Militärgeschichte

Was die Führungsebene und das Offizierskorps angeht, bin ich bei Dir. Aber wie schätzt Du die Lage bei den Mannschaften und den Wehrpflichtigen ein, wenn es hart auf hart, also zu einem Krieg zwischen den beiden deutschen Staaten gekommen wäre?
Schwer zu sagen. Ich habe mit vielen ehemaligen Wehrpflichtigen der NVA gesprochen. Einige sagten sie hätten geschossen, andere sagten bei ihnen habe der alte Satz gegolten "Ein Deutscher schießt nicht auf einen "Deutschen"
Auf der anderen Seite haben viele NVA Soldaten auf das eigene Volk geschossen und den Bau der Mauer gesichert.
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
 
Es ist ja nicht so dass es früher keine Auseinandersetzungen sich deutschsprachigen Nationen gegeben hat, das hatte im Gegenteil ja schon eher Jahrhunderte lange Tradition (zuletzt im Deutsch-Deutschen Krieg 1866). Also denke ich schon dass die meisten bei einem Krieg mitgezogen hätten. Vor allem weil mit späteren Generationen ja auch langsam der Bezug zur "anderen Seite" verloren ging.
 
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Der ehemalige Leutnant der Wehrmacht und Oberst der Bundeswehr Heinz Rafoth ist im Alter von 103 Jahren verstorben.
Mit Oberst Rafoth starb der letzte Träger des Ritterkreuze zum Eisernen Kreuz welcher in der Bundeswehr Dienst tat.
Nach dem Tod von Oberst Rafoth ist der ehemalige Jagdflieger der Wehrmacht, Leutnant Hugo Broch mit 104 Jahren der letzte lebende Träger des Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.
Interessant ist die Tatsache das Oberst Rafoth und Leutnant Broch beide am 6. Januar geboren wurden.
Broch 1922.
Rafoth 1923.
 
Heute vor genau 85 Jahren, am 06.04.1941 begann unter dem Namen "Unternehmen Marita" der sogenannte Balkanfeldzug der Deutschen Wehrmacht im Rahmen des II.Weltkriegs.
Das Wort Balkanfeldzug ist die zusammenfassende Bezeichnung für die militärischen Operationen zunächst der italienischen und nach deren Scheitern der deutschen Wehrmacht auf der Balkanhalbinsel in den Jahren 1940/41. Am 28.10.1940 ließ Bentito Mussolini entgegen deutschen Warnungen und ohne Unterrichtung des Bündnispartners vom kurz zuvor annektierten Albanien aus eine Armee in Griechenland einfallen. Eifersüchtig auf die deutschen militärischen Erfolge vom Sommer 1940 hatte er nicht verwinden können, dass Hitler ihn über seine Absichten meist im unklaren gelassen hatte, und wollte seinerseits eigenmächtig handeln, wobei er die Möglichkeiten der italienischen Armee weit überschätzte und sich über den Rat seiner Generale hinwegsetzte. Anzeichen über italienischen Absichten gegen Griechenland waren Hitler nicht verborgen geblieben, doch sein Wink, den Balkan aus dem Krieg herauszuhalten, war vom Duce ignoriert worden.





Dem um 6 Uhr des 28.10.1940 beginnenden italienischen Angriff ging ein unannehmbares Ultimatum an Athen voraus(Der griechische Diktator Ioannis Metaxas antwortete auf dieses Ultimatum mit nur einem Wort :NEIN.Seitdem ist der Ochi-Tag in Griechenland ein Nationalfeiertag). Der italienische OB in Albanien, Korpsgeneral Sebastiano Visconti-Prasca, verfügte über 155 000 Soldaten (1 Panzerdivision mit leichten Kampfwagen, 1 Alpini-Division und 6 Infanteriedivisionen). Zur Luftunterstützung war ihm das 4. Fliegerkorps mit 107 Jägern, 55 Bombern und 25 Aufklärern zugeteilt worden. Das griechische Heer unter Armeegeneral Alexandros Papagos besaß zu dieser Zeit nach Mobilmachung 1 Kavallerie-Division und 14 Infanteriedivisionen, insgesammt 430 000 Mann. Die Luftstreitkräfte bestanden nur aus 44 Jägern, 39 Bombern und 66 Aufklärern. Nach geringen Anfangserfolgen blieben die Italiener vor den Stellungen der sich entschlossen zur Wehr setzenden Griechen liegen. Ein Gegenstoß des griechischen 11. Korps unter General Papadopulos am 2. und 3.11. warf den am weitesten auf griechisches Gebiet vorgedrungenen linken Flügel der italienischen 11. Armee zurück. Am gleichen Tag gingen die ersten britischen Truppen in Piräus an Land. Angesichts der ihm äußerst unerwünschten Entwicklung entschloss sich Hitler am 04.11.1940 zu einem Entlastungsangriff über Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Seine Weisung Nr. 18 vom 12.11.1940 befahl dem OKH, Vorbereitungen zu treffen, um "im Bedarfsfall aus Bulgarien heraus das griechische Festland nördllich des Ägäischen Meeres in Besitz zu nehmen und damit die Voraussetzungen für den Einsatz deutscher Fliegerverbände gegen Ziele im ostwärtigen Mittelmeer zu schaffen, insbesondere gegen diejenigen britischen Luftstützpunkte, die das rumänische Erdölgebiet bedrohen".





