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Judenhass heute

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Riker, 10. Oktober 2019.

  1. Riker

    Riker Die einzig wahre Nr.1 Premium

    Hallo zusammen,nach der Sache in Halle ist bei mir wieder die Frage im Kopf.
    Warum sind die Juden heutzutage so verhasst dass Menschen sich veranlasst sehen eine Synagoge stürmen zu wollen um Juden zu töten.
    Ich meine im Altertum ist es klar,Juden haben Jesus getötet, die Brunnen vergiftet und die Pest verbreitet Blabla..
    Das die Moslems insbesondere die Palästinenser Wut und Hass auf die Juden schieben verstehe ich auch noch.
    Aber hier bei uns im Jahre 2019..warum dieser Hass von uns Deutschen?
    Ich verstehe es einfach nicht dass diese Volksgruppe derart verfolgt wird.
    Habt Ihr Ideen?
     
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  2. Eli Vanto

    Eli Vanto Adjutant

    Wichtiges und kompliziertes Thema. Ich würde mal grob sagen, dass es Judenhass bei 3 Gruppierungen gibt: Nazis, Islamisten und Linksextremisten. Bei allen dürfte der Ursprung (mal mehr, mal weniger) darin liegen, dass das westliche Wirtschafts- und Gesellschaftsmodel abgelehnt wird. Juden sind in diesem System überdurchschnittlich erfolgreich. Gemessen am jüdischen Anteil an der Bevölkerung, werden relativ viele Spitzenpositionen in (gerade Wirtschaft und Forschung) von Juden besetzt. Ich denke, daraus entsteht Neid und einige basteln sich in ihrem Kopf eine jüdische Weltverschwörung zusammen, die die Menschen von ihrem Glück fernhält. Sicherlich kommen noch andere Faktoren hier und da dazu, aber im Kern glaube ich, dass es drauf zurückzuführen ist.


    Da sind aus meiner Sicht einige Fehler in der Wahrnehmung: Zum Einen ging es den Menschen in der Geschichte wohl nie besser als heute in Westeuropa und vergleichbaren Ländern. Trotz aller Probleme, die ich auch gar nicht kleinreden will.
    Zusätzlich gibt es einen Grund exakt dafür, dass Juden relativ erfolgreich sind: Im Mittelalter war es Juden verboten Land zu besitzen und Handwerksberufe auszuüben. Dafür durften sie Zinsen verlangen. Folglich gingen sie eher Berufen nach, bei denen man mehr mit dem Kopf als den Händen arbeitete: Händler, Geldverleiher usw. So etwas beeinflusst natürlich die Kultur, besonders die Kindererziehung, das Familienleben etc. Folglich waren Juden im Zuge der Industrialisierung auch in der Pole-Position für gehobene Positionen, was die oben genannten Zustände erklärt. Es liegt also offensichtlich keine Weltverschwörung vor, sondern es hat historische Ursachen (für die eher Nicht-Juden verantwortlich sind), dass relativ viele Juden (immer im Verhältnis zur Bevölkerungszahl) z.B. im Bankensektor arbeiten.




    Echt? Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass Juden damit nichts direkt zu tun hatten. Oder meinst du einfach Aberglauben?
     
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  3. Raven Montclair

    Raven Montclair Queen of clouds

    Pontius Pilatus (bin mir nicht sicher, aber Pontius war auch als römischer Statthalter jüdischer Herkunft) hat Jesus als Volksverhetzer zum Tode verurteilt und die gewollte Begnadigung konnte er dann wegen einiger extremer anderer Juden nicht durchziehen.

    Aber da Jesus selbst ein Jude war, verstehe ich eh das Problem nicht. Wie kann ich Gott und seinen Sohn anbeten und gleichzeitig die Juden hassen? Allein schon von der Logik her völlig hanebüchen.
     
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  4. Agustin Prada

    Agustin Prada Schlächter von Dubrillion | IMP-OL

    Ein großes Problem sind Verschwörungsspinner, die immer noch über Zionismus und eine Weltverschwörung des Judentums schwadronieren. Das Internet ist voll mit diesem - sorry die Wortwahl - verblödetem Abschaum und das verwundert einen vor allem im Zeitalter, in dem die Bildung eigentlich fortgeschritten genug sein müsste, um 80 Jahre nach dem “Finanzjudentum” bisschen schlauer zu sein.
     
