Chalacta

Jordir ~ Stupa ~ mit Steven, Skyan? & Fiona?

Während dem kurzen Flug mit dem Taxi, schwiegen sich die ungleichen Jedi an. Nei dachte von sich selbst als Jedi, auch wenn sie mit dem Rang einer Padawan die meiste Zeit, von den meisten Personen auch mit diesem Rang angesprochen wurde. Ebenso wie viele der Ritter als Meister angesprochen wurden. Während ihre Gedanken um die Möglichen Ergebnisse kreisten, die eine Analyse ihrer Funde bringen würden, beobachtete sie den prasselnden Monsunregen über Jordir. Immer wieder huschte der Ansatz eines Lächelns über ihre Lippen. Hätten sie es nicht so eilig gehabt, wäre sie am liebsten zu Fuß gegangen, dort unten im Freien ohne die Schirme die von vielen genutzt wurden, um sich vor dem Regen zu schützen. Sie bemerkte, dass der Jedi Ritter Steven Crant nach wie vor nicht besonders begeistert von den Wetterverhältnissen während der Monsunzeit war. Nei glaubte sogar, eine gewisse Melancholie von ihm ausgehend spüren zu können.

"Ist das nicht wunderbar?",

brach sie das Schweigen in dem Glauben, auch in Stevens Augen ein wenig von ihrem eigenen Optimismus zu wecken, den sie mehr oder weniger seit ihrer Ankunft auf Chalacta fühlte.


"Auf Ruusan, meinem Heimatplaneten regnet es so gut wie nie. Es soll angeblich in den Gebirgen regnen, aber kaum jemand hat sich davon je selbst überzeugt. Das einzige Wasser, dass wir dort kennen sind kleine Flüsse, die von den Bergen in die Täler fließen und irgendwann im Staub versickern."

Während sie redete, schaute die ruusanische Padawan weiterhin hinaus. Doch plötzlich spürte sie den Blick des Jedi neben sich. Langsam wandte sie sich um und bemerkte, wie seine Augen ihren Schoß abzuwandern schienen. Nei spürte wie ihr Puls anstieg und ihre Wangen erröteten. "Was ist das nur für ein Kerl?!", fragte sie sich in Gedanken, bevor sie sich wortlos wieder dem Ausblick widmete, um sich dadurch in Selbstbeherrschung üben zu können. Sie wollte keine Szene machen, bloß weil der Jedi ihre Weiblichkeit bewunderte - zumindest versuchte sie es.

***​

Bis Niiro mit den ersten Ergebnissen seiner Analyse, im Konferenzraum der Stupa wieder an die Jedi herantrat, herrschte bedrückendes Schweigen. Nei war allgemein zwar nicht unbedingt redselig, doch selbst sie konnte die Spannung und das Schweigen nur schwerlich ertragen und diese noch weniger gut verbergen, obgleich sie an einem der hohen, schmalen Fenster regungslos stand und weiter hinaus auf Jordir schaute.


"Das macht Sinn.",

äußerte sich Nei erkenntnisschwanger, nachdem Niiro mit seinen Ausführungen soweit fertig zu sein und Steven nach Orten gefragt hatte, wo man diesen Embra Ka'an Kelabit antreffen konnte.


"Wenn dieser Embra für die Durchführung der Entführung und wahrscheinlich auch bei den beiden Attentatsversuchen seine Finger mit im Spiel hatte, dann muss er von irgendwem eine Absicherung erhalten haben."

Nei wandte sich nun direkter dem Sicherheitschef Niiro zu.

"Ihr habt selbst gesagt, Verbrechen auf Chalacta sind meist Kleinstdelikte, verglichen mit den meisten anderen, republikanischen Welten. Und Hutten tun nichts, ohne eine gute Chance auf Erfolg. Sie sind von Natur aus feige, so lange sie nicht aus einer Position der Stärke heraus handeln können. Was auch immer Embra für eine Hilfe erhalten hat, sie kann nicht von Chalacta stammen. Es muss eine Partei sein, die Interesse an einem republikanischen Botschafter hat... eine Partei die einen Beitritt Chalactas zur Republik um jeden Preis vermeiden möchte?"

Zufrieden mit ihrer Analyse schaute Nei in die Runde, ein Lächeln auf den Lippen. Es war wohl Glück, dass es sich bei dem Drahtzieher hier auf Chalacta um einen Hutten handelte. Nach ihren Erfahrungen mit A'Morra der Hutt, damals auf Tatooine, glaubte die Padawan zu wissen, wie diese fetten Würmer tickten. Ihre Freude wehrte jedoch nicht lang als ein lauter Knall die Hallen der gigantischen Jordir-Stupa erschütterte.

"Die Landeplattform! Sicherheitsdienst!",

rief und gestikulierte Niiro dan Sate dan Brahnaputera und signalisierte den Jedi ihm zu folgen. Er schien sich nicht zurückziehen, sondern selbst ein Bild von den Geschehnissen so nah bei ihnen machen zu wollen. Und sie als Jedi konnten ihm dabei helfen, bis der Sicherheitsdienst eingetroffen war. Das war Nei in diesem Augenblick klar und keinesfalls hätte sie es anders haben wollen. Sie zückte ihr Lichtschwert und hielt es deaktiviert in der Hand, während Niiro von einem seiner Schirmträger einen Allzweckgürtel mit einem daran geholsterten Blaster gereicht bekam und ihn sich im Laufen anlegte.

Auf der Plattform angekommen, sahen sie sofort, was für den Knall verantwortlich gewesen war. Eines der Lufttaxis war in die Shuttles auf der Landeplattform geknallt und hatte für die weithörbare Explosion gesorgt. Es konnte kein Unfall gewesen sein, das stand außer Frage. Wahrscheinlich hatte der schwarze Gleiter, der gerade vor ihnen am anderen Ende der Plattform landete, das Taxi getrieben und zum Absturz gebracht. Einige schwer bewaffnete gestalten strömten augenblicklich, das Feuer eröffnend aus dem gerade gelandeten Gleiter und eröffneten das Feuer auf Niiro und seine Jedi Begleiter, während sie sich zwischen den Trümmern auf der Landeplattform in Deckung begaben.


"Deckung!",

rief Niiro. Doch bevor er seiner eigenen Anweisung folgen konnte, wurde er von einem projektil getroffen - in der Schulter, so glaubte Nei erkannt zu haben. Die ruusanische Padawan selbst aktivierte sofort beide Klingen ihres Doppellichtschwerts und begann die Schüsse, denen sie nicht ausweichen konnte mit dem blauen Laser ihrer Waffe abzuwehren.


"Wir können die Projektilmunition nicht reflektieren.",

rief sie Steven nüchtern, fast schon persönlich beleidigt zu, während sie sich schützend vor dem am Boden liegenden und schwer blutenden Sicherheitsbeauftragten Jordirs stand und elegant, aber kraftvoll ihre Jedi Waffe führte. Die Projektile, die ihre Klingen trafen, verdampften neben den auf sie herab fallenden prallen Wassertopfen und verpufften zischend als Dampf.

Noch aus den Augenwinkeln, soweit sie sich wagte den Blick vom Geschehen abzuwenden und die Macht allein, die Führung ihres Lichtschwertes zu überlassen, bemerkte Nei ein Symbol auf dem gelandeten Gleiter. Es sah aus wie das Emblem des Imperiums, doch irgendwie... anders. Nei wagte keinen zweiten Blick, doch hörte hinter sich die passende Erklärung von Niiro, der ächzend in Blut und Wasser getränkt am Boden lag:


"...imp...eriale Disserteure..."

Jordir ~ Stupa ~ Landeplattform ~ mit Steven, Skyan? & Fiona?
 
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[Chalacta | Jordir | Zentrum | Vor der republikanische Botschaft | Straße] Ulo Sammandi, Rilanja Xulian; Russ Dragson, Σ-3PO (NPCs)

Ulo Sammandi schnappte nach Luft, als der Druck auf seine Lungen nachließ, weil Russ Dragson sich wieder erhob. Die Last des massigen Karkarodon hätte er nicht viel länger ausgehalten. Und die Befürchtung, dass sich der Leibwächter vielleicht nicht absichtlich über ihn geworfen hatte, sondern gestürzt war, schien sich nicht zu bestätigen: Dragson wirkte unverletzt. Auch Rilanja Xulian rief, dass es ihr gut ging. Ob das auch für den Ishi Tib galt, konnte dieser noch nicht genau sagen. Ihm tat alles weh. Kein Wunder: Eine Druckwelle hatte ihn erfasst, auf den harten Boden geschleudert, und dann war ein Mann gegen ihn geprallt, der mindestens anderthalb mal soviel wog wie er. Dementsprechend schmerzten seine Ohren, sein Rücken, der Kopf, der Brustkorb und die Knie, doch ob etwas beschädigt war, konnte er nicht sagen. Als er an sich hinab blickte, stellte er fest, dass nicht nur das Wasser der Pfütze, in der er eben gelegen hatte, an ihm herunterrann, sondern auch rötliche Tropfen in dieser landeten. Er griff nach seinem Kopf und fand eine Wunde an der linken Seite der Stirn, mit der er auf den Bürgersteig aufgetroffen war. Sie schmerzte aber nicht besonders.

»Herrjemine!« hörte er eine weibliche Stimme neben sich und entdeckte Sigma, die ebenfalls in einer Pfütze lag und offenbar nicht imstande war, aus eigener Kraft aufzustehen. Er griff nach der mechanischen Hand und zog daran, um dem Protokolldroiden aufzuhelfen, was ihm einen hässlichen Stich in der Schulter bescherte. Erst als sie neben ihm stand und unter dem typischen Jammern die Beulen und Kratzer in ihrer kupferroten Hülle begutachtete, blickte er sich um und versuchte zu verstehen, was eigentlich geschehen war.

Dragson und die Jedi waren schneller wieder zu klarem Verstand gekommen als er. Sie spähten mit wachen, misstrauischen Blicken in die Umgebung. Ulo blickte zuerst in Richtung der Straße, doch dort war alles in Ordnung, abgesehen von den dichten Staubschwaden und einigen umherliegenden Steinbrocken. Die benachbarten Gebäude hatten teilweise ihre Scheiben eingebüßt. Erst als er sich etwas schwerfällig zur republikanischen Botschaft umwandte, erkannte er, dass die Explosion von dort gekommen war. Der Eingang lag in Schutt und Asche.

»Kommt, hier draußen ist es vielleicht nicht sicher«, sagte Rilanja, die in dieser Krisensituation die Initiative ergriff. »Oder zumindest genauso unsicher wie drinnen. Und ich nehme an wenn es ein Anschlag war… Vielleicht finden wir in den Aufzeichnungen der Botschaftskameras etwas…«

»Sie hat recht, Senator«, bestätigte der Karkarodon. »Wir müssen von der Straße weg! Wenn das ein Anschlag war, sind vielleicht auch Schützen in der Nähe!«

Ein Anschlag? Dieser Gedanke war Ulo noch gar nicht in den Sinn gekommen. Sein erster Gedanke war gewesen, dass sich ein schrecklicher Unfall ereignet hatte. Doch nun, da es einmal ausgesprochen war, kam es ihm auch plausibel vor. Explosionen in Botschaften ereigneten sich kaum zufällig. Schon gar nicht im zeitlichen Zusammenhang mit dem Verschwinden eines Botschafters und dem Beginn ihrer Ermittlertätigkeit. Sie hatten Glück, dass sie nicht drinnen gewesen waren, als...

»Naely rief Sammandi, als ihm bewusst wurde, dass seine Assistentin sich im Gebäude befunden hatte. »Russ, sehen Sie nach ihr!«

Der Leibwächter zögerte, doch als der Senator im Befehlston ein entschlossenes »Sofort!« hinterherschickte, setzte er sich in Bewegung und eilte den anderen voraus auf den nächsten Eingang zu. Ulo und Rilanja folgten ihm etwas langsamer, während die lamentierende Σ-3PO, die sich nach ihrem Sturz nur sehr langsam bewegen konnte, hinter ihnen zurückblieb.

Ulo machte sich wirklich Sorgen um Naely. Sie war eine wertvolle Mitarbeiterin, die gute Seele seines Teams und mittlerweile auch eine Freundin, der er voll und ganz vertraute. Die Vorstellung, dass der jungen Ishi Tib etwas zugestoßen sein könnte, war ihm unerträglich.

Die Szenerie, die sich ihnen beim Betreten des Botschaftsgebäudes bot, war unbeschreiblich. Ulo war noch nie in einem Kriegsgebiet oder am Schauplatz eines Anschlages gewesen, deshalb war all das neu für ihn. Die Inneneinrichtung war schwer in Mitleidenschaft gezogen worden: Glasscherben und abgeplatzter Putz knirschten unter den Sohlen und Bilder waren von den Wänden gefallen. Dichter Staub trübte die Sicht, erschwerte das Atmen und sog die Feuchtigkeit aus der Haut der Ichthyoiden. Die Luft war erfüllt von einer Mischung aus Rufen und schmerzerfülltem Stöhnen, worunter sich immer wieder auch polternde und schleifende Geräusche mischten. Bewaffnete Beamte der New Republic Security Force und schmutzige, teilweise blutverschmierte Personen eilten umher. In den anderthalb Minuten, die seit der Explosion vergangen waren, hatte sich die Empfangshalle der Botschaft bereits in ein Krankenlager verwandelt. Mindestens fünf Verletzte lagen hier herum. Darunter entdeckte er auch seine Assistentin. Sie war über und über von grauem Staub bedeckt. Ihr Kleid war beschädigt und zeigte blutverklebte Haut. Russ Dragson war bereits bei ihr. Auch Sammandi eilte nun zu ihr hinüber und beugte sich über sie.


