Bastion

Bastion - Bastion Center - Sith Orden - Domäne der Wissenden - Sabar, Darth Sting

Ohne irgendwelche weiteren Worte richtete sich Sting auf und schlängelte sich aus seiner Unterkunft heraus. Der Graf wusste, dass sein Meister keine großen Ansprachen mochte und folgte dem Krieger augenblicklich. Dem noch immer mulmigen Gefühl Sabars kam das nicht nicht wirklich zugute, da er noch immer nicht so recht wusste, was sein Meister mit ihm auf Dubrillion vorhatte. Stattdessen kroch er mit rasanter Geschwindigkeit voran und Sabar hatte Mühe schrittzuhalten ohne dabei so zu wirken, als würde er Darth Sting wie ein angeleinter Schoßhund hinterherrennen. Darth Sting wählte den längeren Weg in den unterirdischen Hangar und nicht einen der Lifte und in der Zeit die auf ihrem Weg verstrich, musste sich Sabar zusammenreißen, keine Frage zu stellen und seinen Mund zu halten. Er war es allmählich Leid, sich dem Willen anderer hingeben zu müssen und ständig in das Ungewisse hinein katapultiert zu werden, auch wenn sein starker Glaube an sein persönliches Schicksal ihm die nötige Kraft gab, diese fragwürdigen Wege anzunehmen, die sich bisher im Nachhinein immer ausgezahlt haben. Das einzige was für ihn zählte waren die Worte Stings, dass er nicht mehr lange Schüler sein würde. Und nur das zählte für ihn in diesem Moment.

Während Stings Waffe immer wieder mit voller Wucht gegen die Wände, Böden und alle möglichen Verwinkelungen und Gegenstände schepperte, machte sich Sabar seinerseits Gedanken über das Lichtschwert, das er bald führen würde und wie aufs Wort kam Sting auf dieses Thema zu sprechen. Mit eiligen Schritten holte der Schüler zu Sting auf, der meinte, dass Sabar als Sith-Krieger eine passende Waffe bräuchte.

"Standesgemäß, ja"

Bejahte er die Frage seines Meisters und ging kurz in sich. Was wollte sein Meister nun hören? Den ausführlich dargelegten Aufbau eines Lichtschwertes oder etwas anderes? Während sie sich ihrem Ziel allmählich näherten und die dunklen Gänge durchquerten, in denen zweifelsohne eine finstere Aura vorherrschte, entschied sich Sabar schnell.

"Lichtschwerter sind zum Töten weitaus effektiver als gewöhnliche Klingen, so wie ich sie mit mir führe. Sie durchtrennen alles; Material, Feinde...mit einem Lichtschwert können sogar Schüsse abgewehrt werden. Sie sind die wohl tödlichsten Nahkampfwaffen, die man in der Galaxie findet."

Sabar erinnerte sich an ihren finalen Kampf auf N'Zoth mit den Soldaten Kal Fraans. Hätte Adria mit ihrem Lichtschwert nicht die auf sie niederprasselnden Schüsse blockiert, wäre Sabar niemals zurück nach Bastion gekehrt.

"Im Inneren des Griffs liegen eine Energiezelle, sowie ein künstlicher Kristall. Die von der Energiezelle ausgehende Energie wird durch die Kristalle gebündelt und verlässt den Griff des Schwertes als Energiestrahl, der alles durchtrennt, was zwischen mir und dem liegt, was ich begehre. Das Führen eines Lichtschwertes erfordert allerdings große Fähigkeiten, sowohl im Führen der Klinge als auch in der Macht. Ohne die richtige Übung ist die Waffe eine größere Gefahr für den Träger selbst, als für seinen Gegner."

Bastion - Bastion Center - Sith Orden - Unterwegs zum Hangar - Sabar, Darth Sting
 
[ Bastion | Bastion Center | Haylem House | Arbeitszimmer ] - Justus Fourb

Justus blickte ein wenig verträumt aus dem Fenster des edel eingerichteten Arbeitszimmers, dass in dem wohl prächtigsten Anwesen der Familie Fourb hier auf Bastion lag. Justus hatte dieses Haus bereits sehr zu schätzen gelernt. Die Zimmer an der Oberseite strahlten eine Pracht aus, die zum einen von der adeligen Abstammung seiner Urgroßmutter und zum anderen von dem Vermögen der Familie Fourb herrührte. Es war wirklich fast schon als Erlebnis zu bezeichnen, durch die edel ausgestatteten Flure und Zimmer zu schlendern. Und Julius durfte dies nun schon seit fast einem halben Jahr genießen, so lange war es nun schon her, dass sein Onkel ihn gebeten hatte, eine etwas innigere Beziehung zu dem Geschlecht der Haylems aufzubauen, insbesondere mit deren Oberhaupt, Baron Wulff Adrianos Haylem, dem Neffen seiner Urgroßmutter. Zuerst war es ihm noch ein wenig schleierhaft vorgekommen, was sein Onkel sich davon erhoffte, doch vor wenigen Tagen hatte er genauere Instruktionen bekommen und wusste nun doch mehr, als zuvor.

Der Baron würde in wenigen Minuten kommen, stellte Julius mit einem Blick auf die große Wanduhr fest, die sich an die edel vertäfelte Wand links von ihm schmiegte. Es hatte sich als ein mehr als schlauer Schachzug herausgestellt, sich seinem Onkel Aren Vayliuar als Vertrautem und in gewisser Weise auch Gehilfen anzubieten. In seiner frühesten Kindheit hatte sein Onkel sich schon um ihn gekümmert und in dem Jahr, in dem er sein Praktikum in der Fourb-Gruppe absolviert hatte und Uyter wieder öfters einen Besuch abgestattet hatte, hatte er sich immer wieder an Stelle seines Vaters um ihn gekümmert, der zu dieser Zeit noch immer sehr beschäftigt in der Politik Uyters gewesen war. So war schnell ein enges Band zwischen ihnen entstanden, was wohl mehr als gut begründete, weshalb er sich nun enthusiastisch für Aren einsetzte und dieser ihm auch vertrauliche Aufgaben anvertraute.

Plötzlich klopfte es an der Tür und der Butler des Hauses, Grisham, ließ den Baron ein, der ihm dicht folgte. Julius erhob sich aus seinem Sessel hinter dem Schreibtisch und schritt dem großen, etwas hageren Mann mit ausgestreckter Hand entgegen.

,, Baron Wulff Haylem, es ist mir wie jedes mal eine Ehre."

Justus gehörte wahrscheinlich zu den Personen in seiner Familie, die den Baron am besten kannten. Zwar war er der Cousin seines Vaters, doch das Verhältnis der Familie Fourb und des Bastioner Adelsgeschlechtes waren nach dem Tod des alten Barons zusehends abgekühlt. So war es auch wenig verwunderlich, dass der Baron trotz des halben Jahres Bekanntschaft noch immer Wert darauf legte, dass Justus seinen Titel mit verwendete. Der Baron nahm die ausgestreckte Hand entgegen und blickte Justus recht ernst entgegen.

,,Mister Fourb, was kann ich nun für sie tun?"

Der Baron war kein Mann der langen Worte und Justus kam es recht erfrischend vor, dass er so diesem immer um den heißen Brei reden der High Society ausweichen konnte. Er bot dem Baron einen Platz am anderen Ende des Schreibtisches an, bevor er sich selbst wieder auf dem Sessel niederließ.

,,Nun, ihnen ist sicherlich bekannt, was die Familie Fourb für sie und ihr Geschlecht getan hat. Seien wir ehrlich,das Vermögen meines Urgroßvaters hat euch euren Titel gerettet."

Der Baron verzog leicht das Gesicht. Er mochte es vielleicht nicht gerne hören, aber die Haylems hatten kurz vor dem Bankrott gestanden, als Joseph Fourb die Schwester des Barons zur Frau nahm und somit das Geschlecht vor einem solch unwürdigen Schicksal bewahrte, auch wenn ihre finanzielle Situation nach wie vor weit von den goldenen Zeiten der Familie entfernt war.

,,Aren Vayliuar, mein hochverehrter Onkel und zukünftiger Generaldirektor der Fourb-Gruppe, würde sich freuen, eine engere Beziehung zwischen unseren beiden Familien einzugehen. Er wäre sehr erfreut, wenn sich die Familien Fourb und Haylem in Zukunft noch mehr öffentlich als Partner zeigen. Dies würde nochmals die öffentliche Stellung der Familie Haylem unterstreichen und sicherlich euren gesellschaftlichen Status nochmals erheben. Das die Familie Fourb zudem ein Auge auf das Wohlergehen und den weiteren Fortbestand seiner Verbündeten hat, sollte ja nicht mehr zu erwähnen sein."

Der Baron schien durchaus interessiert, man sah ihm aber bereits schon an, dass er ahnte, dass noch ein Hacken kommen würde. Justus ging jedoch davon aus, dass dieser den Baron kaum stören würde, vor allem unter Anbetracht der Tatsache, was die Familie Fourb bis jetzt schon für das Geschlecht der Haylems getan hatte.

,,Mein Onkel wäre euch sehr dankbar, wenn ihr ebenfalls etwas dazu beitragen würdet, unser Band vor der Öffentlichkeit nochmals zu bestärken. Ihr seid ja ein Mitglied des Kollegiums der Förderer des Galaktischen Imperiums. Mein Onkel hält sich selbst ebenfalls für einen recht großen Förderer des Imperiums und würde dies in der Öffentlichkeit auch gerne zum Ausdruck bringen, als ohnehin schon."

Der Baron kam recht schnell zum Punkt.

,,Wenn es euer Wunsch ist, dass Mister Vayliuar für einen Platz im Kollegium nominiert wird und wir dafür unsere gemeinsame Zusammenarbeit verstärken, wäre es mir eine Freude, ihren Onkel zu unterstützen."

,,Nun, dann denke ich bleibt mir nur noch zu sagen; auf eine erfolgreiche, weitere Zusammenarbeit."

Justus strahlte den Baron an und bestätigte mit einem Handschlag das Geschäft.

[ Bastion | Bastion Center | Haylem House | Arbeitszimmer ] - Justus Fourb, Baron Wulff Adrianos Haylem
 
[Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Bastion / Center / Tempel der Sith / Domäne der Lernenden / Bibliothek / Kalinda Orindi (NSC), Grin Redeye, Shiqjat Rûwshi, Lota

Eines musste Kalinda schon zugeben, so dreckig, brutal und oft kurz das Leben im Tempel auch für die meisten Jünger sein mochte, es wurde zumindest nie langweilig mit ihnen. Als geschätzte Attentäterin ihres Herrn hatte die schlanke Umbaranerin schon viele hoffnungsvolle Gestalten kommen und gehen gesehen, Lebewesen aus allen Winkeln der Galaxis, die glaubten, Sith werden zu können. Die allermeisten scheiterten an diesem hochgesteckten Ziel, wurden nicht mal als Schüler in Erwägung gezogen und verbrachten eine bittere Existenz als Diener, Sklaven oder Futter für die unersättliche Maschinerie des dunklen Ordens. Nicht wenige ließen ihre Frustration darüber an den anderen Jüngern aus, ganz getreu der Devise „Nach oben buckeln, nach unten treten“. Sicher, es konnte durchaus unterhaltsam sein, Frischlinge zu drangsalieren, aber Kalinda reizte das nicht wirklich. Die junge Frau hatte sich zwar damit abgefunden, dass sie wahrscheinlich niemals einen Meister finden würde, aber das hieß noch lange nicht, dass sie sich nicht eine bessere Existenz erkämpfen konnte, indem sie ihrem Herrn diente. Wer es schaffte, sich in den Augen von Graf Sturn als nützlich zu erweisen, konnte sich einige Privilegien verdienen und ein durchaus auskömmliches Dasein genießen. Das war etwas, auf das die Attentäterin nicht verzichten wollte, und das hieß auch, dass sie den aktuellen Auftrag – so selbstmörderisch er auch war – nicht vermasseln würde. Selbst wenn das hieß, sich mit arrogantem Frischfleisch herumschlagen zu müssen, das sich selbst wohl für die Verkörperung der Dunklen Seite hielt, weil es rote Haut hatte. Rote Haut, über die nun ihr Messer strich, aber Shiqjat zeigte sich zwar zumindest ein wenig beeindruckt, aber keineswegs eingeschüchtert. War wohl wirklich sehr von sich überzeugt, dachte sich Kalinda und quittierte seien gezischte Antwort mit einem bemerkenswert hellen Lachen, bevor sie ihr Messer weg zog.


