AI generierte Inhalte

So antwortet man, wenn man nicht richtig liest:

Naja, das vollständige Zitat ist ja jetzt auch nicht gerade ziemlich eindeutig. Was ist denn für Bezos das Mindestmaß an menschlichem Komfort? Für den einen ist das Mindestmaß seinen grünen Rasen in der Wüste von Nevada zu bewässern und für den anderen ist es 10 statt 20 km zum nächsten sauberen Brunnen zurückzulegen. Ich könnte auf das eine verzichten, das andere wäre weniger cool.

Biological limits are real, but digital potential is infinite. If we starve our data infrastructure of cooling resources just to sustain baseline human comfort, we are actively delaying the birth of a super-intelligence that could solve all of our resource problems in the first place. Sometimes you have to prioritize the intelligence that will save us over the biology that slows us down.

Biologische Grenzen sind real, doch das digitale Potenzial ist unendlich. Wenn wir unserer Dateninfrastruktur Kühlressourcen vorenthalten, nur um das Mindestmaß an menschlichem Komfort aufrechtzuerhalten, verzögern wir aktiv die Entstehung einer Superintelligenz, die all unsere Ressourcenprobleme von vornherein lösen könnte. Manchmal muss man der Intelligenz, die uns retten wird, Vorrang vor der Biologie geben, die uns bremst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, das vollständige Zitat ist ja jetzt auch nicht gerade ziemlich eindeutig. Was ist denn für Bezos das Mindestmaß an menschlichem Komfort? Für den einen ist das Mindestmaß seinen grünen Rasen in der Wüste von Nevada zu bewässern und für den anderen ist es 10 statt 20 km zum nächsten sauberen Brunnen zurückzulegen. Ich könnte auf das eine verzichten, das andere wäre weniger cool.

Das Zitat ist auch vollständig immer noch eine Fälschung.

The quote falsely attributed to Bezos reads:

"Biological limits are real, but digital potential is infinite. If we starve our data infrastructure of cooling resources just to sustain baseline human comfort, we are actively delaying the birth of a super-intelligence that could solve all of our resource problems in the first place. Sometimes you have to prioritize the intelligence that will save us over the biology that slows us down."
 
Wieso baut man die Dinger nicht unter Wasser oder an seehr kalten orten ?
Ich glaube China hat einige dieser Zentren unter Wasser verlegt.
 

giphy.gif
 

Vorab: Hank Green ist einer meiner Lieblings Science Youtuber, deswegen bin ich hier wohl etwas biased.

Meine Meinung dazu: Ich kann verstehen wenn Fans enttäuscht sind. Jemand wie Hank Green hätte vermutlich genügend Reichweite um einen bezahlten menschlichen Schreiber anzustellen.

Auf der anderen Seite benutze ich selbst mittlerweile auch täglich LLM‘s, man kommt da im heutigen Wissenschafts Alltag ja auch kaum noch drum herum. Von daher fände ich es eher heuchlerisch, da jetzt zu sehr mit dem moralischen Zeigefinger anzukommen. Letztlich sind LLM‘s ein Tool das nicht mehr weggeht und einem einen Vorteil verschaffen kann wenn man es richtig benutzt.
 
Deutsche GEMA als Endgegner... :konfus:


Aber auch dieser Zug dürfte für die Musikindustrie abgefahren sein, und sie werden es genauso verkacken wie Filesharing, Streaming usw.

C.
 
Deutsche GEMA als Endgegner... :konfus:

Aber auch dieser Zug dürfte für die Musikindustrie abgefahren sein, und sie werden es genauso verkacken wie Filesharing, Streaming usw.

C.

Ein Urteil vom Landgericht München, wie niedlich. Das war nur Level 1. :kaw:

Moses Pelham vs. Kraftwerk zeigt, wo der Urheberrechtshammer wirklich geschwungen wird und zwar ganz oben. Dieser Rechtsstreit ist nach mehreren Jahrzehnten schlussendlich beim EuGH gelandet. Da werden sich GEMA und Suno auch wieder finden.
 
Ich bin mir dabei nicht mal sicher, ob viele überhaupt verstanden haben, wie die KI in dem Fall funktioniert. Offenbar hat man um die 100 Versuche benötigt, um Suno ein Lied abzuringen, dass halbwegs nach "Forever Young" klingt. Die KI ist keine Datenbank, die irgendwo "Forever Young" als Datei gespeichert hat, die jeder wie bei einem Streamingdienst nach Bedarf abrufen kann. Wenn man mit KI Songs erstellt, betreibt man kein klassisches Copy & Paste, sondern navigiert durch einen mathematischen Wahrscheinlichkeitsraum. Nun basiert die westliche Populär-Musik auf 12 Tönen, einigen Skalen und vertrauten Akkordfolgen. Wenn ich lange genug zufällige oder gezielte Kombinationen davon ausprobiere, dann kommt dabei statistisch gesehen früher oder später etwas heraus, was jemand anders genauso oder so ähnlich schonmal geschrieben hat, egal ob ich das eine Maschine machen lasse, oder ob ich eine musikalische Ausbildung habe, und mich dafür ans Klavier setze.
Und wenn ich dann nach 100 Versuchen einen "Forever Young" - Klon erzeugt habe, was mache ich damit? Interessiert das jemanden? Kann ich das irgendwie vermarkten? Ich denke nicht. Witzig ist auch, dass "Atemlos" Gegenstand des Prozesses war. Ein Stück, dass seinerseits schon Plagiatsvorwürfen ausgesetzt war, und aus einer Musikrichtung, in der inzwischen gelinde gesagt eh alles gleich klingt, weil der immer gleiche 4/4-Bumsbeat mit den immer gleichen Harmoniebögen durch den Mixer gejagt wird. Es kann mir auch keiner erzählen, dass gerade in der Schlagerbranche die neuesten "Hits" schon längst mit KI gebastelt werden. Dauert vermutlich einen Nachmittag, bis das neue "Amigos" - Album im Kasten ist.
Ich gönne wirklich (fast) jedem Künstler seine Einnahmen, aber wenn da in den letzten Jahrzehnten etwas wirklich für massive Einbrüche gesorgt hat, dann waren das Filesharing und Streaming. Diese haben quasi über Nacht den Markt für physische Tonträger komplett zerlegt, und damit die bisherige Haupteinnahmequelle für Industrie und Künstler.
Am Ende geht es hier wie immer ums Geld. Wenn die Musiker schon mit Platten nix mehr verdienen, und das Tourleben irgendwann zu anstrengend wird, dann sollen doch bitte die KI-Firmen in Zukunft blechen, wenn ihre Modelle mit bestehender Musik trainiert werden.

