Bastion

Bastion – Bonetown – dunkle Gasse, am Ort des Kampfes – bewusstlose Biker, Sane, Bailee und Brianna

Der Kampf war viel schneller zu Ende als das Palaver zuvor. Für eine Echani und Jedi-Ritterin waren ganz gewöhnliche Biker ohnehin keine ernstzunehmenden Gegnerinnen und auch Sane zeigte, dass er auch ohne Blaster wunderbar zurecht kam. Länger als die Typen hielt sich Briannas Behauptung, als Mirialan die kleine Schwester ihres menschlichen Begleiters zu sein. Vielleicht war das möglich bei Hybriden – sie wusste es nicht – aber darum ging es ja gar nicht wirklich. Die Vorstellung, in einer Beziehung zu sein war für die 28jährige inzwischen nicht mehr erstrebenswert. Ob nun Meeal früher oder Janus kürzlich: solange die Sonne schien, war eitel Freude Heiterkeit, aber nicht so in stürmischen Zeiten. Sobald der Weg etwas ruppig wurde, ließen sie sie fallen wie eine heiße braune Knolle. Sobald sie wirklich gebraucht wurde, pflegte die Männerwelt ganz schnell den Abgang zu machen. Da hatte sie doch lieber einen Bruder als einen Liebhaber. Aber so direkt sagte sie das Sane natürlich nicht. Sie zuckte mit den Achseln, als sie sich, während sie sich einkleideten, zu erklären begann:

„Wäre dir große Schwester lieber gewesen? Ich glaube ich bin von Typ her eher die große Schwester von jemanden. Aber darum geht es nicht. Genauso gut hätte ich ausrufen können: ‚hinter dir, ein dreiköpfiger Ewok‘. Zieh ihre Aufmerksamkeit auf deine Worte damit sie nicht merken, was du gleich tust.“

Brianna sah jetzt vor allem Bailee an, die in Sachen Kampf noch einiges zu lernen hatte. Nicht in psychologische Kriegsführung, darauf verstand sie sich ganz gut, aber darin, beides zu verbinden.

„Für ein paar so Typen ist das ja übertrieben, aber im Kampf gegen Sith sieht das anders aus. Du hast ja solche schon erlebt, Sane, aber Bailee noch nicht. In so einem Duell ist das ein entscheidender Faktor und Sith sind wahre Meisterinnen in sowas. Vor kurzem haben mich Kira und ihre Tochter mit Informationen über eure Gefangenschaft aus dem Gleichgewicht und an den Rande einer Niederlage gebracht.“

Nachdem die Biker verräumt waren und sie auf den Speedern saßen, fragte Brianna Sane nach ihrem Ziel – das Anwesen seines Vaters in unmittelbarer Nähe das Arthious-Boulevards. Die Jedi-Ritterin verzog das Gesicht, als sie den Namen der Prachtstraße hörte. Die Sichtachse, an dessen einen Ende sich der monumentale Sith-Tempel befand und am anderen dieser andere Riesenklotz. Zum Sith-Tempel hin wollte sie so viel Abstand wie nur irgendwie möglich einhalten. Andererseits war der Boulevard eine der längsten Straßen auf ganz Bastion, vielleicht hatten sie ja Glück.

„Der Arthious-Boulevard ist jetzt nicht gerade der Ort, an dem ich momentan gern sein möchte, aber ich schätze, wir haben keine Alternative? Ich werde meine Präsenz verschleiern wegen der Nähe zum Tempel. Bailee, versuch du auch nochmal, wie wir geübt haben,“

Wies sie ihre Padawan an. Sane bedeutete ihnen zu folgen und flog los. Die Bikes beschleunigten rasant und Brianna war eher eine Autodidaktin, was diese Gefährte angeht. Gut, sie hatte ihre Echani-Reflexe, aber trotzdem war sie froh, dass Sane es ruhig angehen ließ. Außerdem wollten sie ja keinesfalls auffallen, also hieß es möglichst im Flugverkehr mitschwimmen. Von den ISB-Agenten fehlte jede Spur und es gab auch keine Anzeichen von Sith, scheinbar hatten sie Glück.

Sie folgten dem Ex-Soldaten durch die Verkehrswege von Bastion-Center, bis sie in einer Seitengasse anhielten und die Speederbikes dort abstellten. Von dahin ging es noch zwei Blocks weit zu einem Anwesen, das von hohen dunklen Mauern vor neugierigen Blicken abgeschirmt wurde. Durch eine unauffällige, ähnlichfarbige Tür brachte Sane sie hinein. Brianna sah einen unerwartet weitläufigen Garten mit einem dreistöckigen Gebäude in der Mitte. Es war im Großen und Ganzen ein wenig wie die Villa Kae auf Eshan, jenen Schauplatz von Briannas frühester Kindheit, an den sie keinerlei Erinnerungen von damals mehr hatte.

Sane ermahnte sie, leise zu sein und die Echani nahm das ernst, nickte nur und folgte ihm auf leisen Sohlen. So leise es in den Stiefeln mit den verborgenen Absätzen eben ging, das waren ja leider nicht die gewohnten Schuhe mit den weichen Sohlen. Aber es war ja nicht gerade der Sith-Tempel, wo sie sich hier einschlichen… durch einen Personaleingang betraten sie das Haus, erst durch schmale Korridore und nach den Treppen nach oben einem langen breiten Flur folgend. Portraits über Portraits, wie frau es sich bei einer alten Adelsfamilie so vorstellte. Die Echani fragte sich unwillkürlich, ob die Villa Kae von innen wohl auch so aussah.

Schließlich erreichten sie Sanes Zimmer, und das ohne dass jemand auf sie aufmerksam geworden wäre. Es war wesentlich größer als der Raum im ‚The Void‘ und hatte die Ausmaße von dem, was Brianna sich als Wohnung einer Kleinfamilie vorstellte. Die Einrichtung war in ihren Augen altmodisch, aristokratisch eben. Vermutlich würde die Familie von Kath sagen ‚standesgemäß‘.


„Das ist ziemlich weit weg von den Standards von Militärkasernen, schätze ich.“

Bezugnehmend auf das Angebot Sanes, Essen und Trinken zu organisieren, fügte sie hinzu:

„Gerne. Ich habe immer noch Durst von den Algencrackern. Seit ich auf Bastion bin gab es nur irgendwelche Snacks. Eine richtige Mahlzeit wäre was feines.“

Während ihr Gastgeber unterwegs war, machten die beiden Jedi es sich gemütlich. Den Kloakengeruch hatten sie ja bereits auf Niphiras Schiff weggeduscht. Viel auszupacken hatten sie auch nicht, also arbeitete Brianna weiter an den Verletzungen, die sie beide sich im Kampf in den Katakomben bzw. gegen Sedros zugezogen hatten. Schließlich kehrte Sane mit der Verpflegung zurück und sie setzten sich an einen großen Tisch zum Essen.

„So… ich nehme an das heißt ‚anderes Versteck, ursprünglicher Plan‘, richtig? Du ziehst ein paar Fäden bei deinen Kontakten und wir halten die Füße still und versuchen, nicht bemerkt zu werden?“

Fragte sie den Menschen.

