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Cruseilles, 23. April 1375
Nachdem der Teufel in Allonzier-la-Caille - in Form von blutrünstigen Wölfen, gehässigen Krähen und gefräßigen Ratten - gewütet hat, flüchteten viele Bürger der Stadt in die nahe Gemeinde Cruseilles. Doch obwohl man sich hier anfangs tatsächlich in Sicherheit geglaubt hatte, schienen die Geflüchteten dennoch durch ein unsichtbares Satansmal gezeichnet zu sein. Denn schnell breitete sich eine Seuche in den Zelten vor Cruseilles' Toren aus und griff mit der Zeit auch auf die helfende Bürger über.
Da die Gespräche mit dem alten Brujah Guillaume letztlich fruchtlos verlaufen waren, hatte sich der Tremere Conrad de Châtenois - gefüttert von neuen Gerüchten über zwei Seelenfresser und ein Schwert der Schatten - wieder auf dem Rückweg nach Chambéry gemacht und war zufällig zu dieser Zeit in der kleinen Gemeinde gestrandet. Schnell war sein Interesse geweckt und er ersuchte in seiner Domäne, dem Vallée de la Brume, nach Unterstützung.
Während die Schatteninquisition von den Kanzeln der umliegenden Kirchen sowie auf den Marktplätzen das Ende aller Tage predigten und die furchtsamen Bürger ihre verstorbenen Verwandten auf große Menschenhaufen warfen, um sie anschließend dem reinigenden Feuer zu übergeben, nähert sich in den späten Abendstunden die angeforderte Hilfe der Tremere. Deren Ziel: Das Gasthaus Nid d'abeille doré...
]Valleiry, 11. März 1375
Durch die Augen und Ohren, die den Brüdern und Schwestern der Mönchsgemeinschaft La Fraternité Rouge du Feu Purificateur, der Nonnen der Sœurs de prière de Sainte Agathe und den Bundsmitgliedern der Gardien de la chouette zur Verfügung stehen, erfuhr die Schatteninquisition in der Commanderie de Neydens von den infernalen Praktiken in der Chapitre Cathédral de Valleiry. Nach einer längeren Zwiesprache mit dem Herrn fühlte sich der Komtur, Bertram von Neu-Kyburg, verpflichtet im Namen des Heiland zu handeln.
Obwohl der [[Bischof von Genf]] die Komturei unter Beobachtung gestellt hat und sich daher im nahen Dorf Neydens ständig dessen Handlanger herumtreiben, schickte der Komtur einige Boten in Richtung Sitten aus, um beim dortigen Firstbischof, Reimar von Murnau, die Erlaubnis für eine Intervention einzuholen. Darüber hinaus forderte er bei seinen Verbündeten Unterstützung an.
Nun, ein paar Tage später, ist die Verstärkung in Form der Triesenberger Burschen unter Führung von Wolfhard von Triesenberg und Murnau (nebst schweren Kriegsmaterial) eingetroffen und die Komturei bereitet sich auf den Angriff zu. Bertram von Neu-Kyburg wird höchstpersönlich den Befehl über die Reiterei übernehmen. Den Sturm auf das Kapitel hat der ungestüme Gotfrid von Bregenz. Und Christanus von Neuenburg wird die nach Neydens gebrachten Trebuchet befehligen.
Noch bevor das Tageslicht am westlichen Horizont - hinter den hohen Bergketten - verschwindet, lässt Gotfrid von Bregenz auf ein Zeichen der fernen Reiterei hin zum Sturm blasen. Ächzend - und unter feindlichem Beschuss - schieben daraufhin dessen Männer den Rammbock in Richtung der geschlossenen Tore...



