[Jubiläum] Awards 2026 - Die Nominierungen

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Eowyn

Kleines Molekül in einem großen Universum
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Es ist so weit - nach euren tollen Einsendungen und viel Sortierungsarbeit und Recherche können wir euch heute endlich die Nominierungen für die Rollenspielawards 2026 präsentieren!

Und wie läuft das jetzt ab? :confused:

Erst einmal wünschen wir euch viel, viel Spaß beim Stöbern in all den tollen Beiträgen (bitte beachtet dabei, dass Kateogie 5 und 10 auf Grund der Menge über zwei Posts gehen). Nehmt euch ruhig Zeit dafür, diese Posts haben es alle verdient, ggf. auch angeklickt zu werden und ein bisschen ausführlicher studiert zu werden.

Ab heute beginnt dann die Abstimmungsphase. Bis zum 17.09. habt ihr Zeit, eure Stimmen ebenfalls wieder per PN an den Account "Spielleitung" abzugeben. Jeder Rollenspieler/jede Rollenspielerin hat pro Kategorie eine Stimme. Dabei darf man ausdrücklich auch für seine eigenen Charaktere stimmen. Es muss nicht für jede Kategorie eine Stimme abgegeben werden. Die Auswertung aller Stimmen findet dann (fast) anonym durch die Moderation statt, welche darüber absolutes Stillschweigen bewahrt.

Wie schon früher möchten wir die Bekanntgabe der Gewinnerinnen und Gewinner in einem Rollenspielchat abhalten und ihnen dort offiziell die Jubiläums Awards 2026 verleihen :shia: . Dieser wird am 18.09. um 20:30 Uhr stattfinden. Wir freuen uns darauf, wenn möglichst viele von euch die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen. Anschließend werden die Gewinnerinnen und Gewinner aber selbstverständlich auch sofort hier im Thread bekanntgegeben.

Wer möchte, kann diese Vorlage zur Stimmabgabe verwenden und nicht genutzte Kategorien ggf. einfach entfernen:

1.: Herz der Galaxis:
2.: Bösewicht mit Bestnote:
3.: NPC mit Hauptcharakter-Energie:
4.: Galaktischer Spaßvogel:
5.: Wenn die Fetzen fliegen:
6.: Kann nicht mit, kann nicht ohne:
7.: Match "Made in the Galaxy":
8.: Nemesis "Made in the Galaxy":
9.: Zu gut, um nicht zitiert zu werden:
10.: Legendärster Storymoment:
11.: Dejarikzug des Jahrzehnts:


Tl; dr:
  • Fleißig stöbern
  • Stimmabgabe bis 17.09.
  • Stimmabgabe an Account "Spielleitung"
  • Pro Kategorie eine Stimme
  • Bekanntgabe im RS-Chat am 18.09. um 20:30 Uhr

Und jetzt dann bitte sehr fleißig abstimmen, so dass die Ergebnisse möglichst representativ sind. Wir freuen uns über jede Stimme!
Eure Moderation und die OL

_____________________
Das Kleingedruckte zum nachlesen:
  • Stimmberechtigt ist jede Person, die in den 12 Monaten vor dem 23.07. mindestens einmal gepostet hat
  • Jeder Rollenspieler/jede Rollenspielerin hat pro Kategorie eine Stimme (kommt gar nicht auf die Idee, mit Zweitaccounts abzustimmen ;) Die Folgen wollt ihr nicht wissen...)
  • Gültig sind nur Nominierungen und Stimmabgaben, die per PN im entsprechenden Zeiträumen an den Account der Spielleitung geschickt werden
  • Es ist jeder Person selbst überlassen, für wie viele Kategorien sie ihre Stimme abgibt - es kann für eine sein, ein paar oder auch für alle

Quicklinks:
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1. Kategorie: Herz der Galaxis

Dieser Charakter ist die gute Seele des Rollenspiels - immer dazu bereit, sich für andere einzusetzen, für das Gute zu kämpfen und dabei ab und an auch sich selbst hinten an zu stellen. Wann immer jemandem geholfen werden kann, ist er zur Stelle.

Faith Navalon

Eine wahrhaft gute Seele, die während der Jedi-Mission auf Kelada immer wieder das Wohl anderer über ihr eigenes gestellt hat. Besonders deutlich wurde das, als ihr Freund Arlen bereit war, das Leben imperialer Gefangener zu riskieren, um Faith aus der Gefangenschaft zu befreien. Obwohl es um ihre eigene Rettung ging, stellte sie sich entschieden dagegen und wollte nicht zulassen, dass andere für sie bezahlen müssen.

Ein paar Meter enfernt diskutierte Arlen noch immer mit Gold-7 über den Plan und Faith hörte den Begriff ‘Schnellabzug’ fallen. Kurz hatte sie Hoffnung. Zwei Tage. Das wäre schnell. Aber vorrangig, auf Kosten anderer. Ihre Hand krampfte sich kurz um den Griff des Bechers.

“Keine Option”, sagte sie entschieden. “Gar keine.”

Ihr Blick versteinerte und richtete sich auf die flackernden Schatten der Feuerstelle zwischen den beiden Zelten. Das kam überhaupt nicht in Frage. Zwei Tage. Zwei Wochen. Zwei Jahre. Zwei Leben. Sie würde keinem unschuldigen Wesen seinen Platz wegnehmen, von diesem götterverlassenen Ort wegzukommen. Die Macht würde schon das Richtige für sie bereithalten - sie führen. Und Faiths Herz sprach ganz klar zu ihr. Sie leerte ihren Caf-Becher in einem Zug, verschluckte sich dabei jedoch und begann zu hüsteln. Mit verzogenem Mund - nein, Caf mochte sie wirklich nicht - erhob sie sich.

“Wir bleiben so lang, bis was frei ist.”

Sarid Horn

Sarid hat ihr Leben absolut den Jedi verschrieben. Sie immer freundlich, gütig, offen und einfühlsam, dabei hat sie in ihrer langen Karriere als Rätin schon unglaublich viel gesehen und erlebt. Sie sieht das Gute in jeder Person und hilft, wo sie nur kann. Die Corellianerin hat bereits unzählige Padawane ausgebildet und kämpfte in vielen Schlachten - darunter die um Coruscant und um Corellia. Sie half dabei, den Orden nach dem Fall von Coruscant wieder aufzubauen und tat dies auch mit ganzem Herzen, als die Jedi nach all der Zeit schließlich wieder in den Tempel zurückkehrten...

"Du weißt, dass ich auch eine Zeit hatte, in der ich an den Jedi und dem Jedisein gezweifelt habe? Es ist nicht so vielen bekannt, aber in der Zeit als die Lage der Republik sehr verzweifelt war, nach dem Fall Corellias, als das Imperium sämtlich Jedi gejagt hatte und die Republik wenig bis gar nicht geholfen hat habe ich... zu viel gesehen und miterlebt, zu viele Tode und Grausamkeiten. Ich bin damals von einer Mission nicht nach Ossus zurückgekehrt. Letztlich habe ich zwei Jahre gebraucht mit all meinen Erlebnissen klar zu kommen ehe ich zurückgekehrt bin, weil eine alte Padawan von mir mich brachte. Ich weiß durchaus was es heißt zu zweifeln."

Du kannst mit mir reden, Eo. Ich kann und werde dich nicht verurteilen, da ich selbst auch nicht immer die strahlend helle, makellose Jedi war! Hoffentlich verstand sie den Hinweis. Aber selbst wenn sie sich nicht überwinden konnte zu reden, vielleicht half es ihr ja zu wissen, dass auch andere Jedi, sogar Jediräte schon an so einem Punkt gestanden hatten.

Sane Kath

Sane hätte als Sprössling einer einflussreichen, mächtigen und reichen Familie ein Leben im Imperium voller schöner Annehmlichkeiten führen können. Stattdessen kämpft er seit jeher unter Einsatz seiner eigenen körperlichen und seelischen Gesundheit an der Front für das Gute, oft unsichtbar für das öffentliche Auge. Zuletzt verhalf er selbtlos sogar im Zentrum des Imperiums der imperialen Deserteurin Samin, einem Dutzend Kinder sowie zwei Jedi zur Flucht, unter großem Einsatz seiner eigenen Sicherheit.

Eine seltsame Mischung aus Hoffnung und Scham stieg in ihm auf. Sane hatte seine Freunde für tot gehalten, diese Vermutung aber nie überprüft. Hatte er einen Fehler gemacht? Hätte er sie womöglich schon früher aus den Klauen der Sith befreien können? Brianna meinte, dass sie erwartet hatte, dass auch Sane noch in der Gefangenschaft der Sith war. Er holte tief Luft. Es hatte keinen Sinn, die Jedi in diesem Punkt anzulügen, auch wenn es ihm unangenehm war.

"Mein Vater. Er hat viel Einfluss auf Bastion. Als er von meiner Gefangenschaft erfahren hatte, konnte er ein paar Gefallen einfordern. Im Gegenzug... sollte ich mein Erbe antreten. Als Baron des Imperiums."

Er ließ die Worte kurz im Raum stehen und nahm die misstrauischen Blicke wahr, ohne ihnen auszuweichen.

"Ich habe versucht, diese Position zu nutzen, um Gutes zu tun. Es ist nicht einfach, aber auch auf Bastion gibt es Leute, die mit der Neuen Republik sympathisieren."

Er dachte an Samin, Kestal und seine Leute. Die Kinder. Sane musterte die beiden Jedi bei dem Gedanken. Die Kinder. Bisher hatte er keine Möglichkeit gehabt, mit jemandem über diese Aktion zu sprechen. Er wusste auch nicht, ob das so eine gute Idee war. Samin hatte einmal erwähnt, dass sie nicht wollte, dass die Kinder von Bastion den Jedi in die Hände fielen. Auf der anderen Seite waren die Jedi der beste Schutz, den ein machtsensitives Kind haben konnte. Wäre die Chiss wütend, wenn er Brianna auf das Thema stoßen würde?

Samin

Eine imperiale Elitepilotin als "Herz der Galaxis"? Nein, diese Nominierung ist kein Fehler! Samin riskierte erst ihren Status als berühmte und gefürchtete Pilotin der bekanntesten Staffel des imperialen Sternjägerkorps gab ihn schließlich auf, um sowohl ihr eigenes Kind und als auch die dazugehörige Gruppe Kinder zu beschützen. Sie erkannte, was im Leben wirklich zählt - nicht Ruhm, Macht und Überlegenheit, sondern die positiven Empfindungen, für die das Herz schlägt, und die Liebe.

Denn was war sie?

Eine Pilotin. Ein Symbol. Ein Werkzeug des Imperiums. Lieutenant Crash. Geboren und gedrillt, um zu töten, um ein System zu verteidigen, das sie nun selbst verraten hatte. Wie viele Leben hatte sie ausgelöscht, ohne nachzudenken, ob sie nicht vielleicht dieselbe Art von Mut wie ein Sane oder Liebe wie Samin in sich trugen?

Ihre Lippen zitterten, als sie in den Container blickte. Die Kinder, mit Furcht in den Augen. Und zwischen ihnen - Sana. Der Blick dieser roten Augen brannte tiefer als jeder Blasterstrahl. Da war Verwirrung über das, was hier vor sich ging. Angst, nicht vor Kestal, sondern vor der angeblichen Mutter, die nie da gewesen war. Aber auch etwas anderes. Ein Kloß stieg Samin in den Hals. Sie hätte in diesem Moment schwören können, dass Sana ihre Gefühle spüren konnte - nicht nur sehen. Ihr Herzschlag, ihr Atem, ihre Anspannung, ihre Hoffnung, aber auch ihre Furcht. Das band, das immer dagewesen, aber so lange ignoriert wurde.

Dreizehn Jahre lang hatte sie ihre Tochter im Stich gelassen. Das würde heute enden.

Samin senkte langsam die Hände. Was war ihre Karriere, was waren ihre Orden, ihr Name - das ganze Imperium gegen die Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter?

Nichts. Das Imperim war nichts.

Sie machte einen Schritt nach vorn. Dann noch einen. Ihre Stiefel knirschten auf dem von Kieselsteinen bedeckten Boden. Kestals Blasterlauf zitterte ihr entgegen, aber er schoss nicht. Sana legte eine Hand auf seinen Arm und flüsterte ihm etwas zu. Samin konnte nicht hören, was es war. Aber der Mann senkte seinen Blaster.

Samins Stimme war rau, als sie sprach. Es lag jedoch keine Spur der Unsicherheit in ihr.


“Sie brauchen nichts von mir zu befürchten.”

Ihre Worte hallten von den Containerwänden wider.

“Wo auch immer diese Kinder hingehen, wo auch immer Sana hingeht, werde ich auch hingehen.”

Ian Dice

Ian Dice würde die Teile seines Lebens, in denen er den Namen "Darth Keebo" trug, vermutlich am liebsten auslöschen - und tut alles dafür, um der Galaxis zu zeigen, dass er kein Sith mehr ist. Nicht nur, dass er auf Coruscant das C-Virus bis zum wortwörtlichen Umfallen bekämpfte und das Neugeborene Kyran mit Hilfe seiner Lebenskraft rettete, beschloss er auch ohne zu zögern, sich nach Bastion in den Sith-Tempel zu begeben, um dort das Ursprungsvirus zu finden, obwohl er selbst dabei alles verlieren konnte - inklusive seines Lebens und seiner Seele...

Ich habe erst ihren Vater verloren, ich kann sie nicht auch noch verlieren, bitte, Ihr müsst etwas tun, irgendetwas, das sind Etti und Aliana und sie brauchen Hilfe, sie brauchen Hilfe, bitte, sie brauchen Hilfe! Osys ist schon tot, ich kann sie nicht auch noch verlieren!‘ Ian ging erneut einen Schritt auf die Frau zu. „Ich brauche Ruhe dafür, ich kann Euch nichts versprechen, ich werde mein Bestes geben, aber dafür muss ich mich konzentrieren können, versteht Ihr?“ Die Frau nickte betreten, presste die Hände vor den Mund und stellte sich, wartend und lautlos weinend an die Wand. Am liebsten hätte Ian dafür gesorgt, dass sie gar nicht anwesend war, doch er wagte nicht, sie hinaus zu schicken, als er unerwartet Hilfe von einem anderen Jedi, der sicher auch ein Heiler war, Hilfe bekam. Er führte die Frau hinaus, kam wenige Minuten später zurück. ‚Es sieht nicht gut um die beiden aus, um ehrlich zu sein, habe ich wenig Hoffnung. Das Virus ist weit fortgeschritten. Aber ich werde Euch unterstützen, so gut es geht.‘
Ian sah beide Kinder an, verdrängte sein ungutes Gefühl und seine Angst, öffnete sich der Macht und verschaffte sich einen besseren Einblick. Seine Gesichtszüge veränderten sich, wurden betroffen, denn das Virus hatte so deutliche Spuren hinterlassen, so viele… „Da sieht nicht gut aus,“ murmelte auch Ian. „Trance, sie brauchen beide eine tiefe Trance, aber ich kann nicht beide auf einmal Heilen.“ ‚Das kann niemand, aber wir sollten gut überlegen, bei wem wir beginnen.‘ Ian schluckte, denn er wollte diese Entscheidung nicht treffen, da er fürchtete, über etwas zu entscheiden, dass nicht in seinen Händen liegen sollte. Mit geschlossenen Augen verharrte er Sekunden vor beiden Kindern, ehe ein Gefühl ihn überkam, das gleiche, das auch den anderen Jedi zu überkommen schien. Denn sie wandten sich zeitgleich demselben Kind zu, nachdem sie beide in Trance versetzt worden waren.

Das Virus war praktisch überall, die Erreger waren so aggressiv, dass Ian immer wieder Pausen einlegen musste. Es war seltsam mit diesem Jedi zu arbeiten, seltsam, sich mit ihm abzustimmen und es gelang nicht, dass sie ihre Macht bündelten und auf diese Weise gemeinsam arbeiteten. Jeder musste sich irgendwie auf den anderen verlassen, doch die vertraute Routine fehlte. Dennoch gaben beide Männer ihr bestes, bis Ian stockte, da er eine winzige Erschütterung wahrnahm, die von dem anderen Bett ausging. Auch Molsri’ue’nahrdi wandte sich ab, sie beide wandten sich Aliana zu, doch noch während sie versuchten, dem Kind zu helfen, wurde es schwächer und schwächer. ‚
Wir werden es verlieren.‘ „Ich weiß. Holt seine Mutter, schnell.“


Sie weinte bitterlich, als sie die Hand von Riuen hielt und Ian zog sich zurück, in den Hintergrund, um ihr die Möglichkeit zu geben, sich von ihrer Tochter zu verabschieden. Da war nichts, was sie tun konnten, nichts. Riuen hatte das Mädchen aus der Trance geweckt, was so kaum noch möglich gewesen war. Ian hatte dafür gesorgt, dass sie keinen Schmerz mehr spürte, hatte das Mädchen so gut es ging beruhigt, doch alles andere… alles andere lag in den Händen ihrer Mutter. Betreten sahen der Riuen und Ian auf den Boden, blieben im Hintergrund, verließen den Raum nur deshalb nicht, um im Notfall etwas zu können. Falls ihre Mutter durchdrehte. Am Ende war es Ian, der die Hand auf die Schulter der Frau legte. „Es tut mir leid,“ flüsterte er leise und er ließ zu, dass sie sich zu ihm umdrehte, ihm mit den Fäusten auf den Brustkorn hieb so lange, bis sie völlig erschöpft zusammensackte und Ian sie, als sie es zuließ, einfach nur hielt.

Chesara Syonette

Jedi-Rätin Syonette ist bereits so lange Teil des Rates, dass niemand mehr weiß, wie lange eigentlich genau. Die beste Heilerin des Ordens lebt für Freiheit und Gerechtigkeit und lebt für ihr Ziel, dass die Völker der Galaxis sich besser verstehen und miteinander leben. Ihre Opferbereitschaft für andere reicht bis zum möglichen eigenen Tod, und so ist ihr Schicksal bis heute unklar - war ihr letzter Einsatz doch in den Unteren Ebenen auf Coruscant, um das Virus zu bekämpfen, von welchem sie bis heute nicht zurückgekehrt ist...

„Meinen Leuten ist nicht verborgen geblieben, dass Euch offenkundig Eure Ausrüstung abhanden gekommen ist. Obgleich die Ansteckungsgefahr hier in den Unteren Ebenen mit Abstand am größten ist, wird dennoch dringend dazu geraten, auch in den oberen Teilen Coruscant entsprechend geschützt zu sein.“

Durch seine eigene Atemmaske hinweg, seine Augen hinter einem Sichtschutz aus Kunststoff, starrte Chesara den Offizier an. Es gab einen Grund, warum sie keine Schutzkleidung trug und dieser Moment bestätigte ihre Entscheidung einmal mehr.

“Captain, haben Sie eine Ahnung, wie viele Zivilisten kostenlosen Zugang zu Ihrer wertvollen Schutzkleidung haben? Wissen Sie, wie viele es nicht haben? Sehen Sie sich um!“

Sie schüttelte den Kopf.

“Ich bin nicht die, die Ihre Hilfe braucht, die Leute dort draußen tun es! Bei der Macht, ich werde mein Gesicht nicht hinter einer Atemmaske verstecken, so lange nicht jedem einzelnen auf Coruscant mit der gleichen Fürsorge und Hingebung geholfen wird wie denen, die sich die Behandlung leisten können. Öffnen Sie die Schleuse.“

Sie konnte nicht sehen, was der Offizier dachte. Sein Gesicht war weitgehend verborgen. Hinter der Maske.

“Wie viele unbenutzte Schutzanzüge haben Sie noch gelagert, Captain?“

Wollte Chesara wissen. Seine Haltung hatte sich versteift. Unter Sicherheitsvorkehrungen wurde Chesara durch den Zugang geführt.

“Sie verfehlen ihren Zweck, wenn sie darauf warten, dass die Lebenden sie nicht mehr benötigen.“

So viele Tote, dachte sie. So viel Leid, so viel Elend. Und Ungerechtigkeit, immer wieder Ungerechtigkeit. Chesara atmete tief durch, als sie die Unteren Ebenen hinter sich ließ – für ein paar Tage, bis sie zurück gehen würde – und schaute nach vorne. Exodus Wingston benötigte ihre Hilfe und sie hoffte, dass sie nicht zu spät kommen würde.

Brasso Nunkai

Der Abednedo ist freundlich und empathisch und glaubt, besonders durch seine Vergangenheit als Schrottsammler, fest daran, dass alles seinen Wert hat und zerbrochenes repariert werden kann. Er hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und will und kann Missstände und Ungerechtigkeiten nicht einfach hinnehmen. Für seine Überzeugungen ist er auch bereit, sich selbst in Gefahr zu bringen, was er auf Ketaris unter Beweis gestellt hat.

Zivilcourage war auf einem Ort wie Ketaris Prime kein Leuchten im Dunkel, sondern ein defektes Relais, das funkte, obwohl es längst ersetzt werden sollte. Brasso wusste, dass es klüger gewesen wäre, wegzusehen. Auf dem Markt galten andere Gesetze, andere Reaktionen. Doch er hatte nie gelernt, Ungerechtigkeit zu ignorieren. Seine Philosophie erlaubte kein funktionierendes System, wenn eine einzige Leitung offen lag, und das tat sie nun: offen, verwundbar und unter Druck.
Es war der Moment, in dem Gedanken zur Entscheidung werden. Nicht weil die Zeit drängt, sondern weil Schweigen mitschuldig macht.
Am Rande der Gasse, hinter einem abgestellten Gleiter, sah er sie. Drei Silhouetten. Ein Kubaz mit dem gleichen glattgeschnittenen Mantel wie der Balosar, den er heute gesehen hatte. Ein anderer, ein Zabrak, war schmal und nervös, bewegte sich zu schnell für einen gewöhnlichen Arbeiter. Der dritte war massig, ein Nikto mit rauer Haut, die sich im Licht wie alte Rüstung schimmerte. In ihrer Mitte eine Händlerin. Älter, verwittert vom Staub der Jahre, aber aufrecht. Ihre Hände erhoben, nicht aus Angst, sondern aus Würde.


„Ich zahle nicht für Schutz, den ich nicht brauche,“ sagte sie. Ihre Stimme war ruhig, aber entschlossen.

Der Nikto trat einen Schritt näher, packte sie grob am Arm. „Dann zahlst du bald für Reparaturen. Vielleicht an dir selbst.“

Brasso spürte, wie sich etwas in ihm verhärtete. Etwas Altes. Etwas, das er auf Bracca zu oft erlebt, aber nie akzeptiert hatte. Der Moment, in dem ein System versagt. In dem Gerechtigkeit nur noch Theorie ist, wenn niemand sie verteidigt. Der Abednedo wusste, dass Worte kaum etwas ändern würden. Dass Gewalt nicht in sein Handwerk passte. Aber auch das Prinzip des Stroms hatte seine Grenzen, wenn zu viel Spannung auf einer Leitung lag, musste sie entladen werden.
Brasso spürte was er tun würde, bevor er es dachte. Die Beine bewegten sich, als hätten sie es satt, zu schweigen. Der Körper folgte einem Impuls, der tiefer lag als Angst.

„Lasst sie los,“ sagte er. Nicht laut. Aber bestimmt.

Eowyn El'mireth

Trotz all ihrer Selbstzweifel ist Eowyn eine herzensgute Jedi, der von Kindesbeinen an klar war, dass sie durch ein Leben bei den Jedi die Galaxis besser machen möchte. Sie besitzt einen äußerst starken Glauben an das Gute in den Leuten, der sie selbst durch schwierige Phasen antreibt. Auch dadurch brachte sie den damaligen Sith Darth Keebo dazu, ihr zuzuhören und an eine zweite Chance zu glauben. Außerdem war sie bereit, sich selbst als Geisel in den Sith-Tempel auszuliefern und so womöglich ihr Leben zu geben, um der Galaxis ein Heilmittel zu beschaffen.

Und wenn sie erfolgreich war, dann würde all das nicht geschehen. All das... es war eine Art Illusion. Nur eine verfluchte, mächtige Illusion. Sie musste sie ignorieren, sie ausschließen aus ihrem Kopf... Doch da war nichts, was sie dagegenhalten konnte. Nichts. Denn er lag im womöglich ewigen Koma, genau wie Winter, ihre Eltern waren lange tot, ihre anderen Padawane fort, Mellah in Gefahr, Tharen auf der Flucht, der Tempel ein Seuchenherd... es nahm kein... HALT - es war wie auf Bastion. Sie durfte sich nicht davon erdrücken lassen! Auch diese Gedanken waren nicht vollkommen echt, nicht die einzigen, die vorhanden waren... Die Hoffnung für sie selbst mochte verloren sein, doch nicht für so viele andere. Da waren all die Jedi, die auf Coruscant überleben würden, wenn sie Erfolg hatten. All die Lebewesen, die weiter existieren konnten. All das Glück, all die Liebe, die noch erlebt werden durften. Liebe wie die, die auch sie hatte erleben dürfen. Es mochte noch so unwahrscheinlich sein, dass er aufwachte, aber er war noch NICHT tot. NOCH lebte er. Da waren all die schweren Stunden auf Bastion, da waren all die Zweifel, aber er lebte, und auch sie lebte noch, und Allegious würde ihr das NICHT nehmen.

NEIN!, schrie Eowyn heraus, und mit diesem Wort ließ sie all ihre Erinnerungen, die sie im Laufe der letzten Monate und Jahre fest in sich verschlossen hatte, um sie zu bewahren, Revue passieren. Angefangen bei der Nacht in der Höhle, als sie sich zum ersten Mal seit Jahren irgendwie zufrieden gefühlt hatte, über den Abend, als er mit ihr seine schönsten Erinnerungen geteilt hatte; er, schlafend in ihrem Zimmer; die Umarmung nach einer Diskussion; Yaro in seinem Arm; die Kissenschlacht und sein klopfendes Herz neben ihrem Ohr, als er sie trug, weil sie nicht mehr laufen konnte - bis hin zu dem Abend, als er sie gebeten hatte, seine Frau zu werden. Diese Bilder, die sie sich so bewusst eingeprägt hatte, nicht ahnend, wie wichtig sie vielleicht irgendwann werden würden - aber sie vertrieben mit ihrem Licht die dunklen Vorahnungen, die Allegious über sie kommen ließ.

Wes Janson

Wes hat immer ein offenes Ohr für jeden und vor allem für jede, die sein Büro im Ratsturm betritt. Er setzt sich unermüdlich für andere ein und war maßgeblich daran beteiligt, den Jedi-Tempel nach seiner Zerstörung durch das Imperium wieder aufzubauen. Dabei vergisst er sich selbst so sehr, dass er sogar auf Schlaf verzichtet und seine spätere Assistentin mit Tricks dafür sorgen muss, dass er endlich wenigstens ein paar Tage Urlaub nimmt, um nicht zusammenzubrechen.

Sie wusste, wie viel der Taanaber um die Ohren hatte und erklärte, jede Ratsentscheidung akzeptieren und alles in Ordnung bringen zu wollen. Solche Worte hörte Wes in der Tat selten. Es war ja selbstverständlich – und genau so sahen dies auch die meisten, mit denen er tagtäglich zu tun hatte. Für Eowyn war es trotz der langen Zeit, die sie sich kannten nicht. Es dauerte einen Moment, doch dann lächelte er. Er stand auf, holte eine unbeschriftete Flasche und zwei korrosionsfeste Gläser aus dem Schrank.

»Setz' dich,«

Bat er die blonde Jedi, als er die Gläser und die Flasche auf den Tisch stellte. Als er sich wieder setzte, die geschäftsmäßige Maske abnahm und er sich erlaubte, es persönlich werden zu lassen, wirkte er mit einem Mal viel müder und abgespannter als zuvor.

»Das ist Feliz Febs neunzigprozentiger Ossus-Fingerkrautschnaps. Ich brauche jetzt einen und denke, dir würde auch einer guttun. Nicht deinetwegen, nicht dass du da jetzt an sowas denkst,«

Wes lächelte wieder.

»Außerdem, ich weiß, dass du helfen wirst, die Sache wieder in Ordnung bringen. Der Rat wird, da bin ich mir sicher, entscheiden, was das beste für dich ist. Damit würde ich also fertigwerden. Das Problem ist, dass all diese Dinge noch auf das Tagesgeschäft oben drauf kommen. Ein improvisiertes Krankenhaus dieser Größe im größten Seuchenherd der Galaxis am Laufen zu halten ist nicht gerade einfach. Jetzt erzählen mir die Heiler, dass sie aus den Virusproben, den wir mit großem Einsatz erbeutet haben, niemals einen universellen Impfstoff werden herstellen können – deshalb ist Bastion ja überhaupt wieder zum Thema geworden. Jetzt noch die Folgen von Duvals persönlicher Sith-Vendetta, das kann schon ein bisschen zu viel werden manchmal.

Gaya Kur'ano

Gaya ist eine besondere Padawan. Ihr Herz schlägt für die Jedi, und sie bemüht sich zu jeder Zeit, das richtige zu tun. Sie pflegt eine enge Verbindung zur Natur und zur Macht, was sich auch in ihrem Heiltalent zeigt. Sie ist äußerst treu und loyal. Ihren Glauben an das Gute sieht man besonders in der Herzensgüte, bei der sie auf Kast eine unterlegene Gegnerin quasi anfleht das richtige zu tun. Diese simple Frage nach dem Namen zeigt ihre Barmherzigkeit und ihre Empathie.

Und mit einem Mal verpuffte die Wut, die Vorstellung ihres Gegenübers als 'Nira Merash' ließ sie ihr Schwert zurückhalten. Wer waren wir alle? Wir waren doch einfach nur Lebewesen auf dem Weg durch die Galaxis. Alle mit ihren eigenen Vorstellungen von Moral, Werten und Zielen. Wie sollte sie darüber richten wer es verdient zu leben...sie konnte es nicht wurde ihr klar.
Diese Frau, Nira, hatte fest das Ziel die nächste Imperatorin zu werden und sie würde ihren Weg gehen. Vielleicht auch eine gute Herrscherin werden. Möglicherweise würde dass verschonen heute, Leben in der Zukunft retten. Wer wusste dass schon, sie auf jeden Fall nicht. Es war besser eine kleine Kerze anzuzünden als über die Dunkelheit zu fluchen.


"Mein Name ist Gaya Kur'ano, Padwan von JK und angehende Heilerin. Ich würde mich freuen dich eines Tages wieder zu treffen. Vielleicht unter anderen, besseren, Umständen. Möglicherweise bin ich nur ein kleines Licht in deiner Finsternis aber ich werde nicht aufhören zu leuchten."

Sie streckte ihre Hand aus um ihr aufzuhelfen, die Lichtschwertspitze zum Boden zeigend.

"Erinnere dich daran wenn du deinen Pfad in all der Dunkelheit nicht mehr findest."

Elise Benett

Die zielstrebige und pragmatische Elise hat in ihrem Leben schon einiges durchmachen müssen. Dennoch hat sie nie den wichigsten Teil ihres Selbst verloren, ihre Empathie und ihre Zuneigung zu anderen Personen. Sie glaubt fest an Gut und Böse in der Galaxis und ist bereit, für das ihrer Meinung nach Gute, auch so einige Regeln zu "verdrehen". Eine besondere Stärke von ihr ist es, anderen Leuten zuzuhören und ihnen neue Impulse und Ansichten mitzugeben...

Dann hob Elise den Kopf, und diesmal war da weniger Geduldspiel und mehr Entschlossenheit in ihr. Nicht hart gegen Eowyn, hart gegen die Geschichte, die Eowyn über Eowyn erzählte.

"Nein", sagte sie ruhig, aber so eindeutig, dass es keinen Schlupfwinkel gab. "So rede ich nicht über dich."

Ein kurzer Atemzug. "Und ich rede auch nicht so über jemanden, den ich sehr schätze."

Sie ließ den Satz bewusst stehen, als Grenze. Eine Grenze, die sie jetzt wirklich langsam überschritt.

"Du kannst von Fehlern sprechen. Von Schuld. Von Dingen, die du bereust. Von Entscheidungen, die sich wie Verrat anfühlen. Aber ich werde nicht daneben sitzen und zusehen, wie du eine Person, die dir das Leben lang den Rücken hingehalten hat, einfach für tot erklärst, nur weil sie nicht mehr in das Bild passt, das du gerade von dir brauchst."

Elise’ Stimme wurde ein bisschen leiser, aber nicht weicher.

"Wenn du sagst, sie war falsch, dann sagst du damit auch: sie hatte keinen Wert. Und das ist das, was ich dir nicht abnehme, sie war jemand."

Sie sah sie fest an. Elise nickte einmal.

"Ja. War sie. Und weißt du was. Das ist sie noch."
 
2. Kategorie: Bösewicht mit Bestnote

Ob auf dem Parkett der Diplomatie oder klassisch mit der Waffe in der Hand - dieser Charakter interessiert sich weder für soziale Projekte, noch bremst er für Tierbabys, ganz im Gegenteil. Wann immer er die Chance hat, sich einen Vorteil zu verschaffen, tut er alles, was notwendig ist und sogar noch mehr - schlicht, weil er es kann.

Darth Zion

Kein klassischer Bösewicht, der einfach nur aus Bosheit handelt, sondern ein deutlich vielschichtigerer, moralisch grauer Charakter. Dennoch ist Darth Zion auf imperialer Seite eine Figur mit einer der bedrohlichsten Auren. Er hat eine unverwechselbare Präsenz, eine besondere Autorität und vermittelt eine gewisse Unantastbarkeit. Ihm will ganz sicher niemand im Weg stehen, denn das könnte man schnell bereuen...