„Du hast zumindest Mumm. Oder bist einfach nur zu dumm, um Angst zu haben. Mit beidem kann ich arbeiten.“


Meinte die blasse Jüngerin trocken und überließ den Rest der Show Grin, der es sich nicht nehmen ließ, dem reinblütigen Sith seinerseits zu verdeutlichen, mit wem er es zu tun hatte. Kalinda verfolgte das Geschehen amüsiert, hauptsächlich aber neugierig, und sie trat einen kleinen Schritt zur Seite, um einen besseren Blick zu erhaschen. Schließlich war der exotische Weißhaarige durchaus ein interessanter Anblick, nicht bloß für tumbe Tentakelflittchen. Kalindas Neugier wurde prompt belohnt, als Grin tatsächlich – und mit hervorragenden dramatischen Timing – die Maske abnahm und sein Gesicht präsentierte. Seine Haut war schneeweiß und erinnerte die Jüngerin in ihrer makellosen Helle an Marmor, umso deutlicher fielen nun die roten Pupillen auf. Das breite, hungrige Grinsen, bei dem die Zähne des Menschen wie Dolche in der Nacht aufblitzten, tat ein übriges, um ihn gleichzeitig irre, gefährlich, exotisch und ansprechend aussehen zu lassen. Sicher die beabsichtigte Wirkung, daran hatte Kalinda keine Zweifel. Eine Begrüßung unter Kämpfern folgte, die in ihrer Intention der Attentäterin nicht fremd war – die Jünger, die dem Zirkel der Extinktoren dienten, besaßen ähnliche Riten. Spätestens jetzt wuchs auch der respektvolle Abstand der Jünger im Umkreis, die sich schon außer Hörweite befanden und nun bestrebt waren, diese Distanz noch zu vergrößern. Besser für sie, denn nun war das Nexu aus dem Sack. Einbruch bei den Royal Guards, eine Aussicht, die Shiqjat nicht im geringsten zu erschrecken schien, im Brustton der Überzeugung verkündete das Reinblut, dass er keine Angst hatte und bereit war, seine Hilfe als „wahrer Sith“ anzubieten. Kalinda prustete beinah los und grinste schief, dann nickte sie als Antwort auf seine nächste Frage.


„Oh ja, so einen Ort gibt es. Vielleicht führe ich dich sogar da hin. Vielleicht schneide ich dir auch hier und jetzt die Kehle durch und werf deine Leiche in die Katakomben. Kommt ganz drauf an, ob du nochmal probierst, mir Befehle zu geben. Ja, „wahrer Sith“ - ich merk das.“


Kalinda machte eine Kunstpause und lächelte eisig, dann zuckte sie mit den Schultern, sah sich einmal kurz um und hob dann eine Hand.


„Genug geredet. Kommt mit und bleibt unauffällig. Wo wir hingehen, soll uns niemand folgen.“


Gesagt, getan, mit der Umbaranerin an der Spitze setzte sich die kleine Gruppe in Bewegung und durchquerte die Bibliothek, bis einen Ecken des riesigen Bereichs erreichten, in dem sie nahezu vollständig hinter hohen Regalen verborgen waren und in dem niemand sonst sich aufhielt. Dicke Staubschichten verrieten, dass hier nicht gerade Bestseller lagerten, nur selten verirrte sich jemand hier hin. Kalinda sah sich prüfend um, nahm dann eines der Bücher aus dem Regal und drückte einen schmalen, kaum sichtbaren Schalter, der darunter verborgen war, anschließend ging sie zur Wand und drückte eine der dort angebrachten Fackeln nach unten. Erst jetzt ertönte ein leises Knacken und die Mauer schob sich zur Seite, gab den Blick auf eine dunkle Treppe frei, die hinunter führte. Kalinda scheuchte die anderen hinein, prüfte noch einmal, ob die Luft rein war, und schloss die Tür hinter ihnen. Im fahlen Licht von Fackeln marschierten sie hinab in die Dunkelheit, die Luft war kühl und ein wenig feucht. Mehrere Minuten vergingen, bis die Gruppe schließlich einen großen Raum erreichte. Wände aus grauem Stein umschlossen sie und einige wenige schmucklose Tische und Stühle standen bereit.


„Willkommen. Willkommen an dem Ort, der einst das Grab von Darth Degorgian war. Fragt mich nicht, wer das war oder warum das Grab leer ist, auf jeden Fall ist es ein nützlicher Ort, um sich in Ruhe unterhalten zu können. Es gibt einige Gräber hier im Tempel, einige leer, andere noch...belegt. Ich rate euch, nie allein eins zu betreten. Schon mancher ist für immer hier unten verschwunden. Also...fangen wir an, hm?“


Die Umbaranerin setzte ein Lächeln auf, das so gar nicht zu dieser düsteren Umgebung passte, klatschte in die Hände und zog einen Stuhl heran, auf dem sie es sich bequem machte. Zeit, an die Arbeit zu gehen.


[Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Bastion / Center / Tempel der Sith / Grab von Darth Degorgian / Kalinda Orindi (NSC), Grin Redeye, Shiqjat Rûwshi, Lota
 
[Bastion - Bastion Center - Eternal Dawn - Bar] Tom, Odile

Odile folgte Tom zur Bar und nahm auf dem Barhocker neben ihm mit übereinander geschlagenen Beinen platz. Bislang war er ganz Gentleman gewesen, auch wenn sein Charme von der rauen und eher ungehobelten Sorte war. Als sie das Glas mit der bernsteinfarbenen Flüssigkeit in der Hand hielt und beobachtete, wie das Eis darin schmolz, wurde ihr klar, dass es tatsächlich das war, was sie jetzt suchte. Ihr stand jetzt der Sinn nach Ablenkung und einfacher Unterhaltung und sie war nicht bereit zuzugeben, wie sehr sie Sabars Offenbarungen aus der Bahn geworfen hatten. Nicht einmal vor sich selbst. Der eleganten Adeligen war es ganz recht, dass der einige Jahre ältere Mann ganz selbstverständlich und ungefragt das Getränk für sie mitbestellt hatte. Ihr Höhlenmensch wußte also was er wollte. Nicht, dass sie nach dem offenen Gespräch auf der Tanzfläche noch Zweifel daran gehabt hätte, aber sie hatte befürchtet, dass ihr eigenes selbstbewusstes Auftreten dazu führte, dass Tom sich zurückhaltender gab, als er war.

Obwohl sie seinen nachdenklichen Blick spürte, beobachtete sie weiter die goldenen Lichtreflexe in ihrem Glas. Auch nachdem Tom sich besorgt nach ihrem Befinden erkundigt hatte, konnte Odile ihn noch nicht gleich ansehen. Sie hatten sich eben erst kennengelernt und die Tapani mit den hellen grünen Augen wollte nicht, dass er sah, wie durcheinander sie gerade wirklich war. Noch einen Augenblick länger hielt sie den Blick gesenkt und wartete bis sie sich gesammelt hatte, bevor sie ihm in die Augen sah.


"Du hast dir Sorgen um mich gemacht?"

Die Stimme der jungen Frau war leise und es lag eine Spur Schärfe darin, aber noch schaffte sie es, ihr Gegenüber anzusehen und zu lächeln. 'Das ist süß.' hätte sie vielleicht unter anderen Umständen ihre Frage ergänzt, allerdings nahm das Ereignis, das sie zuerst so euphorisch gestimmt hatte, im Rückblick viel bedrohlichere Züge an, und sie vermutete hinter Toms Frage und seinem forschenden Blick einen gewichtigeren Grund als bloße Eifersucht. Die Achterbahnfahrt, die ihre Gefühle in den letzten Minuten durchlaufen hatten, kulminierte daraufhin in einem kurzen, zornigen Ausbruch, der sein unglückliches Ziel in dem Mann neben ihr fand.

"Du hast gewusst, dass Sabar ein Sith ist. Warum hast du mich nicht gewarnt?"

Mit zornig funkelnden Augen fauchte Odile den ahnungslosen Tom an, der ihren Stimmungsumschwung vermutlich gar nicht nachvollziehen konnte. Ihre Wut suchte und fand ein Ventil und die sonst so untadelige Selbstbeherrschung der jungen Frau versagte ganz uncharakteristisch schon zum zweiten Mal an diesem Abend. Vielleicht war einfach zuviel in zu kurzer Zeit auf sie eingestürzt, um es zu verdauen. Als sie sich dessen bewusst wurde, hob sie schuldbewusst eine schmale, weiße Hand an die Stirn, bedeckte ihre Augen und seufzte leise.

"Tut mir leid, Tom. Das war nicht fair von mir. Vielleicht sollte ich erstmal etwas trinken."

Die junge tapanische Adelige nahm ganz unprätentiös einen tiefen Schluck des Correlianischen Whiskeys und schwenkte das Glas noch einen Moment in der Hand, bevor sie es abstellte und dem Brennen in ihrer Kehle und ihrem Magen nachspürte. Odile hieß das intensive, fast schmerzhafte Gefühl willkommen, nach welchem sich unmittelbar eine wohlige Wärme in ihr ausbreitete - auch wenn sie wusste, dass sie dafür mit einem ganz undamenhaften Schluckauf bezahlen würde. Hochprozentiges hatte fast immer diese Wirkung auf sie. Aber im Augenblick war ihr das egal und so wie sie Tom einschätzte, fand er es sogar noch niedlich, wenn sie nach einem Schluck Whiskey ihre guten Manieren vergaß.

"Dein Freund Sabar..."

Kaum hatte sie angesetzt - diesmal in ruhigerem Tonfall - Toms Fragen zu beantworten, wurde sie von dem schon erwarteten 'Hicks' unterbrochen. Errötend nahm sie schnell einen weiteren Schluck Whiskey. Um das Zwerchfell zu beruhigen, half nur Weitertrinken.

"Also... was wollte ich gerade sagen?"

Die dunklen Augen ihres Höhlenmenschen fesselten ihre Aufmerksamkeit so sehr, dass ihr ganz entfallen war, was sie ihm so dringend mitteilen wollte. Nur dass es ihr jetzt gar nicht mehr so wichtig vorkam. Am besten brachte sie es schnell hinter sich. Dann konnte sie sich interessanteren Dingen widmen. Ob dieser schwarze Bart wohl kratzte?

"Dein faszinierender Freund will, dass ich seine Schülerin werde.", platzte sie mit der Kurzfassung ihres Erlebnisses mit dem Sith heraus. "Und du musst dir keine Sorgen machen. Ich habe nämlich zugesagt."

Lächelnd strich sich die blonde Aristokratin eine Locke hinter das Ohr und neigte ihren Kopf etwas zur Seite, während sie ihr Gegenüber mit einem langen, träumerischen Blick bedachte.

[Bastion - Bastion Center - Eternal Dawn - Bar] Tom, Odile
 
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Wissen ist Macht, aber Macht ist auch ohne Wissen Macht.
[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Lernenden - Grab von Darth Degorgian - Shiqjat Rûwshi, Lota, Grin und Kalinda Orindi (Janus-NPC)]

Als Ori sich setzte und die beiden Neuen den Eindruck erweckten, als würden sie es auch gleich tun, blieb Grin erneut zurück und hielt sich in der Nähe des Einganges auf. Da er ohnehin kein großer Freund vom sitzen war, würde er so oder so stehen bleiben und konnte so gleich noch nebenbei die anderen im Auge behalten. Die Umbaranerin nahm es hin und zog aus ihrer Robe etwas hervor, welches im pseudowarmem Licht der elektrischen Fackeln wie ein stumpfer Kegel mit besonders breitem Fuß aussah. Sie legte den Holoprojektor vor sich ab, drehte ihn ein wenig und betätigte dann wohl ein paar Knöpfe. Da Grin von seiner Position aus nichts erkennen und sich damit auch nicht ihren Eingaben merken konnte, starrte er lieber die Rücken der beiden anderen Jünger an. Schließlich war Ori fertig und schob den Kegel von sich weg in Richtung Tischmitte. Daraufhin zog sie ein Pad, drückte auch auf diesem ein paar Dinge und schließlich erschien eine dreidimensionale Holokarte von etwas, das Grin sofort als die Royal Guard Basis identifizierte. Sie ließ das Bild kurz wirken, dann erklärte sie es. Es war keine veranschaulichte Karte von den Plänen aus der Datenbank, sondern nur eine Rekonstruktion dessen, woran sich der Warrior und noch ein paar andere erinnern konnten. Entsprechend viele leere Flecken gab es, denn man hatte die Lieferanten und Boten immer nur durch die selben paar Gänge und Räume gelassen. Hellere Flecken standen für elektronische Überwachungsgeräte und besaßen meist auch Kegel für den Sichtbereich, welcher sich zum Teil auch bewegte, also wohl für Kameras stand. Andere scheinbare Wände waren heller als andere und laut Ori Kraftfelder oder durch Sensoren abgedeckte Durchgänge, durch die die Besucher nie gegangen waren, weshalb dahinter meist nur Platzhalterräume angezeigt wurden. Als die Umbaranerin mit dem letzten Detail endete, fasste sie die gewonnenen Erkenntnisse sogleich zusammen. Diese Informationen würden niemals reichen, um in die Basis zu kommen und vor allem um zu bekommen, was sie begehrten. Sie brauchten die echten Pläne.

