Tagespolitik allgemein

Warum nicht ? Handwerker werden schließlich auch ohne Ende gesucht.
Der Bedarf an Handwerkern ist jetzt aber auch nicht unendlich groß. Was denkst du was mit dem Arbeitsmarkt passiert wenn jetzt alle IT‘ler auf Klempner umschulen.

Zumal viele, inklusive mir, ja auch deswegen einen geistigen Beruf gewählt haben weil sie zwei linke Hände haben und sich schon schwer tun, einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen.
 
Der Mangel an Handwerkern ist ein sehr großes Problem. Allein letztes Jahr haben laut Handelsblatt 80.000 Stellen gefehlt.
Bundesweit fehlen 113.000 Fachkräfte.
Im Handwerk bleibt jede 2. Stelle unbesetzt.
Vielleicht wärs mal sinnvoll Daten zu nennen und nicht Gefühle.
Es werden nicht alle Klempner werden. Bleiben wir realistisch ^^
 
Der Mangel an Handwerkern ist ein sehr großes Problem. Allein letztes Jahr haben laut Handelsblatt 80.000 Stellen gefehlt.
Bundesweit fehlen 113.000 Fachkräfte.
Im Handwerk bleibt jede 2. Stelle unbesetzt.
Vielleicht wärs mal sinnvoll Daten zu nennen und nicht Gefühle.
Es werden nicht alle Klempner werden. Bleiben wir realistisch ^^
Ok. Aber ob das reicht, um die durch KI wegfallenden Jobs abzufangen? Und wie viele Meister Betriebe werden wohl jemanden als Lehrling nehmen der mit über 40 seinen Job verliert und sein Leben lang „nur“ programmiert hat?
 
Der Bedarf an Handwerkern ist jetzt aber auch nicht unendlich groß.
Entschuldige die lapidare Ausdrucksweise, aber da bist du leider schief gewickelt. Es gibt tatsächlich viele Handwerksbetriebe die händeringend nach Nachwuchs suchen, übrigens wie in der Pflege auch da fänd ich es mega wenn Leute aus der "White Collar" - Zunft umgeschult werden würden.

Und wie viele Meister Betriebe werden wohl jemanden als Lehrling nehmen der mit über 40 seinen Job verliert und sein Leben lang „nur“ programmiert hat
Irgendwann wird denen vermutlich nichts anderes mehr übrig bleiben.
 
@Ian Dice
Meine subjektive Alltagserfahrung zeigt, über meinen Beruf hinaus, dass die geistige Leistungsfähigkeit eines 65-Jährigen in der Regel nicht innerhalb von drei oder vier Jahren merklich nachlässt. Vielmehr setzt nach meinem persönlichen Erfahrungen ein spürbarer Rückgang meist erst deutlich jenseits des 70. Lebensjahres ein. Ich habe auch noch nie davon gelesen, dass die menschliche Leistungsfähigkeit in der zweiten Hälfte unserer 60er spürbar nachlässt.

Gibt es Studien, die belegen, dass 65-Jährige (in ihrer großen Mehrheit) innerhalb von drei, vier Jahren nicht mehr in der Lage sein sollen, ihren Beruf gut auszuüben?
 
Den 113.000 unbesetzten Handwerkerstellen stehen alleine in Marketing, Vertrieb und Kundendienst (von KI sehr stark gefährdete Berufe) rund 3,3 Millionen Arbeitnehmer gegenüber. In den Pflegeberufen sollen bis 2049 übrigens 690.000 Stellen unbesetzt sein.

Da stehen Größenordnungen zwischen.
 
Entschuldige die lapidare Ausdrucksweise, aber da bist du leider schief gewickelt. Es gibt tatsächlich viele Handwerksbetriebe die händeringend nach Nachwuchs suchen, übrigens wie in der Pflege auch da fänd ich es mega wenn Leute aus der "White Collar" - Zunft umgeschult werden würden.


Irgendwann wird denen vermutlich nichts anderes mehr übrig bleiben.
Es hat seine Gründe wieso Leute sich nicht unbedingt für einen Pflegeberuf entscheiden. Dass die Arbeitsbedingungen häufig eher bescheiden sind ist ja kein Geheimnis. Ich denke eher nicht dass jetzt Leute bei Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen die Türen einrennen werden. Also nicht solange da nicht mal deutlich was passiert in dem Sektor.

