Militärgeschichte

Was die Führungsebene und das Offizierskorps angeht, bin ich bei Dir. Aber wie schätzt Du die Lage bei den Mannschaften und den Wehrpflichtigen ein, wenn es hart auf hart, also zu einem Krieg zwischen den beiden deutschen Staaten gekommen wäre?
Schwer zu sagen. Ich habe mit vielen ehemaligen Wehrpflichtigen der NVA gesprochen. Einige sagten sie hätten geschossen, andere sagten bei ihnen habe der alte Satz gegolten "Ein Deutscher schießt nicht auf einen "Deutschen"
Auf der anderen Seite haben viele NVA Soldaten auf das eigene Volk geschossen und den Bau der Mauer gesichert.
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
 
Es ist ja nicht so dass es früher keine Auseinandersetzungen sich deutschsprachigen Nationen gegeben hat, das hatte im Gegenteil ja schon eher Jahrhunderte lange Tradition (zuletzt im Deutsch-Deutschen Krieg 1866). Also denke ich schon dass die meisten bei einem Krieg mitgezogen hätten. Vor allem weil mit späteren Generationen ja auch langsam der Bezug zur "anderen Seite" verloren ging.
 
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Der ehemalige Leutnant der Wehrmacht und Oberst der Bundeswehr Heinz Rafoth ist im Alter von 103 Jahren verstorben.
Mit Oberst Rafoth starb der letzte Träger des Ritterkreuze zum Eisernen Kreuz welcher in der Bundeswehr Dienst tat.
Nach dem Tod von Oberst Rafoth ist der ehemalige Jagdflieger der Wehrmacht, Leutnant Hugo Broch mit 104 Jahren der letzte lebende Träger des Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.
Interessant ist die Tatsache das Oberst Rafoth und Leutnant Broch beide am 6. Januar geboren wurden.
Broch 1922.
Rafoth 1923.
 
Heute vor genau 85 Jahren, am 06.04.1941 begann unter dem Namen "Unternehmen Marita" der sogenannte Balkanfeldzug der Deutschen Wehrmacht im Rahmen des II.Weltkriegs.
Das Wort Balkanfeldzug ist die zusammenfassende Bezeichnung für die militärischen Operationen zunächst der italienischen und nach deren Scheitern der deutschen Wehrmacht auf der Balkanhalbinsel in den Jahren 1940/41. Am 28.10.1940 ließ Bentito Mussolini entgegen deutschen Warnungen und ohne Unterrichtung des Bündnispartners vom kurz zuvor annektierten Albanien aus eine Armee in Griechenland einfallen. Eifersüchtig auf die deutschen militärischen Erfolge vom Sommer 1940 hatte er nicht verwinden können, dass Hitler ihn über seine Absichten meist im unklaren gelassen hatte, und wollte seinerseits eigenmächtig handeln, wobei er die Möglichkeiten der italienischen Armee weit überschätzte und sich über den Rat seiner Generale hinwegsetzte. Anzeichen über italienischen Absichten gegen Griechenland waren Hitler nicht verborgen geblieben, doch sein Wink, den Balkan aus dem Krieg herauszuhalten, war vom Duce ignoriert worden.





Dem um 6 Uhr des 28.10.1940 beginnenden italienischen Angriff ging ein unannehmbares Ultimatum an Athen voraus(Der griechische Diktator Ioannis Metaxas antwortete auf dieses Ultimatum mit nur einem Wort :NEIN.Seitdem ist der Ochi-Tag in Griechenland ein Nationalfeiertag). Der italienische OB in Albanien, Korpsgeneral Sebastiano Visconti-Prasca, verfügte über 155 000 Soldaten (1 Panzerdivision mit leichten Kampfwagen, 1 Alpini-Division und 6 Infanteriedivisionen). Zur Luftunterstützung war ihm das 4. Fliegerkorps mit 107 Jägern, 55 Bombern und 25 Aufklärern zugeteilt worden. Das griechische Heer unter Armeegeneral Alexandros Papagos besaß zu dieser Zeit nach Mobilmachung 1 Kavallerie-Division und 14 Infanteriedivisionen, insgesammt 430 000 Mann. Die Luftstreitkräfte bestanden nur aus 44 Jägern, 39 Bombern und 66 Aufklärern. Nach geringen Anfangserfolgen blieben die Italiener vor den Stellungen der sich entschlossen zur Wehr setzenden Griechen liegen. Ein Gegenstoß des griechischen 11. Korps unter General Papadopulos am 2. und 3.11. warf den am weitesten auf griechisches Gebiet vorgedrungenen linken Flügel der italienischen 11. Armee zurück. Am gleichen Tag gingen die ersten britischen Truppen in Piräus an Land. Angesichts der ihm äußerst unerwünschten Entwicklung entschloss sich Hitler am 04.11.1940 zu einem Entlastungsangriff über Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Seine Weisung Nr. 18 vom 12.11.1940 befahl dem OKH, Vorbereitungen zu treffen, um "im Bedarfsfall aus Bulgarien heraus das griechische Festland nördllich des Ägäischen Meeres in Besitz zu nehmen und damit die Voraussetzungen für den Einsatz deutscher Fliegerverbände gegen Ziele im ostwärtigen Mittelmeer zu schaffen, insbesondere gegen diejenigen britischen Luftstützpunkte, die das rumänische Erdölgebiet bedrohen".





Inzwischen war am 14.11.1940 an der albanischen Front der zweite Schlag gefallen: 3 griechische Korps traten mit Kavallerie-Divisionen, 8 Infanteriedivisionen und 3 Brigaden zum Angriff an und warfen die nunmehr zur Heeresgruppe Albanien (Soddu) erweiterten, aus den Armeen 9 unter General Vercellino und 11 unter General Geloso bestehenden italienischen Invasionstruppen über die Grenze zurück. Dennoch prahlte Mussolini am 18.11.1940 in einer Rede: "... wir werden Griechenland das Rückgrat brechen" und gab die italienischen Verluste der ersten 10 Kampftage mit 372 Toten, 1081 Verwundeten und 650 Vermissten an. Am 13.12.1940 unterzeichnete Hitler die Weisung Nr. 20, in der die Einzelheiten des deutschen Aufmarsches gegen Griechenland - Unternehmen "Marita" - festgelegt wurden. Am Monatsende löste Armeegeneral Cavallero den erkrankten Soddu ab. In Albanien standen nun 16 italienische 13 griechischen Divisionen gegenüber. Bei einem Treffen mit Mussolini am 19./20.1.1941 teilte Hitler dem Duce seine Absicht mit, Griechenland anzugreifen und einen Sperrverband nach Libyen zu entsenden, wo sich die Lage der Italiener nach dem britischen Gegenangriff vom 9.12.40 ebenfalls katastrophal entwickelt hatte . Italiens "Parallelkrieg" fand damit sein Ende.





Nach dem Einrücken der deutschen Truppen in Rumänien und Bulgarien begann am 04.0319.41 die britische Operation "Lustre", die Überführung von Empiretruppen nach Griechenland, die am 24.02. vom Kabinett gebilligt worden war. Bis zum 24.4. kamen rund 58 000 Mann, in erster Linie das australischen I. AK unter dem damaligen Lieutenant-General und späterenField Marshal Sir Thomas Albert Blamey mit der neuseeländischen 2. Divisionunter Bernard Cyril Freyberg der australischen 6. Division unter Major-General Mackey sowie der 1. Panzerbrigade Brigadier-General Charrington. OB wurde Generalleutnant Wilson, die Luftstreitkräfte standen unter dem Kommando von Vizeluftmarschall d'Abiac.





Hitlers Bemühungen, Jugoslawien in seinen Einflussbereich zu zwingen, führten am 25.3.1941 zum Beitritt Belgrads zum Dreimächtepakt. Dem Vertragsabschluss waren deutsche Zugeständnisse, darunter der Verzicht auf Truppentransporte für »Marita« durch Jugoslawien, vorausgegangen. Ein Staatsstreich antideutscher Kräfte am 27.03.1941 machte diesen Erfolg aber wieder zunichte und führte zum Entschluss Hitlers, "Jugoslawien militärisch und als Staatsgebilde zu zerschlagen" (Weisung Nr. 25 vom gleichen Tage). Zunächst für den 01.04.1941 geplant, begann der deutsche Angriff am 06.04.1941 um 5.15 Uhr. Zum Auftakt bombardierten 484 deutsche. Flugzeuge Belgrad, wobei 1500 Zivilisten ums Leben kamen.Obwohl Generaloberst Löhr den totalen Vernichtungsbefehl Hitlers abgemildert hatte und nur militärische Ziele hat angreifen wollen wurde er für diese Luftangriffe nach dem Krieg in Jugoslawien zum Tode verurteilt und erschossen. Gegen Griechenland kam die 12. Armee unter Generalfeldmarschall Wilhelm List mit 2 Panzerdivisionen, 2 Gebirgs- und 4 Infanteriedivisionen zum Einsatz, gegen Jugoslawien die 2. Armee unter dem damaligen Generaloberst und späteren GFM Maximilian von Weichs und die Panzergruppe 1 unter dem damaligen Generaloberst und späteren GFM Ewald von Kleist mit 4 Panzer-, 3 mot. und 7 Infanteriedivisionen Die Luftflotte 4 unter Generaloberst Alexander Löhr übernahm mit 210 Jägern, 400 Bombern und Sturzbombern sowie 170 Aufklärern die Luftsicherung der Operationen. Die griechische Armee, deren Hauptkräfte in Albanien gebunden waren, vermochte den deutschen Truppen nur 4 Divisionen und 2 Brigaden entgegenzustellen. Trotz tapferer Gegenwehr, vor allem in den Befestigungen der Metaxas-Linie, konnte die deutsche 2. Panzerdivision schon am 09.04.1941 in Saloniki einrücken. Nach Durchbruch durch den Befestigungsgürtel und Abschneiden der Verbindungen zu den griechischen Hauptkräften kapitulierte die Ostmazedonien-Armee unter General Bakopulos am gleichen Tag. Das deutsche Vorrücken in Mazedonien und Süd-Jugoslawien bedrohte nach wenigen Tagen die griechischen Albanienfront - hier hatten die Griechen bislang die Gefangennahme von 13 300 Italienern gemeldet -, sodass sie vom 14.04.1941 an zurückgenommen werden musste. Inzwischen war auch das jugoslaw. Heer, das in 3 Armeegruppen mit insgesgesamt 7 Armeen (=Korps) 3 Kavallerie- und 27 Infanteriedivisionen sowie 6 Brigaden mobilisiert hatte, weitgehend zerschlagen oder hatte sich, besonders in den mit Kroaten durchsetzten Verbänden, einfach aufgelöst. Die jugoslawische Luftwaffe konnte mit ihren 144 Jägern, 160 Bombern und 40 Aufklärern, darunter moderne deutsche Me 109 und Do 17, nur wenig wirksam werden.





