Was du mit dem Bildchen aussagen willst, verstehe ich nicht. Warum sollte es nicht auch Rollen geben, bei denen das untere "okay" und gerade eben das obere "not okay" ist? Im Falle einer Nelson-Mandela-Biographie können auch Leute, die sich jetzt über den Helena-Cast beschweren, es genauso blöd oder sogar noch blöder finden, wenn die Hauptfigur mit Tom Cruise besetzt werden würde.
Ja, es fänden die meisten wohl blöd, wenn man eine historische Persönlichkeit, deren Leben maximal eng mit dem Kampf gegen die Apartheid verbunden ist, mit einem Weißen besetzt würde. Da könnte der Film wohl ähnliche dramaturgische Probleme bekommen wie ein Film über den Gründer des KKK, der dann von Denzel Washington verkörpert würde.
In einer Geschichte, die ein Mythos ist und deren historischen Wurzeln in einer Zeit liegen, über die wir extrem wenig wissen und in dem die Hautfarbe kein Thema, ist sollte es schlicht egal sein.
Und deswegen denke ich, dass es in diesem Fall
Was würde wohl passieren wenn man eine Nigerianisches Epos verfilmen würde und man die schönste Frau Afrikas/Nigerias mit einer Rothaarigen Norwegerin besetzen würde ?
zwar auch genug Leute gäbe, die sich beschweren würden, aber man auf der anderen Seite auch darüber hinwegsehen könnte, wenn es für die Geschichte irrelevant wäre, wie sich diese Schönheit äußert (zumal sie der Vergleichbarkeit halber in der Geschichte ja die schönste Frau der Welt sein müsste, was dann eben auch Frauen aus Norwegen miteinschlösse).
Aber FALLS man schon in den beiden Besetzungen eine politische Botschaft herauslesen WILL, dann wäre es im aktuellen Fall eben eine Sichtbarmachung und Chancenvergrößerung einer Minderheit (auch in Hollywood), im oben umschriebenen Beispiel hätte man dann wohl eher eine White-Supremacy-Botschaft, wenn man in einem Mythos aus einem kolonial belasteten Gebiet eine Weiße als Ideal einsetzt.
Ich weiß dann aber, mit welcher Botschaft ich eher klarkommen würde.