Allgemeine Geschichte

Gestern vor 2012 Jahren, am 19. August 14 n. Chr., starb Kaiser Augustus in Nola. Aus dem jungen Octavian, Erben Caesars und Sieger der römischen Bürgerkriege, war der Begründer des Prinzipats und erste römische Kaiser geworden. Seine mehr als vier Jahrzehnte währende Herrschaft prägte Rom und das Imperium für Jahrhunderte.

Als letzte Worte werden ihm zugeschrieben: „Hat das Ganze Euch gefallen, nun so klatschet Beifall unserem Spiel, und entlasst uns alle mit Dank.“
 
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Heute vor 50 Jahren, am 26. August 1976, zog Prinz Bernhard der Niederlande die Konsequenzen aus einem Skandal, der das Königshaus schwer erschüttert hatte. Der Ehemann von Königin Juliana legte seine öffentlichen Ämter nieder und zog sich weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück. Grund war seine Verstrickung in den Lockheed-Skandal, eine internationale Bestechungsaffäre um den amerikanischen Flugzeughersteller.

Lockheed hatte über Jahre hinweg Politiker, Militärs und andere einflussreiche Personen in mehreren Ländern bezahlt, um den Verkauf seiner Flugzeuge zu fördern. Eine niederländische Untersuchungskommission kam zu dem Ergebnis, dass Bernhard rund 1,1 Millionen Dollar angenommen hatte und dafür seinen Einfluss zugunsten des Konzerns einsetzen sollte. Der Prinz bestritt, bestochen worden zu sein, doch die Vorwürfe wogen schwer.

Besonders brisant war die Affäre, weil Bernhard bis dahin ausgesprochen populär gewesen war. Während der deutschen Besatzung hatte er sich auf die Seite der Niederlande gestellt und war nach dem Krieg zu einer wichtigen öffentlichen Figur geworden. Als Generalinspekteur der Streitkräfte und durch zahlreiche weitere Funktionen war er weit mehr als nur der Ehemann der Königin.

Zu einem Strafprozess kam es nicht. Ministerpräsident Joop den Uyl wollte eine Staatskrise verhindern, Königin Juliana soll sogar mit ihrer Abdankung gedroht haben, falls ihr Mann strafrechtlich verfolgt würde. Bernhard musste stattdessen seine militärischen und zahlreiche weitere Ämter aufgeben und durfte keine Uniform mehr tragen.
 
Heute vor 70 Jahren, am 26.08.1956, erschien die erste Ausgabe der Jugendzeitschrift "Bravo". Auf dem Titelblatt waren Marylin Monroe und Richard Widmark abgebildet. Besonders in den 70er und 80er Jahren sowie der ersten Hälfte der 90er war die "Bravo" das unumstrittene Leitmedium der Jugendlichen zwischen 13 und 20 in der Bundesrepublik. Es dürfte in dieser Zeit so gut wie kein Jugendzimmer in Deutschland gegeben haben, in dem nicht einige Bravo-Poster oder Starschnitte hingen. Einzelne Rubriken wie zB die (oft skurrile) Lebensberatung durch das Dr. Sommer-Team oder die Bravo-Foto-Love-Storys (ebenfalls skurril) erlangten Kultstatus und sind bis heute im kollektiven Gedächtnis der damaligen Leser verankert. Die Auflage der Bravo erreichte im Jahr 1991, im Zuge der Wiedervereinigung durch den Nachholbedarf in der ehemaligen DDR mit wöchentlich 1,8 Millionen Exemplaren ihren Höchsstand. Gegen Ende der 90er löste das Internet auch im Bereich der Jugendzeitschriften die Printmedien ab. Heute erscheint die Bravo noch einmal im Monat mit einer Auflage von ca. 44.000 Exemplaren.

C.
 
Heute vor 50 Jahren, am 3. September 1976, landete die NASA-Raumsonde Viking 2 erfolgreich in der Ebene Utopia Planitia auf dem Mars. Kurz darauf erreichen die ersten Bilder der kargen, von Steinen übersäten Landschaft die Erde. Bis 1980 erforscht Viking 2 unseren Nachbarplaneten und liefert wertvolle Erkenntnisse über dessen Boden, Atmosphäre und Wetter.
 
