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Lasst uns über Handlung und Inhalt der Prequels sprechen.

Dieses Thema im Forum "Episode I bis III" wurde erstellt von Geist, 28. Dezember 2016.

  1. Geist

    Geist Gesperrt

    Und ihre Umsetzung, konkret gesagt. Stein des Anstoßes war für mich ein Post in einem anderen Thread:

    Vereinzelte Elemente und Stränge der Prequels werden zwar immer wieder in Threads untersucht, aber irgendwie scheint es noch kein Thema für den Plot in seiner Gesamtheit und Stimmigkeit gegenüber der OT zu geben. Dieser Thread arbeitet unter der Prämisse, dass die Prequels idealerweise gut zur OT passen sollten, denn sie war einfach zuerst da und hat Star Wars groß gemacht und dadurch Episode I bis III erst ermöglicht. Ehret den Anfängen, sage ich immer.

    Im Vergleich OT und PT wird oft hervorgehoben, wieviel besser und komplexer die Handlung der PT sei. Die OT behandelt den wirklich klassischen Gut-Böse-Konflikt recht formularisch, aber letzten Endes erhält sie durch diesen Märchencharakter ja auch ihre zeitlose Qualität. Aber wie steht es nun um die Prequels, stimmt es tatsächlich, dass der Plot dort so raffiniert und vielschichtig ist?
    Ich konnte keine ultimative Plot-Checkliste finden, die wir als anerkannten Standard zur Bewertung heranziehen können, darum möchte ich einfach mal eigene Kriterien dafür aufstellen: eine gute Handlung sollte
    a) einen interessanten Konflikt bieten und diesen verständlich darlegen
    b) Protagonisten beinhalten, die wir mögen und mit denen wir fühlen können
    c) nicht zu vorhersehbar sein und dennoch
    d) von Anfang bis Ende eine logische Abfolge der Ereignisse bieten.

