Allgemeiner Naturwissenschaften-Thread

Ist vielleicht auch irgendwie so ein Phänomen unserer Gesellschaft und der Grund wieso immer mehr auf Aberglaube, Schwurbelei und "alternative" Methoden setzen: Niemand möchte sich mehr irren und Fehlerkultur ist quasi nicht vorhanden. Das geht dann im privaten los und zieht sich in die berufliche Welt. Ich krieg da regelmäßig Brechreiz.

Das kann man wirklich sehr lang diskutieren, aber das sprengt hier wohl den Rahmen. Deswegen ganz kurz:
Die Konstruktionsweise unseres Bildungssystems, mit Noten, Messbarkeiten, Anwesendheitsstatistiken und knallharten Rausschmissen(!) aus einem konkreten Bildungspfad heraus, hat ganz sicher für ne rigorose Ablehnung von Fakten, Empirie und Wissenschaft an sich gesorgt. Bildung in DE ist unterfinanziert, international auf dem Hintertreffen und schwer zugänglich. Seit Robert Steinhäuser hat sich daran auch nur marginal etwas geändert. Und da kann man durchaus sagen, dass unsere Politik seit geraumer Zeit auf dem Kriegsfuß zu Wissen und Erkenntnis steht. Das ist nicht erst seit Merz so.
 
I know und da können wir tatsächlich endlos drüber diskutieren. Habe heute erst wieder kopfschüttelnd ein Interview mit dem Berliner Staatssekretär für Jugend und Familie gelesen, in dem er andeutet, dass eine Rückkehr zur Vorschule in der Kita sinnvoll ist. Begründung nicht etwa auf pädagogischer Sicht, sondern weil seine Mama Vorschullehrerin war und das ja auch immer ganz toll war. :konfus:

Ich bin es echt so leid und müde, dass ich auch langsam keine Kraft mehr dafür habe..
 
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