The Mandalorian & Grogu - News, Trailer etc.

Alles richtig, aber die jungen Leute sind glaube für größere Produktionen eigentlich nie die Haupt-Zielgruppe, einfach schon aufgrund der demografischen Entwicklung: Die jungen Generationen werden immer kleiner.
Das große Geld macht man mit den 30 bis 60 Jährigen (bei den über 60 Jährigen ist grundsätzlich auch viel Geld zu holen, aber für so etwas wie Star Wars bzw Kino allgemein schwierig zu erreichen).

Edit: was jetzt nicht bedeuten soll, dass es nicht sinnvoll wäre auch die jüngeren Leute anzusprechen.
Man sollte nur die älteren Generationen nicht "vergessen".
 
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Ich bin gespannt, wie sich The Mandalorian & Grogu am Ende an der Kinokasse schlagen wird.

Wenn ich auf meine eigenen Klassen schaue, wirkt das Interesse eher verhalten. Pro Klasse, bei etwa 27 bis 29 Schülerinnen und Schülern, sind es im Schnitt vielleicht vier oder fünf, die fest vorhaben, ins Kino zu gehen. Das ist nicht nichts, aber für einen Film aus dem Star-Wars-Universum auch kein Selbstläufer. Auffällig ist, dass die meisten von ihnen Zugriff auf Disney+ haben und die Serie The Mandalorian zumindest kennen. Das senkt natürlich die Hürde, sich für den Film zu interessieren, weil die Figuren nicht erst eingeführt werden müssen.

Ein praktischer Vorteil ist sicherlich, dass unsere Stadt ein gut erreichbares Kino mit mehreren Sälen hat. Die Entscheidung, tatsächlich hinzugehen, scheitert also nicht an der Infrastruktur. Trotzdem bleibt das Interesse im Vergleich zu anderen angesagten Filmen in der Schülerschaft deutlich zurück. Vor allem fällt auf, dass sich kaum Schülerinnen dafür begeistern. Das Publikum wirkt im Moment sehr einseitig, fast ausschließlich männlich geprägt.

Meiner Meinung nach dürften Kinder vor allem wegen Grogu ins Kino gezogen werden, einfach weil die Figur unabhängig von der eigentlichen Handlung funktioniert. Jugendliche und junge Erwachsene (bis 30) werden wahrscheinlich den größten Anteil stellen, schon weil sie die typischen Blockbuster-Träger sind. Bei den Dreißig- bis Fünfzigjährigen kommt dann die Nostalgie dazu, gerade bei denen, die mit der OT groß geworden sind. Sie tauchen sowohl als Fans als auch als Begleitung für ihre Kinder auf.

Ältere Zuschauer werden dagegen vermutlich eher eine Nebenrolle spielen. Nicht, weil ihnen Star Wars grundsätzlich fremd wäre. Wer 1977 etwa 13 Jahre alt war, ist heute schließlich über 60. Entscheidend ist eher, dass viele keinen Bezug zur Serie haben und das Kino insgesamt nicht mehr denselben Stellenwert besitzt wie früher. Außerdem schreckt die typische Machart moderner Blockbuster viele dieser Altersklasse eher ab als dass sie sie anzieht.

Unterm Strich könnte der Film also durchaus ein breites Publikum erreichen, aber eben nicht gleichmäßig verteilt. Die Hauptlast liegt meiner Meinung nach wahrscheinlich bei den Jüngeren (bis 30), wenn der Film als Familienfilm funktioniert, während die mittleren Jahrgänge stabil ergänzen und die Älteren eher punktuell vertreten sind. Entscheidend wird am Ende sein, wie gut der Film auch für diejenigen funktioniert, die nicht tief in der Serienhandlung stecken. Genau daran dürfte sich entscheiden, ob er über die Kernzielgruppe hinaus wirklich groß wird oder eher ein Erfolg im engeren Fanbereich bleibt.
 
Vor allem fällt auf, dass sich kaum Schülerinnen dafür begeistern. Das Publikum wirkt im Moment sehr einseitig, fast ausschließlich männlich geprägt.
Danke für deine Beobachtungen. Zu deiner obigen Einschätzung mal eine ernst gemeinte Frage in die Runde: war das eurer Beobachtung früher anders? Ich hatte ehrlich gesagt schon immer das Gefühl, dass SW leider hier schon immer sehr jungslastig war. Aber vielleicht war das auch nicht korrekt.
 
Hm. Ich habe mal einen Artikel über eine Studie gelesen, die in der Vordisneyzeit 75 % der Männer und 40 % der Frauen als Star Wars Fans identifiziert haben wollte. Zahlen waren auf die USA bezogen. Also es sind schon erheblich weniger Frauen als Männer, aber auch nicht gerade wenige. Persönlich kann ich die Anekdote einbringen, dass meine Mutter mir mit den rollenden Eröffnungstexten das laut Vorlesen in vernünftigem Tempo beigebracht hat, als ich in der ersten Klasse war.
 
In meinen 27 Jahren als Lehrer waren es mit wenigen Ausnahmen fast immer die Schüler, die sich sichtbar für Star Wars interessiert haben. Das galt sogar noch während der Zeit der PT.

Die Ausnahmen sind mir gerade deshalb im Gedächtnis geblieben. Während der ST gab es eine Schülerin in meiner Klasse, die über Jahre hinweg für Kylo Ren schwärmte. Und um 2019/2020 war da eine Gruppe von Schülerinnen, die großen Spaß an den Baby Yoda Memes hatte. Seit dem hat sich meine Schülerschaft vollständig erneuert. Solche Fälle habe ich seitdem nicht mehr erlebt.

