Mirial

[Mirial | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Brigadier General Pacs Marcoy, Commander Gezad Sed, Corporal Kiso Sol, Flotten- und Sternenjägeroffiziere

»Sie vermuten richtig, Lieutenant Colonel: Ihre Männer und Frauen werden in diesem Einsatz benötigt«, sagte Marcoy mit einem Nicken. »Immerhin geht es hier nicht nur darum, Piratenschiffe zu zerstören, sondern auch ein entführtes Schiff zurückzuerobern und eine mögliche Basis auszuheben. Also bitte, stellen Sie Ihre Fragen.«

Der relativ klein gewachsene Mann hatte sich offensichtlich während der bisherigen Besprechung Notizen gemacht und mehrere Fragen notiert, die er nun stellte. Er wollte mehr über die Organisation wissen, mit der sie es zu tun bekamen. Wie stark sie waren und wie sie gewöhnlich vorgingen. Wissen ist Macht - diese Redewendung galt in jeder Kampfhandlung. Nur einen Feind, den man kannte, konnte man mit einem Mindestmaß an eigenen Verlusten bezwingen. Aber leider gab es in den meisten Gefechten Unwägbarkeiten, die darauf basierten, dass man über den Gegner selten so viel wusste wie man es sich wünschte.

»Unsere Informationen über die Organisation sind weder vollständig noch aktuell«, musste der Brigadier General einräumen. »Nach der Region, in der sie ursprünglich ihr Unwesen getrieben hat, nennt der Geheimdienst sie ›Saffalore-Gruppe‹ - wie sie selbst sich nennen, kann ich Ihnen nicht sagen. Zu ihren besten Zeiten hatten sie wohl mindestens hundert Mitglieder und ein Dutzend Schiffe: Sternenjäger verschiedener Typen und zu Kaperschiffen umgerüstete Frachter. Dazu kam dann der erwähnte Etti-Cruiser aus Militärbeständen. Soweit ich informiert bin, haben sie ihn vor den Augen der halben Espos-Flotte direkt aus einem Wartungsdock geflogen, ohne einen einzigen Schuss abzugeben - ein echtes Husarenstück, das uns lehren sollte, diese Leute nicht zu unterschätzen. Es war aber gleichzeitig der Anfang vom Ende, weil die Authority sie nach dieser Schlappe natürlich sehr ernst genommen und alle nötigen Mittel mobilisiert hat. Ihre Basis, versteckt in den Wolken und Magnetfeldern eines Gasriesen, wurde gefunden und zerstört. Aber offensichtlich konnte ein Teil von ihnen entkommen und hat sich nun außerhalb des Korporationssektors ein neues Jagdgebiet gesucht.«

Mit strengem Blick seiner stechenden gelben Augen schaute der Phindaner in die Gesichter der anwesenden Offiziere. Manchen war anzusehen, was sie von der Sache hielten: Sie wirkten eifrig und als könnten sie es nicht erwarten, diese Gruppierung auszuheben; andere schienen eher skeptisch zu sein. Aber manche konnten ihre Gedanken auch recht gut verbergen - darunter Commander Sed und Corporal Sol, was aber vielleicht auch daran lag, dass Marcoy keine Erfahrungen mit ihren Spezies hatte und deren Körpersprache nicht deuten konnte.

»Tatsache ist, dass wir bis auf die Berichte der Augenzeugen und die Messwerte von Shen-Trill 22 nichts über die derzeitige Verfassung der Saffalore-Gruppe wissen. Sie waren über ein Jahr von der Bildfläche verschwunden, da kann sich viel geändert haben. Wie viele Leute es sind können wir nicht einmal schätzen, und darüber, was für Ausrüstung sie haben oder in welchem Zustand sie ist, höchstens mutmaßen. Bisher deutet alles auf den besagten Etti-Kreuzer und womöglich eine Handvoll Sternenjäger hin, aber die Gruppe hat in der Vergangenheit ja gezeigt, dass sie sehr raffiniert vorgehen kann; sie hat den Espos mehrere Schnippchen geschlagen, bevor sie schließlich unterlegen sind. Ich halte es für möglich, dass sie längst weg sind, wenn Sie bei Shen-Trill 22 eintreffen, kann aber auch nicht ausschließen, dass sie uns dort erwarten. Ich vertraue darauf, dass ein Kreuzer und eine Fregatte der republikanischen Flotte und drei Staffeln Sternenjäger - vier, denn die Unbreakable Dream trägt ja auch eine Staffel X-Wings - nahezu jedes Problem lösen können. Die Herausforderung wird aber sein, das mit möglichst geringen eigenen Verlusten zu schaffen und dabei noch einen souveränen Eindruck zu machen. Denn diese Angelegenheit ist auch politisch delikat: Wir müssen den Beweis erbringen, dass die Neue Republik eines ihrer neuesten und abgelegensten Mitglieder beschützen kann. Die Mirialaner sehen uns dabei sehr genau zu.«


Er nickte dem einheimischen Verbindungsoffizier zu, der neben ihm saß.

»Mr. Lindurus Angebot, dass die planetaren Sicherheitskräfte Mirials sich an dem Einsatz beteiligen würden, habe ich dankend abgelehnt. Das ist eine Angelegenheit der System- und Sektorverteidigung, und dieser Aufgabe müssen wir gerecht werden, wenn wir das Vertrauen auch der Bevölkerungsteile Mirials gewinnen wollen, die dem Beitritt zur Republik und unserer Anwesenheit hier skeptisch gegenüberstehen. Also lassen Sie uns aus den vorliegenden Informationen und den zur Verfügung stehenden Mitteln das Bestmögliche herausholen.«

[Mirial | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Brigadier General Pacs Marcoy, Commander Gezad Sed, Corporal Kiso Sol, Flotten- und Sternenjägeroffiziere
 
[Mirial | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes] mit Odo, Beleny, Joy und diversen anderen.

Naz hasste kalte Welten schon immer. Sie mochte das Gefühl nicht wenn ihre Lekku von der Kälte Taub wurden und genau das passierte gerade. Gerade als sie mit dem Check ihrer Ausrüstung fertig war, traten zwei andere Piloten an Odos und ihre Seite. Naz lächelte die beiden an, sie hatte sich diese Mimik bei ihrem Cap abgeschaut und fand immer wieder die Reaktionen darauf amüsant. Durch ihre Reißzähne sah ein lächeln mehr aus, als ob sie den anderen gleich mit Haut und Haaren fressen wollen würde. „Freut mich euch kennen zu lernen. Das hier neben mir ist Odo und mich nennen alle nur Naz. Wir sind Piloten der Mosquito-Staffel.“ Mit einem kurzen Griff nach hinten, schwang sie ihre Lekku über die Schultern nach vorne und rieb mit der linken an einem der beiden um ihn etwas zu erwärmen. „Oh gegen ein heißes Getränk habe ich nichts einzuwenden. Meine Gehirnleistung leidet bei dieser Kälte nämlich.“ sagte sie halb im Scherz.


Mit einem Nerv tötenden Gezwitscher, raste R3 über die gefrorene Landschaft auf die Gruppe zu. Naz warf dem Droiden einen überaus wütenden Blick zu. Der Droide schlitterte mehr als das er fuhr und rutschte mitten in die Gruppe hinein und mal wieder genau in die Beine der Twi’lek und brachte wie zum tausendstem mal zu Fall. Sie landete wenig anmutig auf dem Rücken und blieb einen Moment vor Wut schäumend liegen. Um die Situation etwas weniger peinlich zu gestallten schlug sie die Beine übereinander und verschränkte die Hände hinter dem Kopf. „Hach ist das bequem hier unten.“ seufzte sie gespielt entzückt. Dann aber setze sie ich auf und funkelte den Droiden an.
„Warum tust du blöde Mülltonne nicht einmal was man die sagt.“ fauchte sie ihn an. „Verschwinde zu dem Jäger du idiotischer Haufen Altmetall bevor ich mich vergesse!“ Eine Kaskade entrüstet klingender Pieptöne, folgte darauf und der Droide schien zu schmollen. „Was ist eigentlich dein Problem? Hat man dich entworfen um mir mein Leben zu ruinieren und mir den letzten Nerv zu rauben?“ Der Droide ließ ein Hologramm aufleuchten das einen X-Wing zeigte der an einer Stelle rot markiert war. Naz verdrehte die Augen. „Ich weiß das die Antenne nicht einwandfrei funktioniert! Aber ich entscheide wann ich sie neu Kalibriere und das werde ich ganz sicher nicht jetzt tun.“ Der Droide begann wieder Töne von sich zu geben und Naz verlor die Beherrschung. Sie ließ die Durastahlfaust auf ihn zu sausen, so dass der Droide wie ein gefällter Baum umkippte. Sie sprang auf richtete den Droiden wieder auf. Dann gab sie ihm einen Tritt. „So jetzt geh zu dem verdammten Jäger und justiere die Antenne bis deine Schaltkreise explodieren!“


Unter Missmutigem Gezwitscher rollte der Droide davon und Naz wandte sich wieder um. Sie hatte die anderen ganz vergessen und fühlte sich etwas beobachtet wie sie alle anstarrten.
„Ähm, das war R3… mein Droide… er ist manchmal etwas…. Naja wie soll ich sagen. Besonders.“

[Mirial | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes] mit Odo, Beleny, Joy und diversen anderen.
 
[ I-Sektor | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum ] Gezad Sed, Corporal Kiso Sol sowie Lieutenant Colonel Arslan Mundi, Brigadier General Pacs Marcoy, Sergeant Hingis, Sheriff Linduru, Commander der „Grey Warden“, Staffel Captains (NPCs)


Sie betraten die Basis, sie war spartanisch eingerichtet und entsprach nicht gerade den Standarts aber sie war sauber. Der Fußboden war deutlich wärmer als draußen im kalten Wind von Mirial. Der große Besprechungsraum der annähernd quadratisch war und dessen Zentrum aus einem Hartholztisch bestand, war bereits gut gefüllt. Der General stellte die Offiziere einander vor. Der Commander der Grey Warden mit einem seiner Lieutenants, vier Captains der Sternenjäger ihres Zeichens die Kommandeure der Jägerstaffel von Mirial, die Crossbows und die Bomberstaffel Gelb. Die von der Grey Warden mitgebrachten Mosquitos, und die Racers von der Mark-II-Angriffsfregatte Flail, deren Captain neben seinem Commander saß.

Der General eröffnete die Besprechung indem er nochmal für alle die Ausgangssituation umriss und den Piraten endlich ein Gesicht gab, naja zumindest eine Geschichte. Eine Bande die dem Korporationssektor schon Schwierigkeiten gemacht hatte. Danach informierte er die neu anwesenden Offiziere über das bisherige Vorgehen der Systemverteidung. Die Patrouillen der Systemschiffe hatten tatsächlich etwas gebracht, der Commander der Flail und der Captain der Racer Staffel schilderten den Fund einer Anomalie in den oberen Schichten eines Gasriesen in einem nahe gelegenen System.

Es folgte eine Diskussion über Sensordaten in der Gezad sich zurück hielt, er war nie Sensorik Offizier gewesen auch wenn er natürlich grundlegend etwas davon verstand. Die Daten waren höchst seltsam und bald klärte der Brigadier General die Sache auf. Keine Station sondern zwei gekoppelte Schiffe deren Emissionen dadurch verzerrt waren, das war eine Interessante Interpretation auf die er selbst wohl nie gekommen wäre.

Nun damit waren seine Befehle wohl obsolet, sollte er doch herkommen und bei der Suche nach der Laqosha City helfen, jedoch hatte der General auch direkt neue Dokumente für ihn und den Kommandeur der Grey Warden. Die Befehle die er kurz überflog gab der General auch nochmal wieder, und laut Seds unterlagen oblag ihm die Befehlsgewalt in dieser Sache, schließlich hatte er die Unterstützung angefordert. Die Unbreakable Dream und die Grey Warden sollten eine vorübergehende Kampfgruppe bilden und diese Bedrohung für Mirial und die umliegenden Systeme beseitigen.

Nachdem der Brigadier General geendet hatte war Gezad im Begriff sich an den Commander der Grey Warden zu wenden als Colonel Mundi die Aufmerksamkeit auf sich zog. Der Mensch merkte an, dass bei dem Plan die Laqosha City zurück zu erobern zwangsläufig seine Marines in das Kampfgeschehen eingreifen müssten. Nachdem der General dies bestätigte stellte der Colonel eine Reihe fragen auf die er gerne Antworten hätte da diese das Leben seiner Soldaten nicht bloß vereinfachen sondern auch verlängern konnten.

Der General fasste die bisherigen Stärken der Saffalore-Gruppe, wie diese Piratenbande vom Geheimdienst genannt wurde nochmal zusammen. Sie waren früher mit ungefähr hundert Mitgliedern und rund einem Dutzend Schiffe eine äußerst große Gruppe gewesen. Wenn man die Manöver wie den Coup zum Erhalt des Etti-light-cruisers bedachte waren sie auch noch äußerst gut organisiert. Zwar hatte die Espos Flotte nach diesem Meisterstück die Basis der Piraten vernichtet, doch waren Sie nun nach über einem Jahr wieder aufgetaucht und hatten ein voll besetztes Passagierschiff gestohlen.

Die Dauer zwischen der Vernichtung der Basis und dem Wiedererscheinen der Gruppe bedeutete, dass man faktisch nichts über die Größe und Ausrüstung sagen konnte. Sicher war die Kampfgruppe der Republik mit einem Kreuzer einer Fregatte und 4 Staffeln Sternenjägern sehr gut aufgestellt, doch war dies auch ein Konflikt mit politischem Ausmaß. Hier musste die Republik beweisen, dass sie die Versprechen gegenüber den Mirialanern halten konnte.

