Coruscant

[Coruscant - Jedi-Tempel - Flure bei der Krankenstation] Calen mit Daruq

Calen blieb stehen, als Daruq sich zu ihm umdrehte. Erst da merkte er, dass er überhaupt angehalten hatte. Sein Atem ging noch zu schnell, zu flach, als würde sein Körper irgendwo feststecken, wo sein Geist längst nicht mehr war. Nach ein paar bewussten Atemzügen sanken seine Schultern ein Stück, aber die Unruhe blieb. Dann nickte er leicht und während Daruq sprach, hörte Calen zu, doch man sah, dass die Worte nicht in einer klaren Reihenfolge bei ihm ankamen. Er versuchte, sie festzuhalten, aber vieles glitt ihm weg. Es dauerte, bis er überhaupt eine Antwort fand.

„Es war… zu viel“, sagte er schließlich. Die Stimme leise, als müsste er erst prüfen, ob das, was er sagte, überhaupt stimmte. „Ich wusste nicht, wo ich aufhören soll hinzuhören.“ Sein Blick wanderte kurz zur Seite, als suche er dort nach dem Gefühl, das ihn überrollt hatte. „Bei ihr war alles gleichzeitig da. Sie… und das andere. Und ich hab beides erwischt, ohne es zu merken.“ Er verzog leicht das Gesicht, als hätte er Kopfschmerzen. „Ich hab mich da drin ein bisschen verloren. Nicht komplett. Aber irgendwie sosehr, dass ich nicht mehr wusste, was von mir kommt.“

Seine Hand hob sich kurz Richtung Schläfe, sank dann aber wieder. Der Drang war noch da, aber er zwang sich, ihn zu ignorieren.
„Und dann… das... ähm... Bild.“ Er hielt inne, suchte nach Worten, die nicht sofort wegrutschten. „Das hat irgendwas sortiert. Nicht alles. Aber genug, dass ich sie wieder gefunden habe.“ Sein Blick wurde ein wenig klarer. „Da war etwas Ruhiges. Irgendwo unter dem ganzen Lärm.“

Calen atmete tief durch, als müsste er sich selbst daran erinnern, wie das geht.
„Ich verstehe, was ihr meint“, sagte er dann langsam. „Dass nicht alles Dunkle… fremd sein muss.“ Er sah kurz zu Daruq, dann wieder weg. „Aber wenn man drinsteckt… fühlt sich alles gleich an.“ Er ließ die Worte einen Moment in der Luft hängen, weil er nicht wusste, wie er sie weiterführen sollte. „Bei ihr war’s leichter, weil…“ Er stockte, runzelte die Stirn. „Weil sie noch da war. Irgendwie. Ich konnte sie finden. Trotz allem.“ Er senkte den Blick. „Ich weiß nicht, ob ich das bei mir selbst merken würde.“ Eine gewisse Unischerheit schwang in seiner Stimme mit, gepaart mit etwas das ein wenig wie Mut klang.

Der junge Anwärter ging ein paar Schritte, als müsste er sich bewegen, um weiterreden zu können.
„Aber ich glaube… das Wichtigste ist, nicht aufzugeben“, sagte er leiser. „Auch wenn’s unangenehm wird. Auch wenn man es nicht gleich versteht.“ Er atmete aus, diesmal etwas ruhiger.

„Elise…“ Sagte er als würde er überlegen wie er den Namen aussprechen musste und schwieg danach einen Moment um sich die Worte zurecht zu legen. „Sie hat mich nicht geschont. Aber sie war nicht… weg. Nicht verloren.“ Ein kleines, nachdenkliches Nicken folgte. „Das bleibt hängen.“

Calen stand noch einen Moment da, dann hob er den Blick wieder zu Daruq. Trotz der Verwirrung in ihm schaffte er es, sich ein Stück zu sammeln.
„Meister… ich danke euch“, sagte er leise, aber mit Respekt. „Für eure Zeit. Und eure Geduld.“ Er verneigte sich leicht. "Ich würde gern etwas den Kopf frei bekommen und mich ein wenig bewegen. Gibt es einen passenden Raum um ein wenig Sport für sich zu machen?" Er wartete bis Daruq ihm einen Trainingraum für Körperliche ertüchtigung gennant hatte neigte nochmal den Kopf und wandte sich dann ab.

Seine Schritte waren anfangs unsicher, fast so, als müsste er erst wieder lernen, wie man einfach nur läuft. Doch je weiter er kam, desto mehr fand sein Körper den gewohnten Rhythmus zurück. Bewegung war einfacher als Denken. Der von dem Ritter beschriebene Trainingsraum lag ein paar Korridore weiter. Als er die Tür öffnete, empfing ihn der vertraute Geruch von Matten, Stoff und recycelter Luft. Der Raum war leer, was ihm nur recht war. Er streifte die äußere Tunika ab und legte sie ordentlich zur Seite. Darunter trug er die einfache, ärmellose Trainingskleidung der Anwärter. Hell, leicht, eng genug, um nicht zu stören. Der Stoff lag an seinem definierten Oberkörper an, ohne etwas hervorzuheben. Es war schlicht funktional.

Einen Moment stand er nur da, als müsste er sich erst daran erinnern, was er hier eigentlich tun wollte. Dann atmete er tief durch und begann mit ein paar Aufwärmübungen. Kniebeugen, lockeres Dehnen, ein paar Schritte auf der Stelle. Nichts Besonderes, aber es half. Sein Kopf war noch immer voll, aber sein Körper wusste, was zu tun war. Nach einer Minute ging er in einen ruhigen Lauf über, erst langsam, dann schneller. Der Atem wurde gleichmäßiger. Die Gedanken nicht unbedingt klarer, aber weniger drängend. Er wechselte zu Liegestützen. Zehn. Dann noch zehn. Die Bewegungen waren sauber, kontrolliert, fast automatisch. Die Muskeln arbeiteten zuverlässig, auch wenn sein Geist noch schwankte.

Nach ein paar Einheiten setzte er sich auf die Matte und begann mit Rumpftraining. Sit-ups, seitliche Crunches, langsame Bewegungen, die brannten, aber gut taten. Der Schweiß kam schnell, aber er störte ihn nicht. Es war ein Zeichen dafür, dass etwas funktionierte. Zwischendurch hielt er inne, stützte die Hände auf die Knie und atmete tief. Der Raum war still. Sein Kopf nicht ganz, aber leiser als vorher. Calen wechselte zu Planks, hielt die Spannung, bis die Muskeln zitterten. Das Zittern war ehrlich. Greifbar. Kein Chaos, keine fremden Eindrücke, nur sein eigener Körper, der tat, was er sollte.

Als er sich schließlich wieder aufrichtete, war er außer Atem, aber nicht mehr ganz so verloren. Nicht sortiert, aber… weniger durcheinander.
Er wischte sich mit dem Unterarm den Schweiß von der Stirn und atmete tief durch.
Für den Moment reichte das.


[Coruscant - Jedi-Tempel - Kleiner Trainingsraum] Calen
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Krankenstation - mit Riuen

Elise sah ihn lange an, während seine Worte zwischen ihnen ausklangen und sich in dem stillen, sterilen Raum absetzten wie Staub, den man erst bemerkte, wenn nichts mehr in Bewegung war. Sie hatte nicht die Kraft, sofort zu antworten, und diesmal lag das nicht daran, dass sie nicht wusste, was sie sagen wollte, sondern daran, dass ihr Körper sich nach jedem Satz, den Riuen hervorbrachte, ein Stück deutlicher daran erinnerte, wie wenig von ihr im Augenblick wirklich belastbar war. Die kurze Strecke vom Bett zur Tür und zurück hing noch immer in ihren Knochen, als hätte man ihr Blei in die Gelenke gegossen. Ihre Muskeln fühlten sich an wie etwas, das mühsam auf ihre Befehle reagierte, aus Pflichtgefühl.

Und doch war da in allem eine merkwürdige Ruhe, die nicht aus ihr selbst kam, sondern aus dem simplen Umstand, dass sie nun beide wieder hier war und miteinander interagierten. Elise nahm ihn genauer wahr, als es vielleicht gut für sie war. Nicht nur die belegte Stimme, nicht nur den Tonfall, der so wenig nach ihm klang und gerade deshalb umso mehr sagte, sondern auch die Art, wie er stand, wie angespannt seine Schultern waren, wie viel Mühe es ihn kostete, überhaupt stillzuhalten. Er war hier, aber alles in ihm rannte noch immer. Sie sah es so deutlich, dass sie beinahe glaubte, die Bewegung in der Luft nachzeichnen zu können. Auch ihre Sensoren waren hochempfindlich geworden. Die Umgebung war wie ein elektrisches Feld, das die Spannung aller Lebewesen und alle Reize mit hoher Intensität gegen ihre Macht-Neuronen schoss. Sie atmete langsam ein, spürte dabei das Brennen tief in der Brust und das dumpfe Ziehen, das ihr Körper mit gereizter Konsequenz beantwortete.

"Ich weiß", sagte sie schließlich sehr leise. "Genau deshalb will ich nicht, dass du so redest, als müsstest du fehlende Mittel mit Entschlossenheit ersetzen."