    Bietet die PT das? Ich habe vor allem mit einer Sache vorwiegend Probleme in den Prequels: es gibt dort zwar mehrere parallel oder ineinander verlaufende Handlungsstränge, aber kein einziger davon funktioniert so richtig. Man kann die Grundthematiken der Prequels auf folgende Stränge runterbrechen:
    1. Die Klonkriege
    2. Jedi gegen Sith
    3. Anakins Fall zur Dunklen Seite
    4. Anakins verbotene Liebe
    Und daraus ergeben sich bereits die Probleme. Gehen wir es von hinten nach vorne durch: die Romanze zwischen Anakin und Amidala ist, gelinde gesagt, unglücklich geraten. Anakin verhält sich schwer obsessiv und dass sich Padmé in diesen kleinen verzogenen Bengel verschaut, der ziemlich viel von dem verkörpert, wogegen sie mit ihren Prinzipien einsteht, ist hauptsächlich merkwürdig.
    Auch Anakins Fall zur Dunklen Seite bereitet Kopfzerbrechen und lässt Schlüssigkeit vermissen. Nichts von dem, was Sidious ihm verspricht, wird jemals eingehalten. Er verliert alles und spätestens am Schluss von RotS sollte er eigentlich erkennen, dass er einfach nur heftig verarscht wurde. Seine vorläufige Loyalität zu Palpatine und seine Überzeugung für die Dunkle Seite werden niemals begründet in den Prequels. Wie wird aus ihm der Vader aus der OT auf diese Art?
    Jedi gegen Sith. Dieser Plot kommt erst gegen Ende der Trilogie so wirklich in Fahrt und man muss sich schon immer wieder mal fragen, wieso sich die Jedi so beknackt verhalten, wie sie es tun. Sie wissen von einer Prophezeiung, die Gleichgewicht verspricht, und sind der Meinung, dass das bedeutet, dass die Sith (die sie für ausgestorben halten) vernichtet werden? Ebenso offenbart ihnen Dooku, dass der Senat von dem Lord der Sith kontrolliert wird, und sie verdächtigen in Episode III sogar Palpatine, dass etwas mit ihm nicht stimmt; Mace Windu meint sogar, ihn umgibt die Dunkle Seite der Macht(!!!!!!!!). Und dann brauchen sie erst Anakins Hinweis, ehe sie auf die Idee kommen, dass er der Strippenzieher hinter allem sein könnte?
    Die Klonkriege... hier wird es richtig haarig. Ich glaube, George Lucas wollte mit den Klonen eine spannende Krimigeschichte erzählen, mit überraschenden Wendungen und Auflösungen. Erst hören wir in AotC von diesem mysteriösen Syfo-Dias, der aber eigentlich nicht mehr leben sollte, und später sollte dann sicher in RotS die große Erklärung kommen und uns geht allen ein Licht auf. Aber... sie kam nicht. Es wurde einfach für AotC ein seltsamer Jedi-Name aus dem Ärmel geschüttelt, um eine Nicht-Erklärung für die Existenz der Klonarmee abzuliefern, und dann wird niemals wieder darauf eingegangen.
    Auch die Republik geht unglaubwürdig locker mit der Angelegenheit um. Niemand hinterfragt die Klonarmee, die plötzlich wie gerufen auftaucht, als man sie gerade braucht? Wie kann das jemand nicht komisch finden, und allen voran die Jedi, die das Ganze entdeckt haben? Die andere Seite des Konflikts ist auch nicht besser. In der OT kämpfen die Rebellen gegen das übermächtige Imperium um das nackte Überleben und das Auflehnen gegen die Unterdrückung. Die KUS hingegen rüstet für einen Krieg gegen den großen Rest der Galaxis auf... weil sie die Besteuerung von Handelsrouten nicht okay findet. Ja, viel Erfolg dabei nach Ende des Krieges, den ihr wahrscheinlich verlieren werdet, gute Wirtschaftsbeziehungen aufzubauen mit den Planeten, die ihr angegriffen und besetzt habt. Ihr seht schon, dass euer einziger Anführer, in den allein ihr all eure Überzeugungen gesetzt habt, sich schwer verkalkuliert hat was die militärische Kräfteverteilung angeht und dass euer Feind urplötzlich eine Klonarmee aus dem Ärmel schüttelt, von der ihr bis zum Ausbruch des Krieges nichts wusstet. Da würde ich mal drüber nachdenken, ob das wirklich so eine tolle Idee war.


    Unter Berücksichtigung dieser Punkte würde mich brennend interessieren, was vor allem diejenigen, welche die Handlung der PT so gelungen finden, dazu so meinen. Wie seht ihr die Dinge, worin liegen bei euch Erfolge und Misserfolge der in den Prequels erzählten Geschichte? Seht ihr die Dinge, die ich der Trilogie vorwerfe, grundlegend anders oder haben sie für euch einfach ein anderes Gewicht. Ich bin gespannt, ein paar Meinungen von beiden "Seiten" zu hören dazu.
     
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  2. Deak

    Deak Wookieetreiber

    Ich möchte mich zunächst kurz fassen und mitteilen, dass ich das Wort "komplex" gerne mit "chaotisch" ersetzen möchte. Die Handlungsstränge wirken auf mich wie wild durcheinander gewürfelt; als ob Lucas zahlreiche Ideen hatte, die er unbedingt in drei Filmen unterbringen wollte. Ob es jetzt die Charaktere, deren Entwicklungen oder Schauplätze sind. Darunter leidet vor allem das Pacing. Man stolpert von einer Effektszene in die nächste, und wenn es mal eine ruhige Minute gibt, muss diese zwingend durch CGI-Klamauk gestört werden. Mir fehlen die Momente der OT, wo Charaktere einfach mal beisammen sitzen und wertvolle Informationen über sich liefern. Ganz ohne Effekte oder Musik. Wie zum Beispiel Luke, Owen und Beru in ANH, Luke und Han an Bord des Todessterns oder nach der Flucht an Bord des Falken, Luke mit Han und Leia auf der Krankenstation in ESB, Luke und Yoda auf Dagobah, ... in der PT gähne ich nur so vor mich hin. Es interessiert mich einfach nicht, ob Anakin Sand hasst. Und dann frage ich mich, wieso Szenen rausgeschnitten werden, die mehr über Anakin und Padme verraten hätten, wie zB die Szenen mit Padmes Familie auf Naboo in AOTC. Dann wird der allgemeine Zuschauer noch mehr verwirrt, als Padmes Familie am Ende von ROTS bei dem Beerdigungszug mitläuft. Hää??
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Dezember 2016
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  3. icebär