Seine Augen verengten sich, die Aura der Dunklen Seite pulsierte spürbar um ihn.

Er trat wieder vor Angelus, diesmal so nah, dass der junge Sith seinen normalen Atem hätte hören konnte, wenn Zion nicht diese Maske getragen hätte.


„Ihr seid ein Extinktor-Eingeweihter. Eure Mission auf Kelada war nur von halbem Erfolg.“
Seine Stimme schwoll an, wie ein Schlag mit dem Hammer.

„Ihr habt drei Jedi, oder ihre Verbündeten, entkommen lassen.“

Ein kurzer, kalter Blick, fast schon abschätzend, folgte. Zion richtete sich langsam auf, der Umhang raschelte schwer.

„Dies ist sehr bedauerlich… und macht sich nicht gut für euren Namen.“

Er ließ eine lange Pause, um das Gewicht seiner Worte tief einsinken zu lassen, bevor er den Satz wie ein Urteil sprach.

„Ihr erhaltet eine weitere Chance, um dem Zirkel der Extinktoren zu beweisen, dass wir uns nicht in Euch geirrt haben.“

Der letzte Ton hallte wie das Schlagen eines Gongs in den beschädigten Wänden nach. Zion schwieg, sein Blick brannte sich in Angelus, abwartend, ob dieser das Urteil annahm oder unter der Last zerbrach.

Darth Angelus

Sabar Muraenus, besser bekannt als Darth Angelus, liebt nur seine eigene Erscheinung mehr als die Fähigkeiten, die ihm zu den Taten des Bösen verhelfen. Dabei ist das Scheusal wahrscheinlich nur auf der Suche nach Liebe und Anerkennung, die er von seiner machthungrigen Familie nie erfahren hat. Aber ist das Grund genug, so ein Schuft zu werden? Wahrlich nicht. Die wahre Motivation hinter seiner boshaften Abscheulichkeit kann nur daraus kommen, uns einen perfekten Bösewicht zu liefern, den wir alle aus vollem Herzen hassen können.

Darth Angelus stand nun dicht vor der Statue, nachdem er sich seiner Rüstung entledigt und den Weinkelch abgestellt hatte. Nur wenige Zentimeter trennten ihn von dem Abbild seiner selbst. Sein Atem ging ruhig, kontrolliert – und doch lag darin eine gespannte Erwartung, als stünde er vor einem Altar. Der Raum schien sich um ihn herum zu verengen, als würde alles Überflüssige zurückweichen, um diesem einen Moment Platz zu machen.

Sein Blick glitt über die Züge der Statue. Die makellose Rüstung. Das erhobene Kinn. Das triumphale Lächeln. Für einen Herzschlag lang verschwamm die Grenze zwischen kaltem Stein und lebendiger Wirklichkeit. In seinem Geist war dies kein Abbild mehr; nein, es war die Wahrheit. Es war er, wie er war – und wie er immer sein sollte.

Ein leises, beinahe ehrfürchtiges Flüstern entwich ihm:


"So sieht also wahrhaftige Vollkommenheit aus“

Seine Hand hob sich langsam und legte sich an den kalten Marmor, als wolle er prüfen, ob die Materie auch wirklich seiner Gewissheit standhielt. In seiner Vorstellung war der Stein warm geworden, lebendig, erfüllt von seiner Größe. Kein anderer konnte ihn so sehen. Kein anderer konnte ihn so begreifen.

"Du brauchst Allegious nicht. Du brauchst niemanden.“

Seine Stimme war ruhig, fest, frei von Zweifel – eine Feststellung, kein Wunsch. Er neigte den Kopf leicht, kam der Statue näher, wie als würde er einem heiligen Bild Respekt zollen. Er trat näher, der Abstand zwischen ihm und der Statue – oder vielmehr der Vision von sich selbst – schmolz dahin. Mit einem fast zärtlichen Lächeln neigte er seinen Kopf und ließ seine Lippen sich auf die imaginäre Haut seiner eigenen Wange senken.

Der Kuss war nicht sanft, sondern furchtlos, intensiv, als würde er die Statue durch seine Berührung in sich selbst verwandeln wollen. Es war der Kuss eines Mannes, der sich nie für jemand anderen öffnen würde, der nie die Möglichkeit hatte, jemanden anderen zu lieben – denn er war der einzige, den er jemals brauchte und jemals brauchen würde. In diesem Moment, mit seinen Lippen auf dem kalten, steinernen Gesicht, fühlte sich alles andere bedeutungslos an. Nur er, nur dieses Abbild seiner selbst, war wirklich.

Er ließ seine Zunge und seine Lippen sacht über die Marmorlippen gleiten, als ob er sich selbst schmecken wollte, die Intensität dieses Moments steigerte sich, und jeder Kuss wurde wilder, hungriger und gieriger, als ob er die Statue, sein eigenes Abbild, verschlingen wollte. Mit jedem Kuss schien er sich weiter zu verlieren in der Überzeugung, dass er die Kontrolle über sich selbst und somit über alles andere hatte.

Jeder Zweifel war beseitigt. Niemand würde ihm gewachsen sein. Niemand würde ihn übertrumpfen können. Sein Schicksal war das eines Gottes und all jene, die sich ihm in den Weg stellten, würden sterben oder ihn auf den Knien anbeten.

Scytale Mentel

Ein imperialer Suprematist aus dem Musterbuch. Er verachtet nichtmenschliche Spezies, spricht sich häufig für Genozide an diesen aus und hat in Teilen sogar eine recht dunkle Vergangenheit für einen imperialen hochdekorierten Offizier. Diesem Mann mehr militärische Macht zu geben, könnte so einige imperiale Kriegsverbrechen nach sich ziehen.

Nachdem ein weiterer Bissen des delikaten Fleisches zwischen seinen makellosen weißen Zähnen verschwand, fuhr er mit seinen Gedanken zum Umgang mit den Yevethanern fort. Sein Ton fest, keine Zweifel daran lassend, dass das, wovon er sprach,. er ernst meinte: "Das kollektive Gedächtnis dieser Insekten muss lernen, dass man sich uns nicht widersetzt. Am ehesten gelingt dies, indem wir die jetzige Generation der Erwachsenen von der Planetenoberfläche brennen. Die nachfolgenden Generationen dürfen in einem lehrreichen Moment zusehen, wie ihre Eltern, Großeltern, Tanten und Onkeln unter den Stiefeln des Imperators zerquetscht werden. Durch rigorose Bestrafung aller werden sie zu mustergültigen Dienern der Neuen Ordnung. Erst danach können wir sie in unserem Sinne zu einem nützlichen Arbeiterkollektiv heranwachsen lassen, das in unseren Bergwerken die notwendigen Ressourcen abbaut und damit unsere ewighungrigen Werften und Schmieden befeuert." Um den Geschmack des Rancor hinabzuspülen, nahm er einen weiteren Schluck des purpurnen vollmundigen Weines. Ein Hauch von Tabak verweilte für einen Moment auf seiner Zunge, nachdem er das Kristallglas absetzte. "Der Wein ist wirklich gut", meinte er und blickte seine ranggleiche Begleitung wieder an. "Serana, ich glaube an eine feste unumstößliche Ordnung im Universum. Eine natürliche Hierarchie. Jedes semi-intelligente Volk, jede Spezies hat ihren angestammten Platz. Unserer, der der Menschen ist natürlich an der Spitze. Alle nichtmenschlichen Xenos sind de facto minderwertig und uns untergeordnet, aber haben eine Chance ihrer Existenz einen Sinn zu verleihen. Das bedeutet zu erkennen, wo der eigene Platz ist. Die Indigenen des Koornacht-Clusters haben ihren Platz in der Galaxis verkannt, dachten sie seien mehr wert, als unter unseren Stiefeln zu kriechen, wie es sich eigentlich für sie gehört."

Janus Sturn

Elegant, stilvoll, manipulativ, arrogant - es gibt viele Worte, die den Grafen beschreiben können. Unvergessen die Gefährlichkeit, unter ihm als Jünger zu dienen, nicht jeder überlebte diese Ehre. Eines seiner größten Ziele war es, den Imperator vom Thron zu stoßen und den Platz desselbigen einzunehmen, ein Ziel, für das er viele andere ohne mit der Wimper zu zucken unter die Räder warf. Auch wenn seine Pläne gescheitert sind, im womöglich letzten Moment seines bewussten Lebens gab er noch alles dafür, der Dunkelheit zu dienen...

„Ich sehe es. Ich sehe alles. Es ist...vergeblich. Eure Taten. Eure Opfer. Nur Staub im Wind...Funken in der Dunkelheit...“

Die Finsternis war es, die nach rief. Die danach brüllte, befreit zu werden. Janus begriff endgültig, dass dies sein Zweck war. Er hielt den Schlüssel in den Händen. Der Dunkle Lord hielt einen Moment inne...und dann öffnete er sich für die Schwärze zwischen den Sternen, für den ewigen Hunger. Er schob den Schlüssel ins Schloss, drehte ihn...und schenkte der Finsternis die Freiheit. Mit einem gewaltigen Knall und einer Erschütterung der Macht selbst sprang die rasende Bestie aus ihrem Kerker, frei, endlich frei. Alles um Janus herum verschwamm und verblasste, als sein sterblicher Körper den Strapazen erlagt, der blasse Aristokrat sank langsam auf die Knie. Von dem einstigen Grün seiner Augen war nur noch goldener Glanz übrig, als sich seine Adern und Venen schwarz färbten. Seine Gliedmaßen zuckten und zitterten und Blut rann aus seinem Mund zu Boden, als die entfesselte Kraft Besitz von ihm ergriff und ihn benutzte, um die Mauern ihres Gefängnisses einzureißen. Die Bestie holte Luft, klappte ihr Maul auf...und brüllte, ein Schrei jenseits alles bekannten, als sich die gesammelte Energie Bahn brach und sich mit Janus im Zentrum wie eine riesige Explosion aus Schwärze ausbreitete und alles fort schleuderte.

Kast, die verborgene Festung des Imperators, zerbrach. Nicht auf einen Schlag, nicht mit einem Mal, aber der Riss war nun so groß geworden, dass nichts und niemand den Untergang noch aufhalten konnte. Die Erde brach auf eine blutende Wunde, Mauern und Decken stürzten zu Boden, für einige Sekunden schien selbst die Schwerkraft des Mondes außer Kraft gesetzt. Oben wurde zu unten, unten zu oben, Trümmer regneten herab und der Thron des Imperators wurde in der Mitte entzwei gerissen. Stärkster Stein konnte nicht mehr standhalten und ein Beobachter ihm Orbit hätte beobachten können, wie sich Riss um Riss durch die Kruste von Kast fraß und eine riesige Wolke aus purer Finsternis über die Oberfläche raste, wie ein pyroklastischer Sturm bei einem Vulkanausbruch. Es war das Ende. Es war der Anfang.

Saphenus Lemur

Saphenus ist ein nahezu perfekter Bösewicht, weil in ihm Opfer und Täter, Schwäche und enorme Macht, Lächerlichkeit und echte Bedrohung gleichzeitig existieren. Aus einem körperlich schwachen, unsicheren Außenseiter wurde kein selbstsicherer Sieger, sondern ein verbitterter Sith, der seine Minderwertigkeitsgefühle mit Macht, Hass und Kontrolle überkompensiert. Er ist intelligent, paranoid, cholerisch, grausam und zutiefst heuchlerisch, besitzt aber gleichzeitig echte Bindungsfähigkeit und Verletzlichkeit. Saphenus wurde verletzt – und entschied, dass deshalb nun alle anderen leiden dürfen.

Saphenus‘ Hand umklammerte die Eowyns so fest, dass seine Knöchel unter der krank schimmernden Haut weiß hervortraten. Seine Waffe lechzte nach Blut, sie gierte danach, sie fauchte und spuckte das violette Licht in den Raum und tobte, weil sie stillhalten musste. Saphenus‘ Auge leuchtete gelb, während er sich der dunklen Seite der Macht öffnete und sich ganz und gar von ihr durchströmen ließ. Er spürte die Verdorbenheit, die ihn umgab und versuchte, auch Eowyn ganz und gar in sie einzuhüllen, bis nichts mehr von dem Licht übrig war, das trotz der Fesseln in ihr schien. Eowyn begann zu zittern und ihr Atem wurde schneller. Saphenus spürte, dass sie mehr und mehr Kraft aufwenden musste, um die Kontrolle über sich selbst zu behalten und er labte sich an ihrer nachlassenden Kraft. Seine Muskeln waren maximal gespannt und stemmten sich gegen Eowyns, während die Klinge reglos in der Luft verharrte. Saphenus‘ Gesicht hatte kaum noch etwas mit dem eines Zabrak gemein. Es wirkte entstellt, verzogen, von Widerwärtigkeit geprägt. Die dunkle Seite ließ seine Haut wie plötzlich gealtert wirken, als zögen sich tiefe Falten wie Furchen durch sein Gesicht.

Zwischen zusammengebissenen Zähnen schleuderte Eowyn ihm ihre Verteidigung entgegen und Saphenus‘ Grinsen wurde breit. Er genoss es, wie sie gegen ihn kämpfte, wie sie gegen die dunkle Seite der Macht antrat und ihm versuchte, ihrerseits ihren Willen aufzuzwingen.

Pumpkin

Droiden haben kein Gewissen und keine Skrupel - eine hervorragende Grundvoraussetzung dafür, ein fieser Bösewicht zu sein. Der Attentäterdroide tut, was auch immer sein Auftrag ist, und schert sich nicht darum, ob es nun "richtig" oder "falsch" ist, hauptsache, es ist gut für seine Ziele und seinen Geldbeutel. Durch seine Zielstrebigkeit hat er bereits den Rang eines Ad'ika erreicht, und bei der Kaltblütigkeit, selbst einen vorherigen, nützlichen Kontakt wegen eines Auftrages um die Ecke zu bringen, ist klar, dass es ganz sicher nicht dabei bleiben wird...

'Ben': „Du siehst, Ware ausgeliefert, wie gewünscht. Die zwei Lasten-Droiden hatten noch etwas gekostet. Zwar gebraucht, aber sie machen ihre Arbeit. Ich musste bei einigen Gefallen in Vorleistung gehen, genauso bei den Droiden, ich hoffe, der Bonus gleicht all die Vorleistung aus?!“

Während der Mensch sich den Staub aus der Kleidung putzte, drehte sich der HK-Droide zum Info-Broker, wobei er – unter dem Poncho – nach seinem S-5-Multifunktionsblaster aus dem Holster griff. Kaum zielte er auf den Menschen, der gleich verwirrt und irritiert, mit großen Augen schaute:

„Zitat: 'Du hättest deine Schulden bezahlen sollen!'“

Kaum war die Botschaft mitgeteilt, schoss der HK-Droide herzlos ein Loch in den Schädel des Menschen, dass dieser leblos zu Boden sackte. Es blieb keine Zeit für Diskussionen. Während der Schuss in den diversen Zuggeräuschen verhallte, verstaute der HK-Droide seine Waffe und schnappte sich den Leichnam, um diesen in einem stillgelegten Tank zu deponieren, der aber noch mit ätzenden Kühlstoffen (wie giftigen kryogenem Säure-Ersatz) befüllt war. Den Tank hatte er Nachts zuvor durch den Überwachungsdroiden gesehen und sich entschieden, die Leiche darin zu verstecken. Dass der Tank noch mit zersetzenden Stoffen beladen war, kam dem HK-Droiden nur gelegen. In ein paar Tagen würde es das organische Gewebe vollständig zersetzen ohne dass biologische Spuren nach außen dringen oder generell Spuren zurückbleiben würden. Kaum war die Leiche beseitigt, zückte er seinen zweiten S-5-Multifunktionsblaster mit Ionenblasteraufsatz und wartete darauf, dass die beiden Lastendroiden die letzten Platten auf das Schiff luden. Dann beschoss er die Droiden und deaktivierte sie damit, worauf die Arbeitsdroiden die Lastendroiden ins Schiff aufnehmen konnten. Schlussendlich bestieg der HK-Droide sein Schiff und wechselte die Ortschaft, um noch einmal zum Crystal Gate zu fliegen.

Ranik Dran

Jemand aus dem Bereich „Oldschool“. Der Sith Ranik war für seinen einfallsreichen Sadismus bekannt. Bei ihm wirkte die dunkle Seite wie etwas Unheimliches, Fremdes und kaum Berechenbares. Wie kaum ein anderer verkörperte er, was geschieht, wenn ein Sith die dunkle Seite nicht beherrscht, sondern sich vollständig von ihr verschlingen lässt. Damit war er nicht nur für Jedi ein Monster, selbst unter anderen Sith hat er während des Brüderkrieges für Angst und Schrecken gesorgt. Sein Ideenreichtum machte ihn zu einem Bösewicht, dessen Auftritte weit über seine eigentliche aktive Zeit hinaus im Gedächtnis geblieben sind.

Raniks Faust schmetterte mit berstender Wucht in Kestrels Magengegend, woraufhin sie sich in seinem Griff zusammenkrümmte. Er lies sie los, ging einige Schritte zurück und versenkte den Kerker in eine tiefe Finsternis. Ein unausgesprochener Befehl bewirkte ein leises Flüstern der Macht, welches Briannas Geist aus dem bewusstlosen Zustand erwachen lies.

Ich sehe meine Bemühungen sind umsonst. Ich sehe ihr würdet eher sterben als mir den Standort eurer kostbaren Basis zu verraten.

Raniks glühende Augen, in der herrschenden Dunkelheit wie zwei kleine Sonnen wirkend, schlossen sich während der Lord seine weiteren Pläne mit den Jedi in einem hasserfüllten Ton zu predigen begann.

Ich werde Brianna an den Füßen kopfüber in diesem Raum aufhängen. Mit einem sensenartigen Messer werde ich jeden Zentimeter ihres Körpers in stundenlanger Arbeit von ihrer Haut befreien währen du zusehen musst Kestrel! Du wirst sie schreien hören, du wirst die abgetragene Haut auf den Boden klatschen sehen und sobald ich mit deiner kleine Freundin fertig bin werde ich mich dir widmen! Ich werde dir die Augen ausstechen, die Ohren abschneiden, die Finger abhacken, die Zunge rausreisen und die Nase abschlagen und dann werde ich diesen Planeten verlassen?und du wirst deiner Sinne beraubt erbärmlich verdursten.

Raniks Augen öffneten sich Zeitgleich mit der schweren Metalltüre, die den Ausgang des Kerkers verbarrikadierte.

Euer Tod wird ein Ausgleich für die Schmach sein, die ihr mir bereitet habt. Ich hoffe Schmerzen bereiten euch vergnügen, denn ansonsten wird der Restliche Verlauf des Tages?äußerst unangenehm für euch sein.

Der Deformierte stürmte aus dem Raum, sein Ziel: Die Folterkammer. Er würde sich ein Häutungsmesser besorgen und dann zurückkehren um dem ganzen wie er es beschrieben hatte ein Ende zu bereiten. Schluss mit den leeren Drohungen! Heute würden die Jedi sterben und diesen Prozess würde er für die jungen Frauen so qualvoll gestalten wie es ihm möglich war!

Kira Guldur

Aggressiv, sadistisch, arrogant - Kira vereinigt ziemlich viele Eigenschaften, unter denen man sich eine hochrangige Sith vorstellt. Wer ihr begegnet sollte hoffen, ihr nicht negativ aufzufallen, denn sonst kann es schnell passieren, dass man den nächsten Tag nicht mehr erlebt. Wer sogar seine Tochter mit Hilfe von Sith-Alechemie schneller altern lässt, um die lästigen Kinderjahre zu umgehen, der hat nur ein Ziel: Macht und noch mehr Macht. Kira Guldur - eine der brachialsten und impulsivsten Sith, die der Orden je gesehen hat.

Kira war längst tief der dunklen Seite verfallen und in ihrer Macht schwang der Tod mit von den vielen Leben, die sie alle genommen hatte. In ihr herrschte nur Dunkelheit und tiefe Verdorbenheit, die längst ihre Seele zerfraß. Schreie derer, die sie getötet und gefoltert hatte schwangen mit ihrer Macht mit und keinerlei Licht war mehr in ihr zu erblicken. In ihr wohnte längst eine Bestie, die nach jedem Leben trachtete, welches sich ihr in den Weg stellte. Dunkle Schatten wanderten in ihr und verschlangen jedes noch so kleines Licht. Dunkle Wolken türmten sich unendlich hoch in ihr auf. Geladen mit gewaltigen Unwettern und Blitzen, die jedes Leben vernichten würden, die in den Radius dessen gerieten. Dunkle Dämonen der Skrupellosigkeit bewegten sich im unheilvollen Takt, welche eine Macht besaßen, die sich denen von Janus Sturn beinahe messen konnten. In ihr gab es nur noch die nach Macht und Rache fletschende Bestie, die mit perfider, jedoch brutaler Art ihrem Ziel immer näher kam.

Vilnok Moor

Vilnok Moor alias Vigo Zula kann als Senator vernünftig, seriös und sogar nützlich wirken, während er im Hintergrund Menschen gegeneinander ausspielt, Informationen verkauft, Gegner erpresst und politische Entscheidungen nach ihrem Nutzen für die Black Sun bewertet. Das Beunruhigende an ihm ist deshalb nicht, dass man sofort erkennt, dass er ein Schurke ist – sondern dass man ihm vermutlich sogar zustimmen könnte, bevor man überhaupt bemerkt, wofür man gerade benutzt wurde.

Vilnok Moor hatte lange schon keine Skrupel und kein Gewissen mehr gespürt. Das war bei jemandem in seiner Position auch kaum möglich. Wer sich einen Status wie den seinen erkämpfen und erhalten wollte, musste sich über kleinliche Beschränkungen wie Moral und Anstand hinwegsetzen. Es machte ihm nichts aus, Widersacher und Störenfriede zum Tode zu verurteilen. Auch wenn Unschuldige durch seine Pläne ums Leben kamen, fiel kein Schatten auf seine Seele. Er hatte es geschafft, diese Dinge so distanziert zu betrachten, dass nur noch Nutzen und Risiko eine Rolle bei seinen Entscheidungen spielten.

Robert Kern

Der ehemalige Gouverneur von Prefsbelt IV hat nicht vor, seine Absetzung einfach stillschweigend hinzunehmen und ist ohne zu zögern bereit, dafür auch über Leichen zu gehen. Wer ihn in seinem neuen Plan nicht unterstützt, wird gnadenlos aus dem Weg geräumt. Dem neuen Gouverneur Theranos Zesh stehen harte Zeiten bevor, denn Kern hat vor, ihm das Leben über die Unterwelt zur Hölle zu machen. Und da er die Stadt kennt wie seine Westentasche, wird das ein Kampf, der sich gewaschen hat...

„Meine Freunde“, begann Kern ruhig, während er die Handschuhe auszog und sie neben dem Glas platzierte. „Es rührt mich zutiefst, dass wenigstens einige den Verstand verloren haben, mir Unterschlupf zu gewähren.“

Die Frau ergriff als Erste das Wort – mittleres Alter, wettergegerbtes Gesicht, braunes Haar zu einem Knoten gebunden.
„Natürlich… Gouverneur Kern...“, begann sie vorsichtig.

„Vergiss es, Jay“, fiel ihr der jüngere Mann ins Wort – schlaksig, mit schmutzigblondem Zopf. „Er ist kein Gouverneur mehr. Wenn überhaupt, ist er jetzt maximal ein etwas größerer Ganove als wir.“

Kerns Blick verfinsterte sich. Kühl, präzise – wie ein Raubtier, das seine Beute fixiert.
„Pass auf, was du sagst, Squiver. Ich werde dir schon zeigen: Wenn nicht Gouverneur von Prefsbelt IV... dann werde ich eben Gouverneur der Unterwelt.“
Ein Zucken durchlief sein eingefallenes Gesicht, das sich nun zu einer grinsenden, bösartigen Fratze verzog.

„Gouverneur der Unterwelt? Come on, Kern. Was für ein Schwachsinn.“ sagte Squiver belustigt.

Kern antwortete nicht. Stattdessen lachte er leise, beinahe freundlich.
„Hach ja... hat mich auch gefreut, Squiver.“
Er griff nach seinem Blaster – ein modifiziertes EL-18-Modell, schlank, schwarz, präzise. In einer flüssigen Bewegung richtete er ihn auf den Mann – und drückte ab.

Ein einziger Schuss.
Der Kopf des Blondschopfs sackte auf den Tisch. Die Flasche wackelte – aber fiel nicht.
Stille.

Kern blinzelte, schmunzelte leicht, und steckte die Waffe zurück in den Mantel.
„Ach, Squiver... er war unhöflich. Geistlos. Und langweilig.“
 
3. Kategorie: NPC mit Hauptcharakter-Energie

Sie stehen im Hintergrund, immer bereit, sich für uns in die Bresche zu werfen und im Zweifel sogar ihr Leben zu geben, bevor sie wieder teilweise monatelang in der Kiste verschwinden - unsere NPCs. Und dabei hätte dieser hier ganz sicher eine Beförderung verdient...


Mya Donp

Myas Reise begann als Padawan von Rätin Eleonore Ta'asul, doch mittlerweile hat sie sich endlich von ihr emanzipiert - nur, um am Ende wieder unter der Fuchtel eines Jedi-Rates zu landen. Sie ist nun als rechte Hand von Wes Janson meistens im Jedi-Tempel anzutreffen, wo sie in seinem Büro mühelos die Bälle in der Luft hält und alle möglichen Fäden in der Hand hält. Manchmal mehr Fäden, als der Jedi-Rat ahnt...

»…und ich bin mir sicher, dass Rat Janson als mit seinem Ruf als Playboy und einer bekannten Schwäche für Frauen wie mich nicht abgeneigt wäre, mich zu seiner Padawan zu nehmen. Wenn Ihr mich nur endlich mit ihm reden lässt.«

Damit konnte sie leider sogar recht haben, dachte Mya und seufzte. Ziemlich menschlich, aber nicht ganz, brünett, gebräunte Haut, schlank und sportlich… dass sie endlos lang war würde ihn vermutlich gar nicht stören. Auf keinen Fall durfte sie zulassen, dass sie ihren Chef in ein Gespräch verwickelte. Sie musste eine Ehe retten. Auch wenn sie noch gar nicht geschlossen war, aber sie stand bereits in Kontakt mit den Von Berchems und wenn Firedevs sah, dass Janson sich eine weitere Padawan vom selben Typ frau anlachte, dann kriselte es da gewaltig. Außerdem würde sie es nicht ertragen, diese Frau die nächsten Jahre lang ständig in ihrer Nähe zu haben. Nein, das würde sie zu verhindern wissen.

»Ich gebe Euch einen guten Rat, Schwester: wenn Ihr einen Jedi-Rat als Meister wollt, solltet ihr Euch abgewöhnen, öffentlich schlecht über Räte zu sprechen.«

»Das hab' ich doch gar nicht! Nur bekannte Tatsachen geäußert!«


Voye schaffte es sogar, die Twi'lek so unschuldig anzusehen, dass diese einfach nur baff war. Checkte die wirklich nicht, was sie da laberte?

Mariam Zurabashvili

Die während der Kelada-Story immer wieder auftauchende Operative des imperialen Geheimdienstes ließ nichts unversucht, um ihren Arbeitgeber zu Diensten zu sein. Auf dem Weg hin zu ihrem legendären Ableben machte sie auf der Suche nach Jedi nicht einmal vor dem Sith Darth Angelus halt, den sie kurzerhand aufgrund einer Verwechslung verhaftete. Später nahm sie den (echten) Jedi Arlen Merillion gefangen, folterte ihn und entstellte für immer sein Äußeres. Manche behaupten, gewisse Jedi sucht sie selbst jetzt noch in ihren Alpträumen auf...

Mariam sah Sterne, doch kämpfte sie mit unverminderter Vehemenz, als Navalon einen Moment später auf ihr war. Ein kurzes Handgemenge, ein schmerzhaftes Knacken in ihrem Arm, ein scharfes Stück Metall, das ihren Oberschenkel festnagelte. Und doch endete die Sache mit einem auf die Jedi gerichteten Blaster. Mariam atmete schwer, während Blut aus einem aufgebissenen Stück Wange ihren Mund füllte. Nein. Heute würde sie nicht verlieren. Sie hatte zu viel investiert, zu hart gearbeitet, um auf der Zielgraden von ihrem Ziel abgebracht zu werden. Es hatte noch einmal Blut, Schweiß und Tränen gekostet, doch hatte sich ihr Einsatz nun verdoppelt. Zwei Jedi zum Preis von einem, und sie als die Drahtzieherin hinter ihrem Untergang. Im Treppenhaus ertönte der Knall einer Tür und Schritte. Da war sie endlich, die erhoffte Verstärkung. Nun war es endgültig vorbei!

Mariams Oberschenkel brannte wie Feuer, während sie sich von dem scharfen Stück Metall hievte. Ein letzter bissiger Kommentar lag ihr auf den Lippen. Navalon musste spüren, wie sehr sie verloren hatte. Doch das Universum hatte es sich anders vorgestellt. Mit einem Knall schwang die Tür zum Keller auf und bewaffnete Nichtmenschen strömten hinein. Mariams Gesicht entglitt, als ihr Gehirn in Höchstgeschwindigkeit schaltete. Das konnte nicht sein, das durfte nicht sein! Doch es war. Und das bedeutete, dass sie handeln musste. Wenn sie schon alles verlor, dann würde sie wenigstens etwas mitnehmen.

Zielsicher gab sie einen Schuss auf Navalons Gesicht ab, während sie aus dem Augenwinkel verfolgte, wie eine Bothanerin auf sie selbst anlegte. Von irgendwoher erglomm eine goldene Lichtschwertklinge. Ein weiterer Schuss löste sich. Dann unerträgliche Hitze in Mariams Brust. Doch fast noch unerträglicher war das Gesicht der Jedi, das sie geschockt, aber unversehrt anstarrte. Unfassbar müde schaute Mariam an sich herab, sah das rauchende Loch, das ihr Herz schon vor Momenten gekocht und zum Stillstand gebracht hatte.

Sie hatte am Ende also doch eines besessen. Leblos brach die Geheimdienstagenten zusammen und beendete ihre Existenz unverdient schmerzlos auf dem Boden ihres Folterkellers.

Lord Kirain

Dieser gelungene und abwechlungsreiche NPC verpasste einem Gänsehaut beim Lesen. Seine objektiv betrachtet gruselige Art, mit seinen Gefangenen umzugehen, lässt einem die Haare zu Berge stehen und sich bei der Macht bedanken, dass man nicht selbst Opfer seiner sadistischen Ader ist...

Die grölende Menge über ihnen hatte ihren Spaß am jämmerlichen Anblick der Jedi und das sorgte für ein Gefühl der tiefen Zufriedenheit im dunklen Herzen des Abyssins. Die tagelange Arbeit hatte sich offensichtlich gelohnt, Lady Lanesras Abweichen vom Plan war daher praktisch vergeben und beinahe vergessen. Und dann passierte etwas unerwartetes. Der weibliche Jedi stand auf und hielt eine flammende Rede voller Trotz gegenüber ihrem Schicksal. Die Menge oben verstummte im Angesicht des Gefühlsausbruches und das Spektakel zauberte ein Lächeln auf Lord Kirains Gesicht. Seine Saat begann offensichtlich zu gedeihen und musste nun zur Blüte herangezogen werden. Mit einem Kontrollelement am Handgelenk aktivierte er ein schützendes Kraftfeld vor den geöffneten Sichtlöchern, es schadete nicht, vorsichtig zu sein. Anschließend betrat er Kestrels Zelle mit einem betont langsamen Klatschen, um die Aufmerksamkeit aller auf sich zu ziehen.

„Gut...sehr gut. Die Jedi haben sie gelehrt, dass es keine Gefühle geben soll. Einzig Frieden. Und doch hat sie hier gelernt, dass der Frieden nichts als eine Lüge ist. Wir alle hier haben ihre leidenschaftliche Rede gehört und sind nun sicher. Ihr Hass, ihre Leidenschaft auf der Zunge hat ihr neue Stärke gegeben, die sie noch vor einer Stunde nicht gehabt hat, als sie friedlich wie ein jämmerlicher Haufen in ihrer Zelle auf dem Boden gekauert hat.“

Während Lord Kirain diese Worte sprach und über den Kodex der Jedi und Sith dozierte, hatte Lady Lanesra ihren Weg nach unten gefunden.

„Sie hat sich gar wunderbar entwickelt und viel schneller als es zu erwarten gewesen wäre. Wir könnten stolzer nicht sein auf ihren Fortschritt und ich spreche aus, was alle hier denken. Sie ist bereit für den nächsten Schritt!“

Mit diesen Worten löste Lord Kirain sein Lichtschwert von seinem Gürtel und warf es Kestrel vor die Füße. Damit würde sie sich problemlos ihrer Fesseln entledigen können.

„Also bitte, überzeuge sie uns alle von ihrer neu gewonnenen Stärke. Ich bin mir sicher, sie wird nicht enttäuschen!“

Qowrow

Hier haben wir einen Wookiee, der seit Beginn von [Vorn Aphadon Meris Ausbildung als Sidekick dabei ist - sich natürlich selbst aber niemals so sehen würde. War er anfangs vielleicht noch als kleine Rolle gedacht, hat er sich mittlerweile zu einem integralen Bestandteil der Story entwickelt und ist absolut nicht mehr wegzudenken...

