Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

Darth Wrath

ehemals Dalen Valton
COLOR="Red"]|~| Corellia |~| Coronet-City |~| Straße |~| [ Veine ~ Wrath ][/COLOR]


Was die Adeptin sagte klang alles logisch und Wrath spürte auch nicht da sie ihn anlügt.
Wieso sollte sie auch sie gestand gerade ein Schwäche ein ihre Schuldgefühle dabei einen Menschen getötet zu haben. Sie wusste das es eine Schwäche war oder wieso sollte sie Angst vor eine Strafe haben. Doch der Apprentice wog ab ob sie eine Strafe verdiente oder nicht. Denn sie hatte gemerkt dass jemand Verstärkung holen wollte und ihn zur Strecke gebracht, was gut war! Negativ waren die Schuldgefühle, was jedoch normal war für den ersten Mord. Nicht jeder konnte so wie er damals einfach einen Menschen umbringen. Denn schon als er Adept hatte er eine ungeheure Gier nach Macht und bei dem ersten Mord ging es um eine Lektion von seinem Meister.
Das Töten würde Veine demnächst einfacher fallen. Dessen war sich der Schwarzhaarige Sith bewusst. Auf jeden fall würde er dafür sorge tragen. Eine Sith die nicht Töten konnte war keine Sith. Sie hatte ebenfalls gezeigt dass sie seine Befehle ausführte.
Sie war zwar nicht zurück zum Kampf geschehen gekommen.
Was vielleicht ein Riesenfehler gewesen wäre wenn noch Bürgerkrieg war oder Cadeus überleb hätte. Dem war aber nicht so!
Dem Sithkireger wurde ebenfalls klar das er seine Taktik in der Ausbildung ändern musste.
Die Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche stimmte nicht.
Wenn er seine Schülerin länger an sich binden wollte musste er ihr mehr entgegenkommen.

Sie hatten schon ein ganzes Stück hinter sich gebracht der Raumhafen war in Sichtweise.
Doch ihr Tempo war langsam Wrath machten seine Verletzungen zu schaffen.
Was dem Apprentice aber am meisten störte die Leute gingen ihm nicht aus den weg so wie sonst.
Sein Auftreten war nicht das von einem Sith er schleppte sich über die Straßen.
Seine Kleidung war zerfetzt und mit Blut durchtränkt.
Nichts erinnerte auch nur daran das er eine der Furchteinflössende Kreatur war.

Als sie den Raumhafen betraten sprach er.
Viel mehr gesagt er flüsterte um sich nicht so Anstrengen zu müssen.

Veine
du hast also zum ersten Mal Getötet, gut!
Es war gut von dir Angst vor meiner Strafe zu haben, sie wäre fürchterlich gewesen.
Glaub mir ich bestrafe dich nicht gerne. Doch es muss sein um dir auf zu zeigen wo die grenzen sind. Doch was macht dich so sicher das ich dich jetzt nicht bestrafe für dein Versagen? Du bist nicht zurückgekehrt man hätte mir in den Rückenfallen können.


Wrath machte eine kleine Pause und beobachtete die Reaktion seiner Schülerin!
Doch bevor sei etwas sagen konnte sprach er schon wieder!

Du hast keine Bestrafung zu erwarten.
Schuld Gefühle sind beim ersten Mord normal, denk ich zumindest!
Doch beim nächsten Mal kommst du zurück an meine Seite und machst dir klar das er dich sonst Getötet hätte oder die Verstärkung.
Führ dir das vor Augen wir sind im Krieg.
Es wird niemand verschont, wer um Gnade winselt hat sie nicht Verdient.
Nur die Starke überleben und die Schwachen sterben, dies ist Gesetzt!!


Nun waren sie schon an der Rage angekommen die Luke ging mit einem Zischen auf und Wrath Schleppte sich die Rampe hoch und im Schiff an den wänden bis zum Cockpit.
Dort ließ er sich den Pilotensessel fallen!!

Veine hole das Notfallset. Weis er sie an
Bevor wir aufbrechen muss ich meine Wunden versorgen.


Während seine Schülerin das Notfallset suchte machte er seinen Oberkörper frei.
Nun konnte man deutlich sehen wie über seinen durchtrainierten Oberkörper der Schwerthieb von Miriel seine Spuren hinterlassen hatten.
Doch trotz der Schmerzen glitt ihm ein lächeln über die Lippen.
Bastion er konnte zurück in die Dunkelheit, kein anderer Ort war vergleichbar.

|~| Corellia |~| Coronet-City |~| Rahmhaufen |~||~| an Board der Rage|~| [ Veine ~ Wrath]
 

Iceman

Led Manice
Die Macht

Unendlich. Eindringlich. Allumfassend. Ja, das war sie, die Macht. Und er hatte seit geraumer Zeit das Privileg, durch sie wandeln zu können. Durch Zeit und Raum, gemeinsam mit alten Freunden, alleine, meistens aber mit ihr. Und doch kehrte er wieder ins Leben zurück, immer wieder, unablässig, unregelmässig. Beobachtete die Galaxis. So wie es jetzt wieder passieren würde. Die Technik, die er von seinem Vater gelernt hatte, kurz vor seinem Tod, machte dies möglich. Er beherrschte die Macht. Die Tatsache, dass er diese Fähigkeit im Bewusstsein erlernt hatte, dass er durch dieses Können eins mit der Macht wurde, hatte ihn unsterblich gemacht. Zwischen den Welten. Und doch in beiden präsent. Eine Fähigkeit, welche missbraucht werden könnte. In die eine oder andere Richtung. Hätte werden können:

Led hatte die Unterlagen seines Vaters vernichtet, bloss die Aufzeichnungen von Narel hinterlassen. The Path of Heroes, der Pfad der Helden, Narels Beschreibung, was seit der Schlacht um Coruscant passiert war. Led hatte sie versteckt, in den Bibliotheken des Jedi Ordens auf Corellia, neben den Legenden, welche die Geschichte der Allianz erzählten. Und seine Geschichte. Er war darüber nicht glücklich gewesen damals, aber die Chronik verlangte es.

