Prefsbelt IV

// Nachricht an Theranos Zesh \\

Absender: Kanto Garison, Gouverneur von Quarzite

Nach dem Erlöschen des üblichen imperialen Wappens erscheint ein junger, hellhäutiger Mensch mit dunkelblondem Haar und etwas überheblich wirkendem Blick. Er scheint an einem Schreibtisch zu sitzen und im Hintergrund ist eine unterirdische Landschaft in seltsam violettem Licht zu erahnen, wobei Einzelheiten im Hologramm nicht erkennbar sind. Quer über die Brust der schwarzen Gouverneursuniform ist eine karminrot-beige Schärpe angedeutet. Mit gewählten Worten und einem leichten Akzent, den Kenner als Kuati identifizieren würden und der auf viele Personen etwas abgehoben wirkt, beginnt der Mann zu sprechen.


„Gouverneur Zesh,

Ihre Nachricht hat mich ebenso überrascht wie erfreut! Ihre Anfrage ist zwar ungewöhnlich aber umso interessanter. Ich persönlich schätze einen guten Schaumwein für den entsprechenden Anlass sehr. Leider gibt dieser karge Felsen, den man mir anvertraut hat, derartige Köstlichkeiten nicht her. Sie müssen mir unbedingt eine Kostprobe von Imperial Sensus zukommen lassen, falls die ersten Chargen schon in den Verkauf gehen…“

Das amüsierte Lächeln, das bis dahin das Gesicht von Gouverneur Garison geprägt hat, verzieht sich bei den letzten Worten zu einem verschwörerischen Grinsen.

„Was also Ihre Anfrage betrifft: Ja, ich denke, man könnte aus Quarzite-Kristallen kunstvolle Gläser und Flaschen oder auch Intarsien für Verpackungen herstellen, die Ihrem Anspruch genügen. Die Kristalle hier sind sehr vielfältig in Farbe und Transparenz, einige besitzen darüber hinaus eine eigene Lumineszenz. Diese ist zwar nicht so stark ausgeprägt, dass man es am helllichten Tage sehr bemerkt, aber sie ließe sich unter bestimmten Umständen sicher gut in Szene setzen.

Ich werde schnellstmöglich heimische Handwerker damit beauftragen, erste Modelle anzufertigen. Und auch, was Ihre beiden Großprojekte auf Prefsbelt IV betrifft habe ich schon erste Ideen. Ich werde meine Beraterin beauftragen, einen Holokatalog von der örtlichen Architektur auf Quarzite zu erstellen. Diese ist stark vom Einsatz der Kristalle geprägt und es gibt viele Beispiele, die durchaus beeindruckend sind.

Sobald Katalog und Modelle fertig sind, lasse ich Sie Ihnen zukommen. Selbstverständlich würde es mich sehr freuen, persönlich nach Prefsbelt IV zu kommen, um mir diese spannenden Projekte anzusehen, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob es meine Aufgaben hier erlauben. Quarzite liegt relativ nahe am neu-Republikanischen Einflussbereich und wir sind nach den neuesten Entwicklungen gezwungen, unsere Sicherheitspolitik neu zu strukturieren.

Das soll unseren zukünftigen Handelsbeziehungen jedoch kein Hindernis sein, bringt mich aber zu einem weiteren Punkt, der zu klären wäre: Wenn die Gläser und Designs, und auch das Material, Ihren Vorstellungen entsprechen sollte, wie groß wären die Abnahmemengen ungefähr? Der Weg von Quarzite nach Prefsbelt ist nicht der kürzeste und auch nicht ganz einfach. Seit die neue Republik Denon erobert hat, ist unser Teil der Galaxis leider etwas abgeschnitten. Es ist deshalb allein für die Organisation interessant, ob wir hier von einem leichten Frachter im Monat oder einem Schwerlast-Frachter in der Woche sprechen, wenn Sie verstehen, was ich meine. Die logistischen Kapazitäten, die mir zur Verfügung stehen, sind derzeit aufgrund von Bauprojekten und bereits abgeschlossener Rohstofflieferverträge stark eingeschränkt.“

Gouverneur Garison dreht bei diesen Worten entschuldigend die Handflächen nach oben und zuckt die Schultern.

„Natürlich würden wir die vertraglichen Einzelheiten später über unsere Berater klären, aber eine ungefähre Einschätzung wäre für’s Erste hilfreich.

Nun, dabei will ich es vorerst belassen. Ich bedanke mich sehr für Ihr Interesse an unserem kleinen Planeten und ich hoffe auf eine fruchtvolle Zusammenarbeit.
Vielleicht können wir ja schon bald darauf anstoßen, mit Ihrem Schaumwein in Quarzite-Kristallgläsern.

Bis dahin,


Lang lebe das Imperium!“


\\ Ende der Nachricht //
 
[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Blue One / Gouverneurspalast / Gouverneursbüro] Theranos Zesh


Theranos Zesh hatte nun seit beinahe drei Stunden ununterbrochen an seinem Schreibtisch gesessen.

Datapads wechselten einander ab.
Berichte über mögliche Rückzugsräume, Verstecke, alte Infrastrukturen, die sich für Rebellen oder angeheuerte Kriminelle eigneten. Namenslisten, ehemalige Funktionsträger aus der Zeit Robert Kerns, Querverbindungen, Zahlungen, verdeckte Firmengeflechte. Verhörprotokolle – nüchtern, fragmentarisch, manche aussagekräftig, andere unerquicklich leer.

Theranos las sie alle nacheinander
Er nahm ein weiteres Pad, zur Hand bezüglich des Werftprojektes.
Produktionskennzahlen, Materialfluss, Sicherheitsberichte. Marcon Felth würde entweder bereits vor Ort sein oder in Kürze eintreffen. Die Zahlen sahen solide aus. Mehr als solide. Theranos machte sich eine kurze mentale Notiz, später persönlich nachzufragen.

Dann blieb sein Blick an einem anderen Bericht hängen.
Seinem Weinprojekt Imperial Sensus.
Ein Statusbericht seines Partners Caelis Marron. Mehrere schwere Transporter. Dutzende Arbeitsdroiden. Lokale Helfer. Rebstöcke aus Corulag – sorgfältig umgesetzt, angepasst, neu gesetzt. Der Boden hatte sie angenommen. Keine Ausfälle. Keine Schäden.
Theranos’ Mundwinkel hoben sich unmerklich.
Ein weiterer Absatz ließ ihn innehalten. Der Präfekt von Green One, Jorren Vale – seit Jahren dort ansässig – war vor etwa einer Woche selbst vor Ort gewesen. Aus Neugier, hieß es. Aus Freude, hieß es ebenfalls. Und mit einer ganz einfachen Frage:
Wann wird der erste Wein fertig sein? Und ob es – wie früher – vielleicht wieder ein Weinfest geben würde.

Theranos lehnte sich zurück, er hatte mittlerweile auch die Idee, ob man sich nicht auch im Bereich Accessoires und vielleicht mit Quarzite im Bereich des Schmucks zusammentun könnte. Ein kurzer, leiser Atemzug entwich ihm fast ein Lachen, als ein dezentes Signal seinen Arbeitsfluss unterbrach.

Theranos hob den Blick, runzelte kurz die Stirn, als er sah das es sich um eine Nachricht auf dem Direktkanal handelte.
Der Absender ließ ihn einen Moment innehalten.

Kanto Garison. Gouverneur von Quarzite.
Ein leiser Atemzug entwich ihm, kaum mehr als ein angedeutetes Schmunzeln.

„Das ging schnell“, murmelte er halblaut.

Er lehnte sich minimal zurück, legte den Datenstift beiseite und ließ den Blick einen Herzschlag lang über das Büro schweifen – als würde er die Gedanken ordnen, bevor er sich dem Inhalt widmete. Drei Stunden, vielleicht etwas mehr, seit er die Nachricht abgeschickt hatte. Offenbar hatte Garison sich die Nachricht nicht nur angesehen, sondern auch als Gelegenheit erkannt.
Ehrgeizige Männer lassen sich selten lange bitten, dachte Theranos.
Er lehnte sich minimal zurück, legte den Datenstift beiseite und ließ den Blick einen Herzschlag lang über das Büro schweifen – als würde er die Gedanken ordnen, bevor er sich dem Inhalt widmete. Offenbar hatte Garison sie nicht nur gelesen, sondern als Gelegenheit erkannt.
Theranos ließ die Antwort vollständig ablaufen, ohne sie zu unterbrechen. Während das Hologramm erlosch, blieb sein Blick ruhig, wachsam – zufrieden, ohne sich dieser Regung offen hinzugeben. Die Richtung stimmte. Mehr noch: Sie versprach Potenzial.

Er aktivierte den Commlink auf seinem Schreibtisch.

„Miss Marris“, sagte er ruhig. „Bitte kommen Sie kurz zu mir.“

Wenige Augenblicke später trat sie ein, aufmerksam wie stets. "Ja bitte eure Exzellenz?"
„Wir werden umgehend eine Express-Lieferung vorbereiten“,
begann Theranos. „Je eine Kiste Imperialis Sensus – Classica und Luxa Solis. Persönlich an Gouverneur Garison. Sorgfältige Verpackung, jede Flasche in einer einzelnen hochwertigen Verpackung wie gehabt mit Seide verkleidet, mit dem Logo darauf, der Gouverneur soll sehen, dass wir es ernst meinen und worin die Philosophie geht.“
Ein kurzes Innehalten, dann ergänzte er.
„Lassen Sie zudem die bisherigen Skizzen und Entwürfe zu Gläsern, Flaschen und Verpackungen zusammenstellen. "Ich möchte, dass Quarzite früh versteht, welchen Anspruch wir verfolgen.“

Miss Marris neigte den Kopf. „Selbstverständlich, Eure Exzellenz.“
Theranos nickte knapp. „Danke. Das ist alles.“

Nur ein paar Minuten verstrichen, ein paar Berichte, noch eine Unterschrift – dann meldete sich der Commlink.
„Eure Exzellenz“, sagte Miss Marris ruhig. „Herr Rethan Vaal bittet um eine dringende Unterredung. Es geht um eine sicherheitsrelevante Lage. Legat Koss ist derzeit nicht verfügbar.“

Theranos’ Blick hob sich sofort. Das klang garnicht gut wenn ihn Rethan Vaal persönlich über ein Problem informieren musste.
„Lassen Sie ihn herein.“



Die Tür öffnete sich lautlos.
Der Mann, der eintrat, bewegte sich ohne Hast, ohne jede überflüssige Geste. Groß gewachsen, breite Schultern, die Uniform der Blauen Legion makellos, aber ohne jeden Zierrat. Keine Insignien, die Aufmerksamkeit suchten – nur Rang, Funktion, Disziplin. Sein Gesicht war hart, nicht kalt, sondern geformt von Routine und Erwartung. Die Augen aufmerksam, prüfend, als würden sie den Raum ebenso erfassen wie die Person darin.
Er blieb in angemessenem Abstand stehen und salutierte knapp.


„Rethan Vaal“, sagte er mit seiner tiefen fasst donnernden stimme. „Kommandant der Blauen Legion. Stellvertreter von Legat Veran Koss.“
Für einen kurzen Moment zuckte ein kaum wahrnehmbares Lächeln über Theranos’ Gesicht. Kein Spott, kein Herabsehen – eher ein Zeichen stiller Vertrautheit.
„Kommandant Vaal“, erwiderte Theranos ruhig.
„Wir kennen einander. Ihre Position ist mir bekannt. Sie müssen sie nicht jedes Mal wiederholen, als stünden wir auf dem Exerzierplatz.“
Ein Hauch von Wärme lag in der Stimme, doch der Blick blieb aufmerksam.
Dann, mit einem leichten Neigen des Kopfes.

„Doch nun gut, berichten Sie.“
Vaal ließ sich nichts anmerken. Keine Erwiderung, kein Kommentar. Wenn ihn die Bemerkung berührt hatte, dann verbarg er es hinter derselben Strenge, mit der er auch auf einem Feldrapport gesprochen hätte.
Vaal aktivierte ein Datapad, trat einen Schritt näher und verbindete sich mit dem Holoprojektor. Nach ein paar Sekunden schwebte eine Karte über die dem Tisch. Der Norden von Prefsbelt IV erschien – ausgedehnte Wälder, steinige Höhenzüge, wenige Siedlungen, industriell geprägt, aber unscheinbar.


„Ein Notruf aus dem Norden hat uns erreicht“, begann Vaal ohne Umschweife. „Region Varnholt. Kleinstadt Eirholt.“
Er markierte einen Punkt.
„In der Nähe einer forstindustriellen Anlage kam es zu Schusswechseln. Mehrere Blasterentladungen, mindestens eine kleinere Explosion. Planetare Sicherheitskräfte wollten eingreifen und wurden sofort unter Feuer genommen.“
Theranos trat an den Tisch heran.
„Was für eine Anlage?“
„Holzverarbeitung und Verbundmaterialien“,
antwortete Vaal. "Eigentümer: Edrik Fyörn.“
Der Name fiel sachlich – und gerade deshalb schwer.
Theranos’ Blick verharrte auf der Karte.

„Verwandtschaft unseres ehemaligen Gouverneurs?“
„Angeheiratet“,
bestätigte Vaal. „Cousin der ehemaligen Ehefrau von Robert Kern. Die beiden gelten seit Jahren als zerstritten.“

Ein kurzer Moment der Stille.
„Was wissen wir über das Gebiet?“, fragte Theranos.
Vaal ließ die Projektion weiterlaufen.

„Varnholt ist ruhig. Arbeiter, Förster, Industrie. Wenig Fluktuation, kaum Kriminalität. Loyal gegenüber der Verwaltung, solange man sie arbeiten lässt.“

Theranos nickte leicht. „Kein Ort für Zufälle.“
„Nein, Eure Exzellenz.“
antwortete Rethan.
Er richtete sich etwas auf.