Gezad hatte dem Brigadier General weiter aufmerksam zugehört, doch war dies hier eine Situation die sich durch Reden einfach nicht lösen lies. „Wenn ich das richtig sehe wissen wir eine ganze Menge über die Saffalore-Gruppe. Jedoch ist nichts Verwertbares für uns dabei. Wenn man die bisherigen Größen der Gruppierung bedenkt ist es gut möglich, dass sie inzwischen wieder über hundert Mitglieder haben, oder aber es sind bloß fünfzig oder gar mehrere Hundert.“ Er wandte sich an den Commander der Grey Warden. „Da wir in dieser Sache die einzigen zwei Schiffe sind die sich der Gruppe stellen schlage ich vor das wir eine Kommandokette stellen. Wäre es für Sie vertretbar wenn die Unbreakable Dream in diesem Einsatz die Leitung übernimmt?“

Nachdem der Kommandeur der Nebulon-B-Fregatte zugestimmt hatte wandte sich Gezad wieder an die ganze Gruppe. „General natürlich obliegt es ihnen einen Plan hier abzusegnen, und im Falle von größeren Abweichungen in den Missionsparametern würden wir uns auch wieder mit ihnen in Verbindung setzen, jedoch denke ich das hier alles Pläne schmieden relativ wenig Erfolg haben wird. Wir müssen schnell agieren wenn wir die Gruppe noch im Shen-Trill System stellen wollen daher schlage ich einen sofortigen Aufbruch der Gruppe vor. Vielleicht haben wir Glück und die Piraten ergeben sich im Angesicht einer Fregatte und eines Kreuzers der Republik. Jedoch erwarte ich, dass dies eher in Kampfhandlungen endet, und innerhalb dieses Gasriesen können wir bloß die Jäger gegen Sie einsetzten. Daher sollten wir den Piraten keine Zeit geben ihre Schiffe zu sammeln oder das System zu verlassen.“

„Wir sollen die Piraten unschädlich machen und die Laqosha City zurück erobern. Dieses Ziel lässt sich am ehesten erreichen wenn wir diese Gruppierung in alle Winde zerstreuen ehe sie hier richtig Fuß fassen können.“

Gezad wartete ab was die anderen Offiziere noch zu sagen hatten, für ihn war die Sache klar. Raffinesse war in diesem Einsatz nicht gefragt, sie würden die Piraten mit schierer Feuerkraft zum Aufgeben zwingen müssen und das würde nur gelingen solange die Piraten nicht genügend schiffe versammelt hatten um die Jäger der Republik von einem Einsatz gegen die Station abzuhalten.


[ I-Sektor | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum ] Gezad Sed, Corporal Kiso Sol sowie Lieutenant Colonel Arslan Mundi, Brigadier General Pacs Marcoy, Sergeant Hingis, Sheriff Linduru, Commander der „Grey Warden“, Staffel Captains (NPCs)
 
Joy Inara Mirian

[Mirial - Camp Hiar Planes Fliegerhorst] mit Naz'lise, Odo, Beleny und anderen


Joy kicherte, als Naz, eine der Piloten, die sie angesprochen hatten, sich mit ihrem Astromech stritt.

"Ach ja, ich kenn das. Mein Peavy ist auch recht eigen, aber auf andere Art. Ist noch eine R2-Einheit, ich mag die irgendwie lieber. Hab ihn schon seit der Akademie und er nervt mich bis heute damit, dass ich den Z-95 geschrottet hab."

Sie grinste sie anderen an. Ihr Peavy war immer noch beim Schiff und hielt es Einsatzbereit. Immerhin hatte sie immer noch Bereitschaft.

"Aber sein wir doch ehrlich: so richtig gut werden die Astromechs erst, wenn sie anfangen ihre Schrullen zu entwickeln."

Viele Piloten hielten es so, dass sie die Gedächtnisspeicher ihrer Droiden selten oder nie löschten. Dann fingen sie an eine Art Persönlichkeit zu entwickeln. Joy fragte sich manchmal, ob es daran lag, dass es ziemlich einsam und langweilig in so ejnem Cockpit werden konnte. Funkstille angeordnet, ein längerer Flug zum Einsatzort...

Sie betraten die Basisgebäude und die Kantine, wo sie sich einen Tisch aussuchten, der sie vier aufnehmen konnte. Als ein Droide kam, sie nach ihren Wünschen zu fragen, bestellte Joy eine heiße Schokolade mit Gewürzen.

"Und, was glaubt ihr, wie lang die Hohen Tiere drüben in der Besprechung noch brauchen. Ich hoff bloss, dass sie uns noch heute los schicken. Wenn meine Bereitschaft endet hab ich die erzwungene Ruhepause. Dann würden sie mich nur fliegen lassen, wenn die totale Hölle losbrechen würde."

Sie lehnte sich zurück und verschränkte die Hände hinter ihrem Rotschopf. Nicht, dass sie sonderlich erpicht war, jemanden abzuschießen, selbst wenn sie nicht an die Action kam wäre das okay. Aber wenigstens die Flügel ausbreiten...

"Sagt mal..."
Sagte sie plötzlich in eine Stille zwischen Gesprächen hinein.
"Was meint ihr, dass uns erwartet. Ich glaub ja, dass es eas größeres ist. Abgesehen von den großen Schiffen ist unsere Staffel Gelb dabei. Ganz im ernst, für nur son paar kleine Fischchen braucht man keine Bomber. Vielleicht ne Basis oder so.'

[Mirial - Camp Hiar Planes Fliegerhorst] mit Naz'lise, Odo, Beleny und anderen
 
[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Landefeld] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, mit Staffel Gelb, Crossbow und Mosquito

Mit einem scharfzahnigen Lächeln erwiderte die Twi'lek die Begrüßung. Sie stellte sich als Naz vor, ihren Kollegen als Odo. Nach drinnen zu gehen hielten sie offensichtlich beide für eine gute Idee. Kein Wunder: Wenn schon denjenigen, die hier seit Wochen lebten und arbeiteten, dieser Morgen unangenehm kalt und winig vorkam, wie musste es dann erst Besuchern von außerhalb geben, die vielleicht seit einer halben Ewigkeit an gleichmäßig temperierte Raumschiffluft gewöhnt waren? Doch bevor sie den Gang zur Kantine antreten konnten, brauste ein Astromech dazwischen. Es stellte sich heraus, dass er Naz gehörte. Mit einem Stirnrunzeln - einer von wenigen halbwegs verständlichen Mienen, zu denen ihr Schnabelgesicht in der Lage war - hörte Beleny Phoss sich den kurzen Streit zwischen der Pilotin und ihrem Droiden an.


»Ich glaube, die Antenne ist nicht alles, was da mal kalibriert werden müsste...« kommentierte die Kilmaulsi. Sie hatte schon einige aus der Art geschlagene Astromechs gesehen, aber dieser da spielte wohl in einer eigenen Liga.

Nun berichtete auch Joy, dass ihr R2 ihr gelegentlich mit seinen Eigenheiten zu schaffen machte; so wie sie von ihm sprach, schien es sich aber eher um liebenswerte Marotten zu handeln. Beleny verstand nicht, warum so viele Droidenbesitzer es so weit kommen ließen, obwohl man die Persönlichkeitsentwicklung mit regelmäßigen Speicherlöschungen ganz einfach vermeiden konnte. Aber sie hatte auch nie verstanden, warum Leute ihre Haustiere wie gleichberechtigte Wesen oder sogar wie ihre Herren und Meister behandelten. Das war eine Art der Sentimentalität, die Dove nicht teilte.


»Sowas käme mir nicht in meinen Bomber«, sagte sie. »Mein Pilot ist manchmal schon anstrengend genug, da muss nicht auch noch der Astromech spinnen. Man stelle sich vor, die beiden wären vielleicht sogar noch einer Meinung.«


Wahrscheinlich würde sie sich in diesem Fall über kurz oder lang gezwungen sehen, die Behauptung zu überprüfen, dass eine ›versehentliche‹ Ausrichtung der Bordkanone auf den eigenen Flieger beziehungsweise den Astromech unmöglich war. Nein, sie mochte den kleinen Joe am liebsten wie er war: So wie die Konstrukteure und Programmierer ihn vorgesehen hatten.

In der Kantine angekommen bestellte Joy eine gewürzte Schokolade. Dove hatte dieses Getränk einmal probiert und keinen Gefallen daran gefunden: Sie ließ sich einen alkoholfreien Punsch aus dem Saft einer einheimischen Steinfruchtart geben. Die heiße Flüssigkeit schmeckte fruchtig, süßlich und zugleich ein wenig bitter.

»Der Caf ist übrigens auch nicht so übel wie sein Ruf«, merkte sie an, um den Gästen die Auswahl zu erleichtern.

Raven fragte nun, wie lange die Besprechung ihrer Meinung nach wohl dauern würde, und äußerte dabei die Befürchtung, dass der Aufbruch erst nach Ende ihrer Schicht erfolgen und man sie deshalb doch auf der Basis lassen könnte.


»Da mach dir mal keine Sorgen«, erwiderte Beleny. »Ich weiß nicht wie die anderen hohen Offiziere ticken, aber nach allem was ich über Marcoy weiß, ist er alles andere als ein Schwätzer. Er wird die Sache schon nicht unnötig in die Länge ziehen. Ich glaube nicht, dass du noch so leicht davonkommst, Joy


Als nächstes mutmaßte die X-Wing-Pilotin darüber, was sie wohl erwarten könnte. Sie vermutete, dass es sich beispielsweise um eine Basis handelte, weil man ansonsten keine Bomberstaffel mitnehmen würde. Das brachte ihr ein weiteres missbilligendes Stirnrunzeln von Beleny ein. Vielleicht urteilte die Kilmaulsi etwas zu streng, aber sie hatte das Gefühl, dass jetzt doch eine Spur von der Herablassung durchblickte, die viele Jägerpiloten gegenüber ihren Kollegen in den Y-Wings an den Tag legten. Sie glaubte, dass sie nun nicht nur sich selbst, sondern auch ihre ganze Waffengattung verteidigen musste.

»Wenn du glaubst, dass Y-Wings nur große, unbewegte Ziele treffen, dann hast du keine Ahnung!« sagte sie in leicht beleidigtem Tonfall. »Wir können gegen jedes Ziel fliegen, egal was es ist. Eine gut gezielte Torpedosalve zerstört so ziemlich alles. Außerdem haben wir auch Laser- und Ionenkanonen. Klar fliegen da draußen auch schnellere und modernere Maschinen rum, aber Staffel Gelb gehört noch lange nicht zum alten Eisen! Ich freu' mich drauf, nachher den Beweis anzutreten!«


[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Landefeld] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, mit Staffel Gelb, Crossbow und Mosquito
 
[Mirial | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Brigadier General Pacs Marcoy, Commander Gezad Sed, Corporal Kiso Sol, Flotten- und Sternenjägeroffiziere

Pacs Marcoy hatte nun so ziemlich alle Informationen, über die er hinsichtlich der Saffalore-Gruppe und der derzeitigen Situation verfügte, unter die Leute gebracht. Er erwartete, dass nun jeder oder zumindest ein Großteil der Anwesenden Meinungen, Vorschläge und Zweifel zum Besten geben würde, wie man der Lage am besten gerecht werden konnte und wie man die verfügbaren Kräfte einzusetzen hatte. Als erster ergriff Gezad Sed das Wort, und es gelang dem Selonier, den Brigadier General zu überraschen. Der Commander schien der Meinung zu sein, dass bereits genug gesagt worden war und dass es nun an der Zeit war, Taten folgen zu lassen. Er schlug vor, dass sein Schiff (und damit natürlich er selbst) die Führung übernehmen und so bald wie möglich aufbrechen sollte, um die Piraten möglichst noch zu erwischen, bevor sie sich aus dem Staub machen oder Abwehrvorkehrungen treffen konnten. Vom Pläneschmieden hielt er wohl nicht viel, er war offensichtlich mehr Taktiker als Stratege. Aber das war Marcoy nicht ganz unlieb. Es war nunmal eine Tatsache, dass sie zu wenig wussten, um einen hieb- und stichfesten Plan zu machen, und dass eine sorgsam ausgearbeitete Strategie wohl schon beim Eintritt in das System obsolet wäre. Sed schien sich diesen Einsatz zuzutrauen, und da er das kampfstärkere Schiff kommandierte, war er eine naheliegende Wahl. Marcoy war der Befehlshaber der Systemverteidigungskräfte, aber er war kein Flottenstratege: Er hatte seine Karriere bei der Armee gemacht. Im Gegensatz zu manchen Amtskollegen, die sich mit jeder Beförderung zunehmend für unfehlbar hielten, kannte er die Grenzen seiner Kompetenz und wusste, dass er den Flottenoffizieren vor Ort keinen Gefallen tat, wenn er ihnen allzu straffe Vorgaben machte oder sich sogar wie ein größenwahnsinniger kleiner Warlord auf ihre Brücke stellte, um sie in der Schlacht zu kommandieren.