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  5. Eli Vanto

    Eli Vanto Adjutant

    Danke. Bisher war ich immer davon ausgegangen, dass es ausschließlich die römische Exekutive für die Hinrichtung verantwortlich war.

    Bei Religion, Hass und ähnlichem nach Logik zu suchen, ist eher sinnlos glaube ich ;)
     
  6. Crimson

    Crimson The great Cornholio

    Jahrhunderte alte Vorurteile verschwinden halt nur langsam, sondern sie erfinden sich immer wieder neu.

    Gestern schwadronierte z.B. mein zukünftiger Ex-Friseur, dass ja eh alles von "den Rothschilds" gesteuert würde.... Greta, die Grünen, Macron, der Brexit, Merkel, die Flüchtlingsströme, kurz so ziemlich alles, was Männer in seinem Alter gerade als bedrohlich empfinden. Die moderne Welt ist komplex, und Verschwörungstheorien sind ein einfacher Weg, diese komplexe Welt zu erklären, wenn einfach hinter allem Schlechten eine ominöse Elite steckt, die alle Fäden in der Hand hält. Solche Verschwörungstheorien sind in letzter Konsequenz immer antisemitisch, und "die Rothschilds" lediglich ein Verschleierungstaktik, weil "die Juden" seit 1945 nicht mehr so gut ankommt, und zu offensichtlich ist, wes Geistes Kind man ist.

    C.
     
  7. Riker

    Riker Die einzig wahre Nr.1 Premium

    Ja sicher die Verschwörungstheorien kenne ich auch aber vom Internet zum Mörder ist es doch noch ein weiter Weg. Geht die Beeinflussung wirklich soweit dass Menschen zu Mördern werden?
     
  8. Eli Vanto

    Eli Vanto Adjutant

    Man könnte fast meinen, wir kommen aus der gleichen Ecke. Aber diese Ansichten sind wahrscheinlich universell. Meiner Ansicht nach ist diese Einstellung: "Verschwörungstheorien sind ein einfacher Weg, diese komplexe Welt zu erklären, wenn einfach hinter allem Schlechten eine ominöse Elite steckt" eine Folge der alten religiösen (und staatlichen) Machtgefüge. Im katholischen Mittelalter, in König- und kaiserreichen hat man das den Leuten schließlich immer weis gemacht. Es ist schwierig, dieses kulturelle Gedächtnis so umzupolen, dass die Menschen ihr Glück lieber selbst in die Hand nehmen. Wie du schon richtig sagst, es ist einfacher, Fehler bei anderen zu suchen.
     
  9. Crimson

    Crimson The great Cornholio

    Naja, zwischen 1933 und 1945 haben sich große Teile des deutschen Volkes aufgrund von Verschwörungstheorien - nichts anderes war die Rassenlehre der Nazis - zu Mördern und Mitwissern eines der größten Menschheitsverbrechen machen lassen, und sehr viele davon mussten nicht erst groß dazu überredet oder gar gezwungen werden.
    Damals war das halt Staatsdoktrin und sogar in "Gesetze" gegossen, weswegen ziemlich viele mitgemacht haben. Heute ist das staatlicherseits verboten, was aber nicht bedeutet, dass Leute, die in eine Welt des Verschwörungswahns abgedriftet sind, sich nicht irgendwann moralisch legitimiert fühlen, wenn sie das "Recht" in die eigenen Hände nehmen. Solche Leute wie Breivik oder der Attentäter von Christchurch sehen sich ja nicht als Täter, sondern als Opfer äußerer Umstände und als Märtyrer für eine aus ihrer Sicht gerechte Sache.

    C.
     
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  10. icebär

    icebär sieht fern

    Werbung funktioniert. Betrachtet man die Größenordnungen, dann verhält es sich ungefähr so:
    10.000 Leute sehen ein Werbebanner. Ein Prozent davon klickt es an.
    100 Leute sehen das tatsächliche Angebot hinter dem Banner und einer kauft es.

