Mon Calamari (Calamari-System)

[Calamari-System | Mon Calamari | Untere Ebenen | Versteck | Dach | Etara, Thlan

Es war ein gutes Gefühl, den Fremden im Visier zu haben. Die Möglichkeit, sein Leben jederzeit mit einer kleinen Bewegung ihres Fingers beenden zu können, löste bei Etara einen wohligen Schauder aus. Das Leben war eine Jagd, und sie war keine Beute, sondern eine Jägerin. In diesen Momenten fühlte sie sich stark und lebendig, voller Energie und Tatendrang. Mindestens so gut wie Glitzerstim, fand die junge Chiss. Und im Gegensatz zu der Droge gratis zu bekommen.

Thlan kommentierte die Situation sachlich und meinte, dass er auch nicht gern verfolgt wurde, aber gerne wissen wollte, wer der Fremde war und warum er sie verfolgte. Da hatte der männliche Chiss natürlich recht, auch Etara war neugierig. Aber sie wäre auch nicht traurig, wenn der Fremde etwas Dummes tat und ihr einen Vorwand zum schießen lieferte. Bevor die junge Frau etwas antworten konnte, tauchte Kitana im Sichtfeld ihres Visier hinter dem Fremden auf und richte ihre Waffe auf seinen Rücken. Etara grinste dünn, die Söldnerin war ziemlich gut.

Zusammen mit Thlan nahm die Chiss den Fremden sorgfältig ins Visier. Auf diese Entfernung würde ein Schuss nicht schwer sein, aber es konnte natürlich immer etwas schief gehen. Konzentriert kniff Etara ihr rechtes Auge zusammen und zielte auf den Brustkorb des Unbekannten.


„Sieht so aus, als würde sie nicht viel Hilfe brauchen.“

Meinte die Schmugglerin trocken. Der Mann schien wirklich allein zu sein und Kitana machte einen kompetenten Eindruck. Dennoch war der Fremde erstaunlich ruhig. Zu ruhig, wie Etara fand. Entweder verkannte er die Situation vollkommen, oder er hatte noch ein Ass im Ärmel. Neugierig beobachte die Chiss die Lage und bekam nebenbei mit, wie Thlan sein Komlink nahm, es mit einer Art Empfänger verband und an sein Datenpad anschloss. Ah, er wollte wohl das Gespräch da unten mithören. Ein cleverer Trick.

Die Qualität der Übertragung war zwar nicht perfekt, reichte aber aus, um Etara überrascht eine Augenbraue wölben zu lassen. Der Typ da unten war nicht nur ruhig, er war so verdammt dreist! Gut, mit seiner Kritik an ihrem etwas rabiaten Vorgehen in der Bar mochte er vielleicht recht haben, aber dennoch war es ein starkes Stück. Er meinte sogar, dass Etara und Thlan ihn und Kitana treffen würden, falls sie schießen sollten, und er wagte es, Forderungen zu stellen und sprach in sein Komlink, dass die Situation unter Kontrolle sei und und Kitana ihn zu einem Gespräch mit ihrem Boss eingeladen hätte. Offenbar sollte er sich in regelmäßigen Abständen bei jemanden melden. Ein Bluff? War er vielleicht von den Sicherheitskräften? Nein, das ergab keinen Sinn.


„Wer zum Henker denkt der, wer er ist?“

Schnaubte Etara empört und musste sich davon abhalten, den Abzug zu drücken. Thlan blieb ruhig und vermutete, dass der Fremde bluffte, Kitana dies aber schon erkennen würde, dann fragte der männliche Chiss, was sie tun sollten. Kurz überlegte die junge Frau, dann schluckte sie ihren Ärger herunter.

„Ich würde seine Theorie über unsere Zielsicherheit zu gerne testen, aber wir sollten abwarten, was Kitana macht.“

Erwiderte sie knapp. Aufmerksam verfolgte sie, wie die Söldnerin dem Fremden sein Komlink wegnahm und ihn dann mit erhobenen Händen zur Tür des Verstecks führte, klopfte und rief, dass sie einen Bekannten mitgebracht hatte. Verdammt, die Türkombination! Etara seufzte leise. Der Fremde mochte frech sein, aber dieser allgemeine Fehler ließ die Truppe nicht gerade im besten Licht erscheinen. Was nun?

„Lass uns nach unten gehen und diesen Typen in Empfang nehmen. Reek und Kitana kommen wahrscheinlich mit ihm klar, aber vielleicht ist er gefährlicher, als wir denken, und sie brauchen Unterstützung. Außerdem würde ich zu gern wissen, wer er ist und was er will.“

Schlug Etara vor, stand auf, schulterte ihr E-11s und ging dann zusammen mit Thlan die Treppe herunter zu der Tür, an der Reek Wache hielt, Darch kam ebenfalls hinzu, hielt sich aber im Hintergrund. Die junge Frau nickte dem Rodianer und dem Menschen zu, hängte sich das Blastergewehr um die Schulter und zog ihre handliche DL-44 Blasterpistole aus dem Holster. Rasch überprüfte sie die Waffe, vergewisserte sich, dass alle bereit waren, dann öffnete sie mit dem Türcode, den Darch ihr nannte, die Tür und der Fremde wurde von vier grimmigen Gestalten begrüßt, die ihr beträchtliches Waffenarsenal auf ihn richteten. Die junge Chiss grinste schief, zielte mit ihrer Pistole auf den Kopf des Mannes und funkelte ihn aus ihren roten Augen an.

„Hi, Großmaul. Immer noch so sicher, dass ich dich nicht treffen kann?“

Begrüßte sie ihn trocken. Nun war sie aber wirklich gespannt, was als nächstes passieren würde.


[Calamari-System | Mon Calamari | Untere Ebenen | Versteck | Eingang | Etara, Thlan, Reek, Kitana, Dany, Darch
 
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Es dauerte tatsächlich einige Zeit bis da drinnen mal jemand reagierte. Vielleicht war ihre Idee doch nicht so gut ihn hierher zu bringen. Das er (Dany) sie dann aber auch noch aufzog damit, und andeutete man würde sie hier beide wie begossene Tauntauns stehen lassen, brachte das Fass beinahe zum Überlaufen. Fast schon hätte sie ihn angefaucht wie eine Raubkatze. Langsam verlor sie die Geduld mit dem Großmaul. Für wen hielt sich dieser Kerl? Vielleicht war sie auch wütend weil sie nicht dazu kam seine Identität zu überprüfen. Wie es auch sein mochte, nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich die Tür schließlich und sie wurden von der ganzen "Familie" begrüßt. Fast hätte Kitana gelacht, doch dazu war sie zu sehr Profi. Als dann die hübsche Chiss (Etara) einen recht provokanten Spruch vom Stapel ließ, wanderte zumindest ein dickes Grinsen auf ihre Züge. Dann allerdings verwandelte sich ihre Miene fast in ein überraschtes Starren. Sie hatten ihre Worte da unten gehört? Aaah, jemand hatte lustiges Spielzeug dabei. Umso mehr zeigte sich mit welch ungewöhnlichen Leuten sie hier zu tun hatte. Ein "normaler" Kämpfer hätte keinen Com – Scrambler, bzw. –Dechiffrierer dabei. Dies war gut zu wissen, doch momentan schob sie ihren Besuch erst einmal in das "Wohnzimmer", sodass sie mit dem Hacken die Türe zustoßen konnte. Da sie jetzt endlich mindestens zwei Arme mehr zur Verfügung hatte, konnte sie nun tun, was sie die ganze Zeit vorgehabt hatte. Sie griff sich in den Rücken und fummelte von ihrem Gürtel die Stunner – Handschellen heraus, die ihren Kopfgeldjäger – Job wesentlich vereinfachten. Während sie die Ringe um sein Handgelenk legte, wandte sie sich an den Geheimnisvollen.

"So, damit wir alle viel entspannter werden können, nicht wahr? Wie Du siehst bin ich nicht die einzige, über deren nervösen Finger Du dir Gedanken machen solltest." Zum ersten Mal kam er in den Genuss zu sehen, wer ihm da eigentlich so eine unfreiwillige Bekanntschaft aufgedrückt hatte. Im wahrsten Sinne des Wortes von hinten aufgedrückt. Sie stellte sich halb vor, halb neben ihn, immerhin war sie nicht so doof ihm Deckung vor den anderen zu geben.

"Du willst über Vorhaben und Ziele reden?" Sie schnaubte durch die Nase.

"Erst mal nehme ich Dir dein Spielzeug ab. Vielleicht kriegst Du sie wieder wenn Du nach Hause darfst."

Professionell, soweit man dies in ihrem Fall sagen konnte, suchte ihn die hübsche Söldnerin nach Waffen ab. Sie war zwar nicht für den Sicherheitsdienst ausgebildet, doch bei ihrem Job sollte sie so ein paar Ideen haben, wo man überall Waffen tragen konnte. Einen Blaster und ein Vibroschwert konnte sie an ihm entdecken. Alles Weitere war wenn tatsächlich existent ziemlich gut versteckt. Aber er war ja eh gefesselt.

"Wolltest Du heute noch jemanden damit filetieren?" , erkundigte sie sich grinsend, bevor sie das Vibroschwert zur Seite legte.

"So und deine Sonnenbrille brauchst Du ja wohl auch nicht mehr." Als sie danach griff hatte sie fast das Gefühl als würde er zurückzucken, doch auch hier ließ sich die ehemalige Imperiale nicht beirren. Was sie zu sehen bekam, ließ sie ungläubig den Mund aufreißen und ihn wenig intelligent anstarren. Ein Chiss! Wuchsen die neuerdings auf Bäumen? Etwas perplex blinzelte sie ihn an.

"Oh."

Ein fragender und fast schon hilfloser Blick ging in Richtung ihrer beiden Begleiter, die ähnliche Augen hatten. Doch dieser hier hatte keine blaue Haut. Wie war das möglich? Kosmetische Operation oder Schminke oder so was? Andererseits waren seine Augen so oder so verräterisch. Wenn schon Operation, dann würde er wohl an alles denken. Hm.

"Hm!" Was nun?

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[Calamari-System | Mon Calamari | Coral City | Industriebezirk | Lagerhalle von Black Banner | Agent Arkadi Duval alias Randon Morel, gefangene und tote Terroristen, Spezialeinheit von DacSec

Gefesselt und flankiert von zwei schwer bewaffneten Mitgliedern der Spezialeinheit wurde Arkadi aus der Lagerhalle geführt, in der inzwischen rege Aktivität herrschte. Polizisten sicherten die Umgebung, errichteten provisorische Sperren und untersuchten die getöteten Terroristen und ihre Ausrüstung. Das Ansehen von DacSec stieg in den Augen des ehemaligen Soldaten, zumindest was die Spezialeinheit der örtlichen Polizei anging. Sie hatte das Gebäude professionell und effizient gestürmt und gesichert.

Allerdings vermutete er, dass sie dabei auch Hilfe gehabt hatten, Hilfe von einem sehr fähigen Analysten des NRGD. Arkadi hatte die Fähigkeiten von Agent Fontaine zu schätzen gelernt und war sich sicher, dass der großgewachsene Mann maßgeblich an diesem Einsatz beteiligt gewesen war. Die Entscheidung, der Polizei unter die Arme zu greifen, war richtig gewesen, es war zu bezweifeln, dass DacSec alleine ähnlich erfolgreich gewesen wäre.

Ruhig und sich sorgfältig umsehend wurde Arkadi von den Polizisten aus der Lagerhalle zu dem Hof vor dem Gebäude begleitet. Man rechnete offenbar mit der Ankunft von weisungsbefugten Personen, die seine Identität bestätigen würden. Es dauerte nicht lange, bis sich ein Shuttle von DacSec näherte, sanft zum Landeanflug ansetzte und dann auf dem Hof landete. Einen Moment später öffnete sich die Luke und der Agent erblickte zufrieden Agent Fontaine, der von einem kräftig gebauten Mon Calamari in der Uniform der Spezialeinheit begleitet wurde.

Mit schnellen Schritten näherte sich der großgewachsene Agent. Einer der Polizisten, die Arkadi bewachten, räusperte sich und wollte wohl erklären, warum der ehemalige Soldat noch gefesselt war, aber Agent Fontaine ließ ihn nicht zu Wort kommen, sondern befahl ihm etwas unwirsch, die Handschellen abzunehmen. Etwas eingeschüchtert und offenbar peinlich berührt nahmen die beiden Polizisten ihm die Fesseln und einer von ihnen murmelte eine Entschuldigung.


