[Filmreihe] Harry Potter

Filmwertung "Harry Potter 5" - von 1 (flop) bis 10 (top)

  • 10

    Stimmen: 18 15,1%
  • 9

    Stimmen: 15 12,6%
  • 8

    Stimmen: 33 27,7%
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    Stimmen: 17 14,3%
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    Stimmen: 10 8,4%
  • 5

    Stimmen: 7 5,9%
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    Stimmen: 2 1,7%
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    Stimmen: 3 2,5%
  • 2

    Stimmen: 1 0,8%
  • 1

    Stimmen: 13 10,9%

  • Umfrageteilnehmer
    119
Danke dir, @Joerschi, für den Hinweis! Ich habe Snapes Sekundenauftritt im Teaser tatsächlich komplett übersehen. Und das, obwohl er sich nun wirklich nicht gerade unauffällig ins Bild schleicht.

@Count Flo:
Ein zweifacher Auftritt ist rein mathematisch und völlig unmagisch betrachtet tatsächlich schon ein mehrfacher Auftritt. Zwei ist nämlich mehr als eins. Damit sind wir bereits im „Mehrfach“-Bereich.
 
Ich finde die Stimmung und das Design viel düsterer als im ersten Film oder auch im Buch. Was Harry bei seiner "Familie" und in der Schule durchmachen muss, wird ja fast heiter erzählt.
Ich denke, die Serie folgt daher dem allgemeinen Trend, alles eher düster und gewichtig aufzuziehen, um bloß nicht "kindisch" zu wirken.

Ich bin mir sicher, HBO hat starke Reaktionen in Bezug auf Snape eiskalt einkalkuliert. Da der restliche Cast sehr ähnlich ist, kann ich zu keinem anderen Schluss kommen.
Mir gefällt bisher Alan Rickman am besten und ich mag die komische Hörbuchversion von ihm zb überhaupt nicht.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie man dieses Großprojekt letztendlich über viele Jahre umsetzt. :)
 
Sieht alles in allem nett aus, wie viele schon gesagt haben, aber irgendwie erinnert es mich von der Aufmachung auch stark an die Filme und ich komme in dieses Vergleichen (wobei Nick Frost als Hagrid schon ziemlich cool aussieht). Bin trotzdem gespannt und hoffe z.B., dass sie diese Dursley-Geschichte etwas größer machen. Im Film war das ja doch sehr rushed immer, und man braucht dieses "Leiden des jungen Harry" als Kontrast für seine spätere Relevanz in der Zauberwelt.

Und ich will Peeves endlich sehen! Größter Fehler der Filme den wegzulassen. :D
 
Mich interessiert eigentlich vor allem das neue Voldemort Design. Das sah in ursprünglichen Comcept Arts zu den Filmen deutlich gruseliger aus, hoffe man orientiert sich in der Serie mehr daran.

Ansonsten ist der Hauptpunkt, bei dem die Serie vielleicht punkten können wird, mehr Tiefgang bei Story und Charakteren. Sowas kann man nur halt schlecht in Teasern zeigen.
 
Ich gebe ja im Regelfall nicht viel auf Trailer.
Aber vom Guck sehr sagt er mir zu.
Auch wenn es mir ähnlich geht wie @Steven Crant . Bei mir kommen automatisch die Darsteller aus den Filmen in den Sinn.
Ich werde der Serie zumindest eine Chance geben.

Was Snape betrifft, die Figur hatte für mich immer etwas finsteres. Daher passt der neue Schauspieler für mich sehr gut.
 
2001 war einer meiner Kritikpunkte an Harry Potter und der Stein der Weisen das Schauspiel von Daniel Radcliffe. Man merkt ihm im Film deutlich an, dass er noch ganz am Anfang seiner Schauspielkarriere steht. Seine Darstellung wirkt oft etwas steif. Mimik und Körpersprache bleiben ziemlich zurückhaltend, sodass emotionale Nuancen, etwa Angst, Wut oder innere Konflikte, nur begrenzt rüberkommen. Insgesamt fehlt es seiner Performance noch an Ausdrucksbreite und natürlichem Timing, was ihn stellenweise etwas blass erscheinen lässt.