»Wenn Sie sich zutrauen, die Verantwortung für diesen Einsatz zu übernehmen, danke ich Ihnen für die freiwillige Meldung, Commander Sed. Und ich pflichte Ihnen bei, dass in dieser Sache vor allem Improvisationstalent gefragt ist. Möchte trotzdem noch jemand etwas hinzufügen, Herrschaften, oder können wir die Besprechung an dieser Stelle beenden?« fragte er nochmals in die Runde. Niemand meldete sich: Es schien alles gesagt zu sein, und auch gegen die Ernennung Seds zum Verantwortlichen hatte niemand etwas einzuwenden. »Gut. Dann ernenne ich Sie zum Befehlshaber der Einsatzgruppe, Commander. Ich lasse Ihnen weitgehend freie Hand, möchte aber durchgehend und aus erster Hand über den Verlauf informiert sein; halten Sie also während des gesamten Einsatzes eine Verbindung nach Mirial aufrecht. Sie können losfliegen, sobald Ihre Schiffe und die Jägerstaffeln startbereit sind. Allerdings müssen die Piloten noch gebrieft werden. Ich lasse Sie zusammenrufen. Möchten Sie dabei das Wort führen, Commander? Es schadet sicher nicht, wenn die Männer und Frauen zu der Stimme im Com ein Gesicht kennen und sich hier schon einen ersten Eindruck von Ihnen machen können.«


[Mirial | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Brigadier General Pacs Marcoy, Commander Gezad Sed, Corporal Kiso Sol, Flotten- und Sternenjägeroffiziere
 
Joy Inara Mirian

[Mirial-System - Nördliche Hemisphäre - Fliegerhorst Camp Hoar Planes - Kantine] mit Beleny Phoss, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, mit Staffel Gelb, Crossbow und Mosquito


Über ihre Tasse hinweg grinste Joy Dove an. Die schien ihren vorigen Kommentar etwas falsch verstanden zu haben.

"Ach komm, das hab ich doch garnicht gemeint. Sollte eigentlich ein Komlliment an eure Feuerkraft sein, die wesentlich größer ist als unsere." Sagte sie betont fröhlich.
"Ich weiß schon dass ihr gegen alles fliegen könnt. Aber ich hab eher dran gedacht, dass unsere kombinierte Feuerkraft etwas viel wäre, wenns nur darum ginge nen alten Frachter und ein paar geklaute Headhunter aus dem All zu pusten. Verstehst du, was ich meine? Materialverschwendung und so."

Joy musste sich eingestehen, dass sie verstehen konnte, dass Beleny das in den falschen Hals bekommen hatte. Recht viele der Piloten waren aus einem...nun, besonderen Holz geschnitzt. Das führte gerne mal zu Rivalitäten bei denen zum Beispiel die Piloten der schnellen, leichten Jagdmaschinen auf die Crews der schwereren Bomber herab sahen. Vielleicht waren sie auch nur neidisch auf die höhere Schlagkraft. Joy wusste nicht ob es Neid oder tatsächlich Überlegenheitsgefühle waren. Ihre Geschwaderkameraden sprachen selten ernst über solche Dinge. Und sie selbst interessierte sich eigentlich nur fürs fliegen in ihrem eigenen Schiff. Sie flog einem X-Wing weil er ihr lag und weil sie ihn mehr mochte als die anderen Typen, abgesehen vielleicht vom guten alten Headhunter. Ob er besser oder schlechter war als andere Typen war für sie von ziemlich untergeordneter Wichtigkeit. Immerhin flog sie selbst ja sogar eine ältere Version des T65, wenn auch überholt, weil ihr einige Modernisierungen der aktuellen Versionen nicht gefielen.

"Trotzdem freu ich mich, wenn dus mir nachher zeigen willst. Ich bleib auch dicht bei dir, damit ich nichts verpasse."

Joy wollte noch etwas sagen um Beleny weiter deutlich zu machen, dass sie es nicht so gemeint hatte, wie diese es verstanden hatte. Sie konnte sie zwar nicht wirklich gut deuten, aber sie mochte die Taube. Dove. Doch sie kam nicht dazu noch etwas zu sagen. Ihr Kom-Gerät zirpte dringlicb. Nicht nur ihres. Eine Vielzahl an Geräten ging plötzlich überall los.

"Es geht lohoos." Sagte Joy, auf einmal aufgeregt, als sie auf die kurze Nachricht sah.
"Briefing in fünf. Marcoy hat alle Staffeln zusammen gerufen. Sieht so aus als hättest du recht gehabt, Dove. Sie haben nicht viel Zeit vergeudet."

Sie grinste und stand auf. Ihr Becher, der noch halbvoll da stand, war vergessen. Der Einsatz stand eirklich kurz bevor. Sie winkte den anderen zu folgen und machte sich auf den Weg.


[Mirial-System - Nördliche Hemisphäre - Fliegerhorst Camp Hoar Planes - zum Briefingraum] mit Beleny Phoss, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, mit Staffel Gelb, Crossbow und Mosquito
 
[ I-Sektor | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum ] Gezad Sed, Corporal Kiso Sol sowie Lieutenant Colonel Arslan Mundi, Brigadier General Pacs Marcoy, Sergeant Hingis, Sheriff Linduru, Commander der „Grey Warden“, Staffel Captains (NPCs)


Die Besprechung endete fast schon abrupt. Vielleicht war Gezad etwas vorschnell gewesen, jedoch war es nach wie vor seine Meinung das alle Strategie in diesem Fall zu nichts führen würde. Der Brigardier General Marcoy übertrug die Verantwortung auf Gezad und verlangte lediglich das man Ihn auf dem Laufenden halten sollte, etwas was Gezad ihm zuvor ja bereits zugesichert hatte. Sie waren Aufbruchs bereit, zumindest fast. Der General lies die Piloten antreten, denn Sie hatten bisher noch kein Briefing erhalten und nun wollte er das Gezad überlassen.

„Wie Sie Wünschen, General.“ zu den Staffelführen gewandt sagte er, „Ich bin kein Sternjägerpilot oder gar Kommandeur. Ich werden den Piloten gerne Briefen und sie mit den wichtigen Informationen betrauen, doch die Befehlsgewalt im direkten Gefecht obliegt Ihnen wenn Sie also etwas hinzuzufügen haben scheuen Sie sich nicht es zu tun.“

Sie verließen den Besprechungsraum und begaben sich in einen größeren Briefing Saal. Ein Holoprojektor stand am einen Ende und Ihm zugewandt standen eine Reihe von Stühlen auf denen die Piloten gleich Platz nehmen würden. Wenige Minuten später erschienen die Piloten. Vorn weg kam eine Gruppe (Joy Eleny Odo und Naz) von denen der Auffälligste Pilot die Kilmausi war. Sie kamen leise miteinander redend in den Raum und suchten sich die ersten Plätze. Der Raum war relativ schnell gefüllt und die allgemein vorherrschende Stimmung schien vorfreudige Erregung zu sein. Gezad war es unverständlich wieso Sternenjägerpiloten, jene die am meisten in der Scheiße steckten wenn es zu einem Gefecht kam immer am besten Gelaunt in genau selbiges hineinflogen.

Es legte sich wie auf ein Signal hin absolute Stille über den Raum, lediglich das Brummen des Holoprojektors neben Gezad war hörbar. „Piloten, Ich bin Commander Gezad Sed und habe für diesen Einsatz das Kommando über die Einsatzgruppe,“ ,Gezad unterbrach sich für einen Moment und rief die Projektion der Laqosha City auf. „dies ist ein Republikanischer Passagier Liner. Die Laqosha City. Sie fährt unter einem Privaten Reeder durch Republikanisches Terretorium. Kurz bevor das Schiff seinen letzten Reispunkt, Mirial erreichte wurde Sie von Piraten gekapert. Der Geheimdienst hat aufgrund der uns Vorliegenden Informationen eine Gruppierung ausfindig gemacht die für diesen Überfall verantwortlich ist. Die „Saffalore-Gruppe“, wie wir Sie nennen ist eine Piraten Bande die sehr lange Zeit den Koorparations-Sektor unsicher gemacht hat. Die Systemverteidigung von Mirial hat die Laquosha City in einem angrenzendem System ausgemacht, wo Sie zusammen mit einem Etti-Light Cruiser gekoppelt in einem Gasriesen die Basis für diese Gruppe bildet.“ Nun rief Gezad die Scandaten aus dem Shen-Trill System auf.

„Die Sektorverteidigung ist somit für diesen Einsatz verantwortlich. Die Saffalore Gruppe hat den Etti-Light Cruiser der Sektorflotte des Koorparationssektors aus einer Werft heraus gestohlen, ohne einen Schuss abzugeben, Sie sind einfallsreich und hinterhältig. Wir werden diese Gruppierung ausradieren, um für Sicherheit im I-Sektor zu sorgen. Ehe Sie von der Espos Flotte vertrieben wurden hatten Sie um die 100 Mitglieder und gut ein dutzend Schiffe. Seit dem wissen wir nichts neues über Sie. Erwarten Sie also heftigen Wiederstand, lieber rechnen wir mit mehr Feinden als mit zu wenig. Wir werden uns ins Shen-Trill System begeben und die beiden Schiffe auftreiben, Ihr Job ist es die Y-Wings zu decken während diese den Feind aus dem Gasriesen heraustreiben damit wir die Schiffe kapern können und die Piraten an Bord nach dem Verbleib der restlichen Gruppe befragen können.“ Gezad schaltete den Projektor ab.

„Soweit zum Plan, es besteht die Möglichkeit das die Piraten nicht mehr dort sind, oder das Sie Verstärkung zu dem System beordert haben. Daher werden wir sofort aufbrechen ehe Sie ihre Vorbereitungen abschließen können. Für diesen Einsatz gehören Sie alle zur 4ten Gefechtsflotte und unterstehen meinem Befehl, die Einsatzkommandos haben nach wie vor Ihre Staffelführer.“

Gezad blickte über die Gruppe an Piloten hinweg und blickte jedem in die Augen. „Haben Sie noch Fragen ?“


[ I-Sektor | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum ] Gezad Sed, Corporal Kiso Sol sowie Lieutenant Colonel Arslan Mundi, Brigadier General Pacs Marcoy, Sergeant Hingis, Sheriff Linduru, Commander der „Grey Warden“, Staffel Captains (NPCs) sowie Ihre Piloten
 
[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Bar] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, mit Staffel Gelb, Crossbow und Mosquito

Joys Entschuldigung klang aufrichtig und die Erklärung, was sie eigentlich hatte sagen wollen, war plausibel. Dove kam zu dem Schluss, dass sie etwas überreagiert hatte. Aber sie hatte geglaubt, eine Schmähung sämtlicher Y-Wing-Piloten der Neuen Republik abwehren zu müssen, deshalb war sie ein wenig aus der Haut gefahren, und dafür schämte sie sich auch nicht, im Gegenteil. Trotzdem war sie froh, dass es sich nur um ein Missverständnis handelte. Sie hätte nur ungerne einsehen müssen, dass sie sich in der so sympathischen Joy Inara Mirian grundlegend getäuscht hatte.


»Schon gut«, sagte sie, doch bevor sie noch etwas hinzufügen konnte, meldete sich das Comlink. Nicht nur ihres, sondern auch die von Naz, Odo und Joy sowie diverse weitere im Raum. Es war der Befehl, in wenigen Minuten zur Einsatzbesprechung anzutreten. Das war schneller gegangen, als Beleny geglaubt hatte: Sie hatten kaum ein paar Sätze mit ihren Gästen wechseln können. Auch der Becher mit dem Punsch war noch zur Hälfte voll, ebenso wie die Gläser und Tassen der anderen. Während sie von ihrem Hocker sprang, hob die Kilmaulsi den Becher noch einmal und goss sich den Rest des dampfenden Heißgetränks einfach in den Schnabel; ein Risiko, sich die Lippen zu verbrennen, ging sie im Gegensatz zu ihren menschlichen und menschenähnlichen Kameraden dabei nicht ein. Die Piloten schnappten ihre Helme und eilten über den Hof zu dem Gebäude, in dem sich der Besprechungsraum befand. Raven und Dove, die sich in der Basis auskannten, übernahmen die Führung. Nur Augenblicke später kamen sie an und stellten fest, dass sie die ersten waren. Eine gute Gelegenheit, sich Plätze in der ersten Reihe zu sichern, wo man die beste Sicht auf Bildschirme und Hologramme hatte.


Erst als sie saßen, bemerkte Beleny Phoss den Selonier (Gezad Sed). Er trug die Farben der Flotte und die Rangabzeichen eines Commanders, aber es handelte sich nicht um den Befehlshaber von Odos und Naz' Schiff; diese schlanke, mit graubraunem Pelz bedeckte Gestalt wäre ihr sicher aufgefallen. Obwohl es Unterschiede in Körperbau und Gesichtszügen gab, glaubte sie in den geschmeidigen Bewegungen des Fremden eine gewisse Ähnlichkeit zu den Trianii, der Spezies ihrer Freundin Tunaci, zu erkennen. Sie war ziemlich sicher, dass dieser Offizier genau Tunacis Typ wäre. Dicht neben ihm standen ein Offizier und ein ebenfalls pelzbedeckter Corporal (Kiso Sol) der Infanterie. Weitere Offiziere, darunter General Marcoy und die Staffelführer, saßen beziehungsweise standen etwas abseits.


