Der Vergleich hinkt wieder, denn das Bild von Arbeitnehmern mit Leibeigenen trägt historisch nicht. Leibeigene waren rechtlich gebunden, konnten ihren Wohnort nicht frei wählen, hatten keine Vertragsfreiheit oder kaum bis gar keine politischen Rechte. Arbeitnehmer können ihren Job wechseln, klagen, sich gewerkschaftlich organisieren, wählen und selbst Unternehmen gründen. Das heißt nicht, dass Machtverhältnisse fair verteilt sind, aber es ist ein absolut fundamentaler Unterschied.
Dass Demokratien auch ihre Schwächen haben, bestreitet die wenigsten. Aus real existierenden Machtinteressen und deren heterogene Vertretungen automatisch eine koordinierte, globale Steuerung mit einem gemeinsamen Endziel abzuleiten, ist ein sehr großer Sprung, für den mir hier weiterhin belastbare Belege fehlen.
Wenn man jede Krise, jeden Krieg und jede wirtschaftliche Ungleichheit als Beweis für eine allumfassende verdeckte Steuerung deutet, wird das Modell nicht mehr falsifizierbar. Und ein Modell, das alles erklärt, ohne im Kern überhaupt widerlegbar zu sein, ist gelinde gesagt problematisch.
Aber jetzt ist die Diskussion anscheinend endgültig vom Argument in Richtung Narrativ und Endzeitbild gekippt? Und wenn wir unterschiedliche Grundannahmen darüber haben, wie Macht grundlegend strukturiert ist und ob Theorien bewisbar sein müssen, kommen wir argumentativ vermutlich nicht weiter.
Dass Demokratien auch ihre Schwächen haben, bestreitet die wenigsten. Aus real existierenden Machtinteressen und deren heterogene Vertretungen automatisch eine koordinierte, globale Steuerung mit einem gemeinsamen Endziel abzuleiten, ist ein sehr großer Sprung, für den mir hier weiterhin belastbare Belege fehlen.
Wenn man jede Krise, jeden Krieg und jede wirtschaftliche Ungleichheit als Beweis für eine allumfassende verdeckte Steuerung deutet, wird das Modell nicht mehr falsifizierbar. Und ein Modell, das alles erklärt, ohne im Kern überhaupt widerlegbar zu sein, ist gelinde gesagt problematisch.
Aber jetzt ist die Diskussion anscheinend endgültig vom Argument in Richtung Narrativ und Endzeitbild gekippt? Und wenn wir unterschiedliche Grundannahmen darüber haben, wie Macht grundlegend strukturiert ist und ob Theorien bewisbar sein müssen, kommen wir argumentativ vermutlich nicht weiter.





, recht und ich habe es mal in einen ähm.. "passenderen" Thread geantwortet.