    Man kann ziemlich gut damit rechnen, dass jeden morgen ein dummer Mensch aufsteht und ganz genau das tun wird, was man ihm sagt. Die Leute werden nicht zu Verhalten gezwungen, sondern sie treffen von sich aus die Entscheidung, dass sie nun etwas machen wollen, was ihnen als Handlungsoption angeboten wird.

    Dringende Bedürfnisse lassen sich so ausnutzen und das ist der Grund, warum Esoterik überhaupt nur funktionieren kann. Adolf Hitler hat das erkannt, als er im Knast "Mein Kampf" schrieb: Das Machwerk ist von vorne bis hinten erstunken und erlogen, arbeitet mit Halbwahrheiten, Auslassungen und appelliert sehr großkotzig auf der Gefühlsebene an die vermeintliche Vernunft des Lesers. Er erzählt in der Hetzschrift wieder und wieder, dass die Juden für die Gesamtheit aller Probleme verantwortlich zu machen sind und bedient sich pseudowissenschaftlicher Argumente, um "den Juden" biologisch vom Menschen abzugrenzen. Dieses Gedankengut ist heute noch da, nur übersetzt man so was mittlerweile in außerirdische Rothschild-Echsenmenschen. :crazy
     
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  11. Geist

    Geist Gesperrt

    Ich habe mir gestern auch darüber den Kopf zerbrochen nach Halle. Ich kam zu dem Schluss, dass die Denke solcher Menschen für mich nicht begreifbar ist, weil einfach eine logische Basis für die Räson vollständig abhanden zu sein scheint. Ich meine, wie schafft man es sonst, sich erfolgreich selbst einzureden: "Ich glaube nicht an den Holocaust, niemand würde den Juden so etwas Schreckliches antun. Als Konsequenz daraus werde ich nun hinausgehen und Juden niedermetzeln!"? Er verkörpert genau das, dessen Existenz er abzustreiten versucht und woraus er wiederum die Legitimation für sein krankens Handeln zieht. Arm, traurig, und bar jeder Realität.
     
  12. Crimson

    Crimson The great Cornholio

    Plumpes Abstreiten des Holocaust ist mittlerweile selbst in der tiefsten Nazi-Szene weitgehend passé. Die Nazis von heute deuten den Holocaust um, setzen ihn in Relation zu anderen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, versuchen ihn zu legitimieren durch angebliche jüdische Untaten, oder sie geben den Juden selbst, bzw. den Zionsten eine Mitschuld, da diese ja durch die Gründung des Staates Israel von der Shoa profitiert hätten.

    C.
     
  13. Steven Crant

    Steven Crant Baron von Cirrus & Ex von der Baumknutscherin Premium

    Dazu kommt dann noch das Gegenseitige Hochschaukeln in ihren eigenen Filterblasen in einschlägigen Foren und sozialen Medien.

    Da wird sich dann immer gegenseitig ordentlich Bestätigt, wie recht man doch hat und das alles andere eigentlich nicht stimmen kann.
    Das ist dann eine kleine bis mittlere Gruppe die sich als Elite sieht, vielleicht auch als erwählt um genau solche Handlungen dann in Angriff zu nehmen..

    Die Radikalisierung ist dann eben eine logische Konsequenz die sich als ein, mal längerer mal kürzerer, Prozess versteht.
     
  14. Jedihammer

    Jedihammer Generalfeldmarschall, Großmeister der Templer

    Zwei Sachen sind hier sehr wichtig. Die werden gerade von der rechten Seite sehr gerne unter den Tischfallen lassern .
    1. Die Weisen von Zion :
    Auch wenn es mancher nicht wahrhaben will.Oder es besser weis haber nicht zugeben will.
    Die sogenannten Protokolle der Weisen von Zion sind eine Erfindung des russischen Geheimdienstes des Zaren. Das ist politischer sowie historischer Fakt.

    2. Das Finanzjudentum :
    Es wird den Juden immer wieder vorgeworfen das sie seit Jahrhunderten das Kapital beherrschen(damit meine ich das sie mit Geld umgehen können) und wahre Künstler in Finanzdingen sind. Stimmt auch irgendwo.
    Aber es wird "übersehen", daß die Juden über 1000 Jahre lang gar keinen anderen Job nachgehen durften als als Geldverleiher. Die Juden durften keiner Zunft angehören und kein Handwerk ausüben. Sie mußten Geld verleihen um zu überleben.
    Und so manches Progrom wurde ausgeführt um seine Schulden "zu tilgen".