Als sich die Reihen gefüllt hatten (es gab zu wenige Stühle für alle, einige blieben hinten stehen) und die Captains bestätigten, dass ihre jeweiligen Staffeln vollzählig angetreten waren, ergriff der schneidige Selonier das Wort. Er erklärte in groben Zügen, was sie alle bei diesem Einsatz erwartete. Die Laqosha City war in ein nahe gelegenes System geschleppt worden, und zwar von einer Piratengruppe, die mutmaßlich über mehrere Schiffe verfügte - darunter einen Etti Light Cruiser, ein Militärschiff der Corporationssektorflotte. Joy hatte also Recht behalten mit ihrer Einschätzung, dass sie es mit mehr zu tun bekamen als nur einem normalen Piratenschiff, wobei es sich meist um umgerüstete Frachter oder veraltete Patrouillenboote handelte. Es war die Aufgabe der Bomber, die Piraten aus der dichten Atmosphäre des Gasriesen herauszutreiben, damit sich die größeren Schiffe mit ihren Entertrupps an sie heran machen konnten. Wie viele Schiffe in den wirbelnden Gaswolken steckten, wusste aber niemand so genau. Das klang nach einem wirklich spannenden ersten Kampfeinsatz, und überaus gefährlich. Aber Dove freute sich darüber - insbesondere auch über die zentrale Rolle, welche die Y-Wings dabei spielen sollten. Es wäre genausogut möglich gewesen, dass man sie nur als Reserven zurückhielt.


Commander Sed schaltete den Projektor aus und fragte noch einmal in die Runde, ob es noch Fragen gab. Vielleicht war das eine rhetorische Frage, auf die im nächsten Moment der Befehl zum Wegtreten folgen sollte: Einige Anwesende machten schon den Eindruck, als wollten sie sich erheben. Aber als der Blick der schwarzen selonischen Augen sie traf, erinnerte sich Beleny an ihre Erlebnisse auf der Laqosha City und das Gespräch, das sie direkt danach mit ihren Staffelkameraden geführt hatte. Captain Eshnich hatte auf das größte Problem hingeweisen, auf das man treffen konnte, wenn man zu einer Schiffsentführung gerufen wurde: Zivilisten in der Schusslinie.


»Ja, eine Frage, Sir«, sagte sie und hob die Hand. »Sub-Lieutenant Phoss. Ich war auf der Laqosha City, als sie entführt wurde, und da haben die Piraten alle Besatzungsmitglieder und Passagiere von Bord gehen lassen. Gibt es Infos darüber, ob sie andere Gefangene haben, oder können wir auf sie schießen ohne dabei Geiseln zu gefährden? Und, wenn ich noch was fragen darf... wie ist so ein Etti-Cruiser denn bewaffnet?«


Aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung wusste sie nicht, ob sie gerade zwei besonders schlaue oder besonders dumme Fragen gestellt hatte. In jedem Fall würde es ihr aber besser gehen, wenn sie die Antworten kannte.

[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol, NPCs
 
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[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol, NPCs

Naz saß auf ihrem Stuhl und lauschte dem was der Commander vor ihr zu sagen hatte. An einigen Stellen schaute sie irritiert in seine Richtung und murmelte bei der Erwähnung der Y-Wings etwas wie: „Lahme Enten schützen… Wie aufregend…“ Sie hatte leise gesprochen damit nur Odo sie hören konnte und sah alles andere als begeistert aus. Sie fing an mit den künstlichen Fingern auf die Armlehne ihres Stuhls zu trommeln.

Nicht einmal etwas trinken hatte sie können, da ging die Besprechung schon los. Die Pause war nun doch kürzer als erwartet gewesen, was ihr aber nichts ausmachte. Sie war sowieso am liebsten in ihrem Jäger. Mit der linken Hand tippte sie Daten in ihr kleines Datapad ein, um ihrem Astromech nachher die wichtigsten Fakten zu dieser Mission überspielen zu können. Sie hatte keine Lust ihm alles zu erzählen und so konnte sie auch nichts vergessen. Als der Commander seinen Bericht beendet und die darauf folgenden Fragen von Dove beantwortet hatte, hob sie ebenfalls ihre Hand um eine Frage stellen zu können. „Mich würde interessieren wie es mit den feindlichen Jagdmaschinen aussieht? Weis man welche Jäger die Bande benutzt? Haben ihre Jäger Schilde? Das alles wüsste ich gerne im Voraus, wenn dies bekannt ist. Ich glaube nämlich es ist ein Unterschied ob wir uns auf einen Kampf gegen schlechtere oder gleich starke, wohl möglich sogar Stärkere Schiffe vorbereiten.“

Der Captain der Mosquitos, warf ihr einen strengen Blick zu, den sie wie so oft geflissentlich Ignorierte. Sie hatte diesmal, ja auch nichts Falsches gesagt. Sie fixierte mit ihren Augen den Commander und wartete darauf wie dieser reagieren würde. Ihrer Meinung nach war es wichtig, zu wissen mit wem genau man es zu tun bekommen würde. Sie musste ihre Gegner einschätzen können um wirkungsvoll gegen sie vorgehen zu können. Es war schließlich ein Unterschied ob sie auf die minderwertigen Schildlosen Taranteln der Imperialen schießen musste, die bei einem Treffer sofort in Rauch aufgingen oder ob ein mit Schilden geschützter X-Wing gegen sie kämpfte. Vielleicht hatten sie sogar eine dieser Korvetten die das Imperium so liebte um Jägerstaffeln abzuschlachten. Wie dieses Schuiff das ihre ganze Staffel und fast sie selbst getötet hatte. Bei dem Gedanken daran ballte sie die Durastahlhand zu einer Faust zusammen und die Armlehne wurde in der Handfläche zerquetscht und splitterte mit einem knacken. Sie erschrak und hörte dem Commander gerade erst wieder zu als er den Befehl zum Aufbruch gab. Ob er ihre Frage beantwortet hatte wusste sie nicht. Sie war zu sehr in Gedanken gewesen und hatte dem Commander nicht zugehört.

Als die Mosquitos nun den Besprechungsraum verließen, gesellte sie sich zu Lyra. „Hey du sagmal wie lange haben wir jetzt noch einmal Zeit bis wir in der Luft sein sollen?“ Lyra lächelte sie nur an und kicherte dann. „Na mal wieder eingeschlafen? Wir sollen so schnell wie möglich starten.“

[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol, NPCs
 
[ I-Sektor | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum ] Gezad Sed, Corporal Kiso Sol sowie Lieutenant Colonel Arslan Mundi, Brigadier General Pacs Marcoy, Sergeant Hingis, Sheriff Linduru, Commander der „Grey Warden“, Staffel Captains (NPCs) sowie Ihre Piloten


Gezads blick wanderte über die Piloten, die meisten waren bereits im Begriff sich zu erheben ehe sie realisierten das sie ihm tatsächlich fragen stellen sollten. Als dann sein Blick auf der Kilmausi lag schien Ihr tatsächlich eine frage einzufallen.

»Ja, eine Frage, Sir«, sagte sie und hob die Hand. »Sub-Lieutenant Phoss. Ich war auf der Laqosha City, als sie entführt wurde, und da haben die Piraten alle Besatzungsmitglieder und Passagiere von Bord gehen lassen. Gibt es Infos darüber, ob sie andere Gefangene haben, oder können wir auf sie schießen ohne dabei Geiseln zu gefährden? Und, wenn ich noch was fragen darf... wie ist so ein Etti-Cruiser denn bewaffnet?«

„Danke Sub-Lieutenant. Nein es gab zuvor keine Geiselnahmen von denen der NRGD weis, und das Verhalten auf der Laqosha City zeigt auch, dass die Safalore Gruppe sich nichts aus Geiseln macht. Wir erwarten bei dieser Operation keine Zivilen Opfer.“ Er wandte sich wieder kurz dem Projektor zu, auf dem Kurz darauf das Bild eines Etti light Cruisers erschien. „Das ist ein solcher Kreuzer. Klassifizierung: Kapitales Schiff, auch wenn er diese Klassifizierung eigentlich nicht erfüllt. Das Schiff ist 125 Meter lang und hat eine Crew von 15-25 Mann. Die Bewaffnung besteht aus 10 Vierfachlaserkanonen-Türmen. Eine recht starke Verteidigung gegen Sternenjäger, weswegen Sie die Schiffe so schnell wie möglich aus dem Gas-Riesen heraus treiben müssen. Jedoch gilt auch hier das selbe wie immer bei Piraten, sie Modifizieren Ihre Schiffe gerne, es ist also möglich das der Kreuzer gar nicht mehr mit Jägerabwehr bestückt ist.“

„Weitere Fragen ?“ Er blickte wieder in die Runde bis eine Twi'lek das Wort ergriff. „Mich würde interessieren wie es mit den feindlichen Jagdmaschinen aussieht? Weis man welche Jäger die Bande benutzt? Haben ihre Jäger Schilde? Das alles wüsste ich gerne im Voraus, wenn dies bekannt ist. Ich glaube nämlich es ist ein Unterschied ob wir uns auf einen Kampf gegen schlechtere oder gleich starke, wohl möglich sogar Stärkere Schiffe vorbereiten.“

„Nun, Sub-Lieutenant...?“ Gezad kontrollierte den Pilotenoverall der Twi'lek. Es handelte sich tatsächlich um einen Sub-Lieutenant, doch scheinbar war ihr die Etikette egal. „Die Gruppe benutzt die üblichen Schiffe für Piraten, umgerüstete Transporter, gestohlene Jäger, Uglys. Man kann davon ausgehen das alle Jäger mit Schilden ausgestattet sind, und manche von Ihnen sind vielleicht auch einige überlegene Jäger dabei, jedoch erwarte wir eher eine größere Ansammlung von Frachtern.“

Er blickte erneut in die Runde, niemand sonst schien fragen zu haben. „Nun gut dann können Sie wegtreten. Erledigen Sie was keinen Aufschub erlaubt und seien Sie in 5 Minuten abflugbereit. Sub-Lieutenant... Sie warten an der Tür ich will mit Ihnen sprechen.“ Er deutete mit der Hand auf die Twi'lek die vorhin die Fragen gestellt hatte, dann drehte er sich um und sprach kurz mit Ihrem Staffelführer. Der Captain schien sich noch eher er Ihn angesprochen hatte darüber im klaren zu sein was der Selonier von ihm wollte. Der Name der Pilotin war Naz'lise und sie schien allgemein recht wenig von Militärischer Diziplin zu halten. Gezad dachte nach, es würde niemandem helfen wenn er die Pilotin von der Mission abzog. Ohne einen brauchbaren Ersatz fehlte der Staffel ein Pilot und selbst mit einem Ersatzpiloten wäre die Staffel nicht so effektiv. Er sprach sich mit dem Captain der Staffel ab und informierte den Commander der Grey Warden, der ob der offensichtlichen Verletzung der Etikette ebenfalls einverstanden war.

Gerade als Gezad sich wieder Richtung Tür wenden wollte trat Kiso näher. „Sir, die Pilotin ist gegangen, anscheinend hat Sie Ihnen die ganze Besprechung über nicht zugehört.“ Gezad schaute zur Tür. „Corporal sind Ihre Männer noch beim Shuttle ? Lassen Sie die Pilotin abfangen ehe Sie ihn Ihren Jäger steigt. Sub-Lieutenant Naz'lise.“ er rief die Personalakte mit dem Foto der Pilotin auf seinem persönlichen Pad auf. „Versuchen Sie ein wenig diskret zu sein, ich will die ganzen Piloten nicht von Ihrer Aufgabe ablenken, sonst hätte ich den Sub-Lieutenant auch vor der Versammelten Mannschaft zurecht weisen können.“

Während Kiso sich abwandte und mit seinem Team sprach blickte Gezad erneut die Offiziere an. „Nun gut dann brechen wir auf. Commander melden Sie wenn Ihr Schiff aufbruchsbereit ist. Brigader General.“ er nickte dem Kommandaten der Basis zu und wandte sich dann ab. Kiso und Colonel Mundi direkt hinter ihm. An der Tür zur Basis atmete Gezad nochmal tief durch und glättete seine Uniform. Er war nicht der Typ der auf die tausend-prozentige Einhaltung der Etikette pochte, doch bei einer Einsatzbesprechung sollten selbst die Sternenjäger ein wenig Disziplin zeigen.

Draußen auf dem Flugfeld von Camp Hoar Planes war es noch immer nicht wärmer geworden, der eiskalte Wind entzog dem Durastahl unter Gezads Füßen jedes bisschen wärme und diese holte sich der Boden dann wieder aus selbigen. Trotz seiner Laufballen wurden seine Füße schon nach wenigen Sekunden taub. Quer über das Flugfeld konnte Gezad die drei Marines ausmachen, die in Begleitung einer in einen Pilotenoverall gekleideten Twi'lek am Shuttel warteten.

„Sub-Leiutenant Naz'lise, schön das wir uns doch noch Unterhalten können ehe Sie abheben. Ihnen ist doch hoffentlich klar das Sie im Einsatz nicht einfach auf stur stellen können und meine Befehle missachten können oder ?“

Gezad wartete ab wie die Twi'lek reagierte, hatte Sie in den Stunden zu Militärischer Disziplin ebenso geschlafen wie in seiner Einsatzbesprechung ?


[ I-Sektor | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Flugfeld ] Gezad Sed, Corporal Kiso Sol sowie Lieutenant Colonel Arslan Mundi, Sub-Lieutenant Naz'lise
 
[ I-Sektor | Mirial | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Brigadier General Pacs Marcoy, Commander Gezad Sed, Corporal Kiso Sol, Flotten- und Sternenjägeroffiziere

Über die "Saffalore-Gruppe", in der Form von Brigadier General Marcoy betitelt, war nicht sonderlich viel bekannt, aber immerhin klärte sich der Diebstahl des Etti-light-Cruisers auf. Kiso hatte während seiner vorangegangen Zeit auf der Zollkorvette "Law" bereits Bekanntschaft mit einer Reihe von Piraten, Schmugglern und anderem Abschaum gemacht, aber logischerweise nicht mit den Fähigsten ihrer Art. Was jedoch die Saffalore-Gruppe genau für Intentionen hatte war alles andere als deutlich aus den vorangegangenen Bericht hervorgegangen. Ein eindeutiger Makel wie der Cathar fand.
Wäre es der Gruppe lediglich um Credits gegangen hätten sie die Passgiere der Laqosha wohl einfach an den nächst besten Sklavenhändler verkauft oder ein Lösegeld gefordert. Außer sie wären nur verzweifelt und auf der Suche nach den nötigsten Resourcen. . Essen, Nahrung, Unterkunft. . was es ja zu genüge auf einem Passagierliner gibt und durch das Freilassen der Zivilisten hatten sie erhofft die Behörden erst einmal los zu werden. . Oder sie nutzen die Laqosha-City als Lockmittel. .