„Und da gibt es nur eine echte Chance.“ meinte sie weiter und klang dabei nicht sonderlich glücklich. Bevor sie ihre Idee präsentieren wollte, gab sie aber jedem anderen noch die Chance sich zu äußern. Die folgenden Minuten handelten dann von „vielleicht ja käuflichen Royal Guards“, von Bauplänen, die in irgendeinem schwach gesicherten imperialen Büro lagerten und anderen nur auf den ersten Blick einleuchtenden Lösungsansätzen. Ori musste alle diese Ideen abschmettern, tat es aber nicht wortlos, sondern erklärte sich auch, sodass spätestens nach diesem kurzen Brainstorming jedem bewusst war, wie schwer ihre Aufgabe war. Sofern sie nicht Monate oder wohl eher Jahre mit den Vorbereitungen verbringen wollten, gab es nur einen realistischen Weg, bei dem sie wenigstens wahrscheinlich nicht alle draufgingen und ihre Meister einer Anklage wegen Hochverrates preisgaben. Wie in jeder größeren Organisation, die Teil eines Reiches mit unzähligen Sternensystemen und Planeten war, gab es auch im Sith Orden Individuen, die intelligenter als kräftiger waren und allein durch ihr Gehirn und nicht ihre Muskeln oder ihre Fähigkeiten in der Macht überlebten. Sie sammelten Informationen über alles und jeden und machten sich somit unangreifbar. Die Umbaranerin erklärte es mit einem anschaulichen Vergleich. Es hatte eine tierische Spezies auf einem Outer Rim Planeten gegeben, die ein Meister der „chemischen Kriegsführung“ gewesen war. Es war schon ein Akt an sich gewesen sie zu finden, doch selbst wenn man es geschafft hatte, hatten sie die begehrten Stoffe, die sie in ihren Körper erzeugt und gelagert hatten, nicht freiwillig preisgegeben. Ärgerlicherweise hatte ihr Organismus außerdem die nervige Angewohnheit besessen genau diesen chemischen Cocktail, der für den Krieg nützlich gewesen wäre, zu zerstören, nahm der Körper zu viel Schaden, wurde unter zu großem Stress gesetzt oder starb. Die Sith hatten es schließlich versaut und die gesamte Population ausgerottet, ohne auch nur eines der Exemplare lebendig fangen zu können.

So ähnlich war auch der Informationssammler drauf. Ein Treffen mit ihm selbst gab es schon mal gar nicht. Ihn aufzuspüren zu versuchen nahm er hin, doch kam man zu nahe, gab es eine Warnung, die jeder verstand. Komme mir zu nahe und die Geheimnisbombe explodierte. Er würde alles was er wusste über verschiedene Kanäle verbreiten und das mit einer Penetranz, dass kein Netzwerk der Galaxie mit egal wie vielen Mitarbeiter, Algorithmen und K.I.-Systemen alles schnell genug wieder löschen oder blockieren konnte, bevor der maximale Schaden angerichtet war. Chaos im Sith Orden, im Imperium selbst und wahrscheinlich auch in der Republik wären die Folge und das wollte keiner, sodass sogar die Geheimdienste daran interessiert waren, dass solche Leute, wie auch der, von den Ori im Speziellen sprach, in Ruhe gelassen wurden. Natürlich bekämpften sich diese geheimen Dienste und die Sammler trotzdem, doch für letztere war es meist eher ein Spiel, welches sie kontrollieren konnten. Doch wehe wenn z.B. der IGD zu weit ging. Dann würde – laut Ori – der nächste Sith Bürgerkrieg schon am selben Tag ausbrechen und den Orden vollständig zerstören. Und genau an solch einen Typen mussten sie sich nun richten. Einen, der im Zweifel alles über sie wusste und der jede Lüge, die sie ihm auftischen konnten, schon kannte. Ehrlich zu sein war aber auch keine Option. Weil das langweilig war, wie die Umbaranerin hinzufügte und ihrem Unterton nach zu schließen, imitierte sie diesen Sammler dabei.


„Kontakt aufzunehmen kriege ich hin. Wir müssen uns nur entscheiden, wer geht.“

Laut eigener Aussage schloss sie sich selber aus. Der Sammler – der im Übrigen so vorsichtig war, dass man nicht einmal seinen echten Namen kannte – wusste zu viel über Janus Sturn und seine Leute. Das was er über die beiden Neuen und Grin wusste, sollte hingegen so wenig sein, dass sie das Risiko eingehen konnten. Um die Sache nicht zu kompliziert zu machen, würden nur zwei gehen. Die exzentrischen Eigenarten des Sammlers und seine Vorlieben für überhebliche Gesprächspartner, die er nur allzu gerne vorführte, ließen eigentlich nur Shiqjat und Grin übrig. Die beiden würden sich mit dem Mittelsmann, der wahrscheinlich ein Droide sein würde, treffen. Das war es dann aber auch schon. Mehr konnte Ori nicht sagen, denn es gab kein 3-Punkte-Plan für ein Treffen mit diesem Typen, der nicht einmal ein Mann oder auch nur ein „Organischer“ sein musste. Das Gespräch orientierte sich nämlich an denen, die etwas von ihm wollten und wie viel er über sie wusste.

„Während ihr ihn trefft, werden wir beide uns noch um weitere Einzelheiten kümmern. So. Noch Fragen?“

Grin hatte einige, behielt sie aber für sich, um nicht für blöd gehalten zu werden. Azinimas, wie der Sammler von den Sith in all ihrer Einfallslosigkeit genannt wurde – denn es hieß in der Sprache der Sith einfach nur „Wissen“ -, würde also vieles über ihn wissen und das machte den Arenakämpfer nervös. Nicht, weil er vielleicht seine Schwächen kannte, sondern weil er diese womöglich dem Reinblütigen verraten würde. Er durfte den Mann also nicht provozieren, um genau dies herauszufordern. Außerdem machte es ohnehin wenig Sinn einen Droiden zu bedrohen und obendrein wollten sie ja etwas von ihm, was er ihnen aus unendlich vielen Gründen einfach verweigern konnte. Selbst ohne Angabe jener Gründe. Sie würden als vollwertige Bittsteller ohne eigenen Wert zu ihm kommen und genau dies führte zu eine dieser Fragen, die Grin jetzt nicht zu stellen wagte. Wieso sollte Azinimas ihnen irgendetwas geben?

[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Lernenden - Grab von Darth Degorgian - Shiqjat Rûwshi, Lota, Grin und Kalinda Orindi (Janus-NPC)]
 
[Bastion Center | Tempel der Sith | unterwegs in den Hangar] Darth Sting, Sabar Muraenus

Sabars Antwort zeigte, dass er sich mit dem Thema Lichtschwerter schon auseinandergesetzt hatte - zuminest oberflächlich. Aber das hatte wohl so gut wie jeder, der anstrebte, ein Sith-Krieger zu werden, denn die mystischen Waffen waren das Wahrzeichen der Sith ebenso wie ihrer Erzfeinde, der Jedi. Darth Sting hatte vor, zu prüfen, wie tief das Wissen ging, das er sich angeeignet hatte - und ob er fähig genug war, so eine Waffe zu konstruieren.

»Richtig«, bestätigte der Lamproid fauchend. »Aber auch Wesen ohne die Macht können mit einem Lichtschwert kämpfen. Sie bauen geht nur mit der Macht! Das machen wir unterwegs. Ich hab' Teile dabei, Energiezellen, Kristalle. Alles was wir brauchen. Du baust dir dein Schwert und übst damit. Wenn du ein Sith sein willst, musst du gegen andere Sith und gegen Jedi kämpfen können.«

Zum ersten Mal überhaupt seit die beiden sich kannten holte der Lamproid eine Begebenheit aus seiner Vergangenheit hervor. Bisher hatte er mit seinem Schüler nicht über seinen eigenen Werdegang gesprochen, einige wenige Details der Ausbildung beim Imperator ausgenommen.

»Ich hab' gegen Jedi gekämpft«, erzählte er. »Auf Taris; als ich mit Janus Sturn auf der Jagd nach Leto Fel war. Heute heißt er Darth Sikarius. Da waren Jedi, ein Meister und ein Padawan. Ich hab' gegen den Padawan gekämpft. Weißt du was ein Caamasi ist? Ein Ding mit Pelz und einer langen Schnauze! Der Padawan war eine Caamasi. Klein, jung, schwach, nicht sehr mutig. Ich hätte sie zwischen zwei Herzschlägen getötet. Aber sie hatte ein Lichtschwert und ich nicht. Sie konnte sich wehren. Wahrscheinlich lebt sie immernoch und ist jetzt Jediritter.«

Düstere Gedanken und Gefühle wurden wach, als er sich an diesen Tag zurück versetzte. Er hatte damals eine seiner Hände verloren - allerdings nicht gegen die Caamasi, aber in dem Feuergefecht, das dem Kampf gegen die Jedi gefolgt war.

»Danach hab' ich meine erste Lichtwaffe gebaut. Beim nächsten Mal stirbt sie.« Er formulierte das weder als Drohung noch als prophetische Vorhersage, sondern als simple, selbstverständliche Tatsache. »Auf Dubrillion brauchst du kein Lichtschwert. Ich glaub' nicht dass wir da Jedi oder Sith treffen. Aber danach brauchst du es. Früher oder später. Also gib dir Mühe. Dein Leben hängt davon ab. Und dein Rang.«

Sie erreichten nun das Ende eines düsteren Ganges und standen vor einem Portal, dessen moderne, technisch sterile Bauweise sich sehr von dem modrigen Gestein der Wände abhob. Es war einer der Zugänge zum unterirdischen Hangarkomplex. Zwei Wachen - mit Blastern und Vibroklingen bewaffnete Jünger - standen davor, doch sie ließen die beiden passieren, als sie sich zu erkennen gaben. Sting und Sabar betraten den Hangar auf dem richtigen Deck: Nur ein paar Dutzend Meter entfernt wurde ein hyperraumtauglicher Frachter startklar gemacht, dessen Rumpf schwarz lackiert war und neben den Insignien des Sith-Ordens außerdem ein paar zusätzliche Geschütze aufwies. Das war der Transport Richtung Korriban, der nach wenigen Sprüngen auf Dubrillion Halt machen und sie dort absetzen sollte. Zielstrebig schlängelte sich der Sith auf die geöffnete Rampe zu. Auch hier stand ein Wächter. Sobald sie sich näherten, kam ihnen ein grimmig aussehender Chiss entgegen, der außer einer schwarzen Lederhose und einem Paar hohen Stiefeln unbekleidet war. Sein muskulöser Körper war mit Narben übersät und mehrere fehlende Körperteile waren mit kypernetischen Implantaten ersetzt. Auf den ersten Blick erinnerte er an Janem Menari, den Sith-Lord und ehemaligen Widersacher von Imperator Allegious. Der Mann trug einen Blaster und einen Dolch an der Seite.


»Ich bin Do'Tar, Captain der Machination«, stellte er sich mit rauer Stimme vor.

»Darth Sting und mein Lehrling Sabar Muraenus«, erwiderte der Lamproid knapp.

»Die Passagiere nach Dubrillion«, stellte der Chiss fest, musterte sie und nickte dabei leicht mit dem Kopf. Falls das überhaupt eine Respektsbekundung war, dann keine bedeutende. Wie viele andere Raumfahrer auch mangelte es ihm offensichtlich an Respekt gegenüber Autoritäten. Sting war das ziemlich egal, er legte sowieso keinen großen Wert auf Titel und Floskeln. »Ihr könnt an Bord gehen; die Kabinen vier und fünf sind für Euch vorbereitet. Wir starten in einer halben Stunde.«

Ohne noch etwas zu erwidern kroch der Wurm die Rampe hinauf. Die Unterkünfte waren schnell gefunden; sie waren ziemlich klein und schlicht eingerichtet, nicht gerade Luxuskabinen, doch die Machination war in erster Linie ein Frachter und offenbar nicht für Ehrengäste ausgerüstet. Da die Kabinen zu beengt waren für das was der Sith vorhatte, führte er seinen Lehrling in einen Gemeinschaftsbereich. Derzeit waren sie dort allein. Aus den Taschen, die er sich umgebunden hatte, kramte er verschiedene Bauteile und Werkzeuge und breitete sie vor sich auf dem Boden aus. Es waren genug Einzelteile für mindestens zwei Schwerter, einige waren in noch mehr Varianten vorhanden: Sabar sollte seine Auswahl treffen, denn es gab viele Arten von Lichtwaffen.

