2. Kategorie: Bösewicht mit Bestnote
Ob auf dem Parkett der Diplomatie oder klassisch mit der Waffe in der Hand - dieser Charakter interessiert sich weder für soziale Projekte, noch bremst er für Tierbabys, ganz im Gegenteil. Wann immer er die Chance hat, sich einen Vorteil zu verschaffen, tut er alles, was notwendig ist und sogar noch mehr - schlicht, weil er es kann.
Darth Zion
Kein klassischer Bösewicht, der einfach nur aus Bosheit handelt, sondern ein deutlich vielschichtigerer, moralisch grauer Charakter. Dennoch ist Darth Zion auf imperialer Seite eine Figur mit einer der bedrohlichsten Auren. Er hat eine unverwechselbare Präsenz, eine besondere Autorität und vermittelt eine gewisse Unantastbarkeit. Ihm will ganz sicher niemand im Weg stehen, denn das könnte man schnell bereuen...
Seine Augen verengten sich, die Aura der Dunklen Seite pulsierte spürbar um ihn.
Er trat wieder vor Angelus, diesmal so nah, dass der junge Sith seinen normalen Atem hätte hören konnte, wenn Zion nicht diese Maske getragen hätte.
„Ihr seid ein Extinktor-Eingeweihter. Eure Mission auf Kelada war nur von halbem Erfolg.“
Seine Stimme schwoll an, wie ein Schlag mit dem Hammer.
„Ihr habt drei Jedi, oder ihre Verbündeten, entkommen lassen.“
Ein kurzer, kalter Blick, fast schon abschätzend, folgte. Zion richtete sich langsam auf, der Umhang raschelte schwer.
„Dies ist sehr bedauerlich… und macht sich nicht gut für euren Namen.“
Er ließ eine lange Pause, um das Gewicht seiner Worte tief einsinken zu lassen, bevor er den Satz wie ein Urteil sprach.
„Ihr erhaltet eine weitere Chance, um dem Zirkel der Extinktoren zu beweisen, dass wir uns nicht in Euch geirrt haben.“
Der letzte Ton hallte wie das Schlagen eines Gongs in den beschädigten Wänden nach. Zion schwieg, sein Blick brannte sich in Angelus, abwartend, ob dieser das Urteil annahm oder unter der Last zerbrach.
Darth Angelus
Sabar Muraenus, besser bekannt als Darth Angelus, liebt nur seine eigene Erscheinung mehr als die Fähigkeiten, die ihm zu den Taten des Bösen verhelfen. Dabei ist das Scheusal wahrscheinlich nur auf der Suche nach Liebe und Anerkennung, die er von seiner machthungrigen Familie nie erfahren hat. Aber ist das Grund genug, so ein Schuft zu werden? Wahrlich nicht. Die wahre Motivation hinter seiner boshaften Abscheulichkeit kann nur daraus kommen, uns einen perfekten Bösewicht zu liefern, den wir alle aus vollem Herzen hassen können.
Darth Angelus stand nun dicht vor der Statue, nachdem er sich seiner Rüstung entledigt und den Weinkelch abgestellt hatte. Nur wenige Zentimeter trennten ihn von dem Abbild seiner selbst. Sein Atem ging ruhig, kontrolliert – und doch lag darin eine gespannte Erwartung, als stünde er vor einem Altar. Der Raum schien sich um ihn herum zu verengen, als würde alles Überflüssige zurückweichen, um diesem einen Moment Platz zu machen.
Sein Blick glitt über die Züge der Statue. Die makellose Rüstung. Das erhobene Kinn. Das triumphale Lächeln. Für einen Herzschlag lang verschwamm die Grenze zwischen kaltem Stein und lebendiger Wirklichkeit. In seinem Geist war dies kein Abbild mehr; nein, es war die Wahrheit. Es war er, wie er war – und wie er immer sein sollte.
Ein leises, beinahe ehrfürchtiges Flüstern entwich ihm:
"So sieht also wahrhaftige Vollkommenheit aus“
Seine Hand hob sich langsam und legte sich an den kalten Marmor, als wolle er prüfen, ob die Materie auch wirklich seiner Gewissheit standhielt. In seiner Vorstellung war der Stein warm geworden, lebendig, erfüllt von seiner Größe. Kein anderer konnte ihn so sehen. Kein anderer konnte ihn so begreifen.