„Schon in Ordnung. Standardprozedur.“

Meinte Arkadi milde und nickte den Polizisten zu. Sie hatten die Vorschriften befolgt und das nahm er ihnen nicht übel, aber vielleicht hätten sie auch schon etwas früher merken können, mit wem sie es zu tun hatten. Nun, es war schon vorgekommen, dass Terroristen und Kriminelle sich als Polizisten ausgegeben oder verkleidet hatten, also war Vorsicht nicht verkehrt. Dennoch war er froh, die Handschellen los zu sein, Arkadi rieb sich über die Handgelenke und ließ seine Hände etwas kreisen, um das taube Gefühl darin zu bekämpfen.

Agent Fontaine schien mit dem Verlauf der Operation sehr zufrieden zu sein, er lächelte freundlich und reichte Arkadi die rechte Hand zum Gruß, erklärte, dass er ihn überrascht hatte und fragte ihn, ob er ihn beim Vornamen nennen durfte. Der ehemalige Soldat zögerte kurz, dann lächelte er ebenfalls. Es war dünnes, schmales Lächeln, fast nicht sichtbar. Und doch war es die größte emotionale Geste, die er seit Monaten gezeigt hatte. Mit einem Nicken schüttelte er die Hand seines Partners.


„Sie dürfen. Ich bin froh, sie wohlbehalten wiederzusehen.“

Antworte der Agent. Fontaine erkundigte sich rasch, was er für ihn hatte. Arkadi überlegte kurz, strich sich nachdenklich übers Kinn und deutete dann in Richtung der Lagerhalle.

„Die Bombe befindet sich definitiv im Zielgebäude. Zwei der Terroristen haben sich darüber unterhalten, die letzten Komponenten einzubauen. Ich schätze, wir kamen gerade noch rechtzeitig. Die Spezialeinheit hat gute Arbeit geleistet. Und sie natürlich auch.“

Arkadi pausierte kurz, nickte dem Mon Calamari neben Fontaine zu und sprach dann ruhig weiter.

„Die Waffen und Ausrüstung in dem Gebäude legen nah, dass diese Lagerhalle als Ausgangspunkt für den geplanten Anschlag gedacht war. Unter dem Gebäude verläuft ein komplexes Tunnelsystem, das es unter anderem mit der Gebäude befindet, das ich zuerst infiltriert habe. Der ehemalige Marine, Roch, der mich angeworben hat, begab sich mit anderen Terroristen in den Tunnel, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Bei dem Versuch, ihnen zu folgen, flog meine Tarnung auf, und ich musste die Terroristen in dem Gebäude neutralisieren. Dann folgte ich den Spuren bis hier.“

Neugierig sah Arkadi seinen Partner an.

„Wie haben sie das Gebäude gefunden? Gab es Bewegungen an der Oberfläche, die sie mit den Drohnen verfolgen konnten?“

Die Frage brannte dem Agenten unter den Nägeln, schließlich war ihr Timing wirklich sehr gut gewesen.

[Calamari-System | Mon Calamari | Coral City | Industriebezirk | Zielobjekt 01 | Agent Arkadi Duval alias Randon Morel, Agent Leland Fontaine, Lieutenant Relish
 
[:: Calamari-System :: Äußerer Bereich :: Gefechtszone :: DSD 'Viribus Unitis' :: Hangar :: E-Wings der Staffel Grau :: E-Wing Grau Sieben ::]
Cradosk, R7-T4


Cradosk fuhr die Systeme seines E-Wings hoch, während er die Funkkanäle seines Helmes durchging. Auf dem Staffelkanal blieb er stehen und hörte sich die Bereitschaftsmeldungen seiner Staffelkameraden an.

"Staffel, hier Grau 1 - Bereitschaftsmeldungen. Over"

"Hier Grau 2 - bereit. Over."

"Hier Grau 3 - bereit. Over."

"Hier spricht die 4 - ebenfalls bereit. Over."

"5 ist bereit. Over."

"Die 6 auch. Over."

"Hier ist Cradosk, bereit auf der 7. Over."

"Drun auf der 8. Over."

Während noch mehr Bereitschaftsmeldungen durchgingen, überprüfte Cradosk aus purer Gewohnheit nochmal Schild und Waffensysteme. R7-T4 fuhr in der Zeit den Antrieb hoch. Dann vernahm der Saurin wieder die vertraute Stimme des Staffelführers.

"So Mädels. Wir starten in einer Einerreihe aus dem Hangar und tauchen dann so auch direkt unter der Viribus Unitis durch. Dann gehts entlang der Nebulon-B in Richtung des fetten Dauntless Schlachtkreuzers, der da irgendwo rumtaumelt. Nachdem wir unsere Kampfgruppe verlassen haben bilden wir einer offenen V-Formation und nehmen dann auch irgendwann die neuen Jagdbomber aufs Korn. Starten! Over."

Die E-Wings hoben sich alle nach einander mit ihren Repulsoren in die Luft und glitten aus dem Backbordhangar der Viribus Unitis. Alle schön hintereinander und so dicht hintereinander das es ein bisschen wie eine gleitende Schlange aussah, als sie alle beschleunigten und unter dem gewaltigen Rumpf durchtauchten. Als sich alle in einer mehr oder weniger geraden Linie befanden kam die Nebulon-B in Sicht, diese ießen sie aber auch hinter sich. Nachdem die Jäger keine Schiffe mehr um sich rum hatten bewegte Cradosk langsam und vorsichtig den Steuerknüppel um den E-Wing in seine Position einzulenken. Schräg hinter ihm flog Drun alias Grau 8. Dann öffnete sich mit einem Klicken der Staffelkanal.

"Jeder Wingman hängt sich jetzt an seinen Vordermann. Dieser darf bestimmen wohin es geht, warscheinlich werden aber gleich sowieso die Dogfights beginnen. Haltet euch vor dem Dauntless auf und geht auf Abfangkurs, sobald die ersten Jäger ankommen."


[:: Calamari-System :: Äußerer Bereich :: Gefechtszone :: bei der DNT 'Bright Giant' :: E-Wings der Staffel Grau :: E-Wing Grau Sieben ::]
Cradosk, R7-T4
 
Mon Calamari - Untere Ebenen - Straße vor dem Versteck - mit Kitana (auf dem Dach Thlan, Etara)

Schließlich öffnete man den beiden doch noch. Es war die weibliche Chiss, die sie hereinließ und Dany dabei noch einen Spruch aufs Auge drückte, den er sich vermutlich auch verdient hatte. Irgendwie hatte sie das Gespräch, dass er draußen mit der anderen Frau geführt hatte mitbekommen. Die Frau (Kitana) drückte ihn in eine Art Wohnzimmer hinein und legte ihm ein Paar Handschellen an. Nun, immerhin war er den Blaster im Rücken los. Als sie ihm seine Waffen abnahm kommentierte sie es hämisch, dass er ein Vibroschwert bei sich trug.

Vorsicht, schneiden Sie sich nicht daran, konterte er knapp. Nachdem sie das Schwert beiseite gelegt hatte, näherte sie sich ihm wieder und griff nach seiner Sonnenbrille. Instinktiv wich er zurück, ließ es dann aber doch über sich ergehen. Zwar wollte er seine Demaskierung eigentlich theatralischer Gestalten, doch schien insbesondere die Frau, die ihn gestellt hatte, ihr Erstaunen über seine rot glühenden Augen nicht verbergen zu können. Hastig blickte sie zu den beiden anderen Chiss im Raum. Wer konnte ihr diesen Moment der Verwirrung verübeln? Die Chiss waren eine rare Spezies, insbesondere außerhalb des imperialen Herrschaftsgebietes und nun befanden sich drei Exemplare jener Spezies in einer kleinen Räumlichkeit auf dem Hauptplaneten der Neuen Republik.

Nun, jetzt weißt du zumindest, wie in etwa mir es erging, als ich die beiden da... Dany blickte in die Richtung der anderen beiden Chiss. ... aus der Bar kommen sah.

Jetzt war es an der Zeit einen Rollenwechsel vorzunehmen. Sein Tonfall änderte sich und er hörte es auf seine Gegenüber zu siezen. Zwar schien er auf einen wunden Nerv getroffen sein, als er das Vorgehen der Gruppe latent als inkompetent deklariert hatte, doch brachte es nun nichts mehr darauf weiter herumzureiten. In ihren Augen hatten sie wohl ihren Fehler behoben, als sie ihn gestellt und gefangen genommen haben. Der Chiss glaubte, dass nun etwas Offenheit nicht schaden konnte. Da er sich jedoch kaum in der Position befand, die anderen irgendetwas zu Fragen, würde er zuerst einige Informationen von sich preisgeben.

Zwei Chiss auf Mon Calamari... Das sieht man nicht gerade jeden Tag, wisst ihr? Mich hat das neugierig gemacht und dann bin ich euch gefolgt. Und so wie es ausschaut, scheine ich ja irgendetwas gefunden zu haben.

So ausgedacht es auch klingen mochte, der Chiss sprach die Wahrheit. In der Tat war er eher zufällig an jeder Bar vorbeigekommen und wären nicht gerade in diesem einen Moment die beiden Vertreter seiner Spezies aus der Tür gekommen, hätte er sich wohl in eine der anderen Lokalitäten begeben und dort damit begonnen, den Planeten zu erkunden.

Zu mir gibt es tatsächlich nicht viel mehr zu sagen, fuhr Dany fort und entfernte sich dabei ein Stückchen von der reinen Wahrheit. Über ihn gab es gewiss mehr zu erzählen, aber nichts, was sich dazu eignete, zum jetzigen Augenblick in der jetzigen Personenkonstellation besprochen zu werden.

Aber aus euch werde ich immer noch nicht ganz schlau. Dass ihr zu dem örtlichen Etablissement gehört, schließe ich jetzt einfach mal aus. Nach Imperialen seht ihr mir auch nicht aus. Zumindest kämen die Imperialen, mit denen ich bisher zu tun hatte, nicht auf die Idee zwei Chiss nach Mon Calamari zu schicken.

Nun war es an der Zeit das Wenige, dass er bisher von der Gruppe in Erfahrung bringen konnte zu einem Ganzen zusammensetzen zu können. Währenddessen er seinen Gedanken vortrug, würde er genau die Reaktionen seiner Gegenüber beachten, um Rückschlüsse darauf zu ziehen, inwiefern seine Vermutungen sich als zutreffend erweisen sollten.

Ihr gehört also nicht zum Imperium oder der Republik. Da ihr dennoch überdurchschnittlich bewaffnet unterwegs seid, gehe ich einmal nicht davon aus, dass ihr zu der gesetzestreuen Sorte gehört. Doch zu wem gehört ihr? Eine unabhängige Gruppe seid ihr nicht, dafür seid ihr noch nicht vertraut genug. Ich schätze, dass einige von euch, ebenso wie ich, zum ersten Mal in diesem Gebäude sind. Gehört ihr zu den Hutts? Ich denke nicht. Meiner Erfahrung nach wäre die Situation sonst bereits draußen eskaliert. Auch hätte man wahrscheinlich eine größere Sauerei in der Bar veranstaltet. Seht das gerne als ein Kompliment an.

Er musterte seine Gegenüber, in der Hoffnung anhand der Kleidung oder der Waffen Anhaltspunkte zu finden. Die Kleidung verriet nicht wirklich etwas, doch eine der Waffen, die der Chiss (Thlan) umgeschnallte hatte, stieß Dany ins Auge. Es handelte sich um ein Projektilgewehr, allein dies stellte bereit eine Rarität da, entschied man sich doch in der Regel für eine Laser- oder Plasmawaffe. Doch auch der Typ der Waffe, war dem Chiss bestens bekannt. Zwar war es lange her, dass er mit derartigen Modellen zu tun gehabt hatte, doch identifizierte er es eindeutig als ein trandoshanisches Modell. Es war außerhalb trandoshanischer Hände nicht allzu gebräuchlich und vermutlich auch nicht leicht zu beschaffen. Doch glücklicherweise wusste Dany, welche Organisation zweifelsohne Zugriff auf diese Waffe hatte: Die Black Sun. Kurz nach deren Gründung integrierte der Chiss die trandoshanische Jägergilde in das Syndikat, nicht ohne zuvor zwangsweise mit den Waffen vertraut gemacht worden zu sein. Dies allein war zwar vielleicht noch kein eindeutiges Zeichen dafür, dass er es hier mit Mitgliedern der Black Sun zu tun hatte, doch es sprach nichts dagegen. Die Truppe war ein bunt zusammen gewürfelter Haufen, ging nicht gänzlich rücksichtslos vor und scheint für Kriminelle ziemlich gut ausgestattet zu sein. Die Waffe des Chiss sollte Dany genügen, um seine Vermutung den anderen mitzuteilen. Selbst wenn er falsch lag, würde ihm die Reaktion seiner Gegenüber etwas mitteilen.

