie als Partei nie vertreten), während aus Reihen der FDP eben sehr wohl gerade aktuell das vertreten wird, was ihr vorgeworfen wird. Und wenn ein Grüner sich hinstellen würde, mit dem Wunsch Pädosexualität zu legalisieren, wäre das genauso ein gerechtfertigter Kritikpunkt und erlaubt verlangt sogar scharfe Worte um ganz klar zu zeigen, dass da eine unüberschreitbare Grenze existiert.
 
Und beide Parteien vertreten diese Sachen nicht mehr (oder haben sie als Partei nie vertreten) [...]

Und beide Parteien haben "diese Sachen" niemals korrekt aufgearbeitet, im Fall der Linken sich sogar auffallend schwer damit getan, sich mit einer Präambel im thüringischen Koalitionsvertrag von "diesen Sachen" zu distanzieren.

[...] während aus Reihen der FDP eben sehr wohl gerade aktuell das vertreten wird, was ihr vorgeworfen wird.

Und das was ihr vorgeworfen wird, namentlich die Forderung nach Einführung von Studiengebühren, ist eine Straftat, mit dem Ziel die Bevölkerung einzuschüchtern oder einen Staat damit zu einem Tun oder Unterlassen zu bewegen, korrekt?
 
@Aurelian: Ich hab' beide Beiträge entfernt, weil's mir zu unsachlich wurde. Das soll sich hier nicht zu 'ner Hexenjagd hochschaukeln. Weitere Fragen dann bitte per PN, falls nötig.

P.S: Scheinbar habe ich das entsprechende Häckchen nicht gesetzt, sonst wärt ihr sowieso informiert worden.
 
Und beide Parteien haben "diese Sachen" niemals korrekt aufgearbeitet, im Fall der Linken sich sogar auffallend schwer damit getan, sich mit einer Präambel im thüringischen Koalitionsvertrag von "diesen Sachen" zu distanzieren.

Und das was ihr vorgeworfen wird, namentlich die Forderung nach Einführung von Studiengebühren, ist eine Straftat, mit dem Ziel die Bevölkerung einzuschüchtern oder einen Staat damit zu einem Tun oder Unterlassen zu bewegen, korrekt?

Es ist egal ob diese Parteien etwas aufgearbeitet haben oder nicht, es ist Jahrzehnte her, wird nicht vertreten, Punkt. Die FDP hat etwas damals vertreten, vertritt es heute. Eindeutiger Unterschied. Und dass solche böswilligen Angriffe auf die Unterschicht nicht strafbar sind wissen wir denke ich alle, macht es nicht weniger widerwärtig.
 
Wie sieht es denn übrigens so in anderen Ländern aus, wo Studiengebühren eingeführt wurden?

Ich kann da nur für die Schweiz reden, genauer für die Universität Basel, in der Schweiz erheben wir Studiengebühren, das liegt, aber daran, dass die Universitäten autonom zu Staat stehen. Das heisst, der Staat resp. Kanton (Landesteil) bezahlt ein Teil der Universität, aber das nicht Kostendeckend. In Basel zum Beispiel, wird eine Semestergebühr von CHF 850.- (entspricht rund EUR 780), erhoben. Wir haben aber deswegen nicht nur Studenten aus reichem Hause, viele arbeiten für das Studium, was natürlich nicht optimal ist.

https://www.unibas.ch/de/Studium/Bewerbung-Zulassung/Gebuehren.html

Ich weiss jetzt auch nicht, was mit den Gebühren alles finanziert wird, da kann ich jetzt nur für die Universitätsbibliothek sprechen. Da kann ich Euch sagen, dass die Bücher und Lizenzen für E-Medien ziemlich hoch sind. Im Gegenzug können die Studenten resp. Uni-Angehörigen, jederzeit gratis auf die E-Medien zugreifen. Die Unibibliothek vermittelt natürlich auch Informationen und schult die Uni-Angehörigen in vielen Dingen. Das geht über Katalog-Recherchen über das richtige zitieren bis zu diversen Literaturverwaltungsprogrammen. Neu vermittelt unser Rechtsdienst auch zwischen publizierenden und Verlagen zwecks Open-Access. Diese Dienste sind für alle Studenten und Uni-Angehörigen kostenlos. Für die Uni kostet das natürlich viel Geld und mit dem Betrag die der Staat bezahlt, könnten wir diesen Service nicht aufrecht erhalten.

Natürlich verstehe ich, dass eine Studiengebühr nicht optimal ist, nur jede Ausbildung kostet. Eine Grundschulbildung ist ja auch nicht gratis, das bezahlt man einfach mit den Steuern. Auch eine Berufslehre ist für einen Betrieb ein grosser finanzieller Aufwand.
 
Thema Studiengebühren.
Einserseits könnte ich jetzt sagen dass ich damals die A-Karte gezogen habe. Während des ganzen Studiums waren damals über 600€ im Semester fällig. Nach dem Studium wurden die Gebühren wieder abgeschafft.
Während des Studiums gab es genug Geld um Übungsleiter und Praktikumsbetreuer zu bezahlen, es gab so viele Mittel dass eine Doktorandenlehrverpflichtung nicht statt fand. Mittlerweile werden wir Doktoranden wieder dazu gezwungen weil die Mittel fehlen, was nicht nur auf Begeisterung stößt.

