Tagespolitik allgemein

Sowas gehört für einen amerikanischen Präsidenten doch zum guten Ton dachte ich. Solange USA und RUssland einen Stellvertreterkrieg führen wird es sowas immer geben,
Und das Trump den Krieg in Syrien beendet, damit hat wohl auch keiner gerechnet. Das liegt auch sicherlich keineswegs im Interesse der USA.
 
Ob Trump ein Kriegstreiber ist oder nicht muss sich noch zeigen; er ist noch nicht lange im Amt und seine Drohgebärden ggü. Nordkorea und der leichtfertige Befehl zum Einsatz einer MOAB lassen jetzt nicht unbedingt den Schluss zu dass Trump ein Friedensstifter sein möchte.
 
Darf der US Präsident von Amtswegen Geheimdienstinformationen mit anderen Staaten teilen ?

Wenn ich es letztens in den Nachrichten richtig verstanden habe, entscheidet er als Präsident und Oberbefehlshaber wie geheim gewisse Infos sind. Auf Twitter meinte Trump ja kürzlich auch er hat das absolute Recht, Informationen zu teilen, obwohl er vor ein paar Monaten aber auch meinte es wäre illegal Geheimdienst Informationen weiterzugeben..
EDIT: The Washington Post sagt auch das der Präsident entscheidet was "classified" ist und was nicht.
Wenn ein ausländischer Geheimdienst Informationen aber unter bestimmten Bedingungen weitergibt und diese jetzt missachtet wurden, wird das sicherlich Folgen haben.


Übrigens ist der Präsident der Vereinigten Staaten total unamerikanisch. ;)

Trump vor ca. 3 Monaten via Twitter schrieb:
"The real scandal here is that classified information is illegally given out by "intelligence" like candy. Very un-American!"
Übersetzt schrieb:
"Der wahre Skandal ist, dass von 'Geheim'-Diensten vertrauliche Informationen illegal wie Süßigkeiten verteilt werden. Sehr unamerikanisch!"



Mir ist so ein Clown, wenn er weitestgehend ungefährlich bleibt, tausend Mal lieber als die Kriegstreiber die man statt ihm hätte wählen können.

Das Problem ist nicht der Clown selbst sondern sein krankhafter Narzissmus gepaart mit spontanen, ambivalenten Entscheidungen.
 
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Das Problem ist nicht der Clown selbst sondern sein krankhafter Narzissmus gepaart mit spontanen, ambivalenten Entscheidungen.
Natürlich.
Nur bleibt abzuwarten, ob er diese persönlichen Entscheidungen tatsächlich in dem Maße trifft wie es z.B. sein Kollege George W. Bush getan hat und die ganze Welt dabei in Kriege stürzt oder ob er am Ende nur als Clown in die Geschichte eingehen wird.
Ein Fehlgriff der der Welt aufgezeigt hat wie verzweifelt der Bürger war, als es darum ging sich zwischen Pest, Cholera und einem Wrestling-Hall-of-Famer zu entscheiden.
 
Wenn man sieht für welche Aktionen Trump in den letzten Monaten überhaupt irgendeinen Zuspruch bekommen hat (Syrien) und sein Hang dazu wie ein Drogensüchtiger auf diesen zu reagieren, stehen die Chancen mal gar nicht schlecht noch mehr solcher Aktionen zu bekommen.
Es ist eigentlich ein Wunder, dass Trump sich besonders in Sachen Außenpolitik Leute ins Boot geholt hat die zwar alles durchaus Hardliner sind, aber eben auch durchaus rational sind. Da wird es aber auch ordentlichen Einfluss geben, nachdem Trump sich ja mehr als einmal blamiert hat was sein Wissen in der Außen und Verteidigungspolitik angeht. Dafür leidet halt die Innenpolitik wie Gesundheitswesen oder Bildungspolitik.
So kann es einem ja recht sein.
 
