Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

[Corellia-System, Selonia, Nachtseite, Insel, imperiale Garnison, Brustwehr]- Alynn, Cpt. Convarion, Storm Commandos, Garnisonstruppen

Alynn hatte schnell genug davon, sich den leblos baumelnden Leichnam ihres ehemaligen Primärziels anzusehen und ließ angewidert das Makrofernglas sinken. Diese Mission konnte als gescheitert betrachtet werden – blieben höchstens noch die zu erreichenden Sekundärziele, die Lokalisierung des persönlichen und engeren Beraterstabs des Statthaltes auf Selonia und, wenn möglich, eine Evakuierung. Ein sehr großes Wenn – zerfetzte Leichen mussten nicht mehr evakuiert werden.


„Kratas an Landungsboot. Bericht unserer Jägereskorte?“

Kurz hörte sie über ihr Comlink nur statisches Rauschen, dann antwortete die Stimme des Piloten.

„Republikanische Einheiten haben abgedreht, vermutlich Aufklärer. Es ist damit zu rechnen, dass Sie in Kürze mit Verstärkung zurückkehren. Die TIEs überwachen den Luftraum in der näheren Umgebung.“

„Halten Sie mich auf dem Laufenden und bis dahin die Stellung, Kratas, Ende.“

Der Blick der Sith wanderte die Brustwehr entlang, bis sie Convarion fand, der seine Runde anscheinend beendet hatte und wieder in ihre Richtung zurückkehrte. In dem zerfurchten Gesicht des Offiziers meinte sie eine Art Neugierde darauf zu erkennen, was sie jetzt – da ihr Auftrag nicht mehr erfüllbar schien – tun würde.


„Was wissen Sie vom Verbleib des Verwaltungsstabs, Captain?“

Convarion zuckte sichtlich desinteressiert mit den Schultern.

„So weit ich weiß, waren die alle bei Hays, als er sich dazu entschloss, hierher zu fliehen… die Selonianer waren schneller.“

„Aber Leichen können Sie mir in diesem Fall nicht präsentieren?“

Der Armeesoldat verzog grimmig das Gesicht.


„Nein, Commodore.“

Alynn nickte langsam. Sie hatte eine Entscheidung getroffen.

„Wie viel schweres Gerät haben Sie hier noch?“

Für einen Moment wirkte Convarion, als versuchte er sich davon zu überzeugen, dass sie ihm diese Frage nicht wirklich gestellt hatte. Die Augen des Captain weiteten sich leicht, den schüttelte er mit dem Kopf.


„Wie ich bereits versuchte, zu erklären, Commodore… wir wurden wegen der Kämpfe fast vollkommen entblößt. An Truppen und an Material. Ein Hoverscout bleibt uns – mehr nicht.“

„Das genügt, Captain“, entgegnete Alynn unbekümmert.

„Ich brauche den Hoverscout… und einen Zug Ihrer Männer, um zum Gouverneurspalast vorzustoßen.“


Convarion schnaubte verächtlich.


„Sie haben mir gar nichts zu befehlen, Commodore. Warum sollten meine Männer mit Ihnen den Tod suchen, wenn er uns hier ohnehin bald finden wird? Ich kann mir schon denken, dass in Ihren Befehlen keine Rede davon ist, die letzten Truppen zu evakuieren… dafür sind sie mit zu wenigen Fähren hier. Die anderen haben noch die Möglichkeit, sich den Rebellen zu ergeben – doch für uns? Für uns bleibt nur die… Gerechtigkeit der Selonianer.“

Ein humorloses Lachen verließ den Mund des Captains.

„Und kommen Sie mir nicht mit irgendwelchen höheren Autoritäten – glauben Sie wirklich, die beeindrucken mich noch?“

Das Grinsen des Armeeoffiziers erstarb, als er von Alynn lediglich ein dünnes Lächeln zu sehen bekam, das ihre Augen nie erreichte. Tatsächlich hatte sie mit keiner anderen Antwort gerechnet – Convarion hatte nichts mehr zu verlieren. Warum sollte er die letzten Befehle eines Imperiums befolgen, das ihn zum Sterben zurückgelassen hatte? Es waren noch nicht einmal wirklich seine. Diese Anerkennung der Lage des Captains änderte indes nichts daran, dass er ab diesem Zeitpunkt ein Hindernis für sie darstellte – oder zumindest keinen Aktivposten mehr.

„Vermutlich nicht“, erwiderte sie schließlich und warf dem Captain beiläufig das Makrofernglas zu, das dieser nichtsdestotrotz geschickt auffing. Was auch immer für ein Schicksal Convarion für seine Impertinenz verdiente – es war die Mühe nicht wert. Und die Zeit drängte. Rasch bedeutete Alynn den Storm Commandos, mit ihr abzuziehen – es gab andere Wege, den Gouverneurspalast zu erreichen.

„Wir sehen uns in der Hölle, Commodore“, rief der Captain ihr noch hinterher. Sie blieb ihm eine Antwort schuldig.

Womöglich wurde ihm sein Wunsch schon bald erfüllt. Zumindest zum Teil.

[Corellia-System, Selonia, Nachtseite, Insel, imperiale Garnison, Brustwehr]- Alynn, Cpt. Convarion, Storm Commandos, Garnisonstruppen
 
[Corellia-System – nahe Tralus - ISD Avenger – Flaggbrücke] Besatzung und Elysa Nerethin

Die Sternenzerstörer Avenger, Transgressor und Cold Steel hatten einen neuen Kurs angelegt, der sie in einen Orbit führen würde, um das Feldlazarett nahe der Küstenstadt Vedano einem Bombardement zu unterziehen. Elysa konnte nichts Elegantes an ihrem Vorhaben finden, es war plump und leicht zu durchschauen, wenn man in Erfahrung bringen konnte, was ihr Verband bei Drall vollführte, als auch bei Tralus gerade im Begriff war. Wenn man dann noch über die Manöver ihres zweiten Verbands informiert war, sollte es möglich sein etwaige Schlüsse zu ziehen. Sie nahm hierbei die moralische Verantwortung der Republik in die Pflicht ihren Verwundeten beizustehen, indem ihr Geschwader Wesen bedrohte deren Tapferkeit sie erst in die missliche Lage versetzte, schon bald Opfer eines vernichtenden orbitalen Bombardements zu werden.
Nur die sprichwörtliche Eleganz eines Vorschlaghammers haftete diesem Vorhaben an und es konnte nur deshalb gelingen, weil man auf Seite der Republik tatsächlich damit rechnen musste, dass das Imperium exakt solche Vergeltungsmaßnahmen durchführte.

Nicht unbedingt ein Zugeständnis an die Ehre und Integrität der imperialen Flotte. Als Befehlsempfänger konnte man solch zweifelhaften Befehl rationalisieren, jemand weit über einem hatte solche Order gegeben und diese gehörten ausgeführt. Man entzog sich der moralischen Entscheidung, auch wenn man ihr nie wirklich entkommen konnte, zahlreiche Soldaten und Offiziere litten irgendwann an posttraumatischen Belastungsstörungen, welche eben unter anderem von der Ausführung solcher bedenklichen Befehle herrührte. Alle Taten musste man im Endeffekt früher oder später vor sich selbst verantworten. Elysa hatte nicht den Luxus dieser moralischen Frage auszuweichen, denn es wäre ihre Order, aus freien Stücken gegeben, auch wenn die taktische Lage ihr keine Alternativen gab, so würden diese Toten doch sie anklagen, nicht die ausführenden Besatzungen. Krieg war schmutzig, blutig und brutal. Gleichzeitig hatte sie aber auch die Verantwortung über ihre Soldaten und Offiziere die ihr oder zumindest der Kommandokette vertrauten und damit die Verpflichtung dafür zu sorgen, dass so viele wie möglich davon überlebten. Die Frage war schlicht wo zog man die Linie, was war vertretbar und was nicht?

Während ihr Flaggschiff Elysa der Entscheidung und somit Prüfung ihrer eigenen Ideale entgegentrug, ereigneten sich weitere Geschehnisse die ihrer Aufmerksamkeit bedurften und der Vice Admiral einen Aufschub verschafften, bis sie sich unweigerlich in wenigen Minuten damit auseinandersetzen musste.


„Die Gladius meldet Probleme. Sie wurden entdeckt und haben Schäden durch das Minenfeld erlitten.“


Damit war die Tarnung des Aufklärers in einem Denkbar ungünstigen Moment aufgeflogen.


„Sie sind manövrierfähig und melden weiterhin Gefechtsbereitschaft.“

„Zwei Minuten bis wir in Position für planetares Bombardement sind.“

Wenigstens benötigte sie keine Unterstützung, zum jetzigen Zeitpunkt wäre es kaum möglich Ressourcen freizumachen. Unnötig gefährden wollte sie die Korvette nicht.

„Übermitteln sie der Gladius die Koordinaten für Rückzugspunkt Aurek, sie sollen nach eigenem Ermessen der Gefahr den Hyperraumsprung initiieren, spätestens jedoch wenn Avenger auch das System verlässt. Sie haben am Sammelpunkt zu warten.“

Der Sammelpunkt war nur wenige Hyperraumminuten von Corellia gelegen und diente nur dazu den unmittelbaren Gefahrenbereich zu verlassen. Die selbstauferlegte Mission die imperiale Führungsriege aus dem System zu evakuieren hatte Elysa nicht verworfen, wenngleich sie ihre eigentliche Planung anpassen musste. Aber das war zu erwarten gewesen.

„HSI-Sensoren vermelden neuen Kontakt in Raumgitter 73-95-11. Fünf Schlachtdrachen und Zehn Nova-Klasse Kreuzer.“

Die neuen Daten aktualisierten die Taktikhologramme, allen voran die Ansicht der verbliebenen Einheiten bei Drall. Es handelte sich dabei um den Sternenzerstörer und die republikanische Geleitschiffe, welche sich zuvor in Formation mit dem hapanischen Kontingent befunden hatten. Eben jenes ging auf einen direkten Abfangkurs, was sie tief in das Gravitationsfeld des Planeten hineinführen würde. Wie auch zu erwarten waren lösten sich die hapanischen Jäger und Bomber vom Hauptkontingent, um so schnell wie möglich die Distanz zu verkürzen und dadurch ein bevorstehendes Bombardement gegebenenfalls abzuwenden. Einige Minuten würden die imperialen Schiffe dafür haben, aber es würde sie zwingen sich zu entscheiden, ob sie lieber das Bombardement beginnen wollte oder beidrehte um eine bessere Ausgangslage für das bevorstehende Gefecht zu haben.

Transgressor meldet Xesh im Landeanflug.“

Die Meldungen überschlugen sich nun.

„Ausweichkurs Dorn. Sämtliche Jagdmaschinen und Bomber starten.“

Hatte sich Tralus eben noch deutlich an der Steuerbordseite der Avenger abgezeichnet, so drehte die Formation nun leicht nach Backbord ab, lief dabei aber immer noch vor dem Feindverband davon. Die dadurch entstehende Diagonale erlaubte es dem Feindverband jedoch langsam aber stetig aufzuschließen. Beidrehen zum Gefecht würde man erst kurz bevor die feindlichen Jagdmaschinen in Reichweite waren.

„HSI-Sensoren registrieren weitere Kontakte, Sternenzerstörer inklusive sieben leichten Eskorten. Raumgitter 73-95-11.“

Dieses Vorgehen der Hapaner erschien Elysa reichlich seltsam. Die verwendete Formation der Geleitschiffe passte eher zu einem republikanischen Führungsschiff. Was wiederum die Verzögerung erklären würde, scheinbar war der republikanische Kommandant nicht davon überzeugt, dass die eigenen Verwundeten eine Intervention rechtfertigte, wenn man dafür das vermeintliche Primärziel des Imperiums vereiteln konnte. Die Hapaner hingegen wollten dieses Risiko nicht hinnehmen, sondern mit einer möglichst fehlerfreien Vorstellung bei Corellia glänzen, was ihnen wiederum bei Verhandlungen und entsprechenden Zugeständnissen zu Gute kam. Sie war davon ausgegangen, dass der Sternenzerstörer zum hapanischen Kontingent gehörte, da er mit den Hapanern während der Schlacht erschienen war. So hingegen machte es Sinn. Dann war der republikanische Kommandant nur nachgezogen, weil er den Verbündeten nicht alleine agieren lassen konnte, durfte oder sollte. Dass ausgerechnet politische Machenschaften ihr zugutekommen sollten war der bisherige Höhepunkt ihres Tages.

„Wir verwenden Defensivplan Kratas.“

Kratas war kein Standardmanöver der imperialen Flotte und dadurch bedingt war es nur gut, dass Accuser und Vengeance nicht teil der aktuellen Formation waren. Die Teile des regulären Retribution-Geschwaders hingegen hatten nicht nur dieses, sondern auch weitere neue Manöver, die zum Großteil auf dem Einsatz von Raumjägern basierten, intensiv gedrillt.

„Zeit bis extreme Waffenreichweite sieben Minuten.“

Diese Einschätzung umfasste nur die Raumjäger, die Schlachtschiffe und Kreuzer würden nahezu das Dreifache der Zeit benötigen. Und es war alles Zeit in der sich der Feindverband weiter in das Gravitationsfeld Tralus vorarbeitete und sich die Dauer jenes wieder zu verlassen für die Republik erhöhte, während es sich für den imperialen Verband schon wieder verkürzte. Wohl einer der Gründe, warum die Hapaner die Jagdmaschinen nicht zur Räson riefen, sondern walten ließ. Man wollte unbedingt Feindkontakt herstellen und eine Gefechtssituation erzwingen, sollte Elysa zuvor noch am Kampfeswillen der Hapaner gezweifelt haben, so war sie nun definitiv eines besseren belehrt.

Die Minuten verstrichen ohne nennenswerte weitere Ereignisse, die imperialen Schiffe hatten sich vertikal gestaffelt um möglichst überlappende Feuerbereiche zu haben und insbesondere im zu erwartenden einleitenden Torpedoangriff so viele Geschütze wie möglich diesem entgegenzustellen. Die Hapaner führten knapp dreiunddreißig volle Staffeln ins Gefecht. Dreihundertsechsundneunzig Jagdmaschinen und Bomber welche alle über Marschflugkörper verfügten und damit eine beunruhigend hohe Zahl ins Spiel brachten, wenngleich sie in drei Verbände aufgeteilt schienen.
Dennoch ließ sich die Vice Admiral nicht beirren und verschaffte sich auch einen kurzen Überblick über den Einsatz bei Selonia, wobei es dort wenig zu berichten gab, außer dass der Einsatz noch andauerte.


Als die Zeit auf zwei Minuten fiel gab sie schließlich den erwarteten Befehl.

„Formation beidrehen zum Gefecht.“

Mit einem Zusatz.

Cold Steel und Transgressor halten Kurs auf Talus und gewährleisten die Evakuierung.“


Gedeckt durch die beidrehende Formation würden beide Schlachtschiffe in knapp fünf Minuten das Gravitationsfeld Tralus verlassen haben. Bedingt durch ihre eigenen Jagdmaschinen, sollten die beiden Sternenzerstörer keine Probleme haben die Eskorte der republikanischen Landungseinheiten zu vertreiben.

