Allgemeine Geschichte

Mehrfach konnte ich Starts und Landungen der Space Shuttles live im Fernsehen miterleben, so auch den vom 28. Januar 1986.

Daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Wir hatten an dem Tag Besuch, und da Space-Shuttle-Starts 1986 bereits ein wenig zur Routine geworden waren, lief der TV nur nebenher, nahezu ohne Ton, vor allem, weil ich als großer Sci-Fi-Fan das gerne sehen wollte. Als sich die Detonation erfolgte galt dann plötzlich alle Aufmerksamkeit dem Bildschirm, und wir verfolgten den ganzen Abend die Berichterstattung.

C.
 
Für mich war das ja schon ein schwarze Tag damals, als man verkündete dass das Space Shuttle Programm eingestellt wurde. Um so mehr freut mich dass es mit "Artemis" beim Thema Raumfahrt weiter geht. Vor allem weil dieses Konzept der Booster, die abgeworfen werden, ja von den Space shuttles abgeschaut wurde
 
Daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Wir hatten an dem Tag Besuch, und da Space-Shuttle-Starts 1986 bereits ein wenig zur Routine geworden waren, lief der TV nur nebenher, nahezu ohne Ton, vor allem, weil ich als großer Sci-Fi-Fan das gerne sehen wollte. Als sich die Detonation erfolgte galt dann plötzlich alle Aufmerksamkeit dem Bildschirm, und wir verfolgten den ganzen Abend die Berichterstattung.

C.
Ich saß da auch immer vor dem Bildschirm wenn die Shuttles starteten oder landeten.
Ich habe mir auch immer Zeitungsartikel ausgeschnitten und abgeheftet.
 
Nach der ersten nachmittäglichen Wiederholung von Carl Sagans Unser Kosmos war ich dem Zauber der Astronomie endgültig verfallen.

Der Start des Space Shuttles Challenger am 28. Januar 1986 fiel für mich in eine glückliche Fügung: Während meine Eltern mit der Vieharbeit beschäftigt waren und mein Vater somit nicht als Konkurrent um den Fernseher in Erscheinung trat, stand mir und meinen Brüdern das Gerät ganz allein zur Verfügung.
 
Heute vor genau 80 Jahren, am 13.04.1946 wurden im Rahmen des sogenannten Marthe Richard Gesetz sämtliche Bordelle geschlossen.
Zwar blieb die Prostitution als solche Erlaubt, jedoch mussten die Damen des horizontalen Gewerbe ihre Liebesdienste auf der Straße anbieten.
Alleine in Paris , der Stadt der Liebe, mussten 180 Freudenhäuser schließen.
Und das in Frankreich :D
 
Heute vor 100 Jahren, am 18. April 1926, wurde in Deutschland erstmals ein Fußballländerspiel live im Radio übertragen. In Düsseldorf gewann die deutsche Mannschaft mit 4 : 2 gegen die Niederlande. Das Ergebnis war bemerkenswert, doch die eigentliche Neuerung lag darin, dass Menschen das Spiel überhaupt zeitgleich verfolgen konnten, ohne im Stadion zu sein.

Bis dahin blieb Fußball für die meisten ein Ereignis aus zweiter Hand. Man las Berichte am nächsten Tag oder hörte Erzählungen. Nun trat die Stimme des Reporters an diese Stelle und machte das Spiel unmittelbar erfahrbar. Zwar entstand das Geschehen nur in der Vorstellung der Zuhörer, doch genau das verlieh der Übertragung eine besondere Intensität.

Damit begann eine Entwicklung, die den Sport grundlegend veränderte. Fußball wurde zu einem gemeinsamen Erlebnis über Entfernungen hinweg, und der Hörfunk entwickelte sich zu einem wichtigen Medium für alle, die nicht vor Ort sein konnten.
 
Heute vor 50 Jahren, am 23. April 1976, wurde in Ost-Berlin der Palast der Republik eröffnet. Der Bau hatte gut zweieinhalb Jahre gedauert und sollte gleich mehrere Funktionen erfüllen. Einerseits tagte dort die Volkskammer der DDR, andererseits war das Gebäude bewusst als offenes Haus gedacht. Es gab Restaurants, Konzerte, Veranstaltungen und viel Raum für Besucher.