„Ich habe die erste und zweite Kompanie des zweiten Bataillons in Bereitschaft versetzt. Beide sollten innerhalb der nächsten Minuten verlegungsbereit sein.“

Theranos sah ihn nun direkt an.
„Gut.“
Ein kurzer Atemzug.
„Ich komme mit.“
Vaal zeigte keine Reaktion. Kein Stirnrunzeln, nur ein kurzes Zögern.
„Zu Befehl, ich erstatte Meldung sobald wir Abflug bereit sind.“ sagte er, salutierte und verlies den Raum.
Theranos aktivierte den internen Kanal während
„Miss Marris. Bitte schicken Sie mir zwei Bedienstete mit meiner Ausrüstung und rufen Sie Alric.“



Nach nicht einmal einer Minute traten zwei Bedienstete ein, wortlos, geübt. Die Abläufe waren ihnen vertraut. Theranos hatte sich bereits vom Tisch gelöst und stand ruhig, während sie begannen, Theranos seinen Bodysuit anzulegen.
Ein eng anliegender Schutzanzug aus flexiblen, dunkelgrauen Fasern, kühl auf der Haut. Dünn, beinahe unscheinbar – und doch durchzogen von fein integrierten Schutzplatten, die entlang der Brust, der Flanken, der Schultern und der Wirbelsäule lagen. Kein schwerer Panzer, kein martialisches Exoskelett, sondern eine zweite Haut aus Technik und Vorsorge. Entwickelt, um Blasterenergie zu streuen, Treffer abzulenken, Zeit zu gewinnen.

Theranos hatte diesen Anzug nach dem Angriff auf Blue One anfertigen lassen.
Nicht aus Angst – sondern aus Einsicht. Der Anschlag hatte ihm vor Augen geführt, wie schmal die Linie zwischen Ordnung und Chaos war, selbst im Herzen einer scheinbar gesicherten Hauptstadt. Der Bodysuit war keine Kapitulation vor dieser Erkenntnis, sondern ihre Konsequenz.
Er trug ihn nicht oft, bicht, weil er ihn unterschätzte, sondern weil er ihn kannte. Der Anzug war funktional, zuverlässig – aber etwas unbequem. Er spannte bei längeren Sitzungen, erinnerte bei jeder Bewegung daran, dass er getragen wurde. Für den Alltag eines Gouverneurs, für stundenlange Verhandlungen, Empfänge und Sitzungen war er schlicht unpraktisch. Doch für Momente wie diesen oder sobald er den Palast verließ war er unverzichtbar.

Einer der Bediensteten befestigte die letzten Verschlüsse, der andere reichte bereits die frisch gebügelte Gouverneursuniform.
Theranos schlüpfte wieder in den vertrauten Stoff – der dunkle Schnitt, die klaren Linien, das sichtbare Zeichen seines Amtes. Über dem Bodysuit wirkte die Uniform kaum verändert, doch der Unterschied lag unter der Oberfläche. Zivil nach außen, geschützt im Kern.
Zuletzt wurde der Mantel übergelegt.
Theranos ließ die Schultern kurz kreisen, prüfte die Beweglichkeit. Es war nicht angenehm, aber ausreichend.
Er griff nach seinem Blaster, steckte ihn an den Gürtel und hob den Blick.


Ein leises Signal kündigte eine weitere Präsenz an. Commander Alric Thane, Leiter seiner Leibgarde trat ein.
„Eure Exzellenz?“

Theranos drehte seinen Kopf zu Alric. „Einsatz im Norden. Eirholt. Sie stellen mir meine Eskorte zusammen und begleiten mich.“
Alric musterte Theranos, der genau wusste das seinem Kommandant der Leibwache es überhaupt nicht gefielt wenn Theranos den Palast verlies schon garnicht um irgendwohin nichts nichts zu einem Einsatz zu Fliegen denn blieb Theranos’ Blick Unverrückbar.
Alric Nicke kurz.
„Verstanden Eure Exzellenz ich mache die Männer sofort bereit und treffe Sie im Hangar.“

Theranos nickte und aktivierte den Commlink, als Alric den Raum verlassen hatte.
Nach ein paar Sekunden stand die Verbindung.

„Eure Exzellenz“, erklang Bayls Stimme. Ruhig, gefasst – doch nicht frei von Spannung.

„Zu Ihrer Information“, sagte Theranos. „Ich verlasse den Palast. Im Norden ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Hinweise deuten auf eine mögliche Verbindung zu Kern. Ich werde mir die Lage persönlich ansehen.“
Ein kurzes Schweigen folgte. Kein technisches. Ein menschliches.
„Wenn ich mir erlauben darf“, begann Bayl schließlich, sorgfältig abwägend, „so halte ich dieses Vorgehen für… mutig.“
Ein Atemzug.
„Nicht unklug – aber riskant. Ihre Präsenz hier ist für die Stabilität hier von erheblicher Bedeutung.“
Theranos ließ den Blick über seine Ausrüstung gleiten, während er antwortete.

„Gerade deshalb“, sagte er ruhig. „Ordnung darf nicht nur verwaltet werden. Sie muss sichtbar sein und solange ich weg bin, werden Sie als mein Stellvertreter agieren.“
Bayl schwieg erneut, dann senkte sich seine Stimme.
„Nun gut, dann werde ich in Ihrer Abwesenheit die Verantwortung hier übernehmen“, sagte er.
Ein Hauch von Widerwillen – aber auch Loyalität.
„Ich werde dafür sorgen, dass alles in Ihrem Sinne weiterläuft.“

„Das erwarte ich“,
erwiderte Theranos.
Die Verbindung endete und Theranos machte sich auf den Weg.


[ Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Blue One / Gouverneurspalast / Gouverneursbüro] Theranos Zesh
 
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Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 12/12

Es gab nicht viel Zeit zu überlegen. Kals Gedanken rasten, so wie seine Augen über die Sensorschirme schnellten und dabei auch nicht das Chaos direkt vor dem Cockpitfenster vernachlässigten. Viel Handlungsspielraum blieb ihnen nicht, ein Rückzug war nicht akzeptabel. Jetzt musste er sich auf die Überlegenheit des neuen TIE/ba verlassen und entsprechend vielen auch seine Befehle aus.

>>Achtung an alle, hier spricht Beta 7. Blue-Three Leader, halten Sie Ihre Jäger zurück bis Betastaffel die Feindjäger in einen Nahkampf verwickelt hat und stoßen dann dazu. Betastaffel: Frontalangriff auf die Cloakshapes. Ich will eine saubere Torpedosalve sehen, um den Feind auszudünnen. - Vergesst nicht die Korvetten, ich will keinen Jäger durch deren Geschützfeuer verlieren.<<

Tatsächlich war die Zeit verdammt knapp. Die sechs TIE/ba hatten kaum Zeit, sich in Position für eine Zielerfassung zu bringen, bevor der Feind zu nah war für eine Torpedozielerfassung. Dennoch schafften es immerhin vier der sechs Piloten, darunter Kal selbst, einen Torpedo abzusetzen. Jeder der Flugkörper traf als die Formation der Cloakshapes durch Ausweichmanöver durcheinander geriet und die Feindzahl von 16 auf 12 reduzierte.

Es gab keine Zeit, näher darüber nachzudenken. Der Bordcomputer zeichnete die Abschüsse auf, während die Fliegerinstinkte des Kuati die Kontrolle übernahmen. Er musste viele Haken schlagen, um nicht das Leben zu verlieren. Ein allzu vorhersehbarer Kurs würde nur dafür sorgen, dass er oder andere Piloten im Geschützfeuer der Zollkorvetten vergehen würden. Das war ein Schicksal, dem sie doch lieber entgehen würden, gleichzeitig machte es ihnen unglaublich schwer, eine vernünftige Zielerfassung auf die Cloakshapes zu bekommen.

Mehr als Streifschüsse gelang keinem seiner Staffelkollegen oder den Legionären, bis
Kal dann doch endlich einen der Cloakshapes mit einer Lasersalve zum Platzen brachte. Grund zum Feiern gab es jetzt keineswegs, ein Seitenblick verriet Kal, dass in der Zwischenzeit zwei Legionäre ihr Leben gelassen hatten. Zumindest aber die TIE/ba bewiesen, dass sie keine Fehlinvestition waren. Keiner der Jäger war abgeschossen worden und alle wurden ihm immer noch als voll funktionsfähig angezeigt.

Plötzlich wurde das Geschützfeuer um sie herum weniger. Das musste bedeuten, dass die Korvetten an ihnen vorbei gezogen waren und weiter ihr noch unbekanntes Ziel verfolgten. Gerne hätte
Kal den Navigationscomputer weitere Berechnungen anstellen lassen, doch die Cloakshapes gönnten ihnen keine Atempause. Ein weiterer Legionär verging in einem Feuerball, gleichzeitig schafften es die Kal und seine Flügelmänner aber, drei weitere Cloakshapes abzuschießen.

Gelegenheit aufzuatmen gab es jedoch nicht. Das Trägerschiff sandte einen Notruf aus. Die Zollkorvetten hatten begonnen, es unter Feuer zu nehmen und auch wenn der Deflektorschild des Ton Falk eine enorme Stärke für seine Größe hatte, würden die Turbolaser der Korvetten diesen früher oder später überwältigen, während die Korvetten gleichzeitig viel zu schnell waren, als dass das Trägerschiff ihnen entkommen konnte.

Doch damit nicht genug. Der Feind hatte scheinbar eine weitere Jägerstaffel vorbereitet. Das neutralisierte quasi die Epsilonstaffel, die zum Schutz des Trägerschiffes an Bord gelassen wurde und nun aus offensichtlichen Gründen, nichts gegen die Korvetten unternehmen konnte. Nicht, dass ein Dutzend TIE/ln sonderlich viel hätte ausrichten können, aber jetzt gerade wären sie eigentlich auf jedes bisschen Hilfe angewiesen.

Ein Blick auf den Sekundärschirm wies
Captain Sunstrider als noch 11 Minuten entfernt an und alle weitere Verstärkung würde noch viel später kommen. Sowohl Colonel Rorsam als auch die lokalen Sicherheitskräfte und die Systemverteidigungsstreitkräfte hatten den Orbit für sicher gehalten und das rächte sich nun. Die Situation wäre beinahe zum Lachen gewesen, stünden nicht so viele Menschenleben auf dem Spiel. Ihnen lief die Zeit davon, also war es Zeit für etwas riskantere Ideen.

>>Hier Beta 7. Betastaffel greift die nächste Korvette an, während Blue-Three die Cloakshapes beschäftigt. Wir müssen dem Trägerschiff so viel Zeit wie möglich erkaufen.<<

Damit setzte der Kuati die Legionäre einer nicht unerheblichen Gefahr aus, aber das ließ sich aktuell einfach nicht vermeiden. Die TIE/ba drehten ab, um eine Zielerfassung auf das von Kal ausgewählte Ziel zu suchen und zu finden. Wie erwartet kollabierte der Deflektorschild erneut unter der Torpedosalve. Nur leider fehlte ihnen dieses Mal die Feuerkraft, um auch die zweite Korvette sofort zu vernichten. Dafür beschädigten sie zwei der sechs Turbolasergeschütze und die Antriebssektion.

Bevor sich ihr Deflektorschild wieder aufbaute, konnten Sie mit den Lasern noch einige Sekundärsysteme beschädigen. Die Korvette war angeschlagen, aber noch nicht aus dem Spiel. Doch sie konnte nun weder mit den anderen Korvetten noch mit dem Trägerschiff mithalten und damit würde sie bald außer Feuerreichweite ihrer Geschütze driften. Das war für den Moment mehr als genug.

Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim
, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12
 
Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, Legat Veran Koss in einer Raumfähre, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 12/12


>>Ha! Noch einen erwischt!"<<
Reyans Ruf ging ungefiltert über den Staffelkanal, während der feindliche Jäger vor ihm in einem gleißenden Feuerball aufging. Die Explosion riss den Cloakshape auseinander, Trümmerteile zogen wie glühende Splitter an seiner Kanzel vorbei. Reflexartig riss er den Steuerknüppel herum, presste sich tiefer in den Sitz, während sein TIE/ba mit brutaler Eleganz auswich.

Der Puls hämmerte.
Der Atem ging schnell.
Und trotzdem grinste er wie ein Kind das gerade mit seinem Lieblingsspielzeug spielte.

Er saß fest in seinem Cockpit, die Anzeigen tanzten – aber alles Wichtige war stabil. Noch. Um ihn herum tobte das Gefecht, ein wilder, ungeplanter Nahkampf direkt im Schatten der Zollstation von Prefsbelt IV. Laserfeuer, Funkrufe – Chaos.

Und das alles weil diese verdammten Rebellen sich diese Zollstation unter den Nagel gerissen hatten.
Noch vor weniger als einer Stunde hatte Reyan damit gerechnet, nur ein paar langweilige Runden um eine Zollstation zu drehen. Begleitschutz und Präsenz zeigen. Mehr nicht. Der Legat für Sicherheit hatte um Unterstützung gebeten, Kal hatte das Kommando übernommen, und alles hatte nach einem dieser Einsätze gerochen, bei denen man später nicht einmal mehr wusste, wo man gewesen war. Und jetzt?

Vier Zollkorvetten, jede menge Feindliche Jäger und die Station die sie auch noch zusätzlich beschoss.
Ein echtes Gefecht. Unsauber. Unübersichtlich. Tödlich.


Reyan riss seinen Jäger herum, zog hart nach Steuerbord – genau in dem Moment, als ein greller Impuls an seiner rechten Seite vorbeizuckte. Zu nah. Viel zu nah. Der Treffer hatte ihn um Haaresbreite verfehlt.

„Verdammt…“, zischte er, mehr zu sich selbst als in den Funk.