    Was den Haß vieler Moslems auf die Juden angeht,so war ich ja die letzten drei Tage in Palestina. Der Staat Israel behandelt die Menschen in den Autonomiegebieten nicht besonderst gut.
    Wasser gibt es nur für ein paar Stunden zwei Mal die Woche und keiner weiß wann.
    Wir wohnten 1,5 Kilometer von der Betonmauer entfernt. Und 5 Stunden bevor Jom Kippur begann wurde ein Betontor zugeschoben und damit war das gesamte Westjordanland von der Aussenwelt abgeriegelt.Das ist nicht schön.
    Aber auch hier sind zwei maßgebliche Dinge zu berücksichtigen :
    1.Ja,man ist fast 30 Stunden in seiner Bewegungsfreiheit eingeschrängt.Aber innerhalb des Westjordanlandes kannst Du Dich frei bewegen.Du hast Zugang zu Lebensmitteln,zur Freizeitaktivitäten und Du kannst tun und lassen was Du willst. Du kannst Dich im ganzen Westjordanland frei bewegen. Du kannst es nicht verlassen.Das ist nicht in Ordnung m.M.n.
    Gut,ich lebe nicht dort sondern war da nur Gast. Aber mich hat es eher nur gestört,ich habe mich nicht gefangen gefühlt. Mich persönlich hat es mehr geärgert das ich den Tempelberg zwar sehen, aber wegen Jom Kippur nicht betreten durfte. Die Abriegelung des Westjordanlandes und die Behandlung der Menschen dort durch Israel(und es sind ja nicht nur Moslems sondern auch Christen) ist i.m.A. nicht in Ordnung. Aber wer hier von einem "riesen KZ" spricht hat m.R.n. den Schlag nicht gehört.

    2. Die "Juden"
    Es gibt sie nicht,die "Juden".
    Jeder Jude ist auch ein Individum.Und jedes Individum ist anderst.Ja,Israel ist der Staat der "Juden".
    Aber auch wenn man das Verhalten des Staates Israel nicht gutheißt,so sollte man doch ein gewißes Verständnis für diesen Staat aufbringen.
    Die Juden wurden während des Holocaust in die Gaskammer geführt,erschossen usw.usf.
    Das die ein spezielles Bedürfnis nach Sicherheit haben liegt in der Natur der Sache. Das sie sich einen Staat gegründet haben,der vom Tage seiner Geburt an angeriffen wurden und in dem sie sich Sicher fühlen sollte auch verständlich sein.Und sie verlassen sich nur auf sich selber. Niemand hat ihnen während des Holocaust geholfen.
    Der Staat Israel wurde mehrfach angegriffen und hat den Arabern so manche blutige Lektion erteilt. Aber man ist in die Arroganz der Macht verfallen. Man behandelt die Araber,besonderst die in Palestina nicht gut.
    Aber hier sollte man unterscheiden zwischen "den Juden" und dem Staat Israel.
    Es gibt auch Verständnis, wo es keine Zustimmung gibt. Ich stimme dem Verhalten Israels nicht zu. Aber ich verstehe es zumindest irgendwo.

    Und noch etwas ist zu berücksichtigen.
    Der Staat Israel befindet sich seit seiner Gründung in permaneter Bedrohung. Und doch ist es Israel gelungen eine stabile Demokratie zu bewahren. Das israelische Volk kann bei jeder Wahl die regierung zum Teufel jagen. In Israel wurden sogar schon ehemalige Ministerpräsidenten und Staatspräsidenten in Haft genommen.

    Der langen Rede kurzer Sinn:
    Ich verstehe durchaus den Hass den so mancher Araber gegen Israel empfindet. Aber dieser sollte sich gegen den Staat Israel richten und nicht gegen jeden Juden.
    Zu dem Antisemitismus in Europa/Deutschland werde ich mich später äussern. Aber im Großen und Ganzen stimme ich gerade im Bezug auf die deutsche extreme Rechte dem Post von @Crimson zu.
     