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Heute vor 100 Jahren, am 25. April 1926, wurde in Teheran ein neues Kapitel der iranischen Geschichte aufgeschlagen. Reza Pahlavi ließ sich an diesem Tag zum Schah krönen und machte damit klar, dass die Zeit der Kadscharen endgültig vorbei war. Die Zeremonie war bewusst prunkvoll gehalten. Sie sollte Stärke zeigen und einen Neuanfang markieren.

Reza Pahlavi kam nicht aus altem Adel. Er begann seine Laufbahn im Militär und arbeitete sich Schritt für Schritt nach oben. Nach dem Putsch von 1921 wurde er zu einer Schlüsselfigur im Staat, erst als Kriegsminister, dann als Premierminister. 1925 ließ er die alte Dynastie absetzen und bereitete seine eigene Herrschaft vor.

In den folgenden Jahren versuchte er, Iran grundlegend zu verändern. Infrastruktur wurde ausgebaut, Verwaltung und Bildung reformiert, vieles orientierte sich an europäischen Vorbildern. Gleichzeitig ging er hart gegen traditionelle Machtstrukturen vor, besonders gegen den Einfluss der Geistlichkeit.

Seine Herrschaft war widersprüchlich. Er modernisierte das Land, regierte aber zunehmend autoritär.
 
Heute vor genau 40 Jahren, am 26.04 1996 kam es in Tschernobyl in der Ukraine im dortigen Atomkraftwerk im Reaktorblock 4 zum bisher schwersten Atomunfall der Geschichte.
Während einer nächtlichen Sicherheitsübung
kam es zu einer Leistungsexplosion des Reaktors was zur Explosion des Reaktorblocks und zu einer Kernschmelze führte.
 
Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im südlichen Landkreis Osnabrück aufgewachsen. Soweit ich mich erinnere, gab es bei uns keine wirklichen Einschränkungen für die Tierhaltung oder den Ackerbau, wie man sie aus Süddeutschland kannte, etwa aus Bayern oder Baden-Württemberg nach der Tschernobyl-Katastrophe.

Am deutlichsten in Erinnerung geblieben ist mir der Gemüsegarten. Auf Drängen unserer Großmutter wurde alles vernichtet. Meine Mutter hat das nur schwer akzeptiert, vor allem, weil der Spinat schon richtig gut stand.

Im Nachhinein kann ich die Reaktion meiner Großmutter durchaus verstehen. Damals wusste niemand so genau, wie gefährlich die Lage wirklich war. Es kursierten viele unterschiedliche Informationen, manches widersprach sich auch. Wer auf Nummer sicher gehen wollte, traf eben klare Entscheidungen. Gerade Blattgemüse galt als besonders anfällig, weil sich die radioaktiven Partikel direkt auf den Blättern absetzen konnten.

Bei uns zu Hause trafen dabei zwei Haltungen aufeinander. Meine Großmutter wollte kein Risiko eingehen und hat konsequent gehandelt. Meine Mutter hat stärker auf das geschaut, was konkret vor ihr lag, und vielleicht auch darauf, wie viel Arbeit und Zeit in dem Garten steckten. Diese kleine Szene passt im Rückblick ziemlich gut zu der Stimmung damals. Viel Vorsicht, aber auch Zweifel und das Gefühl, nicht genau zu wissen, ob man gerade richtig handelt.
 
Ich war damals gerade seit etwas über 4 Monate 17 Jahre alt und in der Berufsschule.
Und unsere Lehrer wollten uns bei Regen nicht auf den Schulhof lassen.
Und wie das so ist während der auslaufenden Jugend, nun aber gerade.
Die Lehrer haben gar nicht erst versucht uns aufzuhalten. Wir waren alles kräftige Baulehrlinge. Und wir waren überzeugt dass der Unfall viel zu weit weg passiert war.
Ziemlich dumme Vorstellung aus heutiger Sicht.
 
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