»Da ist alles was du brauchst«, sagte er. »Weißt du was das alles ist?«

[Bastion Center | Tempel der Sith | Hangar | Frachter Machination | Gemeinschaftsbereich] Darth Sting, Sabar Muraenus
 
Bastion - Bastion Center - Sith Orden - Unterwegs zum Hangar - Sabar, Darth Sting

Sabar war beruhigt, als sein Meister endlich die Stille brach und er nicht mehr gezwungen war, dem Krieger wie ein Schoßhund hinterher zu rennen. Mit nun deutlich langsameren Schritten holte er zu Darth Sting auf und lief neben ihm. Seine mehr oder weniger noch relativ oberflächlichen Aussagen schienen Darth Sting nicht zu beeindrucken, doch seine Antwort brachte dem Ritter Klarheit darüber, dass er sein Lichtschwert selber bauen würde. Sting hatte hatte alles nötige parat und noch während ihrer Reise würde die Waffe fertig werden. Der Graf wusste, dass der Bau nicht leicht sein würde und einem relativ ungeübten Machtnutzer wie ihn vor eine gewisse Herausforderung stellen konnte. Er hörte gut zu, als Sting zu einer Geschichte aus seiner für Sabar nach wie vor völlig unbekannten und unklaren Vergangenheit ausholte - einzig und alleine seine Schülerschaft unter Darth Allegious war bekannt. Der wurmartige Sith war früher auf Taris, um gemeinsam mit einem gewissen Janus Sturn den Mann zu jagen, der sie während ihrer Mission in Koornacht begleitet hatte: Leto Fel, auch bekannt als Darth Sikarius. Verwundert sah der Schüler hinüber zu seinem Meister. Vielleicht würde er während ihrer Reise noch nachbohren und sich erkundigen können, weshalb sie Sikarius auf Taris gejagt hatten. Doch nun erzählte Darth Sting von seiner Begegnung mit einer Caamasi, einer Spezies, von der Sabar nichts wusste. Sie war schwach, klein und nicht sonderlich mutig und eine der Jedi und konnte sich mit ihrem Lichtschwert scheinbar trotzdem gegen ein monströses Raubtier wie Darth Sting wehren. Falls Sting mit seiner Anekdote bezwecken wollte, Sabar zu beeindrucken und die Wichtigkeit eines Lichtschwerts zu unterstreichen, so hat er in diesem Fall voll ins Schwarze getroffen. Für den Schüler war es nämlich schwer vorzustellen, dass so ein schwaches Wesen eine Konfrontation mit seinem meister überleben konnte.

"Ich wäre nur allzu gerne dabei, wenn Du sie das nächste mal triffst."

Meinte er, ohne dabei irgendeine Emotion zu zeigen. An der Seite von Darth Sting zu kämpfen, war unvergleichbar und Sabar konnte sich nach wie vor nicht vorstellen, dass irgendein Wesen - abgesehen vom Imperator selbst - seinem Meister gewachsen war. Wann auch immer er vorhatte, gegen die Jedi in den Kampf zu ziehen; Sabar würde gerne dabei sein. Als einsamer Wolf war er dem vielleicht noch nicht ganz gewachsen, doch gemeinsam mit Sting bildete er ein eingespieltes und erfolgreiches kleines Rudel. Eine Jagdgemeinschaft, deren Effizienz sie vom Palast des Kal Fraan direkt hinein in den Thronsaal des Imperators geführt hat. Trotzdem verstand Sabar noch immer nicht, was sein Meister mit ihm auf Dubrillion vorhatte. Nach wie vor stand er vor einer Reise ins Ungewisse und er konnte seine eigene Unsicherheit vor sich selbst nicht leugnen. Als sie die beiden Wachen passierten, traten sie ins Innere des Hangarkomplexes und hatten sich durch das Wirrwarr aus düsteren Gängen offenbar goldrichtig geschlängelt, da ihr Frachter sie bereits erwartete. Sabar folgte seinem Meister zur Rampe, wo sie der Captain, ein muskulöser und mit zahlreichen Narben und Implantaten versehener Chiss kalt begrüßte. Sabar musterte den Nichtmenschen mit einem abschätzigen Blick. Entweder hatte er keine Ahnung, wer hier vor ihm stand, oder es mangelte ihm schlichtweg an Respekt. Darth Sting störte sein Verhalten scheinbar eher weniger und betrat sofort das Innere des ziemlich engen und spartanisch ausgestatteten Frachters, dicht gefolgt von Sabar, der den Chiss ohne weitere Worte und Gesten passierte. Sabar warf einen Blick hinein in seine Unterkunft und erinnerte sich an die miserablen Bedingungen, mit denen sie während ihrer Koornacht Mission zu kämpfen hatten. Auch wenn er nach wie vor eitel war, so hatte er den Komfort eines bescheidenen Bettes und vier Wänden über dem Kopf zu schätzen gelernt.

Danach betraten sie gemeinsam den etwas größeren Gemeinschaftsraum, auf dessen Boden Sting eine Vielzahl an verschiedenen Einzelteilen und Werkzeugen ausbreitete. Die Menge der Teile schreckte Sabar zunächst ab. Er erkannte die Konstruktionsteile der verschiedenen möglichen Griff-Variationen und ging kurz in sich. Er hatte die Wahl. Würde er sich für eine aufsehenerregende Doppelklinge entscheiden, einen geschwungenen Griff für das elegante Makashi oder eine ausgefallene Variante wie die Lanze seines Meisters? Es gab noch unzählige weitere Möglichkeiten, die sich aus den bereitliegenden Teilen konstruieren ließen, doch Sabar entschied sich für die wohl am Nähsten liegende.

"Ich denke schon. Mein Griff soll simpel und massiv sein, die Klinge von normaler Länge."

Sabar griff zu den betreffenden Teilen, die das Heft bildeten. Das dunkel silberne Gehäuse wirkte nackt und lag nicht wirklich gut in der Hand. Die Vorstellung, dass alle wichtigen Teile dort hinein passten, war für Sabar schwerer als vermutet. Beginnen würde er mit der Energiezelle.

"Du meintest der Bau einer solchen Waffe sei nur mithilfe der Macht möglich. Wieso eigentlich?"


Bastion - Bastion Center - Sith Orden - Unterwegs zum Hangar - Sabar, Darth Sting
 
[Sith-Tempel/Eingangsbereich] Yneha

Es mochte eine Weile her sein, seitdem sie das letzte Mal hier war. Im Eingangsbereich hielten sich einige Massen auf, als das junge Mädchen diesen betrat. Vor ihr war eine Gruppe von Leuten, die den verschiedensten Rassen angehörten, allerdings nicht wie Sith aussahen. Yneha nahm an, dass es sich bei diesem um neue Jünger handelte. Und sie hatte recht: Vor den Jüngern waren 2 Rekrutierer, wovon einer ihr sogar bekannt vorkam. Sie war nach Bastion zurückgekehrt, als Schülerin, da sie von ihrem Meister einen Auftrag erhalten hatte. Der Rekrutierer, der ihr allerdings bekannt vorkam, winkte sie zu sich, um wohl ihre Daten aufzunehmen, nachdem er sie ein wenig misstrauisch betrachtete. Da sie dieser Blick nervte, fing sie an zu sprechen:

"Braucht Ihr ein Holobild von mir?", kam es in einem unmöglichen Ton von ihr.

Der Rekrutierer zog eine Augenbraue, schnappte Yneha und zog sie bei Seite. "Ganz schön frech für so ein junges Ding. Wie alt bis du, Mädchen? Dir sollte bewusst sein, dass die Sith keine Kinder unter 15 Jahren aufnehmen. Wer hat dich hergebracht?" Während der sich umsah, ob es vielleicht jemanden gab, der das Mädchen vor ihm hier gebracht hatte, hatte Yneha auch schon wieder eine Antwort parat:

"Ich bin 15! Mein Name ist Yneha und ich war schon mal, hab mich bewiesen und wurde sogar von einem Meister als Schülerin angenommen."

Der Rekrutierer gab ihren Namen in sein Datenpad ein und fand tatsächlich einen Eintrag inklusive Bild zu ihr, welcher bestätigte, dass sie auch tatsächlich Yneha war. In ihrem Eintrag befanden sich Aufzeichnungen über ihre gesamte Laufbahn bei den Sith, dass sie während ihrer Jüngerzeit von einer Lord Lanesra bedreut und von Darth Zion als Schülerin genommen wurden war.

"Schülerin von Darth Zion? Hast wohl was angestellt, dass er dich nach Bastion zurückgeschickt hat?"

Mit den Armen verschränkt stand Yneha genervt da und gab dem Rekrutierer keine Antwort auf seine Frage. Wahrscheinlich konnte er sich seinen Teil denken. Er notierte, dass das Mädchen wieder nach Bastion zurückgekehrt war und ging wohl davon aus, dass Zion sie abgeschoben und zur Hochburg der Sith zurückgeschickt hat.

"Ich bin im Auftrag meines Meister hier. Ich will Informationen und Daten sammeln.", antwortete Yneha dann jedoch.

"Wie ist dein Nachname?", war seine wohl letzte Frage an die erst 15jährige, bevor er sie gehen lassen würde, da er in ihrem Eintrag nur ihren Vornamen sah.

"Hab keinen", antwortete Yneha plump und unverschämt auf die Frage des Rekrutiers."

"Blödsinn! Jeder Mensch hat einen Nachnamen!", entgegnete der Rekrutierer ihrer bescheuerten Aussage, woraufhin sie nur mit dem Kopf schüttelte. "Wenn du dich weiter so wie jetzt benimmst, wird sich dein Meister noch bei dir bedanken, dich bestrafen oder dich vielleicht sogar töten. Bedenke, Schülerin: Jeder Meister, inklusive deiner, kann im Intranet deinen Eintrag sehen."

Mit diesen Worten entließ er Yneha und schickte sie in den Tempel. Was sie jedoch nicht wusste: Er notierte ihr freches Verhalten ihm gegenüber in ihrem Eintrag. Als er ihr den Rücken zuwendete, zog sie eine Grimasse, bevor weiter ging.

[Sith-Tempel/Eingangsbereich] Yneha
 
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[Bastion Center | Tempel der Sith | Hangar | Frachter Machination | Gemeinschaftsbereich] Darth Sting, Sabar Muraenus

Sabar Muraenus begann sofort damit, die Teile für sein Schwert auszuwählen. Zunächst griff er nach einem Gehäuse, das für ein relativ gewöhnliches, ein- oder anderthalbhändig zu führendes Lichtschwert geeignet war. Es war die Waffe, die sich bei Jedi und Sith über die Jahrtausende hinweg am meisten bewährt hatte; andere Formen waren seltener anzutreffen und Darth Stings Variante, die an seine nichtmenschliche Anatomie und seinen ungewöhnlichen Kampfstil angepasst war, geradezu ein Exot. Dass sein Lehrling sich für ein Schwert entschied und nicht etwa für eine Lanze oder Peitsche, wunderte den Lamproiden nicht, denn Sabar hatte auch bisher schon mit Schwertern gekämpft und würde einen großen Teil des Könnens, das er sich im Umgang mit herkömmlichen Klingen angeeignet hatte, auch auf die Lichtwaffe übertragen können. Das kam ihm sehr zugute, denn sein Meister könnte ihn in den Grundlagen des Schwertkampfes nicht wirklich unterrichten; dafür müssten sie sich einen humanoiden Lehrer suchen.

Während er mit einigermaßen fachkundigem Blick seine Auswahl traf und weitere Teile aus dem Haufen pickte, fragte Sabar, weshalb die Macht notwendig war, um das Lichtschwert zu konstruieren.

»Wegen dem Kristall«, antwortete der Wurm. »Die sind alle anders, auch die künstlichen. Sie müssen aber ganz exakt ausgerichtet sein, sonst brennt die Klinge nicht richtig oder das Schwert geht kaputt. Das kann keine Maschine und kein Droide und auch kein Wesen ohne die Macht. Die Kristalle reagieren auf die Macht und so kann man sie dazu bringen, sich von selbst richtig auszurichten. Es gibt zwei Wege: Entweder du findest deinen inneren Frieden, suchst den Einklang mit dir und dem Kristall und bittest ihn in aller Harmonie, sich doch gern so zu drehen wie es ihm passt...« sagte Darth Sting mit ätzendem Sarkasmus, den man nur selten von ihm hörte. »Wenn du das so machst, suchst du dir besser auf Coruscant im Jeditempel 'nen neuen Meister. Oder du konzentrierst dich mit aller Entschlossenheit auf dein Ziel, blendest alles Unwichtige aus, formst die Waffe die du erschaffen willst in deinen Gedanken und zwingst den Kristall, sich deinem Willen zu fügen. Wenn dein Ziel klar genug und deine Entschlossenheit groß genug ist, gehorcht er dir. Wie alles dir gehorcht, wenn du ein echter Sith bist.«

Was die technischen Aspekte anging - die Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander, um ein Höchstmaß an Energieeffizienz, Lebensdauer und Zuverlässigkeit zu gewährleisten - war Sting alles andere als ein Fachmann, dennoch war es ihm gelungen, zwei Lichtwaffen zu bauen: Zunächst eine einfache Lanze unter der Anleitung von Janus Sturn, später seinen Dreizack ganz nach seinen eigenen Vorstellungen und gänzlich ohne fremde Hilfe. Dass das Gehäuse des Dreizacks von einem Laien angefertigt und handwerklich nicht sauber verarbeitet war, konnte jeder sehen, und ebenso, dass die Waffe nicht besonders pfleglich behandelt wurde; er hatte sie im Kampf gegen die Yevethaner auch als Hiebwaffe eingesetzt. Dennoch existierte und funktionierte sie. Weil ihr Erschaffer, wenngleich in weiten Teilen seines Wesens unzivilisiert und tierhaft, doch das Grundprinzip verinnerlicht hatte: Dass alles, was ein Sith tat, eine Frage des Willens war und dass selbst die elementarsten Grundsätze der Natur und Realität sich unterwerfen ließen, wenn man sein Ziel nur entschlossen genug verfolgte.

»Für jemand, der sich nach Koornacht vorgekämpft, Kal Fraan in seinem eigenen Palast erschlagen und vom Imperator den Ritterschlag erhalten hat, kein Problem, oder?« fügte er herausfordernd hinzu.