Bastion – Anwesen der von Kath – zweier Stock, Sanes Zimmer – Sane, Bailee und Brianna
 
[ Bastion – Center – Sith-Tempel – Pyramide der Extinktoren – Kammer des Großzirkelmeisters ]
Agatosh, Sera, Darth Zion

Der Hüne verfolgte den Angriff seiner Mitschülerin regungslos, mehr oder weniger unbeteiligt am Rand der Kammer stehend. Hätte er seinen Empfindungen je durch Mimik Raum gegeben, hätte sich nun durchaus ein kurzes, unwillkürliches Aufflackern von Überraschung gezeigt – doch die Halbmaske war seine zweite Verteidigung, direkt hinter der stoischen Disziplin und Verschleierung eines jeden Chiss. Sera griff schnell und heimtückisch an, zielte auf Darth Zion, wie es wohl kaum ein Feind zuvor je getan hat. Zunächst durch die Macht, dann mit überfallartigen Angriffen. Die Göre hatte viel gelernt in der Zeit ihrer Ausbildung, auch Agatosh konnte das längst nicht mehr leugnen.

Er konzentrierte sich und fand ihre wilde, leidenschaftliche Aura, die unlängst den Raum mit feuriger Hingabe schwängerte. In ihrem Chaos übersah sie einiges - Lücken, Schwachstellen und Gelegenheiten, bewusst geboten von Zion, der wahrscheinlich nicht einmal mit zehn Prozent seiner wahrhaftigen Macht kämpfte. Sie war unvorhersehbar und opportunistisch - hatte den Krieg und den Kampf im Kopf. Doch Agatosh war kalt und analytisch, hatte den Kopf für den Krieg und Kampf. Wenn sie ihre geistigen Kapazitäten bündelten, hatten sie den Hauch einer Chance, selbst gegen einen übermächtigen Gegner wie den Hammer von Bastion vielleicht einen Stich zu setzen. Und genau hierin lag wohl die Lektion, die Darth Zion seinen beiden verstrittenen Schützlingen zu vermitteln versuchte.

In kleinen, kaum wahrnehmbaren Impulsen deutete er ihr die offenen Winkel. Ein Zug hier, ein Druck dort – nicht als Befehl, eher als kaltes Korrigieren. Er stieß sie an, die Lücken zu nutzen.
Er beobachtete ihre Bewegungen durch die Macht, nicht nur durch seine Augen: unregelmäßige Wellen, rohe Gewalt, die auf den
Hammer von Bastion trafen und ihn dennoch nicht überrumpelten.

Zion aber ließ sie gewähren. Der Kampf hatte nach weiteren feurigen Austauschen einen Höhepunkt erreicht, einen Punkt, an dem
Seras Chaos wohl beinahe glaubte, Oberhand zu gewinnen… als sich die Luft schlagartig veränderte. Ein Druck entstand, plötzlich und so absolut, dass er jede Bewegung erstickte.

Die Machtwelle brach los und setzte dem Treiben ein jähes Ende...


[ Bastion – Center – Sith-Tempel – Pyramide der Extinktoren – Kammer des Großzirkelmeisters ]
Agatosh, Sera, Darth Zion
 
[Bastion | Tempel der Sith | Domäne der Lernenden | Seris Veynar und NPC
Der Druck war wieder da. Schwerer als jemals zuvor.

Seris kniete neben dem umgekippten Stuhl auf dem kalten Steinboden, beide Hände gegen den Schädel gepresst, als könnte sie verhindern, dass er einfach aufplatzte. Das Datapad lag flackernd ein paar Schritte entfernt. Die Buchstaben darauf verschwammen vor ihren Augen zu schwarzen Linien.

„Lies.“

Seris keuchte auf. Ihr Atem ging stoßweise. Jeder Herzschlag schickte eine neue Welle Schmerz durch ihren Kopf. Es fühlte sich an, als würde etwas in ihrem Schädel wühlen. Als würden Finger zwischen ihre Gedanken greifen und alles auseinanderziehen. Die junge Frau kam nicht mehr hoch. Schon seit zwei Stunden war sie in der kleinen Kammer. Auch wenn sie es nicht wollte, verstand sie langsam, was die Buchstaben für Worte ergaben. Doch sie konnte nicht mehr.

Der Druck zog stärker an.

Seris sackte auf eine Seite, ein scharfer Laut entwich ihr. Ihre Fingernägel kratzten über den Steinboden. Schwarze Flecken tanzten vor ihren Augen.

„Du sollst lernen.“

„FICK DICH!“, keuchte sie zurück. Sie hatte wirklich versucht, sich zu benehmen. Doch die Maske fiel ihr vom Gesicht und entpuppte ihre wahre Natur. Ein Gossenkind, das kein Wissen darüber hatte, was angebracht war zu sagen.

Der Schmerz explodierte schlagartig, kaum hatten die respektlosen Worte ihren Mund verlassen.

Für einen Moment glaubte die Rothaarige wirklich, daran zu sterben. Ihr Sichtfeld zog sich zusammen. Ihr Brustkorb verkrampfte sich. Sie hörte ihr eigenes Blut in den Ohren rauschen. Etwas in ihr wollte einfach aufgeben. Hinfallen. Nichts mehr denken. Nichts mehr fühlen.

Doch dann kam plötzlich etwas anderes hoch. Wut. Heiße, dreckige Wut.

Seris sah ihre Mutter, die sie ansah, als wäre sie Abschaum. Die Gassen von Bonetown. Den Hunger. Das ewige Gefühl, zu dumm, zu wertlos, zu wenig zu sein. Seris’ Finger krallten sich in den Boden.

„RAUS AUS MEINEM KOPF!“, brüllte die junge Frau voller Wut und Hass.

Plötzlich fühlte es sich anders an. Das Drücken in ihrem Kopf wurde schwächer. Seris hatte das Gefühl, dass ihr schlagartig alle Luft aus den Lungen gepresst wurde — und mit der Luft auch der Druck. Tränen liefen der jungen Frau über die Wangen. Irgendetwas fühlte sich komisch an. Es war wie ein Strom, der sie zu sich hinzog, und das Auge des Sturms war ihr Herz, das vor Wut förmlich zu glühen schien.

Die Leuchten im Raum flackerten kurz. Das Datapad vibrierte auf dem Boden.

Der Druck schob erneut gegen ihren Geist und diesmal stieß etwas zurück. Es war keine Mauer — es war einfach nur roher Trotz. Seris schrie auf. Nicht vor Schmerz diesmal. Vor Wut. Etwas knallte laut im Raum. Das Datapad sprang vom Boden gegen die Wand und zerbarst in mehrere Teile.

Doch so schnell dieses Gefühl gekommen war, war es auch wieder verschwunden, und Seris verlor plötzlich alle Kraft und fiel auf alle Viere. Ihr ganzer Körper zitterte unkontrolliert. Blut tropfte aus ihrer Nase auf den dunklen Steinboden.

Sie hob langsam den Blick. Dann bewegte sich die Gestalt. Die dunkle Robe rauschte durch den Raum, schneller als Seris erwartet hatte. Noch bevor sie richtig Luft holen konnte, packte sie eine unsichtbare Kraft am Hals und riss sie brutal vom Boden hoch.