Kurz hatte Qowrow darauf gehofft nicht im selben Bataillon zu landen wie Vorn, doch hatte sich dieser Gedanke rasch verflüchtigt. Nur zu gerne hätte er eine Entschuldigung gehabt, um sich mit dem tumben Menschen zu prügeln. Aber nein, sie würden mal wieder zusammenarbeiten müssen, wie das intellektuell asymmetrische Duo das sie waren. Immerhin hatte das Universum ihn davor bewahrt im selben Squad zu landen. Wie üblich war Kollege Schnauzbart in einem Team nur aus männlichen Menschen, das Aster ihm wohl speziell gewährte, damit er nicht austickte. F*cking erbärmlich.

Ungeduldig sah Qowrow sich auf dem Exerzierplatz um, auf dem den bald tausend Soldaten die ganze Kyyne-Scheiße erklärt wurde. Warum denn so viel Gelaber? Mond kalt, Sonne unangenehm, Bataillon-Wettstreit wer als erster beim Schiff war, Schießen erlaubt. War doch alles klar! Aber nein, der dröge Typ auf seiner Bühne musste natürlich erklären, bis er schwarz wurde. Blegh! Oder ‚WAAAH! ‘in shyriiiwook. Das Universum schien Qowrows Flehen erhört zu haben, denn schließlich kam Offizier Schieß-mich-tot zum Ende. Enthusiastisch salutierte der Wookiee und reihte sich dann zu einem Squad in Richtung der bereitstehenden LAAT/is ein, die sie nun auch direkt hinaufbringen würden. Wie auch immer die Manöver aussehen würden, es würde vermutlich spannender sein als Wachdienst…

Ahna Rigby

Einst gedacht als einfache Übergangslösung für die Virus-Story, wuchs Rätin Rigby zu einem der ausgearbeitetsten NPCs heran. Mit ihrer scheinbar kaltherzigen Art die Schatten zu leiten, machte sie sich nicht viele Freunde, doch war sie sich schlicht immer dessen bewusst, dass gewisse Entscheidungen notwendig sind, um den Jedi-Orden am Leben zu erhalten. Dafür kämpfte sie all die Jahre und opferte letztendlich alles, indem sie nach dem Kampf mit dem Imperator ihr Leben gab, um Brianna und Eowyn das ihre zu retten.

Kaum dass sie sich aufgerappelt hatte, fand sie sich aber einer neuen Bedrohung gegenüber. Einer der Rotgardisten griff sie an, mit seiner Energiepike und den Echani-inspirierten Kampftechniken, die sie so gern einsetzten. Schnell brachte Ahna ihr Doppellichtschwert für eine behelfsmäßige Abwehr in Stellung, dann verschaffte sie sich einen Überblick der Lage. Am anderen Ende des Raumes stürmte Kae bereits in Richtung Imperator. El'mireth konnte ihr nicht helfen, diese wurde ebenfalls von einem Gardisten bedrängt. Sie selbst hatte es mit diesem Tenrik zu tun, den Anführer, wenn sie die Uniformabzeichen richtig las. Zum Schlund, sie musste zu Allegious! Keine von ihnen sollte den Imperator alleine angreifen. Aber dafür musste sie erst mit diesem Typen fertig werden. Sie stieß ihn mit einem Machtstoß weg und eilte in Richtung der Echani. Doch ehe sie es sich versah, war dieser Tenrik bereits wieder bei ihr und ihre Klingen kreuzten sich erneut.

»Ihr seid bereit, für Euren Herrn Euer Leben zu opfern? Dies ist eure Chance!«

Drohte sie und deckte den Commander mit einer Kaskade an Lichtschwerthieben ein. Doch dann geschah es. Ahna spürte die Woge der Dunkelheit rollen, bevor ihr Gefahrensinn sie warnte. Der Imperator entfesselte einen wahren Sturm aus Machtblitzen, wie ihn selbst sie noch nicht gesehen hatte. Mit einem schnellen Sprung zur Seite rettete die Pau'anerin sich hinter eine Säule. Wie ging es den anderen? El'mireth machte sich klein, um ihre Angriffsfläche zu minimieren, und schützte sich selbst. Kae konnte sie nicht ausmachen, genauso wenig wie Tenrik. Ahna machte sich Sorgen um die Ritterin. Es musste zwar nichts bedeuten, in diesem von zuckenden Blitzen erleuchteten Raum mit schnell wechselnden Schatten jemanden gerade nicht sehen zu können, aber die Echani war geradeweg in Richtung Imperator unterwegs gewesen. Sie war eine vielversprechende Schatten, aber unerfahren. Hoffentlich hatte sie sich nicht als zu unerfahren für diese Herausforderung erwiesen, schoss ihr durch den Kopf. Erst als sie Kaes Präsenz in der Macht lokalisiert hatte, machte sie sich Gedanken um ihr weiteres Vorgehen.

Derweil war El'mireth bereits dabei, sich mit aller Vorsicht Meter für Meter an den Imperator heranzupirschen. Von ihrer Säule aus hatte Ahna es nicht unendlich weit bis zur Rückseite des imperialen Throns, hinter dem sie etwas Deckung vor den Blitzen seines inzwischen über den Dingen schwebenden Besitzers hätte. Inzwischen konnte sie auch Kae wieder ausmachen. Sie hielt einen Gardisten oder dessen Leiche wie ein Schutzschild vor sich, während sie mit einer Hand immer noch ihr Lichtschwert nutzte, um Blitze zu reflektieren. Es schien, als würde die Last ihre Beweglichkeit nicht sonderlich einschränken – verdammt, war diese Frau vielleicht kräftig! Für ihr Team bedeutete das, dass sie die Chance hatten, sich dem Imperator von drei Seiten zu nähern. Durch die in alle Richtungen schießenden Machtblitze hatte keine von ihnen einen sonderlichen Vorteil bei der Verteidigung. Ahna wusste, dass sie mit ihrer Doppelklinge gewisse Nachteile bei der Blitzabwehr hatte und konzentrierte sich voll und ganz auf die Schutzblase, die sie erschuf. Was an Blitzen diese durchschlug, absorbierte sie und führte sie der Schutzblase zu. Dabei spürte die Pau'anerin jedoch, dass die gesamte Energie alsbald mehr werden würde, als sie handhaben konnte.

Sarina Thorne

Die immer wieder erfrischende, lebenslustige Ritterin versucht, den Alltag im Orden nicht ganz so ale-ernst zu nehmen wie die meisten anderen Jedi und dabei den Spaß am Leben nicht zu verlieren. Dabei ist sie offen für alle Situationen und findet in den meisten Dingen etwas positives. Nur von ihrer Chefin, Eleonore, hat sie langsam genug und möchte eigentlich viel lieber auf eigenen Beinen stehen...

Owen hatte seine Geschichte beendet, und auch Sarina setzte sich wieder aufrecht hin, wusste tatsächlich nicht, ob an der Sache nicht doch ein bisschen Wahrheit dran war, oder ob ihre neue Bekanntschaft ihr nicht doch schlicht eine nette Lügenstory erzählen wollte. Und das als Jedi. Schon n bisschen peinlich. Aber immerhin hatte sie ihn auch nicht mit ihren Sinnen ausgespäht oder so, das wäre... langweilig. Wo blieb da bitte der Nervenkitzel?

"So, so", grinste sie daher. "Na, dann kann ich mich ja hier absolut sicher fühlen, mit so einem engagierten Barbesitzer, oder?"

Sie nahm ebenfalls einen Schluck aus ihrem Glas, als Owen die nächste Frage stellte und zuckte dann mit ihren Schultern.

"Ach, ich hatte Lust auf ein bisschen Entspannung. Ein bisschen Frischluft... und ein paar neue Gesichter. Immer die gleichen sehen ist so langweilig..."

Ihr Komlink piepte. Ihr verdammtes Komlink piepte. Ey, sie hatte einen freien Abend, das hatte sie sich verdient!!! Sie verdrehte die Augen. War ja klar. Kein freier Abend. "Sarina, die Pflegedroiden sind ausgefallen, wir brauchen dich!", oder "Sarina, ich habe einen neuen Transportauftrag für dich!", oder am besten noch "Sarina, wo bei allen Sonnen steckst du, wir müssen das Raumschiff schrubben." Sie wettete auf letzteres. Einfach, weil sie immer so viel Glück hatte.

"Sorry, ich muss mir die Nachricht ansehen..."

Sie öffnete ihre Handtasche, zog das nervige Teil heraus und las stirnrunzelnd die Nachricht. Hey, immerhin. Sie musste erst morgen auf der Krankenstation Dienst tun, wahnsinn. Vielleicht war die Macht doch wenigstens etwas mit ihr. Sie steckte das Ding beiseite und sah Owen lächelnd an.

"Entschuldige. Wo waren wir stehengeblieben...?"

Cestus Varro

Was wäre Truuine nur ohne einen seiner treuesten imperialen Offiziere? Auch ihm ist zu danken, die Rebellen am Südpolarkreis endlich bekommen, was sie verdient haben. Mit seiner Härte und Disziplin sorgt er dafür, dass niemand einen Zweifel daran bekommt, wer hier das sagen hat und vor allem, wo seine Loyalitäten liegen. Dafür ist er auch, im Gegensatz zu so manch anderem Offizier, bereit, mit den Sith zusammenzuarbeiten - alles für das Wohl des Imperiums!

Für einen regulären Offizier war dieser Anblick schwer einzuordnen. Cestus konnte erkennen, dass Gouverneur Solaris und der Vizegouverneur erschöpft waren, er konnte sehen, dass sie ihre ganze Konzentration auf die Maschine richteten, und er konnte aus dem Verhalten der Akolythen und der anderen Machtnutzer schließen, dass dort etwas geschah, das weit über normale Gefechtsführung hinausging. Er verstand nicht jede Einzelheit, und er musste sie auch nicht verstehen. Das Ergebnis genügte.

Der feindliche Jäger war unten.
Das war alles, was im Augenblick zählte.

„Alle Einheiten, der Interceptor ist gebunden“, meldete Cestus an seine Offiziere. „Brückenkopf weiter ausbauen. Flankenbewegungen fortsetzen.“

Die Worte waren kaum ausgesprochen, als der Cockpitbereich des Jägers aufsprang und eine Gestalt samt Sitz in den Himmel katapultiert wurde. Cestus hob instinktiv den Blaster, senkte ihn jedoch nicht ab, als der Pilot im Abflug tatsächlich noch eine primitive Schusswaffe auf die Sith richtete. Auf diese Entfernung war das mehr Trotz als militärische Wirkung, doch es sagte genug über den Mann aus, der dort in den grauen Himmel geschleudert wurde.

Cestus reagierte nicht mit einem eigenen Schuss. Ein Ziel in der Luft, um das sich bereits die Sith kümmerten, war keine Aufgabe für eine Linie regulärer Infanterie, die gerade erst einen Brückenkopf auf einer umkämpften Gletscherkante errichtet hatte. Er hob nur die Hand und schnitt jede voreilige Reaktion seiner Männer ab.

„Nicht auf den Piloten feuern“, sagte er scharf. „Die Sith übernehmen ihn. Unsere Aufgabe liegt vor uns.“

Vor ihnen arbeitete sich der Kampf weiter durch den Rauch. Die stärkere Stellung des Feindes lag noch immer im Weg, und obwohl der Verlust des Interceptors den Rebellen sichtbar zusetzte, bedeutete das nicht, dass ihre Linien bereits gebrochen waren. Einzelne Talz, Karkarodon sowie andere Rebellen tauchten weiter zwischen Eiswällen und Gräben auf, feuerten auf die vorrückenden Trupps und zogen sich wieder zurück, während die Flankeneinheiten der Blauen Legion langsam in die seitlichen Senken einsickerten, geschützt durch Rauchgranaten und das schwere Feuer der E-Webs.

Cestus ging erneut hinter der Barrikade in die Hocke, rief die Markierungen auf dem kleinen Holoprojektor auf und verfolgte die Bewegung der beiden Flankentrupps, die sich links und rechts der Hauptstellung vorarbeiteten. Die Meldungen kamen bruchstückhaft, überlagert von Störgeräuschen, Schüssen und dem dumpfen Einschlag der Mörser, doch das Bild war klar genug. Die linke Gruppe hatte eine natürliche Schneerinne gefunden, die sie unterhalb einer feindlichen Beobachtungsstellung vorbeiführte. Die rechte Gruppe meldete sporadischen Widerstand, aber keine geschlossene Sperrlinie. Das genügte vorerst.

„Mörsertrupps, Rauch auf die rechte Senke verlängern“, befahl er. „Linke Flanke bekommt zwei kurze Sprengsalven auf die markierte Kuppe. Keine Dauerfeuer. Wir treiben sie aus der Deckung, wir pflügen nicht den ganzen Gletscher um.“

Murrrarchesch

Der Wookiee-Jedi bringt einiges an Erfahrung mit, welche er gerne durch seinen Posten als Rat zur Verfügung stellt. Er ist eine ruhige, eher konservative Stimme im Orden, versucht aber, sich immer wieder auf Neues einzulassen und kann sich auch unterordnen. Padawane zu Rittern zu befördern ist eine Tätigkeit, die ihm Freude bereitet - wäre da nicht sein Übersetzerdroide Z5, der ab und an ein wenig aus der Reihe tanzt...

Kurz bevor Murrrar den Telematen deaktiveren wollte, griff Aleron selbst hinaus und schritt zur Tat. Er kannte seine Grenzen - eine positive Eigenschaft. Der Rat ließ ihm Zeit, seinen Atem wieder zu beruhigen und ließ derweil den Telematen zurück in den Schrank schweben. Dann beäugte er die Handflächen des Mannes und nickte.

[Ihr seid auf einem guten Weg. Versucht, die Energie so schnell wie möglich in Euren kompletten Körper zu leiten...]

Murrrar grollte genervt den Droiden an.

[Verzeihung. Versucht, die Energie so schnell wie möglich aktiv in Euren kompletten Körper zu leiten. Anscheinend ist das relevant. Das könnte besser funktionieren. Aber Ihr habt Euch gut geschlagen.]

Der Wookiee nickte Aleron zu, dann nahm er sich zwei, drei Sekunden, um in sich hineinzufühlen. Anschließend richtete er erneut das Wort an ihn.

[Ihr habt gezeigt, dass Ihr über die nötigen Fähigkeiten verfügt und außerdem in der Lage sein werdet, Euch die weiteren Kenntnisse eigenständig zu erarbeiten. Auch Eure Beweggründe sind nachvollziehbar. Daher ist es mir eine Freude, Euch offiziell in den Rang eines Jedi-Ritters zu erheben, Aleron Blackthorne.]

Murrrar verbeugte sich leicht, um dem frischgebackenen Jedi-Ritter die Ehre zu erweisen.

[Ihr seid fortan mit allen Rechten und Privilegien sowie den Pflichten eines Ritters ausgestattet und ich beende hiermit diese Prüfung.]

Er grinste, wobei seine Zähne zum Vorschein kamen, und wies mit der Hand auf Fabienne, die noch immer ruhig im Hintergrund stand.

[Selbstverständlich könnt Ihr nun mit Euren Freunden und Bekannten feiern. Ich wünsche Euch dabei viel Spaß.]
 
4. Kategorie: Galaktischer Spaßvogel

Ein Witz hier, ein Streich da - dieser Charakter hat es faustdick hinder den Ohren und ohne ihn wäre unser Rollenspiel nur halb so amüsant. So viele lockere Sprüche und Gedanken auf einmal kann nur er raushauen.

Siva Arkuun

Sivas Blick auf die Galaxis ist oft so viel unbeschwerter als der der meisten anderen, was besonders bei den Jedi eine Seltenheit ist, und ihre Frohnatur bringt eigentlich jeden zum Lächeln.

Das Zimmer sollten sie dann plötzlich auch nicht mehr wechseln, denn Satrek wollte, dass Beka und Siva Alisah fest hielten. Fest halten? Siva starrte zu Beka und dann, durch die Pflanzen hindurch zu Alisah. Sie sollten eine verrückte Sith festhalten, die ein Lichtschwert hatte? Die Dämpfe der verbannten Pilze hatten Satrek offensichtlich auch nicht gut getan. Siva hatte doch gar kein Lichtschwert mehr! Wie sollte sie denn da jemanden festhalten? Sie wollte ja nicht als Geschnetzeltes enden. Warum hatte sie das blöde Trainingsding damals auch verkauft? Spätestens jetzt musste Siva zugeben, dass die Idee ziemlich doof gewesen war. Weniger doof aber, als zu Satrek und den Jedi zurück zu kehren...
Jetzt hatte sie also den Salat. Salat? Salat! Diese Pflanzen konnte man doch nutzen um sich notfalls gegen Alisah zu wehren? Nicht die Pflanze selbst, denn fliegende Blätter waren nicht so wirkungsvoll. Nur fliegende Kakteen konnten etwas bewirken. Aber Plastikpflanzen waren wenig angriffslustig, egal wie fest man sie schleuderte. Und das war auch kein Plastikkaktus, sondern was anderes, komisches. Blöd war das, denn als Miss Bademantel wieder den Mund aufmachte, hätte sich Siva einen Kaktus gewünscht um ihn dieser blöden Sith in den Mund zu stopfen. Der Gedanke war zwar nicht ganz jedilike, aber wen interessierte das denn schon? Notfalls konnte man das alles auf die Pilze schieben!


„Ich hab keine zivilisierten Wesen hier gesehen“, meinte Siva, für ihre Art ungewohnt schnippisch (Alisah färbte schon ab!), als sie zu Beka sah. „Du etwa?“

Jake Relis

Achtung Retroalarm! Dieser wahnwitzige Pilotencharakter mit dem schnellen Mundwerk muss einfach nominiert werden, um auch heute noch zum Nachlesen dieser kurzweiligen und humorvollen Posts zu animieren...

Nach ihren folgenden Worten, blieb er kurz stehen, wackelte einmal überprüfend mit der Hüfte, grinste und meinte: „Ist alles noch da.“ Mittlerweile war ihm aufgefallen, dass Samin für ihr Volk unglaublich viel lächelte. Ob das einer der Gründe war, dass sie nicht bei ihrem Volk, sondern direkt dem Imperium in den Streitkräften diente? „Ich hoffe mal darauf folgt nicht der ‚Wenn-du-weiterredest-blastere-ich-dich.um’-Charme?“ Wieder zwinkerte er ihr verschwörerisch zu. „Wenn doch, wirst du nämlich direkt mal Zeuge des praktischen, klassischen und unersetzbaren Glücksbringers den man immer am Mann haben sollte.“

Wie zum Beweis zog er aus seiner Hosentasche eine Rolle Panzertape. „Sollte man immer dabei haben.“ Jake schaute sich kurz um, bevor er weitersprach. „Unter uns, mir hat mal ein Jedi erklärt, was die Macht ist und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass das Panzertape die Macht des kleinen Mannes ist. Ich meine, es hat eine helle und eine dunkle Seite und es hält die Galaxie zusammen. Der Beweis dass es funktioniert, steht vor dir. Ich bin immer noch hier, obwohl mich die Galaxie hasst, ist zumindest meine eigene, ganz subjektive Meinung.“

Faye Toolman

Das Leben als Pionierin bei den republikanischen Streitkräften kann hart sein. Faye erledigt ihren Job dennoch ohne mit der Wimper zu zucken, doch ab und an ist ein wenig Humor hilfreich, um durch den Alltag zu kommen...

Sie war gerade dabei, ihre Ration zu öffnen, als sie etwas auf sich zufliegen sah. Reflexartig fing sie das kleine Päckchen mit einer Hand. „Was zur Hölle–“ Sie warf einen Blick auf das Label. Ackbars Algencracker. Sie stockte. Dann schielte sie rüber zu Sovv, der völlig unbeteiligt mit seiner Suppenkelle hantierte, als hätte er mit der ganzen Aktion absolut nichts zu tun.


„Sadist“ brummte Faye kopfschüttelnd, während ein schiefes Grinsen über ihr Gesicht kroch. Sie drehte das Päckchen in der Hand und verzog angewiedert das Gesicht.


„Natürlich kenn ich die Dinger.“ Faye drehte die Packung zwischen den Fingern, als hätte sie gerade eine besonders heimtückische Granate entdeckt. „In der Grundausbildung hab ich mal ’ne Wette verloren. Sollte sieben von den Teilen essen, ohne zu wissen, was mich erwartet.“


Sie verzog das Gesicht, als käme der Geschmack allein bei der Erinnerung zurück.


„Aber Wettschulden sind Ehren Schulden und weil ich steht´s an das Gute in der Heerführung glaube, werde ich einen essen. Vielleicht hat sich ja das Rezept mittlerweile geändert.“


Sie hielt das Päckchen in die Luft und schüttelte sich einmal.


Dann, mit übertriebenem Ernst, öffnete sie das Päckchen, zog einen Cracker hervor und hielt ihn vors Gesicht. „Auf die Republik,“ sagte sie überschwänglich und schob sich das wiederliche Ding in den Mund.

Kaum hatte sie darauf gebissen, verzog sie das Gesicht." Bahhh … das Ding schmeckt, als würde es seit 20 Jahren in den Werften von Correllia schimmeln“ Sie kaute tapfer weiter, als wäre es eine Prüfung der Willenskraft.

Die Grünhaarige schnappte sich ihre Feldflasche um einen großen Schluck zu nehmen. "Reicht das eigentlich um bei den Medics zu landen?"feixte die Pionierin und nahm einen Bissen ihres Essens.


Der Blick vop Faye wanderte auf den Weg vor sich. Oh je da kam Arbeit auf sie zu.


"Ich glaube das war es mit der Mittagspause." brummte sie und nahm einen zweiten Bissen.

Darth Sikarius

Hier ist jemand der sich selbst hasst und das zum Problem seiner Umgebung macht, was den Charakter amüsant zu lesen macht. Beispiel gefällig? Hier sein als Zeitsprung getarnter Run als Scherzkeks von Artek III.

Erneut wäre Leto vermutlich in dieser Routine versackt, hätte diesmal Pai Lai nicht eingegriffen. Das etwas anderes als Schwertkampf in den komischen Pilzkopf passte, wunderte ihn, doch erkannte er durchaus an, dass er über sein Scimitar seine anderen Fähigkeiten vernachlässigte. Nachdem sie ihn darauf hingewiesen, ihre Überlegenheit im Schwertkampf demonstriert und er den finsteren Reflex niedergerungen hatte, ihre dünnen Nudelglieder zu einem komplizierten Knoten zu schnüren und dann mit seinem Schwert entzweizuschlagen. Problem ge-f*cking-löst! Doch nein, sie hatte ja Recht. Wann hatte er beispielsweise zuletzt Zeit darauf verschwendet, seine Illusionsdoppelgänger auf sein neues Erscheinungsbild einzustimmen?! Im Tempel! Und daran konnte er sich ja nicht mal erinnern!

Also begann er damit - wie der Schüler auch - sich systematisch durch sein eigenes Repertoire an Fähigkeiten zu arbeiten. Und sie tatsächlich zu trainieren. Lange Stunden im Regen, den Geruch feuchter Erde in der Nase und das Rauschen der Witterung und des Meeres in den Ohren, während er einen neuen Leto-Klon modellierte, waren dabei erst der Anfang. Manches, wie das Abwehren von Machtangriffen, konnte er als Doppelzweck im Training des Schülers üben. Bei anderem musste er jedoch für die ihn umgebenden Wesen als absolut irre erscheinen. Um das schadlose Absorbieren von Energie zu üben, kam ein weiteres Mal sein modifizierter Blaster zum Einsatz. Die Reaktionen genießend machte er es sich rasch zur Gewohnheit, das Ding immer bei sich in der Tasche zu tragen und bei jeder sich bietenden und nicht bietenden Gelegenheit herauszunehmen, gegen seine Schläfe zu pressen und abzudrücken. Die Geste - und Absorption der schmerzhaften aber abgeschwächten Energie, ein falsches zu Boden gehen und abrollen - wurde dabei rasch zur Pointe einer Vielzahl von minderwitzigen Scherzen, die manchmal deutlich an der gezwungenen Miteinbeziehung des Blasters krankten.

Nicht, dass es Leto scherte. Er selbst hielt sich für unglaublich lustig und manchmal musste der Humor eben daher rühren, dass er den Zeugen seines gefälschten Selbstmordes selbst ein paar Bolzen auf den Pelz brannte. Nichts was ihm Freunde machte, aber durchaus wieder etwas, das ihm Freude machte. Da war es wieder, das beschissene N. F*ck das N, f*ck Leute und f*ck Leute, die ihn nicht mochten oder lustig fanden. Er brauchte niemandes Zuneigung, aber wenn sie sie ihm nicht entgegenbrachten, dann konnten sie eben Blasterfeuer fressen. Hahaha, pew pew pew! Immerhin war ein positiver Nebeneffekt, dass der Schüler unter dieser Behandlung wirklich gut darin wurde, das teils spontane Feuer in seine Richtung abzuwehren. Da war er wieder: Leto, bester Meister, der je seinen Schüler unterrichtet hatte! Gottgleich! Seine zerschmetternden Blitze schwachenergetische Bolzen aus einem kastrierten Blaster.

Sera Noan

Sera ist unvorhersehbar und zwingt den Wahnsinn in ihrem Kopf ständig allen Umstehenden auf. Zuweilen kann man nicht anders, als über ihre nach außen getragene Idiotie lachend den Kopf zu schütteln.

Bevor er reagieren konnte, griff sie blitzschnell mit einem Machtgriff nach dem Lichtschwert an seiner Hüfte und riss es ihm aus dem Gürtel. Mit einer tänzerischen Bewegung sprang sie einen Schritt zurück, während sie es auffing. Mit einem dramatischen Zischen aktivierte sie die rote Klinge. Das Leuchten tauchte ihr Gesicht in ein höllisches Glimmen. Dann hielt sie sich den Griff vor den Mund wie ein Mikrofon, die aktivierte Klinge nach unten deutend und begann – völlig unpassend - eine improvisierte Showeinlage.

„Ahhh, Ladies, Gentlemen und geschlechtslose Insektoide Lebensformen! Hier kommt der großartige Xaro, Kal’Lesus Schüler! Eine Attraktion sondergleichen. Der Mann mit der Galaxis weit größten Klappe und dem Charisma eines feuchten Lappens!“

Sie machte eine übertriebene Verbeugung, als wäre sie ein Showmaster auf einer Bühne, und begann, im Kreis stolzierend, das Lichtschwert in der Hand zu wirbeln.

„Seht ihn euch an, wie er dasteht, so heldenhaft, so… WARTET, WAS IST DAS?!“

Sie riss dramatisch die Augen auf, warf das Lichtschwert in die Luft und fing es wieder auf, als wäre es ein Spielzeug.

„Ohhh, ich spüre es! Die Dunkle Seite flüstert zu mir … und sie sagt: Totaler Reinfall, der Typ. Schade.“

Pumpkin

Die nüchtern vorgetragenen Beleidigungen, Bedrohungen und Kommentare des Killer-Droiden sind einfach reinstes Comedy-Gold!

Mit einem Zusatz, verabschiedete sich der HK-Droide:

"Abschiedsformel: Macht euch keine Sorgen um eure Insolvenz – ich werde euer Geld mit der gebotenen Respektlosigkeit verwalten. Tschüss, ihr armseligen Fleischsäcke!“

Fast schon stolz, schritt der HK-Droide aus dem Lager, aus der Gasse, auf den Weg gen Crystal Gate.

Bailee Troisi

Da sag noch einer, Jedi wären langweilige Spießgesellen - nicht aber mit Bailee! Die Nautolanerin bringt frischen Schwung in den verstaubten Orden und ist dabei nicht auf den Mund gefallen.

Die Zeit auf der Quarantänestation war so amüsant wie ein Schulausflug bei strömendem Regen. Man konnte nicht raus und war mit Leuten in einem Zimmer,von denen 2 durch Verhaltensauffälligkeiten hervorstachen. Einer der Menschen hatte sich bis zum Abend des erstens Tages so mit dem Shi´ido in der Wolle, dass die übrigen dazwischen gehen mussten. Bailee stand schließlich zwischen den beiden Streithähnen, während diese jeweils von den anderen halbwegs Vernünftigen festgehalten wurden.

"Hallo? Friede,Freude, Eierkuchen und so? Jedi-Kodex? Klingelt da irgendwas? Also bekommt eure Hormone in den Griff! Wir sitzen noch bisschen länger zusammen hier drin und ich find Blut an der Wand sieht schon nach ein paar Stunden nicht mehr dekorativ aus!"

Für den Moment verzogen sich die Kontrahenten erstmal auf je ein Bett in den am weitesten voneinander entfernten Ecken.

"Von mir aus. Aber bleibt dann auch da!"

Duo Rilanja und Zasuna

Rilanja und ihre Padawan Zasuna teilen vieles - ihre Verbindung zur Macht, ihre Missionen für die Jedi - aber vor allem ihre Liebe zu alten Holostreifen, welche sie in jeder nur erdenklichen Situation aufleben lassen...

Nach dir,

meinte sie grinsend zu ihrer Quasi-Padawan, just in dem Moment da ihr Komm mit einem Piepen eine neue Nachricht anzeigte. Sie laß sie sich durch, tippte eine kurze Bestätigung an Sarid, dass sie sich melden würden sobald sie im Tempel waren und hielt sie dann ihrer Begleiterin hin.


Sieht aus als sollten wir auf jeden Fall diese Brücke nehmen. Andere sehe ich in sinnvoller Nähe nicht. Sarid könnte unsere Hilfe beim Bezwingen der unteren Ebenen des Tempels brauchen. Du weißt doch,

fügte sie grinsend hinzu während sie sich in stilecht von unten selbst das Gesicht beleuchtete und dann einen bekannten Werbeslogan für die Grusel-Reihe “Alchemist” zitierte.

”In den Tiefen des Tempels hört dich keiner schreien.”

Daraufhin nahm sie die Lampe wieder runter und richtete sie auf die strukturell nicht einwandfreie Brücke. Wahrscheinlich würde sie unter ihren Füßen zusammenbrechen und einiges an Akrobatik erfordern sie zu meistern. Vorsichtig machte sie den ersten Schritt aus dem Gebäude hinaus, und hoffte, dass die Padawan ihr dicht auf folgen würde.
Es gab nichts frustrierenderes in Filmen als große Rettungsszenen weil ein Gruppenmitglied es nicht geschafft hatte bei den anderen zu bleiben sondern sich unbedingt eine eigene Lebensgefahr hatte suchen müssen.
Den nächsten Film, dessen Titel ihre Freundin im Zusammenhang mit einer kleinen Showeinlage aussprach, ließ sie einerseits Lächeln und dann im zweiten Moment die Anwesenheit ihrer Lichtschwerter abermals prüfen.

"Na dann hoffen wir mal, dass uns gleich keine Horde von Astromechdroiden auflauert, nur um uns in der Sklavenhalle der Protokolldroiden zu fesseln um uns mit deren Gerede in den Wahnsinn und schließlich den Freitod zu treiben."

Sie beobachtete weiter argwöhnisch die Brückenkonstruktion und überlegte, ob die Horroszenarien aus den Filmen wirklich in dem unteren Ebenen des Tempels tatsächlich auf sie lauern konnten.

"Ich bin kein Ingenieur, aber das da hinten soll sicher nicht so sein."

Elise Benett

Elise mag kein klassischer Spaßvogel sein, doch ihr trockener Humor, der immer wieder durchbricht, bringt einen regelmäßig zum Schmunzeln...

"Schon gut", sagte sie und stellte die inzwischen kalte Tasse auf das Tablett zurück. "Die Stirn heb dir lieber für die nächste Wand auf."

Vorn Aphadon Meri

Noch mehr trockener Humor gefällig? Gerne! Vorn lässt uns immer wieder an seinen herrlichen Gedanken teilhaben, und wir sagen dafür von Herzen Danke!

Die Prothese war besser als gar keine Hand zu haben, war Vorns erste Theorie. Ihre imperiale Herkunft war – diplomatisch ausgedrückt – unschön, aber nun mal nicht zu ändern. Augenscheinlich schien sie gut, wenn auch hässlich zu sein. Das sie überhaupt notwendig war, lag OFFENSICHTLICH an Darth Aster. Dieser sich für ach so klug haltende Planetenherrscher hatte die LASERschwerter einfach so rumliegen lassen, sie dann auch noch nur LICHTschwerter genannt und obendrein auch nur Dinge damit getan, sodass Vorn gar nicht hätte darauf kommen können, dass diese scheißgefährlichen Waffen durch Gliedmaßen schnitten, als wären diese... Luft? Ja, hallo, könnte man darüber mal reden?
 
5. Kategorie: Wenn die Fetzen fliegen
Teil 1


...und die fliegen bei uns oft! Ob in Raumschlachten oder am Boden, mit dem Schwert oder Blaster(kanone)n, verbal oder gar mit den Fäusten - wenn es bei diesem Kampf zur Sache geht, dann aber richtig.

Die Schlacht um Tizon

Die Schlacht zwischen dem imperialen Verband Imperial Brigant und dem Geschwader der Yevethaner dürfte diesen Titel mehr als verdient haben. Ihren verheerenden Höhepunkt erreichte sie, als die erbeutete Subjugator mit Überlichtgeschwindigkeit in den Mond Tizons raste und diesen irreparabel beschädigte. Die Folgen gingen damit weit über die eigentliche Schlacht hinaus: Die gesamte Welt wurde dauerhaft verwüstet und letztlich unbewohnbar. Viel heftiger können die Fetzen wohl kaum fliegen.

Die Stimmen auf der Brücke überschlugen sich, während sie sah, wie die Ionenpulskanone des feindlichen Flaggschiffs erlosch. Der erfreuliche Anblick traf Serana wie ein Schlag und mit eiligen Schritten begab sie sich zurück zu ihrem Kommandostand. Die Sensorik vermeldete, dass die Subjugator den Daten nach einen Fluchtsprung vorbereitete und mit ungläubiger Miene war Serana wieder voll und ganz im Hier und Jetzt verwurzelt.

