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Kontrolle der Autoren ?

Dieses Thema im Forum "Star Wars Legends - Expanded Universe" wurde erstellt von Darth Ki Gon, 31. Juli 2005.

  1. Darth Ki Gon

    Darth Ki Gon Sithlord und ein Freund von Darth Vader

    Von GLs Seite aus werden, ja alle Bücher (auf Fehler oder Unpassendes) kontrolliert, bevor sie auf den Markt kommen, wie aber sieht es von Seiten der Autoren aus ?

    Der Großteil der wichtigen Post Endor EU-Charaktere wurden ja von Zahn, Anderson und Stackpole erfunden.

    Nun schreiben aber auch viele andere Autoren, wie Denning, Keyes usw. über diese von anderen Autoren erfundenen Charakteren und führen somit ihre Charakterentwicklung fort.

    Meine Frage ist nun, hat z.B. Timothy Zahn irgend einen Einfluß darauf, wie Mara Jade in späteren Büchern dargestellt wird ? Hat er ein Veto, wenn ein anderer Autor etwas über sie schreibt, was unpassend ist ?

    Überwiegend haben die Figuren ja Entwicklungen hinter sich, die sicher im Sinne ihres Erfinders waren und sie werden meistens auch immer sehr schön dargestellt.
    An Stelle von Dave Wolverton würde ich mich aber z.B. darüber ärgern, was andere Autoren aus Teneniel Djo gemacht bzw. nicht gemacht haben.
     
  2. Master Kenobi

    Master Kenobi Bring you Wisdom, I will. Mitarbeiter

    Timothy Zahn hat Thrawn auf jeden Fall sterben lassen, damit sich andere Autoren nicht an ihm vergreifen können! Ansonsten denke ich, die Autoren haben kein Mitspracherecht, da die zuständige Abteilung bei LFL alles regelt (u.a. auch, was die Autoren schreiben dürfen, bzw. was Tabu ist). Vielleicht können sie Vorschläge machen oder sich gegenseitig fragen.
     
  3. IO

    IO Gast

    Soweit ich auch weiß, sprechen sich die Autoren gegenseitig ab, wenn sie Charaktere von Autoren übernehmen. Zwar nicht immer, aber doch ab und zu.
    Stover hat sich ja mit Luceno bezüglich Labyrinth of Evil abgesprochen... Zahn wurde mal auch von einem Autor bezüglich seiner Charaktere gefragt (ich glaub es war Stackepole).

    Ansonsten ist es so, wie MK es beschrieben hat. :)
     
  4. Darth Moch

    Darth Moch Jedi-Ritter

    Also sowie ich es gelernt habe:
    Als Autor hat man NICHT die Pflicht sich mit dem Autoren zu beraten, welcher einen Charakter erdacht hat, den man weiterschreibt. Dh bei jeder Buchreihe, auch außerhalb von SW, wo es dann keine Kontrollen mehr durch GL und seine Leute gibt ist es KEINE Plficht die Charaktäre nach der Vorstellung des Autorens zu schreiben, der sie erdacht hat.

    ABER: Es gehört zum freundlichen Umgang zwischen Autoren, dass man sich mit dem "Erfinder" berät. Autoren die soetwas nicht machen, gehörten meistens nicht gerade zu den beliebten bei uns.
    Also gehört sich das in etwa so (um mal einen Vergleich zu geben) als ob man seinen Nachbar grüßt...es gehört sich zwar, ist aber keine Pflicht.
     
  5. Mast3r Ken0bi

    Mast3r Ken0bi Herr Einspaziert

    Vielleicht will ja ein Autor später nochmal einen Charakter erwähnen, den ein anderer Autor bereits hat sterben lassen. Darum denke ich, das sich die Autoren in gewisser Weise "absprechen". Die Jedi-Padawan Reihe zB wurde fast komplett von Jude Watson geschrieben, nur der erste Band kommt von Dave Wolverton. Wenn also mehre Autoren an einer Reihe schreiben, muss das im Ganzen noch schlüssig sein, da kann nicht einfach jeder schreiben was er will, ohne zu beachten was andere vllt mit einbeziehen.
     
  6. Yun-Harla

    Yun-Harla Gast

    Ich denke auch, dass sie sich absprechen. Besonders bei "Das Erbe der Jedi-Ritter", wo ja die ganzen Bücher von verschiedenen Autoren geschrieben wurden. Allerdings muss ich Darth Ki Gon recht geben mit Tenel Djo, in Teil 10 der Reihe wird sie ja nicht sehr positiy dargestellt.
     