»Senator... Sie sind ja verletzt!« sagte sie mit schwacher Stimme und hob die Hand in Richtung seiner Stirn. Er griff danach, drückte vorsichtig ihre Hand und legte sie dann zurück.

»Nur ein Kratzer«, sagte er. »Aber Sie scheinen weniger Glück gehabt zu haben...«

»Sie muss sofort in ärztliche Behandlung!« stellte Russ fest. »Die Botschaftsmitarbeiter haben bereits die Rettungskräfte alarmiert.«

Tatsächlich waren von draußen bereits Sirenen zu hören. Es dauerte nicht lange, bis draußen Fahrzeuge hielten und Sanitäter in das Gebäude strömten. Sie kümmerten sich um die Verletzten, auch um Naely, die einen besorgniserregend schwachen Eindruck machte.

»Im Universitätsklinikum von Jordir gibt es erfahrene Xenomediziner, die ihr helfen können«, versprach einer der Sanitäter auf Sammandis Nachfrage.

Unterdessen waren auch Polizeieinheiten eingetroffen und sicherten das Gelände. Niemand verwehrte ihnen den Zutritt: Dass es offiziell republikanisches Hoheitsgebiet war und unter die Zuständigkeit der NRSF fiel, schien nun kein Hindernis mehr zu sein. Der Senator musste an Oktra'ok denken, der sich noch vor einer Viertelstunde gegen eine Zusammenarbeit mit ihnen gesperrt hatte.


›Wo ist der Bothaner eigentlich?‹ fragte er sich. Und dann stellte er dieselbe Frage an einen republikanischen Sicherheitsbeamten.

»Ich weiß es nicht«, gestand dieser ein. »Die Explosion hat sich in dem Teil des Gebäudes ereignet, wo sein Büro und das des Botschafters liegen, und wir befürchten, dass er sich dort aufgehalten hat. Bis dorthin konnten wir noch nicht vordringen: Wände und Decken sind eingestürzt und es ist möglich, dass Mr. Oktra'ok getötet oder verschüttet wurde!«

»Können wir irgend etwas tun?« fragte Sammandi weiter.

»Mit Verlaub, Sir, am meisten wäre uns geholfen, wenn Sie gehen würden. Wir können im Augenblick nicht für Ihre Sicherheit garantieren und je weniger Leute sich hier befinden, um so einfacher wird unsere Arbeit.«

Der Ishi Tib erkannte, dass er recht hatte. Sie standen hier den Rettungskräften eigentlich nur im Weg herum, während die Eingangshalle voller und voller wurde.

»Ich verstehe.« Er wandte sich zu seinen Mitarbeitern und der Jedi um. »Mr. Dragson, ich möchte, dass Sie Naely in die Klinik begleiten und dort nach ihr sehen. Ich will sie dort auf keinen Fall allein lassen, vor allem weil wir nicht wissen, wer hinter der Sache steckt und wozu diese Leute noch fähig sind. Tun Sie was in Ihrer Macht steht, damit sie sicher ist und eine gute Behandlung bekommt.«

»Was ist mit Ihnen, Senator?« fragte der Karkarodon.

»Ich denke, dass ich bei den Jedi ausreichend geschützt bin. Wir kehren zur Stupa zurück oder treffen uns mit Rätin Horn am Tempel. Hier können wir im Moment ja doch nichts ausrichten. Nach diesem Zwischenfall müssen wir mit Niiro sprechen und unsere Vorgehensweise noch einmal gründlich überdenken!«

[Chalacta | Jordir | Zentrum | republikanische Botschaft | Eingangshalle] Ulo Sammandi, Rilanja Xulian; Russ Dragson, Naely Darzou, Σ-3PO, Botschaftsmitarbeiter, Sanitäter, Sicherheitskräfte (NPCs)
 
~ Chalacta ~ Jordir ~ Stupa ~ Landeplattform ~ Skyan(?), Fiona(?), Nei und Steven ~


"Aah"

Entfuhr es dem Jedi-Ritter schmerzerfüllt. Die Nervenfasern seines Körpers lieferten anscheinend immer noch eine ausgezeichnete Arbeit ab, denn es dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde bis ein stechender Schmerz sich von seiner linken Schulter über den linken Arm ausbreitete und den Reiz in sein Gehirn weiterleitete.

Sofort eilte ein Blick für kurze Zeit zu der Verletzung. Ein Moment der Unachtsamkeit hatte ausgereicht, sodass sich eine Kugel der Projektilwaffen an der Klinge seines Lichtschwerts vorbeischleichen konnte. Glücklicherweise war es, wie es auf den ersten Blick schien, nur ein Streifschuss und somit musste der Ritter nicht fürchten in den nächsten Minuten zu verbluten, auch wenn jeder Regentropfen, der die Wunde traf erneut schmerzte.

Dafür würden die eben gelandeten Gestalten bezahlen, das Gefühl von Verlangen nach Vergeltung konnte der Ritter deutlich in seinem Inneren spüren. Doch mahnte er sich selbst zur Ruhe. Ein aufgebrachter Kämpfer machte Fehler und er war kein Anfänger.
Blitzschnell ließ er die anfliegenden Projektile der Gegner an seinem grünleuchtendem Lichtschwert verdampfen. Warum mussten es unbedingt Projektile sein? Glücklicherweise war die Art von Waffen nicht weit verbreitet in der Galaxis.

Doch die Macht war auf der Seite der Jedi und Steven beschloss diese zu nutzen. Sein Lichtschwert von der allgegenwärtigen Energiequelle leiten lassend, versuchte er sich so gut es ging zu konzentrieren und eines der Trümmerteil das vom Gleiter stammte, auf 2 der Angreifer fliegen.

"Niiro muss hier weg!"

erklärte der mittlerweile nicht mehr so entspannte Ritter Nei vorwurfsvoll.
Niiro wollte zwar helfen, doch im Moment lag er verletzt hinter den Jedi und war somit keine große Hilfe. Außerdem wollte Steven den Würdenträger nicht in dieser Gefahr lassen.

Die Angreifer, welche sich mittlerweile hinter dem eben noch auf sie geschleuderten Trümmerteilen versteckt hielten, feuerten unaufhörlich auf die Jedi und den Chalactaner, der Beschuss verminderte sich nur, wenn einer von ihnen sein Magazin wechselte. Das konnten die Ordensmitglieder nutzen um ihren Gegnern entgegenzutreten und sie im Nahkampf zu entwaffnen.
Unter dem Schutz der reflektierenden Lichtschwertklingen, war mittlerweile einer der Schirmträger eingetroffen und zog Niiro an den Armen aus dem Geschehen. Die beiden Jedi verteidigten die zwei Chalactaner solange, bis sie hörten wie sich die Tür zur Stupa geschlossen hatte. Nun war es Zeit für den Gegenangriff.

"Wenn sie nachladen, haben wir die Chance auf sie zu zugehen."

Steven deutete dabei mit seinem Blick auf die 2 Gegner zu seiner Rechten, um die sich die Padawan Nei kümmern sollte. Er würde sich um die Angreifer auf der anderen Seite der Plattform kümmern.

Dann war es wieder soweit, 2 der Angreifer unterbrachen ihren Dauerbeschuss und die Anzahl Projektile die auf die Jedi zuflogen verringerte sich. Seine grüne Klinge verteidigend vor sich haltend lief der Baron von Cirrus auf die Angreifer zu, welche sich hinter einem großen Trümmerteil versteckten. Steven nutze dabei den Schwung seines Anlaufs sowie die Rampe, in Form des Trümmerteils um mit einem Salto plötzlich hinter den Angreifern zu stehen.
Mit einem sauberen Sun djem war es dem Baron möglich eine der Projektilwaffen in zwei Hälften zu schneiden. Die Spitze des Gewehrs fiel dabei glühend zu Boden, während der Angreifer unglücklicherweise versuchte weiter mit ihr zu feuern, die Überraschung darüber, das seine Waffe nicht mehr feuerte, nutze Steven und ließ ihn mit einem Machtstoß gewaltig gegen das Fahrzeug prallen mit dem sie gekommen waren.

Doch der Ritter machte einen zweiten unachtsamen Fehler in diesem Kampf, ein zweiter Angreifer nutze die Ablenkung und trat dem Ritter kräftig in die Kniekehle, aus physiologischer Natur sackte dieser kurzzeitig zusammen und ließ dabei sein Lichtschwert fallen.
Eines war soweit schon mal klar. Diese Imperialen Deserteure, wie Niiro sie nannte, waren keine einfachen Fußsoldaten oder Anfänger.
Nachdem er einen Schlag gegen seinen Kiefer eingesteckt hatte, ließ der Ritter sein Lichtschwert mit Hilfe der Macht den Weg zurück in seine Hand finden. Die grüne Klinge aktivierte sich und nur Sekunden später, verlor der Angreifer mit einem Cho sun seinen Waffenarm und sackte schmerzerfüllt zusammen. Den Waffenarm abzutrennen, war zwar nicht so elegant wie den Gegner zu entwaffnen, doch als Rechtfertigung hatte der Ritter den Überraschungsmoment.

Ein dritter Angreifer, welche seine beiden Kumpanen auf der anderen Seite der Plattform noch gegen die Jedi mit dem Doppellichtschwert unterstützt hatte, wurde nun auf Steven aufmerksam. Doch dieses mal hatte der Ritter seine Konzentration im Hier und Jetzt und wandte einen Trick an, welchen er in der Schlacht von Corellia schon benutzt hatte. Sich in die Macht fallen lassend, konnte er dem Angreifer noch bevor dieser einen Schuss auf ihn abfeuern konnte, die Beine wegziehen, sodass er auf seinen Steiß fiel. Eine wirklich schmerzhafte Art außer Gefecht gesetzt zu werden. Vorsichtshalber durchbohrte der Ritter die noch intakte Projektilwaffe auf dem Boden mit seinem Lichtschwert.

Der Kampf dauerte zwar nur einige Minuten, dennoch war er aufgrund der Ausbildung der Angreifer, anstrengender als so mancher normale Kampf gegen imperiale Infanteristen. Steven sammelte seine Gedanken und wollte gerade in die Richtung Neis laufen, als er bemerkte das die Padawan bei Sarid anscheinend eine gute Ausbildung genoss und gar keine große Hilfe benötigte.

"Wir sollten nach Niiro sehen!"

schlug der Ritter vor und lief in Richtung der verschlossenen Stupatür. Dabei beachtete er seine eigene Verletzung nicht weiter, es war zwar eine schmerzende Wunde, doch weitaus gefährlicher wäre ein glatter Durchschuss gewesen. Somit hatte er, wenn schon nicht beim Wetter, wenigstens auf diese Weise etwas Glück gehabt.


~ Chalacta ~ Jordir ~ Stupa ~ Landeplattform ~ Nei und Steven | Skyan(?), Fiona(?), Niiro (NPC) (Innerhalb der Stupa) ~
 
Jordir ~ Stupa ~ Landeplattform ~ mit Steven, Skyan? & Fiona?

Hochkonzentriert führte Nei ihre Lichtschwertklingen zielsicher auf jene Projektile zu, denen sie nicht auszuweichen vermochte oder von denen sie nicht sicher sein konnte, dass hinter ihr niemand getroffen wurde. Dabei nahm sie nur am Rande wahr, wie Steven einen Streifschuss abbekam. Das er auf den Beinen blieb und weiter kämpfen konnte, war für die tänzelnde Ruusanerin ausreichend, um sich für den Moment nicht weiter darum zu kümmern und ihre Aufmerksamkeit nicht von ihren Angreifern abzuwenden, denn damit war sie schon beschäftigt genug.

Der Ruf des Jedi, sie sollten angreifen, sobald diese gut ausgebildeten und in ihrer kleinen Gruppe auch recht gut organisierten Schützen nachluden, war für Nei der Anlass von ihrem Schutzinstinkt loszulassen. Offensichtlich war Niiro inzwischen jemand zu Hilfe geeilt und sie mussten sich nicht weiter um andere kümmern. Den Blick Stevens deutend, begab Nei sich in Position. Mit einem grazilen Sprung, gefolgt von einer schnellen und schnörkellosen Rolle brachte sie sich zu seiner Rechten in Position um loszuschlagen.

Leicht versetzt zu Steven schnellte Nei nach vorne. Einem Schuss wich sie aus indem sie sich beim Laufen weg duckte. Dann stand sie zur Überraschung der beiden Angreifer auf ihrer Seite auch schon vor dem Speeder, hinter dem sie Deckung gesucht hatten. In einer eng am Körper geführten Aufwärtsbewegung führte die Padawan ihr Lichtschwert und drehte es dabei aus der Schulter heraus so, das beide Klingen nacheinander den Speeder in der Mitte zerteilten. Das kostete viel Kraft, erzeugte aber den einschüchternden Effekt, den sie sich erhofft hatte. Zurückweichend und stolperten die beiden durch ein Visier im Helm vermummten Angreifer zurück. Nei ließ den zertrümmerten Speeder mit einem ausfallenden Schritt hinter sich. Jedoch war ihre Bewegung zu lang, als dass sie hätte stoppen oder erneut ausweichen können, als einer der beiden einen Schuss abgab. In der Rückwertsbewegung war es dem Mann zum Glück nicht leicht gefallen zu zielen und so traf sie der Schuss nur am Oberschenkel. Ein Zucken im getroffenen Bein ließ Nei kurzzeitig auf die Knie gehen. Der Partner des Schützen wollte die Gelegenheit nutzen, um sich der angeschlagenen Padawan im Nahkampf zu stellen und stürzte sich mit einem gezückten Messer auf sie.

Nei deaktivierte ihr Lichtschwert, als sie, kein Zeichen von Schmerzen zeigend, wieder hoch schnellte. Mit einer Drehung ließ die den ungestümen Angreifer ins Nichts laufen und ließ den Griff des deaktivierten Lichtschwertes auf seinen vom Helm geschützten Hinterkopf schnellen. Ein lautes Knacken war zu hören als er getroffen wurde und ein kleiner Riss auf der harten Schale des Helmes zu sehen war. Taumelnd und schließlich unkontrolliert fallend traf die vordere Seite seines Helmes auf Teile des zerstörten Speeders, wobei dieser in der Mitte einmal gespaltet wurde.