Es ist nämlich so: Ihr gehört zur Black Sun.

Mon Calamari - Untere Ebenen - Straße vor dem Versteck - mit Kitana, Thlan, Etara, Reek, Darch)
 
[Calamari-System | Weltraum | Übungsgebiet | DNT Bright Giant | Brücke] Joya No, Pascal de Lieven

»Captain, die Schilde brechen zusammen!«

Ein Hologramm zeigte den Zustand des Schlachtkreuzers in bunten Farben. Viele Flächen, vor allem im Bug und auf der Oberseite, hatten sich rot verfärbt, was in diesem Fall bedeutete, dass hier kein Schutz mehr bestand und nur noch die Panzerung zwischen der Besatzung und dem All stand. Viele andere Sektionen waren tieforange: Hier fehlte nicht mehr viel. Das war noch nicht zwangsläufig das Todesurteil für die Bright Giant, aber es war der Anfang vom Ende. Wäre dies keine Simulation, sondern ein echtes Gefecht, dann würde das Schiff ab jetzt tatsächliche Schäden nehmen. Jeder weitere Treffer würde Löcher in den Rumpf brennen oder Aufbauten abreißen. Und jetzt würde auch das Sterben andere Dimensionen annehmen. In Joya Nos großen Augen spiegelte sich die nicht enden wollende Kaskade von Laserstrahlen, die von der Viscount herüberströmte. Nur ein kleiner Teil ihrer Geschütze hatte sich auf sein Schiff gerichtet, aber das entsprach dem kompletten Feuerpotential eines imperialen Sternenzerstörers. Unter realen Bedingungen würden sich zu diesem Licht längst Explosionen auf der Hülle mischen, wo Lack, Metall und Kunststoff in Flammen und Glut aufgingen. Doch auch so wirkte die Simulation realistisch genug, um den Kaminoaner unter Stress zu setzen. Er musste sich bewusst machen, dass diese Strahlen kaum mehr waren als große Laserpointer, die sich auf die Bright Giant richteten, und dass ihre Schilde auf voller Kraft liefen, auch wenn die auf Simulationsbetrieb umgestellten Systeme das Gegenteil behaupteten. Obwohl es absolut irrational war, fühlte er echte Sorge um sein Schiff. Es war die allgemeine Angst vor dem Versagen, die sich auf diese Weise äußerte. Sie standen kurz davor, diese Auseinandersetzung zu verlieren. Auch wenn es Admiral Ralassis Kampfverband vielleicht gelingen würde, die Viscount am Ende zu bezwingen, würden No und sein Schiff auf der Verlustliste stehen. In allen späteren Auswertungen des Szenarios würde er vor allem darüber nachdenken und sprechen müssen, was man hätte tun können, um die Bright Giant zu retten. Im Grunde war die Antwort klar: Sich gar nicht dem Kampf gegen ein Monstrum wie den Mon-Calamari-Supersternenkreuzer zu stellen. Denn der alte Dauntless-Kreuzer hatte seine Schildleistung unter dem Dauerbeschuss so schnell und unausweichlich verloren, dass kein Ausweichmanöver, keine Energieumverteilung und kein technischer Kunstgriff daran etwas geändert hätte. Aber die Möglichkeit, dem direkten Kampf von vornherein auszuweichen, hatte das Szenario nicht vorgesehen, ebenso wie die Realität es in vielen Fällen nicht vorsah. Es machte dem Captain bewusst, wie verwundbar Kriegsschiffe selbst in der beachtlichen Größe seines Schlachtkreuzers waren, wenn sich Supersternenzerstörer an dem Kampf beteiligten. Schmerzlich erinnerte er sich an die Subjugator zurück, der er im Shinbone-System begegnet war. Er konnte sich nun ungefähr vorstellen, wieviel von seiner Ax geblieben wäre, wenn das Imperium über das volle Vernichtungspotential des Kolosses verfügt hätte.

»Vordere Sektionen auf Deck Vier bis Elf räumen«, befahl er. »Druschschotten schließen, Sauerstoffleitungen unterbrechen und Brandbekämpfungssysteme an.«

»Sir, das betrifft unter anderem die Torpedowerfer«, antwortete sein taktischer Offizier. »Wir können dann unsere effizienteste Waffe nicht mehr einsetzen.«

No nickte. Das war ihm sehr bewusst. Er war nicht begeistert von dem überflüssigen Einwand, nahm aber wohlwollend zur Kenntnis, dass der Lieutenant noch während er sprach seine Befehle in die Tat umsetzte. Offenbar war dem Mann klar, dass der Captain seine Order nicht zurücknehmen würde. Das machte den Einwurf noch ein Stückchen sinnloser - offenbar ging es nur ums Prinzip. Aber wenigstens verzögerte es die Verwirklichung der Maßnahme nicht, mit welcher der Kaminoaner die ›Verluste‹ unter seiner Besatzung gering halten wollte.

Nun ergriff Pascal de Lieven das Wort. Er wies den Captain darauf hin, dass die Gammas sich wie befohlen auf dem Rückweg befanden, aber nicht rechtzeitig eintreffen würden, um den Angriff der nicht identifizierten Jäger zu verhindern. Sie hatten nun eine erste Abbildung des Gegners. Eine zweirümpfige Maschine mit diagonaler Verbindungsflosse, wie No sie noch nie gesehen hatte. Geschwindigkeit und Energiepotential waren immens hoch, was nichts Gutes erwarten ließ, wenn sie in Angriffsreichweite waren. Doch der Erste Offizier konnte auch vermelden, dass Commodore Sei'lars Viribus Unitis eine Staffel E-Wings zu ihrer Unterstützung schickte. Diese waren noch einmal etwas schneller als die X-Wings des Gamma-Squad und zudem näher dran. Auf diese Weise war die Bright Giant dem Angriff nicht ganz hilflos ausgesetzt.

»Captain, die Viribus Unitis will weitere Raketensalven mit uns koordinieren.«

»Durchstellen.« Eine Sekunde später bestand eine Sprechverbindung. Was jetzt mitzuteilen war, wollte der Kaminoaner am liebsten persönlich sagen. »Commodore, ich bedaure, wir mussten unsere Torpedoräume soeben aufgeben. Wir können Sie nicht länger mit Torpedos unterstützen. Nur noch Ionenkanonen und Turbolaser.«

Er musste seine Besatzung nicht anweisen, das Feuer auf den Punkt zu konzentrieren, den die Zielerfassung von Sei'lars Raketenwerfern anvisierte. Die 30 mittelschweren Laserkanonen schickten ihre roten Strahlen mittlerweile aber in anderen Winkeln ins All. Sie waren das Waffensystem, das am ehesten geeignet war, um Jäger abzuschießen. Allerdings waren sie dabei längst nicht so effizient wie die schnellfeuernden Zwillinge und Vierlinge, die auf vielen anderen Schiffstypen installiert waren. No war klar, dass es großen Geschicks oder eines Glückstreffers bedurfte, um die erschreckend schnellen Angreifer zu treffen. Er machte sich keine Illusionen: Nichts würde den ersten Angriffsflug stoppen. Weder die E-Wings, die mit Höchstgeschwindigkeit von Steuerbord heranpreschten, noch seine eigenen Geschütze.

Die Feindmaschinen waren schließlich heran. Von kleinen, mit bloßem Auge kaum wahrnehmbaren Objekten schossen dünne Laserstrahlen auf den makellos grauen, theoretisch aber längst kraterzerfurchten Rumpf des Dauntless-Kreuzers. Die taktischen Darstellungen zeigten auch an, dass ganze Schwärme von Flugkörpern abgeschossen wurden. Offenbar konnten nicht alle Angreifer ihre Raketen oder Torpedos gezielt zum Einsatz bringen, weil ein paar von ihnen sich des Gegenangriffs der Staffel Grau erwehren mussten, aber viele von ihnen schlugen ein. Sofort änderten sich die Schadensanzeigen auf den Bildschirmen.

»Multiple Einschläge von Torpedos und Protonenbomben. Massive Schäden am Bug. Feuer auf Deck Eins. Energieausfall in den Bugsektionen auf Deck Eins bis Drei. Eine Laserkanone und ein Ionengeschütz verloren.«

So hatte No sich das vorgestellt. Obwohl Sternenjäger im Vergleich zu einem kapitalen Schiff wie der Bright Giant winzig waren, musste jedem Kommandanten klar sein, welche Gefahr sie darstellten. Ihre Beweglichkeit kombiniert mit Feuerkraft machte sie zur vielleicht größten Bedrohung für Schlachtschiffe (abgesehen von anderen Schlachtschiffen), insbesondere wenn diese nicht mehr auf den Schutz ihrer starken Schilde setzen durften. Wäre dies ein echter Kampf, wäre nun der gesamte Rumpf und ein Teil der Oberseite seines Schiffes in Flammen gehüllt. Die Schadensberichte wiesen auf mehrere Hüllenbrüche hin. Ein paar wichtige Systeme mussten ihre Arbeit einstellen, weil der Simulationscomputer der Meinung war, dass sie zerstört oder ihr Personal ausgeschaltet worden waren. Wenn man die neuartigen Jagdbomber nicht daran hinderte, den Schlachtkreuzer weiter zu umschwirren und Ladung um Ladung ihrer tödlichen Fracht auf sie abzuwerfen, dann würden sie ebenso viel zu seiner Vernichtung beitragen wie die unzähligen Geschütze der Viscount. Nun waren die Staffeln Grau und Gamma gefragt. Von ihnen hing alles ab. Und natürlich vom Rest der Flotte, der sich mit der kaum bezwingbaren Viscount messen musste. Zu diesem Kampf konnte Joya Nos Schiff schon jetzt nicht mehr viel beitragen.

[Calamari-System | Weltraum | Übungsgebiet | DNT Bright Giant | Brücke] Joya No, Pascal de Lieven
 
[Mon Calamari | Coral City | Untere Ebenen | Versteck | An der Tür] Reek Reeven

Die gesamte Weite und Schönheit von Mon Calamaris Orbit erstreckte sich vor den gewaltigen Brückenfenstern des ebenso gewaltigen Kreuzers. Der junge Reek Reeven stand auf der erhöhten Kommandobrücke an der Seite eines republikanischen Commanders und ließ den Blick über den hellblau leuchtenden Planeten schweifen. Eine wirklich schöne Welt.

Doch was war das? Als
Reek seinen Kopf nach links wandte, um aus dem Backbordfenster zu sehen, fiel ihm eine leuchtende, kleine Kugel ins Auge, die sich dem Schiff näherte. Ein Asteroid! Aber seltsamerweise schien ihn niemand außer dem Rodianer zu bemerken! Noch bevor dieser Bescheid sagen konnte, hatte der Himmelskörper den Kreuzer erreicht und traf auf die Hülle mit den deaktivierten Schilden.


"Dong" machte es, als Gestein auf Metall traf. Moment... Müsste das nicht ganz anders klingen? Lauter, und nicht so dumpf? Und warum wiederholte sich das Geräusch? Reek konnte sich keinen Reim darauf machen und sah verwirrt den Commander an.

"Ich bin's", sagte dieser. "Ich habe einen Bekannten mitgebracht."

Was? Was hatte das zu bedeuten?

"Nun mach schon die Tür auf!"


Der Rodianer schreckte hoch. Schief und verrenkt hing er im Türrahmen des Wohnzimmers. Als er sich reckte, bemerkte er, dass eine seiner Pistolen fehlte. Wo... dort lag sie, neben seinem Fuß. Sie musste heruntergefallen sein, als Reek eingeschlafen war.
Dieser sah sich um. Hatte jemand ihn so gesehen? Scheinbar nicht, doch just in diesem Moment kamen wie auf Stichwort
Etara und Thlan von oben sowie Darch aus dem Zimmer, in dem er sich aufgehalten hatte. Reek verstaute den Blaster im Holster und bemühte sich, einen vollkommen wachen Eindruck zu machen, während die hübsche Chiss zur Tür ging und sich bereit machte.

Seltsam, dachte der Rodianer. Schon lange hatte er nicht mehr von seiner Vergangenheit geträumt. Woran konnte das liegen? Und wie konnte er überhaupt einschlafen? Natürlich war die Aufgabe, die Tür zu bewachen, nicht sonderlich interessant gewesen, aber dass er gleich einschlief? Innerlich rügte er sich für dieses Verhalten und nahm sich vor, sich in Zukunft besser zu konzentrieren.