Was finde ich für Studiengebühren spricht, ich habe das subjektive Empfinden dass die Lehre nach der Abschaffung schlechter geworden ist; zum Teil wurden in manchen Vorlesungen die Übungen abgeschafft weil nicht genügend Personal vorhanden ist.
Und wenn man mal ehrlich ist..als Student will man doch lieber von einem hochmotivierten Freiwilligen betreut werden, der damit sein Doktorandengehalt ein bisschen aufstocken kann, als von jemanden der vom Dekanat gezwungen wird, keinen Cent dafür sieht und eigentlich keinen Bock hat, weil er lieber im Labor stehen oder seine Diss schreiben würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Während die FDP in NRW an den Studiengebühren herumdoktern möchte, veröffentlicht das Statistikamt von NRW ein paar Zahlen:

https://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2017/pres_133_17.html

Zusammenfassung: In NRW werden jedes Jahr über 10.000 junge Menschen ohne einen Hauptschulabschluss (und damit ohne eine vernünftige Perspektive) auf die Wirtschaft losgelassen. Letztes Jahr waren das 5,3 Prozent aller Schüler.

Diese Zahlen noch einmal ausführlicher: https://www.it.nrw.de/statistik/d/daten/eckdaten/r513schul2.html
 
Es ist egal ob diese Parteien etwas aufgearbeitet haben oder nicht, es ist Jahrzehnte her, wird nicht vertreten, Punkt. Die FDP hat etwas damals vertreten, vertritt es heute. Eindeutiger Unterschied. Und dass solche böswilligen Angriffe auf die Unterschicht nicht strafbar sind wissen wir denke ich alle, macht es nicht weniger widerwärtig.

So sehr du im Bezug auf die FDP Recht hast,so sehr hast du bei der LINKEN Unrecht. Die LINKE steht heute noch für alles was den Stalinismus der SED ausgemacht hat. Wir sehen es an vielen Aussagen führender Mitglieder , am Verhältnis zu linken Diktaturen und linken Terrororganisation wie zB PKK oder FARC , an der Aussage das man die Systemfrage stelle, an parteiinternen Organisationen wie die kommunistische Plattform oder Kuba sich, an Grußworte zu Treffen ehemaliger Stasi Mitarbeiter, an Feiern zum Geburtstag des Wozd usw, usf.
Die LINKE ist hier Wesensverwandt mit der NPD. Sie würde gerne, aber sie kann nicht.
Sollte sie jemals wieder die Möglichkeit dazu haben werden alle Dinge die du sehr liebst, also persönliche Freiheit, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit usw usf eingeschränkt oder Abgeschafft.
Siehe nur nach Venezuela.
 
Das ist in Deutschland nicht anders. Dort wird seit Jahren der Anteil der Grundmittel, also das Geld von den Ländern runtergefahren und die Gebührenmittel, die durch die Studenten erbracht werden, erhöht.
Bei mir in der Uni ist es eher so, dass die Studenten jetzt weniger zahlen als damals bevor die Studiengebühren eingeführt wurden, was glaube ich an billigeren Tarifverträgen mit dem ÖPNV liegt (im Grunde zahlt man ja als Student bei uns mittlerweile glaube ich hauptsächlich für die ÖPNV und die Mensa Subventionen).
 
Zuletzt bearbeitet:
@Sol
Habe ich das richtig verstanden. Du musst als Doktorand auch selber Studenten unterrichten?
Ja. Ich werde als Doktorrand zur Lehre verpflichtet, das kann je nach Semester in einer Übungsgruppenleitung oder einer Praktikumsbetreuung und Klausuraufsicht / Klausurkorektur bestehen.

Ist im Grunde von meiner Seite auch nichts gegen einzuwenden, nur wird vom Dekanat das Gefühl von Zwang vermittelt (es gibt sogar für jeden eine Art Mindestpensum, das er jedes Semester erfüllen muss), und die Art und Weise wie man das den Doktoranden vermittelt (eine kurze Mail dass man jetzt Praktikum macht und zwei Wochen später geht es schon los) finde ich nicht optimal. Ich kenne viele die darüber nicht begeistert sind, und ich kann mir gut vorstellen dass sich das auch bei der Qualität der Lehre bemerkbar macht.
 
Bei mir in der Uni ist es eher so, dass die Studenten jetzt weniger zahlen als damals bevor die Studiengebühren eingeführt wurden, was glaube ich an billigeren Tarifverträgen mit dem ÖPNV liegt (im Grunde zahlt man ja als Student bei uns mittlerweile glaube ich hauptsächlich für die ÖPNV und die Mensa Subventionen).

Dass sie jetzt weniger zahlen als es noch Studiengebühren gab ist klar, sie zahlen aber trotzdem jedes Jahr mehr weil auch die Semesterbeiträge steigen (+40 € in zwei Jahren bei mir z.B., hier sind wir mittlerweile näher am Satz der Studiengebühren als an den Semesterbeiträgen die vor den Studiengebühren fällig waren). Größte Punkte bei uns sind ÖPNV, das Studentenwerk und der Verwaltungsbeitrag.

Dass die Hochschulen zu wenig Geld haben ist ja nichts neues, nur warum man dafür dann Studenten in die Tasche greifen soll bzw. muss, kann mir auch keiner erklären. Es ist die grundsätzliche Frage, ob Bildung ein Allgemeingut sein soll oder aber eine Dienstleistung (wie die FDP vorschlägt).

Habe ich das richtig verstanden. Du musst als Doktorand auch selber Studenten unterrichten?

Das kommt drauf an, als Doktorand der Universität ist das eine der Aufgaben. Als Doktorand einer Stiftung oder eines Konzerns entfällt das natürlich, da man kein Angestellter der Universität ist.
 
Zurück
Oben