Als das deutsche XVIII. Korps die britische Riegelstellung am Olymp durchbrochen hatte, gab das britische Oberkommando am 17.04.1941 die Genehmigung zur Räumung Griechenlands durch die Royal Navy. Am gleichen Tag unterzeichnete der jugoslawische OB Armeegeneral Kalafatovic in Belgrad die Kapitulation seiner Streitkräfte. Angesichts der hoffnungslosen Lage fand am 18.04.1941 in Athen ein Kriegsrat statt, bei dem sich die Frontbefehlshaber gegen die Meinung von König Georg II. und General Papagos für eine baldige Kapitulation aussprachen. Ministerpräsident Alexander Koryzis beging nach der Sitzung Selbstmord. Am nächsten Tag übergingen die Kommandierenden Generäle der drei in Epirus kämpfenden Korps - I. AK unter General Panajotis, II. AK unter General Bakos und III. AK unter General Tsolagoglu - ihren OB, Generalleutnant Pitsikos, und schickten einen Parlamentär zum Gegner. Dies führte im Hauptquartier von Tsolagoglu zur Kapitulation vor dem Kommandeur der Leibstandarte-SS "Adolf Hitler",dem damaligen SS-Obergruppenführer und späteren SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich, ein Akt, der am 21.04.1914 in Larissa vor Generalfeldmarschall List wiederholt und ironischerweise nach Protesten Mussolinis zum dritten Mal am 23.04.1941 in Saloniki vor General Ferrero vollzogen wurde.





Die britische Räumung Griechenlands (Operation "Demon") begann am 24.04.1941, verzögert durch deutsche Luftangriffe auf Schiffe und Häfen. Die Einschiffungen mussten schließlich fast durchweg vom freien Strand aus erfolgen. Insgesamt konnten 50 732 Soldaten, darunter wenige Griechen und Jugoslawen, abtransportiert werden. In Kalamata musste Brigadegeneral Parrington mit 6652 Empiresoldaten und 904 Jugoslawen (darunter 4 Generale) vor der dt. 5. Panzerdivision kapitulieren. Insgesamt waren in Griechenland eingesetzt: 21 880 Briten, 17 125 Australier, 16 720 Neuseeländer und 4670 Palästinenser und Zyprioten = 60 395. Davon waren 903 gefallen, 1250 verwundet und 13 958 in dt. Gefangenschaft geraten (= 16 111). Die deutsche 12. Armee meldete die Gefangennahme von 342 Offizieren und 10 340 britischer Soldaten. Die RAF hatte 209 Maschinen eingebüßt und 163 Mann, die deutsche Luftwaffe 158 Flugzeuge. 344 000 Jugoslawen und 223 000 Griechen kamen in deutsche Gefangenschaft. Am 27.04.1941 rückte die Aufklärungsabteilung der 5. Panzerdivision in Athen ein, und am 30.04.1941 war mit der Besetzung des griechischen Festlands einschließlich des Peloponnes der Balkanfeldzug beendet. Die deutschen. Verluste betrugen 2559 Tote, 3169 Vermisste und 5820 Verwundete. Die ungarische 3. Armee unter General Novák von Gorondy, die mit 10 Brigaden an den Operationen teilgenommen hatte, meldete 15 000 jugoslawische Gefangene; sie selbst hatte 65 Gefallene, 242 Verwundete und 15 Vermisste zu verzeichnen. Ohne in größere Kampfhandlungen verwickelt zu werden, hatte die italien. 2. Armee unter Armeegeneral Ambrosio die dalmatiniche Küste besetzt.





Als letzte griechische Bastion blieb die Insel Kreta, die im Anschluss an den Balkanfeldzug beim Luftlandeunternehmen "Merkur" bis 0.1.06.1941 erobert wurde. Insgesamt verzögerten die Kampfhandlungen im SO den längst geplanten Russlandfeldzug (Unternehmen "Barbarossa") um mehrere Wochen und schwächten die Wehrmacht durch erhebl. Menschen- und Materialverluste.


Zwar ein glanzvoller Sieg der deutschen Waffen, aber möglicherweise ein verhängnisvoller Sieg, da dieser den Sieg über die Sowjet-Union kostete.
 
Zwar ein glanzvoller Sieg der deutschen Waffen, aber möglicherweise ein verhängnisvoller Sieg, da dieser den Sieg über die Sowjet-Union kostete.
Dolchstoßlegende 2.0? Der Balkanfeldzug ist nicht *die* Ursache für das Scheitern des Feldzugs gegen die Sowjetunion. Ursachen waren insbesondere mangelnde Planung, Nachschublinien zu Pferde in der Weite des Raumes, Mangel an Treibstoff und LKW usw. Barbarossa galt bereits im August 41 in der Wehrmacht als gescheitert (vgl Augustkrise).
 
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Heute vor genau 165 Jahren, am 12.04.1861 eröffneten Artillerie Batterien der Konföderation das Feuer auf das Nordstaaten Fort Sumter vor der Hafeneinfahrt der Stadt Charlston im Konföderrietenstaat South Carolina.
Dieser Beschuss gilt als Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges.

Nach der Wahl von Abraham Lincoln November 1860 war die Hauptaufgabe, die nach Jahrzehnten andauernder Spannungen zu lösen war, die Frage der Sklaverei in den Vereinigten Staaten. Als direkte Reaktion auf die Wahl Lincolns zum Präsidenten spalteten sich sieben Staaten des Südens von der Union ab, anstatt weiter über die Sklavenfrage zu verhandeln. Der erste Staat, der sich abspaltete, war am 20. Dezember 1860 South Carolina bis Februar 1861 waren mit Alabama, Georgia , Mississippi, Florida, Texas und Louisiana sechs weitere Staaten den neuen Konföderierten Staaten von Amerika beigetreten. Mit ihren Sezessionserklärungen kamen die Forderungen, daß das gesamte Eigentum der Vereinigten Staaten an diese Staaten übergeben werden sollte, einschließlich des militärischen Eigentums und besagter Einrichtungen, die von Soldaten, Matrosen und Marinesoldaten der Vereinigten Staaten verlassen worden waren. Die Lincoln-Administration weigerte sich jedoch, die Bundeseinrichtungen an die Konföderierten abzutreten. Stattdessen entschied sich Lincoln dafür, Fort Sumter im Hafen von Charleston und andere Forts neu zu beliefern und setzte Versorgungsschiffe in Bewegung. Ein Versuch, Fort Sumter neu zu versorgen, fand im Januar statt, aber das Schiff wurde von den Geschützen der Konföderierten abgewiesen. In Charleston wurden die Verhandlungen zwischen dem konföderierten General Pierre Gustave Toutant Beauregard der die dortigen konföderierten Streitkräfte befehligte, und Major Robert Anderson, dem Garnisonskommandeur von Fort Sumter, fortgesetzt. Die Gespräche konnten die Spannungen nicht lösen. Am frühen Morgen des 12. 04.1861 eröffneten die Geschütze der Konföderierten rund um den Hafen das Feuer auf Fort Sumter. Am 13. 04 um 14.30 Uhr gab der damalige Major und spätere Major General Robert Anderson, der Garnisonskommandeur, das Fort auf und es wurde am nächsten Tag evakuiert. Mit dem Beschuß von Fort Sumter war der Sezessionskrieg offiziell sowohl im Norden als auch im Süden ausgebrochen.
 
Am 13. 04 um 14.30 Uhr gab der damalige Major und spätere Major General Robert Anderson, der Garnisonskommandeur, das Fort auf und es wurde am nächsten Tag evakuiert.

Interessante Anekdote: 1865 kehrte Anderson nach Sumter zurück. Er hatte das Sternenbanner, welches er 1861 einholen musste, den kompletten Krieg über aufbewahrt und hisste dies wieder über dem Fort, als der Krieg beendet war.

C.
 
@Crimson
Was mich auch immer fasziniert hat war die Stabilität des Forts. Die CSA hat den Bau 34 Stunden lang massiv mit Artillerie beschossen. 3000 Geschosse wurden abgefeuert. Und das Ding stand immer noch.
Und nicht nur das. Während des gesamten Bombardement gab es nicht einen toten Soldaten des Nordens . Lediglich ein Gaul kam ums Leben.
 
Was mich auch immer fasziniert hat war die Stabilität des Forts. Die CSA hat den Bau 34 Stunden lang massiv mit Artillerie beschossen. 3000 Geschosse wurden abgefeuert. Und das Ding stand immer noch.

Und der Beschuss traf in der Mehrzahl die dem Land zugewandten Seiten des Forts, die "schwächer" befestigt waren, da das Fort ja eigentlich für einen Angriff vom Meer aus gebaut worden war.

Und nicht nur das. Während des gesamten Bombardement gab es nicht einen toten Soldaten des Nordens . Lediglich ein Gaul kam ums Leben.

Ironischerweise starben am 14. April zwei Unionssoldaten beim Salutschießen anlässlich der Übergabe des Forts, als ein Geschütz explodierte.

C.
 
Heute vor genau 40 Jahren,am 15.04.1986 starteten Luftstreitkräfte der US Air Force,des US Marine Corps sowie der US Navy die Operation El Dorado Canyon, die Bombardierung der libyschen Städte Tripolis und Bengasi.
Die Operation sollte eine Antwort sein auf den Terroranschalg auf die meist von US Soldaten besuchte Diskothek „La Belle“ in West-Berlin am 05.04.1986.
Die Stadt Tripolis wurde von Flugzeugen der US Air Force aus Groß-Britannien aus angegriffen während die Stadt Bengasi von Trägerflugzeugen aus dem Mittelmeer angegriffen wurde.
Die Regierungen von Frankreich,Italien und Spanien verweigerten den USA die Überflugrechte sowie die Nutzung von US-Stützpunkten auf ihrem Gebiet sodaß die Flugzeuge für den Angriff auf Triopolis von den Stützpunkten der Royxal Air Force in Lakenheath und Upper Heyford starten mussten und ausserdem ihre Ziele durch den internationalen Luftraum anfliegen mußten.

Am 14.04.1986 starteten von den beiden o.g. Flugplätzen 19 Kampfflugzeuge vom Typ F-111F der 48. Tactical Fighter Wing der US Air Force sowie 5 Kampfflugzeuge vom Typ EF-111A von der 42. Electronic Combat Squadron im Rahmen der 20. Tactical Fighter Wing mit Ziel Triopolis. Letzt genannte Flugzeuge dienen der elektronischen Kampfführung. Dieser Teil des Angriffs trug den Namen Operation Ghost Rider.Doch bereits beim ersten Auftankmanöver gab es erhebliche techniche Probleme sodaß 5 F-11F und eine EF-111A wieder zu ihren Stützpunkten zurückkehren mußten. Der Rest erreichte jedoch ihre Ziele und begannen am 15.04.1986 um 00.02 Uhr bzw. 02.02 libyscher Zeit mit der Bomdardierung der Stadt Tripolis und Ziele in deren Nähe. Angegriffen wurde u.a. der militärische Bereich des Flughafens von Tripolis,die Ausbildungseinrichtung der Kampfschwimmer sowie eine Kaserne in Bab al-Aziziya in der man den Staatschef Libyens,Oberst Muammar al Gaddafi vermutete.Dieser soll dabei mit zwei seiner Söhne verwundet worden sein. 36 Libyer sollen bei dem Lufangriff in Triopolis getötet worden sein des weiteren wurden die Botschaften des Irans,der Schweiz,Östereichs,Finnlands und Frankreichs beschädigt.