Erneut versuchte der offensichtlich zornige zweite Mann auf Nei zu schießen. Dieses Mal war Nei aber vorbereitet, wohingegen der Schütze vor Aufregung wie ein wilder unkontrollier ins Leere ballerte. Mit eine Sprung beförderte Nei sich über die Salve hinweg, um dann für sie ungewöhnlich grobschlächtig auf dem Angreifer zu landen. Dabei bohrte sie ihre Knie bei der Landung in die Brust des Mannes, woraufhin dieser in eine massive Atemnot geriet und wahrscheinlich auch die schmerzen eines angebrochenen Brustkorbs oder zumindest ein paar kaputter Rippen zu beklagen hatte.

Jetzt setzte auch der Schmerz des Steckschusses in ihrem Oberschenkel ein, so dass sie nur schwerfällig wieder auf die Beine kam. Einmal kräftig durchatmend behielt sie sich und ihren Körper unter Kontrolle und humpelte dann auf den Mann zu, der sich inzwischen von seinem kaputten Helm befreit hatte. Eine einzelne Klinge ihres Doppellichtschwertes wieder aktivierend zerteilte sie im Vorbeigehen eines der Gewehre, während sie das andere mit einem Machtstoß außer Reichweite und in die Richtung der sich inzwischen einfindenden bewaffneten Sicherheitsleute beförderte. Die blau leuchtende Klinge hielt sie dem Mann an die Kehle.


"Eine falsche Bewegung und..."

Doch bevor Nei den Satz beendet hatte, stand der Mann auf und beförderte sich mitten in den tödlichen Lichtstrahl ihrer Waffe. Der Schock darüber, dass sich jetzt schon der zweite Angreifer, dem Nei sich auf Chalacta hatte stellen müssen, selbst das Leben genommen hatte verflog erstaunlich schnell. Sie wusste, dass sie die Gesichter von dem vor ihm liegenden Mann, ebenso wie das von dem Attentäter vorhin, erst in ihren Träumen wiedersehen würde. Bis dahin wollte sie die Fassung behalten.

"Passt auf, dass er sich nicht auch umbringt. Ich will wissen, wer sie geschickt hat!",

rief Nei den beiden Sicherheitsbeamten zu, die sich bei ihr eingefunden hatten und nun um die von ihr und Meister Crant außer Gefecht gesetzten imperialen Deserteure kümmerten. Mit einem Blick versicherte sie sich, dass auch Steven unbeschadet aus der Konfrontation hervor gegangen war. Sie lächelte, als sie auf ihn zu humpelte und dabei eine Hand auf die Wunde am Oberschenkel drückte, um die Blutung etwas zu stoppen.

Nickend stimmte sie zu.


"Ist das nicht aufregend? Bei soviel Aufregung kriege ich immer Hunger!"

Schnaufend betrat sie neben dem Jedi Baron wieder die Stupa und gemeinsam machten sie sich auf den Weg den angeschossenen Niiro aufzusuchen. Bei der Gelegenheit sollte einer der Ärzte oder besser Medi-Droiden um die Verletzung von Nei kümmern.

Jordir ~ Stupa ~ Landeplattform ~ mit Steven, Skyan? & Fiona?

 
~ Chalacta ~ Jordir ~ Stupa ~ Landeplattform ~ Nei und Steven | Skyan(?), Fiona(?), Niiro (NPC) (Innerhalb der Stupa) ~


Aufgrund von Neis Aussage, nach so viel Aufregung immer Hunger zu bekommen, konnte sich Steven ein Schmunzeln, trotz der heiklen Situation nicht verkneifen.
Danach fiel der Blick des Barons auf die Verletzung welche die Padawan erlitten hatte.
Sie war nicht mit einem glimpflichen Streifschuss davon gekommen, so wie ihre Wunde aussah, befand sich die Kugel der Projektilwaffe immer noch in ihrem Bein.
Wenn der Ritter sich noch Recht an seinen Unterricht erinnerte, musste so etwas als bald wie möglich behandelt werden und auch die Schmerzen waren wahrscheinlich recht nervig, wenn nicht sogar störend beim laufen.

"Darf ich mal sehen?"

fragte der cirresische Adelige und stellte sich in den Weg von Sarids Padawan. Ohne auf eine Erlaubnis zu warten, kniete er sich vor der jungen Frau hin und hielt seine Hand mit circa zwei Zentimeter Abstand über die Wunde.

Der Baron schloss seine Augen und konzentrierte sich auf die Macht, die Nei durchströmte. Dies hatte den Nebeneffekt, das er spüren konnte auf welchem Level sich die Padawan befand. Anscheinend sollte man sie eher als Noch-Padawan bezeichnen, da sie wie ihre Aura verriet anscheinend kurz vor Ende der Schülerzeit stand.
Doch dann spürte Steven das wonach er gesucht hatte. Die Kugel war wie ein Schatten in der leuchtenden Aura, zwar wurde auch sie von der Macht berührt, aber nicht in der Art wie die Jedi.

"Das könnte jetzt vielleicht wehtun...1...2.."

Der Ritter hatte sich für den Überraschungseffekt entschieden und nicht bis zur drei gewartet. Mithilfe der Macht hatte er blitzschnell die Kugel in Neis Bein lokalisiert und umfasst, dann ließ er sie nicht mehr los und mit einem kräftigen Ruck, zog er den metallenen Gegenstand aus dem Fleisch der Padawan.
Er hatte nun einen deformierten, zylindrischen und blutigen Metallkörper in der Hand.

"Ein Andenken an Chalacta."

scherzte Steven und gab ihr, nachdem er sich wieder auf Augenhöhe mit der Padawan befand, die Kugel.

Als sie sich wieder in der Stupa befanden, erkundigte sich der Ritter nach dem Verbleib von Niiro dan Sate dan Brahnaputera, die mittlerweile eingetroffenen Sicherheitskräfte bestätigten den Verdacht des Ritters, das sich der Würdenträger im medizinischen Trakt der Stupa befand. Nachdem die beiden Jedi sich nach dem Weg dorthin erkundigt hatten und diesen angetreten waren, konnten sie schon den verwundeten Niiro in einem Krankenbett erblicken.
Die Medi-Droiden, zogen sich alsbald sie die Jedi erblickten einige Meter zurück.

"Niiro, wie geht es Euch?"

erkundigte sich der Ritter nach dem Zustand des Chalactaners.

"Den Umständen entsprechend....jedoch wurde mir gesagt...das es schon wieder wird."

Niiro war noch deutlich geschwächt von dem Anschlag. Vermutlich würde es einige tage dauern, bis der Würdenträger wieder voll auf den Beinen war, es wäre sowieso zu gefährlich gewesen, wenn er die Jedi zu den Banditen gefolgt wäre.

"Dieser Anschlag hatte auch etwas Gutes. Er zeigt uns das wir auf der richtigen Spur sind und jemand deutlich nervös wird."

stellte der Ritter fest und blickte zwischen seinen beiden Gesprächspartnern hin und her. Niiro klammerte sich an seinem Lacken fest. Den Würdenträger nahm die ganze Angelegenheit nicht nur körperlich sondern auch seelisch sehr mit. Verständlicherweise, immerhin war es nicht gerade eine Glanzleistung für Chalacta erst einen Botschafter zu verlieren und ihn dann nicht wiederfinden zu können. Würde Zin nicht wieder auftauchen, würde dies die Beziehung zu Neuen Republik wohl für eine lange Zeit schädigen.

"Ich werde..ein Einsatzkommando mit Euch zu diesem huttischen Wurm schicken...Sie warten vor dem Tempel auf Euch."

keuchte Niiro mit einem wütenden Unterton. Zwar widersprach ein solches Verhalten dem Kodex, doch konnte der Baron diese Emotionen durchaus verstehen.
Er nickte dem Chalactaner aufbauend zu und drehte sich dann zu Nei

"Fühlt Ihr Euch in der Lage für einen weiteren Kampf, Padawan?"

Nei und Steven würden, wenn sie dem zustimmte, zusammen mit dem Einsatzkommando die Operation starten, doch wollte er die Meisterin der Padawan nicht außen vor lassen und entschied sich dazu, Sarid im Gleiter auf dem Weg zum Tempel zu informieren.


~ Chalacta ~ Jordir ~ Stupa ~ Krankenstation ~ Nei und Steven, Skyan(?), Fiona(?), Niiro (NPC) ~
 
Zentrum von Jordir - Republikanische Botschaft - Eingangshalle - Ulo, Gefolge und Rilanja

Rilanja hatte den Eindruck zu schrumpfen als die Stresshormone in ihrem Körper langsam abgebaut wurden. Die Eingangshalle, in die sie dem Senator folgte, erinnerte sie mehr als das Chaos draußen an die Kriegsszenen auf Corellia, und ein Bisschen kehrte das beklemmende Gefühl der Hilflosigkeit zurück, dass ihr damals so sehr zugesetzt hatte - wenn auch bei Weitem nicht so schlimm.
Der Senator fand schließlich seine Gehilfin, die die Falleen wahrscheinlich im Normalfall eher an ihrer Kleidung denn an ihrem Gesicht erkannt hätte, und selbst das wäre in ihrem momentanen Zustand nur schwer möglich gewesen. Für einen Moment spielte die Padawan mit dem Gedanken zu versuchen die Ishi Tib mit der Macht zu bearbeiten mit der Absicht sie zu heilen, aber sowohl ihre Unsicherheit als auch ihre Unerfahrenheit mit der Materie und der ihr praktisch unbekannten Techniken in Tateinheit mit ihrer Unkenntnis der speziesspezifischen Eigenheiten des Heilungsprozesses anderer Rassen ließ sie davon Abstand nehmen.
Dass die Botschaftsmitarbeiter den Senator schließlich weg schickten konnte die Padawan nachvollziehen, aber es dauerte einen Moment, bis ihr daraus folgernd bewusst wurde, dass damit sie quasi als seine Leibwächterin würde fungieren müssen, oder sie sich zumindest in diese Rolle rutschend sah.
Immerhin schien seine Gehilfin sich nicht in akuter Lebensgefahr zu befinden - ein weiterer Aspekt, den sie bei Nicht-Falleen kaum zu beurteilen wusste.
Auf dem Weg nach draußen übernahm sie halb die Führung, hauptsächlich um Sammandi schützen zu können - gegen einen Feind, der sich mit Sicherheit nicht großartig ankündigen würde, der wahrscheinlich vor perfiden Taktiken nicht zurückschrecken würde und der vielleicht nicht mal da war.
Ein geistesgegenwärtiges Botschaftsmitarbeit hatte einen diplomatischen Speeder vorfahren lassen, außerhalb der Verwüstungszone der Explosion - der ersten Explosion, wie sie iene Stimme in ihrem Hinterkopf berichtigte. Nachfolgeanschläge am gleichen Ort waren ein beliebtes Mittel um den Effekt eines Terroranschlages noch zu vergrößern und Rettungspersonal zu treffen.
Es gab Zeiten zu denen ihre genauen Analysen von Filminhalten und deren Realitätsbezug sich nicht grade auszahlten.
Der Fahrer, ein Chalactaner, der sich auswies und einer kurzen Kontrolle durch die Macht stand hielt - der Eindruck den Rilanja von ihm hatte war geprägt von Unsicherheit, aber nicht von Verrat - erklärte ihnen, dass das Gefährt gepanzert war und sie an jeden Ort ihrer Wahl bringen würde, er jedoch die Anweisung hatte einen möglichst sicheren Ort aufzusuchen bis die Urheber dieser Aktion geklärt waren.
Die Falleen stieg hinten mit dem Botschafter ein und versuchte im Geiste die Schwachstellen des Gefährts auszumachen. Da es sich aber bei den meisten gepanzerten Vehikeln um mehr oder weniger Spezialanfertigungen handelte konnte sie nicht mit Sicherheit sagen wie ein Angriff aussehen würde, zumal sie nicht wissen konnte ob sich potentielle Angreifer mit den Schwachstellen ihres Ziels auskannten. Im Zweifel gab es immer noch die Möglichkeit des Overkill.
Der Gedanke war weitaus weniger beunruhigend als sie erwartet hatte, aber sie rechnete damit, dass sich das ändern würde wenn die Anspannung der Situation erst mal von ihr gewichen war.


Senator… Sollen wir zur Jodir-Stupa zurückkehren? Ich meine dort dürften sie so sicher sein wie sonst irgendwo auf Chalacta, und vielleicht sind die anderen bereits dort hin zurückgekehrt…

Die Möglichkeit Sarid anzufunken ging in den Gedanken an Abhörversuche und angepasste Wegelagerung aufgrund der von ihnen genommenen Route unter, zumal sie ihre Meisterin ja bereits informiert hatte.
Der Fahrer setzte den gefühlt schwerfälligen Speeder in Bewegung, und Rilanja fühlte den starken Wunsch nach etwas zu essen um ihre Temperatur zu halten.