Jetzt galt es aber erst einmal, die Neuankömmlinge zu empfangen. Sämtliche Anwesenden zogen verschiedenste Schusswaffen, auch
Reek zog beide seiner silbernen Blaster und richtete sie auf die Tür.
Etara nickte ihnen zu, woraufhin sie mit ein paar Tastendrucken die Tür öffnete. Gespannt sah
Reek in die sich auftuende Öffnung.

Als erstes trat eine vertraute Person im Kampfanzug durch die Tür;
Kitana. Ihr folgte ein dunkel gekleideter, mittelgroßer Mann, der auf den ersten Blick wie ein Mensch aussah, aber einen seltsam wirkenden Teint hatte. Jedenfalls sah er nicht unbedingt gesund aus.

Mit leicht zusammengekniffenen Lidern ließ
Reek die Läufe seiner Pistolen dem Mann folgen, der wohl ihr Verfolger gewesen war. Kitana führte in an dem Rodianer vorbei ins Wohnzimmer, wo sie ein Paar Handschellen hervorholte und dem Neuankömmling anlegte.
Reek verstaute die beiden Blaster wieder und trat ebenfalls ins Wohnzimmer, bevor er Kitana lobend zunickte. Sie hatte, zwar mit Rückendeckung der beiden Chiss, aber immerhin doch größtenteils allein, den Verfolger aufgespürt und dingfest gemacht. Nun stand er etwa in der Mitte des Raumes, umrundet von der ganzen Schar.

Nachdem
Kitana ihn entwaffnet hatte, was eine Blasterpistole und ein Vibroschwert zum Vorschein gebracht hatte, trat sie erneut auf ihn zu, um dem Mann die Sonnenbrille abzunehmen. Reek registrierte, wie er leicht zurückzuckte, als wollte er nicht demaskiert werden, was verständlich war.

Neugierig blickte der Rodianer ins Gesicht des dunkel Gekleideten. Die Augen und die Art, wie man sie bewegte, verrieten seiner Meinung nach immer eine Menge über den Besitzer. In diesem Fall boten sie allerdings eine gehörige Überraschung, denn ebenso wie zwei der Augenpaare, die auf ihn gerichtet waren, waren die Augen des Mannes leuchtend rot. Ein Chiss.

Ungläubig starrte
Reek auf die beiden leuchtenden Punkte. Noch ein Chiss?! War hier irgendwo ein Nest? Doch alle Verwunderung half nicht, dieser Mann war eindeutig ein weiterer Vertreter dieser Spezies, auch wenn das auf diesem Planeten wohl ein gehöriger Zufall war.

Auch den anderen stand die Überraschung ins Gesicht geschrieben, während die Ursache dieses Schocks grinste und anfing zu sprechen. Ruhig erklärte der Chiss, warum er der Gruppe gefolgt war, nämlich weil
Etara und Thlan ihn neugierig gemacht hatten. Reek musste ihm innerlich Recht geben, auch er hätte sich über zwei Blauhäutige auf Mon Calamari sicherlich gewundert.

Damit schien die Erklärung des Mannes abgeschlossen zu sein. Doch statt auf eine Reaktion zu warten, begann er nun seinerseits, Verwunderung und Vermutungen über die Gruppe auszudrücken. Er stellte fest, dass alle hier wohl weder Angehörige der Republik noch Imperiale waren, doch diese Tatsache war wohl ziemlich leicht zu bemerken. Auch die Hutts schloss der Chiss aus. Dann ließ er eine Weile seinen Blick über alle schweifen. Sein Interesse schien an
Thlan hängenzubleiben, und einen Moment wartete er noch, bevor er die Bombe platzen ließ und seine These, dass sie alle der Black Sun angehörten, zum Ausdruck brachte.

Reek war tatsächlich einigermaßen überrascht, als er feststellen musste, dass ihr Verfolger sie durchschaut hatte. Andererseits hatten sie auf ihrem Weg ins Versteck nichts verdächtiges oder Eindeutiges angestellt, auch jetzt gaben sie nicht wirklich etwas preis. Die Schlussfolgerung des Chiss musste also, auch wenn sie richtig war, lediglich auf Mutmaßungen aufgebaut sein, er war sich bestimmt nicht gänzlich sicher.

Während seine Kollegen noch nachzudenken schienen, wie man auf diese Aussage wohl am besten reagieren könnte, beschloss
Reek, etwas zu sagen. Der Mann fühlte sich selbstsicher, das konnte er an dessen Miene erkennen. Zu viel Selbstsicherheit bei potenziellen Gegnern war nie gut, außerdem passte es Reek nicht, dass er offenbar so gut Bescheid zu wissen schien.


"Die Black Sun", begann der Rodianer, nachdem er einen kleinen Schritt vorgetreten war, "das ist ja interessant. Du scheinst recht gut Vermutungen anstellen zu können", fuhr er in leicht herablassendem Tonfall fort, "aber doch eben nur Vermutungen. Du weißt nicht sicher, wer wir sind. Du hast auch keine absolute Sicherheit darüber, für wen wir arbeiten. Darum würde ich sagen", Reek überlegte kurz, wie er die nächsten Sätze formulieren würde, "Ich würde sagen, solange du nichts weißt und dir nichts bleibt, als dir Überlegungen zu machen, überlasse den Rest doch bitte uns.

Das Grinsen schien dem geschminkten Chiss erst einmal aus dem Gesicht verschwunden zu sein. Gut.

"Außerdem sind wohl eher wir im Recht, dir Fragen über deine Herkunft zu stellen, als umgekehrt. Immerhin hast du uns verfolgt, da würde es hier sicher einige interessieren, mit wem man es überhaupt zu tun hat. Also: Du bist offenbar keine x-beliebige Privatperson, die zu viel Zeit hat und anderen hinterherschnüffelt. Ein Polizist bist du auch nicht, der hätte sich nicht einfach so schnappen lassen", an dieser Stelle grinste Reek hämisch, "und wäre auch nicht ohne Verstärkung unterwegs gewesen. Bleibt also nur noch die Möglichkeit, dass du für jemanden arbeitest oder so eine Art mickrige Ein-Mann-Gruppierung bist. Da wir weder den ganzen Tag Zeit noch, zumindest in meinem Fall, Lust haben, ewig nachzufragen sag uns doch bitte einfach, mit wem wir es hier zu tun haben."

An die anderen gerichtet, aber laut genug, dass der Mann es zweifellos hören würde, fügte Reek noch hinzu:

"Wir könnten ihn auch einfach umlegen, das ginge schneller und wir müssten uns das Geschwafel nicht mehr anhören..."

Dann blickte er zurück zu dem Chiss. Reek war sich nicht sicher, ob dieser nun verunsichert oder einfach nur schlecht gelaunt wirkte, weil man ihm den Wind aus den Segeln genommen hatte. In jedem Fall war er gespannt auf die Erklärung.

[Mon Calamari | Coral City | Untere Ebenen | Versteck | Wohnzimmer] Reek, Kitana, Etara, Thlan, Darch, Dany
 
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[Mon Calamari | Coral City, Untere Ebenen, Versteck | Darch Takyan, Etara, Thlan, Kitana, Reek]



Auch wenn es ihm doch ein wenig in den Fingern juckte, ihren Verfolger selbst zu jagen und zur Strecke zu bringen, ließ er diese Arbeit doch von seinem Team erledigen. Auch um sich ein wenig ein Bild von ihrer Zusammenarbeit und ihren individuellen Fähigkeiten zu machen. Doch er war ein wenig enttäuscht worden. So hatte doch Kitana den Verfolger recht schnell zu fassen bekommen, ohne dass jemand anderes großartig eingreifen hatte müssen.

Sie brachte den Mann nun in das Versteck und auch Thlan und Etara kamen von Dach herunter. Ein wenig erstaunt musste er feststellen, dass sie es hier noch mit einem weiteren Chiss zu tun schienen. Eine recht beträchtliche Ansammlung dieser Spezies, betrachtete man die Entfernung zu ihrer Heimat. Aber dieser Aspekt war nebensächlich, ihn interessierte eher, wie dieser Chiss hierher kam und warum er ihnen folgte.

Es gab einige Dinge an dem Neuling, die er merkwürdig fand. Seine Bewaffnung, die nur aus einem Vibroschwert bestehen zu schien und auch seine Erklärung, warum er ihnen gefolgt sei. Zugegeben, es war merkwürdig, dass zwei Chiss auf diesem Fleck hier zusammen gefunden hatten. Aber Darch konnte es ihm vielleicht sogar glauben, zumindest war es plausibel.

Weiter erklärte er, zugegeben sehr gut argumentiert, zu welcher Fraktion er sie zählte und traf damit ins Schwarze. Aber seine Argumente klangen doch nach jemanden, der in diesem Metier versiert war. Dennoch wollte er sich noch ein wenig im Hintergrund im Schatten des recht abgedunkelten Raumes halten. Er konnte den man noch nicht richtig einschätzen, glaubte aber bereits, ihn grob einschätzen zu können.

Reek, der Rodianer in der Gruppe, konterte nun seinerseits die etwas arroganten Aussagen des Chiss ganz passabel. Und erklärte ihm, dass er hier nicht in der Lage war, Vermutungen anzustellen und schloss auch einige Fraktionen ab, zu denen der Fremde, der sich geschminkt hatte, um seine Identität zu schützen, nicht gehörte.

Alles in allem bekam er langsam den Eindruck, dass sie es hier nicht mit einem Amateur zu tun hatten. Er glaubte, dass es sich wohl um einen Attentäter oder Söldner handeln musste. Und zwar jemanden, der ein wenig nostalgisch angehaucht war, betrachtete man seine Bewaffnung. Auch Darch beherrschte im Grunde die Führung eines Vibroschwertes, würde aber gegen jeden erfahreneren Kämpfer oder gar einen Machtnutzer keine Chance haben.

Er hielt es aber dennoch für angebracht, sich noch nicht zu zeigen und weiter seinen neu angeheuerten Söldnern das Verhör zu überlassen, auch wenn seine Anwesenheit von dem Chiss sicher nicht unbemerkt geblieben war. Aber es juckte ihn unglaublich in den Fingern, das Gesicht und die biometrischen Daten mit der Datenbank der Black Sun abzugleichen. Dabei wäre es keine Überraschung, sollte er zu den Daten des Mannes, falls sie vorhanden waren, keinen Zugang haben.

Aber das waren alles Planspiele und bis jetzt war er ihnen nicht gefährlich geworden, sondern es wirkte fast so, als machte ihm seine Gefangenschaft nichts aus oder sie war gar gewollt.


[Mon Calamari | Coral City, Untere Ebenen, Versteck | Darch Takyan, Etara, Thlan, Kitana, Reek]

Sorry erstmal für die lange Wartezeit und den kurzen Post. Ich wollte aber mal wieder was von mir hören lassen, aber gleichzeitig dieses Verhör oder gegenseitiges Beschnuppern erst noch ein wenig laufen lassen :D
 
Mon Calamari - Untere Ebenen - Im Versteck - mit Kitana, Thlan, Etara, Reek, Darch

Schließlich antwortete ihm der Rodianer. Dieser schien nicht all zu viel von Danys Vermutungen zu halten beziehungsweise gab sich Mühe dabei herauszustellen, dass es nur Vermutungen waren. Dany war für einen kurzen Augenblick überrascht, ob des Widerstandes, der ihm geleistet wurde, doch sammelte er sich schnell wieder. Doch nun war erst einmal der Rodianer an der Reihe. Dieser stellte nun wiederum Vermutungen über ihn an. Nachdem dargelegt wurde, dass Dany weder Privatperson noch Polizist sein konnte, legte sich der Rodianer darauf fest, dass der Chiss entweder für jemanden arbeitete oder eine mickrige Ein-Mann-Gruppierung sei. So verkehrt lag er dabei offenbar nicht. Auch den an die anderen gerichteten Nachsatz konnte Dany noch hören, entschied sich aber dazu, auf diesen vorerst nicht direkt einzugehen.

Nun ich arbeite für mich selbst und momentan bin ich auch alleine, antwortete er nach einer kurzen Denkpause.

Dennoch würde ich euch davon abraten mich einfach umzulegen, während er diese Worte sprach, wandte sich sein Blick wieder dem Rodianer zu.

Und das empfehle ich nicht nur aus purem Eigennutz.