Während der Cathar vor sich hin grübelte hatte Commander Sed bereits das Wort übernommen und für einen raschen Aufbruch plädiert. Marcoy reagierte auf den Aktionismus des Selonianers äußerst positiv und übertrug ihm die Leitung über die Mission. Etwas voreilig wie Kiso fand, eventuell wollte der Brigadier General einfach nur die Verantwortlichkeit weiterreichen, um seine Position zu wahren. Aber eventuell war er einfach zu misstrauisch gegenüber dem Brigadier General. Es hatte trotzdem etwas gutes. Kiso vertraute auf das Urteil seines alten Widerstandskollegen, er hatte seine Kompetenzen bereits ohne jede militärische Ausbildung bewiesen, warum sollten Jahre der Akademieausbildung daran etwas geändert haben. Durch die kahlen Katakomben der Basis ging es nun direkt weiter zum Briefing der Piloten. Der Corporal hatte sich nicht angemaßt mit seinem Commander die Situation zu besprechen, also schulterte er seine Waffe und begleitete seine Vorgesetzten schweigend, hielt jedoch Augen und Ohren offen.

Bisher hatte
Kiso noch nie auf dieser Seite eines Briefing Raumes gestanden. Neben den beiden Offizieren wirkte er hier ebenfalls vollkommen fehl am Platz, doch Befehl war Befehl, auch wenn es unangenehm war. Neben dem Holoprojektor positionierte sich der Cathar und hatte nun mehr als genug Zeit die ankommenden Piloten zu mustern. Besonders stach eine Twi'lek mit einer Armprothese heraus ( Naz´lise ). Prothesen waren nun in Armee Kreisen alles andere als selten, jedoch gingen Piloten in der Regel mit ihren Jägern unter und sollte es sich dabei um eine Kriegsverletzung handeln hatte sie wohl ihren letzten Jäger überlebt. Ob dies nun für oder gegen ihre Kompetenzen als Pilotin sprach stand noch zur Diskussion. Aufmerksam lauschte der Cathar dem Vortrag des Commanders, auch wenn er nur das wiederholte, was zuvor Marcoy erwähnt hatte. Aber nun wurde es interessant, denn eine Kilmausi ( Beleny Phoss ) Pilotin oder eher anscheinend Schützin schaltete sich auf die Nachfrage des Commanders ein und stellte eine Frage. Anscheinend hatte sie den Überfall der Laqosha-City selbst miterlebt und war nun interessiert an potenziellen Geiseln oder Gefangenen in Händen der Saffalore-Gruppe. Commander Sed beantwortete ihre Frage fachgerecht und schon meldete sich die nächste Pilotin. Diesmal handelte es sich um die Twi'Lek, die nun, da sie den Mund öffnete, ungefähr jedes Vorurteil gegenüber Piloten bestätigte, dass der Marine Corporal hegte. Sie ignorierte jederlei militärische Etikette und setzte auch noch einen sarkastischen Kommentar an das Ende ihre kurzen Ansprache. Jeder Draufgänger der ein Schiff fliegen kann wird heute ein Pilot was? kommentierte der Marine in Gedanken, verzog jedoch nicht die Miene. Zu allem Überfluss schien sie sich gar nicht für die Antwort des Selonianers zu interessieren, stattdessen starrte sie wie betäubt in den Raum und demolierte dabei eine Lehne vor ihr. Sed reagierte professionell, beantwortete ihre Frage und bat anschließend die Piloten selbst auf ein Gespräch hier zu bleiben. Bei diesem Kommentar konnte er Beinahe ihren direkten Vorgesetzten schlucken hören, wahrscheinlich würde das Verhalten seiner Untergebenen ihn auch eine ordentlich Standpauke einbringen. Gezad hatte die Runde bereits aufgelöst, doch zum Erschrecken des Corporals schloss sich die Twi'Lek Geistesabwesend ihren Staffelkollegen an und verließ den Briefingsaal. Kurzerhand drehte er sich zu seinem Commander und sprach ihn an:

"Sir, die Pilotin ist gegangen, anscheinend hat Sie Ihnen die ganze Besprechung über nicht zugehört."

Er drückte es so sachlich wie möglich aus. Jetzt kurz vor dem Abflug wäre es nicht sinnvoll Vermutungen anzusprechen. Wie aus der Pistole geschossen gab der Commander den Befehl die Pilotin auf der Landeplattform aufzuhalten. Kiso quittierte dies mit einem simplen Nicken und aktivierte seinen Funk:

" Corporal Sol an Fireteam Kappa. Empfangen sie mich ?"

Nach einem kurzen knirschen meldete sich Mahol:

" Hören sie Sir. Was haben sie für uns ? "

" Commander Sed wünscht eine Pilotin zu sprechen. Twi'Lek, rote Haut, Armprothese. Sub Lieutenant Naz'lise heißt sie namentlich. Fangen sie sie ab, aber bitte diskret und nehmen sie sie nicht fest. Nähere Details zum Auftrag selbst kriegen sie später, bis jetzt müssen sie nur wissen wir fliegen in fünf Minuten ab. "

Sein Fireteam bestätigte den Befehl und wenige Minuten später traf er auf die Drei an ihrem Abflug-Shuttle. Während Gezad bereits die Pilotin ansprach nickte er der Bothanerin bestätigend zu. Anscheinend waren Bothaner tatsächlich diplomatisch talentiert genug um selbst eine Pilotin die schien als wäre sie auf Drogen davon abzuhalten in ihre Lieblingsfreizeitbeschäftigung zu steigen . .


[ I-Sektor | Mirial | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Flugfeld] Corporal Kiso Sol samt Fireteam Kappa, Commander Gezad Sed, Lieutenant Colonel Arslan Mundi, Sub Lieutenant Naz'lise
 
Joy Inara Mirian

[Mirial-System - Nördliche Hemisphäre - Fliegerhorst Camp Hoar Planes - zum Briefingraum] mit Beleny Phoss, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol mit Staffel Gelb, Crossbow und Mosquito

Als die Besorechung ihr Ende fand und das allgemeine Schweigen gebrochen wurde sah Joy zu Beleny.
"Vierlingstürme, was? Wenn die Teile immer noch montiert sind wird das ein heißer Ritt."

Ihr grinsen war nicht ganz so jovial wie sonst. Anscheinend hatte auch die Menschenfrau eine ernste Seite, die so langsam, nachdem die Mission zu einer Realität wurde, hervor trat.

Nach dem Briefing war so langsam klar, warum so viel Feuerkraft hinter diesen Piraten hergeschickt wurde. Sie hatten viel Material. In unbekanntem Zustand. Vorsicht war die Mutter der Porzellankiste.

Der Raum begann sich zu leeren. Die Probleme, die es mit einer Twi'lek-Pilotin gab, bekam Joy nur am Rande mit. Sicher, sie hatte die rothäutige bemerkt, aber momentan war sie in Gedanken bei ihrer eigenen Staffel, ihrer Rotte und Beleny und ihren Kollegen, diebzu schützen ihre Aufgabe sein würde.

"Dann sehen wir uns wohl in fünf Minuten beim Start." Sagte sie, verabschiedete sich von Dove und den anderen und ging hinaus in Richtung X-Wing Hangar, wo ihre Maschine ohnehin bereit gemacht wartete und ihre Ausrüstung griffbereit lag.

Innerhalb weniger Minuten war sie angezogen, hatte Peavy die nötigen Befehle erteilt und die Maschine vollends zu wecken -es wurde mit etwas nörgelndem Pfeife kommentiert, aber die Aufgaben wurden schnelk erledigt- und saß als eine der ersten der Crossbow Staffel im Cockpit. Sie ging gerade die letzten Punkte der Checkliste durch, als es im Staffelfunk knackte.

>>Alles klar Crossbows, Crossbow 1 hier. Auf dem heutigen Menü steht: unsere Staffel Gelb schützen und ihnen den Angriffsflug auf die Ziele ermöglichen. Rotte 1 übernimmt die Spitze. Wir konzentrieren uns vor allem auf die Geschütze des Kreuzers. Rotten 2 und 3 flankieren Staffel Gelb und halten ihnen den Rucken frei. Koordiniert euch mit den Schützen der Y-Wings! Bestätigung und Abflugbereitschaft signalisieren!<<

>>Crossbow 2, verstanden und bereit.<<

Die Reihe war an Joy.

"Bow 3, verstanden und abflugbereit."

Und weiter ging es mit Nummer vier, dann fünf und so weiter. Als Crossbow 3 war Joy in der ersten Rotte der Staffel, was bedeutete...

Sie aktivierte den privaten Kanal von Schiff zu Schiff und funkte Beleny direkt an.

"Dove, Raven hier. Sieht so aus als würden die Crossbows gabz nahe bei euch bleiben. Und meine Rotte an der Spitze. Ich pass auf dich auf und du holst sie vom Himmel, einverstanden?"

Viel Zeit für eine Konversation blieb nicht. Bald musste Joy wieder auf den allgemeinen Kanal für die Staffel, beziehungsweise das Geschwader zurück stellen. Denn nun endlich kam der Befehl zum Start. Eine seltsame Ruhe durchflutete Joy, während das Adrenalin ihre Sinne schärfte. Nun ging es los.

Sanft hob sich erst ihr Jäger vom Boden ab, ehe er zusammen mit den anderen Crossbows aus dem Hangar glitt, wo Joy Schub gab und in den Himmel schoss. Es war schon ein beeindruckender Anblick, als sie insgesammt vier Staffeln Jäger in den Himmel fliegen sah, während sie sich langsam zu einer Formation fanden. Als sie an den Y-Wings vorbei zogen, um sich an die Spitze derer zu setzen, winkte Raven einen allgemeinen Gruß den Jägern zu.

[Mirial-System - Nördliche Hemisphäre - in den Orbit unterwegs] mit Beleny Phoss, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol mit Staffel Gelb, Crossbow und Mosquito
 
[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol, NPCs

Dove bestätigte die Worte des Commanders mit einem deutlich sichtbaren Nicken. Er hatte ihre Frage vollumfänglich beantwortet, aber nur eine Hälfte davon gefiel ihr. Sie würden, wenn sie die Saffalore-Gruppe attackierten, voraussichtlich keine Zivilisten töten. Aber was sie dann über den Etti-Cruiser hörte, ließ ihr einen unangenehmen Schauer über den Rücken laufen. Zehn Vierlings-Laserkanonen: Das Schiff konnte also den umliegenden Weltraum regelrecht mit Laserstrahlen überfluten. Das prädestinierte den leichten Kreuzer zur Abwehr ganzer Staffeln von Jägern. Staffel Gelb sollte dieses Ding direkt angreifen und würde damit in die Schusslinie dieser Waffen fliegen. Aber wenn der Plan des Seloniers aufging, würden sie sich in der dichten Atmosphäre des Gasriesen befinden, was die Sicht und auch die elektronische Zielerfassung ihrer Gegner ebenso störte wie ihre. Und im Gegensatz zu dem Etti-Kreuzer hatten sie Waffen an Bord, die keinen direkten Treffer erforderten, um Schaden anzurichten: Insbesondere in einer Atmosphäre, die den Druck einer Explosion verstärkte und weiterleitete, waren die Torpedos und Bomben der Y-Wings fürchterliche Waffen, und ihr Job war ja nicht den Kreuzer zu zerstören, sondern ihn und andere Feindschiffe aus den Wolken herauszutreiben. Sie hoffte, dass dieser Plan aufging und sie alle heil wieder zurück nach Mirial kamen.


Als nächstes stellte Naz'lise eine Frage. Sie interessierte sich für die Jäger der Saffalore-Gruppe, doch darüber konnte Commander Sed keine klare Auskunft geben. Er wies lediglich darauf hin, dass sie mit allem rechnen mussten: Mit schrottreifen Uglies ebenso wie mit modernem Militärgerät. Die Twi'lek hatte sich vermutlich etwas mehr von der Antwort erwartet... aber als Beleny sich zu ihr umsah, hatte sie den Eindruck, dass die Pilotin irgenwie weggetreten war. Sie schien dem Selonier gar nicht zuzuhören. Stattdessen fummelte sie mit ihrer Armprothese an ihrer Armlehne herum, die erst leise knirschte, und dann... Dove zuckte zusammen, als das Möbelteil unter dem Druck der mechanischen Hand mit lautem Knacken zerbrach. Die Kilmaulsi hoffte für ihre Flieger-Kollegin, dass niemand ihr das als Mutwilligkeit auslegte.


Der Commander ließ die Piloten wegtreten: Sie sollten in fünf Minuten startbereit sein. Auch Naz'lise erhob sich und schloss sich ihrer Staffel an. Dass Gezad Sed sie noch sprechen wollte, schien sie gar nicht registriert zu haben.