Eines Tages würden diese Legenden und der Pfad der Helden gefunden werden. Wenn die Zeit dafür reif sein würde. Und wenn sich der Finder als würdig erweisen würde.


Sein Geist weilte auf Talus, einmal mehr. Auf jenem Planeten im Orbit Corellias, auf welcher er Kate Warrior offenbart hatte, dass sie Teil der Geschichte sei. Teil der Familie Manice. Teil seiner selbst: Sie war Kate Manice, seine Tochter, Ryans Schwester.

Ryan war verschwunden, in den Weiten der Galaxis: Sie war die Letzte der Manice. Eine Jedi-Dynastie, welche die Zeit und das Schicksal weitgehend genommen hat. Und obschon sie die Ausbildung abgeschlossen hatte, gehörte sie nicht mehr diesem Stand an... Nur die Zeit würde zeigen, wie die Familie Manice in die Zukunft gehen würde. Und ob es für die Familie Manice überhaupt eine Zukunft geben würde...


Die Macht - Talus
 

Kate Manice

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- Talus - Kates Elternhaus - augenscheinlich allein -

Stille... absolute Stille herrschte in dem Raum. In der linken oberen Ecke des Zimmers saß eine Spinne in ihrem Netz. Sie lag auf der Lauer. Falls sich eine Fliege in diese Gegend verirren sollte und an den klebrigen Fäden des feinen Gebildes hängen bleiben würde, würde das schwarze Tier augenblicklich reagieren. Seine Glieder waren angespannt, die Sinne in Alarmbereitschaft. Schon bald würde es soweit sein...
Feinste Staubpartikel glitten durch die Luft. Ein Sonnenstrahl fiel durch das einzige Fenster im Zimmer, das über die Jahre ziemlich verdreckt war. Und doch schafften es diese warmen Strahlen diese kleinen Staubpartikel zum glitzern zu bringen. Durch einen Riss im Mauerwerk wuchsen bereits einige Pflanzen. Eine blaue Blüte hatte sich zwischen den Blättern gebildet.
Es war Morgen, erst einige Minuten nach Sonnenaufgang auf dem kleinen Planeten im Corellia-System.
In der Mitte des Zimmer saß eine junge Frau. Sie war schon lange wieder auf ihrem Heimatplaneten. Was andere über ihr plötzliches Verschwinden dachten, war ihr gar nicht bewusst und es war auch irrelevant. Die Macht hatte sie hierher geführt... Die Macht und ein geliebter Mensch, auf den sie so viel hielt.

In diesem Moment spürte Kate alles in diesem Haus. Sie spürte die Spinne in ihrem Netz, die Pflanze, die langsam ihre Blüten im Sonnenschein öffnete, die einzelnen winzigen Staubpartikel, die durch die Luft tanzten... Doch da war noch etwas, eine besondere Energie, die eine wohlige Wärme ausstrahlte und sie zu umgeben schien.



- Talus - Kates Elternhaus - augenscheinlich allein -
 

Iceman

Led Manice
Die Macht - Talus

Die Macht zu verlassen, war ein dauernder Prozess, kein einfacher Schritt durch eine Tür. Es gab verschiedene Stufen, in sie einzutauchen. Es gab einzelne Schritte, aus ihr auszutreten. Er konnte den Raum sehen, doch war er kein Teil davon. Led betrachtete seine Tochter, wie sie in der Mitte des Raumes sass. Ihr braunes Haar offen über dem Rücken, konzentrierten Blickes. Er umkreiste sie, blickte in ihr Gesicht: Jung, aber nicht mehr so jung. Die Zeit verging. Led rechnete nach, wie alt Kate mittlerweile sein musste. Er registrierte die kleinen Grübchen auf ihren Wangen. Wenn er noch über eine physische Präsenz verfügt hätte, hätte sein Gesicht wohl ein Grinsen gezeigt:

Kate kam nach ihrer Mutter, Katelin Warrior. Die damaligen Umstände waren Led wieder in den Sinn gekommen, als er die Niederschrift von Narel gelesen hatte. Und doch umgab die junge Frau eine besondere Aura. Eine Aura, die nur ein Manice haben konnte.

Ihre Lippen waren sanft aufeinandergelegt, bildeten plötzlich ein kleines Lächeln. Sie hatte ihn bemerkt. Es war an der Zeit. Led griff in die Macht hinein, befahl ihr, aus zahlreichen Molekülen sein Ebenbild zu formen. Er begab sich darin, legte seinen Geist in die leere Hülle, sodass ein helles Licht durch den Leib schoss. Der Raum erhellte sich durch den blauen Schein, der seinen Körper umgab.

Seine Tochter erhob sich, blickte ihn an - war es Trauer, Freude oder Hoffnung, was er in ihren Augen lesen konnte? Led ging einige Schritte auf sie zu. Seine Robe wehte leicht. Es war ein eigenartiges Gefühl, wieder Schritte zu gehen. Fast wie früher. Nur dass es kein Zurück mehr gab für ihn. Er lächelte.


"Hallo Kate. Es ist lange her."

Talus - mit Kate
 

Kate Manice

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- Talus - Kates Elternhaus - augenscheinlich allein -

Kate öffnete die Augen und wurde durch den Anblick der Erscheinung in ihrer Vermutung bestätigt. Sie hatte ihn bereits gefühlt, hatte gewusst dass er es ist, der sie beobachtete und nun zeigte er sich ihr, sprach zu ihr.

Seid mir gegrüßt, Master Manice!

