The Mandalorian & Grogu - Pressestimmen, Youtube-Rezensionen u. ä.

Der Kinolauf des Films ist mittlerweile so ziemlich beendet, bzw. werden sich die Einnahmen nicht mehr groß bewegen. Stand heute liegt der Film bei knapp über 330 Millionen US Dollar weltweiter Einnahmen, was beim 2.12 fachen des Startwochenendes liegt. Damit bleibt der Film massiv hinter den Erwartungen zurück und ist auch im Vergleich zu anderen Star Wars Filmen wirklich schwach auf der Brust. Das finde ich wirklich schade. Es bleibt nur zu hoffen, dass Lucasfilm und Disney nicht die falschen Schlüsse hieraus ziehen.
Wenn der Film aber die 330 Millionen $ geknackt hat, ist er per Definition kein Flopp. Oder?

Die Regel ist Budget * 2 = Nullrunde.

Bei 165 Millionen Budget ist der Film jetzt nicht mehr ein Verlust … Und das Filoniverse hat die erste Hürde im Kino gemeistert.
 
Wie ich nochmal zitiert hatte, war an die Presse durchgestochen worden, dass der Film 500 - 600 Millionen brauchen würde, um seinen Schnitt zu machen. Ich persönlich kann mir das nur damit erklären, dass Disneys Megadeal mit Epic Games (also für Fortnite zum Beispiel) anteilig auf den Film umgewälzt wurde. Dafür hat Disney ja seinerzeit mindestens 1,5 Milliarden auf den Tisch gelegt. Siehe hier.

Normalerweise ist die Faustregel aber in der Tat Faktor 2 bis 2,5.
 
Was wären für dich denn die richtigen Schlüsse, die Disney hier ziehen sollte? (Die Frage kann natürlich gerne an alle gehen.)
Das ist die große Frage, ne?
Wir Fans wünschen uns wahrscheinlich alle, dass Disney draus nicht schließt, neue Star Wars Filme fürs Kino lohnen sich nicht mehr. Aber vielleicht ist es ja tatsächlich so? Vielleicht ist die Blockbusterzeit für Star Wars wirklich vorbei. Was hat Star Wars denn noch zu bieten, was andere Filme/Franchises nicht können (ja, bisschen provokant von mir)?
 
Was wären für dich denn die richtigen Schlüsse, die Disney hier ziehen sollte? (Die Frage kann natürlich gerne an alle gehen.)
Star Wars muss zurück zu den Wurzeln. Was meine ich damit?

Die OT hatte zwei große Themen: Der Kampf der freiheitsliebenden Bevölkerung gegen die autoritäre und unterdrückerische Regierung, sowie das persönliche Drama, wie die junge Generation in Form von Luke mit dem Vermächtnis der Elterngeneration und da vor allem den Schattenseiten selbiger in Form vom zum Darth Vader gewordenen Anakin umgeht.
Die PT hatte ebenfalls zwei große Themen: Eine vergleichsweise freiheitliche Gesellschaft gibt ihre Freiheiten in dem Irrglauben auf, dadurch mehr Sicherheit zu erlangen und verliert am Ende alles. Auf persönlicher Ebene haben wir erlebt, wie Anakin erst sich selbst und dann alles verliert und zu einem Schatten seiner selbst in Form von Darth Vader verkümmert.

Man kann jetzt darüber, gerade bei der PT, darüber streiten, wie gut das umgesetzt wurde und auch bei der OT wurde vieles erst mit dem zweiten Film in die Wege geleitet. Beide Trilogien haben aber eindrückliche Themen als Grundlage, die recht universell sind und den Zuschauer in ihren Bann ziehen und zum Nachdenken anregen können.

Was haben da die Disneyfilme? Zwei Beispiele:
- Die Sequeltrilogie ist ja mittlerweile berüchtigt dafür, dass da kein Plan dahinter gesteckt hat. Das ganze Drama um JJ Abrams und Rian Johnson sollte ja hinlänglich bekannt sein, das müssen wir jetzt nicht neu aufrollen.
- Was soll ich aus Mandalorian & Grogu mitnehmen? Je mehr ich über den Film nachdenke, umso weniger ist da. Im Grunde kann man die Handlung doch darauf herunterbrechen, dass man, wenn man schon einen Handel mit dem organisierten Verbrechen eingeht, den nicht einfach nicht erfüllen kann und mit entsprechenden Konsequenzen rechnen sollte, was der Protagonist des Film aus mir unverständlichen Gründen nicht getan hat. Das ist weder sonderlich interessant, noch regt es zum Nachdenken an.

Also was sollte Lucasfilm meiner Meinung nach machen? Findet zwei interessante, erzählenswerte Geschichten. Eine auf der großen Bühne, die einen äußeren Konflikt behandelt und eine persönliche Geschichte, die einen inneren Konflikt behandelt. Dann, wie ich oben für OT und PT angerissen habe, verflechtet diese beiden Geschichten zu einem interessanten Gesamtkonstrukt. Und erst wenn diese Geschichte gefunden und von allen Ecken und Kanten befreit wurde, erst dann macht euch daran, das Material filmisch umzusetzen.
 
Disney hat die IP SW nur noch gemolken.
Serien und Filme erscheinen nur als Content ohne Hand und Fuß.
Einzige Ausnahmen für mich sind R1, Andor , Mando S1 und 2.
Bei Marvel sieht es ja ähnlich aus.

Nach der verkorksten S3, Mando einen Kinofilm zu geben war wagemutig und das Ergebnis leider zu erahnen.
Und nach sieben Jahren eine S4 als Kinofilm abzuliefern ist schon schade.

Ich bin als Generation OT dabei die PT immer mehr zu mögen.
 
Und nach sieben Jahren eine S4 als Kinofilm abzuliefern ist schon schade.
War „TMAG“ nicht streng genommen sogar ein Rückschritt gegenüber der ST oder Solo?

Man hat sich nicht mal die Mühe gemacht, ein richtiges Kinofilm-Drehbuch (vom Aufbau, Struktur) zu schreiben.

TMAG hätte nach dreißig oder vierzig Minuten so enden können und fertig. Dieser Part war 1:1 wie eine Serie.
 
Ich bin ja inzwischen der Meinung, dass TM an sich ein völlig überflüssiges Franchise ist. Die zwei Hauptfiguren wirken wie optische wirksame Aufhänger, denen man halt irgendwie eine Serie auf den Leib geschrieben hat, um (noch mehr) Merchandise zu verkaufen, statt als Träger einer gelungenen, bedeutenden Geschichte zu fungieren.
 
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