Ich weiß auch gar nicht ob das so zielführend ist, stark verkopfte Menschen in einen handwerklichen Beruf zu stecken. Das ist genauso Quatsch wie wenn man sogenannte „Macher“ hinter den Schreibtisch zwängt. Das mag für manche zwar funktionieren, aber man kann nicht erwarten dass da jeder happy damit wird und super motiviert ist.
 
Ok. Aber ob das reicht, um die durch KI wegfallenden Jobs abzufangen? Und wie viele Meister Betriebe werden wohl jemanden als Lehrling nehmen der mit über 40 seinen Job verliert und sein Leben lang „nur“ programmiert hat?
Das Handwerk ist nicht die einzige Branche, in der Personal fehlt.

@Sam Rockwell Noch mal, ich rede nicht von geistiger Leistungsfähigkeit.
Was für ein Quatsch nach einer Studie zu fragen, die schaut ob 3 oder 4 Jahre mehr Auswirkung auf das Ausüben des Berufs haben. Irgendwie ist das doch absolut die falsche Frage.
Wie viele Personen gehen aus welchen Gründen in Frührente?
Wie häufig fallen Leute wegen psychischer Belastung im Job länger aus? Das sind doch Fragen. Die man mitdenken muss.
Ich hab jetzt keinen Nerv das alles zu suchen, aber:




@Dr. Sol nix für ungut, aber willst du überhaupt andere Ansichten zulassen? Da kommt ja nur noch ein Aber nach allem.

Ich geh schlafen.

@David Somerset https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/ki-hilfe-arbeit-fachkraeftemangel-100.html

Bedrohung hin oder her, der Mangel bedroht den Sektor auch. Zumal ich hier deine Werbung etc Aussagen nicht bestätigt sehe Bein recherchieren.
 
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Ok. Aber ob das reicht, um die durch KI wegfallenden Jobs abzufangen? Und wie viele Meister Betriebe werden wohl jemanden als Lehrling nehmen der mit über 40 seinen Job verliert und sein Leben lang „nur“ programmiert hat?
@Dr. Sol
ich stimme Dir in dem Punkt da absolut zu.

Viele haben KI imo noch nicht richtig verstanden (recherchiert?) oder unterschätzen einfach ihre Auswirkungen auf die nächsten Jahre. Und was alles damit überhaupt möglich ist. Das ist keine Spielerei mit LLM im lustigen Gedichte schreiben im Stil von XYZ über Thema ABC, sondern da gibt es für quasi fast alles mittlerweile spezialisierte KI-Tools, die Menschen auf mindestens Master-Basis 24/7 ersetzen können. Mit dem Thema muss man sich intensiv beschäftigen, um einigermaßen aussagekräftig zu sein und selbst das ist dann nur der Stand von vorgestern, weil wir nicht in dem aktuellen Forschungsstandpunkt stecken.
Ich habe das die letzten paar Monate getan, sehr (intensiv!), möglichst viel aktuelle Fachliteratur und Studien gelesen und es ist erschreckend, wie viele Jobs damit entfallen werden (insbesondere im allgemeinen Studium- und höheren Bildungsbereich - zusammengefasst Wissen, das verschriftlicht wieauchimmer verfügbar ist in jedweder Form - weil das ist ja genau das, mit was die KI "gefüttert" werden kann...).

Wenn dies künftig auch noch auf KI-gestützte "Roboter" angewandt wird - und das wird imo nicht allzu lang dauern - sagen wir großzügig bis zu 10 Jahre - (Anwendung für Laufbandarbeiten in der Fabrik, Haushaltsarbeiten, Kochen, wasauchimmer), dann werden die bestehenden sozialen Systeme sofort auf Grenzen stoßen.
Das wird nicht schön.
 
Ich denke eher nicht dass jetzt Leute bei Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen die Türen einrennen werden
Na ja, wenn diese Menschen arbeitslos werden sollten und das Jobcenter sagt "Du machst jetzt ein Praktikum oder what ever in einer Pflegeeinrichtung oder einem Handwerksbetrieb, bleibt denen nichts anderes übrig. Da wird nicht groß gefragt ob du damit "happy" wirst. Und du sagst es ja selber durch KI werden viele Jobs wegfallen, auch in der "White Collar"-Zunft wird das der Fall sein.
 