Seris würgte sofort auf. Ihre Füße strampelten einige Zentimeter über dem Boden, während sie instinktiv nach ihrem Hals griff. Der Druck war wieder da — aber anders diesmal. Wilder. Persönlicher.

„Du glaubst…“, begann die Stimme kalt.

Der Griff zog fester zu. Seris’ Sicht flackerte sofort.

…du kannst dich widersetzen?“

Mit einer heftigen Bewegung wurde sie quer durch den Raum geschleudert. Ihr Rücken krachte gegen das Regal hinter ihr. Mehrere Bücher fielen polternd zu Boden. Seris schrie auf und sackte zusammen, doch kaum berührten ihre Knie den Boden, zog die Macht sie erneut hoch. Diesmal knallte ihr Kopf hart gegen die Tischkante.

„LASS MICH IN RUHE!“, brüllte sie heiser zurück.

Falsche Antwort.

Der Druck explodierte sofort wieder in ihrem Schädel. Härter als zuvor. Seris schrie auf und krallte sich an die Tischplatte, während sich das Gefühl durch ihren Kopf fraß wie glühender Draht.

„Das“, zischte die Stimme jetzt deutlich näher, deutlich wütender, „ist nicht dein Kopf.“

Der Druck zog enger. Seris japste nach Luft. Schwarze Flecken tanzten vor ihren Augen. Sie spürte, wie Panik wieder hochkroch — dieses hässliche, erstickende Gefühl aus den Gassen von Bonetown, wenn jemand stärker war und man wusste, dass gleich etwas brach.

Die Lampen flackerten hektisch. Der Sith machte einen Schritt auf sie zu und sah sie verachtend an. Ihre roten Haare klebten verschwitzt in ihrem Gesicht, Blut lief ihr übers Kinn, aber sie hob trotzdem langsam den Blick und grinste. Sie liebte es, dass sie dieser kühlen Maske endlich etwas Regung entziehen konnte.

Das schien den Sith nur noch mehr zu erzürnen.
Bastion | Tempel der Sith | Domäne der Lernenden | Seris Veynar und NPC
 
Bastion / das Anwesen der Kaths/ Sanes Zimmer / Sane, Brianna, Bailee

Erst jetzt machte es bei ihm Klick. Sane hatte der Anmerkung von Brianna zum Arthious-Boulevard nicht viel Bedeutung zugemessen. Jetzt, als er etwas zur Ruhe kam, war das Missverständnis offensichtlich.

"Mit meiner Bemerkung vorhin habe ich wohl etwas für Verwirrung gesorgt. Wir haben noch ein Büro am Arthious-Boulevard. Vater versucht dort aktuell die Geschäfte am Laufen zu halten. Ihr könnt euch vorstellen, dass das ganze Chaos die Kunden verschreckt."

Auf Briannas Kommentar zu seinem Zimmer zuckte er nur die Schultern.

"Man gewöhnt sich an alles. In meiner Anfangszeit bei der Armee wurde ich von den Kameraden immer für meinen festen Schlaf beneidet. Ich konnte überall sofort ohne Probleme einschlafen."

Sane erinnerte sich, wie er sich während einem Streit unter den Brückenverbrennern einfach unter einen Baum gesetzt hatte und sofort eingeschlafen war. Tatsächlich eine praktische Gabe, wenn man sich im Feld befand. Als Soldat wusste man nie, wann man wieder Schlaf bekommen würde.
Dann organisierte er wie versprochen essen und trinken aus der Küche. In diesem Moment war er dankbar, dass Vater es den Droiden ausgetrieben hatte, direkte Anordnungen eines Kaths nicht zu widersprechen oder Rückfragen zu stellen. Personal aus Fleisch und Blut hätte sich womöglich darüber gewundert, warum Sane plötzlich drei Portionen außerhalb der regulären Dienstzeiten benötigte. Auf einem Tablett brachte er schließlich den beiden Frauen dünn geschnittenes, langsam geschmortes Nuna-Geflügel in dunkler Kräuterjus. Dazu gedämpfte Wurzelknollen aus den hauseigenen Hydrokulturen. Zum Trinken hatte er jeweils eine Karaffe mit verdünntem Fruchtsaft und einen schwachen Gewürztee.


"Greift ruhig zu, wir haben reichlich."

Sane selbst hatte nicht viel Hunger und hatte sich lediglich etwas warmes Brot geschnappt. Auf die Frage von Brianna nickte er müde.

"Ich werde alles sofort in die Wege leiten. Es ist höchste Zeit, dass ihr von diesem Planeten runter kommt. Das vorhin war für meinen Geschmack schon viel zu knapp."

Er lehnte sich in seinem Sessel zurück und schloss für einen Moment die Augen.

"Kennst du das Gefühl, wenn alles um dich herum von einer Flut aus Chaos erfasst wird und du dabei nur tatenlos zusehen kannst? Man strampelt, um selbst nicht unterzugehen. Vielleicht kann man ein oder zwei Kleinigkeiten retten. Aber die große Flut aufhalten, das ist unmöglich."

Plötzlich fühlte er sich alt. Die Erinnerung an die Brückenverbrenner, das war ewig her. Seine Ausbildung hatte er vor mehr als zehn Jahren abgeschlossen, die ersten Kampfeinsätze folgten kurz danach. Es war wahrscheinlich, dass er einer der wenigen Brückenverbrenner war, die den Krieg überlebt hatten. Der Rest war tot. Gestorben für die Sache. Für eine freie Galaxie ohne Unterdrückung und Terror durch das Imperium. Ohne ihr Opfer würde die Neue Republik heute wahrscheinlich nicht mehr existieren. Sane hatte nie wirklich daran geglaubt, dass der Frieden in der Galaxie von langer Dauer sein würde. Dass der Friedensvertrag nun in Trümmern lag, hatte ihn dann doch stärker getroffen, als er gedacht hatte.

Bastion / das Anwesen der Kaths/ Sanes Zimmer / Sane, Brianna, Bailee
 
Bastion – Anwesen der von Kath – zweier Stock, Sanes Zimmer – Sane, Bailee und Brianna

Falscher Alarm – nicht ihre Unterkunft befand sich am Arthious-Boulevard, sondern nur das Büro von Sanes Vater. Brianna entspannte sich augenblicklich nach der Aufklärung des Missverständnisses. Sie wäre nur sehr ungern mitten in's Machtzentrum des Sith-Imperium zurückgekehrt, konnte aber verstehen, dass Sanes Vater als Geschäftsmann dort sehr viel Zeit verbrachte. Der Ex-Soldat hatte erwähnt, dass die von Kath starke Loyalistinnen waren, sicherlich würde so jemand die Nähe zur Macht suchen. Das Chaos hatten Bailee und Brianna ja fast hautnah mitbekommen. Es war nicht so trivial gewesen, einen Transport nach Bastion hineinzubekommen. Es war ja nahezu alles blockiert gewesen nach Allegious' wohlverdientem Ableben. Brianna musste keine Geschäftsfrau sein um zu wissen, was das für Unternehmerinnen bedeutete.