Inzwischen war am 14.11.1940 an der albanischen Front der zweite Schlag gefallen: 3 griechische Korps traten mit Kavallerie-Divisionen, 8 Infanteriedivisionen und 3 Brigaden zum Angriff an und warfen die nunmehr zur Heeresgruppe Albanien (Soddu) erweiterten, aus den Armeen 9 unter General Vercellino und 11 unter General Geloso bestehenden italienischen Invasionstruppen über die Grenze zurück. Dennoch prahlte Mussolini am 18.11.1940 in einer Rede: "... wir werden Griechenland das Rückgrat brechen" und gab die italienischen Verluste der ersten 10 Kampftage mit 372 Toten, 1081 Verwundeten und 650 Vermissten an. Am 13.12.1940 unterzeichnete Hitler die Weisung Nr. 20, in der die Einzelheiten des deutschen Aufmarsches gegen Griechenland - Unternehmen "Marita" - festgelegt wurden. Am Monatsende löste Armeegeneral Cavallero den erkrankten Soddu ab. In Albanien standen nun 16 italienische 13 griechischen Divisionen gegenüber. Bei einem Treffen mit Mussolini am 19./20.1.1941 teilte Hitler dem Duce seine Absicht mit, Griechenland anzugreifen und einen Sperrverband nach Libyen zu entsenden, wo sich die Lage der Italiener nach dem britischen Gegenangriff vom 9.12.40 ebenfalls katastrophal entwickelt hatte . Italiens "Parallelkrieg" fand damit sein Ende.





Nach dem Einrücken der deutschen Truppen in Rumänien und Bulgarien begann am 04.0319.41 die britische Operation "Lustre", die Überführung von Empiretruppen nach Griechenland, die am 24.02. vom Kabinett gebilligt worden war. Bis zum 24.4. kamen rund 58 000 Mann, in erster Linie das australischen I. AK unter dem damaligen Lieutenant-General und späterenField Marshal Sir Thomas Albert Blamey mit der neuseeländischen 2. Divisionunter Bernard Cyril Freyberg der australischen 6. Division unter Major-General Mackey sowie der 1. Panzerbrigade Brigadier-General Charrington. OB wurde Generalleutnant Wilson, die Luftstreitkräfte standen unter dem Kommando von Vizeluftmarschall d'Abiac.