Elysa beabsichtigte nicht sich hier in einen Schlagabtausch mit den Schlachtschiffen des Feindes locken zu lassen und die Nahbereichsabwehr der beiden Sternenzerstörer war nun wirklich vernachlässigbar, da sie nur über schwere Waffen verfügten. Die Avenger hingegen verfügte über Punktverteidigungslaser und stellte somit nun nicht nur – vermutlich – das Primärziel dar, sondern konnte sich zumindest im begrenzten Rahmen selbst vor Raumjägerangriffen verteidigen, wohin gegen die schwereren Schlachtschiffe hier auf den Schutz durch Sternenjäger oder Eskorten angewiesen waren. Bei Talus war nichts, was ihnen gefährlich werden konnte, insbesondere da die Manöver dafür gesorgt hatten, dass Talus selbst die beiden Sternenzerstörer vor einem direkten Eingreifen der Einsatzgruppe bei Corellia bewahrte.

Die schweren Geschütze der Avenger und der begleitenden Kreuzer überzogen den primären Angriffsvektor der feindlichen Jagdmaschinen mit Sperrfeuer. Auch wenn es eines Glückstreffers bedurfte um die wendigen Maschinen zu treffen, erschwerte es diesen den ersten Zielanflug.
Erste Raketenerfassungswarnungen gingen wie zu erwarten ein, als auch schließlich die Bestätigung, dass die erste Welle Miy‘til ihren Raketenabschuss durchgeführt hatte. Kurz darauf erfolgte die Bestätigung über die zweite Welle an Marschflugkörper durch die nächste Welle Feindjäger und schließlich auch als die hapanische Jagdbombervariante in Reichweite kam.

Siebenhundertzweiundneunzig hapanische Marschflugkörper befanden sich im Anflug, ein gewaltiger Sturm der Zerstörung, doch Defensivplan Kratas war als Verteidigung exakt für solche Angriffsmuster vorgesehen, somit waren alle Jagdmaschinen welche über Raketenwerfer verfügten mit Abfangraketen bestückt. Bedingt durch den hohen Anteil an schildgestützen Jägern ihres Geschwaders belief sich der Anteil der ungeschützten Maschinen auf knapp siebenundzwanzig Prozent, diese bestanden ausschließlich aus TIE-Interceptoren, davon insgesamt zwölf Staffeln. Als Kopf der Sternenjägerkorps hatte sie eine Vorreiterrolle eingenommen, auch was die Versorgung mit solchen modernen Jägern betraf. Es lag auch an ihr zu beweisen wie sinnvoll der Einsatz moderner Jäger war. Die Hapaner würden es gleich lernen.

Als die hapanischen Marschflugkörper die mittlere Distanzgrenze überschritten lösten sich von den imperialen vierundzwanzig Sternenflüglern, den sechzig Scimitar-Jagdbombern und den vierundzwanzig Raketenbooten des Geschwaders ( acht Staffeln Sternenflügler als auch vier Staffeln TIE-MK II begleiteten Transgressor und Cold Steel nach Talus) ebenfalls siebenhundertzweiundneunzig Raketen, wobei die Zielerfassung nicht nur über diese, sondern die restlichen Jagdmaschinen, als auch einigen der Geleitschiffe erfolgte. Ansonsten hätte man die Gefechtscomputer der Jagdbomber und Raketenboote hoffnungslos überfordert. Vielleicht siebzig hapanische Marschflugkörper passierten die Nahbereichsmarke und vergingen am Nahbereichsverteidigungsfeuer des Geschwaders, weitere fünf erreichten tatsächlich ihr Ziel drei schlugen in die Schilde der Avenger ein und zwei weitere in die des Strike-Klasse Kreuzers Majestic. Danach begann was Versorgungsoffiziere als unglaubliche Verschwendung beschreiben würden, bevor imperiale TIE-MK II und die TIE-Interceptoren überhaupt in die Dogfights einsteigen konnten, waren noch einmal dieselbe Anzahl an Raketen von imperialer Seite ins Gefecht eingebracht worden, diese aber auf knapp ein Viertel der Feindmaschinen konzentriert. Und auch wenn einige hapanische Staffeln hervorragend reagierten, war die Wirkung schlicht verheerend. Über einhundert Maschinen in den ersten Minuten des Gefechts vernichtet, die Jägerreihe aufgerissen und erschüttert.

Elysa hatte Scimitar-Jagdbomber und Raketenboote in eine Anti-Jäger Rolle gedrängt, ohne dass diese tatsächlich den Nahkampf mit den wendigeren Maschinen aufsuchen mussten. Dadurch bedingt, dass sie niemals vorsah die feindlichen Kreuzer und Schlachtschiffe anzugreifen, waren alle diese Maschinen mit Raketen, statt wie üblich mit den wesentlich weniger wendigeren Torpedos ausgestattet. Bis sich die hapanischen Maschinen nach knapp zehn Minuten zurückzogen hatten hatte man auf imperialer Seite nahezu zweitausendsiebenhundert Abfangraketen verschossen und damit knapp zwei Drittel der hapanischen Maschinen vernichtet.

Transgressor und Cold Steel hatten derweil die Evakuierung auf Talus eingeleitet während Avenger und die Geleitschiffe des Geschwaders ebenfalls auf diesen Kurs beidrehten, um die Distanz zwischen den schweren hapanischen Schiffen und dem imperialen Verband nicht weiter schrumpfen zu lassen. Schließlich verließ man das Gravitationsfeld Tralus und konnte die Distanz wahren. Einen weiteren Jägervorstoß wagten die Hapaner nicht, einen Hyperraumsprung nach Talus einleiten konnten sie auch nicht, da der Abfangkreuzer Bloodlust das hapanische Kontingent mit den Abfangkegeln zwischen dem Schwerkraftfeld des Planeten und der Gravitationskegel einkeilte. Erst als Transgressor und Cold Steel, nach weiteren langen Minuten den Vollzug ihrer Mission meldeten fielen die Schwerkraftkegel und die imperialen Schiffe verschwanden im Hyperraum zum Sammelpunkt.


[Corellia-System – nahe Tralus - ISD Avenger – Flaggbrücke] Besatzung und Elysa Nerethin
 
Zuletzt bearbeitet:
[ Corellia – Coronet – Planquadrat F8 – Seitengasse - In der Nähe des Turbolasers ] NR-Anrgriffstruppe Turbolaserturm, u.a. Joya No, Tzun, Skyan, Padme und War

Um mit den Sandpanthers auch in der imperialen Scoutrüstung noch in Kontakt bleiben zu können hatte er das Helmcom gegen ein winzig kleines Headset austauschen müssen, dass quasi einfach nur aus einem kleinen Chip bestand, den man einfach nur ins Ohr einsetzen musste. Gerade über dieses Com meldete ihm nun Panther 6 eine vom Turbolaser hernnahmende imperiale Eingreiftruppe. Ihre Eskorte. Sie hatten also nicht viel Zeit um alle Sachen zu besprechen und zu diskutieren.

Hoffentlich war hier tatsächlich jeder in der Lage seine Rolle sofort zu spielen. War fühlte sich nicht ganz wohl bei der Sache, dass ihre Gruppe nicht nur aus ausgebildeten Elitesoldaten und fertig ausgebildeten Jedi bestand. Das brachte unabwägbare Gefahren mit sich. Doch damit mussten sie jetzt einfach klar kommen. Noch während Padme mit ihm redete nahm der das erste Handschellenpaar vom Multifunktionsgürtel der imperialen Rüstung und bearbeitete den Verschlussmechanismus. Bei ihrer Frage, warum ihre Dates immer mit Zellen und Handschellen begannen, musste er allerdings wieder grinsen. Die guten alten Zeiten.


„Warum unsere Dates immer damit anfangen kann ich dir auch nicht sagen. Mir wäre auch lieber, wenn sie immer damit enden würden. Aber das liegt wohl daran, dass die liebe Jedi-Rätin einfach zu unartig ist.“

Während sie ihm die Lichtschwerter übergab, legte er gleichzeitig bei ihr die Handschellen an. Eine Jedi-Rätin in Ketten zu legen war gar kein so schlechtes Gefühl. Das war es also, was die Imps so an der Jagd nach den Jedi begeisterte. Nach ihren privaten Witzeleien richtete er sich nun wieder an die gesamte Gruppe. Auch die beiden Kaminoaner waren wieder zur Gruppe gestoßen, wenn auch wenn der Anblick der Handschellen sicherlich ein paar Fragen aufwarf.

„Die Imps sind schon unterwegs und werden uns in den Turbolaserturm hinein eskortieren. Alle Nichtmenchen kann ich nur als „Gefangene“ mitnehmen. Allerdings lassen sich die manipulierten Handschellen nicht mehr verriegeln. Demnach solltet ihr alle ganz leicht freikommen, sobald wir loslegen.“

Mit diesen Worten warf er den Kamionanern ebenfalls noch Handschellen zu und befestigte zuvor noch die Lichtschwerter an der rechten Seite seines Gürtels. Wenn er sich immer direkt neben seiner Freundin aufhielt würde sie die Schwerter direkt von seinem Gürtel aufnehmen können, nachdem sie sich von den Handschellen befreit hatte. Ob das alles wirklich so klappen würde, wie er sich das vorstellte? Ein Teil ihrer Leute musste hier bleiben. Einer der Jedi (Skyan), der Sani der Panthers und Panther 6 sowie er selbst waren als Imperiale verkleidet. Außerdem warenn da dann noch Padme und die beiden Kaminoaner als Gefangene. Mit nur sieben Leuten sollten sie also den gesamten Turbolaserturm erstürmen. Die restlichen Leute mussten sich an dieser Stelle alle zurückziehen.

War konnte in der Ferne die imperialen Transporter ausmachen. Panther 6, Lieutenant Rae Sing, drückte ihm den E-11 Blaster in die Hand. Er hasste diese Waffen. Viel zu unpräzise, vor allem für einen ehemaligen Scharfschützen. Doch der CDH-17 hätte ihre eh schon nicht allzu perfekte Tarnung vollkommen zerstört. Die Leichen der imperialen Offiziere befanden sich nicht mehr im Speeder, sie waren durch Blasterschüsse und nicht durch ein Lichtschwert getötet worden. Am Knie seiner Panzerung befand sich ein Einschussloch eines Blasters, woraufhin er beschlossen hatte, zu humpeln. Und so gab es noch viele weitere Dinge, die bei ihrer ganzen Maskerade nicht ganz passten und wo man nur hoffen konnte, dass sich die Imperialen vom Anblick der Jedi so sehr blenden ließen, dass sie zunächst keine weiteren Nachforschungen anstellten.

Ihre kleine Gruppe ging den herannahenden Fahrzeugen etwas entgegen. Drei größere Truppentransporter und wieder 4 begleitenden Speederbikes. Fast schon ein Wunder, dass die Imps nicht gleich mit einem AT-AT kamen. Aber vermutlich hatte es einfach zu lange gedauert, diesen aus der Garage zu holen.
Die Fahrzeuge stoppten nur wenige Meter vor ihnen. Hoffentlich hielt ihre Tarnung stand. Aus dem vorderen und hinteren Transporter strömten sofort einige Soldaten nach draußen. Ein Offizier stieg aus dem mittleren Fahrzeug aus. Ganz offensichtlich der Offizier, mit dem er eben auch schon kommuniziert hatte. Sie bezogen Stellung und salutierten knapp.


„Gute Arbeit, Sergeant. Die da ist die Jedi?“

er deutete auf Padme und sprach das Wort mit einem nicht zu verachtenden abwertenden Unterton aus.

„Jawohl, Sir.“

„Und was sind die anderen beiden Dinger da?“

damit waren wohl die Kaminoaner gemeint. Hoffentlich war keiner von ihnen so temperamentvoll und unbeherrscht, dass er hier auf der Stelle ausflippen würde. War sah kurz noch einmal zu Joya und Tzun hinüber und schüttelte dann den Kopf.

„Diener, Lustsklaven, Kofferträger...Keine Ahnung, Sir. Jedenfalls haben sie auf uns geschossen, also sind es Rebellen.“

mit einem Schulterzucken tat der Offizier Wars Bemerkung ab. Der Corellianer wusste nicht ganz, ob er es in seiner Rolle zu sehr übertrieb. Er hatte sich schon lange nicht mehr unter imperialen Soldaten befunden, kannte die heute üblichen Redewendungen nicht. Nicht die perfekte Voraussetzung für all das hier.

„Also gut, laden sie unser Geschenk für den Imperator in den mittleren Transporter und dann schauen wir, ob wir noch ein paar Informationen aus ihnen herauskriegen, bevor wir sie hübsch verpacken, verschnüren und dann weiterschicken.“

[ Corellia – Coronet – Planquadrat F8 – Seitengasse - In der Nähe des Turbolasers ] NR-Anrgriffstruppe Turbolaserturm, u.a. Joya No, Tzun, Skyan, Padme und War
 
[Corellia | vor Coronet | Planquadrat E3 | Northern Hills] Wonto Sluuk, John Clanc, Cado Jyvun

John und sein Freund Wonto sahen sich kurz an und nickten, nachdem die 3 wiederim Schützengraben waren. Somit wussten beide das es dem anderem gut geht. was Cado angeht, hatte John kein Interesse daran sich Sorgen um ihn zu machen, oder ihn zu fragen wie es ihm geht. Nach der Aktion vorhin, wo Cado John zurecht wies ,empfand der Mensch einen Hass auf seinen Vorgesetzen, denn John hasste Leute die sich wie etwas besseres fühlten nur weil ihr Rang höher war.

Diese ganzen Gedanken konnte John nun nur streichen, da es weiter ging. Die 3 sprangen aus dem Schützengraben zusammen mit den anderen Republikanern, und stürmten nach vorne auf die nächste Verteidigungsanlage der Imperialen zu. Als die Soldaten oben auf einem Hügel angekommen waren, sahen sie dass, das Tal was hier bis eben zu Ende schien noch weiter ging. "Ein ausgetrocknetes Flussbett" Dachte John zwar leise aber laut genug das der Rest es verstehen musste.

Nur kurze Zeit des Staunens, oder Nachdenks flog eine Granate neben die 3 und ging hoch. Sie wurden mit Dreck beschleudert, und Wonto fiel einmal auf sein Knie, wobei ihm John schnell hoch half und dann weiter rannte, bis die 3 in der nächsten Deckung, in einer kleinen gesprengten Kuhle nakamen und dort die Lage chekten.

Wonto fragte dann kurze Zeit später was wir tuhen sollten da die Soldaten auf linker Seite wohl etwas Probleme hatten. John sah den master Seargeant an. " Ein Teil geht mit mir und hilft links den Soldaten, dann stoßen wir zu euch 2 wo ihr mit dem Rest die rechte Seite unterstüzt. So weit mein Vorschlag ! " rief John, da die ständigen Granaten die irgendwo einschlugen das reden nicht grade leichter machte, und diese auch nicht grade so sehr leise waren.