Sie sagte es mit dieser müden Nüchternheit, die einsetzte, wenn einem alle Kraft für unnötige Dramatik fehlte. Ihr Blick blieb auf ihm ruhen, offen und ernst zugleich. Sie verstand ja, was ihn trieb. Sie verstand es vielleicht zu gut. Dieses Gefühl, dass alles, was nicht sofort geschah, schon Verrat war. Dass Warten gleichbedeutend mit Verlieren sein könnte. Dass man etwas tun musste, ganz gleich wie unzulänglich die eigenen Mittel waren, weil das Nichts-Tun unerträglicher erschien als jede objektiv schlechte Idee. Sie kannte das. Sie war selbst oft genug genau daran entlanggelaufen. Im kleinen Garten sprach sie selbst noch davon, etwas zu unternehmen. Loszulegen, Hauptsache Aktionismus. Ihr Zustand hatte sie nun eines im Besonderen gelehrt: Kräfte mussten sinnvoll eingesetzt werden.

"Auf Thearterra", begann sie langsamer, "war fast nichts von dem verlässlich, was sonst verlässlich ist." Sie suchte nach Worten und merkte dabei, wie zäh selbst das geworden war. Ihre Gedanken waren da, aber sie bewegten sich wie durch dicken Nebel. "Es war nicht nur gefährlich, weil dort etwas töten will. Es ist gefährlich, weil es alles verschiebt. Wahrnehmung. Zeitgefühl. Instinkt. Das, worauf du dich normalerweise verlässt, wird unzuverlässig." Ihre Finger zuckten leicht auf der Decke. "Ich habe dort Dinge gespürt, die nicht einfach nur dunkel waren. Nicht einfach nur verdorben. Eher… falsch zusammengesetzt. Als hätte jemand etwas Lebendiges genommen und es unter Gewalt in eine Form gedrückt, die nie dafür gedacht war." Ihm musste einfach bewusst sein, was für ein Himmelfahrtskommando er beginnen würde, wenn er jetzt einfach handelte.

Sie brauchte einen Moment, weil die Erinnerung keine bloße Erzählung blieb, sondern sich beim Aussprechen wieder näher an sie heranschob. Nicht in voller Klarheit. Eher in Stücken. Ein Gefühl von Hetze. Ein Geschmack von Metall. Schmerz, der sich nicht lokalisieren ließ. Und dieses grauenhafte Wissen, dass ein einziger falscher Augenblick genügen konnte, damit aus Bedrohung Gewissheit wurde.

"Das ist der Grund, warum ich nicht will, dass du dort einfach hineingehst." sie schaute ihn eindringlich an. "Wir passen aufeinander auf, wie auf Bastion vereinbart, ok?" Das war keine Belehrung wie er es von ihr kannte, als sie gemeinsam trainiert hatten. Sie erinnerte ihn an das Versprechen, das sie sich auf Bastion gaben. Auf Augenhöhe.

Seine Sanftheit, als er sie unfair genannt hatte, wirkte in ihr noch nach. Nicht, weil sie ihn verletzt hatte, sondern weil sie wusste, dass er mit dem Vorwurf nicht ganz unrecht hatte. Natürlich wusste sie, was ihre Worte bei ihm auslösten. Natürlich wusste sie, dass ihr bloßes Dasein in diesem Zustand jede nüchterne Überlegung in ihm mit Händen und Füßen bekämpfte. Aber es änderte nichts an der Sache.

"Vielleicht bin ich unfair", gab sie deshalb zu, und ihre Stimme verlor dabei nicht ihre Ruhe. "Aber lieber bin ich unfair und lebendig, als nachsichtig und der Anlass dafür, dass du dich in etwas hineinwirfst, das du nicht überschauen kannst." Sie zog einen langsamen Atemzug ein. "Wenn du ein Team aufstellst, dann helfe ich dir dabei."

Als er dann von Angst gesprochen hatte, ohne Scham, so schlicht und ehrlich, hatte sich etwas in ihr gelöst. Vielleicht, weil das die Wahrheit war. Weil sie in den letzten Tagen zu viel von unausgesprochener Panik gespürt hatte, um diese kleine Form von Offenheit nicht als das zu erkennen, was sie war: Mut anderer Art.

"Gut", sagte sie heiser. "Dann ist Angst eben Angst." Ein müdes Zittern lag in der Stimme. "Ich hab auch Angst. Total egoistisch gesprochen, ich will noch nicht sterben." Sie hätte beinahe gelächelt, aber dafür reichte es nicht ganz. Stattdessen lag in ihrem Gesicht nur diese abgekämpfte Milde, die manchmal blieb, wenn alles andere zu viel geworden war. Dass er ihr versprach, nichts Dummes zu tun, zusammen, traf sie an einer Stelle, an der sie im Moment empfänglicher war, als ihr vielleicht lieb gewesen wäre. Im Sinne von Erleichterung. Nicht an der Illusion, dass alles gut würde, sondern daran, dass er nicht sofort losrennen und sich selbst in etwas stürzen würde, das sie beide noch bereuen müssten. "Das ist manchmal auch okay. Aber versuch bitte nicht deine Angst zu bekämpfen, und verstärke damit meine. Du weißt, wie das läuft. Ich schaffe das." Sie hatte in sich hineingehört. Ehrlicherweise hatte sie keine Ahnung, ob sie wieder aufwachen würde, wenn sie nun die Augen schloss, aber sie hatte ein gutes Gefühl dabei. Mehr ging gerade nicht. Das und der Willen weiterzumachen.

Als er fragte, ob sie sich hinlegen wolle, spürte Elise erst dadurch, wie sehr selbst dieses Sitzen längst an der Grenze dessen angekommen war, was ihr Körper gerade noch duldete. Die Geräusche der Krankenstation rückten wieder näher: das regelmäßige Piepen, das kaum wahrnehmbare Summen der Technik, irgendein ferner Laut auf dem Flur, der sofort wieder verschluckt wurde. Alles wirkte weiter entfernt als es war.

"Ja", murmelte sie nach einem Moment, ehrlich zu müde für jeden falschen Stolz. "Liegen klingt gerade wie eine spektakuläre Idee." Mit langsamer Vorsicht verlagerte sie ihr Gewicht. Riuen half ihr, ohne übergriffig zu sein, genau so, wie sie es in diesem Zustand ertragen konnte, und Elise ließ es zu. Als sie endlich wieder lag, war die Matratze unter ihr zugleich zu weich und zu hart, der Stoff der Decke zu kühl an den Fingern, die Luft zu trocken in ihrer Kehle. Doch wenigstens musste sie ihren Körper nicht mehr aufrecht halten.

Sie drehte den Kopf leicht in seine Richtung. Sogar das war langsam geworden.

"Bleib", sagte sie leise. Klar genug, dass kein Zweifel daran blieb, dass sie es meinte.

Ihre Hand tastete über die Decke, suchte nicht im Dunkeln, sondern bloß etwas Verlässliches. Als ihre Finger schließlich seine fanden, schlossen sie sich darum. Das stille Bedürfnis nach einem Anker, der im Hier und Jetzt lag und nicht in irgendeinem Plan, den man morgen oder übermorgen diskutieren konnte.

"Morgen sprechen wir mit Eowyn." Sie würde sie dafür direkt wieder hassen, nach dem sie sie gerade erst als Freundin gewonnen hatte, aber wohl niemand anderes würde zulassen, dass sie in ihrem desolaten Zustand diese Reise machte. Natürlich mit Begleitung.

Sie merkte, wie ihre Wahrnehmung sich erneut zu verschieben begann, diesmal eher wie das langsame Wegdriften eines erschöpften Bewusstseins, das endlich ein wenig nachgab. Riuens Hand war warm, real.

"Ich verlass mich darauf", murmelte sie noch, schon halb im Wegsinken, die Worte kaum mehr als ein rauer Hauch. "Auf dein Versprechen."

Danach sagte sie nichts mehr.

Die Lider sanken endgültig. Ihr Gesicht wurde stiller, der Atem tiefer, und obwohl die Erschöpfung sie nicht sanft, sondern vollständig nahm, lag in dieser kleinen Geste des Festhaltens etwas Vertrauendes, etwas Endgültiges für diesen Augenblick. Elise schlief mit ihrer Hand in seiner ein und ließ für ein paar Stunden zu, dass nicht sie wachte, plante oder kämpfte.

Coruscant - Jedi-Tempel - Krankenstation - mit Riuen
 
Coruscant - Jedi Tempel - Großer Pressesaal - Fragerunde - Sprecher: Wes, Ian, Eowyn - Journalisten und voller Raum

Die Antworten lösten im Saal vielseitige Reaktionen aus. Es entstand Geflüster. Offenbar whisperten sich die Gruppen zu, wie sie die Informationen bewerten sollten, und wie eine Folge-Frage aussehen konnte. Sha’nel Aris meldete sich erneut zu Wort. Ihre Stimme ruhig, aber deutlich fokussiert.

"Rat Janson, Ihr Beispiel mit dem Stadion ist nachvollziehbar. Niemand hier würde bestreiten, dass operative Geheimhaltung in akuter Gefahrensituation notwendig sein kann." Sie neigte leicht den Kopf.

"Aber genau hier beginnt das Problem." Ein leises Murmeln.

"In Ihrem Szenario gibt es eine klar definierte Bedrohung, einen abgegrenzten Raum, eine überschaubare Zeitspanne. Eine Bombe. Ein Stadion. Eine Evakuierung." Sie hält einen Moment inne. "Beim C-Virus sprechen wir jedoch von einer galaxisweiten Krise. Von Milliarden Betroffenen. Von politischen Entscheidungen auf höchster Ebene."

Ihr Blick blieb fest.

"Ist es wirklich dasselbe Dilemma? Oder war es eher eine Serie strategischer Entscheidungen, die wiederholt unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen wurden?" Ein paar Datapads leuchteten auf.