, antwortete sie ihm, weiterhin das Lächeln auf den Lippen. Er war es tatsächlich, Master Led Manice, einer der Größten, eine Legende! Er war damals Jedi-Ratsmitglied gewesen, als sie nach Corellia gekommen war. Led war es, der sie ausgebildet und mit der Macht vertraut gemacht hatte. Er war es, der ihr nach seinem Tod hier auf Talus wiederbegegnet war und zwar in derselben Gestalt, wie er auch nun vor ihr stand. Damals hatte er ihr gesagt, dass sie seine Tochter war. Led Manice, ihr Vater, stand nun ein weiteres Mal vor ihr. Es war keine irdische Gestalt. Er war ein Teil der Macht. Ein bläuliches Leuchten ging von ihm aus und diese Wärme.... Sie spürte die Wärme.

Es ist schön, dich wieder zu sehen!

Er hatte Recht, es war lange her. Vieles hatte sich verändert. Sie hatte sich verändert! Sie schien nicht reifer zu sein, schließlich hatte sie nie wirklich kindlich gewirkt, doch da war etwas in ihrem Blick... Äußerlich hatte sie sich kaum verändert. Das blonde Haar war etwas nachgedunkelt und sie trug es nun kürzer.
Kate befand sich schon längere Zeit auf Talus. Sie hatte sich wieder mehr auf die Macht und ihre Fähigkeiten konzentriert. Das letzte Mal, als sie wirklich trainiert hatte, war wohl noch in ihrer Ausbildung gewesen. Die Macht hatte sie wieder hierher geführt...


In dieser Zeit hat sich einiges verändert...

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Iceman

Led Manice
Talus - Kate's Elternhaus - mit Kate

Sie hatte sich erhoben und blickte ihm in die Augen. Ihr Blick war nachdenklich, obschon sich ihr Mund zu einem Lächeln formte.

"In dieser Zeit hat sich einiges verändert...

Hat es sich dies? Für ihn nicht, denn Zeit, wie die Lebenden sie kannten, existierte in der Macht nicht. Er griff in die Macht hinaus, tastete sie sorgfältig ab. Seine besorgte Miene änderte sich allmählich.

In der Tat hat sich einiges verändert, Kate. Es ist kein Zufall, dass mich die Macht abermals zu Dir geführt hat.

Led schloss für einen Moment die Augen, ehe er sie schlagartig wieder öffnete und Kate fokussierte.

Die Macht ist mit Dir, stärker als je zuvor.

Seine Stirn entspannte sich. Er lächelte und nickte Kate leicht zu.

Du hast wieder trainiert, nicht wahr?

Seine Frage war eher eine Feststellung, denn diese Tatsache konnte Kate nicht verleugnen. Er konnte sie so stark fühlen in der Macht.

Wie geht es Dir Kate? Was hat das zu bedeuten?

Talus - Kate's Elternhaus - mit Kate
 

Kate Manice

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- Talus - Kates Elternhaus - mit Led Manice -

Kate hörte die Stimme ihres Vaters und dachte über die Frage nach. Sie stellte sich dieselbe Frage. Wie lange war sie eigentlich schon auf Talus, um zu trainieren? Und was hatte sie dazu gebracht, wieder hierher zurückzukommen? Die letzte Frage war offenbar leicht zu beantworten.

Ich hatte so ein Gefühl, dass ich hierher kommen sollte...

Die junge Frau erhob sich in einer geschmeidigen Bewegung. Sie trug ein schwarzes, ärmelloses Shirt und dazu eine dunkle Hose. Die Hosenbeine waren in die kniehohen Stiefel gesteckt, die eng geschnürt waren. Ihre Haut war leicht gebräunt, wahrscheinlich hatte sie auch draußen trainiert und zu dieser Zeit war im Corellia-System immer schönes Wetter. Die Tage waren lang und sie hatte genügend Zeit, um das auszunutzen. Allerdings hatte sie nicht so viel Zeit, wie man glauben mochte.

Ich weiß nicht, aber aus irgendeinem Grund wollte die Macht es so. Ich glaube es zumindest. Immer wieder muss ich an die Geschichten der Jedi denken und dass es heißt, die Macht würde uns führen...

"Uns" - Sie hatte sich tatsächlich mit den Jedi gleichgestellt. Bei anderen ausgebildeten Jedi war das die Normalität, doch bei Kate war es tatsächlich eine Seltenheit.

Dad, ich weiß nicht warum, schließlich bin ich - wie du weißt - keine spirituelle Person...

Spirituell.... wie distanziert sich das wieder anhörte. Ja, sie hatte ihre Einstellung noch nicht ganz geändert, aber zumindest machte sie sich Gedanken über die "Dinge"

In der Galaxis ist einiges schief gelaufen in letzter Zeit. Die Politik, die Machtverhältnisse, das Militär... Alles hat sich verändert. Die Jedi sind im Untergrund, das Imperium lebt auf und doch werden die falschen Versprechen gegenüber der zivilen Gesellschaft schon wieder zerschlagen. Es gibt zwei Seiten, wie jeher und doch ist die Galaxis alles andere als im Gleichgewicht!

Sie pausierte einen Moment, um sich und ihre Gedanken zu sammeln. Alles was in der letzten Zeit passiert war, schoss in wilden Worten, Sätzen und Bildern durch ihr Gehirn.

Ich habe das Gefühl, ich müsste stark sein für etwas, das sich da zusammenbraut!

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Iceman

Led Manice
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In der Galaxis herrschte Unruhe, mehr als je zuvor. Dies hatte Led gewusst, als er eins mit der Macht geworden war. Sie hatte nach ihm gerufen. Er war bereit dazu. Es lag nicht mehr an ihm, der Galaxis den Frieden zu bringen. Doch Led konnte die Gefühle seiner Tochter so gut verstehen. Sie alle hatten damals geglaubt, dass mit dem Tod des Imperators sowie der gewonnenen Schlacht um Coruscant die Zeit des Friedens und des Wohlstands gekommen sei. Ein irrsinniger Fehler, wie sich einige Jahre später hinausstellen sollte. Und die Familie Manice - Led's eigener Vater Caros - hatte daran eine Hauptschuld.