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Na ja, wenn diese Menschen arbeitslos werden sollten und das Jobcenter sagt "Du machst jetzt ein Praktikum oder what ever in einer Pflegeeinrichtung oder einem Handwerksbetrieb, bleibt denen nichts anderes übrig. Da wird nicht groß gefragt ob du damit "happy" wirst. Und du sagst es ja selber durch KI werden viele Jobs wegfallen, auch in der "White Collar"-Zunft Zunft wird das der Fall sein.
Das steht noch in der Zukunft. Stand jetzt, darf man bspw. einen Steuerfachangestellten nicht in eine Pflegeeinrichtung schicken außer er will das. Das wäre nicht gesetzeskonform.
 
Meine Mutter ist in Altersteilzeit gegangen. Warum? Weil sie sich mit Ü60 den Alltag im Kindergarten nicht mehr geben wollte und konnte. Sie hat ihren Job geliebt, zu viel wohl, sie hat sich da nämlich reingehängt und es war dann einfach wirklich einfach Zeit für sie, aufzuhören - damit sie gesund bleibt und noch ein paar gesunde psychische Jahre hat.
Erzieherin ist kein körperlich hoch anspruchsvoller Beruf, auch geistig bringt man da in dem Sinne keine Höchstleistungen und es ist auch niemand lebensgefährdet, wenn man mal einen schlechten Tag hat. Trotzdem habe ich gesehen, was es aus ihr machte, als sie draußen war. Noch 2, 3 Jahre mehr kann in dem Alter einen enormen Unterschied machen. Ich merke, wie meine Eltern immer mehr körperliche Probleme bekommen - jetzt sind sie beide 67 und wirklich verflucht sportliche Menschen, vor allem mein Vater. Trotzdem sind ihre Körper nicht mehr fit, trotzdem muss mein Vater andauernd zur Physio und zu Orthopäden etc. Und auch er hatte keinen körperlich anspruchsvollen Beruf.

Menschen ab 60 werden rapide älter, selbst, wenn sie sich fit halten. Jetzt können meine Eltern noch, wie sie wollen. Ich weiß nicht, ob das in zwei, drei Jahren noch so aussieht.


[Dazu kommt: Wir brauchen sie dringend als Babysitter. Ohne meine Eltern könnte ich nicht arbeiten, weil mein Job nun mal Nachmittagsarbeit erfordert und unser Dorfkindergarten nur bis 15 Uhr offen hat bzw mein Sohn auch nur 7h gehen darf. So kann ich wenigstens einen Nachmittag arbeiten und meine eigene miserable Rente vielleicht minimal aufbessern. Setzt das Rentenalter hoch und tausende kostenlose Babysitter gehen verloren. Sicher, das machen nicht alle Großeltern, gar keine Frage, aber absolut genug, dass das relevant sein könnte. Sieht nur niemand, weil die Realität von arbeitenden Frauen gar nicht wirklich bedacht wird. Danke auch dafür...]
 
Na ja, wenn diese Menschen arbeitslos werden sollten und das Jobcenter sagt "Du machst jetzt ein Praktikum oder what ever in einer Pflegeeinrichtung oder einem Handwerksbetrieb, bleibt denen nichts anderes übrig. Da wird nicht groß gefragt ob du damit "happy" wirst. Und du sagst es ja selber durch KI werden viele Jobs wegfallen, auch in der "White Collar"-Zunft Zunft wird das der Fall sein.
Ok, mal abgesehen von der Problematik dass man vielleicht nicht unbedingt Leute mit Null Bock im Krankenhaus haben oder an seiner Elektrik rumschrauben lassen möchte bleibt für mich die Problematik, dass viele für eine komplette Umschulung schon zu alt sind. Eine Ausbildung dauert halt auch im Schnitt 3 Jahre, und wenn ich mich als Meister zwischen einem Studiumsabsolventen Anfang 20 und einem Arbeitslosen Ende 40, der 25 Jahre nur am Schreibtisch saß, entscheiden müsste würde ich wohl auch eher ersteren nehmen.
In Pflegeberufen ginge das ja oft schon allein körperlich nicht mehr.

Edit: Und selbst Studiumsabsolventen kriegen nicht automatisch einen Ausbildungsplatz, weil man mit einem Master ja auch schnell als überqualifiziert gilt.
 
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