Tagespolitik allgemein

Klingt, als würdest du es dir beinahe wünschen und da frage ich mich, was du da eigentlich willst, Jedihammer.
Natürlich wünscht er sich das.

Trump und co. in Schutz nehmen, nie bekennen, dass andere genannte sehr viel mehr, als geile Böcke sind und gleichzeitig darauf warten, dass politische Gegner doch endlich schwere Fehler begehen, damit du, was, auf die Gefahr von links aufmerksam machen kannst?
Das scheint aber (gefühlt) generell bei "konservativen" Männern seines Alters vermehrt umsichzugreifen.
 
Das er nicht abgehoben ist, viel spendet (z.B. 80 Millionen an eine Krebsstiftung) und sehr viele Schicksalsschläge mitmachen musste.
Zum Beispiel:

Sein Vater kam sehr früh ins Gefängnis
Tod seines guten Freundes, River Phoenix 1993
Totgeburt seiner ersten Tochter 1999
Trennung der Mutter Jennifer Syme, trotzdem enger Kontakt, bis sie 2001 bei einem Autounfall starb.
Eine seiner Schwester erkrankte an Leukämie, er pflegt sie, bis sie nach 10 Jahren den Kampf gewinnt.
 
Ein Bill Gates spendet noch sehr sehr viel mehr Geld. Wenn man allein danach geht…

Ne, ich hab für mich entschieden dass ich zu keinem der sogenannten „Promis“ eine all zu emotionale Verbindung eingehe. Man kann halt bei niemanden ins Schlafzimmer gucken.
 
Ein Bill Gates spendet noch sehr sehr viel mehr Geld. Wenn man allein danach geht…
Wenn wir damit anfangen, kann ich auch dich fragen, wie viel du verdienst und was du spendest, um das in Relation zu setzen.
Niemand hat gesagt, dass du eine emotionale Verbindung aufbauen musst und mei, kann man es nicht einfach gut finden, wenn Promis was spenden, ohne sich damit groß ins Rampemlicht zu rücken?
 
Wenn wir damit anfangen, kann ich auch dich fragen, wie viel du verdienst und was du spendest, um das in Relation zu setzen.
Niemand hat gesagt, dass du eine emotionale Verbindung aufbauen musst und mei, kann man es nicht einfach gut finden, wenn Promis was spenden, ohne sich damit groß ins Rampemlicht zu rücken?
Mir ging es nur darum dass man aus einer Spende nicht zwangsläufig ableiten kann ob die Person ein guter Mensch ist.
Bei Bill Gates zum Beispiel kann man sich schon fragen ob er da vielleicht eher versucht sein Image aufzubessern oder sein Gewissen zu beruhigen, weil er mutmaßlich doch einiges an Dreck am Stecken hat, was man bisher so weiß.

Den Eindruck habe ich nach dem, was ich von Reeves weiß, zwar nicht, aber sicher sagen könnte ich es bei ihm auch nicht.
 
Spontan galten sie mir als Inbegriff guter Menschen. Ebenso der Dalai Lama. Aber ich fürchte allein Keanu Reaves wird übrig bleiben.

Mutter Teresa war eine bösartige, bigotte Alte, die leider ein sehr gutes Marketing hatte. Ihr ging es immer eher um Missionierung statt um echte humanitäre Hilfe. In den von ihr eingerichteten Sterbehäusern herrschten unhaltbare hygienische Zustände. Ebenso wurde dort vielen Patienten Medikamente und eine gute ärztliche Betreuung verwehrt, da es die Auffassung von Frau Bojaxihu war, dass man nur über Schmerz und Leid zu Gott findet, und da ist zB die Vergabe von Schmerzmitteln natürlich Teufelswerk. Ihr Ziel war es, über vermeintlich selbstloses Handeln die Heiligkeit zu erreichen, und unternahm dazu genau das, was nach katholischer Lehre dazu notwendig war: Askese, religiöse Rituale, soziales Engagement. Praktisches Ergebnis davon war, das Mutter Teresa von den eingenommenen Spenden keine Krankenhäuser oder Altenheime nach dem damals üblichen Standards errichtete, sondern primitive Massenunterkünfte, die mehr an Klöster denn an Pflegeeinrichtungen erinnerten.

C.
 
Promis sind Menschen wie du und ich. Sie lachen, weinen, essen, schlafen und sterben eines Tages genauso, wie du und ich. Dazwischen können sie auch mal ganz schöne Scheiße bauen. Oder Unverzeihliches verbrechen. Wichtig ist, keiner grenzenlosen Bewunderung für sie anheimzufallen; man kann gewisse Aspekte eines Menschen wertschätzen, ihnen vielleicht sogar eine gewisse Vorbildwirking attestieren.