Menschliche Last wog schwer auf den Schultern, das wusste Led, denn er hatte die Grösste getragen, welche ein Mensch nur tragen konnte. Jahrelang. Jahrzehntelang.

"Ich habe das Gefühl, ich müsste stark sein für etwas, das sich da zusammenbraut!

Led lächelte traurig und legte seiner Tochter eine Hand auf die Schulter.


Du bist eine Manice, Kate. Das wirst Du niemals ablegen können. Erziehung ist das Eine. Herkunft das Andere.

Kate blickte ihm in die Augen, Led konnte sich jedoch nicht ganz entscheiden, ob sie Trauer oder Unklarheit ausdrücken. Led lächelte und deutete seiner Tochter, sich zu setzen. Er tat es ihr gleich und setzte sich in den Fauteuil.

Weisst Du Kate, in schwierigen Zeiten wie diesen benötigt die Galaxis jemanden, zu dem sie aufschauen kann. Jemanden, der inspiriert und führt.

Kate's Miene hellte sich nur wenig auf. Led fuhr fort:

Obschon Du - wie Du soeben selbst gesagt hast - keine spirituelle Person bist, leitet Dich die Macht seit Deiner Geburt. Dies hat nichts mit Spiritualität, sondern mit den Grundgesetzen dieser Galaxis zu tun.

Led blickte ins Leere, seine Augen waren ausdruckslos.

Ich dachte eigentlich, dass ich Dir das beigebracht habe damals. Kate, Du bist nicht nur eine Jedi, Du bist eine Manice. Die Letzte der Manice.

Led erhob sich und ging ans Fenster, durch welches anscheinend bereits seit Jahren Gestrüpp seinen Weg bahnte.

Du kannst Deine Herkunft niemals verleugnen oder ablegen, Kate. Die Macht - oder das Schicksal, wie Du es genannt hast - wird Dich immer begleiten.

Led blickte einige Sekunden in den Garten. Es war schon Jahre her, seit er das letzte Mal hier gewesen war. Zeit existierte nicht mehr. Wie es wohl Chesara oder Tomm geht? Er würde sie bald besuchen. Led drehte sich um und blickte seiner Tochter in die wunderschönen Augen:

Du entscheidest, ob Du weiterhin als Schmugglerin im Outer Rim tätig bist oder aber der Galaxis den Frieden wieder bringst, mein Schicksal, welches ich aufgrund unserer eigenen Familiengeschichte nie ganz zu Ende bringen konnte. Du hast die Kraft dazu.

Die Macht wird immer da sein Kate. Du hast nur die Wahl, ob Sie Dich begleiten oder Dich verfolgen wird.

Led wusste, dass das soeben Gesagte in den Ohren von Kate hart klingen musste. Aber es war die Wahrheit.

Talus - Kate's Elternhaus - mit Kate
 
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Kate Manice

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Kate lauschte den Worten des ehemaligen Jedi-Ratsmitglieds. Er war eine Legende in dieser Galaxis und hatte schon so viele Erfahrungen gesammelt, so viel erlebt und das Schicksal vieler Millionen Lebewesen (oder gar mehr) verändert und zum großen Teil mitbestimmt, indem er der Macht gedient hatte. Er hatte zu seinen Lebzeiten so viel geleistet, wie man sich kaum vorstellen konnte.
Sie nickte und schüttelte gleichzeitig den Kopf. Er verstand nicht, was sie sagen wollte. Er dachte, sie bräuchte nur wieder die Bestätigung, dass es egal wäre, wie sie sich entscheiden würde. Würde sie Schmugglerin bleiben oder Jedi werden... Nein, darum ging es in diesem Augenblick nicht. Er hatte ihr diese Bestätigung schon vor langer Zeit gegeben.


Ich will, dass du mich trainierst! Ich habe das Gefühl, dass ich noch nicht bereit bin für das...

Kate versuchte die richtigen Worte zu finden, doch wie sollte man eine Zukunft beschreiben, die noch in den Sternen steht? Wie sollte man etwas darstellen, das man sich noch gar nicht vorstellen kann? Wie eine Geschichte erzählen, die noch nicht geschrieben ist?

... für das, was da auf uns alle zukommt...

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Led blickte in die klaren Augen seiner Tochter. Er fühlte es: Sie hatte sich bereits entschieden. Für den Weg der Manice. Sie brauchte seine Hilfe, denn niemand sonst konnte ihr helfen. Die Fähigkeiten, nach welchen Kate suchte, waren nicht einfach in Worte zu fassen. Umso schwieriger war es, diese zu erlernen. Ein Balanceakt, in die grauen Bereiche der Macht hinein. Jeder, der hinausfand, war gestärkt davon.

Led lächelte:


Ich werde Dich lehren, diesen Gefahren gegenüberzutreten, Kate.

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Kate Manice

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Endlich hatte er verstanden. Sie stand mittlerweile mit dem Rücken zu ihm, um einen Blick aus dem Fenster zu werfen. Ein leichtes Lächeln trat auf die Lippen der jungen Frau. Man konnte vielleicht sogar sagen, ein zufriedenes Lächeln. Er würde sie lehren, den Gefahren gegenüber zu treten. Was auch immer das heißen mochte und welches Training er dafür vorsah, es war auf jeden Fall das, wofür sie von der Macht wieder hierher zurück geführt wurde. Sie war hier um zu lernen und er war ihr Lehrer!
So wandte sie sich ihm wieder zu - Das bereits vergangene Lächeln war noch an ihren Augen zu erkennen, als sie ihn ansah und sprach:


Wann können wir anfangen?

Geduld - Sie wusste, dass sie diese aufbringen musste, aber Zeit war etwas, das in diesem Moment keinen großen Zuspruch fand. Die Hektik regierte die Galaxis. Chancen vergingen schneller, als je zuvor. Sie hatten keine Zeit, denn die Gegenward war in ständiger Bewegung und man musste mit ihr gehen und konnte es sich nicht leisten, stehen zu bleiben...