"Was beim Imperator..."
Murmelte sie an Coltrand gerichtet, der ihren Blick erwiderte, ehe es geschah.

Die
Subjugator drehte ab. Ihre gewaltige Silhouette, noch immer rauchend von den Treffern der imperialen Flotte, richtete sich mit einem Ruck auf die Allegiance aus – das Herz von Imperial Brigant. Die Sensoren schrien auf, als die Hyperraumtriebwerke des yevethanischen Flaggschiffs zum Leben erwachten. Es war kein Fluchtmanöver. Es war ein Kamikaze-Angriff, ein verzweifelter Versuch, die Allegiance mit der rohen Gewalt eines Hyperraumsprungs zu rammen und das imperiale Kommando mit sich in den Untergang zu reißen. Seranas Atem stockte. Ein solches Manöver, hätte die Allegiance mit einem Schlag vernichtet.
Doch die Yevethaner hatten in ihrer fanatischen Raserei schlecht kalkuliert. Die Subjugator schoss mit der unvorstellbaren Geschwindigkeit des Hyperraums vorwärts, ihre Flugbahn jedoch leicht verschoben. Statt die Allegiance zu treffen, raste sie an dem Flaggschiff vorbei, verfehlte es um Haaresbreite und setzte ihren tödlichen Kurs fort – direkt auf den nahen Mond des Tizon-Systems.
Ein ohrenbetäubender Knall, gefolgt von einem blendenden Licht, durchzog den Raum, als die Subjugator mit voller Wucht in die Mondoberfläche einschlug. Der Aufprall war so gewaltig, dass die gesamte Szenerie der Schlacht für einen sich ewig ziehenden Moment in ein grelles Weiß getaucht wurde.

Serana hob instinktiv eine Hand, um ihre Augen vor der plötzlichen Helligkeit zu schützen, während die Vanguard unter der Druckwelle des weit entfernten Einschlags leicht erzitterte. Nach einer gefühlten Unendlichkeit der absoluten Stille und des gleichzeitigen absoluten Chaos senkte sie die Hand wieder und ihre blauen Augen weiteten sich, als sie das Bild vor sich erfasste. Die
Pride of Yevetha hatte mit ihren mehreren Millionen Tonnen Masse allein schon die Masse besessen, einen gewaltigen Krater in den Mond zu schlagen – ein Monument der Schlacht, das für alle Ewigkeiten sichtbar geblieben wäre. Doch das war nur ein Bruchteil dessen, was nun geschah. Seranas Verstand arbeitete fieberhaft, während sie die Szene vor sich analysierte. Die schiere Masse war beeindruckend, ja, aber es war die Geschwindigkeit des Hyperraumsprungs, die die kinetische Energie des Einschlags in eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes verwandelte.


Der Mond – der ewige Begleiter des Tizon-Systems – hatte keine Chance. Der Aufprall der Subjugator war nicht nur ein punktueller Krater, sondern eine Wunde, die den Himmelskörper bis in sein Innerstes erschütterte. Wo das Schiff einschlug, barst die Oberfläche in einem Netz aus Rissen, die sich wie ein Spinnennetz über Hunderte Kilometer ausbreiteten. Der Krater selbst war riesig, ein glühender Abgrund, aus dem geschmolzenes Gestein und Staub in gewaltigen Fontänen in den Raum schossen. Doch damit nicht genug. Die kinetische Energie, millionenfach verstärkt durch die Hyperraumgeschwindigkeit, setzte eine Kette von Reaktionen in Gang, die weit über einen bloßen Einschlag hinausgingen.

Kast - die Kämpfe vor und im Thronsaal nach der Vernichtung des Imperators

Sith und Jedi wohin man nur sieht - einer der größten Einzelkämpfe der letzten Jahre. Sieben Jedi auf der einen Seite, zehn Sith auf der anderen. Lichtschwerter, wohin das Auge reicht, ob im Thronsaal oder davor, Wortgefechte und akrobatische Einlagen inklusive. Dramatische Szenen, die sich überall abspielten - der Storybogen, der sich so lange zog, bekommt hier ein Finale, das in seiner Gesamtheit vom ersten Post bis zum Schluss eine absolute Meisterleistung ist. Der Showdown bekommt dadurch ein Gewicht und einen Tiefgang, der einen von den Socken haut.

JK erschuf erneut das Geflecht, das ihnen half, sich besser zu koordinieren. Die anderen schienen langsam wirklich angeschlagen zu werden, Oyims Handgelenk stand schief ab, Elise blutete am Kopf - aber sie konnten nichts anderes tun, als weiterzumachen und zu hoffen.

"Weiter so", knurrte er den anderen zu. "Denkt dran, wir sind ihnen überlegen. Nicht an Zahlen, aber an Fähigkeiten. Bleibt kreativ. Haltet durch, und haltet zusammen. Schützt euch."

Es war nicht mehr weit bis zum Thronsaal, und Marrev begann sich zu fragen, wie sie ihre Verteidigung aufbauen sollten. Sie konnten keine zwei Flanken halten, wenn die Gardisten sie vom Thronsaal aus und vom Flur in die Zange nahmen, würden sie nach und nach abgeschlachtet werden. Trotzdem mussten sie dem Team im Saal auf jeden Fall den Rücken frei halten. Andererseits brachte es dem Team nichts, wenn sie alle starben und am Ende doch nocht gestürmt wurden...

Die Höhle, die sich ihnen vor dem Thronsaal auftat, war groß, und so entschied Marrev kurzerhand. Ob es klug war? Es würde sich zeigen. Aber Strategien und Pläne konnten geändert und angepasst werden.


"Nicht alle direkt vor die Türen, falls sie herauskommen und uns in die Mangel nehmen, sind wir erledigt",

bellte er den anderen zu, als sie eine kurze, minimale Verschnaufpause hatten.


"JK, Gaya, ihr bezieht Stellung direkt neben dem Thronsaal und hackt jedem den Kopf ab, der da rauskommt." Zu diesem Zeitpunkt dürften das schwerlich ihre Leute sein. "Der Rest bleibt bei mir."

Er war sich sicher, das hier war erst der Anfang gewesen - auch, wenn es äußerst blutig gewesen war, es würde noch schlimmer werden. Diese Basis war schließlich nicht leer, und der Alarm lief erst seit kurzem.
Es würde noch ziemlich heiß werden, und dabei waren sie aktuell alles andere als fit und unverletzt...

Die Schlacht um die Superwaffe Subjugator

Imperium, NR und die BS wollten die Subjugator entweder selbst in ihre Gewalt bringen oder zumindest verhindern, dass sie der Gegenseite in die Hände fiel. Während draußen kapitale Schiffe aufeinander feuerten und zwischen Jägern, Enterbooten und wechselnden Fronten allmählich das Lagebild verloren ging, kämpften sich im Inneren republikanische Marines, imperiale Sturmtruppen, Sith und Kriminelle durch ein verfallenes, überwuchertes Schiff voller alter Kampfdroiden. Von Anfang bis Ende ist dieser Thread ein Genuss und ein Paradebeispiel dafür, wie groß, chaotisch und spielergetrieben eine Schlacht im PSW werden kann.

„In Deckung!“

Brüllte Mol , sobald die Stimme verstummt war und stürzte sich hinter die Kisten. Die anderen taten es ihm nach und er befahl die Waffen anzulegen und auf das Schott zu richten. Abwartend sondierte er die Lage. Fünfzehn bewaffnete Wesen gegen die örtlichen Sicherheitskräfte, was auch immer das sein mochte. Plötzlich ertönte das penetrante Geräusch eines abgefeuerten Blasters von der anderen Seite, dass umgehend von vielstimmigen Blasterfeuer und markerschütternden Schreien beantwortet wurde.

„Machen Sie dieses Schott auf! Sofort!“

Befahl der Zabrak und einer der echten Republikaner eilte zu dem Paneel und begann wild darauf herumzutippen. Zum Glück, oder besser gesagt zu seinem Pech hatte er Erfolg und die massive Metallplatte schob sich nach oben. Kaum war dies geschehen, war der Blick auf ein Gemetzel frei. Am Boden lagen und hockten Soldaten in weißer Rüstung und wurden mit rotem Blasterfeuer beharkt. Ihre Angreifer waren Droiden. Mol wurde kalt als er die aufgebauten Kugelformen von zwei Droidekas und die tonnenförmigen Leiber von LR-57 Kampfdroiden erblickte.

„Machen Sie das Schott zu! Schnell!“

Brüllte er dem Soldaten am Paneel zu, doch es war bereits zu spät. Der Mann schrie auf, als rot glühendes Plasma in die Verbindungslücke zwischen Rüstung und Helm fuhr. Er taumelte zwei Schritte zurück, bevor er zusammenbrach und weitere Strahlen in seinen Körper eindrangen. In Mol schlug etwas um und er war wieder ganz der skrupellose Anführer, der auf Taris seine furchtlosen Jungs gegen blutrünstige Rakghoulhorden geführt hatte. Er war Jünger der Zählerin und diese Maschinen würden eine gehörige Portion Jaggarnath abwerfen!

„Feuer frei!“

Lichtschwertkampf Darth Angelus/Faith Navalon/Arlen Merillion

Der Kampf beginnt mit einem Knall und lässt danach kaum einen Moment zum Durchatmen. Auf der imperialen Welt Kelada trifft der Sith Angelus auf den als Darth Kerbal getarnten Jedi-Ritter Arlen und die Padawan Faith. Was folgt, ist ein erbitterter, eng verzahnter Kampf, in dem rohe Gewalt, Zusammenarbeit, Machttechniken, Täuschungen und wechselnde Vorteile ständig ineinandergreifen. Angelus setzt dabei nicht nur seine Klinge, sondern auch Psychotricks ein; Arlen muss sich zwischen dem Sieg und Faiths Rettung entscheiden, während diese im Angesicht des Todes Klarheit über ihre Gefühle gewinnt.

Sie hörte nichts. Sie sah nichts. Nur Licht. Kein Licht, das sie sehen konnte - sondern das Licht der Macht, das alles um sie herum durchflutete.

Der Schlag traf. Oder er hätte sie eigentlich treffen müssen. Doch in dem Moment, in dem er auf die beiden Jedi niederging, hatte Faith sich bereits bewegt. Sie wich nicht aus, sie zog sich nicht zurück. Es war keine Fluchtbewegung, sondern etwas, das sich ganz natürlich anfühlte. Sie sprang in Arlens Rücken, riss ihn mit nieder, während ihre eigene Klinge über ihre Köpfe zischte. Die Arme der Padawan schossen nach oben und lenkten den Schwung des Schlages ab, der Arlens Kopf von seinem Körper getrennt hätte. Sie tat es, weil sie ihn liebte. Und weil sie ihn nicht verlieren würde. Nicht so. Nicht bevor diese andere Angelegenheit geklärt war.

Mit einem wütenden Schrei stieß sie sich von Arlens breitem Rücken ab und warf sich nach vorn. Sie würden es hier heraus schaffen müssen. Nicht für sich, nicht für Arlen, nicht für Tha’klen, sondern für die Unschuldigen, die sie der Verderbnis überlassen hatten. In sich fühlte sie Wut, Enttäuschung und Bitterkeit. Ihr Schrei war jedoch kaum verhallt, als Darth Angelus erneut zuschlug. Dieses Mal war er getränkt von solcher Gewalt, dass die Macht selbst in der Luft zu knistern begann. Faith spürte den Druck, noch bevor er sie traf. Eine Woge aus Todesabsicht - pure, gebündelte Dunkelheit. Der Sith-Krieger stürmte voran, seine blutrote, übergroße Klinge geschwungen, um all das hier zu beenden.

Sie war bereit. Aber zu langsam.

Ihre Verteidigung war nur rudimentär geübt, viel zu reflexhaft. Zudem war sie nicht mehr ansatzweise in der Verfassung, mit Angelus Schritt zu halten. Ihre Glieder reagierten, aber ihr Herz war schwer von der neuerlichen Last, die sie mit sich herumtrug. Und der Sith war wie ein Jäger, der die Schwäche seines Opfers riechen konnte. Zwischen dem Zischen der ionisierten Luft und dem Echo, das ihre Stiefel auf dem zerborstenen Boden verursachten, geschah es.

Darth Angelus überlistete sie.

Er täuschte einen Angriff auf Arlen an, doch als Faith heran stürmte, verlagerte er seinen Schwung. Blitzschnell und präzise drehte er sich in einem Konter um die eigene Achse, fing ihre Bewegung ab und hielt sie auf - mit beängstigender Effektivität. Ein gezielter Tritt in ihre Hüfte brachte sie aus dem Gleichgewicht. Die Padawan stürzte, verlor ihr Lichtschwert abermals aus ihrer Hand, und bevor sie auch nur den Boden berührte, hatte er sie gepackt.

Sein eisener Griff war wie eine Falle - gnadenlos und unentkommbar. Er befand sich hinter ihr, eine Hand an ihrer Schulter. Die andere mit dem langen Griff seines Lichtschwerts an ihrer Kehle. Die rote Klinge zischte hoch und legte sich an ihre Haut. Nicht tief genug, um zu schneiden, aber nahe genug, um einen brennenden Abdruck zu hinterlassen. Ihr Atem traf das summende Plasma und für einen Moment stand alles still.

Der Kampf um den Zirkel der Extinktoren

Der Kampf zwischen Darth Zions Crew und den Loyalisten der früheren Zirkelmeisterin der Extinktoren Chäl Gypster. Nach dem Tod des Imperators fand ein wahrhaftiges Beben innerhalb der Machtstrukturen des Sith-Ordens und einige Säuberungen statt. Loyalisten wie Gypster und ihre Verbündeten wurden von den Verschwörern schnell besiegt. Dennoch war dies wohl einer der blutigsten Kämpfe zwischen zwei Sith-Gruppierungen innerhalb des Sith-Tempels.

Ein tiefes, donnerndes Grollen entrang aus Agatoshs Kehle, als er Sera mit einer einzigen, kraftvollen Bewegung packte. Seine Hand griff ihren Hosenbund am Gürtel, so wie sie es schon einige Male "trainiert" hatten – wenn auch unter gänzlich anderen Umständen. Mit einer Leichtigkeit, die seine monströse Stärke verriet, hob er die zierliche Menschenfrau hoch, ihre gestohlene Klinge zitternd in Richtung von Gassian gerichtet, der sich vor Schmerz und blanker Angst krümmte. Agatoshs rote Augen glühten, als er wie ein Krieger, der einen Speerwurf vorbereitete, ausholte und Sera mit einem machtvollen Schwung in Richtung Gassians katapultierte.

Ihr Körper schoss durch die Luft, die gestohlene Klinge voran, und mit einem widerlich feuchten Geräusch durchbohrte der rote Strahl
Gassians Bauch, bis nur noch der metallene Griff heraussah. Sera, von einer besessenen Entschlossenheit getrieben, klammerte sich mit beiden Händen an das Heft, ihre blutverschmierten Knöchel weiß vor Anstrengung. Die Klinge, getrieben von ihrem Gewicht und der Wucht des Wurfs, schnitt sich tiefer, rutschte durch kokelndes Fleisch und Gedärm, bis Sera zwischen Gassians Beinen sanft auf dem Boden aufklatschte. Der Schüler stieß ein letztes, gurgelndes Röcheln aus, seine Augen starr vor Schock, bevor sein Körper erschlaffte und auch er tot zu Boden ging.

In den blitzschnellen Augenblicken, die auf Gassians Tod folgten, fiel dessen Meister Darth Vashik als Nächster. Ventum und Carifexan hatten ihre geballte Überlegenheit genutzt und ihn in einem präzisen, gemeinsamen Manöver niedergestreckt. Ihre beiden Klingen hatten sich durch den Krieger gefressen, bis sein Körper leblos zu Boden sank, ein weiteres Opfer der geballten Wut der Extinktoren, die für den Hammer von Bastion kämpften.
Der erbitterte Kampf zwischen
Odium und Darth Zekk geriet nun plötzlich ins Stocken. Die Ratte erstarrte, ihre spitze Schnauze zitterte wie bei einem Deathstick-Junkie in den letzten Zügen einer Überdosis. Ihre gelben Augen flackerten panisch, als sie realisierte, dass sie in der Falle saß. Die vier Extinktoren hatten sich lautlos um sie geschlossen, ein unerbittlicher Kreis purer Zerstörungskraft. Die Luft knisterte vor Spannung, als die vier Extinktoren die eingekesselte Zekk taxierten, bereit, den letzten Akt dieser blutigen Schlacht einzuleiten. Zu allem Überfluss stieß plötzlich aus der Dunkelheit auch noch Darth Undiqus dazu. Das Ende der Ratte war spätestens damit endgültig besiegelt.

Die Pressekonferenz der Jedi

Die Fetzen auf Kast sind geflogen, auch die auf Bastion und auf Mon Calamari - und nun bleibt den Jedi noch, sich der Öffentlichkeit und vor allem der Presse zu stellen, welche ihre Entscheidungen vermutlich weder gutheißen, noch akezeptieren werden. Dies ist kein Kampf, der mit Schwertern oder Blastern geführt wird, nein, hier gewinnt, wer rhetorisch am gewandtesten ist und es schafft, die Galaxis von seiner Ansicht zu überzeugen...

Kreel Voss sprang förmlich auf, noch bevor Rornan ihn offiziell aufrief. Seine Antennen steil, seine Stimme schneidend.

"Rätin El'mireth, Mr. Dice - das klingt alles sehr edel. Rücktritt von Entscheidungen. Gespräch mit dem Rat. Formale Distanz." Er lachte trocken. "Aber hören Sie sich selbst einmal zu. Sie sagen, Sie seien nicht beteiligt gewesen. Gleichzeitig erklären Sie hier vor der gesamten Galaxis, dass Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass Ian Dice die Wahrheit sagt. Weil die Macht es Ihnen zeigt. Weil Sie es fühlen."

Kreel hob beide Hände. "Das ist kein Prüfverfahren. Das ist Glaube." Ein paar Reporter nicken zustimmend. "Wie sollen Bürgerinnen und Bürger, die weder Jedi noch machtsensitiv sind, zwischen objektiver Wahrheit und Ihrer persönlichen Überzeugung unterscheiden?" Er beugt sich leicht nach vorne.

"Und kommen wir zu Ihrem angeblichen Rückzug. Sie waren nicht im Rat. Sie trafen keine formalen Entscheidungen. Aber Sie waren der Kanal. Sie waren die Person, die diese Informationen einbrachte. Sie waren diejenige, die dem Rat sagte: Vertraut ihm." Er zeigt direkt auf sie.

"Glauben Sie ernsthaft, Ihre persönliche Bindung habe in diesem Raum keinerlei Gewicht gehabt? Dass Ihr Wort nicht schwerer wog als das eines anonymen Informanten?" Die Spannung im Saal stieg, alle Augen wanderten zwischen der Rätin und dem Rodianer, der hier bewusst überzog.

"Sie führen als Beweis Ihrer Integrität an, dass Sie den Mann, den Sie lieben, in Lebensgefahr geschickt haben. Das mag opferbereit wirken." Seine Stimme wurde lauter. "Oder es zeigt, wie eng private Gefühle und operative Entscheidungen hier verwoben waren."

Er kniff die Augen zusammen "Wenn ein anonymer Ex-Sith ohne persönliche Bindung dieselben Informationen geliefert hätte. Wäre er mit derselben Geschwindigkeit in operative Abläufe eingebunden worden? Hätte man ihm dasselbe Vertrauen geschenkt?" Er ließ die Frage bewusst hängen.

"Oder war es Ihr Vertrauen, Ihre Überzeugung, Ihr Gefühl, das den Ausschlag gab?"

Seine Antennen zuckten. "Die institutionellen Schutzmechanismen, die sie ansprechen. Ich frage Sie direkt: Reicht ein formaler Rücktritt aus, wenn Ihre persönliche, romantische, emotionale Überzeugung faktisch das Klima im Rat prägt?" Ein letzter Schritt nach vorn.

"Oder haben wir hier erlebt, wie eine galaxisverändernde Operation auf dem Fundament einer Liebesbeziehung aufgebaut wurde?"
 
5. Kategorie: Wenn die Fetzen fliegen
Teil 2​

Eowyn El'mireth vs. Janus Sturn auf Kast

Inmitten der wahnsinnigen Schlacht voller Schwerter auf Kast dann ein episches Duell unter Großmeistern der Schwertkunst. Rätin El'mireth auf der einen, Lord Sturn auf der anderen Seite; sie Meisterin in Ataru, er in Makashi. Die beiläufigen Wortgefechte schienen die beiden Kontrahenten kaum zu beeinflussen. Ging es zu Beginn noch recht zivilisiert zu, wurde das Duell jedoch, je länger es dauerte, immer rauher, bis sogar Felsbrocken flogen. Schließlich endete alles mit einem Lichtschwert in Sturns Brust und seiner Entscheidung, mit einer heftigen Machtexplosion vielleicht alle mit in den Tod zu reißen...

Bezeichnenderweise schien Eowyn mit der Geduld ebenso am Ende zu sein wie er, die blonde Jedi lamentierte, dass er die Entscheidung aufschob, musste sich aber schon bald einem Hagel aus Trümmern erwehren, die Janus geschickt in ihre Richtung schleuderte. Das sollte ihr doch ein wenig das vorlaute Mundwerk stopfen, dachte sich der Sith mit einem triumphierenden Lächeln, ganz besonders, als seine Gegnerin am Hinterkopf getroffen wurde und gequält aufstöhnte. Ein paar mehr solcher Treffer und die Waagschale würde vollends zu seinen Gunsten kippen, er musste wohl einfach die erhöhte Position ausnutzen und sie weiter mit diesen Attacken eindecken. Nach und nach würden Eowyn die Kräfte verlassen und sollte sie wider Erwarten am Ende noch stehen, besaß er genügend Verbündete, um sie entweder selbst zu vernichten oder unter einem Berg von Handlangern zu begraben. Er konnte nicht verlieren, dieses Duell kostete ihn lediglich etwas Zeit und...

Sie drehte sich um. Die Rätin wandte sich nach einer zornigen, anklagenden Ansprache, in der sie ihn der Schwäche und der Feigheit bezichtigte, von Janus ab. Der Dunkle Lord, der ihre Worte zunächst mit einem süffisanten Lächeln abgetan hatte, erstarrte, und seine Augen wurden zu Schlitzen. Sie wagte es. Sie besaß tatsächlich den Schneid, sich von ihm wegzudrehen, ihm den Rücken zu zeigen, ihn für unwichtig zu erklären. Der schlanke Halb-Echani sah sich als geduldigen, ruhigen, kultivierten Zeitgenossen, der sich und andere beherrschte und der ganz gewiss nicht leichtfertig die Fassung verlor. Aber, und auch das war wahr: Er wollte Aufmerksamkeit. Bewunderung. Hingabe. Oder den Hass jener, die ihn beneideten und versuchten, ihn zu stürzen. Aber Gleichgültigkeit? Ihn zu behandeln, wie er andere Lebewesen behandelte, mit höflicher Geringschätzung? Das war inakzeptabel. Etwas in dem Grafen zerbrach. Jener Teil von ihm, der von Dunkelheit zerfressen war, schrie auf, rüttelte an den Gitterstäben...und brach aus.

Mit einem von der Macht verstärkten Brüllen, das verwirren und lähmen sollte, sprang Janus in einem einzigen großen Satz von dem schwebenden Trümmerstück, landete bei Eowyn und griff sofort an. Auch wenn die grundlegende Eleganz seines Makashi erhalten blieb, war eine brachiale, besonders aggressive Note dazugekommen, die Bewegungen schneller, destruktiver. Es ging nicht darum, seine Überlegenheit als Fechter zu demonstrieren, sondern nur noch darum, zu töten, so schnell und effizient wie möglich. Der Fastmensch entfesselte ein wahres Feuerwerk aus Attacken, bewegte sich mörderisch schnell und präzise und baute Druck auf, erbarmungslos starrte er seine Gegnerin aus hell und golden schimmernden Augen an, und als er sprach, schlich sich ein gutturaler Klang in seine tiefere, rauere Stimme.


„Ihr wagt es, Euch von mir abzuwenden? Von mir? Nun denn. Ich betrachte mich als geduldigen Mann. Bis ich...gereizt werde. Glückwunsch: Ihr habt mich gereizt. Ihr werdet den Tod bekommen, um den Ihr bettelt. Keine Spielchen mehr. Nur noch Schmerz und Vernichtung.“

Und dann war die Zeit der Worte vorbei. Janus griff an, immer und immer wieder, suchte nach jeder noch so kleinen Lücke und nutzte Schläge und Tritte, um welche zu schaffen, wo noch keine waren. Der Dunkle Lord grollte einschüchternd und seine schwarz-rot-goldene Robe verschwamm, so schnell bewegte er sich, sein Lichtschwert nur noch ein glühender Streifen. Er stieß vor, stach zu, hungerte nach, verbranntes Fleisch zu riechen und Schmerzensschreie zu hören. Seine brutalen, aber immer noch effizienten Attacken begannen, Wirkung zu zeigen, das konnte jeder sehen. Doch was die meisten nicht sahen, war, dass auch der Dunkle Lord sich nun öfter entblößte und Schwachstellen in seiner Verteidigung aufbrachen, die es zuvor nicht gegeben hatte...

Allegious & Gardisten vs. Ahna, Brianna & Eowyn auf Kast

Der wohl mächtigste Mann der Galaxis, geschützt von den vermutlich am besten ausgebildeten Leibwächtern, gegen drei der besten, vielleicht sogar die besten, Lichtschwerkkämpferinnen und Schatten des Jedi-Ordens. Dieser epische Kampf hatte alles, was man von solch einer Begegnung erwartet: furiose Lichtschwertkünste, improvisierte Waffennutzungen, psychologische sowie greifbare Machteinsätze, ehrenhafte und aufopferungsvolle Sterbeszenen und noch so vieles mehr. Reinlesen lohnt sich auch hier.

Da war Allegious im Abwehrkampf gegen die beiden Rätinnen. Er schien nicht sonderlich offensiv vorzugehen, er verteidigte sich mithilfe von schwebenden Lichtschwertern, Brianna hatte noch nie etwas vergleichbares gesehen. Das von Eowyn geworfene schien er dabei einfach seiner Sammlung hinzugefügt zu haben. Sie bildeten einen Schirm um ihn, und sonst…? Spielte er auf Zeit? Die Zeit würde sie ihm nicht geben, sie würde Ahna und Eowyn zu Hilfe kommen, sie sprintete zu ihnen so, schnell sie konnte und füllte genau die Lücke zwischen den beiden aus.

Die Silberhaarige wusste instinktiv, was sie zu tun hatte. Sie kämpfte Shii-Cho, weil es im Grunde keine Rolle spielte, aber mit beiden Lichtschwertern. Auf der einen Seite war Eowyn mit ihrem Ataru, auf der anderen Seite Ahna mit Juyo. Beide waren für sich hervorragende Kämpferinnen, sie nahmen Allegious von zwei Seiten in die Zange, aber ihre Echani-Sinne sagten Brianna, dass das zu wenig war. Der Schirm aus Lichtschwertern hatte kein vorne und kein hinten, und die beiden Rätinnen kämpften nicht genug wie eine Einheit. Beide benutzten sie diese hyperaggressiven Lichtschwertformen, bei denen das auch nicht ohne weiteres möglich war, aber eine Echani konnte beides verbinden, jedenfalls, wenn sie sich selbst nicht in den Vordergrund stellte.

Brianna konzentrierte sich voll und ganz darauf, den Kampf zu lesen, Ahnas und Eowyns nächsten Schritte vorherzusehen. Bei Allegious war es etwas schwieriger, weil die Telekinese ohne Körperbewegungen auskam, die sie lesen konnte. Sie sie musste sich auf sein von der Dunklen Seite zerfressenes Gesicht verlassen und seine vermutlichen Reaktionen auf die von ihr erwarteten Angriffe der Rätinnen vorausberechnen – Dejarik eben. Die Ritterin tauchte voll und ganz in das Geschehen ein, sie war jetzt auf eine andere Weise weggetreten als zuvor. Sie handelte proaktiv anstatt reaktiv, sah nur noch Spielzüge, Lücken die sich hier auftaten und offene Flanken, die frau dort ausnutzen konnte. Wann auch immer die Gefahr bestand, dass eine der Rätinnen getroffen werden konnte, eines von Briannas Lichtschwertern war bereits zur Stelle. Sie selbst griff den Imperator gar nicht erst an, das überließ sie den anderen. Sie verschaffte ihnen die Möglichkeit, ihren Gegner noch mehr unter Druck zu setzen. Es war nicht der Kampf, den Brianna sich ausgemalt hatte, sondern der den sie kämpfen musste.

Ruhm gab es keinen zu ernten, keine Heldentaten zu vollbringen. Niemand würde im Nachhinein genau sagen können, was sie in der epischen Konfrontation mit dem Kopf der Schlange wirklich getan hatte, aber vielleicht ahnten Ahna und Eowyn, welche Aufgabe sie erfüllte: sie war der Kleber. Sie hielt die beiden herausragenden Duellistinnen zusammen, verband sie zu einer Einheit. Briannas Paraden waren reiner Instinkt, das war kaum mehr überhaupt die Anfängerinnenform und ihr war, als nähme sie sich selbst mehr von außen als von innen wahr. Zu beschäftigt war sie, zu erfassen, was alle anderen um sie herum als nächstes tun würden – Angriffssequenzen von fabelhafter Schönheit zu erschaffen, das musste sie anderen überlassen.

Dennoch grämte sich Brianna nicht in ihrer Rolle. Sie hatte ihren Platz gefunden, endlich. Anstatt nur eine Belastung für die anderen zu sein, vollbrachte sie Dinge, zu denen die anderen nicht in der Lage waren. Menschinnen konnten einen Kampf nicht so lesen wie eine Echani dies vermochte, und sie konnten auch nicht so schnelle Reflexe. Wenn die Silberhaarige sich einmal irrte, war sie dennoch als Erste zur Stelle, den Fehler auszubügeln. Alles in allem lief es jedoch sehr, sehr glatt. Brianna vermisste den Spaß, den Nervenkitzel aus dem Kampf gegen den Gardistencommander, es war Arbeit, unauffällig und effektiv.

Das einzige Damoklesschwert, das über der Ritterin schwebte, lautete: warauf wartete Allegious? Bei einem neuerlichen Inferno von Machtangriff wäre sie wieder der Schwachpunkt, die verwundbare Stelle. Doch dieser Angriff schien nicht zu kommen. Wie anstrengend war telekinetischer Lichtschwertkampf? Hatten sie den Imperator schon so sehr in die Ecke gedrängt, oder kam da noch etwas großes auf sie zu? Dass er die Phiole in seiner Hand zertrümmerte, erwartete Brianna nicht. Sie waren zu wenige und schlechte Ziele. Was sonst? Aber da kam nichts. Stattdessen bekam sie sogar noch ihren kleinen Triumph: als Eowyn und Ahna gleichzeitig angriffen, entbllößte der Imperator den Griff eines der Lichtschwerter. Es zeigte mit der Seite zu Brianna, die sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und es mit einem schnellen Hieb in zwei Teile schlug.

Dany Valthor

Im Vergleich zu den großen Schlachten und legendären Lichtschwertduellen ein vergleichsweise „normaler“ Kampf – und gerade deshalb definitiv eine Nominierung wert. Danys Jagd auf Jax Rolo war dreckig, unmittelbar und herrlich bodenständig: eine wilde Speeder-Verfolgung durch die Wüste, der Verlust ihrer Waffe mitten im Gefecht und schließlich der völlig wahnsinnige Sprung vom eigenen Bike in voller Fahrt auf das ihres Gegners. Was danach folgte, war kein elegantes Duell, sondern ein erbittertes Ringen im Sand, bei dem beide ordentlich einstecken mussten und Dany ihren Auftrag nur mit Entschlossenheit, Körperkraft und einer gehörigen Portion Wahnsinn zu Ende bringen konnte. Gerade diese rohe, persönliche Action macht die Szene spannend.

Dann aber geschah es. Jax Rolo, der anders als Dany keine Rücksicht auf Verluste nehmen musste, riss seinen Blaster hervor und feuerte blindlings drei Salven in die entgegengesetzte Richtung seiner Fahrt. Eine der glühenden Energiebolzen zischte gefährlich nah an Danys Handgelenk vorbei – nur in letzter Sekunde riss sie den Arm zur Seite, doch der Schuss traf ihre Blasterpistole, die sich aus ihrem Griff löste und mit einem dumpfen und für sie gar nicht mehr hörbaren Aufprall irgendwo hinter ihr im Sand landete. "NEIN!", schoss es ihr durch den Kopf, während sie das Speeder-Bike knapp an den Salven vorbeilenken konnte. Ihr Herz hämmerte vor Adrenalin und Panik. Sie hatte keine Waffe mehr – ihr DLT-19X Blastergewehr war in dieser wilden Verfolgungsjagd unnütz, der Vibrodolch an ihrem Gürtel in dieser Situation lachhaft unbrauchbar. "NEIN, NEIN, NEIN!", hallte es in ihrem Kopf wider, die Erinnerung an ihre letzte fehlgeschlagene Jagd – Torm Vex’ Flucht – in ihr hochsteigend. Tränen der Wut und Verzweiflung brannten in ihren leidenschaftlich funkelnden Augen. Nach all den Strapazen, die sie auf sich genommen hatte, um hierherzukommen, also ein erneutes Scheitern?