Bei dem Angriff auf den Flughafen wurden mehrere Flugzeuge am Boden zerstört bez. Schwer beschädigt. Darunter befanden sich drei Iljuschin IL-76 als Totalverlust und drei Flugzeuge gleichen Typs wurden schwer beschädigt. Eingesetzt wurden Bomben vom Typ MK 82 Snakeeye,MK 20 Rockeye sowie Paveway Präzisonsbomben.

Die Verluste der USA an Kriegs und Menschenmaterial waren gering. Eine F-111F wurde abgeschossen wobei beide Besatzungsmitglieder starben. Eine weitere F-111F mußte wegen technicher Probleme auf dem Luftwaffenstützpunkt Rota in Spanien notlanden.



Zur gleichen Zeit wie der Luftangriff auf Tripolis stattfand griffen Kampfflugzeuge der US Navy und des US Marine Corps Ziele in und um Bengasi an. Vor dem Start der Trägerflugzeuge starte vom Royal Air Force Stützpunkt in Mildenhall eine SR-71 Blackbird welche zur Koordiantion und zur Aufname des Angriffs auf Bengasi genutzt.

Fast zeitgleich mit den Angriffen auf Tripolis starteten vom Flugzeugträger USS Coral Sea 8 Bomber vom Typ A-6E sowie 6 Flugzeuge vom Typ F/A-18C,sogenannte Hornets.Vom Flaugzeugträger USS America starteten 6 A-6E ,7 A-7 Jagdbomber sowie ein Flugzeug zur elektronischen Kampfführung vom Typ EA-6B. Fünzehn F-14 Kampflugzeuge übernamhen den Schutz der Flugzeugträger während 4 Flugzeuge vom Typ E-2C Hawkeye den Luftraum überwachten.

Die Schläge der USA zielten in Bengasi auf die Karsernen in Dschamahirija,ein Trainigsgelände für angebliche Terroristen in Sidi Bilal,eine Trainingscamp für Palästinenser ebenda,sowie der Luftwaffenstützpunkt Bennina südöstlich von Bengasi. Dort wurden mehrere Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber am Boden vernichtet sowie mehrere Lufabwehrstellungen und Radarstationen.

Als die US-Flugzeuge abdrehten hatte Libyen den Verlust von u.a. 14 MIG 23,2 Hubschrauber vom Typ MI-17,mindestens 5 Iljuschin IL-76 ,5 wichtige Bodenradarstellungen sowie ca. 90 Tote zu beklagen, Die USA lediglich zwei Tote. Deren Leichnahme wurden übrigens im Jahre 1989 auf Vermittlung des Vatikans an die USA übergeben. Eine faire Geste Libyens.

In der Betrachtung der Luftschläge sind übrigens zwei Tatsachen sehr bemerkenswert.

1.Die USA haben den Angriff gegen Libyen wohl dessen wichtigsten Verbündeten,der Sowjet-Union zuvor angekündigt. Denn am Vorabend der Luftschläge liefen mehrere sowjetische Kriegsschiffe welche im Hafen von Bengasi vor Anker lagen ohne Angabe von Gründen aus.Eine Warnung der Sowjet-Union dan Libyen erfolgte nicht.

2.Der Anflug der US Flaugzeuge auf Tripolis wurde vom Radar in Malta und in Italien erfasst.Und beide(!!!!!!) warnten libysche Stellen vor dem Angriff. Dies hat,möglicherweise,die Besatzung der amerikanischen F-111 das Leben gekostet.



Als Folge der Luftangriffe der USA feuerte Libyen am 15.02.1983 zwei Scud-B Raketen in die Richtung einer US-Radarstellung auf Lampedusa ab,welche jedoch beide ins Meer schlugen.
 
Heute vor genau 85 Jahren, am 06.06.1941 wurde der sogenannte Kommissarbefehl erlassen. Dieser Befehl wies die Deutsche Wehrmacht und die Waffen SS an die Politischen Kommissare der Roten Armee direkt nach ihrer Gefangennahme sofort zu erschießen .
Mit diesem Befehl und dem am 13.05.1941 erlassenen Gerichtsbarkeitserlass wurde das Kriegsvölkerrecht noch vor Kriegsbeginn von deutscher Seite ausser Kraft gesetzt.
Während der Gerichtsbarkeitserlass durch einen Befehl des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall Walter von Brauchitisch , zur Aufrechterhaltung der Manneszucht noch abgemildert werden konnte wurde der Kommissarbefehl in vielen Einheiten kompromisslos durchgeführt wurde.
Allerdings muss auch erwähnt werden das sich einige hohe Offiziere weigerten den Befehl weiterzugeben.
Dies ging teilweise runter bis zur Divisionsebene. Mehrere Divisionskommandeure haben angedroht jeden Soldaten ihrer Division vor ein Kriegsgericht zu bringen der einen Gefangenen anders behandelt als von der Haager Landkriegsordnung vorgesehen.
 
Am 31.05.2026 verstarb im Alter von 104 Jahren der ehemalige Leutnant der Deutschen Luftwaffe Hugo Broch.
Hugo Broch schoss als Jagtflieger an der Ostfront bei 324 Feinfflügen 81 feindliche Flugzeuge ab.
Mit Leutnant Broch starb der letzte Träger des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz.
 
Heute vor genau 85 Jahren, am, 22.06.1941 begann das Unternehmen Barbarossa, der Angriff der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjet-Union.
Es folgt hier eine grobe Schilderung des sogenannten „Russlandfeldzuges“.
Da der Krieg zu groß war um ihn hier in allen Einzelheiten zu erklären habe ich versucht mich auf das Wesendliche zu beschränken.
Auch benutze ich gegen meine Natur in dieser Schilderung öfters das Wort „Russlandfeldzug“ obwohl es ein Krieg gegen die Sowjet-Union war und nicht gegen Russland..

Für den Kampf des Deutschen Reiches und seiner Verbündeten gegen die UdSSR vom 22.06.1941 bis zum 09.05.1945hat sich der Begriff Russlandfeldzug als Sammelbezeichnung für alle militärischen Operationen auf sowjetischem Boden, ja bis zum Ende in Berlin eingebürgert, obgleich er zu diesem Zeitpunkt längst ein sowjetischer Deutschland-Feldzug war. Nachdem Großbritannien nicht zu bezwingen gewesen war und sich auch nicht auf einen Frieden mit dem Deutschen reich einlassen wollte, sollte die Entscheidung im Osten gesucht und vor allem das Lebensraum-Konzept verwirklicht werden, das Hitler als "heilige Mission meines Lebens" und "Daseinszweck des Nationalsozialismus" bezeichnete. Auch die latente Gefahr im Rücken Deutschlands sollte beseitigt werden und dem zu erwartenden Angriff der Roten Armee auf Deutschland sollte vorgebeugt werden. Das dazu entworfene Unternehmen "Barbarossa" deklarierte er daher als "Krieg zweier Weltanschauungen", in dem Ritterlichkeit und traditionelle soldatische Ehrbegriffe nur Hemmnisse seien. Ziel der Eroberung sollte die Dezimierung der slawischen Bevölkerung wie er in einem Erlass vom 13.05.1941 erklärte und die "rücksichtslose Germanisierung" sein, von der Hitler schon am 03.02.1933 vor der Generalität gesprochen hatte. Unausgesprochen blieb hingegen die Absicht, den Feldzug zugleich zur Vernichtung des osteuropäischen Judentums(unter anderem durch die sogenannten Einsatzgruppen des SD und der kommunistischen Führungsschicht zu nutzen . Über den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffsvertrag, der ohnehin nur als Notbehelf gedacht gewesen war, setzte sich Hitler bedenkenlos hinweg, da er einem sowjetischen Überfall zuvorkommen müsse.

Zunächst zur Ursprünglichen Planung des Krieges gegen die UDSSR, den Plan „Barabrossa :

Der Deutsche König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Friedrich I, genannt Barbarossa wurde von Adolf Hitler als Pate für den Decknamen des deutschen Operationsplans für den Angriff auf die Sowjet-Union gewählt.


.Zunächst für die Zeit nach dem Sieg über Großbritannien vorgesehen, wurde "Barbarossa" schließlich eher ein Ersatz dafür und sollte nach der erfolglosen Luftschlacht um England den letzten potentiellen Gegner auf dem Kontinent "in einem schnellen Feldzug niederwerfen": "Ist aber Russland zerschlagen, dann ist Englands letzte Hoffnung getilgt" ,wie Hitler in einer Rede am 31.0719.40 vor hohen Offizieren sagte.. Nach dem Triumph über die als stärkste europäische Militärmacht angesehenen französischen Streitkräfte wurde die Kampfkraft der Roten Armee von Hitler und der Generalität gleichermaßen niedrig eingeschätzt, v.a. auch wegen der Schlappen im finnisch/sowjetischen Winterkrieg. Nachdem bereits am 05.08.1940 ein erster "Operationsentwurf Ost" von Generalmajor Erich Marcks vorgelegt worden war der eine einarmige Zangenbewegung ,einen Vorstoß im Süden nach Rostow mit anschliesenden Eindrehen Richtung Moskau vor sah(damals noch unter dem Decknamen „Fritz“), erfolgte am 18.12.40 die eigentliche "Weisung Nr. 21 Fall B.": Vernichtung der "Masse des russischen Heeres" durch schnelle Panzerraids, die den "Abzug kampfkräftiger Teile in die Weite des russischen Raums" verhindern sollten; Abschluss der Vorbereitungen bis 15.05.1941. Der vornehmlich mit der Planung betraute Oberquartiermeister I, der damalige Generalleutnant und spätere Generalfeldmarschall Friedrich Paulus, entwarf dafür einen geballten Vorstoß auf Moskau. Obwohl Hitler am 03.02.1941 andere Prioritäten setzte ,so z.B. die Vernichtung Leningrads als "Brutstätte des Bolschewismus", sowie die Eroberung der Ukraine wegen der Versorgung mit Lebensmittel und kriegswichtigen Bodenschätzen, blieb es beim vorgesehenen Aufmarsch: stärkste Kräftemassierung bei der Heeresgruppe Mitte mit 51 Divisionen, davon 9 Panzerdivisionen, flankiert von 26 Divisionen der Heeresgruppe Nord und 59, davon 14 rumänische und nur 5 Panzerdivisionen, bei der Heeresgruppe Süd. Dieser politischen/militärischen Zielkonflikt führte im Russlandfeldzug zu erheblichen Problemen. Hinzu kam die Verzögerung von "Barbarossa" durch den Balkanfeldzug um fünf Wochen.

Wie bereits oben erwähnt wurde "Barbarossa", nach dem Stauferkaiser Friedrich I benannt und war von Hitler zudem als "Kampf zweier Weltanschauungen", als "Kreuzzug" gegen das "assoziale Verbrechertum" des Kommunismus konzipiert. Daraus resultierten der Barbarossa-Gerichtsbarkeitserlass vom13.05.1941 und der Kommissarbefehl vom 06.06.1941, für die Hitler ein Abrücken "vom Standpunkt des „soldatischen Kameradentums" forderte(der Rotarmist ist vorher kein Kamerad und hinterher kein Kamerad). Zwar erließ der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch dagegen einen Tagesbefehl zur Wahrung der "herkömmlichen Manneszucht", doch ließ sich die Verstrickung der Wehrmacht in die nationalsozialistischen Verbrechen nicht verhindern.