    icebär sieht fern


    Das trifft es meines Erachtens nur bedingt. Als roter Faden in politischer Hinsicht zieht sich die Korruption des Senats durch die PT und die findet in ANH mit der Auflösung des Senats dann auch ihr endgültiges Ende. Es geht nicht um die Klonkriege an sich, denn es ist ja deutlich, dass die Handelsföderation, die Separatisten, die Jedi und die Klone und auch Dooku & Grievous allesamt nur Statisten in Palpatines Schmierentheater auf dem Weg zur Macht sind.

    Und auch in charakterlicher Ebene komme ich mittlerweile zu dem Schluss, dass die einzige Figur, die wirklich funktioniert und kontinuierlich weitergeführt wird, nun mal Palpatine ist. Es ist also nicht Anakins Geschichte, sondern auf vielerlei Ebenen eher die des Imperators und des Imperiums.
     
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  4. Geist

    Geist Gesperrt

    Das sehe ich auch so (wobei ich die geschnittene Naboo-Szene mit Padmés Familie furchtbar finde persönlich). RotS hat hierbei eine einzige, sehr schöne Szene, wo für mich Anakin und Obi-Wan wirklich so funktionieren wie in der OT geschildert: als sich Anakin vor Obi-Wans Abreise nach Utapau bei ihm für sein Verhalten entschuldigt. Keine Action, keine Musik, einfach nur zwei Charaktere, die sich wie Menschen miteinander unterhalten. Und das ist sehr schön. In Nachhinein gewinnt die Szene natürlich an Tragik, weil es das letzte Mal ist, dass Anakin und Obi-Wan sich als Verbündete begegnen.

    @icebär Der Senat ist ja auch nur die Bühne für Palpatines Auftritt, wahrhaftig. Die politische Seite der PT ist im Wesentlichen schon mit dem Ende von TPM gelaufen, als er zum Kanzler wird, und für den weiteren Handlungsverlauf habe ich daher den Klonkriegen größeren Stellenwert eingeräumt, weil die Filme ja letztendlich Star Wars heißen und ein kriegerischer Konflikt im Vordergrund stehen sollte. Palpatine ist wirklich die funktionierende Schlüsselfigur in diesen Filmen. Leider beharrte George Lucas ja auf seiner Behauptung, die Saga erzähle Anakins Geschichte. Zumindest am Anfang ist das ja leider eher misslungen.
     
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  5. Lord Garan

    Lord Garan Plüschpirat Mitarbeiter

    Ich fand es hierbei immer relativ lustig, dass Episode 1 es für sich eigentlich weitgehend hinbekommt genau diese Dinge zu behandeln, wahrscheinlich auch einer der Gründe warum ich Ep 1 als den besten der PT Filme betrachte.
     
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  6. Horuspokus

    Horuspokus A Blue Hope

    Wie kommst du darauf, dass die Klonkriege einer der Hauptstränge in der PT sind? Man sieht schließlich nur deren Beginn und deren Ende. Ihr Verlauf spielt jedoch keine Rolle.
    Für mich sind die drei Hauptstränge der PT:
    1. Der Untergang der Republik
    2. Die Zerschlagung des Jediordens
    3. Der Fall von Anakin Skywalker
    Wobei alle drei dieser Thematiken eng miteinander verknüpft sind. Wie hier im Thread schon angemerkt wurde, besteht diese Verbindung personell am stärksten durch Palpatine/Darth Sidious. Trotzdem sehe ich ihn nicht als höherwertiger an als "Die Großen Drei".
     