Hitlers Bemühungen, Jugoslawien in seinen Einflussbereich zu zwingen, führten am 25.3.1941 zum Beitritt Belgrads zum Dreimächtepakt. Dem Vertragsabschluss waren deutsche Zugeständnisse, darunter der Verzicht auf Truppentransporte für »Marita« durch Jugoslawien, vorausgegangen. Ein Staatsstreich antideutscher Kräfte am 27.03.1941 machte diesen Erfolg aber wieder zunichte und führte zum Entschluss Hitlers, "Jugoslawien militärisch und als Staatsgebilde zu zerschlagen" (Weisung Nr. 25 vom gleichen Tage). Zunächst für den 01.04.1941 geplant, begann der deutsche Angriff am 06.04.1941 um 5.15 Uhr. Zum Auftakt bombardierten 484 deutsche. Flugzeuge Belgrad, wobei 1500 Zivilisten ums Leben kamen.Obwohl Generaloberst Löhr den totalen Vernichtungsbefehl Hitlers abgemildert hatte und nur militärische Ziele hat angreifen wollen wurde er für diese Luftangriffe nach dem Krieg in Jugoslawien zum Tode verurteilt und erschossen. Gegen Griechenland kam die 12. Armee unter Generalfeldmarschall Wilhelm List mit 2 Panzerdivisionen, 2 Gebirgs- und 4 Infanteriedivisionen zum Einsatz, gegen Jugoslawien die 2. Armee unter dem damaligen Generaloberst und späteren GFM Maximilian von Weichs und die Panzergruppe 1 unter dem damaligen Generaloberst und späteren GFM Ewald von Kleist mit 4 Panzer-, 3 mot. und 7 Infanteriedivisionen Die Luftflotte 4 unter Generaloberst Alexander Löhr übernahm mit 210 Jägern, 400 Bombern und Sturzbombern sowie 170 Aufklärern die Luftsicherung der Operationen. Die griechische Armee, deren Hauptkräfte in Albanien gebunden waren, vermochte den deutschen Truppen nur 4 Divisionen und 2 Brigaden entgegenzustellen. Trotz tapferer Gegenwehr, vor allem in den Befestigungen der Metaxas-Linie, konnte die deutsche 2. Panzerdivision schon am 09.04.1941 in Saloniki einrücken. Nach Durchbruch durch den Befestigungsgürtel und Abschneiden der Verbindungen zu den griechischen Hauptkräften kapitulierte die Ostmazedonien-Armee unter General Bakopulos am gleichen Tag. Das deutsche Vorrücken in Mazedonien und Süd-Jugoslawien bedrohte nach wenigen Tagen die griechischen Albanienfront - hier hatten die Griechen bislang die Gefangennahme von 13 300 Italienern gemeldet -, sodass sie vom 14.04.1941 an zurückgenommen werden musste. Inzwischen war auch das jugoslaw. Heer, das in 3 Armeegruppen mit insgesgesamt 7 Armeen (=Korps) 3 Kavallerie- und 27 Infanteriedivisionen sowie 6 Brigaden mobilisiert hatte, weitgehend zerschlagen oder hatte sich, besonders in den mit Kroaten durchsetzten Verbänden, einfach aufgelöst. Die jugoslawische Luftwaffe konnte mit ihren 144 Jägern, 160 Bombern und 40 Aufklärern, darunter moderne deutsche Me 109 und Do 17, nur wenig wirksam werden.





Als das deutsche XVIII. Korps die britische Riegelstellung am Olymp durchbrochen hatte, gab das britische Oberkommando am 17.04.1941 die Genehmigung zur Räumung Griechenlands durch die Royal Navy. Am gleichen Tag unterzeichnete der jugoslawische OB Armeegeneral Kalafatovic in Belgrad die Kapitulation seiner Streitkräfte. Angesichts der hoffnungslosen Lage fand am 18.04.1941 in Athen ein Kriegsrat statt, bei dem sich die Frontbefehlshaber gegen die Meinung von König Georg II. und General Papagos für eine baldige Kapitulation aussprachen. Ministerpräsident Alexander Koryzis beging nach der Sitzung Selbstmord. Am nächsten Tag übergingen die Kommandierenden Generäle der drei in Epirus kämpfenden Korps - I. AK unter General Panajotis, II. AK unter General Bakos und III. AK unter General Tsolagoglu - ihren OB, Generalleutnant Pitsikos, und schickten einen Parlamentär zum Gegner. Dies führte im Hauptquartier von Tsolagoglu zur Kapitulation vor dem Kommandeur der Leibstandarte-SS "Adolf Hitler",dem damaligen SS-Obergruppenführer und späteren SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich, ein Akt, der am 21.04.1914 in Larissa vor Generalfeldmarschall List wiederholt und ironischerweise nach Protesten Mussolinis zum dritten Mal am 23.04.1941 in Saloniki vor General Ferrero vollzogen wurde.