Allerdings muß hier auch erwähnt werden dass sehr viele, vor allem auch hohe deutsche Offiziere in ihrem Befehlsbereich den Kommissarbefehl nicht ausführen liessen und es auch viele Befehlshaber auf deutscher Seite gab die Verstöße deutscher Soldaten gegen das Kriegsrecht streng, oft auch mit der Todesstrafe ahndeten.


Die politischen Kommissare der Roten Armee waren keine vom Völkerrecht geschützten Soldaten. Auch ist die verbrecherische Behandlung eigener Soldaten durch die politischen Kommissare nicht zu leugnen. Viele hunderttausende Rotarmisten wurden durch die Kommissare in aussichtslosen Schlachten in den Tod getrieben und wer sich zurückzog wurde von den Kommissaren erschossen.


Aber kehren wir zurück zum Unternehmen Barbarossa.

Nach Abschluss des Balkanfeldzugs , der Hitlers Zeitplan für 1941 durcheinandergebracht hatte, kamen die seit Juni 1940 vorbereiteten Maßnahmen für einen Angriff auf die UdSSR zu ihrem Höhepunkt. Absicht der Operationsplanung ,der Weisung Nr. 21 vom 18.12.1940war, "auch vor Beendigung des Krieges gegen England Sowjetrussland in einem schnellen Feldzug niederzuwerfen" und dazu bis zur Linie Archangelsk - Astrachan vorzustoßen, ehe die Sowjetunion ihre großen Reserven an Menschenmaterial von geschätzten 10 Millionen Soldaten mobilisieren konnte. Heute wissen wir, dass das sowjetischen Reservoir an Menschenmaterial weit, weit über die 10 Millionen hinaus ging.





Zum Angriff mit gleichzeitiger Kriegserklärung traten am 22.06.1941 rund 75 % des deutschen Feldheeres an, dies waren 3,05 Millionen Mann mit 3580 Panzern und Sturmgeschützen). Die deutschen Streitkräfte waren wie folgt gegliedert :





Die Heeresgruppe Nord unter Generalfeldmarschall Wilhelm Ritter von Leeb mit der 18.Armee unter dem damaligen Generaloberst und späteren Generalfeldmarschall Hans-Georg von Küchler und der 16. Armee unter dem damaligen Generaloberst und späteren Generalfeldmarschall Ernst Busch sowie der Panzergruppe 4 unter dem damaligen Generaloberst und späteren Schützen Erich Hoeppner mit Stoßrichtung baltische Staaten –


Leningrad.


Die Luftunterschützung der Heeresgruppe Nord oblag der Luftflotte 1 unter Generaloberst Alfred Keller.





Die Heeresgruppe Mitte unter Generalfeldmarschall Fedor von Bock mit der 4.Armee unter Generalfeldmarschall Hans-Günther von Kluge und der 9. Armee unter Generaloberst Adolf Strauß sowie den Panzergruppen 2 unter Generaloberst Heinz Guderian und 3 unter Generaloberst Hermann Hoth mit Stoßrichtung Minsk - Smolensk - Moskau.


Die Luftunterstützung der Heeresgruppe Mitte oblag der Luftflotte 2 unter Generalfeldmarschall Albert Kesselring.





Die Heeresgruppe Süd unter Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt mit der 17.Armee unter General der Infanterie Car-Heinrich von Stülpnagel und der 6. Armee unter Generalfeldmarschall Walter von Reichenau sowie der Panzergruppe 1 unter dem damaligen Generaloberst und späteren Generalfeldmarschall Ewald von Kleist mit Ziel Kiew - Dnjepr-Bogen.


Die Luftunterstützung der Heeresgruppe Süd oblag der Luftflotte 4 unter Generaloberst Alexander Löhr.





Ferner noch das AOK Norwegen unter Generaloberst Nikolaus von Falkenhorst.





Am 02.07.1941 kam noch die Heeresgruppe Antonescu mit der rumänischen 3. Armee unter dem damaligen General und späteren Generaloberst Petre Dumitrescu und der 4.Armee unter General Constantin Constantinescu sowie der deutschen 11. Armee unter Generaloberst Eugen Ritter von Schobert hinzu, so dass insgesamt 152 Divisionen, darunter 17 Panzer-, zwölf motorisierte Divisionen, eine motorisierte Brigade, eine Kavallerie-, 77 Infanterie-, vier leichte, eine Gebirgs- und acht Sicherungs- sowie 15 rumänische Divisionen im Osten im Felde standen.


Erwähnt werden muß dass die Heeresgruppe Antonescu eigentlich vom rumänischen Staatsführer Marschall Ion Antonescu geführt werden sollte faktisch aber von der Heeresgruppe Süd geführt wurde.





Die deutsche Luftwaffe bot mit den Luftflotten 1 , 2 und 4 1945 Kampfflugzeuge auf, von denen am Angriffstag 510 Bomber, 290 Sturzbomber, 440 Jäger, 40 Zerstörer und 120 Fernaufklärer einsatzbereit waren.





Die Leitung des Angriffs auf die UDSSR unterstand als sogenanntes „OKH-Kriegsgebiet“


dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch und dem Chef des Generalstabes des Heeres Generaloberst Franz Halder.














Der deutsche Angriff traf in den westlichen Militärbezirken der UdSSR auf fünf Heeresgruppen, sogenannte Fronten mit 15 Armeen (36 Panzer-, 18 motorisierte Schützen-, 88 Schützen- und sieben Kavalleriedivisionen).





Die Rote Armee war wie folgt gegliedert :


(Leider ist es mir nicht gelungen für die meisten sowjetischen Generale den Vornamen, Vaternamen und späteren Rang zu ermitteln)


Die Nordfront unter Armeegeneral Markian Michailowitsch Popow mit der 14.Armee unter Generalleutnant W. A. Frolow, die 7.Armee unter Generalleutnant F. D. Gorolenko und der 23.Armee unter Generalleutnant P. S. Pschennikow





Die Nordwestfront unter Generaloberst Fjodor Issidorowitsch Kusnezow mit der 8.Armee unter Generalmajor P. P. Sobjennikow, der 11.Armee unter Generalleutnant W. I. Morosow und die 27.Armee unter dem damaligen Generalmajor und späteren Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin.





Die Westfront unter Armeegeneral Dmitri Grigorjewitsch Pawlow mit der 3.Armee unter


Generalleutnant W. I. Kuznezow, der 4.Armee unter Generalmajor A. A. Korobkow,10.Armee unter Generalmajor K. D. .Golubew und der 13.Armee.


Die 13.Armee hatte zu dieser Zeit keinen Oberbefehlshaber und wurde nur von ihrem Stab geführt





Die Südwestfront unter Generaloberst Michail Petrowitsch Kirponos mit der 5.Armee unter


Generalmajor M. I. Potapow, der 6.Armee unter Generalleutnant I. N. Muzitschenko, der 12.Armee unter Generalmajor P. G. Ponedelin und der 26.Armee unter Generalleutnant F. J.. Kostenko.








Als Reserve des sowjetischen Oberkommandos standen ferner bereit die 9.Armee unter Generalleutnant J. T. Tscherewitschenko, die 16.Armee unter dem damaligen Generalleutnant und späteren Generaloberst Michail Fjodorowitsch Lukin, die 16.Armee unter dem damaligen Generalleutnant und späteren Marschall der Sowjet-Union Iwan Stepanwowisch Konew, die


20.Armee unter Generalmajor F.N. Remezow und die 21.Armee unter Generalleutnant W. F. Gerasimenko.


Die Führung der Roten Armee lag in den Händen des sowjetischen Volkskommisars für Verteidigung, dem militärischen Analphabeten Marschall der Sowjet-Union Semjon Konstantinowitsch Timoschenko und des Chefs des Generalstabes der Roten Armee, des damaligen Armeegenerals und späteren Marschalls der Sowjet-Union Georgi Konstantinowitsch Schukow.








In den frühen Morgenstunden des 22.06.1941, um Punkt 03.15. eröffnete die deutsche Artillerie auf der gesamten Frontbreite mit einem gewaltigen Feuerschlag die Kampfhandlungen.
 
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In den Morgenstunden des 22.06.1941 wurde eine Führererklärung vor dem deutschen Volk verlesen die in leicht geänderter Form als Tagesbefehl bereits am Abend des 21.06.1994 vor den Soldaten der Ostfront verlesen wurde.


Der Text dieser Erklärung lautete wie folgt :





„Deutsches Volk!


Nationalsozialisten!


Von schweren Sorgen bedrückt, zu monatelangem Schweigen verurteilt, ist nun die Stunde gekommen, in der ich endlich offen sprechen kann.


Als das Deutsche Reich am 3. September 1939 die englische Kriegserklärung erhielt, wiederholte sich aufs neue der britische Versuch, jeden Beginn einer Konsolidierung und damit eines Aufstiegs Europas durch den Kampf gegen die jeweils stärkste Macht des Kontinents zu vereiteln.


So hat England einst in vielen Kriegen Spanien zugrunde gerichtet.


So führte es seine Kriege gegen Holland.


So bekämpfte es mit Hilfe von ganz Europa später Frankreich.


Und so begann es um die Jahrhundertwende die Einkreisung des damaligen Deutschen Reiches und im Jahr 1914 den Weltkrieg.


Nur durch seine innere Uneinigkeit ist Deutschland im Jahre 1918 unterlegen. Die Folgen waren furchtbar. Nachdern man erst heuchlerisch erklärte, allein gegen den Kaiser und sein Regime gekämpft zu haben, begann man nach der Waffenniederlegung des deutschen Heeres mit der planmäßigen Vernichtung des Deutschen Reiches. Während sich die Prophezeihungen eines französischen Staatsmannes, daß in Deutschland 20 Millionen Menschen zuviel seien, d. h. durch Hunger, Krankheiten oder Auswanderung beseitigt werden müßten, scheinbar wörtlich erfüllten, begann die nationalsozialistische Bewegung ihr Einigungswerk des deutschen Volkes und damit den Wiederaufstieg des Reiches einzuleiten.


Diese neue Erhebung unseres Volkes aus Not, Elend und schmählicher Mißachtung stand im Zeichen einer rein inneren Wiedergeburt. Besonders England wurde dadurch nicht berührt oder gar bedroht. Trotzdem setzte die neue haßerfüllte Einkreisungspolitik gegen Deutschland augenblicklich wieder ein. Innen und außen kam es zu jenem uns bekannten Komplott zwischen Juden und Demokraten, Bolschewisten und Reaktionären mit den einzigen Zielen, die Errichtung des neuen Volksstaates zu verhindern, das Reich erneut in Ohnmacht und Elend zu stürzen.