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  7. Raven Montclair

    Raven Montclair Queen of clouds

    Als ich die Prequels damals im Kino gesehen hatte, hatte ich das Gefühl, sie zur Kenntnis genommen zu haben. Ich hatte weder das Bedürfnis, einen davon nochmal zu sehen, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen oder sie zu analysieren, wie bei der OT. Nun könnte man argumentieren, dass ich bei der OT eher im begeisterungsfähigen Alter war, aber TFA und RO hatten den gleichen Effekt wie die OT damals. Erst nach TFA! habe ich mir die PT Filme ein zweites Mal angesehen. Oberflächlich funktioniert die Geschichte für mich nur dadurch, dass es soviel Stränge gibt, dass man gar nicht zum Nachdenken kommt-zumindest während des Filmes nicht. Die vielen offenen Fragen, wie z.B. wer die Klonarmee bezahlt hat oder zumindest eine Anzahlung leistete, warum ein anscheinend hoher Jedi-Meister ohne Wissen des Rates eine derartige "Bestellung" aufgeben konnte, etc. etc., darüber habe ich erstmalig dann nachgedacht. Meines Erachtens liegt mein Problem mit der PT darin, dass Zuviel erzählt werden will und daher alles zu kurz kommt. Als kurzweiliger Unterhaltung ohne Nachdenken funktionieren die Filme aber trotzdem bei mir.
     
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  8. Jeff "Joker" Moreau

    Jeff "Joker" Moreau loyale Senatswache

    Nun ich für meinen Teil kann sagen, dass für mich die Handlung der PT funktioniert. Klar gibt es ein paar unpassende Dinge, wie z. B Syfo-Dias, jedoch wurde dass ja in TCW geklärt. Die PT erzählt die Geschichte des tragischen Helden Anakin Skywalker und den Fall der Republik, bzw. der Jedi. Grundsätzlich interessiert mich diese Epoche von Star Wars am Meisten. Vermutlich weil sie es ist, wodurch ich überhaupt auf Star Wars aufmerksam wurde. Die untergehende Republik, die Jedi als unfähiger Orden, die Klonkriege, Darth Sidious all das ist viel facettenreicher und interessanter. Ich sehe auch kein Chaos in der Handlung und möchte auf ein paar Punkte eingehen:
    Das Verhalten der Jedi wird für mich durch die Filme ausreichend erklärt: Sie sind nunmal an ihren Kodex gebunden, an ihre Tradition und wissen nicht wie sie mit Veränderung umgehen können. Palpatine ist ein gewähltes Oberhaupt der Republik, dessen Handlung absolut rechtmäßig ist. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass er die Seperatistenallianz unterstützt. Selbst wenn die Jedi wüssten, dass er ein Sith ist, was sollten sie tun? Sith ist kein Verbrechen- und sie könne ihm nichts nachweisen. Deswegen auch der "heimliche Angriff" von Windu auf Palpatine. In einem Plinkett - Video wird vorgeschlagen die Jedi sollten Palpatine öffentlich angreifen, was für ein Schwachsinn! Man sieht ja wieviel zusätzliche Symphatie er durch das Attentat gewann. Wenn die Jedi einen Kanzler einfach so öffentlich angreifen, können sie sich gleich auflösen.
    In AOTC wird klar, dass Tyranus für die Entstehung der Klonarmee verantwortlich war. Das ist zunächst mal ausreichend Information für die Filme. Klar wäre es besser man wüsste genau wer Syfo Dias ist-aber wirklich nötig für das Verständnis ist es nicht. Die Jedi finden die Klonarmee "komisch". Aber was sollten sie oder die Republik tun? Die KUS wird angreifen und dann nimmt man halt die nächstbeste Armee die man hat, anstatt erst zuzulassen, dass zig Welten vom Feind besetzt werden. Und der Arenakampf visualisiert ja deutlich, dass die Jedi nicht ausreichen um den Konflikt zu beenden.
    Die Konzerne der KUS profitieren vom Krieg, es geht später primär nicht mehr darum die Republik zu zerstören, sondern einfach so lange wie möglich Krieg zu führen. Sie sind nunmal den Pakt mit Sidious eingegangen und zu ängstlich um einfach abzubrechen. Ein Abbruch bedeutet ja sowieso Gefangennahme oder zumindest großen Machtverlust. Wieso sollten sie das überhaupt in Erwägung ziehen?
    Nun Leia verliebt sich auch in Han, der ebenfalls nicht ihre Prinzipien verkörpert... Die OT Romanze ist zwar viel besser umgesetzt und symphatischer, aber so realistisch ist sie auch wieder nicht. Und ganz unnachvollziehbar ist die Romanze der PT auch nicht, ich sehe es nicht so katastrophal an, wie manch anderer.
    Wieso wurde er verarscht? Palpatine hat doch nichts mit Padmes Tod zu tun? Aber allgemein zu Anakins Fall zur dunklen Seite: Für mich ist es verständlich und ich verstehe auch nicht warum es für manche so überhaupt nicht funktioniert: Meines Erachtens geben die Filme genug Gründe. Für manche funktioniert es eben, für andere nicht.