Im nächsten Augenblick sah er es.
Ein TIE/ln der Blue-Three-Staffel. Der Jäger war getroffen worden trudelte unkontrolliert, rotierte wild um die eigene Achse, Flammen schlugen aus der Hülle. Reyan konnte den Piloten nicht hören, nicht sehen – nur hilflos zusehen, wie der taumelnde Jäger mit einem zweiten TIE/ln kollidierte.
Ein greller Blitz. Zwei Explosionen in einem Gefecht und schon waren erneut zwei leben verwirkt.
Reyans Finger verharrten einen Sekundenbruchteil zu lange auf den Kontrollen.

Dann dieses leise, kaum hörbare Geräusch in seinem Helm.

„Pff…“
Ein unwillkürlicher Laut. Kein Lachen. Kein Spott. Eher… Ernüchterung.

"Amateure."
Der Gedanke kam schnell, scharf, ungefiltert. Und er hasste sich ein wenig dafür – denn das da draußen waren Kameraden. Imperiale Piloten. Männer und Frauen, die ihren Dienst taten.

Aber aus seiner Sicht waren sie ganz klar fehl am Platz.
Diese Legionäre waren kaum zwei, drei Wochen ausgebildet und durften sich seiner Meinung nach nicht TIE-Piloten nennen. Klar waren viele von Ihnen schon länger Piloten aber mehr im öffentlich Dienst oder Frachter Piloten als Kampfpiloten und hatten kaum echte Flugstunden mit den TIE/ln gehabt. Und man hatte sie in ein Gefecht geworfen, das selbst für erfahrene Piloten heikel war. Für Reyan waren sie keine Unterstützung. Sie waren ein Risiko. Ein Hindernis, dem man ausweichen musste, während man eigentlich kämpfen wollte.

Natürlich würde er das niemals laut sagen.
Nicht hier. Nicht jetzt.
Ein schriller Warnton riss ihn zurück. Ein weiterer feindlicher Jäger tauchte auf, direkt vor ihm. Reyan reagierte instinktiv, schoss auf den Jäger vor ihm der nach einer kurzen Salve in einer Explosion aufging, danach ließ den TIE/ba nach unten wegkippen, schob die Leistung hoch und setzte sich in Position.

Das war bereits sein dritte Abschuss heute.
Und jeder seiner Torpedos hatte bisher getroffen und das gab ihm Halt.
Als Kal Andrim den Befehl gab die nächste Korvette anzugreifen machte Vex sich bereit.


>>„Beta Neun an Beta Sieben“, meldete er sich wieder, diesmal konzentriert, klar. „Habe verstanden Drehe ab und nehme die Korvette unter Beschuss.“<<
Kals Stimme kam kurz darauf, ruhig, kontrolliert – wie immer. Befehle, die Sinn ergaben. Richtung. Struktur. Genau das, was dieses Chaos brauchte.

Reyan folgte dem Kommando ohne Zögern, schloss auf, hielt Position. Der Spaß, das Grinsen, die lockeren Sprüche – all das trat zurück. Jetzt war er Flügelmann. Jetzt ging es darum, Kal den Rücken freizuhalten.
Alles andere war irrelevant.

Der Raum vor ihm füllte sich wieder mit roten und grünen Laserspuren. Reyan atmete tief durch, fixierte sein Ziel und drückte ab.


Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12
 
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[Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Region Varnholt / Stadt Eirholt und die Fabrik ] Theranos Zesh & NPC´s - Kommandant der Leibwache Alric Thane, Kommandant der Blaue Legion Rethan Vaal und Blaue Legionäre.


„Noch zwei Minuten bis zur Landezone.“

Die Stimme des Piloten drang ruhig durch den Innenraum der Lambda-Fähre, routiniert, beinahe beiläufig, als spräche er von einem Punkt auf einer Navigationsliste und nicht von einem Ort, an dem gerade ein Kampf stattfand. Für Theranos markierten diese Worte den Übergang zwischen Verwaltung und Wirklichkeit.

Er erhob sich und trat in den schmalen Durchgang nahe der Kanzel. Durch eine seitliche Sichtöffnung fiel sein Blick hinaus auf die Formation, die sich neben ihnen spannte wie ein bewusst gesetztes Zeichen. Die Lambda hielt das Zentrum, während die verschiedenen LAAT-Transporter sie flankierten. Weiter vorne, etwas höher und schneller, zogen mehrere TIE/ln ihre Bahnen, nicht hastig, sondern aufmerksam, als würden sie den Raum bereits in Besitz nehmen, noch bevor der erste Stiefel den Boden berührte.

Theranos blickte nach unten.
Eirholt lag unter ihnen, eine Stadt aus Holz und Stein, gebaut für Arbeit, nicht für Eindruck. Rauch stieg aus Schornsteinen auf, vermischte sich mit dem feuchten Atem der Wälder, die sich jenseits der letzten Häuser verdichteten. Menschen waren stehen geblieben, hatten ihre Wege unterbrochen, blickten nach oben. Am Rand der Stadt konnte man die Anlage erkennen. Den forstindustriellen Komplex am Waldrand, dort, wo die Straße endete und der Wald fast schon undurchdringlich wirkte. Mehrere Hallen, Förderbänder, Schneidwerke, Kräne waren dort zu sehen.

Dann rissen Ihn die erste Blasterschüsse aus den Gedanken.
Grüne und Rote Salven zuckten zwischen den Gebäuden der Anlage auf, schnitten durch Rauch und Staub, gefolgt von einer dumpfen Detonation, die Holz splitternd in die Höhe schleuderte und den Boden kurz erzittern ließ. Offensichtlich bekämpfte das Sicherheitspersonal nach wie vor die Eindringlinge.


„Kontakt bestätigt“, meldete der Pilot ruhig.
„Mehrere kleine Gefechte innerhalb des Industriekomplexes.“

Die TIE-Jäger gingen tiefer und zogen in prüfenden Linien über das Gelände hinweg. Die Antwort kam sofort und ungeordnet, Blasterfeuer, das aus Fenstern und provisorischen Deckungen nach oben stach, mehr Trotz als Kontrolle.

„Gouverneur Zesh.“ Rethan Vaals Stimme legte sich ruhig über den Funkkanal, sachlich, frei von allem Überflüssigen.
„Wir gehen vor und schaffen Ihnen einen sicheren Weg zur Anlage. Ich empfehle, dass Sie vorerst auf dem Hügel westlich der Anlage landen und warten, bis die Blaue Legion die Anlage unter ihre Kontrolle gebracht hat."

Theranos ließ den Blick noch einen Moment draußen, nahm Rauch, Bewegung und Entfernung in sich auf, nicht aus Zögern, sondern aus jener Gewohnheit, die Verantwortung formt, bevor sie gesprochen wird.

„So verstanden Herr Vaal ich werde Ihrer Empfehlung nachkommen“, antwortete er schließlich. „Wir warten auf dem Hügel auf Ihre meldung.“

Die Lambda-Fähre löste sich aus der Formation und sank in einen kontrollierten Gleitflug ab. Die LAATs fächerten etwas auseinander und setzten rund um den Komplex der Anlage auf. Landebeine schlugen dumpf auf, Heckklappen klappten auf, und die ersten Trupps sprangen ab, suchten Deckung hinter Holzstapeln, Fahrzeugen und schweren Maschinen, die rund um die Anlage standen. Kurz darauf begannen sich die Einheiten vorzuarbeiten, Meter um Meter, gedeckt von präzisen Deckungsfeuer.
Blaster schlugen in Holz und Metall ein, rissen Splitter heraus, ließen Funken über den Boden tanzen.

Erst jetzt setzte die Lambda auf dem Hügel auf.
Theranos trat an die Rampe, als sie sich öffnete, und ließ den Blick über das Gelände gleiten. Von hier aus lag alles vor ihm: links die Stadt, geduckt und still, als halte sie den Atem an; rechts die Anlage, erfüllt von Rauch, Bewegung und dem harten Rhythmus eines Kampfes, der noch nicht entschieden war. Theranos begab sich einige Meter von der Fähre zum Rand des Hügels.

Auf ein kurzes zeichen, reichte Alric Thane, Theranos das elektronische Fernglas.
Was der Gouverneur sah, war kein ungestümer Vorstoß.
Die Blaue Legion bewegte sich in Abschnitten, band Feuer, öffnete Räume, drängte Widerstand zurück, ohne ihn frontal zu suchen. Wo Blasterfeuer aufflammte, war bereits jemand in Position, um es zu brechen oder zu umgehen. Verluste entstanden, wurden aufgenommen und kompensiert, ohne dass der Strom an Soldaten abbrach.
Dann explodierte eine Grante. Sie riss Metall nach außen, verbog Träger und schleuderte Splitter durch die Luft, während mehrere Legionäre von der Druckwelle erfasst und hart zurückgerissen wurden, bevor sie hinter einer Verladeplattform verschwand.

Theranos schnaubte. Er wusste, dass die Soldaten der Blauen Legion dafür ausgebildet waren, dennoch war er kein Freund davon, anderen einfach beim Sterben zuzusehen, ohne etwas zu unternehmen.

Nach kurzer Zeit war der größte Teil der Anlage gesichert. Nur noch ein Gebäude am Rand des Komplexes hielt noch stand und spuckte weiterhin Salven aus mehreren Fenstern auf das übriggebliebene Sicherheitspersonal und die Blaue Legion. Dort hatten sich die Angreifer verschanzt, ohne Rückzug, nur mit der Hoffnung, Zeit zu kaufen.


„Hauptstruktur ist gesichert, Gouverneur", meldete die Stimme von Rethan Vaals über das Com.
„Verbindung zum Fabriks-Inhaber wurde hergestellt, er ist leicht verletzt, aber nichts Ernstes. Die Kräfte des Feindes wurden stark dezimiert, soweit wir annehmen, werden Sie nicht mehr lange durchhalten.“

Theranos senkte das Fernglas und atmete langsam aus.

„Gut, der Verlust weiterer imperialer Leben ist nicht erwünscht Kommandant, wenn nötig pusten Sie diese Rebellen weg, sei es durch den Einsatz von Raketenwerfern oder der TIE/ln“, sagte er ruhig.
„Sichern Sie die Umgebung. Wir machen uns auf den Weg nach.“

“Zu Befehl, Herr Gouverneur”
sagte Kommandant Vaal und beendete die Übertragung.
Theranos machte kehrt und machte sich auf dem Weg zur Fähre um sich zur Fabrik zu begeben


[Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Region Varnholt / Stadt Eirholt und die Fabrik ] Theranos Zesh & NPC´s - Kommandant der Leibwache Alric Thane, Kommandant der Blaue Legion Rethan Vaal und Blaue Legionäre.
 
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[Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Region Varnholt / Stadt Eirholt und die Fabrik ] Theranos Zesh & NPC´s - Kommandant der Leibwache Alric Thane, Kommandant der Blaue Legion Rethan Vaal und Blaue Legionäre.


Der Boden der Lambda Fähre vibrierte kurz unter Theranos’ Füßen als diese sich vom Hügel löste und die Anlage langsam unter ihnen größer wurde.

Die Hallen lagen nun klar vor ihnen, kantige Baukörper aus Stahl und Beton, dazwischen Förderbänder, Kräne, Stapel von Rohholz und die breiten Schneidwerke, deren massive Formen eine eigentümliche Schwere ausstrahlten. Rauch hing noch immer über dem Komplex, als die Lambda-Fähre eine Schleife zog, um den besten Bereich zum Landen zu finden.

Theranos trat näher an eine Sichtöffnung, legte eine Hand gegen den Rahmen und ließ den Blick seitlich über das Gelände gleiten und nahm Bewegungen wahr. In diesem Moment schossen drei Projektile, offensichtlich von Soldaten der Blauen Legion, abgefeuert auf das letzte noch vom Feind gehaltene Gebäude am Rand des Komplexes zu. Nach einer Detonation an der Fassade brach diese in sich zusammen und ließ eine große Staubwolke zurück.

Noch bevor der Rauch sich richtig entfaltete, sah er ein grelles Aufleuchten, vermutlich ausgelöst von Detonatoren, die geworfen worden waren. Sofort danach stürmte die Legionäre in Ihren
Kampfanzügen in den Rauch. Nicht als chaotischer Schub, sondern in abgestimmten Bewegungen. Blasterfeuer flackerte kurz aus dem Inneren, brach aber nach ein paar Sekunden wieder ab. Als die Lambda-Fähre ihre Schleife beendete und tiefer ging, sah Theranos, wie zwei Gestalten von Legionären aus dem Gebäude gezerrt wurden, taumelnd, halb geblendet.

Dann setzte die Fähre auf.

Die Landung erfolgte auf einer freien Fläche zwischen den Hallen, geschützt von schweren Maschinen und Stapeln aus Holz, die nun weniger wie Arbeitsmaterial wirkten als wie zufällige Barrikaden. Die Rampe senkte sich mit einem gedämpften Zischen, und noch bevor sie den Boden berührte, hatten sich Legionäre in einem lockeren Halbkreis formiert, die Umgebung sichernd, nicht demonstrativ, sondern funktional.

Theranos schritt die Rampe hinab, dicht gefolgt von Alric und der
Leibwache. Der Geruch von Öl, verbranntem Holz und erhitztem Metall sofort in der Nase, die Luft noch schwer vom Nachhall der Explosionen. Er ließ den Blick kurz über das Gelände gleiten, nahm wahr, wie sich einzelne Trupps neu sortierten, Ausrüstung sicherten, Verletzte bargen oder Gefangene abführten. Dann löste sich eine Gestalt aus der Formation vor ihm.

Rethan Vaal trat einen Schritt vor, blieb in angemessenem Abstand stehen und salutierte knapp, eine Bewegung, die nicht auf Wirkung, sondern auf Gewohnheit beruhte. Neben ihm standen zwei weitere Männer, beide deutlich vom Kampf um die Fabrik gezeichnet. Der eine trug die Uniform der planetaren Sicherheitskräfte, ordentlich, aber mit Staub und Schmutz verschmiert, der Körperbau sportlich, die Haltung angespannt, als stünde er noch immer halb im Einsatz. Der andere war kräftiger, breiter in den Schultern, in einer etwas verschlissenen Arbeitsjacke, seine Hände waren vor der Brust verschränkt, die Finger unruhig, als hätten sie noch nicht ganz akzeptiert, dass der Kampf vorüber war.