Das eigentliche Kath-Anwesen war viel weiter draußen in einer Gegend, die auch den Platz hatte für opulente Villen mit großen Grundstücken. Sanes Zimmer und eigentlich die ganze Anlage war viel nobler als alles, was Brianna kannte. Frau konnte meinen, es wäre eine Art von Kulturschock für einen vom Militär und Sane bekannte in der Tat, dass er immer und überall schlafen konnte.


„Das ist in der Tat beneidenswert,“

Pflichtete die Echani ihm bei. Sie konnte überall schlafen, aber nicht immer. Wenn sie sich nicht ordentlich verausgabt hatte, eigentlich gar nicht, dann schlief sie in der Tat aber an den unmöglichsten Orten ein.

„Ich kann nur schlafen, wenn ich richtig müde bin.“

Brianna kannte das Jedi-Konzept von Meditation als Schlafersatz, sie hatte aber nicht den Eindruck, dass es bei ihr funktionierte. Mit etwas Glück schlief sie beim Meditieren ein, anderenfalls war das für sie eine ziemliche Zeitverschwendung. Im Moment aber wäre das bestimmt nicht so, denn ein herzhaftes Gähnen überfraute sie plötzlich. Zu viel vom Schlafen geredet, ganz klar.

„Tut mir leid, wir haben die ganze Nacht durchgemacht um unsere Freundinnen aus dem Sith-Tempel zu retten. Erst bei Niphira, dann im The Void. Ich hoffe wirklich, wir haben das letzte Mal von diesen ISB-Typen gehört,“

Sorgte sie sich. Viele Fluchten machte sie nicht mehr mit heute. Dennoch legte sie sich nicht hin zum Dösen. Ein Nickerchen kurz vor dem MIttagessen (für sie Abendbrot) wäre genau das falsche. Lieber den Rest des Tages richtig schlafen, und die Verletzungen auszukurieren war ja auch wichtig, obwohl sie hoffte, ohne weitere Begegnungen mit Sith oder Imperium auszukommen.

Als Sane zurückkam, hatte er eine Köstlichkeit aus Nunageflügel und Wurzelgemüse dabei, dass Brianna sofort das Wasser im Mund zusammenlief. So gut hatte sie nicht mehr gegessen seit… nun ja, seit der Zeit, als die Dinge zwischen Janus und ihr noch in Ordnung gewesen waren.


„Das duftet ja herrlich. Ich sehe schon, in kulinarische Hinsicht ist Bastion eben immer eine Reise wert,“

Spielte die 28jährige auf ebendiese Zeit an, als sie begann, sich zu bedienen. Sie nahm sich nur eine normal große Portion, weil sie ohnehin genau wusste, dass sie mehr als einen Teller essen würde – obwohl sie eigentlich seit ihrer Ankunft auf Bastion nur am Futtern war. Offensichtlich hatte sie immer noch Nachholbedarf von ganzen Aufregung in den letzten zwei Wochen.

Sane aß nicht viel. Die Erinnerung daran, sich baldmöglichst um ihre Flucht zu kümmern, war offensichtlich unnötig, das war dem Adeligen wohl bewusst und die Begegnung mit dem ISB hatte da wohl sein Übriges getan.


„In der Tat – wobei ich mit etwas Abstand denke, dass der ISB nicht wegen mir im The Void waren. Ich denke, hätten sie dort eine der Mörderinnen des Imperators vermutet, hätten sie bestimmt noch ganz andere Geschütze aufgefahren. Aber früher oder später wird es wegen der Begegnung mit Kiras Schüler herauskommen, dass ich mich auf Bastion aufhalte und dann sind wir hoffentlich schon weit weg und niemand hat je mitbekommen, dass wir uns überhaupt getroffen haben,“

Befürchtete sie und dachte an ihre Tarnung. Wie viel von ihrem Mirialan-Makeup hatte Sedros überhaupt gesehen? Es war eine dunkle Gasse im Morgengrauen gewesen, sie hatte ihre Kapuze in's Gesicht gezogen und den Namen Vin Venture kannte er nicht. Eowyn hatte sie zwar vor Niphira gewarnt – der gegenüber sie weit offener gewesen war – aber Brianna machte sich da weniger Sorgen. Diese sehr untypische Sith würde sie ihrer Einschätzung nach nur verraten, wenn sie selbst in die Enge getrieben wäre. Sie aß ein wenig weiter und dachte nach.

„Es wird das beste sein, bei der Tarnung als ‚Vin‘ zu bleiben, das ist was meine professionell gefälschte ID sagt und mir fällt auch gar nichts anderes ein im Moment,“

Schob Brianna nach und dabei entfuhr ihr wieder ein Gähnen. Vielleicht würde ihr nach einem ordentlichen langen Schlaf etwas einfallen. Soweit sie wusste, gab die ID nicht her, dass Vin eine Sith war. Irgendsowas… das Nuna und die Knollen waren wirklich köstlich, und dazu einen großen Schluck vom verdünnten Saft…

Sane riss sie aus ihrem Schwelgen in den leiblichen Genüssen. Er schien ein wenig schwermütig zu werden. Die Art und Weise, wie die Dinge um ihn herum in's Rutschen gerieten, schien ihm zuzusetzen. Er wirkte nun nicht mehr sehr optimistisch, was seine weitere Arbeit hier auf Bastion anging, aber zu fliehen hatte er ja abgelehnt, also würde die Jedi auch keinen weiteren Vorstoß in diese Richtung mehr übernehmen.


„Ehrlich gesagt… habe ich einen guten Teil zu dem ganzen Chaos beigetragen und ich werde sicher noch längere Zeit mittendrin stecken. Aber ich verstehe was du meinst. Während meiner Zeit als Heilerin in der C-Virus-Krise war es so. Während frau eine Patientin behandelte, starben zehn andere. Nur nicht an das große Ganze denken, wie viele mehr es da draußen noch gibt, sonst wirst du verrückt, war die Devise. Wir alle arbeiteten bis zum Umfallen, aber erreicht haben wir fast nichts. Ich hab die Strategie entwickelt, die Kranken in Stasis zu versetzen, um sie am Sterben zu hindern, aber das endete nur damit, dass wir ihre Körper in Schwerlastregalen stapelten. In den Holomedien und überall sonst war zu hören, dass die Jedi und die ganze Republik machtlos wären, unfähig, der Krise Herrin zu werden und ich kann ihnen dabei nicht mal einen Vorwurf machen. Im Grunde hatten sie ja recht,“

Bekannte die Echani trübsinnig, als sie an diese harte Zeit zurückdachte. Dann der Kontrast zum Luxusleben auf dem imperialen Alderaan, später auf Bastion. Es hatte sie wütend gemacht, gerade weil sie wusste, wer für die Krise verantwortlich gewesen war. Allegious hatte nichts anderes verdient gehabt als den Tod. Sie dachte an ihre Patientinnen und daran, dass nicht einmal wusste, was aus ihnen geworden war. Hatte sie sie gerettet, weil sie ihnen die Zeit bis zum Verschwinden des Viruses verschafft hatte? Oder waren sie gar trotz der Stasis irgendwann verstorben? Teils-teils, das war wohl das Beste, worauf sie hoffen konnte.