Auf den Boden legte er einen kleinen Holoprojektor, der in einem bläulich schimmernden Lichtkegel nun zwei Bilder zeigte: Das schematische Schaltbild eines Lichtschwertes, wie Sabar es zu bauen gedachte, sowie einen Längsschnitt durch eine solche Waffe, der zeigte, wie die einzelnen Komponenten im Gehäuse angeordnet werden mussten. Schließlich genügte selbst der festeste Wille nicht, wenn das Ziel nicht klar war.

»Versuch' es«, sagte er, als sein Schüler alle Teile beisammen hatte. »Bring die Waffe dazu, sich zusammenzusetzen!«

[Bastion Center | Tempel der Sith | Hangar | Frachter Machination | Gemeinschaftsbereich] Darth Sting, Sabar Muraenus
 
[Bastion | Center | Sith Orden | Domäne der Lernenden | Grab von Darth Degorgian] Shiqjat Rûwshil, Lota, Grin und Kalinda Orindi (Janus-NPC)

„Schon wieder ein Grab.“ Shiqjat rümpfte ein wenig die Nase. Als sie abermals durch einen Geheimen Eingang in der Bibliothek gegangen waren, hatte er unwillkürlich an den düsteren Ort gedacht, denn er zuvor mit dem Schwächling Mohan besucht hatte. Sollte dies hier wieder ein Versteck werden? Sollten sie sich wieder wie die Wompratten verkriechen? Nun stand er vor einem aus Stein gehauenen Tisch an dem ein paar Stühle standen. Die mehr oder weniger beleuchtete Höhle war kühl und die Luft war trotz der Temperatur recht stickig. Ori legte einen ungewohnten Enthusiasmus an den Tag, als sie Platz nahm und einen Holoprojektor auf der Steinplatte platzierte. Mit einer schnellen Bewegung zog der Sith einen Stuhl heran und setzte sich. An der nun folgenden „BesprechungAnbeteiligte er sich nur durch seine Physische Anwesenheit. Er schwieg und fixierte Ori mit seinen gelben Augen. Nur ab und an nickte er oder gab mit seiner Mimik zu verstehen was er von den Ideen und Vorschlägen der anderen hielt. Das hatte den einfachen Grund, dass er die Umbaranerin nicht unnötig reizen wollte. Es war unklug sich jemanden zum Feind zu machen, der Bewaffnet war, während man selbst über keine Waffen verfügte. Zwar würde er nie Zugeben das er eine Art Angst verspürte. Aber er war sich der Tatsache bewusst, dass es ihm auch nützen würde sich für den Moment zu fügen. Er hatte es hier mit Ausgebildeten Killern zu tun.

Nachdem aller übereingekommen waren, dass es nicht Möglich war die Guards zu bestechen oder sonstwie auf ihre Seite zu ziehen, begann Ori ihren Plan zu erläutern. Sie wollte, dass sie einen Sammler um Hilfe baten. Fast hätte Shiqjat laut gelacht als sie einen Erwähnte der ihm nicht ganz unbekannt war. Jedenfalls vom Namen her. Seine Eltern hatten selbst Wissen angehäuft und so fast zwei Jahrhunderte überlebt. Doch dieses Wissen war andere Natur gewesen als das was ein Sammler zu sammeln Pflegte. Sie hatten sich wissen über die Dunkle Seite einverleibt, so dass sie ihr Leben um mehr als das Doppelte verlängert hatten. Doch was hatte es ihnen genützt? Rein garnichts. Sie waren getötet worden. Bei den Sammlern war es anders, sie sammelten Wissen, welches sie benutzen konnten um ihre Feinde zu vernichten. Das hatte sein Vater versucht zu nutzen. Er hatte versucht einen Sammler auf seine Seite zu ziehen. Er war jedoch trotz all seiner Macht und seines Ansehens gescheitert. Shiqjat hatte nicht vor dies ebenfalls zu tun. Es würde schwer werden, aber nichts war unmöglich. Ob der Sammler wohl wusste wie sehr seine Familie nach der Perfektion und der Reinheit strebten? Ob er wohl Grin davon berichten würde um sie beide Auszuspielen? Sie würden es herausfinden müssen.

„Während ihr ihn trefft, werden wir beide uns noch um weitere Einzelheiten kümmern. So. Noch Fragen?“


Erst jetzt meldete Shiqjat sich zu Wort. Ja er hatte ein oder besser zwei Fragen.

„Ich habe nur eine Frage…. Wann bekomme ich meine Waffen? Damit meine ich nicht nur das alberne Trainingslichtschwert, mit dem ich mich zwar Verteidigen aber nicht töten kann, sondern auch tödliche Waffen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Energiebogen?“

Diese Waffe war elegant genug um den Sith zufrieden zu stellen und unbekannt genug um den meisten Gegnern überlegen zu sein. Die Pfeile aus Plasma waren wesentlich tödlicher als ein schwerer Blaster und dazu noch viel schwerer abzulenken. Zwar hätte er ein echtes Lichtschwert vorgezogen und wünschte sich er hätte die Waffen seiner Eltern eingeschmuggelt. Doch nun musste er kleine Brötchen backen.

Nachdem seine Frage beantwortet war, er solle sich die Waffen bei einem weiteren Untergebenen des Grafen abholen, wandte er sich Grin zu. Shiqjats Blick war Raubtierhaft und strahlte ein großes Selbstbewusstsein aus.


„Dann sollten wir uns wohl auf den Weg machen.“

[Bastion | Center | Sith Orden | Domäne der Lernenden | Grab von Darth Degorgian] Shiqjat Rûwshil, Lota, Grin und Kalinda Orindi (Janus-NPC)
 
[Bastion - Bastion Center - Eternal Dawn - Bar] Tom, Odile

"Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht und ja ich weiß das er ein Schüler eines Sith ist. Sein Meister heißt Darth Sting und wir waren bis vor kurzen noch zusammen auf einer Mission unterwegs. Sabar wollte unerkannt hier her, um wohl mit seinen Titel irgendwann angeben zu können. Ich habe ihm den Gefallen getan bei der Vorstellungsrunde nicht drauf hinzuweisen, da habe ich aber auch noch nicht geahnt das er dich von der Tanzfläche weg entführen würde, sonst hätte ich dich ganz sicher vorgewarnt.Ich kann dir Geschichten über Sabar erzählen, das würdest du kaum glauben"
erwiderte Tom schon ein wenig entspannter als noch wenige Minuten zuvor. Zusammen mit Odile hob er sein Glas prostete ihr kurz zu und lies den Whisky seine Kehle hinunter laufen.

"Du /Dein/ musst dich /Freund/ nicht /Sabar/ Entschuldigen...." Sprach er gleichzeitig mit Odile los und musste schmunzelte "Du zuerst" bei der Bezeichnung Freund war sich Tom nicht mehr ganz sicher, denn er verstand immer noch nicht warum Sabar so unhöflich gewesen war. Tom hob gerade seine Hand und deutete dem Barmann an, sein Glas noch einmal aufzufüllen, als er in der Bewegung innehielt. Nein.......... Das konnte nicht sein. Toms Gehirn brauchte eine gewisse Zeit um zu verarbeiten was Odile gerade zu ihm gesagt hatte.

Sabar
wollte was? Odile sollte eine Sith werden? Ohne darüber nachzudenken wurde aus den zwei fingern ein drei Finger hoher Whisky den er sich auf diesen Schreck bestellte und gleich nachdem er eingeschenkt war, wie einen Schluck Wasser hinunter kippte. "Guter Stoff" musste Tom dem Gesöff zugestehen.

Tom atmete hörbar aus, als der verbale Thermaldetonator explodiert war,mit dem Odile da geworfen hatte. Sie war aber noch nicht fertig und teilte ihm mit einem charmanten lächelnd mit das er sich keine Sorgen machen müsse. Hatte sie überhaupt eine Ahnung was das genau für sie bedeutete? Er erinnerte sich noch gut an die Anfänge von Sabar und wie er ihn kennen lernen durfte und wie sein Training aussah. Jetzt wollte er schon jemanden selber anfangen Auszubilden und dann auch noch gerade Odile? Am liebsten hätte ihm Tom den Kopf von den Schultern geschraubt, wenn er greifbar gewesen wäre. Aber Odile hatte es eindeutig nicht verdient das an ihr auszulassen.


Schon gar nicht wenn sie ihn so anlächelte wie sie es gerade tat.Vorsichtig nahm er ihre Hand in die seine. "Herzlichen Glückwunsch Odile" war gerade das einzigste was er hervor brachte als er in ihre Augen sah. Tom nahm sich vor irgendwann ein ernstes Gespräch mit Sabar zu führen. Das würde sicher nicht einfach werden und ihnen beiden wohl nicht gefallen, aber er würde Odile ganz sicher nicht den Wölfen vorwerfen. Aber nicht jetzt, da war ihm seine Zeit mit dieser bezaubernden Dame doch um einiges wichtiger. "Ich wusste das du was besonderes bist" Na gut er hatte schon geistreichere Kommentare abgegeben, aber auch Tom spürte den Alkohol mittlerweile.

Odile
brachte ihn noch mehr um den Verstand. So wie sie gerade den Kopf leicht zur Seite neigte, lud sie Tom förmlich dazu ein, sie zu küssen. Der träumerische Blick mit dem sie ihn gerade ansah vertiefte nur noch den Eindruck in Tom. Aber stimmte das wirklich oder spielte ihm gerade der Alkohol einen Streich und gaukelte ihm seine eigenen Wünsche nur vor. Tom war es egal.... oder auch nicht. Den er wollte sie nicht verschrecken oder Falsch machen. Zumindest nicht noch mehr als bisher schon. Er war so schon ziemlich, um es noch freundlich auszudrücken, Zielstrebig aufgetreten bisher. Diesmal streckte er vorsichtig seine Hand aus und legte sie auf die ihre und gab seinen Wunsch noch nicht nach.

Doch ihren Blick konnte er sich nicht entziehen, vor allem als seiner auf ihre vollen einladenden Lippen viel. Ach egal! Mit einem sanften Ruck zog er Odile in seine Arme. Sie zu halten versetzte sein Herz alleine in einen höheren Takt. Vorsichtig vielleicht mit einer Ohrfeige rechnend küsste er sie auf ihre einladende Lippen. Wie gut! Wie richtig sich das anfühlte, sie zu halten, zu fühlen und zu schmecken, merkte er erst jetzt in diesem Augenblick.

[Bastion - Bastion Center - Eternal Dawn - Bar] Tom, Odile
 
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Bastion - Bastion Center - An Bord der Machination - Sabar, Darth Sting

Bevor er die Teile durch seinen puren Willen über die Macht zusammensetzen würde, musste er zunächst alle nötigen Bestandteile seiner getroffenen Wahl sammeln und von den restlichen separieren. Vor seinem inneren Auge sah er bereits das Lichtschwert, simpel und massiv, aber brachial in seiner Wirkung und tödlich für jeden, der sich ihm in den Weg stellen würde. Es war ein Moment des unglaublichen Stolzes, bis hierher gekommen zu sein; einer der letzten Schritte vor seiner Ernennung in den Rang des Kriegers. Durch seine wenige Stunden zurücklegende Begegnung mit Odile und die zahlreichen kleinen und größeren Spielchen und Tricks, die er unter Anwendung der dunklen Seite der Macht bei ihr vollführt hat, um sie auf seine Seite zu ziehen, war das Feuer in ihm noch stark und sein Wille umso größer. Sabar schwor sich, diese Etappe hinter sich zu bringen, was auch immer ihn auf Dubrillion erwarten würde. Es gab nur diesen einen Weg. Es war der Weg des Schicksals, seines großen Schicksals.

Der Schüler lauschte den Worten seines Meisters und verstand nun, weshalb die Zusammensetzung nur durch die Macht möglich war. Den sarkastischen Kommentar seines Meisters quittierte er mit einem dunklen Grinsen und alleine beim Gedanken an diese heuchlerische Praktik der Jedi schüttelte es ihn. Der Weg, den Sting danach vorschlug, sagte ihm schon deutlich eher zu. Es war der Weg der Sith und für jeden angehenden Krieger der Beginn eines Lebens als Widersacher der Jedi. Denn ohne Lichtschwert konnte sich niemand mit einem solchen messen.

"Lieber versenke ich meine Klinge in einem Jedi, als nach Coruscant zu gehen und mich diesen dreckigen Heuchlern anzubiedern."

