Maul - Shadow Lord Season 1 Episode 7 Call To The Oblivion

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Darth Mornabin

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Erstausstrahlung: 27. April 2026

Titel: "Zur Vergessenheit verdammt"
Länge: 25 min brutto / 22,5 min netto
Regisseur: Nate Villanueva
Drehbuch: Julia Cooperman
 
Zuletzt bearbeitet:
Ersteindruck:
Hmm … Auf Figuren-Ebene durchgehend solide. Aber der Plot ist nicht sonderlich viel weiter als nach Folge 6.

Positiv:
- Die Atmosphäre stimmt. Wie das Imperium den Bewohnern und den Flüchtigen die Luft zuschnürt … super Regie auf alle Fälle.

- Devons hin und her ist bleibt weiterhin konsistent dargestellt und vertieft sich. Bin überzeugt von, dass sie Ende der Staffel sich mit Maul verbündet.

- Hey! Die Sturmtruppen haben einen Angriff gestartet … und hatten mit der Gefangennahme von Riley sogar Erfolg. Das imperiale Fussvolk wirkt nach Andor tatsächlich nochmal bedrohlich. Ich bin beeindruckt.

- 2-Boots Sinneswandel … Er wurde nie umprogrammiert. Passt.

- Spybot ist endlich auch mal hilflos.

- Ich finde es gut, dass auch Spannungen innnerhalb Mauls Truppe aufgezeigt werden. Die Umsetzung ist aber mittelmässig. (Siehe Gemischtes)

- Nachdem es bislang nur in Rebels leicht angedeutet wurde, werden Mauls Beinprothesen endlich mal als einer seiner Schwächen dargestellt.

- Cool zu sehen, dass alle Laserschwert-Nutzer, sich sowohl mal in der Mehr- als auch Unterzahl wiederfinden.


Negativ:
- Der Plot kommt mir im 4. von 5 Akten viel zu wenig voran.

- Deutsche Synchro: Es sind Sturmtruppen, nicht Sturmtruppler.

- Wie naiv ist bitte Daki zu glauben, dass das Imperium von Riley loslässt, sobald die Jedi weg sind.

- Die Zerstörung des mandalorianischen Gauntlets war nach dem Verrat der Söldner extrem berechenbar.

- Schade … Hätte man aus Scorn in der Staffel mehr gemacht, hätte der Tod mehr Impact gehabt. (Sofern er tot ist … Zabraks, die mit Lichtschwertwunden wo runterfliegen, sind nicht gerade eine Garantie dafür.)


Gemischtes / Neutrales:
- Wie die Folge versucht Mauls Charakterschwäche im Bezug auf langfristige Loyalitäten zu schmieden, ist sehr Hit & Miss für mich.

Bei Devon ist Maul zwar dabei die richtigen Knöpfe zu drücken, verliert aber die Geduld. Weil Maul zu sehr von sich selber überzeugt ist und keine Geduld hat.

Aber bei den Söldnern redet sich Maul ein, dass die ganz sicher an seiner Seite bleiben. Nachdem er in TCW-Staffel 5 gar nicht erst versucht hat sich gross mit Kopfgeldjägern zu beschäftigen, da diese sowieso nur des Geldes wegen für Jemanden arbeiten.

Wo ist eigentlich Mauls persönlicher Gauntlet?


Abgesehen von noch ein paar generellen Fehlern, die sich durch alle Folgen ziehen … Gab es kaum Welche. Viele gute Ideen, Umsetzung pendelt zwischen ok bis Gut. Gebe …

7,5 von 10 reusedten Kanalisationsgängen.
 
  • Ich habe das Gefühl, das Thema dieser Folge war, dass alle erkennen, wie sehr sie geistig feststecken und dass sie da rausmüssen — oder eben nicht rauskommen. Maul war so besessen davon, Devon als sein Werkzeug zur Rache an Sidious zu benutzen, dass er herumgetrödelt und dabei seinen Weg vom Planeten, ein paar Verbündete und ein funktionierendes Bein verloren hat. Ich glaube, Daki hat endlich begriffen, dass sie sich nicht weiter verstecken und darauf hoffen konnten, dass sich für die Jedi irgendetwas zum Guten wenden würde.
  • Two-Boots hat Rylees Gefangennahme gesehen und begann, sich damit auseinanderzusetzen, was das Imperium wirklich ist. Es ist irgendwie interessant, falls das beabsichtigt war, dass Devon die Einzige ist, die nicht wirklich am Tiefpunkt ankommt: Rylee wird gefangen genommen, aber sie wird dadurch weniger gebrochen, sondern eher in ihrer Überzeugung bestärkt, dass Maul nicht der richtige Weg für sie ist, zumindest im Moment nicht.
  • Der Kampf zwischen Crow, Marrok und Maul ist ausgezeichnet. Es bleibt natürlich etwas zweideutig, ob Mauls Kapitulation ehrlicher ist als damals, als Sidious vor Mace Windu den Feigling spielte, aber die Szene war großartig. Man würde denken, dass die Inquisitoren weniger leichtgläubig wären als Mace damals, doch Mace hatte Sidious durchschaut, während Crow und Marrok völlig auf dem falschen Fuß erwischt wurden.
  • Mir ist nicht ganz klar, wie Dakis Vorstellung von einem Leben im Imperium für zwei vom Weg abgekommene Jedi aussieht. Um das klar zu sagen: Alle Optionen sind schlecht, aber „lasst uns den Kopf unten halten und hoffen, dass niemand etwas merkt“ funktioniert inzwischen nicht mehr und ist auch kein wirkliches Leben.
  • Es ist großartig zu sehen, dass die Inquisitoren … nun ja … tatsächlich kompetent sind. Sie schaffen es, Maul eine ernsthafte Verletzung zuzufügen, die ihn eine ganze Episode lang beeinträchtigt. Sie wirken unerbittlich und tödlich. Ja, das rotierende Lichtschwert ist immer noch albern, aber es unterstreicht ihre Unterlegenheit innerhalb der Hierarchie der Dunklen Seite im Vergleich zu Vader und Palpatine. Sie brauchen diesen Trick. Die Sith brauchen ihn nicht.
  • Auch das Imperium wird als unerbittlich und endlos dargestellt. Die Guten und Mauls Fraktion mähen Sturmtruppen zugweise nieder, und trotzdem strömen immer neue nach. Die Guten und Mauls Gruppe beginnen, allein durch schieren Verschleiß Verluste zu erleiden.
  • Ebenso ist Rooks Versuch, die Mando-Söldner bei der Stange zu halten, während ihre eigene Frustration über Maul sichtbar wächst, genau die Art von interner Dynamik, die ich in Mauls Gruppe gerne sehe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf den ersten Blick wirkt Folge 7 sehr actionlastig. Maul kämpft, Devin flieht, Riley wird entführt, das Imperium zieht die Schlinge enger. Aber unter dieser Oberfläche arbeitet die Serie weiter an genau dem Konflikt, der sie von Anfang an interessant gemacht hat: Was will Maul eigentlich von Devin, und warum fällt es ihm so schwer, sie wirklich zu erreichen?