[Corellia | vor Coronet | Planquadrat E3 | Northern Hills] Wonto Sluuk, John Clanc, Cado Jyvun
 
Tag Zwei der Bodenoffensive, Mittag

[Corellia :: Northern Hills (Planquadrat E2/E3) :: Lichtung nahe Bunkeranlage :: Private Novus allein]​

Irgendwie zeigte sich das Schicksal nicht gerade gnädig mit dem Leben von Drex Novus. Denn erst hatte man seine Einheit – ohne Angabe von Gründen – vom beschaulichen Bela Vistal in die rauen Northern Hills versetzt und nun stand das Imperium auf Corellia einer Invasion entgegen. Doch das reichte nicht aus! Durch einen gezielten Luftschlag hatte der dürre Private von Chandrila urplötzlich den Anschluss zu seiner Einheit verloren. Blind hatte sich der picklige Mensch einen Weg durch das brennende Gestrüpp geschlagen. Der beißende Rauch hatte in seinen Augen gebrannt, seine Stimme war für einen Augenblick verschwunden und ein Schrillen in seinen Ohren verhieß nichts gutes. So tappte der junge Imperiale unsicher durch den Wald nahe der sicheren Bunkeranlagen. Schatten sah er dabei überall. Sie huschten geschwind zwischen den Bäumen hin und her. Hier und da konnte er grelle Blastersalven sehen. Doch ihn schien man zu ignorieren.

Letztendlich fand er sich, nachdem er alle seine Sinne wieder beisammen hatte, nahe einer Lichtung wieder. Durch den geregelten „Garnisonsdienst“ kannte er diesen Platz. Manche Truppentransporter nutzten diese Fläche nahe der Bunkeranlagen, um Soldaten oder Lebensmittel abzusetzen. Unsicher sah sich der menschliche Chandrilaner um. Dabei umklammerte er sein DLT-19 Heavy Blaster Rifle umso mehr. Bevor ihn der Angriff von seiner Einheit getrennt hatte, gehörte Novus zu einem Heavy Weapon-Squad der „Reek Company“, einer hier stationierten Artilleriekompanie. Vorsichtig hockte sich der Soldat hinter einen Busch. Sein Blick tastete die Lichtung ab. Corell schien an diesem Tag besonders fleißig zu scheinen. Denn auf der anderen Seite der freien Fläche – im Schatten der laut rauschenden Laubbäume – konnte er nur undeutlich Schemen ausmachen. Waren das die Rebellen? Oder zielte er gerade auf irgendwelche Tiere? Nervös legte er das geladene Gewehr an. Mit zittriger Hand entsicherte er die Waffe. Schweißtropfen perlten seinen rasierten Nacken entlang.


„Nicht schießen!“, grunzte auf einmal eine Stimme neben ihm und im nächsten Augenblick spürte er eine behandschuhte Hand auf seiner Schulter.

Erschrocken drehte sich der Soldat um. Unwillkürlich zuckte er ein zweites Mal zusammen als er in das grimmige Gesicht einer dunkelgelben Gran blickte. In exakt dieser Sekunde sackte sein Kopf in seinen Gedanken enttäuscht nach unten. Von allen Kameraden, die in seiner Einheit dienten, musste er unbedingt Nin'jen Wil über den Weg laufen. Die Gran hatte das Galaktische Imperium auf ihrer Heimatwelt Kinyen für die gigantische Armee zwangsrekrutiert. Seitdem diente sie meistens an der Seite von Menschen und hatte es irgendwie in den Rang einer „Private First Class“ geschafft. Ruhig sah sich die nichtmenschliche Soldatin um. Das ganz leise Rascheln in Laub und Unterholz ließ sie immer wieder aufhorchen. Im Gegensatz zu Novus schien sie völlig abgeklärt zu sein. Ein bisschen überfordert mit der ganzen Situation folgte der Private dennoch ihrem Vorbild. Gefechte kannte der Chandrilaner bloß aus der Grundausbildung – und da hatte man sie immer simuliert! Darum hatte er keine andere Wahl als sich an Wil zu halten.


„Das sind Jungs von uns“, teilte ihm die Gran flüsternd mit. „Wahrscheinlich will man dem Gegner in den Rücken fallen.“

Novus schluckte.
„Wie weit sind die denn schon vorgerückt?“

„Keine Ahnung“, entgegnete Wil und zuckte dabei mit den Schultern. „Zuletzt hieß es man habe ein paar der vorgeschobenen Posten bei D3 verloren. Vielleicht haben diese Dreckskerle da schon einen Bunker knacken können.“

Beide Soldaten lauerten noch die eine oder andere Minute am Rande der Lichtung. Dann gingen sie gebückt los. Fast sprintend legten sie die kurzen Wegstrecken zwischen zwei Bäumen oder Bäumen und Sträuchern zurück. Über ihnen ertönten dabei manches Mal unheilvoll die Sternjägermaschinen der Republik. Denn der Feind rückte nicht nur zu Boden gegen die imperialen Stellungen vor. Nein, man hatte sich zusätzlich Unterstützung aus der Luft gesichert. Doch glücklicher Weise gingen die paar AT-AA, die man hier zur Verfügung hatte, beherzt gegen diese Maschinen vor. So vertrieb man sie immer wieder für ein paar Minuten. Es dauerte eine Weile bis sie die andere Seite der rundlichen Lichtung erreicht hatten. Leise keuchend lehnte sich Novus an einen rauen Stamm. Die Ausrüstung, die er zu seinem eigenen Schutz am Leib trug, wurde ihm allmählich schwer. Inzwischen schien der Schweiß bei ihm auch nicht mehr zu perlen, sondern schon zu strömen. Seine Kameradin machte im Gegensatz dazu noch einen ordentlichen Eindruck. Trotz ihres ungewöhnlichen Erscheinungsbildes schien sie keinerlei Probleme mit der Ausrüstung oder der Umgebung zu haben. Für den Private war diese Leistung – bedingt durch all die negative Propaganda im Imperium – beeindruckend. Hatte sie sich so ihre Beförderung erarbeiten können?

„Hier geht’s langsam wieder bergab“, bemerkte sie und spähte dabei weiter in den Wald hinein. „Es sind maximal noch drei oder vier Meilen...“

Nin'jen Wil, Private First Class der Imperialen Armee, konnte ihren Satz nicht mehr beenden. Denn auf einen Schlag war der schattige Wald von grellen Blastersalven erfüllt. Blitzschnell zuckten sie von der einer Seite zur anderen. Manche schlugen in die harten Stämme der Laubbäume ein, andere wirbelten kurzzeitig den erdigen Boden auf. Stöhnend fiel die Gran auf den Rücken. Auf ihrer Brustplatte zeichnete sich ein schwarzer, unheilvoller Brandfleck ab. Panisch sah sich Novus um. Seine Augen waren in dieser Sekunde riesig. Knapp unter seinem Helm sah man die glitzernden Schweißperlen. Republikanische Soldaten kamen schießend zum Vorschein. Manche fielen um, andere rückten weiterhin todesmutig vor. Der imperiale Private unterdrückte ein Schluchzen, während er seinen dürren Körper instinktiv gen Boden zwang. Bestimmt hatte man ihm in seiner Grundausbildung eingebläut wie man in einer solchen Situation vorzugehen hatte – das Gegenfeuer eröffnen war beispielsweise eine Möglichkeit –, aber all diese Lektionen hatte der Chandrilaner in diesem Moment vergessen. Darum bemerkte er auch nicht wie hinter ihm ein Panzer der 2-M Saber-Class auftauchte. Zusammen mit schießenden Soldaten der Imperialen Armee versuchten sie auf diese Weise den Feind zu stoppen.

[Corellia :: Northern Hills (Planquadrat E2/E3) :: Waldstück :: Private Novus neben der Leiche von Private Wil, imperiale Soldaten samt 2-M Saber-Class Panzer im Gefecht mit einigen Soldaten der Republik]

written by
Aiden Thiuro
 
Zuletzt bearbeitet:
Böses erwachen

:: Orbit über Corellia :: Imperiales Geschwader "Retribution" (VA Nerethin) :: CRV Gladius :: Personenkabine 09 || CDR Nav Dirken - Jahanna Tebelon - ein Flottensoldat
:: Am Rande des imperialen Minenfeldes D8 zu E8 ::

Würde ein übernatürliches Auge die Gladius von außen betrachtet haben, mit durchdringendem, neugierigem Blick, so wäre der erste Eindruck ein ruhiger gewesen. Trotz der nicht lange vergangenen Explosion einer Mine nahe des Heckbereichs. Mit Röntgen-Augen vermochte solch ein Wesen vielleicht in die Brücke spähen, wo imperiale Soldaten in einem komplizierten, zwischenmenschlichen Geflecht gemeinsam und doch auch gegeneinander versuchten das richtige zu tun. Der Blick würde Mittschiffs schweifen, in weite, helle Gänge, in denen schwarze Stiefel kräftig eilten. Militärisches Treiben an den Geschützständen, aber auch in den Quartieren. Gebrüll des Unteroffiziers, ernster und kühler Blick des Offiziers. Schäden an Mensch und Maschinen wurden analysiert und versorgt. Verletzte, ein Arzt. Hektisches Treiben.

Je weiter zum Heck solch ein Röntgen-Blick käme, umso stärker die Anzeichen von Gewalt. Die Druckwelle einer Mine hatte sich an den Schilden gebrochen. Und die Schilde waren an der Mine zerbrochen. Doch hier war es ruhiger. Und dunkler. Einzelne Menschenwesen und ein Advoze krochen mit Kopflampen in engen Schächten. Kondenswasser und Hitze, Schweiss und Angst. Hier wurde die Zukunft des ganzen Schiffes entschieden. Durch die Handwerker.

Der imaginäre Betrachter im All würde dann ein Gesamtbild der Gladius haben. Doch wie bei der Musik auch die Pause zur Melodie gehört, so würde der Blick auch auf eine "Lücke" gezogen. Ein Ort abgelegener Stille. Auf der oberen Ebene, im hinteren Viertel der Gladius. Dort waren weite und ruhige Gänge. Passagierkabinen. Das Dröhnen der nahen Antriebssektionen war hier - obgleich räumlich nah - nur ein fernes, fast angenehmes Wummern. Ein dunkler Ton im Hintergrund. Einlullend. Erlösend. Wie der ruhige Atem eines geliebten Menschen ganz nah in der Nacht.

Jahanna Tebelon spürte warmen Atem an ihrem Hals. Ein sanftes Licht jenseits der geschlossenen Augenlider. Dann wieder Dunkelheit. Licht. Dunkelheit. Die Welt drehte sich, doch zugleich war der Körper schwer wie Blei auf dem dunkelblauen Teppichboden der Passagierkabine 09. Aus tiefer Bewusstlosigkeit war es wie ein Auftauschen aus zähem Teer. Die Menschenfrau wollte ruhen, sie wollte lieben. Denn Liebe war Ruhe und das Schiff war ein Meer aus Teer, das ferne, warme Dröhnen, der Atem. Dann jedoch, waren ihre Augen plötzlich offen.

Der Übergang von Traum zu Wirklichkeit war harsch und kalt. Das Wummern der Maschinen wurde ersetzt durch das Wummern ihres Herzens, das auf dem Boden gepresst schlug. Unter ihrem eigenen Gewicht bedrängt. Doch nicht nur ihr Gewicht. Die tanzende Deckenlampe der improvisierten Gefangenenzelle des Nav Dirken warf ein schreckliches Schattenspiel. Direkt neben der Konsularagentin lag ein Mann. Eng umschlungen waren beide. Der Mann war gefesselt an einen Stuhl, den die schwer gestürzte Jahanna Tebelon gewaltsam fortgerissen hatte. Der Kopf des massigen Commander Nav Dirken war so nah, dass sein Atem den Nacken der Frau befeuchtete. Und dann realisierte Jahanna Tebelon was geschehen war: Der Stuhl mit Nav Dirken war zur Seite gefallen und begrub die Frau zu einem Gutteil. Und in den weit aufgerissenen Augen des Commander war der Glanz eines sterbenden Mannes. Sein Atem war kurz und stoßweise. Und er beförderte weißen Schaum von den wulstigen Lippen an den schlanken Hals der Frau. Panik sprang von den Augen des Commander in das Herz der Jahanna Tebelon über. Die Erinnerung war zurück.

Aus einem urtümlichen Reflex heraus begann sie mit beiden Armen gegen die Brust und das Gesicht des Commander zu trommeln, wie man es in den kurzen Nahkampflehrgängen gelernt bekommt. Doch der Commander schloss nichteinmal die Augen. Nur das Stöhnen, das Rasseln der Lungen, das Spucken blieb. Mit der Gewalt der Angst strampelte Jahanna Tebelon unter dem Gewicht des Commander, der noch immer auf dem gestürzten Stuhl gefesselt war.

"Nein, Nein! Nein!!"

Steigerte sich ihr Protest gegen die Erkenntnis. Dann endete Jahanna Tebelon in einem spitzen Schrei. Ihr rechtes Knieh war im Sturz unter die Stuhlkante geraten. Bis in den Hinterkopf drang der Schmerz, als sie sich versuchte herauszuwinden. Doch das Entsetzen war größer. Auf dem Boden rutschte sie fort von Nav Dirken. Mit geweiteten Augen starrte sie auf den leidenden Mann, dessen Augen sie verfolgten.

"Nein, Nein, Nein!!"

Protestierte sie erneut in die Stille des Raumes, der nur durch das rote Alarmsignal und die fahle Deckenleuchte erhellt wurde. Nun war es vorbei mit der makellosen Form und Korrektheit. Ihre Stirn hatte eine Blutspur, die Haare waren losgelöst, schäumender Speichel hatte ihre Wangen benetzt und ihr Knieh... Sie versuchte das rechte Knieh anzuwinkeln, es gelang nicht. Sie wimmerte, streckte das Bein und rutschte den Rock einen Handbreit hoch. Es war ein seltsames Gefühl im Magen, als müsse sie sich übergeben. Ihr Knieh war blau und rot geschwollen an der Innenseite. Ein wenig Blut hatte sich durch die aufgerissene Strumpfhose wie in einem digitalen Muster verteilt. Sie atmete tief durch um sich zu beruhigen, doch es gelang nicht. Ihr Blick fiehl auf das Schreibbrett am Boden, neben dem ungestürzten Tisch. Der Vorantrag auf Anerkennung des Kriegsgefangenenstatus von Nav Dirken. In all den einstürzenden Ängsten und Fragen: 'Was war passiert? Wer griff an? War es vorbei? Werde ich sterben?', war dieses Formular eine Rettungsboje. Sie war nicht grundlos in diesem Raum gewesen.

