Allgemeine Geschichte

Heute vor genau 60 Jahren, am 14.03.1966 erschossen Grenzsoldaten der DDR in Berlin Treptow bei dem Versuch durch ein Abwasserrohr die DDR zu verlassen zwei Menschen,Jörg Hartmann und Lothar Schleusener.Aus nur 50 Meter entfernung schossen die Grenzer der DDR 40 Schuß auf die beiden Flüchtlinge ab.Jörg Hartmann wurde von mehreren Kugeln in den Kopf getroffen und war sofort tot. Lothar Schleusener verstarb kurz darauf im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Jörg Hartmann war 10 jahre alt.
Lothar Schleusener war 13 Jahre alt.
Der Mord an den beiden Jungen wurde von der Stasi gegenüber den Eltern vertuscht und die beiden Leichen eingeäschert.

Einer der Todesschützen,Siegfried Becker wurde 1997 zur "Verantwortung" gezogen und kam wegen Totschlags mit 20 Monate Haft auf Bewährung davon.
Gegen die Vorgesetzten der Mordschützen wurde auch von der BRD Justiz nicht einmal ermittelt.
 
Heute vor genau 60 Jahren, am 14.03.1966 erschossen Grenzsoldaten der DDR in Berlin Treptow bei dem Versuch durch ein Abwasserrohr die DDR zu verlassen zwei Menschen,Jörg Hartmann und Lothar Schleusener.

Nur eine Verständnisfrage;
Die beiden haben wirklich versucht, die DDR zu verlassen? Es war kein „tragisches Missverständnis“ oder ein Fall von „zur falschen Zeit am falschen Ort“?
 
Nur eine Verständnisfrage;
Die beiden haben wirklich versucht, die DDR zu verlassen? Es war kein „tragisches Missverständnis“ oder ein Fall von „zur falschen Zeit am falschen Ort“?

Es gibt Berichte von Klassenkameraden, dass Jörg Hartmann zu seinem Vater nach West-Berlin wollte. Er hat sich wohl auch bei seiner Großmutter kurz vor dem Vorfall nach der Adresse erkundigt.

 
Es gibt Berichte von Klassenkameraden, dass Jörg Hartmann zu seinem Vater nach West-Berlin wollte. Er hat sich wohl auch bei seiner Großmutter kurz vor dem Vorfall nach der Adresse erkundigt.


Alles klar. Danke für die Info
 
Das US National Archiv hat kürzlich Millionen von Personendaten aus der NSDAP-Mitgliederkartei veröffentlicht. Auf der Internetseite des Archivs kann man (sofern die Server mal nicht überlastet sind..) ohne Anmeldung oder Antrag recherchieren.



 
Heute vor 150 Jahren, am 22. März 1876, wurde in Berlin die Nationalgalerie eröffnet, heute Alte Nationalgalerie. Das Ereignis fand im Beisein von Kaiser Wilhelm I. statt.

Der Bau selbst hatte eine ziemlich lange Vorgeschichte. Die Entwürfe stammen von Friedrich August Stüler, der stark von Schinkel geprägt war. Nach Stülers Tod führte Johann Heinrich Strack das Projekt weiter. Insgesamt hat es neun Jahre gedauert, bis das Gebäude fertig war.

Wenn man sich das Gebäude anschaut, merkt man schnell, dass es nicht einfach nur ein Museum sein sollte. Es wirkt eher wie eine Mischung aus Tempel und Ausstellungshaus. Diese erhöhte Lage, die Treppe, die klare, fast feierliche Form. Das war alles bewusst so gedacht. Kunst sollte hier nicht nur gezeigt, sondern regelrecht inszeniert werden.

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Heute vor 50 Jahren, am 24. März 1976, putschte in Argentinien das Militär und beendete abrupt die Präsidentschaft von Isabel Perón. Panzer rollten durch Buenos Aires, Medien wurden unter Kontrolle gebracht, und noch am selben Tag wurde die Präsidentin festgesetzt und unter Hausarrest gestellt. Die Macht übernahm eine Militärjunta unter Führung von Jorge Rafael Videla.

