Tagespolitik allgemein

Das Regime ergreift Maßnahmen, um den Angriff zu verhindern.

Ich wage zu bezweifeln dass dem US Militär Menschenketten was bedeuten bzw ob sie das abschreckt. Der Kriegsminister hat ja ziemlich klar gesagt was man vorhat und was man bereit ist dafür zu tun. Der hat ja sogar ein Deus vult und Templer bzw Kreuzzugs tattoo.
 
Der hat ja sogar ein Deus vult und Templer bzw Kreuzzugs tattoo.
Das Tattoo ist das Jerusalemkreuz. Das Wappen des Königreich Jerusalem und damit älter als der Orden der Templer. Heute übrigens noch in Verwendung. Die Templer trugen das Tatzenkreuz.


So,noch vier Stunden bis Ablauf des Ultimatums an den Iran. Mal sehen was passiert.
 
Dass so jemand wie Trump überhaupt wieder mehrheitsfähig wird, ist eben nicht nur das Werk seiner Stammwähler. Das ist eben auch ein gesamtgesellschaftliches Versagen.
Na ja, ich weiß nicht, ob das wiederum nicht zu einfach ist.Wenn wir uns ansehen, wie viel Geld in den Wahlkampf geflossen ist, scheint das allem voran, auch ein Problem der Eliten zu sein. Denke, das ist nicht zu unterschätzen.
Republikaner haben außerdem Vorteile, was die Wahlkreise betrifft. All das ist natürlich auch menschenhengemacht. Aber zu sagen, die Amis haben Trump gewählt, ist leider nicht ganz richtig, wenn wir fair sind.
Viele Medien machen aus seinen Grenzüberschreitung eine (lustige) Dauerunterhaltung. Politische Gegner sind zerstritten oder lebensfremd. Ein Teil der Gesellschaft stumpft gegenüber Lügen, Verschwörung und Demagogie vollkommen ab, ein anderer Teil fühlt sich moralisch und intellektuell weit überlegen, schließt aber die Gräben ebenso wenig.
Hier ist das zwar nicht genauso, aber auch hier schweigt die Mitte oder Mehrheit mehrheitlich, oder? Wo sind die Aufschreie, wenn auch namhafte Medien hier eine Art der Berichterstattung hinlegen, die das Narrativ des kriminellen Ausländers aufrechterhält oder anfeuert?
Wo ist der große Aufschrei gegen Merz, der sich sprachlich kaum von Leuten der AfD unterscheidet?
Wo ist der Aufschrei der Menge gegen Kürzungen, ganz neu, bei Psychotherapeuten?
Sind wir dann auch alle schuld?
 
Man könnte mit Blick auf den 10-Punkte-Plan, der die Grundlage für den Waffenstillstand und die nun anstehenden Friedensverhandlungen bildet, auch sagen, die USA haben kapituliert.

Laut der Nachrichtenagentur Tasnim beinhaltet der Entwurf die Forderung nach einer dauerhaften Einstellung von Aggressionen. Der Iran soll die Kontrolle über die Straße von Hormus behalten und Uran anreichern dürfen. Die politische Führung in Teheran fordert die Aufhebung der harten internationalen Sanktionen und Strafmaßnahmen des UN-Sicherheitsrats. Auch Resolutionen des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA will Teheran aufgehoben sehen, wie Tasnim weiter berichtet. Zudem werden Kriegsentschädigungen und ein Abzug der US-Streitkräfte aus der Region gefordert. Der Krieg soll an allen Fronten enden, einschließlich im Libanon.
Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten...fenruhe-totalen-und-vollstaendigen-sieg-.html

Aber hey, die Straße von Hormuz "ist wieder offen". Nur das es jetzt Wegezoll gibt. Und die Straße vor dem Überfall auch offen war - ohne Wegezoll. Was ein Clown.
 
Na ja, ich weiß nicht, ob das wiederum nicht zu einfach ist.Wenn wir uns ansehen, wie viel Geld in den Wahlkampf geflossen ist, scheint das allem voran, auch ein Problem der Eliten zu sein. Denke, das ist nicht zu unterschätzen.
Republikaner haben außerdem Vorteile, was die Wahlkreise betrifft. All das ist natürlich auch menschenhengemacht. Aber zu sagen, die Amis haben Trump gewählt, ist leider nicht ganz richtig, wenn wir fair sind.