Antwortete er also, während er langsam zum Ende kam, seine Auswahl zu treffen. Sein Meister holte zu großen Worten aus, die Sabar wohl anspornen sollten und in all dem was er sagte, hatte er recht. Wenn man bedachte, was Sabar in kurzer Zeit alles überlebt und überstanden hatte, ohne dabei einen allzu großen Kratzer oder eine hässliche Schramme davonzutragen (abgesehen von jener in seiner Brust, durch den Schwertwurf von Darth Sikarius), so erschien der Bau eines Lichtschwerts vergleichsweise mickrig. Darth Sting aktivierte einen Holoprojektor vor ihnen und zeitgleich schob der adelige Schüler und Ritter die übrigen und für ihn jetzt unwichtigen Einzelteile weit zur Seite. Es war alles bereit. Kurz dachte er darüber nach, seinem Meister zunächst noch von der Begegnung mit Odile und seinen Plänen mit ihr zu berichten. Sting war nach wie vor sein Meister und er ihm weit unterlegen, weshalb seine Loyalität noch lange währen würde, je nachdem, wie der Krieger nach dem Ende von Sabars Ausbildung mit ihm verfahren würde. Deshalb hatte er nicht vor, Geheimnisse vor seinem Meister zu hegen. Der Moment schien jedoch nicht zu passen, also verschob er seinen Bericht auf einen Zeitpunkt nach der Fertigstellung seines Schwertes.

Einige Minuten verbrachte Sabar also damit, das projizierte Bild fest einzustudieren und sich jedes Detail zu merken. Er hatte noch nie große Schwierigkeiten damit, sich jede noch so winzige Kleinigkeit zu merken, also fiel es ihm relativ leicht. Es dauerte nicht lange, bis er sowohl im Kopf, als auch seinen durch die Macht lodernden Willen ein Bild vor Augen hatte, welches er jetzt nur noch Kraft seiner Entschlossenheit zusammensetzen musste. Jedes Detail musste stimmen, denn sonst würde die Waffe nicht perfekt und zuverlässig sein. Sabar verschloss seine Augen und gab sich voll und ganz der Macht hin. Stück für Stück, fügte sich das sich in der Realität abspielende Geschehen seinen Vorstellungen und nach wenigen Minuten levitierten die Einzelteile in der Luft und ordneten sich langsam so an, dass sie mehr und mehr dem Bild glichen, welches fest in seinem Kopf verankert war. Eine geraume Zeit verging, in der der Frachter unlängst gestartet war und es forderte Sabar einiges an Kraft ab, so lange durchzuhalten und nicht abzubrechen. Doch er wusste, dass alles andere als ein Erfolg beim ersten Versuch eine Schande für ihn sein würde.

Weltraum (imperial) - An Bord der Machination - Sabar Muraenus, Darth Sting
 
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[Outer Rim - Braxant-Sektor - Sartinaynian-System - Bastion - Bastion Center - Apartment - Wohnzimmer] Scytale, Treeya


Scytale hatte ganz offensichtlich etwas Falsch getan. Das Abnehmen ihrer Sonnenbrille quittierte sie mit einem sehr missbilligendem Blick. Offensichtlich schien sein Gesicht bereits ein großes Fragezeichen zu bilden, denn sie erklärte spürbar genervt, an ihren Augen sei ihre Abstammung schuld. Zu einem Viertel Chiss, das hatte er auch noch nicht gehört. Doch um jetzt in die faszinierende Tiefen der Genetik sowie der Vererbung von rezessiven und dominanten Eigenschaften einzutauchen und sich selbst einen Reim darauf zu machen, war er, wie er gestehen musste, ein wenig zu betrunken. Nüchtern hätten sie jetzt bestimmt ein überaus tiefsinniges Fachgespräch geführt. Nicht. Genetik war nicht seine Stärke. Küssen wohl schon eher, also murmelte er, undeutlicher als geplant, ein Kurzes "ist mir egal" und intensivierte den Körperkontakt zwischen der jungen attraktiven Frau und ihm. Wie von Geisterhand gesteuert, strich er sanft über ihre Wange. Dass sie das innehalten ließ, merkte er nicht wirklich. WAS er jedoch bemerkte, war ihr etwas zu fester, aber nichtsdestotrotz legitimierter Griff in seine Haare.

Sie ließen voneinander ab und der 27-jährige bereitete sich innerlich auf die nächsten eigentlich doch schon obligatorischen Schritte vor, als sie ihn komplett und mit kühler Brutalität aus dem Kontext riss. Machte sie etwa einen Rückzieher? Was war los? Hatte er schon wieder etwas falsch gemacht? Bei den Sternen, manchmal wünschte er sich, er könnte in die Köpfe der Damenwelt hineinschauen! Sicherlich würde diese Superkraft helfen, das schöne Geschlecht besser zu verstehen, oder etwa nicht?

Sie saßen immer noch recht eng beieinander. Sie fing an zu sprechen, nannte seinen Nachnamen und den Rang. So, sie spielte also mit ihm? Konnte sie haben, dachte sich der Offizier in seinem benebelten Verstand. „Ich habe auch teuren Hochprozentigen", warf Scytale ein, einfach um ihr zu widersprechen. Es war ein Spiel, doch wer hielt hier die Fäden in der Hand? Oder war es kein Spiel? Unwichtig, sie hatte ihn was gefragt... irgendetwas mit dem Eternal Awn, warte, Deternal Nawn? Ah!Ne, doch nicht. Da! Eternal Dawn! So hieß dieser Luxusschuppen noch gleich!

„Was ich da gemacht hab?" Er machte eine beträchtliche Kunstpause, möglicherweise weil seine Gedanken umhersprangen, möglicherweise weil er versuchte die Antwort mit einem coolen, intelligenten und lässigen Spruch zu verbinden. „Tja, ich war auf der Suche nach jemanden wie dir!" Das klang doch gut? Da! Ein Geistesblitz! Schnell fügte er hinzu:„Nun, ich wurde dorthin befohlen, um ehrlich zu sein. Das klingt jetzt irgendwie arrogant, fürcht ich, aber ich bin in der nächsten Zeit auf Rekrutierungsbannern zu sehen. Du kennst die, von der Flotte? Oder von den Bodentruppen? Nunja, ich hab die Tage, ne, ich wurd abgelichtet. Mehr oder weniger auf freiwilliger Basis. Aber! Aber, ich hab auch fast zehn Jahre aktiven Dienst hinter mir!" Wie vermutet, es klang arrogant und verdammt noch eins nicht wirklich lässig, cool oder gar intelligent. Doch anstelle sich sichtbar darüber zu ärgern, lächelte er sie erwartungsfreudig an.

[Outer Rim - Braxant-Sektor - Sartinaynian-System - Bastion - Bastion Center - Apartment - Wohnzimmer] Scytale, Treeya
 
[Bastion - Bastion Center - Eternal Dawn - Bar] Tom, Odile

"Ich kann dir Geschichten über Sabar erzählen..." Zu jeder anderen Zeit hätte sich Odile ein solches Angebot um keinen Preis entgehen lassen und begierig jedes noch so kleine Körnchen Wissen aufgesaugt, das über eine andere Person in Erfahrung zu bringen war. Solches Wissen war Macht, war pures Aurodium, wenn man sich darauf verstand, es einzusetzen. Aber etwas hielt sie zurück. Es war nicht die Möglichkeit, sich mit einer derartigen Märchenstunde die Aussicht auf einen romantischen Abend zu verderben, vielmehr kam Tom mit diesem Angebot zu spät. Sie hatte ihren Entschluß getroffen. Zum Guten oder Schlechten würde sie sich an das Raubtier, das Sabar war, binden, solange sie seine Schülerin war. Und nichts, was Tom ihr erzählen konnte, würde daran etwas ändern.


Du und Sabar. Ihr seid schon ein lustiges Pärchen.“


Mit einem belustigten Grinsen nahm die junge Frau einen weiteren Schluck und bemerkte, wie Tom bereits sein Glas geleert hatte und dabei war, es erneut füllen zu lassen. Offensichtlich bestürzt von ihrer Offenbarung, Sabars Schülerin zu werden, kippte er den Doppelten mit entgeistertem Blick hinunter, bevor er sich wieder etwas fing und nach ihrer Hand griff. Seinen halbherzigen Glückwunsch nahm Odile noch hin, aber dann entzog sie ihm ihre Hand und richtete sich auf dem Barhocker auf, so daß sie Tom mit geradem Rücken und ungehalten funkelnden Augen gegenüber saß.

„Ich weiß, dass es nicht leicht wird. Aber das ist etwas, das ich tun muss. Sabar hat mir diesen Teil von mir gezeigt und mir eine Ahnung von dem gegeben, was ich sein kann. Ich kann jetzt nicht mehr so tun, als würde diese Kraft in mir nicht existieren. Sie ist... elementar, meinem Wesen eingeschrieben. Würde ich sie leugnen wäre ich nur halb. Unvollständig. Ich muss lernen, muss diesen Teil erforschen und mit ihm leben, um ganz Ich zu sein. Verstehst du das?“

Die junge Frau hatte entschlossen und voller Energie geredet, ihren Blick eindringlich auf den älteren Mann gerichtet, als sie ihm versuchte begreiflich zu machen, was diese Erkenntnis und ihre Entscheidung für sie bedeutete. Sabar hatte die Tür zu einer neuen Welt, neuen Erfahrungen geöffnet und sie einen Blick darauf werfen lassen. Niemand würde sie daran hindern, diese Tür ganz aufzustoßen und hindurch zu gehen.
Toms niedliches Kompliment, dass sie etwas Besonderes sei, ließ die Künstlerin hell auflachen und in einer dramatischen Pose die Arme ausbreiten:


Ja. Das bin ich.“

In einer versöhnlichen Geste wandte sie sich ihrem Gegenüber wieder zu, gestattete, dass Tom seine Hand auf ihre legte. Die große Pranke besitzergreifend auf ihrer schmalen weißen Hand. Und doch zögerte er sie zu küssen. War nur in einen Teil von ihr verliebt und fürchtete den anderen. Odile hatte viele Verehrer ihrer Schönheit und ihrer Kunst. Aber sie wollte in ihrer Ganzheit akzeptiert werden. Furcht und Abscheu waren das Letzte, was sie in den Augen desjenigen sehen wollte, den zu lieben sie beschloss. Wenn er nur diese eine Hälfte liebte, die profane, die helle, die, die er verstand, dann liebte er sie nicht halb. Sondern gar nicht. Herausfordernd sah sie ihn weiter an und hob dabei leicht ihr Kinn.

Erst als sie dann endlich Toms kräftigen Hände um ihre Taille spürte und er sie zu sich zog, wußte Odile, dass sie den ganzen Abend auf nichts anderes gewartet hatte. Diese ganzen umständlichen Worte, das Umeinander-herum-Tanzen, wenn man doch eigentlich nichts anderes wollte, als den anderen berühren. Hungrig begegnete sie seinen Lippen, schmeckte noch den Whiskey darauf und vergrub ihre Hände in den dichten schwarzen Haaren ihres Höhlenmenschen, um dann für eine Weile ganz das Denken zu vergessen.

Fast widerwillig und atemlos trennte sie sich schließlich von Tom, um ein paar Scheine für den Whiskey auf der Bar zu lassen. Dann griff sie nach seiner Hand, zog ihn mit sich und zur Tür des Eternal Dawn hinaus.


[Bastion - Bastion Center - Eternal Dawn - Bar] Tom, Odile

 
[Bastion - Bastion Center - Valerias Appartement] Valeria


Vor dem Fenster ihres Appartements erstreckten sich düster Bastions architektonische Abscheulichkeiten. Metallisch glänzende graue Formen, die sich bis zum ebenso grauen Horizont hin zogen. Zum Glück bald von nächtlicher Schwärze verborgen. Vor ein paar Minuten noch hatten blutrote Wolken den Mond verhüllt. Eine Farbe so satt und dick, dass Valeria mit beiden Händen hineingreifen und sie in die Leinwand schmieren wollte. Stattdessen war sie verblasst als die Sonne hinter dem Horizont verschwand. Aber dieses organische, pulsierende Rot ließ sie nicht los. Langsam, so als müsste sie besonders achtsam sein, damit die Gestalten auf ihren Bildern sich nicht erschreckten, drehte sie sich zu ihrer jüngsten Skizze um. Genau dieses Rot würde die Szene brauchen, die ihre Gedanken beherrschte.

Wieder und wieder hatte sie sich die Holoübertragung angesehen. Inzwischen lief sie in ihrem Atelier auf einen gesonderten Bildschirm in einer Dauerschleife. Ohne Ton. Die reißerischen Kommentare der Nachrichtensprecher waren ihr zuwider, zerstörten die Bedeutsamkeit des Geschehens, reduzierten die Relevanz und Größe dessen, was Valeria auf einer großformatigen Leinwand einfangen wollte: Die ungebändigte Gewalt. Die schiere Kraft. Und das Leben, das genommen wurde. Eine Hinrichtung oder ein primitives Opfer. Die Protagonisten wie archaische Krieger: Roh und gebadet in Blut. Ihrem eigenem, wie auch dem ihrer getöteten Feinde. Soldaten des Imperiums als Hintergrund, davor eine Sithkriegerin, die rotleuchtende Klinge an der Kehle des Yevethaner-Monsters.
Für eine weitere Gestalt hatte sie den Raum rechts im Mittelgrund und hinter dem yevethanischen Biest vorgesehen: Das Schwert drohend über dem Kopf des Opfers erhoben, würde sie die Szene beherrschen, den meisten Raum beanspruchen und im Gegensatz zu den statischen Figuren um sie herum als Einzige in der Bewegung festgehalten werden.