Mit allen Kräften zog sie sich unter Schmerzen an der Wand hoch. Sie keuchte hörbar, ein Wimmern bisweilen. Als sie stand und an Wand und Möbel gestützt auf die Ausgangstür des Raumes zuhumpelte, da merkte sie rasch, wie desorientiert sie war. Alles drehte sich. Doch etwas trieb sie an, im Inneren. Der Vorgang musste zu Ende gebracht werden! Egal wie! So schlugen ihre geschundenen Knöchel gegen die Verriegelungtaste der Türkonsole. Das Schiff war ausgesperrt.

"Commander Dirken! Halten Sie durch, ich hole Hilfe!"

Stöhnte die Agentin. Wie paradox Wort und Tat zueinander standen, bemerkte sie gar nicht. Sie humpelte weiter, zu dem Flottensoldaten der über den Tisch an die Wand geschleudert worden war. Er hatte sich seinen Hochspannungs-Schlagstock dabei unfreiwillig in den Unterleib gerammt. Der junge Mann wirkte bewusstlos. Vielleicht schlimmeres. Jahanna Tebelon wusste es nicht zu sagen. Mit klammen, kalten Fingern nahm sie den Schlüssel für Nav Dirkens Handschellen vom Gürtel des Jungen. Die letzte Etappe legte sie auf dem Boden rutschend zurück. Ihr Knieh brannte wie Feuer und im Hinterkopf schrieh eine Stimme, dass sie ihren rechten Fuß nicht mehr spüren konnte. Es schauderte sie, doch kroch sie weiter bis sie neben dem gestürzten Stuhl zurückgekehrt war. Nav Dirken war noch immer grotesk darauf fixiert, mit Klebeband und Handschellen. Speichel rann ihm aus dem Mund und hatte eine kleine Lache auf dem Boden gebildet. Warum?

"Commander Dirken! Bitte, sie müssen durchalten, können sie mich hören?!"

So flehte die Konsularagentin und schloss die Handschellen auf. Sofort sackte der schwere Mann mit dem markanten Backenbart etwas in sich zusammen.

"Commander Dirken! Hören sie mich?!"

Er gab ein Stöhnen von sich. Jahanna Tebelon benutzte indes ihren Digitalstift um das Klebeband um seine Fußgelenke zu zerreissen. Nav Dirken begann zu husten, die Lippen zu bewegen. Tatsächlich kam etwas Leben zurück in den Leib. Er wand sich, versuchte sich zu übergeben.

""Halten sie durch! Hören sie...hören sie!"

Sie zerrte seinen Oberkörper etwas seitlich über ihr gesundes Bein, dass er sich nicht selbst ersticken würde. Der Schaum vor seinem Mund und die glasigen Augen wirkten wie ein allergischer Anfall, vielleicht Asthmatiker, vielleicht Epileptiker, oder ein schweres Hirntrauma? Jahanna Tebelon hatte keine Ahnung, aber sie empfand Entsetzen und Mitleid mit Nav Dirken. Das Leiden war so unvermittelt in ihr Leben eingedrungen. Buchstäblich schlagartig. Irgendwo verstand Jahanna für einen Moment, dass die schlimmen Folgen dieses Augenblicks erst kommen würden, wenn alles schon vorbei war und sie Zeit hatte allein zu sein. Behutsam und sanft half sie dem sterbenden Commander.

"Ich lasse sie nicht allein. Halten Sie durch. Aber sie müssen den Antrag unterschreiben, Commander, verstehen Sie? Damit steht und fällt alles!! Ich kann ihnen nicht helfen, wenn wir das nicht zu Ende bringen. Und dann wird es ihnen besser gehen, ich verspreche es ihnen. Lassen sie das ganze Elend hinter sich, ich bitte sie, helfen sie mir!"

Zwei Welten vermischten sich in ihren Worten. Da war der Alltag - was gleichbedeutend war mit: Dienst - und da war der Ausnahmezustand. Jahanna Tebelon schaffte es nicht mehr, eine klare Grenze zu sehen. Ihr fehlte die Kraft. Sie schob mit zitternden Händen und bebenden Lippen dem Commander das Schreibbrett mit dem Antrag unter die rechte Hand. Dann sprach sie erneut, lehnte sich enger vor zu Nav Dirken.

"Commander Dirken, bitte. Können sie mich hören?"

Endlich! Er nickte und sah mit flachem Atem zu ihr auf. War da Angst oder Wut? War diese Frau Rettung oder Untergang? Sie konnte sich nicht finden in diesem Blick.

"Niemand wird ihnen etwas zu Leibe tun. Unterschreiben sie, sie werden auf die Krankenstation kommen, und Ruhe finden. Ich verspreche es."

Was aus Mildtätigkeit gesprochen wurde, konnte wie eine Drohung verstanden werden. Nav Dirken wollte etwas sagen, doch es wurde ein Röcheln. Er spuckte aus. Dann spürte er etwas in seiner Hand. Ein Stift war dort aufgetaucht. Nav Dirken lag im Sterben. Er legte den Kopf seitlich auf das gesunde Bein der Frau. Seine Kraft war am Schwinden. Sein Blick war auf das Schreibbrett auf dem Boden geheftet. Darüber seine Hand mit einem Stift. Sie unterzeichnete das Dokument. Dann wurde es dunkel für ihn.

Als Jahanna Tebelon die Unterschrift sah, atmete sie gepresst aus. Eine Last fiehl von ihr ab. Der formale Vorgang war zu Ende gebracht. Für diesen Moment war alles andere egal. Sogar ihr verletztes Bein, das sie nicht mehr spüren konnte.

"Danke...Danke..."

Brachte sie leise hervor und bettete den Kopf von Nav Dirken auf seinem Arm in stabiler Lage. Dann rief sie laut und mit aus Ungläubigkeit geborenem Zorn:

"Hilfe! Wache! Warum ist keiner hier? Wir brauchen einen Arzt!"

Als ihre Gedanken so langsam die Grenzen dieses Raumes verließen, überkam sie tatsächlich eine Wut. Warum war niemand hier? Warum musste sie all dies alleine durchstehen? Dann kam es ihr wieder in den Sinn. Sie hatte die Tür selbst verriegelt. Sie konnte diesen Widerspruch im Moment nicht gänzlich auflösen. Eines war jedoch klar: Nav Dirken hatte unterschreiben müssen. Das war genau die Chance, auf die sie die vergangenen Wochen gewartet hatte. Viel früher als erwartet war sie eingetroffen. Eine Chance für Jahanna Tebelon, eine Chance für Manius Selgorias. Sie quälte sich erneut zur Tür hin und entriegelte.

"Halten Sie durch, ich hole den Arzt so schnell ich kann."

Im weißen Korridor, der aus dieser Sackgasse der Kabine 09 fortführte, lag einige Meter von der Tür entfernt der zweite Wachsoldat. Scheinbar war er gegen die Decke geschleudert worden. Ein Schutzgitter war heruntergestürzt. Sie konnte das einfach nur sehen, aber nicht verstehen. Als sie hinaustrat und an der Wand entlang ihren Weg suchte, bemerkte sie, dass sie nur noch einen Schuh trug. Sie entledigte sich auch des zweiten und rutschte und humpelte so den Weg zurück zu ihrem eigenen Quartier. Sie musste einen Arzt holen und musste den abgeschlossenen Vorgang sichern. Auch galt es herauszufinden was passiert war. Und sie musste sich irgendwie wieder in eine korrekte Form bringen. Sie repräsentierte etwas. Litt ihre Form, litt das Ansehen dessen, was sie repräsentierte. Viele Dinge stürzten also auf sie ein. Und zwei Fragen waren mit am dringlichsten: Was hatte Nav Dirken befallen? Und wer hatte seine Dienstmütze, die Jahanna beim Eintreten in die Kabine gesehen hatte, dem Gefesselten auf den Kopf geknautscht?

:: Orbit über Corellia :: Imperiales Geschwader "Retribution" (VA Nerethin) :: CRV Gladius :: Korridor || Jahanna Tebelon
:: Am Rande des imperialen Minenfeldes D8 zu E8 ::
 
-[Corellia - Coronet - Planquadrat H6 - nahe dem Schildgenerator]-
Visas mit Sarid - erster Abend​

Sarid antwortete sofort auf Neis Nachricht, da es enorm wichtig war, dass ihre Tarnung nicht auffiel, zumindest zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Kurz darauf beantwortete die Rätin erst die Frage zum Fenster, durch das sie die Lagerhalle betreten hatten. Sie hatte das Fenster angelehnt, allerdings nicht komplett geschlossen. Es würde also lediglich einem aufmerksamen Beobachter auffallen. Visas fragte sich in diesem Moment, ob die Patrouillen, die sie bemerkt hatte wohl aufmerksam genug waren. Auf der anderen Seite war es dunkel und vielleicht würden sie es bei einem schon länger leer stehenden Lagerhaus – die Miraluka konnte das zwar nicht so beurteilen, da ihr die Details verborgen blieben, aber sie vertraute dem Wort ihrer Meisterin – als normal ansehen ein offenes oder angelehntes Fenster vorzufinden. Die Rätin warf einen letzten Blick aus dem Fenster in Richtung Schildgenerator und versuchte ihre Padawan zu beruhigen, indem sie ihr vermutete, dass den meisten Soldaten, also auch den Wachen eher Verteidigungsaufgaben zukommen würden. Allerdings fragte sie Visas noch einmal nach der Anzahl der patrouillierenden Wachen. Sicherlich wusste sie die Antwort bereits und Sarid wollte ihre Schülerin lediglich testen, etwas anderes konnte sich das blinde Mädchen nicht vorstellen.

„Drei Personen sind bei der Patrouille… oh, warte, da nähern sich noch mehr Personen! Noch eine Patrouille?! Scheint, als würden die ausschwärmen, meinst du wir haben sie irgendwie auf unsere Anwesenheit aufmerksam gemacht?“

Bevor eine Antwort kam, forderte Sarid sie zunächst auf die Lagerhalle zu verlassen, da sie alles gesehen hatte, was nötig war.

„Hast du einen Weg gefunden, wie wir unbemerkt zum Kühlsystem des Schildgenerators kommen?“

Diesmal gingen sie den Weg ohne Licht. Bei den draußen schwärmenden Soldaten war es auch für Sarid ein zu hohes Sicherheitsrisiko eine Lichtquelle zu verwenden, sodass sie sich genau wie die Miraluka auf ihre Machtsicht verließ.
Es war als zöge sich der Weg ewig in die Länge, aber vielleicht auch nur, weil sie so vorsichtig sein mussten. Visas war sich sicher in dieser Stille würde sie ihr rasendes Herz verraten. Sie hörte das Pochen so laut und versuchte sich daraufhin innerlich Ruhe zuzusprechen, sodass sich ihr Herzschlag beruhigte. Sarid wirkte ruhig, zumindest nach außen hin und sie ließ sich auch nicht die Ruhe nehmen, während sie so durch die Gänge schlichen eine weitere Com-Nachricht zu verfassen. Sie gingen langsam die Treppe hinunter und näherten sich weiter dem Fenster. Als das Fenster in ihren ‚Blick‘ kam, drückte die Miraluka es leicht mit der Macht auf. Am Fenster angekommen, schickte ihre Meisterin gerade die Nachricht ab und wollte gerade durch das Fenster steigen, doch Visas konnte sie noch rechtzeitig vom Fenster zurückziehen. Sie legte sofort ihren Zeigefinger auf die Lippen, wohlwissend, dass Sarid diese Geste ohnehin nicht sehen konnte bei dieser Dunkelheit.

Was wäre wohl passiert, wenn sie die Rätin nicht zurückgehalten hätte. In dem Moment, wo sie durch das Fenster klettern wollte, war eine neue Patrouille mit zwei Personen um die Ecke gebogen. Visas hatte es noch gerade bemerkt. Jetzt klopfte ihr Herz wieder wie verrückt und sie kauerte mit ihrer Meisterin unter dem Fenster im Innern der Lagerhalle. Die blinde Padawan konzentrierte sich jetzt nur auf die Machtsicht und verfolgte genau die Schritte der Zweier-Patrouille. Durch das offene Fenster und ihr gutes Gehör, auf das sie sich sehr stark vor ihrer begonnenen Jedi-Ausbildung verlassen hatte, konnte sie die zwei Männer miteinander reden hören.


„Hast du das auch gehört?“, sagte die eine tiefe, etwas älter klingende Männerstimme.
Der, von der Stimme her, jüngere Soldat entgegnete:
„Hör auf, du wirst langsam paranoid. Ich glaub es wird Zeit für dich. Wenn das hier vorbei ist, trittst du besser deine Pension an. Was du gehört hast war bestimmt nichts Auffälliges. Wir sind schließlich in Alarmbereitschaft versetzt worden, weil hier irgendwas rumschleicht und wenn es nur irgendwelche leichtsinnigen Bewohner von Coronet sind! Lass uns weitergehen! Hier bei den Lagerhallen ist bestimmt nichts, die stehen schon ewig leer.“
„Werd nicht frech, Kleiner!“

-[Corellia - Coronet - Planquadrat H6 - nahe dem Schildgenerator]-
Visas mit Sarid - erster Abend​
 
[Corellia | vor Coronet | Planquadrat E3 | Northern Hills] Cado Jyvun, Wonto Sluuk, John Clanc

Während sie liefen bemerkte Cado, dass das Tal größer war als es zunächst aussah. Sie hatten noch ein weites Stück zurücklegen und der Mörserbeschuss der Imperialen machte es nicht ungefährlicher. Kaum hatte er den Gedanken zuende gebracht schlug in der Nähe eine Granate ein, dessen Explosion Dreck auf sie schleuderte. Sie gingen hinter einem zerstörten T3-B Panzer in Deckung und Wonto, der um den Panzer herumspähte, erläuterte ihnen die Lage.

"Da drüben sind unsere Leute auf dem Vormarsch. Aber auf der linken Seite scheint sie etwas aufzuhalten. Ich kann es nicht erkennen... Was sollen wir tun, Sergeant? Rechts rum und uns dem Hauptvorstoß anschließen oder nach links und den Leuten dort helfen?2

Cado Jyvun üerlegte einen Moment als der Freund von Wonto, John Clanc einen Vorschlag machte.

"Ein Teil geht mit mir und hilft links den Soldaten, dann stoßen wir zu euch 2 wo ihr mit dem Rest die rechte Seite unterstüzt. So weit mein Vorschlag!"

Der Master Sergeant dachte darüber nach. Dann schaute er seine Corporal an.

"Corporal. Sie nehmen den Trupp und schließen sich unserer Hauptstreitmacht an. Wir 3 werden unsere Kameraden auf der linken Seite helfen."

Corporal Ardrott nickte, sammelte die restlichen Soldaten von Bullhead 2 und dann machten sie sich auf den Weg. Cado schaute Wonto und John an, um ihnen den Plan zu erklären.

"Also gut. Wir werden unseren Leuten da drüben helfen. Wir werden aber von der linken Flanke aus angreifen. Das heißt, wir machen einen großen Bogen, hinter unseren Leuten her, sodass die Impis uns nicht sehen können. Dann fallen wir den Impis in die Seite. So müssen sie sich um 2 seiten kümmern und werden es schwerer haben! Los gehts!"