Bastion – Anwesen der von Kath – zweier Stock, Sanes Zimmer – Sane, Bailee und Brianna
 
[Bastion | Tempel der Sith | Domäne der Lernenden | Seris Veynar und NPC
Das Grinsen hielt nicht lange. Die unsichtbare Ohrfeige traf Seris mit solcher Wucht, dass ihr Kopf brutal zur Seite riss. Ein scharfer Knall hallte durch den Raum, gefolgt vom metallischen Geschmack von Blut. Der Schlag schleuderte sie halb über den Tisch. Das Datapad krachte scheppernd zu Boden, während Seris selbst hart auf dem Stein aufschlug. Für einen Moment hörte sie nur ein hohes Pfeifen.

Du verwechselst Trotz mit Stärke“, zischte die Stimme.

Noch bevor sie sich aufrichten konnte, packte die Macht sie erneut. Unsichtbare Finger gruben sich in ihre Haare und rissen ihren Kopf hoch. Seris keuchte scharf auf, versuchte instinktiv sich loszureißen, doch der Griff hielt sie gnadenlos fest.

„In den Straßen deiner Gosse mag das gereicht haben.“

Die Worte kamen langsam. Verächtlich. „Hier nicht.“

Seris spuckte Blut auf den Boden. Ihre Sicht verschwamm kurz, doch sie zwang die Augen offen. Ihr Herz raste inzwischen so schnell, dass sie es bis in die Fingerspitzen spürte.

Für einen kurzen Moment geschah nichts. Seris lag auf dem kalten Steinboden, schmeckte Blut und Staub, während ihr eigenes Herz wie wild gegen ihre Rippen hämmerte. Das Klingeln in ihren Ohren wollte nicht verschwinden. Dann packte die Macht sie erneut. Ihr Körper wurde regelrecht über den Boden gezogen, bis sie hart gegen den Tisch stieß. Das Datapad vibrierte leicht vor ihr auf der Platte. Seris hob den Kopf nur widerwillig. Eine dunkle Haarsträhne klebte an ihrem verschwitzten Gesicht.

„Du hältst Schmerz aus“, sagte die Stimme kalt. Der Druck zog kurz an ihrer Schläfe. „Das beeindruckt niemanden.“

Seris’ Finger zuckten leicht, sie wartete nur auf einen weiteren Schlag doch es folgte keiner. Einen unangenehmen langen Augenblick herrschte Stille im Raum, die nur von der schweren Atmung der jungen Frau erfüllt war.

Seris sah auf das Datapad welches durch den Raum rutschte und neben ihr landete. Wiederwillig griff sie danach und erhob sich schwerfällig. Blut tropfte von ihrem Kinn auf das Datapad. Ihre Sicht war verschwommen, aber die Buchstaben standen noch da.

„Der… Kodex… der Lernenden f
ordert absolute Hingabe.…Der Schüler gibt auf, was er war…“

Schweiß lief ihr über den Nacken. Ihre Finger umklammerten die Tischkante inzwischen so fest, dass ihre Knöchel schmerzten.

„Weiter.“

Seris atmete zittrig ein. „…Er unterwirft sich dem… Willen des Ordens.“

Das Wort unterwirft blieb ihr beinahe im Hals stecken.

Der Druck zog sofort enger.

„Nochmal.“

Seris schloss kurz die Augen und schwieg. Es kostete sie alle Selbstbeherschung. Der Druck schoss sofort durch ihren Schädel wie glühender Draht. Sie keuchte auf und riss die Augen wieder auf, noch bevor die Stimme etwas sagen musste.


„…Er unterwirft sich dem Willen des Ordens“, wiederholte sie heiser. „Der Schüler… hat keinen… Ausweg……außer vorwärts.“

Stille.
Seris hatte es zum ersten Mal geschafft, die erste Seite des Buches zu lesen. Sie spürte, wie sich Entschlossenheit in ihr ausbreitete. Entschlossenheit – und der kalte Drang nach Rache. Sie wollte es diesem Mistkerl zeigen. Doch Seris hatte endlich begriffen, dass sie gegen den Sith im Moment nichts ausrichten konnte. Noch nicht. Aber sie schwor sich, dass sie sich rächen würde. Und eines Tages sollte er den Moment bereuen, in dem sich ihre Wege gekreuzt hatten.
[Bastion | Tempel der Sith | Domäne der Lernenden | Seris Veynar und NPC
 
Bastion / das Anwesen der Kaths/ Sanes Zimmer / Sane, Brianna, Bailee
Nach dem Essen ließ Sane die beiden Jedi allein, damit sie sich ausruhen konnten. Brianna hatte mehrmals angedeutet, dass sie einiges durchgemacht hatten. Sane hatte mittlerweile genug Informationen, um sich die Geschichte auszumalen: Die Jedi haben sich nach Bastion geschmuggelt, in den Sith-Tempel geschlichen, dort Q und Kestrel befreit und dann ihnen zur Flucht verholfen. Zwangsweise sind sie dabei Sith begegnet und Sane konnte aus eigener Erfahrung sagen, dass diese Aneinanderkettung von Umständen kräftezehrend war. Er hoffte, dass er ihnen nun zumindest ein paar Stunden Ruhe und das Gefühl von Sicherheit verschaffen konnte. Für ihn ging die Arbeit jedoch weiter.

Er zitierte einen der Hausdroiden zu sich und schickte ihn zum Einkaufen in die Stadt. Der Droide sollte die neue Kleidung für die beiden Frauen besorgen, mit der sie sich als Wartungspersonal am Raumhafen ausgeben konnten. Den Droiden würde er im Anschluss gleich zur Wartung schicken, um seinen Speicher löschen zu lassen. Sane hatte nicht vor, irgendwelche Spuren zu hinterlassen, die ihn eines Tages mit den Jedi in Verbindung bringen würden.

Für die Zugangskarte musste er etwas kreativer werden. Auf die schnelle eine ausstellen lassen, die zu den beiden gefälschten IDs der Jedi passte, würde zu viel Zeit benötigen und könnte zudem zurückverfolgt werden. Aus diesem Grund holte er aus seinem persönlichen Safe seine eigene Zugangskarte, ging damit in das Arbeitszimmer seines Vaters und nutzte dessen privates Terminal, um die Karte neu zu codieren und ihre Rechte auf eine Blankokarte zu kopieren. Sobald die Jedi Bastion verlassen hatten, konnte er behaupten, dass er seine Karte verloren hatte und sie sperren lassen.