"Du brauchst Allegious nicht. Du brauchst niemanden.“
Seine Stimme war ruhig, fest, frei von Zweifel – eine Feststellung, kein Wunsch. Er neigte den Kopf leicht, kam der Statue näher, wie als würde er einem heiligen Bild Respekt zollen. Er trat näher, der Abstand zwischen ihm und der Statue – oder vielmehr der Vision von sich selbst – schmolz dahin. Mit einem fast zärtlichen Lächeln neigte er seinen Kopf und ließ seine Lippen sich auf die imaginäre Haut seiner eigenen Wange senken.
Der Kuss war nicht sanft, sondern furchtlos, intensiv, als würde er die Statue durch seine Berührung in sich selbst verwandeln wollen. Es war der Kuss eines Mannes, der sich nie für jemand anderen öffnen würde, der nie die Möglichkeit hatte, jemanden anderen zu lieben – denn er war der einzige, den er jemals brauchte und jemals brauchen würde. In diesem Moment, mit seinen Lippen auf dem kalten, steinernen Gesicht, fühlte sich alles andere bedeutungslos an. Nur er, nur dieses Abbild seiner selbst, war wirklich.
Er ließ seine Zunge und seine Lippen sacht über die Marmorlippen gleiten, als ob er sich selbst schmecken wollte, die Intensität dieses Moments steigerte sich, und jeder Kuss wurde wilder, hungriger und gieriger, als ob er die Statue, sein eigenes Abbild, verschlingen wollte. Mit jedem Kuss schien er sich weiter zu verlieren in der Überzeugung, dass er die Kontrolle über sich selbst und somit über alles andere hatte.
Jeder Zweifel war beseitigt. Niemand würde ihm gewachsen sein. Niemand würde ihn übertrumpfen können. Sein Schicksal war das eines Gottes und all jene, die sich ihm in den Weg stellten, würden sterben oder ihn auf den Knien anbeten.
Scytale Mentel
Ein imperialer Suprematist aus dem Musterbuch. Er verachtet nichtmenschliche Spezies, spricht sich häufig für Genozide an diesen aus und hat in Teilen sogar eine recht dunkle Vergangenheit für einen imperialen hochdekorierten Offizier. Diesem Mann mehr militärische Macht zu geben, könnte so einige imperiale Kriegsverbrechen nach sich ziehen.
Nachdem ein weiterer Bissen des delikaten Fleisches zwischen seinen makellosen weißen Zähnen verschwand, fuhr er mit seinen Gedanken zum Umgang mit den Yevethanern fort. Sein Ton fest, keine Zweifel daran lassend, dass das, wovon er sprach,. er ernst meinte: "Das kollektive Gedächtnis dieser Insekten muss lernen, dass man sich uns nicht widersetzt. Am ehesten gelingt dies, indem wir die jetzige Generation der Erwachsenen von der Planetenoberfläche brennen. Die nachfolgenden Generationen dürfen in einem lehrreichen Moment zusehen, wie ihre Eltern, Großeltern, Tanten und Onkeln unter den Stiefeln des Imperators zerquetscht werden. Durch rigorose Bestrafung aller werden sie zu mustergültigen Dienern der Neuen Ordnung. Erst danach können wir sie in unserem Sinne zu einem nützlichen Arbeiterkollektiv heranwachsen lassen, das in unseren Bergwerken die notwendigen Ressourcen abbaut und damit unsere ewighungrigen Werften und Schmieden befeuert." Um den Geschmack des Rancor hinabzuspülen, nahm er einen weiteren Schluck des purpurnen vollmundigen Weines. Ein Hauch von Tabak verweilte für einen Moment auf seiner Zunge, nachdem er das Kristallglas absetzte. "Der Wein ist wirklich gut", meinte er und blickte seine ranggleiche Begleitung wieder an. "Serana, ich glaube an eine feste unumstößliche Ordnung im Universum. Eine natürliche Hierarchie. Jedes semi-intelligente Volk, jede Spezies hat ihren angestammten Platz. Unserer, der der Menschen ist natürlich an der Spitze. Alle nichtmenschlichen Xenos sind de facto minderwertig und uns untergeordnet, aber haben eine Chance ihrer Existenz einen Sinn zu verleihen. Das bedeutet zu erkennen, wo der eigene Platz ist. Die Indigenen des Koornacht-Clusters haben ihren Platz in der Galaxis verkannt, dachten sie seien mehr wert, als unter unseren Stiefeln zu kriechen, wie es sich eigentlich für sie gehört."