Neben uns traf der Haß dieser internationalen Weltverschwörung jene Völker, die, ebenso vom Glück übersehen, im härtesten Daseinskampf das tägliche Brot zu verdienen gezwungen waren. Vor allem Italien und Japan wurde der Anteil an den Gütern dieser Welt genau so wie Deutschland bestritten, ja förmlich verboten. Der Zusammenschluß dieser Nationen war daher nur ein Akt des Selbstschutzes gegenüber der sie bedrohenden egoistischen Weltkoalition des Reichtums und der Macht.


Allein schon 1936 erklärte Churchill nach den Aussagen des amerikanischen Generals Wood vor einem Ausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses, daß Deutschland wieder zu mächtig würde und daher vernichtet werden müsse.


Im Sommer 1939 schien England der Zeitpunkt gekommen, die erneut beabsichtigte Vernichtung mit der Wiederholung einer umfassenden Einkreisungspolitik gegen Deutschland beginnen zu können. Das System der zu dem Zweck veranstalteten Lügenkampagne bestand darin, andere Völker als bedroht zu erklären, sie mit englischen Garantien und Beistandsversprechungen erst einmal einzufangen und dann, so wie vor dem Weltkrieg, gegen Deutschland marschieren zu lassen.


So gelang es England, vom Mai bis August 1939 in die Welt die Behauptung zu lancieren, daß Litauen, Estland, Lettland, Finnland, Bessarabien sowohl als die Ukraine von Deutschland direkt bedroht seien. Ein Teil der Staaten ließ sich dadurch verleiten, das mit diesen Behauptungen angebotene Garantieversprechen anzunehmen und ging damit in die neue Einkreisungsfront gegen Deutschland über.


Unter diesen Umständen glaubte ich es vor meinem Gewissen und vor der Geschichte des deutschen Volkes verantworten zu können, nicht nur diesen Ländern bzw. ihren Regierungen die Unwahrheit der vorgebrachten britischen Behauptungen zu versichern, sondern darüber hinaus die stärkste Macht des Ostens noch besonders durch feierliche Erklärungen über die Grenzen unserer Interessen zu beruhigen.


Nationalsozialisten!


Ihr habt es einst wohl alle gefühlt, daß dieser Schritt für mich ein bitterer und schwerer war. Niemals hat das deutsche Volk gegen die Völkerschaften Rußlands feindselige Gefühle gehegt. Allein seit über zwei Jahrzehnten hat sich die jüdisch-bolschewistische Machthaberschaft von Moskau aus bemüht, nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa in Brand zu stecken. Nicht Deutschland hat seine nationalsozialistische Weltanschauung jemals versucht, nach Rußland zu tragen, sondern die jüdisch-bolschewistischen Machthaber in Moskau haben es unentwegt unternommen unserem und den anderen europäischen Völkern ihre Herrschaft aufzuoktroyieren, und dies nicht nur geistig, sondern vor allem auch militärischmachtmäßig.


Die Folgen der Tätigkeit dieses Regimes aber waren in allen Ländern nur das Chaos, Elend und Hungersnot.


Ich habe mich demgegenüber seit zwei Jahrzehnten bemüht, mit einem Minimum an Eingriffen und ohne jede Zerstörung unserer Produktion zu einer neuen sozialistischen Ordnung in Deutschland zu kommen, die nicht nur die Arbeitslosigkeit beseitigt, sondern auch den Gewinn der Arbeit steigend den schaffenden Menschen immer mehr zufließen läßt.


Die Erfolge dieser Politik der wirtschaftlichen und sozialen Neuordnung unseres Volkes, die in planmäßiger Überwindung von Standes- und Klassengegensätzen als letztes Ziel einer wahren Volksgemeinschaft zustrebt, sind in der ganzen Welt einmalig.


Es war daher im August 1939 für mich eine schwere Uberwindung, meinen Minister nach Moskau zu schicken, um dort zu versuchen, der britischen Einkreisungspolitik gegen Deutschland entgegenzuarbeiten. Ich tat es nur im Verantwortungsbewußtsein dem deutschen Volke gegenüber, vor allem aber in der Hoffnung, am Ende doch zu einer dauernden Entspannung kommen und die vielleicht von uns sonst geforderten Opfer vermindern zu können.


Indem nun Deutschland in Moskau feierlich die angeführten Gebiete und Länder - ausgenommen Litauen - als außerhalb aller deutschen politischen Interessen liegend versicherte, wurde noch eine besondere Vereinbarung getroffen für den Fall, daß es England gelingen sollte, Polen tatsächlich gegen Deutschland in den Krieg zu hetzen. Aber auch hier fand eine Begrenzung der deutschen Ansprüche statt, die in keinem Verhältnis zu den Leistungen der deutschen Waffen stand.


Nationalsozialisten!


Die Folgen dieses von mir selbst gewünschten und im Interesse des deutschen Volkes abgeschlossenen Vertrages waren besonders für die in den betroffenen Ländern lebenden Deutschen sehr schwere.


Weit mehr als eine halbe Million deutscher Volksgenossen - alles Kleinbauern, Handwerker und Arbeiter - wurden fast über Nacht gezwungen, ihre frühere Heimat zu verlassen, um einem neuen Regime zu entgehen, das ihnen zunächst mit grenzenlosem Elend, früher oder später aber mit der völligen Ausrottung drohte.


Trotzdem sind Tausende Deutsche verschwunden! Es war unmöglich, jemals ihr Schicksal oder gar ihren Aufenthalt zu Unter ihnen befinden sich allein über 160 Männer deutscher Reichsangehörigkeit.


Ich habe zu dem allem geschwiegen; weil ich schweigen mußte! Denn es war ja mein Wunsch, eine endgültige Entspannung und wenn möglich einen dauernden Ausgleich mit diesem Staate herbeizuführen.


Schon während unseres Vormarsches in Polen aber beanspruchten die sowjetischen Machthaber plötzlich entgegen dem Vertrag auch Litauen.


Das Deutsche Reich hat nie die Absicht gehabt, Litauen zu besetzen und hat auch nicht nur kein derartiges Ansinnen an die litauische Regierung gestellt, sondern im Gegenteil das Ersuchen der damaligen litauischen Regierung, nach Litauen in diesem Sinne deutsche Truppen zu schicken, als nicht den Zielen der deutschen Politik entsprechend abgelehnt.


Trotzdem fügte ich mich auch in diese neue russische Forderung. Es war aber nur der Beginn fortgesetzter neuer Erpressungen, die sich seitdem immer wiederholten.


Der Sieg in Polen, der ausschließlich von deutschen Truppen erfochten worden war, veranlaßte mich, erneut ein Friedensangehot an die Westmächte zu richten. Es verfiel durch die internationalen und jüdischen Kriegshetzer der Ablehnung.


Der Grund für diese Ablehnung aber lag schon damals daran, daß England noch immer die Hoffnung hatte, eine europäische Koalition gegen Deutschland mobilisieren zu können unter Einschluß des Balkans und Sowjetrußlands.


So entschloß man sich in London, als Botschafter Mister Cripps nach Moskau zu schicken. Er erhielt den klaren Auftrag, unter allen Umständen die Beziehungen zwischen England und Sowjetrußland erneut aufzunehmen und im englischen Sinne zu entwickeln. Über den Fortschritt dieser Mission berichtete die englische Presse, solange sie nicht taktische Gründe zum Schweigen veranlaßten.


Im Herbst 1939 und Frühjahr 1940 zeigten sich auch tatsächlich schon die ersten Folgen. Während sich Rußland anschickte, nicht nur Finnland, sondern auch die baltischen Staaten militärisch zu unterjochen, motivierte es diesen Vorgang plötzlich mit der ebenso verlogenen wie lächerlichen Behauptung, diese Länder vor einer fremden Bedrohung schützen bzw. ihr zuvorkommen zu müssen. Damit aber sollte nur Deutschland gemeint sein. Denn eine andere Macht konnte überhaupt in die Ostseegebiete weder eindringen, noch dort etwa Krieg führen. Trotzdem mußte ich schweigen. Aber die Machthaber im Kreml gingen sofort weiter.


Während Deutschland im Frühjahr 1940 seine Streitkräfte im Sinne des sogenannten Freundschaftspaktes weit von der Ostgrenze zurückzog, ja diese Gebiete zum großen Teil überhaupt von deutschen Truppen entblößte, begann bereits zu dieser Zeit der Aufmarsch russischer Kräfte in einem Ausmaß, das nur als eine bewußte Bedrohung Deutschlands aufgefaßt werden konnte.


Nach einer damals persönlich abgegebenen Erklärung Molotows befanden sich schon im Frühjahr 1940 22 russische Divisionen allein in den baltischen Staaten.


Da die russische Regierung selbst immer behauptete, sie sei von der dortigen Bevölkerung gerufen worden, konnte der Zweck ihres Dortseins mithin nur eine Demonstration gegen Deutschland sein.


Während nun unsere Soldaten vom 10. Mai 1940 an die französisch-britische Macht im Westen gebrochen hatten, wurde der russische Aufmarsch an unserer Ostfront aber in einem allmählich immer bedrohlicheren Ausmaß fortgesetzt.


Vom August 1940 ab glaubte ich daher, es im Interesse des Reiches nicht mehr verantworten zu können, diesem gewaltigen Kräfteaufmarsch bolschewistischer Divisionen gegenüber unsere ohnehin schon so oft verwüsteten Ostprovinzen ungeschützt sein zu lassen.


Damit aber trat das ein, was die britisch-sowjetrussische Zusammenarbeit beabsichtigte, nämlich: die Bindung so starker deutscher Kräfte im Osten, daß besonders luftmäßig eine radikale Beendigung des Krieges im Westen von der deutschen Führung nicht mehr verantwortet werden konnte.


Dies entsprach aber nicht nur dem Ziel der britischen, sondern auch der sowjetrussischen Politik. Denn sowohl England wie Sowjetrußland haben die Absicht, diesen Krieg solange als möglich dauern zu lassen, um ganz Europa zu schwächen und es in eine immer größere Ohnmacht zu versetzen.


Der bedrohliche Angriff Rußlands gegen Rumänien sollte ebenfalls im letzten Grunde nur der Aufgabe dienen, eine wichtige Basis nicht nur des deutschen, sondern des wirtschaftlichen Lebens ganz Europas in die Hand zu bekommen oder unter Umständen wenigstens zu vernichten.


Gerade das Deutsche Reich aber hat sich seit dem Jahre 1933 mit unendlicher Geduld bemüht, die südosteuropäischen Staaten als Handelspartner zu gewinnen. Wir besaßen deshalb auch das höchste Interesse an ihrer inneren staatlichen Konsolidierung und Ordnung. Der Einbruch Rußlands in Rumänien, die griechische Bindung an England drohten auch diese Gebiete in kurzer Zeit in einen allgemeinen Kriegsschauplatz zu verwandeln.


Entgegen unseren Grundsätzen und Gebräuchen habe ich auf eine dringende Bitte der damaligen an dieser Entwicklung selbst schuldigen rumänischen Regierung den Rat gegeben, um des Friedens wegen der sowjetrussischen Erpressung nachzugeben und Bessarabien abzutreten.