Heute vor 50 Jahren, am 6. September 1976, nutzt der sowjetische Pilot Viktor Belenko einen Übungsflug im Fernen Osten für einen ziemlich entschlossenen Seitenwechsel. In seiner MiG-25 setzt er sich von seiner Formation ab, fliegt in geringer Höhe über das Japanische Meer und landet schließlich auf dem Flughafen von Hakodate. Da dessen Startbahn für den streng geheimen Abfangjäger etwas knapp bemessen ist, schießt die Maschine über ihr Ende hinaus und kommt erst im Gelände zum Stehen. Im Tank befindet sich zu diesem Zeitpunkt nur noch Treibstoff für etwa 30 Sekunden. Knapper kann man einen neuen Lebensabschnitt kaum beginnen.

Für den Westen ist Belenkos Ankunft ein Geschenk, das man selbstverständlich sehr gründlich auspackt. Die MiG-25 gilt als eines der bestgehüteten Militärgeheimnisse der Sowjetunion und hat bei der NATO mit ihrer enormen Geschwindigkeit gehörig Eindruck hinterlassen. Japanische und amerikanische Fachleute zerlegen die Maschine daher in aller Ruhe und stellen fest, dass hinter dem gefürchteten Wunderjäger zwar ein leistungsfähiges, aber keineswegs überirdisches Flugzeug steckt.

Die Sowjetunion erhält ihre MiG einige Wochen später zurück, fein säuberlich auf rund 40 Kisten verteilt. Viktor Belenko dagegen fliegt weiter in die Vereinigten Staaten, erhält politisches Asyl und später die amerikanische Staatsbürgerschaft. Sein ehemaliger Arbeitgeber dürfte mit dieser Form der Kündigung dennoch nicht ganz zufrieden gewesen sein.
 
Heute vor 100 Jahren, am 8. September 1926, wird Deutschland einstimmig in den Völkerbund aufgenommen. Sieben Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Versailler Vertrag ist das ein ziemlich großer Schritt. Deutschland gehört damit international wieder dazu und bekommt sogar einen ständigen Sitz im Völkerbundrat.

Dass es überhaupt so weit kommt, ist vor allem ein Erfolg von Außenminister Gustav Stresemann. Er setzt darauf, die Beziehungen zu den ehemaligen Kriegsgegnern langsam wieder zu verbessern und Deutschland aus seiner politischen Isolation herauszuführen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg sind bereits 1925 die Verträge von Locarno gewesen. Mit der Aufnahme in den Völkerbund zahlt sich dieser Kurs nun endgültig aus.

Besonders bemerkenswert ist die Annäherung an Frankreich. Stresemann und der französische Außenminister Aristide Briand stehen in diesen Jahren für den Versuch, das schwierige Verhältnis zwischen beiden Ländern wieder halbwegs auf eine vernünftige Grundlage zu stellen. Nur acht Jahre nach dem Ende eines Krieges, in dem sich Deutsche und Franzosen noch gegenübergestanden haben, ist das alles andere als selbstverständlich. Ende 1926 erhalten beide gemeinsam den Friedensnobelpreis.

Aus heutiger Sicht bekommt der Tag natürlich einen bitteren Beigeschmack. Was Mitte der 1920er Jahre nach einer langsamen Entspannung in Europa aussieht, hält nicht lange. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erklärt Deutschland 1933 seinen Austritt aus dem Völkerbund.
 
Besonders bemerkenswert ist die Annäherung an Frankreich. Stresemann und der französische Außenminister Aristide Briand stehen in diesen Jahren für den Versuch, das schwierige Verhältnis zwischen beiden Ländern wieder halbwegs auf eine vernünftige Grundlage zu stellen. Nur acht Jahre nach dem Ende eines Krieges, in dem sich Deutsche und Franzosen noch gegenübergestanden haben, ist das alles andere als selbstverständlich. Ende 1926 erhalten beide gemeinsam den Friedensnobelpreis.
Leider war die Zeit für die Idee dieser beiden großen Männer noch nicht gekommen. In Deutschland brannte man auf eine Revanche für den I.Weltkrieg und in Frankreich wollte man ein starkes Deutschland auf alle Fälle verhindern.
Wieviel Leid wäre Europa erspart geblieben wenn mehr Menschen Stressemann und Briand Gehör geschenkt hätten.
Leider musste mit den II.Weltkrieg noch eine größere Katastrophe passieren bis Konrad Adenauer und Charles de Gaulle das fortsetzen konnten was Stressemann und Briand begonnen hatten.
Zum Glück mit mehr Erfolg.
 
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