Neue Doku: The Prequels Strike Back

"Raped my childhood" ist aber auch ein selten bekloppter Spruch, tut mir leid. Ich mein ich bin ja ansonsten keiner der unbedingt auf political correctness achtet. Aber man hätte sich auch etwas schlaueres einfallen lassen können anstelle eines Spruchs der einerseits George Lucas als Schwerverbrecher verunglimpft und andererseits durch Verharmlosung dieses Verbrechens Vergewaltigunsgopfer verhöhnt.
 
Oh, wieder so ein Thread...
...ich fasse mal das ganze Gezanke mit einem kleinen Video sinngemäß und (aufgrund der vielen, langen Diskussionen zu dem Thema) zeitsparend zusammen:


Die Diskussion bezüglich der Prequels (an der auch ich mich in der Vergangenheit immer wieder beteiligt habe) macht mMn einfach keinen Sinn mehr und wir sollten uns einfach über eine Sache einig werden: Entweder man mag sie, oder man mag sie nicht. Lasst Einige die Prequels eben mögen und umgekehrt genauso, fertig.
Das "Gebashe" und "Gehate" wird oftmals so persönlich genommen, da so einige Argumente wirklich sehr offensiv und beleidigend formuliert werden (wenn auch unbewusst).... Geschmäcker sind nunmal unterschiedlich und nun ist auch mal gut!

Das Projekt selbst gefällt mir persönlich übrigens, da die Prequels in sämtlichen Medien (bei denen es sich nicht um Promotion der Filme selbst handelte) überwiegend negativ beleuchtet wurden. Dies dürfte jenen Filmfans, die nicht unbedingt auf einem Forum wie diesem ständig über dieses eine Thema diskutieren, eine andere Perspektive veranschaulichen. :)
 
Spätestens der Spruch

"Raping my Childhood" Sprüche"

enthält genug Gewalt um als Hass durchzugehen.
Und es gab hier im Forum genug Leute mit der entsprechenden Signatur

Wo enthält der Spruch Gewalt? Er ruft nicht auf George Lucas etwas anzutun, er drückt auch keinen Hass aus, es ist viel mehr genau das was ich mit Kränkung meine. Einige fühlen sich einfach durch das was die Filme darstellen und wie sie es tun, persönlich angegriffen und getroffen, was sie dann mit diesem nicht sonderlich geschmackvollen Spruch ausdrücken. Allerdings ist mir das persönlich muss ich sagen bei Star Wars seltener und mittlerweile gar nicht mehr begegnet. Das ist mir mehr bei Indiana Jones aufgefallen.
 
Es stellt sich irgendwie auch die Frage ob man das Image der PT unbedingt "aufpolieren" muss und wen die "Doku" überhaupt ansprechen soll. Meine Kumpels mögen zwar fast alle Star Wars und wollen auch unbedingt mit mir in Episode 7, aber für sie sind das nur Filme wie viele andere auch und kaum einer macht einen Unterschied zwischen OT und PT. Und kaum einer kennt die Filme gut genug um die zahlreichen Widersprüche zu erkennen. Dass Padmé in Episode 3 stirbt - man kann es kaum glauben, ich glaube ich war so ziemlich der einzige den das wirklich störte. Und wenn ich den Metascore und die IMDB Bewertung von Episode 3 und 6 vergleiche ... Welten liegen da nicht gerade dazwischen! Selbst wenn man Kritiker Wertungen auf Metacritic vergleicht, die sind im Falle von RotJ sogar ziemlich verheerend.

Ich glaube die ganz großen Unterschiede sehen nur wir Hardcore Fans, und ich glaube kaum dass wir uns durch so einen "Aufklärfilm" umstimmen lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seth hat grad was gutes gesagt:

Einige Fans fühlen sich durch die PT angegriffen und kommen dann mit sowas wie "Lucas hat meine Kindheit vergewaltigt"...

Aber wenn man damit argumentiert und erklärt, sollte man auch auf der anderen Seite wenigstens verstehen, dass sich andere Fans durch solche Äusserungen und Kritik angegriffen fühlen...

