Auch war Blighs Überfahrt nach Timor eine erstklassige Leistung der Navigation die ihm wohl keiner hätte nachmachen können.
Bereits 1629 navigierte der Kapitän des VOC-Schiffs
Batavia nach dessen Havarie vor der Westküste Australiens zwei kleine Beiboote ca. 1.600 Seemeilen nach Java um Hilfe zu holen.

Diese Leistung gereichte ihm allerdings nicht zur Ehre. Aufgrund von Ereignissen auf der Überfahrt, einer quasi-Meuterei, und sexuellen Übergriffen auf weibliche Passagiere wurde er in Batavia (Jakarta) inhaftiert.
Dazu muss man wissen das auf den Schiffen der Ostindienkompanie die Kapitäne, bzw. Navigatoren, nicht das alleinige Sagen hatten. Den Kurs des Schiffs und welche Häfen angelaufen werden bestimmte der Oberkaufmann, der auch im Namen der VOC entscheiden konnte, welche Waren wo verkauft und angekauft wurden. Der Kapitän war lediglich dafür zuständig, das Schiff zum vom Oberkaufmann bestimmten Hafen zu navigieren.
Das Schicksal der übrigen Schiffbrüchigen der Batavia war übrigens tragisch. Gestrandet auf zwei kleinen Inseln litten sie unter Wasser- und Nahrungsmangel. In dieser Situation errichtete der Unterkaufmann Jeronimus Cornelisz mit einigen Getreuen eine Terrorherrschaft, bei der er 125 Menschen ermorden ließ. Als der Oberkaufmann Monate später zurückkehrte wurde Cornelisz noch vor Ort der Prozess gemacht, in dessen Folge er enthauptet wurde. Zwei der ebenfalls zum Tode verurteilten Meuterer - Wouter Loos und Jan Pelgrom de Bye - wurden auf dem australischen Festland ausgesetzt, mit dem Auftrag, das Land zu erkunden und Kontakt zu den Eingeborenen aufzunehmen. Damit waren sie die ersten europäischen Siedler in Australien. Von ihnen wurde jedoch nie wieder etwas gehört.
C.