Der Chiss hielt einige Sekunden inne und richtete seinen Blick in Richtung des Tisches, auf dem seine Sachen deponiert waren. Lange hatte er nicht mehr, bevor sein Droide aktiv werden würde. Sollte er sich nicht bald per Comlink melden, würde dieser seinen Aufenthaltsort den Behörden melden. Vermutlich könnte er sogar den Geheimdienst der Republik direkt informieren, sollten seine älteren, im Zuge der Zusammenarbeit im Widerstandskampf gegen das Imperium erhaltenen Codes noch akzeptiert werden. Jedenfalls würde es für den Chiss unangenehm werden, sollten hier auf einmal einige Agenten der Republik auftauchen.

Ich besitze einen Astromechdroiden, der auf meinem Schiff geblieben ist. Er erwartet, dass ich mich alle fünf Minuten bei ihm melde, sonst informiert er den Geheimdienst über meinen Aufenthaltsort. Nun, ihr könntet natürlich denken, ich denke mir das aus. Aber mache ich echt den Eindruck, dass ich mir so etwas ausdenken müsste? Und könnt ihr es in Kauf nehmen? Ich weiß nicht, was ihr vor habt, aber es wird gewiss nicht leichter, wenn das Gesetz hier auftaucht.

Erneut machte Dany eine kurze Pause. Ihm war eine Idee gekommen, wie er die Gruppe vielleicht noch von seiner Aufrichtigkeit überzeugen könnte. Allerdings stützte sich auch dieser Versuch auf die These, dass sie zur Black Sun gehörten. Zwar konnte er das noch nicht mit Gewissheit sagen, doch war es momentan sein heißester Tipp und sein Gefühl verriet ihm, dass er damit auch nicht allzu verkehrt lag.

Wo wir gerade bei dem Gesetz sind: Gesetze bedeuten nichts...

Der Chiss sprach die ersten Worte des finalen Verses des Black Sun Kodex. Sofern sich in der Zeit seines Exils nicht allzu viel an der Handhabe geändert hatte, war der Wortlaut des Kodex außerhalb der Black Sun nicht gerade verbreitet, da er auch als Erkennungssignal diente. Sollte es sich also tatsächlich um Mitglieder der Black Sun handeln, so würden sie den Vers vervollständigen können und zumindest erahnen können, dass er selbst mit der Organisation vertraut war. Falls dies nicht der Fall war, so würde er sich sehr, sehr schnell etwas Neues ausdenken müssen.

Mon Calamari - Untere Ebenen -Im Versteck - mit Kitana, Thlan, Etara, Reek, Darch
 
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Etara konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, als der Fremde (Dany) von der waffenstarrenden Gruppe begrüßt wurde. Das würde hoffentlich dazu führen, dass er sich zweimal überlegte, ob er irgendwelche Tricks versuchen sollte. Auch Kitana schien von der Situation und dem flapsigen Spruch der jungen Chiss amüsiert zu sein. Wer sagte denn, das man in diesem Job nicht auch lustige Momente erlebte? Die Söldnerin legte dem unfreiwilligen Gast ein Paar Betäubungshandschellen und dirigierte ihn dann ins Wohnzimmer des Verstecks.

Wachsam hielt Etara ihre Blasterpistole auf den Unbekannten gerichtet und folgte den anderen ins Wohnzimmer. Auch gefesselt konnten manche Leute noch erstaunlich viel Ärger machen und da sie nicht wussten, mit wem sie es hier zu tun hatten, konnte es nicht schaden, vorsichtig zu sein. Als sich Kitana neben den Fremden stellte und ihn dann nach Waffen abtastete. Neben einem wenig überraschenden Blaster förderte die hübsche Menschenfrau auch ein Vibroschwert zu Tage, was sie süffisant kommentierte. Der Fremde schoss verbal gleich zurück und meinte spöttisch, dass sie sich bloß nicht daran schneiden sollte.

Die junge Chis lächelte knapp. Wer auch immer der Kerl war, eingeschüchtert oder nervös war er jedenfalls nicht. Das machte ihn ungewöhnlich, und damit auch interessant. Neugierig mustere Etara ihn. Er war von mittlerer Größe und wirkte recht kräftig, aber seine Haut sah seltsam aus, als wäre er krank oder würde eine Maske tragen. Merkwürdig. Und diese Sonnenbrille war auch nicht gerade etwas, das man in den unteren Ebenen in der Dämmerung trug. Etara legte den Kopf schief und sah genauer hin, aber dann trat Kitana auch schon an den Mann heran. Die hübsche Nichtmenschin nickte der Söldnerin anerkennend zu und lächelte dabei etwas. Sie schien zu wissen, was sie tat.

Was als nächstes geschah war allerdings eine faustdicke Überraschung. Der Fremde zuckte verdächtig zurück, als Kitana nach seiner Sonnenbrille griff, und als die Söldnerin sie ihm abnahm, konnte auch jeder im Raum sehen, warum. Hinter den dunklen Gläsern waren die typischen roten Augen eines Chiss verborgen gewesen. Etara öffnete verblüfft den Mund, dann kniff sie misstrauisch ihre Augen zusammen und funkelte den Fremden an. Drei Chiss auf Mon Calamari? Das klang wie der Anfang eines schlechten Witzes und war so ungewöhnlich, dass die junge Frau rasch finstere Absichten dahinter vermutete. Oder war es doch Zufall? Wenn ja, dann war es ein verdammt großer Zufall.

Wenigstens verstand sie nun auch, warum die Haut des Fremden so seltsam auf sie gewirkt hatte. Entweder war es schlicht Schminke, oder eine dünne Sicht künstlicher Haut. Dieser Kerl hatte genau gewusst, dass ein Chiss in Coral City auffallen würde, und er hatte sich entsprechend vorbereitet. Das klang nicht nach einem Amateur oder Idioten. Was also wollte er von ihnen? Warum war er hier?

Etara konnte gut verstehen, warum die anderen so überrascht waren und Kitana die beiden anderen Chiss im Raum so fragend ansah.


„Mein Navcomputer muss einen Fehler gemacht haben. Offenbar bin ich auf Csilla gelandet und nicht auf Mon Calamari.“

Kommentierte die junge Frau die Enthüllung trocken und warf Thlan einen Seitenblick zu, bevor sie wieder den Fremden ansah. Dieser schien die Überraschung zu genießen und er erklärte grinsend und nun seine Gesprächspartner duzend, dass er sich so auch gefühlt hatte, als er Etara und Thlan aus der Bar hatte kommen sehen. Er war ihnen also seit der Schlägerei in der Bar auf den Fersen? Und das laut ihm bloß zufällig und aus Neugier, weil zwei Chiss auf Mon Calamari ein ungewöhnlicher Anblick waren? Etara wölbte eine Augenbraue und funkelte den Fremden aus ihren roten Augen an.

„Wenn ich für jeden Typen, der mir „aus Neugier aufgrund meiner Spezies“ aus einer Bar gefolgt ist, einen Credit bekommen würde, dann hätte ich mich schon vor Jahren zur Ruhe setzen können.“

Meinte die hübsche Chiss skeptisch. Zwar war seine Erklärung nicht unbedingt unglaubwürdig, es konnte sich hier wirklich um eine zufällige Begegnung handeln. Konnte, war das entscheidende Wort. Und solange sie nicht mehr über ihn wusste, würde sie misstrauisch bleiben. Der Fremde sprach weiter und behauptete, dass es zu ihm nicht mehr viel zu sagen gab, und dann fing er selbstbewusst an, Vermutungen über die Gruppe anzustellen und Thlan neugierig anzusehen. Vermutungen, die logisch waren und ihn schlussendlich zu der korrekten Schlussfolgerung führten, dass sie zur Black Sun gehörten. In Ordnung, der Fremde war nicht auf den Kopf gefallen, das musste Etara zugeben.

Die hübsche Chiss blieb äußerlich ruhig und ließ sich nichts anmerken. Sie überlegte noch, wie sie am Besten auf diese selbstsichere Show reagieren sollte, da trat plötzlich Reek entschlossen und selbstbewusst einen Schritt vor und richtete das Wort an den Fremden. Leicht herablassend und ohne eine Spur von Sorge hielt der schlaue Rodianer ihm den Spiegel vor die Nase und erklärte, dass es sich eben nur um Vermutungen handelte und der Fremde nicht sicher wusste, mit wem er es zu tun hatte. Etara grinste Reek lobend zu und ihr Lächeln wurde eine Spur breiter, als sie den Fremden ansah.

Der Rodianer war noch nicht fertig und wandte die deduktive Strategie des Chiss gegen ihn an, Reek vermutete, dass der Fremde weder einfacher Zivilist noch Polizist war, sondern entweder für jemand anderen oder auf eigene Rechnung arbeitete. Entschieden forderte er ihn auf, endlich Informationen über sich preiszugeben, dann schloss er mit der kaum verborgene Drohung, dass sie ihn auch einfach umlegen konnten. Der fremde Chiss dachte kurz nach, dann antwortete er tatsächlich und behauptete, dass er für sich selbst arbeitete und momentan auch keinen Partner oder Gruppe hatte. Das ging ja schnell, dachte sich Etara verblüffte.

Doch das war noch nicht alles. An Reek gewandt meinte der Unbekannte, dass es nicht gut wäre, ihn zu töten, und zwar auch im Interesse der Gruppe. Etara folgte seinem Blick in Richtung des Tisches, auf dem seine Sachen abgelegt worden waren, und lauschte aufmerksam, als der Fremde erklärte, dass er einen Astromechdroiden auf seinem Schiff hatte, den er regelmäßig kontaktieren musste, sonst würde dieser sich beim Geheimdienst melden Misstrauisch kniff Etara ihre roten Augen zusammen. Bluffte er?

Noch während die Chiss und die übrigen Mitglieder der Gruppe diese Behauptung verdauten und überlegten, ob sie der Wahrheit entsprach, fuhr der Fremde fort. Verwirrt hörte Etara, wie er davon redete, dass Gesetze nichts bedeuten würden. Sie waren Kriminelle, natürlich bedeuteten Gesetze für sie nichts! War das vielleicht eine Art Code? Trug er noch ein Komlink bei sich, das ihnen verborgen geblieben war?

Etara grinste bedrohlich, enthüllte dabei ihre weißen Zähne und trat einen Schritt näher, ihre roten Augen fest auf den Fremden gerichtet. Die Stimme der hübschen Chiss war spielerisch, aber mit einem unüberhörbar gefährlichen Unterton.


„Wenn du versuchst, mit deinem Gerede Zeit zu schinden, dann würde ich mir das nochmal gut überlegen. Ich bin nicht so geduldig wie meine Begleiter hier.“

Die junge Frau kam noch ein Stück näher und tippte dem Fremden mit dem Zeigefinger ihrer linken Hand gegen die Stirn, ihr Lächeln eine Mischung aus spielerischer Verlockung und Drohung. Sie war sehr gespannt, wie es weitergehen würde. So viele Möglichkeiten...

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Der Mann den Kitana mitgebracht hatte, sorgte für eine Große Überraschung. Indem ihm die Sonnenbrille abgenommen wurde, präsentierte er sich als einen weiteren Chiss. Etara Entgegnete darauf trocken, das sie wohl auf Csilla gelandet sei. Der dritte Chiss stellte munter Fragen, die er zum Teil selbst beantwortete, befahl Reek ihm in vielen Worten vereinfacht die Klappe zu halten. Dieser tat das natürlich nicht und faselte irgendetwas von einem Astromech Droiden und einem Geheimdienst, wahrscheinlich ein erneuter Bluff. Zwischendurch beäugte der Chiss beiläufig aber neugierig Thlans Trandogewehr. Thlan bekam all das nur zweitklassig mit, da er über den noch geschminkten Chiss nachdachte. Irgendwo in irgend einem Holo hatte er ihn schonmal gesehen, soweit er ein Blaues Gesicht mit einem Weißen vergleichen konnte.

„Wenn du versuchst, mit deinem Gerede Zeit zu schinden, dann würde ich mir das nochmal gut überlegen. Ich bin nicht so geduldig wie meine Begleiter hier.“
, entgegnete Etara gerade auf den vermeintlichen Bluff.

Thlan fummelte ein Taschentuch aus seiner Hosentasche. Dann ging er zu dem Chiss und wedelte ihm über das Gesicht, obwohl er sich sträubte. Dieses Gesicht... Dieser leichte Bart... Die Black Sun... Im Holoarchiv... Das verband er mit diesem Gesicht. Auch etwas aus dem Chiss Strafverzeichnis. Ein Verbannter! Doch welche Verbannten hatten... Ja, jetzt hatte er es! Allerdings erschreckte ihn das. Und es machte ihn noch mehr sprachlos wen er da vor sich hatte.


Thlan verbeugte sich leicht, doch dann schüttelte er sich wieder. Die verdammten alten Reflexe. Er war ein Verbannter! "Commodore... warum sind sie hier?"