Auffällig ist eher, dass Schülerinnen sich oft ausdrücklich von Star Wars distanzieren.

Interessanterweise habe ich dagegen einige Schülerinnen kennengelernt, die ausgesprochene Fans von Doctor Who waren. David Tennant war sehr beliebt.
 
Ältere Zuschauer werden dagegen vermutlich eher eine Nebenrolle spielen. Nicht, weil ihnen Star Wars grundsätzlich fremd wäre. Wer 1977 etwa 13 Jahre alt war, ist heute schließlich über 60. Entscheidend ist eher, dass viele keinen Bezug zur Serie haben und das Kino insgesamt nicht mehr denselben Stellenwert besitzt wie früher. Außerdem schreckt die typische Machart moderner Blockbuster viele dieser Altersklasse eher ab als dass sie sie anzieht.
Aber nur vermutlich. Tatsache ist, dass die Älteren sogar öfter ins Kino gehen als die Jüngeren. Da gibt es sogar Statistiken zu. Ich glaube auch, dass den Älteren mehr am Fortbestand des Kinos liegt als den Jüngeren. Demzufolge muss bei denen doch der Stellenwert größer sein. Ähnlich verhält es sich mit dem klassischen Fernsehen.
 
Hm. Ich habe mal einen Artikel über eine Studie gelesen, die in der Vordisneyzeit 75 % der Männer und 40 % der Frauen als Star Wars Fans identifiziert haben wollte. Zahlen waren auf die USA bezogen. Also es sind schon erheblich weniger Frauen als Männer, aber auch nicht gerade wenige. Persönlich kann ich die Anekdote einbringen, dass meine Mutter mir mit den rollenden Eröffnungstexten das laut Vorlesen in vernünftigem Tempo beigebracht hat, als ich in der ersten Klasse war.
Ok, das sind goße Zahlen, die ich auf beiden Seite so nicht erwartet hätte. Natürlich ist immer die Frage, wie man "Fan" in solch einer Studie definiert. Aber klar, SW ist in den USA natürlich nochmal das viel größere Phänomen, insofern ist auch wieder plausibel
 
Aber nur vermutlich. Tatsache ist, dass die Älteren sogar öfter ins Kino gehen als die Jüngeren. Da gibt es sogar Statistiken zu. Ich glaube auch, dass den Älteren mehr am Fortbestand des Kinos liegt als den Jüngeren. Demzufolge muss bei denen doch der Stellenwert größer sein. Ähnlich verhält es sich mit dem klassischen Fernsehen.

Es kommt darauf an, ob man meint, wer überhaupt hingeht oder wer besonders oft geht. Genau dieser Unterschied führt schnell zu falschen Eindrücken.

Wenn man sich anschaut, welche Altersgruppen überhaupt erreicht werden, dann liegen die Jüngeren klar vorne. Vor allem Jugendliche zwischen etwa 14 und 19 Jahren haben die höchste Beteiligung. Ein großer Teil von ihnen geht zumindest hin und wieder ins Kino. Auch Kinder und junge Erwachsene sind stark vertreten. Für viele gehört das einfach dazu, sei es als Freizeitbeschäftigung oder um sich mit Freunden zu treffen.

Sobald man aber danach fragt, wer wirklich regelmäßig im Kino sitzt, verschiebt sich das Bild deutlich. Dann tauchen tatsächlich plötzlich die älteren Altersgruppen ganz oben auf. Besonders Menschen über 60 gehen im Durchschnitt am häufigsten. Das sind nicht die meisten Besucher insgesamt, aber sie gehen öfter als alle anderen. In den Studien werden sie oft als die treuesten Kinogänger beschrieben.

Dabei zeigen sich auch recht klare Unterschiede beim Geschmack. Ältere Zuschauer greifen eher zu ruhigeren, erzählerisch geprägten Filmen. Dazu gehören Dramen, Literaturverfilmungen oder auch historische Stoffe. Auch gut gemachte Krimis oder Biografien kommen in dieser Altersgruppe oft gut an. Was sie eher meiden, sind sehr laute, hektische Produktionen. Dazu zählen viele Actionfilme, Superheldenfilme oder stark effektgetriebene Blockbuster. Auch Horrorfilme oder sehr schnelle Schnitte mit hoher Reizdichte sind für viele weniger attraktiv.

Die mittleren Altersgruppen bewegen sich irgendwo dazwischen. Leute zwischen 30 und 49 gehen zwar ins Kino, aber eher unregelmäßig. Alltag, Arbeit und Familie spielen hier eine große Rolle. Bei den 20- bis 29-Jährigen zeigt sich in den letzten Jahren tatsächlich sogar ein leichter Rückgang, was vermutlich auch mit Streaming und veränderten Gewohnheiten zu tun hat.

Am Ende ergibt sich ein ziemlich klares Bild. Die Jüngeren sorgen dafür, dass viele Menschen überhaupt ins Kino gehen, sie liefern die Masse an Zuschauern, was sich auch im Ranking der erfolgreichsten Filme eines Kinojahres widerspiegelt. Die Älteren sorgen dafür, dass das Kino regelmäßig besucht wird. Gleichzeitig unterscheiden sich die Vorlieben deutlich, was erklärt, warum bestimmte Filme gezielt für bestimmte Altersgruppen gemacht werden.
 
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