Janus Sturn
Elegant, stilvoll, manipulativ, arrogant - es gibt viele Worte, die den Grafen beschreiben können. Unvergessen die Gefährlichkeit, unter ihm als Jünger zu dienen, nicht jeder überlebte diese Ehre. Eines seiner größten Ziele war es, den Imperator vom Thron zu stoßen und den Platz desselbigen einzunehmen, ein Ziel, für das er viele andere ohne mit der Wimper zu zucken unter die Räder warf. Auch wenn seine Pläne gescheitert sind, im womöglich letzten Moment seines bewussten Lebens gab er noch alles dafür, der Dunkelheit zu dienen...
„Ich sehe es. Ich sehe alles. Es ist...vergeblich. Eure Taten. Eure Opfer. Nur Staub im Wind...Funken in der Dunkelheit...“
Die Finsternis war es, die nach rief. Die danach brüllte, befreit zu werden. Janus begriff endgültig, dass dies sein Zweck war. Er hielt den Schlüssel in den Händen. Der Dunkle Lord hielt einen Moment inne...und dann öffnete er sich für die Schwärze zwischen den Sternen, für den ewigen Hunger. Er schob den Schlüssel ins Schloss, drehte ihn...und schenkte der Finsternis die Freiheit. Mit einem gewaltigen Knall und einer Erschütterung der Macht selbst sprang die rasende Bestie aus ihrem Kerker, frei, endlich frei. Alles um Janus herum verschwamm und verblasste, als sein sterblicher Körper den Strapazen erlagt, der blasse Aristokrat sank langsam auf die Knie. Von dem einstigen Grün seiner Augen war nur noch goldener Glanz übrig, als sich seine Adern und Venen schwarz färbten. Seine Gliedmaßen zuckten und zitterten und Blut rann aus seinem Mund zu Boden, als die entfesselte Kraft Besitz von ihm ergriff und ihn benutzte, um die Mauern ihres Gefängnisses einzureißen. Die Bestie holte Luft, klappte ihr Maul auf...und brüllte, ein Schrei jenseits alles bekannten, als sich die gesammelte Energie Bahn brach und sich mit Janus im Zentrum wie eine riesige Explosion aus Schwärze ausbreitete und alles fort schleuderte.
Kast, die verborgene Festung des Imperators, zerbrach. Nicht auf einen Schlag, nicht mit einem Mal, aber der Riss war nun so groß geworden, dass nichts und niemand den Untergang noch aufhalten konnte. Die Erde brach auf eine blutende Wunde, Mauern und Decken stürzten zu Boden, für einige Sekunden schien selbst die Schwerkraft des Mondes außer Kraft gesetzt. Oben wurde zu unten, unten zu oben, Trümmer regneten herab und der Thron des Imperators wurde in der Mitte entzwei gerissen. Stärkster Stein konnte nicht mehr standhalten und ein Beobachter ihm Orbit hätte beobachten können, wie sich Riss um Riss durch die Kruste von Kast fraß und eine riesige Wolke aus purer Finsternis über die Oberfläche raste, wie ein pyroklastischer Sturm bei einem Vulkanausbruch. Es war das Ende. Es war der Anfang.
Saphenus Lemur
Saphenus ist ein nahezu perfekter Bösewicht, weil in ihm Opfer und Täter, Schwäche und enorme Macht, Lächerlichkeit und echte Bedrohung gleichzeitig existieren. Aus einem körperlich schwachen, unsicheren Außenseiter wurde kein selbstsicherer Sieger, sondern ein verbitterter Sith, der seine Minderwertigkeitsgefühle mit Macht, Hass und Kontrolle überkompensiert. Er ist intelligent, paranoid, cholerisch, grausam und zutiefst heuchlerisch, besitzt aber gleichzeitig echte Bindungsfähigkeit und Verletzlichkeit. Saphenus wurde verletzt – und entschied, dass deshalb nun alle anderen leiden dürfen.