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Sie hatte vielleicht im ersten Moment nicht so wirklich gewusst was sie sagen sollte und ziemlich dämlich reagiert, doch die anderen waren da wohl nicht so leicht aus der Fassung zu bringen. Andererseits waren sie bestimmt genauso überrascht über die Anwesenheit eines weiteren Chiss wie sie. Ihre Kollegen verbargen es möglicherweise einfach nur besser. Was sollten sie mit diesem Besuch anfangen? Seine vorgespielten Beweggründe waren zumindest nachvollziehbar, wenn auch leicht närrisch.

Es musste doch offensichtlich gewesen sein, dass sie nicht gerade irgendwelche ungefährlichen Leute waren. Wenn er (Dany) vor allem dann auch noch bei seinen Spekulationen über dieses Konglomerat aus Gesetzlosen so zielgenau landete, war seine Entscheidung merkwürdig. Oder hatte er zu dem Zeitpunkt noch nicht darüber nachgedacht? Es war interessant wie er seine Gedanken Stück für Stück in die richtige Richtung schob. Am Ende stand die Schlussfolgerung. Black Sun. Beindruckend.

Wie kam man gerade darauf? Es hätte doch auch andere Erklärungen gegeben, oder nicht? Jedenfalls zeigte sie keine Reaktion darauf bis auf eine gehobene Augenbraue. Doch sie wurde nicht der Fokus des enttarnten Chiss, denn der Captain (Reek) übernahm das Wort. Der Rodianer versuchte den Verdacht zu zerstreuen und wies darauf hin wie wenig ihr "Gefangener" in der Position war ihnen etwas vorzuschreiben, bzw. wer hier zuerst in der Pflicht war, sich zu offenbaren. Und am Ende fasste er zusammen dass sie sich wohl viel Ärger ersparten wenn sie den Kommunikationsunwilligen einfach erschossen. Ein Grinsen stahl sich auf die Züge der Söldnerin. Todesdrohungen hatte der geheimnisvolle Chiss von ihr genug bekommen, diese hatten vermutlich nicht mehr viel Effekt.

Die nächsten Worte des Mannes folgten zwar der Aufforderung nach mehr Identifikation, doch der Informationsfluss war mehr als dürftig. Noch immer fiel kein Name, dafür kam er wieder mit seinem Bluff. Der Chiss behauptete er müsse sich regelmäßig melden, weil ansonsten angeblich der Geheimdienst auftauchen würde. Beinahe hätte Kitana aufgelacht. Nun wurde es aber wirklich lachhaft. Konnte man noch dicker auftragen? Ja klar, der Geheimdienst! Polizei hätten sie ihm ja vielleicht noch abgekauft aber das war ja nun vollkommen unglaubwürdig. Als wenn jeder x – beliebige Bürger einen oder mehrere Agenten einfach mal antanzen lassen konnte wie es ihm gefiel. Dies war mal ein ganz schlechter Bluff! Es sei denn er wäre selbst jemand vom Geheimdienst, dann war sein Handeln aber äußerst unklug und ungewöhnlich. Aber ein Chiss beim republikanischen Geheimdienst? Nun, theoretisch war alles möglich, aber hm …

Gerade wollte sie diesen Gedankengängen näher nachgehen, als der "Gefangene" etwas anderes sagte, welches sie aufhorchen ließ. Die Gesetze bedeuteten nichts? Moment mal. Hatte sie das gerade richtig gehört? Die Augen der hübschen Menschenfrau verengten sich. Wie kam dieser Mann zu diesen Worten? Nun, dies würde zu ihrer Theorie passen ihn als Agenten zuzuordnen. Ein Geheimdienst sollte die Möglichkeiten haben so etwas wie den Kodex der Black Sun in Erfahrung zu bringen. Doch andererseits hatte er angedeutet, und dies fast schon als Drohung genutzt, dass Gesetzeshüter hier gerade ziemlich unerwünscht waren. Komischerweise hatte sie das Gefühl ihm wäre es selbst auch nicht allzu recht. Doch sich ernsthaft zu identifizieren oder sich abknallen zu lassen wollte er auch nicht. Etara, die wohl mit den Worten noch weniger anfangen konnte, verlor offenbar langsam den Geduldsfaden, was die Söldnerin nur zu gut nachvollziehen konnte. Sie kamen nicht wirklich weiter. Die Ex – Imperiale wollte sich gerade an den "Gast" wenden um ihn vollends mit eigenen Spekulationen und Vermutungen zu verwirren da trat Thlan in Aktion und sorgte für komplettes Chaos. Er wischte im Gesicht des Gefesselten, dessen blaue Haut schließlich sichtbar wurde, sowie ein Bart. Hatte ihr Kampfgefährte etwas anderes erwartet? Besonders überraschend war das ja jetzt nicht gerade.

Es musste eindeutig etwas komplett anderes gewesen sein, das er gesucht hatte. Was folgte ließ die ehemalige Soldatin ebenso dämlich mit offenem Blick starren wie kurz zuvor als sich der "Bekannte" als Chiss offenbart hatte. Was zum Geier sollte das? Der Gefesselte konnte die Fragen stellen? Commodore? Was er hier machte? Was wurde hier gespielt? Kannten die beiden sich etwa? War der gefangene Chiss ein Offizier des Militärs ihres Heimatplaneten oder so etwas? Aber was machte dieser dann hier auf Mon Calamari? Das machte überhaupt keinen Sinn. Eben noch war sie der Meinung gewesen, sie wären langsam auf einem guten Weg, doch die Reaktion ihres Kameraden warf wieder alles über den Haufen und ließ nichts anderes als vollkommene Verblüffung zurück. Jedenfalls bei ihr. Also so langsam reichte es! Spielchen waren ja manchmal schön und gut, aber nun war es genug! Wer war der Kerl und was hatte das alles zu bedeuten? Es kam nicht sehr oft vor, dass sie ihre Geduld vor, aber diese Situation war wohl die eine pro Jahr, die genau dazu führte. Mehr als ungehalten platzte die Söldnerin heraus. Die Wut war eindeutig aus ihren Worten herauszuhören. Wer wurde schon gerne außen vor gelassen oder vorgeführt?


"Könnte mir jetzt endlich mal jemand sagen, was hier verdammt noch mal los ist? Ich schwöre ich fang sonst gleich an hier wild durch die Gegend zu schießen! Was für’n Commodore? Sind wir hier jetzt plötzlich beim Militär oder was? Soll ich jetzt salutieren?" , fragte sie spöttisch.

"Ich dachte das hätte ich hinter mir."

Erbost blickte sie auf die beiden männlichen Chiss und hoffte auf eine baldige und aufklärende Antwort. Sie kam vielleicht gerade wie die große, hysterische Zicke rüber, aber das interessierte sie gerade nicht. Was genug war, war genug.

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Ohne auf Danys Worte einzugehen, näherte sich ihm die anwesende Chiss und drohte ihm erneut. Anscheinend hatten noch nicht alle begriffen, dass sie mit Drohungen bei ihm nicht weiterkamen. Doch gleichzeitig war er überaus erfreut darüber, dass die Gruppe trotzdem nicht danach strebte, diese tatsächlich in die Tat umzusetzen. Als jedoch niemand auf seine Rezitation des Kodexes eingegangen war, begann der Chiss an seine These zu zweifeln. Hatte er sich womöglich getäuscht und es handelte sich hierbei doch nicht um Mitglieder der Black Sun? Gerade als er die Stille im Raum brechen wollte, näherte sich ihm der andere Chiss und begann ihm mithilfe eines Taschentuchs die Farbe aus dem Gesicht zu wischen. Zuerst sträubte sich Dany, ließ es dann jedoch über sich ergehen. Eine Wahl hatte er ohnehin nicht. Nachdem große Teile seines Gesichts von der Farbe befreit waren, beobachtete er wie ihn sein Gegenüber mit den glühend roten Augen musterte. Bevor Dany irgendwie reagieren konnte, verbeugte sich der andere Chiss knapp und sprach ihn als "Commodore" an. Nun war tatsächlich der Worst-Case eingetreten. Man hatte ihn erkannt. Innerlich ärgerte sich Dany über seine eigene Naivität. Doch rückgängig machen konnte er dies nun nicht mehr. Er musste nun das Beste aus dieser Situation herausholen. Vielleicht würde sich sogar ein Vorteil daraus entwickeln können. Immerhin wusste er nun, dass die Gruppe - oder zumindest der Chiss - tatsächlich der Black Sun zugehörig war. Gewissermaßen erfreute es ihn sogar, dass man ihn erkannt hatte. Dies zeugte jedenfalls davon, dass die neue Black Sun Leitung sein Vermächtnis nicht gänzlich auszulöschen vermochte. Auch schien der Chiss sich ihm zu einem gewissen Ausmaße verpflichtet zu fühlen, ansonsten hätte er sich wohl kaum respektvoll verbeugt. An ein Schauspiel dachte Dany nicht, dafür war die Handlung zu instinktiv.

Nun, ich dachte eigentlich, dass ich das gerade zu Genüge dargelegt habe, antwortete er schließlich in ruhigem aber bestimmten Ton auf die Frage, warum er hier sei. Er hatte vorerst alles gesagt, was er mitteilen wollte. Inwiefern er offen legen würde, wie und warum er seinen Tod fingiert hatte und die letzten Jahre untergetaucht war, sollte die Zeit zeigen. Ohnehin waren dies Gründe persönlicher Natur, die an dieser Stelle eigentlich keine Rolle zu spielen hatten. Auf einmal ergriff die menschliche Frau wieder das Wort und drohte damit, wild durch die Gegend zu schießen, sollte sie nicht endlich Antworten bekommen. Sie schien ihn jedoch zumindest nicht zu erkennen und wusste auch mit dem Titel Commodore nichts anzufangen. Womöglich spann sie sich nach der Reaktion ihres Kameraden sogar zusammen, dass die anwesenden Chiss unter einer Decke steckten. Es brauchte vermutlich nicht viel, um auf diese Erklärung zu kommen.

Hier ballert niemand rum, reagierte Dany mit autoritärer Stimme.

Du scheinst noch nicht lange dabei zu sein, oder?
, richtete er an die Frau und sah danach wieder den Chiss an.

Wärst du so nett und klärst du sie auf?, bat er ihn schließlich. Dany wollte wissen, was genau man von ihm wusste und welches Bild man von ihm hatte. Außerdem mochte er es ohnehin nicht sich selbst einzuführen.

Und wenn jemand noch so nett wäre und mir mein Comlink reichen könnte? Das war nämlich kein Bluff...

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Nutaki, Omyush


Gerade als Nutaki seinen Blaster ziehen wollte, bemerkte er den ebenfalls aufgesprungenen Gothal, der seine eigenen Kartenchips ebenfalls einsteckte. Doch dann blickte dieser auf den DL-44 den er gerade gezogen hatte, aber noch verborgen hiel der auf seinen Gürtel blickte und sich dann an ihn wandte.

"Nicht, lass stecken! Komm lieber mit - ich kenne einen Ausweg!"

Dann lief dieser ohne sich noch einmal umzudrehen zu einer Hintertür, die anscheinend zu den Toiletten führte. Nutaki blieb kurz im Türrahmen stehen und blickte zurück in die Kneipe, die mittlerweile von kämpfenden Polizisten und Schlägern gefüllt war. An den Seiten kauerten verängstigte Gäste und eine Bedienung kreischte in ein Komlink. Doch niemand hatte die beiden bemerkt oder den Überschuss, den sich Nutaki gegriffen hatte. Das würde man auch nicht mehr nachprüfen können, da der Sabacctisch gerade mit einem gewaltigen Rums umkippte und sich die Chips und Karten überall verteilten, während das Interferrenzfeld splitternd zerbarst. Das perfekte Chaos.

Dann wandte sich Nutaki wieder zum gehen. Weit musste er allerdings nicht laufen, da zwei Meter weiter der Gang zu ende war. Nur ein aufgebrochener und völlig vermoderter Spind stand an der rechten Wand. Der Gothal machte sich gerade daran zu schaffen. Was hatte er vor? Wollte er sich darin verkriechen oder hatte er da irgendetwas wertvolles drin? Mit einem Quietschen schwang endlich die Tür auf doch der Spind war leer. Dann griff der Gothal die Bodenplatte und zog sie beiseite. Nutaki pfiff durch seine großen Nagezähne.

"Ein geheimer Eingang. Ein Schmuggelschacht?"