Nach den Szenen im Teaser habe ich ein gewisses Déjà-vu bei Dominic McLaughlin. Wie überzeugend bereits ein Kinderdarsteller Emotionen glaubhaft und nuanciert transportieren kann, hat zuletzt Dexter Sol Ansell in The Knight of the Seven Kingdoms gezeigt.
 
Ich bin ohne große Erwartungen und mit einer unterbewussten Portion Skepsis in den Trailer gegangen und bin sogar so weit zu sagen, dass es mir im Grunde gefällt. Nick Frost als Hagrid ist immer noch ein kleiner Immersionsbruch und die Memes zu Snape auf Social Media sind einfach wild. Der Ersteindruck ist aber gut und optisch sehr nah an den Filme, die sich wiederum nah an den Büchern bewegen. Dass man hier nicht die großen Experimente wagt, kann ich schon verstehen. Da die Reihe voraussichtlich über viele Jahre laufen wird, haben die Kreativschaffenden noch mehr als genug Möglichkeiten, starke eigene Akzente zu setzen.
 
Danke dir, @Joerschi, für den Hinweis! Ich habe Snapes Sekundenauftritt im Teaser tatsächlich komplett übersehen. Und das, obwohl er sich nun wirklich nicht gerade unauffällig ins Bild schleicht.
Ich habe ihn zwar beim ersten Mal gesehen, aber einfach gar nicht realisiert, dass ich hier Snape gesehen habe. Dementsprechend habe ich den Trailer dann beim zweiten Mal erst noch auf Snape absuchen müssen, als es hieß, er sei dort zu sehen. Die im Buch beschriebenen fettigen Haare als Dreadlocks zu interpretieren, ist auf jeden Fall etwas, worauf ich nicht gekommen wäre.

Durch diese Kurzaufnahme konnte man aber bisher noch nichts darüber sagen, wie Paapa Essiedu die Rolle darstellerisch angehen wird - ich kann mir gut vorstellen, dass er hier seine Kritiker noch positiv überraschen könnte. Ich denke, mein "Hauptproblem" (sofern man überhaupt von einem "Problem" sprechen möchte) ist aktuell, dass ich bei den Filmen vor allem das Casting der Erwachsenen in den allermeisten Fällen ziemlich 'on the nose' fand. Später wird es sicherlich auch die neue Dolores Umbridge bei mir schwer haben, weil Imelda Staunton diese Rolle in meinen Augen einfach nur "gerockt" hat. Das neue Trio hingegen finde ich bisher mindestens einmal so gut wie das alte.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Verfilmung von Harry Potter und der Stein der Weisen waren für mich vor allem Hermine und Snape die interessantesten Figuren. Das lag auch stark an Emma Watson und Alan Rickman. Beide haben ihre Rollen sehr klar und einprägsam gespielt. Deshalb haben es alle Nachfolger nicht leicht. Sie müssen sich zwangsläufig an diesen Darstellungen messen lassen.

Gerade deswegen hätte ich mir im Teaser schon ein besseres Gefühl dafür gewünscht, wie Paapa Essiedu und Arabella Stanton die Figuren anlegen. Aber der Teaser bleibt da ziemlich vage und gibt noch keinen wirklichen Eindruck.

Gut gefallen hat mir dagegen Nick Frost als Hagrid. Er wirkt direkt präsent und bringt durch seine Mimik etwas Lebendiges in die Rolle, das gut passt.
 
In der Verfilmung von Harry Potter und der Stein der Weisen waren für mich vor allem Hermine und Snape die interessantesten Figuren. Das lag auch stark an Emma Watson und Alan Rickman. Beide haben ihre Rollen sehr klar und einprägsam gespielt. Deshalb haben es alle Nachfolger nicht leicht. Sie müssen sich zwangsläufig an diesen Darstellungen messen lassen.