Mit diesen Worten liefen sie los, in der Hoffnung nicht von einer Mörsergranate getroffen zu werden, oder anderen Dingen. Sie kamen nah genug an den Soldaten der NR vorbei um die Kampfgeräusche hören zu können. Waren aber weit genug entfernt, dass die Impis sie nicht sehen konnten. Cado sprang in einen größeren Bombentrichter, der wohl durch mehrere Mörsergranaten entstand. Da er wohl etwas schnell gelaufen ist, waren John und Wonto ein kleines Stück nach hinten gefallen. Er musste jetzt warten bis die beiden zu ihm kamen und dann konnten sie von hier aus auf die Imperialen zustürmen.

[Corellia | vor Coronet | Planquadrat E3 | Northern Hills | Bombentrichter] Cado Jyvun, weiter hinten Wonto Sluuk & John Clanc
 
Corellia – vor Coronet - E3, nördliche Hügel - u.a. Keaed und Kalyn

Keaed eilte zum Speederwrack, sobald er mit seinem Teil des Hinterhalts fertig geworden war. Es hatte ihn eine Weile gebraucht, und er hatte seinen Overracer versehentlich in ein Gebüsch gesetzt, als er einen aus dem Dickicht abgefeuerten Blasterschuss ausgewichen war. Anschließend hatte sich der Schütze zunächst ruhig verhalten – feige wie ein Korallenfisch auf Glee Anselm, die sich bei der kleinsten Bewegung im Schutz des Riffs versteckten. Er mochte diese Sorte nicht, und am Ende hatte es dem Imperialen ohnehin nichts genützt. Als er schließlich an der Stelle der Explosion ankam, waren Kalyn und ihre Beschützer bereits aus dem brennenden Wrack geklettert und hatten Deckung gesucht. Nur der Twi'lek, der das Vehikel gesteuert hatte, lag reglos im übel ramponierten Cockpit, seine leblosen Augen zu Keaed gerichtet. Leblos? Nein – hatte er nicht gerade versucht zu blinzeln? Die anderen hatten ihn entdeckt und ihm zugerufen, dass sein Vorhaben sinnlos war, doch der Padawan wusste, dass das nicht stimmte, und er konnte den Verwundeten als angehender Jedi nicht einfach hier sterben lassen. Außerdem glaubte er nicht, dass der Speeder so schnell explodieren würde.

Das ruinierte Cockpit so aufzuschneiden, dass er den Mann nicht verletzte, war nicht einfach. Zudem waren seine Beine eingeklemmt, so dass er die halbe Speederfront zerlegen musste. Unter anderen Umständen hätte es ihm vielleicht Spaß gemacht, einen Querschnitt durch so ein Gefährt zu machen und sich seine Komponenten von innen anzusehen, aber nicht jetzt. Jetzt war er froh, den Twi'lek herauszubekommen, ohne mehr als nötig von dem schwarzen Qualm einzuatmen, ihm einen Lek abzutrennen oder irgendwelche weiteren Knochen zu brechen – Brüche hatte er ohnehin schon genug.

»Danke,«

Meinte der Soldat matt, als Keaed ihn endlich dem Griff des Cockpitblechs entwunden und auf den Boden gelegt hatte, und dann kam die Explosion. Der Nautolaner spürte den Adrenalinschub, als die Druckwelle ihn erfasste und glaubte einen Moment lang, er würde sterben, doch dann war es eben so plötzlich wieder vorbei. In der Ferne waren weitere Detonationen zu hören, aber der zerstörte Arrow-23 lag immer noch an Ort und Stelle, und als er sich umsah, bemerkte er eine Rauchsäule im Nordosten und es schien, als wäre eine Art unterirdische Bunkeranlage eingestürzt – dort musste sich die Explosion ereignet haben. Der Padawan wusste nicht, wer oder was sie ausgelöst hatte, doch im Moment spielte das keine Rolle. Er handelte automatisch, packte den Twi'lek, legte ihn sich über die Schulter und rannte damit zu Meisterin Kalyn.

Als er sich näherte, hörte er Worte aus dem Mund seiner Mentorin, die er weder so schon einmal vernommen noch für möglich gehalten hatte. Sie dachte, der Nautolaner wäre tot, was er ihr irgendwo gar nicht verdenken konnte, war er doch selbst noch ganz verwirrt von den Ereignissen. Im einen Moment hatte Keaed gedacht, es wäre vorbei mit ihm und im nächsten schien eigentlich überhaupt nichts passiert zu sein. Jetzt war er aber ganz gerührt, seine Meisterin so reden zu hören, hatte er doch immer geglaubt, er wäre ihr so egal wie nur irgend was und sie empfände ihn nur als einen Klotz am Bein. Zu hören, dass sie sich um ihn sorgte oder überhaupt positiv von ihm redete, war mehr als ungewohnt.

»Ich bin wiedar da und mir gehd es gud, Meisdarin! Aber habd Ihr nichd gespürd, dass ich noch am Leben bin? Ich wussde nach dar Explosion soford, dass ihr nicht dod seid.«

Verkündete Keaed, als er den Baumstamm überquerte. Kalyns blutüberströmter Kopf fuhr herum, sie wirkte im ersten Moment, als hätte sie ein Gespenst gesehen, um den hoch über ihr stehenden Padawan dann mit versteinerter Miene anzusehen. Dabei brachte sie einen menschlichen Soldaten aus dem Konzept, der gerade dabei gewesen war, ihre Kopfwunde zu verbinden. Offenbar hatte sie einiges abbekommen im Speeder – kein Wunder, dass sie offenbar mehrere Minuten gebraucht hatten, ihn zu verlassen.

»Da bist du ja endlich! Trödel' nicht, komm hier runter!«

Schnappte die Menschin, und ihr Schüler hatte dabei das Gefühl, dass die Soldaten der Neuen Republik – und vor allem er – sie in einem so schwachen Moment gesehen zu haben. Er hatte allerdings keine Zeit mehr, sich weitergehende Gedanken darüber zu machen, denn dieses Mal explodierte der Speeder wirklich. Die Druckwelle warf ihn vom Baumstamm herunter und ließ ihn und seine verwundete Last durch die dahinter in Deckung wartenden Personen purzeln. Dabei spürte er einen stechenden Schmerz im Rücken. Da er mit dem Gesicht bremste, konnte er zunächst nur aus dem Stimmengewirr ableiten, was um ihn herum vorging.

»Keaed!«

»Meisterin Jedi, hätten Sie die Güte, sich endlich von mir verbinden zu lassen?«

»Kopf runter, Soldat! Wir wissen nicht, ob bereits alle Granaten explodiert sind!«

Als Keaed den Kopf zur Seite drehte, sah er Kalyn neben ihm knien. In der Hand hielt sie einen blutigen Metallsplitter, Nautolanerblut, nach allem, was er sagen konnte. Hinter ihr lag der Twi'lek, zumindest auf dem ersten Blick hatte sich sein Zustand nicht verändert.

»Sehr tapfer von dir,«

Meinte die Jedi-Meisterin, die seinen Blick bemerkte, nun erkennbar um einen versöhnlicheren Ton bemüht. Zudem hielt sie still und ließ sich verbinden, von einem Soldaten, der nun ebenfalls geflissentlich darauf achtete, im Schutze des Baumstamms zu bleiben.

»Aber du hättest wirklich schleunigst in Deckung gehen sollen, anstatt dort oben in Heldenpose stehen zu bleiben und Reden zu schwingen! Weißt du, was für einen Schreck du Uns eingejagt hast?«

»Ich… ich hädde nichd gedachd, dass Ihr so reagieren würded. Ich dachde, Ihr mögd mich nichd, weil ich nichd so bin wie ihr und es auch nie sein kann. Ich dachde, ich wäre Euch so ziemlich egal,«

Erwiderte Keaed, und Kalyns Gesichtszüge wurden weich.

»Nein, wie kommst du denn darauf? All die Male, zu denen Wir dir gesagt haben, tu das nicht, mach das so, sei nicht so leichtsinnig, tu, was Wir dir sagen, denkst du, Wir würden uns so verhalten, wenn Uns egal wäre, was du tust und was mit dir geschieht? Oder Wir dich nicht leiden könnten? Wir sagen dir: wenn es Uns nicht kümmern würde, würden Wir dich einfach machen lassen und dich aus deinen eigenen Fehlern lernen lassen. Wir machen dir so viele Vorschriften, eben weil Uns kümmert, was aus dir wird, und dass du nicht so endest wie manch andere Padawane und Jedi, die Wir kannten. Wir möchten, dass aus dir ein guter Jedi wird und das wirst du, wenn du beginnst, auf Unsere Ratschläge zu hören. Niemals wollten Wir etwas anderes!«

»Oh…«

Keaed wusste gar nicht, was er sagen wollte, aber seine Augen wurden feucht. Er rang nach Worten, doch bevor er sie fand, meldete sich der corellianische Korporal zu Wort. Offenbar erwartete man keine weiteren Detonationen mehr.

»Ich störe wirklich nur ungern, aber wir haben Verstärkung angefordert, und ein neuer Speeder ist bereits hierher unterwegs. Danke, dass Sie unseren Kameraden gerettet haben! Ich denke, es ist das beste, wenn Sie sich ebenfalls im Lazarett untersuchen lassen. Sie beide könnten einen Schock erlitten haben.«

»Keine Ursache…,«


Murmelte der Nautolaner, dem all das, was auf ihn einprasselte, langsam etwas zuviel wurde. Sollte er sich als Held fühlen, oder als Narr? Für beides gab es vermutlich Gründe. Sicher war er allerdings, dass er keinerlei medizinische Behandlung brauchte, von einem Bactapflaster vielleicht abgesehen. Bei seiner Meisterin war er sich da nicht ganz so sicher. Sie machte keinen guten Eindruck und war auch ziemlich blass, und das lag sicher nicht am Schrecken, den ihr die Explosion eingejagt hatte.

»Das wussde ich nichd, Meisdarin. Wirklich nichd…«

Im selben Moment traf Verstärkung ein. Nicht die erwartete, aber eine hochwillkommene als ein weiteres Meister-Padawan-Pärchen eintraf. Vielmehr ein ehemaliges, um genau zu sein.

Corellia – vor Coronet - E3, nördliche Hügel - u.a. Keaed und Kalyn
 
[Corellia-Coronet-Kommunikationszentrale] Robert Muldoon, Darek Trask, Anakin Solo, Tenia, Soldaten und Volkssturm

Darek konnte es nicht fassen, dieser verfluchte Sith hatte den Jedi tatsächlich entkommen lassen und dafür waren nun einige seiner Kameraden tot.
Nur damit sie sich jetzt wieder mit diesem Ärgernis herumschlagen durften.
Dem Seargent trat der kalte Schweiß auf der Stirn aus, wenn er daran dachte, wie schwer es gewesen war den Jedi einzufangen und nun waren noch nicht einmal mit einer vollen Kompanie aus erfahrenen Soldaten ausgestattet.
Aber egal, Darek fragte gar nicht erst nach anweisungen, es war klar was jetzt zu tun war.
Er entsicherte seinen E-11 und bereitete sich schon innerlich darauf vor ihn blitzschnell hochzuziehen und dem Abschaum den Schädel wegzupusten.
Als er sich dann umsah, bemerkte er das der Staff Seargent der sie am Eingang empfangen hatte nicht mehr zu sehen war.
Doch egal wo dieser hingegangen war, er kam kurze Zeit später mit einem Gefangenen im Schlepptau zurück, ein weiterer Saboteur, wie Darek annahm.
Verdammt, wie viele von denen waren denn noch hier ?!
Er stieß Captain Muldoon, welcher immernoch einen Indianerblick-Wettbewerb mit Solo zu führen schien, an ohne diesen jedoch selbst aus den Augen zu verlieren.


"Captain, sieht mir ganz danach aus, als hätten wir einen Gefangenen."

Der bärtige Mann zeigte auf den entdeckten Saboteur und grinste leicht unter seinem Helm,
denn er hoffte so einen Vorteil gegenüber dem Jedi zu haben.


[Corellia-Coronet-Kommunikationszentrale]Robert Muldoon, Darek Trask, Anakin Solo, Tenia, Farank,Soldaten und Volkssturm
 
[Corellia | vor Coronet | Planquadrat E3 | Northern Hills | Bombentrichter] Cado Jyvun, weiter hinten Wonto Sluuk & John Clanc

John und Wonto hörten ihrem Master Seargeant genau zu. John verstand den Plan genau, und so gut wie er seinen Freund nun verstand, Wonto auch. Mit geladenen Waffen, im Anschlag ihrer Arne, und somit auf Überraschungen der Imperialen oder anderem Wesen vorbereitet stürmten die 3 nun nach vorne, imer schleichend, und blos nicht vom Gegener, endtecken lassend, kamen sie also irgednwann an der Flanke der Imperialen an.

Cado, war etwas schneller als die 2 Freunde, die nur mühsam durch das unwegsame Gelände kamen, und so etwas zurück hinten. Als die beiden dann auch in einer kleiner Deckung eines Sprenglöoches angekommen waren, wartete John den Feuerbefehl ab.

[Corellia | vor Coronet | Planquadrat E3 | Northern Hills | Bombentrichter] Cado Jyvun, weiter hinten Wonto Sluuk & John Clanc
 
~ Corellia System ~ Corellia ~ Coronet City ~ Planquadrat G10 ~ Dach eines neueren Lagerhauses ~ Michael, Widerständler, Steven ~


Das Piepen des kleinen Kommgeräts veranlasste Michael dieses sogleich aus seiner Hosentasche zu hole und es Steven zu geben.

"Ich weiß ja nicht ob ihr noch beide geheimes Jedizeug abquatschen müsst."

erklärte Michael mit zuckenden Schultern und gab dem Jedi-Ritter den piependen kleinen Gegenstand.
Nach dem abhören der Nachricht war Steven ein wenig überrascht.
Die Jedi-Rätin verlor kein ernstes Wort über dieses Ungeschickt, keine Standpauke, rein gar nichts. Steven wäre alles andere als so gelassen geblieben hätte einer seiner Schützlinge so eine wichtige nunja "Beute" verloren.

Sarid hingegen nicht, was vielleicht auch daran lag, das die Rätin selber gerade mitten im Einsatz war und somit folglich auch nicht viel Zeit blieb dem Ritter und seinen Widerständlern zu erklären was als nächstes zu tun sei. Improvisieren hieß nun also das Zauberwort.

Der Ritter versuchte sich zu erinnern wie Coronet aufgebaut war, wo sie ungefähr sein mussten und welche Operationen sie hier in der Nähe ausführen konnten. Gab es da nicht einige hochrangige Politiker die die Jedi festnehmen wollten?