Hier ist das zwar nicht genauso, aber auch hier schweigt die Mitte oder Mehrheit mehrheitlich, oder? Wo sind die Aufschreie, wenn auch namhafte Medien hier eine Art der Berichterstattung hinlegen, die das Narrativ des kriminellen Ausländers aufrechterhält oder anfeuert?
Wo ist der große Aufschrei gegen Merz, der sich sprachlich kaum von Leuten der AfD unterscheidet?
Wo ist der Aufschrei der Menge gegen Kürzungen, ganz neu, bei Psychotherapeuten?
Sind wir dann auch alle schuld?
Klare Antwort: ja. Ich kann mich nur wiederholen, in einer Demokratie tragen wir alle Verantwortung.
 
Aber so einfach ist es nicht, auch wenn wir Verantwortung tragen. Was wir gegen Parteien tun können, ist begrenzt.
Klar, Protest, Briefe, Mails, Petitionen. Aber letztendlich sind das nur kleine Dinge.
 
Aber hey, die Straße von Hormuz "ist wieder offen". Nur das es jetzt Wegezoll gibt. Und die Straße vor dem Überfall auch offen war - ohne Wegezoll. Was ein Clown.

Das ist Trumps übliches Vorgehen: Laut brüllen, alle verarschen und so tun, als hätte man gewonnen, während man eine Niederlage kassiert hat. Dieses Mindset hat zum 6. Januar 2021 geführt.
 
Na ja, ich weiß nicht, ob das wiederum nicht zu einfach ist.Wenn wir uns ansehen, wie viel Geld in den Wahlkampf geflossen ist, scheint das allem voran, auch ein Problem der Eliten zu sein. Denke, das ist nicht zu unterschätzen.
Republikaner haben außerdem Vorteile, was die Wahlkreise betrifft. All das ist natürlich auch menschenhengemacht. Aber zu sagen, die Amis haben Trump gewählt, ist leider nicht ganz richtig, wenn wir fair sind.

Ja, natürlich ist das auch ein strukturelles Problem. Geld, Wahlkreise, mediale Dynamiken, alles, wie gesagt, vollkommen valide Punkte. Aber ich finde, man macht es sich zu einfach, wenn man daraus ableitet, dass die Wähler kaum noch eine Rolle spielen. Allein am Geld kann es jedenfalls nicht gelegen haben. Kamala Harris hatte rund 1 Mrd. Dollar an Spenden, Trump mit 381 Mio. deutlich weniger. Geld ist also ein Faktor (von vielen), aber kein entscheidender Automatismus.

Wenn man es runterbricht, wird es rückblickend simpel: Für viele Menschen waren wirtschaftliche Sorgen die zentrale Thematik. Alles wird teurer, Unsicherheit steigt. Und Trump hat seit den 80er/90ern das Bild des "erfolgreichen Geschäftsmanns" aufgebaut. Ob das realistisch ist oder nicht, spielt da auch keine Rolle, sondern wie es wirkt, und es wirkt(e). Kombiniert man das mit den strategischen Fehlern der Demokraten (die vielleicht noch viel schwerwiegender waren in diesem Wahlkampf..), kommt man zu einem ziemlich simplen, aber unbequemen Ergebnis: Viele Menschen haben ihn nicht trotz, sondern wegen dieser Mischung gewählt. Und das waren eben nicht nur überzeugte MAGA-Anhänger, sondern auch Leute, die sagen: "Ja, Schlechter Mensch, aber gute Politik für mich"

Gleiches sehen wir hier auch mit der AfD. Den Leuten geht es schlecht und demokratische Kräfte haben darauf keine simple Antwort (Spoiler: Gibt es oft auch nicht.), Trump und die AfD aber schon. Der Rattenschwanz wird dann dabei entweder in Kauf genommen, nicht verstanden oder aus voller Überzeugung akzeptiert.