    Dinge die ich die Handlung betreffend nicht wirklich gelungen finde ist die Romanze Anakins und Padmes, und Dookus Motivation. Man hätte ihn schon in I einführen können. Trotzdem ist er auf jeden Fall besser als eine ganze Trilogie lang Maul.

    Allgemein ist es vielleicht teilweise einfach eine Sache der Wahrnehmung: Als ich davon erfuhr, dass die Saga Anakins Tragödie sein soll, so habe ich dies verstanden und sehe es auch so. Klar ist, dass dies nicht von Anfang an geplant war- aber im Nachhinein kann es ja trotzdem funktionieren.
     
    Darth Stassen und #Enif# gefällt das.
  9. #Enif#

    #Enif# Dienstbote

    Sehe ich ähnlich. Es wird von Ep. I - III Schritt für Schritt auf Anakins Wechsel zur dunklen Seite hingearbeitet. Seine Zweifel, seine (Verlust-)Ängste und alle Gefühle, die ihn zu keinem 'guten' Jedi machen, werden, meiner Meinung nach, mit genügend Beispielen begründet. Dass das nicht das Einzige ist, was in den PT erzählt wird, ist klar, aber ich unterscheide da zwischen den subjektiven und den objektiven Schicksalen in dem Film. Anakins Schicksal (und das einiger anderer einzelner Charaktere) und dessen Entwicklung, sowie der allgemeine politische Verlauf und das Schicksal einer gesamten Galaxie.
    Auf ein paar Einzelheiten ("Wer war dieser Sifo-Dyas?"), die im Film nicht so viel Beachtung erhielten und für das Wesentliche der Filme auch nicht SO von Bedeutung sind, geht man ja größtenteils woanders ein (TCW etc.), was ich völlig legitim finde. Wie lang wären die Filme geworden, wenn man nun auch noch jede Kleinigkeit erläutert hätte?
     
  10. Warsler 72

    Warsler 72 Offizier der Senatswache

    In gewisser Weise verarscht Palpatine Anakin durchaus. Er lockt ihn mit dem Wissen seines Meisters, Darth Plagueis,dass sterben derjenige zu verhindern die einem nahe stehen. Und nachdem Anakin zur dunklen Seite gewechselt ist,muß er zugeben das er das wissen gar nicht hat.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2017
    Gene gefällt das.
  11. Lord Barkouris

    Lord Barkouris Darth Aggregate

    ACK zu der *Menge an Gründen*.
    *Verarscht* ist vlt. auch eher IMO der falsche Begriff.
    Legt Palpatine Anakin gezielt herein?
    IMO ist das schwer zu sagen und eher unwahrscheinlich...

    ...+@Warsler 72: ...Wobei ich das zu kurz geriffen sehe.
    IMHO war Palpatine hervorragend "informiert". Palpatine ist eher jemand, der Potenziale erkennt und eine Art Meister der Prophetie!
     