›Ohje, da bringt sich gerade jemand in Schwierigkeiten...‹ dachte Dove. Hätte sie eine Gelegenheit gehabt, die X-Wing-Pilotin unauffällig auf ihr Versäumnis hinzuweisen, dann hätte sie es sicherlich getan, aber da nun alle Piloten gleichzeitig nach draußen drängten und sich zu viele Körper zwischen ihnen befanden, ging das nicht.


»Vierlingstürme, was?« hörte sie neben sich. Es war Joy, die mit etwas verkniffenem Grinsen anmerkte: »Wenn die Teile immer noch montiert sind wird das ein heißer Ritt.«


»Das wird eine echte Feuerprobe«, nickte die Kilmaulsi. »Aber die Götter sind mit denen, die auf der Seite von Recht und Ordnung stehen. Wir sehen uns dann da oben - und hinterher gehen wir einen trinken, ja? Für jeden Abschuss eine Runde, wie es sich gehört.«

Viele der Piloten sprachen so, gaben sich unerschrocken und zählten bereits die Abschussmarken, die sie sich verdienen wollten. Damit übertünchten sie die Aufregung, die sie innerlich empfanden; die erfahrenen Flieger, ganz besonders aber die Neulinge, zu denen auch Dove gehörte. Zusammen mit ihren Staffelkameraden lief sie im Laufschritt über den Exerzierplatz, hinüber zum Hangar, vor dem ihre Maschinen standen. Noch im Laufen setzten sie ihre Helme auf. Die Y-Wings waren in Bereitschaft, also vollgetankt und bewaffnet, und als sie eintrafen, stellten sie fest, dass ihr Astromech bereits in seine Halterung gehievt worden war. Dove und Icy, ihr Pilot, kletterten ins Cockpit und schlossen die Kanzel. Das taten Piloten oft erst im letzten Moment, aber sie konnten es kaum erwarten, die dichten Fenster zwischen sich und der eisigen Luft Mirials zu haben. Nacheinander und in der vorgegebenen Reihenfolge betätigten sie die Schalter und aktivierten alle Systeme, die sie für den Einsatz brauchten: Adam in erster Linie Navigationssystem, Antrieb und Steuerung, Beleny die Waffensysteme und Zielvorrichtungen, R3-J0 die Diagnoseprogramme und die übrigen Assistenzsysteme. Der Droide zwitscherte dabei, und obwohl er im Gegensatz zu gewissen anderen Astromechs dank routinemäßiger Speicherlöschungen über keine nennenswerte Persönlichkeit verfügte, klang er dabei irgendwie aufgeregt. Aber vielleicht interpretierte die Kilmaulsi auch einfach ihre eigene Stimmung in die Töne. Der erste richtige Einsatz. Das erste Feuergefecht mit scharfen Waffen, bei dem es wirklich ums Überleben ging und Freunde ebenso sterben konnten wie Feinde. Oder sie selbst.

›Ihr Götter, lasst diese Sache gut ausgehen!‹ flehte sie stumm. ›Ich will Fenten wiedersehen!‹


Die Uhr tickte - natürlich nur metaphorisch. Der Abflug rückte immer näher. Fünf Minuten waren keine lange Zeit, um einen Sternjäger startbereit zu machen, vor allem wenn die Routine dafür nur aus Übungen stammte, aber sie schafften es. Als Captain Eshnich eine Minute vor Ablauf der Frist die Bereitschaft der Staffel abfragte, liefen die Triebwerke, sämtliche Bildschirme leuchteten und blinkten, und die Computersysteme (einschließlich des Droiden) waren in Betrieb. Als die Reihe an sie kam, bestätigte Icy mit erstaunlich ruhiger, kontrollierter Simme:

»Gelb Acht, startbereit!«


Plötzlich klang aus den Helmlautsprechern die Stimme von Joy. Sie teilte mit, dass sie da oben ganz nah beieinander sein würden. Ihr X-Wing würde an der Spitze ihrer Staffel fliegen, welche die Aufgabe hatte, die Bomber ins Gefecht zu eskortieren. Sie versprach, aufzupassen und ihnen die Gelegenheit zum Abschuss der Feinde zu geben.

»Einverstanden, Raven. Da kann doch eigentlich gar nichts schiefgehen! Bis später dann!«

»Wer war das denn gerade?« fragte Adam.

»Crossbow Drei. Eine Freundin von mir.«

»Raven und Dove. Wie niedlich! Da haben sich ja die Richtigen gefunden! - Stellst du sie mir später vor?«

»Nur wenn du anständig fliegst!« erwiderte Dove.

»Überlass das ruhig mir. Dein Job sind die Knarren. Und bitte, bitte: Ziel nicht wieder auf unsere eigenen Schiffe; diesmal sind die Waffen scharf!«

Dove antwortete nicht. Sie war mit ihren Gedanken schon mitten in der Schlacht, die gleich stattfinden würde. Der Startbefehl kam und Y-Wing Gelb Acht hob sich vom Flugfeld, beschleunigte und schoss hinauf in die grauen Wolken, die nach kurzer Zeit klareren Luftschichten und schließlich dem samtschwarzen, sternbesprenkelten Himmel wichen. Mirial lag unter ihnen und die Sonne in ihrem Rücken. Die weißen Rümpfe einer Nebulon-Fregatte und eines eleganten Mon-Calamari-Kreuzers strahlten in ihrem Licht. Blau und rot leuchtende Flammen stoben aus ihren Triebwerken, als die beiden Kriegsschiffe sich in Bewegung setzten und in ihren Sprungvektor lenkten. Die vier Jäger- und Bomberstaffeln gruppierten sich um sie in der befohlenen Formation. Während Icy den Hyperantrieb bereit machte und Joe die Koordinaten für den Hyperraumsprung berechnete, kontrollierte Dove noch einmal die Bereitschaft aller Waffensysteme. Bestimmt zum fünften und sicher nicht zum letzten Mal. Und dann verzerrten sich plötzlich die Sterne zu langen, weißen Strahlen, als der Y-Wing die physikalische Realität verließ und sich in die blauweißen Lichtwirbel des Hyperraums stürzte. Es war nur ein kurzer Sprung bis Shen-Trill 22.

[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol, NPCs
 
Joy Inara Mirian

[Hyperraumsprung von Mirial nach Shen-Trill 22] mit Beleny Phoss, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz'lise, Gezad Sed, Kiso Sol und den Staffeln Gelb, Crossbow, Mosquito, sowie den großen Schiffen.

Rasch wurden die Sterne zu grellen Streifen in der optischen Illusion, dass der Jäger mit wahnsinniger Geschwindigkeit nach vorne geworfen wurde. Raven wusste, dass es nur eine Illusion war, aber nicht genau wieso. Sie wusste nur, dass der verdammte Übergang ihr jedes Mal in den Augen stach, also kniff sie diese wie jedes Mal zu, bis der flirrende Tunnel aus Licht vor ihr war. Das wiederum fand sie beruhigend und sie könnte wunderbar einschlafen bei diesen Verhältnissen.

Du meine Güte, ich bin schon ein komisches Mädchen, dachte sie stumm.

"Okay, Peavy," sagte Raven zu ihrem Astromech, "Achte auf die neuen Triebwerke. Das ist unser erster richtiger Einsatz mit denen, ich will nicht, das sie überhitzen."

Eine Serie von schnellen Piepsern, vermischt mit gelegentlichem Schnarren, antwortete ihr.

"Na klar weißt du was dein Job ist, aber du sitzt direkt dazwischen. Wenn die hoch gehen bist du Schlacke und ich komm per Schleudersitz raus."

Eine kurze Pause und dann eine etwas langsamere Antwort.

"Na siehste." Sie lachte kurz auf. "Wird schon werden."

Der Flug war wirklich nicht weit. Es reichte ein weiterer Check der Systeme bis über den Staffelkanal die Nachricht kam, dass der Hyperraumsprung kurz vor dem Ende stand.

Ein neuer Streifenhimmel und in einem Atemzug sprang ein riesiger, wolkenverhangener Gasplanet ihnen entgegen.

>>Okay, Leute, wir sind auf der abgewandten Seite und müssen niedrig und schnell durch die obere Atmosphäre um zu dem Etti zu kommen. Schaltet eure Stabilisatoren auf Maximum und bringt eure Flügel auf Angriffsposition. Und Augen auf halten, Leute, die Sicht wird mies sein. Crossbow eins bis vier, vergrößert euren Vorsprung zur Staffel Gelb!<<

Raven bestätigte. Sie war sich recht sicher, dass die anderen Staffeln ähnliche Anweisungen bekamen, als sich der Pulk an Jägern mit den zwei Schiffen im Schlepptau dem Planeten näherten. Es war eine recht beeindruckende Streitmacht. Diese Piraten würden ihr blaues Wunder erleben.

Mit vernehmbaren Summen fuhren die Flügel des X-Wing auseinander und rasteten ein, gaben der Maschine die charackteristische, namensgebende Form. Der Planet Shen Trill fülkte bereits die komplette Sicht nach vorne aus.

Es ging los. In Formation tauchten die Crossbows an der Spitze in die Wolkendecke hinab, erhöhten ihre Geschwindigkeit und hielten zusammen mit Staffel Gelb auf das Zielgebiet zu. Dies war ihre Aufgabe, den Feind aus den Wolken treiben.


[Shen-Trill 22, obere Atmosphäre] mit Beleny Phoss, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz'lise, Gezad Sed, Kiso Sol und den Staffeln Gelb, Crossbow, Mosquito, sowie den großen Schiffen.
 
[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Besprechungsraum] Beleny Phoss, Joy Inara Mirian, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol, NPCs

Es dauerte nicht wirklich lang bis die Einsatzbesprechung begann und so hatten die Mosquitos wenig Zeit ihre Kameraden vom Stützpunkt kennenzulernen. Bei den beiden Piloten die Odo und Naz auf dem Flugfeld kennengelernt hatten, handelte es sich tatsächlich um Mitglieder der in Hoar Planes stationierten Staffeln. Doch die Zeit erlaubtes es ihnen nur einige wenige Worte mit Beleny Phoss und Joy Mirian zu wechseln, bevor sie bereits in den Besprechungsraum gerufen worden.


Der Saal den sie betraten war die, vielleicht etwas größere Versionen, des Standartversammlungsraumes wie man ihn in allen Einrichtungen der Neuen Republik fand. Natürlich hatte jeder dieser Räume gewisse Eigenheiten, und Odo hatte auf Toola auch schonmal einen gesehen der mit Jagdtrophäen ausgeschmückt gewesen war, aber die Grundaustattung, Möbel, Technik und das meiste andere war genormt und fast in jedem dieser Sääle gleich.
Auch der Briefingroom auf Mirial unterschied sich nicht sehr von den meisten anderen. Die Wand war mit ein paar zerschlissenen Anwerbepostern geschmückt und ein einer Ecke frönte eine Art blauer eingetopfter Baum seine halbtote Existenz, aber ansonsten war der Raum fast wie jeder andere.

Es dauerte nicht lang bis sich der Raum mit den Piloten aller anwesenden Staffeln füllte. Es waren mehr Leute als Odo erwartet hätte. Vermutlich waren die Piloten des anderen Kreuzers auch noch dazu gekommen. Er grüßte jene die er kannte, bei denen es sich eigentlich nur um die anderen Mosquitos handelte, und wartete auf den Beginn der Einweisung. Der Elomin musste nicht lange warten. Bald erstarb das aufgregte Gemurmel. So erwartungsvoll jeder einzelne der Männer und Frauen in diesem Raum auch war, keiner wollte die für den Einsatz wichtigen Informationen verpassen.
Ein pelziger Nichtmensch, der sich als Gezad Sed vorstellte trat nun vor und erläuterte den Piloten ihren Einsatz. Uniform und Rangabzeichen wiesen den Kommandeur der Einsatzgruppe als Commander der Flotte aus. Odo war insgeheim froh das der führende Offizier der Operation ausnahmsweise kein Mensch war. Es tat gut Mitglieder außerweltlicher Spezies als führende Offiziere zusehen, besonder wenn man ansonste oft das Gefühl hatte das die oberen Ränge zu mibndestens 75% aus Menschen bestanden.
Odo hörte Sed aufmerksam zu und versuchte sich die wichtigsten Informationen einzuprägen. Ab und an machte er sich Notizen auf seinem Pad, auch wenn ihm das im Einsatz nur bedingt helfen würde. Es dauerte nicht lang bis Naz sich meldete.
Odo versuchte ein Grinsen und Seufzen gleichzeitig zu unterdrücken.
"Ich glaube die Mission ist spannender als sie aussieht.... ein Etti-Kreuzer, eine unbekannte Anzahl von Schiffen im Gasriesen. Wer weiß was Phoss und ihre Kollegen aus den Wolken treiben werden. Wir werden es sicherlich mit einigen Bastarden zu tun bekommen." Er meinte damit jene von Piraten oft benutzen Jäger die aus verschiedenen Teilen alter militärischer Hardware zusammengesetzt wurden. Meist passten die Teile nicht zusammen und die Jäger waren voller "Geburtsfehler", aber ab und an konnten sie ungklaublich effektiv und manchmal sogar überraschend gefährlich sein. "Wir werden schon genug zu tun bekommen.", murmelte er zwinkernd.
Als der Flottler mit seinem Vortrag endete, war es den Piloten erlaubt Fragen zustellen. Beleny Phoss war die erste die ihre Chance nutze. Die Etti-Klasse war ein Schiff der Kooperationssektoren und ähnlich Beleny hatte auch Odo wenig Erfahrung mit diesen Kreuzern. Man sah sie manchmal über Elom, da die Sektoren ab und an mit dem Imperium Lommite handelten, aber sie waren nie ein wichtiges Ziel für den Widerstand gewesen.
"Die Quads werden uns noch richtig schöne Probleme bereiten....", murmelte Xe'zikk aus der Reihe hinter ihnen. Odo nickte stumm.