„Hervorragende Arbeit, Kommandant“, sagte Theranos ruhig, während er Rethan Vaal Anerkennend zunickte.

Rethan senkte den Arm.
„Danke, Herr Gouverneur.“ Dann wandte er sich leicht zur Seite. „Darf ich vorstellen. Captain Jerek Solan, planetare Sicherheitskräfte Eirholt. Und Kellan Brorik, Leiter der Fabrikssicherheit."

Theranos musterte beide kurz, nicht prüfend, sondern aufmerksam. „Es tut mir leid, dass es zu dieser Situation gekommen ist“, sagte er schließlich. „Sobald uns der Notruf erreicht hat, sind wir ausgerückt.“

Kellan räusperte sich, nickte. „Wir wissen das zu schätzen, Herr Gouverneur. Dennoch…“ Er zögerte kurz, suchte nach den richtigen Worten. „Darf ich fragen, weshalb Sie persönlich hier sind?“

Theranos ließ ein leichtes, beinahe nachdenkliches Lächeln zu. „Berichten zufolge war der Angriff auf diese Anlage Befehl eines Mannes, der derzeit mehr als nur lokale Probleme verursacht. Robert Kern.“ Er machte eine kurze Pause, ließ den Namen wirken. „Da es sich beim Leiter der Fabrik um Verwandtschaft der verstorbenen Frau Robert Kern´s handelt, wollte ich mir selbst ein Bild machen.“

Jerek runzelte die Stirn. „Mit Verlaub, Gouverneur – unser Herr Fyörn hat keinerlei Verbindung zu Kern, im Gegenteil die beiden könnten sich nie leiden.“

„Das habe ich auch nicht angenommen“,
entgegnete Theranos beschwichtigend. „Im Gegenteil.“ Sein Blick ruhte einen Moment auf Solan. „Gerade deshalb interessiert es mich, ihn kennenzulernen. Und wenn ich schon hier bin, bietet sich die Gelegenheit, diese Region endlich selbst zu sehen. Die letzten Wochen ließen wenig Raum für solche Besuche.“

Rethan Vaal trat einen halben Schritt zurück, aktivierte seinen Comlink und gab Befehle zum Sichern des Geländes sowie zum Überprüfen jeder Struktur sowie zum Bereitmachen für den Abtransport der Gefangenen nach Blue One, dann blickte er zum Gouverneur. „Ein Teil der Einheiten bleibt vorab hier, bis die Ablöse der Planetaren-Sicherheitskräfte aus Eirholt eintrifft."

Theranos nickte. „Ich hätte gern eine vollständige Liste der Gefangenen Sobald wie möglich.“
„Wird veranlasst Euere Exzellenz.” antwortete Rethan.

Theranos wandte sich den beiden Herren der Fabrik zu.
“Nun gut, bringen Sie mich zum Leiter der Fabrik.”
Gemeinsam setzten sie sich in Bewegung, tiefer in den Komplex hinein. Sie passierten die Schneidwerke, deren massive Klingen nun stillstanden, die Förderbänder, auf denen noch Holzreste lagen, als hätte die Arbeit nur kurz pausiert und nicht brutal geendet. Überall Spuren des Gefechts, Einschläge, Brandstellen, hastig errichtete Deckungen.

Im Verwaltungsgebäude führte ein Aufzug nach oben. Die Türen schlossen sich leise, während sie an Höhe gewannen, das entfernte Echo von Befehlen und Schritten unter ihnen langsam verstummte. Als der Aufzug anhielt und sich die Türen öffneten, blieb Theranos einen Moment stehen, den Blick auf die Tür des Büros gerichtet, hinter der er hoffte, Antworten zu finden.


[Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Region Varnholt / Fabrik Fyörn Industries ] Theranos Zesh & NPC´s - Kommandant der Leibwache Alric Thane, Jerek Solan, Kellan Brorik.
 
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Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12

Die Situation war äußerst brenzlig. Verstärkung war im Anmarsch, aber aller Voraussicht nach nicht in der Position, rechtzeitig in das Gefecht einzugreifen, um das Trägerschiff noch zu retten. Gleichzeitig waren zu viele Feindjäger in der Gefechtszone, als dass die Bodentruppen vom Ton Falk evakuiert werden konnten. Die Epsilonstaffel tat zwar ihr möglichstes, aber das würde einfach nicht reichen. Jetzt war Schadensbegrenzung die Frage der Stunde und Kal brauchte nicht lange, um zu erkennen, was getan werden musste.

>>Blue-Three Leader, hier Beta 7. Wir machen einen letzten Durchflug durch die Cloakshapes und brechen dann aus, um Epsilonstaffel zu entsetzen. Ignorieren Sie die Korvetten, unser Laser sind nicht stark genug, um deren Deflektorschilde zu überwinden.<<

Noch während der Kuati diese Anweisung gab, tippte er eine Kursberechnung in seinen Navigationscomputer und sendete sie an Beta 8 bis 12.

>>Betastaffel, ihr habt es gehört. Wir bringen noch einmal Unordnung in die Cloakshapes und überlassen den Rest dann der Blauen Legion. Unser Ziel ist es, die zweite Jägerformation zu dezimieren.<<

Kal selbst gelang es lediglich, einen der Cloakshapes abzuschießen. Den Abschuss registrierte der Kuati dabei kaum, da er damit beschäftigt war, das Trägerschiff anzufunken.

>>Flugleitstand, hier Beta 7. Wir werden die Feindjäger so schnell ausdünnen, wie möglich. Ich empfehle Ihnen, eine Evakuierung des Trägerschiffs in die Wege zu leiten, bevor die Korvetten weiteren Schaden anrichten können.<<

Als Flight-Lieutenant, selbst wenn er informell der stellvertretende Staffelführer war, konnte Kal natürlich niemandem Anweisungen geben. So konnte er lediglich Empfehlungen aussprechen und musste darauf hoffen, dass seine Vorgesetzten die Weisheit in seinen Worten erkannten. Immerhin standen hunderte Menschenleben auf dem Spiel. Aufrichtige Imperiale Offiziere und Soldaten. Es wäre eine wahre Verschwendung, würden sie ihr Leben lassen müssen, weil ein Kommandant die ernste Gefahr nicht erkannte.

Als sie an dem Ton Falk vorbeiflogen, war bereits erkennbar, dass dessen Schildstärke spürbar nachgelassen hatte. Auch das Jägergefecht vor ihnen sah nicht besser aus. Epsilonstaffel hatte bereits Federn gelassen und der Feind schien in der Überzahl zu sein. Nun, das würden sie ändern müssen.


>>Also gut, Betastaffel. Formation auflösen unser Ziel sind die Cloakshapes vor uns. Gute Jagd.“

Gesagt, getan. Kaum hatte Kal den Befehl gegeben, brach die Hölle los. Die überlegenen TIE/ba kamen einer Springflut gleich gnadenlos über den Feind und wendeten das Blatt praktisch augenblicklich. Eine ganze Reihe von Explosionen beim ersten Anflug zeugte von ihren Abschüssen, von denen einer auf Kals Konto ging. Es war mehr als eindeutig, dass sie die besseren, leistungsfähigeren Maschinen und die besser ausgebildeten Piloten besaßen.

Am liebsten hätte
Kal der Epsilonstaffel empfohlen, sich zurückzuziehen. Jetzt aber war es wichtiger, den Feind so schnell wie möglich zu vernichten, als die eigenen Kräfte zu schonen. Also blieb er still und konzentrierte sich ganz aufs Fliegen. Es dauerte auch nicht lange, bis er einen weiteren Feind in einen Feuerball verwandelte. Leider war selbst jetzt noch die Feindjägeranzahl hoch und ein Blick auf den Sekundärschirm verriet dem Kuati, dass ihre Verstärkung noch ganze 7 Minuten entfernt war.

Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim
, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12
 
[Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Region Varnholt / Fabrik - Fyörn Industries ] Theranos Zesh & NPC´s - Kommandant der Leibwache Alric Thane, Jerek Solan, Kellan Brorik und Edrik Fyörn

Das Büro des Leiters der Fabrik war vielleicht nicht das größte, dennoch wurde jeder Winkel einem Zweck untergeordnet. Kein überflüssiger Zierrat, kein demonstrativer Prunk. Ein massiver Schreibtisch aus dunklem Holz dominierte den Raum, leicht schräg zum Fenster ausgerichtet, darauf ausgebreitete Pläne, Maßzeichnungen und mehrere Datenpads. An einer Seitenwand stand ein breiter, leicht geneigter Arbeitstisch, auf dem Skizzen lagen – Schnittmuster, Verkleidungen, Bauteile aus Holz, die nicht nach Brennmaterial aussahen, sondern nach Maßarbeit.

Zwei Legionäre der Blauen Legion standen nahe der Tür, ruhig, wachsam, ihre Helme unter dem Arm, während ein Sanitäter gerade die Schulter eines kräftigen Mannes verband, dessen Arbeitsjacke aufgerissen war und dunkle Flecken trug, wo sie den Schuss gestreift hatte. Ein Vertreter der planetaren Sicherheitskräfte stand etwas abseits neben dem Fensterrahmen und sprach leise mit einem Offizier, bis sich die Tür öffnete.

Theranos und Alric traten ein, dicht gefolgt von Jerek und Kellan.
Die Gespräche verstummten, die Legionäre richteten sich auf und salutierten. Auch die anderen Anwesenden erhoben sich. Der Mann mit der verbundenen Schulter hob den Blick. Ein kantiges Gesicht, von Wetter und Zeit gezeichnet, eine schlichte Brille, deren Rahmen schon bessere Tage gesehen hatte, ruhte auf seiner Nase.

Theranos zog die Handschuhe aus, ließ sie in einer Bewegung in seinem Mantel verschwinden und trat näher an den Schreibtisch.

„Seit gegrüßt, ich bin Gouverneur Theranos Zesh," Theranos nickte Edrik grüßend zu "...Herr Fyörn nehme ich an?“, sagte Theranos ruhig und sah sein Gegenüber freundlich an.

Edrik erhob sich ruhig und nickte bejahend.
„Edrik Fyörn“, antwortete er. „Leiter dieser Anlage.“

Der Sanitäter trat einen Schritt zurück, nickte knapp und verließ den Raum, ebenso wie zwei der Legionäre, die ihre Positionen draußen bezogen. Zurück blieb eine kleine, überschaubare Gruppe. Fyörn deutete auf zwei Stühle vor dem Schreibtisch.
„Bitte, nehmen Sie Platz. Ich fürchte, ich kann Ihnen gerade nichts anderes anbieten außer Wasser. Der Zeitpunkt ist…etwas ungünstig.“
Ein schwacher Anflug von Humor lag in seiner Stimme, brüchig, aber ehrlich.
Theranos und Alric setzten sich, während Jerek und Kellan an der Tür stehen blieben.

„Wasser genügt uns vollkommen.“ erwiderte Theranos.

“Ihr zwei” Edrik blickte zu Jerek und Kellan “seit so gut und seht nach der Fabrik ja” sagte er und untermalte seine Aussage, in dem er zur Tür nickte.

Am Anfang sah es aus, als wollte Kellan etwas erwidern, unterließ es dann doch und beide verließen Wortlos den Raum.
Nach knapp einer Minute kam ein Mitarbeiter der Fabrik und brachte schweigend einen Krug Wasser, stellte diesen sowie die Gläser ab und zog sich zurück. Für einen Augenblick saßen sie einfach da, tranken, das entfernte Geräusch von Stimmen und Schritten aus der Anlage drang gedämpft durch die Wände.


„Es freut mich, dass Ihre Einheiten so schnell hier waren“, begann Fyörn schließlich. „Auch wenn diese Rebellen leider vieles zerstört haben.“ Sein Blick glitt unwillkürlich zu der verbundenen Schulter, dann zurück zu Theranos. „Die Schäden… nun ja, es wird etwas dauern, bis die Fabrik wieder läuft.“

„Prefsbelt IV wird den Wiederaufbau und die Reparatur der Schäden finanzieren",
entgegnete Theranos ohne Zögern. „Darüber hinaus ist vorgesehen, diese Region stärker in die Planetare Wirtschaft einzubinden, sobald sich die Lage stabilisiert hat.“

Das anfängliche Grinsen in Fyörns Gesicht verflog und seine Augenbrauen zogen sich leicht zusammen.

„Es ferut mich sehr das Sie uns die Reperatur Finanzieren Herr Gouverneur...aber wie darf ich den Teil mit der Wirtschaft verstehen?“ fragte er langsam.

Theranos erkannte die Reaktion und hob beschwichtigend die Hand.

„Keine Sorge, der Ausbau der Wirtschaft wird in Abstimmung mit den bestehenden Strukturen und Firmen besprochen und man wird sich um eine Zusammenarbeit bemühen.“

Ein kaum merkliches Lächeln huschte über Fyörns Gesicht „Das freut mich zu hören.“

Es folgte eine kurze Stille, in der das Gesagte sich setzen konnte. Dann räusperte sich Fyörn.
„Wenn ich offen sein darf, Exzellenz… das Unterstützung kommt nachdem wir den Notruf abgesetzt haben, hatte ich gehofft. Aber Ihre persönliche Anwesenheit – kam doch sehr überraschend.“

Theranos lehnte sich leicht zurück und legte die Hände locker auf seine Oberschenkel.
„Der Angriff wurde mir gemeldet. Und im selben Atemzug fiel ein Name, der derzeit mehr als nur lokale Bedeutung hat.“ Er ließ eine kurze Pause. „Robert Kern.“
Ein Schatten huschte über Fyörns Gesicht, scharf, kurz.
„Ich bin nicht hier, weil ich Ihnen eine Verbindung unterstelle“, fuhr Theranos ruhig fort. „Im Gegenteil. Gerade weil mir bekannt ist, dass Sie und Kern ihre Differenzen hatten, wollte ich selbst hören, was geschehen ist.“

Fyörn atmete aus und wirkte etwas verlegen.