Dem Umsturz war eine Zeit wachsender Spannungen vorausgegangen. Nach dem Tod von Juan Domingo Perón hatte seine Witwe das Amt übernommen, doch die Lage im Land war zunehmend instabil. Wirtschaftliche Probleme, politische Gewalt und eine starke Polarisierung bestimmten den Alltag. Für viele im Militär war das der Moment einzugreifen.

Was folgte war eine Phase brutaler Repression. Die Militärregierung sprach von „Neuordnung“, tatsächlich entstand ein System, das gezielt Angst erzeugte und Opposition unterdrückte.

Besonders berüchtigt wurde der sogenannte „Schmutzige Krieg“. Menschen verschwanden plötzlich, oft aus ihren Wohnungen geholt. Es traf nicht nur bewaffnete Gegner, sondern auch Studenten, Journalisten oder Gewerkschafter. Viele wurden verschleppt, gefoltert und ermordet. Bis heute ist unklar, wie viele Opfer es genau gab, Schätzungen sprechen von bis zu 30.000 Verschwundenen.

Die Militärdiktatur hielt sich mehrere Jahre an der Macht. Erst nach der Niederlage im Falklandkrieg verlor die Junta an Rückhalt. 1983 kehrte Argentinien zur Demokratie zurück.

Der 24. März ist heute ein Gedenktag, der an die Opfer erinnert und daran, wie schnell ein Staat in Gewalt gegen die eigene Bevölkerung kippen kann.
 
Besonders berüchtigt wurde der sogenannte „Schmutzige Krieg“. Menschen verschwanden plötzlich, oft aus ihren Wohnungen geholt. Es traf nicht nur bewaffnete Gegner, sondern auch Studenten, Journalisten oder Gewerkschafter. Viele wurden verschleppt, gefoltert und ermordet. Bis heute ist unklar, wie viele Opfer es genau gab, Schätzungen sprechen von bis zu 30.000 Verschwundenen.
Leider wird dabei gerne der Terror der linken Terrororganisationen ERP und Montoneros vergessen.
Auch zog dieser Krieg auch(ähnlich wie der spanische Bürgerkrieg) linke Terroristen aus der ganzen Welt an, auch aus der damaligen BRD. Elisabeth Käsemann sei hier besonders erwähnt.
Leider finden die Opfer von ERP und Montoneros beim Gedenken am 24.03. wenig bis keine Beachtung.
 
Es stimmt, dass es vor dem Putsch Gewalt durch linke Gruppen wie die ERP und die Montoneros gab. Das gehört zur Geschichte dazu und sollte nicht unterschlagen werden. Argentinien war in den Jahren davor politisch aufgeheizt, es gab Anschläge, Entführungen und Morde. Insofern ist dein Hinweis auf diese Gruppen erstmal nicht falsch.

Aber daraus ergibt sich für mich kein Gleichgewicht der Gewalt. Genau das schwingt in deinem Einwurf mit, und da wird es für mich problematisch. Mit dem Putsch unter Jorge Rafael Videla hat nicht einfach eine weitere Konfliktpartei die Oberhand gewonnen, sondern der Staat selbst hat begonnen, systematisch gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Das war kein Bürgerkrieg im klassischen Sinne, sondern ein von oben organisierter Terrorapparat.

Menschen wurden nachts aus ihren Wohnungen geholt, verschwanden spurlos, tauchten in geheimen Haftzentren wieder auf oder eben gar nicht mehr. Gefoltert wurde systematisch. Viele wurden ermordet, andere aus Flugzeugen ins Meer geworfen. Das alles geschah nicht chaotisch, sondern geplant und gedeckt durch staatliche Strukturen. Genau darin liegt der entscheidende Unterschied.

Der 24. März erinnert deshalb bewusst an die Opfer dieses staatlichen Terrors. Dass dabei nicht jede Form von Gewalt gleichermaßen thematisiert wird, ist keine Verdrängung, sondern eine klare Entscheidung. Wenn ein Staat seine eigene Bevölkerung systematisch verfolgt, foltert und tötet, dann hat das eine andere Qualität als die Gewalt von Guerillagruppen.

Man kann und sollte über die Gewalt der ERP und Montoneros sprechen. Aber man darf nach meiner Ansicht dabei nicht so tun, als stünden sich hier zwei gleichwertige Seiten gegenüber.
 
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