Nach dem Mord an einem unschuldigen Stuhl und einer weiteren Frage, gestellt in Naz'lises typischer Offenheit, war die Bersprechung auch schon wieder beendet. Das Sed sie an der Tür sprechen wollte, schien seine Flügelfrau komplett zu ignorieren. Entweder war es ihr egal (was unwahrscheinlich war den selbst Naz hatte ein Grundniveau an Disziplin) oder sie hatte ihm überhaupt nicht zu gehört. Odo selbst blieb einen Moment sitzen und seufzte. Er musste mit ihr reden, vielleicht nicht vor der Mission oder spätestens danach. Der kleinen Gesprächsrunde zwischen Sed, Martinez und dem Besalisk der die Warden kommandierte hatte Naz sich wieder irgendwo hineingeritten. So konnte das nicht weiter gehen.
Lendral, sein Rottenführer, warf ihm einen Blick zu und Odo eilte aus dem Raum. Besser er blieb nicht länger als notwendig.

Er holte die anderen am Flugfeld ein. Er griff Naz an ihrem gesunden Arm. "Naz!"
Plötzlich standen ihnen drei etwas gereiztz wirkende Marines vor ihnen. Zwei von ihnen waren natürlich Menschen. Der größere der beiden zeichnete sich durch eine große Menge Gesichtsbehaarung aus, die den Mangel der selbigen am Kopf ausglich. Der andere, ebenfalls männlich, war jüngere und schwächlicher gebaut. Er wirkte sichtlich nervös. Bei dem dritten Flottensoldaten handelte es sich um weiblich Bothanerin.

Odo kratzte sich nervös an den Hörnen. "Können wir ihnen helfen Privates?"

Die Bothanerin lächelte. "Alles in Ordnung, Sub-Lieutenant. Der Commander will nur mit Sb-Lt. Naz'lise sprechen. Gehen sie bitte weiter zum shuttle."

Der Elomin unterdrückte einen Fluch. "Ich bleib....."
Er fand eine Hand auf seinen Schultern wieder. Lyra führte ihn zur Seite. Die dunklen irislosen Augen der Nautolanerin wirkten genauso besorgt wie er sich fühlte.

"Misch dich bitte nicht ein. Das macht es vielleicht nur noch schlimmer. Wir warten hier und sehen was passiert."

Es dauerte nicht lang bis Commander Sed in Begleitung eines Cathaners auf dem Flugfeld erschien. Odo und Lyra hielten sich etwas abseits, aber nah genug an der Gruppe um zu verstehen was gsprochen wurde.
Sie warfen ihrer Kameradin unterstützende Blicke zu.
An sich hatte Gezad Sed natürlich recht. Das wußte Odo und er unterstützte auch was der Commander sagte. Auf der anderen Seite handelte es sich bei der betroffenen Pilotin allerdings um Naz. Odo wußte warum sie so reagierte und das es ihre Leistung nicht beeinträchtigte. Doch gehörte Disziplin zum Militärleben dazu. Es ging nicht nur darum besonders toll und waghalsig zu fliegen, nicht alles war ein Abenteuer. Das hatte er bereits in den Höhlen unter den A'driannamieq
gelernt. Er wußte nicht was er denken sollte.
Inzwischen näherte sich auch Siv Lendral, die Wangenlappen zitternd, der Szene. Der Sullustaner war weniger als unerfreut das dreiviertel seiner Rotte immer noch nicht startbereit waren und den Beginn der Mission verzögerten.

[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Flugfeld] Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz´lise, Gezad Sed, Kiso Sol, NPCs/ Beleny Phoss, Joy Inara Mirian bereits unterwegs
 
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[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Flugfeld] Naz’lise, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Gezad Sed, Kiso Sol, NPCs (Captain Martinez)

Als Naz auf dem Weg zu ihrem Jäger am Arm gepackt wurde, drehte sie sich um und blickte in das Gesicht ihres Flügelmannes. Er wollte wohl gerade etwas sagen, kam aber nicht dazu. Drei Marines waren aufgetaucht und hatten seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auf seine, wie so oft, sehr diplomatisch formulierte Frage hin, gaben die Marines an dass der Commander mit ihr sprechen wollte. Mit einem Lächeln, was bei Twi’leks oft aussah als würden sie ihr gegenüber gleich fressen wollen, nickte sie dem Marine zu. „Aber selbstverständlich begleite ich sie zu dem Commander.“ Antwortete sie und löste sich mit einem Winken von ihren Kameraden. Sie folgte den Soldaten zu dem Flottenoffizier, der etwas abseits stand. Als sie nun bei dem Commander angekommen waren, salutierte die Rote Twilek. „Sie wollten mich sprechen Sir?“ Sie hörte sich seine Antwort an und verengte die Augen zu schlitzen als der Commander die Frechheit besaß ihr Befehlsverweigerung zu unterstellen. Sie bleckte ihre spitzen Zähne und zügelte sich um trotzdem in respektvollem Ton zu antworten. „Wie kommen sie darauf Sir? Geht es um den Vermerk in meiner Akte?“ sie ließ eine kurze Pause damit der Commander das gesagte zuordnen konnte. Sie wusste, man hatte sie in der Akte wortgetreu zitiert, als sie bei einem Gerichtsverfahren gegen einen Commander der Flotte Ausgesagt hatte. [Ich habe das Vertrauen in die Flotte und ihre Offiziere verloren und werde mir nach dem sinnlosen Tot meiner Kameraden nun immer zweimal überlegen bevor ich die Befehle eines Flottenoffiziers blind ausführe.] Stand dort zu lesen. „Ich versichere Ihnen, dass ich der Republik treu ergeben bin Commander. Ich habe nicht die Absicht ihre Befehle zu Missachten.“ Sie holte Luft. „Ich möchte aber ganz offen zu Ihnen sein. Was ich erlebt habe hat mich geprägt und mein Vertrauen in die höheren Ränge erschüttert.“ Ein Schatten huschte über ihr Gesicht. Die sonst so vor Energie strotzende Piloten wirkte einen Augenblick lang traurig und kraftlos. Sie riss sich aber schnell wieder zusammen und war sich fast sicher, dass der Commander diesen kleinen Moment der schwäche nicht bemerkt hatte. Sie hatte gar nicht gemerkt, das ihr gegenüber etwas irritiert wirkte. Nachdem er ihr den eigentlichen Grund für dieses Gespräch nannte, war ehrliches Erstaunen in ihren Zügen zu sehen. Sie atmete scharf ein und stand noch ein wenig strammer als ohnehin schon. Innerlich verschwand die Wut und wurde durch Verlegenheit ersetzt. „Es tut mir leid, ich muss den Befehl überhört haben. Ich hatte nicht die Absicht ihre Autorität infrage zustellen. Es wird nicht wieder vorkommen Sir!“ Nachdem sie seine Antwort abgewartet hatte räusperte sie sich noch einmal verhalten. „Bei allem gebührenden Respekt Commander. Ich würde nun gern meinen Jäger startklar machen, wenn sie gestatten.“

Nachdem die Unterredung mit dem Commander beendet war, eilte Naz zu ihrem Jäger. Sie war eine der letzten Piloten und sprang geschmeidig in ihr Cockpit. Nachdem die Bodencrew die Einstiegsleiter entfernt hatte, ließ sie die Repulsoren warm laufen und wechselte auf den Kanal ihrer Staffel. „… Anweisung erhalten dafür zu sorgen, feindliche Maschinen von den Großkampfschiffen fern zu halten indem wir sie vorher Abfangen und in Gefechte verwickeln.“ war die Stimme ihres Captains zu vernehmen. Es folgte ein piepen, dass ihr verriet, das sie auf ihrem privaten Kanal angefunkt wurde. Sie wechselte und war wenig überrascht ihren Captain zu hören. Sie ließ die Standpauke über sich ergehen und antwortete mit einem knappen „Kommt nicht wieder vor Cap.“ Martinez grunzte gereizt und beendete die Verbindung, nur um Sekunden später über den Kanal der Staffel, den Befehl zum Start zu geben. Nacheinander bestätigten alle Piloten und nachdem sie „Acht verstanden und bereit“ in das Com gesagt hatte, wechselte sie auf Odos Frequenz. Die Frequenz der Staffel schob sie in den Hintergrund damit sie noch mithören konnte, wenn Befehle gegeben wurden. „So dann wollen wir mal. Lass uns ein Paar Piraten vom Himmel pusten.“

[Mirial-System | Nördliche Hemisphäre | Fliegerhorst Camp Hoar Planes | Kurs auf Orbit] Naz’lise, Krasnarske B'trog Odobelsegh, NPCs (Mosquito-Staffel)
 
[ I-Sektor | Nördliche Hemisphäre | Camp Hoar Planes | Flugfeld ] Gezad Sed, Corporal Kiso Sol sowie Lieutenant Colonel Arslan Mundi, Sub-Lieutenant Naz'lise


Eiskalter Wind fegte über die Flugfelder von Camp Hoar Planes, zerrte an den Uniformen der Militärs die sich gegenüberstanden. Das Fell des groß gewachsenen Flottenkommandeurs tanzte im Wind während er auf die rothäutige Twi'lek Frau herunter sah und auf eine Antwort wartete. Verwirrung auf den Zügen und mit eiserner Diziplin gebändigter Zorn in den Augen antwortete sie ihrem Vorgesetzten. „Sie muss den Befehl tatsächlich überhört haben“, schoss es dem Selonier durch den Kopf. „Vermerk ?“ Gezad hatte mehr mit sich selbst gesprochen, denn nun Verstand er nicht worauf die Sub-Lieutenant hinaus wollte.

Die Twi'lek führte weiter aus ohne sich tatsächlich zu erklären, sie versicherte Gezad ihre Loyalität und ihre Bereitschaft Befehle zu befolgen. Im Nächsten Satz offenbarte Sie nun doch endlich was Sie dachte. Gezad hatte die Akte bloß überflogen doch erinnerte er sich was vor der Versetzung der Pilotin in ihre jetzige Position gewesen war. Die gesamte Staffel verloren, vernichtet wegen der Dummheit eines Offiziers der Flotte. Irgendwas zuckte über das Gesicht von Naz'lise jedoch konnte Gezad nicht sagen was es war, Wut, Trauer, Hass, Ihre Emotionen hatte die Twi'lek perfekt im Griff.

„Nein Lieutenant ich beziehe mich nicht auf Ihre Akte sondern auf den Befehl an der Tür des Besprechungsraumes zu warten, welchen Sie Ignoriert haben.“ stellte Gezad seine Absichten richtig.

Der Sub-Lieutenant entschuldigte sich in aller Form und der Selonier war bereit es dabei zu belassen. „Wenn sie nochmal in einer Besprechung sitzen passen sie auf. Und Sub-Lieutenant wenn Sie eine Frage stellen, dann sollten sie auch auf die Antwort warten.“ Gezad nickte dem Lieutenant zu. In perfekter militärischer Manier wies Naz'lise Gezad darauf hin das er Ihr nicht die Erlaubnis zum wegtreten gegeben hatte, wodurch sie den Commander zum lächeln brachte.

„Natürlich Lieutenant. Entschuldigen Sie das ich Sie so lange aufgehalten habe. Wegtreten.“ Mit einem Blick auf die Schaulustigen und den schlecht gelaunten Rottenführer der versuchte seine Leute in Ihre Jäger zu bekommen sagte Gezad: „Na los Ihre fünf Minuten sind fast um und sie wollen doch nicht die letzten sein die dazu kommen Piraten in den Hintern zu treten oder ?“



Zurück im Angriffsschuttle trat Gezad mit den Füßen in regelmäßigem Takt auf den Boden. „Ich hätte wohl wirklich besser meine Stiefel angezogen was ?“ grinsend blickte er zu Kiso Sol. „Wir landen in 2 Minuten im Transporter Hangar 1 Commander.“ meldete der Pilot. „Commander Omobvi soll die Sublichtriebwerke warmlaufen lassen, wir springen sofort nach Shen Trill 22 sobald die Gray Warden Einsatzbereitschaft meldet.“

„Also Corporal was halten Sie von unserem Auftrag ?“, nahm Gezad das Gespräch mit Kiso wieder auf. „Ich weiß nicht ob es besser ist wenn wir die Piraten dort finden wo wir Sie vermuten oder nicht, was meinst du ?“



[ I-Sektor | Nördliche Hemisphäre | Angriffsshuttle ATR-6 | Atmosphärenflug Richtung Unbreakable Dream ] Gezad Sed, Corporal Kiso Sol sowie Lieutenant Colonel Arslan Mundi und Fire Team „Kappa“ (NPCs)
 