Maul versucht weiterhin, Devin auf seine Seite zu ziehen, aber er ist kein Palpatine. Ihm fehlt die Geduld, die Kälte, die lange Strategie. Sobald Devin nicht so reagiert, wie er es erwartet, wird aus seinem Werben wieder Zorn. Maul kann verführen, drohen, kämpfen und verletzen, aber er kann nicht dauerhaft ruhig bleiben. Er ist selbst viel zu sehr Gefangener seiner Vergangenheit.

Devin wiederum wird hier immer interessanter. Sie ist nicht einfach die reine Jedi-Schülerin, die gegen das Böse bestehen muss. In ihr wächst Wut. Sie hat Angst um Riley, sie fühlt sich verantwortlich, sie ist frustriert von den Grenzen, die ihr Meister ihr setzt. Genau dadurch wird sie für Maul gefährlich erreichbar. Die dunkle Seite erscheint hier nicht als plötzlicher Schalter, sondern als etwas, das langsam in Momenten von Überforderung entsteht.

Eeko-Dio-Daki wirkt zunehmend wie jemand, der in alten Regeln feststeckt. Seine Idee, einfach zu fliehen und den Rest irgendwie dem Schicksal zu überlassen, fühlt sich erschreckend weltfremd an. Devin ist jünger, impulsiver und gefährdeter, aber in dieser Situation auch wacher. Sie sieht, dass Weggehen hier kein moralischer Ausweg wäre.

Dass Maul gegen zwei Inquisitoren so stark in Bedrängnis gerät, muss man sich ein Stück weit zurechtlegen. Ja, er ist verletzt. Ja, er ist psychisch angeschlagen. Und ja, sein Hass auf Palpatine macht ihn zugleich stark und verwundbar. Trotzdem fühlt sich das Kräfteverhältnis manchmal etwas so an, als müsse die Handlung Maul schwächen, damit die Spannung funktioniert.

Dafür sitzen die emotionalen Momente. Der Tod von Scorn trifft Maul sichtbar, auch wenn er es nie offen zugeben würde. In diesem Augenblick denkt man unweigerlich an Savage Opress. Maul verliert wieder Familie, wieder jemanden aus seiner eigenen Welt.

Auch die Mandalorianer bekommen eine interessante Funktion. Ihre Loyalität ist nicht selbstverständlich, sondern an Nutzen und Beute gebunden. Rook Kast bleibt Maul treu, aber um sie herum bröckelt sein Gefolge. Das passt gut zu einer Figur, die immer herrschen will, aber nie wirklich Vertrauen erzeugen kann.
 
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Die eine Sache, die mich etwas gestört hat, war der Kampf auf der Brücke. Da steht man sich gefühlt minutenlang ohne Deckung gegenüber und irgendwie wird kaum einer von Mauls Truppe in Mitleidenschaft gezogen. Ja, ich weiß, dass Sturmtruppen legendär wenig treffen, falls die Geschichte es braucht, aber das war mir irgendwie zu viel.

Interessant übrigens, dass immer klarer wird, dass Mauls Versuche, (s)ein Syndikat (wieder)aufzubauen eigentlich nur die Kulisse darstellt, während die eigentliche Handlung darin besteht, zu zeigen, was Mauls Machenschaften(Anwesenheit letztenendes für die beiden Duos Devon/Daki und Lawson/Riley bedeuten werden.

Mir ist übrigens erst jetzt so richtig aufegfallen, dass das STAR aus Star Wars hier eine historsich kleine Rolle spielt. Bis auf zwei sehr kurze Ausflüge zu Beginn der Staffel spielt alles auf Jannix. Da ich das erst jetzt wirklich bewusst registriere, hat es mich offensichtlich nicht gestört und obwohl bei anderen Serien, die mal länger ohne Raumschlachten etc. auskommen mussten, dieser Punkt dann immer mal wieder als negativ gesehen wurde (so zumindest in meiner Erinnerung), habe ich hier (oder woanders) bislang noch nichts dergleichen gehört.
 
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