Wespen

Wusstet ihr übrigens, dass auch Bienen ihren Stachel wieder rausziehen, wenn man sie lässt?

Habe ein faszinierende Video gesehen, in dem sich eine Imkerin stechen ließ. Und dann hat man gesehen, dass die Biene sich im Kreis drehte, ihren Stachel so wieder rausdrehen konnte und davonflog.

Wenn man sie allerdings wegwischt, was die erste spontane Reaktion ist, dann wird der Stachel rausgerissen.
 
Wusstet ihr übrigens, dass auch Bienen ihren Stachel wieder rausziehen, wenn man sie lässt?

Habe ein faszinierende Video gesehen, in dem sich eine Imkerin stechen ließ. Und dann hat man gesehen, dass die Biene sich im Kreis drehte, ihren Stachel so wieder rausdrehen konnte und davonflog.

Wenn man sie allerdings wegwischt, was die erste spontane Reaktion ist, dann wird der Stachel rausgerissen.
Ich bin ehrlich froh dass mich noch nie eine Biene gestorben hat und ich deshalb noch für keinen Tod dieser Tiere verantwortlich gewesen bin.
 
Die Wespe flog mit frohem Schwung,
ihr Brummen klang so frisch und jung.
Doch plötzlich wurd’s verdächtig still –
kein Summen mehr, kein Lebenswill.
Man fand sie später – ziemlich keck –
als Insekt, das lag im Sekt!
 
In Hotel Matze erzählt Judith Rakers von ihrem Vater, der ihr als Siebenjährige nicht nur beibringen wollte, vorsichtig vor Bienen zu sein, sondern ihr im wahrsten Sinne des Wortes ein Werkzeug zum Überleben in die Hand gab und damit ihr Verhältnis zu Angst und Gefahr für immer prägte:

Als sie sieben Jahre alt war, lebten ihre Eltern noch zusammen in dem Haus, das sie zur Geburt gebaut hatten. Direkt nebenan stand der Bienenstand ihres Großvaters, eines leidenschaftlichen Hobbyimkers. Bienen waren also allgegenwärtig, auf der Terrasse, beim Sandkasten, sogar am Frühstückstisch. Ihre Eltern hatten stets Sorge, dass Judith beim Eisessen oder Brötchenschmieren aus Versehen eine Biene verschlucken könnte.

Ihr Vater wollte jedoch nicht nur mahnen, etwa mit dem Satz „Immer vorher schauen, ob eine Biene drauf sitzt“, sondern ihr im schlimmsten Fall das Werkzeug zum Überleben geben. Eines Tages stellte er sich mit ihr vor den Spiegel und brachte seiner siebenjährigen Tochter bei, wie sie sich im Notfall selbst einen Luftröhrenschnitt machen könne, falls eine Biene in ihren Hals sticht und sie alleine sei.

Er erklärte es Schritt für Schritt: mit den Fingern den Kehlkopf ertasten, zwei Fingerbreit höher ansetzen, mit einem scharfen Obstmesser längs einschneiden, den auseinander geschraubten Stift eines Kugelschreibers als Atemröhrchen einsetzen. Es war so eindringlich erklärt, dass er es später immer wieder abfragte.

In der Familie wurde heiß diskutiert, ob man so etwas einem Kind überhaupt beibringen dürfe. Der Vater argumentierte, wenn niemand da ist und Judiths Hals anschwillt, habe sie höchstens zwei Minuten. Entweder sie versucht es oder sie stirbt sicher.

Für Judith war das völlig normal. Im Gegenteil, sie glaubt, diese radikale Lebensrettungslektion habe sie zu einem angstfreien Menschen gemacht. Sie hatte nie Angst vor Bienen, Wespen oder Hornissen, selbst im schlimmsten Fall wüsste sie ja, was zu tun ist. Dieses Gefühl, vorbereitet zu sein, gab ihr ein Leben lang Sicherheit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin seit Montag mal wieder in Bayern. Ich muss leider sagen dass es seitdem leider beinahe täglich unangenehme Begegnungen mit Wespen gibt. Das korreliert natürlich mit dem warmen Wetter, und dass aktuell fast jede Mahlzeit draußen eingenommen wird.

Ich frag mich auch manchmal was wohl die maximale Flughöhe von Wespen ist. Ein Balkon im ersten Stock verringert gefühlt auf jeden Fall noch nicht die Häufigkeit an Begegnungen.
 
Dieses Jahr gibt es besonders viele Stiche bei meinen Kids, wobei die sich auch meist einfach dämlich gegenüber den Tieren verhalten. Ich hatte vorgestern meine Pause im Freien und mit einem Spezi, dabei waren ständig ungefähr 8 bis 10 Tiere bei mir. Habe mich mit ihnen gut verstanden, ihnen was von meinem Getränk abgegeben und eine vorm Ertrinken gerettet und sie danach trocken gepustet, bis sie wieder weiter konnte. Immer noch keine Probs mit den Tieren, sie somit auch nicht mit mir.
Mein letzter Stich war vor ein paar Jahren, als ich barfuß auf eine gestiegen bin, also auch ein "gerechtfertigter" Stich...
 
Dieses Jahr gibt es besonders viele Stiche bei meinen Kids, wobei die sich auch meist einfach dämlich gegenüber den Tieren verhalten. Ich hatte vorgestern meine Pause im Freien und mit einem Spezi, dabei waren ständig ungefähr 8 bis 10 Tiere bei mir. Habe mich mit ihnen gut verstanden, ihnen was von meinem Getränk abgegeben und eine vorm Ertrinken gerettet und sie danach trocken gepustet, bis sie wieder weiter konnte. Immer noch keine Probs mit den Tieren, sie somit auch nicht mit mir.
Mein letzter Stich war vor ein paar Jahren, als ich barfuß auf eine gestiegen bin, also auch ein "gerechtfertigter" Stich...
Dann habt ihr als Erzieher*innen vermutlich auch immer Allergie Medikamente dabei?
 