Valeria begann ihre Farben zu mischen. Ein konzentrierter Vorgang, bei dem sie nach und nach ausblendete, dass um sie herum noch etwas existierte und sie sich völlig in ihr Bild vertiefte. Was in ihrem Innern war, mußte auf die Leinwand, mußte in die Wirklichkeit treten. Farben, Farben. Sie arbeitete sich über Stunden vom Hintergrund nach vorne zu den Nebenfiguren, ging restlos auf in den Bewegungen, die ihren Gedanken Substanz verliehen. Aber je näher sie der Figur mit dem Schwert kam, desto mehr fühlte sie sich gestört von dem Rot auf ihrer Palette. Eine ängstliche Unruhe erfaßte Valeria, die fühlte, dass die synthetischen Töne dem Bild nicht genügen würden, nicht richtig waren, nicht das, was die Figur brauchte.

Den Schnitt in ihren Unterarm bemerkte sie kaum, nur das Fließen, das Strömen. Aber das war die Farbe, die Substanz, die sie gesucht hatte. Lebendig und kraftvoll. Valeria liess ihr Blut in die öligen Rottöne laufen, die sie benutzen wollte. Die Nuance würde nicht erhalten bleiben und auf der Leinwand zu einer düsteren Schattenfarbe gerinnen. Das wunderbare Rot, das hell und warm über ihren Arm und ihre Finger rann, transformiert zu etwas beinahe Schwarzem. Wie die Wolken über Bastion geschluckt von der Dunkelheit als das Licht mit der Sonne verschwand. Sie arbeitete jetzt schneller. So schnell, wie das Blut lief und sie es auffangen konnte. Verfiel in ein fiebriges Schaffen, einen wahnhaften Rausch, tauchte die Leinwand in einen düster leuchtenden Strudel von Schwarz und Rot, hüllte die zentrale Gestalt in Schatten aus ihrem Blut: Sabar. Ihr Bruder, Blut von ihrem Blut.


[Bastion - Bastion Center - Valerias Appartement] Valeria
 
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[Outer Rim | Braxant-Sektor | Sartinaynian-System | Bastion | Center | Regierungsbezirk] Kiara, Serbra, Sturmtruppen [NPC]

Kiara hockte in der dunklen Gasse und versuchte die Straße im Auge zu behalten. Ihre Aufgabe wäre es nun, eine Patrouille in einen Hinterhalt zu locken um es so aussehen zu lassen als hätten hier nur irgendwelche Terroristen zufällig zugeschlagen. Sie übte sich also in Geduld und horchte auf die Comrufe ihres Ehemannes. Doch was sie da nun zu hören bekam verärgerte sie. Gar nicht so sehr weil Serbra wieder einmal Diskutierte. Nein. Das Problem war das er Recht hatte und ihr Plan vollkommen bescheuert war. Sie hatte nämlich eine wichtige Sache vergessen. Auf jedem anderen Planeten hätte diese Finte wahrscheinlich eine große Chance auf Erfolg gehabt aber hier auf Bastion, der Imperialen Hauptwelt liefen natürlich keine durchschnittlichen Soldaten herum. Die hätte sich in den Hintern beißen können für ihre Dummheit aber sie konnte es nun nicht mehr ändern. Es galt nun möglichst unauffällig aus der Sache heraus zu kommen. Ja sie konnte eine Patrouille mit Leichtigkeit ausknipsen. Die wenigsten Eliteeinheiten konnten sich mit den Mandalorianern messen, aber sie war alleine und die Patrouille konnte jederzeit Verstärkung rufen. Sie gab Serbra mit zwei Klicks des Kommunikators zu verstehen das sie Verstanden hatte und zog sich weiter in die Gasse zurück. Wenn die Soldaten den Sprengstoff entdecken oder eine Mandalorianerin in voller Kampfrüstung, dann würde die Hölle losbrechen. Sollten sie also in die Gasse schauen wäre sie geliefert. Es sei denn das sie die Sprengladungen doch zündete und dann verschwand. Sie hatte den Mobilitätsvorteil. Aber nur wenn sie ihr Jetpack zündete ohne das es sofort gehört wurde.

„Serbra verschwinde von hier und mach das Schiff startklar. Wenn die mich hier entdecken wird die Hölle losbrechen und dann brauche ich dich und das Schiff um hier wieder heil heraus zu kommen.“

Sie beendete die Verbindung und duckte sich hinter einen Müllcontainer als ein Sturmtruppler mit seiner Helmlampe in die Gasse leuchtete. Der Lichtkegel ging erst nach rechts und dann nach Links. Dann wandte der Soldat den Kopf wieder Ruckartig nach rechts und Kiara hielt die Luft an. Jetzt würde es Problematisch werden. Er hatte den Sprengsatz gesehen, den sie an der Wand angebracht hatte. Jetzt waren mehrere Schritte zuhören als ein oder zwei Soldaten die Gasse betraten.

„Wir haben hier eine Sprengladung. Sag dem Sergeant wir brauchen hier einen Sprengtrupp.“

Die Stimme klang durch den Vocoder verzehrt aber eindeutig Männlich. Sie hörte die Schritte sich wieder entfernen und dann stoppen. Offenbar saß sie nun in der Falle. Wenn jetzt einer von ihnen auf die Idee kommen würde die Gasse nach weiteren Sprengsätzen abzusuchen wäre sie dran. Vorsichtig nah sie den Helm ab um dann um die Ecke des Containers zu spähen. Was sie erblickte hob ihre Stimmung nicht sonderlich. Zwei Truppler standen nun am Eingang zu der Gasse und leuchteten sie mit den Lampen aus. Die Waffen hatten sie Schussbereit in den Gang gerichtet während der Rest des Trupps offenbar die Straße absicherte. Ein Sturmtruppler mit Schulterpolster stand im Lichtkegel einer Laterne und Sprach in ein Langstreckenfunkgerät. Das war dann wohl der Sergeant. Kiara zog den Kopf zurück und setzte sich den Helm wieder auf. Dann tastete sie an Ihrem Gürtel herum und fand schließlich was sie Gesucht hatte. Siue wog die Rauchgranate in der Hand und überlegte noch einmal wie sie jetzt am besten Verschwinden sollte. Sie hatte drei Möglichkeiten. Die erste war das sie aufspringen und das Feuer auf die Sturmtruppler eröffnen würde. Dann könnte sie eventuell ihr Jetpack zünden und davon fliegen. Das Problem bei dem Plan war aber das die Soldaten sicher gute Schützen waren. Und ein tieffliegendes Ziel dürfte keine Herausforderung für Elitesoldaten sein. Nummer eins fällt damit also weg. Bleiben noch zwei weitere Möglichkeiten. Möglichkeit zwei wäre, dass sie die Rauchgranate werfen und dann in der Allgemeinen Verwirrung den Sprengsatz zünden und dann durch die Bresche in das Haus fliehen konnte. Dann hätte sie auch die Möglichkeit ihr Ziel zu erledigen aber sie würde da niemals lebend wieder herauskommen. Außer die Wachen im Haus wären Strunzdoof und das war mehr als unwahrscheinlich. Also fällt auch Möglichkeit Zwei ins Wasser. Dann bleibt nur noch Plan drei. Auch der War bescheuert aber er würde besser funktionieren als die anderen Pläne.

Das Nachgrübeln über ihre Möglichkeiten hatte nur wenige Sekunden gedauert und nun befand sich die Kriegerin in Bewegung. Mit einem fast perfekt gezielten Wurf beförderte sie die Granate zwischen die Beiden Sturmtruppen am Ende des Ganges. Die Lichtkegele Richteten sich auf Kiara und dann war da nur noch Rauch. Ein verirrter Blasterblitz schlug links neben ihr in der etwa drei Meter hohen Mauer ein aber er verfehlte sie. Mit einem Satz sprang sie auf den Container und stieß sich dann Nach hinten ab. In der Luft Drehte sie sich um 180 Grad und bekam knapp die obere Kante der Mauer zu fassen. Während sie sich hochzog prasselten Schüsse auf die Stelle ein, wo sie eben noch gestanden hatte. Sie hoffte inständig, dass die Soldaten sie nicht gesehen und nur eine Silhouette wahrgenommen hatten. Sie blickte über die Mauer und bemerkte zufrieden, dass hier noch keine Soldaten waren. Möglichst leise ließ sie sich auf der anderen Seite fallen und Huschte dann in eine weitere Gasse. Da der Rauch sich unterdessen verzogen haben musste überraschte es sie nicht, dass drei Sturmtruppler um die Ecke des Gebäudes bogen und auf das Stück Mauer zueilten. Ein Speeder Heulte auf und saußte auf der Hauptstraße vor dem Zielgebäude entlang. Heute hatte sie wirklicvh unwahrscheinliches Glück. Sie Aktivierte ihr Jetpack und Stieg steil nach oben. Da der Speeder das Geräusch übertönt hatte war es unwahrscheinlich, dass die Soldaten nach oben schauen würden. Sie Flog also einen Schlenker und machte sich in Richtung der ärmeren Gegenden auf, wo die Sicherheitsvorkehrungen nicht so hoch waren wie hier. Das ihr keine Blasterblitze folgten zeigte das sie es dieses Mal geschafft hatte. Auch wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt hatte so war sie doch entkommen.

Kiara hielt noch etwa Zehn Minuten Funkstille. Dann war sie bei einer Fabrik angekommen und landete auf dem Dach neben einem der Schornsteine. Sie aktivierte ihren Comlink und rief Serbra.

„Ich bin heil rausgekommen. Bist du schon beim Schiff? Ich hätte nämlich nichts dagegen zu verschwinden. Dieser Auftrag kann mir gestohlen bleiben!“

[Outer Rim | Braxant-Sektor | Sartinaynian-System | Bastion | Center | ärmerer Industriebezirk | auf dem Dach einer Fabrik] Kiara Te Kandossi
 
[Sith-Tempel/Eingangsbereich] Yneha

Nachdem Yneha den vollen Eingangsbereich mit weiteren Sith, Neulingen sowie dem Rekrutierer hinter sich gelassen hatte, beschloss sie, sich in die Bibliothek zu begeben. Diese war, als sie sie betrat ziemlich voll war, bewegte sie sich durch die Massen, doch da sie noch nicht alle Ein- sowie Ausgänge der Bibliothek kannte, gelangte sie irgendwie in einen wohl geheimen Gang, welcher zu einem ihr unbekannten Raum führte, bei dem es sich um ein Grab handeln musste. Als sie plötzlich Stimmen hörte, folgte sie denen, wo sie eine Gruppe Sith entdeckte, bei denen es sich allerdings um Jünger handeln musste, denn einer von ihnen (Shiqjat) fragte, wann er nun Waffen bekommen würde. Yneha lachte leise, denn als Jünger würde er darauf lange warten können.

"Als Jünger wirst du gar nichts davon bekommen", erklang hinter Shiqjat die kindliche Stimme von Yneha.​

Dieser würde sich sicherlich von einem Mädchen nicht viel sagen lassen, doch die 15jährige hatte hier gelernt, sich selbst zu verteidigen, weshalb sie sich nicht alles gefallen lassen würde.

"Waffen, egal was für welche, sind für Jünger hier im Tempel nicht zugänglich. Wenn du bei Eintritt welche hattest, wurden sie dir am Eingang abgenommen."

Bei dem Reinblut hielten sich noch einige andere Jünger. Vielleicht würden sie ihr bei ihrer Aufgabe behilflich sein können? Natürlich würde Yneha den anderen Jüngern davon nichts sagen. Gespannt wartete sie eine Reaktion von Shiqjat ab.

[Sith-Tempel/Domäne der Lernenden/Grab von Darth Degorgian] Yneha, Shiqjat Rûwshil, Lota, Grin, Kalinda Orindi​
 
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[Bastion - Bastion Center - Eternal Dawn] Tom, Odile

Tom nickte mehr zu sich selber als für Odile gedacht. Wirklich verstand er nicht was gerade in ihr vorging, wie es war die Macht in sich zu fühlen. Vielleicht war er sogar ein klein wenig neidisch. Er wusste nur zu gut das man alles mit dieser Macht bewerkstelligen konnte. Die fast an grenzenlose Allmacht erinnerte. Tom versuchte es sich vorzustellen, doch das war eine vergebene liebes mühe. Das sie diesen Teil von sich erforschen wollte war nur verständlich. Sie fühlte sich unvollständig und wollte den neuen Teil ihrer selbst erkunden. Wer würde das nicht wollen. Immerhin war es ein Teil von ihr, der sie jetzt ausmachte und das musste er akzeptieren. Einen Moment fragte er sich was für Kräfte sie wohl entwickeln würde. Er hatte auf seiner letzten Reise einiges davon erleben und spüren dürfen.

Er selber würde das wohl auch erkunden wollen, an ihrer stelle, wenn er ehrlich zu sich selbst war. Er schmunzelte ein wenig, als er ihre Begeisterung und Neugier in ihren Smaragd grünen Augen erkannte. An Selbstvertrauen mangelte es ihr wohl auf keinen Fall. Sie hatte bestimmt das Potenzial eine der ganz großen im Orden der Sith zu werden. Aber der Orden war auch ein gefährlicher Ort, der zwar dem Namen nach einen Bund darstellte. Aber wie er wusste sich auch gegenseitig bekriegte und Steine in den weg legte. Die Sith waren ein notwendiges Zweckbündnis, damit sich die Sith nicht alle gegenseitig an die Kehle gingen. Das traf es vielleicht am besten, aus seinem eigenen bisherigen Sichtwinkel und noch gab es deutlich größere fische als Odile in diesem Teich voller Kampffische. Tom brauchte eine weile um das alles zu verarbeiten.