Es war Wahnsinn, an Rolo geheftet zu bleiben. Er schoss unentwegt auf sie, die glühenden Salven zischten durch die Nacht, und Dany wusste, dass sie sich nicht wehren konnte. Eine einzige Salve würde sie treffen, sie von ihrem Bike katapultieren und womöglich umbringen – oder sie zumindest schwer verletzt in der Wüste zurücklassen, wo die Sandleute oder noch üblere Kreaturen der Wüste sie finden würden. Ihr Verstand schrie ihr zu, dass sie Halt machen musste. Dass sie Rolo entkommen lassen sollte, um ihr eigenes Leben zu retten. Doch ihr Herz, getrieben von der unbändigen Entschlossenheit, die sie immer weitermachen ließ, weigerte sich, aufzugeben – nicht jetzt, nicht nach allem, was sie durchgemacht hatte.

Und sieh da, etwas tat sich. Jax Rolo hatte Blut geleckt – überzeugt, die Oberhand zu haben, bremste er deutlich ab, seine hinter der Schutzbrille verborgenen Augen funkelten in der Nacht aufleuchtend vor mörderischer Absicht, als er nun seinen Oberkörper in Danys Richtung drehte, den Blaster fest im Griff, verloren in dem Gedanken, sie kalt zu machen. Er hätte fliehen und sie abschütteln können, doch er war fest entschlossen, sich ihrer endgültig zu entledigen.

Dany nutzte den Moment. Sie schloss die letzten Meter auf und erhob sich über den Sitz ihres Bikes, die Muskeln gespannt wie eine Feder. Mit einem kraftvollen Sprung katapultierte sie sich in die Luft, ihre mandalorianische Rüstung glänzte im Licht der Monde, während sie auf Rolo zuschoss, bereit, ihn mit bloßer Wucht von seinem Bike zu reißen und diesen Kampf auf ihre Weise zu beenden.


Während ihr Speeder-Bike Wimpernschläge später in einer gewaltigen Sandwolke irgendwo in der Dunkelheit einschlug, schaffte Dany es tatsächlich. Ihre Arme schlangen sich um Rolos Schultern, die in eine abgenutzte braune Lederjacke gehüllt waren, und mit einem harten Ruck riss sie ihn von seinem Bike. Gemeinsam krachten sie auf den sandigen Grund – zum Glück war er weich und dämpfte den Aufprall, auch wenn der Sand unter ihnen aufwirbelte und Dany für einen Moment die Orientierung verlor. Rolos Blaster flog aus seiner Hand, landete ein paar Meter entfernt, während die beiden im Sand rollten, ein Knäuel aus Gliedmaßen und Wut, bereit für den finalen Kampf, der über Erfolg oder Misserfolg dieser Jagd entscheiden würde.

Ridley Solaris

Eine Eiswand: mit dieser außergewöhnlichen Kulisse als Backdrop entwickelt sich ein Sturmangriff unter Blasterfeuer zum Chaos, in dem herabfallende Boomas und einstürzende Eismassen dem Leser ein stetiges Kopfkino verschaffen. Ridley sieht bereits die späteren Heldenbilder vor den Augen, wird während der Schlacht jedoch mit den tatsächlichen Folgen konfrontiert als viele Soldaten in den Tod gerissen werden. Es handelt sich um ein Beispiel aus echter Kampfbegeisterung, imperialer Rücksichtslosigkeit und beinahe selbstzerstörerischem Ergeiz, der diese Posts so stark macht.

Die Eiswand erzitterte. Soldaten schrien, manche starben. Erneut sah hen Sterne, doch diesmal erkannte hen was wieder hochschwappte. Es war nur ein Moment und doch die Einflüsterung in hens Hinterkopf zu registrieren. Das Bild von Leichen. Eine von ihnen trug Major Varros Gesicht. Mit der Macht stieß hen den Major von sich, der an seinem Sicherungsseil zur Seite schwang. Einen Moment später ging ein weiteres Knacken durch die Eiswand. Ein Brocken um die Stelle die Ridleys Sturz abgefangen hatte zeichnete sich ab. Die Gouverneursperson schrie. Das Lichtschwert sirrte, als hen das verbleibende Sicherungsseil durchtrennte, dann fiel Ridley wieder rückwärts. Die Gedankenverschmelzung mit Matthew riss.

Von einem Moment auf den anderen verschwammen die Gestalten der Soldaten. Hen konnte nur noch die Farben der Uniformen unterscheiden, während erst das Blau des Skybridge Bataillon und dann das Weiß von hens Garde an hem vorbeizischte. Dann jedoch wandte hen den Blick hab und fokussierte sich auf das Schiffsdeck. Nur noch Sekunden bis zum Aufschlag. Ridley breitete Arme und Beine aus, legte sich wie ein Brett in die Luft. Und wartete. Mit einem Knall zerschellte der Gletscherbrocken auf dem Durastahldeck.

Dann kam auch Ridley auf. Die Luft wurde hem aus den Lungen gepresst, doch diesmal hatte hen die Geistesgegenwart besessen, sich mit der Macht abzufedern. Viele der Soldaten, die unter Ridley gehangen hatten, hatten nicht so viel Glück. Hen spürte ihre Leben erlöschen wie Kerzen. Einen Moment später war hen wieder auf den Beinen, sah sich um, sah die Augen der umstehenden Soldaten. Spürte den Unglauben, den Schock, der sich in ihren Geistern bahnbrach. Mehrere Soldaten hatten die Augen aufgerissen, ein Mann wich zurück, jemand schrie nach einem Sanitäter. Hen hatte keine Zeit sie zu versichern.
„Solaris hier, ich komme wieder hoch!“, keuchte hen über hens Helmcom. „Warten Sie nicht auf mich, es ist nur noch ein Stück für Sie. Sturmangriff wenn sie können. Matthew, Akolythen, geben Sie es Ihnen!“

Thade Skywalker

Thade Skywalkers Einleitung des Orbitalbombardements über Prefsbelt IV kommt vollkommen ohne Pathos aus, um seinen Eindruck bei den Lesern zu hinterlassen. Nachdem eine ganze Minenstadt voller imperialer Truppen und Zivilisten gesprengt wurde, reagiert Thade nicht mit einem Wutausbruch, sondern mit militärischer Präzision. Während das Vorgehen auf der Brücke beinahe wie die Optimierung eines Fabrikprozesses behandelt wird, schmelzen am Boden Dünen und Gestein, Verteidigungsstellungen verschwinden und die Oberfläche wird zu schwarzem Glas. Gerade der Gegensatz zwischen Thades nüchternem Befehl und der apokalyptischen Wirkung seiner Entscheidung macht diese Szene so stark.

>>Ziel Alpha, Freigabe erteilt, Feuer frei.<<

Jedes der Schiffe schickte eine einzelne Salve bestehend aus 16 Turbolaserlanzen ins Zielgebiet. Das war an sich genug, um die Kräfte am Boden zu zerschlagen. Sie würden nicht weiterfeuern, bis die Sensordaten bestätigten, dass sie tatsächlich das Zielgebiet getroffen und keine Fehlkalkulationen gemacht hatten. Die Turbolaserlanzen benötigten mehrere Sekunden, um die Planetenoberfläche zu erreichen. Sekunden voller angespannter Stille an Bord. Die Sensoren der Huntress, unterstützt durch die Daten der vorgeschobenen Beobachter hingegen, lieferten praktisch augenblicklich Ergebnisse.

„Direkttreffer! Mehrere Sekundärdetonationen. Keine koordinierten Bewegungen mehr erkennbar. … … Restkräfte zerstreuen sich in südlicher Richtung.“

Die Informationen auf Thades Holotisch entsprachen den Sensordaten, die sein erster Offizier ausgesprochen hatte. Was aber gut gelaufen war, war keineswegs nicht verbesserungswürdig.

>>Hawke, korrigieren Sie 70 Meter nach Westen. - Ziel Alpha, Freigabe erteilt. Wirkungsfeuer für 30 Sekunden, Feuer frei.<<

An sich könnten die Bodentruppen unter Legat Koss' Kommando die Aufräumaktion nach dem Erstbeschuss übernehmen. Doch nachdem Robert Kern beinahe einhundert imperiumstreue Soldaten und ungezählte Zivilisten samt einer ganzen Stadt in die Luft gesprengt hatte, war es an der Zeit ein Zeichen zu setzen.

Salve um Salve von Turbolaserfeuer ging auf Zielgebiet Alpha nieder und ließ nichts als Tod und Verwüstung zurück. Jeder Einschlag ließ die Erde beben wie unter den Schritten eines Titanen. Dünen und Gestein verflüssigten und verdampften augenblicklich, ihre Konturen ausgelöscht, als hätten sie nie existiert. Wo eben noch endlose Weite gewesen war, klafften nun glühende Krater, deren Ränder in flüssigen Strömen herabrannen. Binnen Sekunden war Zielgebiet Alpha nicht mehr wiederzuerkennen. Keine Dünen, keine Orientierungspunkte, keine Spuren von Leben jeglicher Art. Nur ein zerfurchtes Feld aus schwarzem Glas, noch glühend, noch knisternd, als würde Red One selbst Fieber haben.

Aus dem Orbit betrachtet wirkte diese absolute Zerstörung beinahe abstrakt. Ein dunkler Brandfleck auf ockerfarbener Haut, nicht mehr und beinahe belanglos. Ebenso nüchtern, beinahe beiläufig spulte der Chiss dann die folgenden Befehle ab.


>>Gute Arbeit. Ziel Beta erfassen.<<

Kaum hatten alle drei Kreuzer und die vorgeschobenen Beobachter rund um Zielzone Beta die neue Zielerfassung bestätigt, gab Thade den nächsten Feuerbefehl.

>>Ziel Beta, Freigabe erteilt, Feuer frei.<<

Wieder wurde abgewartet, bis der Effekt bestätigt wurde, wieder wurden nüchtern Vektoren korrigiert und methodisch weitergearbeitet, als ging es hier um die Prozessoptimierung in einer Fabrikhalle und nicht darum Dutzende, wenn nicht Hunderte Leben auszulöschen. Das Geschäft mit dem Tod wirkte von hier oben geradezu banal und wog genau darum so schwer auf den Verantwortungsträgern. Niemand hier wollte einen Fehler machen, diese Spannung und daraus erwachsene Sorgfalt war auch, was dafür sorgte, dass Fehler vermieden wurden.

Keine fünf Minuten nach der ersten Turbolasersalve, war das Orbitalbombardement auch schon wieder vorbei.
 
6. Kategorie: Kann nicht mit, kann nicht ohne

Treffen sie aufeinander, kann es böse enden, aber ohne (einander?) würde den beiden definitiv etwas fehlen... wir suchen die beiden Charaktere mit der größten Hassliebe des Rollenspiels.

Brianna Kae und Janus Sturn

Muss man hier viel sagen? Eine Beziehung der besonderen Art, die vielleicht zu unser aller Trauer inzwischen ihr Ende gefunden hat. Verliebt, verstritten und irgendwie immer noch elend über etwas, das eigentlich nie war, ist sie schließlich auch eine Jedi und er ein Sith. Für Janus meistens nur ein äußerst angenehmer Mittel zum Zweck, bekommt es Brianna trotz all des Double Corssings so lange, lange nicht hin, diesen Mann, den sie liebt, loszulassen, und wir haben mit ihr gefiebert, gelitten und gehofft...

Einer Sonne gleich stand er allein im Zentrum, bis sich ein weiterer Himmelskörper zu ihm gesellte. Ein Trabant, eine kühle, weiße Welt, die von den Flammen erwärmt wurde. Janus hielt seine Augen geschlossen und betrachtete Brianna stattdessen durch die Macht. Ihr Präsenz, ihre Aura, war für ihn nicht minder faszinierend als ihre körperliche Gegenwart und der Graf erlaubte sich ein schmales, zufriedenes Lächeln, als sie näher kam und neben ihm verharrte. Seine Schülerin war nicht unversehrt, aber sie ließ nicht zu, dass sie das beeinträchtigte – ein gutes Zeichen. Scheinbar regungslos blieb Janus stehen und lauschte den Worten der Silberhaarigen, die ihm zu seinem Aufstieg gratulierte und sich für das Durcheinander entschuldigte. Aus ihren Aussagen sprach eine gewisse Unsicherheit, die der Graf für eine Weile in der Luft hängen ließ, denn er antwortete nicht sofort, sondern schwieg eine ganze Weile, bis er sich schließlich zu ihr umdrehte und seine grünen Augen aufschlug. Ein schwer zu deutender Ausdruck lag auf seinem blassen, markanten Gesicht, während er Brianna musterte und ihr schließlich Blickkontakt musterte. Ein weiterer Moment verstrich, dann streckte er langsam eine Hand aus und fuhr nachdenklich mit den Fingerspitzen über die weiche, alabasterfarbene Haut ihrer Wange, und als er schließlich sprach, war seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern, das Botschaften verkündete, die nur für ihre Ohren bestimmt waren.

„Dich entschuldigen? Aber nein. Wofür? Dass Du standgehalten hast? Dass Du Dich nicht gebeugt hast? Brianna, ich war selten so stolz auf Dich wie in diesem Augenblick. Die Jedi behaupten, dass man Konflikte um jeden Preis vermeiden soll, aber das ist nicht unser Weg. Das ist nicht Dein Weg. Wir lassen nicht zu, dass uns jemand unseren rechtmäßigen Platz in der Galaxis verwehrt. Wir kämpfen für das, was uns zusteht, und brechen jeden Widerstand dagegen, gleichgültig, wer sich uns entgegenstellt. Also entschuldige Dich nicht. Sei stolz. Sei stolz, meine Liebe, denn Dein Meister ist es.“

Janus lächelte und beugte sich nach vorne, als seine Hand Briannas Hals entlang wanderte, bevor er sie küsste. Zunächst beinah zurückhaltend, spielerisch, doch dann mit einer feurigen, stürmischen Energie, die diesem Moment des Aufstiegs angemessen war. Sein neuer Rang gehörte ihm. Brianna gehörte ihm. Und schon bald würde ihm noch weitaus mehr gehören. Der Graf verringerte die Distanz zwischen sich und seiner Schülerin, ignorierte die Blutflecken auf ihrer Kleidung und zog die Echani in eine innige, leidenschaftliche Umarmung. In der Tat, er war stolz.
Er liebte sie nicht – und hatte es vielleicht auch nie getan. Diese Botschaft schälte sich umso deutlicher heraus, je länger der Dialog andauerte. Janus empfand keinerlei Gefühle für sie – dass dies wohl auch für jedes andere Wesen in der Galaxis galt, tröstete die Echani trotzdem kein bisschen.

Sera Noan und Agatosh

Oh, wie sehr die beiden sich eigentlich hassen! Ihre Dynamik hat mittlerweile ein Eigenleben angenommen, bei dem jeden Augenblick vor lauter Spannungen ein ganzer Planet in die Luft fliegen könnte. Schließlich könnten die beiden unterschiedlicher auch nicht sein: einerseits der stoische Agatosh, der sich selbst für etwas viel besseres hält, auf der anderen Seite die irre Sera, bei der man nie weiß, was sie als nächstes anstellt. Die beiden würden unter Todesdrohung nicht zugeben, dass sie ohne den jeweils anderen eigentlich viel schlechter funktionieren, aber wir wissen es besser...

Seine ohnehin schon niedrigen Erwartungen wurden fast noch unterboten. Sera überschätzte sich maßlos. Sie war auf Dubrillion nur ein unbedeutendes Rebellenmädchen gewesen, das in irgendeinem Rattenloch vor sich hinvegetierte. Sie hatte nichts. Sie war nichts. Und doch war da dieser eine Moment, der alles änderte. Als Darth Zion sie wie einen wertlosen Wurm aus der Schusslinie eines Erschießungskommandos zog und ihre Welt auf den Kopf stellte. Kein einfacher Akt der Gnade, sondern das taktische Kalkül des Hammers von Bastion war es, das sie vor dem sicheren Tod bewahrte. Ihr gesamtes Leben hatte sie also zu dem Moment geführt, an dem dieses am seidenen Faden hing und von der Gnade eines Sith abhängig war. Und seit diesem Tag verstand sie noch immer nicht, warum.

Agatosh konnte aber nicht leugnen, dass in ihren Worten eine Spur Wahrheit lag. Unberechenbarkeit war nützlich. Deshalb schwieg er auch die meiste Zeit über. Um Leute, die seinen Verstand unterschätzen, im passenden Moment eines Besseren zu belehren. Vielleicht war es auch genau das, was Sera so sehr wurmte. Durch seine Maske hatte er die Möglichkeit erlangt, mit jedem Basic sprechenden Wesen dieser Galaxie auf Augenhöhe zu kommunizieren. Ihr großer Trumpf aus vergangenen Tagen war also nicht mehr von Bedeutung. Er spürte es förmlich, wie es sie innerlich aufrieb.
Ihre Form der Unberechenbarkeit hatte sich zu einem Witz entwickelt. In ihrer scheinbaren Unberechenbarkeit lag längst keine echte Überraschung mehr. Sie war wie ein Hund, der einen Trick beherrschte und jemanden damit genau einmal überraschen konnte. Xaro kannte diesen Trick nun. Würde er auf diesen ein zweites Mal hereinfallen? Sicherlich nicht.

Während er sie also musterte und ihre Tirade keiner Antwort würdigte, erwähnte sie dann doch plötzlich einen Punkt, der ins Schwarze traf. Zion hatte ihnen tatsächlich befohlen zusammenzubleiben und zwar genau aus diesem Grund. Wenn Sera nun einfach aus dem Trainingsraum stolzieren und sich in den Gängen des Tempels selbst zerstören würde, dann würde das nicht nur ihre eigene Niederlage bedeuten. Es würde ebenso auf ihn zurückfallen. Und auf ihren Herrn. Es war eine rationale Entscheidung von Zion gewesen. Das Leben seiner Schülerin war in diesem Moment weniger von Bedeutung als das Bild, das sie zusammen darstellten. Ein Verlust von ihr wäre ein Verlust an Macht und Autorität für ihn. Sera hatte es erfasst, auch wenn sie es aus dem falschen Blickwinkel betrachtete. Und Agatosh blieb nichts anderes übrig, als schließlich einzuhalten.


"Bleib stehen"

Tönte seine mechanische Stimme quer durch den Raum hinüber zur Tür. Immerhin hatte sie sich dazu entschlossen, ihre Wunde behandeln zu lassen.

"Du hast recht. Seine Anweisungen waren eindeutig."
“Weißt du…”, begann sie dann und trat langsam näher, bis ihre Augen etwa auf Höhe seines Bauches waren. “ … zieh’ deine Show ab. Ist mir scheißegal. Dein Grummeln. Die Maske. Du hättest übrigens die Chance nutzen sollen, dir ein cooleres Modell zu gönnen. Egal. Merk’ dir eins: Steh’ mir niemals im Weg.”

Sie atmete einmal tief durch, bevor sie die nächsten Worte aussprach. Das tat sie selten: Nachdenken, bevor sie sprach. Und das wusste er.

Ich bin bereit alles zu geben. Ich bin bereit, jedes Opfer zu bringen, um zum Erfolg zu kommen. Ich tue Dinge, die mich mehr kosten als dein ‘Ich bin der große böse Chiss’-Theater.”

Sie deutete auf ihre neuen Körperteile, als wären sie Beweisstücke in einer Gerichtsverhandlung.

Du kannst mir nicht einmal eine Klinge reichen.”

Sie schüttelte den Kopf.

“Gute Kämpfer hat Zion genug. Was er nur ein einziges Mal hat, ist jemand, der dem Schmerz ins Gesicht lacht, wenn es nötig wird, sich selbst Auge und Arm auszureißen und einer fetten Ratte damit die Schnauze zu stopfen.”

Dann grinste sie provokant.

“Aber mach ruhig weiter so. Bleib dieser starke Muskelsack ohne Verstand, für den dich alle halten und für den man dich offensichtlich halten soll. Ich sollte dir wahrscheinlich danken: Neben dir sehen meine Fortschritte aus wie Quantensprünge.”

Elise Benett und Riuen

Meisterin und Padawan sollten eigentlich miteinander harmonieren und auf einer Wellenlänge funktionieren, doch bei diesen beiden funktioniert das nicht immer so, wie es so schön im Lehrbuch steht. Kein Wunder, wenn der Padawan nicht auf den Mund gefallen ist und die Meisterin auch ursprünglich gar nicht vorhatte, diesen Schüler auszubilden. So kommt es eben vor, dass ein Team aufeinandertrifft, das manchmal wunderbar harmoniert, aber manchmal auch aneinandergeraten kann...

Formvollendete Fassungslosigkeit hatte sich auf ihrem Gesicht ausgebreitet. Schlagartig kehrten ihre Emotionen in ihren Körper zurück und bahnten sich sogleich einen Weg an die Oberfläche. Sie verschränkte die Arme hinter dem Kopf und drehte sich einmal ausladend um sich selbst. Kompensation. Wieder trafen sich die Blicke.

"Bitte." ihr Zittern ließ eine Woge von Furcht und Verzweiflung mitschwingen. "Wie könnte ich ihn ausbilden, nachdem was passiert ist?" und wie konnte der Wookie nur auf diese Idee kommen? "Wie sollte sich unter diesen Bedingungen ein Meister-Schüler-Verhältnis entwickeln?" Beide Hände waren zu ihrer Stirn gewandert. Das konnte der Rat einfach nicht ernst meinen.
„Ein äußerst seltenes und abschreckendes Naturphänomen, das gefällt mir“, lachte der Chiss, nachdem seine Meisterin leise schnaubte. Sie wussten beide, dass sich vermutlich kein Meister einen Schüler wie ihn wünschte. Riuen war sich durchaus bewusst, dass er aneckte, mit seiner Großspurigkeit, mit seinem Humor und allgemein, mit deinem Blick auf die Galaxis. Aber ihn hatte noch nie wirklich interessiert, was andere über ihn dachten und das würde sich auch in Zukunft nicht ändern.
Natürlich ließ ihm Elise die ganzen Witze nicht durchgehen, sondern verwies, diesmal ohne Schnaube, mit sehr viel Ernst in der Stimme, dass er erstaunlich stabil wirkte. Tja. Ihm wären hierzu sehr viele Possen eingefallen, die meisten auf Kosten von Elise. Und ihm fiel, beinahe parallel, etwas ein, das zumindest einen Teil dessen bestätigt hätte, was sein Gegenüber da sagte.

Ich war verzweifelt in einer Bar, habe mich einem Fremden anvertraut und keinen Tropfen, meines hochprozentigen angerührt. Also habe ich den Verstand schon längst verloren, oder ich bin hoffnungslos vernünftig geworden. Was das, mit dem Naturphänomen bestätigt.“ Weder war er zu einer Prostituierten gegangen, um sich abzulenken, obwohl Sex ein probates Mittel war, den Kopf frei zu bekommen, noch hatte er sich kopflos nach Thearterra begeben. Also bestand wirklich überhaupt kein Grund zur Sorge.
 
7. Kategorie: Match "Made in the Galaxy"

Ein Märchenbuch würde sich die Finger nach den beiden lecken: dem Traumpaar unsere Rollenspieles. Bei ihnen beiden erblassen unfreiwillige Singles vor Neid und wünschen sich, an ihrer Stelle zu stehen. Und wenn sie nicht gestorben sind...

Faith Navalon und Arlen Merillion

Was als mehr oder weniger einseitige Jugendschmachterei zwischen Padawanen begann, ist nach einem unverhofften Wiedersehen Jahre später letztendlich in voller Liebe entbrannt. Aber es war kein Weg ohne Hindernisse: Erst retteten sie sich gegenseitig mehrere Male das Leben, während sie ihre Gefühle unter der Oberfläche verborgen hielten. Es brauchte schon aufgedeckten Massenmord, Besessenheit durch einen Sith-Geist und der Antlitz der völligen Verzweiflung, bis sie sich letztendlich ihre Liebe gestanden. Inzwischen hat jedenfalls sogar der Jedi-Rat offiziell ihre Beziehung abgesegnet, also wenn das nicht ein Match "Made in the Galaxy" ist...

“Sei bitte nicht sauer, Arlen”, war das erste, was ihr zu der Situation einfiel. Ihre Stimme war sanft, fast mädchenhaft, gewann jedoch mit dem zweiten Satz wieder an Selbstvertrauen. “Ich hab’ gesagt, was ich für richtig hielt.”

Bevor er auch nur reagieren konnte, purzelten die Worte aus ihrem Mund. Sie wollte ihm erklären - zumindest ansatzweise -, warum sie das alles gesagt hatte. Ihr Herz pochte in ihrer Brust, als sie sprach.

"Ich kann nicht mitansehen, wie du dich selbst zerstörst. Ich kann nicht einfach zusehen, wie du dich in dieser Dunkelheit verlierst, weil ich ... weil du mir nicht egal bist. Weil du mir nie egal warst und mir nie egal sein wirst."

Sie schluckte hart, während sie nach Worten suchte, um das auszudrücken, was in ihrem Inneren brannte, ohne ihn dadurch abzuschrecken.

"Weil du mir wichtig bist und weil es mich zerreißen würde, dich zu verlieren."

Ihr war klar, dass das alles sehr ichbezogene Botschaften waren und vermutlich viel zu kryptisch. Aber was hätte sie sonst sagen sollen? 'Arlen, ich liebe dich, also habe ich nicht die Kraft, deine Selbstopferung mitanzusehen?' In ihren Worten steckte immerhin die Wahrheit, die sie nicht leugnen wollte.
„Komm zu mir zurück, Faith. Streif es ab. Du bist stärker. Ich bin hier bei dir. Du bist nicht allein.“

, sagte er ihr immer wieder. Schickte ihr positive Gefühle und Bilder. Und tatsächlich, mit Erleichterung beobachtete er, wie sie zu ihm zurückkam. Die Augenringe wurden heller, die dunklen Adern verblassten. Ihre Augen, ihre wunderschönen Augen, lichteten sich. Es dauerte, doch war die Progression unverkennbar. Und schließlich sprach sie wieder mit ihrer eigenen Stimme! Sagte ihm, dass sie ihn brauchte, dass…sie ihn liebte? Plötzlich war es Arlen, als hätte man ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Hatte sie das grade wirklich gesagt?! Sein Herz pochte und seine Gedanken überschlugen sich. Nein, sie hatte es wirklich gesagt! Doch das konnte nicht tatsächlich so sein? Sie befreite sich grade erst wieder von der feindlichen Präsenz und da sagte man schon mal wirres Zeug, oder?! Nein, sie konnte es nicht so gemeint haben! Wie auch? Sie hatte grade eben erst akzeptiert, dass Arlen unangenehm nah daran war ein Monster zu sein! Sie konnte ihn nicht lieben!? Und so tat er das Klassische. Er antwortete darauf, was er glaubte, dass sie gemeint hatte. Anstatt ihren eigentlichen Worten.

„Ich hab‘ dich auch lieb!“

Tenia Lumiran und Steven Crant

Steven und Tenia - eine Liebesgeschichte, die zum Leidwesen aller noch immer kein wirkliches Ende gefunden hat. Beginnend auf Mon Cal beim Siegesball, als beide in einem legendären Anfall von Rebellion plötzlich im verbotenen Bereich im Pool landeten, schwelgten die jungen Verliebten eine zeitlang in ihren Gefühlen. Dann aber bekam ihre Historie einen vielleicht unüberwindbaren Knick, als auf Thyferra ihre moralischen Standpunkte völlig auseinanderdrifteten. Nach langen Jahren der getrennten wege trafen sie auf Ketaris wieder aufeinander, und wir fragen uns alle... Mal ehrlich, wie lange müssen wir da eigentlich noch auf das Happy End warten?!?!

Ini.
Noch nie hatte Steven diesen Spitznamen genutzt, den sie bisher nur von ihrer Mutter gehört hatte und für einen Augenblick wusste Tenia nicht, was sie tun sollte. Da war Stevens ernstes Gesicht, sein Blick, der sich in ihren bohrte und sie konnte diesem einfach nicht standhalten, musste den Augenkontakt abbrechen und auf den Boden sehen. Am liebsten hätte sie Steven darum gebeten, ihren Namen noch einmal zu wiederholen, auch wenn das, angesichts ihrer Reaktion überhaupt keinen Sinn ergab. Aber dieses Wort löste so viel in Tenia aus, dass ihr gefiel und gleichzeitig nicht gefiel, dass sie unbedingt wissen wollte, ob das noch einmal geschehen würde. Als hätte sie einen Purzelbaum geschlagen.
„Keine Ahnung“, beeilte sie sich daher zu sagen und sah Steven wieder an. „Das mit der Sicht ist nicht so einfach.“ Was ziemlich nichtssagend klang, aber wie hätte sie das auch weiter ausführen können? Wenn man verliebt war, sah man ohnehin nur das, was einem gefiel und wenn man liebte, akzeptierte man meist auch das, was einem weniger gefiel. So jedenfalls hätte ihre Mutter das erklärt. Tenia aber war über den Status der Verliebtheit nie wirklich hinausgekommen, oder? Von daher hatte sie allgemein keine Ahnung. Außerdem wusste sie nicht, was gewesen wäre, wenn Steven sie vorher gekannt hätte. Wahrscheinlich hätten sie sich auch da schon gemocht, weil sie beide arrogante Züge hatten. Zwei Schönlinge, die sich mochten. Hätte doch gepasst.
Steven hatte nicht wirklich erwartet, dass Tenia ihn umarmen würde, als er den Besucherraum betrat. Ihre letzte Begegnung war sowohl von Spannung als auch Nähe geprägt und so richtig wusste der Baron nicht, als was sie da eigentlich auseinander gegangen waren. Doch als ihre Arme sich um ihn legten, spürte er einen Moment lang nichts von den Mauern des Gefängnisses, nichts von der Enge der Situation, nichts von irgendwelchen Zweifeln. Es war, als ob nicht nur die Zeit, sondern die gesamte Galaxis kurz stillstand. Er konnte ihren Herzschlag spüren, wie er sich gegen seinen Brustkorb drückte, und ihren Duft – etwas Vertrautes, das ihn unweigerlich zurück in die Zeit führte, als sie das letzte Mal in so einer Situation waren, als alles noch irgendwie unbeschwerter war. Ihr Griff war nicht fest, aber auch nicht zögerlich, und Steven konnte die Wärme in ihrer Berührung fühlen, trotz allem, was zwischen ihnen passiert war.

Serana Krytal und Scytale Mentel

Was als kühle Zweckgemeinschaft zweier ehrgeiziger imperialer Offiziere begann, ist auf Fresia ziemlich schnell gefährlich persönlich geworden. Serana und Scytale funktionieren gerade deshalb so gut, weil beide eigentlich viel zu kontrolliert, stolz und karrierebewusst sind, um sich Hals über Kopf auf jemanden einzulassen – und es trotzdem passiert. Spätestens als Scytale beim Abschied sämtliche Disziplin über Bord wirft und Serana einfach küsst, war klar: Das Imperium mag gerade vor dem nächsten Krieg stehen, aber diese beiden haben offensichtlich noch ein ganz anderes Thema miteinander.

Der fitte Offizier hob seinen Kopf und bemerkte Seranas Blick. Sie sah zu ihm mit einem leichten Grinsen auf, ihre blauen Augen verrieten ihm, dass sie verstand, dass er gehen musste. Sie verstand wie er, das dies ein Abschied auf Zeit war. Die Nähe zwischen ihnen beiden stach nun. Sie, die für gewöhnlich alles mit nüchterner Disziplin behandelte, ließ nun für den Bruchteil einer Sekunde etwas Persönliches durchscheinen. Verbundenheit, Nähe. Der gesprochene Abschied "Bis bald, Captain" ein Hauch wärmer und persönlicher als noch Stunden zuvor.

Der Wind wehte von der See herüber, kalt und salzig. Er spürte die Brise, wie sie durch sein kurzes schwarzes Haar fuhr. Ein letzter Hauch von Freiheit, bevor ihn die Pflicht an Bord der Allegiance rief.

Serana machte sich auf zu gehen. Einem Instinkt folgend griff er nach ihrem Arm, stoppte sie mitten in der Bewegung. Sein Puls schlug bei der Berührung schneller. Sie sah ihn leicht verwundert, fast schon irritiert an. Seinem Herzen folgend zog er sie zu sich, senkte den Kopf und traf ihre Lippen. Kein Kampf, kein Ringen um Dominanz. Stattdessen Zuneigung, Wärme, und entladene Sehnsucht, die sich in den vergangenen Stunden aufbaute. Ein kurzer Moment, in dem alles andere zu verschwinden schien – Pflicht, Zeit, Erwartungen. Nur sie beide existierten. Seine Arme umschlossen ihre Taille, hielt sie im Auge des Sturms, der sich auf einer anderen Ebene zwischen ihnen beiden bildete.

Nach einer gefühlten guten Endlosigkeit der Intimität lösten sich die Lippen der beiden voneinander, die Atmung schwer. Ihre Blicke kreuzten sich. "Bis bald, Serana" - sprach er sanft und ließ sie gehen. Seine Augen folgten ihr.

Der Geschmack ihrer Lippen klang nach und begleitete ihn, als er sein Quartier aufsuchte.
Der Gedanke, wie dieser schöne junge Captain entschlossen und eisern seine Brücke auf der Jagd nach dem fahnenflüchtigen Verräters befehligte... beim Imperator. Äußerlich reserviert und diszipliniert, ließ sich Serana nichts von derlei impulsiven Gedanken anmerken. Keine Muskelzuckung verriet, dass sie sich einen winzigen Moment lang in einer Phantasie verloren hatte, die sie sich selbst nicht eingestehen würde. Sie hob das Glas an die Lippen, trank langsam und beinahe genüsslich. Ihre Stimme, als sie wieder sprach, war ruhig, doch in ihren graublauen Augen lag ein feines, kaum wahrnehmbares Glimmen.