„Dann will ich es Ihnen erzählen.“

Er erzählte ruhig, ohne Übertreibung. Von dem Mann, der am Vortag erschienen war, von der Forderung nach einer „familiären Unterstützung“ in Form von Credits im Namen von Robert Kern. Von seiner Ablehnung und vom Hinauswerfen des Boten.
Offensichtlich war es ihm unangenehm, die Situation unterschätzt zu haben.

„Ich war Naive zu glauben das es damit vorbei war” ein hauch von Bitterkeit machte sich auf seinem Gesicht breit. Theranos verstand den Mann vor Ihm, so ähnlich hatte er sich gefühlt als Blue One von Robert Kern angegriffen wurde und er nicht damit gerechnet hatte.

“Und Heute kam er mit dieser ganzen Bande im Schlepptau zurück“, sagte er leise. “Ich habe sofort den Notruf abgesetzt und die planetaren Sicherheitskräfte waren auch schnell hier aber….“ Seine Stimme stockte einen Moment.
„Es waren einfach zu viele…und einer meiner Leute hatte die Hand an seinen Blaster gelegt, als mir gedroht wurde. Da hat ihn einer dieser Bastarde sofort umgelegt und den Rest...den kenn Sie ja”

Eine paar Herzschläge herrschte Stille bis sich Alric zu Wort meldete.

„Haben Sie eine Vermutung, woher sie kamen?“ fragte er schließlich.

Fyörn zögerte.

„Nicht Unbedingt aber…“ Er kratzte sich kurz am Kinn und überlegte. „Einige trugen Kleidung und Ausrüstung, wie man sie eher außerhalb der Wälder sieht, mehr so im Osten in Richtung der Steppen und Wüsten. Auch ihre Fahrzeuge mit dehnen Sie hier aufgekreuzt sind… sind nicht für diese Gegend und unsere Witterungen gemacht.“

Theranos schwieg. Sein Blick glitt über die Pläne auf dem Tisch und dann zum Fenster, während er nachdachte. Theranos erinnerte sich, dass es weit im Osten des Planeten eine größere Steppe mit angrenzender Wüste gab. Dort hatte es einst viele Minen gegeben, die aber vor Jahren von der Planetaren Regierung geschlossen wurden.

Da keimte in Theranos ein Verdacht.
"Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit“, sagte er schließlich. „Diese Informationen werden nicht unbeachtet bleiben. Bis die Umgebung gesichert ist und Ihr Sicherheitspersonal wieder aufgestockt ist, lassen wir Ihnen ein paar Männer hier.“
Theranos erhob sich und reichte Fyörn die Hand.
„Ich hoffe, wir sehen uns unter besseren Umständen wieder. Vielleicht bei einem Besuch in Blue One. Einige Holzvertäfelungen dort könnten eine Erneuerung vertragen.“

Fyörn blickte kurz auf die ihm dargebotene Hand, bevor er den Händedruck mit einem leichten lächeln erwiderte.
„Das würde mich freuen.”

Als Theranos den Raum verließ und zurück zur Lambda-Fähre ging, begleitete ihn die leise, aber beharrliche Vermutung, dass sich langsam ein Bild zu formen begann. Spätestens nach den Verhörungen würde er wissen.

Und wenn Theranos recht hatte, würde Robert Kern nicht mehr lange Raum zum Atmen haben.


[Äußerer Rand / Prefsbelt-Sektor / Prefsbelt IV / Region Varnholt / Fabrik - Fyörn Industries ] Theranos Zesh & NPC´s - Kommandant der Leibwache Alric Thane, Jerek Solan, Kellan Brorik und Edrik Fyörn
 
Prefsbelt IV | niedriger Orbit, in Sichweite der Zollsltation Beta-03 | Veran Koss & NPC´s


Veran Koss stand im schmalen Gang hinter dem Cockpit, die Hände locker hinter dem Rücken verschränkt, während jenseits der Frontscheibe die die Zollstation Beta-03 wie ein regloser Schatten im Raum hing. Um ihn herum hielten die Transporter gefüllt mit Soldaten der Planetaren Sicherheit und der Blauen Legion Position, ihre dunklen Silhouetten ruhig, beinahe trügerisch friedlich wenn man bedachte das nicht weit von Ihnen entfernt um die Zollstation gekämpft wurde.

Der offene Funkkanal der Jäger lief leise mit. Kein Stimmengewirr, keine überflüssiges gequatschte sondern nur kurze, präzise Durchgaben von Meldungen und Befehlen unterbrochen vom charakteristischen Knacken gestörter Übertragungen. Es war die Art von Geräuschkulisse, die nichts erklärte und dennoch alles verriet.

Veran Koss löste sich vom Gang und trat an eine der seitlichen Holoanzeigen. Die Darstellung des Gefechts lag in Schichten übereinander, Jäger, Korvetten, Bewegungsvektoren, alles in gedämpften Farben gehalten, damit niemand vergaß, dass hinter jedem Signal mehr steckte als ein Symbol.

Für einige Sekunden blieb alles normal, zumindest in jener trügerischen Art von Stabilität, die entsteht, wenn es keinen Verlust gab.
Dann erlosch ein weiteres Positionssignal am Rand der Projektion, einfach verschwunden, als hätte es nie existiert.


Koss’ Kiefer spannte sich unmerklich.
„Verdammt“, sagte er leise.

Er wusste, was es bedeutete. Nicht nur den Verlust einer Maschine, sondern auch eines weiteren imperialen Lebens. Allein die schlichte Tatsache, dass er hier stand, sah, verstand – und nichts tun konnte lies ihn innerlich verzweifeln. Jahrelang war er selbst am im aktiven Dienstgewesen hatte Schlachten geschlagen, Feinde zermalmt und Kameraden verloren doch immer hatte er sich beteiligen können. Das er einfach nur hier stehen konnte und es keine Möglichkeit für Ihn gab zu helfen lies ihn sich Machtlos fühlen.
Denn keine Entscheidung, die er jetzt treffen würde, würde einen Jäger zurückbringen oder den Piloten helfen. Alles, was blieb, war Schadensbegrenzung, auch wenn das Wort selbst ihm in diesem Moment unerquicklich vorkam.

Sein Blick wanderte kurz über die Anzeigen der eigenen Transporter. Zu unbeweglich. Zu verwundbar, sollten sich die Korvetten oder Cloakshapes neu ausrichten und den Fokus verschieben. Die Wahrscheinlichkeit, selbst als Ziel auserkoren zu werden, wuchs mit jeder Minute – und damit die Gefahr, dass sich die imperialen Jäger weiter aufsplitten müssten, um einen zweiten Brennpunkt abzusichern. Somit war die einzige Unterstützung die Legat Veran Koss bieten konnte sich am besten weiter vom Kampf zu entfernen.

Koss’ Blick glitt kurz zur Oberfläche des Planeten, der unter ihnen in gleichmäßigen Mustern vorbeizog, ruhig, ungerührt, als wüsste er nichts von dem, was über ihm ausgefochten wurde.

Er ließ den Blick einen Moment auf dem Planeten ruhen, dann ging er zurück ins Cockpit und aktivierte den direkten Kanal.

„Flight Lieutenant Andrim, Beta 7, hier Legat Veran Koss hören sich mich“, begann er ruhig. „Ich ziehe mich mit den Transportern zurück. Wir können von hier aus nichts ausrichten.“
„Sollte sich die Lage weiter verschärfen und die Verluste zu hoch werden, ordne ich den Rückzug an.“

Dies war mehr als bitte den als Befehl gemeint und er nahm an Kal Andrim wusste das.
Es folgte eine minimale Pause.

„Halten Sie die Ohren Steif!“

Er ließ den Kanal offen, nur für einen Herzschlag, dann schloss er ihn wieder. Nicht aus Ungeduld, sondern weil er wusste, dass seine Worte angekommen waren. Er wusste wie es war im Gefecht mit Floskeln beworfen zu werden und wie ermüdend das sein konnte und er hoffte Kal Andrim hatte verstanden das er einfach ein Mann der tat und kein Mann der Worte war.
Koss wandte sich zu den Piloten.

„Navigation“, sagte er ruhig. „Kurs auf Blue One und geben sie es weiter alle Transporter sofort wieder zurück nach Blue One.“

Hinter ihnen blieb die Zollstation Beta-03 zurück – stumm, schwer, weiterhin umkämpft. Ein Körper aus Metall und Struktur, der seinen Preis forderte, unabhängig davon, wer ihn zahlte.


Prefsbelt IV | niedriger Orbit, in Sichweite der Zollsltation Beta-03 auf dem Weg nach Blue One | Veran Koss & NPC´s
 
Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12
Die aktuelle Lage ließ sich nicht mehr schönreden.
Verstärkung war unterwegs, aber zu weit entfernt, um rechtzeitig einzugreifen. Das Trägerschiff Ton Falk hatte bereits Schaden genommen, seine Schilde waren sichtbar geschwächt, und vor ihnen kämpfte die Epsilonstaffel gegen eine Überzahl, die sich nicht einfach nur durch Können ausgleichen ließ.

Als der Befehl von Kal kam, die Formation aufzulösen und sich auf die Clockshapes zu stürzen, war Reyan nicht überrascht und auf Kal´s
"Gute Jagd." antwortete Vex mit einer Rolle seitwärts in seinem seinem TIE/ba und einem motiviertem "Los gehts".

Die Ordnung der Staffel zerfiel, bewusst, gezielt, und brach wie eine Welle über Ihre Gegner herein. Die Cloakshapes waren nicht auf einen so, aggressiven Durchbruch vorbereitet gewesen. Die TIE/ba der Betastaffel stießen in sie hinein, schnitten Linien durch ihre Formation, zwangen sie zum Ausweichen, zum Reagieren, zum Improvisieren. Explosionen flammten nacheinander auf auf.

Ein Cloakshape löste sich links von ihm aus der Formation, sein Kurs wirkte unsauber, als kämpfe der Pilot selbst mit den überlagerten Sensorbildern. Reyan passte seinen Anflug an und wartete, bis sich der Jäger für den Bruchteil einer Sekunde in eine saubere Linie zwang um in dann mit einer Salve aus seins TIE/ba zu überziehen. Die Laser trafen präzise und rissen den feindliche Jäger ihn auseinander, noch bevor der Pilot den Fehler korrigieren konnte. Vex konnte nicht anders als sich zu freuen"Haha die Beta-Staffel macht euch den Gar aus haha"
rief er, sich selbst motivieren.

Reyan zog hoch, schwenkte zur Seite und suchte den Raum nach Kal Andrim ab. Sein Rottenführer & Flügelmann war tief im Gefecht, koordinierte, analysierte und Kämpfe – und genau dort lag auch Reyans Platz. Auch wenn der Befehl gegeben war die Formation aufzulösen wollte Vex sich immer wieder an der Position von Kal orientieren. Immerhin war Kal für Reyan eine Mischung aus Vorbild, Kamerad und Rivale auch wenn Vex das niemals offen zugeben würde, dann müsste er ja zugeben das jemand besser war als er.


Aber langsam wurden die Angriffe der Cloackshapes unkoordinierter, weniger zielgerichtet. Sie verloren Struktur – genau das, was Kal hatte erzwingen wollen.
Doch trotz aller Abschüsse blieb die Überzahl spürbar und so Kämpfe Vex verbissen weiter, immer wieder seinen Rottenführer im Blick und die Finger am Abzug.


Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12
 
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Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12

Eine Kommnachricht erreichte Kal. Legat Veran Koss hatte entgegen seiner ausdrücklichen Empfehlung noch nicht das Kampfgebiet verlassen. Verdammter Politiker, hier war weder die richtige Zeit noch der richtige Ort, dass Zivilisten sich in das Geschehen einmischten.

>>Bestätige, Legat.<<

Die Stimme des Kuati war kontrolliert und bar jeder Emotion. Kal hatte gerade einfach keine Zeit, die Worte von Veran Koss irgendwie zu bewerten. Stattdessen teilte sich seine Aufmerksamkeit zwischen den Sensoranzeigen auf seinem Radarschirm und den Kontrollen des TIE/ba. Er musste einen Überblick über die Schlacht behalten und gleichzeitig ein aktiver Teilnehmer daran bleiben, ohne abgeschossen zu werden.

Das war keine leichte und für den Kuati noch neue Aufgabe. Doch er meisterte sie mit Bravur, wie der Cloakshape vor ihm bewies, der unter zwei gezielten Salven aus den Laserkanonen seines TIE/ba in einem Feuerball verging.
Kal schaffte es gerade so, der Feuerkugel zu entgehen. Hätte sie eine größere Gefahr für ihn dargestellt? Keineswegs. Doch sie hätte an der verbliebenen Schildkapazität seines Raumjägers gefressen und er konnte es sich aktuell einfach nicht leisten, auch nur ein Quäntchen Energie zu verschwenden.

Ein Seitenblick auf den Sensorschirm verriet
Kal, dass die Betastaffel und da allen voran sein Flügelmann Reyan Vexler gute Arbeit leistete. Nicht nur war die Feindformation ordentlich dezimiert worden, außerdem war keiner der TIE/ba abgeschossen worden oder hatte einen Schaden gemeldet. Den Staffeln Epsilon und Blue-Three ging es leider nicht so gut. Sie beide hatten etwa ein Viertel ihrer Kampfkraft eingebüßt. Doch was nützte das alles, wenn ihnen die Feuerkraft fehlte, um die Korvetten oder die Zollstation auszuschalten?