  12. Geist

    Geist Gesperrt

    Ihr näherer Verlauf nicht so sehr, aber wohl die Tatsache, dass sie stattfinden, schließlich sind sie das Um und Auf von Palpatines Aufstieg zu den Vollmachten, die er für seine Pläne benötigt. Zu den Klonkriegen zähle ich als Handlungsstrang auch die damit verbundenen politischen Entwicklungen mit den Separatisten wie auch Obi-Wans Nachforschungen zur Klonarmee in Episode II, und das sind halt wesentliche Teile der Filme. Und auch die Kriegsumstände sind ausschlaggebend für das Gelingen der Order 66, dafür, dass Anakin verführt werden kann, während Obi-Wan und Yoda weit weg sind, und so weiter. Also so betrachtet spielen sie eigentlich sogar mit die größte Rolle in der PT.
     
  13. Nik Ren

    Nik Ren Padawan Okin Ail

    Bei den Erzählsträngen stimme ich @Cacau zu. Ich würde nur Untergang der Republik durch den Aufstieg des Imperators ersetzen (auch wenn letztendlich fast dasselbe gemeint ist). Die Klonkriege sehe ich nicht wirklich als Hauptstrang. Und diese drei Hauptstränge sind alle eng mit einander verbunden.
    Ja, die PT hat einige Macken, aber ich finde die Story insbesondere in Episode III viel spannender als das einfach Gut gegen Böse der OT. Mich begeistert an Episode III die Darstellung, dass alle "Guten" durch ihre Handlungen genau das Gegenteil von dem Hervorrufen, was sie eigentlich wollen, und sich dadurch quasi selbst vernichten. Diese Tragik ist der Grund dafür, dass ich heute so ein Star Wars Fan bin.
     
    dd01 gefällt das.
  14. dd01

    dd01 Ehemals "EmJay"

    Nach der Argumentation ist die "Macht" ebenfalls ein zentraler Handlungsstrang in der PT, da ihre Existenz ebenfalls andere Handlungsstränge hervorruft, die unmittelbar von ihr beeinflusst sind. ^^

    Sehe es in dem Punkt auch wie Cacau. Die Klonkriege sind allgegenwärtig, aber kein zentraler Handlungsstrang in der PT.
     
  15. ObiAna

    ObiAna grauer Jedi

    Wenn man schon Zitate hier von mir verwendet, dann möchte ich mich auch erneut zu Wort melden.

    Ich bin ein Fan der PT Trilogie, weil sie einfach zu Star Wars dazu gehört und der ganzen Saga unheimlich viel geben statt ihr zu nehmen.

    Klar, die Optik war bis auf 1 katastrophal CGI lastig und viele Dialoge auch nicht gerad passend gewählt und die Love Story hätte man auch besser darstellen können. Besonders in Episode 2.

    Aber was habe ich alles auf meiner dafür, pro Liste:

    - die ganze Saga ergibt nun Sinn und erzählt eine vollständige Geschichte, die uns ungemein viel präsentiert.

    - Das Star Wars Universum ist dank der PT enorm gewachsen. Planeten, Charaktere, Aliens usw....

    - Star Wars bekam mehr Tiefe und auch grau Töne. Allein schon wegen der ganzen politischen Storyline von 1-3.
    Das klassische gut gegen böse war noch nicht so ausgeprägt.

    - perfekter Übergang einer farbigen/fröhlichen bunten Welt in eine düstere, hoffnungslose Diktatur. Die Farbe und Stimmung wurde von Teil zu Teil dunkler.

    - die besten Kämpfe, die besten Choreographierten Lichtschwert Duelle, die es jemals zu sehen gab. Hier sei ganz besonders 1 und 3 erwähnt.

    - ein wahnsinniger epischer Gänsehaut Soundtrack, mit jedes mal eigenständigen Themen.

    - die Drehbücher waren nicht perfekt, dafür bewies Lucas enorme Kreativität, um das Universum wachsen zu lassen.

    - Episode 3 hat eine noch nie zuvor gespürte Gänsehaut in mir ausgelöst.