"Ein Mann, der seine Pflicht nicht nur kennt, sondern sie auch ausführt. Ohne Zögern. Ohne Selbstmitleid. So etwas ist… selten geworden.“

Ein Kompliment? Vielleicht. Und nicht das erste das sie ihm heute gemacht hatte. Ihre Augen verweilten kurz auf ihm, prüfend, aber nicht wertend.

"Würde das Imperium seine Offiziere klonen, wärst du eine meiner ersten Wahlen"

Eowyn El'mireth und Ian Dice

Er ein Sith, Mörder und Überläufer mit brisanten Geheimnissen, sie eine unsichere Jedi-Großmeisterin mit dem Glauben an das Gute: wunderbare Voraussetzungen für eine tragische Liebesgeschichte inmitten von intergalaktischen Verstrickungen. Von Kommunikationsproblemen über Kissenschlachten und philosophischen Diskussionen bis hin zu liebevollen Versöhnungen ist alles dabei, was jedermanns Alltag kennt - abgesehen von Kleinigkeiten wie drohender Exekutionsgefahr über Ian oder Eowyns freiwilliger Gefangennahme in den Sith-Tempel (inklusive leichter Folter durch den Verlobten), um die C-Krise zu lösen...

Ich weiß, dass es verrückt klingt, es ist schließlich nur ein Schwert,“ lächelte er schief, „aber während sich der Rost darüber zog, wurde es sich einer Tatsache bewusst, die es bis dahin vergessen hatte. Da war, so erkannte es, schließlich nicht nur sein Griff mit den Mustern, mit den Kratzern, die es, in seinem Empfinden nicht mehr ansehnlich machten. Schließlich waren die die Kratzer und alles nicht einfach so gekommen. Aber es erkannte, dass es aus mehr bestand. Aus sehr viel mehr. Nicht nur die Kratzer, der Griff und die Komponenten, mit denen es bedient werden konnte. Da war etwas anderes. Etwas, dass in seinem Inneren verborgen lag. Etwas, das es wirklich vergessen hatte. Ewas, dass es auch zu dem machte, was es war. Eine wirklich kleine, aber besondere Komponente machte.“ Er drehte das Schwert noch einmal ganz, bis er zu der Stelle kam, in der der Kristall eingesetzt wurde. „Etwas Kleines und vielleicht sogar Unscheinbares hatte die Kraft es wieder lebendig zu machen“, was ihn die kleine Abdeckung öffnen ließ. Ohne, dass Eowyn es hätte sehen können ließ Ian den Kristall, oder was auch immer es sein mochte, was in der Energiekammer lag, in seine Hand levitieren. Den Augenblick eines Herzschlags sah er sie an. „Es ist ein kleiner Kristall der es lebendig macht, der es zum Leben erwecken kann und was bei diesem Schwert der Kristall war, das warst, das bist in meinem Leben du.“ Vielleicht war die Analogie fürchterlich. Vielleicht.

Warum ich das alles für dich tue ist, weil du die Liebe meines Lebens bist. Ich tue es, weil ich nicht weiß, wie ich dir mit Worten dafür danken kann, dass du mich wieder erinnert, dass du mich komplett gemacht hast. Ich tue es, weil ich dich liebe und weil du mein zu Hause bist, dass ich nie mehr zu finden geglaubt hätte und das Wyn, sind nur ein paar Gründe. Nur ein paar, die mich dich fragen lassen, ob du mich heute zum glücklichsten Mann auf ganz Coruscant machen möchtest indem ich dich frage,“ und er ging langsam auf die Knie, ohne sie dabei aus den Augen zu lassen, begleitet von seinem Herz das gegen seine Brust hämmerte. „Eowyn, willst du mich heiraten?“ Da erst öffnete er seine Hand, in der ein silbernerer Ring mit einem kleinen, dunkelgrünen Saphir lag und er hoffte und betete, mit jetzt hämmerndem Herzen, dass ihre Antwort Ja sein würde
Wortlos zog Ian sie in ihre Arme, und Eowyn versuchte, alles, was ihr solche Sorgen bereitete, irgendwie loszulassen oder zu verdrängen, nichts, was diesen Moment zerstören konnte, in ihrem Kopf zu belassen. Mit einem Arm erwiderte sie fest seine Umarmung, der andere blieb in der Geborgenheit seiner Umhüllung. Sie schloss die Augen, spürte, wie Ians Lippen ihren Kopf berührten und genoss seine Nähe, genoss diesen Kuss, deren Art sie liebte, versuchte jeden Eindruck von diesem Moment festzuhalten. Sie musste sie alle festhalten... einen jeden dieser schönen, ruhigen Momente, damit sie sich an sie erinnern konnte, wenn die Zeiten er erfoderten. Das Kitzeln von Ians Bart auf ihrer Kopfhaut, sein Geruch, der überhaupt nicht so fürchterlich war, wie Ian es sich vermutlich vorstellte. Sein leises Herzklopfen an ihrem rechten Ohr. Sein breiter, kräftiger Oberkörper, um den sie mit dem einen Arm kaum herumkam. Das leise Atmen. Die Wärme seines Körpers. Und vor allem eben eines - der Kuss.
All das versuchte sie einzufangen, wegzuschließen in ihrem Gedächtnis, aufzubewahren, in der Hoffnung, es niemals zu benötigen, aber mit der Gewissheit, dass es sehr wohl dazu kommen würde.
Sie war heilfroh, dass sie all ihre Tränen schon vorhin vergossen hatte, dass momentan keine mehr in ihr waren, denn die Anspannung, die sie erfasst hatte, während sie auf Ian gewartet hatte, löste sich langsam, und damit setzte sich unter anderem auch langsam die Müdigkeit frei, diese bleierne Müdigkeit, auf die sie die ganze Zeit gewartet hatte, die ihr vielleicht, endlich Schlaf schenken würde.
Ich liebe dich, flüsterte sie, auch wenn sie es in letzter Zeit vielleicht zu häufig sagte - aber konnte man so etwas unter diesen Bedingungen überhaupt zu oft sagen? Ich liebe dich und will für dich da sein. Falls unsere Zeit begrenzt ist... Das falls war eher pro forma. Doch nur darauf zu bestehen, dass Ians Zukunft auf jeden Fall gesichert war, war nonsens. Ian wusste, dass Eowyn wenigstens etwas realistisch denken konnte. Auch, wenn sie immer müder wurde. ...dann wünschte ich mir, ein Teil von deinem Leben zu sein.

Elise Benett und Riuen

Der Padawan und seine (anfangs) vergebene Meisterin - verbotene Liebe unter keinem guten Stern. Schon zu Beginn, als sie nur Bekannte waren, startete alles mit einem Unfall, bei dem Riuen seine Hand verlor - und Elise war mindestens teilverantwortlich. Die anschließende, vom Rat aufgebürdete Meister-Padawan-Beziehung begann zwar positiv, wurde jedoch von Elises Flucht und der hochriskanten Mission nach Bastion durchdrungen. Und während er damit kämpft, seine Gefühle für sich zu behalten und weiter in seiner Rolle als Schüler verharrt, fragen wir uns alle - was genau empfindet sie denn nun wirklich für ihn?!

Elise.
Er musste zu ihr, auch wenn er ihr nicht helfen konnte. Vor der Türe zu ihrem Krankezimmer hielt der Chiss inne, atmete ein, atmete aus und kämpfte gegen den Wunsch an, das Zimmer gar nicht erst zu betreten. Als er es doch tat, hätte er am liebsten wieder kehrt gemacht.
Da lag sie, noch immer in diesem Bett, in der gleichen Position und war es nicht Hohn, dass sie so friedlich aussah, gerade so, als schliefe sie bloß, um, ein paar Sekunden später grinsend aufzuwachen und ihn zu begrüßen?


„Ich weiß nicht, was ich tun soll, Eli“, kam leise, seine Stimme belegt. „Warum hast du mir nicht gesagt, dass dich etwas gebissen hat? Warum?“ Riuen hörte, wie seine Stimme brach. Sie anzusehen, war unerträglich. Sie anzusehen und so deutlich, so unleugbar zu spüren, was er für sie empfand und ihr gleichzeitig nicht helfen zu können, es fraß ihn innerlich auf.
„Sie sagen, dass da etwas von dir Besitzt ergreift, dass dein Körper dagegen ankämpft. Du musst kämpfen, Eli, hörst du? Du musst. Tu es. Tu es für mich, ich flehe dich an. Ich weiß nicht, ich, ich weiß nicht, wie ich dir helfen kann, aber ich will. Ich werde. Wenn du nur kämpfst, hörst du?!“
Noch immer stand er an der Tür, wagte nicht näher zu treten, denn würde er, würde er an ihr Bett treten, würde er sie berühren, sein herz würde auf der Stelle explodieren.
In Abschnitten fühlte es sich an, als wären Iras und Olesia gerade dabei sich kennenzulernen. Es war beinahe leicht in dieser Rolle zu sein. Zu tanzen und irgendwie völlig verklausuliert auszudrücken, was man so empfand. Beeindruckend war, dass sie sich beide irgendwie trotz der kryptischen Ausdrucksweise zu verstehen schienen. Sie konnten zwischen ihren Zeilen lesen. Und auch ihr lächeln begann nicht mehr kontrolliert zu wirken. Wechselte man gedanklich in die Rolle konnte man tatsächlich von so einer Art Neuanfang sprechen. Die Vergangenheit konnte keiner leugnen, dafür waren die offensichtlichen Beweise auch einfach zu markant. Leugnen wollte sie es so oder so nicht. Davor wegzurennen hatte nichts gebracht, nun war sie soweit die Last zu akzeptieren. Sie würde einen Weg finden, mit dem umzugehen, was passiert war. Iras, der übrigens trotz seines Fat-Suites, seiner offensichtlichen Veränderung, nichts von der Anziehungskraft eines Riuen eingebüßt hatte. Er war schon vorher eine Person, mit der man sich einfach gerne umgab, wenn man nicht gerade das Ziel von Beschimpfungen und Bloßstellungen war. Doch es gehörte für die Ritterin nun mehr zu ihrem Selbstverständnis ein Stück weit über den emotionalen und stark aufgeladenen Stimmungsausbrüchen des Schülers zu stehen. Er hatte ein Recht darauf, seinem Ärger Luft zu machen, doch Elise würde in Zukunft darauf acht geben, dass er sich davon nicht beherrschen ließ.
 
8. Kategorie: Nemesis "Made in the Galaxy"

Diese beiden aber können sich nicht riechen, und wenn sie sich begegnen, endet es niemals gut. Diese Feindschaft ist so ernst, dass es sein kann, dass einer der beiden Charaktere nicht überlebt...

Darth Angelus und Eowyn El'mireth

Wohl DIE kommende Fehde schlechthin zwischen Sith und Jedi: Eine der größten Jedi des Ordens gegen einen aufstrebenden, jungen und zunehmend narzisstischen Sith. Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen war Eowyn noch seine Gefangene. Doch spätestens, wenn Darth Angelus versucht, ihrer Heimatwelt Tirahnn Schaden zuzufügen, werden die beiden unter gänzlich anderen Vorzeichen erneut aufeinandertreffen.

"Betet, dass mir irgendwer die Kehle im Schlaf durchtrennt, bevor ich herausfinde, wer Ihr seid, wen Ihr liebt und was Euch heilig ist. Bevor ich Bastion verlassen und Jagd auf jene machen kann, die Euch lieb sind. Betet, dass Ihr hier auf Bastion getötet werdet, damit Ihr diese Hölle nicht mehr miterleben müsst."

Der Sith minderte den Druck auf die Kehle seines Opfers um kein Stück, während er voller Hass und Verachtung seine Tirade auf sie niederspuckte.

"Während meine Brüder Euch foltern und Höllenqualen zufügen, werdet Ihr mit ansehen, wie ich Eure Welt in Flammen aufgehen lasse. Nicht die Angst, sondern die Gewissheit, alles verloren zu haben, wird Euch letztlich frei sterben lassen. Frei von Macht, frei von Freude und frei vom Vertrauen, dass sich irgendwer meiner Rage entziehen wird."

Nun sah sie also, was er tatsächlich war. Nicht nur innerhalb eines Schauspiels, sondern in der bitteren Realität. Vielleicht hatte die Jedi Recht und er war letztlich nur ein Gefangener seiner Ängste und Ambitionen, doch das Leid und das Chaos, dass er über ihr entfesseln konnte, dagegen war sie machtlos. Sie hätte nur ihr vorlautes Maul halten und ihn nicht herausfordern sollen, doch die Jedi hatte sich nicht geschlagen geben wollen. Nun hatte sie also doch die Bestie in ihm erweckt, deren Form durch seine hasserfüllte Visage nur oberflächlich zum Vorschein kam:

"Ich bin der Teufel, Jedi. Und ich werde Euch solange zusetzen, bis Ihr nur noch winseln könnt. Ihr habt meine närrische Gnade mit Schwäche verwechselt und werdet den Preis für Eure verlogene Arroganz bezahlen. Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen."
Doch sie sah nur in seine Augen, unfähig zu sprechen, so, wie er sie hielt, und hielt seinem Blick stand. Sie blieb dabei. Sie würde warten. Sollte sie wider Erwarten irgendwie überleben, und war es nur körperlich... sie würde warten.

Und
ER würde sehen.

Er stieß sie erneut zu Boden, und dieses Mal hatte sie keine Chance, sich irgendwie abzufangen. Die Beule würde sie noch ein paar Stunden begleiten, aber was spielte das schon für eine Rolle.
Ihre Stimme war zu schwach, um dem Sith irgendetwas hinterherzurufen, der ihr schon den Rücken zugekehrt hatte, aber sie hatte ohnehin nicht vor, noch irgendetwas zu sagen. Alle Worte, die zählten, waren gefallen. Dennoch konnte sie nicht anders, als den Kopf leicht zur Seite zu drehen, ihm hinterherzublicken und durch ihr Ausspucken zu zeigen, was sie von ihm hielt.

Eowyn El'mireth und Arkadi Duval

Man könnte meinen in der Welt von Star Wars, die so klar in Gut und Böse unterteilt ist, müssten Erzfeinde auf verschiedenen Seiten stehen. Der Fall ist hier ein wenig anders. Eine Jedi ist nicht frei von Schatten und ein Agent des Geheimdienstes nicht ohne Skrupel. Als Leser kann man nur hoffen, dass es irgendwann noch einmal zu einem Zusammentreffen dieser besonderen Kontrahenten kommen wird.

Das hier war ihr Privatkrieg. Duval hatte sie erpresst, er hatte sie bedroht - und das würde einer der letzten Fehler gewesen sein, den er als Geheimagent tun würde. Aber Ian hatte damit nichts zu tun... eigentlich. Doch andererseits hatte er Recht. Sie gehörten zusammen. Sie waren ein Team. Und wenn Ian sie unterstützen wollte... Wir können uns noch immer nicht sicher sein, wer dahintersteckt, warnte sie ihn, sich zu sehr auf ein Ziel einzuschießen. Bevor sie keine absoluten Beweise hatten, mussten sie in alle Richtungen denken. Danke, sagte sie dann aber, legte ihre Überzeugung in dieses kleine Wort. Wurden sie abgehört? Möglich... Sie mussten zumindest damit rechnen. Und bewusste Worte wählen. Er wird damit nicht durchkommen, sagte sie hart. Ich werde nicht locker lassen, egal was der Rat will. Duval konnte das ruhig wissen. Er konnte ruhig wissen, dass seine Erpressung, das, was er herausgeholt hatte, nicht garantiert stand. Ich habe... Möglichkeiten. Und Informationen. Spuren war zu viel gesagt, aber Duval sollte ruhig etwas Unbehagen bekommen. Falls er dieses Gespräch hier hören würde. Da war Padawan Kaveri, in die sie ihr vollstes Vertrauen setzte, und Tashera Marr. Und ihre Recherchen, ihre Suchaufträge, sie liefen. Und irgendwann würde sie etwas finden. Irgendwann. Allerspätestens, wenn sie von Bastion zurückkam und all ihre Energie auf diesen Fall verwenden konnte. Sie diente keiner Republik, die solche Leute beschäftigte, sie sich solcher Methoden bediente. Nein. Und sie wissen schließlich, dass sie mir nicht zu nahe kommen sollten. Sie lächelte dünn. Ja, dieser Tod ging ihr noch immer nahe, aber auch das musste niemand wissen.
Das war die Stärke, die Lebewesen wie Eowyn El´mireth niemals aufbringen würden, der Wille, alles, aber auch wirklich alles für etwas zu tun, das so viel größer und wichtiger war als lächerliche persönliche Moralvorstellungen oder das eigene Bild in der Öffentlichkeit. Diese Krankheit, diese ekelerregende Schwäche, hatte in Arkadis Augen den Großteil des Senats, der Streitkräfte, der Jedi, des Geheimdiensts und der Öffentlichkeit befallen, sie alle kümmerten sich bloß darum, dass man gut von ihnen dachte und nicht darum, die fundamentale Bedrohung, die das Imperium für die Neue Republik und alle freiheitlich gesinnten Lebewesen in der Galaxis darstellte, zu beseitigen. Aber das würde sich ändern. Irgendwann würden die Schreie der Opfer imperialer Grausamkeit so laut werden, dass selbst die tauben Politiker und Generäle auf Mon Calamari sie nicht länger würden ignorieren können, und dann würde die Stunde der Vergeltung endlich kommen.

Brianna Kae und Kira Guldur

Eine Abneigung, die hier definitiv auf Gegenseitigkeit beruht. Sith und Jedi, Feuer und Wasser: diese beiden würden sich am liebsten bei jeglichem Kontakt an die Gurgel springen und die Augen auskratzen - und oft genug tun sie das auch! Eigentlich ein Wunder, dass noch keine der beiden das Zeitliche gesegnet hat, das haben wir wohl nur der Macht zu verdanken. Und seien wir mal ehrlich, uns ist das nur recht, denn wir lieben solche Geschichten!

Genüsslich sah sie sich um und sah sich nach dem Grafen um und entdeckte ihn schließlich in einer kleinen Gruppe stehend und dann in einer Ecke ein ihr sehr bekanntes Gesicht, was für enorme Verwirrung sorgte. Eine Jedi? Hier?! Wenn sie sich recht erinnerte, war dies Brianna von der Jedi-Bande, die sie auf Korriban gefangen gehalten hatte. Was machte sie hier?!

"Zum Wohl, mein lieber, Janus... . Heute schmückst du dich also mit Jedi-Gefangenen, ja? Da hast du dir ja ein sehr prächtiges Exemplar ausgesucht. Gratuliere. Was feierst du denn eigentlich? Wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Ich sehe, aus meinen Schülern wird also etwas ansehnliches... gut."

Meinte Kira grinsend und anstoßend mit ihrem Glas und sah Brianna abschätzig, musternd an. Sie sah nicht gerade wie eine Gefangene aus. Sie war weder verwundet, noch hatte sie Handschellen und gepflegt sah sie auch aus. Irgendetwas war hier merkwürdig. Es passte nicht ins Bild. Hier war noch eine andere Jedi-Frau (Eowyn). Das war deutlich zu spüren und diese war von einem Sith (Keebo) so ziemlich gewalttätig in Schach gehalten. Gut sah die Frau nicht aus...anders als Brianna.

"
Graf....kläre mich doch bitte mal auf, was Jedi hier zu suchen haben. Sie gehören doch eigentlich in Ketten... . Und zwar alle."

Erklärte Kira erschüttert und trat näher an Brianna heran.

"Na, erstaunt mich zu sehen, Fräulein Jedi? Ist wohl heute deine öffentliche Folterstunde oder Hinrichtung?"
Brianna bemühte sich, dass alles, was Kira ihr sagte, an ihr abperlte, sie kalt ließ – denn die Tatsache, dass Kira überhaupt mit ihr sprach, reichte der Silberhaarigen ja bereits, um auszuticken. Mit einem Satz drang die Menschenfrau dann aber doch durch Briannas roten Schleier des Zorns durch: Adria war Kira nicht nur völlig egal, mehr noch, ihre Tochter war ein Ballast, den sie nur, da diese auf sich selbst aufpassen konnte, losgeworden war.

Da war es, das Mitgefühl. Ganz egal was Adria machte, es würde Brianna nie so sehr auf die Palme bringen wie Kira. Wer mit so einer Mutter gestraft war, konnte einer ja nur leid tun.

Eowyn El'mireth und Janus Sturn

Als Janus Eowyn in seinen Quartieren auf Bastion als Gefangene hält, ahnt er noch nicht, welche Gegnerin er sich da erschafft. Ihre Abneigung gegenüber dem Lord der Sith auf Grund ihrer Qualen lässt in der Jedi sogar den Wunsch reifen, ihn zu töten, während der Echani auf Kast erkennt, dass die Rätin keinesfalls vorhat, sich ihm einfach unterzuordnen. Dies kann der Graf weder begreifen, noch akzeptieren, und so wächst auch in ihm eine tiefe Wut auf die Tirahnnerin...

Noch hatte sie keine weitere Taktik festgelegt, da sie unsicher war, was überhaupt das Ziel sein würde. Sturn töten? Vielleicht musste sie dies wirklich ernsthaft in Angriff nehmen - doch die Gefahr war groß, viel zu groß, dass sie sich verrennen, dass sie sich in Probleme bringen würde. Schließlich... wollte sie ihn töten. Sie wollte es. Irgendetwas in ihr zumindest, auch, wenn sie nicht genau zuordnen konnte, was genau. Irgendein Teil ihrer vielen Rollen wollte, dass der Sith litt, dass er starb, dass seiner Existenz ein Ende bereitet wurde für all das, was er ihr angetan hatte. Nein, meist war er es nicht in Persona gewesen, doch er hatte sie in seiner Gewalt gehabt für so lange Zeit, hatte über sie bestimmt, ihr Leben in seiner Hand gehalten. Er hatte zugelassen, dass Sith wie Saphenus oder Muraenus sie "besucht" hatten, er war verantwortlich für all die Wochen voller Dunkelheit, bevor sie in die Pyramide gebracht worden war. Sicher, das Zimmer bei ihm war Luxus gewesen im Gegensatz zu der Unterkunft, die Muraenus sie gebracht hatte, doch das hieß nicht, dass sie ihm dankbar war oder dergleichen. Nein, er hatte seine Macht nur anders, subtiler, ausgespielt - und wie genau sie in seine Hände geraten war, das wusste sie bis heute nicht, denn der Plan war es nicht gewesen.
Also ja - sie wollte ihn töten. Doch Jedi, und aktuell war sie eine, töteten nicht, weil sie es
wollten, sondern nur im Notfall, eigentlich nur zur Verteidigung - der Mord am Imperator war eine enorme Ausnahme gewesen. Und Sturn nun anzugreifen, ihn wirklich, ernsthaft anzugreifen... Sie war eine Schatten, und Schatten töteten vielleicht auch manchmal aus anderen Gründen, aber die Grenze hier war fließend. Wenn sie seinen Tod wollte, ganz tief in sich drin... durfte sie ihn dann erzwingen, nur, weil es auch vielleicht notwendig war?
Sie drehte sich um. Die Rätin wandte sich nach einer zornigen, anklagenden Ansprache, in der sie ihn der Schwäche und der Feigheit bezichtigte, von Janus ab. Der Dunkle Lord, der ihre Worte zunächst mit einem süffisanten Lächeln abgetan hatte, erstarrte, und seine Augen wurden zu Schlitzen. Sie wagte es. Sie besaß tatsächlich den Schneid, sich von ihm wegzudrehen, ihm den Rücken zu zeigen, ihn für unwichtig zu erklären. Der schlanke Halb-Echani sah sich als geduldigen, ruhigen, kultivierten Zeitgenossen, der sich und andere beherrschte und der ganz gewiss nicht leichtfertig die Fassung verlor. Aber, und auch das war wahr: Er wollte Aufmerksamkeit. Bewunderung. Hingabe. Oder den Hass jener, die ihn beneideten und versuchten, ihn zu stürzen. Aber Gleichgültigkeit? Ihn zu behandeln, wie er andere Lebewesen behandelte, mit höflicher Geringschätzung? Das war inakzeptabel. Etwas in dem Grafen zerbrach. Jener Teil von ihm, der von Dunkelheit zerfressen war, schrie auf, rüttelte an den Gitterstäben...und brach aus.

Mit einem von der Macht verstärkten Brüllen, das verwirren und lähmen sollte, sprang Janus in einem einzigen großen Satz von dem schwebenden Trümmerstück, landete bei Eowyn und griff sofort an. Auch wenn die grundlegende Eleganz seines Makashi erhalten blieb, war eine brachiale, besonders aggressive Note dazugekommen, die Bewegungen schneller, destruktiver. Es ging nicht darum, seine Überlegenheit als Fechter zu demonstrieren, sondern nur noch darum, zu töten, so schnell und effizient wie möglich. Der Fastmensch entfesselte ein wahres Feuerwerk aus Attacken, bewegte sich mörderisch schnell und präzise und baute Druck auf, erbarmungslos starrte er seine Gegnerin aus hell und golden schimmernden Augen an, und als er sprach, schlich sich ein gutturaler Klang in seine tiefere, rauere Stimme.


„Ihr wagt es, Euch von mir abzuwenden? Von mir? Nun denn. Ich betrachte mich als geduldigen Mann. Bis ich...gereizt werde. Glückwunsch: Ihr habt mich gereizt. Ihr werdet den Tod bekommen, um den Ihr bettelt. Keine Spielchen mehr. Nur noch Schmerz und Vernichtung.“


Janus Sturn und Thatawaya

Dieses sithige Meister-Schülergespann bestand über alle Maßen aus Ausnutzung, Enttäuschungen und Verrat. Während die gefiederte Schülerin immer wieder unterdrückt und einfach nicht wertgeschätzt wurde, spielte Janus geradezu mit den Erwartungen Thatawayas und hielt sie gerade so bei der Stange. Seinen Höhepunkt erreichte das Ganze schließlich, als sie ewige Rache schwor, die sie letztlich sogar dazu anleitete, die Bacta-Versorgung des Sith-Tempels mit aus ihren Tränen gewonnenem Gift zu korrumpieren.

“Totgeglaubte leben länger, oder wie war der Spruch? Wir können uns das wunderbar zu Nutze machen”

Dazu kam, dass die meisten Angestellten beim Imperium menschlich waren und so wie Menschen für sie alle gleich aussahen, so sah sie wohl aus wie jede andere Fosh. Zumindest für andere Spezies. Für Essam galt vermutlich das selbe. Definitiv ein Vorteil. Essam erzählte, dass er unter Felsen begraben aufgewacht war. Thatawaya mahlte mit dem Schnabel.

“Mich hat man schwer verletzt allein auf Ziost zurück gelassen. Die glauben nie, dass ich noch lebe. Geschweige denn die Flucht von dort geschafft habe. Drum wage ich diese Aktion überhaupt. Bis die mir auf die Schliche kommen, bin ich eines natürlichen Todes gestorben irgendwo in dem Wissen, den Bewohnern dieser Pyramide die Hölle bereitet zu haben.”

Ihr Federkamm wurde quietschgrün bei der Vorstellung und erneute erfüllte Ungeduld ihre Brust. Sie konnte es kaum erwartet, den Anschlag durchzuführen. Ob ihre letzte Ration schon für Unruhe gesorgt hatte?
Essam bezeichnete die Sith als fehlgeleitete Narren, die an Stärke und Grausamkeit glaubten. Thatawaya sah ihn an.

“Mein….Meister fühlte sich auf jeden Fall so, als wäre er weit über allen anderen. Arrogant und überheblich. Ich hoffe vor allem, dass ich ihn mit meinem Gift treffe.”

Vielleicht sollte sie es wagen, ihn in seinem Quartier zu besuchen. Allerdings würde sie sich damit auf jeden Fall verraten. Also verwarf sie den Gedanken wieder. Sie musste einfach die Bactalieferungen vergiften und hoffen, dass er eine Behandlung damit bekam. Aber die Vorstellung vor ihm zu stehen, während er sich vor Krämpfen und Schmerzen am Boden lag oder sogar ganz gelähmt handlungsunfähig zusehen musste, wie sie ihn lebendig ausweidete war schon angenehm. In dem Moment stutzte Thatawaya und sah Essam skeptisch an. Er hatte was gegen die Grausamkeit der Sith? Zum Glück kannte er die Bilder nicht, die in ihrem Kopf ihre Bahnen zogen. Sie war auch grausam, aber sie wollte den Sith ihre Dienste nicht mehr zur Verfügung stellen. Verräterisches Pack.

“Wir werden ihnen zeigen, dass sie genauso angreifbar sind wie alle anderen. Das tut ihnen auch mal gut.”
Thatawayas Aura leuchte rot und grell vor Zorn, die Fosh machte auch körperlich keinen Hehl daraus, dass ihr diese Wendung missfiel. Der süße Schmerz von Verrat tanzte um das gefiederte Wesen – sie glaubte offenbar, dass ihr Meister ihre Entbehrungen und Opfer nicht zu schätzen wusste. Janus wölbte interessiert eine Augenbraue, als die Luft um seine Schülerin zu knistern begann und einige kleine Steine zitternd in die Höhe stiegen, das gefiederte Wesen vergoss sogar einige Tränen. Aber es waren keine Tränen der Trauer, so viel stand fest, als Thatawaya damit ihre scharfen Krallen benetzte. Janus war ein gebildeter Mann, er hatte schon einiges über die wundersamen Kräfte dieser Tränen gehört – angeblich konnten sie heilen, aber auch töten. Die Lippen des Grafen teilten sich in einem Lächeln: Nach Heilung war seiner Schülerin nicht der Sinn, und das zeigte sie deutlich.

Ein anderer Meister wäre vermutlich in einem Anfall von Wut auf sie zu gestürmt, um sie zu maßregeln, zu demütigen, an ihren Platz zu erinnern und zu bestrafen. Janus hingegen trat einfach stoisch und ohne einen Anflug von Furcht auf seine Schülerin zu, musterte sie kurz und neigte leicht den Kopf. Seine sonore, glatte Stimme unterstrich die majestätische, aber subtile Aura, die er in diesem Augenblick ausstrahlte. Er verzichtete auf eine theatralische Machtdemonstration, sondern ließ seine Taten für sich stehen.


„Gut gekämpft, meine Schülerin. Nicht nur, dass Ihr überlebt habt, durch Eure Taten habt Ihr auch ermöglicht, dass die Machtverhältnisse geklärt werden konnten. Alle Sith in dieser Zitadelle sind nun unter meiner Führung vereint und bereit, sich dem wahren Feind zu stellen: Den Jedi. Ich habe große Erwartungen an Eure Leistungen in diesem bevorstehenden Kampf. Beweist Euch erneut und Ihr werdet in meiner Gunst noch höher steigen. Macht Euch bereit. Es beginnt bald.“

Darth Allegious und Janem Menari

Was geschieht, wenn jemand beim Aufstieg zur Macht im Weg steht? Und was, wenn dieser jemand ausgerechnet der amtierende Imperator ist? Das konnte man herausfinden, wenn man die Geschichte von Darth Allegious und Janem Menari verfolgte.

Tief tauchte er in das Feuer seines Hasses, kostete von dieser Emotionen welche so gewaltig war, dass er mehr als einmal drohte, sich selbst darin zu verlieren und damit ein zweiter Janem werden würde. Tief in ihm schlummerte dieser Leviathan, diese Urgewalt, jederzeit lechzend und gierend nach neuem Blut. Dieses Mal sollte es das des Overlords sein. Wie wenn er ein Tor beiseite schob, erlaubte er nun dem Hass seine Venen und Arterien zu fluten, statt rotem Flusses, mischte sich nun ein nur allzuschwärzliches Rinnsal mit dazu, welchem dem ganzen eine ungeheure Wirkung verlieh. Und all seinen Hass, all seine Wut, gestaut über Jahre hinweg, getränkt durch Blut,- und Lehrgeld, fokussierte er nun zu einem einzigen Zwecke- der allumfassenden Macht eines Imperators.

Erneut trafen die Verfechter unterschiedlicher Vorstellungen aufeinander, als die Klingen in dem gewohnt- sich entladenden Geräusch nachgaben und einander berührten. Die Blicke beider Herren begneten sich, ob mit Feuer oder Eis im Herzen vermochte wohl niemand der Außenstehenden wirklich zu sagen. Allegious wußte, dass eine Entscheidung nicht über das Werfen von Säulen herbeigeführt werden konnte. Sie waren sich in der Macht zwar nicht ebenbürtig, aber ein Konflikt ausgetragen, basierend auf der Macht, als zum Großteil auf der körperlichen Begabung würde das Ganze nur unnötig hinauszögern. Allegious trieb den Chiss nun vor sich her und war darauf bedacht, jenem nicht noch einmal die Möglichkeit zu lassen, sich von ihm abzuseilen. Nur wenn er Janem konsequent drangsalierte, konnte er die Stärke des Vaapaad wirklich nutzen und seinen Gegner in die Knie zwingen.
Als wäre die Stahltür zu einer Reaktorkammer aufgestossen worden, brandete das verheerende Feuer der dunklen Seite aus Janems fragilem Körper heraus. Janem warf den Kopf in den Nacken und stiess einen unmenschlichen Schrei aus, der von den reich verzierten Wänden des Thronsaals wiederhallte. Ein Sturm erhob sich als alles von dem Körper des Executer weggetrieben wurde. Steine, Luft, Rauch. Alles bewegte sich erst langsam dann immer schneller. Janem riss die Arme hoch und als sein Schrei verstummte explodierte die dunkle Seite aus ihm heraus in einem gigantischen supernovaartigen Energieentladung.