  7. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    Der sicherlich. Stackpole und Zahn kennen sich recht gut, haben schon mehrere Geschichten zusammen geschrieben und tauschen sich natürlich auch aus, wenn sie über Charaktere des jeweils anderen schreiben wollen, Zahn z.B., als er Corran in die 'Hand von Thrawn' eingebaut hat.
    Ein Bild darüber, welcher Autor während der Entstehung eines Romans konsultiert wurde, gibt oftmals die Danksagung zu Beginn oder am Schluss desselben.

    Aber, wie schon gesagt wurde, ein Muss ist das nicht. John Ostrander hat mit voller Absicht seinen guten Freund Tim Truman nicht nach seiner Meinung gefragt, als er dessen Figur A'Sharad Hett in prominenter Rolle in ein Comic-Heft schrieb, weil er seine Interpretation des Charakters nicht verwässert haben wollte. Auch das ist ein verständlicher Standpunkt. Klar, man muss der Haltung des Erfinders nicht folgen, aber wenn man sie schon erfragt, ist man gewissermaßen gezwungen, ein bisschen was davon zu übernehmen, schon allein aus Höflichkeit.
     
  8. Tae-Vin Niaq

    Tae-Vin Niaq tougher than the rest...

    Es ist für mich wohl eine Frage der Höflichkeit, was ein Autor mit dem Charakter eines anderen Autors anstellt. Gut das Zahn Thrawn sterben hat lassen. Ein anderer Autor hätte den Char sicher madig gemacht.

    Im Bezug auf Teneniel Djo schließ ich mich meinen Vorrednern an.
     
  9. Woodstock

    Woodstock Üblicher Verdächtiger

    Ja dann wäre so was wie der Palleon von K.J.Anderson dabei noch rausgekommen.
    Und so was will bestimmt keiner!
     
  10. Darth Ki Gon

    Darth Ki Gon Sithlord und ein Freund von Darth Vader

    Ich finde Pellaeon in "Darksaber" großartig.

    Hab ich früher schonmal gepostet:

    Pellaeons Charakter hat in diesem Buch stark zugelegt, - hier wird der Grundstein für den Pellaeon gelegt, den man auch in "HoT" und der "NJO" sieht. :)
     
  11. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    Wenn ich als professioneller Autor einen SW-Roman schreibe und mein Honorar erhalte, verkaufe ich damit auch die Rechte an den von mir erschaffenen Charakteren. Nun mag ich eine gewisse Hoffnung hegen, später mal wieder eingeladen zu werden, eine Geschichte zu schreiben, und eigene Pläne für eine bestimmte Figur haben. Ich muss aber akzeptieren, wenn ein anderer Autor sich ihrer vorher bedient, in eine ganz andere Richtung geht und somit meine Pläne zunichte macht.
    Hier muss man unterscheiden, denke ich. Wenn dieser Autor irgendeinen drittklassigen Nebencharakter braucht, der nach den ersten drei Seiten getötet wird, darf ich mich schon fragen, warum er nicht eine eigene Figur erfunden hat, sondern unbedingt "meine" nehmen musste, wo ich doch so viel mit ihr vorhatte. Wenn meine Figur aber bestimmte Eigenschaften aufweist, die sie besonders dafür prädestinieren, von dem anderen Autoren genutzt zu werden (und sei es, um innerhalb der ersten drei Seiten zu sterben), dann muss mir das vielleicht nicht gefallen. Aber ich darf mich auch nicht beschweren. Gerade in diesem Fall würde es mich auch nicht stören, falls ich nicht gefragt worden bin. Immerhin hat der andere etwas sinnvolles mit meiner Figur angestellt. Wenn er mich gefragt und ich gesagt hätte, dass mir seine Herangehensweise nicht gefällt, wären wir bloß beide beleidigt gewesen (er, weil ich seine Idee schlechtgemacht habe, und ich, weil er meine Figur trotzdem umgebracht hat, weil es so schön in seine Handlung passt). Oder er hätte aus purer Höflichkeit oder Minderwertigkeitsgefühlen nachgegeben, was - in so einem Fall - der Geschichte möglicherweise nicht gut getan hätte.

    Es soll hin und wieder auch vorkommen, dass andere Autoren besseres mit einer Figur anstellen als der Erfinder selbst ;).
     
