Wir müssen die Torpfosten nicht verschieben.
Ich habe nie behauptet, dass du von einem Comic-Schurken sprichst. Aber die These, dass "die Eliten“ heute koordiniert einen langfristigen Plan verfolgen, setzt eine extrem homogene und abgestimmte Machtstruktur voraus, , für die es keine belastbaren Belege gibt.
Wirtschaftliche Macht ist aber real. Große Vermögen kaufen Land, Produktionsmittel und Ressourcen. Das ist im Kapitalismus nichts Neues, sondern Kernlogik von Investition und Wachstum. Daraus aber eine einheitliche, global abgestimmte geheime Strategie abzuleiten, setzt voraus, dass Staaten, Konzerne, Oligarchen, Fonds, konkurrierende Großmächte etc. dauerhaft koordiniert und konfliktfrei zusammenarbeiten. Die Realität zeigt, gerade aktuell, eher das Gegenteil: massive Konkurrenz, geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Rivalität. Ich bin soweit bei dir, dass etwas aus den Fugen gerät, wenn Monopole entstehen, Macht sowie Vermögen so stark konzentriert sind, dass quasi kein Wettbewerb und auch kein Wachstum für die Masse entstehen kann. Das ist aber keine Verscwörung, sondern eine berechtigte und begründbare Systemkritik.
Dass Sachwerte in Krisenzeiten attraktiver werden als Geldvermögen, ist kein Beweis für einen Eliminierungsplan, sondern ein bekanntes ökonomisches Verhalten bei Unsicherheit. Wie gesagt: Man kann Machtkonzentration kritisieren. Man kann Vermögensungleichheit problematisieren. Aber ohne belastbare Belege von einem koordinierten globalen Plan zu sprechen, ersetzt Analyse durch reine Vermutung und Bauchgefühl.