Ob Trump ein Kriegstreiber ist oder nicht muss sich noch zeigen; er ist noch nicht lange im Amt und seine Drohgebärden ggü. Nordkorea und der leichtfertige Befehl zum Einsatz einer MOAB lassen jetzt nicht unbedingt den Schluss zu dass Trump ein Friedensstifter sein möchte.
Das ging aber eben McCain nicht weit genug. Er war in der Ukraine als der Krieg dort anfing. Er war schon immer der erste der nach Krieg geschrien hat. Ihm ging es mit Syrien nicht weit genug, wollte den Einsatz von MOAB-Typ Bomben erweitern und direkt in den Syrienkrieg eingreifen, macht Assad für ISIS verantwortlich WENN ER UNTER OBAMA sich mit diesen "Rebellen" trifft und Obama das OK gibt diese direkt zu bewaffnen...

Motherfrigging McCain ist die Sorte von Neo-Con Republikaner mit denen du nichts zu tun haben willst.
 
Ach, die Kurzschlussreaktion von Trump in Syrien schon wieder vergessen? Herrlich.
Wenn schon militärische Reaktion, dann war dieser Angriff eigentlich das mildest-mögliche Mittel. Zumindest wenn man ignoriert, was so ein Marschflugkörper kostet. Da wurde mit Ansage reiner Sachschaden angerichtet und vorher sichergestellt, dass das Personal (und das teuerste Gerät) rechtzeitig evakuiert wird. Ein Schuss vor den Bug, mehr nicht. Auch wenn man natürlich berechtigterweise in Frage stellen kann, ob eine Reaktion auf den Giftgasangriff nicht etwas verfrüht war (denn schließlich fehlten eindeutige Beweise für die Schuld des Assad-Regimes und seiner Verbündeten), sieht Kriegstreiberei doch ziemlich anders aus.
 
Was war daran denn falsch?

Das ist die falsche Frage, denn der Kontext meines Kommentars ist freilich der Vergleich von Clown Donald (tausendmal besser!) zu den anderen Kriegstreibern.

Auch wenn man natürlich berechtigterweise in Frage stellen kann, ob eine Reaktion auf den Giftgasangriff nicht etwas verfrüht war (denn schließlich fehlten eindeutige Beweise für die Schuld des Assad-Regimes und seiner Verbündeten), sieht Kriegstreiberei doch ziemlich anders aus.

Wie denn? Wenn der vorher angekündigte Angriff eines Landes auf einen Militärstützpunkt eines anderen Landes keine Kriegshandlung ist, dann müssen wir hier wohl erst mal eine Grundsatzdiskussion führen. :konfus:
 
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Die Wahl Trumpf hat die Demokratie in den USA sicherlich nicht beschädigt da sie in dieser Form nicht die erste war und weil Verfassung der USA dies eben so vorsieht.
Und was den Wunsch einiger Leute nach einem Amtsenthebungsverfahren angeht , so zweifle ich daran das im Senat eine 2/3 Mehrheit zustande käme. Und ob die Welt mit einem Mike Pence glücklicher wäre.

Aber mal eine Frage die auch nicht weiß.
Darf der US Präsident von Amtswegen Geheimdienstinformationen mit anderen Staaten teilen ?

Mit der Wahl ist nicht die Wahl an sich gemeint. Ich mein, die ist auch undemokratisch aber klar, das sieht die Verfassung so vor. Was ich dagegen eher meine ist dieser Wahlkampf unter der Gürtellinie. Dass Wahlkämpfe mal härter geführt werden und man nicht immer ehrlich ist, geschenkt. Aber der letztjährige amerikanische Wahlkampf kannte ja gar keine Hemmungen mehr, da war nichts mehr damit Grenzen auszutesten oder zu dehnen, da wurden sie komplett eingerissen. Und das ist es was ich mit Beschädigung meine.