  12. Talon Karrde

    Talon Karrde Ex-User

    Naja also hier kann ich mich Ki Gon beruhigt anschliessen. Eigentlich Ironisch. KJA wollte nicht Pellaeon sondern Daala aufwerten. Aber Daala hat er selbst nur weitere Minuspunkte verschafft, während Pellaeon sowohl von der Handlung her, als auch von der Darstellung nur gewonnen hat.

    Aber ich weiß, was du meinst. Die Vorstellung Anderson hätte nie seine "geniale" Daala erfunden und statt dessen über Thrawns Genie geschrieben, wäre furchtbar.
     
  13. Darth Moch

    Darth Moch Jedi-Ritter

    Und genau DESHALB dürfen Autoren auch solche Figuren weiterschreiben OHNE nachzufragen, auch wenn das dann als unhöflich und rüpelhaft ausgelegt wird und man unten durch ist - bei recht vielen.

    Man will mit dieser Regelung vorbeugen? Vor was?
    Früher ist es häufig vorgekommen, dass sich Autoren in ihrem größenwahn ein Buch mit vielen Figuren geschrieben haben und diese als "nicht in anderen Geschichten zu erwähned" klassifiziert hat...der Autor hat ganz bewusst solche Figuren genommen, dass NIEMAND die Geschichte hätte weiterschreiben können, ohne diese Figuren irgendwie zu erwähnen. Damit hätte dieser Autor in Ruhe und völlig ohne mögliche Konkurenz diese Buchreihe weiterschreiben können. Da gab es mal einen Fall, dass ein Autor ein verdammt gutes Buch geschrieben hat, was sich soweit ich weiß auch prima verkauft hat...dann kam ein anderer und wollte ein großes Stück vom Kuchen abhaben und hat genau wie ich oben sagte, die Geschichte blockierte, sodass nur noch er schreiben kann und hat sie versaut...der erste Autor hatte ihm übrigens die Rechte gegeben, dass der Idiot eine Fortsetzungen schreiben durfte und hat sich damit letzten Endes selbst verboten, einen Band III oder IV zu schreiben...das ist jetzt 45 Jahre her.

    Die heutige Regelung in den Autorenkreisen lautet, dass man eine Geschichte weiterschreiben kann und die Figuren des Vorgänger nach belieben nutzen kann OHNE zu fragen, um aber Streitigkeiten zu vermeiden, wird es empfohlen, dass das mit dem Erfinder der Geschichte alles abgesprochen wird usw.

    Und: Mittlerweile halten sich fast alle Autoren an diese Regelung...vor 40 Jahren noch, hat es da recht häufig handfeste Streitigkeiten gegeben.
    Nach der neuen Regelung ist es auch möglich, um das oben wieder aufzugreifen, dass ein Autor (eben häufig OHNE, aber auch hin und wieder mit nachzufragen) die Geschichte so ändert, dass sie sich besser verkaufen lässt...also die Geschichte insgesamte, sprich alle Bücher der reihe...weil vielleicht damit die Hauptfigur leserfreundlich ist oder oder oder...
    In der Regel sollte aber auch das mit dem Erfinder abgesprochen werden, aber wenn der sich völlig "uneinsichtig" zeigt, dann darf man es auch nach seinen Vorstellungen schreiben, auch wenn man dann unten durch ist...in manchen Fällen wird nach der Erhöhung der Kaufzahlen das mit dem Unten durch auch wieder verschwinden^^
     
  14. Woodstock

    Woodstock Üblicher Verdächtiger


    Eigentlich wollte ich auf die Stelle anspielen, als Palleon Dalla als "taktisches Genie" lobt und sich ihr unterstellt. (Und dann später ihren Mut und ihr taktisches Geschick lobt, etc.)

    Auch ich fand, dass Pellaeon sich gut gemacht hat (das er z.B. nicht diesen aussichtslosen Angriff mit seinen roten Victories auf die SZ von Daala ausgeführt hat, etc.)
    Nur seine Ansichten sind ein wenig naja.

    Hat sich Zahn nicht dafür in HoT revanchiert?
    Dachte da gab es so einen Satz wo sich Pellaen über Daala auslässt.
     
  15. Garm Pellaeon

    Garm Pellaeon Senatsmitglied

    Ich finde Andersons Darstellung von Pellaeon ziemlich dürftig. Wie so vieles von diesem Schriftsteller. Ich glaube nicht das er sich diesem einen Kriegsherren anschließen würde. Ohne ihn wäre er weitaus besser zurechtgekommen. Wenn er Daala als taktisches Genie sieht, kennt er sich einmal selbst nicht richtig und man könnte denken er häte nie unter Thrawn gedient. Auserdem glaube ich er ist Realist genug um zu erkennebn, dass ein Angriff auf die NR auf dauer nichts bringt. Es ging ihm auch auch nie darum, der NR nur aus Rache zu schaden.
     