"Und erlauben Sie mir eine weitere Frage. In Ihrem Beispiel entscheiden Sicherheitsoffiziere im Geheimen, um Panik zu vermeiden. Aber am Ende gibt es immer eine Untersuchung. Eine Rechenschaft. Eine Aufarbeitung."

Sie hob leicht die Hand. "Wer hat während der Krise die Rolle dieser externen Untersuchung übernommen? Gab es eine Instanz außerhalb des Ordens und der Exekutive, die regelmäßig überprüfte, ob die Geheimhaltung noch verhältnismäßig war?"

Ein leises Raunen. "Oder lag die Entscheidung, wann die Öffentlichkeit informiert wird, ausschließlich bei denselben Stellen, die auch von der Geheimhaltung profitierten?"

Sie ließ den Satz bewusst stehen.

"Und noch eine letzte Frage zu Ihrer Metapher. Wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die Bombe im Stadion gar nicht existierte oder dass ihre Gefährlichkeit überschätzt wurde. Wer trägt dann die Verantwortung für die unterdrückte Information?" Ein kaum wahrnehmbares Anheben der Braue.

"Mit anderen Worten. Vertrauen muss man sich verdienen. Wie stellen Sie sicher, dass das Argument der Sicherheit nicht zu einem Blankoscheck wird, mit dem demokratische Transparenz auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden kann?"

Dann gab Rornan das Wort weiter. Der Rodianer wieder. Er ahnte was kam, doch er würde so oder so seine Fragen loswerden müssen, die Journalisten, die sich auch um ihn gescharrt hatten, wollten mehr aus seiner Ursprungsfrage herausholen. Keiner von ihnen erhob die Hand, sondern sie ließen ihn vor.

Kreel Voss sprang förmlich auf, noch bevor Rornan ihn offiziell aufrief. Seine Antennen steil, seine Stimme schneidend.

"Rätin El'mireth, Mr. Dice - das klingt alles sehr edel. Rücktritt von Entscheidungen. Gespräch mit dem Rat. Formale Distanz." Er lachte trocken. "Aber hören Sie sich selbst einmal zu. Sie sagen, Sie seien nicht beteiligt gewesen. Gleichzeitig erklären Sie hier vor der gesamten Galaxis, dass Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass Ian Dice die Wahrheit sagt. Weil die Macht es Ihnen zeigt. Weil Sie es fühlen."

Kreel hob beide Hände. "Das ist kein Prüfverfahren. Das ist Glaube." Ein paar Reporter nicken zustimmend. "Wie sollen Bürgerinnen und Bürger, die weder Jedi noch machtsensitiv sind, zwischen objektiver Wahrheit und Ihrer persönlichen Überzeugung unterscheiden?" Er beugt sich leicht nach vorne.

"Und kommen wir zu Ihrem angeblichen Rückzug. Sie waren nicht im Rat. Sie trafen keine formalen Entscheidungen. Aber Sie waren der Kanal. Sie waren die Person, die diese Informationen einbrachte. Sie waren diejenige, die dem Rat sagte: Vertraut ihm." Er zeigt direkt auf sie.

"Glauben Sie ernsthaft, Ihre persönliche Bindung habe in diesem Raum keinerlei Gewicht gehabt? Dass Ihr Wort nicht schwerer wog als das eines anonymen Informanten?" Die Spannung im Saal stieg, alle Augen wanderten zwischen der Rätin und dem Rodianer, der hier bewusst überzog.

"Sie führen als Beweis Ihrer Integrität an, dass Sie den Mann, den Sie lieben, in Lebensgefahr geschickt haben. Das mag opferbereit wirken." Seine Stimme wurde lauter. "Oder es zeigt, wie eng private Gefühle und operative Entscheidungen hier verwoben waren."

Er kniff die Augen zusammen "Wenn ein anonymer Ex-Sith ohne persönliche Bindung dieselben Informationen geliefert hätte. Wäre er mit derselben Geschwindigkeit in operative Abläufe eingebunden worden? Hätte man ihm dasselbe Vertrauen geschenkt?" Er ließ die Frage bewusst hängen.

"Oder war es Ihr Vertrauen, Ihre Überzeugung, Ihr Gefühl, das den Ausschlag gab?"

Seine Antennen zuckten. "Die institutionellen Schutzmechanismen, die sie ansprechen. Ich frage Sie direkt: Reicht ein formaler Rücktritt aus, wenn Ihre persönliche, romantische, emotionale Überzeugung faktisch das Klima im Rat prägt?" Ein letzter Schritt nach vorn.

"Oder haben wir hier erlebt, wie eine galaxisverändernde Operation auf dem Fundament einer Liebesbeziehung aufgebaut wurde?"

Er setzte sich wieder und verschränkte die Arme, schaute die Rätin und Dice dabei abschätzig an. Der ganze Frust der Randwelten hatte sich in diesem Moment gefühlt in den Fragen des Rodianer kanalisiert. Er wusste, dass es nicht mehr viele Möglichkeiten geben würde, bis man die Sitzung beendete. Solche Termine dauerten in der Regel nie ewig.

Rornan atmete tief und gab die Frage zur Beantwortung weiter. Es spitzte sich zu, die Zeit rannte und sie würden noch genau eine weitere Wortmeldung aufnehmen.

Taris Venn hob erneut die Hand und erhielt nach einem kurzen Nicken Rornans das Wort. Seine Stimme blieb sachlich, doch auch sie war nun deutlich schärfer.

"Herr Dice, ich verstand Ihren Vergleich mit dem Wirt. Aber genau das machte Ihre Antwort problematisch." er räusperte sich. "Sie sagten, das Virus sei mit dem Tod Allegious’ kollabiert, weil die machtbasierte Komponente an ihn gebunden gewesen sei. Das setzte voraus, dass niemand außer ihm dieses Prinzip verstand oder reproduzieren konnte."

Er hob den Blick. "Wie sicher waren Sie sich, dass Allegious der Einzige war, der dieses Wissen besaß? Gab es Aufzeichnungen? Labordaten? Schüler oder Mitwisser?" Mehrere Reporter beugten sich vor.

"Sie beschrieben eine Symbiose aus genetischem Material und dunkler Seite. Das war konstruiertes Wissen, oder? Wissen verschwindet nicht automatisch mit einer Person." Er fuhr fort.

"Wenn der Kern an Allegious gebunden war, bedeutete das, dass andere machtsensitive Individuen mit ausreichender Kenntnis theoretisch eine ähnliche Struktur hätten erschaffen können. Gibt es Hinweise darauf, dass entsprechende Forschung auf imperialer Seite weitergeführt wird?"

"Und zu den Langzeitfolgen. Sie sagen, diese seien nicht auszuschließen. Gibt es eine galaxisweite medizinische Erhebung? Oder verlässt man sich darauf, dass das Problem mit dem Tod Allegious’ erledigt ist?"


Er ließ die letzte Frage bewusst stehen. Schulterzucken war ihm bei diesem wichtigen Thema einfach zu wenig.

"Haben wir es mit einem unwiederholbaren Sonderfall zu tun? Oder mit dem Beweis, dass eine neue Kategorie von Biowaffen prinzipiell möglich ist? Denn wenn Letzteres zutrifft, dann endete die Bedrohung nicht." Man kannte den Bothan eigentlich als sachlichen Vertreter. Doch auch seine Fragen hatten nun Geschmack. Es war aber niemandem zu verübeln, Verdächtigungen laut auszusprechen, denn immerhin sprachen sie hier über das Imperium, nicht über irgendeine kleine Organisation.

Damit erloschen alle bereits getätigten Wortmeldungen für weitere Nachfragen. Es war nun im Ermessen der Befragten weitere Fragen zuzulassen.

Coruscant - Jedi Tempel - Großer Pressesaal - Fragerunde - Sprecher: Wes, Ian, Eowyn - Journalisten und voller Raum
 
Coruscant - Jedi-Tempel - Flure bei der Krankenstation - Calen und Daruq

Daruq blieb noch einen Moment stehen, nachdem Calen sich von ihm abgewandt hatte. Sein Blick folgte ihm nicht, zumindest nicht sichtbar, doch in der Macht blieb er noch einen Augenblick bei ihm, nahm wahr, wie sich die Unruhe langsam in Bewegung auflöste. Nicht vollständig, aber genug, um den nächsten Schritt allein zu gehen.

Er nickte kaum merklich für sich selbst, dann wandte er sich ab. Als Calen ihn zuvor nach einem Trainingsraum gefragt hatte, hatte er ihm den Weg ruhig erklärt, ohne viele Worte, und nun, da der Junge diesen Weg tatsächlich ging, ließ er ihn auch gehen. Es war kein Moment, den man festhalten musste.

Trotzdem hatte er ihn noch einmal angesprochen, bevor sie sich endgültig trennten.

"Calen."

Er hatte gewartet, bis der Anwärter sich noch einmal zu ihm umdrehte, und ihn dann einen Augenblick ruhig angesehen.

"Du hast heute mehr verstanden, als du selbst glaubst“, sagte er. „weil du dich darauf eingelassen hast, obwohl es dich überfordert hat."

Sein Blick blieb ruhig, ohne Druck, ohne Erwartung.

"Das ist ein guter Anfang." Mehr fügte er nicht hinzu. Es reichte.

Mit einem knappen Nicken hatte er ihn dann entlassen, und dieses Mal war es endgültig gewesen.

--- Am nächsten Tag ---

Der Saal war bereits gut gefüllt, doch die Geräuschkulisse blieb gedämpft. Gespräche liefen nebeneinander her, Besteck klirrte leise, vereinzelte Schritte hallten über den glatten Boden. Das Licht fiel weich durch die hohen Fenster und legte sich über lange Reihen von Tischen, an denen Padawane, Ritter und Meister in kleinen Gruppen oder allein saßen.