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  15. Jedihammer

    Jedihammer Generalfeldmarschall, Großmeister der Templer

    Sorry für den Doppelpost. Aber ich möchte jetzt gerne meine Gedanken zu dem Terroranschlag in Halle und zum Kern des hier von @Riker eröffneten Threads,dem heutigen Judenhass äussern.
    Der Hass auf die Juden speist sich m.E.n. heute in Deutschland nur noch aus Idiotentum und Unwissenheit. Und der Verleugnung historischer Tatsachen.
    Das ist nicht einmal der klassische Rassismus. Den Jude zu sein hat nichts mit einer Rasse zu tun,sondern die Juden sind eine Religionsgemeinschaft.In der Antke waren die Juden ein Volk und haben sich selber als Volk gesehen. Und jeder der für 5 Cent Geschichtewissen hat weiß,das die Juden nach mehreren Aufständen gegen die Römer von diesen in alle Winde verjagt wurden.
    In diesem Moment gab es m.E.n. kein jüdisches Volk mehr. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Juden in alle Völker in deren Gebiet sie lebten assimiliert.Auch wenn die Völker dies nicht wollten. Ein kleiner Hinweis auf mein Spezialgebiet. In fast allen Kriegen nach dem Mittelalter haben die Juden mit großem Patriotismus für ihre Vaterländer gekämpft und sind gefallen. Es war ein Jude,der es dem Deutschen Reich ermöglichte,nach drei Monten im I.WK überhaupt weiter kämpfen zu können.
    Wo kommt also der Hass auf die Juden her und warum lebt er heute weiter ?
    Die Juden waren natürlich ein natürlicher Sündenbock. Wenn etwas aus der Bahn gelaufen ist müssen es die Juden gewesen sein. Diese bösartigen Jesusmörder, die den Heiland nicht anerkennen und die Pest gebracht haben um die christliche Welt zu vernichten. Diese elenden Brunnervergifter. Das die Juden ebenfalls Menschen waren,die Wasser trinken müssen um zu überleben hat man einfach "übersehen".Welchen Sinn würde es machen eine Wasserquelle zu vergiften aus der der Jude selber trinken muß ? Welchen Sinn würde es machen die Pest zu bringen an die der Jude selber sterben muss ?
    Heute gibt es in fast jeder deutschen Großstadt eine Judengasse. Warum gibt es die ? Weil die Juden in diese Gassen eingepfercht wurden. Die Judenghettos sind keine Erfindung der Nazis(wenn sie natürlich weitaus mörderischer waren). Und wie ich o.E. habe wird ihnen heute noch vorgeworfen sehr gut mit Geld umgehen zu können. Jüdische Finanzverschwörung. Aber hallo,die armen Schweine durften doch gar keinen anderen Beruf ausüben. Das sollten die heutigen Judenhasser mal zu Kenntnis nehmen. Und was den Vorwurf der "reichen Juden" angeht, sehen wir uns doch mal die Judenmorde im Osten an. Wen traf es denn bitte in Polen und der Sowjet-Union ? Die Ärmsten der Armen. Die Juden im Osten waren die ärmsten Schweine die es gab(Und bitte,ich spreche nach Schnautze.Ich halte die Juden naürlich nicht für Schweine.Ich benutze hier nur eine gebräuchliche Ausdruckweise für arme Leute).
    Im latent antsemistischen Osten wurden die Juden nicht einmal gewarnt,wer da als Eroberer ins Land kommt.
    Und heute sehen es die meisten Menschen jüdischen Glaubens so,das die heutige Generation der Deutschen nichts für den Holocaust kann.
    Nur mal als Beispiel . Die Altstadt von Jerusalem ist sehr eng. Und dort wimmelt es von israelischen Soldaten. Und es ist mir zwei Mal passiert das ich ein Bild gemacht habe,und beim Umdrehen bin ich einmal mit einem Soldaten und einmal mit einer Soldatin zusammen gestoßen. Der Macht der Gewohnheit folgend habe ich jedesmal auf Deutsch gesagt "Entschuldigen Sie bitte".
    Beide Male wurde ich freundlich angelächelt und beide haben sich selber entschuldigt.