Der Jedi gab Michael das Kommgerät wieder zurück und bewegte mit Hilfe der Macht sein Lichtschwert von seinem Gürtel in seine Hand um es anschließend zu aktivieren.
Mit aktivierter grün-leuchtender Klinge ging der Jedi zu der massiven Stahltür und bohrte seine Plasmawaffe in das Schloss.
Durch die Macht konnte der Ritter spüren, wie Metalle und Elektrokontakte anfingen zusammenzufließen um dann endgültig von der heißen Klinge verdampft zu werden.
Nach einigen Sekunden war das gesamte Schloss bestehend aus Elektronik und Metall zerschmolzen und die Metalltür öffnete sich einen Spalt breit.

"Bevor wir darein gehen.."

drehte sich der Ritter zu den Widerständlern und deaktivierte vorerst die Lichtschwertklinge.

"Rätin Horn hat uns keinen direkten Befehl gegeben, wir sollen nur wenn nichts zu tun ist zum Unterschlupf zurück. Aber wenn ich es richtig in Erinnerung habe, könnten wir hier in der Nähe einige Politiker festnehmen. Oder hat noch jemand ne andere Idee?"

Steven entschloss sich als letzter in die Lagerhalle zu gehen um, bevor Michael die Schwelle übertritt, ihn noch einmal zur Seite zu nehmen.

"Hast du schon drüber nachgedacht?"


~ Corellia System ~ Corellia ~ Coronet City ~ Planquadrat G10 ~ Dach eines neueren Lagerhauses ~ Michael, Widerständler, Steven ~
 
[Rückzugspunkt Aurek – außerhalb des Corellia-Systems - ISD Avenger – Flaggbrücke] Besatzung und Elysa Nerethin

Während ihr Stab Berichte zusammenstellte, und die Avenger noch im Hyperraum war, hatte die Vice Admiral einige Momente für sich selbst. Ob dies gut oder schlecht war wusste Elysa nicht so recht zu beurteilen, die Selbstreflektion jener Augenblicke war nicht eindeutig. Sie wusste nicht, ob sie die Order zum Bombardement gegeben hätte, die Corellianerin hatte dem Geschwader nur einen entsprechenden Kurs zugewiesen. Sie glaubte daran, dass das Imperium diesen Krieg sauber führen und gewinnen konnte, doch was sie zumindest in Betracht gezogen hatte, war ihrer offensichtlichen Drohung eventuell auch den entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Durch das Eingreifen der Hapaner war ihr diese moralische Zwickmühle erspart geblieben, dennoch änderte es nichts daran, dass Elysa nicht wusste, was sie getan hätte.
Needa hatte einmal gesagt, dass die eigenen Ideale nur dann etwas wert sind, wenn sie geprüft werden. Die Ideale des ehemaligen, mittlerweile als verschollen geltenden Großadmirals waren mehr als einmal auf den Prüfstand, und er hatte aufrecht stehend die Konsequenzen seiner Taten akzeptiert. Der Offizier, der sie so sehr beeindruckte, dass sie sich vom dunklen Orden seiner Majestät abwandte, hatte sich und seine Ideale, seine Ehre und Aufrichtigkeit niemals hintergangen. Er wollte dem Imperium eine Alternative zu den Sith geben, die Streitkräfte aus dem Würgegriff des Imperators befreien, denn Needa glaubte an das Imperium, nicht aber den Sith und ihre Willkür als Herrschern. Dies hatte nicht nur ihm, sondern auch Nereus Kratas eine öffentliche Auspeitschung, als auch Verbannung in die unbekannten Regionen eingebracht (zumindest von letzterem war Nereus Kratas verschont geblieben).

Wie nah sie wirklich daran gewesen war Needas und auch Nereus Kratas Vermächtnis - einen ehrenhaften Krieg zu führen - zu verraten wusste sie nicht, was Elysa jedoch sehr wohl erkannte, war dass sie gestrauchelt war, die taktische Lage bot ihr diese Option und wenn die Hapaner nicht schlussendlich reagiert hätten, wäre die Konsequenz gewesen sie zu zwingen, oder als schwach und zögerlich – auch vor ihrer Mannschaft - dazustehen. Das Ansehen, welches ihre Uniform und ihr Rang bedingten hätten sie zu diesem Schritt verdammen können. Wo begann der Verrat an den eigenen Idealen und wie weit rechtfertigte die Verantwortung für ihre Untergebenen drastische Maßnahmen?
Taktisch hatte sich die Vice Admiral nichts vorzuwerfen, sie hatte den Manöverkampf zu ihren Gunsten entschieden und den Feind in eine ungünstige Lage gezwungen. Das taktische Gefecht seinen Zweck erfüllt und die Prioritätsevakuierung auf Talus ermöglicht, als auch die Kampfkraft des hapanischen Kontingents bei Corellia empfindlich geschwächt und dabei die eigene erhalten. Erste Berichte korrigierten die Anzahl der zerstörten Feindmaschinen auf dreihundertzwölf bestätigte Abschüsse, wobei die eigenen Verluste siebenundsiebzig Jagdmaschinen umfassten, davon knapp fünfzig Prozent TIE-Interceptor.

Eine erstaunliche Abschussstatistik, welche sich in der Zukunft aber wenn überhaupt nur schwer wiederholen lassen würde. Sie hatte einen Vorteil an Material, als auch das Überraschungsmoment auf ihrer Seite und dass der Feind ihr genau in die Karten spielte war ebenso bedeutend gewesen.
Alles in Allem war es erstaunlich gut gelaufen, Defensivplan Kratas Effektivität hatte ihre Erwartungen weit übertroffen.
Die Hapaner hatten aus ihrer Perspektive zwar schwere Verluste hinnehmen müssen, ihr taktisches Ziel, den Schutz des Feldlazaretts aber ebenso erreicht, bedingt durch Schleudersitze mussten die Verluste bei weniger als dreihundert hapanischen Leben liegen, welches als ein gerechter Preis für das Leben von dreitausend geretten Wesen angesehen werden musste.

Die Aufmunitionierung der Jägdmaschinen würde noch eine weitere Stunde andauern, genügend Zeit für minimalistische Reparaturen und eine kurze Verschnaufpause für die Piloten. Ein Luxus den ihr Stab nicht hatte, da man sich mit weiteren Lösungen für die Evakuierung kritischen Personals beschäftigt war. Corellia selbst war die größte Herausforderung, da es dort von Feindeinheiten nur so wimmelte. Bedingt durch die errichtete Blockade, als auch die Konzentration von Flottenelementen über Coronet und den Werften würde man sich jedoch ein Zeitfenster erarbeiten, indem man agieren konnte. Über Coronet aufzutauchen war keine Alternative, sondern lediglich eine Verschwendung an imperialen Leben und fiel somit aus den Optionen raus. Generell erschien ein Verweilen vor Ort, bis Moff Orrell Wessiri, General Aldric de Vries, deren Stellvertreter und schlussendlich die Stäbe, lokalisiert, kontaktiert und evakuiert waren ebenso zum Scheitern verurteilt, wie ein direkter Angriff auf die belagernden Flottenelemente.

Wieder einmal sah die Vice Admiral sich mit einer Lage konfrontiert, welche die starren Lehrpläne der imperialen Flottenakademie nicht genügend Aufmerksamkeit widmeten. Man musste bereit sein auch feindliche Manöver und Taktiken zu adaptieren. Eigenständiges Denken, Initiative ergreifen, statt sich stur an – womöglich längst nicht mehr auf die entsprechende Situation vor Ort zutreffenden – Befehle zu halten. Sprich das Können und die Flexibilität innerhalb der vorgegebenen Parameter auf die jeweilige Situation zu reagieren, eine wichtige Grundlage um einen erfolgreichen Krieg zu führen. Stattdessen hatte die letzte Säuberung des Offizierskorps zu viele Kommandanten in führende Positionen gebracht, die man leicht kontrollieren konnte, die fürchteten vom Lehrbuch abzuweichen, da man sonst in der Folge als kontroverse oder gar aufrührerisch gelten könne. Anderen Offizieren hatte man Kommissare an die Seite gestellt, um sie an der kurzen Leine zu halten. Wie konnte man ernsthaft erwarten einen siegreichen Konflikt zu führen, wenn Offiziere sich nicht nur um die Republik, sondern einem weiteren Feind, das drohende Damoklesschwert, die Anschuldigung von Verrat, auch auf der eigenen Brücke bedenken musste.

Sie hatte Gerüchteweise vernommen, dass Familien von Offizieren in bedeutenden Positionen – die man nicht aus ihren Ämtern entfernen konnte und deren Loyalität als Bedenkenswert (eine Einstufung die man zu bereitwillig vergab) eingestuft wurde -‚Leibwachen‘ aus den Reihen des ISB oder auch ganz offen den imperatortreuen Sturmtruppen erhalten hatten. Wenn Sie die ihnen vorgegebenen Befehle nicht oder nicht zur Zufriedenheit ausführten, hatte dies Konsequenzen für die Familie. Somit führten Kommandanten auch Gefechte die von Vornerein zum Scheitern verurteilt waren, um ja auf Gedeih und Verderben ihre Familie zu schützen, statt dem Feind das Feld zu überlassen und sich zu regruppieren und Streitkräfte zu konsolidieren. Statt dieser zusätzlichen Bedrohung, wäre es in Elysas Augen nicht nur sinnvoller, sondern das Imperium schuldete es seinen Offizieren und Mannschaften eigentlich, ihnen den Rücken zu stärken und Vertrauen in sie zu setzen. Je mehr Allegious Schergen ihren Würgegriff um das Offizierskorps festigten, um die Machtbasis des Imperators zu sichern, desto starrer wurde die Kriegsführung und diese eigene Vorhersehbarkeit bedingt durch diese Inflexibilität kostete das Imperium Territorium um Territorium.

Ein Grund mehr hier erfolgreich zu sein.

Der Blick der Flaggoffizierin fiel auf das Hologramm, das ihr Geschwader darstellte. Accuser und Vengeance waren inklusive ihrer Geleitschiffe beim Sammelpunkt erschienen, als auch die tapfere Gladius, deren Sensorik beachtliches geleistet hatte. Und von der sie dennoch mehr verlangen musste. Es gab keinen Grund dies länger als nötig hinauszuzögern, Elysa trat den Weg in ihr angrenzendes Admiralsbüro an und ließ sich dort eine Verbindung zu dem kommandierenden Offizier der Gladius geben, mit dem Vermerk, dass die Information nur für seine Ohren bestimmt waren. Wie schon zuvor war es keine Holoverbindung sondern eine einfache Bildverbindung, welche sie von der Brust aufwärts anzeigen würde.

Das Abbild des CO der Gladius entsprach den Umständen entsprechend, der Einsatz hatte seine Spuren hinterlassen, dennoch fand sie in seinem Blick exakt das was sie wollte. Einsatzbereitschaft.


Commander Selgorias, ihre Sensorik hat hervorragendes geleistet, die gelieferten Daten haben einen wichtigen Grundstein gebildet, um sekundäre Missionsziele zu erfüllen.“

Das Auftreten ihres Gegenübers war beherrscht und entsprach der zu erwartenden militärischen Etikette.

„Wie sie dem unzweifelhaft entnehmen, steht nun das primäre Operationsziel an. Moff Orrel Wessiri, General Aldric de Vries, deren Stellvertreter und Stäbe befinden sich den vorliegenden Informationen zufolge in Coronet selbst. Da kein Entsatz zu erwarten ist, hat die Evakuierung dieser Personen höchste Priorität. Ich gedenke sie mit dieser Aufgabe zu betrauen, wenn sie mir persönlich bestätigen, dass ihr Schiff und ihre Mannschaft dieser Aufgabe gewachsen sind. In Anbetracht dessen, dass die Gladius Tote und Verwundete zu beklagen hat, als auch Beschädigungen welche möglicherweise zu Problemen werden könnten, möchte ich eine Einschätzung von ihnen. Mir liegt zwar ein Bericht vor, aber ich würde viel von ihnen verlangen, daher möchte ich ihnen in diesem Rahmen auch die Option geben abzulehnen, ohne negative Auswirkungen für ihre Karriere befürchten zu müssen. Sollten sie zustimmen gehe ich zu den Details über.“

Diese Worte führten zu einer erkennbaren Reaktion. Ob es schlicht die Realisierung der Bedeutsamkeit seiner Aufgabe darstellte, welche sich bei dem Namen des kommandierenden Offiziers der Bodentruppen einstellte, oder das gesteigerte Interesse anderweitig begründet war, ließ sich jedoch nicht ergründen.

"Admiral,... ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um General de Vries und den Verwaltungsstab zu evakuieren. Sie können sich in dieser Angelegenheit auf mich verlassen."

Selgorias machte den Eindruck, dass er sehr wohl wusste was sie von ihm verlangte und er hatte sich die Zeit genommen abzuwägen. Sie glaubte ihm.

"Ob die Gladius tauglich ist, hängt von Aspekten ab, die ich nicht einschätzen kann. Zum einen die Lage über Coronet, die mir nicht bekannt ist. Zum anderen die Umstände des Evakuierungsplans. Ich nehme an, die Gladius wird Begleitschiffe zugeteilt bekommen oder selbst zugeteilt werden. Wir haben ein Schildproblem, aber es wird behoben werden. Wir haben einige Personalausfälle, aber keine kritischen Posten unbesetzt. In diesem Sinne sind wir leicht angeschlagen aber für eine Evakuierung unter Gefechtsbedingung so gut vorbereitet wie man es eben sein kann, angesichts der Gesamtlage."

Er haderte mit sich, nicht so offensichtlich, dass sie die Ursache benennen konnte, dennoch bekam sie das Gefühl, dass es für ihn von Bedeutung war. Elysa sollte sich nicht täuschen.

"Ich möchte Sie bei dieser Gelegenheit auch informieren, dass wir Commander Nav Dirken als Gefangenen an Bord haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er ein Kollaborateur mit dem Feind ist. Er hat sich des Mordes und der Fahnenflucht schuldig gemacht, wie die Dinge liegen. Es war der Wunsch von Commodore Aser, den Mann festzusetzen. Ich denke nicht, dass er eine kritische Rolle spielt, aber sie sollten das wissen. Der Mann ist ein Mitschuldiger an dieser Misère über Corellia. - Sofern dies kein Hindernis darstellt, bin ich bereit für Sie Coronets Stab zu evakuieren."

Ein Hindernis sah sie lediglich in der möglichen Ablenkung welche er darstellen konnte, aber das ließ sich ohne Umschweife beheben.

„Überstellen sie ihn, als auch ihre Schwerverwundeten der Avenger, sollten sie Spezialisten oder Mannschaftsgrade benötigen, wird man ihnen diese, als auch Reparaturteams – letztere jedoch nur bis zum Hyperraumsprung - zur Verfügung stellen.“

Die Vice Admiral lehnte sich behutsam zurück, um dann mit klarer Stimme zur Planung überzugehen.