Ich hoffe eine gute Datensicherung ist in jeder republikanischen Botschaft vorgeschrieben, ich meine wenn die Explosion die Datenspeicher vernichtet hätte, auf denen sich doch vielleicht wichtige Beweise befinden können…


Zentrum von Jordir - Auf dem Weg zur Jodir-Stupa - Gepanzerter Speeder - Ulo, Gefolge und Rilanja
 
Chalacta - Jordir - Tempelanlage - Privathaus der Hohepriesterin - Mönche, Tempeldiener (NPCs), Steven, Skyan, Fiona, Voron, Nei und Sarid

Wie Sarid auch nicht anders erwartet hatte war Nei damit einverstanden Steven mit den gefundenen Beweismitteln zur Stupa zu begleiten. Die Padawananwärter verteilten sich ebenfalls auf beide Gruppen, so dass Sarid nicht allein zum Verwaltungsgebäude gehen brauchte. Nicht, dass es einen Unterschied gemacht hätte, denn in dem strömenden Regen erkannte sie mit ihrem Mantel ohnehin wahrscheinlich niemand als Jedi angesichts der großen Zahl an herumlaufenden Personen, was sehr wahrscheinlich mit den drei Todesfällen in der Tempelanlage Dajas zu tun hatte. Zweimal musste die Jedi-Rätin nach dem Weg zu dem Verwaltungsgebäude fragen, denn ausgeschildert waren hier nur die für Besucher relevanten Gebäude und der Verwaltungstrakt zählte offensichtlich nicht dazu. Dessen Äußeres war zwar ebenfalls noch recht beachtlich wie Sarid in einem flüchtigen Blick erkennen konnte, aber angesichts der Tatsache, dass es neben prächtig geschmückten und opulent gestalteten Tempeln wichtiger Götter Chalactas stand wirkte es eher schlicht und unwichtig. Für weitere Details nahm sich die Jedi-Rätin allerdings keine Zeit. Schließlich wurde ihr Mantel immer nasser und das Innere ihrer Robe fühlte sich ebenfalls langsam etwas klamm an. Nicht, dass es in der Schwüle ein Problem wäre. Die Corellianerin fürchtete eher einen Pilz- oder Bakterienbefall. Derartige Dinge soll es ja auf schwülwarmen Planeten des öfteren geben wie sie aus Erfahrung wusste.

Am Eingang des Verwaltungsgebäudes trat Sarid ein am Empfang sitzender jüngerer Chalactaner entgegen. Er hatte halblange, schwarze Haare und wirkte sichtlich nervös, was vermutlich ebenfalls damit zusammenhing, was sich heute hier alles ereignet hatte.


"Entschuldigen Sie bitte, aber Besucher haben momentan keinen Zutritt zu diesem Gebäude. Haben Sie bitte Verständnis, dass aufgrund der Ereignisse der letzten Stunden die Sicherheit des hiesigen Personals und der Priesterschaft absolute Priorität besitzt und..."

"Mein Besuch stellt keinerlei Sicherheitrisiko für Sie oder sonst irgendwen dar..."

unterbrach Sarid den Chalactaner.

"Ich bin hier, um den chalactanischen Geheimdienst bei ihren Ermittlungen bezüglich einer möglichen Entführung einen Angehörigen der Neuen Republik zu untersuchen, welche wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Tod der Hohepriesterin steht. Ich bin Sarid Horn, Jedi-Rätin der Neuen Republik. Meine Anwesenheit und die meiner Begleiter ist authorisiert durch Niiro dan Sate dan Brahnaputera, dem Sicherheitsbeauftragen der lokalen Regierung",

umriss sie den Grund ihrer Anwesenheit. Das führte dazu, dass der junge Mann im ersten Moment nicht wusste wie er darauf reagieren sollte. Vermutlich war er nur ein kleiner Angestellter, der bisher nur Gerüchte zu hören bekommen hatte. Also legte Sarid nach.

"Ich bin nur hier, um das Büro der Hohepriesterin und der anderen beiden Verstorbenen in Augenschein zu nehmen für den Fall, dass sich hier Hinweise zur Aufklärung der Angelegenheit finden lassen."

"I.. In Ordnung. Einen Moment, ich rufe die Leiterin der Verwaltung. Wenn Sie bitte noch einen kurzen Augenblick warten würden..."

bat der Chalactaner schließlich, sichtlich froh darüber, dass er die Verantwortung bezüglich der Entscheidung, ob die Jedi-Rätin Zugang zu dem Gebäude erhielt weitergeben konnte. Eifrig beschrieb er auch schon über Komm die Situation wie Sarid mithören konnte, so dass keine weiteren Worte ihrerseits nötig waren als schließlich eine eher ältere Chalactanerin mit weißen Strähnen im dunklen Haar raschen Schrittes in den Eingangsbereich des Gebäudes kam. Sie trug wie viele hier eine bunte, farbintensive Kleidung, viel zu schrill für die Corellianerin. Aber irgendwie passte das weite, grüngelbe Kleid zu der Umgebung. Sie stellte sich einmal mehr wie wohl auf Chalacta üblich mit einem sehr langen, umständlichen klingendem Namen vor, aber war letztlich bereit die Jedi zu den Büros zu bringen. Lang und ausführlich ereiferte sie sich währenddessen wie schrecklich dies doch alles war und dass es unmöglich sein konnte, dass Hohepriesterin Aaja in solche ungeheuerlichen Geschehnisse involviert sein konnte bla bla bla. Schweigend ließ Sarid den Vortrag über sich ergehen und ertappte sich dabei, dass sie irgendwann gar nicht mehr richtig zuhörte. Schließlich wusste die Jedi-Rätin sehr wohl einiges mehr als diese Verwaltungsfrau. Allerdings hatte Sarid nicht die Absicht ihr mitzuteilen was sie wusste, denn wie sie bereits gemerkt hatten war sehr wohl Personal der Tempelanlage in die mögliche Entführung und die Todesfälle verwickelt.

Als erstes führte sie sie zum Büro der Hohepriesterin, das mehr einem Nebenraum eines Tempels ähnelte denn einem Büro. X Statuen, groß und klein, Bildchen und Schalen mit Blümchen und anderen Krimskrams standen fast überall herum. Für Sarid war das Ganze arg kitschig, aber da die Verwaltungsleiterin fast eine Art Scheu an den Tag legte ließ sich die Jedi-Rätin nichts anmerken und begann stattdessen mit der Suche.


"Seht euch um. Wir sind befugt alles zu konfiszieren, was nur ansatzweise mit den Ereignissen hier oder dem Verschwinden des Botschafters zu tun hat. Also zögert nicht, wenn ihr euch bei etwas nicht sicher seid",

wies Sarid die Padawananwärter an. Sie selbst begann mit einer systematischen Durchsuchung des Schreibtisches, aller dort liegenden Unterlagen und der weiteren Fächer des Schreibtisches. Das Meiste waren religiöse Belange, so dass Sarid nach und nach zu dem Schluss kam, dass die Verwaltungsleiterin der Hohepriesterin sehr viele Leitungsaufgaben abnahm und diese sich hauptsächlich um religiöse Angelegenheiten gekümmern hatte. Eine sinnvolle Arbeitsteilung, aber es brachte ihre Ermittlungen natürlich nicht weiter. Obwohl sie alle vielleicht eine halbe Stunde alles angesehen hatten, Fächer durchsucht, Altäre vorsichtig auf geheime Fächer geprüft hatten waren sie nicht fündig geworden. Aber irgendwo hatte Sarid dies vermutet, weswegen sich die Enttäuschung in Grenzen hielt. Also beschränkte sie sich darauf den Flimsiterminkalender von Aaja mitzunehmen, welcher unter Umständen hilfreich sein konnte. Ähnlich verfuhren die Jedi beim Durchsuchen des Büros von Finanzrat Arun Mohati. Der Tanz- und Kampflehrer, welcher sich als Attentäter das Leben genommen hatte verfügte hier über kein Büro wie sie erfuhren. Jedenfalls mussten sie sich auch hier letztlich damit begnügen dessen Terminkalender und einige Unterlagen der Tempelfinanzen mitzunehmen. Vielleicht ließen sich ja mit gründlicher Analyse irgendwelche Mauscheleien entdecken, aber dies war natürlich nicht Sarids Spezialgebiet. Dies würde sie Niiros Analysten überlassen.

"In Ordnung. Hier sind wir fertig."

gab Sarid sich schließlich zufrieden, so dass sich auf dem Gesicht der mittlerweile schon etwas ungeduldig wirkenden Verwaltungsleiterin Erleichterung abzeichnete, dass die Jedi offenbar nichts Verwerfliches gefunden hatten und sie sich damit nichts vorwerfen lassen musste. Viel fröhlicher als zuvor brachte sie die Frau zurück zum Eingang und wünschte ihnen noch viel Erfolg bei den Ermittlungen, worum sich Sarid aber nicht weiter kümmerte. Wieder an der Tür stehend seufzte sie leise. Es schüttete noch immer wie aus Eimern und ihre Robe war in der kurzen Zeit kaum merklich getrocknet. Aber es half nichts, sie mussten ja nach draußen. Zumindest gab ihnen der junge Bursche am Empfang noch wasserdichte Behältnisse mit, in welche sie die mitgenommenen Unterlagen legen konnte ohne Gefahr zu laufen, dass diese völlig durchnässt wurden. Aber das war auch schon das einzig Positive. Dann schritt sie nach einem tiefen Atemzug wieder nach draußen in den strömenden Regen. Immerhin hatte das laute Plätschern den Vorteil, dass man ungestört das Komm benutzen konnte, denn der Regen übertönte alles.

- - - Verschlüsselte Kommnachricht von Sarid Horn an Steven Crant - - -

Steven,
wir sind jetzt fertig mit dem Durchsuchen des Verwaltungsgebäudes. Viel gefunden haben wir jedoch nicht. Gibt es bei euch Neuigkeiten? Sollen wir zur Stupa kommen?

Sarid Ende

- - - Ende der Nachricht - - -


sprach die Jedi-Rätin in ihr Komm und wartete auf eine Antwort, während sie eilig zum Ausgang der Daja-Tempelanlage ging.

Chalacta - Jordir - Tempelanlage - beim Verwaltungsgebäude - Voron, Fiona (?), Skyan (?) und Sarid
 
OP: Wieder da :)

[Chalacta – Jordir –Tempelkomplex – vor dem Haus der Hohepriesterin]*Fiona, Steven, Sarid, Nei, Voron und Skyan

Nicht, dass Skyan ein Feigling wäre. Nein, definitiv nicht. Aber angesichts der hohen Sterberate innerhalb der letzten Stunden hielt er es für deutlich sicherer nicht noch stärker in den Fokus der Attentäter zu geraten. Zudem wusste sich eine Jedi-Rätin sicher zu verteidigen. Es war erschreckend welchen hohen Preis die Drahtzieher für die Vertuschung der Entführung zu bezahlen bereits waren. Die Brutalität mit denen die Täter vorgingen zeigte, dass hinter der Entführung noch etwas viel größeres stecken musste. Vielleicht war Skyan aber auch zu beeinflusst von den Hinterhältigkeiten des serennoschen Hofes und sah deswegen hinter jeder kleinen Sache eine meisterhafte Intrige. Wie auch immer, dass der Drahtzieher nun über Leichen ging, schien zu bedeuten, dass die Ermittler den Tätern näher kamen. Der Logik halber musste es so sein. Für den Anwärter fühlte es sich aber vielmehr so an, als würden die Jedi nur im Dunkeln herumstochern. Alle Spuren schienen im Sande zu verlaufen.


„Ich schließe mich euch an, Rätin Horn. Hoffentlich bringt dies etwas mehr Licht in das gegenwärtige Dunkel.“

Er folgte dem maskierten Voron und der brünetten Rätin durch den Regen hindurch. Seine behandelte Banthalederjacke diente ihm gut, die Tropfen perlten einfach ab. Langsam kühlte auch die Temperatur auf einen angenehmen Grad ab, auf Dauer war die Schwüle recht unangenehm. Freundlich, aber bestimmt führte die Rätin das Gespräch mit dem überforderten Chalactaner. Nach einiger Zeit betrat eine Frau in auffälliger Kleidung den Raum. Auf Chalacta war dies nicht besonders, in den Augen des Prinzen von Serenno aber deswegen nicht weniger geschmacklos. Ebenfalls anstrengend war die Eigenart der Frau sofort loszuplappern. Immerhin entstand keine peinliche Stille, aber die Verwaltungsfachleiterin schaffte es den Zeitraum mit derart nichtigen Informationen zu füllen, dass der Adelige sich zusammenreißen musste gelangweilt zu gähnen. Anfangs lauschte er den Ausführungen noch höflich, vielleicht wurde auch er angesprochen, aber noch einiger Zeit schweifte seine Konzentration ab. Die Befürchtung auch etwas zu dem Gespräch beitragen zu müssen verpuffte angesichts des Redeschwalls. Zudem schien ihr Monolog vielmehr Sarid Horn zu gelten.

Tausende von Wörtern später erreichten sie das Büro der Hohepriesterin. Anfangs hielt er den Raum für das Büro der geschwätzigen Frau, kam dann jedoch wieder im hier und jetzt an und erkannte das Büro der Hohepriesterin. Sonderlich weit entfernt war der Anwärter jedoch nicht mit seiner Vermutung, denn bei dem Einrichtungsstil passte das Büro freilich auch zu der Chalactanerin.

Es war für den Anwärter wahrlich etwas ungewohnt nun auch einen fremden Raum zu durchsuchen und es befremdete ihn, dass dies nicht von professionellen Ermittlern durchgeführt wurde. Wahrscheinlich war es aber besser zeitnah eine Untersuchung durchzuführen, sonst könnten wichtige Beweisstücke „verschwinden“. Zusammen mit der Rätin und dem maskierten Kel'Dor durchsuchte er das Büro. Wie erwartet förderte aber auch eine gründliche Durchsuchung nichts Neues zu Tage. Die brünette Rätin stellte fest, dass sie fertig seien und in ihrem Tonfall klang eine Zufriedenheit mit, die Skyan auch teilte.

