Stadt- & Landleben

Ich wohne in einer Großstadt mit mehreren Großstädten in der Nähe und ich kann mir nicht vorstellen anders zu leben. Hier in der Ecke ist es auch ruhig und gibt viel grün. Hier kommen die Bahnen auch am Wochenende so oft, dass man einfach zum Bahnhof geht und eine Bahn nimmt.
Trotzdem denke ich, dass der Autoverkehr sowohl auf dem Land als in der Stadt massiv eingeschränkt werden sollte zu gunsten eines ausgebauten öffentlichen Nahverkehrs. Falls mal individuell Fahrbedarf ist könnte man Carsharingangebote haben
 
Ich wohne in einer grösseren Stadt (Basel hat 200'000 Einwohner) und habe schon mein ganzes Leben in dieser Stadt gewohnt. Ich kann mir nicht vorstellen, auf dem Land zu wohnen, denn mein ganzes Leben spielt sich hier ab (Arbeit, Verein, Freunde) und da bin ich froh, dass ich die kurzen Wege habe und nicht auf ein Auto oder ÖV angewiesen bin.

Der Lärm mag manchmal ein Problem sein. Ich habe 10 Jahre lang gegenüber einem Hotel mit Gartenrestaurant gewohnt, zusätzlich an einer Strassenbahnlinie und der Durchfahrtsstrasse der Feuerwehr, gewohnt. Ich weiss demnach was Lärm ist. Es hat mich, vor allem im Sommer auch mal gestört, das gebe ich zu, aber es war eine günstige Wohnung mitten in der Stadt. Ich wohne jetzt in einem Aussenviertel. Das Schlafzimmer ist jetzt zum Innenhof ausgerichtet und auch die Strasse ist nicht so stark befahren. Ich gebe zu dies hat schon ein wenig zu meiner Lebensqualität beigetragen. Vor allem hat dies positive Auswirkungen auf meinen Schlaf.

Ich denke aber, man gewöhnt sich auch an konstanten Lärm, was aber natürlich auch nicht Gesund ist.
 
Ich lebe in einem 9XX Sackgassendorf und mag es ländlich :) Während des Studiums war es zwar ätzend für knapp 45 km knapp 2h zur Uni zu fahren (Bahn, wuhu) und Fahrtwege sind so manchmal auch doof, aber ich mag es hier und hab das Glück, dass meine Arbeit gar nicht mal so weit weg - und ebenfalls in einem Dorf ist :D
Städte mag ich in der Regel nicht, bzw. auf Dauer dort leben könnte ich nicht. Ich brauch grün um mich herum und das Gewusel in der Stadt strengt mich viel zu sehr an.
 
Ich bin in der Großstadt geboren und aufgewachsen.
Aber die Liebe hat mich aufs Land gezwungen. Die ersten Jahre waren schwer für mich. Auch weil ich zunächst keinen Führerschein hatte und die Bahnverbindungen hier für einen Schichtarbeiter sehr schlecht waren.Wenn ich mehrere Nachtschichten hatte haben meine damalige Freundin und heutige Frau uns beim Zugüberholen aus den Fenstern zu gewunken.
"Schatz Dein Essen steht im Kühlschrank" Immer wenn ich diesen Satz gelesen habe habe ich das Land verflucht.
Aber mitlerweile habe ich mich daran gewöhn und möchte eigendlich gar nicht mehr in Frankfurt wohnen. Jetzt fährt hier die S Bahn,ich habe einen Führerschein und arbeite normal.
Ich bin auch froh das unser Sohn nicht in Frankfurt aufgewachsen ist.

Wie gesagt,der Anfang war schwer.Aber jetzt sind es bald 28 Jahre auf dem Land und ich lebe immer noch.:D
 
Auf dem Land ist vieles gleichförmig. Gerade in flachen Gegenden besteht die Umgebung oft aus Feldern, die sich über Kilometer ziehen. Das hat seine eigene Ruhe, aber es ist auch eintönig. Man sieht weit, aber nicht unbedingt viel Verschiedenes. Wege, die man einmal gegangen ist, fühlen sich schnell vertraut an, manchmal zu vertraut.

In einer Stadt ist das anders. Da passiert mehr, und zwar ständig. Es gibt Kinos, Restaurants, Cafés, Veranstaltungen, kleine Läden, neue Eindrücke. Man kann spontan entscheiden, noch irgendwo hinzugehen, ohne große Planung. Allein diese Möglichkeit macht einen Unterschied. Es geht nicht darum, alles ständig zu nutzen, sondern darum, dass es da ist.

Interessant ist, dass die Natur rund um eine Stadt oft reizvoller sein kann als die Landschaft auf dem Land selbst. Wenn eine Stadt gut gelegen ist, etwa an einem Fluss, in hügeligem Gelände oder am Rand eines Mittelgebirges, dann bekommt man Abwechslung, die es im flachen Umland oft nicht gibt. Wälder, Höhenunterschiede, Wasser, das wirkt lebendiger als eine große, offene Ackerfläche.

Dazu kommt, dass diese Orte meist gut erreichbar sind. Man ist schnell draußen, aber eben nicht irgendwo, sondern an Punkten, die bewusst erschlossen wurden. Wege, Aussichtspunkte, kleine Pfade, die man entdeckt. Das fühlt sich oft intensiver an als die scheinbar endlose Weite auf dem Land, die man irgendwann gar nicht mehr richtig wahrnimmt.

Für mich ist es am Ende diese Kombination, die den Ausschlag gibt. In der Stadt habe ich die kulturellen Möglichkeiten, die Abwechslung und das Gefühl, dass immer etwas passiert. Und gleichzeitig ist die Natur nicht weit weg, oft sogar interessanter als das, was ich vom flachen Land kenne.
 
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