    Der Hass der Rechten auf die Juden :
    Ich bin hier mit @Crimson einer Meinung. Selbst diese Idioten leugnen den Holocaust nicht mehr. Sie realivieren ihn heute. Sie rechnen Verbrechen gegen Verbrechen auf.
    Das ist allerdings i.m.A. ebenso erbärmlich. Natürlich gab es immer in der Geschichte Völkermorde. Aber was den Holocaust einzigartig macht ist die fabrikmäßige Ermordung der Juden in den VLs. Und dieser blöde Spruch,das die Täter per Folter gezwungen wurde ihre Aussgagen zu machen ist zum weinen.
    Die deutsche Bürokratie hat über jeden in der Gaskammer ermordeten Juden Buch geführt. Die Kommandanten der Einsatzgruppen und der VLs haben sehr genaue Angaben über ihre Taten abgegeben.
    Auch wenn ich es nicht unbedingt begrüße das man heute noch Greise von über 90 Jahre vor Gericht zerrt,und kleine Buchhalter in Ausschwitz schuldig spricht wo man früher Kommandanten von Einsatzgruppen und VLs frei gesprochen hat, so kann doch wohl selbst der letzte rechte Hohlkopft nicht ernsthaft glauben das in der BRD des Jahres 2019 ein Greis von 96 Jahren gefoltert wird um Dinge auszusagen die nicht stimmen.
    Es wird von der extremen Rechten gerne kritisiert,das die Leugnung des Holocaust in Deutschland unter Strafe steht. Darüber kann man geteilter Meinung sein.
    Aber die Leugnung des Holocaust ist eine nachträgliche Verhöhnung der Opfer. Eine Verhöhnung jedes Mannes,jeder Frau und jedes Kindes welches in der Gaskammer ermordet wurde,von den Einsatzgruppen erschossen wurde,in den Ghettos oder den Lagern verhungert ist,oder anderstweitig zu Tode kam.Und für jeden Menschen der in den Lagern oder Ghettos Leid erfahren hat. Und solange nochj ein Opfer am Leben ist sollte die Leugnung des Holocaust auch unter Strafe stehen.


    Der Angriff auf die Synagoge in Halle.
    Ich habe das nicht für möglich gehalten und nicht glauben wollen,das so etwas in Deutschland im Jahre 2019 möglich wäre.
    Wenn Leute wie @Clyde_ oder mein Freund @Crimson daruf hingewiesen haben das von rechter Seite eine extreme Gefahr für jüdisches Leben in Deutschland besteht habe ich mir selber gedacht "Jungs,ihr spinnt.Das passiert doch in Deutschland des Jahres 2019 nicht"
    Ich muß den beiden Abitte leisten. Es ist in Deutschland des Jahres 2019 passiert. Ein deutscher Neonazi wollte am höchsten jüdischen Feiertag,an Jom Kippur, in Deutschland in eine Synagoge eindringen und Juden ermorden. Das habe ich nie für möglich gehalten.

    Ein letztes Wort zu Angela Merkel. Gerade in rechten Kreisen wird Merkel sehr oft vorgeworfen das sie Angehörige von Opfern islamischen Terrors nur sehr spät oder gar nicht besucht. Das kritisiere ich auch. Aber jetzt wird ihr vorgeworfen,das sie sofort nach dem Terroranschlag von Halle(und nichts anderes war das. Das war Terror,purer Terror in seiner Reinkultur.) die Synagoge in Berlin besucht hat. Wo doch die beiden Todesopfer gar keine Juden waren.
    Ihr alle wißt das ich kein besonderst großer Anhänger der Erbschuld Deutschlands bin.
    Aber wenn am höchsten jüdischen Feiertag in Deutschland versucht wird eine Synagoge zu stürmen und Juden zu ermorden,dann ist es egal ob der Anschalg geklappt hat und es ist egal ob die Todesopfer Juden waren oder nicht. Dann MUSS die Regierungschefin der BRD in eine Synagoge gehen.
     
  16. Ben

    Ben I said three inches! Mitarbeiter Premium

    Ich habe in der Zeit ein Interview mit Gabriel Bach gelesen, der als stellvertretender Generalstaatsanwalt am Prozess gegen Eichmann beteiligt war und er hat von seinem Onkel gesprochen, der nach Dachau deportiert wurde. Sein Onkel musste seine eigene Deportation bezahlen und hatte zu diesem Zeitpunkt 20 Reichsmark dabei. Die Fahrt kostete 18,20 Reichsmark und seine Ehefrau bekam das Rückgeld von 1,80 Reichsmark erstattet.
     