Saphenus‘ Hand umklammerte die Eowyns so fest, dass seine Knöchel unter der krank schimmernden Haut weiß hervortraten. Seine Waffe lechzte nach Blut, sie gierte danach, sie fauchte und spuckte das violette Licht in den Raum und tobte, weil sie stillhalten musste. Saphenus‘ Auge leuchtete gelb, während er sich der dunklen Seite der Macht öffnete und sich ganz und gar von ihr durchströmen ließ. Er spürte die Verdorbenheit, die ihn umgab und versuchte, auch Eowyn ganz und gar in sie einzuhüllen, bis nichts mehr von dem Licht übrig war, das trotz der Fesseln in ihr schien. Eowyn begann zu zittern und ihr Atem wurde schneller. Saphenus spürte, dass sie mehr und mehr Kraft aufwenden musste, um die Kontrolle über sich selbst zu behalten und er labte sich an ihrer nachlassenden Kraft. Seine Muskeln waren maximal gespannt und stemmten sich gegen Eowyns, während die Klinge reglos in der Luft verharrte. Saphenus‘ Gesicht hatte kaum noch etwas mit dem eines Zabrak gemein. Es wirkte entstellt, verzogen, von Widerwärtigkeit geprägt. Die dunkle Seite ließ seine Haut wie plötzlich gealtert wirken, als zögen sich tiefe Falten wie Furchen durch sein Gesicht.
Zwischen zusammengebissenen Zähnen schleuderte Eowyn ihm ihre Verteidigung entgegen und Saphenus‘ Grinsen wurde breit. Er genoss es, wie sie gegen ihn kämpfte, wie sie gegen die dunkle Seite der Macht antrat und ihm versuchte, ihrerseits ihren Willen aufzuzwingen.
Pumpkin
Droiden haben kein Gewissen und keine Skrupel - eine hervorragende Grundvoraussetzung dafür, ein fieser Bösewicht zu sein. Der Attentäterdroide tut, was auch immer sein Auftrag ist, und schert sich nicht darum, ob es nun "richtig" oder "falsch" ist, hauptsache, es ist gut für seine Ziele und seinen Geldbeutel. Durch seine Zielstrebigkeit hat er bereits den Rang eines Ad'ika erreicht, und bei der Kaltblütigkeit, selbst einen vorherigen, nützlichen Kontakt wegen eines Auftrages um die Ecke zu bringen, ist klar, dass es ganz sicher nicht dabei bleiben wird...
'Ben': „Du siehst, Ware ausgeliefert, wie gewünscht. Die zwei Lasten-Droiden hatten noch etwas gekostet. Zwar gebraucht, aber sie machen ihre Arbeit. Ich musste bei einigen Gefallen in Vorleistung gehen, genauso bei den Droiden, ich hoffe, der Bonus gleicht all die Vorleistung aus?!“
Während der Mensch sich den Staub aus der Kleidung putzte, drehte sich der HK-Droide zum Info-Broker, wobei er – unter dem Poncho – nach seinem S-5-Multifunktionsblaster aus dem Holster griff. Kaum zielte er auf den Menschen, der gleich verwirrt und irritiert, mit großen Augen schaute:
„Zitat: 'Du hättest deine Schulden bezahlen sollen!'“
Kaum war die Botschaft mitgeteilt, schoss der HK-Droide herzlos ein Loch in den Schädel des Menschen, dass dieser leblos zu Boden sackte. Es blieb keine Zeit für Diskussionen. Während der Schuss in den diversen Zuggeräuschen verhallte, verstaute der HK-Droide seine Waffe und schnappte sich den Leichnam, um diesen in einem stillgelegten Tank zu deponieren, der aber noch mit ätzenden Kühlstoffen (wie giftigen kryogenem Säure-Ersatz) befüllt war. Den Tank hatte er Nachts zuvor durch den Überwachungsdroiden gesehen und sich entschieden, die Leiche darin zu verstecken. Dass der Tank noch mit zersetzenden Stoffen beladen war, kam dem HK-Droiden nur gelegen. In ein paar Tagen würde es das organische Gewebe vollständig zersetzen ohne dass biologische Spuren nach außen dringen oder generell Spuren zurückbleiben würden. Kaum war die Leiche beseitigt, zückte er seinen zweiten S-5-Multifunktionsblaster mit Ionenblasteraufsatz und wartete darauf, dass die beiden Lastendroiden die letzten Platten auf das Schiff luden. Dann beschoss er die Droiden und deaktivierte sie damit, worauf die Arbeitsdroiden die Lastendroiden ins Schiff aufnehmen konnten. Schlussendlich bestieg der HK-Droide sein Schiff und wechselte die Ortschaft, um noch einmal zum Crystal Gate zu fliegen.