„Mit einer Gefechtssituation für die Gladius ist nicht unmittelbar zu rechnen, die Insertion wird nicht über Coronet, sondern Hanvama erfolgen, ein Schlagabtausch mit den republikanischen Streitkräften wird nicht stattfinden. Es sollte keine Flottenkonzentration über Hanvama geben, es liegt sechzehntausend Kilometer westlich von Coronet und hat keinerlei Bedeutung außer als Luftkurort. Möglicherweise wird es einige Geleitschiffe in der Region des Orbits geben, welche die Blockade durchsetzen, sollte dies zutreffen wird die Bedrohung durch die Jagdbomber des Geschwaders neutralisiert. Retribution kann nicht lange vor Ort verweilen, sondern wird sich sobald wie möglich zurückziehen. Geleitschutz und Truppen werden sie in Form von Zerek erhalten, vierundzwanzig Alpha-Klasse Sternenflügler und zwölf Gamma-Klasse Angriffstransporter, Major Hal MacArther wird den Befehl über die Bodentruppen führen und ist angewiesen sie in allen Aspekten zu unterstützen. De Facto kann und wird er ihr ausführender Arm auf dem Boden sein, sollte sich die Notwendigkeit ergeben.“

Die Daten welche sie ihm gleichzeitig übermittelte beinhalteten die drei Kompanien (wodurch sich auch die Aufstockung begründete) die dem Major unterstellt waren, dies ließ auf den Angriffstransportern ein wenig zusätzlichen Platz, auch um nach eigenem Ermessen weitere Personen mitzuführen. Elysa konnte nicht absehen inwiefern Würdenträger auf Geleit für ihre Familien oder Freunde bestehen würden und ob die Kapazität der Gladius dazu vollkommen ausreichte. Es würde dem Commander zumindest ein wenig Spielraum geben.

„Nachdem Gladius das Schildgitter sicher passiert hat, wird es ihre Aufgabe sein Coronet zu erreichen, um dort mit Moff Wessiri und General de Vries in Kontakt zu treten und ihnen meine Evakuierungsplanung offenzulegen. Es ist von höchster Bedeutsamkeit, nicht vom Ort oder dem Zeitpunkt abzuweichen, da eine Kommunikation nach außen nicht möglich ist.
Exakt einhundertsechsundsiebzig Standardstunden nach dem einleitenden Hyperraumsprung, wird das Geschwader über der Hafenstadt Perade auftauchen, um den Rückzug zu decken. Es wird ihre Aufgabe sein, dass man darauf vorbereitet ist und dieses Zeitfenster zur Evakuierung nutzt. Von Perade schließen sie zum Geschwader auf, im Schutz der Formation wird dann der Rückzug erfolgen. Es wird gleichzeitig ihre Aufgabe sein diesen Umstand zu verschleiern, ich kann keine republikanische Flottenformation über Perade gebrauchen die nur auf mein Geschwader wartet. Die Details zum Abzug teilen sie daher nur mit ihrem XO, General de Vries und Moff Wessiri.“


Perade lag weitere zehntausend Kilometer westlich von Hanvama und mehr als siebzehntausend Kilometer westlich davon tauchte irgendwann wieder Coronet auf. Hanvama wies wie Coronet ein gemäßigtes Klima auf. Perade hingegen lag beinahe im ewigen Eis, und lebte von der Fischerei. Die Oberflächenkrümmung des Planeten sollte also in diesem Fall das imperiale Vorhaben unterstützen.

„Ich kann nicht exakt abschätzen wie sehr General de Vries oder Moff Wessiri geneigt sind Corellia aufzugeben, ich vertraue jedoch darauf, dass zumindest de Vries Realist genug ist, die Notwendigkeit nachzuvollziehen, da eine Gefangennahme seiner Person oder Angehörige des Generalstabs gleichzeitig ein immenses Risiko für die Reste des Supersektors beinhaltet. Sie werden mit meiner Autorität dort agieren, machen sie denen klar, dass ich kein anderes Zeitfenster für eine Evakuierung schaffen kann. Sollten sich politische Verstrickungen ergeben, nutzen sie die ihnen gegebene diplomatische Ressource in Form von Konsularagentin Jahanna Tebelon. Politik ist ein Minenfeld, für das sie selbst vermutlich kaum Zeit finden werden.“

Elysa teilte ihm eine gewaltige Aufgabe zu, dessen war sie sich durchaus bewusst. Gleichzeitig aber eben auch, dass sie sein Schiff am besten dafür verwenden konnte, es war kein Teil der Formation, noch einer Kampfgruppe. Es bot ein kleines Ziel, war wendig und schnell, darüber hinaus hatte die Entschlossenheit des Offiziers sie überzeugt. Commander Manius Selgorias hatte ihr Vertrauen schon einmal gerechtfertigt, also investierte sie es wieder in ihn.

„Wenn sie noch Fragen haben ist nun der richtige Zeitpunkt. Ansonsten erwarte ich in hundertzehn Minuten eine Bestätigung der Sprungbereitschaft, die exakten Koordinaten wird das Geschwader dann erhalten.“

[Rückzugspunkt Aurek – außerhalb des Corellia-Systems - ISD Avenger – Admiralsbüro] Manius Selgorias (Bildverbindung) und Elysa Nerethin

OP@Manius und Wonto: Es ist zum Mäusemelken, ich bin immer noch nicht soweit wie ich eigentlich sein wollte...
 
Zuletzt bearbeitet:
Corellia System – Corellia – Coronet City – Planquadrat F 8 –Straßen – War und Sandpanthers, Joya, Tzun, Skyan, Mitglieder des Widerstands und Padme


Padme blickte War ziemlich verblüfft an. Für den Augenblick war sie sprachlos. Es wäre ihm lieber, wenn ihre Dates damit enden würden? Wie hatte er denn das gemeint?
Als er ihr die modifizierten Handschellen anlegte, verzog Padme das Gesicht. Sie hätte die Handschellen auch so geöffnet bekommen, aber so ging es schneller. Aber wenigstens waren es normale Handschellen und nicht diejenigen, die gerüchteweise der Imperator für Machtbenutzer in Gebrauch hatte.


“Gewöhn dich nicht daran.“

sagte sie noch leise zu War, bevor sich dieser an die Gruppe wandte und den anderen den Plan erklärte. Augenscheinlich war dieses Vorhaben ein Himmelfahrtskommando mit ziemlich ungewissem Ausgang. Aber nicht nur ihr Leben hing von dem Erfolg ab, sondern auch das von Sarids Gruppe. Und mit deren Erfolg das Leben zahlreicher Soldaten und Jedi.

“Joya, Sie werden zusammen mit Tzun ein Padawan sein. Während ein anderer Padawan die Aufgabe eines Bewachers übernimmt. Versucht als Gruppe so dicht wie möglich beieinander zu bleiben. Ich werde mich bemühen, euch soweit es geht, vor der Aufmerksamkeit der Imperialen zu bewahren.“

erklärte sie schnell, bevor sie Joya anblickte.

“Tut mir leid, daß Sie wieder Handschellen tragen müssen. Ich verspreche Ihnen, daß es nur für kurze Zeit sein wird.“

fügte sie hastig hinzu, denn die Geräuschkulisse verriet, daß die Fahrzeuge bereits sehr nahe an ihrer Position waren.
Sie stellte sich hinter War auf und die Gruppe der drei Gefangenen wurde von zwei verkleideten Sandpanther direkt ins Visier genommen, eifrig die Bewacher mimend.
Als Padme dann sah, mit welchen Kontingent die Imperialen hier aufkreuzten, wurde ihr mulmig zumute.


“Das ist Selbstmord, War.“

sagte sie leise zu ihm, bevor sie ihre Rollen einnahmen, und den Fahrzeugen entgegen gingen. Sie hoffte nur, daß die verbliebenen Leute sich auf den Weg zum Turbolaserturm machten, um ihnen dort zur Hilfe eilen zu können.
Aber jetzt mußte sie erst einmal zusehen, daß sie nicht augenblicklich erschossen wurde, wobei sie ihr Rang schützte. Pikant wurde die Sache dadurch, daß Padmes Enttarnung durch die Imperialen gemeldet worden war und an ihrer Identität wenig Zweifel bestanden.
Sie hatte auch wenig Ahnung, wie sich der gewöhnliche, imperiale Soldat eine Jedi vorstellte.
Allerdings schien es eine Mischung von Verachtung und widerwillig eingestandener Angst zu liegen, was wenig erstaunlich war, wenn man die Sith betrachtete.
Allerdings hatte Padme keine sonderliche Lust auf eine Plauderstunde mit den Imperialen. Das Verhör durch Arthious hatte sie nicht vergessen und sie legte keinen Wert auf eine Wiederholung. Allerdings war es sicherlich nicht ratsam, den Imperialen auf die Nase zu binden, daß sie sich vor nicht allzu langer Zeit auf Bastion aufgehalten hatte.
Auf einen Wink hin setzten sich dann die Gefangenen in Richtung des mittleren Transporters in Bewegung. Mit stoischer Miene schritt Padme aus.


“Nun ja, wie auch immer, Soldat…“

begann sie und schaffte es, mit einem Mal, den Imperialen doppelt aufzuregen. Zu einem hielt sie ihn nicht für einen Blick würdig und zum anderen hatte sie ihn ohne mit der Wimper zu zucken degradiert. Padme konnte sehr wohl die Abzeichen beider Streitkräfte auseinanderhalten und niemals hatte sie so mit einem Militär gesprochen. Und sie hätte nur zu gerne darauf verzichtet.
Aber sie mußte dieses Spiel spielen, denn solange sie die Aufmerksamkeit des kommandierenden Imperialen auf sich ziehen konnte, desto weniger beschäftigte man sich mit dem Rest ihrer Gruppe.


“Ich hatte noch nicht das Vergnügen, die Bekanntschaft dieses Imperators zu machen, aber die letzten drei habe ich persönlich gekannt.“

erklärte Padme und es klang, als man sich zu einer Teestunde getroffen hätte. Obwohl in einem Fall traf das sogar zu.

“Aber, Soldat, das kann ich Ihnen verraten, kein Imperator mag es, wenn man sein Geschenk vor dem Einpacken beschädigt oder damit spielt. Sie würden das sicherlich auch nicht wollen.“

Das klang wiederum, als gäbe Padme Instruktionen für einen Kindergeburtstag.

“Und übrigens…“

Nun klang ihre Stimme entschieden frostiger.

“Die Beiden sind keine Dinger, sondern meine Padawane. Auf jeden Padawan ist ein Kopfgeld von 5000 Credits ausgesetzt worden. Ich bin ein kleines bißchen mehr wert.“

Padme konnte nur hoffen, daß die Alienfeindlichkeit hinter der Gier zurücksteckte, sonst hatten sie ein Problem. Padme konnte schwerlich zulassen, daß Joya oder Tzun gefoltert wurden.
Aber wenigstens hatten sie den Weg zum Transporter zurückgelegt, auch wenn es für Padme deutlich spürbar war, daß der Kommandierende mittlerweile vor Wut zu kochen schien.
Padme blieb vor der Rampe stehen und schaute ihn mit einer Mischung aus leichtem Spott und Mitleid an.


“Ihre Beherrschung ist überaus löblich, Soldat. Es bedarf ziemlicher Willenskraft, sich seiner Wut nicht hinzugeben. Sie machen das wirklich nicht schlecht.“

Nach diesem Kommentar würde sie sich nicht wundern, wenn er ihr am liebsten den Hals umdrehen würde.

“In den Transporter mit ihnen.“

brüllte er auf einmal los.

“Und wir sprechen uns später noch. Dann wollen wir mal sehen, wie es mit meiner Beherrschung wirklich bestellt ist.“

wandte sich der Imperiale im normalen Tonfall an Padme. Die seufzte abgrundtief.

“Ja, das dachte ich mir schon. Aber Jedi sind Opfer gewöhnt.“

Mit diesen Worten ließ Padme den Offizier stehen und ging die Rampe hoch. Sie hatte einen hohen Einsatz ins Spiel gebracht und es blieb ihr nur zu hoffen, daß sie sich nicht verspekuliert hatte.
Kurz darauf setzte sich die Kolonne in Bewegung.



Corellia System – Corellia – Coronet City – Planquadrat F 8 –Straßen - Transporter – War, Joya, Tzun, Skyan, 2 Sandpanther und Padme; eine Horde Imperialer
 
Zuletzt bearbeitet:
[Corellia | vor Coronet | Planquadrat E3 | Northern Hills | Tal] Wonto Sluuk, John Clanc, Cado Jyvun

[Zweiter Tag der Bodenoffensive, Morgen]

Wonto Sluuk nickte bei Johns Vorschlag. Die Gruppe aufzuteilen, erschien auch ihm am sinnvollsten, solange sie nicht wussten, welcher Weg tatsächlich der bessere war. Ihm persönlich wäre es zwar ganz recht gewesen, sich dem Hauptvorstoß auf der rechten Seite anzuschließen, denn dieser Weg erschien ihm sicherer und er hatte dringend vor, diese verlustreiche Schlacht heil zu überstehen. Aber das konnte er sich eben nicht aussuchen und jemand musste ja die Drecksarbeit machen - wer, wenn nicht die Bullheads.

Wegen seiner kurzen Beine kam Wonto weniger schnell voran als der durchtrainierte Cado. Auch war er mittlerweile doch schon etwas erschöpft und auch das unangenehme Ziehen, das er infolge des Sturzes vor wenigen Augenblicken im linken Bein davongetragen hatte, machte ihn nicht gerade schneller. Der Master Sergeant lief jedoch mit vollem Tempo nach vorne und riss ihr kleines Grüppchen so unnötigerweise auseinander. Der Ortolaner freute sich aber darüber, dass John sich nach ihm richtete und sich ebenfalls etwas zurückfallen ließ. Wäre er alleine zurückgeblieben, hätte er sich wohl alles andere als gut gefühlt.

Sie sprangen neben Cado in den Bombentrichter. Der aufgerissene Grund war staubig, stellenweise aber auch feucht: Wonto zwang sich, nicht hinzusehen, was für Flüssigkeiten dies wohl bewirkten. Er rückte seinen Helm zurecht und schob das A280 über den Rand der Vertiefung - nur um festzustellen, dass Sträucher seine Sicht versperrten.


»Ich kann von hier aus gar nichts sehen«, sagte er leise, während er sich eine andere Position suchte. »Womit haben wir's denn zu tun?«

[Corellia | vor Coronet | Planquadrat E3 | Northern Hills | Bombentrichter] Wonto Sluuk, John Clanc, Cado Jyvun
 
[Corellia-System | Coronet | Planquadrat F8 | Straßen] Joya No, Tzun Suz, Padme, Warblade, Skyan, Sandpanthers, Widerständler

[Nacht vom ersten auf den zweiten Tag der Bodenoffensive]

Joya No hatte kein gutes Gefühl. Er hielt den Plan von War Blade - sofern es sich bei dem Fremden wirklich um den Admiral der Forces of Hope hielt, wie er noch immer nicht genau wusste und im Augenblick etwas bezweifelte - für nicht besonders ausgegoren. Er beinhaltete in erster Linie, dass sie sich in die Hände des Imperiums begaben, ohne im Vorfeld zu wissen, ob, wann und wie sie aus diesen wieder entkommen konnten. Der Plan stützte sich nicht nur auf das schauspielerische Talent von Leuten, die eher Soldaten waren als Mimen (da musste er sich mit einschließen), sondern auch darauf, dass die Imperialen mitspielten.

