Maul - Shadow Lord Season 1 Episode 1 The Dark Revenge

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Darth Mornabin

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Erstausstrahlung: 06. April 2026

Titel: "Kapitel 1: Die dunkle Rache"
Länge: 30 min brutto / 27,5 min netto
Regisseur: Steward Lee, Saul Ruiz, nate Villanueva
Drehbuch: Matt Michnovetz
 
Zuletzt bearbeitet:
Ersteindruck:

Naja … ist ok. Die interessanten Ideen sind da. Gibt halt diverse TCW-Altlasten, aus denen man, für mich, nicht gelernt hat.

Positiv:
- Was mir an Maul selber gefällt: Er ist kalkulierend und nicht einfach wie in TCW dabei einfach einen Gegner nach dem Anderen kalt zu machen. Er spielt sie möglichst lange gegeneinander aus, bevor er selber mit begrenzten Ressourcen zuschlägt. Die Charakterisierung ist insofern top.

- Ich finde die Zusammenstellung des Teams cool: Nachtbrüder gemixt mit Mandalorianer.

- Die Reibungen zwischen Meister Daki und seinem Padawan Devon sind nachvollziehbar und werden schön in die Handlung miteingebunden.

Mir gefällt Captain Lawson und 2-Boots.

- Bis auf Duel of the fates in en ersten 5 Minuten … Kein Fanservice.


Negativ:
- Problem was ich mit Head Writer Matt Michnovetz seit TCW habe (Der unter Anderem den Umbara-Arc verbrochen hat.): Super Ideen … wird aber alles rein für Action-Sequenzen missbraucht.

- Handlungsmässig was Maul angeht: It‘s like poetry, it rhymes war mal hier wieder am Werk. Wieder mal ist Maul bei seinem ersten Auftritt in einer Serie im Untergrund, aus dem er sich rauskämpfen muss. Wieder mal kriegt er eine sehr konkrete Vision, aus der er gleich Pläne strickt, um Sidious zu bekämpfen.

- Oben drauf kommt das Prequel-Problem zu Tage kommt, dass wir wissen, dass er letztlich seine Ziele spätestens in Rebels zurückfährt. Das hatten wir schon … teilweise mehrfach.

=> Wenn man die Figur ständig bringt, gebt mir was Neues. Aktuell ist es Bestehendes ausbauen oder einfach wiederholen. Aber viel mehr geht bei ihm als Figur, die schon so durch erzählt ist halt nicht.


Neutral / Gemischtes:
- Auch wenn zu viel Action, die ist wenigstens abwechslungsreich und kreativ wie mit den Seilen zu Beginn. Auch schön die Enordnung von Lawson bezüglich der Methodik im Vergleich zu den Syndikaten.

- Warum ist Mauls Akte beim ISB eigentlich Verschlusssache? Arbeiten die Inquisitoren mit dem ISB so eng miteinander zusammen? Später in Ahsoka bezieht Thrawn seine Infos auch aus dem Inquisitorenprogramm und nicht der Inquisition?

- Ist Crimson Dawn nicht von Maul gegründet? In Solo war der Name ja ein Teaser darauf, dass Maul der Kopf des Syndikates ist. Und in TCW hat Maul auch die anderen Syndikate wie die Pykes bestraft und gedroht deren Ressourcen zu Gunsten von Crimson Dawn umzuschiffen.

- Man merkt, dass die Handlung mehr ein gestreckter Film ist und weniger ein Serial. Wodurch eine Bewertung ohne das Ende richtig schwer fällt. Es wirkt, als hätte ich mit den ersten beiden Folgen gerade mal die ersten 20 Minuten eines 90 minütigen Spielfilms gesehen.


Gebe mit Tendenz nach unten ...

7 von 10 Punkten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe die ersten beiden Folgen heute gesehen. Optisch und atmosphärisch auf alle Fälle sehr stark. Die Story wird aber nur minimal angerissen und man merkt, dass man erst zu Beginn einer grösseren Geschichte ist. Aktuell ist noch sehr viel Aufbau und ziemlich actionlastig. Schade, dass es (noch) so gut wie keine Verweise zum Solo-Film gab.

Gebe beIden Folgen jeweils

6 von 10 Punkten!
 
Hat mir sehr gut gefallen.
Fängt an wie der Gangsterkrieg in Al Capones Chicago de Jahres 1929.
Darth Maul ist ausserdem nicht mehr der hitzköpfige Haudrauf aus EP 1 sondern ein eiskalter Analytiker der zunächst noch im Hintergrund agiert.
 