Wie lange Sarid Horn wohl schon ein Mitglied der Jedi war? Laut der Hierarchie des Ordens war dies der höchste Rang. Bedeutete dies gleichzeitig, dass sie zu den mächtigsten Jedi gehörte? Äußerlich wirkte die Rätin zwar trainiert, aber nicht besonders beeindruckend. Zu welchen Leistungen sie wohl imstande war? Er hatte bereits von mehreren unglaublichen Fähigkeiten der Jedi gehört; Levitation, meterhohe Sprünge, Stürme und besonders der Umgang mit dem Lichtschwert. Es war Glück, dass er nun auserwählt war dieser privilegierten Gruppe beizutreten. Wie einfach alltägliches dann wohl sein würde? Man müsste theoretisch keinen Finger rühren, sondern könnte alles zu sich schweben lassen. Die Macht war wahrhaft ein grandioses Werkzeug und der Anwärter brannte darauf das Potenzial, das sich in ihm verbarg zu nutzen.

Doch vorerst war anders wichtiger. Die Rätin nahm die Dokumente an sich und kontaktierte sogleich sie in dem Regen standen Steven Crant. Jenen "Baron von Cirrus". Weder von diesem Planeten, noch von dem Baron selber hatte der Anwärter gehört, weswegen er seine Bedeutung gering schätzte. In langen Schritten steuerte Rätin Horn auf den Ausgang zu und das braunhaarige Blaublut beschleunigte seine Schritte um sich neben der Jedi zu positionieren.


[Chalacta - Jordir - Tempelanlage – Richtung Ausgang] - Voron, Skyan, Fiona (?) und Sarid Horn
 
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Chalacta - Jordir - Tempelanlage - beim Verwaltungsgebäude - Voron, Fiona (?), Skyan und Sarid

Nachdem Sarid fertig war mit dem Abschicken der Kommnachricht, warf sie den sie begleitenden Jedianwärtern einen Seitenblick zu. Dass Voron schwieg wie ein Grab, daran hatte sich die Jedi-Rätin ja mittlerweile gewöhnt. Aber was sie mitbekommen hatte war blaublütige Skyan sonst bei weitem nicht so wortkarg.

"Alles in Ordnung bei dir, Skyan? Du wirkst so ruhig und schweigsam. Beschäftigt dich etwas?",

fragte sie einfach mal nach. Schließlich kannte Sarid den braunhaarigen jungen Mann kaum und das Gespräch lenkte sie zugegeben etwas von dem unangenehmen, strömenden Regen ab. Für die corellianische Jedi-Rätin selbst war dies ja längst nicht die erste derartige Ermittlungsmission und bestimmt auch nicht die Bedeutendste. Solche weitreichenden Folgen wie die Enthüllung einer Kollaboration einiger hochrangiger Bothaner mit dem Imperium vor nicht ganz zehn Jahren durch ein Jediermittlerteam mit Sarid an der Spitze würde die Chalactamission nicht haben. Egal was sie bezüglich Botschafter Zin herausfanden. Daher nahm die Jedi-Rätin dies alles sehr gelassen hin. Auch die Anzahl an Toten verschreckte sie nicht. Natürlich war es nicht sehr schön, dass dies passieren musste. Aber die langjährige Jedi hatte schon so viele Leichen gesehen und entsprechende Gerüche gerochen, dass sie so leicht nichts mehr aus der Bahn warf, zumindest bei Individuen, die sie vorher nicht gekannt hatte. Das mochte für einen Außenstehenden vielleicht hartherzig und unsensibel erscheinen, aber angesichts all dem, was die Jedi-Rätin bisher alles erlebt hatte war dies nicht verwunderlich.

"Hast du ein Problem mit den Toten, die du hast ansehen müssen?",

wurde die dunkelblonde Jedi dann konkreter. Da Sarid ohnehin noch auf die Antwort von Steven warten musste hatte sie ja letztlich Zeit dem jungen Mann gegenbenenfalls etwas gut zuzureden, falls er dies notwendig hatte.

Chalacta - Jordir - Tempelanlage - auf dem Weg zum Ausgang - Voron, Fiona (?), Skyan und Sarid
 
[Chalacta | Jordir | Zentrum | republikanische Botschaft | Eingangshalle] Ulo Sammandi, Rilanja Xulian; Russ Dragson, Naely Darzou, Σ-3PO, Botschaftsmitarbeiter, Sanitäter, Sicherheitskräfte (NPCs)

Ulo Sammandi fühlte sich nicht wohl, als er die Botschaft verließ. Seine Knie fühlten sich wacklig an und ihm war übel. Der Schreck über das, was er in den letzten Minuten gesehen und erlebt hatte, saß tief. Vor allem die Sorge um Naely machte ihn fast krank. Die Bindung zu der jungen Ishi Tib war enger, als ihm bewusst gewesen war. Sein Volk kannte keine Familienbande, zumindest keine, die auf Blutsverwandtschaft beruhten, denn da die Kinder gemeinsam ausgebrütet und aufgezogen wurden, war ohne Gentests nicht einmal nachvollziehbar, wer wessen Erzeuger war. Auch Ehen oder andere feste Lebenspartnerschaften kannte man auf Tibrin nicht. Das bedeutete aber nicht, dass ihre sozialen Bindungen weniger intensiv waren. Nur nahmen stattdessen die Freunde und Kollegen den Platz von Eheleuten und Verwandten ein. Naely war seine längste und loyalste Mitarbeiterin und die Person, mit der er am meisten Zeit verbrachte - es war also kein Wunder, dass sie wichtig für ihn geworden war. Dabei spielten unangebrachte amouröse Gefühle keine Rolle, sie war mehr wie eine Tochter für ihn. Sie in so schlechtem Zustand zu sehen und nichts unternehmen zu können, hatte ihn stark angegriffen. Etwas unkonzentriert war er, als er in müdem Gang hinter Rilanja Xulian das Gebäude verließ: Vielleicht stand er unter Schock, was in Anbetracht der Lage wohl verständlich und verzeihlich gewesen wäre. Hinzu kam nun die Angst - nicht nur um die junge Assistentin, sondern auch um sein eigenes Leben. Denn auf dem Weg vom Ausgang zum bereitgestellten Fahrzeug waren sie verletzlich, und so fühlte er sich auch. Er hatte nicht das Gefühl, gerade einem schlimmen Unheil entgangen zu sein, sondern fürchtete, dass das Schlimmste noch bevorstand. Er ging mit leicht eingezogenem Kopf und blickte sich nervös um. Doch kein Angriff erfolgte, keine zweite Bombe explodierte und auch der sengende, tödliche Schmerz eines aus dem Hinterhalt abgefeuerten Blasters blieb aus. Als sie sich im Inneren des Gleiters befanden, seufzte er erleichtert auf und sackte auf dem Sitz zusammen. Er fühlte sich ungeheuer alt und wünschte sich nur noch in ein Bassin voll warmem Salzwasser. Der Gedanke daran, dass die Ermittlungen erst begonnen hatten, erschütterte ihn.

Die Jedi Rilanja schien mit der Situation weit besser zurechtzukommen als er und Ulo bewunderte sie für ihre Stärke. Sie wirkte konzentriert und zielstrebig und er wünschte, er könnte das auch von sich behaupten. Als sie vorschlug, zur Stupa zu fahren, brachte er nicht einmal eine vernünftige Antwort hinaus. Er öffnete den Schabel, schloss ihn wieder und nickte dann lediglich.

Das Fahrzeug setzte sich in Bewegung, und als die republikanische Botschaft jenseits der getönten Scheiben aus dem Blickfeld verschwand, konnte der Senator sich ein wenig entspannen. Zum Aufarbeiten der Erlebnisse war es natürlich noch viel zu früh. Das würde zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden müssen und dann sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Für den Moment musste es genügen, die schrecklichen Eindrücke zu verdrängen, so dass es wieder möglich war, nach vorne zu schauen.

Rilanja fragte ihn nach Datensicherungsmaßnahmen in der Botschaft, da sie befürchtete, dass wichtige Ermittlungsergebnisse zerstört werden könnten.


»Ich weiß es nicht«, antwortete er monoton. »Mit solchen Dingen kenne ich mich nicht aus.«

Dann begriff er zeitverzögert, was ihre Frage tatsächlich bedeutete. Bisher hatte er noch gar keine Gelegenheit gehabt, sich über die Hintergründe des mutmaßlichen Bombenanschlags Gedanken zu machen. Das Ereignis selbst hatte ihn zu sehr in Beschlag genommen, um sich solche Fragen zu stellen. Auch hierbei war die Jedi ihm offenbar ein paar Schritte voraus. Sein Blick wurde konzentrierter und richtete sich auf sie, als er nun ebenfalls darüber nachzudenken begann, was die Gründe und die Tragweite dieser Explosion sein mochten.

»Sie meinen, jemand hätte diese Explosion herbeigeführt, um Beweise zu vernichten? Wer würde denn so viel Schaden anrichten und so viele Leben gefährden, nur um ein paar Computerdaten und Unterlagen zu zerstören?«

Doch während er es aussprach, wurde ihm klar, dass dieses Szenario nicht ganz unwahrscheinlich war. Das machte es aber nicht weniger erschreckend.

»Das würde ja bedeuten, dass es jemand gewesen sein muss, der nicht nur Zugang zur Botschaft hatte, sondern auch über die Ermittlungen bescheid wusste... dann würde dieser Vorfall im direkten Zusammenhang mit Lod Zins Verschwinden stehen! Und, ich wage kaum darüber nachzudenken, vielleicht auch mit unserer Anwesenheit. Es kann wohl kaum Zufall sein, dass sich dieser Anschlag just in dem Moment ereignet, als wir hier auftauchen. Könnte es sein, dass die Täter uns beobachtet oder belauscht haben und wussten, dass Oktra'ok seine Daten nun an die Chalactaner übergeben wird? Könnte die Explosion das letzte drastische Mittel gewesen sein, um das zu verhindern?«

In diesem Fall musste er nicht nur die Erlebnisse aufarbeiten, sondern sich auch die Frage beantworten, wie groß seine Mitschuld an diesem Vorfall und am Tod Oktra'oks war.

»Und wenn er es vielleicht selbst gewesen ist?«, sprach er nachdenklich, mehr zu sich selbst als zu der Falleen. »Aber wieso sollte er so verzweifelt sein, sich selbst in die Luft zu sprengen? Er hätte doch auch einfach verschwinden können...«

Ihm war vage bewusst, dass er an dem Punkt angekommen war, an dem er Rilanja Xulian vorhin gebremst hatte: Bei wilder Spekulation ohne jeden Beweis. Aber nachdem ihm dieser schockierende Gedanke einmal gekommen war, konnte er nicht anders, als ihn weiterzuspinnen.

»...aber andererseits: Sie haben seine Leiche ja auch noch nicht gefunden...«

[Chalacta | Jordir | Zentrum | Rückweg zur Jordir-Stupa | gepanzerter Gleiter] Ulo Sammandi, Rilanja Xulian; Chauffeur
 
Jordir ~ Stupa ~ mit Steven, & Fiona?

Etwas skeptisch beobachtete Nei, wie Steven vor ihr auf die Knie ging. Schamlos streckte er die Hand nach ihrem unbedeckten Oberschenkel aus. Für einen Augenblick, war diese Situation der humpelnden Padawan äußerst unangenehm, insbesondere wo er schon während der Taxifahrt so lüstern seinen Blick auf ihren Schoß gerichtet hatte. Das Gefühl verflog aber recht schnell, als sie bemerkte, dass der Baron tatsächlich wusste, was er tat, als er die Kugel mit einem Ruck aus ihrem Bein entfernte, ohne das dabei viel Blut aus der Wunde floss. Es war sogar eine bemerkenswert saubere Angelegenheit, fand Nei und warf dem Jedi einen dankenden Blick zu, als er ihr die Kugel als Andenken verkaufen wollte.

"Immerhin kniest du nicht mehr... ich glaube die Chalactaner finden uns schon eigenartig genug, auch ohne einen Heiratsantrag, nach so einem gemetzel."

Sie schmunzelte Steven an. Es war irgendwie ein komisches Gefühl, denn nach wie vor hielt sie den Jedi Ritter für einen arroganten Schnösel, der besser im Reden und gut aussehen war, als tatsächlich im Jedi sein. Ganz im Kontrast dazu, bemerkte die Ruusanerin, wie ihm dieser Typ Stück für Stück sympathischer wurde. Vielleicht hatte er ja doch mehr drauf, dachte Nei während sie neben ihm her zur Krankenstation der Stupa lief. Sie verkniff sich ein ziemlich mädchenhaftes Kiechern, für das sie sich selbst verflucht hätte, wäre es ihr heraus gerutscht.

Als sie Niiro sah, war Nei zu allererst erleichtert. Er war nicht schwer verwundet, wenn auch ziemlich mitgenommen. Steven und er wechselten ein paar Worte und der Sicherheitsbeauftragte kündigte an, dass er den Jedi ein chalactanisches Einsatzkommando zur Verfügung stellen würde, um den Drahtziehern hinter diesem Anschlag auf den Zahn zu fühlen. Während dessen kümmerte sich eine in weißen Roben gehüllte Krankenschwester. Nei verzichtete auf eine in Bacta Kompresse und ließ die Wunde stattdessen einfach nur desinfizieren und sich einen üblichen Verband anlegen. Der Schmerz hielt sich in Grenzen und um so eine kleine Narbe scherte sich die ruusanische Padawan nicht im Geringsten.


"Sehen Sie zu, dass es Ihnen bald wieder besser geht. Wir kümmern uns darum, dem Ganzen Treiben ein Ende zu bereiten... Versprochen!"

Nei war kurz an das für den hochgewachsenen Chalactaner etwas zu klein wirkende Bett herangetreten und hatte eine höfliche Verbeugung angedeutet. Sicher im chalactanischen Kulturkreis nicht ganz korrekt ausgeführt, doch die Nachricht kam an und Niiro dan Sate dan Brahnaputera schenkte ihr ein aufrichtiges Lächeln. Die Antwort auf Stevens Frage nach einem weiteren Kampf, fiel der Ruusanerin allerdings nicht besonders schwer.