Der Gothal ließ die Frage unbeantwortet, aber genau danach sah das Ding auch aus. Kein normaler Mensch und schon gar kein Besalisk passte hier durch, aber ein kleinerer Gothal und ein Schlanker Chadra Fan hatten gute Aussichten auf eine Flucht. Außerdem konnten hier kleinere Transportboxen problemlos durch einen unten wartenden Gleiter hereingeschafft werden, was wohl der eigentliche Zweck dieses Schachtes war.

"Da durch!" sagte der Gothal und deutete auf das Loch im Boden. "Dann sind wir gleich über alle Berge. Selbst wenn das Gebäude umstellt sein sollte."

Das ließ sich Nutaki nicht zweimal sagen. Er sprang mit einem spektakulären Kopfsprung durch das Loch und machte dann in der Luft einen Rückwärtssalto und kam auf beiden Füßen zum stehen. Als sein Begleiter auch nachgekommen war, beschloss Nutaki ihm einige Fragen zu stellen.

"Ich finde du schuldest mir eine Erklärung. Wer bist du, warum hilfst du mir zur Flucht und woher kennst du diesen Gang?"


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Nutaki, Omyush
Sorry, das du solange warten musstest. Ich hatte ziemlich viel um die Ohren, aber jetzt habe ich erstmal Ferien und Zeit zum Posten ;) :D
 
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Triumphierend und sich ein breites Grinsen mühsam verkneifend stand Reek vor dem Chiss. Zwar überragte der Nichtmensch ihn um ein gutes Stück, dennoch fühlte der Rodianer sich im Moment überlegen. Er wusste, dass er den Fremden aus der Spur geworfen hatte, und das freute ihn.

Dieser schien für einen Augenblick zu überlegen. Dann öffnete er den Mund, hoffentlich, um endlich Identität und Aufenthaltszweck zu nennen. Aber nichts dergleichen folgte. Zwar gab der Chiss, der sich wohl zur Tarnung hautfarben geschminkt hatte, zu, dass er allein unterwegs war, doch das war wohl beim Großteil aller Spione der Fall. Keine Information also, die sonderlich nützlich war.

Reek hatte ja gehofft, dass da noch etwas kommen würde. Stattdessen blickte der Chiss ihm ins Gesicht, um davon abzuraten, ihn umzulegen. Zwar glaubte der Rodianer nicht, dass der Fremde den Satz nicht als mehr oder weniger leere Drohung identifiziert hatte, trotzdem erwiderte dieser aber etwas darauf. So behauptete er, dass er einen Droiden hätte, der sofort den Geheimdienst einschalten würde, wenn sein Besitzer sich nicht alle paar Minuten bei ihm meldete.

Reek rollte genervt die Augen. Er hatte von diesem Verfolger ja nicht viel erwartet, aber er schien nicht dumm und der Rodianer hätte ihm schon eine bessere Geschichte zugetraut. Der Geheimdienst! Warum nicht gleich der Kanzler persönlich, dachte er belustigt. Nach außen äußerten sich diese Gedanken aber nur durch ein verachtendes Schnauben. Wenn diese Geschichte kein Bluff war, dann war Reek ein leichtbekleidetes Sklavenmädchen von Ryloth.

Der Chiss schien währenddessen nachzudenken, wie er seine nächsten Worte aneinanderreihen sollte, um ein möglichst wirkungsvolles Ergebnis hervorbringen zu können. Reek hörte so halb zu. Vermutlich würde der Fremde weiter versuchen, sich herauszureden, ebenso wahrscheinlich ohne Erfolg. Aber sollte er nur hervorbringen, was er zu sagen hatte, dem Rodianer war es eigentlich ziemlich egal.

Der Neuankömmling blickte einmal in die Runde. Dann fuhr er mit dem Sprechen fort und gab einen unvollständigen Satz von sich, den er offen im Raum stehen ließ. Reek wollte schon fragen, was zum Geier der Unsinn sollte, als sein Gehirn seine ab und zu etwas voreilige Zunge bremste und den Rodianer nachdenken ließ. Gesetze bedeuten nichts... Ja, diesen Satz hatte er definitiv schon einmal gehört. Und zwar... Genau, er hatte den Satz selbst gesagt, vor ein paar Tagen, als er als neues Mitglied der Black Sun eingeschworen wurde. Es war der Beginn der letzten Zeile des Kodex.
Für jeden im Raum unhörbar bewegten sich die grünen Lippen des Rodianers leicht und formten geräuschlos das Ende des Satzes: '...der Kodex bedeutet alles'. Danach bewegten sie sich gar nicht mehr, denn der stolze Piratenkapitän war tatsächlich einmal baff.

Also gut. Was war hier los? Eigentlich nichts ungewöhnliches, oder? Dieser Blauhäutige hier kannte eben ein Stück des Kodex. Na und? Er hatte ihn vielleicht irgendwo mal aufgeschnappt. Obwohl - nur Mitglieder der Black Sun kannten den Kodex. Das hieß... Es handelte sich hier um ein ebensolches Mitglied.
Und der Bluff? Was war damit? Noch immer hatte Reek seine Zweifel, doch wenn sich der ominöse Verfolger schon als Mitglied des Syndikates herausgestellt hatte, konnte auch die Geschichte mit dem Geheimdienst stimmen. Verwirrt blinzelte der Rodianer, während er sich vorstellte, wie er wohl mit zwei Tentakeln am Hinterkopf aussehen würde.

Na schön. Was würde nun passieren? Es hatte sich gerade herausgestellt, dass mehrere Black Sun-Leute aufeinandergestoßen waren, nämlich die Gruppe um
Darch auf der einen und der Chiss hier auf der anderen Seite. Das war doch eigentlich gut, oder? Jetzt musste Reek nur noch abwarten, inwiefern sich diese Begegnung auf die Mission auswirkte.

Zwar hatte sich der Rodianer den Ausgang des Gespräches anders vorgestellt. Dennoch war er nicht beleidigt oder wütend, dass der Chiss ihm seinerseits den Wind aus den Segeln genommen hatte. Schließlich wusste er nun, dass von dem Fremden keine Gefahr ausging, schließlich durften Kriminelle der Black Sun sich laut Kodex nie gegenseitig etwas antun.

Mindestens ein Mitglied der Gruppe schien dies aber offenkundig noch nicht verstanden zu haben. Höchstwahrscheinlich deswegen, weil es kein Mitglied der Black Sun war. In dem Moment, in dem Reeks Blick zu
Etara wanderte, begann diese auch schon, den Chiss zu beschuldigen, mit dem Gerede nur Zeit schinden zu wollen.


"Etara...",

begann der Rodianer, doch er kam nicht weit, da Thlan in diesem Augenblick ein paar Schritte nach vorne tat, um dem Chiss mit einem aus dem Mantel gezogenen Taschentuch die Schminke aus dem Gesicht zu wischen, jedenfalls zum Teil. Dieser ließ es sich größtenteils gefallen, hatte er doch sowieso keine Möglichkeit, den Vorgang zu verhindern.

Einen Moment lang starrte der männliche Chiss dem Gefesselten ins Gesicht, bevor er sich unterwürfig verbeugte und sich nach dem Aufenthaltszweck des... Commodores erkundigte.
Commodore? Was war denn hier los? Der Chiss hatte sich gerade ganz klar als Black Sun-Mitglied geoutet, trotzdem sprach der Schmuggler ihn mit einem militärischen Titel an. Soweit sich der Rodianer erinnern konnte, gab es innerhalb der Black Sun keine dieser Titel. Oder? Leicht verwirrt musterten die dunklen, runden Augen den Verbeugten, während dieser sich wieder aufrichtete und den Fremden mit einer Mischung aus Unterwürfigkeit und Erstaunen anglotzte.

Auch
Kitana schien den Faden verloren zu haben, sollte sie ihn überhaupt erst gefunden haben. Zwar sollte sie den Kodex ebenfalls erkannt haben, doch auch Reek hatte noch immer leichte Bedenken, ob er sich die Zeilen nicht anderweitig beschafft hatte.
Die Menschenfrau jedenfalls drohte damit, um sich zu schießen, sollte nicht endlich mal jemand erklären, was hier los war.
Der Rodianer schmunzelte kurz ob dieses Mini-Ausbruchs, doch gleichzeitig horchte er kurz auf. Immerhin hatte sich nun endlich sein Verdacht bestätigt, dass
Kitana einmal beim Militär gewesen war. Hatte er es doch gewusst!

Aber davon einmal abgesehen wunderte auch Reek sich, was hier genau vor sich ging. Warum hatte
Thlan den Chiss mit 'Commodore' angesprochen? Wenn er ein Black Sun-Mitglied war, was ja wahrscheinlich der Fall war, schien er ein relativ hochrangiges zu sein, sonst wäre Thlan nicht sofort annähernd auf die Knie gefallen, dachte Reek leicht grinsend.

Glücklicherweise versprach die Situation sich bald aufzuklären, doch bevor
Thlan mit dem Sprechen begann, wollte der Chiss noch sein Komlink haben. Die Geschichte sei nämlich kein Bluff gewesen, meinte er.
Reek wusste nicht genau, was er noch glauben sollte. Der Spion war urplötzlich ein scheinbar bekannter Krimineller, wollte aber gleichzeitig die Fähigkeit haben, den Geheimdienst einzuschalten. Der Rodianer blickte ein paar Mal zwischen dem Tisch mit dem Komlink und dessen Besitzer hin und her, bevor er sich entschied, der Bitte nachzukommen.


"Hier", sagte Reek, während der dem Fremden das silberne Gerät in die noch gefesselte Hand drückte. "Ich weiß nicht, wer du bist, aber wenn deine Geschichte nicht wahr ist - und diesen Verdacht habe ich wirklich - und du irgendetwas Dummes anstellen willst, wirst du dazu schneller nicht mehr in der Lage sein, als du 'Blöder Fehler' sagen kannst. Klar soweit?"

Wenn es sich bei dem "Commodore" tatsächlich um ein ranghohes Mitglied handeln sollte, war dieser Umgangston vermutlich nicht der angemessenste. Doch Reek war gerade etwas zu verwirrt, um noch darauf zu achten. Stattdessen blickte er auf Thlan, denn er war wirklich gespannt, was hier nun eigentlich los war.

[Mon Calamari | Coral City | Untere Ebenen | Versteck | Wohnzimmer] Reek, Kitana, Etara, Thlan, Darch, Dany
 

[Outer Rim | Mon Calamari-System, Dac | Randbezirke von Coral City, verlassene Industrieanlage, Zielobjekt 01 | Leland Fontaine, Lieutenant Relish, Agent Durval]



Nachdem die Wachen Agent Durval los gemacht hatten, hatte dieser ein wenig besänftigendere Worte für sie übrig, als der Großgewachsene Lianer. Wobei er selbst auch wusste, dass er netter hätte sein können.

Arkadi erwiderte seinen Handschlag und willigte ein, dass sie sich fortan beim Vornamen nennen würden. Eine schöne Sache und er fand, dass das auch angebracht gewesen war, immerhin hatten sie jetzt ihren ersten Auftrag gemeinsam beendet.

Agent Durval ging auch sofort dazu über, ihm die Situation zu schildern. Dabei erklärte er, dass sich die Bombe hier im Haus befand und sie wohl noch vor ihrer endgültigen Fertigstellung eingetroffen waren. Eine Sehr zufriedenstellende Erkenntnis. Das Agent Durval auch ihn lobte, fand er ein wenig unnötig, doch das Lob für die Spezialeinheit war durchaus angebracht, sie hatten hier immerhin in vollem Umfang ihr Können bewiesen.

"Ich bitte sie, ich habe nur meinen Job gemacht", erklärte der Agent, auch wenn man bei genauerem Hinsehen feststellen konnte, das sein Anzug doch ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden war, bescheiden.


Unterdessen fuhr sein Kollege fort und erläuterte, dass hier ein großes Waffenlager der Terroristen angelegt worden war und wies auf das weit verzweigte Tunnelsystem unter den Industriegebäuden hin. Er sprach auch Roche an, den Marine, der mittlerweile wohl bereits auf dem Weg in die Untersuchungshaft war und das er diesem durch die Tunnel gefolgt war, wo dann seine Tarnung aufgeflogen war. Erst dann war er hierhergekommen.

Vieles davon hatte er ja selbst miterlebt, als er ihn mit den Drohnen verfolgt hatte, wenn auch die nochmalige Schilderung des Agenten jetzt die Scannerbilder klarer werden ließ.

Dann kam auch die Frage seines Kollegen, wie sie so schnell hierher gefunden hatten, mit der er bereits gerechnet hatte.

Er lächelte ein wenig zufrieden.