Warum dürfen sich einige durch Filme angegriffen fühlen, andere aber nicht durch Kritik an diesen Filmen? ;)
 
Seth hat grad was gutes gesagt:

Einige Fans fühlen sich durch die PT angegriffen und kommen dann mit sowas wie "Lucas hat meine Kindheit vergewaltigt"...

Aber wenn man damit argumentiert und erklärt, sollte man auch auf der anderen Seite wenigstens verstehen, dass sich andere Fans durch solche Äusserungen und Kritik angegriffen fühlen...

Warum dürfen sich einige durch Filme angegriffen fühlen, andere aber nicht durch Kritik an diesen Filmen?

Danke ;)
 
Na ja, es liegen zwischen der Original-Trilogie und der Prequel-Trilogie fast zwei Jahrzehnte. A New Hope ist 76/77 erschienen und The Phantom Menace 1999.

Es liegt in der Natur der Sache, dass der Mensch mit Filmen auch Dinge verbindet, sowie mit Liedern/Musik auch, die er erlebt hat. Und gerade nach vielen Jahren ist die Erwartungshaltung enorm groß.

Der Film "Alien" ist ein ähnliches Beispiel. Das Raumschiff auf dem Planeten mit den Alien-Eiern und dem mumifizierten Besatzungsmitglied, das ein Loch in seiner Brust hat, umgab immer so ein Mysterium. Dann kam "Prometheus"... Der Film war gut. Jetzt aber gleich in Wut und Hass zu verfallen, weil man enttäuscht vom Film ist und er die Erwartungshaltung nicht erfüllen konnte, halte ich doch für arg übertrieben. Auch das ständige Draufrumreiten und Erwähnen wie scheiße ein Film doch ist, ist eigentlich unangebracht.
 
Dieser Artikel beschreibt doch sehr gut, warum meiner Meinung nach Starwars weit mehr mit der Antike (ich gehe von antiken Dramen aus, hier werden alttestamentarsiche Paralellen angewandt) als mit Sci-Fi Trash a la Flash Gordon zu tun hat. Was die Geschichte, das Epos angeht. Sicherlich hat GL kameratechnisch und inszinatorisch viel mit Sci-Fi zu tun, aber nicht mehr als mit Samurai oder Kriegsfilm(dokemtationen). Deswegen auch ein sehr ansprechender Artikel für mich.
 
Sicherlich hat GL kameratechnisch und inszinatorisch viel mit Sci-Fi zu tun, aber nicht mehr als mit Samurai oder Kriegsfilm(dokemtationen).

Nun ja, so richtige hard science fiction war Star Wars ja sowieso noch nie, obwohl man in der PT dann (unnötigerweise, wie ich finde) den Versuch gemacht hat, das größte Mysterium, also die Macht, wissenschaftlich zu erklären.
 
Nun ja, so richtige hard science fiction war Star Wars ja sowieso noch nie, obwohl man in der PT dann (unnötigerweise, wie ich finde) den Versuch gemacht hat, das größte Mysterium, also die Macht, wissenschaftlich zu erklären.

Wobei dies Yoda in Ep 5 ja auch schon tut, halt dort mystischere Worte benutzt als Qui-Gon in Ep 1, aber faktisch genau das gleiche sagt.
 
Wobei dies Yoda in Ep 5 ja auch schon tut, halt dort mystischere Worte benutzt als Qui-Gon in Ep 1, aber faktisch genau das gleiche sagt.

Na ja, nein. Eigentlich nicht. Yoda erklärt Luke bloß, dass die Macht alles umgibt und das Leben erschafft. Er erwähnt überhaupt nichts von irgendwelchen mikroskopisch kleinen Symbionten oder davon, dass die Konzentration dieser Symbionten entscheidend ist. Für Episode I hat GL diese fabelhafte und vollkommen ausreichende Erklärung der Macht genommen und einfach 'ne möglichst wissenschaftlich klingende Erklärung hinein- bzw. herausgeprügelt.
 
