Klassiker, die ihr empfehlen könnt

Animal Farm: Aufstand der Tiere

Bevor der neue Andy Serkins Film mit Seth Rogen ins Kino kommt, habe ich nun endlich das Original nachgeholt:

Filmhistorisch ist der Film von massivem Interesse. So war er nicht nur der erste europäische Zeichentrickfilm als Langfilm, sondern basiert die Vorlage auch auf einem Buchklassiker von George Orwell und wurde der Film teilweise von der CIA als Propagandafilm gegen den Kommunismus produziert.

Positiv ist, dass man trotz der CIA keine völlige Kommunismus Hetze betrieben hat. Eigentlich sogar im Gegenteil. Die Ursprungsidee von Old Major wird als durchaus positiv dargestellt, ehe das System unter Napoleon alias Stalin in eine Diktatur wie unter den Menschen kippt. Eigentlich sogar eine sehr gute und kindgerechte Auseinandersetzung über die Entstehung totalitärer Systeme.

Im Gegensatz zu Orwells düsteren Ende gibt es hier allerdings ein Happy End, wenn die Tiere zu einem zweiten Aufstand, diesmal gegen die Schweine, aufrufen. Auch wenn mir das Original dahingehend besser gefällt, ist diese Änderung bei einem Familienfilm sehr verständlich.

Für einen Famimienfilm war der Film so schon ähnlich "Watership Down" sehr düster. Gerade das Ende des Pferdes Boxer war heftig.

Die Animationen waren für einen europäischen Film der 50er durchaus gelungen, auch wenn sie nicht mit der damaligen Walt Disney Konkurrenz mithalten konnten. Dass nur ein Sprecher die ganzen Tiere spricht fällt nicht weiter auf und war auf Grund des Erzählers sowieso nebensächlich.

Insgesamt eine sehr gute Verfilmung.

8 von 10 Punkten
 
Ich glaube, ich habe Animal Farm damals einfach viel zu früh gesehen, als Kind und ohne dass jemand das eingeordnet hat. Ich habe ihn auch nur dieses eine Mal gesehen, aber das hat gereicht. Mir ist weniger die Handlung hängen geblieben als dieses unangenehme, bedrückende Gefühl.

Als Kind versteht man ja nicht wirklich, worum es politisch geht. Aber man merkt trotzdem, dass etwas kippt, dass Dinge unfair werden und sich langsam ins Falsche drehen. Genau das fand ich so verstörend. Man spürt, dass etwas nicht stimmt, kann es aber nicht greifen.

Deshalb ist der Film für mich auch kein Kinderfilm geblieben, sondern eher so ein frühes, ziemlich dunkles Seherlebnis.
 
Animal Farm: Aufstand der Tiere

Bevor der neue Andy Serkins Film mit Seth Rogen ins Kino kommt (…)

Bitte nicht

Im Gegensatz zu Orwells düsteren Ende gibt es hier allerdings ein Happy End

Soviel anders oder gar happy finde ich das Ende im Film gar nicht.
Es geht halt einen kleinen Schritt weiter als im Buch, wobei der eigentliche Ausgang (und die Folgen) des zweiten Aufstandes ja offen bleibt. Gerade das hat auf mich immer recht düster gewirkt.

Für einen Famimienfilm war der Film so schon ähnlich "Watership Down" sehr düster.

Keiner von beiden ist ja wirklich ein Familen- oder gar Kinderfilm.
Eine „Falle“ in die schon viele getappt sind… und ziemlich geschockt wurden
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Dieb von Bagdad (ist Amazon Prime):

Der Film war eine grosse Inspirationsquelle für Disneys "Aladdin". Das merkt man beim Gefährten Abu, Dschafar, der begehrten Prinzessin, dem kindischen Sultan, dem Dschinn, dem fliegenden Teppich. Wirkt über weite Strecken wie eine Realverfilmung von "Aladdin".

Optisch ist der Film für einen Film von 1940 wirklich atemberaubend. Nicht alle Effekte (wie das fliegende Pferd oder der fliegende Dschinn) sind gut gealtert, aber vieles wirkt heute noch aufwändig und beeindruckend. Gerade wenn man den Film mit den eher schlecht gealterten Kulissen, Kostümen und Effekten des 1 Jahr zuvor erschienen "Zauberer von Oz" vergleicht liegen Welten dazwischen

Die Handlung ist ein klassisches Märchen aus "1001 Nacht". Sprich Überraschungen oder Epik hat es nicht wirklich gegeben, aber unterhält auf eine sympathisch naive Art. Die Figuren fuktionieren als das, was sie sind.

Sprich ein kleiner unterhaltsamer Abenteuerfilm, der damals optisch sicherlich ein Highlight war:

7 von 10 Punkten
 
Der Dieb von Bagdad (ist Amazon Prime):

Der Film war eine grosse Inspirationsquelle für Disneys "Aladdin". Das merkt man beim Gefährten Abu, Dschafar, der begehrten Prinzessin, dem kindischen Sultan, dem Dschinn, dem fliegenden Teppich. Wirkt über weite Strecken wie eine Realverfilmung von "Aladdin".

Optisch ist der Film für einen Film von 1940 wirklich atemberaubend. Nicht alle Effekte (wie das fliegende Pferd oder der fliegende Dschinn) sind gut gealtert, aber vieles wirkt heute noch aufwändig und beeindruckend. Gerade wenn man den Film mit den eher schlecht gealterten Kulissen, Kostümen und Effekten des 1 Jahr zuvor erschienen "Zauberer von Oz" vergleicht liegen Welten dazwischen

Die Handlung ist ein klassisches Märchen aus "1001 Nacht". Sprich Überraschungen oder Epik hat es nicht wirklich gegeben, aber unterhält auf eine sympathisch naive Art. Die Figuren fuktionieren als das, was sie sind.

Sprich ein kleiner unterhaltsamer Abenteuerfilm, der damals optisch sicherlich ein Highlight war:

7 von 10 Punkten
Lustig, den haben wir letztens auch gesehen! Und weil wir so in Laune waren, am nächsten Tag noch die Odyssee mit Kirk Douglas.

Gab es da nicht noch irgendwas mit Sindbad? Das hab ich als Kind auch geliebt.

Wenn es mich packt, schaue ich total gerne diese "alten Schinken ". :)
 
Zurück
Oben