Ranik Dran
Jemand aus dem Bereich „Oldschool“. Der Sith Ranik war für seinen einfallsreichen Sadismus bekannt. Bei ihm wirkte die dunkle Seite wie etwas Unheimliches, Fremdes und kaum Berechenbares. Wie kaum ein anderer verkörperte er, was geschieht, wenn ein Sith die dunkle Seite nicht beherrscht, sondern sich vollständig von ihr verschlingen lässt. Damit war er nicht nur für Jedi ein Monster, selbst unter anderen Sith hat er während des Brüderkrieges für Angst und Schrecken gesorgt. Sein Ideenreichtum machte ihn zu einem Bösewicht, dessen Auftritte weit über seine eigentliche aktive Zeit hinaus im Gedächtnis geblieben sind.
Raniks Faust schmetterte mit berstender Wucht in Kestrels Magengegend, woraufhin sie sich in seinem Griff zusammenkrümmte. Er lies sie los, ging einige Schritte zurück und versenkte den Kerker in eine tiefe Finsternis. Ein unausgesprochener Befehl bewirkte ein leises Flüstern der Macht, welches Briannas Geist aus dem bewusstlosen Zustand erwachen lies.
Ich sehe meine Bemühungen sind umsonst. Ich sehe ihr würdet eher sterben als mir den Standort eurer kostbaren Basis zu verraten.
Raniks glühende Augen, in der herrschenden Dunkelheit wie zwei kleine Sonnen wirkend, schlossen sich während der Lord seine weiteren Pläne mit den Jedi in einem hasserfüllten Ton zu predigen begann.
Ich werde Brianna an den Füßen kopfüber in diesem Raum aufhängen. Mit einem sensenartigen Messer werde ich jeden Zentimeter ihres Körpers in stundenlanger Arbeit von ihrer Haut befreien währen du zusehen musst Kestrel! Du wirst sie schreien hören, du wirst die abgetragene Haut auf den Boden klatschen sehen und sobald ich mit deiner kleine Freundin fertig bin werde ich mich dir widmen! Ich werde dir die Augen ausstechen, die Ohren abschneiden, die Finger abhacken, die Zunge rausreisen und die Nase abschlagen und dann werde ich diesen Planeten verlassen?und du wirst deiner Sinne beraubt erbärmlich verdursten.
Raniks Augen öffneten sich Zeitgleich mit der schweren Metalltüre, die den Ausgang des Kerkers verbarrikadierte.
Euer Tod wird ein Ausgleich für die Schmach sein, die ihr mir bereitet habt. Ich hoffe Schmerzen bereiten euch vergnügen, denn ansonsten wird der Restliche Verlauf des Tages?äußerst unangenehm für euch sein.
Der Deformierte stürmte aus dem Raum, sein Ziel: Die Folterkammer. Er würde sich ein Häutungsmesser besorgen und dann zurückkehren um dem ganzen wie er es beschrieben hatte ein Ende zu bereiten. Schluss mit den leeren Drohungen! Heute würden die Jedi sterben und diesen Prozess würde er für die jungen Frauen so qualvoll gestalten wie es ihm möglich war!
Kira Guldur
Aggressiv, sadistisch, arrogant - Kira vereinigt ziemlich viele Eigenschaften, unter denen man sich eine hochrangige Sith vorstellt. Wer ihr begegnet sollte hoffen, ihr nicht negativ aufzufallen, denn sonst kann es schnell passieren, dass man den nächsten Tag nicht mehr erlebt. Wer sogar seine Tochter mit Hilfe von Sith-Alechemie schneller altern lässt, um die lästigen Kinderjahre zu umgehen, der hat nur ein Ziel: Macht und noch mehr Macht. Kira Guldur - eine der brachialsten und impulsivsten Sith, die der Orden je gesehen hat.
Kira war längst tief der dunklen Seite verfallen und in ihrer Macht schwang der Tod mit von den vielen Leben, die sie alle genommen hatte. In ihr herrschte nur Dunkelheit und tiefe Verdorbenheit, die längst ihre Seele zerfraß. Schreie derer, die sie getötet und gefoltert hatte schwangen mit ihrer Macht mit und keinerlei Licht war mehr in ihr zu erblicken. In ihr wohnte längst eine Bestie, die nach jedem Leben trachtete, welches sich ihr in den Weg stellte. Dunkle Schatten wanderten in ihr und verschlangen jedes noch so kleines Licht. Dunkle Wolken türmten sich unendlich hoch in ihr auf. Geladen mit gewaltigen Unwettern und Blitzen, die jedes Leben vernichten würden, die in den Radius dessen gerieten. Dunkle Dämonen der Skrupellosigkeit bewegten sich im unheilvollen Takt, welche eine Macht besaßen, die sich denen von Janus Sturn beinahe messen konnten. In ihr gab es nur noch die nach Macht und Rache fletschende Bestie, die mit perfider, jedoch brutaler Art ihrem Ziel immer näher kam.