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Led spürte, wie sich Kate's Gemütslage allmählich veränderte, die Unsicherheit und Ungewissheit, vielleicht sogar die Furcht aus ihrem Geiste wich. Er spürte die Macht, die seinen Körper durchfloss, seinen Geist in die ewige Weite projizierte. Die Macht würde ihm genügend Zeit geben, um seine Tochter zu unterrichten. Er lächelte

Wann wir anfangen können?

Seine Lippen formten sich zu einem Grinsen.

Wir können anfangen, wenn Du möchtest. Wenn ich dank meiner Rückkehr in die Macht etwas erhalten habe, dann ist es die Zeit.

Er setzte sich wieder hin, blickte seine Tochter an und deutete mit der Hand, es ihm gleich zu tun.

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Iceman

Led Manice
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Seine Tochter blickte ihn an, während Led seine Augen geschlossen hielt und erst langsam öffnete. Er blickte in ihre klaren Augen.

Was siehst Du in der Zukunft?

Kate schloss und griff in die Macht hinaus. Es dauerte einige Augenblicke, ehe sie antwortete. Led setzte ihr in der Macht nach, probierte, ihre Gedanken zu erraten, schaffte es jedoch nicht, sondern wartete auf ihre Antwort.

Wovor fürchtest Du Dich am Meisten, Kate?

Kate öffnete ihre Augen, blickte ihn an, sagte jedoch nichts. Seine Frage war ernst gemeint, stand jedoch gegen die Prinzipien der Jedi, keine Furcht zu haben. Er erklärte es Kate.

Furcht zu haben oder aber durch sie und mit ihr zu handeln, sind zwei verschiedene Dinge, Kate. Erst wenn Du Deiner Furcht erliegst, besteigst Du den Weg zur dunklen Seite der Macht.

Furcht zu haben, ist menschlich. Jeder Mensch fürchtet sich.

Seine Augen wurden eindringender.

Was hast Du gesehen? Wovor fürchtest Du Dich?

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Kate Manice

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Led - oder dessen Gestalt in der Macht - setzte sich und gebot ihr, es ihm gleich zu tun. Kate folgte der Bitte, denn als gebieterische Anweisung sah sie es nicht an. Sie setzte sich im Schneidersitz auf den Boden und legte die Unterarme auf den Oberschenkeln ab. Eine kreisende Bewegung mit dem Kopf folgte und auch die Schultern wurden gelockert, um sich vollkommen zu entspannen, den Muskeln ihre Ruhe zu gönnen und sich allein auf eines zu konzentrieren - auf die Macht. Auch sie schloss die Augen und atmete ein paar Mal tief ein und aus. Der Jedi ließ ihr genügend Zeit. Er schien es im Gespür zu haben, wie lange sie für diese Übung brauchte. Früher hatte sie immer viel Zeit dafür in Anspruch nehmen müssen, denn sie glaubte damals nicht an die Macht, die Lehren der Jedi und die Meditation. Ihre Zeit als Padawan war nun schon eine Weile her und sie hatte darin gelernt, den Verstand des Schmugglers auszuschalten und sich bewusst in die Macht einzufühlen. Dennoch sah sie in sich niemals eine echte Jedi, wie sie der Orden billigen würde, wenngleich sie Räte kannte, die sie verstanden.

Was siehst du in der Zukunft?

Die Worte hallten in ihren Ohren wieder und sie versuchte sie auf ihre Gedanken zu projezieren. Erst war da gar nichts - Leere, völlige Leere - und sie schien wieder in die Zeit zurückversetzt, in der sie diesen "Unsinn" nicht mitgemacht hatte. Die junge Frau öffnete aprupt die Augen und schüttelte den Kopf.


Ich kann nicht in die Zukunft sehen!!

Doch als sie in die Augen ihres Vaters sah, seufzte sie. Voreilig, ja das war sie. Voreilig und ungestüm. Sie hätte wohl nicht das Zeug dazu, einen Padawan nach den Vorstellungen des Ordens auszubilden. Ihre Art war einfach nicht die einer richtigen Jedi-Ritterin, aber das war auch kein Fehler. Sie sah darin jedenfalls keinen Fehler. Sicher war sie Machtbegabt und auch die Ausbildung war kein Fehler, schließlich hatte sie darin gelernt, mit ihren Kräften gezielt umzugehen. Und niemand hatte sich je gegen sie gewandt. Led hatte sie unterstützt und sie niemald unter Druck gesetzt, dass sie seinen Platz im Orden einnehmen hätte sollen. Und auch Mastress Horn hatte sie nicht dazu bewegen wollen, den "einzig richtigen Weg" einzuschlagen.
Kate zügelte ihre Zunge und auch ihr Widerstreben, ohne vorher ein Wort von ihrem Vater abzuwarten. In gewisser Weise hatte sie sich doch verändert im Gegensatz zu ihrer Ausbildung. Sie atmete noch einmal durch und schloss ihre Augen wieder. Die Leere, die sie eben noch gesehen hatte, wandelte sich augenblicklich in verschiedene Bilder, die schnell an ihrem inneren Auge vorbeizogen.


Ich sehe Leid, Schmerzen, Kämpfe... Da sind Jedi, Sturmtruppen ... Mike! Und Kaylo! Ich sehe Feuer...

Sie erzählte wie in Trance von den Bildern in ihrem Geist.

Ich sehe nur Negatives! Die Zukunft ist ungewiss.

Kate öffnete die Augen schließlich doch wieder und starrte vor sich auf den Boden.

Die Zukunft sieht nicht sehr rosig aus, jedenfalls das, was ich bis jetzt sehen durfte!