Zum Schluss benötigte er noch einen passenden Frachter. Sane ging die Flugpläne des Docks durch, sichtete die angemeldeten Ladungen und deren Ziel. Ins Auge sprang ihm schließlich ein Frachter, der für Ciutric IV bestimmt war. Eine neutrale Welt, von der aus die Gebiete der Neuen Republik nicht mehr weit weg waren. Geladen hatte der Transporter eine eigene Nerf-Züchtung des Hauses Kath. Sane hatte sie einmal besichtigen dürfen: Sie hatten schwarzgraues Fell, etwas breitere Schultern als ihre Artgenossen und waren ursprünglich für kaltes Klima gezüchtet worden. Die Tiere erwiesen sich als so robust, dass jedoch auch andere Welten sie kauften. Bastioner Nerfs lieferten neben Fleisch und Milch auch hochwertiges Leder und Wolle, was besonders in gehobeneren Kreisen beliebt war. Für Sane erfüllte der Viehtransport zudem noch einen weiteren Zweck: Sollte der Frachter gescannt werden, würden die beiden Jedi zwischen den zahlreichen Lebewesen auf den Scannern nicht auffallen.

Damit war alles vorbereitet. Mit den fein säuberlich zusammengelegten Klamotten und den beiden Zugangskarten begab sich Sane wieder zurück zu seinem Zimmer, klopfte und trat ein.


"Ich hoffe, ihr konntet euch etwas ausruhen. Hier, zieht das an."

Geduldig wartete er, bis die Frauen sich im Bad umgezogen hatten, dann übergab er ihnen die Zugangskarten.

"Damit könnt ihr den Teil des Raumhafens betreten, der meiner Familie gehört. Das Terminal ist zu großen Teilen automatisiert, auch das Sicherheitspersonal besteht fast nur aus Droiden. Sie sollten keine Probleme machen und keine Fragen stellen, wenn sie diese Zugangskarten sehen."

Er warf den Blick auf sein Chrono am Arm.

"In ziemlich genau drei Stunden fliegt von Landebucht 114C ein Viehtransporter nach Ciutric IV. Das ist ein unabhängiger Planet. Von dort aus könnt ihr über Salin nach Vinsoth weiterreisen, um wieder auf republikanischen Boden zu kommen."

Kurz dachte er nochmal über ihr letztes Gespräch nach.

"Vielleicht sind es am Ende diese Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Wer weiß das schon? Du hast auf Coruscant sicher trotz der Umstände vielen das Leben gerettet. Du hast Kestrel und Q gerettet. Und du wirst Samin finden und ihr helfen können, das weiß ich."

Dann öffnete Sane die Tür. Er hatte nicht vor, die beiden Jedi bis nach draußen zu begleiten. Sie waren ab jetzt wieder auf sich allein gestellt.

"Nehmt am besten wieder den Hinterausgang und dann die Speederbikes. Möge die Macht mit euch sein."


Bastion / das Anwesen der Kaths/ Sanes Zimmer / Sane, Brianna, Bailee
 
[Bastion | Tempel der Sith | Domäne der Lernenden | Biblitohek] Saphenus; Cerus Vhal´Kor
Langeweile brandete in Saphenus auf, gepaart mit der Frage, was er hier tat. Sein zweifelnder einäugiger Blick glitt an den Bücherregalen entlang, in denen Werke aufgetürmt waren, die zwar Wissen versprachen, aber nicht die bohrenden Fragen derer beantworten konnten, die hier danach suchten. Hier war die Domäne der Lernenden, Schätze, die wirkliche Macht versprachen, waren hier schon ob der Definition nicht vorhanden. Und dennoch erfüllte die Bibliothek einen wichtigen Zweck: sie fütterte die Neugierde all der Aspiranten, die nach Größerem strebten und die nicht wussten, dass man Neugierde niemals satt bekam, sondern dass der Hunger immer nur größer werden würde, bis er einen verschlang. So wie es die dunkle Seite der Macht tat.

Plötzlich blieb Saphenus' unsteter Blick an einem Zabrak hängen. Sein Auge verengte sich kaum merklich, als er ihn zu mustern begann. In Flashbacks sah er plötzlich sich selbst in eben dieser Bibliothek stehen, mit Edgar Tlalloy und anderen lange verstorbenen und fast vergessenen Gestalten um sich herum. Saphenus sah sich selbst, beziehungsweise eine Version von sich, die vitaler und gesünder aussah, noch verschont von den Auszehrungen, die die Hingabe an die Dunkle Seite mit sich brachten. Saphenus spürte die rohe Energie, die von dem Zabrak ausging. Saphenus streckte seinen knochigen Finger aus und zeigte auf den Zabrak. "Du.", sagte er mit krächziger Stimme, deren Befehlston weder zu überhören noch zu ignorieren war. "Du.", flüsterte er. "Mitkommen!" Die Kraft, die Saphenus trotz seiner mageren Gestalt ausstrahlte, war nicht zu übersehen. Mit wehendem Umhang drehte sich Saphenus um und ging mit großen Schritten auf den Ausgang zu. Dort stand ein anderer Jünger, ein Mensch. Ohne ihn eines Blickes zu würdigen, bedeutete er auch diesem mit einem Fingerzeig, ihm zu folgen. Ohne sich umzusehen, ob sie seinem Befehl nachkamen, denn das taten sie in Ermangelung einer Wahl, eilte Saphenus durch die Korridore des Tempels. Er wusste genau, wo er hin wollte.


[Bastion | Tempel der Sith | Domäne der Lernenden | Korridore] Saphenus; Cerus Vhal´Kor, namenloser NPC-Mensch
 
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Seras Angriffe waren kraftvoller, als Zion es von ihr gewohnt war. Sie schlugen mit der Wucht eines Kriegers ein, getragen von roher Entschlossenheit. Doch es gab deutliche Unterschiede zu ihrem üblichen Kampfstil. Die Hiebe waren weniger präzise, minimal langsamer, und ihre Aura war massiv angeschwollen, mit starken, unruhigen Schwankungen, die wie ein Sturm in der Macht flackerten.
Genau dieses Ergebnis hatte Zion erwartet. Die Technik, die Sera gerade nutzte, war darauf ausgelegt, das Denken zu übersteuern und alles, was man besaß, in den Kampf zu werfen. Ihre ungezügelte Macht war stärker, als sie es sich je hätte erträumen können, doch sie bezahlte dafür mit Kontrolle.
Auch Agatosh nutzte seine gefestigten Techniken und sein Wissen, um einen Treffer zu erzwingen, vielleicht sogar den Sieg gegen seinen Meister zu erringen. Zusammen waren beide Schüler eine Naturgewalt: beeindruckend stark, aber noch nicht vollständig beherrscht. Zion ließ ihre Angriffe auf sich einprallen, parierte, wich aus, lenkte um und genoss dabei die Handschrift, die jeder von ihnen in den Kampf trug. Es war nicht bloß Wut und Druck. Es war Persönlichkeit.


Er ließ es einige Minuten so laufen, bis er den Punkt erreicht hatte, an dem er sicher war, dass sie verstanden hatten, was er ihnen zeigen wollte. Dann entlud er eine Machtwelle, sie war stärker als nötig, gerade so, dass sie den Übungskampf mit einem einzigen Impuls beendete. Die Luft flackerte, Staub und lose Trümmer zuckten, und plötzlich war Stille.
Zion trat einen halben Schritt vor, musterte seine abgekämpften Schüler und sprach mit ruhiger, tiefer, klarer Stimme, die nur durch die Atemapparatur verzerrt wurde.


„Das war ein weiterer Schritt zu eurer wahren Bestimmung.“

Sein Blick blieb auf Sera liegen.