Der glänzedne Fußboden des Thronsaals wurde aufgerissen und Trümmer und Steine, wurden wegegeschleudert, als handle es sich um Gewichtslosen Staub. Die Statuen welche soeben auf den Executer hinabstürtzen, wurden von der Wucht der Machtnova erfasst, zerbrachen und verteilten sich im Raum. Die Wand die durch den Turbolasertreffer bereits schwer beschädigt worden war stürzte nun endgültig ein und wurde nach draussen gedrückt.

Dann war das Inferno vorbei. In seinem Zentrum blieb inmitten des völlig zerstörten Thronsaals Janem zurück. Zusammengesunken auf alle viere, keuchend atmend, mit schweißverklebten Haaren. Seine gesamte Energie hatte den jungen Mann verlassen und er war kaum in der Lage zu atmen. Es schien wie ein Wunder, dass die dunklen Kräfte die er entfesselt hatte ihn nicht aufgezehrt hatten. Es kostete ihn unmenschliche Anstrenungen seinen Kopf zu heben und schien eine Ewigkeit zu dauern. Dann sah er es. Dort inimmten der Verheerungen die sein Machtsturm entfesselt hatte, stand sein Gegner. Allegious schien von der Wucht der Sturmes in Mitleidenschaft gezogen, aber er stand noch. Die riesigen, steinernen Statuen hatten einen Großteil der kinetischen Energien die den künftigen Imperator getroffen hätten absorbiert, und es ihm so ermöglicht sich zu schützen.

Janem liss den Kopf sinken und wartete ab. Das war nun das Ende. Er hatte keine Kraft mehr sich zu wehren. Allegious hatte den Kampf gewonnen und würde ihn nun töten und dann den Throns des Imperators endgültig für sich beanspruchen.
 
9. Kategorie: Zu gut, um nicht zitiert zu werden

Manchmal reicht ein Satz, um danach das Mikrofon fallen lassen zu können und definitiv den Highground zu haben. Der Oneliner, der euch am meisten im Gedächtnis geblieben ist, sollte auf jeden Fall in die Signatur!

"Sera, sag etwas Dummes."
Agatosh
Als Agatosh und seine verhasste Mitschülerin Sera auf den überheblichen Schüler Xaro trafen, fühlte sich sogar der stumme Riese genötigt, Sera auf seine Art anzufeuern.

"Wenn ich das nicht überlebe, bitte verteilt meine Asche nicht auf Coruscant. Ich hasse diese stinkende Stadt."
Elise Benett
Bevor Elise Benett mit ihren Gefährten auf Kast in den Kampf zog, ließ sie Marrev beiläufig wissen, was im Falle des Falles mit ihren sterblichen Überresten geschehen sollte.

"Warum bist du so verdammt lästig und stirbst nicht einfach!"
Nira Merash
Im Kampf auf Kast wurde Nira zunehmend frustrierter, da die Padawan Gaya Kur'ano ihr andauernd etwas entgegenzusetzen hatte.

"Spritze mir nun das Zeug … und lass mich dann weiter arbeiten..."
Toji Murata
Commodore Toji Murata lässt sich von seiner Verwundung nicht vom Dienst am Imperium abhalten. Badass.

"Guck' nicht so, der ganze Laden war schon ein Saustall, als ich hier angekommen bin."
Brianna Kae
Brianna Kae zu Janus Sturn auf Kast, als dieser den Thronsaal voller getöteter Gardisten und kurz nach der Implosion des Imperators betrat.

"Wenn du das Quartier hier als dein Revier markieren wolltest, hättest du lieber in die Ecke pissen sollen. Das hätte mehr gebracht."
Sera Noan
Sera weist auf Bastion Agatosh zurecht, weil dieser ihren Methoden nicht folgen will.

"Auch Sith machen Fehler. Selbst der Imperator."
Eowyn El'mireth
Noch ungebrochen, ließ Eowyn diesen Satz auf Bastion in Janus Sturns Gemächern fallen - was sie schon bald bitter bereuen würde, da Tom West und Ian Dice ihr mit Folter drohten, damit sie das Gegenteil behauptete.

"Ich bin Graf Janus Sturn. Dunkler Lord und Inquisitor der Sith. Das Imperium – die Galaxis – gehört mir. Widersetzt Euch mir und Ihr werdet sterben."
Janus Sturn
Im Kampf gegen Eowyn El'mireth lässt Janus den Jedi großzügig die Chance zur Flucht.

"Meine Waffe bin ich. Los greif an!"
Darth Zion
Es ist furchterregend, diese Worte von einem der stärksten Sith des Ordens vor einem Kampf um Leben und Tod zu hören. Noch dazu, wenn man selbst als ausgebildeter Sith-Krieger als Waffe der eigenen Wahl ein Lichtschwert wählt und der Kontrahent es nicht einmal für notwendig erachtet, selbst zu irgendeiner Waffe zu greifen.

"Ich bin definitiv noch zu jung zum Sterben!"
Ribanna Noida
Im Kampf gegen Jay bleibt Ribanna bei ihrer Meinung, mit ihrer Seitenwahl auch die Wahl für ihr Leben getroffen zu haben.

"Ach ja und erwähnt noch einmal den Namen meiner Verlobten und ihr werdet hier auf der Stelle einen qualvollen Tod sterben."
Aren Vayliuar
Die Person, an die diese Worte adressiert gewesen waren, war vor wenigen Minuten noch die mächtigste Person eines der stärksten imperialen Sektoren. Aren überlistete ihn, eroberte sein Amt und verteidigte die Ehre seiner Verlobten, die durch den vorherigen Moff belästigt worden war.

"Ich hätte mehr Widerstand erwartet"
Darth Angelus
Auf Empress Teta versammelt, wurde die Zitadelle der Krath auf Geheiß der neu gekrönten Imperatorin durch ein orbitales Bombardement in Schutt und Asche gelegt. Darth Angelus führte einen Trupp imperialer Eliteeinheiten durch die Trümmer, enttäuscht davon, nicht mehr allzu viel Gegenwehr zu spüren.

"Zu viele leicht bekleidete Mitglieder schaden nachweislich dem Lernerfolg aller Padawane im Orden."
Satrek Taphon
Satrek zu Senatorin Rrooow auf ihre Frage, ob die Filme über den Jedi-Orden der Wahrheit entsprechen würden.

"Ein würdiges Ende, Rätin. Für uns beide. Die Aufführung ist vorbei, applaudiert!"
Janus Sturn
Janus Sturns letzte Worte, bevor er auf Kast von Rätin El'mireths Lichtschwert durchbohrt wurde und anschließend eine gigantische Energiewelle aus Finsternis losließ.

"Arlen. Du stinkst nach Schweiß."
Faith Navalon
Nach ihrer Rettung aus der imperialen Gefangenschaft konnte Faith es nicht lassen, ihrem Retter Arlen diese Tatsache unter die Nase zu reiben.

"Machen wir es jetzt so wie das letzte Mal, nur in anders und in richtig?!"
JK
Nach der ersten Teilschlacht betraten Sith die Bühne auf Kast, und Jay fragte sich kurz, ob sie die Taktik ändern würden.

"Ich verändere Dinge. Deshalb kämpfe ich. Für alle, die überleben."
Eowyn El'mireth
Eowyns Antwort auf Janus Sturns Tirade, weshalb sie ihr Leben einsetzt, obwohl sie nicht aufhalten können wird, was begonnen wurde - den Krieg.
 
10. Kategorie: Legendärster Storymoment
Teil 1

Ob ein Kuss, ein Tod, ein Geständnis oder auch nur ein Ausflug in die Stadt - alles kann so viel Gänsehaut auslösen, dass man noch Jahre später daran denkt. Diese Szene ist definitiv Material für den nächsten Holostreifen.

Der Tod des Imperators

Der (verdiente?) Tod des Herrschers des Imperiums nach einem langen und brutalen Kampf auf Kast. Darth Allegious verbreitete das C-Virus auf Coruscant und führte den Tod von aberwitzig vielen Personen herbei. Der Weg zur Aufdeckung seines Plots und zu einem Gegenmittel dauerte über ein Jahrzehnt und war holprig bis steinig. Das Ende des Imperators war schließlich das ultimative Ende dieser epischsten Geschichte dieses Rollenspieles.

Eowyn wappnete sich dafür, dass er ausbrechen würde, spätestens jetzt, dass er einen erneuten Angriff mit der Macht starten würde - aber da kam nichts. Ahna attackierte ihn von hinten, Brianna von der Seite, und sie selbst nutzte die kleine Lücke, die sich einmal wieder auftat, während sie einen kurzen Blick in die Augen des Noghri erhaschte. Sie waren jetzt dunkel, schwärzer als die Nacht. Es war ein Moment, der sich ihr in die Seele brennen und nie wieder von ihr weichen würde, denn der Angriff von der rechten Seite, den sie zeitgleich führte, traf nicht auf eine Barriere wie bisher, nein. Ihr eines Schwert durchschnitt den Arm des Imperators, und ihr zweites - ihr zweites stach direkt in seine Brust.

Die Zeit verlangsamte sich.

Es war, als würde alles stillstehen. Ahna und Brianna waren nicht mehr da, nur noch sie beide. Allegious' Blick veränderte sich, wurde... blasser, und Eowyn konnte entsetzt ihre Augen nicht von den seinen abwenden. Sie hatte... Was zur... Es war Ahnas Aufgabe gewesen. Sie war sich sichergewesen, irgendwie, dass Ahna den letzten Streich tun würde. Das konnte... Wie...?!
Dennoch durchströmte sie auch Erleichterung. Es war vorbei. Endlich vorbei.
All das hier... es war einfach nur... vorbei. Egal, was nun geschehen würde - sie hatte ihre Aufgabe erledigt, sie hatte ihr Versprechen gehalten. Und nun...

Langsam veränderte sich der Körper des Noghri. Da war ein Licht, blau, das innen aus ihm herausstrahlte, und für einen ganz, ganz kurzen Moment fragte Eowyn sich, ob dies eine Art Machtgeist war, doch dann begriff sie mit einer seltsamen Ruhe angesichts der Ausweglosigkeit. Nein, kein Machtgeist - ein letzter Abschiedsgruß des Imperators. Um dafür zu sorgen, dass sie ihm nicht entkam.

Aber es war in Ordnung. Es war... in Ordnung. Sie hatte nichts mehr, was sie hier hielt. Ihr Verlobter würde vermutlich nie wieder aufwachen oder war vielleicht schon tot. Und vielleicht war dieser Tag, diese Aufgabe, ihr Schicksal gewesen. Bisher hatte sie nicht an solche Dinge geglaubt, doch jetzt, in diesem Moment... Warum sonst hätte ausgerechnet
sie die Talente einer Schatten bekommen sollen? Vielleicht ergab das alles so Sinn. Vielleicht... vielleicht... sie war dankbar für die Monate, die sie zu zweit gehabt hatten. Dass sie all das noch hatte erleben dürfen, dass sie nicht unwissend ging.

Und es war in Ordnung. Es war... war... in Ordnung...

Ahnas Opfer

...doch alles kostet seinen Preis. Rätin Ahna Rigby erkannte das, als auf Kast der Imperator starb und kurz davor war, alle mit in seinen Untergang zu reißen. In einer heldenhaften Aktion absorbierte sie seine Energie und rettete somit ihr ganzes Team. Eine letzte, heroische Tat der sonst so kalt wirkenden Pau'anerin, welche es in ihren letzten Momenten endlich wagte, nach all der Zeit schließlich ihr Herz sprechen zu lassen. Wen das nicht an den Nägeln kauen lässt!

In einem kleinen Geniestreich zerstörte Kae eines von Allegious' drei Lichtschwertern und brachte ihn dadurch in eine ausweglose Lage. Es sei denn, Ahna verschätzte sich und der Noghri hatte doch noch Kräfte in petto, die er noch mobilisieren konnte. Einen Augenblick lang sah es so aus, als käme etwas Großes auf sie zu, aber es blieb aus. Stattdessen waren es Eowyns Klingen, die ihn gleichzeitig am Arm und tödlich in der Brust trafen, und dann sah Ahna es.

Ein gleißend heller Blitz aus dunkler Energie, der Menschen erblinden ließ, gespeist von Allegious' Bosheit und vom Dunkle-Seite-Nexus, den sie bereits im Inneren des Mondes vermutet hatte. Die Woge der Dunkelheit würde sie drei auf der Stelle töten und sowohl ihre Kameraden draußen vor dem Thronsaal als auch ihre Gegner wahnsinnig werden lassen…

Oder Ahna opferte sich und nahm die Energie in sich auf. Ein Bruchpunkt, und noch nie hatte sie einen klareren gesehen als diesen.

Zu überlegen gab es nichts. Jahrzehntelang hatte die Pau'anerin für die Schatten gearbeitet. Sie galt, das wusste sie sehr wohl, unter den Jedi als eiskalt und hatte so viele Jedi in den Tod geschickt, dass sie es sich abgewöhnt hatte, mit anderen auf die persönliche Ebene zu kommen. Deshalb gab es für sie nur El'mireth, Kae, Benett usw. anstatt Eowyn, Brianna, Elise. Es bräche ihr das Herz, wenn sie all das Unglück, all die Opfer an sie persönlich heranlassen würde. Es wäre beinahe gebrochen, vor einer Ewigkeit. Es würde ihr unmöglich sein, die harten Entscheidungen zu fällen, die sie in ihrer Sitation als oberste Schatten zu treffen hatte, als eine derjenigen, die die Galaxis gegen die Dunkelheit verteidigen musste. Die Leute verstanden nicht, dass sie nie in ihrer Karriere jemand leichtfertig auf eine lebensgefährliche Mission geschickt hatte. Sie verstanden nicht, dass die Bruchpunkttechnik genauso sehr Fluch wie Segen war. Und es schien ihnen nicht klar zu sein, dass sie nie etwas von anderen verlangt hatte, was nicht selbst ohne zu zögern hingeben würde. Ahna hatte nie erwartet, den Imperator töten zu können und dann einfach weggehen zu können. Dass El'mireth und Kae all das hier überleben würden, war ein Bonus. Etwas, das Ahna glücklich machte.

Es schien ganz langsam zu passieren. Es wirkte, als würde Allegious von innen heraus verzehrt, bis die gewaltige Kraft entlang von Bruchlinien auf seiner Körperoberfläche durchbrach. El'mireth flüchtete und baute eine Barriere auf, die ultimativ nicht standhalten würde. Kae vaporisierte die zu Boden fallende Phiole mit dem verbesserten C-Virus, bevor dieses Schaden anrichten konnte. Ahna absorbierte alle Energie, die sie aufnehmen konnte und drehte sich weg, als der blaue Blitz hervorbrach. Die Erschütterung war gewaltig, ließ Permatbeton und Durastahl bersten. Selbst die Reflexion war noch blendend hell. Als sie die Augen wieder öffnete, war von Allegious nichts mehr übrig, nur ein Krater im Boden, breite Risse, die auch seinen Thron verschluckten und die Wände hinaufliefen. Außerdem spürte sie die Hitze in sich immer stärker werden, da die Energie mehr war, als irgendjemand beherrschen konnte – sie würde innerlich verbrennen, genau wie der Imperator vor ihr. Es hatte begonnen, und war nun auch nicht mehr aufzuhalten. Ein letztes Mal sah sie El'mireth und Kae, nein, Eowyn und Brianna an. Sie musste das nicht mehr tun, sie musste nicht mehr jeden auf Distanz halten, um ihre Seele von den Konsequenzen ihrer schweren Entscheidungen zu schätzen.


»Eowyn, Brianna… wir haben es geschafft. Gemeinsam haben wir wohl jedes Leben in der Galaxis gerettet. Aber für mich… ist es an der Zeit, die Fahne weiterzureichen. Eowyn, die Verantwortung für die Schatten ist jetzt deine. Brianna, du hast deinen immensen Wert bewiesen. Ich bin so stolz auf euch alles und ich werde euch vermissen. Sagt es den anderen, dass ich euch vermissen werde,«

Sagte Ahna, die bereits rot im Gesicht wurde und sah die auf dem Boden duckende Menschenfrau und hinter eine kollabierten Säule in Deckung liegende Echani an. Der Schweiß tropfte aus allen Poren und die Hitze in ihrem Körper war bereits unerträglich. Das Ende war nahe.

Doch sie wäre nicht Ahna Rigby gewesen, erfahrene Jedi-Rätin und oberste Schatten, wenn sie nicht noch einen Trumpf im Ärmel hätte, einen letzten Trick. Nicht genug, um dem Tod nochmals von der Schippe zu springen, und wenn sie auch nur Eowyn und Brianna nicht als verkohlte Leiche in Erinnerung bleiben würde.


»Und jetzt lauft!«

Inmitten des Stück für Stück einstürzenden Thronsaals stand Ahna Rigby und vollführte eine Technik, die nur wenige Jedi seit dem legendären Led Manice gemeistert hatten. Kraft, sie auszuführen, hatte sie im Überfluss absorbiert. Langsam begann ihr Körper transparent zu werden. An einem bestimmten Punkt fielen die Rüstung und ihre Roben leer zu Boden, obwohl sie immer noch auf der selben Stelle zu stehen schien, bläulich-Transparent, in ihrer gewohnten Jedi-Robe. Sie lächelte Eowyn und Brianna an und winkte ihnen zu. Sie wusste, dass die Schatten in gute Hände übergab. Allmählich verblasste Ahnas Geist und verschwand schließlich ganz.

"Die Kinder von Bastion" - das Finale

Im Finale dieser Geschichte wurde es höchst emotional. In einem gefühlsgeladenem Showdown stand nicht nur das Leben eines Dutzend Kinder auf dem Spiel, sondern auch die fragile Freundschaft zweier Charaktere, die sich eigentlich hassen mussten und doch erfuhren, dass es auf jeder Seite Menschlichkeit gibt. Diese Story hatte alles: Feindschaft, Freundschaft, Opfer, Verrat, Vertrauen und am Ende die Ungewissheit, ob man sich jemals wiedersehen würde. Ein legendärer Moment.

Samin senkte langsam die Hände. Was war ihre Karriere, was waren ihre Orden, ihr Name - das ganze Imperium gegen die Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter?

Nichts. Das Imperim war nichts.

Sie machte einen Schritt nach vorn. Dann noch einen. Ihre Stiefel knirschten auf dem von Kieselsteinen bedeckten Boden. Kestals Blasterlauf zitterte ihr entgegen, aber er schoss nicht. Sana legte eine Hand auf seinen Arm und flüsterte ihm etwas zu. Samin konnte nicht hören, was es war. Aber der Mann senkte seinen Blaster.

Samins Stimme war rau, als sie sprach. Es lag jedoch keine Spur der Unsicherheit in ihr.


“Sie brauchen nichts von mir zu befürchten.”

Ihre Worte hallten von den Containerwänden wider.

“Wo auch immer diese Kinder hingehen, wo auch immer Sana hingeht, werde ich auch hingehen.”

Dann schritt sie an allen vorbei, zielstrebig auf den Container zu. Keiner hielt sie auf, keiner eröffnete das Feuer. Die bewaffneten Männer warfen Kestal abwartende Blicke zu, warteten auf einen Befehl, der nicht kam. Stattdessen spürte Samin direkt hinter sich ihre Tochter, die Kestal losgelassen hatte und ihr nun folgte. Als beide mit den anderen Kindern zusammen im Container standen, brüllte Kestal schließlich den Befehl, den Container zu schließen.

Samin erhaschte einen letzten Blick auf Sane.

Ein dankbares Nicken war das letzte, was sie ihm entgegenbringen konnte, ehe die Türen sich schlossen und alles dunkel wurde.

Serana Krytal

Die Schlacht schien bereits gewonnen und Serana Krytal träumte schon vom eigenen Aufstieg, als die schwer beschädigte Subjugator zu einem letzten Kamikazeangriff ansetzte. Mit einem Hyperraumsprung wollte sie das imperiale Flaggschiff Allegiance rammen, verfehlte es jedoch um Haaresbreite – und schlug stattdessen mit Überlichtgeschwindigkeit in den Mond von Tizon ein. Die gigantische Superwaffe, ein völlig eskalierter letzter Angriff und ein ganzer Himmelskörper als Kollateralschaden: Mehr Material für einen einen legendären Moment geht wirklich kaum.

Die Stimmen auf der Brücke überschlugen sich, während sie sah, wie die Ionenpulskanone des feindlichen Flaggschiffs erlosch. Der erfreuliche Anblick traf Serana wie ein Schlag und mit eiligen Schritten begab sie sich zurück zu ihrem Kommandostand. Die Sensorik vermeldete, dass die Subjugator den Daten nach einen Fluchtsprung vorbereitete und mit ungläubiger Miene war Serana wieder voll und ganz im Hier und Jetzt verwurzelt.

"Was beim Imperator..."
Murmelte sie an Coltrand gerichtet, der ihren Blick erwiderte, ehe es geschah.

Die
Subjugator drehte ab. Ihre gewaltige Silhouette, noch immer rauchend von den Treffern der imperialen Flotte, richtete sich mit einem Ruck auf die Allegiance aus – das Herz von Imperial Brigant. Die Sensoren schrien auf, als die Hyperraumtriebwerke des yevethanischen Flaggschiffs zum Leben erwachten. Es war kein Fluchtmanöver. Es war ein Kamikaze-Angriff, ein verzweifelter Versuch, die Allegiance mit der rohen Gewalt eines Hyperraumsprungs zu rammen und das imperiale Kommando mit sich in den Untergang zu reißen. Seranas Atem stockte. Ein solches Manöver, hätte die Allegiance mit einem Schlag vernichtet.
Doch die Yevethaner hatten in ihrer fanatischen Raserei schlecht kalkuliert. Die Subjugator schoss mit der unvorstellbaren Geschwindigkeit des Hyperraums vorwärts, ihre Flugbahn jedoch leicht verschoben. Statt die Allegiance zu treffen, raste sie an dem Flaggschiff vorbei, verfehlte es um Haaresbreite und setzte ihren tödlichen Kurs fort – direkt auf den nahen Mond des Tizon-Systems.
Ein ohrenbetäubender Knall, gefolgt von einem blendenden Licht, durchzog den Raum, als die Subjugator mit voller Wucht in die Mondoberfläche einschlug. Der Aufprall war so gewaltig, dass die gesamte Szenerie der Schlacht für einen sich ewig ziehenden Moment in ein grelles Weiß getaucht wurde.

Serana hob instinktiv eine Hand, um ihre Augen vor der plötzlichen Helligkeit zu schützen, während die Vanguard unter der Druckwelle des weit entfernten Einschlags leicht erzitterte. Nach einer gefühlten Unendlichkeit der absoluten Stille und des gleichzeitigen absoluten Chaos senkte sie die Hand wieder und ihre blauen Augen weiteten sich, als sie das Bild vor sich erfasste. Die
Pride of Yevetha hatte mit ihren mehreren Millionen Tonnen Masse allein schon die Masse besessen, einen gewaltigen Krater in den Mond zu schlagen – ein Monument der Schlacht, das für alle Ewigkeiten sichtbar geblieben wäre. Doch das war nur ein Bruchteil dessen, was nun geschah. Seranas Verstand arbeitete fieberhaft, während sie die Szene vor sich analysierte. Die schiere Masse war beeindruckend, ja, aber es war die Geschwindigkeit des Hyperraumsprungs, die die kinetische Energie des Einschlags in eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes verwandelte.


Der Mond – der ewige Begleiter des Tizon-Systems – hatte keine Chance. Der Aufprall der Subjugator war nicht nur ein punktueller Krater, sondern eine Wunde, die den Himmelskörper bis in sein Innerstes erschütterte. Wo das Schiff einschlug, barst die Oberfläche in einem Netz aus Rissen, die sich wie ein Spinnennetz über Hunderte Kilometer ausbreiteten. Der Krater selbst war riesig, ein glühender Abgrund, aus dem geschmolzenes Gestein und Staub in gewaltigen Fontänen in den Raum schossen. Doch damit nicht genug. Die kinetische Energie, millionenfach verstärkt durch die Hyperraumgeschwindigkeit, setzte eine Kette von Reaktionen in Gang, die weit über einen bloßen Einschlag hinausgingen.

Cyrus X. Azalee

Statt sich vom Verlust der Naboo Challenger lähmen zu lassen, verwandelte Cyrus die Trauer in Motivation für einen ebenso riskanten wie spektakulären Gegenangriff. Sein Schiff lockte die Feinde in eine Falle und richtete innerhalb weniger Augenblicke erheblichen Schaden an. Der schmerzhafte Verlust, der zum waghalsigen Manöver und einer fulminanten Revanche führt - genau das ist es, was legendäre Raumschlachten ausmacht!

Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und Präzision schoss die ‚Blessed Cirilla‘ zwischen der ‚Totenkopf‘ und der ‚Justica‘ hindurch. Die imperialen Schiffe wirkten wie unüberwindbare Blockaden, während Azalee die Raider-Korvette unter den flimmernden Hüllen hindurchsteuerte. Es war ein waghalsiger Zug, aber er wusste, dass es der einzige Weg war, die Lancer zu überlisten.

Die ‚Blessed Cirilla‘ tauchte wie ein Schatten unter den beiden imperialen Schiffen hervor und flog in einem weiten Bogen auf die erste der Lancer-Fregatten zu. Azalee ließ das Ziel anvisieren und eröffnete das Feuer von unten. Die Laserkanonen der Blessed Cirilla fegten wie ein tödlicher Strahl über den Bauch der ersten Lancer. Die Schilde der Fregatte kollabierten sofort, und die explosionsartigen Treffer füllten den Raum. Sie brach in einer gewaltigen Explosion auseinander. Trümmer wirbelten in alle Richtungen, und das Einzige, was von der einen Lancer übrig blieb, war eine Trümmerwolke im All. Gleichzeitig brachen die drei Ionenkanonenbatterien gleichzeitig die feindlichen Schilde der Lancer 2 auf. Die feindliche Fregatte zuckte zusammen, als die ionisierten Strahlen die Elektronik durchbrachen und die Schilde zusammenbrachen. Innerhalb weniger Sekunden war das Schiff derart kampfunfähig, dass es völlig lahmgelegt wurde.

„Lancer 1 zerstört! Lancer 2 ist nicht mehr kampffähig, Sir!“

Meldete der Waffenkontrolloffizier.
Doch Azalee zögerte nicht. Er wusste, dass sie keine Zeit hatten. Ohne zu zögern befahl er die Zerstörung des Lancer 2.
Ein weiteres Feuergewitter brach über der lahmgelegten Lancer 2 herein. Die ‚Blessed Cirilla‘ feuerte mit unbarmherziger Präzision, ihre Hauptwaffen brachen das Schiff in einem einzigen, massiven Angriff auseinander. Die Lancer 2 explodierte in einer gewaltigen Detonation, die das gesamte Schlachtfeld erleuchtete und eine Wolke aus Trümmern hinterließ.

„Lancer 2 zerstört!“


Rief der Feuerleitoffizier.
Azalee lehnte sich zurück, als er die Zerstörung der beiden feindlichen Fregatten sah. Der Kampf war noch nicht vorbei, aber der Sieg über die Lancer gab ihm den entscheidenden Vorteil. Das Imperium hatte in dieser Schlacht einen Schritt nach vorne gemacht, und Azalee wusste, dass er dieser Gelegenheit nicht nur den Sieg verdankte, sondern auch die Ehre von Commander Dilaus Tyrus gerecht geworden war.
 
10. Kategorie: Legendärster Storymoment
Teil 2​

"Die Kinder von Bastion" - Die Verfolgung

Eine mitreißend beschriebene Action-Szene von Samin, während sie auf der "Jagd" nach den Kindern ist und selber verfolgt wird, die man einfach nur großartig finden kann. Die Geräuschkulisse und die Beschreibung der Umgebung sind fantastisch überzeugend, und es fühlte sich ein wenig so an, als säße man während der Verfolgungsjagd mit im Kanonenboot...

“Gebt die Verfolgung auf, wenn ihr überleben wollt. Ansonsten teilt ihr das Schicksal eures Kameraden.”

Ihre Stimme hallte von den Wänden des Tunnels wider. Die Elite-Pilotin ließ das Funkgerät anschließend einfach herunterfallen, setzte beide Hände wieder ans Steuer und setzte ihren wilden Flug fort.

Dann bemerkte sie es:

Das Navigationsdisplay blinkte, als wollte es ihr nervös und dringend etwas mitteilen. Dort war ein Navigationspuls, der die vorgeschlagene Route zur rechten Wand des Tunnels lenkte, wo sich nichts als fester Stein befand. Zumindest dachte sie das. Doch als sie die Augen zusammen kniff, erkannte sie da etwas vor sich. Ein schimmer - kaum sichtbar - wie ein Vorhang. Das Navigationssystem projizierte sich nun selbst auf das Head-Up-Display, als wollte es ihr sagen: Hier lang. Durch die Wand.

Mit einem festen Griff am Steuerknüppel brachte sie das Kanonenboot auf Kurs. Das Schimmern in der Wand flackerte, als sie näherkam - und dann entfaltete es sich wie ein hervorgezogener Vorhang: Das Kraftfeld einer
Energiekupplung, in den Fels eingelassen, so schmal und versteckt, dass man es ohne einen entsprechenden Hinweis zu einfach übersehen hätte.

Sie zog scharf die Luft ein. Durch eine Energiekupplung zu fliegen war selten eine gute Idee. Die Elektronik konnte gebraten werden, denn dieses fliegende Polizeischiff verfügte über keinerlei Schilde. Doch an der Aktion gab es auch etwas Gutes: Die Piloten auf den Speederbikes verfügten über gar keinen Schutz. Die Entladungen der Energiekupplung hatten durchaus das Potential, sie einfach zu grillen.

Also raste ihr Kanonenboot in den Schimmer. Zuckendes, blaues Licht überzog die Kabine. Jeder Muskel in ihrem Körper spannte sich an, als wollte sie selbst das Boot durch den Wall pressen. Ihr selbst drohte dank physikalischen Gesetzmäßigkeiten eigentlich keine Gefahr. Wenn die Elektronik flöten ging, war ihr Flug jedoch schneller zu ende, als sie sich wünschen konnte.

Ein Zischen, ein Donnern - und dann war sie hindurch. Die Anzeigen flackerten kurz. Aber die Elektronik hielt stand.

Erwartungsvoll warf sie einen Blick nach hinten …

… nur um zu erkennen, dass das Energiefeld sich deaktivierte, ehe die Speederbikes hindurchflogen.


“Clever”, kommentierte die Chiss ungehalten. Offenbar verfügten sie über eine Art Fernbedienung. Und die Verfolgung aufgeben wollten sie somit sicher nicht. Damit hatten sie ihr eigenes Schicksal besiegelt.

Die Krönung der Imperatorin

Was lange währt, wird endlich gut! Lange wurde dieser Moment vorbereitet, und viel mehr bleibt uns dazu eigentlich nicht mehr zu sagen, denn als der Moment endlich kam, lasen wir mit offenen Mündern...

„Geschätzte Gäste.“

Begann Kroan mit ruhiger, aber durchdringender Stimme.

„Ich danke euch allen, dass ihr so zahlreich erschienen seid. Wie viele von euch bereits gespürt oder gar geahnt haben – das Imperium steht im Zeichen des Wandels.“

Er machte eine kurze Pause, eine bewusste, kalkulierte Stille, um die Spannung zu verdichten.

„Ich habe zwei Mitteilungen, die ich mit euch teilen muss – eine davon wird euch mit einem schweren Herzen zurücklassen.“


Ein tiefer Atemzug, ein Blick in die Menge, dann fiel die Bombe.

„Imperator Darth Allegious ist tot. Er ist nicht länger unter uns. Er ist nun Teil der Geschichte… unserer Geschichte.“


Wieder trat Stille ein, aber dieses Mal war sie schwer, gespannt. Dann kam ein unkontrollierbares Raunen. Entsetzen huschte über viele Gesichter und einige murmelten ungläubig, andere sprachen laut aus, was viele dachten. Fassungslosigkeit, Unsicherheit, Angst – sie lag wie Nebel in der Luft.
Doch Iago Kroan, erfahren in der Kunst der Rhetorik, ließ die Unruhe nicht lange wuchern. Mit einer erhobenen Hand und einer kräftigen, bestimmenden Geste brachte er das Gemurmel zum Schweigen. Seine Stimme wurde fester, energischer, sie trug nun das Gewicht eines Aufbruchs in sich.


„Ja, wir trauern – das ganze Imperium tut es. Die Galaxis verliert einen Imperator. Doch wo andere Reiche in Unsicherheit verfallen, wo Systeme in Rebellion stürzen, wo Brüder sich gegen Brüder wenden – stehen wir geschlossen!“

Er machte eine kurze, wirkungsvolle Pause.

„Das Galaktische Imperium hat nicht den Kopf verloren. Wir sind nicht führungslos. Kein Blut wurde vergossen, kein System ging verloren, kein Bürgerkrieg hat uns entzweit. Stattdessen… haben wir einen neuen Herrscher. Eine Erbe der Macht, des Wissens – und des Willens, das Imperium in eine neue Ära zu führen.“


Kroan hob nun beide Hände leicht, seine Stimme vibrierte vor Energie.

„Mit dem Segen der Vergangenheit, mit der Legitimation durch Stärke und Weisheit, dürfen wir vorstellen:
Lucienne Raynar Vendar – Imperatorin des Galaktischen Imperiums!“

Der Saal hielt den Atem an. Wie auf ein stummes Signal hin richteten sich alle Blicke nach vorn – dorthin, wo sich das Zentrum der Macht nun offenbaren sollte.