Was das Amtsenthebungsverfahren angeht, so ist einfach die Frage wie viel noch ans Tageslicht kommt und wie lange die republikanische Partei das noch mit- oder ertragen will, dass jede Woche ein Skandal auf den nächsten folgt. Glücklicher wäre die Welt mit Mike Pence ganz bestimmt nicht, wobei sich natürlich auch die Frage stellt, ob Mike Pence das ganze überlebt (als Vize-Präsident), immerhin sind Trump und Pence miteinander verbunden. Ich kann mir aber vorstellen, sollten die Zeichen darauf stehen, dass Trump Fehler gemacht hat und Pence aus der Sache ungeschoren rauskommt, dass man einem Amtsenthebungsverfahren nicht im Weg steht oder wenn man jemand dritten findet, mit dem man sich arrangieren kann alà Gerald Ford.
 
Wie denn? Wenn der vorher angekündigte Angriff eines Landes auf einen Militärstützpunkt eines anderen Landes keine Kriegshandlung ist, dann müssen wir hier wohl erst mal eine Grundsatzdiskussion führen. :konfus:

Zumindest ich sehe Kriegstreiberei als einen weitestgehend negativ behafteten Ausdruck, noch deutlich schlechter als Kriegshandlung. Die typischen Vorwürfe gegen die USA eben, vor allem G.W Bush.
 
Zumindest ich sehe Kriegstreiberei als einen weitestgehend negativ behafteten Ausdruck, noch deutlich schlechter als Kriegshandlung.

Man müsste wohl erst mal klären, was dieser Tomahawk-Angriff überhaupt sollte und was er letztendlich gebracht hat. Das weiß nämlich keiner so genau und darum wartet man auch heute noch auf eine ordentliche Begründung, die über moralische Standpunkte hinausgeht.

Zitiert man dazu den republikanischen Senator Rand Paul, dann wirft das z.B. ein ziemlich schlechtes Licht auf diese Aktion:

There is no doubt Assad is a brutal dictator. But if we seek to remove him, we must ask what comes next. Assad is fighting radical Islamic rebels, including large parts of ISIS. Who would take over Syria if Assad is deposed? Experience in Libya tells us chaos could reign, and radical Islamists could control large parts of the country.

Make no mistake, bombing Assad means the United States is fighting on the same side as ISIS and other radical Islamists in Syria. This is a dangerous and morally wrong policy.

http://www.foxnews.com/opinion/2017...and-another-unconstitutional-rush-to-war.html
 
Bewaffnet werden soweit ich weiß Rebellen von der FSA, die u.a. schon gegen ISIS gekämpft haben. Die sind nicht identisch.
Unendliche Male haben sich Gruppen der FSA gesplittet und sich al-Nusra/Jabhat Fateh Al-Sham /ISIS angeschlossen. Oft nachdem diese direkt ausgebildet worden waren oder Lieferungen bekamen.

Das ist halt das Risiko von "moderaten" Rebellen...
 
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Unendliche Male haben sich Gruppen der FSA gesplittet und sich al-Nusra/Jabhat Fateh Al-Sham /ISIS angeschlossen. Oft nachdem diese direkt ausgebildet worden waren oder Lieferungen bekamen.

Von der FSA zu al-Nusra etc. pp. gab es das bestimmt. Von der FSA zu ISIS dürfte die Ausnahme sein. Jedenfalls wird ISIS nicht von den USA mit Waffen versorgt, das macht wohl eher Saudi-Arabien.
 
@icebär : Dann frage ich dich mal: Fandest du es gut, als die Regierung unter Obama gegen Assad vorgegangen ist? Und im Gegensatz zur jetzigen Regierung hat man damals dumm zugeschaut, als Assad einen Giftgasangriff auf das eigene Volk gestartet hat und diesem Mann nicht - wie diesen April - gezeigt, wo die äußersten Grenzen liegen. Ich glaube, nochmal wird sich Assad sowas nicht mehr erlauben.
 
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