Vilnok Moor
Vilnok Moor alias Vigo Zula kann als Senator vernünftig, seriös und sogar nützlich wirken, während er im Hintergrund Menschen gegeneinander ausspielt, Informationen verkauft, Gegner erpresst und politische Entscheidungen nach ihrem Nutzen für die Black Sun bewertet. Das Beunruhigende an ihm ist deshalb nicht, dass man sofort erkennt, dass er ein Schurke ist – sondern dass man ihm vermutlich sogar zustimmen könnte, bevor man überhaupt bemerkt, wofür man gerade benutzt wurde.
Vilnok Moor hatte lange schon keine Skrupel und kein Gewissen mehr gespürt. Das war bei jemandem in seiner Position auch kaum möglich. Wer sich einen Status wie den seinen erkämpfen und erhalten wollte, musste sich über kleinliche Beschränkungen wie Moral und Anstand hinwegsetzen. Es machte ihm nichts aus, Widersacher und Störenfriede zum Tode zu verurteilen. Auch wenn Unschuldige durch seine Pläne ums Leben kamen, fiel kein Schatten auf seine Seele. Er hatte es geschafft, diese Dinge so distanziert zu betrachten, dass nur noch Nutzen und Risiko eine Rolle bei seinen Entscheidungen spielten.
Robert Kern
Der ehemalige Gouverneur von Prefsbelt IV hat nicht vor, seine Absetzung einfach stillschweigend hinzunehmen und ist ohne zu zögern bereit, dafür auch über Leichen zu gehen. Wer ihn in seinem neuen Plan nicht unterstützt, wird gnadenlos aus dem Weg geräumt. Dem neuen Gouverneur Theranos Zesh stehen harte Zeiten bevor, denn Kern hat vor, ihm das Leben über die Unterwelt zur Hölle zu machen. Und da er die Stadt kennt wie seine Westentasche, wird das ein Kampf, der sich gewaschen hat...
„Meine Freunde“, begann Kern ruhig, während er die Handschuhe auszog und sie neben dem Glas platzierte. „Es rührt mich zutiefst, dass wenigstens einige den Verstand verloren haben, mir Unterschlupf zu gewähren.“
Die Frau ergriff als Erste das Wort – mittleres Alter, wettergegerbtes Gesicht, braunes Haar zu einem Knoten gebunden.
„Natürlich… Gouverneur Kern...“, begann sie vorsichtig.
„Vergiss es, Jay“, fiel ihr der jüngere Mann ins Wort – schlaksig, mit schmutzigblondem Zopf. „Er ist kein Gouverneur mehr. Wenn überhaupt, ist er jetzt maximal ein etwas größerer Ganove als wir.“
Kerns Blick verfinsterte sich. Kühl, präzise – wie ein Raubtier, das seine Beute fixiert.
„Pass auf, was du sagst, Squiver. Ich werde dir schon zeigen: Wenn nicht Gouverneur von Prefsbelt IV... dann werde ich eben Gouverneur der Unterwelt.“
Ein Zucken durchlief sein eingefallenes Gesicht, das sich nun zu einer grinsenden, bösartigen Fratze verzog.
„Gouverneur der Unterwelt? Come on, Kern. Was für ein Schwachsinn.“ sagte Squiver belustigt.
Kern antwortete nicht. Stattdessen lachte er leise, beinahe freundlich.
„Hach ja... hat mich auch gefreut, Squiver.“
Er griff nach seinem Blaster – ein modifiziertes EL-18-Modell, schlank, schwarz, präzise. In einer flüssigen Bewegung richtete er ihn auf den Mann – und drückte ab.
Ein einziger Schuss.
Der Kopf des Blondschopfs sackte auf den Tisch. Die Flasche wackelte – aber fiel nicht.
Stille.
Kern blinzelte, schmunzelte leicht, und steckte die Waffe zurück in den Mantel.
„Ach, Squiver... er war unhöflich. Geistlos. Und langweilig.“