Schließlich geschah, was
Kal schon vor Minuten befürchtet hatte. Der Heckschild des Trägerschiffs versagte und Turbolasersalven begannen, sich in dessen Antriebssektion zu fressen. Es folgten einige Explosionen, bevor sich der Schild wieder notdürftig aufbauten und das Schiff verlor erheblich an Geschwindigkeit. Der Kuati schnalzte ungehalten mit der Zunge. Ihnen lief buchstäblich die Zeit davon und selbst wenn Captain Sunstrider und zwei, drei Andere Gruppen an Verstärkung jetzt endlich auftauchen sollten, wäre es für das Trägerschiff vielleicht zu spät.

>>Flugleitstand, ich empfehle sofortigen Start der Landefähren. Ihnen läuft die Zeit davon!<<

Kaum hatte Kal diese Worte ausgesprochen, schob sich irgend etwas vor die Sonne Prefsbelt IVs und tauchte das Schlachtfeld in eine Dunkelheit, die den Kuati verwundert blinzeln ließ.

Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim
, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12
 
Prefsbelt-Sektor | Hyperraum nahe Prefsbelt IV System | Brücke der Huntress | Captain Thade Skywalker, Thades Führungsoffiziere (NSCs)

Die Hyperraumreise nach Prefsbelt IV war überaus entspannt verlaufen. Die Reparaturen an der Huntress schienen alle technischen Probleme, die sie im Koornachtsternenhaufen entdeckt hatten, behoben zu haben. Das stimmte Thade zufrieden. Die Huntress war ein gutes Schiff, dass wusste der Chiss genau. Doch auch das beste Schiff taugte nichts, wenn es nicht in Stand gehalten wurde. Jetzt aber würde er nötigenfalls ihre volle Schlagkraft gegen die Feinde des Imperiums wenden können. Nicht, dass seine Mannschaft oder irgend jemand sonst an Bord erwartete, um Prefsbelt IV in ernsthafte Gefechte verwickelt zu werden. Ihr Freundschaftsbesuch war doch eher symbolischer Natur. Die unfreundliche Erinnerung der Admiralität, welchen Stellenwert der Werftbau vor Ort für die Raumflotte hatte.

Andererseits war dieser Besuch als Überraschung für
Gouverneur Theranos Zesh geplant worden. Thade hatte selbst zwar nicht allzu viel für diese politischen und keineswegs militärischen Ränkespiele übrig, aber er war gerne bereit, sich als Dejarikfigur benutzen zu lassen, so lange das seiner eigenen Karriere diente. Entsprechend würden sie keinen der kommerziellen oder auch nur üblichen militärischen Hyperraumaustrittspunkte verwenden und sich stattdessen vom Masseschatten des Planeten selbst aus dem Hyperraum ziehen lassen. Ein gewissermaßen riskantes Manöver und in Friedenszeiten auch nicht so ganz legal. Allerdings befand sich das Imperium im Krieg und das gab dem Chiss einen gewissen Handlungsspielraum, was derlei Aktionen betraf. Außerdem war dies die perfekte Gelegenheit, die Koordination der Eingreifgruppe Huntress zu testen, ohne dies unter Gefechtsbedingungen tun zu müssen.

„Austritt aus dem Hyperraum in 3...2...1...Austritt!“

Der erste Offizier Lieutenant Commander Murbau stand an der Navigationsstation, um das Manöver zu überwachen und zählte entsprechend runter bis zum Austritt. Thade selbst stand wie üblich am zentralen Holotisch der Kommandobrücke der Huntress. Neben sich hatte er Colonel Corrend. Der Geschwaderkommandant ihres Raumjägerkontingents würde erst einmal nicht viel zu tun haben und war daher seiner Station ferngeblieben. Beide Führungsoffiziere beobachteteten Aufmekrsam, wie sich der Holotisch mit Sensordaten füllte, so schnell die Computer der Huntress sie verarbeiten konnten. Eine erstaunlich hohe Anzahl an Transpondersignalen war schnell zu sehen.

„Wir sind im Zielbereich mit einer Abweichung von 1.500 Metern gelandet, Die Abweichung der Pursuer scheint nur 180 Meter über dem kalkulierten Toleranzbereich zu liegen. Kommunikation: Richten Sie der Commander Kentob und der Commander Eveleg meinen Glückwunsch für die gute Arbeit ihrer Navigatoren aus und stellen uns dann bei der Raumkontrolle des Planeten vor. Unser plötzliches Auftauchen wird einige Alarmsirenen ausgelöst haben.“

Thade wäre nicht überrascht, wenn ein schläfriger Offizier seinen Kaf über seine Konsole verschüttet hatte, als sie den Hyperraum verlassen hatten. Kaum hatte er seine Befehle aber ausgesprochen, war eine Explosion vor dem Sichtfenster der Brücke der Huntress zu sehen.

„Was zum?!“

Wie aufs Stichwort gab Lieutenant Commander Murbau mal wieder einen vollkommen unnötigen wie unqualifizierten Kommentar ab. Der Mann schien einfach lernresistent zu sein.

„Behalten sie Die Ruhe, Nummer 1. Befehl an die Einsatzgruppe, Gefechtsbereitschaft herzustellen. Colonel Corrend, Alarmstart für das gesamte Geschwader. Stellen Sie Raumüberlegenheit um uns herum her, bis wir wissen, was hier los ist.“

Der Flutleitoffizier bestätigte den Befehl und eilte zu seiner Station, während er bereits in sein Headset sprach und auf der ganzen Brücke brach geschäftiges Chaos aus, um das Schiff gefechtsbereit zu machen. Währenddessen rasten die rot glühenden Augen des Chiss über die Sensordaten, die sich vor ihm immer mehr aufbauten und ein paar Abfragen an seiner Konsole zeichneten ein klares Bild. Sie schienen direkt am Rand eines laufenden Gefechts den Hyperraum verlassen zu haben. Aus ihm unerfindlichen Gründen griffen lokale Zolleinheiten ein Trägerschiff der Imperialen Raumflotte an. Die Lage auf Presbelt IV schien also erheblich schlimmer als berichtet zu sein, doch für Analysen war später Zeit. Jetzt musste Thade erst einmal wieder die Ordnung im Imperium wiederherstellen.

„Kommunikation, geben Sie mir einen offenen Kanal auf allen zivilen wie militärischen Frequenzen.“

Thade setzte sein eigenes Headset auf und begann umgehend zu sprechen, nachdem Lieutenant Farmel an der Kommunikationsstation ihr Bereitschaftszeichen gegeben hatte.

>>Hier spricht Captain Thade Skywalker an Bord des Kreuzers ihrer Majestät Huntress. Im Namen des Imperiums, stellen Sie die Kampfhandlungen sofort ein. Jede Zuwiderhandlung meines Befehls wird mit tödlicher Gewalt beantwortet werden. Dies ist Ihre erste und einzige Warnung.<<

Seine Stimme war analytisch und kühl. Der Chiss erhob nicht die Stimme oder legte gesteigerten emotionalen Nachdruck in den Ton. Das sah Thade schlicht nicht als notwendig an. Sollte er zu einer schärferen Klinge greifen müssen, würde diese nicht rhetorischer Art sein sondern aus Turbolaserfeuer bestehen. Unterdessen strömten nicht weniger als drei Staffeln TIE/in aus den Bäuchen der drei Arquitens 546 Kreuzer. Die Sternenflügler und Bomber würden ihnen bald ins All folgen.

„Sir, wir erhalten einen Notruf von dem Trägerschiff, sie behaupten von Piraten angegriffen zu werden. Unbekannte Kräfte hätten angeblich die Zollkorvetten und eine Zollstation gekapert und würden versuchen, sie zu zerstören.“

Lieutenant Farmels stimme klang alarmiert, doch sie blieb professionell und behielt ihre Emotionen unter Kontrolle. Lieutenant Commander Murbau könnte von der jungen Frau wahrlich so einiges lernen. - Diese Nachricht erklärte, warum sich die Sicherheitskräfte des Planeten so merkwürdig verhielten, doch wie weit ging diese Unterwanderung der lokalen Regierung und stimmte das überhaupt? Wie auch immer, Thade hatte keine Zeit zu zögern, wie weitere Explosionen auf der Hülle des Trägerschiffs verrieten.

„Kommunikation, überprüfen Sie die Sicherheitscodes des Kommandanten des Trägerschiffs. Navigation, bringen Sie uns mit Höchstgeschwindigkeit zwischen das Trägerschiff und seine Angreifer. Nummer 1, Hawke und Pursuer sollen zu uns aufschließen und uns folgen.“

Lieutenant Commander Murbau protestierte sofort.

„Sir, wir werden dem Turbolaserfeuer der Raumstation und dieser Korvetten nicht lange standhalten können.“

Damit hatte der Mann nicht Unrecht, doch Thade hatte keineswegs vor, sich vom Feind zu Klump schießen zu lassen.

„Wir werden es erheblich länger tun können als das Trägerschiff.“

Der erste Offizier zuckte unter dem ruhig gesprochenen Verweis zusammen und erwiderte nichts. Während Thade die Sensordaten beobachtete, beschleunigte die Huntress plötzlich auf 80 MGLT. Eine Geschwindigkeit, wie sie selbst die meisten erheblich kleinere Korvetten kaum erreichen konnten. Weder die Zollkorvetten, noch die Raumstation des Zolls stellten unterdessen das Feuer ein. Auch das Raumjägergefecht kühlte nicht ab.

Colonel Corrend, unsere Abfangjäger sollen alle CloakShape Sternenjäger vernichten. Ich will keine Überlebenden. Die Sternenflügler sollen sich bereit halten, mit ihren Ionenkanonen die Korvetten auszuschalten, sobald wir ihre Deflektorschilde zunichte gemacht haben. Halten Sie die Bomber in Bereitschaft. Sollte jemand versuchen, in den Hyperraum zu kommen, haben Sie meine Erlaubnis sie mit Raketenbeschuss und Bombenabwürfen zu vernichten.“

Der Flugleitoffizier bestätigte die Befehle und machte sich daran, sie in die Tat umzusetzen. Fast augenblicklich stoben die drei Staffeln TIE/in voran, während sich die Sternenflügler und Scimitarbomber gemächlicher im Schatten ihrer Mutterschiffe Position brachten.

„Sir, ich konnte die Sicherheitscodes bestätigen. Der Kommandant des Trägerschiffs bittet erneut um sofortige Hilfe. Die Zollkorvetten halten weiter Funkstille“

Und sie feuerten genauso wie die Raumstation unter ihnen weiter. Thade atmete einmal tief durch. Er hatte sie gewarnt und jetzt würden sie die Konsequenzen tragen. Mit ein paar Eingaben an seiner Konsole wies er den drei Kreuzern unter seinem Kommando ihre Ziele zu. Jeder der Kreuzer sollte eine der drei Korvetten angreifen. Die Station würden sie erst einmal in Ruhe lassen.

„Kommunikation, Meldung an Hawke und Pursuer. Turbolaserfeuer auf mein Kommando eröffnen. Schaden an den Korvetten ist ausdrücklich genehmigt. Das Feuer erst einstellen, wenn ihre Schilde kollabiert sind. Den Rest übernehmen unsere Sternenflügler. 3...2...1...Feuer!“

Ganze Ströme grünen Turbolaserfeuers begannen von Thades Eingreifgruppe auszugehen und auf die Zollkorvetten einzuprasseln, als die drei Arquitens 456 Kreuzer hinter dem Trägerschiff absanken, um den Feind zu stellen. Sofort versuchten er sich in Ausweichmanövern, doch es gab kein Entkommen. Die Zollschiffe waren einfach nicht für den Raumkampf mit den unerbittlichen Tötungsmaschinen der imperialen Raumflotte geschaffen.

Prefsbelt-Sektor | Prefsbelt IV System | niedriger Orbit, nahe der Zollstation Beta-03 | Brücke der Huntress | Captain Thade Skywalker, Thades Führungsoffiziere (NSCs)

Huntress: Hülle: 97 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Hawke: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Pursuer: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
 
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Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12


Auf seinem Sensorschirm erschien plötzlich ein neues Objekt, Vex drehte bei und konnte seinen Augen nicht trauen und blinzelte mehr aus Relfex denn aus Notwendigkeit.
Nach dem er begriffen hatte was er da vor sich hatte wandelte sich die anfängliche Verwirrung schnell in Freude um und Vex stieß eine freundschrei aus.
"JA haha, ein Hoch auf das Imperium, jetzt wird diesen Piraten das letzte bisschen Hoffnung vergehen".

Sein Herz schlug schneller und das Adrenalin durchfuhr seine Adern und er konnte sich das grinsen nicht mehr aus dem Gesicht wischen. Mit dem wissen das Sie auf Jedenfall gewinnen würden stürzte er sich mit noch mehr Elan in den Kampf.

Wie aus dem nichts waren einfach drei Kreuzer der Arquitens 546 Klasse aus dem Hüperraum gesprungen und würden nun kurzen Prozess mit den Piraten machen.
Die Cloakshapes reagierten fast augenblicklich auf das neue Kräfteverhältnis. Ihre Bewegungen verloren die letzte Aggressivität, wurden hektischer, suchender, als versuchten sie, sich neu zu orientieren.

Ein Cloakshape versuchte, sich abzusetzen, weg vom Zentrum des Gefechts, weg von den neuen Kontakten. Reyan blieb dran, hielt den Jäger unter Druck und ließ sich nicht abschütteln. Als ein beschädigter Feindjäger seine Flugbahn kreuzte, wich Vex mit einer kurzen Rolle aus, brachte seinen TIE/ba wieder in Position und feuerte. Auch wenn der Cloakshape versuche wie wild auszuweichen schaffte er nicht Vex zu entkommen und ging schlussendlich in einem Feuerball auf.

Danach suchte er wieder Flight Lieutenant Kal Andrim. Nachdem er ihn nach kurzer Suche ausfindig gemacht hatte, flog Vex in dessen Richtung um sich in seiner nähe zu Positionieren und auf Befehle zu warten. Währenddessen beobachtete wie die Zollkorvetten von den leichte Kreuzern beschossen wurden.


Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12
 
Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12

Es war geradezu erschreckend, wie schnell sich das Blatt gewendet hatte. Eben noch hatten sie mit allen Mitteln um das Überleben des Ton Falks gekämpft Und kaum vier Minuten nach der Ankunft der unverhofften Verstärkung befanden sich die Piraten in einem verzweifelten Rückzugsgefecht, ohne auch nur einen Ausweg zu können.


>>Beta und Blue-Three Staffeln, hier Beta 7. Ziehen Sie sich zum Trägerschiff zurück und überlassen der Huntress und ihren Jägern den Rest. Sie haben Captain Skywalker gehört und ich will niemanden durch Eigenbeschuss verlieren.<<

Kurz darauf erreichte
Captain Sunstrider endlich das Gefechtsgebiet. Kal gestattete sich erleichtert durchzuatmen, auch wenn die Lage noch lange nicht unter Kontrolle war. Als die Staffelführerin das Kommando wieder übernahm, fühlte der Kuati, wie eine große Last von seinen Schultern abfiel. Er hatte sein bestes gegeben und keinen Piloten aus der Betastaffel verloren, während sie dem Feind erheblichen Schaden zugefügt hatten. Das würde sich mehr als gut in der Nachbesprechung und Kals Dienstakte machen und der Gedanke zauberte ein zufriedenes Lächeln auf das Gesicht des Kuati.

Kal war aber nicht so vermessen, zu glauben, dass das allein sein Verdienst gewesen war. Also öffnete er einen Kanal zu seinen beiden Flügelmännern, um sie zu belobigen.

>>Gute Arbeit heute Beta 8 und 9. Beim nächsten Landgang geht das erste Bier auf mich.<<

Der Kuati glaubte zwar nicht unbedingt daran, dass er auch Zeit dafür haben würde. So wie er Captain Sunstrider und Colonel Rorsam kannte, würde er wieder mit so vielen Verwaltungsaufgaben überhäuft werden, dass er für derlei keine Zeit haben würde. Aber manchmal zählte einfach nur der Gedanke.

Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim
, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12
 
Prefsbelt-Sektor | Prefsbelt IV System | niedriger Orbit, nahe der Zollstation Beta-03 | Brücke der Huntress | Captain Thade Skywalker, Thades Führungsoffiziere (NSCs)

Das schwere Turbolaserfeuer von Thades Eingreiftruppe brauchte nicht lange, um die Deflektorschilder der Zollkorvetten zu überwinden. Ihren Befehlen gemäß gaben die Sternenflügler den Feindschiffen dann den Rest. Energielos trudelten die Korvetten in ihren zuletzt eingeschlagenen Vektoren davon. Natürlich würde es nicht allzu lange dauern, bis sie wieder Energie haben würden.

Major Shehen, schicken Sie Entermannschaften aus, um die Korvetten sicherzustellen. Ich will einige Überlebende für spätere Befragungen, aber der Feind muss nicht mit Samthandschuhen angefasst werden.“

Thades Kommandant des Flottenregiments an Bord seiner Schiffe bestätigte den Befehl und sprach in sein Headset, um die entsprechenden Befehle zu geben, während Thade sich schon um die nächsten Dinge kümmerte. Lieutenant Commander Murbau war an seine Seite getreten, um mit ihm zusammen die eingehenden Sensordaten auszulesen. Das Jägergefecht war in den letzten Zügen, ihre Abfangjäger hatten die CloakShapes schnell überwinden können und keinen einzigen Verlust erlitten.

„Kommunikation, stellen Sie eine Leitung zur planetaren Regierung her. Ich will erfahren, was hier los ist. Und wenn uns dort niemand antworten will, stellen Sie mir eine Verbindung zum Hauptquartier der Systemverteidigungsstreitkräfte her.“

Diese Zollstation feuerte unaufhörlich weiter, auch wenn die Deflektoschilde der leichten Kreuzer dem Feindfeuer standhielten und das Trägerschiff zuverlässig abschirmten. Doch ohne mehr zu erfahren, wollte Thade das Gefecht nicht zu seinem logischen nächsten Schritt führen. Es war eine Sache, ein paar Zollschiffe im Orbit eines Planeten unschädlich zu machen, die auf ein Trägerschiff schossen. Es war ganz etwas anderes, ohne Absprache mit den lokalen Behörden in die obere Atmosphäre eines Planeten einzudringen und eine Raumstation zu kapern oder zu zerstören. Selbst wenn sie auf Thades Schiffe feuerte.

Bisher wussten sie außerdem nicht, wie weit verbreitet dieser...Aufstand(?) war. Diese Zollstation war vergleichsweise leicht bewaffnet. Wenn sich die Probleme jedoch auf Teile der bodengestützten Orbitalverteidigung erstreckte, dann würde sich
Thade ganz sicher nicht auf ein Gefecht in der oberen Atmosphäre einlassen sondern lieber den Rückzug antreten und das Regionalkommando informieren. Prefsbelt IV war eine ziemlich gut entwickelte Industriewelt. Eine Befriedung auch nur von Teilen des Planeten würde erheblich mehr Bodentruppen benötigen als der Chiss zur Verfügung hatte und entsprechend war er auf die Kooperation lokaler Kräfte angewiesen, sofern sie denn überhaupt noch treu dem Imperium gegenüber waren.

„Kommandant, ich habe eine Verbindung zu einem Vertreter der Regierung herstellen können, ein Legat Veran Koss ist auf Leitung zwei.“

Thade nickte die Information seiner Kommunikationsoffizierin knapp ab.

„Danke Lieutenant.“

Da Thade sein Headset nicht abgenommen hatte, musste der Chiss auf seiner Konsole am Holotisch lediglich in den Kommunikationsmodus versetzen und auf Leitung 2 schalten. Unmittel darauf erschien ein Menschenmann in einer Verwalteruniform auf seinem Schirm. Sein Rangabzeichen wies ihn als Legaten aus und der Mann wirkte gelinde gesagt ein wenig angespannt, was gemessen an der aktuellen Situation auch kaum verwunderte.

„Guten Tag, Legat Koss. Sehr erfreut. Mein Name ist Captain Thade Skywalker. Wir waren in der Nachbarschaft und wollten bei der Gelegenheit Ihrem schönen Planeten einen Besuch abstatten. Ich komme nicht umhin, festzustellen, dass Ihr Zoll uns unter Beschuss genommen hat und gehe nicht davon aus, dass das die bei Ihnen übliche Art ist, Gäste zu begrüßen.“

Die Stimme des Chiss war ruhig uns sachlich. Gezielt so moduliert, um den Eindruck zu erwecken, dass sich Thade vollkommen in Kontrolle der Situation sah und weder beunruhigt noch erzürnt über das Geschehen war, während Turbolasersalven unaufhörlich in den Deflektorschild seines Kommandoschiffes einschlugen.

„Wäre es vielleicht möglich, dass Sie mir ein aktuelles Lagebild geben können? Vielleicht können wir unser weiteres Vorgehen ja koordinieren. Ich unterstütze Sie gerne dabei, den Frieden auf Prefsbelt IV wieder herzustellen.“

Unterdessen starteten drei TIE-Enterboote, um die drei Zollkorvetten sicherzustellen.

Prefsbelt-Sektor | Prefsbelt IV System | niedriger Orbit, nahe der Zollstation Beta-03 | Brücke der Huntress | Captain Thade Skywalker, Thades Führungsoffiziere (NSCs)

Huntress: Hülle: 91 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Hawke: Hülle: 93 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Pursuer: Hülle: 95 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
 
Prefsbelt-Sektor | Prefsbelt IV System | im Anflug auf Blue One - Gouverneurspalst | Legat Veran Koss und andere NPC´s


Der Anflug auf Blue One verlief ruhig, beinahe unerquicklich in seiner Normalität, nachdem der Raum oberhalb des Planeten noch vor wenigen Minuten von Feuer, Funkverkehr und Verlustmeldungen erfüllt gewesen war. Die Lambda-Fähre senkte sich in kontrollierten Bahnen durch die obere Atmosphäre, bis die massiven Strukturen des Gouverneurspalastes unter ihr Gestalt annahmen, vertraut, stabil, unverrückbar in ihrer Präsenz.

Legat Veran Koss hatte bereits versucht Gouverneur Zesh über den aktuellen Stand der Dinge zu Informieren und wurde dann von Legat Gregor Bayl in Kenntnis gesetzt das dieser Selbst gerade im Norden Unterwegs war um einer möglichen Spur nach Kern nachzugehen.

Als die Fähre im neuen Hangar des Palastess aufsetzte, klang das metallische Nachhallen der Landebeine in der hohen Halle nach, begleitet vom gedämpften Summen der Systeme. Koss wartete den Moment ab, bis die Rampe vollständig abgesenkt war, bevor er sie schnellen Schrittes hinabstieg.
Er war kaum im Korridor, der zu seinem Büro führte, als er bereits begann, die nächsten Schritte zu ordnen. Zusätzliche Staffeln mussten nach oben verlegt werden und alle Reserven aktiviert werden, um den sich im Kampf befindlichen Jägern zu helfen und die Station zurückzuerobern. Als er das Hauptbürde der Planetaren Sicherheit betrat und gerade begann die ersten Befehle zu geben, trat ihm einer der diensthabenden Offiziere entgegen, sichtbar bemüht, die Fassung zu wahren.


„Legat ich habe eine wichtige Meldung“, begann dieser, soeben ist ein imperialer Verband aus dem Hyperraum gesprungen. Kennung: Eingreifgruppe Huntress besteht aus drei leichten Kreuzern der Arquitens 546 Klasse. Der Kommandant ist Captain Thade Skywalker mit seinem Schiff der Huntress.“

Koss Kopf drehte sich leicht zur Seite in Richtung des Offiziers.
Es veränderte sich nichts an der Haltung des Legaten, doch in seinem Inneren überschlugen sich die Fragen. Was macht ein Verband der Imperialen Flotte unangekündigt hier? Dachte man, die planetare Regierung würde es alleine nicht bewerkstelligen können, der Lage Herr zu werden? Wer stecke dahinter und warum gerade Jetzt?

Veran Koss atmete langsam aus und verschränkte die Brust während der Offizier fortfuhr.

„Der Verband hat bereits die Kampfhandlungen mit den gekaperten Zollkorvetten aufgenommen“, fuhr der Offizier fort. „Nach ersten Meldungen wurden die Schilde der Korvetten bereits ausgeschaltet.”
Somit war Veran Koss klar das dieser Kampf früher oder Spät im Sieg des Imperiums enden würde und dieser Gedanke zauberte dem sonst so ernsten Legaten ein kleines lächeln ins Gesicht.
Plötzlich meldete sich ein anderer Offizier.

„Legat. Die Huntress versucht, die planetare Regierung zu erreichen.“

Koss nickte einmal, knapp.
„Gut. Geben Sie mir die Leitung in mein Büro.“

Er trat in sein Büro, ließ die Tür hinter sich schließen, während die Beleuchtung automatisch auf die vertraute Helligkeit hochfuhr. Der Raum wirkte geordnet, unverändert, fast unangemessen ruhig angesichts dessen, was sich wenige tausend Kilometer über ihnen abspielte. Veran trat er an den Holoprojektor, legte eine Hand an die Kante des Tisches und wartete, bis sich die Verbindung aufbaute.

Das Abbild eines Chiss erschien über der Projektion, die Gesichtszüge kühl, kontrolliert, der Blick wachsam. Hinter ihm zeichneten sich Brückenelemente ab, Anzeigen, Offiziere in Bewegung.

Koss richtete sich minimal auf, die Schultern gerade, die Hände locker hinter dem Rücken verschränkt und versuchte nicht zu verspannt zu wirken.
Während sich Thade vorstellte, fasste der Legat den Entschluss, das Gespräch so kurz wie möglich zu halten und sich die Fragen, weshalb diese Flotte plötzlich hier aufgetaucht war, für später aufzuheben. Für den Moment war wichtig das sich um die Rebellen gekümmert wurde. Nachdem der Captain mit seiner Vorstellung fertig war und um einen Lagebericht gebeten hatte antwortete Veran ohne umschweife.

„Die Freude ist ganz meinerseits Captain Skywalker“, begann er ruhig. „Mein Name ist Legat Veran Koss, zuständig für innere Sicherheit auf und rund um Prefsbelt IV.“

Ein kurzer Atemzug folgte.
„Ihr Eingreifen kommt äußerst unerwartet – ist uns aber sehr willkommen, Captain.”

Sein Blick blieb fest auf die Projektion gerichtet, während er, sachlich und ohne Hast begann die Tatsachen zu schildern.
„Vor wenigen Wochen kam es in der Hauptstadt Blue One zu einem gezielten Anschlag. Der verantwortliche Drahtzieher wurde mittlerweile als der ehemalige Gouverneur dieses Planeten, Robert Kern, identifiziert. Er befindet sich seit seiner Amtsenthebung auf der Flucht und wird seitdem von den Sektor Rangern gesucht, wir nehmen an dass er mit seinen restlichen Geldmittel verzweifelt versucht, den Planeten in irgendeiner weise zu schaden wobei bereits noch kein genaues Muster seiner Ziele erkennbar ist.“
Er neigte den Kopf minimal.
„Die Lage auf dem Planeten ist grundlegend unter Kontrolle. Es gibt bereits erste Anhaltspunkte zu Kerns möglichen Aufenthaltsort. Gouverneur Zesh misst diesem Zustand die höchste Priorität bei und ist aktuell selbst auf einer Mission, um weitere Informationen zu sammeln."