Hier ist das zwar nicht genauso, aber auch hier schweigt die Mitte oder Mehrheit mehrheitlich, oder? Wo sind die Aufschreie, wenn auch namhafte Medien hier eine Art der Berichterstattung hinlegen, die das Narrativ des kriminellen Ausländers aufrechterhält oder anfeuert?
Wo ist der große Aufschrei gegen Merz, der sich sprachlich kaum von Leuten der AfD unterscheidet?
Wo ist der Aufschrei der Menge gegen Kürzungen, ganz neu, bei Psychotherapeuten?
Sind wir dann auch alle schuld?

Ja. Wie gesagt: Demokratie ist eben harte Arbeit. Demokratie bietet in der Regel keine einfachen Lösungen und Demokratie bietet keine Lösung die für alle immer zu 100% passt. Aber sie bietet einen mehrheitlich getragenen Kompromiss. Bei 80 Mio. Bürgern wird man das auch nicht anders schaffen. Demokratie ist harte Arbeit und ja, jeder einzelne könnte da bestimmt auch noch mehr investieren und wenn es nur der Klick ist um Petition X für Tante Hilde im WhatsApp-Status sichtbar zu machen.
 
Ich sag auch nicht, dass man die Wählenden aus der Verantwortung nehmen kann.
Aber alle über einen Kamm scheren, und dss geschieht mit pauschalen "die" Was auch immer Aussagen.

Sollte es hier politisch irgendwann einmal zu einer AfD Regieurng kommen, ob geduldete Minderheit oder Koalition mit CDU wäre ich auf die Diskussion hier nicht wild.
 
Sollte es hier politisch irgendwann einmal zu einer AfD Regieurng kommen, ob geduldete Minderheit oder Koalition mit CDU wäre ich auf die Diskussion hier nicht wild.

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Wobei die aktuellen Umfragen, zumindest rechnerisch, einen gesamten Parteienblock in beiden Bundesländern gegen die AfD möglich macht.
 
Aber so einfach ist es nicht, auch wenn wir Verantwortung tragen. Was wir gegen Parteien tun können, ist begrenzt.
Klar, Protest, Briefe, Mails, Petitionen. Aber letztendlich sind das nur kleine Dinge.
Sich politisch engagieren und für das Einstehen was wichtig ist fehlt mir hier.

Aber ansonsten was @Steven Crant sagt.

Stein des Anstoßes war, dass ich sehr wohl der Ansicht bin, dass das amerikanische Volk Verantwortung für die Kriegsverbrechen seiner Regierung trägt. In Deutschland haben am Ende auch nur ~40% die NSDAP gewählt, aber die aus den folgenden Ereignissen entstandene Verantwortung ist gesamtgesellschaftlich.
 
Das zählt für mich auch, sich politisch zu engagieren, @Arlen ^^
Ich gebe schlicht zu bedenken, dass es nicht so einfach ist, Dinge zu verändern und ich durchaus auchbsage, es gibt Verantwortung. Aber gleichzeitig denke ich auch, dass wir ziemlich begrenzt sind in dem, was wir tatsächlich wirksam tun können.
Und ja, ich bin in einer Partei, ich schreibe Mails, unterzeichne Petitionen, diskutiere, demonstriere. Trotzdem frage ich mich: reicht das? Bringt das was? Ändert das was?
Man denke an die "Klimakleber" und den Aufschrei ...
Finde das aktuell einfach ziemlich schwer .
 
Sich politisch engagieren und für das Einstehen was wichtig ist fehlt mir hier.
Aber a - wer macht das? Das braucht Zeit, Kraft, Mut. Geld.
Und vor allem b - wie viel nutzt das? Ich bin ebenfalls in einer Partei, weil ich genau das gesagt habe - ich darf mich nicht aus der Verantwortung stehlen, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, was diese Partei macht. Trotzdem ist das nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ich alleine bewirke gleich mal gar nichts und würde trotz meines Engagements dann somit über einen kamm geschoren werden und "schuld" sein.

Das ist doch alles viel komplexer.
 