    - Palpatine bzw die Leistung von Ian Mcdiarmid war eine grandiose schauspielerische Leistung und das in allen 3 Teilen der PT.

    - ein sehr sympathischer Obi Wan Kenobi und ein perfekt dazu gefundener Darsteller.

    - eine sehr hübsche/süße Königin und Senatorin

    - der beste Episoden Anfang ever. ( episode 3). Einen besseren Anfang gab es nie wieder bei einer episode. ( die ersten 30 Sekunden nach dem Lauftext)




    Ich glaube das reicht erstmal, warum ich die PT Trilogie so liebe und sie für mich sowas von zu Star Wars gehört.


    Episode 7 gehört für mich noch nicht dazu. Ob jemals, das werden episode 8 und 9 zeigen.

    Falls nicht, dann ist mein Star Wars mit 1-6 und Rogue One beendet!
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2017
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  16. Haarspalter

    Haarspalter Zivilist

    Der Punkt an dem die PT (für mich persönlich) total versagt, ist die Darstellung von Anakin Skywalker.

    Durch alle drei Filme wird er durchweg als unsymphatische Person dargestellt:

    Episode I: obersüßer, oberehrlicher Knuddeljunge >:(
    Epissde II: weinerlicher, rumnörgelnder Pubertätsdödel :unsure:
    Episode III: von anderen, leicht manipulierbare Labilheulsuse :thumbsdown:

    Das macht es (mir persönlich) unmöglich mit diesem Charakter mitzufiebern, seine Handlungen nachzuvollziehen, ihn als Filmbösewicht zu hassen oder irgendeine Art tragisches Mitgefühl für zu entwickeln. Vor den PT Filmen hab ich Anakin Skywalkers Untergang immer damit verglichen, wie als wenn der eigene beste Freund sich auf einmal in eine richtiges A*******H verwandelt. Vergleichbar damit, dass er auf einmal im Lotto gewinnt und man dabei zu sehen muss, wie ihn das viele Geld nach und nach in einen Macht-bessenen arroganten Fatzken verwandelt.

    In ESB sagt Vader Dinge wie ["Wenn Du nur wüsstest, welche Überlegenheit einem die dunkle Seite der Macht verleiht."]. Als Zuschauer bekommt man da den Eindruck, dass er die dunkle Seite tatsächlich aus Überzeugung wählte, weil sie ihn schneller und stärker gemacht hat als die helle Seite es je hätte tun können. Für ihn war es die richtige Möglichkeit um z.B. in einem Krieg das Blatt entscheidend zu wenden bzw. um einen Krieg komplett zu gewinnen. Und als der Krieg gewonnen war, konnte & wollte er der dunklen Seite nicht mehr abschwören.

    PT Anakin sagt zu Palpatine "Okay, ich mach mit." nur wegen Padme ... ach wie tragisch :roll:
     
    Geist gefällt das.
  17. Darth Gollum

    Darth Gollum Der, den sie DEN nannten

    Gut, dass ich für mich aus diesem Satz herauslese dass das nur für Dich gilt, sonst könnte man Dir Anmaßung vorwerfen, hier ein allgemeingültiges Statement abgeben zu wollen, ohne selbst 1977 im Kinosaal gesessen zu haben und den grandiosesten Filmauftakt aller Zeiten zu sehen ;)
     
  18. Jeff "Joker" Moreau

    Jeff "Joker" Moreau loyale Senatswache

    Zu diesem Zeitpunkt ist er dieser Überzeugung. Allerdings geht daraus doch nicht hervor, dass dies der einzige Grund war warum er auf die dunkle Seite wählte. Und der Wunsch Anakins der "mächtigste" zu sein ist auch Teil der PT, deswegen erliegt er auch leichter Sidious Versprechungen, da die Jedi ihn sein Potential nicht ausnutzten lassen.
    Das ist deine Interpretation. In den Filmen wird es nicht so dargestellt sondern weitesgehend offengelassen.
    Gut, dass du dass "für dich persönlich " hervorhebst. Deine Vorstellung von Anakin gefällt mir auch gut, nur gefällt mir die Version der PT ebenfalls weitesgehend.
     