Die rumänische Regierung aber glaubte dies vor ihrem eigenen Volke nur unter der Voraussetzung noch tragen zu können, wenn Deutschland und Italien als Entschädigung dafür wenigstens eine Garantie geben würden, daß an dem noch übrig bleibenden Bestand Rumäniens nicht mehr gerüttelt wird. Ich habe dies schweren Herzens getan. Vor allem schon deshalb: Wenn das Deutsche Reich eine Garantie gibt, bedeutet dies, daß es dafür auch einsteht. Wir sind weder Engländer noch Juden.


So glaubte ich noch in letzter Stunde, dem Frieden in diesem Gebiete gedient zu haben, wenn auch unter der Annahme einer schweren eigenen Verpflichtung. Um aber diese Probleme endgültig zu lösen und über die russische Einstellung dem Reiche gegenüber ebenfalls Klarheit zu erhalten, sowie unter dem Druck der sich stetig verstärkenden Mobilisierung an unserer Ostgrenze habe ich Herrn Molotow eingeladen, nach Berlin zu kommen.


Der sowjetische Außenminister verlangte nun die Klärung bzw. Zustimmung Deutschlands in folgenden vier Fragen:


1. Frage Molotows:


Sollte sich die deutsche Garantie für Rumänien im Falle eines Angriffs Sowjetrußlands gegen Rumänien auch gegen Sowjetrußland richten?


Meine Antwort:


Die deutsche Garantie ist eine allgemeine und uns unbedingt verpflichtende. Rußland habe uns aber nie erklärt, daß es außer Bessarabien überhaupt noch in Rumänien Interessen besitze. Schon die Besetzung der Nordbukowina war ein Verstoß gegen die Versicherung. Ich glaubte daher nicht, daß Rußland jetzt plötzlich noch weitergehende Absichten gegen Rumänien haben könnte.


2. Frage Molotows:


Rußland fühle sich erneut von Finnland bedroht, Rußland sei entschlossen, dies nicht zu dulden. Sei Deutschland bereit, Finnland keinerlei Beistand zu geben und vor allem die nach Kirkenes zur Ablösung durchmarschierenden deutschen Truppen sofort zurückzuziehen?


Meine Antwort:


Deutschland habe nach wie vor in Finnland keine politischen Interessen. Ein neuer Krieg Rußlands gegen das kleine finnische Volk aber könne von der Deutschen Reichsregierung als nicht mehr tragbar angesehen werden, um so mehr, als wir an eine Bedrohung Rußlands durch Finnland niemals glauben könnten. Wir wollten aber überhaupt nicht, daß in der Ostsee nochmals ein Kriegsgebiet entstehe.


3. Frage Molotows:


Sei Deutschland bereit, einzuwilligen, daß Sowjetrußland seinerseits an Bulgarien eine Garantie gehe und sowjetrussische Truppen zu diesem Zwecke nach Bulgarien schicke, wobei er - Molotow - erklären wolle, daß sie nicht die Absicht hätten, aus diesem Anlaß z.B. den König zu beseitigen.


Meine Antwort:


Bulgarien sei ein souveräner Staat und ich wüßte nicht, daß ähnlich wie Rumänien Deutschland, Bulgarien überhaupt Sowjetrußland um eine Garantie gebeten hätte. Außerdem müßte ich mich darüber mit meinen Verbündeten besprechen.


4. Frage Molotows:


Sowjetrußland benötige unter allen Umständen einen freien Durchgang durch die Dardanellen und fordere auch zu seinem Schutze die Besetzung einiger wichtiger Stützpunkte an den Dardanellen bzw. am Bosporus. Sei Deutschland damit einverstanden oder nicht?


Meine Antwort:


Deutschland sei bereit, jederzeit seine Zustimmung zu geben zu einer Änderung des Statuts von Montreux zugunsten der Schwarzen-Meer-Staaten. Deutschland sei nicht bereit, einzuwilligen in die Besitznahme russischer Stützpunkte an den Meerengen.


Nationalsozialisten!


Ich habe hier jene Haltung angenommen, die ich als verantwortlicher Führer des Deutschen Reiches, aber auch als verantwortungsvoller Vertreter der europäischen Kultur und Zivilisation allein einnehmen konnte.


Die Folge war eine Verstärkung der sowjetrussischen gegen das Reich gerichteten Tätigkeit, vor allem aber der sofortige Beginn der inneren Aushöhlung des neuen rumänischen Staates und der Versuch, durch Propaganda die bulgarische Regierung zu beseitigen.


Mit Hilfe verwirrter, unreifer Köpfe der rumänischen Legion gelang es, in Rumänien einen Staatsstreich zu inszenieren, dessen Ziel es war, den Staatschef General Antonescu zu stürzen, im Lande ein Chaos zu erzeugen, um durch die Beseitigung einer legalen Gewalt die Voraussetzung für das Inkrafttreten des deutschen Garantieversprechens zu entfernen.


Trotzdem glaubte ich noch immer, am besten mein Schweigen beizubehalten.


Sofort nach dem Scheitern dieses Unternehmens fand eine abermalige Verstärkung russischer Truppenkonzentrationen an der deutschen Ostgrenze statt. Panzerverbände und Fallschirrntruppen wurden in immer steigender Zahl in eine bedrohliche Nähe der deutschen Grenze verlegt. Die deutsche Wehrmacht und die deutsche Heimat wissen, daß sich noch bis vor wenigen Wochen nicht eine einzige deutsche Panzer oder Mot.-Division an unserer Ostgrenze befand.


Wenn es aber eines letzten Beweises für die trotz aller Ablenkung und Tarnung inzwischen eingetretene Koalition zwischen England und Sowjetrußland bedurft hätte, darin hat sie der jugoslawische Konflikt erbracht. Während ich mich bemühte, einen letzten Versuch zur Befriedung des Balkans zu unternehmen und in verständnisvoller Zusammenarbeit mit dem Duce Jugoslawien einlud, dem Dreierpakt beizutreten, organisierten in gemeinsamer Arbeit England und Sowjetrußland jenen Handstreich, der die damalige verständigungsbereite Regierung in einer Nacht beseitigte.


Denn es kann heute dem deutschen Volke mitgeteilt werden: der serbische Staatsstreich gegen Deutschland fand nicht etwa nur unter englischen, sondern im wesentlichen unter sowjetrussischen Fahnen statt. Da wir auch dazu schwiegen, ging aber nunmehr die sowjetrussische Führung noch einen Schritt weiter. Sie organisierte nicht nur den Putsch, sondern sie hat wenige Tage später mit den ihr ergebenen neuen Kreaturen das bekannte Freundschaftsabkommen getroffen, das bestimmt war, die Serben in ihrem Widerstandswillen gegen die Befriedung des Balkans zu stärken und gegen Deutschland aufzustacheln. Und dies war keine platonische Absicht.


Moskau forderte die Mobilisation der serbischen Armee.


Da ich auch jetzt noch glaubte, lieber nicht zu reden, gingen die Machthaber des Kremls noch einen Schritt weiter:


Die Deutsche Reichsregierung besitzt heute die Unterlagen, aus denen erwiesen ist, daß Rußland, um Serbien endgültig in den Kampf zu bringen, die Zusicherung gab, über Saloniki Waffen, Flugzeuge, Munition und sonstiges Kriegsmaterial gegen Deutschland zu liefern.


Und das geschah fast im selben Augenblick, als ich selbst noch dem japanischen Außenminister Dr. Matsuoka den Rat gab, mit Rußland eine Entspannung herbeizuführen, immer in der Hoffnung, damit dem Frieden zu dienen.


Nur der schnelle Durchbruch unserer unvergleichlichen Divisionen nach Skopje sowie die Einnahme von Saloniki selbst haben die Absichten dieses sowjetrussisch-angelsächsischen Komplotts verhindert. Die serbischen Fliegeroffiziere aber flohen nach Rußland und wurden dort sofort als Verbündete aufgenommen.


Der Sieg der Achsenmächte auf dem Balkan allein hat zunächst den Plan vereitelt, Deutschland in diesem Sommer in monatelange Kämpfe im Südosten zu verstricken und unterdes den Aufmarsch der sowjetrussischen Armeen immer mehr zu vollenden, ihre Kriegsbereitschaft zu verstärken, um dann gemeinsam mit England und unterstützt durch die erhofften amerikanischen Lieferungen das Deutsche Reich und Italien ersticken und erdrücken zu können.


Damit hat Moskau die Abmachungen unseres Freundschaftspaktes nicht nur gebrochen, sondern in erbärmlicher Weise verraten!


Und dies alles, während die Machthaber des Kremls bis zur letzten Minute nach außen hin genau wie im Falle von Finnland oder Rumänien Frieden und Freundschaft heuchelten und scheinbar harmlose Dementis verfaßten.


Wenn ich aber bisher durch die Umstände gezwungen war, immer wieder zu schweigen, so ist doch jetzt der Augenblick gekommen, wo ein weiteres Zusehen nicht nur eine Unterlassungssünde, sondern ein Verbrechen am deutschen Volk, ja, an ganz Europa wäre.


Heute stehen rund 160 russische Divisionen an unserer Grenze. Seit Wochen finden dauernde Verletzungen dieser Grenze statt, nicht nur bei uns, sondern ebenso im hohen Norden, wie in Rumänien. Russische Flieger machen es sich zum Vergnügen, unbekümmert diese Grenzen einfach zu übersehen, um uns wohl dadurch zu beweisen, daß sie sich bereits als die Herren dieser Gebiete fühlen.


In der Nacht vom 17. zum 18. Juni haben wieder russische Patrouillen auf deutsches Reichsgebiet vorgefühlt und konnten erst nach längerem Feuergefecht zurückgetrieben werden.


Damit aber ist nunmehr die Stunde gekommen, in der es notwendig wird, diesem Komplott der jüdisch-angelsächsischen Kriegsanstifter und der ebenso jüdischen Machthaber der bolschewistischen Moskauer Zentrale entgegenzutreten.


Deutsches Volk!


In diesem Augenblick vollzieht sich ein Aufmarsch, der in Ausdehnung und Umfang der größte ist, den die Welt bisher gesehen hat. Im Verein mit finnischen Kameraden stehen die Kämpfer des Siegers von Narvik am Nördlichen Eismeer. Deutsche Divisionen unter dem Befehl des Eroberers von Norwegen schützen gemeinsam mit den finnischen Freiheitshelden unter ihrem Marschall den finnischen Boden. Von Ostpreußen bis zu den Karpaten reichen die Formationen der deutschen Ostfront. An den Ufern des Pruth, am Unterlauf der Donau bis zu den Gestaden des Schwarzen Meeres vereinen sich unter dem Staatschef Antonescu deutsche und rumänische Soldaten.


Die Aufgabe dieser Front ist daher nicht mehr der Schutz einzelner Länder, sondern die Sicherung Europas und damit die Rettung aller.


Ich habe mich deshalb heute entschlossen, das Schicksal und die Zukunft des Deutschen Reiches und unseres Volkes wieder in die Hand unserer Soldaten zu legen.