Man muss dazu aber sagen, dass es damals richtig In war, Stärke usw anhand von Zahlen fest zu machen. Sei es Dragonball Z, was 1996 Amiland erreichte, mit seinen Powerzähler oder diverse Rollenspiele. Verdammt viele Leute standen zum Jahrhunderwechsel drauf, wenn Kraft in Zahlen gemessen werden konnte. Auf den Zug is Lucas halt etwas aufgesprungen
 
Man muss dazu aber sagen, dass es damals richtig In war, Stärke usw anhand von Zahlen fest zu machen. Sei es Dragonball Z, was 1996 Amiland erreichte, mit seinen Powerzähler oder diverse Rollenspiele. Verdammt viele Leute standen zum Jahrhunderwechsel drauf, wenn Kraft in Zahlen gemessen werden konnte. Auf den Zug is Lucas halt etwas aufgesprungen

Die Frage, die man sich bis 1999 stellte war folgende: wie und warum spüren einige die Macht mehr oder besser, als andere? Warum ist die Macht "Stark" in der Skywalker Linie und warum kann zum Beispiel Han die Macht nicht nutzen? Auf diese Frage gab es 1999 dann die entsprechende Antwort.

Ich hatte das mit 12 Jahren damals so verstanden, wie es auch auch gemeint war: die Midichlorianer stellen die Verbindung, das "Sinnesorgan" zwischen Macht und Lebewesen da, so wie das Auge das Sinnesorgan zur Wahrnehmung der Umgebung darstellt. Je mehr von diesen kleinen Lebenwesen im Körper leben, desto mehr ist man mit der Macht verbunden. Und da es eher ungewöhnlich und selten ist, einen Midichlorianerwert zu haben, der so weit reicht die Macht nutzen zu können, gibt es eben auch nur wenige Tausend Jedi in dieser riesen Galaxis.

Trotzdem hat das mystische Energiefeld, was alle lebenden Wesen durchdringt und um gibt, die Galaxis zusammen hält, noch die gleichen Eigenschaften, es ist immer noch da. Wir wissen jetzt nur, warum Kenobi und Co es fühlen können und Han eben nicht.
 
Wenn man aber die wissenschaftliche Erklärung von Episode 1 mit der mystischen von Episode 5 vergleicht, könnte man auch ganz einfach wieder die mirroring- oder komplementär-Theorie anwenden. Fragt sich natürlich wie weit die Absicht dahinter tatsächlich geht. Das weiss aber wohl nur unser Georgie. Ich denke die Dokumentation wird in dieser Hinsicht sicher interessant. Ob jedoch die Leute die die Prequels nicht mögen diese Filme dadurch besser finden bezweifle ich sehr. :D
 
Na ja, nein. Eigentlich nicht. Yoda erklärt Luke bloß, dass die Macht alles umgibt und das Leben erschafft.

Eben mehr sagt Qui-Gon allerdings faktisch auch nicht ;)

Er erwähnt überhaupt nichts von irgendwelchen mikroskopisch kleinen Symbionten

Muss er ja nicht, da alles Leben die Macht erschafft und da gehöhren solche Dinge dazu.

oder davon, dass die Konzentration dieser Symbionten entscheidend ist..

Wie sich rausstellt ist es dann trotzdem ne mentale Sache wie gut du mit der Macht bist.
 
Kann man sich eigentlich regelmäßig Midichlorianer spritzen, um machtempfänglicher zu werden? xD

Die Midichlorianer sind einfach kein gutes Konzept. Sie haben uns nichts gebracht in der PT. Wozu also?
Ich find es genauso blöd wie damals, als in Dragonball Z die Kampfstärke einer Person plötzlich mit dem Scouter gemessen werden konnte. Und plötzlich kam es in einem Kampf nur noch darauf an, wer den höheren Wert hatte, während in Dragonball in Kämpfen noch Rafinesse und Technik gefragt war. Einfach nur langweilig sowas...

Ich mag die Prequels schon zu großen Teilen, ich bin mit ihnen aufgewachsen. Aber perfekt sind sie nicht.
 
Zurück
Oben