Stein des Anstoßes war, dass ich sehr wohl der Ansicht bin, dass das amerikanische Volk Verantwortung für die Kriegsverbrechen seiner Regierung trägt. In Deutschland haben am Ende auch nur ~40% die NSDAP gewählt, aber die aus den folgenden Ereignissen entstandene Verantwortung ist gesamtgesellschaftlich.
Bei der letzten "freien" Reichstagswahl im März 1933 erreichte die NSDAP 43,9%. Trotz Einschüchterungen und Störungen gegen andere Parteien reichte das nicht einmal für eine eigne Mehrheit.
Also waren mindestens 56,1% nicht für den Erfolg der NSDAP verantwortlich.

Allerdings muß auch erwähnt werden das der Großteil der Deutschen später sehr zufrieden mit Hitler war. Und zwar bis weit in den Krieg hinein.
Viele auch bis zum Ende.
 
@Jedihammer
Das ist so nicht ganz korrekt.
Vor dem Krieg besonders zwischen 1933 und 1938, genoss er tatsächlich hohe Zustimmung. Die wirtschaftliche Erholung, der Abbau der Massenarbeitslosigkeit und außenpolitische „Erfolge", wie die Rheinlandbesetzung oder der „Anschluss" Österreichs trugen dazu bei. Allerdings muss man dabei Angst, Anpassung und Opportunismus mitdenken: In einem Terrorstaat ohne freie Meinungsäußerung lässt sich echte Überzeugung sehr schlecht von erzwungener Konformität trennen.

Mit Kriegsbeginn und erst recht nach den ersten militärischen Niederlagen nahm die Unterstützung nachweislich ab. Historiker wie Götz Aly argumentieren außerdem, dass Hitlers Beliebtheit schon ab 1939 sank (Quelle)
So einfach lässt sich das alles daher nicht sagen. Hinzu kommt ein grundsätzliches methodisches Problem. Wie misst man die tatsächliche Zufriedenheit einer Bevölkerung, die unter einem Überwachungs- und Terrorregime lebte und wie aussagekräftig sind nach Jahren Fragen zur Beliebtheit oder die Erinnerung daran?
 
Interessehalber: Was sind diese Nachweise?

Ich nehme an, dass sich Ian auf den Link zum Spiegel-Interview mit Götz Aly bezieht:

Aly: Natürlich nicht. Jeder weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, sich nach zehn oder zwanzig Jahren an eine Stimmung zu erinnern. Wir haben fünf Indikatoren ausgewählt, um ein genaueres Bild der Stimmung und Stimmungsschwankungen in Nazi-Deutschland zu ermitteln.

SPIEGEL ONLINE: Welche Indikatoren sind das?

Aly: Erstens haben wir gemeinsam mit dem Einwohnermeldeamt Frankfurt am Main gemessen, wie häufig betont nazistische Vornamen, auch als Zweitnamen, vergeben wurden. Wir haben für den Zeitraum zwischen 1932 und 1945 Daten über politisch aussagekräftige Namen erhoben. So konnten wir die Adolf-, Herrmann- und Horst-Kurve erheben. Die Zahl der Kirchenaustritte wählten wir zum zweiten Indikator: Die Grundlage dafür ist die Annahme, dass man es sich gerade in unsicheren Zeiten genau überlegt, ob man es sich mit Gott verderben will. Der dritte Indikator ist das Sparverhalten, denn die längerfristige Anlage von Geld zeigt das Zukunftsvertrauen der Menschen - auf ganz unideologische Weise.

SPIEGEL ONLINE: Welche noch?

Aly: Der vierte Indikator lässt Rückschlüsse darauf zu, welchen Druck das Regime für nötig hielt, um seine Volksgenossen durch Bedrohung zu disziplinieren. Hierfür haben wir die Zahl der Todesurteile des Volksgerichtshofs untersucht. Aus den Todesanzeigen für gefallene Soldaten gewannen wir den fünften Indikator. Wir fragten: Haben die Angehörigen die Formel "Gefallen für Führer, Volk und Vaterland" gewählt oder verzichteten sie auf den "Führer" und schrieben schlicht "Gefallen für Volk und Vaterland"? Verglichen haben wir die Anzeigen in der bürgerlichen "Frankfurter Zeitung" und der Parteizeitung "Frankfurter Volksblatt".

Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/zei...laeufer-mit-schlechtem-gewissen-a-454213.html
 
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