Am Rand des Saals, etwas abseits vom größten Strom, setzte sich Krina Akin mit einem Tablett an einen freien Platz. In der Nähe saß bereits jemand, den sie nicht kannte, doch sie schenkte der Person kaum mehr als einen kurzen Blick. Es ging ihr nicht um Gesellschaft. Sie stellte das Tablett ab, schob es ein Stück zurecht und aktivierte mit einer beiläufigen Bewegung ihr Com.

Noch bevor sie mit dem Essen begann, hatte sie die Verbindung hergestellt.

"A'Qin hier", sagte sie in gewohnt resolutem Ton, während sie nebenbei ein Getränk zu sich heranzog. "Ich brauche ein Update zu Elise Benett."

Am anderen Ende entstand eine kurze Pause, wie sie typisch war, wenn jemand abwog, wie viel gesagt werden durfte.

"Ritterin A'Qin", kam schließlich die Antwort einer Jedi aus der Krankenstation. Die Stimme blieb professionell, freundlich, aber klar abgegrenzt. "Der Zustand von Ritterin Benett unterliegt derzeit einer eingeschränkten Weitergabe."

Krina griff nach einem Stück Brot, riss es ruhig auseinander, als hätte sie genau mit dieser Antwort gerechnet.

"Dann geben Sie mir das, was nicht eingeschränkt ist", erwiderte sie, ohne den Ton zu verändern.

Wieder ein kurzes Zögern.

"Sie ist stabil", kam es schließlich. "Unter Beobachtung. Weitere Details kann ich aktuell nicht weitergeben." Krina kaute langsam, ließ sich Zeit mit der Reaktion. Ihr Blick glitt einmal durch den Saal, blieb nirgendwo hängen.

"Stabil ist ein weiter Begriff", sagte sie schließlich. "Wir sprechen hier nicht von einem gebrochenen Arm."

"Das ist korrekt"
, antwortete die Stimme am anderen Ende, nun etwas fester.

Ein kaum sichtbares Lächeln huschte über Krinas Gesicht. Nicht amüsiert, eher ein Zeichen dafür, dass sie die Grenze registrierte und akzeptierte, ohne sie weiter auszutesten.

„Ihr wisst, dass ich einfach kommen kann und sie mir ansehen oder?“, sagte sie, dann schüttelte sie nach einer kurzen Pause genervt den Kopf. "Melden Sie sich, sobald sich daran etwas ändert."

Die Verbindung brach kurz darauf ab.
Krina ließ das Com wieder sinken, ohne Eile, und wandte sich ihrem Frühstück zu, als wäre das Gespräch nur ein weiterer Punkt auf einer langen Liste gewesen. Für einen Moment blieb ihr Blick auf dem Tablett liegen, doch in der Art, wie sie innehielt, lag mehr Aufmerksamkeit, als die Situation eigentlich erforderte.

Dann aß sie weiter.

Coruscant - Jedi-Tempel - Speisesaal - Krina, Calen nahe
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Nebenraum der Pressekonferenz – Journalisten, Wächter, getarnte Schatten – auf dem Podest Ian, Eowyn, Rornan (NPC) und Wes

Wes verzog keine Miene, während er den weiteren Fragen und den Ausführungen Eowyns und Ians lauschte. Das hieß, er blieb bei einem freundlichen ›ihr könnt mich alles fragen‹-Lächeln, das nach außen den Eindruck vermittelte, ein reines Gewissen zu haben und nichts befürchten zu müssen. Doch ganz so Friede-Freude-Eierkuchen war die Pressekonferenz leider nicht. Natürlich wurde Eowyn am härtesten von allen in die Mangel genommen und fair war das ganz und gar nicht. Die Ärmste hatte eine Menge durchgemacht und bräuchte neben ihren Medizinern eigentlich noch eine ganze Armada von Psychologen zur Behandlung posttraumatischer Stresssymptome. Dass sie sich hier vor einer Meute blutgieriger Akkhunde setzte und die Verantwortung nicht nur für ihr eigenes Handeln übernahm, sondern das von Ahna, deren Beteiligung sie verschwiegen, sowie Briannas, Elises und JKs und aller anderer die heute nicht hier waren und ihr beistehen konnten – Hut ab. Dabei stand sie sogar ihm noch bei, wenn es um die Fragen der Geheimhaltung ging. Vor allem wenn man bedachte, wie unfair es war, die Beziehung zwischen Ian und ihr so breit auszuwalzen. Unfair, aber doch erwartbar. Der Rat glaubte Ian doch nicht deshalb, weil er in einer Beziehung mit Eowyn war. Im Gegenteil! Aus dem Kodex heraus ergab sich ein tiefes Misstrauen Liebensbeziehungen gegenüber – da sollten sie nur mal Rornan zum Thema befragen! – und auch Wes wusste, dass derlei Romanzen, auch enge Freundschaften, das Urteilsvermögen trüben konnten. Wenn überhaupt, hätte es Ian also weniger glaubwürdig gemacht anstatt mehr.

Ian machte seine Sache ebenfalls sehr gut. Der Vergleich mit der Bevölkerungsgröße von Alderaan war gut gewählt. Besser, als mit unvorstellbar hohen Zahlen zu hantieren, die sich doch niemand vorstellen konnte. Aber Alderaan. Wes war ja erst dort gewesen und die Vorstellung, dass die C-Virus-Krise zwei Alderaans an Leben gekostet hatte, ließ auch ihn schlucken. Es war vielleicht schon fast etwas zu bildlich. Er gab auch kund, was sie über das Virus und sein Ende wussten, seine Verbindung zu Allegious' Leben. Vielleicht würden sie den ganzen Prozess und seine Zusammenhänge eines Tages genauer verstehen, aber einstweilen galt ja, was Ian sagte, das wussten sie bisher. Oder es war, was Wes wusste. Vielleicht wussten Alphaba oder Dr. Kaveri mehr, aber aus der informationellen Druckbetankung, die der Taanaber vor dem Termin erhalten hatte, hätte er nicht mehr sagen und vermutlich auch nicht so gut rüber bringen können.

Doch Wes war selbst noch nicht durch. Diese Twi'lek, Sha'nel Aris, wollte sich nicht so leicht geschlagen geben. Die Frau hatte echt Haare auf den Zähnen! Feilte sie sich diese auch nicht ab, wie Mya? Auf die Entfernung schwer zu sagen und die Macht wollte er nicht zuhilfe nehmen. Allein den Anschein zu erwecken, man könnte mit der Macht irgendwie Einfluss nehmen wollen… besser nicht. Aber in Sachen Twi'lek kam ihm die Frau wirklich so vor wie es wäre, wenn Mya in seinem Büro nicht ihm zu- sondern aktiv gegen ihn arbeiten würde. Die Reporterin hatte natürlich zu einhundert Prozent Unrecht, worin sich jeder, der in der Galaxis im Sektor der öffentlichen Sicherheit und Ordnung arbeitete, sofort einig wäre, aber scharfzüngig wie sie war, machte sie ihm die Sache trotzdem ganz schön schwer. Den letztlich kam es ja nicht darauf an, wer recht hatte, sondern wer in den Augen der unwissenden Allgemeinheit die besseren Argumente zu haben schien – so lief das eben in einer Demokratie.

Er versuchte, ihre Argumentation im Kopf zu ordnen und auf das Wesentliche einzudampfen, um ihre Fehler deutlich zu machen, die Stellen, an denen sie zu kurz dachte. Erstens – sie bestritt, dass das Bild des Limmie-Stadions zutreffend war. Falsch. Coruscant war das Stadion. Die Spielzeit war die Dauer der Pandemie und das Virus war die Bombe. Zweitens: in ihren Augen schien die einzige Instanz, welche die Legitimität staatlichen Handelns überprüfen konnte, die freie Presse zu sein. Er kannte die Frau nicht und vermochte nicht zu sagen, ob das das Berufsethos einer Investigativjournalistin war oder die Sensationsgier eine Boulevardschreiberin. Sie vertraute den Kontrollinstanzen des Jedi-Ordens und der Neuen Republik offenbar nicht. Das war ironisch, konnten Jedi und NR sich umgekehrt ebenfalls nicht auf das Verantwortungsbewusstsein von Medien verlassen, dass diese das größere Ganze über Auflagen und Reichweiten stellten. Drittens unterstellte sie, dass Jedi-Rat, Kanzler und Senatsspitzen einen Vorteil aus der Geheimhaltung gezogen hatten, aber worin sollte dieser bestanden haben?


»Frau Aris, ich muss zugeben, dass Eure Nachfragen mich ein wenig verwirren,«

Begann Wes und sah die Twi'lek dabei unschuldig an. Verwirrt hatte sie ihn nicht, im Gegenteil würde er gleich aufzeigen, an welcher Stelle ihre Argumentation seiner Ansicht nach auseinanderfiel.

»Zu Beginn fragtet ihr mich, ob der Jedi-Orden alleine im stillen Kämmerchen beschlossen hätte, die Information geheimzuhalten, dass Imperator Allegious das C-Virus erschuf. Ihr stelltet in den Raum, dass ein solcher vermeintlicher Mangel an Kontrolle unsere Demokratie gefähren würde. Ich sagte Euch, dass es diese externe Kontrolle gibt und nun fragt ihr, wer kontrolliert die Kontrolleure? Dabei erweckt Ihr nun plötzlich den Anschein, es gäbe eine große Verschwörung aus Jedi-Rat, Kanzler und Sicherheitsrat, die von einer Geheimhaltung der Urheberschaft profitieren würde – aber mir ist nicht klar, woraus bestünde denn dieser Vorteil?«

Der Jedirat hatte das Gefühl, dass alle Mitwissenden wie ein etwaiges geheimes Gericht in den Augen der Reporterin automatich zu Mitverschwörern würden.