Dann kam eine unerwartete Frage. Furcht? Wovor sie sich fürchtete? War das sein Ernst? Sicher, Furcht war menschlich, doch den Lehren der Jedi zufolge sollte man keine Furcht empfinden, sondern alles so hinnehmen, wie es kam und das Beste daraus machen. Kate hatte sich niemals Ängsten gestellt. Erinnerte sie sich überhaupt daran, dass sie jemals richtige Angst um etwas oder jemanden hatte? In Wahrheit hatte sie doch immer versucht stark zu sein und es war ihr in ihren Augen immer recht gut gelungen.

Ich habe keine Angst vor dem Tod - Wenn er mich ereilt, soll es so geschehen! Ich habe keine Angst vor dem Kämpfen, schließlich habe ich mich oft im Kampf bewiesen! Ich möchte nicht angeben, aber ich glaube, ich kann gut auf mich selbst aufpassen!

Und obwohl es wohl wider der Natur eines Kriminellen war, konnte sie auch auf andere gut aufpassen, doch das war eine andere Geschichte, die sie niemals offen Preis geben würde.

Ich weiß nicht, wovor ich mich Fürchte...

, meinte sie schließlich in etwas leiserem Ton. War ihr wirklich alles so gleichgültig? Keine Angst, irgendetwas oder jemanden zu verlieren? Was war denn mit Kaylo oder Mike? Sie hatte sie Ewigkeiten nicht mehr gesehen, was ziemlich schade war, aber ... Furcht die Freunde zu verlieren? ...

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Iceman

Led Manice
Talus - Kate's Elternhaus - mit Kate

Led lächelte traurig, als er die Gefühle seiner Tochter in der Macht spürte, die Bilder, welche sie zu erleiden hatte, mit ihr teilte, wissend, dass dies die Zukunft sein würde.

Er hatte seine Tochter durchschaut, denn wenn ihr alles gleichgültig gewesen wäre, wäre sie niemals nach Talus zurückgekommen. Die Macht hätte ihn nicht hier her gesandt. Orientierungslosigkeit ja, Gleichgültigkeit nein.


Du denkst an Deine Freunde, Kate. Du fürchtest Dich - um sie.

Kate nickte. Reiner Altruismus - er war so stolz auf sie. Led fuhr fort.

Die Zukunft, welche Du gesehen hast, ist nicht in Stein gemeisselt. Es ist nur eine Zukunft, welche Du siehst.

Kate zog die Augenbraue hoch. Led nickte bestätigend.

Es ist nicht die einzige Zukunft. Es gibt mehrere davon. Es gibt verschiedene Bilder, verschiedene Faktoren, welche die Zukunft beeinflussen. Die Zukunft ist folglich das Resultat verschiedener Faktoren, welche in der Gegenwart aktiv sind. Oder in Deinem Fall - aktiv werden. Du bist einer der Faktoren.

Led lächelte, während Kate immer noch skeptisch dreinblickte. Led versuchte, es zu erklären.

Die Gefahren, welche Du gesehen hast, werden entstehen, wenn Du nicht aktiv wirst. Dein Faktor verändert folglich das Endresultat. Welches nicht dasjenige sein wird, welches Du soeben gesehen hast.

Die Gefahren werden kleiner, indem Du bereits aktiv wirst. Je entschlossener Du ihnen gegenüber trittst, desto geringer erscheinen sie Dir.. Obschon es für Dritte immer noch nach einer grossen Gefahr aussieht, wirst Du diese mit diesem Wissen meistern können.

Kate's Miene hellte sich ein wenig auf.

Die Stärke der Einstellung harmoniert mit der Macht, Kate. Sie lässt die Macht stärker durch Dich fliessen, ähnlich, wie wenn man doppelt so viel Hefe als normal in den Teig gibt.

Led blickte Kate bedeutungsvoll in die Augen.

Tritt diesen Gefahren gegenüber, ohne Rücksicht und ohne Zweifel. Du wirst dadurch... mächtiger als jemals zuvor.

Talus - Kate's Elternhaus - mit Kate
 

Kate Manice

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Er hatte Recht, auch wenn sie es niemals offen vor anderen zugeben würde. Sie war immer das starke Mädchen gewesen, war zur starken Frau herangewachsen und hatte niemals etwas nahe an sich herangelassen. Und doch hatte sie Freunde, für die sie ihr Leben jederzeit riskieren würde. Wie war es denn, als sie Dany unzählige Male geholfen hatte, oder Mike auf ihr Schiff genommen hatte oder Kaylo immer aus dem Schlamassel gezogen hatte, wenn er wieder mal beim Sabbacc betrogen hatte und ihm die Gegenspieler auf die Schliche gekommen sind? Sie war immer für ihre Freunde da gewesen, wenngleich sie mit ihrer Art die Sorge um sie überspielte.

Ein Lächeln huschte über Kates Lippen. Led kannte sie eben - Er war ihr Lehrer gewesen, war immer noch ihr Mentor und was noch wichtiger war - Led war ihr Vater und auf immer ein Teil von ihr.


Ich werde mein Bestes tun, um die Zukunft in die richtige Richtung zu beeinflussen! Dank dir weiß ich jetzt, dass auch ein kleiner Beitrag dazu beitragen kann.

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Talus - Kate's Elternhaus - mit Kate

Led lächelte, als seine Tochter den letzten Satz gesprochen hatte - sie würde ihren Teil dazu beitragen, ihren kleinen Teil. Er blickte sie an.

Es kommt nicht darauf an, wie gross der Teil ist, welchen Du beiträgst. Es ist viel wichtiger, was für ein Teil dies ist. Und ich bin überzeugt davon, dass nur Du diesen Teil beitragen kannst. Andere sind nicht imstande dazu, Du bist die Letzte der Manice.

Die Macht wird Dir zeigen, was dies für ein Teil sein wird.

Die Macht erschütterte. Kate blickte ihn irritiert an, ihre Augen zeigten Überraschung. Die Macht... sie rief nach ihm. Es war Zeit, zurück zu gehen. Led wehrte sich gegen das Gefühl, schloss die Augen, kämpfte dagegen an.