Möge uns der Herrgott gerade in diesem Kampfe helfen!“

















Vier Tage nach dem deutschen Angriff erklärte Finnland der Sowjetunion den Krieg und setzte 16 Divisionen ein, zu denen noch drei deutsche traten. Der Sommerfeldzug 1941 brachte den deutschen Armeen große Landgewinne: Baltikum, Weißrussland, Ukraine. In der Kesselschlacht von Bialystok und Minsk gingen 324 000 Rotarmisten in Gefangenschaft, bei Smolensk weitere 310 000 Mann, und nach der Doppelschlacht von Wjasma und Brjansk meldete die Wehrmacht sogar 673 000 Gefangene. Die Erfolge verleiteten Hitler wie auch seinen Generalstabschef Halder zur verfehlten Annahme, der Russlandfeldzug sei bereits gewonnen. Mit Befehl vom 14.07.1941 verfügte Hitler die Verlagerung des Schwerpunkts der Rüstungsproduktion auf den U-Boot- und Flugzeugbau zu Lasten der Heeresrüstung. Vorsorge für einen Winterfeldzug hielt er nicht für nötig und noch für ein falsches Signal an die Truppen.





Am 02.10.1941 trat die Heeresgruppe Mitte zum Angriff auf Moskau an und kam so gut voran, dass die sowjetische Regierung am 16.10.1941 die Hauptstadt verließ und nach Kuibyschew auswich. Stalin selber verbleib allerdings in Moskau. Nach Einbruch des Winters erlosch jedoch die Stoßkraft des deutschen Heeres, dessen Offensive am 01.12.1941 nur 27 km vor dem Kreml zum Stehen kam. Bis zu diesem Tag hatte das Ostheer bereits 158 773 Tote, 31 191 Vermisste und 563 082 Verwundete verloren, die Luftwaffe 2093 Maschinen. Die am 05./06.12.1941 losbrechende sowjetische Winteroffensive mit zum Teil aus Sibirien herangeführten frischen Kräften forderte bis 28.2.1942 auf deutscher Seite weitere schwere Opfer (51 799 Tote, 16 112 Vermisste und 184 679 Verwundete) und zwang zur Aufgabe weiter Gebiete.





Der Feldzug 1942 begann mit dem Entsatz der Kessel von Cholm und Demjansk, deren Durchhalten Hitler später zu oftmals sinnlosen Halt-Befehlen verleitete. Es folgte die Kesselschlacht südlich Charkow vom17.-26.05.1942 und die Zerschlagung der sowjetischen Truppen auf der Krim. Dann trat das deutsche Heer am 28.06.1941 im Süden zur Sommeroffensive an. Nach den Anfangserfolgen Teilte Hitler die Heeresgruppe Süd in zwei teile. In die Heeresgruppe B mit Stoßrichtung Stalingrad und die Heeresgruppe A mit Stoßrichtung Kaukasus. Die Heeresgruppe B erreichte am 03.07.1942 den Don bei Woronesch, und auf der Krim gelang am 01.071942. die Einnahme von Sewastopol. Die sowjetischen Armeen wichen nach Osten zurück, aber die nun erheblich niedrigeren Gefangenenzahlen zeigten, dass der Gegner nicht geschlagen war. In einer zweiten Operationsphase wurde am 23.07.1942 Rostow wieder genommen. Entgegen der bisherigen Planung ordnete Hitler durch Weisung Nr. 45 vom gleichen Tag exzentrische Operationen gegen Stalingrad und zugleich Richtung Kaukasus an, Nach Erreichen des Gebirgskamms des Elbrus am 22.08.1942. blieb die dafür angesetzte Heeresgruppe A am Terek stecken, die Heeresgruppe B erreichte Mitte September Stalingrad und wurde hier in wochenlange verlustreiche Häuserkämpfe verwickelt.





Im Herbst 1942 bot sich die Front an der Wolga der Roten Armee förmlich für eine großangelegte Zangenoperation an. Die nördlichen und südlichen deutschen Flanken hielten dort die 8.italienische Armee, die 2.ungarische Armee sowie die 3.und 4. rumänische Armee mit zusammen 37 schlecht ausgerüsteten Divisionen. Sie traf seit 19.11.1942 die volle Wucht sowjetischen Offensiven, die zur Zerschlagung der verbündeten Armeen und zur Einschließung der deutschen 6. Armee mit 250 000 Mann in Stalingrad führte. Hitler verbot, nicht zuletzt durch Görings Versprechungen einer ausreichenden Luftversorgung verleitet, den zunächst noch möglichen Ausbruch. Am 02.02.1943 erlosch der deutsche Widerstand in der Stadt, 91 000 deutsche Soldaten gingen in sowjetische Gefangenschaft, nur 6000 kehrten später heim.





Die Rote Armee drang im Winter 1942/43 überall weit nach Westen vor. In den deutschen besetzten Gebieten führte zudem die barbarische Behandlung der Bevölkerung durch die nationalsozialistische Verwaltung und Ausbeutung zu lawinenartig anwachsenden Angriffen von Partisanen. Wenn auch das Gesetz des Handelns im Allgemeinen an die Rote Armee übergegangen war, deren Kampfkraft und Ausrüstung ständig stiegen, so konnten doch örtliche Erfolge der Wehrmacht. (so wurden am 08.02.1943 Kursk, am 09.02.1943 Belgorod, und am 16.03.143 Charkow zurückerobert,Ein letztes Mal wehte der Hauch des Sieges über die eiskalten Schlachtfelder des Ostens) noch einmal die Voraussetzungen für einen letzten Offensivversuch schaffen. Hitler gefährdete ihn allerdings durch Einmischung in kleinste Details und ständiges Auswechseln nicht genehmer Heerführer, noch ehe die Operation beginnen konnte. Nach mehrfachen Verschiebungen lief bei Kursk am 05.07.1943 das Unternehmen "Zitadelle" mit 33 Divisionen, 2000 Panzern und 1800 Flugzeugen gegen einen großen sowjetischen Frontbogen an.


Hier eine kurze Übersicht über „Zitadelle“


Es war die letzte deutsche Groß-Offensive im Osten :
 
Nachdem Erich von Manstein am Südflügel die Lage wieder hergestellt hatte und die Intiative wieder auf der deutschen Seite lag, plante Adolf Hitler eine neue Großoffensive im Osten.


Ziel der Offensive, welche von der Heeresgruppe Mitte und Generalfeldmarschall von Kluge, sowie von Mansteins Heersgruppe Süd geführt werden sollte, war die Einschliesßung und Vernichtung der sowjetischen Truppenmassierungen im Kursker Frontbogen im Süden der Sowjet-Union. Quellen sprechen von bis zu 40% des sowjetischen Feldheeres, die in diesem Frontbogen versammelt sein sollte. Den Stoßverband der Heeresgruppe Mitte bildete die 9. Armee unter dem damaligen Generaloberst und späteren Generalfeldmarschall Walter Model. Von der Heeresgruppe Süd sollte die 4. Panzerarmee unter Generaloberst Hermann Hoth, sowie der Armee-Abteilung Kempf unter General der Panzertruppen Werner Kempf nach Norden vorstoßen.


Die Luftunterstützung übernahmen die Luftflotte 4 unter Generaloberst Otto Deßloch und die Luftflotte 6 unter dem damaligen Generaloberst und späteren Generalfeldmarschall Robert Ritter von Greim. Der Beginn der Offensive, die den Namen „Zitadelle“ trug, und in die Hitler große Hoffungen setzte (Der Sieg von Kursk muss für die Welt wie ein Fanal wirken) war ursprünglich für den Mai 1943 geplant, wurde aber immer wieder verschoben. Viele Offiziere, wie z.B. der Generalinspekteur der Panzerwaffe, Generaloberst Heinz Guderian, der gerade mühevoll die Panzerwaffe wieder aufgebaut hatte, sprachen sich gegen eine Offensive im Osten aus. Und Hitler verschob den Beginn immer wieder. Durch den dadurch verursachten verlangsamten Truppenaufmarsch sowie durch Verrat aus dem Führerhauptquartier (Werther) waren die Sowjets über die geplanten Angriffspunkte unterrichtet, und konnte ihre Verteidigungsstellungen ausbauen. Den nördlichen Stoßarm sollte die sowjetische Zentralfront unter dem damaligen Armeegeneral und späteren Marschall der Sowjet-Union Konstantin Konstantinowitsch Rokosswski abfangen. Diese verfügte über 37 Schützendivisionen, 6 Panzerkorps und 3 motorisierte Brigaden.


Den südlichen Stoßarm sollte die Woroneschfront unter Armeegeneral Nikolai Fjodorowitsch Watutin aufhalten, die dafür über 30 Schützendivisionen, 8 Panzerkorps und 13 motorisierte Brigaden verfügte. Am 01.07.1943 wurde Erich von Manstein ins Führerhauptquartier befohlen, wo ihm und den übrigen maßgeblichen Offizieren der entgültige Angriffstermin bekannt gegeben wurde .Im Morgengrauen des 05.07.1943 traten die deutschen Truppen nach der Artillerievorbereitung zum Angriff an. Die 9. Armee stieß von Orel aus mit 7 Infanteriedivisionen , 6 Panzerdivisionen und 2 Panzergrenadierdivisionen in Richtung Süden vor. Die 4. Panzerarmee und die Armee-Abteilung Kempf stießen von Belgorod aus mit 7 Infanteriedivisionen, 11 Panzerdivisionen sowie 3 Sturmbrigaden nach Norden vor.


Auf deutscher Seite wurden 2.000 Panzer und 1.800 Flugzeuge eingesetzt. Zum ersten Mal auch Tiger und Panther.


Gegen die geballte Streitmacht hinter tiefgestaffelten Abwehrstellungen kam der mehrfach verschobene und durch sowjetische Bombardements gestörte Angriff nur schleppend und unter unvertretbar hohen Verlusten voran. Am 10.07.1943 erlosch die Offensivkraft des nördlichen Angriffskeils, der nur 15 km vorgedrungen war, im Süden blieb der deutsche Vorstoß nach 35 km liegen, nachdem die Sowjets 2 Armeen und 1 Garde-Panzerkorps von der Steppenfront unter dem damaligen Armeegeneral und spätere Marschall der Sowjet-Union Ivan Stephanowitsch Konjew zur Verstärkung herangeführt hatten. Vollends gescheitert war das Unternehmen "Zitadelle" spätestens am 12.07.1943, als nördlich Orel eine sowjetische. Gegenoffensive der Westfront unter dem damaligen Generaloberst und späteren Marschall der Sowjet-Union Wassili Danilowitsch Sokolowski und der Brjansker Front unter Armeegeneral Markian Michailowitsch Popow gegen die 2. Panzerarmee unter Generaloberst Rudolf Schmidt losbrach, sodass Hitler sich am nächsten Tag zur Einstellung des Angriffs gezwungen sah, zumal die krisenhafte Entwicklung auf Sizilien bei unsicher werdendem Bundesgenossen die Abgabe von Kräften erforderte. Die Initiative im Osten war mit dieser größten Panzerschlacht des Krieges, an der 6.000 Kampfwagen und fast 2 Mio. Mann beteiligt waren, endgültig an die Rote Armee übergegangen, auch wenn ihre Verluste durch die Operation "Zitadelle" höher lagen als bei der Wehrmacht: Die Sowjets zählten 17.000 gefallene und 34.000 gefangene Rotarmisten, auf deutscher Seite waren 3.300 Mann gefallen und 17.420 in Gefangenschaft geraten, die unersetzlichen Materialverluste nicht gerechnet.