Veran Koss machte eine kurze Pause, um die Informationen wirken zu lassen.
„Ob die Übernahme der Zollstation dem Zweck diente, Gelder und Materialen zu stehlen, oder eine mögliche Flucht vorzubereiten, können wir bis jetzt noch nicht feststellen.“
Verans Stimme blieb weiter ruhig, doch nun trat ein leiser Nachdruck hinzu.
„Sollte es Ihnen möglich sein, Captain, ersuche ich Sie, die Energiesysteme der Zollstation gezielt auszuschalten, um ein Entern der Station zu ermöglichen und hoffe, dass es nicht zu einer Zerstörung der Zollstation kommen muss."
Ein kaum merkliches Zögern.
„Wenn der Preis jedoch inakzeptabel hoch werden sollte – dann handeln Sie nach Ihrem militärischen Ermessen. Dieser Abschaum rechtfertigt keinen unnötigen Verlust imperialen Lebens.“

Danach ließ Veran Koss seinen Blick für einen Moment weicher werden.
„Nach Abschluss der Operation, bitte ich Sie darum für eine weitere Besprechung den Gouverneurspalst in Blue One Aufzusuchen. Ich lasse Ihnen umgehend den Anflugvektor und die Freigabecodes übermitteln. Gouverneur Zesh sollte in Kürze zurückkehren und ich werde Ihm umgehend über Ihr kommen in Kenntnis setzen."

Als Veteran des Imperialen Bürgerkriegs konnte er sich einen Salut nicht verkneifen.
„Ich danke Ihnen für Ihr entschlossenes Eingreifen, Captain Skywalker und erwarte Sie in kürze."

Die Verbindung erlosch.
Koss blieb noch einen Moment reglos stehen, den Blick auf den nun leeren Holotisch gerichtet. Die Hilfe der Flotte war ein Segen – und zugleich eine Variable, die es im Blick zu behalten galt. Fremde Machtprojektion war selten neutral, selbst wenn sie im selben Wappen flog.

Koss ließ kurz seine Schultern kreisen und wandte sich dann zum Terminal an seinem Schreibtisch und begann umgehend, alle relevanten Informationen zusammenzustellen, um sie dem Gouverneur so schnell wie möglich zukommen zu lassen und Ihn auf Ihren neuen Gast vorzubereiten.



Prefsbelt-Sektor | Prefsbelt IV System | im Anflug auf Blue One - Gouverneurspalst | Legat Veran Koss und andere NPC´s
 
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Dieser Legat war überaus gesprächig, wie sich herausstellte. Der Mann hatte einiges und durchaus nicht uninteressantes zu sagen. Vieles davon jedoch war nicht wirklich relevant für die aktuelle Gefechtslage, weswegen Thade die Informationen gedanklich auf später verschob. Jetzt war erst einmal wichtig, den feindlichen Widerstand zu brechen.

„Sehr gut, Legat Koss. Wir werden die Zollstation für Sie sicherstellen. Alles weitere besprechen wir dann persönlich.“

Die Komverbindung wurde unterbrochen und Thade rief mit ein paar Konsoleneingaben neue Informationen auf seinem Holotisch auf. Die Zollstation war ein Standardmodell und nur leicht bewaffnet. Lediglich 6 Turbolaserbatterien und ebenso viele Laserkanonentürme zur Punktverteidigung. Nichts davon stellte ein größeres Problem für Eingreiftruppe Huntress dar. Der Wunsch, die Station aber möglichst intakt sicherzustellen war eine ganz andere Herausforderung, als sie einfach aus dem Himmel zu pusten.

Hinzu kam noch, dass
Major Shehen gerade damit beschäftigt war, die Enteraktionen der drei Korvetten zu koordinieren. Die TIE-Enterboote hatten gerade erst angedockt und Thades Soldaten waren gerade in Gefechte verwickelt, deren Ausgang noch offen war. Der Chiss hatte vollstes vertrauen in die Flottensoldaten, gleichzeitig aber wollte er Major Shehens Aufmerksamkeit nicht von seiner aktuellen Aufgabe ablenken.

„Nummer 1, Stellen Sie Verbindung mit dem Trägerschiff her und stellen fest, welche Truppen sie an Bord haben. Wir müssen die Raumstation sicherstellen und dafür wäre die Unterstützung von ein oder zwei Kompanien an Soldaten begrüßenswert.“

Lieutenant Commander Murbau bestätigte den Befehl sofort und machte sich umgehend daran, die angefragten Truppen zu organisieren, während Thade sich daran machte, die Enteraktion der Zollstation zu planen. Recht schnell befand er, dass eine aggressive Herangehensweise hier die richtige Wahl war. Sie hatten es hier immerhin nicht mit disziplinierten Soldaten oder irgendwie ideologisch aufgeladenen Fanatikern zu tun, sondern mit von einem korrupten Politiker angeheuerten Söldnern.

Entsprechend gab er den Befehl an die Eingreiftruppe, in Angriffsformation Delta zu manövrieren und sich auf die Raumstation auszurichten, bevor er sein Headset auf einem offenen Komkanal schaltete.


>>Hier spricht Captain Skywalker von der Imperialen Flotte. An die Kräfte, die Zollstation Beta-03 besetzt halten. Geben Sie jetzt auf und Ihnen wird ein faires Gerichtsverfahren garantiert. Leisten Sie weiter Widerstand, werden Sie vernichtet werden.<<

Thade wartete gar nicht auf eine etwaige Antwort, stattdessen gab er den Feuerbefehl für die Hauptgeschütze seiner drei Schiffe. Kurz darauf eröffneten die zwölf schweren Vierlingsturbolasertürme der drei Arquitens 546 Klasse Kreuzer das Feuer auf die Station. Eine tödliche Energiesalve nach der nächsten prasselte auf die Raumstation ein, deren Antwortfeuer dagegen kaum bemerkbar war. Thades schwere Geschütze waren zumindest theoretisch in der Lage, selbst eine Planetenkruste zum Schmelzen zu bringen, so lange sie nur lange genug feuerten und so sank auch die Leistung des Deflektorschilds der Raumstation spürbar schmerzhaft schnell zusammen.

„Sir, das Trägerschiff meldet, drei voll besetzte Sentinelraumfähren bereit stellen zu können.“

Der Chiss nickte diese Information ab. Das bedeutete über 200 Flottensoldaten. Eine schlagkräftige Streitmacht, die Thade durch seine eigenen Truppen noch einmal mehr als würde verdoppeln können. Unterdessen meldete Major Shehen die erfolgreiche Sicherstellung der drei Korvetten.

„Sehr gut, Nummer 1. Sie sollen sofort starten. - Major Shehen, unsere verbliebenen TIE-Enterboote sollen starten und die drei Sentinels unterstützen. Die Sentinels sollen im Haupthangar der Station landen, während unsere Enterboote über sekundäre Luftschleusen in die Station eindringen sollen.“

Als der Deflektorschild der Zollstation wenig später kurz vor dem Kollabieren stand, erreichte sie eine Komnachricht der feindlichen Kräfte.

„Sir, der Feind möchte über Kapitulationsbedingungen Verhandeln.“

Bei der Nachricht hob Thade zufrieden einen Mundwinkel.

„Nachricht an die Eingreiftruppe: Feuer Einstellen! - Lieutenant Farmel, richten sie ihnen folgendes aus: Wir garantieren ihnen faire Gerichtsverfahren, so lange sie umgehend jeglichen Widerstand einstellen. Jede Zuwiderhandlung bei den Festnahmen und der Übernahme der Zollstation wird ihnen genauso wie jedweder Fluchtversuch zur Last gelegt werden. - Major Shehen, koordinieren Sie die Enteraktion ohne Verzögerungen.“

Es sollte fast zwei Stunden dauern, bis die Zollstation sicher gestellt war. Es hatte vereinzelt kleinere Zwischenfälle gegeben, die standrechtlich gelöst worden waren. Thade trauerte den Toten keine Träne nach. Sie waren gewarnt worden und mussten nun im nächsten Leben mit den entsprechenden Konsequenzen zurechtkommen.

„Nun gut, Gefechtsalarm beenden und auf erhöhte Alarmbereitschaft zurückstufen. Nummer 1, der Hangar soll eine Raumfähre startklar machen. Colonel Corrend, ich möchte eine Standardeskorte für den Anflug auf den Gouverneurspalast. Bis zu meiner Rückkehr hat Commander Eveleg von der Pursuer das Kommando über die Eingreiftruppe.“

Wenig später startete eine Lambda-Klasse Raumfähre von der Huntress und machte sich mit einer aus zwei TIE/in bestehenden Eskorte auf den Weg, in die Atmosphäre Prefsbelt IVs einzutreten und den Gouverneurspalast anzufliegen.

Prefsbelt-Sektor | Prefsbelt IV System | niedriger Orbit, nahe der Zollstation Beta-03 | Raumfähre der Huntress | Captain Thade Skywalker, Raumfährenbesatzung, Eskortsoldaten (NSCs)

Huntress: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Hawke: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
Pursuer: Hülle: 100 % Schilde: 100 % Geschütze: voll einsatzbereit Raketenmagazine: 30/30 je Werfer, Jägereskorte: 12/12 TIE/in ; 9/9 Xg-1 Sternenflügler ; 3/3 Scimitar Jagdbomber
 
Prefsbelt IV | niedriger Orbit, nahe Zollsltation Beta-03 | Kal Andrim, Ailemar Perlim (NSC) und Reyan Vexler in ihren TIE/ba, begleitet von drei weiteren TIE/ba, Staffel Blue-Three der Blauen Legion in TIE/ln 9/12

Für den Rest der Schlacht hatte Kal gewissermaßen einen Fensterplatz in erster Reihe. Das 152. Raumjägergeschwader sollte sich zurück halten und den Neuankömmlingen nicht im Weg stehen. Der Kuati sah das sehr zwiespältig. Einerseits trauerte er der Gelegenheit hinterher, weiteren Ruhm in der Schlacht zu ernten. Andererseits war Kal auch irgendwo froh darüber, dass er nicht gegen die Punktverteidigung der Raumstation würde anfliegen müssen. Nicht, dass er das jemals zugeben würde, allen voran sich selbst gegenüber.

Dieser
Captain Thade Skywalker machte keine halben Sachen, das musste Kal ihm lassen. Er ging furchtlos vor und zeigte Entschlossenheit wie Stärke, ganz wie es sich für einen Imperialen Offizier gehörte. Die Zollkorvetten waren schnell neutralisiert und sicher gestellt. Der Angriff auf die Raumstation aber stellte das wirkliche Spektakel dar. Der unaufhörliche Turbolaserbeschuss produzierte ein wunderschönes wie tödliches Lichtermeer, dem der Feind nicht lange stand hielt. Sicher, das Ende der Schlacht war durch die plötzliche Kapitulation etwas enttäuschend. Trotzdem fand Kal Genugtuung in dem ziemlich panischen Funkspruch auf offener Frequenz und in der Gewissheit, dass diese Rebellen ihre gerechte Strafe ereilen würde. Das Imperium kannte keine Gnade, wenn es um Aufständige ging.

Als endlich der Befehl zur Landung auf dem Trägerschiff kam, atmete
Kal erleichtert durch. Nachdem der Adrenalinpegel in seinem Blut abgesunken war, hatte die Erschöpfung eingesetzt. Der Kuati freute sich jetzt schon auf eine ausgiebige Dusche, eine warme Mahlzeit und eine gesunde Portion Schlaf. Natürlich würde das alles noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Zuvor musste er sich um seine Pflichten als stellvertretender Staffelführer kümmern. Ein Haufen Arbeit ohne direkten Gegenwert mit dem wagen Versprechen, dass es seine Beförderungschancen erhöhen würde.

Die Landung erfolgte ohne Zwischenfall. Die ganze Staffel hatte es trotz aller Gefahren zurück geschafft. Das war alles andere als das durchschnittliche Ergebnis eines Gefechts für TIE-Piloten, wie etwa auch das Ergebnis der Epsilonstaffel bezeugen konnte, die ebenfalls am Gefecht teilgenommen hatte. Für
Kal war das der beste Beweis dafür, dass der TIE/ba die in allen Belangen überlegene Maschine war und ihren Mehrpreis mehr als wert war.

Technikerteams standen bereit, um den Piloten aus den Kanzeln zu helfen.
Kal nahm gerne das Angebot einer Trinkflasche mit einer elektrolytreichen Flüssigkeit an und trank gierig, bis sich der große Brand in seiner Kehle beruhigte. Als alle Piloten seiner Halbstaffel ausgestiegen waren, wandte der Kuati sich dann an die versammelten Piloten.

„Sie haben gut gekämpft heute und sich etwas Erholung redlich verdient. Insbesondere Sie, Flight-Lieutenant Vexler. - Nutzen Sie die Zeit, denn wir wissen nicht, wann es in das nächste Gefecht geht. Weg getreten!“

Damit beließ es Kal dann auch schon. Er wusste genau, wie erschöpft die Piloten waren, er war es ja selber. Für eine detaillierte Auswertung des zurückliegenden Kampfes würde es später noch Zeit genug geben. Genauso wie Belobigungen und Verweise zu verteilen, wo sie angebracht oder nötig waren. Dafür ging der Kuati nun von Raumjäger zu Raumjäger, um deren Flugdaten auf sein Datapad für die spätere Auswertung sicherzustellen. Anschließend besprach er mit den Leitern der Techniker, welche Wartungsmaßnahmen dringender als andere waren. Die Staffel musste immerhin so schnell wie möglich wieder gefechtsbereit werden.

So dauerte es noch über eine Stunde, bis
Kal sich bei Captain Sunstrider abmelden konnte. Er musste nun wirklich aus dem Fliegeranzug raus und unter die Dusche. Vielleicht würde er sogar eine Mahlzeit sausen lassen, um direkt in seiner Koje zu verschwinden. Die Aussicht, einen Rationsriegel runterzuwürgen war selten so attraktiv gewesen wie jetzt gerade.

Prefsbelt IV | niedriger Orbit, Pilotenquartiere an Bord des Trägerschiffes | Kal Andrim, diverse anderes Personal (NSCs)
 
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