„Du musst weiter üben, um die Technik der Rage zu perfektionieren, damit du die Kontrolle behältst und trotzdem deine volle Kraft nutzen kannst.“

Dann wanderten seine orangenen Augen zu Agatosh.

„Deine Verbindung zur Macht war deutlich fester und vertiefter. Das gibt dir mehr Raum, dich auf den Kampf zu konzentrieren, während der Fluss der Macht ein Teil von dir bleibt.“

Zion richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf beide.

„Ihr brecht auf eine Mission nach Ilum auf. Dort vertieft ihr diese Fähigkeiten weiter. Überprüft, ob die Höhlen weiterhin zerstört sind und keine Zugänge bestehen. Falls doch, versiegelt und zerstört sie.“

Er machte eine kurze Pause, damit die Anweisung sich einbrannte.

„Und bringt mir einen besonderen Kristall, weiß, silberfarben.“

Ein leises Zischen seines Atemgeräts füllte den Moment, bevor er fortfuhr.

„Ein Schiff steht im Hangar bereit. Die Koordinaten sind gespeichert. Eine Pilotin wartet bereits. Besorgt, was ihr benötigt und dann brecht auf.“


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Bastion – Anwesen der von Kath – zweiter Stock, Sanes Zimmer – Sane, Bailee und Brianna

Nach dem Essen legten die beiden Jedi noch eine Einheit Echani-Yoga ein. Es gab verschiedene Arten von Yoga, frau konnte es eher sportlich halten oder eher meditativ. Heute war letzteres angesagt. Brianna fühlte sich hundemüde, aber ohne Sport ging sie nie in's Bett und vermutlich könnte sie ohne auch gar nicht schlafen. Kampfkunsttraining oder alles, was verdächtige Geräusche von sich gab war tabu, offiziell waren sie schließlich gar nicht hier und sie wollten ihrem Gastgeber Sane auf keinen Fall in Schwierigkeiten bringen. Es musste schwer sein als einziger Republikaner in einer absolut loyalen imperialen Familie. Ein bisschen kannte die Echani dieses Gefühl, nur waren Onkel Ylsaens Familie keine Leute, die den imperialen Machtzirkeln in besonderer Weise nahestanden. Sie waren nur einfach zufrieden mit dem Status Quo auf einer imperialen Welt, wie die meisten anderen Echani scheinbar auch. Zweitens hatte sie keine wirkliche Beziehung zu ihnen. Sie hatte sie kennengelernt, Zeit mit ihnen verbracht und kein gesteigertes Bedürfnis entwickelt, dies so schnell zu wiederholen. Drittens musste sie keine Zeit auf Eshan verbringen, was sich auf absehbare Zeit wohl ohnehin verbot.

Tja, die neuen Zeiten… während Bailee nach dem gemeinsamen Yoga direkt in's Bett ging und gefühlt sofort einschlummerte, lag Brianna wach und grübelte. Das war kein besonders vertrautes Gefühl für sie, Normalzustand war für sie eher wie bei Bailee jetzt. Aber die Gedanken an das Ultimatum der neuen Imperatorin gingen ihr nicht aus dem Kopf. Ein Marrev, der zu perplex war um überhaupt zu reagieren – und das wollte was heißen. Der Streit mit Bailee darüber. Eowyns Warnung, sich nicht zu stellen, dass der Rat hinter ihnen stünde. Ein Teil von ihr fragte sich aber immer noch, ob die Entscheidung richtig war. Das Ultimatum würde nicht folgenlos verstreichen, das konnte sich die neue starke Frau im Imperium vermutlich gar nicht leisten. Und dann? War ihr und Eowyns Leben wirklich einen neuen galaktischen Krieg wert? Oder auch nur einen begrenzten imperialen Vergeltungsschlag mit nichtsdestotrotz Tausenden, wenn nicht Millionen Toten? Das Social HoloNet schien eine klare Antwort auf diese Frage zu haben, so schien es ihr jedenfalls. Brianna spürte den Drang, nach ihrem iKom zu greifen und nachzulesen. Inzwischen mussten sich hinter den Wellen aus Angst und Hass, die ihr entgegengeschlagen waren, doch auch vernünftigere Stimmen zu finden sein? Was hielten die Leute am klügsten, die sich auf ihre eigene Weise im Grunde an den Jedi-Kodex hielten, ohne Jedi zu sein?

Wow, alleine dass sie aus freien Stücken an den Kodex dachte… Ahna hatte recht gehabt. Die Mission hatte Spuren bei Brianna hinterlassen, sie veränderte sich. Was würde Ahna ihr jetzt raten? Die Finger vom Kom zu lassen, so viel war sicher. Aber sonst? Ahna hatte sich für's große Ganze geopfert, wäre es nicht nur folgerichtig, wenn Eowyn und sie es ihr gleich taten? … Verdammt, sie musste aufhören, diese Gedanken zu wälzen, sonst würde sie nie in den Schlaf finden. Schlimm genug, dass Marrev alleine damit zu tun hatte, Kestrel und Q'Tahem von Bastion zu schmuggeln. Hoffentlich ging es den dreien gut, ohne ihre Hilfe. Die Themen, die ihr durch den Kopf gingen, wurden einfach nicht fröhlicher. Aber irgendwann musste sie dann doch eingeschlafen sein, denn draußen begann es bereits dunkel zu werden und es klopfte an der Tür. Sane war zurück.

Er erkundigte sich nach ihnen und brachte zwei Mechanikeroveralls für die beiden.


„Den Umständen entsprechend, ja,“

Entgegnete Brianna und schenkte dem Menschen ein müdes Lächeln. Anschließend zogen Bailee und sie sich im Bad um. Die Hose fiel bei der muskulösen Kampfsportlerin naturgemäß eher eng aus. Oben rum sah es anders aus. Sie entschied, sich um die Taille rum mit einem Handtuch auszupolstern, fixiert mit Pflaster von der Rolle aus ihren medizinischen Vorräten. Sie wollte nicht ausgerechnet wegen ihrer Sanduhrfigur auffallen, so sah sie hoffentlich etwas stämmiger, männlicher aus. Außerdem konnte sie noch ihre Flechtfrisur aufmachen um ihr langes Haar unter dem Käppi verschwinden zu lassen und sie konnte ihre Mirialan-Tattoos ändern. Grundsätzlich konnte sie an der gelben Farbe nichts ändern, aber wenn die Bemalung nicht mehr zur Beschreibung passte, die Sedros inzwischen womöglich abgegeben hatte, war auch schon ein bisschen was gewonnen.

So ausstaffiert kehrten sie zu Sane zurück. Dieser gab ihnen die Zugangsdaten, erklärte ihnen einige Dinge über den weitgehend automatisierten von-Kath-Teil des Raumhafens und, was am wichtigsten war, gab ihnen die Informationen zu ihrem Flug. In drei Stunden, ein Frachter nach Ciutric IV, einer neutralen Welt, von Landebucht 114C aus. Die Jedi-Ritterin nickte, erleichtert dass sich offenbar so eine gute Gelegenheit ergeben hatte, und vor allem, so schnell.