"Es ist ja für eine gute Sache."

Die Augen der Padawan blitzten förmlich für einen Moment auf. Sie fühlte sich sicher genug auf den Beinen. Es zog etwas im Oberschenkel, doch mithilfe der Macht und ein wenig Adrenalin im Blut, beeinträchtigte es sie nicht im Geringsten.

"Aber am besten wir warten auf Sarid, wenn sie eh schon auf dem Weg ist... außerdem kann ich dann noch schnell etwas essen."

Allein der Gedanke sich gleich beim Warten auf ihre Meisterin, eine Garküche zu suchen und den Hunger zu stillen, trieb der Padawan sprichwörtlich Freudentränen in die Augen und so verließ sie gemeinsam mit Steven Niiro und die Krankenstation, damit der Ritter ihr Kommando empfangen konnte und Nei sich ein paar von diesen lecker riechenden Fleischspießen holen konnte, die überall in Jordir angeboten wurden.

Jordir ~ Vor der Stupa ~ mit Steven, & Fiona?
 
[Chalacta - Jordir - Tempelanlage – Richtung Ausgang]*- Voron, Skyan, Fiona (?) und Sarid Horn

Skyan fühlte sich ein wenig ertappt als die Rätin ihn direkt auf den Grund seines Schweigens ansprach. Unwillkürlich musste er an böse Gerüchte denken, die behaupteten, dass Jedi imstande wären ohne Wissen der Person die Gedanken zu lesen. Totaler Nonsens, befand der Prinz. Und selbst wenn dem so wäre, konnte sich Skyan nicht vorstellen dass die Rätin davon jemals Gebrauch gemacht hätte.

„Verzeiht, Rätin. Ich wollte keineswegs unhöflich erscheinen.“

"Hast du ein Problem mit den Toten, die du hast ansehen müssen?"


Die Rätin konkretisierte ihr Anfrage und machte damit deutlich klar, dass sie keine Freundin des Rumgeredes war und lieber direkt auf den Punkt kam. Ungewohnt für den Adeligen, da er hauptsächlich in einer Gesellschaft verkehrte in der meistens viel geredet, aber wenig gesagt wurde. Er starrte einen kurzen Augenblick in den düsteren Regen, bis er eine Antwort formuliert hatte.

„Nun, ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand gerne so viele Tote in so kurzer Zeit sieht.“

Er seufzte leicht und beschloss etwas weiter auszuholen. Das Kom Sarids hatte sich bisher auch noch nicht gemeldet, Steven hatte anscheinend noch nicht geantwortet.

„Ich habe bereits bei der Schlacht von Corellia teilgenommen. Dort wurde ich auch mit Kämpfen und Toten konfrontiert. Ich war erst frisch bei den Jedi eingetroffen und dementsprechend war alles sehr neu für mich. Auch mit Blasterduellen, Lichtschwertern und Explosionen konnte ich nicht anfangen, ich wuchs auf dem Planeten Serenno auf. Dort beschäftigte man sich mehr mit höfischen Intrigen denn mit Auseinandersetzungen mit den Imperium.“

Er schmunzelte leicht, als er an seine Heimat zurückdachte. Erstaunlich, dass sein Vater seine Machtbegabung sofort erkannt hatte und ihn nach Lianna gesandt hatte. In der Regel waren die serrenoschen Einwohner deutlich interessierter an ihren eigenen Ränkespielchen als an interplanetarer Politik. Sein Schmunzeln verschwand als er fortfuhr.

„Wie auch immer, aus irgendeinem Grund haben mich die Kämpfe und Verluste dort nicht derart schwer getroffen. Ich denke es war eine Art Überreizung für mich, zudem waren mir die Kämpfern unbekannt. Nach recht kurzer Zeit verließ ich den Planeten aufgrund familiärer Verpflichtungen. Doch hier sind die Morde direkter und naher, Vielleicht liegt es auch daran, dass es zum Teil die Schuld der Ermittler ist. Ich meine, wenn der Täter bereits gefasst wäre, dann müssten auch keine Menschen beseitigt werden.“

Der serennosche Prinz blickte kurz grüblerisch in den prasselnden Regen und wandte sich dann der braunhaarigen Jedi zu.

„Wie dem auch sei, vielleicht liegt es auch einfach nur an dem Regen, der zum Grübeln verleitet. Ich hoffe ich habe euch mit meinen Ausführungen nicht gelangweilt, Rätin.“


[Chalacta - Jordir - Tempelanlage – Ausgang]*- Voron, Skyan, Fiona (?) und Sarid Horn
 
Chalacta - Jordir - Tempelanlage - auf dem Weg zum Ausgang - Voron, Fiona (?), Skyan und Sarid

Während die Gruppe von Jedi im Regen zum Ausgang marschierte bis sich Steven bei ihnen meldete rückte Skyan auf Sarids Nachfrage hin damit heraus, was ihn beschäftigte. Die Jedi-Rätin war ja schon immer eher direkt. Darum wusste sie auch zu schätzen, dass der Padawan adliger Herkunft auch prompt genauso direkt antwortete. In der Tat beschäftigten ihn in die vielen Toten, wenn auch auf andere Weise als die Corellianerin gedacht hatte.

"Ich mir auch nicht, Skyan. In der Hinsicht ergeht es mir kein bisschen anders als dir. Dennoch..."

fuhr die erfahrene Jedi fort.

"...man gewöhnt sich dennoch daran - leider. Dies ist keine friedliche Galaxis und das wird sie vermutlich auch nie sein, egal ob jetzt wirklich der Frieden zwischen Imperium und Republik in Kraft tritt oder nicht. Es müssen nicht einmal solche kriegerischen Auseinandersetzungen wie auf Corellia sein. Schon unsere Ermittlermission hier auf Chalacta ist bereits auf viel mehr Tote gestoßen als ich eigentlich erwartet hatte."

Traurig schüttelte sie dabei den Kopf, so dass dicke Tropfen von ihrer nassen Kapuze herunter spritzten.

"Aber in gewissem Sinne geht es hier genauso um Intrigen. Nichts anderes scheinen all diese Verwicklungen bezüglich des Verschwindens von Botschafter Zin zu sein. Nur vermutlich tödlicher. Ich fürchte daran wirst du dich daran gewöhnen müssen solange du Padawan bist, Skyan."

Dabei sah sie den jungen Mann direkt an.

"Aber eines schlag dir gleich aus dem Kopf. Die chalactanischen Ermittler, genauso wie wir sind nicht Schuld am Tod dieser Individuen. Wir tun, was wir können um Unheil zu verhindern, aber bisher waren uns die Urheber dieser Intrigen immer einen Schritt voraus. Allerdings habe ich die Hoffnung, dass wir durch die ganzen Unterlagen, die wir gefunden haben dies bald ändern können."

Dann lächelte die Jedi-Rätin kurz.

"Allerdings hast du auch als Jedi eine Wahl. Du musst als Jedi-Ritter nicht dieselbe Richtung einschlagen wie ich. Ich gehe Kämpfen nicht aus dem Weg und scheue auch das Risiko nicht in selbige zu geraten. Du hingegen kannst Forscher oder selbst Jedi-Diplomat werden, wenn dir dies eher zusagt. Deswegen langweilen mich solche Gespräche mit jungen Padawanen auch nicht - sie sind ganz im Gegenteil enorm wichtig. Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, ob du auch auf Dauer Teil solcher Ermittlungsmissionen sein möchtest? Ich könnte durchaus verstehen, wenn gerade du lieber eine diplomatische Karriere in Erwägung ziehst, Skyan."

In der Zwischenzeit waren die Jedi beim Eingang des Tempelareals angekommen. An der Pforte stehenbleibend deutete die Jedi-Rätin auf das Dach derselben.

"Am Besten bleiben wir hier stehen. Dann werden wir zumindest nicht nass bis auf die Haut."

Und fangen uns womöglich irgendwelche Pilz- oder Bakterienerkrankungen ein, fügte sie in Gedanken hinzu. Aber Sarid wollte natürlich niemanden unnötig beunruhigen.

Chalacta - Jordir - Tempelanlage - Ausgang - Voron, Fiona (?), Skyan und Sarid
 
[Chalacta - Jordir - Tempelanlage – Ausgang] - Voron, Skyan, Fiona (?) und Sarid Horn

Die Rätin führte fort und der Anwärter nickte zustimmend. Er war keineswegs naiv, auch wenn ihn die Auseinandersetzung zwischen der Neuen Republik und dem Imperium eine ganze Zeit lang nicht interessiert hat. Trotzdem waren die Worte Sarids ernüchternd. Die Galaxis wird wahrscheinlich nie friedlich sein. Jedi wurden auch als 'Friedenshüter' betitelt, doch es gab keinen Frieden und würde wahrscheinlich nie einen geben. Was sollte dann noch behütet werden? Die Aufgabe der Jedi lag vielmehr dabei den Schaden zu begrenzen, den der Krieg verursachte. Eine deprimierende Aussicht für den adeligen Anwärter. Die Aussichtslosigkeit und die Tatsache, dass auch er nicht imstande war der Galaxie den Frieden zu geben entzürnte ihn. Frustriert ballte er seine Hände zur Faust. Welch eine Perspektive bot sich schon, wenn man wusste, dass der Frieden nie kam, der Tod nicht abbrach. Und dies nur, weil einige Individuen zu engstirnig und egoistisch waren um für Frieden zu sorgen.

Der nächste Halbsatz brachte ihn etwas aus dem Konzept. Frieden zwischen Imperium und der Neuen Republik? Wie konnte es sein, dass er so eine derart wichtige Nachricht übersehen hatte. Er beschloss dringend sein Verhalten bezüglich der Nachrichten zu ändern, es war seine Verantwortung als baldiger Jedi und Bürger der Neuen Republik informiert zu sein. Sobald sich eine Gelegenheit ergab, würde der Anwärter diese Wissenslücke füllen. Er verschwieg sein Unwissen und nickte nur scheinbar wissend den Kopf als die Rätin fortfuhr.


"Aber eines schlag dir gleich aus dem Kopf. Die chalactanischen Ermittler, genauso wie wir sind nicht Schuld am Tod dieser Individuen. Wir tun, was wir können um Unheil zu verhindern, aber bisher waren uns die Urheber dieser Intrigen immer einen Schritt voraus. Allerdings habe ich die Hoffnung, dass wir durch die ganzen Unterlagen, die wir gefunden haben dies bald ändern können."

Im Grunde war es ihm bewusst, dass es nicht seine Schuld war, dass Menschen zum Tod kamen. Doch er hatte bereits gemerkt, wie er sich unterbewusst schuldig führte. Er versuchte diese Gedanken aus seinem Kopf zu verbannen. Wenn er sich bei jedem Toten den Grabstein auflud, würde er irgendwann unter der Last zusammenbrechen.


"Allerdings hast du auch als Jedi eine Wahl. Du musst als Jedi-Ritter nicht dieselbe Richtung einschlagen wie ich. Ich gehe Kämpfen nicht aus dem Weg und scheue auch das Risiko nicht in selbige zu geraten. Du hingegen kannst Forscher oder selbst Jedi-Diplomat werden, wenn dir dies eher zusagt. Deswegen langweilen mich solche Gespräche mit jungen Padawanen auch nicht - sie sind ganz im Gegenteil enorm wichtig. Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, ob du auch auf Dauer Teil solcher Ermittlungsmissionen sein möchtest? Ich könnte durchaus verstehen, wenn gerade du lieber eine diplomatische Karriere in Erwägung ziehst, Skyan."

„Freilich sehr interessant, ich denke ich habe bereits etwas über diese verschiedenen Fähigkeitsfeldern bei den Jedi gelesen. Wenn ich mich recht entsinne, wurden sie 'Berufungen' genannt. Ich bin noch unentschlossen, wahrscheinlich auch weil ich im Umgang mit der Macht bisher nahezu keine Erfahrungen gemacht habe, auch wenn es anders anmuten mag. Eine diplomatische Karriere klingt jedoch auf mich nicht sonderlich verlockend, um ehrlich zu sein. Zwar würde ich gewiss um einige Erfahrung verfügen, aber ich wäre es leid jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Wenn ich daran denke, welche Auswirkungen ein falsches Wort am Adelshof hat und dies auf interplanetare Politik hochrechne. Nein, diese Verantwortung möchte ich nicht tragen.“

Skyan schüttelte den Kopf.

„Ich möchte keineswegs schlecht über meine Heimat reden und ich hoffe, Ihr nehmt diese Worte nicht falsch auf, aber frei seine Gedanken zu äußern und nicht auf jedes Wort achten zu müssen, ist wahrlich befreiend.“

Der Prinz fand Gefallen an dem Gespräch mit der Rätin, es war äußerst unterhaltsam und lehrreich sich mit dieser erfahrenen Person zu unterhalten. Zudem freute es ihm bisher sogar Kontakte zu zwei Räten der Jedi hergestellt zu haben. Er war sich sicher, dass 'Vitamin B' auch im Orden der Jedi wirkte.

„Eine Sache, an der ich mein Interesse bereits bekunden kann, ist der Lichtschwertkampf. Ihr müsst wissen, ich bin ein begeisterter Angehöriger des Fechtsports und es wäre für mich sehr reizvoll die ehrwürdige Waffe der Jedi verwenden zu dürfen.“

[Chalacta - Jordir - Tempelanlage – Ausgang] - Voron, Skyan, Fiona (?) und Sarid Horn
 
Chalacta - Jordir - Tempelanlage - Ausgang - Voron, Fiona (?), Skyan und Sarid

Sarid konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen als Skyan seine Gründe darlegte, warum er ausgerechnet nicht zum diplomatischen Korps der Jedi wollte. Es war eine überaus nachvollziehbare Reaktion, wenn auch natürlich schade angesichts seiner Erfahrung auf dem rutschigen Parkett der Diplomatie. Sich an einen der verschnörkelten Pfosten lehnend, welche das Dach des Ausgangs stützten, wurden die Jedi nun wenigstens nicht noch nasser als sie bereits waren, was die Unterhaltung etwas angenehmer machte, während sie auf die Kommantwort von Steven Crant warteten.