Gerade deswegen hätte ich mir im Teaser schon ein besseres Gefühl dafür gewünscht, wie Paapa Essiedu und Arabella Stanton die Figuren anlegen. Aber der Teaser bleibt da ziemlich vage und gibt noch keinen wirklichen Eindruck.

Gut gefallen hat mir dagegen Nick Frost als Hagrid. Er wirkt direkt präsent und bringt durch seine Mimik etwas Lebendiges in die Rolle, das gut passt.
Ich fände es eigentlich nicht verkehrt wenn man den Fokus nicht auf die selben Dinge legt wie die Filme.
 
Nun gut, Hermine ist im Buch am Anfang ziemlich anstrengend. Sie weiß alles besser, hält sich strikt an Regeln und hat wenig Gespür dafür, wie sie auf andere wirkt. Genau das macht sie aber interessant. Man versteht, warum sie keine Freunde hat, und man versteht später auch, warum sich das ändert. Ihre Entwicklung fühlt sich verdient an. Im Film ist das von Anfang an deutlich abgeschwächt. Sie ist zwar immer noch klug und ehrgeizig, aber längst nicht so nervig. Stattdessen wirkt sie schnell sympathisch und ziemlich souverän.

Der Buch-Snape ist kein cooler Bösewicht, sondern einfach ein ziemlich unangenehmer Lehrer. Kleinlich, unfair, manchmal fast schon gehässig. Man hat nicht das Gefühl, dass viel Größe dahintersteckt. Eher jemand, der seine Machtposition ausnutzt. Und dann kommt Alan Rickman ins Spiel. Seine Version ist viel ruhiger, kontrollierter und dadurch irgendwie eindrucksvoller. Er hebt nie die Stimme, aber genau das macht ihn bedrohlich. Alles wirkt kalkuliert. Selbst seine Gemeinheiten haben eine gewisse Eleganz. Man schaut ihm einfach lieber zu, obwohl er im Kern nicht netter ist.

Unterm Strich sind aber beide Figuren schon im Buch bemerkenswert gut angelegt. Snape ist im ersten Band weniger eine ausgearbeitete Persönlichkeit als ein bewusst gesetztes Rätsel, ein Schatten im Hintergrund, der Misstrauen erzeugt und die Spannung trägt. Seine eigentliche Tiefe entfaltet sich erst später, aber genau diese Zurückhaltung macht ihn hier funktional und wirkungsvoll. Und Hermine ist ohnehin von Anfang an eine zentrale Figur, nicht nur als die Klügste im Raum, sondern als jemand, an dem sich Entwicklung und Freundschaft exemplarisch zeigen. Gerade weil sie aneckt, bekommt ihre Rolle Gewicht. Insofern sind beide, trotz unterschiedlicher Ausarbeitung, schon im Buch prägende und interessante Figuren des Universums.

Ich gehöre dabei nicht zu denen, die eine möglichst buchgetreue Eins-zu-eins-Verfilmung fordern. Dafür sind die Medien einfach zu unterschiedlich, und gute Adaptionen leben gerade davon, eigene Schwerpunkte zu setzen. Genauso wenig brauche ich aber eine bloße Neuauflage der bekannten Filmversionen. Was ich mir eher wünsche, ist etwas dazwischen. Gerade bei Figuren wie Hermine und Snape kommt es darauf an, dass ihre Widersprüche sichtbar bleiben.

Entscheidend ist für mich deshalb weniger die Frage nach Detailtreue als nach Darstellung. Wenn die Darsteller es schaffen, diesen Figuren Präsenz zu geben, ihre Ecken und Zwischentöne ernst zu nehmen und nicht nur die offensichtlichen Eigenschaften zu spielen, dann kann eine Serie hier sogar noch gewinnen. Hermine darf ruhig wieder etwas mehr anecken, und Snape darf ruhig wieder unangenehmer sein. Wichtig ist, dass beides nicht platt wirkt, sondern getragen wird von einem nuancierten Spiel, das die Figuren wirklich ausfüllt.
 
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