Ich zB habe ein Faible für Alexander - gestehe aber auch ein, dass er nicht nur "Idealist" war, sondern Egoist, Säufer und Kriegsverbrecher, der das Glück hatte, weit genug zurückzuliegen, um nicht vor dem ICC zu landen.

Ich habe Respekt für Voltaire, sein Werk und Wirken - und finde das inzestuöse Verhältnis zu seiner Nichte dennoch hochproblematisch.

Isaac Newton ist (nicht nur für mich) einer der genialsten Menschen aller Zeiten. Und gleichzeitig, von dem, was man so weiß, ein unverbesserlicher, rechthaberischer Querulant, mit dem man sich nicht allzu lang verstehen würde.

Alain Delon gehört zu meinen Lieblingsschauspielern. Ich kann aber weder mit seiner politischen Einstellung, noch den Verbindungen ins kriminelle Milieu viel anfangen.

Das ließe sich jetzt ewig so weiterspinnen...also: kritische Distanz tut immer gut. Letztlich sind wir mit niemandem dieser Herrschaften verwandt, verschwägert, befreundet, wodurch "Loyalitätszwang" sowieso wegfällt.
 
Es gibt im Netz zig Artikel und Beiträge, weshalb Keanu Reeves so besonders ist, und es kommen immer wieder neue sachen raus. Beispiel: https://www.irgendwie-nerdig.de/9-beispiele-warum-keanu-reeves-der-beliebteste-schauspiel-promi-ist/
Muss man nicht gut finden, kann man aber. Muss man nicht besonders finden, kann man aber. Über ihn gibt es quasi keine negativen Dinge. Ich sag mal so, ich bin sicher nicht so ein guter Mensch und zb wesentlich egoistischer. Ich spende zb nur äußert selten, dabei habe ich im Weltschnitt garantiert sehr viel Geld.
 
Was ich an Keanu Reeves immer bemerkenswert fand, ist diese Geschichte mit seinen Gagen. Und zwar nicht als Heldensaga, sondern gerade wegen ihrer Unaufgeregtheit.

Es gibt mehrere gut belegte Fälle, in denen Reeves freiwillig auf Geld verzichtet hat, damit andere besser bezahlt werden konnten. Das bekannteste Beispiel sind die beiden Matrix-Fortsetzungen Reloaded und Revolutions. Er hatte dort nicht nur ein hohes Fixhonorar, sondern auch eine prozentuale Beteiligung am Gewinn. Also genau das, worum Stars normalerweise besonders hart kämpfen. Reeves hat Teile davon abgegeben, damit wichtige Leute aus den Effekt- und Stunt-Teams gehalten und besser bezahlt werden konnten. Keine Pressemitteilung, kein Interview dazu. Viele erfuhren das erst Jahre später, als Beteiligte darüber gesprochen haben.

Ein früheres Beispiel ist Im Auftrag des Teufels. Reeves wollte unbedingt, dass Al Pacino mitspielt, und hat dafür selbst auf einen Teil seiner Gage verzichtet, damit das Budget reicht. Auch das war kein symbolischer Betrag, sondern eine echte Verschiebung. Er hätte es nicht tun müssen. Er hat es einfach gemacht.

Was das für mich interessant macht: Das war keine Charity-Nummer und auch kein moralischer Zeigefinger. Es ging nicht darum, gut dazustehen, sondern darum, dass Leute, die sonst wenig Verhandlungsmacht haben, ordentlich bezahlt werden. Stuntleute, Techniker, Effektspezialisten. Und vor allem hat er selbst nie groß darüber geredet. Die Geschichten stammen fast immer von anderen.
 
Warum ausgerechnet den ?

Hier wurde ja schon einiges aufgezählt und genau auf dieses Internet/Reeves-Phänomen habe ich mich, auch mit einem Augenzwinkern*, bezogen. Aber zur Wahrheit gehört eben auch, dass er durchaus bescheiden, respektvoll und skandalfrei ist. Er behandelt Menschen auf Augenhöhe, inszeniert sich nicht, lebt zurückhaltend und tut Gutes ohne daraus PR zu machen. Seine schwere Lebensgeschichte hat ihn nicht verbittert, sondern wirkt eher leise und mitfühlend.

In einer lauten, egozentrierten Promiwelt sticht genau diese Menschlichkeit heraus, was eigentlich sehr schade ist, aber das macht ihn eben auch zu einem Internetphänomen.

*Natürlich wird auch Keanu Reeves mal Sche**e gebaut haben.

Biden, Obama,Harris,Sanders,Walz uvm.

Bisher ist aber noch keiner dieser Namen aufgetaucht. Wenn man (politische) Vorbilder nicht vergöttert kann man auch nicht so böse überrascht werden. Aktuell sehe ich diese Vergötterung aber eher auf einer Seite.
 
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