„Alles klar, danke!“

Meinte sie und lächelte. Im Gegenzug griff Sane wohl den Faden ihres letzten Gesprächs auf, von den Kleinigkeiten, die einen Unterschied machten. Das tat seine Hilfe für sie vermutlich auch, sie nickte und sprach:

„Hoffen wir's, ja. Deine Hilfe heute wird für mich auf jeden Fall allen Unterschied der Galaxis ausmachen, denn ich wüsste nicht, wie wir es sonst von hier runter schaffen hätten sollen. Ich stehe tief in deiner Schuld und Samin zu finden ist das Mindeste, was ich zum Ausgleich tun. Ich weiß zwar nicht wie – da bist du optimistischer als ich gerade – aber ich werde nichts unversucht lassen.“

Die Quellen der Jedi-Schatten anzapfen, das war die offensichtliche Option. Der neutrale Teil der Galaxis war groß. Einige Welten wären wahrscheinlicher als die meisten anderen. Nur wenige eigneten sich dazu, eine gefühlte Schulklasse von machtsensitiven Kinder zu verstecken. Allerdings musste frau die da auch erst einmal finden…

Zum Abschluss riet er ihnen dazu, die Speederbikes zum Raumhafen zu nehmen, ein naheliegender Gedanke, und verabschiedete sie mit dem Jedi-Gruß.


„Mit dir auch. Ich habe das Gefühl, dass wir uns wiedersehen und auf jeden Fall halte ich dich auf dem Laufenden, wie die Suche läuft,“

Versprach sie und drückte Sane zum Abschied. Sie bemühte sich, dabei sanft zu sein, dabei ging doch nichts über eine herzhafte Umarmung, dass die Knochen knirschten. Doch ihre Handtuch-Polsterung um die Mitte sollte nicht verrutschen. Niemand sollte sehen, wie dünn sie war, so war das Wartungspersonal an Raumhäfen typischerweise nicht gebaut.

Damit gingen sie ihrer Wege. Es dauerte ein wenig, bis sie sich mit ihren Bikes durch den Verkehr des abendlichen Bastion Center navigiert hatten, doch zum Glück war noch massig Zeit bis zum Abflug. Ihre Gefährte ließen sie wieder in einer Entfernung stehen, um keine Spur zu den von Kath zu legen, dann betraten sie den Bereich der privaten Sektionen des Raumhafens. Wie versprochen, war das Wachpersonal hier privat, die letzten imperialen Sicherheitskräfte hatten sie außerhalb des Gebäudes gesehen. Die Ausweise öffneten ihnen die Türen, so dass sie nur noch bei weitgehender Ahnungslosigkeit vorgeben mussten, sich auszukennen. Dass die Nummern der Landeplattformen einem offensichtlichen Schema folgte, half ihnen dabei.

An der Schleuse zu Landebucht 114C stand erneut von-Kath-Sicherheitspersonal. Der Ansatz war, sie zu ignorieren, auf die Weise wie frau es tat, wenn sie dort hingehörte und nur ihrer Arbeit nachging. Doch diese waren trotz der an ihren Gürteln baumelnden Sicherheitsausweise misstrauisch.


„Euch hab' ich hier noch nie gesehen!“

Meinte der eine. Brianna wünschte sich, sie könnte den Typen einfach mit einem kurzen Stups Morichro schläfrig und arglos machen, aber sie benutzte wieder Quey'Tek, um nicht noch mehr Sith aufzufallen und konnte deshalb die Macht nicht anwenden.

„Normal arbeiten wir auch nicht hier am Raumhafen von Center. Aber heute helfen wir bei euch aus – nach dem Ende der Blockade ist ja die Hölle los, aber wem sag' ich das?“

Der Sicherheitstyp zog den an einem Ausziehband befestigten Ausweis zu ihm hin und beäugte ihn. Er hielt ihn sich so dicht unter die Nase, dass die Echani das Gefühl bekam, er wäre kurzsichtig. Außerdem ließ er sich Zeit.

„Sind wir hier langsam mal fertig? Die Mühle fliegt in weniger als zwei Stunden und wir haben noch den Arsch voll Arbeit. Für's Rumstehen werden wir auch nicht bezahlt,“

Entgegnete Brianna ungehalten. Nervös war sie nicht und das wollte sie auch zeigen. Sie gehörte hierher und die beiden hielten sie von der Arbeit ab. Überhaupt, die beiden hätten allen Grund nervös zu sein, wenn sie wüssten mit wem sie es zu tun hatten…

Es schien zu wirken.


„Scheint soweit seine Richtigkeit zu haben,“

Bestätigte der Sicherheitsmann und ohne weiteren Kommentar rauschten die beiden verkleideten Jedi an ihnen vorbei in die Landebucht. Die sah soweit aus wie jede andere und war sicher reichlich mit Holokameras ausgestattet. Sie sparte sich irgendwelche verräterischen Blicke und überließ Bailee die Initiative. Die Nautolanerin war die Fachfrau und wusste, was an so einem großen Viehtransporter vor Abflug sinnvoll erledigt werden musste. Sie behob auch tatsächlich so den einen oder anderen Fehler und murmelte dabei was von nachlässiger Wartung. Brianna konnte nur so tun, als ob sie ihr assistierte. Sie sah, dass es mehrere Ein- und Ausgänge gab – bei der Größe kein Wunder – also würden die Sicherheitsleute keinen Verdacht schöpfen, wenn sie nicht wieder herauskamen.

Zu einem geeigneten Zeitpunkt verschwanden sie im Inneren des Transporters, arbeiteten da weiter und kamen einfach nicht mehr heraus. Hoffentlich würde sich niemand die Kameraufzeichnungen so genau ansehen… Personal begegneten sie an Bord keinem, das Schiff flog mit kleiner Crew. Kurz vor dem geplanten Abflug suchten sie sich ihr Versteck in der Nähe der Nerfs, um die Scanner zu täuschen. Direkt unter's Vieh wollten sie sich nicht mischen, der Aufruhr der nervösen Tiere würde womöglich Verdacht erwecken. Stattdessen blieben sie in einer Abstellkammer in direkter Nähe, in der Schockstäbe und ähnliche Dinge aufbewahrt wurden, um unkooperative Nerfs fügsam zu machen.

Die Warterei in der kleinen Kammer ging Brianna auf den Keks. Sie schien sich endlos zu ziehen, obwohl es weniger als eine halbe Standardstunde war. Nach einer gefühlten Ewigkeit spürten sie das Rucken, als das Schiff abhob. Endlich… ein Schritt war geschafft, dachte die Ritterin. Weiteres banges Warten folgte. Es wurde ohne Ausblick immer schwerer zu sagen, ob das träge Schiff sich bewegte, ob sie vielleicht auf Freigabe warten mussten oder ob sie womöglich gescannt wurden. Doch schließlich war es soweit. Der Ruck war markant und unverkennbar. Gefühlt war er ein wenig holperig, aber egal. Sie waren in den Hyperraum eingetreten. Bald hatten sie es geschafft.


Hyperraum – unterwegs von Bastion nach Ciutric – Von-Kath-Nerf-Express – Bailee und Brianna

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