Wir wissen, wer allergisch reagieren könnte und die Kids haben selber welche dabei. Wir dürfen eh nur im Extremfall Medis geben, eine starke Wespengiftallergie wäre eine davon, aber unsere Kids haben das zum Glück alle nicht. Einer meiner 4Klässler wurde sogar letztes Jahr in die Zungenspitze und dieses Jahr in den Hals (Kehlkopfbereich) gestochen und er hat das prima weggesteckt.
 
Wir wissen, wer allergisch reagieren könnte und die Kids haben selber welche dabei. Wir dürfen eh nur im Extremfall Medis geben, eine starke Wespengiftallergie wäre eine davon, aber unsere Kids haben das zum Glück alle nicht. Einer meiner 4Klässler wurde sogar letztes Jahr in die Zungenspitze und dieses Jahr in den Hals (Kehlkopfbereich) gestochen und er hat das prima weggesteckt.
Ist bloß die Frage wie viele Kinder allergisch sind ohne es zu wissen, weil sie noch nie zuvor gestochen wurden.

Bei mir selber war das lange unklar. Als Grundschulkind wurde ich mal am Hals gestochen, woraufhin die Einstichstelle stark anschwoll. Meine Mutter ist dann mit mir schleunigst zur Ärztin, weil sie eine allergische Reaktion befürchtete. Die Ärztin vermutete aber eher dass die Wespe zufällig genau einen Lymphknoten erwischte. Unangenehm war es auf jeden Fall, und ich musste Kortison etc. nehmen.

Ich wurde im Laufe der Jahre danach noch ein paar Mal gestochen, wobei ich zum Glück nie wieder so eine heftige Reaktion hatte. Von daher kann ich jetzt als Erwachsener einigermaßen sicher sagen dass ich nicht allergisch bin.
 
Ist bloß die Frage wie viele Kinder allergisch sind ohne es zu wissen, weil sie noch nie zuvor gestochen wurden.

Klar, aber wir dürfen halt dennoch keine Medikamente verabreichen, wenn es nicht vorher genau vom Arzt so gesagt und unterschrieben wurde. Uns sind da die Hände gebunden und darum rufen wir auch lieber einmal zuviel die 112, als einmal zuwenig... die Kids, denen ich nen Pen in den Körper jagen durfte, kann ich in meinen Berufsjahren an einer Hand abzählen.
 
Es scheint tatsächlich so, als hätten die Wespen in diesen Wochen außergewöhnlich oft beschlossen, überall als Gratis-Dekoration aufzutreten. Wo auch immer man ein Eis genießt, tauchen sie auf, als hätten sie einen geheimen Gruppenchat mit dem Standort meines Löffels. In Schwetzingen erreichte die Sache vor zwei Wochen ihren Höhepunkt: Sechs Wespen gleichzeitig im und am Amarena-Becher, als wäre er das offizielle Buffet der Insekten-Gourmets.

Heute Morgen dann das nächste Kapitel: Nach dem Durchlüften musste ich insgesamt 18 Wespen aus verschiedenen Zimmern hinausgeleiten. Bewaffnet war ich lediglich mit einem Trinkglas und meiner aktuellen Bezügemitteilung. Man könnte sagen, ich habe die wohl bürokratischste Wespenrettung aller Zeiten durchgeführt. Immerhin: Alle flogen lebendig davon, und ich überlege ernsthaft, ob ich „Wespen-Concierge“ in meinen Lebenslauf eintragen sollte. :thumbsdown:
 
Ich fang die Viecher mittlerweile einfach nur noch mit der Hand ein... dieses ständige Glasholen hat mich genervt, weil hier mittlerweile auch viele immer wieder in die Wohnung flogen, um nach Essbarem zu suchen. Stechen ja eh nicht, wenn man das cool macht...
 
Eine Wespe mit der Hand zu fangen, das würde ich mich nie trauen, auch wenn ich mich nicht erinnern kann, jemals gestochen worden zu sein. Ist dir dabei schon einmal ein Stich passiert?
 
Heute Morgen dann das nächste Kapitel: Nach dem Durchlüften musste ich insgesamt 18 Wespen aus verschiedenen Zimmern hinausgeleiten. Bewaffnet war ich lediglich mit einem Trinkglas und meiner aktuellen Bezügemitteilung. Man könnte sagen, ich habe die wohl bürokratischste Wespenrettung aller Zeiten durchgeführt. Immerhin: Alle flogen lebendig davon, und ich überlege ernsthaft, ob ich „Wespen-Concierge“ in meinen Lebenslauf eintragen sollte. :thumbsdown:
Mein Rekord liegt bei 13 Wespen über dem Arbeitsplatz.
12 hatten wir erwischt.
Dieses Jahr sind die Viecher wieder eine Plage. Sowohl an Zahl wie auch am Zeitpunkt.
 
Eine Wespe mit der Hand zu fangen, das würde ich mich nie trauen, auch wenn ich mich nicht erinnern kann, jemals gestochen worden zu sein. Ist dir dabei schon einmal ein Stich passiert?

Nein. Die haben nur gestochen, wenn ich barfuß oder in Sandalen auf der Wiese unterwegs war und sie aus Versehen zwischen meine Zehen oder so kamen. Kann ich ihnen nichtmal verübeln.
 
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