"Das glaube ich dir gerne, Skyan. Aber du hast ja auch an dieser Mission gesehen, dass die Notwendigkeit der Vertrautheit mit den Grundregeln im diplomatischen Bereich für jeden Jedi gilt. Diesbezüglich hast du jedenfalls einen Vorteil gegenüber vielen anderen Padawanen. Denn so oder so, völlig umgehen kannst du dieses Areal ohnehin nicht. Allerdings wird dich auch niemand zu etwas zwingen, was du nicht möchtest. Jeder Jedi darf und soll seine Berufung, der er oder sie sich widmen selbst wählen."

Dann zuckte die Corellianerin kurz mit den Schultern und verschränkte anschließend ihre Arme vor sich.

"Wenn du dich für den Lichtschwertkampf interessierst, dann wirst du sobald sich eine Gelegenheit ergibt darin unterwiesen, vielleicht von mir, vielleicht aber auch von einem anderen Jedi. Aber lass dir eines gesagt sein, ein Lichtschwert kann man nicht mit einem Degen, einer Vibroklinge oder Ähnlichem vergleichen, denn die Klinge eines Lichtschwerts hat im Gegensatz zu den eben Genannten kein Gewicht und ist deshalb ganz anders zu führen. Aber du wirst schon sehen, Skyan."

Was der adlige Padawan sonst noch über seine Heimat geäußert hatte brachte die Jedi-Rätin insgeheim zum Schmunzeln. Wie gut konnte sie seine Abneigung verstehen. Es war überaus belastend, wenn man mit jeder unbedachten Äußerung Gefahr lief diplomatische Vorfälle zu verursachen, deren Ausgang so häufig unvorhersehbar waren.

"Ich kann dir jedenfalls versichern, dass du deine Worte in meiner Gegenwart nicht auf die Goldwaage legen brauchst. Ich bevorzuge es direkt zum Punkt zu kommen, schon allein deswegen, weil es viel Zeit erspart, welche man besser nutzen kann. Außerdem möchte ich, dass mir Padawane offen und ehrlich sagen, was ihnen auf dem Herzen liegt, was sie bedrückt oder auch, wenn sie etwas einfach noch nicht so ganz verstanden haben - und glaube mir, ohnehin die wenigsten Neuankömmlinge bei den Jedi bringen Vorkenntnisse im Bereich der Diplomatie mit."

Allerdings packte Sarid dann doch etwas die Neugier. Sie wusste, dass Skyan von Serenno und adliger Herkunft war, was ihn in ihren Augen allerdings nicht besser oder schlechter als jeden anderen Padawan auch machte, sondern einfach nur etwas anders.

"Aber sage mir, entstammst du dem eher niedrigen Adel oder mehr dem Hochadel deines Heimatplaneten Serenno?"

Damit zielte die Jedi-Rätin auf das Selbstverständnis des jungen Mannes ab. Fühlte er sich als etwas Besseres? War bei ihm darauf zu achten, dass er nicht selbstgerecht oder hochmütig wurde? Gerade diese Arroganz konnte einem Jedi nämlich überaus gefährlich werden, mündete sie doch oft in Selbstgefälligkeit und Nachlässigkeit bzw. der Neigung seine Gegner zu unterschätzen, was überaus ungesund sein konnte.

Chalacta - Jordir - Tempelanlage - Ausgang - Voron, Fiona (?), Skyan und Sarid
 
Zentrum von Jordir - Auf dem Weg zur Jodir-Stupa - Gepanzerter Speeder - Ulo, Gefolge und Rilanja

Die Fahrt schien sich zu ziehen, aber andererseits hatte die Falleen auf der Hinfahrt weitaus mehr geredet als bisher auf der unfreiwilligen Rückfahrt, und dabei schien die Zeit je nach Gesprächsthema immer anders zu vergehen.
Dieses Mal war es der Senator, der viel und beinahe ohne Pause sprach, jedenfalls im Vergleich zu dem, was sie bisher von ihm gewohnt war. Es war natürlich nach ihrem bescheidenen medizinischen Halbwissen durchaus denkbar, dass die Ereignisse ihn in eine Art Schock versetzt hatten, aber genauso gut war das bei ihr selbst der Fall und sie merkte es nicht mal, genauso wie sie es nach der Schlacht von Corellia nicht realisiert hatte.
Andererseits wusste sie nicht, wie sie Senator Sammandi helfen sollte, zumal sie ihn weder wirklich gut kannte noch eine Ahnung von den möglichen Eigenheiten seiner Spezies hatte und wie man mit ihnen umging.
Also versuchte sich die Geschuppte darauf zu konzentrieren womit sie sich aus kannte. Und da das Reden im Moment vom Ishi Tib übernommen wurde verlegte sie sich auf den Vergleich mit Filmen.
Es gab mehr als genug Holos über Terroristen und deren Bekämpfung, und die meisten waren selbst nach ihren recht niedrigen Maßstäben unrealistisch. Natürlich hatte sie sich häufig darüber ausgelassen und war sich auch dessen bewusst, dass die meisten solcher Filme propagandistische Untertöne besaßen, beispielsweise um subtil politische Bewegungen oder Meinungen als terroristisch und umstürzlerisch zu verunglimpfen.
Aber da sie hier nicht mal wusste ob es sich um Terrorismus im üblichen Sinn oder etwas anderes, weitaus bodenständigeres wie Beweismittelvernichtung handelte. Aus dem Fundus ihres Filmwissens schöpfend antwortete Rilanja, während ihre innere Stimme sich wünschte auch einen Fundis für jediges Wissen zu haben,


Ich denke wir sollten davon ausgehen, dass der Anschlag mit unseren Ermittlungen zu tun hat. Ich meine, es wäre ein besonders großer Zufall, wenn wir uns zur falschen Zeit am falschen Ort befunden hätten, also auch wenn ich nicht glaube, dass uns jemand umbringen wollte. Wenn das der Fall gewesen wäre wären wir wahrscheinlich tot - einerseits fand die Sprengung erst statt, nachdem wir das Gebäude verlassen hatten, und andererseits… hätte ein Thermaldetonator oder auch eine einfache Granate ausgereicht um uns zu töten. Von einem als Sanitäter maskierten Attentäter mit einer vergifteten Klinge ganz zu schweigen, oder einer entsprechenden Injektionsvorrichtung…

Der Gedanke an die eigene Verletzlichkeit, an die fragile Komplexität des falleenschen Körpers, hatte sie schon öfter wach gehalten, meist nach besonders grafisch brutalen Filmen, aber in diesem Fall kam auch die überraschend nüchterne Erkenntnis hinzu, dass die Tatsache, dass sie Jedi war, daran im Großen und Ganzen nichts änderte.

Ich denke wir werden bald erfahren ob der Botschaftsleiter zu den Verdächtigen gehört oder zu den Opfern,

meinte sie leise, während der Speeder in den Bereich der Stupa einfuhr und sie kurz kontrolliert wurden.

Ich denke wir sollten uns kurz mit den anderen absprechen aber weiter in Bewegung bleiben, zumindest bis wir wissen worum es hier geht. Ich meine es sei denn, sie wollen hier bleiben und von der Republik in irgendeiner Form Personenschutz in Anspruch nehmen, also bis ihr Leibwächter wieder zur Verfügung steht,

fragte die Padawan vorsichtig während der Fahrer den Speeder zum Stillstand brachte und sich anschickte Schirme bereit zu legen um sie nach hinten zu reichen. Rilanja nahm sich vor diesem Angebot zu widerstehen - Regen machte ihr nicht viel aus, immerhin war ihre Haut wasserfest und ihre Kleidung trocknungsfähig, und so könnte sie sich besser um den Schutz des Senators kümmern… Auch wenn ihr in Anbetracht dessen was sie grade gesagt hatte auffiel, dass sie irgendwie in dessen Beschützer-Rolle gerutscht war, und sich dabei nicht mal sicher war ob sie dazu überhaupt in der Lage war.


Zentrum von Jordir - Vor der Jodir-Stupa - Gepanzerter Speeder - Ulo und Rilanja
 
[Chalacta | Jordir | Zentrum | vor der Jordir-Stupa | gepanzerter Speeder] Ulo Sammandi, Rilanja Xulian

Die Jedi teilte Ulo Sammandis Befürchtungen und bestätigte sie mit ihren Worten. Sie klangen einleuchtend und der Senator musste seinen ersten Eindruck von ihr mittlerweile deutlich korrigieren. Die junge Falleen war ihm am Anfang ein wenig planlos vorgekommen, doch in der Krise hatte sie sich wirklich bewährt und im Moment war sie zweifellos mehr Herr über sich selbst als er, obwohl er weitaus älter, lebenserfahrener und vielleicht auch weiser war - das machte sich im Moment jedoch nicht positiv bemerkbar. Er fühlte sich überfordert mit dieser Lage, die absolut nicht zu dem gehörte, was im Bereich des Wahrscheinlichen gelegen hatte und Bestandteil der Planungen für diese Mission gewesen war. Ihr schien das nicht so zu gehen, zumindest ließ sie es sich nach außen kaum anmerken. Vorhin, als es um diplomatische Fragen gegangen war, hatte er sie beinahe schulmeisterlich belehrt, doch nun war sie an die Spitze ihrer kleinen Gruppe (die mittlerweile auf ein Duo zusammengeschrumpft war) getreten und er folgte ihr bereitwillig. Deshalb antwortete er, als sie fragte, ob er sich einen neuen Leibwächter zur Seite stellen wollte:

»Vielleicht ist Senator Kore so freundlich, einen seiner Sicherheitsleute an mich abzutreten... aber im Augenblick fühle ich mich in Ihrer Gegenwart ziemlich sicher, Jedi Xulian. Ich danke Ihnen für Ihre Vernunft und die Besonnenheit, die Sie ausstrahlen!«

Es war ein ungewöhnlich offenes Eingeständnis seiner Gefühle - als Politiker war das nicht seine Gewohnheit. Aber die extreme Situation hatte ihn vielleicht dünnhäutiger gemacht.

»Über das weitere Vorgehen bin ich mir noch nicht im Klaren. Ich werde mich gerne nach Ihrem Rat und dem Ihrer Meisterin richten.«

Der Speeder hatte vor der Jordir-Stupa angehalten, dem kunstvollen, vielleicht etwas überladenen Bau, der - neben anderen Funktionen, die sich dem Ishi Tib noch nicht erschlossen hatten - auch die Sicherheitsbehörden beinhaltete. Sie befanden sich auf Bodenniveau und vor einem breiten Eingang zum Erdgeschoss des hoch aufragenden Turms. Ulo musste seinen Mut zusammennehmen, um sich aus dem Schutz der Fahrzeugpanzerung hinaus ins Freie zu begeben. Er öffnete die Tür und stieg langsam aus.

»Sigma, wir...« begann er, doch als er sich umblickte, realisierte er, dass der Protokolldroide sich nicht mit im Fahrzeug befand. Er hatte sich beim Verlassen der Botschaft ganz auf Naely, Rilanja und sich selbst konzentriert und die kupferfarbene 3PO-Einheit darüber ganz vergessen. Er hoffte, dass Russ Dragson sich ihrer angenommen hatte - ansonsten würde es später vielleicht etwas kompliziert werden, sie zurückzubekommen. Und in diesem Fall durfte er sich zweifellos einige Klagen anhören. Doch im Moment war ihm die Sache nicht so wichtig. Die Tatsache, dass der Datenspeicher des Droiden eine Reihe von Informationen über seine Arbeit enthielt, die nicht für jedermann gedacht waren, schob er beiseite - im Moment konnte er diesbezüglich kaum etwas unternehmen.

Als er auf die Stupa zuging, bemerkte er gleich, dass sich etwas verändert hatte. Vorhin waren sie von Wächtern in Empfang genommen worden, die schmucke Uniformen getragen hatten, eine Variante der örtlichen Tracht und ebenso bunt. Die Männer und Frauen, die nun vor diesem Eingang standen, wirkten weit martialischer. Sie trugen leichte Körperpanzer und Helme, und auch ihre Waffen machten einen weitaus schlagkräftigeren Eindruck. Zudem hing eine spürbare Spannung in der Luft. Er beobachtete, dass eine Person, die in das Gebäude wollte, nicht nur mit Scannern untersucht, sondern auch am ganzen Körper abgetastet wurde. Und mindestens zwei der Wachleute hielten ihren strengen, skeptischen Blick auf den Speeder und dessen Passagiere gerichtet. Diese Stimmung unterschied sich so extrem davon, wie sie die Stupa zuerst erlebt hatten, dass man kein Jedi sein musste, um zu erraten, dass irgendetwas schwerwiegendes passiert war.


»Hier ist etwas vorgefallen«, sprach er Rilanja gegenüber seine Befürchtungen aus. »Vielleicht war die Botschaft nicht das einzige Ziel!«

Das Gefühl der relativen Sicherheit, das im Begriff war zurückzukehren, verschwand wieder. Erneut fühlte er sich extrem verwundbar und hatte den Eindruck, dass von überall Zielfernrohre oder Schlimmeres auf ihn gerichtet sein könnten. Er kämpfte gegen die Nervosität an, doch es gelang ihm nur teilweise. Er war davon ausgegangen, dass dies einer der sichersten Orte in Jordir war, und hatte nicht damit gerechnet, vom Regen in die Traufe zu kommen. Ein passender Vergleich in Anbetracht der Wassermengen, die der Monsun auf sie niederströmen ließ. Regen und Wind hatten ein Ausmaß angenommen, das es den meisten verleidete, sich im Freien aufzuhalten. Dennoch zögerte er, weiter auf den Eingang zuzugehen.