»Der Jedi-Orden hat nicht profitiert, oder der Kanzler. Was man uns während der Krise vorgeworfen hat, die Republik wäre unfähig, eine Seuche in den Griff zu bekommen, die Jedi wären machtlos… für uns wäre es viel einfacher zu sagen: seht her, das ist kein normaler Krankheitserreger sondern eine Biowaffe, erschaffen zum Zweck, Coruscant und der Republik so viel Schaden wie möglich zuzufügen. Überall im Holonet war von unserer Ohnmacht die Rede – im Grunde haben wir uns mit der Nichtveröffentlichung selbst geschadet. Profitiert haben die Bürgerinnen und Bürger von Coruscant und der anderen betroffenen Welten. Die ganze Mission, die zum Sieg über das Virus des Imperators geführt hat, war nur möglich, weil das Imperium keine Ahnung hatte, dass wir kommen.«

Wes machte eine kurze Pause. Es wäre so viel einfacher gewesen, einfach mit den Finger auf das Imperium zu zeigen, Nur die Menge an Probleme, die sie sich dadurch geschaffen hätten, wäre unglaublich gewesen. Schon komisch, wie sehr sie sich nun rechtfertigen mussten für eine Entscheidung, die sich nie wirklich gestellt hatte.

»Meinen Vergleich von vorhin finde ich durchaus zutreffen. Das Stadion, das ist Coruscant, plus die anderen betroffenen Welten, aber am schlimmsten war es hier. Coruscant war das Pulverfass, das uns um die Ohren zu fliegen drohte. Ihr sagt, es wäre eine galaxisweite Krise gewesen, doch die Realität war, dass die Galaxis außerhalb ihr normales Leben gelebt hat, während bei uns herinnen Millionen Wesen am Tag starben. Es gab eine Quarantäne, so gut wie niemand auf den betroffenen Welten rein oder raus. Die Realität war, dass die Coruscanter Lokalpolitik, Hilforganisationen, die Jedi draußen förmlich um Hilfsgüter und Credits betteln mussten. Es gab genug Welten innerhalb der Republik, die sich überhaupt nicht betroffen fühlten. Die Krise war also sehr wohl räumlich begrenzt. Was den Faktor Zeit angeht war klar, solange die Situation so ist wie sie ist. Die Stadt war dem Aufruhr nahe. Das Militär war überall, weil die CSF nicht mehr annähernd in der Lage war, die Sicherheit zu gewährleisten. Es gab die aggressive Variante des Virus, mit Betroffenen, die wild um sich schlugen. Das organsisierte Verbrechen boomte. Manche nichtmenschliche Spezies waren nicht betroffen, entsprechende Verschwörungstheoreien gab es zuhauf. Es gab Anhänger des Imperiums und radlikale Republikaner. Die Karten auf den Tisch zu legen, seht her, das Imperium war's, hätte Coruscant an den Rand eines Bürgerkriegs gebracht. Niemand hätte sich das getraut, nicht die Jedi, nicht das Kanzleramt, niemand.«

Der Taanaber wollte die Information sacken lassen. Wie viele der Anwesenden war damals auf Coruscant gewesen und konnte sich ausmalen, welcher Katastrophe sie entgangen war. Konnte sich irgendwer von ihnen überhaupt vorstellen, was passiert wäre, wenn den Sicherheitskräften die Lage endgültig entglitten wäre.

»Die längste Zeit hat sich an der Lagebeurteilung auch nicht viel geändert, bis vor kurzem, als das Virus besiegt und die Ordnung wiederhergestellt wurde und siehe da, hier sind wir. Dabei muss ich sagen, dieses umfassende Auskunftsrecht, diese Transparenzpflicht für die Neue Republik, auf die sie so pochen, gibt es überhaupt nicht. Es ist völlig normal, dass der Staat nicht alles an Informationen veröffentlicht, über die er verfügt. Er verrät selbstverständlich nicht, welcher Nerfbauer auf Agamar in finanziellen Nöten steckt, dabei gäbe es Leute, die das wissen wollten. Aber das führt dann vielleicht dazu, dass diese Person ihre Existenz verliert. Man verrät nicht, gegen welchen mutmaßlichen Straftäter Sicherheitsbehörden ermitteln. Genauso wenig gibt die Neue Republik preis, welche Militäreinheiten sich wo befinden. Dann erfahren Piraten, wo sie freie Bahn haben oder man verliert einen Krieg. Transparenz ist nicht immer eine gute Sache, da finden sich noch viele weitere Beispiele, und wenn man nicht aufpasst, steht man ganz schnell mit heruntergelassenen Hosen da.Im gesamten Sicherheitsbereich ist das Recht auf Informationsfreiheit laut Verfassung ausgeschlossen, und das ist aus gutem Grund so. Ob man sich im Einzelfall zurecht auf solche Ausnahmen berufen hat, diese Entscheidungen werden durch die zuständigen Gerichte überprüft.«

Und nicht durch die Medien, fügte Wes in Gedanken hinzu. Dass der Orden rechtlich als private religiöse Organisation galt und sie deshalb von vornherein nicht verpflichtet waren, irgendwem irgendwas zu verraten, behielt er wohlweislich für sich. Es war wichtig, dass Jedi und Republik in der Öffentlichkeit als Einheit gesehen wurde und das galt erst recht, wo sich der Rat um den Stand des Ordens bei der Regierung nicht mehr sicher sein konnte.

»Sicherheit kann nur so funktionieren. Eine komplett unabhängige Untersuchung findet in der Regel erst statt, nachdem der ganze Vorgang abgeschlossen ist. Umgekehrt gibt es im Journalismus ebenfalls keine völlige Tranparenz. Ihr gebt ebenfalls nicht Eure Quellen und Informanten preis, dabei hätte die Öffentlichkeit doch ein Recht darauf, selbst zu beurteilen, wie stichhaltig diese oder jene Enthüllung tatsächlich ist? Aber wenn ihr das tut, verliert Ihr diese Quellen und Ihr könnt Eure wichtige Rolle im Staatswesen nicht mehr wahrnehmen. Im Sicherheitsumfeld ist es genauso, verraten wir alles was wir wissen, können wir die Sicherheit nicht mehr gewährleisten.«

Vermutlich war die beste Strategie, dem ›ja, aber‹ zuvorzukommen, den Spieß einfach umzudrehen in Bezug auf Journalist/-innen und ihre Geheimhaltugnsbedürfnisse? Wes zählte die Jedi ganz offen zum Sicherheitssektor, als Jedi-Ermittler war das die Rolle die er kannte und in der C-Virus-Krise war es ja tatsächlich genau so gewesen. Militär, Geheimdienst und Jedi hatten Hand in Hand gearbeitet, um sie zu bewältigen.

Coruscant – Jedi-Tempel – Nebenraum der Pressekonferenz – Journalisten, Wächter, getarnte Schatten – auf dem Podest Ian, Eowyn, Rornan (NPC) und Wes
 
Coruscant - Jedi-Tempel - großer Pressesaal, u.a. mit Wes, Ian und Rornan (NPC), Malek, Presse

Ian war... eben Ian. Ehrlich, offen, und durchaus eloquent. Ein wenig zu ehrlich, für Eowyns Geschmack, aber sie konnte es gut verstehen. Er wollte eben reinen Tisch machen. Und bevor er dann dem Bothan antwortete, machte er noch einen kleinen Ausflug über den Rodianer, dessen Namen Eowyn schon längst wieder vergessen hatte. Ihre Hand, die noch immer die seine hielt (oder in seiner lag, wie auch immer) war mittlerweile schweißnass, dennoch ließ sie nicht los. Es wirkte so, als ob Ian diese Unterstützung überhaupt nicht mehr brauchte, nach dem anfänglichen kurzen Hadern, aber... vielleicht brauchte sie selbst sie. Sie wusste es nicht, aber... sie ließ nicht los.
Er unterstützte sie und ihre Worte mit den seinen, aber auf eine Art und Weise, die ihre Autorität nicht untergrub. Und sie selbst zuckte minimal zusammen, als Ian die Zahl nannte. Vier Milliarden. Sie... hatte die Nachrichten kaum mehr verfolgt, vor Bastion, hatte sich abgeschottet. Es war alles schlimm genug gewesen.

Vier Milliarden.

Eine unvorstellbare Zahl. Und dennoch... vermutlich "nur" ein kleiner Teil der Bevölkerung Coruscants? Es waren einfach Dimensionen, die Eowyn überhaupt nicht begreifen konnte. Umso mehr atmete sie bewusst aus, als sie die nächsten Worte hörte.

Alderaan.

ZWEI Mal.

Es war... Zu viel. Es war einfach zu viel. Die Zahl, diese Konferenz. All die letzten Monate und Jahre. Ihr Zustand. Einfach alles... Alderaan. Zwei Mal Alderaan... Ein... und aus. Ein... und aus... Voll und ganz konzentrierte Eowyn sich auf ihre Atmung, während sie alles daran setzte, dass man es ihr von außen nicht ansah. Nur halb bekam sie daher mit, was Ian weiterhin ausführte. Sie atmete - und hielt durch. Wie schon so oft. Sie hatte sich wieder halbwegs im Griff, als Ian spürbar zu seinen Schlussworten ansetzte. Und sich selbst ins Fadenkreuz nahm.