Led wollte noch einige Augenblicke verweilen. Nur, damit ihn seine Tochter noch einen Moment sehen konnte. Er fühlte, wie sein Körper zunehmend blau umleuchtet wurde. Er erhob sich und ging einige Schritte auf Kate zu.


Ehre, Kraft und Mut, Kate.

Sie stand auf und blickte ihn an. Sie hatte verstanden, denn ihr kullerte eine Träne über die Wange. Led lächelte traurig und strich sie ihr weg.

Und das Wichtigste Kate: Halt immer die Augen offen. Du bist nicht allein.

Er konnte sich nicht mehr halten, seine Präsenz wurde zurückgezogen, zurück in den Schoss der Macht. Licht durchfiel seinen Körper, während er nicht mehr verstand, was Kate's Lippen geformt hatten. Es war Zeit, zurückzugehen.

Doch da war etwas Ungewohntes. Da war noch mehr. Die Macht offenbarte ihm etwas... Er spürte... ihn. Zum ersten Mal, seit Jahren. Led riss die Augen auf. Helles, unendliches Licht. Er war zurück.


Die Macht
 

Kate Manice

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Es war eine viel zu kurze Zeit, die sie mit ihrem Vater verbringen durfte und doch hatte ihr diese kurze Weile einiges an Einsicht und Erkenntnis gebracht. Der Jedi wollte noch nicht gehen, doch die Macht hielt es für die richtige Zeit, ihn wieder aus der irdischen Welt zu sich zu holen.
Kate war mittlerweile aufgestanden und starrte vor sich hin, genau zu dem Punkt, an dem Led verschwunden war. Sie trug es mit Fassung, wie es schon immer ihre Art war. Ihre Persönlichkeit und Charakter ließen nicht zu, dass sie Trauer darüber empfand, ihn schon wieder zu verlieren. Im Gegenteil, denn sie war eher zu Dank verpflichtet, ihm wieder begegnet sein zu dürfen. Mit verschränkten Armen stand sie nun da. Die Minuten verstrichen, als wären es nur Sekunden und es dauerte eine gewisse Zeit, bis sie wieder aus ihrer Gedankenwelt zurück in die Gegenwart kam.


Kaylo...

, murmelte sie und sah auf. Ihr Blick ging in Richtung Fenster, durch das sie den Lichtschein der Sonne erkannte, die nun schon hoch oben über dem Haus stand. Der Tag war fortgeschritten. Der Morgen längst vorrüber und es war an der Zeit wieder zurück in ihr altes Leben zu kehren, mit dem Wissen, dass sie genug gelernt, ihre Fähigkeiten verbessert und sich ein Stück weiterentwickelt hatte.
Mit diesem Entschluss, verließ sie ihr Elternhaus und machte sich auf den Weg zur nächsten Stadt, von der aus sie versuchte, Kaylo zu erreichen. Wenn sie Glück hatte, würde er sich in der Nähe des Corellia-Systems aufhalten und dann hatte sie eine Chance, in über das Schiffsinterne Kommunikationssystem zu erreichen. Insgeheim hoffte sie natürlich, dass er ihr Schiff nicht bei einem Spiel verwettet und verloren hatte, doch wenn ihm sein Leben lieb war, dann wusste er, dass das nicht sehr förderlich für ein hohes Alter war. Er kannte Kate nun schon ziemlich lange und dass sie ihm ihr Schiff überhaupt anvertraut hatte, war schon ein großer Vertrauensbeweis. Würde sie ihre geliebte "Fist" nicht wieder in heilem Zustand zurückbekommen, würde er den nächsten Tag wohl kaum überleben....

Es war Abend, als die Talusianerin tatsächlich ihren Copiloten erreichte. Er befand sich einen Katzensprung von ihrem Heimatplaneten, auf Naimoidia. Der Name sagte Kate etwas, schließlich hatte sie schon öfter Rohstoffe von dort geholt und zu anderen Planeten gebracht oder umgekehrt. Es war perfekt für Handelsflüge geeignet.


Kate, ich werd verrückt, dass du dich mal wieder meldest...

Sei still Kaylo, wir haben keine Zeit für deinen Sarkassmus. Am Besten du holst mich so schnell wie möglich von hier ab! Ich habe schon Pläne für die nächsten Tage...

Naja weißt du, eigentlich...

Junge, wenn du nicht sofort deinen Arsch in Bewegung setzt, die Motoren zum Laufen bringst und hieher kommst, haben wir beide ein Problem miteinander und du weißt, was das bedeuten kann!


Kate befürchtete das Schlimmste. Ihrem Schiff wird doch nichts zugestoßen sein? Der verdammte Banthatreiber würde einen Kopf kürzer sein, wenn er schlechte Nachrichten hätte.
Ein Knistern in der Leitung, Stille...


KAYLO!!

, polterte die zornige Stimme der Schmugglerin durch den Kommunikator.

Jaaa, ... Ich bin unterwegs!

Anhand des Zitterns in seiner Antwort, konnte man genau hören, wie Kaylo zusammengezuckt war. Was hatte er bloß angestellt? Die Verbindung wurde unterbrochen oder zumindest von seiner Seite aus abgebrochen. Nun hieß es abwarten. Er hatte die Koordinaten und nicht viel Zeit, bevor die junge Frau zu explodieren drohte....

- Talus - Stadtgebiet - Raumhafen - Kate -
 

Kate Manice

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Die Schmugglerin hatte sich nach Anbruch der Dunkelheit in eine Bar verzogen. Gut, dass es auf nahezu jedem Raumhafen in der Galaxis eine Bar gab. Zumindest etwas ähnliches, denn auf Talus war es nicht die übliche Spelunke, wie zum Beispiel auf Tatooine oder Coruscant, sondern ein eher stilgerecht eingerichtetes Bistro. Talus war immer schon neutral gewesen und seine Bewohner waren friedliebend. Vielleicht kam es daher, dass sie keine so große Anbindung an den Rest der Galaxis hatten. Kate mochte das, wenngleich diese Tatsache früher eher dazu beigetragen hatte, dass sie nie sesshaft werden wollte. Immer in Bewegung, immer unterwegs, immer auf Abenteuersuche.