Odile war mehr als er sich vorgestellt hatte. Zwar nahm er sich vor ein Auge auf sie zu werfen im Tempel und wenn möglich dort zu beschützen, aber am Ende würde sie es wohl sein, die über sein und ihr eigenes Leben wachen würde. Odile würde weitaus mächtiger werden als er jemals zu hoffen wagen konnte. Anstatt sich darüber zu ärgern freute er sich irgendwie darüber. Es passte auch gut zu ihr, jetzt wo er darüber genauer nachdachte. Als Frau hatte sie es bestimmt nicht leicht im Imperium gehabt, als Sith Lady würden sich ganz neue Türen für sie öffnen. Ihr Freiheiten geben, von denen sie bestimmt schon lange träumte und freute sich für sie. Toms Augen strahlten als er sie ansah und er fühlte Stolz wenn er daran dachte was aus ihr werden würde. Er konnte sogar Sabar jetzt ein wenig besser verstehen und seine Handlungen ein wenig nachvollziehen.

Ihr Kuss jedoch war etwas anderes gewesen und riss ihn aus seinen Gedanken heraus, wie auch Odile lies Tom ein paar Scheine zurück. Wie viel er wirklich dem Eternal Dawn schuldete wusste er nicht genau, aber das war auch nebensächlich gerade. Den Odile ergriff seine Hand und zog ihn in, in Richtung des Ausgangs. Als sie vor die Tür traten, war es tiefste Nacht draußen. Die Lichter in den Gebäude ringsherum strahlten wie künstliche kleine Sterne ihr Licht über die Stadt. Sie Standen nun wieder auf dem großen Speederlandedeck und sahen sich kurz um. Einen eigenen Speeder hatte er und Odile nicht, sie waren beide nur Gäste auf dieser Welt. So das sie zusammen auf den Wartebereich mit den Taxen zugingen, die hier auf Kunden warteten.

Das erste in der Reihe war ein Robotaxi, doch daran Schritt Odile mit ihm einfach vorbei, ohne diesen auch nur einen zweiten blick zu gönnen. Sie steuerte zielstrebig auf eines der größeren luxuriösen Gefährte zu. Tom öffnete Odile die Tür auf, ehe er selbst neben ihr auf die geräumige Rückbank setzte. Doch nun war guter Rat teuer. Das Problem war, er hatte kein Hotel in der er Wohnte. Wer hätte auch ahnen können das er auf eine traumhafte bildhübsche talentierte Aristokratin treffen würde. In die Kaserne konnte er sie noch viel weniger mitnehmen. "Fahren wir Zu dir? Du dürftest bequemer Wohnen als ich gerade" Fragte er einfach nach und gab dem Chauffeur schon mal einen großzügigen Schein, damit er an so etwas später nicht mehr denken musste. Danach wendete er sich wieder der wichtigsten Person zu. Odile! Tom legte seinen Arm um sie und zog sie enger an sich, um ein weiteres mal ihre Lippen zu kosten, während sich das Gefährt kaum spürbar auf dem Weg machte.

[Bastion - Bastion Center - Taxi] Tom, Odile
 
[Outer-Rim | Braxant-Sektor | Sartinaynian-System | Bastion | Center | Sitz der Regionalverwaltung | Büro des Legaten für Bildung und Kultur | Charles Beaurant]


Nach einem Aufschlussreichen Gespräch mit Miss Lemaire, war Charles wieder in sein Büro zurückgekehrt. Dennoch musste er über diese außergewöhnliche junge Frau nachdenken. Sicher sie war rebellisch, das konnte einem im Imperium immer das Genick brechen, sowohl metaphorisch das der Karriere als auch das richtige. Das eine würde sie dennoch sicher verschmerzen können, da war er sich sicher. Vielleicht konnte er ja einige ihrer Aufnahmen ausfindig machen. Was hieß vielleicht. Irgendwie würde er sie ausfindig machen können. Durch fürs erste würde eine Recherche im Holonet genügen, nahm er sich vor. Sicher gab es doch irgendwo ein Holo dazu. Jedenfalls freute er sich bereits auf ein Wiedersehen mit der jungen Dame, die ihn mit ihrem Charme umspielt hatte. Das sie auch noch eine gute Partie mit passender Herkunft war, machte das ganze natürlich umso interssanter für ihn.

Charles hatte sich einen aromatischen Tee aus exotischen Früchten von Miss Vert bringen lassen, der dampfend auf dem Beistelltisch seiner Sofaecke stand, während er selbst auf dem samtenen roten Sofa saß, mit verschränkten Beinen und einem Arm auf der Lehne. Er hatte sein Hemd etwas weiter aufgeknöpft und das Jackett wieder über den Kleiderständer gehängt. Die Sonne Bastions warf tiefe Schatten in sein Büro, aber es war noch hell genug, sodass er die Zimmerbeleuchtung sehr heruntergedimmt hatte. In seiner Hand hielt er ein Datapad, das mit dem Holonet verbunden war. Im Hintergrund lief aus nicht sichtbaren Boxen, die jedoch dennoch den ganzen Raum beschallten, leise klassische Klaviermusik.


Gerade hatte er noch keine Zeit für Recherchen zu Odile, aber er würde die Zeit noch finden. Jedoch galt es für ihn noch einiges hier zu erledigen, bevor er zum Landsitz seines Großvaters, dem Marquis Beaurant aufbrechen würde. Er hatte schon länger keine Zeit mehr gefunden die Ruhe des Bastioner Umlandes zu genießen. Doch nun hatte er sich einige Tage dafür Zeit genommen. Sein Großvater freute sich natürlich immer über Besuche seines Enkels, der vor allem in seine Fußstapfen getreten war und eine Karriere in der Politik eingeschlagen hatte. Auch musste Charles ihm natürlich wichtige Ereignisse aus erster Hand schildern, da sein Großvater bereits ein hohes Alter erreicht hatte und selbst nur noch sehr selten in die Hauptstadt des Imperiums reiste. Er seufzte, sofort kamen in ihm die Bilder seiner Kindheit hoch, in der Charles der Ältere noch in der Blüte seines Lebens stand. Der ehemalige Gouverneur hielt sich für seine 85 Jahre noch immer erstaunlich gut und würdevoll, dennoch jemand der ihn so gut kannte wie Charles es tat, konnte ganze klar erkennen das er merklich abgebaut hatte, ja es immer weiter tat.

Langsam kehrten seine Gedanken wieder zu seiner Arbeit zurück. Er beantwortete gerade wichtige Nachrichten, die keinen Aufschub duldeten, während seine Sekretärin vor der Großen Holztür damit beschäftigt war, die Termine für seine Rückkehr zu planen und alles für seine Reise vorzubereiten. Es war immer ein unheimlicher Bürokratischer Aufwand für ihn, seinen Großvater zu besuchen, obwohl der Landsitz gar nicht so weit außerhalb Bastion Centers lag. Aber er wollte nicht nur kurz einen Nachmittag vorbeischauen, um dann überhastet wieder nach Center zurückzukehren. Er genoss es außerdem sich dort in den Gärten und den breiten Galerien, die mit so einigen berühmten Kunstmuseen konkurrieren konnten, was die Kunstwerke anging, der Muse hinzugeben.

Gerade ging er eine Liste mit Vernissagen durch, die er während seiner Abwesenheit verpassen würde. Natürlich erwarteten die meisten gar nicht, dass der Legat persönlich auftauchen würde, jedoch bei der ein oder anderen Gala konnte sich seine Anwesenheit durchaus lohnen. Daher ging er lieber noch einmal persönlich alle durch, damit ihm auch keine wichtige entging. Ansonsten würde er kurzfristig für die Gala anwesend sein, oder einen Besuch noch nachholen. Der Name seines Großvaters hatte ebenso noch immer Gewicht in der imperialen Gesellschaft und ein Besuch bei ihm war eigentlich bei nahezu jedem ein ausreichender Grund fernzubleiben, doch Charles wollte nicht permanent den Eindruck erwecken, dass nur der Name seines Großvaters ihm alle Türen eröffnet hatte. Mit Sicherheit, ganz mit seinem eigenen Ehrgeiz hatte er es nicht geschafft, aber dennoch war er mehr als qualifiziert für seine Arbeit hier, so viel war sicher. Es fand sich jedoch nichts darunter, dass ihn auch nur annähernd interessiert hätte. So würden also seine Angestellten sein Amt repräsentieren und mussten sich mit den zumeist eher emporgekommen „Mäzenen“ herumärgern. Der junge Mann kam nicht umhin bei dem Gedanken breit zu grinsen. Ihm war, genauso wie seinem Großvater, die zunehmende Offenheit der imperialen Ämter gegenüber Bürgerlichen mehr als nur ein Dorn im Auge. Leider hatte er selbst noch nicht den Einfluss, etwas daran zu ändern und die neue Imperatorin schien dies auch eher zu unterstützen, stärkte es doch ihr Amt, indem sie die über Jahre oder Jahrhunderte gewachsenen Verflechtungen nach und nach zu zerschlagen suchte.



[Outer-Rim | Braxant-Sektor | Sartinaynian-System | Bastion | Center | Sitz der Regionalverwaltung | Büro des Legaten für Bildung und Kultur | Charles Beaurant]
 
Vorsicht ist keine Feigheit, Leichtsinn kein Mut!
[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Lernenden - Grab von Darth Degorgian - Shiqjat Rûwshi, Lota, Grin und Kalinda Orindi (Janus-NPC)]

Der Reinblütige schien sich entweder auch nicht zu trauen die Fragen zu stellen, die Grin gerade im Kopf herumschwirrten oder er war so von sich überzeugt, dass es eigentlich nur schief gehen konnte. Denn er fragte lieber nach einer Waffe, die ihm hier ohnehin nichts bringen würde, da sie weder den Mittelsmann des Sammlers noch irgendeinen Royal Guard angreifen konnten. Und sollte dieser Energiebogen, von dem Grin noch nie gehört hatte, so groß sein, wie er sich anhörte, dann würde er sogar hinderlich sein. Doch damit würde sich der Arenakämpfer später auseinandersetzen, sollte es denn eben nötig sein.

Bevor das ungleiche Duo jedoch aufbrechen konnte, erschien ein neuer Gast und Grin hätte diesem beinahe ein Messer in den Hals gerammt, hielt sich aber zurück, als er Oris eher sparsame Reaktion bemerkte. Da er nicht aus falschem Eifer einen Diener Sturns töten wollte, legte er nur seine rechte Hand ein Stück näher an eines seiner Messer heran und trat einen Schritt zur Seite und zurück, damit er nicht aus Versehen das Reinblut gleich mit aufschlitzte. Der Neuankömmling, ein junges Mädchen, plapperte gleich drauf los und belehrte Shiqjat über Waffen. Der sah aber nicht nur so aus, als wüsste er all das schon, sondern erweckte dabei auch den Anschein eine spontane Tötung zu planen, weil ein Wurm ihn einfach so ansprach. Für einen Moment lang wäre Grin dazwischen gegangen, doch dann sprach Ori und ließ binnen weniger Wort allein durch die Betonung dieser durchblicken, wie wenig sie mit dem Kind zu tun hatte. Weshalb das Reinblut dem Kind dann gerne den Kopf von den Schultern holen durfte.


„Was du alles so weißt, Göre. Aber mitten in eine Besprechung platzen und meinen dann auch noch damit davon zu kommen?“

Der letzte Satz ließ Grin sich vor den Ausgang schieben und seine bevorzugte Waffenhand noch näher an das Messer heran gleiten lassen. Da er in der Arena – wenn auch selten – schon gegen scheinbare Kinder gekämpft hatte, die einfach nur vom Äußeren her so verändert worden waren, dass sie wie Heranwachsende aussahen, rührte sich nichts in ihm als er sich vorstellte sie abzustechen. Wer hier im Sith Orden herum lief und nicht in Ketten am Boden lag, der hatte es sich auch verdient ermordet zu werden.

„Wer bist du überhaupt?“

Das Mädchen wollte wohl zur Antwort ansetzen, doch Oris rechter Zeigefinger zuckte schon vor und wurde auf die Nase des Eindringlings gerichtet.

„Und wehe du wirfst mir einfach nur irgendeinen Namen an den Kopf!“

Die Kleine hatte definitiv ein Problem. Da die Unterhaltung so geheim war, dass jeder Anwesende getötet werden musste, machte er irgendeinen Fehler, standen ihre Chancen - auf mehr als ein paar Minuten Restlebenszeit - nicht sonderlich gut. Grin würde ihr aber wenigstens ein schnelles Ende bereiten...

[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Lernenden - Grab von Darth Degorgian - Shiqjat Rûwshi, Lota, Yneha, Grin und Kalinda Orindi (Janus-NPC)]
 
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