Eowyn bemühte sich, ihn nicht anzusehen. Aber warum... warum tat er das? Warum machte er es allen so leicht, ihn zu hassen? Machte es sich selbst, und irgendwie ihnen beiden, so schwer? Sie verlangte nicht, dass er herausstellte, was er seit seinem Überlaufen alles für die Republik getan hatte, das würde er ohnehin niemals tun. Aber weshalb betonte er dann andauernd seine Fehler? Er ließ es so klingen, als wäre er mitschuld am C-Virus, aber das war er nicht. Er hatte schreckliche Dinge getan, Dinge, denen er sich eventuell noch einmal öffentlich würde stellen müssen, ja, aber das? Er war nicht der Mörder dieser vier Milliarden...

Da war keine Zeit, um mehr darüber nachzudenken, vielleicht zum Glück. Rornan hatte seine Antwort an den Droiden mittlerweile abgeschlossen und läutete die zweite Runde ein. Wie viele würde es geben? Eine, oder noch einige weitere? Sie fragte sich, wie lange sie das hier noch aushalten würde und trank den letzten Schluck aus ihrem Glas, welches wenig später von irgendjemandem ausgetauscht und durch ein volles ersetzt wurde. Gleichzeitig begann die nächste (oder die gleiche?) Reporterin eine Frage zu stellen, die glücklicherweise ziemlich sicher an Wes gehen würde. Eowyn war heilfroh, dass sie dieses innenpolitische Gedöns nicht beantworten musste. Wie konnte man darüber nur diskutieren? Natürlich brauchte es Kontrollgremien, und natürlich musste man aufarbeiten, was schiefgelaufen war, aber... Ein... und aus... Es galt nicht ihr. Wes würde das erledigen, ganz sicher absolut souverän.

Im Gegensatz zu ihr, denn dieser verfluchte Rodianer (er war ganz gewiss der gleiche) ließ nicht locker. Er ignorierte plötzlich völlig die Aspekte des Virus, sondern attackierte sie persönlich, ihre Entscheidungen, und kam völlig vom Thema ab. Das war keine sachliche Unterhaltung mehr, nicht einmal mehr eine Diskussion, sondern ein Anprangern und eine Ansprache wie aus einer Klatschspalte. Es würde sie nicht wundern, wenn dieser Mann für die "Sun" unterwegs wäre. Warum ging es plötzlich um die Mission nach
Bastion?! Ja, schön, wenn man sie nicht mehr wegen Kast anprangerte, aber... Bastion? Dieser Kerl wollte doch einfach nur irgendetwas finden, was er ihr anlasten konnte. Es war ihm völlig egal, was es sein würde.
Eowyn fixierte ihn durchdringend, so gut es mit seinen großen Augen eben möglich war, um ihm zu zeigen, dass er bloß nicht denken sollte, sie würde klein beigeben. Diese Schlacht war noch lange nicht vorbei, und mochte er ihr rhetorisch auch weit überlegen sein, sie hatte schon aussichtslosere Kämpfe gewonnen. Wie die gegen Allegious und Sturn...

Sie gab ihm noch ein paar Augenblicke, bevor sie der nächsten Reporterin ihre Aufmerksamkeit widmete. Diese wandte sich an Ian, was gut war, denn das war wieder ein Thema, von dem sie keine Ahnung hatte. Wie wenig sie eigentlich wusste... Aber sie war ja ohnehin hauptsächlich hier, um für Kast Rede und Antwort zu stehen.

Rornan ließ diesmal weniger Fragen zu. Ob er gemerkt hatte, dass ihre Konstitution schwach war? Oder hatte es ganz andere Gründe? Wes jedenfalls nahm wieder den Faden auf, so wie schon in der ersten Runde, was Eowyn ein wenig Zeit gab, ihre Gedanken zwecks des Rodianers zu ordnen, während sie ihm zuhörte. Oh, sie würde wirklich theoretisch bei ihm in die Lehre gehen müssen, wäre die Situation nicht zu vertrackt. Seine Zungenfertigkeit war wirklich bemerkenswert. Er stellte es sehr klug an, führte sehr weit aus, weshalb sie getan hatten, was sie eben getan hatten. Was jeder gesunde Verstand ohnehin begreifen musste, aber gut.
Die Zeit des Virus hier auf Coruscant war wirklich furchtbar gewesen. Ob die Reporterin hiergewesen war? Eowyn glaubte es eher nicht... hätte sie dann so geredet? Sie hatten einfach nur irgendwie
überlebt, und nun sprach sie von Überprüfungen und was auch immer... Wes hatte sich den Hintern aufgerissen, um den Tempel am Laufen zu halten, hatte nicht einmal mehr geschlafen, während hier nun debattiert wurde, ob alles rechtens gewesen war... ja, hinterher war das wirklich einfach.

Atmen.

Ein... und aus...

Wes war dran, nicht sie, und er ließ sich nicht provozieren, natürlich nicht. Weiterhin hielt er wohlweislich zurück, dass die Jedi und die Regierung der Republik mitnichten offiziell zusammengehörten und die Jedi garantiert keinerlei Rechenschaft schuldig waren, niemandem, und so lange das Thema nicht irgendwie aufkam, sollte das auch so bleiben, es würde eine erneute Baustelle eröffnen.
Und genialerweise spielte er ihr den Ball zurück, machte ihr klar, dass sie selbst vermutlich den Fierf tun und ihre Quellen verraten würde. Hoffentlich brachte es sie nun dazu, nachzudenken und nicht nur zu sticheln und Fehler zu suchen, die keine waren. Fehler hatten sie alle gemacht - genug. Es wäre doch sinnig, sich um diese zu kümmern und nicht irgendetwas aus den Fingern zu saugen...

Dummerweise bedeutete das Ende von Wes' Antwort, dass sie selbst nun an der Reihe war. Der Rodianer hatte sowohl Ian als auch sie angesprochen, aber eigentlich war alles direkt an sie gegangen, also konnte sie sich ganz sicher nicht herausziehen. Außerdem hatte Ian noch genug mit der letzten Journalistin zu tun.

Wieder suchte Eowyn den Blick des Rodianers. Sie war sich noch immer nicht ganz sicher, wie sie mit ihm umgehen sollte... Aber sie musste loslegen.


Sie haben nicht bedacht, auf was ich geantwortet habe, ein Blick auf den Bildschirm, Herr Voss. Die Frage war, wie ich handeln würde, sollte sich herausstellen, dass Ian nicht alles gewusst hätte und diese fehlenden Informationen meine Entscheidungen beeinflusst hätten. Oder so ähnlich, den genauen Wortlaut wusste sie nicht mehr. Ich bin sogar weiter gegangen als gefordert, indem ich versicherte, dass Ian schlicht nach meinen Erkenntnissen die Wahrheit sagt, und anschließend ausführte, dass ich allerdings ohnehin keine Entscheidungen traf, doch Ihnen scheint besonders der letzte Punkt entgangen zu sein? Eowyn legte den Kopf leicht schief und blickte den Rodianer weiterhin ruhig an. Diese Aussage, dieser... Glaube, zitierte sie ihn, hatte also schlicht keine Relevanz in keinem einzigen Punkt. Es sollte Ihnen allen lediglich einen gewissen Einblick in meine Kenntnis vermitteln, in der Hoffnung, es würde Ihnen leichter fallen, die Abläufe des Ordens zu verstehen. Doch ich verstehe, dass ein paar Wissenslücken in der Bevölkerung vorhanden sind, deshalb werde ich gleich darauf zurückkommen und ein wenig erläutern, weshalb meine Bindung keine Rolle spielte, ganz im Gegenteil sogar.

Vorher aber möchte ich auf diesen Vorwurf eingehen. Herr Voss... und alle anderen, die anzweifeln, dass mein Glaube irgendeine Relevanz besitzt.
Eowyn ließ ihren Blick über das anwesende Publikum schweifen. Ich verstehe, dass die Fähigkeiten, über die wir Jedi verfügen, unverständlich sind, zweifelhaft und auch mystisch erscheinen mögen. Doch wenn ich dies hier tue... Sie ließ das Glas Wasser ruhig über dem Tisch aufsteigen, ohne einen Finger zu rühren, ...oder auch das hier... ein Teil des Wassers verließ das Glas in einer runden Kugel, dann ist das genauso handfest oder verständlich, wie wenn ich manchmal sicher weiß, ob zum Beispiel jemand lügt. Sie ließ sowohl Wasser, als auch Glas wieder sanft herabschweben. Das Glas, das Wasser, die meisten können es sehen. Doch die Fähigkeiten eines Jedi enden nicht bei Levitation und solchen Elementspielereien. Manchmal wird vergessen, welch enorme Möglichkeiten uns die Macht bietet. Das ist völlig verständlich, aber interessanterweise werden sie doch ab und an angezweifelt, wenn es in die Situation passt - oder aber wieder danach geschrieen, wenn Hilfe notwendig ist, wie noch vor kurzem zum Beispiel hier auf Coruscant, als Millionen uns um Hilfe und Heilung anflehten. Unsere Fähigkeiten sind allerdings immer da, nicht nur dann, wenn sie gerade gebraucht werden, und sie sind weiter gefasst, als vielleicht dem ein oder anderen bewusst ist. Nur, weil man etwas nicht greifen kann, heißt es nicht, dass es nicht existiert. Ich bitte, das in Zukunft zu bedenken.