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  17. Clyde_

    Clyde_ loyaler Abgesandter

    Ich bin relativ Platt von daher halt ich mich wohl kurz: Schon okay Jedi. Ich wünsch mir eher das Crimson, Count Flo und einige andere hier, die immer vor der Rechten Gefahr warnen, total falsch liegen würden.
    Nur liegen wir leider nicht falsch.
    Alles was nicht in deren Weltbild passt ist ein Ziel: Ob Demokraten, Türken oder Juden.

    Das ist Deutschland 2019.
     
  18. Jedihammer

    Jedihammer Generalfeldmarschall, Großmeister der Templer

    Glaube mir,ich wünsche mir auch das ihr falsch gelegen hättet.
    Ich wollte es einfach nicht glauben,das so etwas in Deutschland im Jahre 2019 möglich wäre. Ich habe mich geirrt.
    Schon die zwei Toten sind zwei zu viel. Mir stehen die Haare zu Berge wenn ich mir vorstelle was passiert wäre,hätte der Mann die Tür aufbekommen. Dann würden wir jetzt wohl von über 50 Toten sprechen.
    Ich konnte und wollte nicht glauben,daß 70 Jahre nach dem Holocaust in Deutschland jüdisches Leben bedroht ist.
    Für mich ist eine Synagoge gleich mit einer Kirche und einer Moschee. Das ist ein Haus Gottes.Hier beten Menschen zu Gott. Solch ein Haus sollte unantastbar sein.
    Und es ist eine Schande,das ein Haus Gottes von der Polizei geschützt werden muß.
    Ich habe das alles für übertrieben gehalten.Ich habe geirrt und verstehe es immer noch nicht.

    Da gibt es m.M.n nur ein Wort : Pervers
     
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  19. Clyde_

    Clyde_ loyaler Abgesandter

    Wie du weißt glaube ich ja an den alten Herren da oben, auch wenn ich die Religion als Ganzes und seine Vertreter hier unten gern kritisiere.
    Du hast aber vollkommen recht: kein Gotteshaus, egal welchen Glaubens sollte es nötig haben von der Polizei geschützt zu werden.

    Zum Rest hab ich dir per Pn was geschrieben :)
     
  20. Jedihammer

    Jedihammer Generalfeldmarschall, Großmeister der Templer

    Ich habe ja etwas vergessen.
    Es gibt ja noch einen Grund für den Judenhass. Neben dem Weltfinanzjudentum gibt es ja auch noch die jüdisch/bolschewitsische Weltverschwörung.
    Den Unsinn bekommt man auch nicht aus gewissen Köpfen raus.
    Wir alle kennen sie. Der Vorwurf das unter den Revolutionären des Bolschewiken viele Juden waren. Das stimmt sogar.Nur hatte das einen ganz banalen Grund.
    Das Russische Zarenreich war durch und durch antsemitisch.Da hat man den Judenhass mit der Muttermilch aufgesaugt.
    Es gab in Russalnd eine durch und durch antisemitische Organisation die nannten sich "Die schwarze Hundert". Diese Leute waren für unzählige Morde und und Progrome gegen Juden verantwortlich.Progrom ist übrigens ein Wort welches aus dem Russischen kommt.
    Und nun rate man,wer bei dieser Truppe Ehenmitglied war ? Richtig-Der Zar.
    Also warum waren viele Juden bei den Bolschewiken ? Nicht weil sie als Juden so überzeugte Weltverschwörer waren sondern weil sie sich schlicht und einfach ein besseres Leben erhofften wenn
    der Zar und sein Regime gestürzt sind. Und der Kommunismus versprach ja Gleichheit und Schrankenlosigkeit.
    Natürlich gehen die Ärmsten der Armen und Verfolgten gerne zu solchen Organisationen. Allerdings ist vielen Juden sehr bald ein Licht aufgegangen denn der Kommunismus entwickelte sehr bald seinen eigenen Antisemitismus.Der sogenannte linke Antsemitismus konnte durchaus ähnlich tödlich sein wie der rechte Antisemitismus.
    Jedenfallls bekommst man selbst über 100 Jahre nach der Oktoberrevolution den Unsinn von der jüdisch/bolschewistischen Weltverschwörung nicht aus den Köpfen einiger Leute.
    Ich kannte mal beruflich jemanden, der war bis in die Haarspitze überzeugter Nationalsozialist und Hiteranhänger.
    Und der felsenfest der Überzeugung das der Kapitalismus sowie der Bolschewismus ein jüdischer Versuch war um die Welt in die Hand zu bekommen.
    Das das im Bezug auf den Kapitalismus einfach schon aus geschichtlichen Aspekten vollkommen unmöglich ist hat er eionfach nicht zur Kenntnis genommen.
    Und die russischen Revolutionäre waren meist nur Juden auf dem Papier. Mit Sicherheit hatten die in der Gänze nicht vor einen jüdischen Staat auf den Ruinen des russischen Zarenreichs zu gründen.
    Die wirklichen Befürworter eines jüdischen Staates,die Zionisten und Theodor Herzel, waren sich einig das ein jüdischer Staat nur dort zu gründen ist,wo sie einst zu hause waren. In dem Land das ihnen Gott geschenkt hatte.

