Der Tod von Kuiil hat mich getroffen. Vielleicht gerade deshalb, weil er keine typische Heldenfigur ist. Er tritt nie groß auf, sucht keine Bewunderung und wirkt von Anfang an wie jemand, der schon ein langes, mühsames Leben hinter sich hat.
Kuiil strahlt Ruhe, Erfahrung und eine gewisse moralische Selbstverständlichkeit. Er hilft, weil er es für richtig hält. Nicht, weil er eine Mission erfüllen muss oder weil er sich beweisen will. Man merkt ihm an, dass er viel gesehen hat und sich seine Haltung über Jahre erarbeitet hat. Wenn er spricht, klingt das nach jemandem, der weiß, wovon er redet.
Gerade deshalb wirkt sein Tod so bitter. Er stirbt nicht in einem großen Kampf, sondern in einem Moment, in dem er schlicht versucht, etwas Schutzbedürftiges in Sicherheit zu bringen. In dieser Szene liegt etwas Tragisches und zugleich Würdevolles. Kuiil handelt konsequent nach dem, was er für richtig hält, und zahlt dafür den höchsten Preis.
Was mich daran besonders berührt hat, ist die Leerstelle, die danach bleibt. Mit ihm verschwindet eine Figur, die der Geschichte eine besondere Bodenständigkeit gegeben hat. Er war jemand, der einfach menschlich wirkte. Man verliert keinen spektakulären Helden, sondern einen guten, klugen alten Mann, dessen Gegenwart der Welt um ihn herum gutgetan hat.