Der emotionalste Charakter-Tod

Da TCW mit all seinen Elementen zum Neuen Canon zählt (Bezüge auf Rebels, Bezüge auf den neuen Comics und Büchern, Bezüge auf R1) und ziemlich deutlich den Werken des Alten Canons widerspricht (CW, die alten DarkHorse Comics, die alten Bücher), habe ich das ganz rausgeschoben... wie es eigentlich sein sollte.
 
Da ich noch keinen Bann ausgesprochen habe, bin ich sehr zufrieden mit diesem Ende. War für mich eine runde Sache. Aber ich war jahrelang mit seinem ersten Ableben auch zufrieden.
Aber @Minza sein Revival in TCW müsste für dich doch zählen und damit wäre Maul auf Naboo nie gestorben, oder hast du TCW für dich auch gestrichen?

Fand Mauls ganzen weiteren Arc recht gut, hat ihm schon ziemlich viel Tiefe gegeben.
 
Nö, heiß ja nur, dass man damit Geschichten des EU überschrieben hat. Das hatte doch nichts mit Disney zu tun, das waren Filoni und Lucas und deren Autoren. Natürlich mag ich z. B. CW auch lieber als TCW, dennoch trenne ich das. Für mich ist CW Legends, auch wenn mir hier einige Entwicklungen besser gefallen haben, als bei TCW, z. B. der Tod von Ventress, der auch ziehmlich gut inszeniert wurde.
Rebels kann ich da anders bewerten, da es eindeutig ein Disney Produkt ist. Aber ab Staffel 2 fand ich die Serie auch ganz gut, obwohl ich anfänglich skeptisch war.
 
Nö, heiß ja nur, dass man damit Geschichten des EU überschrieben hat.

Aber wenns perfekt zum Neuen Canon passt...? Welches andere Element des EUs passt so gut zum Star Wars der Maus? Nichts... das langt mir.

Versteh mich nicht falsch: ich gönn das jedem, der sich TCW weiter in das alte SW reinquetscht. Aber wenn der Alte Canon eben mit Aspekten jongliert, die sich weit in die Legacy Ära hinziehen und das dann durch TCW ausgehebelt wird, muss ich eine Grenze ziehen und TCW zu 100% zum Neuen Canon schieben. Weil ich meine "alten" Clone Wars mag. Mit all den Comics und Büchern und Spielen und Co...

der Tod von Ventress, der auch ziehmlich gut inszeniert wurde.

Im Alten Canon ist Ventress nicht tot.

Rebels kann ich da anders bewerten, da es eindeutig ein Disney Produkt ist. Aber ab Staffel 2 fand ich die Serie auch ganz gut, obwohl ich anfänglich skeptisch war.

Und trotzdem stützt sie sich unglaublich stark auf TCW. Welches andere Werk des Alten Canons stützt sich auf TCW?
 
Nope... sie konfrontiert ihn nochmal auf Coruscant und gibt ihm in diesem Kampf auch seine markante Wunde (siehe "Republic"). Später führt sie noch einen kleinen Feldzug gegen Kenobi und wird dabei schwer verwundet, kann sich aber mit einem Raumschiff absetzen (siehe das Comic "Obsession").
Und auch das wird komplett durch TCW entwertet, während NC-Werke davon profitieren. Ergo: TCW = NC.
 
Ich kann @Minza da gut verstehen. Für mich war TCW stets nur eine Alternativ-Story, da es nicht zum Rest gepasst hat. Diese Alternativ-Story wurde eben nach der Disney-Übernahme erweitert.

zum Thema: Den Tod von Maul fand ich überhaupt nicht emotional. Ich habe sein weiterleben nach TPM zwar objektiv akzeptiert, aber subjektiv oder emotional ist er für mich auf Naboo gestorben.
 
Der Tod von Kuiil hat mich getroffen. Vielleicht gerade deshalb, weil er keine typische Heldenfigur ist. Er tritt nie groß auf, sucht keine Bewunderung und wirkt von Anfang an wie jemand, der schon ein langes, mühsames Leben hinter sich hat.

Kuiil strahlt Ruhe, Erfahrung und eine gewisse moralische Selbstverständlichkeit. Er hilft, weil er es für richtig hält. Nicht, weil er eine Mission erfüllen muss oder weil er sich beweisen will. Man merkt ihm an, dass er viel gesehen hat und sich seine Haltung über Jahre erarbeitet hat. Wenn er spricht, klingt das nach jemandem, der weiß, wovon er redet.

Gerade deshalb wirkt sein Tod so bitter. Er stirbt nicht in einem großen Kampf, sondern in einem Moment, in dem er schlicht versucht, etwas Schutzbedürftiges in Sicherheit zu bringen. In dieser Szene liegt etwas Tragisches und zugleich Würdevolles. Kuiil handelt konsequent nach dem, was er für richtig hält, und zahlt dafür den höchsten Preis.

Was mich daran besonders berührt hat, ist die Leerstelle, die danach bleibt. Mit ihm verschwindet eine Figur, die der Geschichte eine besondere Bodenständigkeit gegeben hat. Er war jemand, der einfach menschlich wirkte. Man verliert keinen spektakulären Helden, sondern einen guten, klugen alten Mann, dessen Gegenwart der Welt um ihn herum gutgetan hat.
 
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