Oh, Rornan würde ihr vermutlich sein Lichtschwert über den Kopf ziehen für diese Ausführung, aber ihr reichte es irgendwie. Sie waren gut genug, wenn sie helfen sollten, aber wenn sie auf Grund ihrer seltsamen Kräfte dann eine Entscheidung traf, die vielleicht nicht ganz passte, war das alles wieder nur irgendein Glaube... nun gut.
Sie nahm einen Schluck aus dem eben missbrauchten Wasserglas, bevor sie fortfuhr.


Zurück zu den Abläufen des Ordens, so weit sie relevant sind. Ihnen allen dürfte bewusst sein, dass enge Bindungen im Jedi-Orden teilweise sehr kritisch gesehen werden. Sie sind nicht mehr verboten, wie sie es in den früheren Tagen waren, aber man hat das Misstrauen ihnen gegenüber nicht abgelegt. Dementsprechend können Sie sich sicher sein - niemals habe ich dem Rat direkt und ohne Bedenken empfohlen, Ian zu glauben. Im Gegenteil, Sie können mir tatsächlich vorwerfen, dass ich im ersten Gespräch mit dem Rat verschwiegen habe, eine Beziehung zu Ian zu führen, damit der Rat ihm hoffentlich Glauben schenkt.
Das funktionierte, wie Sie alle sich nach meinen Ausführungen eben vielleicht denken können,
Eowyn lächelte entschuldigend und in der Hoffnung, menschlicher, normaler zu erscheinen, in die Menge und zuckte mit den Schultern, nur leider so gar nicht. Natürlich flog es noch in der gleichen Sitzung auf und ich handelte mir eine Rüge deshalb ein. Daher - nein, ich war kein Kanal. Der Rat hat weder meine Unterstützung gesucht, noch Informationen von mir erhalten, was über mein eigenes Wissen hinausging, das lief alles über Ian. Mein Wort hatte kein Gewicht, zumindest nicht mehr als das jedes anderen Jedi. Und, bei dieser Gelegenheit - der Rat hätte jedem Ex-Sith, der sich so wie Ian mit vollem Einsatz bemühte, Leben zu retten und beinahe darum gebettelt hätte, diese Mission zu bekommen, genauso viel Vertrauen entgegengebracht wie eben Ian, denn hierbei ging es niemals um mich, sondern einzig und allein um ihn; sein Verhalten in den letzten Monaten seit seiner Ankunft, seine Vertrauenswürdigkeit und sein Bestreben, Gutes zu tun, zu helfen und Leben zu retten und zu zeigen, dass er mehr ist als seine vorherigen Taten.

Zum Ablauf wieder - nach diesem ersten Gespräch erfolgte aller Informationsaustausch direkt von Ian zum Rat. Ich wurde nicht mehr einbezogen. Ich war noch nicht einmal anwesend, als die Mission nach Bastion beschlossen wurde, sondern wurde erst hinterher informiert.
Und wenn sie an diesen Tag dachte, dann wollte sie am liebsten einfach nur weg hier, aber... atmen... Klarheit schaffen. Erklären. Sie wussten es vielleicht wirklich nicht.

Der Rat misstraut Bindungen. Er misstraut allem, was über mehr als eine normale Freundschaft hinausgeht. Ratsmitglieder stellen in der Regel alles, wirklich alles, über irgendwelche Arten von Gefühlen. Jedi haben kein Privatleben, daher sind Beziehungen von Jedi niemals Privatsache, zitierte sie Wes leicht bitter. Sie werden beobachtet und analysiert, sie stehen unter Überwachung und werden nur akzeptiert, so lange sie sich nicht als Problem erweisen. Sie können sich daher absolut sicher sein, erneut blickte sie tief in diese riesigen Augen, dass weder mein Vertrauen, noch meine Überzeugung oder mein Gefühl auch nur irgendetwas entschieden hätten, ganz im Gegenteil sogar. Und hätte ich gewollt, dass diese Mission nicht stattfindet; hätte ich meine Gefühle über meine Pflicht gestellt, dann hätte ich auf Ian direkt und zwischen uns beiden eingewirkt. Ich hätte ihn gebeten, dieses Risiko, das vermutlich zu seinem Tod führen würde, oder auch zu meinem und ganz sicher zu wenigstens einem Tod, nicht einzugehen. Ich hätte ihn angefleht. Das ist übrigens mit ein Grund, weshalb der Orden Beziehungen so kritisch gegenüber ist, die Entscheidung zwischen Pflicht und Gefühl. Aber das alles habe ich nicht getan - denn ich wusste, was auf dem Spiel steht. Milliarden Lebewesen.

Wieder ein Schluck Wasser. Der Schmerz wurde immer stärker. Und sitzen konnte sie auch kaum mehr, ihr Rücken schmerzte...

Und noch einmal zurück zu den Abläufen... Diese Mission war lange von Ian angedacht. Konkret wurde sie aber erst, als der Rat ihm die Erlaubnis gab. Ich hatte, wie erwähnt, kein bisschen Kontakt zum Rat, bevor es um diese Entscheidung ging. Daher frage ich Sie gerne zurück, ob Sie mir sagen können, wie meine... Eowyn blickte auf den Bildschirm, "persönliche, romantische, emotionale Überzeugung" zitierte sie den Rat prägen konnte? Das Gremium, das seit jeher Emotionen und Romantik misstraut wie nichts anderem? Eowyn schmunzelte und beugte sich der Wirkung wegen etwas vor. Herr Voss, Sie überschätzen meine Fähigkeiten. Ich mag eine gute Kämpferin sein, aber meine telepathischen Fähigkeiten sind durchaus... Eowyn wackelte mit der freien Hand locker hin und her, ausbaufähig, um es freundlich zu formulieren. Dann wurde sie wieder ernst.

Diese Operation wurde nicht auf dem Fundament einer Liebesbeziehung aufgebaut - nein, sie wurde trotz dessen aufgebaut, weil es keine andere Wahl gab. Ich wiederhole gerne noch einmal, wenn auch diesmal in leicht anderem Zusammenhang... Sie ließ ihren Blick durch den Saal schweifen. So viele Personen, die sie anstarrten... ob sie wenigstens ein paar von ihnen erreicht hatte? Aber sie durfte nicht zulassen, dass ihr Mut sank. Nicht nach Bastion fliegen. Auf Grund unserer Beziehung auf Coruscant bleiben. Weiterleben, unsere Pflicht ignorieren, aber leben und einander haben. Den Imperator weiter walten lassen. Auf seine Gnade hoffen. Sie machte eine kurze Pause, bevor sie fragte:

Wäre diese Alternative wirklich besser gewesen?

Sie betonte den Satz besonders, jedes einzelne Wort, blickte weiter in die Menge. Ihr schweifender Blick endete irgendwann nach einigen Sekunden wieder beim Rodianer. Sie wünschte beinahe, er würde ihr eine Antwort geben. Sie wollte es hören. Sie wollte hören, wie er "ja" sagte und offenbarte, was er sich vielleicht wünschte, nämlich den Tod Coruscants - oder eben akzeptierte, dass der Weg der einzig richtige gewesen war.
Sie konnten ihr alles mögliche vorwerfen, und auf manches würde sie keine gute Antwort haben. Aber das hier? Nein.
Voss sollte es noch einmal wagen, sie anzuprangern, dann würde er erst richtig begreifen, was in ihr steckte.

Coruscant - Jedi-Tempel - großer Pressesaal, u.a. mit Wes, Ian und Rornan (NPC), Malek, Presse
 
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Kernwelten Corusca-Sektor Coruscant Senatsdistrikt Jedi-Tempel Meditationsraum Sarina Thorne und Draen Tel'Set

Draen hörte Sarina aufmerksam zu, wobei sein medizinisch geschulter Blick jedes Detail ihrer Mimik registrierte – den flüchtigen Schatten bei der Erwähnung des Falls eines Jedi, aber auch das befreite Grinsen kurz darauf. Ihre Worte über die Freiheit, den Orden jederzeit verlassen zu können, ließen ihn innerlich kurz innehalten. Für einen Mann, der in festen Familienstrukturen und einer Berufsordnung aufgewachsen war, klang diese radikale Autonomie fast paradox zu der strengen Disziplin, die er hinter den Tempelmauern vermutet hatte.

Er nickte langsam, während er ihre Ausführungen mental in sein wachsendes Verständnis des Ordens einsortierte.
„Es ist beruhigend zu hören, dass Autonomie hier einen so hohen Stellenwert hat“, erwiderte er leise. „In der Medizin gibt es oft kein Zurück mehr, wenn man sich einmal für einen Weg entschieden hat – eine falsche Diagnose oder ein chirurgischer Eingriff lassen sich nicht einfach ungeschehen machen. Dass der Orden den Individuen die Tür offen hält, zeugt von einem tiefen Vertrauen in die persönliche Reife.“

Ein kurzes, fast unmerkliches Lächeln stahl sich auf seine Lippen, als sie das Thema Tee noch einmal streifte. Er bemerkte ihren leichten Widerwillen gegenüber dem rituellen Getränk und vermerkte es schmunzelnd als eine ihrer charakteristischen Eigenheiten.
„Ich werde dich beim Wort nehmen, Sarina. Vielleicht überzeugt dich die Tirahnn-Zeremonie nicht vom Tee selbst, aber zumindest von der Ruhe, die er stiftet. Auch wenn man 'wach meditiert', schadet ein Moment der Stille selten der Präzision der Gedanken.“

Als die Jedi jedoch auf die Dunkle Seite zu sprechen kam und den Namen des Imperators nannte, wurde Draens Miene wieder ernst und professionell. Er betrachtete die Gefahr nun weniger als eine abstrakte Bedrohung, sondern – ganz Mediziner – als eine Art schleichende Infektion des Geistes.
„Was du beschreibst, klingt wie eine Pathologie des Charakters“, reflektierte er nachdenklich. „Wenn der erste Schritt das Unterschätzen der Gefahr ist, dann ist Wachsamkeit die einzige wirksame Prophylaxe. Es ist faszinierend und zugleich beängstigend, dass gerade die besten Absichten der Nährboden für einen solchen Verfall sein können.“

Das plötzliche Piepsen des Chronos riss ihn aus seinen Überlegungen. Draen spürte, wie sein Puls sich leicht beschleunigte – eine physiologische Reaktion auf die bevorstehende Gewissheit, die er nicht ganz unterdrücken konnte. Er sah auf das Gerät, das nun die Entscheidung über seinen weiteren Lebensweg bereithielt. Er atmete tief durch, suchte kurz die Ruhe, von der er eben noch gesprochen hatte, und blickte Sarina dann noch einmal an. Ihr aufmunterndes Lächeln wirkte wie ein Anker in der Flut seiner analytischen Zweifel.