Die britische Räumung Griechenlands (Operation "Demon") begann am 24.04.1941, verzögert durch deutsche Luftangriffe auf Schiffe und Häfen. Die Einschiffungen mussten schließlich fast durchweg vom freien Strand aus erfolgen. Insgesamt konnten 50 732 Soldaten, darunter wenige Griechen und Jugoslawen, abtransportiert werden. In Kalamata musste Brigadegeneral Parrington mit 6652 Empiresoldaten und 904 Jugoslawen (darunter 4 Generale) vor der dt. 5. Panzerdivision kapitulieren. Insgesamt waren in Griechenland eingesetzt: 21 880 Briten, 17 125 Australier, 16 720 Neuseeländer und 4670 Palästinenser und Zyprioten = 60 395. Davon waren 903 gefallen, 1250 verwundet und 13 958 in dt. Gefangenschaft geraten (= 16 111). Die deutsche 12. Armee meldete die Gefangennahme von 342 Offizieren und 10 340 britischer Soldaten. Die RAF hatte 209 Maschinen eingebüßt und 163 Mann, die deutsche Luftwaffe 158 Flugzeuge. 344 000 Jugoslawen und 223 000 Griechen kamen in deutsche Gefangenschaft. Am 27.04.1941 rückte die Aufklärungsabteilung der 5. Panzerdivision in Athen ein, und am 30.04.1941 war mit der Besetzung des griechischen Festlands einschließlich des Peloponnes der Balkanfeldzug beendet. Die deutschen. Verluste betrugen 2559 Tote, 3169 Vermisste und 5820 Verwundete. Die ungarische 3. Armee unter General Novák von Gorondy, die mit 10 Brigaden an den Operationen teilgenommen hatte, meldete 15 000 jugoslawische Gefangene; sie selbst hatte 65 Gefallene, 242 Verwundete und 15 Vermisste zu verzeichnen. Ohne in größere Kampfhandlungen verwickelt zu werden, hatte die italien. 2. Armee unter Armeegeneral Ambrosio die dalmatiniche Küste besetzt.





Als letzte griechische Bastion blieb die Insel Kreta, die im Anschluss an den Balkanfeldzug beim Luftlandeunternehmen "Merkur" bis 0.1.06.1941 erobert wurde. Insgesamt verzögerten die Kampfhandlungen im SO den längst geplanten Russlandfeldzug (Unternehmen "Barbarossa") um mehrere Wochen und schwächten die Wehrmacht durch erhebl. Menschen- und Materialverluste.


Zwar ein glanzvoller Sieg der deutschen Waffen, aber möglicherweise ein verhängnisvoller Sieg, da dieser den Sieg über die Sowjet-Union kostete.
 
Zwar ein glanzvoller Sieg der deutschen Waffen, aber möglicherweise ein verhängnisvoller Sieg, da dieser den Sieg über die Sowjet-Union kostete.
Dolchstoßlegende 2.0? Der Balkanfeldzug ist nicht *die* Ursache für das Scheitern des Feldzugs gegen die Sowjetunion. Ursachen waren insbesondere mangelnde Planung, Nachschublinien zu Pferde in der Weite des Raumes, Mangel an Treibstoff und LKW usw. Barbarossa galt bereits im August 41 in der Wehrmacht als gescheitert (vgl Augustkrise).
 
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Heute vor genau 165 Jahren, am 12.04.1861 eröffneten Artillerie Batterien der Konföderation das Feuer auf das Nordstaaten Fort Sumter vor der Hafeneinfahrt der Stadt Charlston im Konföderrietenstaat South Carolina.
Dieser Beschuss gilt als Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges.

Nach der Wahl von Abraham Lincoln November 1860 war die Hauptaufgabe, die nach Jahrzehnten andauernder Spannungen zu lösen war, die Frage der Sklaverei in den Vereinigten Staaten. Als direkte Reaktion auf die Wahl Lincolns zum Präsidenten spalteten sich sieben Staaten des Südens von der Union ab, anstatt weiter über die Sklavenfrage zu verhandeln. Der erste Staat, der sich abspaltete, war am 20. Dezember 1860 South Carolina bis Februar 1861 waren mit Alabama, Georgia , Mississippi, Florida, Texas und Louisiana sechs weitere Staaten den neuen Konföderierten Staaten von Amerika beigetreten. Mit ihren Sezessionserklärungen kamen die Forderungen, daß das gesamte Eigentum der Vereinigten Staaten an diese Staaten übergeben werden sollte, einschließlich des militärischen Eigentums und besagter Einrichtungen, die von Soldaten, Matrosen und Marinesoldaten der Vereinigten Staaten verlassen worden waren. Die Lincoln-Administration weigerte sich jedoch, die Bundeseinrichtungen an die Konföderierten abzutreten. Stattdessen entschied sich Lincoln dafür, Fort Sumter im Hafen von Charleston und andere Forts neu zu beliefern und setzte Versorgungsschiffe in Bewegung. Ein Versuch, Fort Sumter neu zu versorgen, fand im Januar statt, aber das Schiff wurde von den Geschützen der Konföderierten abgewiesen. In Charleston wurden die Verhandlungen zwischen dem konföderierten General Pierre Gustave Toutant Beauregard der die dortigen konföderierten Streitkräfte befehligte, und Major Robert Anderson, dem Garnisonskommandeur von Fort Sumter, fortgesetzt. Die Gespräche konnten die Spannungen nicht lösen. Am frühen Morgen des 12. 04.1861 eröffneten die Geschütze der Konföderierten rund um den Hafen das Feuer auf Fort Sumter. Am 13. 04 um 14.30 Uhr gab der damalige Major und spätere Major General Robert Anderson, der Garnisonskommandeur, das Fort auf und es wurde am nächsten Tag evakuiert. Mit dem Beschuß von Fort Sumter war der Sezessionskrieg offiziell sowohl im Norden als auch im Süden ausgebrochen.
 