Doch stattdessen kamen ihnen zwei vertraute Gestalten entgegen, die soeben die Stupa verließen. Sie waren an ihrer Kleidung zu erkennen, noch bevor er die menschlichen Gesichter genau zuordnen konnte. Jediritter Steven Crant und Padawan Sunrider, sofern er sich richtig an ihre Namen erinnerte. Als sie näher kamen, bestätigte ihr Erscheinungsbild Ulo Sammandis Befürchtungen: Offensichtlich waren beide verletzt worden. Ihre Kleidung war beschädigt und blutig, sie trugen Verbände und die Menschenfrau hinkte ein wenig beim Gehen. Es war unübersehbar, dass auch sie in eine gefährliche Situation geraten waren.


»Miss Sunrider, Meister Crant... geht es Ihnen gut?« fragte er besorgt. »Was ist hier vorgefallen?«

[Chalacta | Jordir | Zentrum | vor der Jordir-Stupa] Ulo Sammandi, Rilanja Xulian, Steven Crant, Nei Sunrider
 
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~ Chalacta ~ Jordir ~ Stupa ~ Krankenstation ~ Nei und Steven, Fiona(?) ~

Fast hätte man glauben können, die Padawan wünschte sich tatsächlich einen Heiratsantrag des Barons von Cirrus, immerhin wäre er als gutaussehender Jedi von adliger Herkunft ein ziemlich guter Fang, doch Steven erkannte die leichte Ironie im Schmunzeln seiner Gegenüber und konnte sich ein – sogar etwas verlegenes – Lächeln nicht mehr verkneifen.
Als er sich wieder erhoben hatte begaben sich die beiden Jedi zu Niiro


***​

Wahrscheinlich blitzten auch Stevens Augen bei dem Gedanken nach einem weiteren Adrenalin-geladenen Kampf auf. Zwar war es ganz und gar nicht eine Art der einfachen Jedi den Kampf zu suchen, doch immerhin war er hier unvermeidlich und diente einem guten, höheren Zweck, doch selbst wenn das nicht galt, sollte dem Baron doch eine Sonderstellung im Orden zukommen. Steven wollte sich zwar mehr auf den Umgang mit der Macht, speziell mit der Nutzung der Gedankenmanipulation und später auch mit den mysteriösen, exotischen Machtblitzen beschäftigen, doch sein Makashistil und seine auf Cirrus erlernte Fechtkunst, machten ihn zu einem exzellenten Lichtschwertkämpfer.
Doch war sein Leitspruch im Lichtschwertkampf viel mehr: „Können und Eleganz als Kraft und Gewalt“, viele Jedi sahen diesen Vorteil nicht und legten ihren Stil auf einen Kräftigeren aus.


“Essen ist eine wunderbare Idee, mich plagt so langsam auch mein Magen.“

erwiderte der Ritter lächelnd und zückte, ehe er sich wieder mit der Padawan in Bewegung setzte, seinen Kommunikator. Er hatte eine Nachricht von Sarid.

“Apropos Sarid, deine Meisterin hat sich gerade bei mir gemeldet.“


- - Verschlüsselte Kommnachricht von Steven Crant an Sarid Horn- -

Rätin Horn,
Es gab einen Zwischenfall hier in der Stupa, wir wurden Opfer eines Hinterhalts, Niiro ist verletzt, sobald ihr könnt solltet ihr Euch zu uns begeben

Steven Ende

- - - Ende der Nachricht - - -​


Zwar war die Kommnachricht verschlüsselt, doch wollte der Ritter kein Risiko eingehen und verzichtete deshalb auf weitere Details in der Nachricht, wenn die Drahtzieher dieser ganzen Angelegenheit einen Anschlag auf die Stupa verüben und einen Botschafter entführen konnten, waren sie möglicherweise auch in der Lage die verschlüsselten Kommnachrichten eines Jedi abzufangen.
Ein müdes Lächeln zeichnete sich auf den Lippen des Ritters ab, er war froh darüber das die Jedi-Rätin zu ihnen stoßen würde, nicht das er sich das weitere Vorgehen nicht zutrauen würde, doch war Sarid nicht nur erfahrener, auch würde ein mögliches Versagen dann in ihrer Verantwortung liegen.

Auf den Weg in Richtung des Eingangs der großen Stupa, fiel dem Ritter sogleich die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen auf. Gepanzert und bewaffnete Personen patrouillierten den inneren Bereich der Stupa um wenigstens für etwas Sicherheit, auf dem zurzeit aufgewühlten Planeten zu Sorgen. Steven hoffte das zumindest das Wetter sich beruhigt hatte und der Regen versiegt war, er war zwar schon durchnässt und seine Kleidung blutig, doch immer wenn seine Haare, dem Anschein nach trocken waren, hatte er zurück ins Freie und somit in den Monsun gemusst.


Nachdem ein etwas grimmig blickender Sicherheitsbeamter, man mochte ihm diesen Gesichtsausdruck nicht verübeln, den beiden Jedi freundlicherweise die Pforte der Stupa öffnete, erblickte der Ritter zwei bekannte Gesichter.
Nicht Sarid hatte als erste ihren Weg zurück zur Gruppe gefunden, sondern der Ishi Tib Senator Sammandi und Neis Mitpadawan Rilanja.
Angesichts der veränderten Sicherheitslage und der blutigen, zerstörten Kleidung der Jedi, fragte der Politiker was passiert sei und ob es den Jedi gut gehe.


“Senator Sammandi!“

sprach der Ritter den Senator an und verbeugte sich ehrerbietend, auch wenn ihm dabei seine Schulter doch ein wenig schmerzte.

“Danke, uns geht es soweit gut. Nachdem der Datenträger teilweise entschlüsselt wurde, hat ein Überfall auf die Stupa stattgefunden, wir konnten die Angreifer überwältigen, jedoch wurde Niiro verletzt und auf die Krankenstation gebracht. Wir wissen nicht wer genau dahinter steckt, doch ist es wahrscheinlich das es sich um imperiale Deserteure oder Männer eines hier ansässigen Hutten handelt.“

Steven machte eine kurze Pause und blickte zu der neben ihm stehenden Nei, sie schien die Verletzung gut weggesteckt zu haben, nicht zuletzt durch das beherzte Eingreifen des Barons.

“Seid Ihr in Ordnung, Senator? fragte der Ritter interessiert nach, tatsächlich machte der Ishi Tib nicht mehr so einen fitten Eindruck wie bei ihrer Ankunft hier auf Chalacta “Konntet Ihr in der Botschaft etwas herausfinden?“


~ Chalacta ~ Jordir ~ vor der Stupa ~ ~ Ulo Sammandi, Rilanja Xulian, Nei und Steven, Fiona(?) ~
 
Jordir ~ Vor der Stupa ~ mit Steven, & Fiona?

Steven brauchte seinen eigenen Hunger gar nicht groß kundtun, denn bereits als sie den ersten Fuß ins Freie gesetzt hatten, war Nei für wenige Minuten verschwunden, um dann auch schon mit einer Papiertüte, voll mit diesen leckeren Spießen zurück zu kommen. Wenig überraschend war, dass sie längst einen zwischen den Zähnen hielt, als sie dem Baron die Tüte hinhielt um ihm nuschelnd zu erklären versuchte, dass er sich bedienen konnte. Genau genommen, war es schon ihr fünfter Spieß, den die Ruusanerin da im Mund hatte, aber das musste sie ihm ja nicht auf die Nase binden. Sie wäre durch ihr Grinsen ohnehin aufgeflogen, würde die süß-saure Soße, die ihr aus den Mundwinkeln lief, ihren Gesichtsausdruck nicht ausreichend tarnen.

"Sarid ist auf dem Weg, ja?",

stotterte Nei. Schon etwas verständlicher, aber fertig herunter gekaut hatte sie immer noch nicht. Entsprechend vollmundig klang ihre Frage oder eher Feststellung.

Noch bevor ihre Meisterin die Stupa erreichte, erschien jedoch Rilanja, gemeinsam mit dem sich gewählt ausdrückenden Senator Sammandi. Steven erklärte ihm auf seine Frage hin die Situation und Nei, endlich fertig mit dem Essen, nickte zustimmend, während sie sich mit einer Serviette die Mundwinkel sauber tupfte.


"Auf den Gerätschaften der Angreifer, befand sich laut Niiro das Emblem einer Söldnergruppe, bestehend aus besagten Desserteuren."

Sie schaute seitlich zu Steven, dann wieder zu Rilanja und Ulo Sammandi.

"Unsere Entführer haben in jedem Fall eine schlagkräftige Gruppe in ihrem Geldbeutel und das bindende Glied, zwischen den Söldnern und den Entführern im Hintergrund, scheint der Hutt Embra Ka'an Kelabit zu sein. Der Kopf einer sonst eher unauffälligen Gruppe von Gangstern."

Nei war sich nicht sicher, ob sie ihre Vermutung weiter äußern sollte, denn bisher hatte sie nur die Fakten, die Steven bereits genannt hatte ergänzt. Außerdem kannte sie noch nicht die Ergebnisse des Senators und ihrer Mitpadawan, die möglicherweise ihrer Vermutung widersprechen würden. Andererseits, wusste Nei wie diese Hutten tickten und das es bei diesen fetten Würmern nur wenig charakterliche Ausnahmen gab. Sie äußerte sich also trotzdem.

"Ich glaube nicht, dass Embra hier viel Eigeninitiative gezeigt hat. Im Hintergrund steckt meiner Meinung nach jemand, der sowohl den Hutt in der Tasche hat, als auch die Söldner. Wenn wir Embra auf den Zahn fühlen, finden wir vielleicht raus, wer das ist und finden vielleicht auch unseren Botschafter."

Jordir ~ Vor der Stupa ~ mit Steven, & Fiona?
 
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[Chalacta - Jordir - Tempelanlage – Ausgang] - Voron, Skyan und Sarid Horn

Skyan erinnerte sich, einmal den Vergleich zu Ohren bekommen zu haben, dass Diplomatie die Art sei jemanden so zur Hölle zu schicken, dass er sich darauf freuen würde. Er schmunzelte über den Gedanken und nickte zustimmend zu Sarids Worten. Seine Etikette verschaffte ihm einen gewissen Vorteil gegenüber anderen Anwärtern. Doch anscheinend war der Adel im Orden nicht so selten vertreten, wie er erwartet hatte oder es war schlicht Zufall, dass er ausgerechnet an Steven und Fiona geraten war. Die folgenden Worte der Jedi ließen ihn aufhorchen. Im Grunde war es nur sinnvoll, dass das Schwert der Jedi nahezu nahezu ohne Gewicht war. Es würde ungewohnt werden das Lichtschwert zu führen, wenn das einzige was Gewicht besaß der Griff war. Doch damit würde er sich beschäftigen, wenn die Zeit gekommen war

Sein Blick huschte kurz an den silbernen Griff, der an Sarids Hüfte befestigt war. Er konnte sich die freundliche, ruhige Rätin schlecht als metzelnde Furie inmitten eines Schlachtfelds vorstellen. Seine Gedanken wurden von dem schneidenden Ton einer Sirene durchbrochen und als er seinen Blick an der Rätin vorbei schweifen ließ meinte er die sich an den Wänden reflektierende Beleuchtung mehrerer Gleiter der örtlichen Sicherheitskräfte zu erkennen. Die Intensität des Geräusches nahm langsam ab, die Gleiter bewegten sich also nicht auf die beiden Jedi zu. Ob dieser Tatsache, war Skyan etwas verwundert, immerhin war schon etwas Zeit seit den Vorgängen im Tempel vergangen und es waren noch keine Rettungskräfte eingetroffen. Vielleicht hat sich ja etwas zugetragen, dass eine höhere Priorität für die Sicherheitskräfte hatte.

Er wandte sich der braunhaarigen Rätin wieder zu, als sie die Frage nach seiner Herkunft stellte. Er bemühte sich nicht übermäßig hochnäsig in seiner Antwort zu wirken. Gegenüber der Rätin war Abgehobenheit nämlich definitiv fehl am Platz, da zwischen ihnen eine Art Ausgeglichenheit war. Er war im Orden ein niemand, aber abseits vom Orden immerhin ein Prinz und sie im Orden eine Rätin, besaß aber, soweit er wusste, abseits vom Orden keinen Adelstitel. Im Gegensatz zu Steven, der nur dem niederen Adel angehörte und auch im Orden nur den Rang eines Ritters innehatte, begegneten er sich mit der Rätin auf Augenhöhe.

Nichtsdestotrotz konnte er sich ein offensichtlich selbstgefälliges Lächeln nicht verkneifen, als er antwortete.


„Nein, dem niederen Adel gehöre ich definitiv nicht an.“

Er schüttelte den Kopf, um seine Aussage zu unterstreichen und wirkte dabei beinahe etwas entrüstet.

„Ich weiß nicht, wie bewandert ihr im Bereich der Adelstitel seid. Es existieren verschiedene Rangstufen innerhalb des Adels und anhand jener wird auch die Zugehörigkeit zum Hoch- oder niederen Adel festgelegt. Jedenfalls wird es so auf dem Planeten meiner Geburt gehandhabt, andere Planeten könnten sich in diesen Titel unterscheiden. Mein Vater trägt den Titel eines Herzogs von Serenno und gehört damit, im Gegensatz zu einem Baron beispielsweise, zur oberen Schicht des Hochadels.“

Stolz fuhr er fort.

„Als sein Sohn habe ich den Titel des 'Prinzen von Serenno' während einer großen Festivität verliehen bekommen und gehöre damit gewissermaßen auch dem Hochadel an."


[Chalacta - Jordir - Tempelanlage – Ausgang] - Voron, Skyan und Sarid Horn
 
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