Düster, schnell und stellenweise überraschend brutal. Vor allem aber schafft sie es, Darth Maul sofort als Zentrum dieser Geschichte zu etablieren, als bedrohliche, kontrollierte und enorm präsente Kraft.

Schon die ersten Minuten funktionieren. Dieser Überfall, die nächtliche Metropole, die Lichter, die Häuserschluchten, der ganze Look der Folge hat sofort etwas Eigenes. Diese neongetränkten Nachtszenen sehen großartig aus. Janix fühlt sich vom ersten Moment an lebendig an.

Was dabei besonders gut gelingt, ist das Worldbuilding. Das Imperium ist da, aber noch nicht völlig durchorganisiert. Vieles läuft noch über lokale Sicherheitskräfte, regionale Strukturen und kriminelle Netzwerke, die ihre Chance wittern. Genau dieses Machtvakuum macht die Folge interessant. Man spürt, dass die Ordnung der alten Republik weg ist, die neue aber noch nicht alles im Griff hat.

Die Folge versteht sehr gut, dass Maul nicht dann am stärksten ist, wenn sie möglichst laut und wild inszeniert wird. Gerade seine Ruhe macht ihn so gefährlich. Er flüstert mehr, als dass er spricht. Er beobachtet. Er kalkuliert. Und wenn er zuschlägt, dann schnell und ohne Zögern. Diese kontrollierte Bosheit passt unglaublich gut zu ihm. Sein erster richtiger Auftritt ist dann auch genau so inszeniert, wie man es sich erhofft. Die verhüllte Gestalt auf der Rampe, das rote Doppelklingenlichtschwert, die Musik im Hintergrund

Gut gefallen hat mir Captain Brander Lawson. Lawson wirkt von Anfang an wie jemand, der in dieser Welt verankert ist. Ein Ermittler, der seinen Job macht und dabei merkt, dass er in etwas Größeres hineingerät. Der Kaffee, diese leicht abgekämpfte, aber wache Art. Das hat fast etwas von einem klassischen Krimihelden.

Auch die Nebenfiguren funktionieren erstaunlich gut für eine erste Episode. Mauls Verbündete bringen direkt Profil. Besonders seine mandalorianische Gefährtin und die Zabrak an seiner Seite sorgen dafür, dass er nicht isoliert wirkt, sondern wie jemand, der längst wieder Strukturen um sich herum aufbaut. Ebenso gelungen ist die Unterweltseite der Folge. Diese Szenen haben fast etwas Mafioses. Man merkt, wie Maul die Spannungen zwischen den Gangsterbossen gezielt ausnutzt und genau weiß, wann er nur einen kleinen Impuls geben muss, damit alles eskaliert.

Die Jedi Handlung finde ich bisher solide, aber noch nicht ganz so stark wie den Rest. Inhaltlich ist das schon interessant, weil die Folge direkt die Frage aufmacht, wie jedische Prinzipien unter realem Druck aussehen. Hunger, Angst, Flucht, all das kratzt an den Idealen. Gleichzeitig muss man aber auch sagen, dass die Vorstellung weiterer Überlebender der Order 66 mittlerweile nicht mehr den stärksten Überraschungseffekt hat. Das ist kein echtes Problem, aber die Serie wird in den nächsten Folgen zeigen müssen, warum genau diese Figuren wichtig sind und was sie Neues einbringen.

Das Tempo ist hoch, ohne das die Folge gehetzt zu wirken. Überfall, Ermittlungen, Intrigen, Flucht, Infiltration der Polizeizentrale, Entführung. Das alles ist sauber gebaut. Vor allem das Finale hat mir gefallen. Da wird die Spannung noch einmal hochgezogen. Das Duell der Droiden im Hintergrund, die Sicherheitsübernahme, Mauls Eindringen in die Zentrale, das alles hat Zug. Und dass er am Ende nicht blindlings alles niedermäht, sondern bewusst entscheidet, wen er mitnimmt und wen nicht, macht ihn interessanter. Er handelt nicht chaotisch. Er verfolgt einen Plan.

Ganz perfekt ist die Folge für mich noch nicht. Man merkt schon, dass manches erst angerissen wird. Einige Figuren sind bisher eher Versprechen als schon wirklich ausgearbeitete Charaktere.

Trotzdem ist das ein gelungener Start. Die dunkle Rache sieht gut aus, hat Atmosphäre, nimmt seine Hauptfigur ernst und baut genug Konflikte auf, damit man weitersehen will.
 
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