    Man muß auch irgendwo die "jüdische Seele" verstehen. Nach fast zwei Jahrtausenden in der Diaspora,nach Entrechtung,Ermordung und Verfolgung haben sie sich einen Staat geschaffen in dem sie sicher leben können.Hinzu kommt noch die Erfahrung des Holocaust.
    Es ist einfach zu sagen die Juden haben den Arabern das Land gestohlen.Aber immerhin gab es einen Teilungsplan für Palestina den die Juden in ihrer Mehrheit anerkannt haben. es waren die Araber die Israel am Tage seiner Gründung angegriffen haben. Und trotz mehrfacher Überlegenheit haben die Juden ihnen auf deutsch gesagt "Den Arsch versohlt" (@Ben Ich darf hoffen Du vergibst mit den Ausdruck :D;))
    Und die heutige Situation im Nahen Osten ist noch immer ein Ergebnis des Sechstagekrieges in dem Israel von den Arabern zu einem Präventivschlag gezwungen wurde.
    Die ganzen Eroberungen und Vertreibungen durch Israel für die man heute in gewissen Kreisen alle Juden der Welt verantwortlich macht wären nicht passiert hätte man Israel nicht dermaßen bedrohlt.
    Der damalige Ministerpräsiden Israels,Levi Eschkol war alles,aber kein Kriegstreiber. Aber in den Tagen im Juni 1967 ging es um den Bestand des israelischen Staates. Wenn die Araber Israel erobert hätten und jetzt nicht angefangen hätten die jüdische Bevölkerung zu ermorden, die Welt hätte die Eroberung Israels hingenommen.
    Ich bin kein Freund des Staates Israel und vieler seiner Maßnahmen, aber man muß doch verstehen das auch der Staat Israel oder besser gesagt gerade der Staat Israel das Recht hat sich und seine Bewohner bei Bedrohung militärisch zu verteidigen.
    Und auch wenn man dies anderst sieht,es kann nicht sein das man jeden Juden für die Taten des Staates Israel in Haftung nimmt. Ja natürlich, die meisten Juden in der Welt,ob religiös oder nicht,solidarisieren sich mit Israel. Das bedeutet jedoch nicht das sie alles gutheißen was Israel tut. Selbst im israelischen Kernland gibt es eine starke Gruppe die einen fairen und gerechten Frieden mit den Arabern wünscht.
    Die Taten und Maßnahmen Isarels hin oder her. Schuld ist immer auch individuell.
    Und deshalb kann ich keinen Menschen jüdischen Glaubens per se für die Politik Israels verantwortlich machen und ganz gewiß ist dies kein Grund zum Antisemitismus.

    Und noch eine Eigenheit ruht in der "jüdischen Seele". Die muß man,auch wenn man ihr nicht zustimmt, zumindest verstehen.
    Die Juden wurden vor fast 2000 Jahren von den Römern in alle Winde vertrieben.
    Und fast 2000 Jahre lang endeten die Gebete,die die Juden am Pessach sprechen mit den Worten : "Und nächstes Jahr in Jerusalem"

    Das geben die nie wieder her. Und ich kann es verstehen.
     

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