  16. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    Pellaeon ging es um die Einigung des Imperiums unter einem einzigen Führer.

    Und daß er selbst nicht nur auf Rache aus war, sieht man letztendlich in allen Folgebüchern überdeutlich.
     
  17. Lord Barkouris

    Lord Barkouris Darth Aggregate

    Nun ja, ich habe das inzwischen so verstanden, dass es hierbei eigentlich nicht wirklich einen "bösen Buben" im Spiel gibt, egal von welcher Seite man aus das betrachten will!
    Auch IMHO haben die früheren Autoren kein Einspruchs- bzw. Mitspracherecht, auch wenn das so manchen von ihnen nicht schmecken dürfte, zumal die Autoren selbst im Grunde genommen absolut alle Rechte an SW-Inhalten, die sie geschrieben haben, unter GLs SW-Lizenz vertraglich abgeben mussten und müssen. (Ein Sci-Fi-Autor schreibt offiziell keine SW-Romane oder -Geschichten, weil er das will, sondern weil GL und LL Ltd. das wollen!) Doch so wie ich das verstanden habe, ist das nur nachvollziehbar! Es wäre töricht von GL, hier irgendwelchen Sentimentalitäten bestimmter Autoren nachzugeben! Das ganze ist ein Geschäft und SW kann nur in soweit weiter existieren, in wieweit es absatzfähig bleibt!

    Deine Meinung in allen Ehren (es wäre wirklich schön, wenn es so wäre) - aber IMHO geht es hier wahrlich nicht um Höflichkeit, sondern darum SW-Inhalte und -Geschichten zu entwickeln, die erfahrungsgemäß von der breiten Masse an Fans und potenziellen Käufern angenommen werden. (Sicherlich geht es auch um Höflichkeit - aber nur soweit, wie man sie sich leisten kann!)
    Interessant ist, dass sich aus Stellungnahmen, Danksagungen und Interview-Abdrucken diverser SW-Autoren herauslesen lässt, dass es trotz einer umfangreichen SW-Datenbank offenbar auch immer wieder nötig ist, dass aktuelle Autoren Rücksprache mit älteren Autoren halten bzw. mit jenen, die schon seit längerem dabei sind.
    Die Problematik liegt dabei wohl darin, dass i. d. R. meist schon die grobe Richtung von z. B. einer SW-Roman-Reihe zwischen GL, Lizenzgeber und den speziell dafür engagierten Autoren vorgeplant bzw. in die Timeline-Entwicklung eingeplant werden und danach die Details angepasst werden müssen.
    Details dann aber wiederum, wie bestimmte Charaktere, die es in SW bereits seit längerem gibt, müssen dann der neuen Entwicklungsrichtung der Roman-Reihe angepasst werden, was IMHO ziemlich schwierig sein kann, wenn ein früherer Autor hier schon sehr eindeutige Festlegungen getroffen hat.
    Was ich aber auch nicht wirklich weiß ist, in wieweit früheren Autoren, die jedoch danach nicht mehr unter vertraglichem Engagement bei LL Ltd. stehen, da zu Rate gezogen werden bzw. werden können. Auch der freie Autorenmarkt ist in erster Linie nichts weiter als ein hartes Geschäft! Es könnte sein, dass ein früherer Autor sich seine mögliche Position als "Ratgeber" oder "Fachberater" bezahlen lassen will!
    In sofern könnte ich die Geschäftshaltung von GL und LL Ltd. gut nachvollziehen, dass diese sagen, wir entscheiden selbst, was wie und mit welcher SW-Figur geschehen soll. Das mag hart sein, weil dem früheren Autor dann wohl möglich nichts anderes bleibt, als "ehrenamtlich" zur Verfügung zu stehen - oder das prinzipiell abzulehnen.
    Vielleicht ist und war das auch gerade für jene Autoren hart, denen SW dennoch viel bedeutete. (Mglw. hat sich GL deshalb auch irgendwann entschieden, vor allem "professionell" ausgerichtete Autoren zu engagieren, die bereits durch eigene Stoffe und Roman-Zyklen ihr Leben abgesichert haben!)

    ACK.