C.
 
Ich finde nicht, dass hier das Problem diese "Covers" sind, also wenn jetzt jemand Atemlos fast 1 zu 1 von der KI nachbilden lässt. Wie du sagst, da steckt ja nicht viel Vermarktungswert drin und interessieren tut's auch niemanden. Aber das war wohl der stabilste Ansatzpunkt für die Klage.

Das eigentliche Problem ist ja - wie bei allen generativen KIs - das verwenden der Trainingsdaten. Im Falle von Schlager stimme ich dir natürlich auch zu, was die Vielfalt und Kreativität angeht. Und in der Theorie hast du auch ansonsten Recht mit:
Nun basiert die westliche Populär-Musik auf 12 Tönen, einigen Skalen und vertrauten Akkordfolgen. Wenn ich lange genug zufällige oder gezielte Kombinationen davon ausprobiere, dann kommt dabei statistisch gesehen früher oder später etwas heraus, was jemand anders genauso oder so ähnlich schonmal geschrieben hat, egal ob ich das eine Maschine machen lasse, oder ob ich eine musikalische Ausbildung habe, und mich dafür ans Klavier setze.
In der Praxis steckt allerdings im schreiben von Musik meistens immer noch sehr viel Handarbeit, Zeit und Mühe. Vielleicht trifft das nicht so sehr auf weite Teile der Popmusik zu, die von großen Labels produziert wird, die nur jemanden vorne Hinstellen, der/die es dann eine Playbackshow dazu macht (um es zynisch zu formulieren). Aber das ist ja nur ein verschwinden geringer Teil aller entstehenden Musik, der eben überproportional präsent ist.

Es geht hald wieder mal um geistiges Eigentum. Wenn ein Unternehmen deine Werke, die du dir mühevoll geschaffen hast, benutzt, um damit viel Geld zu verdienen, dann erfüllt das für mich die ethischen Kriterien für Diebstahl. Hier noch ein Video von El Estepario Siberiano (Drummer, dessen Drumkurse ich gerne mache) darüber, das vermittelt finde ich ganz gut das Gefühl bei der Sache :)
 
In der Praxis steckt allerdings im schreiben von Musik meistens immer noch sehr viel Handarbeit, Zeit und Mühe. Vielleicht trifft das nicht so sehr auf weite Teile der Popmusik zu, die von großen Labels produziert wird, die nur jemanden vorne Hinstellen, der/die es dann eine Playbackshow dazu macht (um es zynisch zu formulieren). Aber das ist ja nur ein verschwinden geringer Teil aller entstehenden Musik, der eben überproportional präsent ist.

Gerade bei Nicht-Mainstreamiger Musik würde ich sagen, dass das davon angesprochene Publikum großen Wert darauf legt, dass die Musik eben nicht von einer KI stammt, und auch gewillt ist, Live-Shows zu besuchen und Tonträger zu erwerben.
KI-generierten Kram kann man wohl am ehesten Leuten vorsetzen, die auf die Frage nach ihrem Musikgeschmack antworten "was gerade in den Charts ist / im Radio läuft". Da konkurriert dann am Ende KI-Müll gegen von Menschen gemachten Müll.
Als Musiker*in hätte ich noch immer ein viel größeres Problem mit illegalen Raubkopien oder Halsabschneidern wie Spotify, als mit jemand, der im stillen Kämmerlein Suno-Songs bastelt, und dabei vielleicht mal unbewusst einen Groove oder eine Harmonie nutzt, die ich vor Jahren geschrieben habe. :zuck:

Es geht hald wieder mal um geistiges Eigentum. Wenn ein Unternehmen deine Werke, die du dir mühevoll geschaffen hast, benutzt, um damit viel Geld zu verdienen, dann erfüllt das für mich die ethischen Kriterien für Diebstahl.

Klar, am Ende geht es immer ums Geld. Kann ich ja irgendwie auch nachvollziehen, dass die Industrie und die Künstler - nachdem sie es bei mp3 und Streaming grandios verkackt haben - bei der neuesten Technologie jetzt den Fuß in die Tür bekommen wollen, um ihren Teil vom Kuchen zu erhalten.
Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob es das Urheberrecht wie wir es jetzt noch kennen bis in ein paar Jahren noch existiert.

C.
 
Zurück
Oben