"Ihr guter Freund Roche muss gewusst haben, dass die Polizei die Organisation beobachtet hat. Er hat versucht die Operationsbasis auszuschalten, dabei sind er und seine Männer aber gescheitert und er hatte das Pech oder auch das Glück zu überleben. Danach musste er nur noch überzeugt werden, zu singen", erklärte er. "Er ist jetzt auf dem Weg ins Gefängnis. Und seine Kooperation wird ihm sicherlich sogar eine kleine Straferleichterung einbringen."

Dann machte er eine kurze Pause und deutete in Richtung des Industriegebäudes.

Als sich die beiden, gefolgt vom Lieutenant der Spezialeinheit, der sich ein wenig im Hintergrund hielt und der vor allem über den Verlauf des Einsatzes seiner Truppe erleichtert zu sein schien, setzte er seine Erklärung fort.


"Ich habe sie zwar mit den Drohnen verfolgt und konnte so die erste Basis und auch die Zweite ausfindig machen, aber danach war der Angriff der Terroristen erfolgt und die Überwachungsausrüstung ist zerstört worden. Ich fürchte auch, dass die Drohnen verloren sein könnten", erklärte er, während sie in Richtung der Bombe unterwegs waren. "Glauben sie, wir können die Bombe so sichern, oder wird ein Spezialisten-Team bereits hier vonnöten sein?"

Diese Frage galt es zu klären, denn immerhin handelte es sich um hochgefährliche Materialien, die teilweise ebenso auch hochgradig instabil waren. Sollte die Bombe beim Transport hochgehen, hatten sie nichts gewonnen dann war ihre komplette Mission umsonst gewesen.

Als sie letztendlich endlich die Bombe erreichten, die sich nicht sehr versteckt zentral in der großen Lagerhalle fand, musterte er sie sofort gründlich. Zwar war er kein Waffenexperte, allerdings konnte man manche Schwachstellen auch als Laie erkennen. Und sollte so eine gravierende Stelle zu finden sein, würden sie nicht umhin kommen, die Spezialisten zum Abtransport zu rufen. Es war hier vor allem eine Frage der Kosten. Zwar war er eindeutig kein Bürokrat, der es nötig hatte an allen Enden zu sparen und die Sicherheit stand in diesem Fall an erster Stelle, doch genauso wusste er auch, dass Einsätze solcher spezialisierten Teams wirklich sehr kostspielig waren und er fand ihre Mission bis jetzt schon kostspielig genug, nachdem die komplette Einrichtung der Operationsbasis sowie die teuren und modernen Überwachungsdrohnen als zerstört oder verloren gesehen werden konnten.

Als er dann seine äußere Begutachtung der Bombe abgeschlossen hatte ging er wieder zu Arkadi und Lieutenant Relish, die nicht weit entfernt waren.


"Was meinen sie meine Herren? Gibt es einen Waffenexperten bei DacSec, der schnell vor Ort sein könnte und dieses Unding hier begutachten kann?", wollte er wissen.

Denn die Bombe war sehr massig und groß und hätte sicherlich eine unglaubliche Sprengkraft entwickeln können.

Auch hatte er noch vor, sich in den anderen Räumen noch einmal gesondert zu den Polizeikräften, die gerade mit der Beweissicherung begannen, umzusehen.



[Outer Rim | Mon Calamari-System, Dac | Randbezirke von Coral City, verlassene Industrieanlage, Zielobjekt 01 | Leland Fontaine, Lieutenant Relish, Agent Durval]
 
[Calamari-System | Äußerer Bereich | Gefechtszone | DSD 'Viribus Unitis' | Brücke] Sei’lar mit Kapitän Teage und Mannschaft]

Die persönliche Mitteilung von Captain No, welche Oberleutnant Numbs zu ihm durchgestellt hatte war nicht sehr erfreulich. Die 'Bright Giant' hatte ihre Torpedowerfer verloren, der Schlachtkreuzer musste schon empfindlichen Schaden hinnehmen.

„Verstanden Captain!“

Oberleutnant Ruluwoor hatte das Raketenfeuer inzwischen ohne die Torpedos der 'Bright Giant' eröffnet und somit waren inzwischen sechzehn weitere Raketen im Anflug auf die 'Viscount'. Ein Fünftel ihres Raketenmagazins war damit verschossen, die Schäden an der 'Viscount' mehr als überschaulich, während die Schildanzeigen der 'Viribus Unitis' komplett orange gefärbt waren und die vorderen Schildprojektoren immer öfters kurz vor der Überlastung standen, ohne das die 'Viscount' ihr Feuer auf einen einzigen Punkt konzentrierte, wie es die 'Viribus Unitis' und ihre Begleiter taten. Von den ersten acht simulierten Raketen erreichten sechs ihr Ziel, die verbliebenen „feindlichen“ Sternenjäger waren inzwischen zu sehr mit sich selbst beschäftigt als das sie ihr Mutterschiff noch schützen konnten. Einzig die Vierlings-Laserkanonen versuchten teilweise noch die Raketen abzufangen, aber hauptsächlich baute die 'Viscount' scheinbar darauf die Treffer einstecken zu können und das konnte sie, auch wenn der Einschlag der nächsten sieben Raketen der 'Viribus Unitis' die Schilde im Zielbereich kurzfristig zusammenbrechen ließ und es gelang zwei Schwere Turbolaser zu zerstören und etwas Hüllenschaden anzurichten. Inzwischen hatte Oberleutnant Ruluwoor wie befohlen die nächste doppelte Raketensalve auf den Weg geschickt. Nur mehr Hundertachtundvierzig Schwere Turbolaser waren mehr als genug um ihre Gegner weiter gewaltig unter Druck zu setzen.

„Wir haben Turbolaser Nummer 7 verloren!“

Der erste Kurzfristige Ausfall eines Schildgenerators, wegen Überlastung hatte seinen Tribut gefordert und von nun an würden sich sollte Vorkommnisse nur noch intensivieren.

„Waffen! Feuer frei für zwei erneute doppelte Raketensalven, Feuern wenn bereit!“

„Schilde unter 40% gefallen!“

„Herr Kommodore, Admiral Ralassi für Sie!“

„Durchstellen!“

Das Abbild der weiblichen Mon Calamari in Flottenuniform und den Abzeichen eines Admirals erschien sofort neben der Taktischen Anzeige. Sei’lar nahm symbolisch Haltung an.

„Admiral!“

Kommodore Sei’lar! Unter normalen Umständen würde ich ihre Anfrage eventuell in Betracht ziehen, da es sich wir uns jedoch in einer Übung befinden und dies auch noch unter speziellen Umständen muss ich ihre Anfrage ablehnen! Verstanden?“

„Natürlich, Admiral!“

Ihr holografisches Abbild verschwand damit wieder von der Brücke der 'Viribus Unitis'. Sei’lar war sich durchaus bewusst auf was Admiral Ralassi anspielte. Es würde einfach nicht den besten Eindruck machen sollten der 'Viscount' die Gegner einfach davon laufen. Ein eindeutiger Sieg und danach sah es derzeit aus, waren wohl politisch und propagandamäßig weitaus besser zu verkaufen und darin lag wohl immer noch das Primärziel der Übung.

„Sie haben den Admiral gehört, wir gehen wohl hier nicht so schnell weg!“

Der 996. hatte es in der Zwischenzeit nicht geschafft, die angreifenden Sternenjäger von der 'Bright Giant' fern zu halten und diese setzten dem Schlachtkreuzer heftig zu. Sei’lar gab nicht dem Drang nach von Oberstleutnant Sarkin mehr Erfolge einzufordern. Es würde nichts bringen Sie im Kampf gegen dieses neue Modell von Sternenjäger zu stören, Sie wusste zu gut was von ihnen erwartet wurde. Die erste doppelte Raketensalve hatte die 'Viscount' erreicht und wieder einmal überschaubaren Schaden angerichtet während die 'Viribus Unitis' einen weiteren Turbolaser verloren hatte. Inzwischen waren sie nah genug an der 'Viscount' das der Koloss eine großen Teil des Sichtschirms füllte.

„Schilde unter 30% gefallen!“

[Calamari-System | Äußerer Bereich | Gefechtszone | DSD 'Viribus Unitis' | Brücke] Sei’lar mit Kapitän Teage und Mannschaft]

 
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[:: Calamari-System :: Mon Calamari :: Untere Ebenen :: Versteck :: Eingang ::]
Etara, Thlan, Reek, Kitana, Dany, Darch


"Nun, ich dachte eigentlich, dass ich das gerade zu Genüge dargelegt habe...", antwortete der Commodore auf seine Frage. Thlans Gesichtszüge wanderten von unterwürfig zu grimmig und verachtend. Als er die folgende Frage stellte.

"Dann wollen sie in die Black Sun zurückkehren?"

Nachdem der frühere Führer der Black Sun alle ermahnt hatte nicht zu feuern, wandte er sich an Kitana.

"Du scheinst noch nicht lange dabei zu sein, oder? Wärst du so nett und klärst du sie auf?"

Anscheinend wolle sich der Chiss anhören was man jetzt über ihn meinte.

"Das ist der 'Commodore'. Ehemaliger Kopf der Schwarzen Sonne, der mir noch nicht auf meine Frage geantwortet hat."

Vielleicht könnte Thlan etwas respektvoller reden, vielleicht auch nicht. Im moment wusste der ehemalige Chissjägerpilot nicht, was er von dem vor ihm stehenden halten soll, aber das würde sich mit ein paar Fragen sicher legen.

"Erzählt mir die Geschichte warum ihr die Black Sun verlassen habt."


[:: Calamari-System :: Mon Calamari :: Untere Ebenen :: Versteck :: Eingang ::]
Etara, Thlan, Reek, Kitana, Dany, Darch
 
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Mon Calamari - Untere Ebenen - Im Versteck - mit Kitana, Thlan, Etara, Reek, Darch

Schließlich trat der Rodianer an ihn heran und reichte ihm sein Comlink in die noch immer gefesselten Hände, jedoch nicht ohne noch eine Warnung hinter her zu schieben. Es schien, als müsste Dany noch einiges an Überzeugungsarbeit in der Gruppe leisten. Bedauerlicherweise schien die Wahrheit alleine nicht unbedingt auszureichen, um ihr Vertrauen zu erlangen. Verübeln konnte der Chiss dies den anderen nicht, denn immerhin bot er ihnen zu Beginn ausreichend Anlass ihm zu misstrauen. Dany betätigte den Sender des Comlinks in einem gewissen Rythmus und signalisierte seinem Droiden damit, dass alles in Ordnung war.

Das habe ich nicht gesagt, entgegnete er dem anderen Chiss auf seine These, dass Dany zur Black Sun zurückkehren wollte.

Allerdings wäre es töricht zu glauben, dass meine Rückkehr in das Reich der Lebenden die Black Sun nicht in eine schwierige Lage manövrieren würde. Gerade nach dem, was kürzlich auf dem Rad geschehen ist, kann sich die Black Sun eine weitere Spaltung nicht leisten.

Dany spielte dabei auf den Anschlag an, dem fast der gesamte Vigorat zum Opfer fiel und beinahe auch dem Ba'vodu das leben kostete. Seine Rückkehr würde die Organisation erneut spalten, dessen war er sich bewusst. Unter allen Umständen sollte dies vermieden werden, ebenso sollte der Ba'vodu nichts von seiner Rückkehr erfahren - noch nicht. Der andere Chiss stellte Dany schließlich als Commodore und ehemaligen Kopf der Black Sun vor und wies noch einmal auf seine vorige Frage hin. Ein hartnäckiger Kerl, dachte sich Dany. Als dieser dann noch wissen wollte, warum er die Black Sun verlassen hatte, musste sich der bisher so ruhige und kontrollierte Chiss sehr zurückhalten. Doch als Zeichen seines guten Willens würde er dennoch darauf antworten.

Unter normalen Umständen ginge das wohl niemanden etwas an, aber da heute anscheinend ein besonderes Interesse daran besteht, mache ich mal eine Ausnahme. Im Prinzip ist es ganz einfach. Mein Tod nützte der Black Sun damals. Er befreite sie von gewissen Fesseln, die mit meiner Person zusammenhingen und das Wachsen in einigen Teilen der Galaxis verhinderten. Durch meine Abwesenheit konnte auch in diese Richtungen expandiert werden. Heute kann ich möglicherweise wieder mit meiner Anwesenheit der Black Sun helfen. Deshalb suchte man mich auf und bat mich, zurück zu kommen. Und in Anbetracht dessen, was vor Kurzem auf dem Rad los war, sehe ich das als bestätigt an.

Mon Calamari - Untere Ebenen -Im Versteck - mit Kitana, Thlan, Etara, Reek, Darch
 
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