»Tut mir leid, daß Sie wieder Handschellen tragen müssen«, sagte Padme entschuldigend, als War ihm und Tzun die Fesseln zuwarf. »Ich verspreche Ihnen, daß es nur für kurze Zeit sein wird.«

Etwas ungläubig starrte der Commander auf die Fesseln in seiner Hand und schluckte, bevor er sich um eine möglichst ungerührte Stimme bemühte, als er antwortete:

»Das macht mir nichts aus. Also ein Padawan bin ich. Kein Problem.«

Eine recht offensichtliche Lüge.

In Wahrheit ließen die Handschellen, in Zusammenspiel mit dem Anblick der imperialen Rüstungen bei seinen Begleitern, die wilden Gefühle eines frischen, nicht im Mindesten verarbeiteten Traumas wieder hochkommen. Ein intensives Angstgefühl ergriff den Kaminoaner, seine Hände begannen zu zittern. Schon jetzt war es ihm, als säße er wieder in Haft. Die Vorstellung, dass gleich echte imperiale Soldaten kämen um ihn wirklich festzunehmen, schnürte ihm die Kehle zu. Mit der Angst kam auch der Hass wieder. No wurde sich dessen bewusst, dass er sogar auf die Verbündeten in den imperialen Uniformen dieses negative Gefühl projizierte. Aber er konnte nichts dagegen tun.


»Sagen Sie mir wenigstens, auf welche Weise wir dann...« begann er mit heiserer Stimme.

Aber es war zu spät für weitere Absprachen. Die Imperialen kamen - in erstickender Übermacht. No hatte das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Noch eben hatte er sich eines kleinen Triumphes über die Gegner erfreut, nun war er von einer Überzahl imperialer Armeesoldaten umringt, unbewaffnet und in Handschellen. Das Gefühl, abermals keine Kontrolle über sich und sein Schicksal zu haben, war erdrückend. Es kam ihm vor, als sei die Befreiung aus dem Gefängnis nur ein weiterer Traum dieser Art gewesen, und nun erwachte er ernüchternd in der grausam rücksichtslosen Wirklichkeit, wie es während seiner wochenlangen Haft oft der Fall gewesen war.

Wehrlos, hilflos, und noch dazu in der Rolle eines Jedi-Padawan, erneut in der Gewalt des Feindes. Ohne einen echten Plan, wie man aus dieser Situation wieder entkommen konnte, völlig dem Zufall ausgeliefert. Als man ihn mit der gewohnten, erniedrigenden Grobheit in den Transporter drängte, fragte er sich, ob es wohl noch schlimmer kommen könnte. Aber zumindest ein Mitglied der Gruppe schien dies unbedingt austesten zu wollen. Als Padme den imperialen Sergeant mit einer ganzen Reihe respektloser und beleidigender Kommentare bewusst herausforderte, war dieser nicht der einzige, der sie gerne erwürgt hätte!


[Corellia-System | Coronet | Planquadrat F8 | Straßen] Joya No, Tzun Suz, Padme, Warblade, Skyan, Sandpanthers, Widerständler
 
Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Raiken Skywalker und Tomm Lucas

Irgendwie hatte Tomm die Zeit vollkommen vergessen. Er hatte seinem Jungen auf die Frage antworten wollen. Plötzlich wurde Raiken jedoch wieder von einer Vision heimgesucht. Es war das erste Mal, daß Tomm die Vision eines anderen selbst erlebte. Anschließend ließ Tomm sich fast schon automatisch in eine tiefe Meditation fallen. Als er nun wieder "aufwachte", hatte er ein schlechtes Gewissen gegenüber Raiken, war er ihm doch eine Antwort auf seine Frage nun lange schuldig geblieben.

"Tut mir leid",

murmelte Tomm. Dann überlegte er, wie er antworten sollte. Zunächst gab es aber eine drängendere Frage, die ihm auch noch etwas Zeit zum Nachdenken verschaffte.

"Was ist unten passiert? Haben wir Besuch?"

Nachdem Tomm Raikens Antwort abgewartet hatte, kam er umständlich zur Sache.

"Mit dieser Vision ... sie ist kein Grund, sich Gedanken zu machen. Jedenfalls keine speziellen. Ich denke, die Ursache liegt in dir. Sie ist keine Vorschau auf kommende Dinge, jedenfalls glaube ich das nicht. Es ist mehr Ausdruck deiner Angst, Schaden durch die dunkle Seite zu nehmen. Und diese Angst, die ist nichts Schlechtes. Sie steckt wohl in jedem Jedi, auch in mir. Sie erinnert uns auf unterschiedlichste Weise daran, wer wir sind und wofür wir kämpfen. Da du Visionen gegenüber sehr empfänglich bist, wählt dein Unterbewußtsein diesen Weg. Bei mir muß es sich da etwas anderes einfallen lassen, aber auch dafür hat es eine Lösung gefunden. Wir beide aber denken am Ende viel darüber nach, was wir tun, wie wir das tun und warum wir das tun. Ich nehme an, daß das der Grund für diese Vision war - dich wieder zum Nachdenken zu bringen. Oder in diesem Falle wohl uns."

Einen Moment lang ließ Tomm Raiken Zeit zum Verstehen, bevor er weiterredete.

"Du wolltest wissen, was ich mit den Soldaten gemacht habe. Ich habe sie verwirrt. Mit der Macht lassen sich nicht nur Dinge bewegen und die eigenen Fähigkeiten verbessern, sondern man kann auch Bilder erzeugen, Illusionen. Und man kann diese direkt in eine Präsenz projizieren. Meiner Meinung nach ist die Technik ... na, sagen wir mal so, nicht daß, was ein Jedi tun sollte. Aber es ist besser, als in einem sonst resultierenden Kampf Menschen zu töten."

Tomm erhob sich und streckte sich.

"Es ist an der Zeit, laß uns weitergehen."

Ein paar Bäume voraus sah Tomm eine Stelle, an der ihm der Abstieg aus den Kronen geeignet schien. Dicht an den Energieversorgungsanlagen. Mit ein bisschen Glück würden sie sie dort unbemerkt von oben her erreichen können und in die inneren Bereiche hinter der äußeren Umzäunung kommen.

Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Raiken Skywalker und Tomm Lucas
 
H7 ~ Kommunikationszentrale ~ Gang ~ mit Tenia, Muldoon, Trask & NPCs

Anakin war froh, dass Tenia sich aus der Schusslinie begeben hatte. So musste er sich zumindest für den Moment nicht um ihre Sicherheit sorgen - wenigstens solange nicht auch auf der Mauer draußen patrouilliert wurde. In jedem Fall sollte er sich nicht zu lange mit den Imperialen aufhalten.

Die Aufforderung von Muldoon sich zu ergeben war hingegen völlig wahnwitzig. Beim letzten Mal hatte Anakin sich ergeben müssen, um die Flucht von Tzun nicht zu gefährden. Er hatte sich geopfert und war dank der Nachlässigkeit eines überheblichen Sith nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Heute war die Ausgangslage eine andere und der Jedi spürte wie es in seinem Inneren zu brodeln begann. Zu gerne hätte er sich einfach der Soldaten entledigt, auch wenn es bedeutete diesen zähen Knochen Muldoon mit allem was er hatte niederzuringen. Doch abgesehen davon, dass es nicht besonders jedihaft war, bestand auch die Gefahr größeren Zorn auf sich und diesen Ort zu ziehen, wenn er so ohne zu zögern einen imperialen Offizier tötete. Es war wichtiger ihnen etwas Zeit zu verschaffen.


"Und kannst du mir auch erklären warum ich das tun sollte?",

erwiderte Anakin deshalb spöttisch, während er seine Jedi Waffe eher gesenkt hielt. Es hatte den Anschein als stünde er locker und sich in Sicherheit wähnend vor den Soldaten, ohne einen Angriff zu erwarten. Dass dies keine ungewöhnliche Haltung für seine Lichtschwertform - Shien - war, dürfte den imperialen Soldaten bestenfalls nicht bewusst sein. So erweckte er vielleicht den richtigen "falschen Eindruck". Sollten sie doch den ersten Zug machen. Je länger es dauerte umso eher war seine Padawan aus der Schusslinie und umso länger wurde das gefälschte Evakuierungssignal gesendet.


H7 ~ Kommunikationszentrale ~ Gang ~ mit Tenia, Muldoon, Trask & NPCs
 
H6 ~ Lagerhalle beim Schildgenerator ~ mit Gin Nezz nahe Sarid, Rilanja, Visas & NPCs

Nei hielt sich weiterhin versteckt. Ihre Nervosität stieg mit jedem sich in die Unendlichkeit ziehenden Moment der verstrich. Vorsichtig spähte die Padawan hinter der Kiste hervor, als die näherkommenden Lichtkegel gerade nicht in ihre Richtung leuchteten. Sie konnte die Präsenz von Meisterin Nezz zwar spüren, doch wo genau sie sich gerade versteckt hielt konnte sie nicht ausmachen. Was sie ausmachen konnte war jedoch, dass die zwei Soldaten bereits den halben Weg bis zu ihr zurück gelegt hatten und das an dem Tor durch das sie die Halle betreten hatten, sogar noch ein Dritter stand.

Etwas überfordert mit der Situation erreichte sie zu allem Überfluss auch noch die wenig hilfreiche Nachricht von Meisterin Sarid. Sie versteckten sich doch schon längst, aber so wie die Soldaten sich hier aufteilten war Nei ihnen völlig hilflos ausgeliefert. Niemals würde sie die Männer so ausschalten können ohne das Alarm geschlagen wurde, vorausgesetzt sie überlebte die Aktion überhaupt. Doch um jetzt nach Hilfe zu rufen war es auch zu spät, eine Sprachnachricht würden die Soldaten mit Sicherheit hören, und jedes Tippen einer Nachricht würde Aufmerksamkeit kosten, die sie besser nicht von der drohenden Gefahr abwenden wollte.

Die Ruusanerin hätte vor Aufregung mit den Zähnen geknirscht, wenn sie nicht sogar davon gedacht hätte, dass sie damit auf sich Aufmerksam gemacht hätte. Die beiden Soldaten kamen unweigerlich näher. Gerade als sie kurz vor ihrem Versteck standen, zog jedoch eine huschende Bewegung im Gestell unter der blechernen Hallendecke den Blick Neis auf sich. Nur einen Sekundenbruchteil später kam Gin Nezz herunter geflogen und ohne das Nei es genau erkennen konnte, schaltete die Jedi beide Männer beinahe lautlos aus. Was ihr jedoch entgangen war, war scheinbar der Wachtposten am Halleneingang, dem diese Aktion leider nicht verborgen geblieben war. Nei war aufgestanden und einige Sekunden lang schaute sie zu dem Imperialen, der zurück zu starren schien, bevor er sich ruckartig abwandte und losrannte. Für die Ruusanerin war klar: Er war auf dem Weg Verstärkung zu holen.

Reflexartig, entgegen ihrer eben noch so großen Nervosität, sprang die Padawan über ihre Kiste und sprintete dem Flüchtling hinterher. Sie musste auf jeden Fall verhindern, dass der Kerl Alarm schlug. Für eine Nachricht an Sarid hatte Nei selbst keine Zeit. Sie musste hoffen, dass Gin Nezz einen entsprechenden Funkspruch an ihre Meisterin abgab...


H6 ~ Lagerhalle beim Schildgenerator ~ nahe Sarid, Rilanja, Visas & NPCs
 
Corellia/ Coronet/ Planquadrat H7 ~ Kommunikationszentrale ~ Gang/ Robert Muldoon, Darek Trask, Anakin Solo,Tenia Lumiran, Farank Farander und NPC`s

"Und kannst du mir auch erklären warum ich das tun sollte?"

Muldoon hatte nicht wirklich erwartet, das der Jedi (Anakin) seiner Aufforderung nachkam, schließlich war diese nur zum Zeit schinden gedacht und um den Jedi zum nächsten Zug zu zwingen. Doch stattdessen war es die junge Frau (Tenia), die sich plötzlich rührte und von ihnen wegbewegte.
Auch wenn es Muldoon nicht hundertprozentig wusste, lag die Vermutung nahe, das es sich bei ihr um den Padawan Solos handelte und somit um ein Druckmittel, was der altgediente Captain und seine Leute durchaus für ihren Vorteil einsetzen konnten.

„Sofort stehen bleiben !!! Corporal Krell, sollte sich die Kleine noch einen Millimeter bewegen, schießen sie !!!“

Befahl Muldoon erst an die Frau und dann an besagten Corporal gewandt, welcher sogleich seinen Blaster auf die Brünette richtete und sie ins Visier nahm. Nun war es wieder an der Zeit, sich dem Jedi Ritter zu widmen, der mit leicht gesenkten Lichtschwert und schon fast sorgloser Haltung im Gang stand. Aber Solo wäre wirklich dumm, wenn er annahm, Robert liese sich davon täuschen und würde unvorsichtig.
Indes kam dem Captain ein weiter Umstand zu gute, der die gesamte Situation in ein völlig anderes Licht rückte. Es war Sergeant Trask, welcher Muldoon plötzlich anstieß.

"Captain, sieht mir ganz danach aus, als hätten wir einen Gefangenen."


Überrascht, wand sich Robert daraufhin um und sah zu, wie Staff Sergeant Fixler und seine Soldaten einen Mann (Farander) hinter sich her schleiften. Der Gefangene trug die Kleidung eines imperialen Technikers und schien einige Jahre älter als Muldoon zu sein.

„Staff Sergeant...?“

„Captain, diesen hier haben wir im Wartungsgang da drüben erwischt. Er stand mit gezogen Blaster und mit einer Granate in der Hand, am Zugang zu diesem Gang und schien auf ein Zeichen zum zuschlagen zu warten. Ich nehme an, er gehört ebenfalls zu den Saboteuren. Jedenfalls ist er nicht Horatio Weststorm, für den er sich ausgibt.“

Mit diesen Worten, zogen die Wachsoldaten den Gefangen weiter vor und drückten ihn vor Muldoon auf den Boden, der rasch den Neuankömmling musterte, bevor er sich zurück an Solo wandte.

„Nun mein Jedi Freund, so wie es aussieht, ist die Macht heute mit den Bösen. Lichtschwert fallen lassen oder ER stirbt !! Ihr wollt doch keinen eurer Rebellenkameraden auf dem Gewissen haben.“

Um seiner Ansage Nachdruck zu verleihen, drückte Muldoon dem Mann vor sich, sein E-11 ins Genick und funkelte Anakin finster an.

„Zögert nicht zulange Jedi! Ich kann mit dem Tot dieses Mannes leben, ihr auch !?“

Corellia/ Coronet/ Planquadrat H7 ~ Kommunikationszentrale ~ Gang/ Robert Muldoon, Darek Trask, Anakin Solo,Tenia Lumiran, Farank Farander und NPC`s
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zurück
Oben