Am 13. 04 um 14.30 Uhr gab der damalige Major und spätere Major General Robert Anderson, der Garnisonskommandeur, das Fort auf und es wurde am nächsten Tag evakuiert.

Interessante Anekdote: 1865 kehrte Anderson nach Sumter zurück. Er hatte das Sternenbanner, welches er 1861 einholen musste, den kompletten Krieg über aufbewahrt und hisste dies wieder über dem Fort, als der Krieg beendet war.

C.
 
@Crimson
Was mich auch immer fasziniert hat war die Stabilität des Forts. Die CSA hat den Bau 34 Stunden lang massiv mit Artillerie beschossen. 3000 Geschosse wurden abgefeuert. Und das Ding stand immer noch.
Und nicht nur das. Während des gesamten Bombardement gab es nicht einen toten Soldaten des Nordens . Lediglich ein Gaul kam ums Leben.
 
Was mich auch immer fasziniert hat war die Stabilität des Forts. Die CSA hat den Bau 34 Stunden lang massiv mit Artillerie beschossen. 3000 Geschosse wurden abgefeuert. Und das Ding stand immer noch.

Und der Beschuss traf in der Mehrzahl die dem Land zugewandten Seiten des Forts, die "schwächer" befestigt waren, da das Fort ja eigentlich für einen Angriff vom Meer aus gebaut worden war.

Und nicht nur das. Während des gesamten Bombardement gab es nicht einen toten Soldaten des Nordens . Lediglich ein Gaul kam ums Leben.

Ironischerweise starben am 14. April zwei Unionssoldaten beim Salutschießen anlässlich der Übergabe des Forts, als ein Geschütz explodierte.

C.
 
Heute vor genau 40 Jahren,am 15.04.1986 starteten Luftstreitkräfte der US Air Force,des US Marine Corps sowie der US Navy die Operation El Dorado Canyon, die Bombardierung der libyschen Städte Tripolis und Bengasi.
Die Operation sollte eine Antwort sein auf den Terroranschalg auf die meist von US Soldaten besuchte Diskothek „La Belle“ in West-Berlin am 05.04.1986.
Die Stadt Tripolis wurde von Flugzeugen der US Air Force aus Groß-Britannien aus angegriffen während die Stadt Bengasi von Trägerflugzeugen aus dem Mittelmeer angegriffen wurde.
Die Regierungen von Frankreich,Italien und Spanien verweigerten den USA die Überflugrechte sowie die Nutzung von US-Stützpunkten auf ihrem Gebiet sodaß die Flugzeuge für den Angriff auf Triopolis von den Stützpunkten der Royxal Air Force in Lakenheath und Upper Heyford starten mussten und ausserdem ihre Ziele durch den internationalen Luftraum anfliegen mußten.

Am 14.04.1986 starteten von den beiden o.g. Flugplätzen 19 Kampfflugzeuge vom Typ F-111F der 48. Tactical Fighter Wing der US Air Force sowie 5 Kampfflugzeuge vom Typ EF-111A von der 42. Electronic Combat Squadron im Rahmen der 20. Tactical Fighter Wing mit Ziel Triopolis. Letzt genannte Flugzeuge dienen der elektronischen Kampfführung. Dieser Teil des Angriffs trug den Namen Operation Ghost Rider.Doch bereits beim ersten Auftankmanöver gab es erhebliche techniche Probleme sodaß 5 F-11F und eine EF-111A wieder zu ihren Stützpunkten zurückkehren mußten. Der Rest erreichte jedoch ihre Ziele und begannen am 15.04.1986 um 00.02 Uhr bzw. 02.02 libyscher Zeit mit der Bomdardierung der Stadt Tripolis und Ziele in deren Nähe. Angegriffen wurde u.a. der militärische Bereich des Flughafens von Tripolis,die Ausbildungseinrichtung der Kampfschwimmer sowie eine Kaserne in Bab al-Aziziya in der man den Staatschef Libyens,Oberst Muammar al Gaddafi vermutete.Dieser soll dabei mit zwei seiner Söhne verwundet worden sein. 36 Libyer sollen bei dem Lufangriff in Triopolis getötet worden sein des weiteren wurden die Botschaften des Irans,der Schweiz,Östereichs,Finnlands und Frankreichs beschädigt.

