Positiv:
-
- Ich hatte zuerst ein Jucken auf der Kophaut, weil ich nicht gerafft habe, warum die Inquisitoren nicht zusammen mit den Strumtruppen vor die Tür rennen, um die Jedi aufzuhalten. Kurz vor dem Lift hatte ich dann die Vermutung, dass sie Riley entweder mittels Geistestrick zum Schläfer-Agenten gemacht haben oder einfach einen Peilsender rangeklebt haben … Stellte sich heraus: Weder noch. Sie haben Rheena als Bait benutzt. Die Option habe ich nicht kommen sehen und hätte legitim funktionieren können. Die Inquisisitoren wirken einschüchternd und das endlich mal nicht nur durch ihr Design.
Negativ:
- So wenig Maul und Devon 2 Folgen vor dem Finale? Unpassendes Timing, nach mir.
Bei deinem positiven Punkt: mir ging es wirklich exakt genauso. Da haben sie in der Regie irgendwie wirklich was richtig gemacht, dass man das als Zuschauer wirklich kauft.
Zum negativen Punkt: vom persönlichen Empfinden ging es mir genauso, rein vom klasssichen Aufbau eines 5-Akters ist es aber mMn genau das: klassisch. Es ist das retardierende Moment, das den Anschein erweckt, dass das, was man aufgrund des Höhepunktes in der Mitte der Geschichte für den kommenden Schluss hält, doch nochmals in Frage gestellt wird.
Devon und Maul driften doch nochmals auseinander und man könnte nochmals Hoffnung für das Duo Daki/Devon bekommen. Könnte.
Finde es übrigens gut, dass Lawson anmerkt, dass er schon früher mit einem Jedi zu tun hatte. Das erklärt sein Grundwohlwollen den beiden gegenüber und auch seinen vergleichsweise geringen Äger, trotz des Umstandes, dass sie ihn zum Teil mit reingezogen haben, noch etwas besser.
Bei den Posts zu Folge 7 gab es ja schon Anmerkungen, dass Daki mit seiner Haltung zunehmend aus der Zeit gefallen wirkt und jenseits der Ordensstruktur eher am Schwimmen ist. Seine Passivität (die ja auch Maul insgesamt als fatalen Fehler der Jedi sieht) steht in krassem Widerspruch zu seinen nun wiederholt gezeigten Fähigkeiten, wenn er von außen dazu den Anstoß bekommt (Kämpfe, Verfolgungsjagden etc.). Man weiß zwar, dass er lediglich versucht, konsequent die Jedi-Lehren zu befolgen und damit auf der hellen Seite bleiben will - und eigentlich ist das ja auch nobel und ehrenhaft und gut - aber man ertappt sich doch immer wieder selbst dabei, dass man ihn anschubsen will, damit er mal wirklich aktiv die Sache in die Hand nimmt.
Nimmt man ihn als Maßstab für das Verhalten der überlebenden erfahrenen Jedi nach dem Untergang wird vielleicht auch etwas klarer, warum die Überlebenden es nie geschafft (oder auch nur ernsthaft versucht) haben, sich wieder zu sammeln und zu organisieren.
Insofern ist er für mich bislang wirklich eine gelungene Figur (auch vom Design her btw.)
Dabei fällt mir gerade auf, dass die überlebenden Padawane, die noch nicht so lange in der Ordensstruktru unterwegs gewesen waren, deutlich aktiver (Devon) oder sogar erfolgreicher (Ahsoka, Cal Kestis, Kanan) wirken.