Erich von Manstein, bei dem es im Süden, wenn auch nur langsam, noch voran ging, protestierte gegen den Abbruch, aber es nutzte nichts. Josef Stalin lies nach dem Abbruch der Offensive erstmals in diesem Krieg Siegessalut der Artillerie schießen.














Im Herbst musste der Kuban-Brückenkopf über See geräumt werden ,was vom 07.09 bis zum 09.10.1943 dauerte.. Am 04.01.1944 überschritt die Rote Armee bei Sarny (Wolhynien) die ehemals polnisch-sowjetische Grenze und brach zugleich endgültig den Ring der deutschen Hungerblockade um das seit August 1941 eingeschlossene Leningrad. Am 04.03.1944 trat die 1. Ukrainische Front unter Marschall der Sowjet-Union Georgi Konstantinowitsch Schukow zur Frühjahrsoffensive gegen den Nordflügel der Heeresgruppe Süd unter Generalfeldmarschall Erich von Manstein an, je einen Tag später folgten die 2. Ukrainische Front unter Marschall der Sowjet-Union Ivan Stephanowitsch Konjew und 3. Ukrainische Front unter dem damaligen Armeegeneral und späteren Marschall der Sowjet-Union Rodion Jakowlewitsch Malinowski. Die deutsche Front wurde bis über den Pruth weit nach Rumänien, an die Karpaten und nach Ost-Galizien zurückgedrückt, wo sie sich vorübergehend konsolidierte. Bis 12.05.1944 vernichtete die 4. Ukrainische Front unter Marschall der Sowjet-Union Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin die abgeschnittene deutsche 17. Armee unter General der Infanterie Karl Allmendinger auf der Krim, deren rechtzeitige Räumung über See zwar möglich gewesen wäre, von Hitler aber nicht beizeiten genehmigt worden war. Die Rote Armee gab die Initiative nun bis zum Ende des Krieges nicht mehr ab; am 1.6.1944 besaß sie 476 Divisionen, dazu 37 Panzer- und mechanisierte Korps sowie insgesamt 14 787 Kampfflugzeuge. Eine Großoffensive der 1. Baltischen Front unter dem damaligen Armeegeneral und späteren Marschall der Sowjet-Union Iwan Christoforowitsch Bagramjan sowie der 1.Weißrussischen Front unter Marschall der Sowjet-Union Konstantin Konstantinowitsch Rokossowski, der 2 Weißrussischen Front unter dem damaligen Generaloberst und späteren Marschall der Sowjet-Union Matwei Wassiljewitsch Sacharow sowie der 3.Weißrussischen Front unter dem damaligen Generaloberst und späteren Armeegeneral Iwan Danilowitsch Tschernjachowski


mit 19 Armeen seit 22.6.1944 gegen die deutsche Heeresgruppe Mitte unter Generalfeldmarschall Ernst Busch führte bis 08.07.1944 zur Vernichtung von 28 Divisionen mit 350 000 Mann. Auch im Norden drang die Rote Armee vor, eroberte Estland und den größten Teil von Lettland und Litauen zurück und erreichte am 29.07.1944 die Rigaer Bucht. Der in Erwartung der sowjetischen Truppen, die bei Sandomierz die Weichsel erreicht hatten, am 01.08.1944 begonnene Warschauer Aufstand brach allerdings zusammen, da sowjetische Unterstützung ausblieb und westliche Hilfsabwürfe behindert wurden. Auch ein Aufstand in der Slowakei wurde von deutschen Kräften im September/Oktober 1944 blutig niedergeschlagen.





Im Süden fiel der nächste Schlag am 20.08.1944 gegen die deutsche Heeresgruppe Südukraine unter dem damaligen Generaloberst und späteren Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner. In wenigen Tagen wurde die deutsche 6. Armee unter General der Artillerie Maximilian Fretter-Pico mit 18 Divisionen zerschlagen, am 25.08.1944 erklärte der frühere Bundesgenosse Rumänien dem Deutschen Reich den Krieg, das Ölgebiet von Ploesti ging am 30.08.1944 verloren und am 31.08.1944 wurde Bukarest besetzt. Die rumänischen Verluste im Krieg gegen die UdSSR waren relativ gering mit 71 000 Toten, 243 000 Verwundeten sowie 310 000 Gefangenen. Die Lageentwicklung zwang Hitler zur schrittweisen Aufgabe Südosteuropas. Am 16.09.1944 rückten sowjetische Truppen in Sofia ein(obwohl Bulgarien nicht im Krieg gegen die UDSSR stand), und nun nahmen auch die bulgarischen Armeen auf sowjetischen Befehl den Kampf gegen die Wehrmacht auf. Im Norden musste Finnland nach dem Verlust Kareliens am 04.09.1944 aus dem Krieg ausscheiden; Verluste seit 1941: 83 405 Gefallene und Vermisste, 2150 Luftkriegstote, 201 000 Verwundete; erhebliche Materialeinbußen.





Es blieb nur noch Ungarn, das seit dem 19.03.1944 von der Wehrmacht besetzt war. Im Oktober 1944 drang die Rote Armee auch hier ein und eroberte einen Teil Jugoslawiens, wo seit 1941 ein fanatischer Partisanenkrieg gegen die Wehrmacht tobte. Ende 1944 war die Lage der deutschen Truppen an allen Fronten im Osten und Südosten hoffnungslos. Der schon längst nicht mehr nur russische Krieg trat in die Endphase, den Kampf um das Reich selbst.Zwischen 12. und 14.01.1945 eröffneten ihn zwischen Memel und Karpaten vier sowjetische Heeresgruppen mit 25 Armeen. Die deutsche Front zerbrach, am 17.01.1945 zogen Rotarmisten in Warschau, am 19.01.1945 in Krakau und Lodz ein und erreichten am 22.01.1945 die Oder nördlich und südlich von Breslau, das eingeschlossen noch bis 06.05.1945 hielt. Das oberschlesische Industrierevier ging verloren, und am 26.01.1945 riss die Landverbindung zu Ostpreußen. Zahllose Flüchtlingstrecks in Schlesien und Ostpreußen gerieten in das Inferno des Zusammenbruchs, da die politische Führung den rechtzeitigen Abtransport verhindert hatte. Die deutsche Kriegsmarine konnte über die Ostsee noch über 2 Millionen Menschen nach Westen retten, und sie hätte auch die in Kurland abgeschnittene deutsche Heeresgruppe rechtzeitig evakuieren können, doch Hitler untersagte jeden derartigen Versuch, weil er sowjetischen Kräfte binden wollte.





Im Süden zogen die letzten deutschen Truppen am 04.04.1945 aus Ungarn ab, Wien fiel am 13.04.1945 an die Rote Armee und zwei Tage später stellte die Rote Armee bei St. Pölten ihren Vormarsch nach Westen ein. Am 16.04.1944 eröffneten die 1. Ukrainische Front unter Marschall Schukow und die 1. Weißrussische Front unter Marschall Konjew die Schlacht um Berlin mit 18 Armeen aus den Oderbrückenköpfen heraus, die 2. Weißrussische Front unter Marschall Rokossowski trat am 20.04.1945 zur Eroberung von Pommern und Mecklenburg an. Am 25.04.1945 als sich in Torgau sowjetische und amerikanische Truppen die Hände reichten, schloss sich der Ring um die Reichshauptstadt, in der Hitler im Bunker unter der Reichskanzlei mit Geisterarmeen operierte, ehe er sich am 30.04.1945 durch Selbstmord der Gefangennahme entzog. Berlin kapitulierte am 02.05.1945 und in Berlin-Karlshorst unterzeichneten Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Generaloberst Hans-Jürgen Stumpff und Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg am 09.05.1945. die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht vor der siegreichen Roten Armee..


Entgegengenommen wurde die Kapitulation vom Stellvertretenden Oberbefehlshaber der Roten Arbeiter und Bauern Armee, Marschall der Sowjet-Union Georgie Konstantinowitsch Schukow.










Fazit :





Dieser Krieg, den Adolf Hitler und auch Josef Stalin unbedingt gewollt hatten sollte als der blutigste und unmenschlichste Krieg der Geschichte in die Analen eingehen.


Schon vor dem ersten Schuss wurden ganzen Völkern von deutscher Seite das Recht auf Leben abgesprochen und deren Vernichtung und Versklavung geplant.


Man muß der siegreichen Sowjet-Union jedoch zugestehen, dass sich die Sowjet-Union trotz allen Wüten, Vergewaltigungen und Massenmorden durch Rotarmisten nicht annähernd so aufgeführt haben wie einige Verbände Deutschlands. Besonderst die Einsatzgruppen und Teile der SS sind da zu erwähnen.


Mit dem Nationalsozialismus und dem Bolschewismus prallten die zwei menschenverachtenden Systeme der Geschichte aufeinander.


Im Schatten dieses Krieges vollzog sich der Völker an den Juden Europas.


Auf den Schlachtfeldern wurde in diesem Krieg der Weltanschauungen selten Pardon gegeben. Wenn sowjetische NKWD-Truppen auf Waffen-SS traf gab es keine Gefangenen.


Gefangene hatten auf beiden Seiten wenig Möglichkeiten zu überleben.


Ganze Landstriche wurden verwüstet und entvölkert.


Alleine die Sowjet-Union hatte Verluste an Menschenmaterial von ca. 27.Milionen zu beklagen. Die Meisten davon ermordet, verhungert, erfroren.


Bis zum letzten Tage plünderte das Reich die besetzten Gebiete erbarmungslos aus.


Deutschland sollte diesen Krieg mit der totalen Niederlage, dem Verlust seiner Eigenständigkeit, gewaltigen Gebietsverlusten, 40jähriger Zweistaatigkeit und dem Aufzwingen eines politischen Systems bezahlen.


Alle Ziele die Adolf Hitler sich gesteckt hatte sollten sich ins Gegenteil verkehren.


Josef Stalin und sein Bolschewismus die Hitler zu vernichten angetreten war hatten den Krieg gewonnen.


Auf der Konferenz der Sieger in Potsdam konnte Stalin die westlichen Staatsführer über den Tisch ziehen.


Der Nationalsozialismus war besiegt. Doch der Bolschewismus breitete sich über ganz Ost und Südost Europa aus und brachte Tod und Elend über die Völker.


Dieser Krieg zwischen zwei sozialistischen Systemen sollte eine Warnung sein wohin der Sozialismus führt.





Militärisch brachte dieser Krieg aber auch neue Erkenntnisse welche heute noch Allgemeingut der Kriegsführung sind. Er zeigte auf beiden Seiten unvorstellbare Leistungen und Opferbereitschaft sowie unglaubliche Leidensfähigkeit.


Und er brachte mit den deutschen Generalfeldmarschällen Erich von Manstein, Walter Model oder Ferdinand Schörner sowie den Marschällen der Sowjet-Union Gerorgie Konstantinowitsch Schukow, Konstantin Konstantinowitsch Rokossowki sowie Boris Michalowitsch Schapposchnikow wahre Genies der Kriegsführung hervor.
 
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