  19. Seth Caomhin

    Seth Caomhin Baron von Wolfenstein

    Das ist in der Menge alles ziemlich diskutabel. Das die Saga Sinn ergeben sollte und eine vollständige Geschichte ergibt, kann man ernsthaft in Zweifel ziehen. Bei jeder Episode wurde von vorn angefangen, es werden Themen angerissen und einach fallengelassen oder Handlungen vorgestellt, die alles andere als rational sind und Anakins Verhältnis Seitenwechsel steht da sogar auf dem ersten Platz. Und letztendlich steht das auch Tiefe und Grautönen im Weg. Davon ist nicht wirklich etwas zusehen, es ist ziemlich Schwarz- und Weiß. Die Basis ist da aber mehr als eine Basis gab es da nie. Gerade eine politische Storyline hätte da helfen können, mir ist aber nicht klar wo du die da erkennst. Die "politische Storyline" besteht aus Palpatine setzt Valorum ab, Palpatine wird Kanzler, Palpatine erhält Superkompetenzen und Palpatine ruft das Imperium aus. Genau so sehen auch die Szenen aus, da gibt es keinen nennenswerten Plot, keine Parteien und Personen mit Motivationen, Zielen, Begierden und Abneigungen. Ansätze gibt es wohlbemerkt aber keine Ausführung. Dass die Kämpfe die besten sein sollen ist auch mehr als diskutabel. Man kann ihnen genauso attestieren kalt, seelen- und vor allem emotionslos zusein, eben weil sie auf so erschöpfende Weise auf eine offensichtliche Choreographie bauen. Ian McDiarmid schließlich hat sicherlich sein bestes gegeben aber Overacting würde ich nicht unbedingt als grandiose, schauspielerische leistung betiteln. Ewan McGregor hingegen war wohl wirklich die perfekte Besetzung Obi-Wans und irgendwie ist es ihm zu wünschen, er bekommt noch einen Film, in dem er im Mittelpunkt stehen darf. Dass Episode III den besten Anfang haben soll, sry kann ich nicht nachvollziehen. Das Bild geht runter, man sieht einen Kreuzer, dann fliegen zwei Jäger über den Kreuzer und runter in eine riesige ziemlich seelenlose CGI Schlacht.

    "eine sehr hübsche/süße Königin und Senatorin"

    Also wenn ein weiblicher Charakter nach drei Filmen so beschrieben wird, ist das ein ziemlich katastrophales Ergebnis.
     
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  20. Jeff "Joker" Moreau

    Jeff "Joker" Moreau loyale Senatswache

    Eine große Ausführung gibt es tatsächlich nicht, aber ich denke nicht, dass es notwendig ist, alles bis ins Detail auszuführen. Der politische Handlungsstrang ist relativ einfach gehalten, ist dabei aber so allgemeingültig konzipiert, dass er universell lehrt wie Demokratien scheitern können. Mehr ist auch für einen SW Film nicht nötig. Leider wurden einige Politikszenen gestrichen, die die einzelnen Interessen verdeutlichen. Trotzdem sind die Motive eindeutig genug. Die Separatisten wollen Unabhängigkeit von der Republik und diese reagiert mit Krieg und gibt dabei die Macht an den Kanzler, da der Verwaltungsapparat zu langsam und korrupt ist. Grundsätzlich finde ich es jedoch schon positiv, dass es überhaupt einen politischen Handlunsstrang gibt. Das hebt die Filme von sonstiger Space Fantasy hervor.
    Ein Nicht-Starwarsfan könnte dasselbe über die Eröffnung von IV sagen: Ein kleines Schiff wird von einem großen verfolgt, es gibt Peng Peng und dann werden Leute die wir nicht kennen von seltsamen Truppen abgeknallt. Ich finde beide Openings klasse und hervorragend inszeniert, aber das von Episode IV lebt vor allem vom Kultfaktor.
     
    Darth Stassen gefällt das.

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