Cross-Platform Bounty Hunter Remastered

Na, hatte schon wer die Gelegenheit, das Remaster auszuprobieren?

Als jemand der nach AOTC ein riesiger Jango Fett Fan war und das Game damals (auf der PlayStation 2) mit 13 Jahren wirklich gefeiert hat, war es keine Frage, dass ich hier nicht lang gewartet hab. Meine Eindrücke zum Game mit einer Prise Nostalgie, dem Remaster und einige Trivia-Anekdoten teile ich in meinem aktuellen Video auf YouTube mit. Vielleicht mag ja mal wer reinschauen:

 
Ich habe das Spiel kürzlich während eines Steam-Sales gekauft und gestern mit allen Steam-Errungenschaften beendet. Was man im Urlaub halt so macht.

Zu den Spielern der ersten Stunde gehöre ich nicht und kann mich auch nicht erinnern, das Original jemals selbst gespielt oder gesehen zu haben :verwirrt: . Da ich aber durchaus offen für Remaster bin, das hier gar nicht so schlecht aussah und ich irgendwie Lust darauf hatte, wurde der Titel auf die Festplatte geschrieben und für mich ging es die letzten Wochen folglich als Jango Fett auf die Jagd nach meiner Beute. Das funktioniert unter den Voraussetzungen durchaus und so sind die (aktuell) 8€ für ca. 8h (?) Spielzeit gut angelegt. Bei mir ging das auch ohne großen persönlichen Nostalgie-Bonus auf. Der ist natürlich trotzdem irgendwie da, weil Star Wars und Episode II, aber eben nicht aus der eigenen Erfahrung mit dem Spiel.

Das Gameplay ist einfach gehalten und fühlt sich für ein so altes Spiel dank dem Remaster relativ mordern an; es ist ein aufgehübschter Trip in das Star Wars von damals. Mit hauptsächlich den ikonischen Zwillingsblastern, aber auch anderen Waffen und Gadgets hüpft und jetpackt man sich Level für Level, und auch wenn das spielerisch nicht sonderlich vielseitig ist, bietet es für die überschaubare Dauer doch genug Abwechslung, dass zumindest ich bis zum Ende unterhalten wurde. Wer lediglich die Haupthandlung abschließen möchte, sollte schnell durchkommen, wirklich fest hing ich in Bezug auf Gegner eigentlich nie, spätestens wenn man die Level ein bisschen kennt.

Die wahre Frustration kam für mich daher, dass ich aus irgendeinem Hirnfurz heraus alle Missionen mit sämtlichen optionalen Nebenzielen (also Kopfgeldern) abschließen wollte und zu stur war, das einfach sein zu lassen. An diesem Punkt wird das Spiel nämlich leider zum absoluten Schmerz im Arsch, da sich Bots (mit Kopfgeld) aufgrund der Wegfindung gerne mal suizidal in die Tiefe stürzen und man die ganze Mission nochmal durchspielen darf. Denn es gibt zwar in jedem Level Checkpoints, an denen man im Todesfall respawnt (darf man aber nur fünfmal pro Level), die Bots respawnen allerdings nicht. Wer sich das in Verbindung mit der Errungenschaft ausgedacht hat, stößt sich dafür hoffentlich bis heute ab und zu mal den kleinen Zeh am Bettpfosten.

Was ich auch schnell einsehen musste: Auch wenn ich mir vorgeschrieben habe, Konsolen-Titel nach Möglichkeit mittlerweile mit Controller zu spielen, bin ich hier alleine um des Zielens Willen schnell auf Maus und Tastatur umgestiegen. Gerade in unübersichtlichen Situationen, in denen man seine bounties lebend fangen muss und sie gerne im Kreuzfeuer sterben, macht man sich das Leben ungeheuer einfacher. Technisch bedingt muss man u.a. bei Hitboxen und Steuerung Abstriche machen, aber hey, das Ding ist halt ein Oldie. Die Geschichte ist relativ 0815 und die deutsche Synchro + Dialoge eher ...durchschnittlich und auch das Kopfgeld-System für die Nebenmissionen ein wenig lieblos, auch darüber kann ich aber irgendwie hinwegsehen.

Vielleicht doch etwas mehr Nostalgie-Effekt als ich mir eingestehen wollte, aber gut, ich hab's geschafft.

Screenshot 2026-06-29 132252.png
 
Ich habe diesen Titel seinerzeit auf dem Gamecube gespielt und gefeiert! Die größten Stärken sind Story, Figuren (Roz, Montross), vor allem aber die Schauplätze, die man im Laufe des Spiels besucht...Malastare, Oovo IV oder das Nachtleben von Coruscant fände ich heute noch sehenswert. Leider ist es stellenweise wirklich unfair, wenn man wieder mal gegen unüberschaubare Horden von Feinden antreten muss, kaum mehr Energie hat und nicht beliebig abspeichern kann.

BH hat, bei allen sicher vorhandenen Schwächen, die Lore wirklich um einige Ecken bereichert und ist ein gutes Beispiel dafür, wie gelungen das PT-EU damals auf gleich mehreren Schienen hochgezogen wurde. Lässt einen nachdenklich zurück, wenn man damit vergleicht, wie konzept- und lieblos das Multimedia-Projekt der Marke SW heute abläuft...
 
Zurück
Oben