Bei dem Angriff auf den Flughafen wurden mehrere Flugzeuge am Boden zerstört bez. Schwer beschädigt. Darunter befanden sich drei Iljuschin IL-76 als Totalverlust und drei Flugzeuge gleichen Typs wurden schwer beschädigt. Eingesetzt wurden Bomben vom Typ MK 82 Snakeeye,MK 20 Rockeye sowie Paveway Präzisonsbomben.

Die Verluste der USA an Kriegs und Menschenmaterial waren gering. Eine F-111F wurde abgeschossen wobei beide Besatzungsmitglieder starben. Eine weitere F-111F mußte wegen technicher Probleme auf dem Luftwaffenstützpunkt Rota in Spanien notlanden.



Zur gleichen Zeit wie der Luftangriff auf Tripolis stattfand griffen Kampfflugzeuge der US Navy und des US Marine Corps Ziele in und um Bengasi an. Vor dem Start der Trägerflugzeuge starte vom Royal Air Force Stützpunkt in Mildenhall eine SR-71 Blackbird welche zur Koordiantion und zur Aufname des Angriffs auf Bengasi genutzt.

Fast zeitgleich mit den Angriffen auf Tripolis starteten vom Flugzeugträger USS Coral Sea 8 Bomber vom Typ A-6E sowie 6 Flugzeuge vom Typ F/A-18C,sogenannte Hornets.Vom Flaugzeugträger USS America starteten 6 A-6E ,7 A-7 Jagdbomber sowie ein Flugzeug zur elektronischen Kampfführung vom Typ EA-6B. Fünzehn F-14 Kampflugzeuge übernamhen den Schutz der Flugzeugträger während 4 Flugzeuge vom Typ E-2C Hawkeye den Luftraum überwachten.

Die Schläge der USA zielten in Bengasi auf die Karsernen in Dschamahirija,ein Trainigsgelände für angebliche Terroristen in Sidi Bilal,eine Trainingscamp für Palästinenser ebenda,sowie der Luftwaffenstützpunkt Bennina südöstlich von Bengasi. Dort wurden mehrere Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber am Boden vernichtet sowie mehrere Lufabwehrstellungen und Radarstationen.

Als die US-Flugzeuge abdrehten hatte Libyen den Verlust von u.a. 14 MIG 23,2 Hubschrauber vom Typ MI-17,mindestens 5 Iljuschin IL-76 ,5 wichtige Bodenradarstellungen sowie ca. 90 Tote zu beklagen, Die USA lediglich zwei Tote. Deren Leichnahme wurden übrigens im Jahre 1989 auf Vermittlung des Vatikans an die USA übergeben. Eine faire Geste Libyens.

In der Betrachtung der Luftschläge sind übrigens zwei Tatsachen sehr bemerkenswert.

1.Die USA haben den Angriff gegen Libyen wohl dessen wichtigsten Verbündeten,der Sowjet-Union zuvor angekündigt. Denn am Vorabend der Luftschläge liefen mehrere sowjetische Kriegsschiffe welche im Hafen von Bengasi vor Anker lagen ohne Angabe von Gründen aus.Eine Warnung der Sowjet-Union dan Libyen erfolgte nicht.

2.Der Anflug der US Flaugzeuge auf Tripolis wurde vom Radar in Malta und in Italien erfasst.Und beide(!!!!!!) warnten libysche Stellen vor dem Angriff. Dies hat,möglicherweise,die Besatzung der amerikanischen F-111 das Leben gekostet.



Als Folge der Luftangriffe der USA feuerte Libyen am 15.02.1983 zwei Scud-B Raketen in die Richtung einer US-Radarstellung auf Lampedusa ab,welche jedoch beide ins Meer schlugen.
 
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