„Geduld und Flexibilität“, wiederholte er leise die Worte, fast wie ein Mantra. „Dann wollen wir sehen, was die Auswertung sagt. Es ist seltsam... als Arzt habe ich unzählige Testergebnisse verkündet. Jetzt zum ersten Mal selbst auf der anderen Seite der Diagnose zu stehen, ist eine lehrreiche Erfahrung in Demut.“

Mit einer ruhigen, aber dennoch leicht angespannten Handbewegung aktivierte er das Display, um das Ergebnis zu lesen, das über seine Zukunft auf Coruscant und seinen Platz in der Macht entscheiden würde. Draen fixierte das Display. Die Symbole und Datenreihen tanzten für einen Moment vor seinen Augen, bis sich die medizinischen Parameter zu einer unmissverständlichen Konsequenz verdichteten. Das Ergebnis war eindeutig. Die Wahrscheinlichkeit einer fehlerhaften Messung lag bei unter 0,03 Prozent.

Er war machtsensitiv.

Ein seltsames Taubheitsgefühl breitete sich in seinen Fingerspitzen aus – ein physiologisches Paradoxon angesichts der Bedeutung dieses Augenblicks. Er, der Mann der Wissenschaft, der Tirahnner Mediziner, trug ein Potential in sich, das weit über die Grenzen der Anatomie und der bekannten Wissenschaften hinausging. In seinem Geist begannen die Zahnräder seiner analytischen Natur sofort zu mahlen, doch diesmal fanden sie keinen Halt. Was bisher eine vage Möglichkeit war, wurde nun zur unumgänglichen Realität. Die Distanz zu seiner Heimat war nicht länger nur eine geographische Variable, sie war nun eine existenzielle Notwendigkeit. Er sah die Teehäuser, die sanften Hügel und die vertrauten Straßen vor seinem inneren Auge verblassen. Er dachte an seine medizinischen Studien, an die unvollendeten Protokolle über Nanotechnologie, die auf seinem Schreibtisch lagen. Würde diese Arbeit nun im Archiv verstauben? Könnte er sein Wissen als Mediziner jemals mit dieser neuen, fremden Kraft vereinen? Wie sollte er es seinen Eltern erklären? Er war die „Anomalie“ der Familie gewesen, weil er Arzt wurde statt Unternehmer – doch das hier war keine Anomalie mehr, das war ein Bruch mit allem, was seine Herkunft definierte. Die Bande, die er so mühsam über die Distanz halten wollte, fühlte sich plötzlich erschreckend dünn an.

Draen hob den Blick vom Display. Seine Augen wirkten dunkler, tiefer, als hätten sie in diesen wenigen Sekunden eine Last aufgenommen, für die er noch keinen Namen hatte. Er legte das Gerät mit einer fast klinischen Präzision auf den Tisch, um das Zittern seiner Hände zu verbergen.


„Es ist bestätigt“, sagte er, und seine Stimme klang bemerkenswert ruhig, obwohl in seinem Inneren ein Orkan tobte. „Die Werte sind signifikant. Ich... habe das Potential zu einem Jedi.“ Er schwieg einen Moment und strich sich über die Stirn, während er versuchte, die Flut an Konsequenzen zu ordnen. Dann sah er Sarina direkt an, die Ernsthaftigkeit des Mediziners gepaart mit einer fast kindlichen Ratlosigkeit.

Sarina, wenn dieses... Potential schon immer in mir war, wie ist es möglich, dass ich es so lange übersehen habe? Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, Körper zu scannen, Reaktionen zu beobachten und tief in die Physiologie einzutauchen. Ich bin geschult darin, kleinste Unregelmäßigkeiten zu erkennen.“ Er hielt inne, seine Stirn legte sich in tiefe Falten. „Hätte ich das nicht früher merken müssen? Gab es keine Anzeichen, die ich als Mediziner hätte deuten können? Oder war ich so sehr auf das Sichtbare fixiert, dass ich für das Wesentliche blind war? Es fühlt sich... beinahe unprofessionell an, eine solche fundamentale Eigenschaft des eigenen Seins über Jahrzehnte ignoriert zu haben. Als hätte ich einen Teil meiner selbst stets vor mir selbst versteckt.“

Fragen über Fragen übermannten ihn. Seine Welt sollte sich für immer ändern.

Kernwelten Corusca-Sektor Coruscant Senatsdistrikt Jedi-Tempel Meditationsraum Sarina Thorne und Draen Tel'Set
 
[ Kernwelten | Corusca-Sektor | Coruscant | Senatsdistrikt | Tiefe Ebenen unter dem Jedi-Tempel | Food Court ] Arlen, sowie (NPCs) Gold-7 und Passanten


Der fettige Geschmack von gebratenem Fleisch und einer dazu passenden Soße noch immer auf den Lippen, zog Devon ein Comm aus der Tasche und legte es auf den Tisch, ehe er es Arlen zuschob.

„Ich habe kein Platz auf meinem Schiff zu verschenken also, wenn du mitkommst, dann musst du für deinen Platz auf der Reise arbeiten.“

Als Arlen geräuschvoll an seinem leeren Getränk zog schob der blonde Mensch seinen eigenen Becher über den Tisch. Dann rieb er sich die Finger an einer Serviette ab und stand auf. Die Gesichtszüge des Sith zu lesen war nicht ganz leicht. Sicher kannten sich die beiden bereits, doch die Verletzungen die Arlen auf Kelada erlitten hatten machten seine Mimik ungewohnt und etwas verzerrt, dennoch hatte der Agent das Gefühl etwas Unsicherheit in seinem Gegenüber zu sehen.

„Klar lass uns ein Stück gehen, ich habe einen Speeder in der Nähe. Ich kann dich dann später, wenn du möchtest, immernoch absetzen, wohin auch immer du willst.“

Wenn Arlen nicht bereit war einen weiteren Auftrag anzunehmen würde Devon ihn nicht dazu zwingen. Bei diesem Auftrag konnte er sich einen unsicheren Agenten nicht leisten, insbesondere weil er am Ende die Verantwortung für das Team trug, das er zusammengestellt hatte.

Die beiden Männer verließen den Platz und während sie um eine Ecke bogen entsperrte Devon den Kommunikator, den er Arlen gegeben hatte.

Zu der Rothaut gewandt sagte er schließlich.

„Ich habe noch eine Kleinigkeit zu besorgen, ich hoffe ein Umweg zum Raumhafen macht dir nichts aus?“

Damit blieb er dann vor einem Gleiter mit geschlossener Kabine stehen und deutete Arlen hineinzusteigen. Falls irgendwer sie bis hierher tatsächlich im Auge behalten hatte, war jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht. Der Gleiter, äußerlich ein übliches Modell auf Coruscant erhob sich vom Parkplatz und rauschte die Straßenschlucht entlang in Richtung Raumhafen davon. Doch Devon würde sicherstellen, dass sie keine Verfolger hatten, ehe er zum Safehouse flog. Außerdem war die Gelegenheit ungestört zu reden äußerst willkommen. Doch zunächst machte er Meldung.

„Kontakt hergestellt, wir kommen zum Safehouse 2, Loth-Cat wir sehen uns dort. Voorpak Ende."

, dann wandte er sich seinem Mitfahrer zu.

„Wie du bereits erraten hast will ich dich rekrutieren. Jedoch nicht in deiner Funktion als Jedi-Ritter. Wenn du diesen Auftrag akzeptierst, wirst du direkt in meinem Team mitarbeiten. Ich kann dir nicht genau sagen um was es geht, jedoch dass wir für wenigstens ein halbes Jahr die NR verlassen werden. Keine Sorge, ausnahmsweise geht es nicht hinter feindliche Linien, trotzdem werden wir auch nicht auf unserem eigenen Hoheitsgebiet sein. Wenn du einwilligst, wirst du offiziell Teil der Firma. Ich brauche deine Entscheidung jetzt, bevor ich dich zu unserer vorrübergehenden Basis bringe.“

Nun war es an dem Menschen angespannt zu sein. Jemand mit den Fähigkeiten Arlen Merillions auf dieser Mission dabei zu haben brächte ihnen einen großen Vorteil ein, doch hatte er den Jedi zu stark gedrängt? War er wirklich bereit einen neuen Einsatz anzunehmen? Den Blick auf die Straße gerichtet wartete Devon auf die Antwort des Jedi.


[ Kernwelten | Corusca-Sektor | Coruscant | Senatsdistrikt | Tiefe Ebenen unter dem Jedi-Tempel | Straßenschluchten | Gleiter ] Arlen, Gold-7(NPC)
 
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