    @Garm Pellaeon: Es ist ja schön, dass du ein Fan von Pellaeon bist und auch ich mag diese Figur und wie sie sich entwickelt hat. Ich mochte an Pellaeon, dass er ein Idealist war, ohne dabei ein Narr zu sein - bis zuletzt.
    Aber wie hier mit KJA umgegangen wird, missfällt mir ehrlich gesagt doch sehr! Kein Autor ist gleich. KJA erarbeitet sich seine Stoffe selbst hart und er liebt das Schreiben. Es ist sein Leben!
    Und jetzt stell dir mal vor, du bekämst ein Engagement als Autor, eine SW-Geschichte zu schreiben, hast eine Idee, die alle bei LL Ltd. gut finden und die entsprechend freigegeben wird, damit du sie schreiben kannst und müsstest nun etwaige ältere Figuren diese neuen Idee/Entwicklung im SW-Universe anpassen!
    Mit Verlaub gesagt stelle ich mir das zuweilen ziemlich schwer vor und gerade aber, weil es viele Fans bestimmter SW-Figuren überall auf der Welt gibt, werden überhaupt auch ältere Figuren wieder aufgegriffen. Anders wäre es wohlmöglich auch nie zu den EU-Tendenzen gekommen.
    Heute tauchen in den Romanen Figuren wie Kyle Katarn oder Jaden Korr (Was auch immer ich persönlich davon halte, auf welche Weise er dort auftaucht!!) auf.

    Was ich aber abschließend mal zu bedenken geben möchte:
    Als R. A. Salvatore - ein "fantastischer" und toller Autor und Schriftsteller - der für die NJO-Reihe den ersten Roman VP schrieb, erhielt Mord-Drohungen von Fans, als bekannt wurde, dass Chewbacca sterben sollte. Die für mich absolut nachvollziehbare Folge davon war, das Salvatore aus dem Projekt ausstieg!!!
    Und das Tragische an der Story ist: Die Idee von Chewbaccas Tod wurde während der Planungsphase unter Stattgabe durch LL Ltd. und der Projektleitern ersonnen! Salvatores Anteil daran war wenn überhaupt marginal!

    Ist es das wert, dass man hier Autoren dafür anprangert, weil sie die "innig und heiß geliebte SW-Figur" nicht so behandeln, wie man das als Fan will?
     
  18. Lord Garan

    Lord Garan Plüschpirat Mitarbeiter

    Wir schicken Anderson ja keine Todesdrohungen, sondern finden seine Auslegung von Pellaeon in Darksabre etwas eigenartig und als einen klaren Stilbruch gegenüber der Thrawn Reihe, ebenso seine Schreibkünste manchmal etwas weniger erfüllend als die von anderen Schreibern. Ist schon alles.

    Und die meisten von uns lesen Star Wars wohl wegen der von uns geliebten Figuren und dem Setting und wenn ein Verfasser das nach persönlichem Geschmack nicht ganz so einfängt wie es uns unterhält darf man wohl auch Kritik daran üben. :)

    Sieh dir das ganze „Debakel“ um Frau Traviss als Schreiberin an und wie ihre Fans, andere Fans und sie selbst sich wirklich bis zu absolut unsachlichen Thematiken Sachen vorgeworfen haben.

    Anderson dagegen ist wirklich ein großer Fan von Star Wars und hat durchaus sehr interessante Ideen und Orte eingebracht und auch viel im Hintergrund mitgearbeitet was man so mitbekommen hat. Seine Bücher konnten leider nur nicht immer ganz an die Erfolge der X-Wing und Zahn Bücher rankommen.

    Aber für mich persönlich bleibt er unter den vermeintlich "schwächeren" Star Wars Schreibern immer noch einer der Besten.
     
  19. Lord Barkouris

    Lord Barkouris Darth Aggregate

    ACK, ich habe absolut nichts gegen deine Auffassung von KJAs Schreibkünsten, auch wenn ich deine Meinung nicht teile. Das ist eben eine Geschmacksfrage, weshalb ich aber auch denke, das man so etwas mal hier und da als reiner Fan höflich und nett darlegen darf, ohne sich daran zu ereifern oder sonst etwas.
    Was ich allerdings hier und da in diesem Thread im Hinblick auf KJA zu lesen bekommen hatte, empfand ich - ungeachtet dessen, dass es fast schon off-topic war - schon teilweise als beleidigend!