Kate saß an einem kleinen rundlichen Tischchen und stützte den Kopf in eine Hand, während sie den Blick zum Fenster hinausgerichtet hielt. Was zum Teufel hatte er angestellt? Was war mit ihrem Schiff? Hatte er es beschädigt? War es gerade in Reparatur oder wartete gar die Müllpresse darauf?
Sie hatte doch gewusst, dass sie es niemandem anvertrauen konnte. Was hatte er sich nur dabei gedacht, dass er sie so lange warten ließ? Er war unterwegs - na sicher! Wie dumm war sie, dass sie ihm Glauben schenkte? Er war doch im Prinzip genau so ein Harlunke, wie sie selbst einer war.


Verdammt!

Die Talusianerin hob den Kopf und klatschte in derselben Bewegung die Hand auf den Tisch. Die Bedienung verstand dies als Auftrag zur Eile und schenkte den Becher Grog noch schneller ein. Mit tippelnden Schritten eilte sie auf den Tisch zu und stellte den Becher vor die Frau, ehe sie ohne ein Wort wieder verschwand. Kate hatte diesen Aufwand im Hintergrund zwar bemerkt, doch beachtete sie die Kellnerin nicht weiter. Ihr Blick war auf die Landebahn gerichtet, die sich direkt vor dem Bistro erstreckte.
Er kam nicht. Sie hatte nicht nur das dumme Gefühl, dass er nicht auf dem Weg war, sondern wusste es sogar ziemlich genau. Dafür kannte sie ihn zu gut. Den Ton in seiner Stimme hatte sie wiedererkannt. Sogar über das Kommunikationsgerät hinaus, hatte sie erkannt, dass er sie anlog. Nun konnte sie nur noch eines tun - Sie konnte versuchen Jace zu erreichen. Er sollte noch an Bord der Prince sein, wenn sie sich nicht recht irrte. So holte sie ihren Com-Link aus der Tasche. Mit Hilfe der Komm-Signal-Verstärker des Raumhafens würde sie eine Nachricht schicken können, wenn er denn nicht zu weit von Talus entfernt war. Bei Kaylo war es einfach gewesen. Jace konnte sich jedoch überall in der Galaxis aufhalten und es war eine reine Glückssache ihn zu erreichen.


- Com-Nachricht an die "Prince" - Empfänger: Jace Chorios - Dringlichkeitsstufe: Wichtig -

Jace, ich sitze auf Talus fest und Kaylo ist nicht in der Lage mir die Fist zu bringen. Was immer das auch heißen mag, ich brauche deine Hilfe. Wo bist du?

Kate

- Com-Nachricht - Ende -

Nun hieß es wieder warten!

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Es dauerte fast eine komplette Standardstunde und Kate hatte fast schon die Zuversicht verloren, dass sich Jace in der Nähe des Corellia-Systems aufhalten könnte, doch letztendlich hatte sie doch Glück! Der Comlink piepste zum Zeichen einer eingegangenen Nachricht. Die Talusianerin vergeudete keine Zeit und las sich die Zeilen durch.
Die Worte waren zu typischen Jace-Sätzen zusammengesetzt und die Reaktion auf ihren Inhalt ihrerseits war ein genervtes Verdrehen der Augen. Ok, Jace war zwar an Bord der Prince und er war zufällig auch auf einer direkten Linie an ihrem System vorbei, aber er hatte keine Zeit Zwischenlandung zu machen. Na toll... Welch Freude! Die darauffolgende Aussage war jedoch ein erneuter Hoffnungsschimmer. Er würde Atton kontaktieren. Kate kannte Atton ebenfalls über Dany und hatte die Erfahrung gemacht, dass dieser doch etwas zuverlässiger war, als die typischen Black-Sun-Handlanger.

Atton würde also bald schon jemanden schicken, der sie von Talus abholen konnte und wohin würde die Reise dann gehen? Lange Zeit überlegte die junge Frau. Sie wägte ab, welche Chancen sie hatte, Kaylo aufzuspüren und sich ihr Schiff zurückzuholen. Wie sollte sie nach ihm suchen? Er musste sich irgendwo in der Nähe aufgehalten haben, als sie ihn kontaktiert hatte, aber die Kommunikationsanlage zeichnete die genauen Positionen nicht mal ansatzweise auf. Talus war wirklich nicht fortschrittlich, das musste Kate immer öfter feststellen.

Die Tür zum "Bistro" ging auf und ein recht breit gebauter Mann trat ein. Er war nicht muskulös, sondern eher etwas zu wohl genährt. Die ausgebildete Jedi legte den Kopf etwas schief und hob eine Augenbraue, als sie ihn so betrachtete. Sie hatte eine böse Vorahnung, um wen es sich hier handelte.


Warrior?

, fragte der Dicke mit einer dunkle und recht monotonen Stimme in die Runde, wobei sich gar nicht viele Leute in dem Raum aufhielten und es sich schließlich doch nur um ihre Person handeln konnte, die er zu suchen beauftragt war. Kate seufzte und stand auf.

Manice!!

, korrigierte sie ihn emotionslos, aber bestimmt und trat an ihm vorbei zur Tür hinaus. Das konnte ein Spaß werden mit ihm nach Smuggler's Run zu fliegen.
Smuggler's Run, ja! Genau dorthin wollte sie jetzt reisen, denn dort erhoffte sie sich eine Lösung für ihr momentanes Problem zu finden...


- Auf dem Weg nach Smuggler's Run - Kate mit Fordger (NPC) -
 
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