[Hyperraum | Von Mirial nach Shen-Trill 22 | Y-Wing Gelb Acht] Beleny Phoss

Das war natürlich nicht Doves erster Flug in ihrem Y-Wing. Sie hatte mittlerweile einige hundert Flugstunden vorzuweisen, zusätzlich zu einer noch weit längeren Zeit im Simulator. Auch Hyperraumsprünge waren nichts Neues für sie. Und dennoch kam es ihr vor, als erlebte sie das alles zum ersten Mal. Das Innere des Cockpits, die Licht der Anzeigen, die Geräusche von Antrieb, Geräten und dem Droiden Joe, Icys Helm vor ihr; all das kam ihr ebenso fremdartig und unvertraut vor wie das blaue Wirbeln des Hyperraums. Ein ganz merkwürdiges Gefühl breitete sich aus ihrem Magen aus, erfasste erst mit einem unangenehmen Kribbeln ihre Eingeweide, umklammerte dann ihre Brust wie ein zu eng angelegter Druckanzug und schlich sich bis in ihre Fingerspitzen, die daraufhin zu zittern begannen. Erst als es sich auch bis in ihre Stirn vorgearbeitet hatte, wusste sie, womit sie es zu tun hatte. Angst - ganz fundamentale, gesichtslose Todesangst in Anbetracht dessen, was auf sie zukam. Mit jeder Minute im Hyperraum wurde sie größer. Die Kilmaulsi fragte sich, was sie hier eigentlich machte, und begriff nach und nach, dass sie tatsächlich in einen Kampf flog. Nicht in ein Übungsgefecht oder eine Simulatormission, sondern in einen echten Kampf mit echten Waffen und echten Gegnern. Sie hatte noch nie in ihrem Leben jemanden getötet, noch nicht einmal mit echten Waffen auf jemanden geschossen. Und nun erwartete man von ihr, dass sie tötete. Sie sollte Leben auslöschen. Und zugleich sollte sie sich der Gefahr aussetzen, selbst getötet zu werden. Auf einen Schlag kamen ihr mehrere Todesarten in den Sinn, die sie erleiden konnte: Verbrannt von Laserfeuer, zerfetzt von einer Explosion, zerstückelt von Splittern, im Weltraum erstickt, erfroren oder an explosiver Dekompression gestorben, und was die schlimmste Vorstellung war: Ein langsamer Tod, treibend in einem manövrierunfähigen Wrack, mit schwindender Hoffnung auf Hilfe wartend, die nicht kam. Sie sah nicht nur sich sterben, sondern auch Furry, Icy, Pale, Rage und den Rest der Staffel, ihre neuen Freunde und Bekannten bei den X-Wings, Commander Sed, sogar den kleinen R3-J0 sah sie vor dem inneren Auge als blecherne Leiche durchs All treiben. Und sie musste an diejenigen denken, zu denen sie vielleicht nicht zurück fliegen würde. Ihren Mann Fenten, ihre Eltern, ihre Freunde auf Dac. Schlagartig wurde sie sich all der üblen Konsequenzen eines Lebens als Kampfpilotin bewusst, über die sie vorher stets nur oberflächlich nachgedacht hatte, ohne wirklich zu verstehen, was sie bedeuteten. Sie bereute nun, diese Lebensentscheidung getroffen zu haben. Verdammt, sie könnte jetzt auch in ihrer Wohnung in Orotoru G'am leben, zusammen mit Fenten, und gemeinsam mit ihm Kinder großziehen. Aber sie hatte sich entschieden, dem Militär beizutreten, und jetzt flog sie ausgerechnet in einem altersschwachen Y-Wing in die Schlacht, der ungefähr die Manövrierfähigkeit einer voll beladenen Sackkarre mit platten Reifen hatte. Weitere mögliche Todesarten und - noch schlimmer! - Verstümmelungen fielen ihr ein, ihr Herzschlag und Atem beschleunigten sich, doch bevor sie völlig in Panik verfiel, fand ihr Unterbewusstsein einen Ausweg: Unwillkürlich begann sie zu den Göttern und Geistern zu beten. Sie vertraute sich der Führung von Kräften an, die mächtiger waren als der Tod.

»Was hast du gesagt?« fragte Icy und machte ihr damit bewusst, dass sie die Götter nicht nur in Gedanken angerufen, sondern vor sich hin gemurmelt hatte.


»Nichts...« antwortete sie. Einige Sekunden lang herrschte bedrückendes Schweigen in dem Cockpit. Dann fragte sie: »Adam, hast du Angst?«


»Nein« behauptete er etwas zu zögerlich, um wirklich glaubwürdig zu sein. »Und du?«

»Scheiße ja, ich hab' Angst!« gab sie zu. »Ich frag' mich, ob wir jemals nach Mirial zurückkehren!«

Der Pilot wandte den Kopf; sein Bewegungsspielraum war eingeschränkt, so in seinen Sitz geschnallt, aber er drehte sich weit genug, dass sie zumindest einen Teil seines Gesichtes sehen konnte.

»Sowas darfst du nichtmal denken, hörst du? Wir schaffen das schon. Wir haben dafür trainiert. Wir sind gut. Wir schaffen das.«


»Glaubst du dass es die Götter gibt?« fragte sie.


»Die zu denen du betest? Unsichtbare Riesen mit Tiergesichtern, die im All schweben und jeden unserer Schritte beobachten, und uns helfen wenn wir sie darum bitten? Nein. Hab' ich nie geglaubt. Aber wenn du mich fragst ob ich glaube, dass es da draußen irgendwas gibt, das größer ist als wir, irgendwas Mächtiges, das irgendeinen Einfluss auf unser Schicksal hat... ich weiß es nicht. Ich hoffe es.«


»Ich glaube an die Götter«, beharrte Beleny. »Wenn wir fest genug an sie glauben und auf sie vertrauen, dann lassen sie uns nicht allein.«


»Wenn's so ist, habe ich nichts dagegen.« Ein piependes Signal unterbrach ihn. Es war das Zeichen, dass sie sich dem Einde ihres Sprunges näherten. »Wir sind gleich da. Beleny, bitte reiß dich jetzt zusammen, okay? Wir haben 'nen Job zu erledigen. Ich brauch' dich, und du brauchst 'nen klaren Kopf.«


»Schon gut. Ich bin okay.«


»Prima; ich verlass' mich drauf! Rückfall in den Normalraum in vier, drei, zwei, eins...«


Das Blau des Hyperraums verlosch und der Jäger befand sich urplötzlich wieder im normalen Weltall. Doch anstelle von Sternen lag vor ihren Cockpitfenstern ein gewaltiges Rund aus wirbelnden, türkis und grün glimmenden Wolken. Beleny erschrak: Sie hatte keine Ahnung gehabt, dass ihr Sprung sie so nah an den Gasriesen heran führen würde! Mit einem Schlag war sie hellwach und schüttelte die düsteren Gefühle ab, die sich während des Hyperraumsprungs in ihren Körper und Geist geschlichen hatten. Die Todesahnungen waren beinahe schon vergessen; nur ein ganz schwaches Echo blieb in ihrem Hinterkopf zurück. Viele Instrumente, die während des Sprungs geschlummert hatten, erwachten nun zum Leben. Kommunikationskanäle wurden geöffnet, Statusinfos der anderen Jäger ihrer Staffel eingeholt, Sensorentelemetrie ausgetauscht.


»Staffel Gelbhörte man nun die krächzende Stimme des Captains. »Wir fliegen in die obere Wolkenschicht und umrunden den Planeten! Halten Sie die Augen offen und die Hände am Steuer: Da drin können wir uns nicht hundertprozentig auf unsere Instrumente verlassen! Bleiben Sie auf Tuchfühlung mit Ihrem Flügelmann und verzichten Sie auf abrupte Manöver; wir müssen eine enge Formation halten, um uns nicht aus dem Blick zu verlieren.«


Während Adam mit der Steuerung des Y-Wings beschäftigt war, kümmerte sich Beleny um ihre Waffensysteme. Noch einmal checkte sie, ob die Zielerfassungssysteme online waren und funktionierten. Die Hangarcrew hatte den Bomber für diesen Einsatz mit einem ganzen Sortiment an schweren Protonentorpedos ausgerüstet. Außerdem lag in ihrem Aufgabenbereich als Bordschützin auch die Nahverteidigung: Zu diesem Zweck hatte sie die Kontrolle über den kleinen drehbaren Geschützturm, der mit schnellfeuernden Abwehrlasern bestückt war. Sie ließ die Mündungen in verschiedene Richtungen kreisen, doch ein Gegner war noch nicht auszumachen. Wenn der Plan funktionierte, war ihr Erscheinen im System vorerst unbemerkt geblieben. In der Nähe erblickte Dove die X-Wings der Crossbow-Staffel mit aufgefalteten Flügeln, die den Bombern voraus flogen, um deren Anflug zu decken. Dann tauchten sie in die Wolken ein und die Kilmaulsi sah so gut wie gar nichts mehr.


[Shen-Trill 22 | Atmosphäre des sechsten Planeten | Y-Wing Gelb Acht] Beleny Phoss mit Staffel Gelb und Crossbow-Staffel; Unbreakable Dream, Grey Warden und Mosquito-Staffel in der Nähe
 
Joy Inara Mirian

[Shen-Trill 22, obere Atmosphäre] mit Beleny Phoss, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz'lise, Gezad Sed, Kiso Sol und den Staffeln Gelb, Crossbow, Mosquito, sowie den großen Schiffen.


Die Sicht war, um es höflich auszudrücken, miserabel. Joy hatte noch ein paar andere Bezeichnungen dafür auf Lager, aber nachdem der Staffelführer sie angepfiffen hatte, sie solle das fluchen über den Funk lassen, dachte sie es nur noch. Der Flug war unbequem. Sie rasten mit hoher Geschwindigkeit durch die turbulente Atmosphäre eines Gasriesen. Und während die Stabilisatoren das schlimmste abfederten spürte sie doch immer wieder plötzliche Schläge von Turbulenzen, die die Andruckabsorber zu spät abfingen. Diese gingen ihr durch den ganzen Rücken. Momentan war da zu viel Adrenalin, zu viel Aufregung, um es zu merken. Aber nach dem Einsatz würde ihr vermutlich alles weh tun.

Die Instrumente waren nur zu wenig zu gebrauchen. Eine echte Navigation war quasi nicht möglich, das zuverlässigste war der Höhen- und Gescheindigkeitsmesser und die daraus errechnete Strecke. Als Peavy fiepte wusste Joy auch ohne die Übersetzung, dass sie bald da waren. Peavy war immer lieber etwas zu vorsichtig als zu nachlässig, vor allem wenn seine eigene Metallhaut auf dem Spiel stand.

"Crossbow 4 an Gruppe: mein Astromech meint dass wir bald da sind und dass die Wetterverhältnisse uns vielleicht falsche Geschwindigkeitswerte liefern."

>Bow4, hir Bow1, unser Kurs wurde doch im Vorhinein ausgerechnet. Was erzählt uns dein Astromech da?<

"Peavy verwendet gern größere Sicherheitsmargen als üblich und checkt die Daten kontinuierlich. Ist haltn kleiner Schisser. Aber er hat vielleicht Recht, mein Geschwindigkeitsmesser ist recht unentschlossen."

>Gruppe, ihr habts gehört, lieber vorsichtig als...aufgepasst!!<

Im selben Moment, in dem der Staffelführer rief, brach er mit seinem X-Wing zur Seite aus. Ohne zu denken reagierte Joy und riss ihr Steuer zur Seite und schwenkte gleiichzeitig mit Bow 2 und 3 weg und an einem Schatten vorbei, der sich erst auf den zweiten Blick als geparkter Frachter erwieß. Mit einem Stoßgebet dankte Joy allen Raumgeistern für ihre Diamantformation, in der zuerst der Staffelführer, dann die Nummern 2 und 3 und sie dahinter flogen. Somit hatte sie eine Schiffslänge Zeit zu reagieren und niemanden direkt neben sich. Die restlichen acht Jäger der Crossbow Staffel flankierten rechts und links die Staffel Gelb...mussten nur noch die Bomber dem Hinderniss ausweichen.

Nach Sekundenbruchteilen waren die Jäger an dem Frachter vorbei. Da schlug auch schon die Ortung an.

>Große Masse vor und über uns. Wir haben unseren Kreuzer gefunden, und wies aussieht auch den Zivi und weitere Schiffe. In enger Formation bleiben, beschützt die Bomber. Angriffsflug starten!<

Ein schiefes Grinsen verzog Joys Gesicht. Sie bemerkte es nicht mal. Es war die Aufregung, die ihr ganzes Wesen flutete. Der Fokus, der alles andere ausblendete. Die Staffel zog hoch, auf ihr Ziel zu. Bow 1 ging ein wenig tiefer, sie selbst ein wenig hoch in Relation zum Rest der Gruppe, sodass jeder freies Schussfeld hatte. Dann schaltete sie ihre Blasterkanonen auf Einzel-Schnellfeuer, sodass reihum jede der vier einzeln einen Schuss abgab und lud ihre Torpedoröhren.

>Achtung, es geht los!<

Die Wolken lichteten sich ein wenig und da war vor ihnen ein riesiger Schatten, groß, bedrohlich.

"Peavy, volle Kraft auf vordere Schikde. Gleich' aus nach Vorbeiflug."

Von einer Sekunde auf die andere war der Nebel der Atmosphäre von Blitzen erhellt, als die X-Wing feuerten. Blasterschüsse zuckten auf den Kreuzer zu, prallten in dessen Schilde.

Rasend schnell waren die Jäger heran und zogen hoch um über den Kreuzer hinweg zu rasen. Für einen Moment sah Joy freies Schussfeld auf eine Geschützturm, der sich gerade ausrichtete, und feuerte zwei Torpedos ab. Sie war vorbei, ehe sie sehen konnte, ob es etwas bewirkt hatte. Nun war es an der Staffel Gelb...

[Shen-Trill 22, obere Atmosphäre] mit Beleny Phoss, Krasnarske B'trog Odobelsegh, Naz'lise, Gezad Sed, Kiso Sol und den Staffeln Gelb, Crossbow, Mosquito, sowie den großen Schiffen.
 
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