    Zugegeben, dass ist mein Empfinden dazu und mglw. somit irrational überhöht! Doch als ich seinerzeit davon erfuhr, wie Teile der Fan-Gemeinden mit R. A. Salvatore umgegangen waren, hat mich das betroffen gemacht und mich wohlmöglich dahingehend übersensibilisiert, wie man hier in diesem Thread über mehrere Posts hinweg auf einen einzelnen Autor eingehämmert hat - zumal nicht einmal wirklich klar ist, ob die Art, wie sich die Figur in seiner Geschichte entwickelt, nur auf seiner eigenen Idee beruht oder gar viel wahrscheinlicher im Gesamtzusammenhang der Planungsphase zwischen Autor und Lizenzgeber entstanden ist! Ich fand, dass das in diesem Zusammenhang zumindest wenigstens einmal hatte angesprochen werden sollen!


    IN SOFERN: ...

    Gegen Kritik oder gegensätzliche Meinungen/Ansichten habe ich auch absolut nichts, so lange man beides dabei nicht durcheinander bringt! IMHO denke ich, dass niemand destruktive Kritik verdient hat - zumal sie gerade wegen ihrem destruktiven Charakter dann niemandem nützt.
    Wenn das aber gar soweit geht, dass man sich derart wegen "geliebten Figuren" oder des "persönlichen Geschmacks" ereifert, weil die Macher diese "nicht ganz so eingefangen haben, wie es sie zu unterhalten" hat, finde ich das nicht mehr nur einfache Meinungsäußerung!
    Konstruktive Kritik ist dahingegen sachlich vernünftig begründet und somit nützlich!
    Oder sehe ich das wirklich so falsch? Ist den Leuten denn IMHO nicht klar, dass destruktive Meinungsäußerung und Kritik eher dafür sorgen kann, die Zukunft des gesamten SW-Universe und zukünftiger damit zusammenhängernder Produkte ihres "heiß geliebten SW-Universums" zu gefährden?

    Das ist ebenfalls ein gutes Beispiel für das, was ich meine! Muss das so laufen? Gab es nirgendwo - bei allen ob nun sachlich oder unsachlich begründeten Diskrepanzen in den verschiedenen Meinungen und Ansichten - nicht wenigstens irgendwo wenigstens ein wenig Raum dafür, sich respektvoll und höflich zu begegnen?

    (Dankeschön! Das KJA ein SW-Fan ist, wusste ich nun gar nicht, aber was seine Hinzufügungen zum SW-Universe anbetrifft, sehe ich es im großen und ganzen nämlich auch so! :))
    Und selbst, wenn man das nicht weiß oder das nicht sieht, sollte man wenigstens verstanden haben, wie viel Aufwand und Arbeit alleine z. B. die Recherche und die professionelle Planung eines Roman- oder Story-Stoffes macht!
    Alleine dafür zolle ich für meinen Teil jedem SW-Autoren und -Macher hohe Anerkennung und Respekt - auch wenn mir sein Schreibstil nicht gefallen sollte oder die Art, wie er die Story angelegt hat oder was auch immer!

    Ich fand, dass das zumindest mal hatte angemerkt werden sollen - zumal Darth Ki Gon das Topic dieses Threads IMHO auf einem wunderbar sachgemäß angelegtem ersten Post begonnen hat!
     
  20. lightside1985

    lightside1985 loyale Senatswache

    Ich denke ein Hauptproblem bei der Fortführung von Charakteren durch unterschiedliche Autoren ist die Kontinuität zu wahren. Natürlich ist es wünschenswert, dass unterschiedliche Autoren unterschiedliche Interpretationen von Charakteren beisteuern können. Für den Leser macht das den Charakter interessanter, abwechslungsreicher und manchmal auch liebenswerter. Leider scheint es nicht immer ideal zu funktionieren. Tahiri Veila ist mir schon seit längerem ein Dorn im Auge. Eigentlich ist sie einer meiner favorisierten neuen Charaktere des EUs, jedoch scheinen sich die Autoren nicht ganz darüber einig zu sein, was man mit ihr anfangen kann. Mal ist sie seelisch kuriert, nur um dann im nächsten Band ein emotionales Wrack zu sein. Es ist schon seit Jahren ein hin und her, welches nicht sein müsste, wenn ein einziger Autor sich um die Person Tahiri gekümmert hätte. Damit will ich die Fortführung von Charakteren als solche keinesfalls in Frage stellen. Es gibt dutzende hervorragende Beispiele, wo es sehr gut umgesetzt wurde, aber ich wollte mal ein katastrophales Beispiel präsentieren, wo es überhaupt nicht gelingt die Essenz eines Charakters zu bewahren und trotzdem neue Facetten zu zeigen.
     

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