Kultfilme die ihr nie gesehen habt.

Das ging mir haargenau so.
Hab da überhaupt keinen Zugang zu gefunden und kann den Hype bis heute nicht nachvollziehen.
Zwar habe ich, wie in meinem vorigen Post beschrieben, ebenfalls keinen rechten Zugang zu "Blade Runner" gefunden, aber den Hype, wenn es ihn denn gab, kann ich schon irgendwo nachvollziehen. Kultfilme zeichnen sich halt auch oftmals einfach dadurch aus, dass sie Dinge "anders" machen. Und eines kann man "Blade Runner" schon zugutehalten: Er ist halt in manchen Belangen so eigenwillig, dass man ihn nur schlecht vergessen kann - selbst wenn man ihn, wie ich, nicht sonderlich mochte. Ich denke, daraus erwächst dann auch für manche die Faszination für die Tarantino-Filme (die ich großteils gut, aber nicht sehr gut finde) oder einem Werk wie "Fear and Loathing in Las Vegas" (das steht bei mir allerdings noch aus).
Ähnliches gilt auch für den Kultwestern „Spiel mir das Lied vom Tod“

Ich bin nicht über die Eröffnungsszene „drei unrasierte Männer am Bahnhof“ hinaus gekommen
Ich habe die Eröffnungsszene immer wie eine Ouvertüre in der Oper verstanden. Erst danach geht der Film ja eigentlich, markiert durch den Einsatz der Morricon'schen Filmmusik, überhaupt erst richtig los.
Was DEN Kultfilm schlechthin, „The Rocky Horror Picture Show“, angeht, finde ich ihn zwar grundsätzlich gut, ziemlich großartig sogar.
Aber das Ende ist ein wenig abrupt und unbefriedigend. Was so als hätte man nicht recht gewusst, wie man das ganze Chaos jetzt auflösen soll. Fand ich immer schade
Es ist jetzt schon mehr als 20 Jahre her, dass ich "The Rocky Horror Picture Show" gesehen habe und ich weiß gar nicht mehr, wie ich das Ende fand (bzw. bin mir nicht sicher, ob ich ihn dann zu Ende gesehen habe, damals gab es ja keinen Stream). Solche Stellen, mit denen ich auf die Weise fremdle, wie du es beschreibst, sind für mich aber häufig der Startpunkt für eine Interpretation. Derartige Irritationsmomente, die mich stutzig werden lassen, versuche ich dann in eine Fragestellung zu überführen, die in diesem Falle etwa lauten könnte: Was wird über dieses ganze Chaos denn ausgesagt, wenn es im Film dann aber, so groß es geworden ist, auch abrupt wieder enden kann? Gerade in Hinblick auf die ganze Fruchtbarkeitsthematik des Films scheint mir das ein vielversprechender Ansatz zu sein.
 
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