Die Rückkehr in den Ratssaal inklusive Beförderung

Nach so vielen Jahren der Vertreibung und Verfolgung endlich wieder im Tempel, auch, wenn er ziemlich zerstört worden war - was für eine Erleichterung und welch großer und erhabener Moment für alle Jedi-Spieler unseres Rollenspiels. Und dann wurde diese Szene auch noch mit einer Beförderung gekrönt, was will man noch mehr?

Während die meisten Gruppenmitglieder den Saal bestaunten und Rick sich rührend um Alisahs Wohlbefinden sorgte, schwärmte Tara vom Jedi-Tempel und von Meditationskammern, die es auf den Türmen gäbe. Nach den Erfahrungen von eben konnte der Taanaber, was seinen Teil anging, so rein gar nicht vorstellen, in dieser Höhe zur Ruhe kommen und sich auf die Macht konzentrieren können. Bestimmt würde er sich ständig vorstellen, dass Raketen einschlagen, ein Windstoß ihn aus dem Fenster wehen oder der Turm plötzlich einstürzen würde. Wahrscheinlich würde er sich lieber ganz weit unten verkriechen und das kleine Heiligtum am Berg aufsuchen, in welchem sie das Holocron gefunden hatten. Absturzwahrscheinlichkeit dort: null Prozent. Hier: nur marginal höher, aber es reichte.

»Natürlich hat sich dieser Tempel im Laufe der Jahrtausende zu dem entwickelt, was er nun ist und wurde nicht wie Lianna oder die alte Corellia-Basis in kürzester Zeit eingerichtet, aber jetzt haben wir ihn ja wieder. Diese Meditationsräume gibt es tatsächlich und die Aussicht ist wahrlich ehrfurchtgebietend; weiter unten gibt es aber auch Gärten für diejenigen Jedi, die eine solche Stimmung vorziehen,«

Erklärte Wes und konnte dabei sicherlich nicht völlig verbergen, wie er sich gerade fühlte. Seine Padawan schien sich dagegen ganz wie zuhause zu fühlen und begann sich prompt auf einem Ratssessel zu lümmeln, als würde sie dorthin gehören. Rätin, wie? Tara hatte es verdient, ein kleines Spielchen mit ihr zu treiben und Wes hatte genau die passende Idee dafür.

»Sowas kann schneller gehen als du denkst – beides, meine ich.«

Der Jedi-Rat wartete einen Moment, verbeugte sich dann vor »Rätin« Tara und tat dann so, als würde er eine imaginäre, neben ihm stehende Padawan zur Prüfung vor den Rat bringen.

»Verehrte Rätin Li, dies ist meine Padawan Tara. Sie ist eine Togruta und stammt von Shili,«

Begann Wes und deutete auf die leere Luft neben ihm.

»Sie ist bereits seit geraumer Zeit meine Padawan da ich halte sie für reif und geeignet halte, eine Ritterin zu werden, erbitte ich Euer Urteil.

Ich konnte ihr all die Fertigkeiten vermitteln, die von einer Ritterin erwartet werden. Von Anfang an war sie eine geschickte Machtanwenderin, und in jüngerer Zeit konnte sie ihre ursprüngliche Abneigung gegen das Lichtschwert ablegen, um auf diesem Gebiet eine ebenfalls bemerkenswerte Entwicklung zu zeigen. Selbstverständlich hat sie ihre eigene Jedi-Waffe gebaut – würdest du bitte dein Lichtschwert aktivieren, Tara


Wieder sah er das Nichts an.

»Unsere gemeinsamen Missionen führten uns nach Abregado-rae, Shili, Bogden und hierher nach Coruscant. Tapfer stand sie allem gegenüber von Sith über Sturmtruppen und Piraten bis hin zu Granitschnecken. Ich muss zugeben, dass sie anfangs nicht immer eine einfache Schülerin war – sie und ich lieferten uns manche Auseinandersetzung – aber sie hat sich zu einer respektablen, besonnenen und weisen Padawan gemausert und hat das Herz am rechten Fleck.

Sie hatte es nicht immer leicht im Leben. Ihr Mann wurde vom Imperium getötet, ihr einziges Kind Nevis entführt, aber sie hat sich davon nie unterkriegen lassen. Mir ist klar, dass solch schlimme Erlebnisse eine Hypothek für eine zukünftige Jedi darstellen können, doch in meinen Augen hat sie diese Probe durch die Macht gemeistert; ihre Tochter ist inzwischen sogar in Sicherheit auf Lianna.«


Wes räusperte sich kurz.

»Aber ich habe bereits zuviel gesagt, es war nichts meine Absicht, Euch etwas vorwegzunehmen. Bitte, befragt meine Padawan selbst und prüft sie, ob Ihr sie für würdig befindet, eine Jedi-Ritterin zu sein.«

Erst jetzt, für einen kurzen Moment, ließ der Taanaber ein Grinsen aufblitzen. Jetzt war es an Tara, was sie aus der Vorlage machte, während er Halt in der Macht suchte, die ihn vor den Folgen der Höhenangst bewahren mochte.

Ridley Solaris

Ein herrlicher Moment, in dem Ridleys inszenierte öffentliche Rolle mit der Wirklichkeit aneinanderrasseln. Die Szene lebt von allerhand schwarzem Humor, verharmlost allerdings keinen Augenblick die Brutalität der Geschehnisse. Ridleys Mischung aus Ehrgeiz, Unsicherheit und eisernem Willen werden hier hervorragend auf den Punkt gebracht. Der Moment ist damit weder heldenhaft noch souverän, aber genau deshalb bleibt er einem im Gedächtnis!

[ Innerer Rand / Truuine-System / Truuine / Nahe Abyston / LAAT/i ] Ridley und Matthew, sowie Colonel Perl, Kamerateam und LAAT/i Besatzung

Der Flugwind des hoch über den Wellen dahinrauschenden LAAT/is tat sein bestes um Ridleys Frisur zu ruinieren, doch die drei Lagen wasserfestes Haarspray, die der Gouverneur zu dieser Gelegenheit angelegt hatte, hielten. Auch gegen die Lautstärke des Fluges hatten sie Maßnahmen ergriffen und so musste Severide sich nicht einmal sonderlich anstrengen, um Ridley seine Worte über Com verständlich zu machen. In seinem üblich-geschäftigen Ton schlug er vor, die Verteilung der AT-AT Swimmer an die Vielzahl einzelner Rebellenflotten anzupassen, von denen Colonel Perl erzählt hatte. Nachdenklich sah Ridley den Vizegouverneur an, bevor hen langsam nickte.

Je schneller sie die Fischer vernichteten, desto kleiner war das Fenster, in dem die echten Rebellen wichtige Infrastruktur angreifen konnten. Jetzt den Plan zu ändern würde die Angreifer sicherlich auch zusätzlich verwirren und Ridley selbst war schon oft genug zum Ziel von Attacken geworden, um eine gute Eskorte zu schätzen zu wissen.


“Nun gut. Vizegouverneur, befehlen Sie den TIE-Booten den Platz der Swimmer an der Schiffsfabrik, im Morabander Hafenbecken und den beiden Legatensitzen einzunehmen. Pilot, bitte funken Sie Major Lauchlan an, dass er die Swimmer an unsere Position beordert und ich gerne auch seine Staffel TIE-Fighter als Geleitschutz für mich hätte. Zwei Swimmer sollen sich dann unserer Fischerflotte anschließen, die anderen beiden kommen mit mir.”

, gab Ridley die geänderten Befehle weiter, während in der Ferne die imperial organisierte Fischerflotte in Sicht kam. Das Sammelsurium aus vielleicht vier Dutzend Fischerbooten jeder Größe hatte bereits damit begonnen, ihre Netze auszuwerfen. Dies hatte ihren Geleitschutz dazu veranlasst, etwas Abstand zu nehmen. Alle neun Imperialen Scoutfrigatten der Planetaren Sicherheitskräfte hatten sich in einem weiten Kreis um die Zivilisten aufgebaut und sicherten sie gegen einen Angriff an der Wasseroberfläche ab. Unter den Wellen musste einer der AT-AT Swimmer seine Runden drehen und in der Luft patrouillieren drei weitere LAAT/is der Schwarzen Garde. Es war ein nahtloses Zusammenspiel aller auf Truuine stationierten Streitkräfte und als solches es ein ermutigendes Bild.

Ein paar Mal kreiste Ridleys Schiff über dem Konvoi, bevor der Pilot auf Befehl des Gouverneurs abdrehte und die räumlich nächste illegale Fischerflotte ansteuerte. Es waren insgesamt acht Gruppen ausgelaufen - dies würde ein langer Tag werden. Vielleicht vier Klicks entfernt, trafen sie dann auf ihre Hauptstreitmacht, mit der sie heute für Ruhe sorgen würden. Als erstes kam die Formation aus neun
Amphibions in Sicht, die heute das Herzstück ihres Angriffes darstellen sollten. Geladen hatten sie je zwei OMS Devilfish Subs, samt ihren Piloten der Planetaren Sicherheitsstreitkräfte. Den Rest der aus 18 Soldaten bestehenden, kämpfenden Deckcrew bestand aus Streitkräften der Schwarzen Garde. Über allem kreisten weitere fünf LAAT/is. Auch bemerkte Ridley in diesem Moment das Eintreffen der TIE-Fighter Staffel der truuiner Systemverteidigung. Eine formidable Streitmacht.


“AT-AT Swimmer Aurek und Besh sind in Position, Sir.”

, gab der Pilot von Ridleys LAAT/i durch und der Gouverneur nickte. Jetzt galt es zuzuschlagen. Alles war bereit und sie hatten sogar eine Reserve einteilen können, die im Notfall eingreifen würde. Sieben LAAT/is der Schwarzen Garde und die sechs Lancets der Systemverteidigung waren eigens eingeteilt, um der Kaperflotte im Zweifel aus der Patsche helfen zu können, die restlichen 16 LAAT/is beider Fraktionen warteten an strategisch günstigen Positionen des Planeten um bei unverhofften Rebellenangriffen einschreiten zu können. Heute war alles im Einsatz, was fliegen oder schwimmen konnte und vermutlich würden sie jede einzelne Maschine brauchen. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch setzte Ridley den wieder Helm auf.

“Auf Position von Feindflotte-Aurek vorrücken.”

, gab Ridley über Com durch und ein Schauer lief hem über den Rücken. Es war ein gruseliges Gefühl die Streitkräfte selbst zu befehligen, doch hatte Severide hen zwecks Machtausbildung unbedingt näher ans Kampfgeschehen mitnehmen wollen. Und auch in Sachen Propaganda machte es ja mehr als Sinn. Immerhin war Colonel Perl hier, der eingreifen konnte, wenn die Situation Ridley über den Kopf wuchs. Von den Amphibions ertönten Rufe, als die diensthabenden Offiziere ihre Soldaten zurechtpeitschten und mit einem eindrucksvollen Getöse setzten die imperialen Streitkräfte sich in Bewegung. Vielleicht zehn Minuten später kam der Feind in Sicht.

Feindflotte-Aurek bot ein ähnliches Bild wie Ridleys imperial akzeptierte Fischer. Auch hier bildeten mehrere Dutzend
Fischerboote das zu schützende Hauptziel. Statt Imperialer Scoutfregatten bildeten hier jedoch vielleicht einhundert Rebellen auf Wasserspeedern ein bedrohliches Kontingent mobiler Verteidiger. Auch auf den Schiffen selbst tummelten sich neben den geschäftig Netze auswerfenden Fischern eine kleine Streitmacht Waffen reckender Rebellen einen wirkungsvollen Schutz. Auf mehreren Booten erblickte Ridley sogar Geschütztürme, die in diesem Moment in ihre Richtung schwangen und auf die LAAT/is anlegten. Das hier machten die zu Rebellen erklärten Fischer offensichtlich nicht zum ersten Mal. Doch dieses Mal würden die Flotten es mit der vollen Macht des Imperiums zu tun bekommen, anstatt sich gegenseitig zu bekriegen. Oder zumindest die gesammelte Macht, die das Imperium hatte in den letzten Monaten zusammenkratzen zu können.

“Machen Sie eine Durchsage an die Rebellen:”

, sprach Ridley mit Zweifeln in der Stimme den Piloten an

“Legt die Waffen nieder, oder werdet vernichtet.”

Stumm wartete Ridley den Ausgang des Auftrags ab, wurde jedoch unter hens Make-Up eine Spur bleicher, als die Antwort von den Fischerbooten lediglich ein wütendes Johlen und ein abgeschossener Raketenwerfer war. Auf diese Entfernung traf die Waffe natürlich nicht, doch Riley ballte dennoch wütend die Faust. Jemand hatte die Fischer besser ausgerüstet, als sie jedes Recht hatten zu sein!


“Sie lassen Pikeschlitten zu Wasser.”

, stellte Colonel Perl lakonisch fest und auch Ridley sah, wie sich vielleicht zwei Dutzend Patrolianer von den Fischerbooten ins Wasser warfen. In den flossenbewährten Händen hielten sie die offenen Einmannuboote und auf dem Rücken verdächtige Pakete.

“Wir antworten mit unseren OMS Devilfish Subs! Gehen Sie zum Angriff über!”

, befahl Ridley nervös und beobachtete mit vor Stress geweiteten Augen, wie Speederbikes auf der einen und Amphibions auf der anderen Seite aufeinander zuhielten. Von einem Moment auf den anderen war das nasse Schlachtfeld erfüllt von vielfarbigen Blasterbolzen.

“Die TIE-Fighter und Swimmer sollen die Speederbikes unter Beschuss nehmen, solange sie noch nicht mitten unter uns sind. LAAT/is greifen die Schiffe an! Denken Sie daran, optionales Ziel ist es den Fang auf den Booten zu erbeuten. Ich will die Fischerboote nicht versenkt sehen, wenn es sich vermeiden lässt!”

, fuhr Ridley fort und ruckte zur Seite, während hens Schiff mit einem schnellen Ausweichmanöver einer auf sie abgeschossenen Rakete auswich.


“Sir, Ihr Kompositstrahllaserturm ist jetzt einsatzbereit.”

, meldete sich nach einer kurzen Pause der Pilot zu Wort und Ridley nickte. Hen war froh, dass der modifizierte Scouthelm den größten Teil von hens Gesicht verdeckte, denn die Erwartung des nun Nötigen hatte hen das Blut aus dem Gesicht getrieben. Sich dem Kamerateam in hens Rücken stets bewusst, kletterte der Gouverneur in den Laserturm und warf einen Blick auf die leicht überkomplizierte Bedienung, die hen zum Glück im Vorfeld erklärt worden war. Innerlich gab hen sich einen Ruck und visierte einen Geschützturm auf dem nächsten Fischerboot an, das damit begonnen hatte die anderen LAAT/is davon abzuhalten, unter den Rebellen reiche Ernte zu halten. Mit einem beunruhigenden Summen lud die Waffe sich unter Ridley Sitz auf und mit zittrigen Fingern legte hen die Hand an den Feuerknopf.

“Bereit zum Feuern, Sir.”

, gab der Pilot seelenruhig durch und krampfhaft darum bemüht, nicht zu hyperventilieren, aktivierte Ridley den Laser. Mit einem wütenden Summen verließ ein dicker, roter Laserstrahl die Kanone und verfehlte das Geschütz um vielleicht einen halben Meter. Dicker, weißer Dampf stieg dort auf, wo die Waffe ihre Energie in die Wellen geschossen hatte. Erschrocken ließ Ridley den Feuerknopf los, doch der Pilot ließ sich nicht aus der Ruhe bringen:

“Tiefer Zielen, das ist kein Blaster, Sir. Knopf gedrückt halten, bis das Ziel sich nicht mehr regt.”

Diesmal etwas sicherer, senkte Ridley die Mündung der Kanone und betätigte den Feuerknopf erneut. Der Laser brüllte und diesmal traf er sein Ziel. Mit einer feurigen Explosion verging der Geschützturm und Ridley drehte sich von dem Kamerateam weg, um einen Schluck Erbrochenes auszuspucken.

[ Innerer Rand / Truuine-System / Truuine / Nahe Abyston / Position von Feindflotte-Aurek / LAAT/i ] Ridley und Matthew, sowie Colonel Perl, Kamerateam und LAAT/i Besatzung

Die Ansprache des Kanzlers

Und dann, kurz nach der Krönung der Imperatorin, der Moment, in dem der gesamten Neuen Republik klar wird, dass der Krieg wieder begonnen hat und es keinen Ausweg mehr gibt - dieses Mal aber lässt sich die NR nicht überrennen, sondern geht selbst sofort in den Angriffsmodus, was nicht nur den Senat überrascht. Die Ansprache des Kanzlers Quún zur Befreiung Kashyyyks war nichts weniger als episch...

Die gewaltige Kuppel des Senatsgebäudes auf Mon Calamari war bis auf den letzten Platz gefüllt. Hunderte von Repulsorkapseln schwebten in konzentrischen Kreisen um die zentrale Plattform, auf der Kanzler Quún stand – eine einsame Gestalt vor dem Gewicht der Geschichte. Das Gemurmel der Senatoren verstummte, als die Holoaufzeichnung der Sitzung begann.

Quún räusperte sich, seine Stimme hallte durch die akustisch perfekte Architektur der Mon Calamari.


„Verehrte Senatoren, geschätzte Vertreter der freien Welten unserer Republik.

Ich trete heute schweren Herzens vor diesen Senat. Eine grausame Wahrheit ist ans Licht gekommen. Während wir in gutem Glauben auf Frieden hofften, säten die Imperialen Tod in den Herzen unserer Städte. Coruscant hat gebrannt – nicht durch Zufall, sondern durch Absicht. Die fürchterliche Krankheit, das C-Virus, das unsere Bürger im Herzen dieser Galaxie getötet hat, war keine Naturkatastrophe. Es war eine Waffe des Imperiums, entwickelt und verbreitet durch Imperator Allegious, der vor seinem Tod an weiteren biologischen Waffen gearbeitet hatte.

Und während wir noch trauerten, traf uns eine weitere Wahrheit: Der Imperator ist tot. Getötet durch die Hand jener, die sich einst als Hüter des Friedens verstanden. Eine Tat, die ohne mein Wissen, ohne euren Auftrag, ohne den Willen dieses Hauses geschah. Eine Tat, die uns an den Rand eines Krieges führt.

Die neue Imperatorin fordert nun, dass wir die Jedi ausliefern, die an dieser unautorisierten Mission beteiligt waren. Sie spricht nicht von Verhandlungen, sie spricht von Repressalien. Von Rache. Sie spricht wie eine Tyrannin, nicht wie eine Partnerin.

Doch unsere Antwort wird nicht Schwäche sein. Nicht Schweigen. Nicht Unterwerfung. Unsere Antwort wird ein Akt der Gerechtigkeit sein.

Seit Jahren leidet Kashyyyk unter imperialer Besatzung. Die Wookiees werden unterdrückt. Ihre Wälder brennen. Ihre Stimmen wurden zum Schweigen gebracht.

Ich rufe diesen Senat dazu auf, dem Imperium zu zeigen, dass die Neue Republik ihre Ideale nicht aufgibt. Dass wir bereit sind, für Freiheit einzustehen – nicht mit Hass, sondern mit Entschlossenheit. Aus diesem Grund habe ich mit der Zustimmung des Sicherheitsrates bereits vor wenigen Tagen die 2. Gefechtsflotte von Bothawui und die 9. Gefechtsflotte von Bimmisaari damit beauftragt, Truppen in den Mytaranor-Sektor zu entsenden, um dort die Unterdrückung durch das Imperiums zu beenden. Während ich hier vor Ihnen stehe, landen unsere Soldaten bereits an den Stränden und in den Wäldern von Kashyyyk, um der Tyrannei Einhalt zu gebieten. Mein Dank gilt den mutigen Soldatinnen und Soldaten, die mit ihrem Leben für die Freiheit der Wookiees einstehen.

Ich fordere nun von diesem Senat die Unterstützung für den militärischen Einsatz zur Befreiung Kashyyyks. Nicht als Angriff – sondern als Antwort. Als Signal. Als Beginn einer neuen Ära, in der wir nicht mehr zulassen, dass Tyrannen über das Schicksal ganzer Völker entscheiden."
 
11. Kategorie: Dejarikzug des Jahrzehnts

Während manche einfach mit dem Hammer durch die Wand gehen, ist er subtiler unterwegs: der größte Strippenzieherchar unter uns. Er plant und intrigiert, beobachtet und zieht seine Fäden, alles für den einen Moment: den Dejarikzug seines Lebens. Welcher das ist? Wir sind gespannt...

Aren Vayliuar

Aren hat sich innerhalb kürzester Inplay-Zeit vom imperialen Governor zum Moff eines prestigeträchtigen Sektors hochgearbeitet. Dabei spann er Intrigen, wickelte seine Vorgesetzten geschickt um den Finger und übermannte sie eiskalt, sobald der perfekte Zeitpunkt gekommen war. Sein Ehrgeiz und sein Mut gingen schließlich so weit, dass er beim Thronwechsel auf Bastion alles auf eine Karte setzte und sich auf die Seite der Verschwörer schlug.

Dies war der Moment ihres großen Triumphes, der Moment auf den sie quasi ihre gesamte Amtszeit hingearbeitet hatten. Eine einzige, so kurze Holonachricht bildete den krönenden Abschluss all dieser Bemühungen, beförderte sie in die höchsten Ebenen der Imperialen Verwaltung, des Imperiums in seiner Ganzheit. Waren sie beide noch vor wenigen Stunden ,,nur" zuständig gewesen für Sicherheit, waren sie nun die Herrscher über Milliarden von Seelen, konnten Wirtschaftssysteme befehligen von unvorstellbaren Ausmaßen. Sie hatten es geschafft. Agustin lächelte ihm entgegen reichte ihm die Hand und umarmte ihn. Aren musste kurz auflachen. Sie hatten es geschafft. Das war nicht einfach nur ein Traum, ihr Kalkül war aufgegangen. All diese Gefühle des Triumphes entluden sich nun in dieser brüderlichen Umarmung. Aren hätte diesen Moment niemals ohne Agustin erleben können, genauso wenig wie Agustin ihn ohne Aren hätte erleben können. Sie hatten ihre Zukunft gemeinsam gewoben, erfolgreich. In dem herzhaften Lächeln der beiden, in der Umarmung zweier durchs Schicksal geschmiedeter Brüder, lag die Gewissheit, dass sie beide auch die weitere Zukunft gemeinsam schmieden würden. Nur war sich Aren sicher, und Agustin würde es nicht anders gehen, dass diese Zukunft immer weniger nur ihre persönliche Zukunft sein würden. Sie würden gemeinsam die Zukunft des Imperiums schmieden, Schritt für Schritt würden sie beide ihren Weg weitergehen. Sie beide waren keine Männer, die sich mit einem Triumph zufrieden geben und dann ruhen würden, selbst wenn dieser Triumph so süß wie dieser war.
Agustin löste sich aus der Umarmung und ergriff das Wort und kanalisierte all ihre Hochgefühle in seiner pragmatischen Sicht in einen Kanal in Richtung Ziel. Sanec würde in wenigen Stunden in Ketten liegen. Das Lächeln auf Arens Gesicht nahm einen beinahe bösen Ausdruck an, als die Erinnerungen an den Abend nach der Eröffnung des Sanec-Parkes in seinem Gedächtnis wieder aufstiegen. Dieser Mann hatte politisch so viele Chancen für den Prefsbelt-Sektor verschlafen, hatte nicht um den Status der Großwerft gekämpft, hatte es versäumt, Prefsbelt zu dem Einfallstor in den Chiss-Raum und in die Unbekannten Regionen auszubauen, hatte so viel Potential verschwendet. Doch all diese politische Verschlafenheit wurde völlig unwichtig, wenn er sich daran schmerzhaft selbst erinnern musste, was für ein abartiger Schweinehund dieser Mann persönlich war. Sein Lebenswerk würde heute brennen.


,,Gehen wir es an, Agustin."

Er strahlte nur so vor Tatkraft, als er zu seinem Comlink griff und Julius auf seinem privaten, verschlüsselten Kanal anrief. Sein engster Vertrauter in seinem Mitarbeiterstab ließ kaum eine Sekunde verstreichen, bis er sich meldete. Aren musste bei dem Gedanken lächeln, dass auch er wohl nur kaum geschlafen hatte, wusste er doch um die aktuelle Lage.

,,Julius, es ist soweit. Großmoff Rimora hat mir den Auftrag erteilt, Moff Sanec zu verhaften. Agustin und ich machen uns auf den Weg zu meinem Büro. Trommel alle entscheidenden Personen zusammen. Wir wollen sofort loslegen, wenn Agustin und ich dort eintreffen. Bau eine sichere Verbindung zu Colonel Olyn auf, er soll die Garnison in absolute Bereitschaft versetzen und sich zum ausrücken vorbereiten. Ich werde Gouverneur de Fressco auf der Fahrt zum Büro verständigen. Außer ihm und den Leuten die zu uns gehören, lässt du niemanden in die Zentrale der Inneren Sicherheit."

Janus Sturn und die (gescheiterte) Übernahme der Macht

Leider ein gescheiterter Schachzug, aber Janus gibt sich über Jahre hinweg Mühe, seine Stellung auszubauen, knüpft Kontakte zu den Krath, manipulilert, intrigiert und zieht Fäden, um die Macht zu ergreifen - nur, um am Ende dann doch von den Jedi überrumpelt zu werden…

„Seht, wie die Kreaturen des Falschen Imperators fallen! Sie können uns nicht aufhalten. Zögert nicht. Wankt nicht. Dies ist unsere Stunde!“

Und so geschah es. Die Details dieses bedeutsamen Tages würden im Nebel der Geschichte verschwinden, aber nicht das Ergebnis. Janus stürmte vorwärts, als der letzte Widerstand zusammenbrach. Er konnte spüren, dass etwas Großes geschah, wie ein sich stetig aufbauender Druck in seinem Kopf, ein Gefühl, als würde jeden Augenblick eine Bombe explodieren. Die Luft knisterte vor Energie und Anspannung und die Macht selbst schien den Atem anzuhalten. Was auch immer im Thronsaal geschah, es war von gewaltiger Natur, ein episches Ringen zwischen Dunkelheit und Licht. Janus kam der Gedanke, dass er auch einfach abwarten konnte, wer diesen Kampf für sich entschied, um sich dann auf den geschwächten Sieger zu stürzen, doch für seinen Anspruch auf höchste Macht genügte dies nicht. Er musste derjenige sein, der den entscheidenden Schlag führte. Und so preschte der Dunkle Lord weiter vorwärts. Er konnte spüren, dass in der Halle vor dem Thronsaal ebenfalls gekämpft wurde. Ein weiteres Hindernis, das Zeit und Kraft kosten würde, also entschied er, einen anderen Weg zu bahnen, und befahl mental, eine Bresche mit Blastern, Lichtschwertern und Macht zu schlagen. So geschah es, dass Janus einen Augenblick, nachdem die Wand nachgegeben hatte, durch Staub und Asche in den Thronsaal stürmte – nur um zu sehen, wie alles endete.

„Tod dem Falschen Imperator! Seine korrupte Tyrannei...“

Der markige Satz entwich seinem Mund und Janus hatte gerade noch genug Zeit, um zu erkennen, wie Darth Allegious in einem blauen Licht aus ungeheurer Energie verschwand.

Das C-Virus und der hinterhältige Frieden

Ein Virus, das die Republik in Schach halten soll. Ein Friedensvertrag, der das Flimsi nicht wert ist, auf dem er steht. Ein Frieden, der nur von einer Seite wirklich gewollt wird - um der Republik, wenn sie am schwächsten ist, schließlich den Todesstoß versetzen zu können.
Muss man noch mehr dazu sagen?

Dort setzte sich der Sith hin, schloss die Augen und suchte mit der dunklen Seite der Macht nach dem Virus. Es dauerte nicht lange, da fanden sich der mächtigste Mann der Galaxis und das Virus. Es war beinahe wie ein Kind das freudig auf seinen Vater zuging und es in einer dunklen Umarmung begrüsste. Und er spürte die unendliche Gier in seine Geschöpf. Den Drang zu vernichten, auszulöschen. Allegious hieß gut was das Virus wollte. Und das Virus spürte dass seine Zeit gekommen war. Wie in einem Käfig, aus einem tiefen Schlaf geholt begann sich das Virus einem Raubtier gleich zu strecken, zu erwachen. Sofort erwachten die animalischen Instinkte. Erst tigerte es langsam in seinem Käfig umher, ehe es anfing zu brüllen, zu fauchen, in heftige Raserei zu gelangen. Allegious stand in dieser imaginären Metapher vor dem Käfig und stellte fest dass sein Geschöpf fähig sein würde, zu tun was er mit ihm geplant hatte. Die Vorsehung der endgültigen Vernichtung der Republik würde nun seinen Lauf nehmen. In aller Ruhe hob Allegious den Riegel aus dem Tor und öffnete die Käfigtür. Das Virus blieb auf der Höhe des Sith stehen, verneigte sich ehrfürchtig, ehe es in rasender Geschwindigkeit in die Dunkelheit verschwand- um mit seinem Feuer ganz Coruscant und die Republik zu erfassen...

Allegious öffnete die Augen und fühlte sich frei und unglaublich mächtig. In einer schier unglaublichen Ferne spürte er wie das Virus zu wüten begann und in Windeseile sich nach unten in die bevölkerungsreichen Ebenen arbeitete um Masse auf Masse mit seinem tödlichen Wirken zu benetzen. Er fühlte sich wie im Rausch, da das Virus selbst sich wie in einem Rausch fühlte. Es war endlich frei.

Senator Moor erpresst Horatio Kraym

Die Friedensverhandlungen von Umbara - inzwischen 10 Jahre her - wurden maßgeblich vom Sachzug des zwiellichtigen Senator Vilnok Moor in Richtung der Neuen Republik gewendet, als er sich zum riskanten Manöver entschied, einen der Chefverhandler des Imperiums zu erpressen.

Das ließ Moor sich nicht zweimal sagen. Er hatte sich das, was er sagen wollte, auf dem Weg hierher schon ungefähr zurechtgelegt und da er nun weitgehend sicher sein konnte, dass es keine Mithörer und keine Aufzeichnungen seiner Worte geben würde, kam ohne weitere Umschweife zur Sache.

»Sie haben uns eine Sith untergejubelt«, warf er dem Governor an den Kopf. »Ohne Vorankündigung, ohne offizielle Verlautbarung - getarnt als Beraterin des Vertreters von Viraxo Industries. Ich dachte mir gleich, dass etwas an ihr nicht stimmen kann, und offensichtlich hat dieser Eindruck mich nicht getäuscht. Auf Umbara waren auch Sith dabei, doch das war abgesprochen und wurde durch Teilnehmer des Jedi-Ordens kompensiert. In diesem Fall jedoch wurde die Neue Republik ganz klar hintergangen. Sie haben unseren Vertrauensvorschuss ausgenutzt. Ich bin nicht erfreut darüber, dass bei Verhandlungen dieser Art jemand in der Runde sitzt, der in der Lage ist, die Gedanken anderer Leute zu lesen oder sie sogar zu manipulieren. Und ich kann mir vorstellen, was der Senat dazu sagen wird, wenn er davon erfährt. Durch dieses falsche Spiel - und seine, wie ich hinzufügen muss, ziemlich dilettantische Ausführung, die ich von einem Mann Ihres Kalibers nicht erwartet hätte - droht die Konferenz zu scheitern, bevor sie richtig begonnen hat.

Sie könnten jetzt einwenden, dass das vor allem der Schaden der Neuen Republik wäre, und ich könnte nicht widersprechen. Das Imperium ist nicht auf den Bacta-Handel mit der Republik angewiesen, für uns hängt viel mehr davon ab. Aber soweit ich weiß, nutzt Ihr Reich diese Veranstaltung zu Propagandazwecken und hat dem Volk bereits optimistisch verlautbaren lassen, wie wichtig die Konferenz ist... Und das ist sie auch für Sie, nicht wahr? Sie sind politisch verantwortlich für das Gelingen. Ihr guter Name hängt davon ab, wie die Veranstaltung verläuft, und wenn sie scheitert, wäre das ein harter Schlag für Ihre Karriere. Vielleicht sogar das endgültige Aus. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Sie selbst diese plumpe Täuschung in die Wege geleitet haben oder selbst nur eine Figur auf dem Spielbrett sind. Ich behaupte nicht, das imperiale System in Gänze zu verstehen, aber ich bin kein Neuling auf dem politischen Parkett, Mr. Kraym. Diese Sache kann ein böses Ende für Sie nehmen - ich hingegen bin fein raus, denn ich kann jeden Misserfolg nun auf die offensichtliche Unaufrichtigkeit des Imperiums schieben. Meine Karriere bleibt unversehrt.«


Es gab in dem Büro keinen Sessel, in den er sich nun genüsslich hätte zurücklehnen können, um seinem Gefühl der Überlegenheit Ausdruck zu verleihen. So blieb er also stehen. Doch er verzog sein riesiges Maul zu einem breiten, selbstsicheren Lächeln und ließ seine pflastersteingroßen Zähne schimmern. Er fuhr fort:

»Bisher bin ich der einzige, der von der delikaten Angelegenheit weiß. Ich habe weder zu den anderen Mitgliedern meiner Delegation davon gesprochen noch den Senat informiert. Das heißt, bisher hat die Sache noch überhaupt keine negativen Folgen. Keine Verzögerungen, keine Protestnoten, keine Entsendung von Jedi. Alles läuft wie geplant. Ich frage mich: Wie wichtig ist es Ihnen, dass das so bleibt?«
 
Vielen Dank fürs Lesen bis zum Schluss!

...und jetzt ran an die Tasten und eine PN an die Spielleitung schicken :shia:
 
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